Pädagogisches Konzept



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Transkript:

Pädagogisches Konzept Internet: www.kruemelkiste-braunschweig.de - 1 -

Inhaltsverzeichnis 1 Der Träger... 3 2 Die Kindertagesstätte... 3 2.1 Die Kinder... 3 2.2 Die Eltern... 4 2.3 Die Mitarbeiterinnen... 5 2.4 Die Öffnungszeiten... 5 2.5 Die Räumlichkeiten/Außengelände... 5 2.6 Die Mahlzeiten... 6 2.7 Der Tagesablauf... 7 2.8 Der Wochenplan... 7 2.9 Die Ferienbetreuung... 8 3 Die Pädagogische Arbeit... 9 3.1 Das Prinzip des Offenen Kindergartens und die Umsetzung in der Krümelkiste... 9 3.2 Die Eingewöhnungszeit... 10 3.3 Besonderheiten der Krippenkinder... 11 3.4 Vorschule im Kindergarten... 12 3.5 Selbständigkeit... 12 3.6 Die Sozialfähigkeit/Gruppenfähigkeit... 13 3.7 Bildung... 13 3.8 Feste und Veranstaltungen... 14 3.9 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen... 14 4 Schlusswort... 14-2 -

1 Der Träger Der Träger Krümelkiste e.v. wurde 1998 von Mitarbeitern der damaligen FAL und der PTB gegründet. Zweck des Vereins ist die Förderung und Bildung von Kindern der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Nachfolgeorganisationen der FAL und PTB im Krippen-, Vorschul- und Schulalter. Die Krümelkiste erhält die finanzielle Förderung der Stadt Braunschweig und steht daher auch allen Braunschweiger Kindern offen. Für Kinder im Krippen-, Kindergarten- und Vorschulalter bietet der Träger die Betreuung in zwei Gruppen an. Für Kinder im Grundschulalter bietet der Träger eine Ferienbetreuung. Der Vorstand des Vereins tritt gegenüber dem Personal als Arbeitgeber auf. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. Der Vorstand des Vereins wird von der Mitgliederversammlung auf zwei Jahre gewählt. Der Vorstand besteht aus einer/m 1. und 2. Vorsitzenden, einer/m Kassenführer/in, einer/m Schriftführer/in und Beisitzern für Personal und für Gebäude. 2 Die Kindertagesstätte 2.1 Die Kinder In der Krümelkiste gibt es eine Krippengruppe mit 13 Kindern und eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern. Bei der Vergabe der Plätze wird Wert auf eine gleichmäßige Verteilung der Kinder auf die verschiedenen Altersstufen und auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen gelegt. Durch die positiven Erfahrungen in der Vergangenheit mit der altersgemischten Arbeit befürworten wir die Öffnung der beiden Gruppen, da die Kinder viele Möglichkeiten haben, voneinander zu lernen. - 3 -

2.2 Die Eltern Die Eltern und die ErzieherInnen entwickeln gemeinsam pädagogische Inhalte. Das setzt eine gute Zusammenarbeit voraus. Ein intensiver Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen zum Wohle der Kinder ist erwünscht. Aus diesem Grund werden regelmäßig Elternabende durchgeführt (im Schnitt sechs pro Jahr und eine Mitgliederversammlung) Die Eltern tragen wesentlich zum täglichen Ablauf und zur Entwicklung der Krümelkiste bei. Pro Familie müssen Arbeitsstunden entsprechend der Geschäftsordnung geleistet werden. Die Arbeitsstunden umfassen sämtliche Renovierungsarbeiten, Arbeiten am Außengelände und am Haus. Die Eltern sind zuständig für die Organisation des Kindergartenumfeldes. Dazu gehören neben der Gestaltung und Erhaltung des Gebäudes/Geländes die Einkäufe des täglichen Bedarfs, wie z.b. Getränke und Haushaltswaren, die Elterndienste und andere notwendige Dienstleistungen. Für den Fall, dass die Erzieherinnen kurzfristig, z.b. durch Krankheit, ausfallen, sind Elterndienste (kurzzeitige Unterstützung der Erzieherinnen bei personellen Engpässen) notwendig. Für diesen Fall existiert ein Notfallplan, in den sich alle Eltern einzutragen haben. Die Eltern wählen pro Gruppe jeweils zwei ElternvertreterInnen (siehe Geschäftsordnung). - 4 -

