Dokumentation zur Ausbildung Schuljahr 2014/15 Detailhandelsfachleute Schulische Ausbildung Projektarbeit Qualifikationsverfahren Lehrmittel Stundenplanlegende Kostenübersicht Kontakte Terminübersicht
Der Beruf Detailhandelsfachleute hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Elektronische Medien beherrschen den Alltag und die Kommunikation zwischen den Geschäftspartnern wird immer anspruchsvoller. Die Arbeitsabläufe sind mit der weltweiten Vernetzung komplexer geworden. Um in diesem anspruchsvollen Beruf heute und morgen bestehen zu können, müssen die Detailhandelsfachleute über Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen verfügen. Diese Kompetenzen werden die jungen Berufsleute während ihrer dreijährigen Ausbildung erwerben, vertiefen und einsetzen. Die Grundbildungen im Detailhandel stellen das lebenslange Lernen ins Zentrum. Damit sind die jungen Berufsleute gerüstet, um mit den Innovationen zu wachsen und mit Flexibilität dem sich ständig verändernden Markt begegnen zu können. Im Rahmen der Ausbildung wird das vernetzte Denken gefördert. Die Lernenden werden auch mit den Stärken und Schwächen der Wirtschaft in ihrem Umfeld konfrontiert und für die Chancen und Risiken der Zukunft sensibilisiert. Gut ausgebildete Berufsleute sind das Potential der Zukunft im Wirtschaftsleben. Schulische Ausbildung Der Unterricht an der Berufsfachschule beginnt in der Regel in der Kalenderwoche 34. Die Lernenden besuchen im ersten Semester einen halben Tag Allgemeine Branchenkunde, ein Fach der Praxis, und einen Tag Berufsfachschule. Im zweiten Semester besuchen die Lernenden dann eineinhalb Tage die Berufsfachschule. Am Ende des zweiten Semesters gibt es eine Standortbestimmung, in der die Lernenden vom Betrieb und der Berufsfachschule beurteilt werden. Neben den ordentlichen Schulprüfungen führen wir vor Ostern eine Standardprüfung über alle Fächer (ausgenommen Turnen) durch, die zur Standortbestimmung zählt. Die Konsequenz aus der Standortbestimmung ist, dass folgende Wege für die Weiterführung der Grundbildung möglich sind: Normale Fortsetzung der Lehre bei einem Gesamtdurchschnitt zwischen 4,0 und 4,8 aus der schulischen und betrieblichen Standortbestimmung Empfehlung eines Wechsels von der Lehre in das 2. Bildungsjahr der Attestausbildung bei einem Gesamtdurchschnitt von weniger als 4,0 aus der schulischen und betrieblichen Standortbestimmung Besuche von Freikursen bei einem Gesamtdurchschnitt von 4,8 und mehr aus der schulischen und betrieblichen Standortbestimmung. Dies bedeutet einen Halbtag mehr Unterricht pro Woche für maximal 2 Freikurse à 2 Lektionen. Betrieb und Berufsfachschule einigen sich dann aufgrund der Standortbestimmung gemeinsam auf die Fortsetzung der Grundbildung der Lernenden. DHF Ausbildung 2014/15 2
Die Lektionen und Fächer über alle drei Bildungsjahre hinweg sehen wie folgt aus: Lektionentafel Fach 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr pro Woche pro Woche pro Woche Lektionen insgesamt Lokale Landessprache (Deutsch) 2 2 2 240 Fremdsprache 2 2 2 240 Wirtschaft 2 2 3 280 Gesellschaft 2 2 2 240 Detailhandelskenntnisse 1.5 3 2 260 Allgemeine Branchenkunde 1.5 0 0 60 Sport 2 2 2 240 Total 13 13 13 1560 Lektionentafel Freikurse 2 Fächer wahlweise 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr pro Woche pro Woche pro Woche Lektionen insgesamt Fremdsprache 0 2 2 160 Betriebswirtschaft 0 2 2 160 Informatik 0 2 2 160 Total max. 2 Kurse, bzw. 4 Lektionen möglich 0 4 4 320 DHF Ausbildung 2014/15 3
