High Definition Television Seminar 2 2007 13.06.2007 Seite 1 von 7 P. Schädler und P. Janka
1 Einführung... 3 1.1 Grundlegendes... 3 1.2 Auflösungen... 3 2 Equipment... 3 2.1 Fernseher... 3 2.2 Set-Top Box... 3 2.3 Abspielgeräte... 3 2.4 Zubehör... 3 3 Empfang... 4 3.1 über Satellit (DVB-S)... 4 3.2 über Kabelnetze (DVB-C)... 4 3.3 über terrestrische Netze (DVB-T)... 4 3.4 über Internet... 4 4 Sender... 4 4.1 Senderverbreitung über Satellit... 4 4.2 Senderverbreitung über Kabelnetze... 5 4.3 bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten... 5 5 Speichermedien... 5 5.1 Blu-ray Disc... 5 5.2 HD DVD... 5 5.3 Warner Total Hi Def... 5 6 Schlagwörter... 6 6.1 HD Ready... 6 6.2 Full HD... 6 6.3 HDMI... 6 6.4 HDCP... 6 7 Zukunft... 6 8 Quellenverzeichnis... 7 13.06.2007 Seite 2 von 7 P. Schädler und P. Janka
1 Einführung 1.1 Grundlegendes steht für High Definition Television, also hochauflösendes Fernsehen und ist der neue Fernsehstandard, welcher in Europa immer mehr Einzug hält. hat gegenüber dem normalen SDTV 1 eine bis zu 5-mal höhere Auflösung und gibt es grundsätzlich nur im Seitenverhältnis 16:9. Die sehr viel höhere Auflösung war denn auch der Hauptgrund für die Einführung des neuen Standards. 1.2 Auflösungen Bisherige digitale Fernsehsignale haben eine Auflösung von 720x576 bei 50 Halbbildern pro Sekunde (720x576i50). Bei gibt es zwei offizielle Auflösungen und zwar einerseits 1280x720 und andererseits 1920x1080. Heutige Ausstrahlungen im Fernsehbereich verwenden bei der Auflösung 1920x1080 genau 50 Halbbilder pro Sekunde (1920x1080i50) und bei der Auflösung 1280x720 50 Vollbilder pro Sekunde (1280x720p50). 2 Equipment 2.1 Fernseher Bei den Fernsehern kommen nur LCD 2 - oder Plasmadisplays in Frage, um mit der entsprechenden Qualitätssteigerung sehen zu können. Dies aus dem einfachen Grund, weil nur diese Displays eine genügend hohe Auflösung bieten. Wenn man heute einen Fernseher kauft sollte man unbedingt auf das Label HD Ready (siehe Kap. 6.1) achten, welches gewährleistet, dass das entsprechende Gerät vollumfänglich unterstützt. 2.2 Set-Top Box Eine Set-Top Box wird benötigt um das Signal, welches über den Satelliten, die Antenne oder das Kabel empfangen wird, für den Fernseher so aufzubereiten, dass er es darstellen kann. Aufgrund der hohen Auflösung von muss die Set-Top Box eine hohe Leistung aufweisen. Alte Set-Top Boxen können für nicht verwendet werden. 2.3 Abspielgeräte Natürlich gibt es auch Filme in High Definition zu kaufen. Als Abspielgerät für solche Filme wird ein Blu-ray 3 oder HD DVD 4 Player benötigt, je nachdem auf welcher Disc der Film gespeichert ist. Gewöhnliche DVD 5 Player können keines der Formate wiedergeben. 2.4 Zubehör Um eine optimale Qualität zu gewährleisten wird empfohlen für die Verbindung zwischen Fernseher und Set-Top Box oder Abspielgerät ein digitales HDMI Kabel 1 SDTV = Standard Definition Television; Bezeichnung für die bisherige Fernsehqualität 2 LCD = Liquid Crystal Display; Technologie für Flachbildfernseher, welche immer mehr alte Röhrenfernseher ablöst 3 Blu-ray Disc = Anspielung auf die verwendeten blauen Laser; optisches Speichermedium für Inhalte in Qualität, welches die DVD ablösen möchte; Konkurrent von HD DVD 4 HD DVD = High Density Digital Versatile Disc; optisches Speichermedium für Inhalte in Qualität, welches die DVD ablösen möchte; Konkurrent von Blu-ray 5 DVD = Digital Versatile Disc; optisches Speichermedium für Inhalte in SDTV Qualität 13.06.2007 Seite 3 von 7 P. Schädler und P. Janka