2.3 Die Mitarbeiterinnen Zurzeit arbeiten in der Krümelkiste acht pädagogische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die gemeinsam pädagogische Ziele entwickeln. Alle zwei Wochen findet eine Dienstbesprechung des pädagogischen Personals statt. Eine Besprechung der Leitung der Kindetagesstätte mit dem Vorstand wird ebenfalls regelmäßig durchgeführt. Zwei Elternabende im Jahr sollen einen pädagogischen Hintergrund haben. Diese Abende gestalten die ErzieherInnen. Das pädagogische Personal nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil. Zeitweise werden Praktikanten/Praktikantinnen aus den verschiedenen Fachschulen betreut, die sich in der Ausbildung befinden. 2.4 Die Öffnungszeiten Die Krümelkiste ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr und Freitag von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Zwischen Weihnachten und Neujahr, sowie zwei Wochen in den Sommerferien, ist die Krümelkiste wegen Betriebsferien geschlossen. So genannte Brückentage zwischen Feiertagen und Wochenenden, an denen die Kindertagesstätte geschlossen bleibt, werden auf dem ersten Elternabend des neuen Kindergartenjahres beschlossen. An Studientagen der Mitarbeiter/innen kann die Einrichtung geschlossen werden. 2.5 Die Räumlichkeiten/Außengelände Die Krümelkiste verfügt über folgende Räumlichkeiten: Bewegungsraum Atelier Schlafzimmer/Krippenraum Leseecke Rollenspielraum Küche Cafeteria (wird u.a. auch für Tischspiele, Experimente und Kochangebote genutzt.) Hauswirtschaftsraum - 5 -

Büro/Personalraum rd. 2.200 m 2 großes Außengelände mit Bergen, Rutschen, Schaukeln, Beeten und einem Waldstück ehemaligen Bauwagen (Ferienbetreuung) Verfügungsraum (außerhalb der Ferien von der KiTa zu benutzen) 2.6 Die Mahlzeiten Die Kinder können in der Zeit von 8.00 Uhr bis 9.30 Uhr in der Cafeteria ein offenes, betreutes Frühstück zu sich nehmen. Die Kinder bringen das Frühstück und die Snackpause von zu Hause mit, wobei auf eine gesunde Ernährung großen Wert gelegt wird. Es wird darauf geachtet, dass alle Kinder am Frühstück teilnehmen. Dies geschieht in selbst gewählten Kleingruppen, in denen die Kinder die Möglichkeit haben, sich auszutauschen. Um 11.45 Uhr gibt es für alle Kinder gemeinsam in der Cafeteria Mittagessen. Zurzeit nutzt die Krümelkiste einen Lieferservice. Um ca.14.30 Uhr findet in der Cafeteria eine Snackpause statt. - 6 -

Die Krippenkinder nehmen alle Mahlzeiten gemeinsam an einem extra für sie eingerichtetem Platz in unserer Cafeteria ein. Nach dem Frühstück und dem Mittagessen wird darauf geachtet, dass die Kinder ihre Zähne putzen. 2.7 Der Tagesablauf Die Kinder kommen ab 7.30 Uhr in die Einrichtung. Vor und während des Frühstücks ist Freispielzeit, in der die Kinder Spielgruppen bilden und selbständig über ihr Tun entscheiden können. Um 9.45 Uhr findet in jeder Stammgruppe ein Morgenkreis statt. Hier werden Lieder gesungen, die Kinder können in der Gruppe Probleme besprechen, und der weitere Tagesablauf wird bekannt gegeben. Anschließend finden die Angebote in den jeweiligen Fachräumen oder im Außengelände statt, an denen die Kinder aus jeder Stammgruppe die Möglichkeit haben, teilzunehmen. In der Regel gehen anschließend alle Kinder an die frische Luft. Dort haben sie wieder Zeit zum Freispiel. Um 11.45 Uhr wird gemeinsam gegessen. Nach dem Essen können die Kinder je nach ihren Bedürfnissen schlafen, ruhen, basteln, lesen, spielen oder an offenen Angeboten zu den jeweiligen Projekten teilnehmen (siehe Kapitel 3.1). Während die Schlafenskinder schlafen, gilt für alle anderen Kinder Mittagsruhe. In dieser Zeit steht der Bewegungsraum als solcher nicht zur Verfügung. Um ca. 14.30 Uhr findet die gemeinsame Snackpause statt. Ab 15:00 Uhr beginnt die Abholzeit. 2.8 Der Wochenplan Innerhalb der Woche finden an bestimmten Tagen feste Angebote statt. Montags ist Englischtag, an dem uns eine englischsprachige Fachkraft am Vormittag besucht und englischsprachige Angebote sowie die Freispielzeit - 7 -

