PDF-Export aus Illustrator (s. a. http://helpx.adobe.com/de/illustrator/using/pdf-options.html) Da sowohl PDF (Portable Document Format) als auch Illustrator Adobe Produkte sind, überrascht es nicht, dass eine PDF sowohl aus Illustrator heraus erstellt, als auch von Illustrator gelesen werden kann. Wer schon einmal eine PDF-Datei z.b. aus einem GIS in Illu geöffnet hat, wird jedoch feststellen, dass sich ganz unterschiedliche Daten hinter diesem Format verbergen können: Das geht sogar so weit, dass eine PDF nur ein einziges Bild, evtl. sogar noch schlecht aufgelöst, enthält. Andere Dateien enthalten evtl. noch Vektoren, dort ist jedoch auch die Schrift als Pfad, d.h. als Vektor, gespeichert worden, so dass die Schrift oder die Wörter nicht mehr ohne weiteres geändert werden kann. Wieder andere Dateien stellen einem auch den vollen Zeichensatz einer Schrift zur Verfügung. Diese Unterschiede liegen an den Exportoptionen, die die unterschiedliche Software z. T. zum PDF-Export vorhält. Diese Zusammenstellung soll nur einen kurzen Überblick darüber geben, was sich hinter den einzelnen Einstellungen in Illu verbirgt:. Ähnliche Optionen finden sich unter Umständen auch bei anderen Programmen. Der Dialog wird aufgerufen unter: Datei > speichern unter In diesem Fenster wird der Dateiname und der Speicherort festgelegt und im unteren, in der Abbildung ausgegrauten Bereich auch, welche Zeichenfläche ausgegeben werden soll, da in Illu mehrere Flächen definiert werden können. Diese Option ist jedoch nur dann aktiv, wenn es mehrere Zeichenflächen gibt. Erst wenn die Datei gesichert wird erscheint der weitere PDF-Dialog.
Allgemein (obere Abb.) Für das Drucken der Poster auf einem A4-Laserdrucker im Copyshop oder im Rechenzentrum kann der Illustrator-Standard übernommen werden (obere Abb.). Das RZ selbst verlangt jedoch auch die Optimierung für die schnelle Webanzeige. Dort also einen Haken hineinsetzen (untere Abb.). Manche Druckereien fordern genormte Druckdaten, die hier eingestellt werden können. Dies benötigen wir nicht. Welche Acrobatversion? Beschreibung des Standards Unter den einzelnen Reitern können die Vorgaben eingestellt werden. Kann voll in Illu verarbeitet werden Wird in Dateibrowsern als Bild angezeigt HÄKCHEN SETZEN Nach dem Speichern öffnet sich Acrobat Die PDF enthält auch in Acrobat Ebenen Standard ist geändert Hier kann die geänderte Vorgabe untern neuem Namen gespeichert werden
Einstellung Komprimierung Im nächsten Fenster wird festgelegt, wie die in der PDF enthaltenen Daten behandelt werden. Dies kann z.b. dann sehr wichtig sein, wenn eine Dateigrößenbeschränkung vorliegt (im RZ derzeit 60MB). Außerdem kann hier auch bestimmt werden, ob Text und Vektorgrafiken komprimiert werden sollen. Diesen Haken lasse ich angehakt, da durch die zip-komprimierung von Text und Strichgrafiken kein Qualitätsverlust entsteht. Die Illustrator-Standard Vorgabe lässt alle Bilder wie sie sind (keine Neuberechnung). Die Art der Neuberechnung erfolgt unterscheidlich, für die meisten belange ist aber die Bikubsische Neuberechnung oder Downsampling) die beste. Für alle Bildertypen kann eine Höchstgrenze für die Auflösung (in ppi) angegeben und verschiedene Komprimierungsmethoden gewählt werden. Auch dies hat unmittelbar Auswirkungen auf die Dateigröße. jpg komprimiert stärker als zip, ist aber auch verlustbehaftet, d.h. es gehen Bilddaten verloren und die Qualität kann leiden. Sollte jemand mit seinem Poster aufgrund der Größe Probleme haben, so können Farb- und Graustufenbilder auf 150ppi herunter gerechnet werden, das reicht für Posterdruck beim RZ immer noch. Ich nutze meist die *.zip-komprimierung (8bit) oder die jpeg-komprimierung mit mittlerer bis hoher Qualität. Monochrome Bitmapbilder, also Bilder, die nur eine Farbe (in der Regel Schwarz) und Weiß enthalten, sollten nur dann heruntergerechnet werden, wenn ihre Größe mehr als 1200ppi beträgt. Dann nutze ich auch meist die *.zip-komprimierung.
