VFV Wölbitsch Mario, MSc



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Transkript:

KINDERfußball vs ERWACHSENENfußball 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 1

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball Zwei völlig verschiedene Welten! Leider: Viele Trainer im Kinderfußball orientieren sich am Erwachsenenfußball! Erwachsenenfußball steht für: Erfolg Druck Sieg ( um jeden Preis) ManCity Dortmund vs Stuttgart 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 2

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball Der Unterschied zum KINDERfußball??? Kinder sind anders als Erwachsene Kinder wollen Spielen Spaß Freude erleben U7 Turnier U7 Kinder neben Turnier 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 3

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball Ergebnisse, Resultate, geplantes methodisches Vorgehen spielt in der Erlebniswelt von Kindern keine bzw. nur eine untergeordnete Rolle. Sieg und Niederlage sind schnell vergessen 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 4

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball Das Kind kommt weil es Fußball SPIELEN will, also müssen WIR (der Verein) einen Raum schaffen, in dem sich Kinder gerne und mit Spaß und Freude aufhalten wollen Das Spiel ist wichtigster Hauptteil des Trainings (nicht die Belohnung am Schluss!) 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 5

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball Besonders wichtig sind die ersten Eindrücke die ein Kind sammelt - nicht selten entscheiden diese darüber, ob das Kind beim Verein bleibt oder eben auch nicht! 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 6

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball Ausbildung der Spieler, nicht der Mannschaft!! Im Kinderfußball ist der Erfolg der Mannschaft zweitrangig. AUSBILDUNG steht vor Ergebnis! 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 7

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball Nicht der Sieg, sondern der einzelne Spieler muss im Vordergrund stehen. Ziel ist es, jedes einzelne Kind so optimal wie möglich auszubilden! 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 8

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball Die Ziele im Kinderfußball wurden von der UEFA in 10 Leitsätzen zusammengefasst: 1. Kinderfußball bedeutet Spielen, Spielen bedeutet Spaß! 2. Das Wichtigste für die Kinder ist das Zusammensein mit ihren Freunden! 3. Jeder sollte gleichviel zum Einsatz gelangen! 4. Lehren Sie den Kindern beides: das Gewinnen und das Verlieren! 5. Mehr Übungen weniger Matches! 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 9

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball 6. Kinderfußball soll abwechslungsreich und vielseitig gestaltet werden! 7. Vermitteln Sie den Respekt vor dem Gegner und dem Schiedsrichter! 8. Die Spiele sind für die Kinder und nicht für die Erwachsenen! 9. Versuchen wir zusammen für die Kinder einen beglücken-den Fußball zu schaffen! 10. Beschaffen Sie dem Kind eine kindgerechte Ausrüstung! 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 10

Kinderfußball vs Erwachsenenfußball Im KINDERfußball müssen die KINDER im Vordergrund stehen! 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 11

WAS steht im Vordergrund?? KINDER-Fußball = kreativ sein, freuen, Spaß, spielen Kinder-FUSSBALL = Erfolg, Druck, Sieg 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 12

Kinder heute SITZEN statt FLITZEN?? Bewegungsmangel = mangelhafte Koordination! ZIEL = Allgemein koordinative, polysportive Ausbildung! = Optimale Vorbereitung für das TECHNIK- Training! 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 13

Der Trainer im Kinderfußball Die BESTEN TRAINER für den KINDERFUSSBALL! Dieser Slogan ist oft zu hören und klingt auch gut die Realität sieht leider oft anders aus! 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 14

Der Trainer im Kinderfußball Kinderfußball wird nur wenig bis gar keine Bedeutung zugebilligt. Personen die sich über einen längeren Zeitraum mit dem Kinderfußball beschäftigen und dort engagieren sind sehr selten! Kinderfußball als Durchlaufstation Trainer wollen nach oben, wollen sich für (vermeintlich) anspruchsvollere Aufgaben, sprich Kampfmannschaften qualifizieren! WARUM? 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 15

Der Trainer im Kinderfußball Kindertrainer zu sein ist sehr anspruchsvoll! Die große Kunst des Kinder-Trainers besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen dem sportlichen Angebot und den sozialen Bedürfnissen herzustellen. Dies ist kein leichtes Unterfangen und stellt hohe Anforderungen an den Kinderfußballtrainer. 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 16

Fähigkeiten eines guten Trainers? Persönliche Fähigkeiten Organisatorische Fähigkeiten Fachlich, methodische Fähigkeiten Pädagogisch, soziale Fähigkeiten 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 17