begleitet. Dienstags und donnerstags finden Bewegungs- und Bastelangebote statt. Außerdem wird dienstags gemeinsam mit den Kindern gekocht. Mittwochs finden für alle Kinder musikalische Angebote statt, die in Kleingruppen von einer Fachkraft durchgeführt werden. Freitags haben die Kinder die Möglichkeit, im Haus der kleinen Forscher zu experimentieren und die Snackpause gemeinsam vorzubereiten. Am ersten Freitag des Monats findet ein gemeinsames Frühstück statt. Hinzu kommen Angebote zu dem jeweiligen Projekt, das gerade im Kindergarten stattfindet, z.b. Proben für Theateraufführungen, Vorbereitungen von Festen, usw. 2.9 Die Ferienbetreuung In den Schulferien findet für Schulkinder in einem ehemaligen Bauwagen auf dem Außengelände sowie im Verfügungsraum im Gebäude der Krümelkiste eine Ferienbetreuung statt. Die Ferienbetreuung ist unabhängig von dem Kindergarten und wird durch externe Fachkräfte innerhalb der Öffnungszeiten des Kindergartens betreut. Es werden sowohl ehemalige Kinder der Krümelkiste als auch Kinder der Nachfolgeinstitute der FAL, der PTB sowie der umliegenden Wohngebiete betreut. - 8 -

3 Die Pädagogische Arbeit 3.1 Das Prinzip des Offenen Kindergartens und die Umsetzung in der Krümelkiste In der Krümelkiste wird nach dem Prinzip des Offenen Kindergartens gearbeitet. Die Kinder beider Stammgruppen haben die Möglichkeit, alle Fachräume zu nutzen. Während der Freispielphasen sind die Fachräume für alle Kinder zugänglich. Während des Morgenkreises treffen sich alle Kinder in ihren Stammgruppen mit den dazugehörigen Erzieherinnen. Für die folgenden Angebote werden die Kinder aus beiden Stammgruppen gemischt, je nach Zielgruppe des Angebots und Interesse des jeweiligen Kindes. Die Angebote finden sowohl in altersgemischten als auch in altershomogenen Gruppen statt. Die Krümelkiste soll ein kindgerecht gestaltetes Haus mit genug Raum für Bewegung und Entspannung, Kreativität und Rollenspiel, Experimente und Natur sein. In den verschiedenen Bereichen findet ein Wechselspiel von Freispiel- und Angebotsphasen statt. Die Kinder können so ihren Bedürfnissen entsprechend zwischen den verschiedenen Bereichen wählen. Offen sein heißt für uns aber auch, die pädagogische Arbeit ständig zu überprüfen und sich den wandelnden Lebensverhältnissen der Kinder anzupassen. Die verschiedenen Fachräume werden vorn der jeweils verantwortlichen pädagogischen Fachkraftbetreut. Jede pädagogische Fachkraft hat ihren Fachbereich, für den sie verantwortlich ist. Dies beinhaltet: - die pädagogischen Angebote, - den Zustand des Raums - den Materialbestand. Die Krümelkiste sieht sich nicht nur als Betreuungseinrichtung, sondern auch als Einrichtung, die Wissen und Bildung altersgerecht und spielerisch vermittelt. - 9 -

