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Orientierung You6oso 1. Was ist eine Topographische Karte und was findest du darauf sowie 3 Anwendungsmöglichkeiten? 2. Erkenne min. 20 Zeichenund Symbole auf einer topographischen Karte. 3. Nenne die wichtigsten T'eile eines Kompasses und erkläre sie. 4. a) Höhe b) Azimut c) Höhenlinien d) magnetischer Norden e) Deklination f) Gradeinteilung g) Messen h) geographischer Norden i) Entfernung j) Geländeformen 5. Zeige wie du eine Marschrichtung peilst 6. Zeige wie du einen Kompasskurs gehst 7. Kenne 2 Methoden um die Deklination zu korrigieren, wann ist das notwendig 8. Sei in der Lage dich selbst zu orientieren, eine Karte nachdem Gelände und mit demkompass zu norden 9. Erkläre das Vorwärts und Rückwärts einschneiden 10. Beweise deine Fähigkeit in der Verwendung einer Karte und Kompass in einem min 3 km langen querfeldein Orientierungslauf der mindestens 5 Posten oder 5 Marschrichtuneen Wächter - Fachabzeichen Stand 20.01.2009 Seite2001266

ADWA-HANDBUCH Hilfsmittel, ihre Gefahren und Aufbewdhrung Andere Methoden: Lupe, Feuerstein, Magnesium, Etc. Transport von Feuer 8.4 Orientierung Orientierung ist nicht nur eine Herausforderung in der ADWA- Arbeit sondern eine unverzichtbare Notwendigkeit im täglichen Leben. Die Möglichkeiten und Techniken variieren heute schon sehr stark. Hilfsmittel der Technik machen oft Naturkenntnissen große Konkurrenz. Naturbeobachtung und Handhabung herkömmlicher Hilfsmittel sind allerdings unersetzlich wenn wir nicht nur an der Oberfläche schürfen wollen. 8.4.1 Kompasskunde 8.4.1.1 Kompassarten Recta Bussole: Robust, genau, viel verwendet Büchikompass: Ahnlich dem Recta, mit einer Einrichtung zur Messung von Steigungen, reuer Silva-Kompass: Einfach, billig, gut für OL's und Arbeit auf der Karte Böza r d-ko m p a s s (B u s s o I e) Erster moderner Kompass, sehr genau aber unpraktisch -- 10

ADWA-HANDBUCH 8.4.1.2 Gradeinteilung Osten 90' l00s 1600A%" (l 6 Teilstri- ooo { 6400 a.2..0ar.. /\ \i \./ IIO AI. lroo 64OOAYa (64 Teilstrit80. che) Süden I 80' che) Westen 270" che) Norden 360" che) 200, 300s 400, 3200A96" (32 Teilstri- 48O0Ag* (48 Teilstri- 8.4.1.3 Begriffe Azimut DerWinkel zwischen dem geographischen Norden und einer beliebigen Richtung. Es wird im Uhrzeigersinn gemessen, ausgehend von Nord = 0'. Misswei s ung Deklination Da der magnetische und der geografische Nordpol sich nicht in unmittef barer gegenseitig_er Nähe be- Hosnetis.h GeosrcDhtsch finden, gibt es in vielen Gegenden der ' riro Nord auch auf der Karte angegeben. Die Nulllinie verschiebt sich um ca. 1 /l 0' pro Jahr nach Westen. Zwei Möglichkeiten um die Deklination selbst zu bestimmen: I.) Zuerst bestimmt Ihr mit Hilfe des Polarsternes die geografische Nordrichtung. Alternativ könnt lhr natürlich auch gegen Mittag die Richtung des kürzesten Schattens eines senkrechten Gegenstandes nutzen. Peilt mit Eurem Kompass den ermittelten Nordpunkt am Horizont an und dreht die Kapsel so weit, bis Nordmarke und Nadelspitze übereinstimmen. An der Peilmarkierung könnt lhr jetzt den