(siehe Kap. 6.3) zu verwenden. So entfällt die Umrechnung des Signals von digital auf analog und umgekehrt. 3 Empfang 3.1 über Satellit (DVB-S) Die ersten -Sendungen wurden über Satellit verbreitet. In Europa wird für Ausstrahlungen über Satellit der Standard DVB-S in der zweiten Generation, also DVB-S2, verwendet. DVB-S2 erreicht gegenüber DVB-S eine Bandbreitensteigerung von bis zu 30 Prozent. Erreicht wird dies durch verbesserte Modulationsarten und Fehlerkorrekturen. Eine Liste deutschsprachiger Sender, welche heute über DVB-S2 empfangen werden können, ist in Kap. 4 zu sehen. 3.2 über Kabelnetze (DVB-C) Auch übers Kabelnetz kann übertragen werden. Hierbei wird der Standard DVB-C verwendet, welcher für die -Übertragungen nicht angepasst werden muss. 3.3 über terrestrische Netze (DVB-T) Über DVB-T werden bislang lediglich digitale Fernsehsignale in SDTV übertragen. DVB-T kann in der momentanen Ausbaustufe kein übertragen. Darum hat das Konsortium, welches bereits DVB-T entwickelt hat, begonnen eine zweite Generation von DVB-T zu entwickeln. Diese neue Generation wird voraussichtlich DVB-T2 heissen und einige Verbesserungen im Bereich der Bandbreitenausnutzung bringen. Termine für die Einführung von DVB-T2 in der Schweiz gibt es noch keine. 3.4 über Internet Bei einer genügend grossen, verfügbaren Bandbreite kann auch über Internet übertragen werden. Jedoch geschieht das momentan noch nicht im Regelbetrieb. Das Angebot ist in der Schweiz nicht verfügbar, in Deutschland gibt es von T-Home allerdings ein Angebot, welches über das Internet sendet. Das Hauptproblem der Übertragung von über das Internet wird immer die Bandbreite sein, weshalb solche Angebote höchstens langfristig eine höhere Verbreitung erlangen können. 4 Sender 4.1 Senderverbreitung über Satellit Bereits heute können über Satellit einige Sender in HD-Qualität empfangen werden. Die folgende Liste zeigt in etwa auf, was heute im deutschen Sprachraum über Satellit empfangen werden kann: Sender Land Verschlüsselung Anixe HD Deutschland frei Pro7 HD Deutschland frei Sat1 HD Deutschland frei Premiere HD Film Deutschland Nagravision 2 Premiere HD Sport Deutschland Nagravision 2 Discovery HD Deutschland Nagravision 2 Diverse Promo-Kanäle Verschiedene Länder frei 13.06.2007 Seite 4 von 7 P. Schädler und P. Janka
4.2 Senderverbreitung über Kabelnetze Die Cablecom plant noch in diesem Jahr einzelne Sender in HD-Qualität über das Kabelnetz zu verbreiten. Es gibt in der Schweiz jedoch schon zum jetzigen Zeitpunkt einige kleine Kabelnetzbetreiber, die bereits hochauflösende Programme anbieten, wie z.b. Flims Electric AG (Graubünden), Medianet (Bern) oder Intergga (Basel). Über das Kabel werden die meisten freien deutschsprachigen Programme, die auch über Satellit verfügbar sind (siehe Liste in Kap. 4.1), übertragen. In Liechtenstein werden ab ca. November 2007 ebenfalls erste -Programme (u.a. HD Suisse) ausgestrahlt. 4.3 bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten Auch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten beginnen allmählich auf umzurüsten, im Moment jedoch noch relativ zögerlich. Die SRG startet am 1. Dezember 2007 den Gemeinschaftskanal HD Suisse. Wie es die Bezeichnung Gemeinschaftskanal schon vermuten lässt, verbreitet dieser Sender Fernsehen in HD-Qualität für alle Sprachregionen. Der erste Höhepunkt wird die Übertragung der Uefa Euro 08 in HD-Qualität sein. Auch die Kabelnetzbetreiber zeigen grosses Interesse an der Ausstrahlung von HD Suisse über das jeweilige Digitalangebot. Die deutschen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF stellen erst ab 2010 schrittweise auf um. Der österreichische Rundfunk (ORF) wird voraussichtlich nicht vor 2015 ausstrahlen. 5 Speichermedien 5.1 Blu-ray Disc Die Blu-ray Disc ist eine hauptsächlich von Sony vorangetriebene Technologie, welche die DVD ablösen soll. Aktuelle Verkaufszahlen zeigen die Blu-ray Disc im Vorteil gegenüber der HD DVD. Dies liegt unter anderem auch an Sonys neuer Spielkonsole, der Playstation 3, welche zu einem vergleichsweise günstigen Preis einen vollwertigen Blu-ray Player bietet. Zudem unterstützen die meisten Hollywood Filmstudios die Blu-ray Disc. 5.2 HD DVD Die HD DVD wird hauptsächlich von Toshiba und Microsoft vermarktet. Sie bietet weniger Speicherplatz als die Blu-ray Disc, ist dafür aber günstiger in der Herstellung. Dennoch wirkt sich der geringere Speicherplatz nicht auf die Qualität der Filme aus. Wie sie sich gegen die Blu-ray Disc behaupten kann muss abgewartet werden. Seit einigen Wochen ist für Microsofts Spielkonsole, die Xbox 360, ein externes HD DVD Laufwerk erhältlich. 5.3 Warner Total Hi Def Die Warner Total Hi Def Disc ist eine Technologie des Filmstudios Warner. Sie kombiniert eine Blu-ray Disc und eine HD DVD auf einer Scheibe, indem eine Seite eine Blu-ray Disc ist und die andere Seite eine HD DVD. Die Zukunft solcher Entwicklungen sieht aufgrund der immensen Herstellungskosten aber eher düster aus. 13.06.2007 Seite 5 von 7 P. Schädler und P. Janka