Im Fach Gesellschaft steht im 5. Semester eine Selbstständige Arbeit (SA) an. Diese tritt an Stelle von Prüfungen und gibt als Resultat die Semesternote in diesem Fach. Diese läuft in etwa wie folgt ab: Projektarbeit Selbstständige Arbeit im Rahmen der Richtlinien der Schweizerischen Prüfungskommission Beginn Abgabe Lernbereich Thema Zeitumfang Form Präsentation und Prüfungsgespräch Beurteilung Anfang 5. Semester Ende Oktober Schulische Leistungsziele im Fach Gesellschaft wird in den Klassen mit der Fachlehrperson festgelegt 50 % im Pflichtunterricht und 50 % als Hausarbeit während des Semesters Teamarbeit Jedes Team präsentiert ab November seine Arbeit vor der Klasse und führt darüber mit der Fachlehrperson ein Prüfungsgespräch. 50 % Produkt (Arbeit) und 50 % Präsentation und Prüfungsgespräch Bemerkung: Die Berufsfachschule legt die Durchführung im Detail in einer internen Weisung fest. Qualifikationsverfahren Schulischer Teil Prüfungsfächer Art der Prüfung Prüfungsdauer 1 Wirtschaft Schriftliche Prüfung 60-90 Minuten Erfahrungsnote 3. bis 6. Semester 2 Gesellschaft Erfahrungsnote 3. bis 6. Semester 3 Lokale Landessprache (Deutsch) Schriftliche Prüfung 60-90 Minuten Mündliche Prüfung 20-30 Minuten Erfahrungsnote 3. bis 6. Semester 4 Fremdsprache Schriftliche Prüfung 60-90 Minuten Mündliche Prüfung 20-30 Minuten Erfahrungsnote 3. bis 6. Semester Die Erfahrungsnoten je Fach werden auf halbe Noten gerundet. Kriterium für das Bestehen des schulischen Qualifikationsverfahrens (QV): Der Durchschnitt aus allen Fächern muss mindestens 4,0 sein. DHF Ausbildung 2014/15 4
Betrieblicher Teil Prüfungsbereiche Art der Prüfung Prüfungsdauer 1 Berufliche Praxis (zählt doppelt) Praktische Prüfung Beurteilung Lehrbetrieb Beurteilung überbetriebliche Kurse Allgemeine Branchenkunde 2 Detailhandelskenntnisse (zählt doppelt) Praktische und theoretische Prüfungen bzw. Beurteilungen der praktischen Arbeiten Schriftliche Prüfung Erfahrungsnote 3. bis 6. Semester Praktische Prüfung 90-120 Minuten mündlich 60-90 Minuten Bestehenskriterium des betrieblichen Qualifikationsverfahrens (QV): Der Durchschnitt aus allen Fächern muss mindestens 4,0 sein. Lehrmittel Die Lernenden beziehen die Lehrmittel in der ersten Schulwoche. Der Lehrmittelverkauf wird vom Kaufmännischen Verband Luzern im Schulzentrum, Landenbergstrasse 37, 6005 Luzern, durchgeführt. Die Lernenden erhalten in der Regel im 1. Lehrjahr noch nicht alle Lehrmittel für die gesamte Ausbildungszeit. Deshalb sind die Kosten je nach Lehrjahr unterschiedlich. Zu Beginn der Lehre fallen die meisten Kosten an. Die Kosten der Lehrmittel gehen zu Lasten der Lernenden; Lehrbetriebe können sich allenfalls daran beteiligen oder die Kosten ganz übernehmen. Jede/r Lernende erhält zusammen mit den Schulbüchern eine entsprechende Rechnung mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen. Stundenplanlegende DE EN FR IT GEI GE SA WI DHK ABK SPO lokale Landessprache (Deutsch) Englisch Französisch Italienisch Gesellschaft mit Informatik, Korrespondenz Gesellschaft Selbstständige Arbeit (im Fach Gesellschaft integriert) Wirtschaft Detailhandelskenntnisse Allgemeine Branchenkunde Sport L201 Schulzentrum Landenberg, Zimmer 201 DH Grundbildung im Detailhandel DHF 1a Detailhandelsfachleute 1a (1. Semester / Klasse a) Name, Vorname und E-Mail-Adresse der Lehrpersonen sind auf jedem Stundenplan vermerkt. DHF Ausbildung 2014/15 5
Kostenübersicht Die nachfolgend aufgeführten Kosten gehen zu Lasten der Lernenden 1 ; Rechnungsadressaten sind in der Regel die Lernenden. Allfällig mit dem Lehrbetrieb vereinbarte Kostenübernahmen machen die Lernenden direkt bei ihren Lehrbetrieben geltend. Gemäss den bestehenden kantonalen Weisungen ist eine Fakturierung an die Lehrbetriebe ausdrücklich untersagt. Unterrichtsbezogene Kosten Kostenart Rechnungsstellung bzw. Inkasso durch die Berufsfachschule des KV Luzern 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr CHF CHF CHF Allgemeines Schulmaterialgeld 2 Kostenanteil an Fotokopien, Präsentationsfolien, EDV Verbrauchsmaterial, Klassensätzen (Duden, Gesetzesbücher) etc.; pro Schulhalbtag CHF 35.00 + 8 % MwSt 113.40 113.40 113.40 Infrastrukturbeitrag gemäss Schulverordnung 4 CHF 30.00 + 8 % MwSt 32.40 32.40 32.40 Memorystick Obligatorischer (einmaliger) Bezug im 1. Lehrjahr; CHF 14.00 + 8 % MwSt ca. 15.00 Stützkurse 5 Anteil