Juni 2004 ADWA-HANDBUCH Missweisungswert ablesen. Befindet sich die Nordmarke der Kompasskapsel "östlich" der Peilmarke, handelt es sich um östliche, andernfalls um westliche Deklination. 2,) Wenn lhr Euren genauen Deklination 1996.5 Standort kennt, lässt sich die Missweisung auch mit Hilfe einer Karte mit eingezeichnetem Gradnetz feststellen. Zuerst nordet lhr die Karte wie gewohnt ein. Dann sucht lhr Euch einen markanten Punkt im Gelände. Peilt diesen Punkt an und vergleicht die Peilung mit der auf der Kafte ermittelten. Die Differenz entspricht der Missweisung. Liegt der Geländepunkt auf der Karte weiter "östlich", handelt es sich um östliche, andernfalls um westlichedeklination. 8.4.1.4 Handhabung Bestimmen eines Azimuts nach der Karte Man legt den Kompas so auf die Karte, dass er genau den Standoft mit dem Ziel verbindet. Durch drehen der Bussolerreicht man, dass die Nordrichtung von Karte und Bussole übereinstimmen. Am Zeiger (Nordmarke) kann man das Azimut in Graden ablesen. Die lage der Karte ist unwichtig, ebenso wird die Magnetnadel nicht berücksichtigt. Bestimmen eines Azimut aus dem Gelände Man Visiert mit dem Kompass den gewünschten Punkt im Gelände an, dreht die Bussole solange bis die Magnetnadel zwischen den Leuchtmarken (Nordmarke) zu liegen kommt. Das Azimut am Zeiger ablesen. Übertrag auf die Karte wenn der Standort bekannt Den Kompass auf der Karte am Standort anlegen und solange darum drehen bis Nordrichtung der Bussole und der Kane übereinstimmen. Auf der verlängerten Linie der Punkte AB liegt das Ziel. Kartenlage und Magnetnadel spielen dabei keine Rolle. Karte ausnorden Wir stellen die Bussole parallel zum Kartenrand (Norden oben) und drehen die Karte samt Kompassolange bis die Magnetnadel Norden anzeigt.

ADWA-HANDBUCH Juni 2004 Standoftbestimmung wenn 2 entfernte Punkte bekannt sind (rückwärts einschneiden) Von 2 bekannten Punkten im Gelände bestimmen wir den Azimut, Diese werden dann auf die Kafte übertragen (Kompass am bekannten Punkt auf der Karte anlegen und solange drehen bis Nordrichtung der Bussole und der Karte übereinstimmen). Nun haben wir unseren Standort im Schnittpunkt der beiden Linien. Umgehen von Hindernissen Umgehungen werden benötigt um Gebäude, Teiche oder andere Hindernisse zu umgehen und den Zielpunkt nicht aus dem Visier zu verlieren. Dazu bedienen wir uns der Umgehungsmarken der Kompasse. Bitte genau auf die Anzahl der Schritte achten! Achtung Der Kompass ist stets waagerecht zu halten, damit die Nadel frei drehen kann. Er wird auch von Metallteilen und Starkstromleitungen magnetisch beeinflusst. 8.4.2 Das Kroki 8.4.2.1 Warum Krokis Umg.hung im l@p.z Umgchung in Dreied Durch eine gute Skizze lässt sich ein Geländeausschnitt oder eine Wegbeschreibung wesentlich besser erklären wie durch viele Worte. Visuelles prägt man sich viel besser ein! Zudem dient eine Skizze zur Übung der Augen (erfassen der Umwelt) und Umsetzung auf Papier. Das Wesentliche sollte erkannt werden. Wir sollten uns immer in die Lage desjenigen versetzen der das Kroki benutzen sollte,

Juni 2004 ADWA-HANDBUCH 8.4.2.2 Unterschied zur Karte D!9 Karte ist eine objektive, genaue und maßstäblich exaktes A.bbild der Landschaft, ohne auf die problematik des Benutzers einzugehen. Genau dieses sollte aber ein Kroki erfüllen. 8.4.2.3 Erstellen eines Kroki Jedes Kroki wird mit einem einfachen Strich eingerahmt und mit Datum Zeit und Unterschrift außerhalb des Rändes versehen. Zum besseren Verständnis wird der Maßstab am unteren linken Rand angegeben. 8.4.2.4 Arten des Kroki Ansichtskroki ist eine Übersichtszeichnung mit Detaillagen und Bezeichnungen der wichtigsten punkte. wm@ Dorf. Autlcht Dorf. Amlctn Hekc vm tubhoh @ Cnum Drmn Etrarntil Stdgunga m f Yt@ p_\ Tno odrr lrlu,\tt zl$ tlüg!l Plankroki ist eine Karte von Hand gezeichnet, mit Einzelheiten auf die eine topographische Karte nicht eingehen kann. Angefertigt wird sie maßstabsgetreu und mit Angabän des selben. - Wegkroki dient speziell für die Darstellung der Wege. Hier werden nur die Objekte links und rechts vom Weg, die zur Orientierung nötig sind, eingezeichnet. Symbole werden wie

ADWA.HANDBUCH Juni 2004 beim Plankroki verwendet. Kompasskroki ist eine Kombination aller Arten von Krokis mit Entfernung- und Azimutangaben. 8.4.3 Orientierung ohne Kompass 8.4.3.1 Sterne Der Polarstern zeigt uns die Nordrichtung an. Wir können ihn als Visierlinie verwenclen. 8.4.3.2 Sonne und Uhr Der Stundenzeiger zur Sonne. Der Winkel zwischen dem Zeiger und der l2 halbieren. Die winkelhalbierende Richtung zeigt nach Süden. 8.4.3.3 Sonstige Die Wetterseite von Bäumen, Masten, Steinen, Gebäuden, usw. ist meist in Westen. Holzhäuser sind auf der Sonnenseite meist grau. Alte Kirchen sind geostet, d.h. der Altar befindet sich auf der Ostseite der Kirche. 8.4.4 Kartenkunde (topographische) 8.4.4.1 Geländedarstellung Kuwen Höhenkurven verbinden Punkte gleicher Höhe miteinander. Der Abstand zwischen den Kurven wird Aquidistanz genannt. Die