3.2 Die Eingewöhnungszeit Die Zeit der Eingewöhnung ist bei jedem Kind unterschiedlich. Kinder profitieren langfristig von einer langsamen und behutsamen Eingewöhnung. Die Eingewöhnungszeit sollte angstfrei und immer mit einer bekannten Bezugsperson erfolgen (Mama, Papa, Oma, Opa...). Eltern sollten dies bei der Anmeldung ihres Kindes unbedingt berücksichtigen und sich darauf einstellen, dass sie ihr Kind in den ersten Tagen/Wochen begleiten werden. Dies ist insbesondere wichtig, wenn ein Einstieg ins Berufsleben geplant ist. Die Kinder sollten in dieser Zeit auch nicht länger als halbtags gebracht werden. Bei der Eingewöhnungszeit richten wir uns nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Grundphase: In den ersten drei Tagen lernt das Kind mit einer anwesenden Bezugsperson die Gruppe und die Erzieherinnen kennen. Vorgesehene Dauer ca. 2 Stunden pro Tag. Am 4. Tag wird das Kind erstmals von der Bezugsperson getrennt und für ca. 30 Minuten allein mit der Gruppe und den Erziehern zusammen sein. Falls es in dieser Zeit die Bezugsperson nicht vermisst, sondern Interesse an den anderen Kindern zeigt, beginnt die Stabilisierungsphase. Das Erzieherinnenteam übernimmt die Versorgung des Kindes, die Bezugspersonen springen nur ein, wenn die Erzieherin nicht akzeptiert wird. In der Schlussphase bleibt keine Bezugsperson mehr in der Kindertagesstätte, muss jedoch jederzeit erreichbar sein. Diese Phase ist abgeschlossen, wenn das Kind die Erzieherinnen als sichere Basis akzeptiert. Wenn das Kind sich allerdings am ersten Trennungstag nicht von den Eltern lösen will und weint und sich nicht von einer/m Erzieher/in beruhigen lässt, werden Grund- und Stabilisierungsphase verlängert. Es ist damit zu rechnen, dass die gesamte Eingewöhnungsphase 2 bis 3 Wochen dauern kann. Diese Zeit sollte den Kindern auf jeden Fall gewährt werden, wenn sie diese benötigen. Es hat sich herausgestellt, dass sich langfristig eine bessere Verbundenheit mit der Gruppe ergibt, die Kinder mit Trennungen und Konflikten besser zu recht kommen und seltener erkranken. Eingewöhnung bedeutet langfristig, sich in die gesamte Krümelkiste einzugewöhnen, um sich über die Gruppengrenzen hinaus zu recht zu finden. - 10 -

3.3 Besonderheiten der Krippenkinder Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Kleinstkinder auf der Grundlage einer sicheren Bindung zu einer Bezugsperson (Mutter oder Vater) auch für sie förderliche emotionale Beziehungen zu anderen Personen aufbauen können. Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kleinstkinder in der Lage sind, sichere Bindungen zu den Bezugspersonen in der Krümelkiste, neben den Eltern, aufzubauen. Darüber hinaus werden auch die Beziehungen zu anderen Kindern zunehmend wichtiger. Die Krümelkiste bietet den Krippenkindern viele Erforschungsmöglichkeiten, sowie Rückzugsmöglichkeiten im gesamten Tagesablauf. Der Tagesablauf ist gekennzeichnet durch viele Rituale, die sich täglich wiederholen und den Kindern Sicherheit geben, wie z.b. die immer wiederkehrenden Tischsprüche, Wickel-und Zahnputzzeiten, akustische Signale die die Aufräumzeiten einleiten und der Ablauf der Morgenkreise. In den Fachräumen finden für die Krippenkinder altersangemessene Angebote statt. Zu den altersentsprechenden Angeboten gehören vor allem unterschiedliche Bewegungsmöglichkeiten in unserer Bewegungsbaustelle, wie Schaukeln, Wippen, Ziehen und Schieben sowie das Malen, Matschen, Kneten und Experimentieren mit verschiedenen Materialien. Die Bedürfnisse der Kinder sind sehr unterschiedlich. Daher haben die Kinder jederzeit die Möglichkeit, eine Schlaf- oder Ruhepause einzulegen. Die Entwicklung der Selbständigkeit der Krippenkinder verläuft sehr viel schneller, da sie zum Nachahmen angeregt werden. Dies gilt für Dinge im lebenspraktischen Bereich, wie alleine essen, anziehen, sowie die Sprachentwicklung und Sauberkeitsentwicklung. Durch den Umgang mit den älteren Kindern in der Einrichtung haben die Krippenkinder viele Sprachvorbilder und es werden immer neue Sprechanlässe geschaffen. In den Morgenkreisen erlernen sie Lieder, Fingerspiele und Kreisspiele. Die Sauberkeitsentwicklung ist ein Reifungsprozess, der bei den Kindern unterschiedlich lange dauern kann. Im Durchschnitt werden die Kinder mit 30 Monaten trocken. Regelmäßiges Training kann diese Entwicklung nicht beschleunigen. Ausschlaggebend für die Sauberkeitsentwicklung ist die Ausreifung der Verschaltung - 11 -