6 Schlagwörter 6.1 HD Ready HD Ready bedeutet bei einem Fernseher: Das Gerät muss mindestens einen digitalen Eingang haben, der HDCP (siehe Kap. 6.4) unterstützt (HDMI oder DVI-D 6 ), sowie einen analogen Komponenteneingang. Das Gerät muss eine native Auflösung von mindestens 720 Zeilen haben, um das kleinere -Format (1280x720) darstellen zu können. Das Gerät muss über beide Eingänge (digital und analog) folgende Auflösungen unterstützen: 1280x720p50, 1280x720p60, 1920x1080i50, 1920x1080i60 6.2 Full HD Wenn ein Fernsehgerät die höchste -Auflösung (1920x1080) ohne Hochskalierung wiedergeben kann, d.h. selber eine Auflösung von mindestens 1920x1080 Bildpunkten hat, dann bezeichnet man dieses Gerät als Full HD tauglich. Der Begriff Full HD kann sich durchaus auch auf Abspielgeräte beziehen, was bedeutet, dass das entsprechende Gerät die für diese Auflösung erforderlichen Signale ausgeben kann. Allerdings sind im Gegensatz zu den Fernsehern die meisten Abspielgeräte Full HD tauglich. 6.3 HDMI HDMI bedeutet High Definition Multimedia Interface. Es ist die neue Standard Schnittstelle zur digitalen Übertragung von Video- und Audiodaten. Ein HDMI Anschluss beinhaltet automatisch immer das Kopierschutzsystem HDCP. HDMI ist elektrisch kompatibel zu DVI-D, sodass ein HDMI und ein DVI-D Anschluss mit einem einfachen Adapterkabel verbunden werden können. Natürlich geht dabei jedoch die Fähigkeit von HDMI verloren, auch Audiodaten übertragen zu können, da dies der ältere DVI-D Standard nicht kann. 6.4 HDCP HDCP bedeutet High Bandwidth Content Protection. Es ist ein Kopierschutzsystem, welches das unerlaubte Kopieren von HD Inhalten verhindern soll. HDCP ist bei HDMI Anschlüssen obligatorisch, bei den älteren DVI-D Anschlüssen optional. Um HD Inhalte jedoch auch in Zukunft in voller Auflösung geniessen zu können ist eine HDCP fähige Schnittstelle von hoher Bedeutung, da die Filmstudios und Fernsehsender die Ausgabe über eine nicht HDCP fähige Schnittstelle künstlich beschneiden können. Es ist daher möglich, dass dann entweder eine verminderte Auflösung oder gar kein Signal ausgegeben wird. 7 Zukunft Die Zukunft des Fernsehens gehört eindeutig. Alte Röhrenfernseher, welche die Fernsehlandschaft in den letzten Jahrzehnten geprägt haben, sind definitiv veraltet und werden immer mehr von hochauflösenden Flachbildschirmen abgelöst. Dadurch wird einen zusätzlichen Schub erhalten. Ein sehr wichtiges Kriterium ist dabei natürlich auch, dass die Sendeanstalten HD Inhalte senden, was bei den meisten bereits geschehen oder zumindest aber in Planung ist. 6 DVI-D = Digital Visual Interface Digital; Schnittstelle zur digitalen Übertragung von Videosignalen 13.06.2007 Seite 6 von 7 P. Schädler und P. Janka
8 Quellenverzeichnis [1] Forum Schweiz: Diverse Artikel http://www.hdtv-forum.ch/ [2] de.wikipedia.org: High Definition Television http://de.wikipedia.org/wiki/hdtv [3] de.wikipedia.org: High Definition Multimedia Interface http://de.wikipedia.org/wiki/hdmi [4] de.wikipedia.org: Digital Video Broadcasting http://de.wikipedia.org/wiki/digital_video_broadcasting [5] T-Home: Filme und Fernsehen http://entertain.t-home.de/c/10/32/28/24/10322824.html [6] de.wikipedia.org: HD ready http://de.wikipedia.org/wiki/hd_ready [7] de.wikipedia.org: Digital Visual Interface http://de.wikipedia.org/wiki/digital_visual_interface [8] de.wikipedia.org: High-bandwidth Digital Content Protection http://de.wikipedia.org/wiki/hdcp 13.06.2007 Seite 7 von 7 P. Schädler und P. Janka