Juni 2004 ADWA-HANDBUCH Höhenkurven sind auf bewachsenem Boden braun. auf Geröllund Schutthalden schwarz, in Seen, auf Firn und Gletschern blau dargestellt. Aus dem Zwischenraum der Höhenkurven kann man die Steilheit des Geländes erkennen. Aus dem Verlauf der Kurven ist die Geländeform ersichtlich Cfal, Mulde, Schlucht, Kamm, Vorsprün9e,...). Weiters gibt es verschiedene Kurven: Zählkurven (in bestimmten Abständen - kräftig ausgezogen), Höhenlinien (dünn ausgezogen) und Zwischenkurven (Hilfskurven für Flachgebiete - ev. strichliert). Diese Darstellung ist die meist verwendetste bei Wanderkarten. Schraffen Kurze Striche in Richtung des größten Gefälles und senkrecht zu den Höhenlinien. Die Strichlänge und Dichte bestimmt die Steigung. Als Grundlage zur Herstellung dient eine Kurvenkarte. Sehr selten in Venaendung. Sch um mer ung (Reliefbeleucht u ng) Beleuchtung des Geländes meist von NW her. Helligkeit durch violett-grünen Farbton. Nur in Kombination mit Schraffen oder Kurven sinnvoll. Da keine Höhenerkennung möglich ist. Fast immer auf Kurvenkarten findbar. 8.4.4.2 MaSstab Umrechnen einer Kartenstrecke in die Realität und umgekehrt. l:25000 lcm) l:50000 lcm) I : 100000 I cm ) K : Korle w 250 m 500 m lkm W: w ]00m t 4mm ]00m { 2mm 100m *lmm Wirklichkeif Umrechnungsbeispiel 6,3 cm auf einer Karte im M l:25.000-6.3 x 250 m = 1575 m im Gelände 6,3 km im Gelände M l:50.000-6.300 m / 500 m = 12.6 cm auf der Karte 8.4.4.3 Umgang mit der Karte Auf den meisten Karten ist Norden der obere Kartenrand. Ansonsten wird N durch eine Windrose oder Magnetnadel gekennzeichnet. 80/100

Juni 2004 Ausnorden einer KAfte ohne Kompass Karte solange drehen bis die Geländeformen mit der Kate übereinstimmen. (Häuser, Bach, Wald, Straßen,...) Kartenpunkte sollen im Gelände aufgesucht werden Einzeichnen eines Verbindungsstrahles vom Standort zum Kartenpunkt. Karte norden. Übenragen des Verbindungsstrahles als Visierlinie (als Hilfsmittel kann ein Seil, Dreiecktuch,... verwendet werden) ins Gelände (markante Punkte merken). Der Gesuchte Punkt befindet sich in Richtung der Visierlinie, Entfernung der Karte entnehmen. Unbekannte Geländepunkte werden in der Karte gesucht. Karte ausnorden. Festlegen der Visierlinie im Gelände vom Standort zum gesuchten Punkt. Die Visierlinie in die Karte übertragen. Die Entfernung muss noch geschätzt werden. Bestimmen des eigenen Standortes. Kafte wiederum norden. Durch den Vergleich der Umgebung mit der Karte lässt sich der Standort ermitteln. Wir suchen 2 markante Punkte im Celände, die auf der Karte auch bekannt sind, und übertragen die Visierlinien in die Karte. Unser Standort befindet sich im Schnittpunkt der Linien. Wir suchen 2 markante Punkte im Celände, die auf der Karte auch bekannt sind und auf der selben Visierlinie liegen. Die Visierlinie in die Karte übertragen, denn auf dieser Linie stehen wir, und noch die Entfernung schätzen. 8.4. 5 Orientierungslauf (OL)-Arten Reihenlauf 't_] Postenlauf Reihenfolge egal c oo c' of o 0 o o o

Juni 2004 Zeitlauf Es sollten in einer bestimmten Zeit möglichst viele Posten angelaufen werden. Sternlauf c Azimutlauf Eine Liste mit Azimut und Entfernungsangaben Nacht-OL Eine beliebige Variante, ACHTUNG auf Geländeformen 8.4.6 Waldläuferzeichen Waldläuferz glcmen/,-**",o;zr,._-x(,x,,,,/i, I *-> ate,p &-> 82J100