des Nervensystems, damit ein Kind die Signale einer vollgefüllten Blase wahrnehmen kann. In den älteren Kindern sehen die Krippenkinder Vorbilder, denen sie nacheifern wollen. Die Angebote finden je nach Inhalt in altersgemischten als auch in getrennten Gruppen statt. Die älteren Kinder lernen, Rücksicht und Verantwortung für Jüngere zu übernehmen und finden Selbstbestätigung in den ihnen übertragenen Aufgaben (z. B. den Tisch für die Kleineren zu decken). 3.4 Vorschule im Kindergarten Für alle zukünftigen Schulkinder beginnt zum neuen Kindergartenjahr die Vorschule. Dies gilt auch für alle Kannkinder, so dass jedes Kind ein Jahr an der Vorschule teilnimmt. Die Vorschule umfasst verschiedene Aktivitäten, wie z.b. Spiele, die der Sprachförderung dienen (Würzburger Sprachtrainingsprogramm), Zahlenspiele, Ausflüge und Aktionen wie Besichtigungen, Hospitationen in der Schule, Verkehrserziehung usw. 3.5 Selbständigkeit Die Selbständigkeit der Kinder soll in allen Lebensbereichen gestärkt werden. Unser Ziel ist es, die Kinder zur größtmöglichen Unabhängigkeit vom Erwachsenen zu führen. Sie sollen lernen, eigene Interessen und Bedürfnisse zu erkennen und danach zu handeln. Jedes Kind, jeder Mensch ist ein Individuum. Wir wollen vermitteln, dass jeder Mensch andere Stärken und Schwächen hat und trotzdem jeder so akzeptiert werden soll, wie er/sie ist. Wir arbeiten daher auch nicht defizitorientiert, sondern mit den Stärken der Kinder. Jedes Kind bestimmt das Tempo seiner Entwicklung selber. Wir sehen uns als unterstützende Begleiter/innen in den verschiedenen Entwicklungsstufen. - 12 -

3.6 Die Sozialfähigkeit/Gruppenfähigkeit Die Kinder sollen nicht nur lernen, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und danach zu handeln, sondern auch die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen. Die unterschiedlichen Bedürfnisse erfordern Auseinandersetzungen untereinander. Die Kinder müssen lernen, Kompromisse zu schließen und gegebenenfalls eigene Bedürfnisse zurückzustellen. Hierbei entstehen Konflikte, die von den Kindern gelöst werden sollen. Die Betreuerinnen verhalten sich beobachtend und greifen bei Bedarf ein. Ziel ist jedoch die selbständige Konfliktbeseitigung. Die Kinder sollen lernen, sich an die in der Gruppe zu halten. Die Kinder sind für ihr eigenes Handeln verantwortlich und müssen lernen, dafür die Konsequenzen zu übernehmen. 3.7 Bildung Kinder können nicht gebildet werden, sondern bilden sich selbst. (Hartmut von Hentig)Uns ist es daher wichtig, die bestehenden Interessen der Kinder zu unterstützen und neue zu wecken. Wir ermutigen die Kinder, Grenzen zu überwinden und sich auf Neues einzulassen. In den verschiedenen Fachräumen finden zu unterschiedlichen Themen Projekte statt. Durch die Angebote soll der Forschungsdrang geweckt und intensiviert werden. In den Fachräumen ist ein großflächiges und konzentriertes Arbeiten möglich, ohne dass die Kinder von anderen spielenden Kindern während eines Angebotes abgelenkt werden können. Während des Freispiels haben die Kinder die Möglichkeit, selbständig in den Räumen zu forschen und Spielgruppen zu bilden. Durch das Fachfrauen/- männerprinzip bildet sich jede Erzieherin auf ihrem Gebiet weiter und ist so eine kompetente Ansprechpartnerin für die Kinder. - 13 -

3.8 Feste und Veranstaltungen Jährlich finden traditionell folgende Feste und Veranstaltungen statt: Geburtstage der Kinder Faschingsfeier Osterfrühstück Sommerfest oder Krümelkistenausflug Ausflüge Abschiedsfeier der Schulkinder mit Übernachtung in der Krümelkiste Laternenfest Nikolausfrühstück Weihnachtsmärchen Weihnachtsfeier 3.9 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen Wir haben das Ziel, möglichst offen auch nach außen hin zu sein. Es bestehen Kontakte zu den Grundschulen in Lehndorf, Lamme und Völkenrode/ Watenbüttel im Rahmen des städtisch geförderten Projektes Kooperation zwischen Kindertagesstätte und Grundschule innerhalb der Stadt Braunschweig. Weitere regelmäßige Kontakte bestehen zu: anderen Kindertagesstätten im Stadtgebiet LBZH und Frühförderstellen Jugendamt und Gesundheitsamt 4 Schlusswort Die Konzeption ist eine Momentaufnahme und daher jederzeit veränderbar. Wir richten uns nach den Bedürfnissen und Interessen der Eltern und Kinder, die sich mit neuen Eltern und Kindern immer wieder verändern können. - 14 -