Lernender pro Lektion CHF 5.00 (in der Regel 20 Lektionen) 100.00 Material- und Lehrmittelersatzkosten pauschal pro Kurs CHF 40.00 + 8 % MwSt 43.20 Freikurse 5 Lehrmittelkosten je Freikurs ca. Kurskosten pauschal 50.00 270.00 50.00 270.00 Legende 1 33 der Verordnung zum Gesetz über die Berufsbildung und die Weiterbildung 2 Kantonale Weisung über das Schulmaterialgeld an Berufsfachschulen, gültig ab 1. August 2006 3 Vom 1. bis 3. Lehrjahr eineinhalb Schultage/Woche 4 Verordnung über die Schul- und Studiengelder sowie die Gebühren an kantonalen Schulen, privaten Berufsfachschulen und den Hochschulen des Kantons Luzern; SRL 544 5 Kantonale Richtlinie über die Stütz- und Freikurse an Berufsfachschulen, gültig ab 1. August 2013 Lehrmittelkosten Kostenart Rechnungsstellung durch den Kaufmännischen Verband Luzern 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr CHF CHF CHF Berufsspezifisches Schulmaterialgeld Lehrmittel und Lehrmittelersatz ca. 600.00 250.00 200.00 Stand Juni 2014 / Änderungen vorbehalten DHF Ausbildung 2014/15 6
Kontakte KV Luzern Berufsfachschule Detailhandelsberufe Landenbergstrasse 37 Telefon 041 417 16 50 Postfach 3140 Telefax 041 417 16 51 6002 Luzern E-Mail berufsfachschule@kvlu.ch Internet www.kvlu.ch Kaufmännische Berufe Dreilindenstrasse 20 Telefon 041 417 16 16 Postfach 6745 Telefax 041 417 16 17 6000 Luzern 6 E-Mail berufsfachschule@kvlu.ch Internet www.kvlu.ch Rektorin Frau Dr. Esther Schönberger esther.schoenberger@kvlu.ch Detailhandelsfachleute Prorektor Herr Hans-Jörg Stalder hansjoerg.stalder@kvlu.ch Sekretariat Frau Judith Brunner judith.brunner@kvlu.ch Detailhandelsassistenten Abteilungsleiter Herr Marco Estermann marco.estermann@kvlu.ch Sekretariat Frau Barbara Frei barbara.frei@kvlu.ch Qualifikationsverfahren Detailhandelsberufe Sekretariat Frau Cornelia Gut cornelia.gut@kvlu.ch Kaufmännischer Verband Frankenstrasse 4 Telefon 041 210 20 44 Luzern Postfach 3463 Telefax 041 210 78 50 6002 Luzern E-Mail info@kvluzern.ch Internet www.kvluzern.ch DHF Ausbildung 2014/15 7
Terminübersicht Schuljahr 2014/15 Datum Anlass 18. August 2014 Beginn Schuljahr 2014/15 23. und 26. September 2014 Projekttag Arbeits- und Lebenswelt 3. Lehrjahr August bis September 29. September 12. Oktober 2014 Herbstferien September bis November Überbetriebliche Kurse 3. Lehrjahr Überbetriebliche Kurse 2. Lehrjahr 03. November 2014 Elternabend Detailhandel 1. Lehrjahr 10. November 2014 Informationsveranstaltung für Berufsbildner 10. November 14. November 2014 Besuchstage für Berufsbildner/-innen und Eltern 28. November 2014 Schulinterne Weiterbildung Kein Unterricht - die Lernenden sind im Lehrbetrieb 08. Dezember 2014 Maria Empfängnis (Feiertag) 22. Dezember 2014 04. Januar 2015 Weihnachtsferien 24. Januar 2015 26. Januar 2015 Ende Herbstsemester Beginn Frühlingssemester 09. Februar 22. Februar 2015 Fasnachtsferien 23. März 2015 31. März 2015 20. April 2015 Februar bis April 03. April 19. April 2015 Frühlingsferien Prüfungstermine Standardprüfung zur Standortbestimmung für die Lernenden des 1. Lehrjahres Nachholtermin Standardprüfung Überbetriebliche Kurse 1. Lehrjahr 14. Mai 2015 Christi Himmelfahrt (Feiertag) 25. Mai 2015 Pfingstmontag (Feiertag) 01. Juni 12. Juni 2015 04. Juni 2015 Fronleichnam (Feiertag) 22. Juni 2015 01. Juli 2015 02. Juli 2015 04. Juli 16. August 2015 Sommerferien 17. August 2015 Beginn Schuljahr 2015/16 Stand Juni 2014 / Änderungen vorbehalten Schulische Qualifikationsverfahren Abschlussklassen Kein Unterricht für 1. und 2. Lehrjahr DHF - die Lernenden sind im Lehrbetrieb Regionale Berufsmeisterschaften im Detailhandel; kein Unterricht, die Lernenden die nicht teilnehmen sind im Lehrbetrieb Schulinterne Weiterbildung der Lehrpersonen Kein Unterricht - die Lernenden sind im Lehrbetrieb Abschlussfeier Qualifikationsverfahren Nachmittag kein Unterricht für 1. und 2. Lehrjahr DHF - die Lernenden sind im Lehrbetrieb DHF Ausbildung 2014/15 8