MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)
Gemeinsam auf Nummer sicher Liebe Patientin, lieber Patient, herzlich willkommen in der Fachklinik 360 Die Klinik für Orthopädie und Rheumatologie der Med 360 Gruppe. Sie wurden vor kurzem von Ihrem behandelnden Arzt eingewiesen, weil Ihre Erkrankung der Bewegungsorgane eine operative oder konservative Therapie erfordert. Bei uns sind Sie in besten Händen: Wir legen großen Wert auf den individuellen Charakter Ihrer medizinischen Versorgung und folgen dabei höchsten Standards. Wir führen selbst komplexeste Eingriffe mit hoher Kompetenz und Sicherheit durch. Unser hochqualifiziertes Behandlungsteam besitzt eine langjährige Erfahrung mit sämtlichen Behandlungen der Orthopädie und Rheumatologie. So können Sie sich jederzeit darauf verlassen, kompetent, zuverlässig und engagiert durch die nächsten Tage begleitet zu werden. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in unserer Klinik sowie eine gute und rasche Genesung. Wir wissen aus Erfahrung, dass sensible Zuwendung und menschliche Wärme Ihren Genesungsprozess entscheidend verkürzen können. Bitte sprechen Sie uns jederzeit gern an, wenn Sie Fragen haben. PD Dr. med. Hansjörg Heep Ärztlicher Direktor Fachklinik 360
Was ist MRSA? Die Bezeichnung MRSA ist die Abkürzung für Methicillinresistenter Staphylococcus aureus. Staphylococcus aureus ist ein Bakterium, das natürlicherweise auf der Haut und Schleimhaut von vielen Menschen vorkommt, bevorzugt im Nasen-/Rachenraum. Dieses ganz normale Vorkommen wird auch Besiedlung genannt. Unter bestimmten Umständen kann Staphylococcus aureus jedoch Infektionen verursachen, im Alltag sind dies zum Beispiel Furunkel oder Nagelbettentzündungen. Im Krankenhaus und in anderen medizinischen Bereichen haben wir es allerdings oft mit mehrfach erkrankten und abwehrgeschwächten Menschen zu tun, die besonders empfänglich für Infektionen sind. Hier kann das Bakterium unter Umständen Wund-, Harnwegs- oder Atemwegsinfektionen bis hin zu Blutvergiftungen hervorrufen. Besonders bei Operationen, Beatmungen oder Infusionen kann es zu entzündlichen Infektionen mit Staphylococcus aureus kommen. Multiresistente Bakterien der Art Staphylococcus aureus (MRSA) Diese Infektionen sind normalerweise gut behandelbar. Mittlerweile haben jedoch einige dieser Bakterien im Krankenhaus Abwehrmechanismen (Resistenzen) gegen Antibiotika entwickelt. Ein Beispiel ist das Antibiotikum Methicillin. Wenn ein Staphylococcus aureus gegen Methicillin resistent geworden ist, spricht man von einem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus. Diese Resistenz hat zur Folge, dass auch die meisten anderen der normalerweise einsetzbaren Antibiotika gegen diese Bakterien nicht mehr wirken. Dann spricht man von einer Multiresistenz. Diese MRSA-Bakterien werden häufig bei Patienten in medizinischen Einrichtungen gefunden.
Übertragung und Gegenmaßnahmen Die Ausbreitung von Bakterien findet über die Hände der Patienten, des pflegerischen oder ärztlichen Personals sowie über Gegenstände wie Kleidung, Telefone und Türklinken statt. Um eine Ausbreitung zu verhindern, werden in medizinischen Einrichtungen umfangreiche Hygienemaßnahmen eingesetzt. Außerhalb medizinischer Einrichtungen ist eine Ausbreitung von MRSA kaum beobachtet worden. Bei gesunden Menschen verursacht Staphylococcus aureus egal, ob mit oder ohne Resistenzen keine besonderen Probleme. Infektionen mit MRSA werden mit sogenannten Reserveantibiotika behandelt. Hygienevorschriften Die Hygienevorschriften beim Nachweis von MRSA dienen dem Schutz der Patienten, die keinen Kontakt mit dem Erreger hatten. Die Maßnahmen richten sich danach, ob und in welchem Umfang erkrankte oder abwehrgeschwächte Personen in den jeweiligen Einrichtungen untergebracht sind. In Kliniken/Gemeinschaftseinrichtungen werden strenge Hygienevorschriften angewendet. Betroffene Patienten werden isoliert untergebracht. Das Personal wird mit speziellen Kitteln, Mund-/Nasenschutz und Handschuhen ( Vermummung ) ausgestattet. So wird eine Verunreinigung mit MRSA und eine Übertragung auf andere Patienten verhindert. Das Klinikpersonal weist Angehörige und Besucher in die erforderlichen Maßnahmen ein.
Im Privatbereich reichen alltägliche Hygienemaßnahmen aus. Betroffene, Angehörige und Betreuer sollten die folgenden Punkte einhalten: l regelmäßiges Händewaschen (eine Händedesinfektion ist nicht erforderlich) l regelmäßiges Wechseln der Privatwäsche, Waschen der Unterwäsche, Bettbezüge, Schlafanzüge und Handtücher bei mindestens 60 C l Geschirraufbereitung möglichst im Geschirrspüler bei 65 C Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen sollten bei Personen getroffen werden, die offene Wunden oder Hauterkrankungen (zum Beispiel Neurodermitis) aufweisen oder schwer krank sind bzw. kurz vor einem Krankenhausaufenthalt stehen. Wenden Sie sich in diesen Fällen bitte direkt an uns. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ambulante Pflegedienste oder Ärzte bei Hausbesuchen zusätzliche Hygienemaßnahmen treffen, da sie ja auch zu anderen Patienten gehen und sich deshalb vor Verunreinigungen mit MRSA schützen müssen. Was sollten Betroffene beachten? Wenn Sie wissen, dass Sie MRSA-Träger sind, weisen Sie bitte immer darauf hin, wenn Sie medizinische Einrichtungen (Arztpraxen, Altenheim, Krankenhaus o. Ä.) aufsuchen. Die meisten MRSA-positiven Personen sind mit diesem Bakterium lediglich besiedelt und nicht infiziert. Wenn das der Fall ist, besteht die Möglichkeit, diesen Keim durch antibiotische bzw. antiseptische Substanzen zu entfernen. Dieser Vorgang wird Sanierung genannt. Während einer Sanierung sind, in Abhängigkeit davon, wo ein Erreger lokalisiert wird, verschiedene Maßnahmen durchzuführen. Diese wird Ihnen der behandelnde Arzt in einem persönlichen Gespräch erläutern.
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