Persönliche Fähigkeiten Liebe zum Spiel Muss Kinder gerne haben Korrekte Umgangsformen Gutes Eigenkönnen Sehr große Vorbildfunktion = sehr große Verantwortung!! 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 18

Organisatorische Fähigkeiten Spiel, Training planen, durchführen, dokumentieren, Hol- und Bringdienst organisieren, Dressen holen u. retour zur Reinigung, Spielerpässe Online-System, Erste-Hilfe-Koffer, Getränke, Trainingstage, -zeiten organisieren u. weiterleiten, Hallentermine, Turniere, Spielfeste, Anwesenheitslisten, Schiedsrichter 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 19

Organisatorische Fähigkeiten Eltern, Schule, Kontakt zu Nachwuchsleiter, Gemeinde, Nachbarvereinen, Pressearbeit, Sponsorenkontakte (Tue Gutes und SPRICH darüber!!), Organisieren von Freizeitangeboten (Spielfeste, Jux- Olympiade - Vorbeugung Drop-out Identifikation mit Verein???) usw. 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 20

Fachlich, methodische Fähigkeiten Kenntnisse über die Entwicklung des Kindes Fachwissen persönliches Können als Fußballer methodisch-didaktische Fähigkeiten (1vs1 bei U7 bzw. U14) sind Voraussetzung, um ein gutes Training zu gestalten. 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 21

Pädagogische und soziale Fähigkeiten Lebenshintergründe der Kinder kennen Regelmäßiger, offener Austausch mit Eltern und Kindern Für positives, angstfreies Klima sorgen (Positive Verstärkung vs Kritik/Angst) Von Anfang an Selbstverantwortung entwickeln, fördern Persönliche Leistungsorientierung fördern Mannschaftsgefühl aufbauen Bindung zum Verein = Identifikation herstellen!! Als Trainer authentisch sein 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 22

Pädagogische und soziale Fähigkeiten In einer homogenen und gut funktionierenden Mannschaft lernen die Kinder alle wichtigen sozialen Prozesse kennen, z.b. sich in einer Gruppe zurechtzufinden und ein(unter)zuordnen, mit Siegen und Niederlagen umzugehen und Gegner sowie Regeln zu respektieren... 12.11.2012 VFV Wölbitsch Mario, MSc 23

Spiel Baustein des Lebens Spielen = wichtiger Faktor für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen Ermöglicht ein funktionales, zufälliges Lernen, welches bei jeder spielerischen Handlung zwangsläufig entsteht Durch das Spielen an sich wird das Kind in verschiedenen Hinsichten erzogen und ausgebildet (Straßenfußball - kein Lehrplan!). 12.11.2012 VFV - Wölbitsch Mario 24

Spiel Baustein des Lebens Freiwilliges und zweckfreies Spielen ermöglicht erzieherische Ziele zu erreichen Das Kind baut sich durch das Spiel sein Leben und seine Welt auf. Sportliche Spiele liefern darüber hinaus einen Beitrag zur motorischen, emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung des Kindes 12.11.2012 25 VFV - Wölbitsch Mario

Spiel Baustein des Lebens Durch Spiele werden vielfältige Erfahrungen gewonnen: Bewegungserfahrungen Materialerfahrungen (z.b. durch verschiedene Bälle...) und Sozialerfahrungen (Mitspieler, Gegenspieler, Sieg, Niederlage, Freundschaften ). 12.11.2012 26 VFV - Wölbitsch Mario

Spiel Baustein des Lebens Die allgemeinen Spielfähigkeit im Fußball soll sportartübergreifend entwickelt werden Der methodische Lernweg ist ganzheitlich und in erster Linie intuitiv Die Aufgabenstellungen selbst lehren in spielerischer Form Die Kinder sollen mit Spielgrundlagen aus verschiedenen Sportarten vertraut gemacht werden nicht zu früh mit speziellen technisch/taktischen Spielformen aus der Sportart Fußball konfrontieren 12.11.2012 27 VFV - Wölbitsch Mario

Spiel Baustein des Lebens Die Anweisungen der Trainer sollen sehr sparsam sein, das Prinzip Versuch/Irrtum ist dabei vorrangig! Auf diesem Weg entwickeln die Kinder Spielfreude bzw. steigern ihre Lern- und Leistungsbereit-schaft! 12.11.2012 28 VFV - Wölbitsch Mario