Das Erfordernis Der globale, wissensbasierte Wettbewerb verändert das Umfeld der europäischen Industrie von Grund auf. Die rasche Verlagerung industrieller Aktivitäten europäischer Unternehmen in außereuropäische Regionen lassen sorgenvoll in die Zukunft blicken. Forschung, Ausbildung und (radikale) Innovation sind die Hauptelemente jeder Reaktion auf diese Herausforderungen. 2005 www.metalogikon.com - Seite 1 Das Problem Es gibt kein Patentrezept, wie Organisationen innovativer werden. Unternehmen beherrschen inkrementelle Innovationen einigermaßen. Schwer tun sich Unternehmen, radikale bzw. grundlegende Innovationen hervorzubringen. Wie werden Prozesse in Gang gesetzt, die geeignet sind, sowohl inkrementelle als auch radikale Innovationen immer öfter und rascher hervorzubringen? 2005 www.metalogikon.com - Seite 2 1
Über Innovation Innovation ist die Veränderung des Verhaltens einer Organisation, sodass neuer Nutzen in der Gesellschaft oder Wirtschaft entsteht. Francisco Varela über die Entstehung des Neuen: Evolution hat für mich nichts damit zu tun, dass Tiere besser werden im Erkennen oder in der Anpassung an eine Welt. Sie hat mit der Tatsache zu tun, dass die Biene die Blume erträumt und die Blume die Biene erträumt. Biene und Blume sind auf eine Weise zusammen, in der beide verschwinden, wenn man eine von beiden wegnimmt. 2005 www.metalogikon.com - Seite 3 Inkrementelle Innovation Reduktion der Kosten oder funktionelle Verbesserungen bei bestehenden Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen Nutzt vorhandenes Wissen Erhöht die Wettbewerbsfähigkeit in vorhandenen Märkten oder Branchen Geringe Unsicherheit Radikale bzw. grundlegende Innovation Neue Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse mit bislang nicht gekannten Eigenschaften Basiert auf neuem Wissen Bewirkt wesentliche Veränderung, die ganze Märkte oder Branchen transformiert oder auch neue kreiert Hohe Unsicherheit 2005 www.metalogikon.com - Seite 4 2
2005 www.metalogikon.com - Seite 5 Eckpfeiler des Interventionsansatz Beginnt damit, wie grundlegend Neues überhaupt erst erdacht wird und wie adäquate Risikobereitschaft dafür im Unternehmen entsteht. Zielt sowohl auf die kognitiven Aspekte des Innovationsprozesses - Was rechnet sich? als auch auf die emotionalen Aspekte - Was wollen wir? Was trauen wir uns? Wozu sind wir fähig? Verallgemeinert Rapid Prototyping auf alle Formen von Innovation. Ermöglicht (radikale) Innovationen bei Leistungen, Prozessen und Organisationsstrukturen. 2005 www.metalogikon.com - Seite 6 3
Innovative Organisationen Fördern unternehmerische Risikobereitschaft und langfristiges Denken bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Unterstützen radikale Ideen gepaart mit echtem Commitment. 2005 www.metalogikon.com - Seite 7 3 Phasen 3 Fragen (1) Spannungsfelder erforschen: Welche Diskrepanzen zwischen Sehnsucht und Realität gibt es? (2) Gemeinsame Willensbildung: Wozu eigentlich arbeiten wir in derselben Organisation zusammen? (3) Rapid Prototyping: Was denken Nutzer über das Neue, wenn sie damit experimentieren? 2005 www.metalogikon.com - Seite 8 4
Innovation klassisch rational suchen entscheiden realisieren 2005 www.metalogikon.com - Seite 9 Geschäftsprozess Innovationskraft rational emotional intentional suchen entscheiden realisieren erspüren wollen probieren 2005 www.metalogikon.com - Seite 10 5
Spannungsfelder erforschen Welches sind die fundamentalen Fragen zur Zukunft Ihrer Organisation? Zu welchen spezifischen Fragen müssen Sie konkret mehr in Erfahrung bringen, um zu den fundamentalen Fragen mehr zu wissen? Wahrnehmungen der Ideenwelt Worauf achten Ihre früheren, aktuellen und potentiellen Kunden, Nutzer, Lieferanten und Mitbewerber? Worüber sind sie besorgt? Wahrnehmungen der emergenten Welt Wonach streben Ihre früheren, aktuellen und potentiellen Kunden, Nutzer, Lieferanten und Mitbewerber? Was suchen sie? 2005 www.metalogikon.com - Seite 11 Gemeinsame Willensbildung Was erspüren wir, wenn wir die Welt explorierend wahrnehmen? Was wollen wir wirklich? Wonach streben wir? 2005 www.metalogikon.com - Seite 12 6
Rapid Prototyping Probieren Sie den entstehenden Prototyp bereits in einer frühen Phase mit potentiellen Nutzern aus, um Feedback von allen wichtigen Stakeholders einzufordern und zu erhalten. Bauen Sie den ersten testfähigen Prototyp innerhalb von drei Monaten. Engagieren Sie sich in einen permanenten Dialog mit dem Universum, indem Sie allen jenen Menschen wirklich zuhören, die Ihnen Feedback zu ihrem Prototyp anbieten. Erzeugen Sie den Sog aus der Zukunft anstelle des Drucks aus der Vergangenheit. 2005 www.metalogikon.com - Seite 13 Messgrößen beobachten lernen steuern Innovationsermöglicher Klausur 6 1 Tag Klausur 1 1,5 Tage Ideen sammeln Suchfelder für Innovationsideen generieren Klausur 3 1 Tag Real-Test rapid prototyping Klausur 5 realisieren 1 Tag vertiefen u. klären Klausur 2 2 Tage gemeinsame Willensbildung (Innovations-Entscheidung) konkretisieren Klausur 4 1 Tag 2005 www.metalogikon.com - Seite 14 7
Erkenntnisse aus den bisherigen Veränderungsprozessen I Erfordert vom Innovationsnetzwerk wenig Zeitaufwand aber viel Energie. Die Verlangsamung in den Phasen 1 und 2 und die Beschleunigung in der Phase 3 ist notwendig aber irritierend. Motivation und Commitment entsteht dann, wenn die Gespräche in Phase 1 mit Kunden, Nutzern, Kollegen, inspirieren. Innovationsarbeit ist immer auch Arbeit an der Strategie und Arbeit an der Kultur. 2005 www.metalogikon.com - Seite 15 Erkenntnisse aus den bisherigen Veränderungsprozessen II Miteinander an der gemeinsamen Zukunft zu arbeiten ist die effektivste und effizienteste Form von Teamentwicklung. Interessenskonflikte treten offen zutage, werden aber auch besprechbar. Je größer die Spannung, die in Phase 1 aufgebaut wird, desto radikaler die Innovation und desto größer die Erfolgschance. Je mehr im Reflektieren gelernt wird, desto effektiver wird der daraus entstehende Geschäftsprozess Innovationskraft. 2005 www.metalogikon.com - Seite 16 8