Auszug aus der Theorie
Erosion Abtragung durch Fließwasser Gletscher Wind Meeresbrandung Niederschlag Exkurs: Wind und Orkane
Der Begriff Erosion stammt von dem lateinischen Wort erodere = abnagen. Man versteht darunter die Zerstörung der Formen auf der Erdoberfläche durch Abtragung. Erosion geschieht durch: Fließwasser Gletscher Wind Meeresbrandung Niederschlag Die Abtragung erfolgt linienhaft durch Fließwasser und Gletscher oder flächenhaft durch Wind, Meeresbrandung und Niederschlag. Die großflächige Abtragung und Einebnung ganzer Landoberflächen bezeichnet man als Denudation. Die Flusserosion ist abhängig von: Wassermenge des Fließgewässers Wasserturbulenz und mitgeführtem Material Geländemorphologie (Gefälle) Gesteinsart im Untergrund Der durch Verwitterung zerkleinerte Untergrund wird abgetragen bzw. abgeschwemmt und führt so im Laufe der Jahrtausende zur Talbildung. Gletscher bilden sich in Gebieten mit entsprechend kaltem Klima. Sie bewegen sich mit einigen Metern im Jahr talwärts. Obwohl dies sehr wenig ist, führt die Bewegung zu deutlichen Erosionserscheinungen. Im Unterschied zu den meist V-förmigen Flusstälern erzeugen die Gletscher U-förmige Trogtäler. Die Erosion durch die Brandungswellen des Meeres beeinflusst das Gestein der Küstenregion. Das Festland wird auf breiter Front angegriffen, was zu Brandungshohlkehlen sowie kleineren und größeren Hohlräumen im Gestein führt.
Winderosion vollzieht sich vor allem dann, wenn der Wind viel Staub oder Sand mit sich führt. Dieses Material beeinflusst den Untergrund ähnlich wie einem Sandstrahlgebläse. Diese Erosion findet man häufig in Wüstengebieten bei geringer Vegetation und starker physikalischer Verwitterung. Die großflächige Bodenerosion vermindert die Bodendecke durch Wind und Wasser. Sie ist abhängig von der Bodenart, dem Geländerelief, dem Klima und der Pflanzendecke. Eine große Rolle spielt hier auch die Regenerosion. Verstärkt wird das Ganze durch menschliche Einflüsse.
Flusserosion: Erosion durch Fließgewässer Wenn Wassermassen sich bewegen, nehmen sie feste Teilchen mit. Es gilt die Regel, je schneller der Fluss umso mehr Teilchen werden mitgenommen. Obwohl ein kleiner Fluss auf einmal nur eine kleine Menge an Material vom Untergrund abschleift und transportiert, so summiert sich das im Laufe der Jahrtausende auf viele Tonnen. Die tranportierten festen Bestandteile bewirken das Ausschleifen des Untergrundes. Man spricht von der Tiefenerosion. Wenn die Fließgeschwindigkeit dann weniger wird, fallen die mitgeführten Teilchen zu Boden. Diesen Prozess, der das Gegenteil der Erosion darstellt, nennt man Ablagerung oder Sedimentation. Die Teilchen bezeichnet man als Sedimente. Da sich die Bewegung von mitgeführten Teilchen im Wasser bereits seit Millionen von Jahren vollzieht, wird dadurch das Aussehen der Landschaft nicht unerheblich verändert. Es gibt keinen natürlichen Fluss, der gerade verläuft. Neben der Fliessbewegung wirkt auf jedes einzelne Wasserteilchen noch die so genannten Corioliskraft. Darunter versteht man die Ablenkung der Teilchen durch die Erdrotation. Bei hoher Flussgeschwindigkeit ist das Wasser bemüht, auf dem kürzesten Weg abzufließen. Triftt der Fluß auf Hindernisse aus hartem Gestein, muss er ausweichen. Bei schwacher Fließgeschwindigkeit aber beginnt der Fluss zu pendeln. Der Stromstrich verlagert sich. Unter Stromstich versteht man die Linie der größten Fließgeschwindigkeit. Diesee wäre bei einem ungestörten, geradlinigen Strom in der Mitte dicht unter der Oberfläche. Der Fluss beginnt dann an mehreren Stellen Schlingen auszubilden. Diese nennt man Mäander. Sie werden mit der Zeit immer stärker ausgeprägt, da an ihrer Außenseite das Wasser schneller fließt und so weitere Erosion verursacht. An der Innenseite dagegen setzen sich durch langsamere Strömung Sedimente ab. Durch die Erosion an den Außenseiten wird das Ufer regelrecht weggerissen. Es bricht schneller ab als sich eine flache Böschung ausbilden könnte. So entsteht ein so genannten Prallhang, eine aufragende Bodenwand, die mehrere Meter hoch werden kann.
