Pedram Payami. Trading mit CFDs



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Transkript:

Pedram Payami Trading mit CFDs

Teil I Grundlagen des CFD-Tradings 1. Einführung CFDs (Contracts for Difference) sind im institutionellen Handel und vor allem im Interbankenhandel ein seit den 1980er-Jahren bekanntes Finanzprodukt. Ende 2001 wurde dieses Instrument auch den privat agierenden Börsianern zugänglich gemacht. CFDs gehören zur Gattung der Derivate. Derivate wiederum sind Finanzprodukte, deren Wertentwicklung von anderen börsennotierten Produkten abhängen sogenannten Underlyings. Es gibt verschiedene Basisprodukte, von denen CFDs abgeleitet werden können. Die gebräuchlichsten sind CFDs auf Währungen und Indizes. Die Wertentwicklung einer CFD-Position hängt stets davon ab, ob der Basiswert steigt oder fällt. CFDs sind keine börsennotierten Produkte; sie werden außerbörslich über einen CFD-Broker gehandelt. Bei dieser Art des Handels stellt der Broker die Kurse auf einen virtuellen Handelsplatz. Die Vorteile dieser Praxis liegen auf der Hand: Statt Depots bei mehreren Brokern einzurichten, können Sie hier weltweit schnell und direkt in verschiedenen Märkten agieren und das über eine einzige Schnittstelle. Innerhalb weniger Sekunden und per Mausklick können Sie sich durch die internationalen Finanzmärkte bewegen. Dabei erhalten Sie über die Handelsplattform des Brokers sämtliche Informationen, die Sie benötigen, aus einer Hand von Nachrichten über die komplette Kurs- und Chartdarstellung bis hin zur Orderplattform. Der Siegeszug der CFDs schließlich begann über Broker in Großbritannien. Da auf der Insel die Spekulationssteuer auf CFDs grundsätzlich entfällt, war der Ansturm auf dieses Produkt entsprechend groß. Immer 13

14 Vorteile und Nachteile von CFDs mehr Broker nahmen das enorme Potenzial wahr und boten den CFD- Handel für Privatkunden an. Am Anfang war das Angebot an CFDs eher dürftig, was sich jedoch schnell änderte. Auch die Softwareentwicklung verschlief diesen Trend nicht und passte sich den steigenden Anforderungen an. So wurden im Laufe der Zeit die CFDs europaweit immer populärer. Zudem war die Kostenstruktur sehr kundenfreundlich, und so verwundert es nicht, dass die Akzeptanz der CFDs auch in Deutschland immer mehr zunahm. 2. Vorteile und Nachteile von CFDs Wie Sie gleich feststellen werden, überwiegen die Vorteile dieses Finanzprodukts in der Summe die Nachteile. Vorteile CFDs bieten dem Trader die Möglichkeit, mit einem bestimmten und wohl kalkulierten Risiko einen überproportionalen Gewinn zu erzielen. Durch ein geschicktes Kapitalmanagement können die Hebelwirkung genutzt und Gewinnchancen somit maximiert werden. Mit einem sinnvoll eingesetzten Hebel nutzen geschickte Trader das Potenzial der CFDs voll aus. Neben der Hebelwirkung gibt es einen weiteren wichtigen Vorteil: die Möglichkeit, auf fallende Kurse zu spekulieren. Und das theoretisch ohne ein zeitliches Limit, da der CFD-Handel kein Termingeschäft ist. Interessant ist, dass Sie bei einem Leerverkauf (Short-Sell), abhängig von Ihrer Ordergröße und vom Börsenplatz, zum Teil sogar Zinsen erhalten, wenn die Position länger als einen Tag gehalten wird. Angesichts der heutigen kurzen Nachrichtenwege und umfangreichen Analysemöglichkeiten ist es wichtig, schnell und effizient weltweit agieren zu können. Mit den

Teil I Grundlagen des CFD-Tradings 15 CFDs ist das kein Problem. Ein CFD-Broker bietet Ihnen heutzutage eine große Auswahl an verschiedenen CFDs. Ganz egal, ob Sie sich mit europäischen Titeln wohl fühlen oder den amerikanischen, asiatischen oder australischen Markt bevorzugen, mit CFDs bleiben Sie immer am Puls der Börse. Restlaufzeiten, implizite Volatilitäten und andere komplizierte Faktoren gehören der Vergangenheit an. Der CFD-Handel ist absolut transparent. Die Kursversorgung sowie ein komplettes Analyse- und Chartmodul sind, wie auch die Bereitstellung von Börsennachrichten, bei CFD-Brokern ein Bestandteil des Gesamtangebots. Diese Komplettpakete erhalten Sie in der Regel kostenlos. Sie sparen dadurch sehr viel Geld, was sich wiederum in Ihrer Performance positiv abzeichnen wird. Nicht zu vergessen sind die Transaktionskosten doch ein guter Service und eine schnelle, faire Orderausführung sind mehr wert als eine niedrige Handelsgebühr. Nachteile CFDs sind aufgrund ihrer Struktur risikobehaftet. Wählt man den vom Broker, bezogen auf das im Depot hinterlegte Kapital, angebotenen Hebel zu groß, können daraus hohe Risiken resultieren, die zu größeren Verlusten führen können. Ein weiterer Nachteil sind die Zinszahlungen, die bei Long-Positionen entrichtet werden müssen. Wird nur ein Teil des Kapitals vom Trader gestellt, muss die restliche Summe finanziert werden. Daher werden vom CFD-Broker bei Kauf-Positionen (long) Zinsen verlangt. Diese Zinszahlungen erhöhen natürlich den Verlust, beziehungsweise verringern den möglichen Gewinn. Ein weiteres Risiko, das vor allem illiquiden Werten innewohnt (z.b. exotischen Rohstoffen), ist der teilweise recht große Spread, also die Differenz zwischen dem Geldund Briefkurs.

16 Die 10 wichtigsten Begriffe aus der Welt der CFDs 3. Die 10 wichtigsten Begriffe aus der Welt der CFDs Derivate Derivate sind Instrumente, deren Preisbildung sich aus der Kursentwicklung anderer Wertpapiere beziehungsweise anderer Finanzprodukte (sogenannte Basiswerte oder Underlyings) ableitet. Derivate sind in der Regel für das Hedging und die direkte Spekulation geeignet. Hebel Der Hebel oder die Hebelwirkung ist mit der Margin eng verbunden. Abhängig von der Handelskreditlinie Ihres Brokers bekommen Sie einen mehr oder weniger großen Rahmen zur Verfügung gestellt. Beispiel: Der Broker verlangt beim Index-CFD-Handel eine Margin von zehn Prozent. Ihr Depot hat einen Wert von 10.000 Euro. Wie Sie wissen, benötigen Sie so nur 1.000 Euro, um 10.000 Euro am Markt zu bewegen. Umgekehrt können Sie mit Ihren 10.000 Euro in diesem Fall theoretisch 100.000 Euro am Markt bewegen (Hebel zehn). Wenn Ihr Broker nur eine Margin von fünf Prozent verlangt, können Sie 200.000 Euro im Markt bewegen (Hebel 20). Bei spekulativen Derivaten wirken sich die Kursbewegungen der Underlyings überproportional auf die Kursentwicklung des Derivates aus. Man spricht hier von einer Hebelwirkung. Diese Hebelwirkung wird für das Hedging und die direkte Spekulation genutzt. Hedging Absicherung eines erreichten Kursniveaus durch entsprechende Eröffnung von Positionen in Derivaten. Beispielsweise kann man Aktienpositionen durch den Abschluss von Fremdwährungsderivategeschäften absichern.