Marken und Anschnitt (untere Abb.) Roman Wird bei Poster benötigt, die auf weißem Grund stehen. Dann setzt man Schnittmarken in die Ecken, mit 5mm Versatz und auch relativ stark, auf 0,5pt (c. 0,2mm). Das erleichtert das Beschneiden des Posters am Schneidetisch im Raum der Posterausgabe des Rechenzentrums. Es kann zwischen Schnittmarken des Typs Roman oder japanisch gewählt werden (s. rechts) Farben, die bis an den Rand laufen, benötigen eine Beschnittzugabe, d.h. die Objekte stehen im Anschnitt. Die vorliegenden Posterdateien haben jeweils 3mm An- Japanisch schnitt als Standard für vollfarbige Hintergründe, d.h. die gesamte Seite druckt nach oben, unten, rechts und links jeweils 3mm über das eigentlich angegebene Format (DinA0) hinaus. Strenggenommen für uns auch irrelevant, da A4-Farbausdrucke am Laserdrucker (für die Entwurfsausdrucke) immer mit Rand sind. Jedoch sind die Papierrollen vom Rechenzentrum für das ArchE-Format (ein US-Format von 91,4 x 122 cm) geeignet, es kann also ohnehin größer gedruckt werden. Schneiden wir nun einfach am Rand der Posterfarbfläche entlang, so erhalten wir also nicht ganz das DinA0-Format, das Poster ist etwas größer, nämlich 0,6cm in beiden Richtungen. Das fällt jedoch nicht weiter auf. Wer es genau möchte, muss tatsächlich die Schnittmarken anhaken. Linien an den Ecken als Schnitthilfe Sind nur für die Abgabe an ein Druckhaus relevant 0,5Pt Wenn ein Format sicher bis an den Rand bedruckt werden soll, wird den Flächen eine Zugabe (Beschnitt) hinzugefügt, so dass am Rand keine weißen Fehlstellen entstehen.
Ausgabe Die Einstellung dieses Fensters sollte nur beachtet werden, wenn in einer Druckumgebung gearbeitet wird, die tatsächlich ein Farbmanagement nutzt. Für uns im vorliegenden Zusammenhang nicht weiter relevant.
Erweitert In diesem Fenster kann gesteuert werden, wie und ob Schriften eingebettet werden. Unter Schriftarten lässt sich eine Prozentzahl einstellen: Steht dort 100% so werden immer nur die Zeichen eingebettet, die auch tatsächlich verwendet wurden. Je geringer der Prozentsatz desto eher wird die gesamte Schriftart in das Dokument geladen. Die Druckerei kann dann noch nachträglich etwas an der Datei ändern, selbst wenn sie die Schriftart selbst nicht hat. Die Bemerkung mit den Einbettungsbits (Permissionbits) bezieht sich darauf, dass bei der Erstellung einer Schrift diese Bits ein Einbetten der Schrift überhaupt erlauben. Ist das nicht der Fall, so hat die Einstellung ohnehin keine Auswirkung. In dem Fenster wird auch geregelt, ob generell überdruckt wird und mit welcher Auflösung die Umrechnung der Transparenz erfolgt. Diese Einstellungen sind nur dann aktiv, wenn unter Kompatibilität Acrobat 4 (PDF 1.3) angegeben wurde. Dies ist ein älteres Format, welches noch keine Transparenzen kann. Der Eindruck von Transparenz kann ja auch erzeugt werden, in dem einer Farbe nicht das Attribut Deckkraft zugeordnet wird, sondern die Farbwerte umgerechnet werden. Eine Fläche kann entweder 100% Schwarz sein mit einer Deckkraft von 50% oder auch 50% Grau. Dies nennt sich Transparenzreduzierung. Der Rechenprozess dahinter ist recht komplex und ist gerade bei z.b. Übergängen, Verläufen und Schatten schwierig. Die Auflösung regelt die Genauigkeit der Transparenzreduzierung. Manche Druckereien nutzen bis heute eine Adobe Print Engine, der keine Tranparenzen kann und verlangen dann entsprechende PDF-Einstellungen. Überdrucken regelt, ob überlappende Farben einander aussparen oder überdrucken, d.h. mischen. Das Rechenzentrum nutzt mittlerweile einen jüngeren PDF-Standard, so dass das untere Feld nicht angefasst werden muss. Wenn an der Stelle Acrobat 4 (PDF 1.3) steht sind die unteren Optionen aktiv Sicherheit/Übersicht Diese beiden Fenster sind eigentlich selbsterklärend. Für die Poster-PDF sollte an den Sicherheitseinstellungen nichts geändert werden. VIEL ERFOLG!