An den Innenseiten der Kurven entsteht der Gleithang, der je nach Standort tonig bis kiesig ist. Der Vorgang der Mäanderbildung läuft so lange ab, bis zwei Kurven so zusammenstoßen. Das Wasser fließt nun wieder geradeaus und die dazwischen liegende Kurve wird übersprungen. Einen solchen nicht mehr durchfluteten Gewässerteil nennt man Altwasser. Hier bildet der Fluss nun ein stehendes Gewässer. Wird er vollkommen vom Fluss abgeschnitten, heißt er Totarm. Talformen bei fluvialer Erosion: Muldental: Abtragung Sedimentation zu finden vor allem im Oberlauf von Bächen durch Verwitterung und Abtragung sind die Hänge immer weiter zurückgeschnitten Asymmetrisches Kerbtal Kerbtäler sind häufig im Mittellauf von Bächen und kleinen Flüssen mit mittlerer Reliefenergie zu finden. Die Asymmetrie kann entstanden sein durch eine Flussbiegung mit Prallhang und Gleithang: Kerbtal Hier überwiegt bei der Hangabtragung die Tiefenerosion.
Klamm Diese entsteht im Oberlauf eines Flusses bei vorwiegender Tiefenerosion und widerstandsfähigem Gestein
Auszug aus den Aufgaben
Arbeitsaufträge: 1. Aufgabe: Diese Aufgabe kannst du mit Hilfe des Internets und des Computers lösen. Suche die Bedeutung der Begriffe: Fjorde und Schären und Fjälle. Erstelle dazu ein Infoblatt. 2. Aufgabe: Du hast im Zusammenhang mit Gletschern von Eiszeiten gehört. Beschreibe einen Zusammenhang zwischen Eiszeit und Gletscher. Beantworte die Frage, was Eiszeiten überhaupt sind. 3. Aufgabe: Informiere dich über die Gefahren, die durch Gletscher enstehen können. Erstelle davon ein Informationsblatt. 4. Aufgabe: Informiere dich über Gletscherrekorde. Beantworte dann die folgenden Fragen: 1. Welches ist der größte und längste Alpen-Gletscher. 2. Wo liegt der größte Gletscher der Erde: 3. Wie heisst der größte europäische Festlandgletscher mit ca. 500 km² Fläche? 4. Wie heisst der größte Gletscher Österreichs? 5. Wie heisst der größte Gletscher Deutschlands?
6. Suche den größten außerpolaren Gebirgsgletscher der Erde. 7. Nenne den flächenmäßig größten europäische Gletscher Schreibe die Lösungen in folgende Übersicht. Die farbigen Zellen ergeben das Lösungswort: Wann sind viele Gletscher entstanden. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Lösungswort:
Aufgaben: 1. Aufgabe: Erkläre die Bedeutung der Begriffe Zehrgebiet und Nährgebiet bei einem Gletscher 2. Aufgabe: Erläutere den Begriff der Gletscherspalten 3. Aufgabe: Du hast verschiedene Moränenarten kennen gelernt. Erkläre kurz die Bedeutung der einzelnen Formen. 4. Aufgabe: Erläutere den Bergriff des Kalben eines Gletschers. 5. Aufgabe: Wie erklärt man sich Gletscherbewegungen? Beschreibe die Theorie in einigen Sätzen.