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Transkript:

» NACHWUCHSLEISTUNGSZENTRUM Spielphilosophie 1. Schema der Kernbegriffe und Leitfunktionen für die Ausbildung Tempofußball Schnelles Kombinationsspiel TEAMGEDANKE Risikofreudige Dribbler Fitness Together Everybody Achieves More Balleroberung statt Spielzerstörung Disziplin und Ordnung Zielstrebiger Abschluss Fast alle dürfen, müssen, können vor Druck und Sichern Alle-immerkompakt Spielfreude Flexible Angriffsautomatismen Zentrum dicht Kontrollierte Aggression Agieren und nicht reagieren Schnelles Umschalten ERFOLGSGEDANKE Tiefe vor Breite Wille / Einstellung 1

2. Spielweise der Eintracht-Teams 2.1 Spieleröffnung/Spielaufbau Jedes offensive Spielsystem spielt mit besetzten Außenbahnen und wenigstens einem ST im Zentrum! Ball ins Spiel bringen Spielerische Lösungen bei der Spieleröffnung finden, nur wenn nötig Flugbälle spielen Rückspiele auf den Torwart als technisch schwächster Spieler sind nur in absoluten Notsituationen erlaubt TW spielt einen Abstoß bzw. aus der Hand bei einem geordneten Gegner flach auf die Spieleröffnungspositionen (AV/IV/6er) Horizontale Pässe gut getimt in den Raum spielen, sodass der Passempfänger mit Geschwindigkeit in den Ball gehen kann. Vertikale Spieleröffnung ins Zentrum, um im Übergangsspiel alle Optionen zu behalten (Zentrum vor Breite und überspielen einer gegnerischen Linie) Tempodribblings, um eine gegnerische Spielerlinie/-position aus der Ordnung zu nehmen klassische Spieleröffnung vom IV über den AV Überspielen einer 4er-Ketten-Position, um Nahtstellen in den gegnerischen Linien zu öffnen Mutiges Spiel nach vorne Der erste Gedanke beim Ballbesitz ist das schnelle Spiel nach vorne: Unmittelbar nach Balleroberung suchen wir mit Tempodribblings und vertikalen Pässen den direkten Weg zum gegnerischen Tor, um die Unordnung des Gegners zu nutzen Ballzirkulation bzw. -kontrolle ist nur die Vorbereitung zu einem schnellen und raumgreifenden Spiel nach vorne Tiefe vor Breite Schnelles Aufdrehen bei Ballannahme, um das Spiel vor sich zu haben Direkte und indirekte Laufwege in die Tiefe - konsequent mit höchstem Tempo Schnell ausgeführte Freistöße, Einwürfe (Spieler), Abschläge und Abwürfe vom Torwart Angriffe immer mit einer Restverteidigung mindestens 3 Spieler absichern Schnelles Konterspiel nach der 8-10-Sekunden-Regel Ball ist der schnellste Mitspieler Schnelles Kombinieren über die verschiedenen Spielerpositionen: dynamisches Zwei-Kontakt-Spiel steht über unsicherem One-Touch-Fußball Ziel der Ballan- und -mitnahme ist das Verbessern der Ball- und Spielsituation Der Ball ist immer in Bewegung, keine toten Bälle, kein Standfußball Gegner im Rücken: Ballan- und -mitnahme im hohen Tempo, seitlich weg vom direkten Gegenspieler und raus aus der Drucksituation 2

Gegner frontal: Bei Ballan- und -mitnahme Tempo halten oder erhöhen; Bewegungstempo und Balltempo situationsgemäß optimieren 2.2. Zielgerichtet zum Tor Jede Verteidiger-Position kann sich mit in die Angriffe einschalten, dann aber mit voller Konsequenz! Flügelspiel Außenpositionen sind immer besetzt Mutige Tempodribblings gegen die gegnerischen AV (Gegner frontal) Offensive AV unterstützen den ÄM Mit Positionswechsel die Ordnung des Gegners aushebeln Mit scharfen und präzisen Querpässen (von der Grundlinie) und mit Flanken zum und vom Tor weg aus dem Halbraum/Grundlinie Tore vorbereiten Bei Eingaben vom Flügel sollen mindestens drei Positionen oder mehr im Strafraum besetzt sein (Strafraumbesetzung) Spiel in die/der Spitze Mit Spiel in die Tiefe und in den Fuß die ST in Schusspositionen bringen Spielen und nachrücken um Anspielstationen zu schaffen Entschlossenes, aber uneigennütziges Zusammenspiel der ST ( Wenn mein Team gewinnt, gewinne ich mit ) Intelligentes Freilaufverhalten der ST, um anspielbar zu sein Zwischen den Linien (Absetzverhalten und Ballbehauptung) In die Tiefe (keine Abseitsstellung) 2.3. Pressing und offensives Attackieren Jedes defensive Spielsystem basiert auf der 4er-Abwehrkette! Dem Gegner Raum und Zeit nehmen Es wird in allen Teams mit ballorientierter Raumdeckung agiert Im Strafraum werden bei torgefährlichen Eingaben von außen (Flanken, Querpässe) die gegnerischen Angreifer in einer klaren Zuordnung eng (am Mann) gedeckt Jeder Spieler verteidigt ballorientiert (auch der TW) und verengt die Räume in Ballnähe In jeder Abwehrsituation (außer Unterzahl/Kontersituation bzw. Notsituation) wird vom Spieler ein offensives Abwehrverhalten gefordert ( es wird agiert, nicht reagiert ): 3

Offensives Deckungsverhalten im Rücken, um Pässe mit freier Sicht abzufangen Agierendes Zweikampfverhalten frontal, um den Gegner zu Aktionen zu verleiten Schnelles und aggressives Anlaufen, wenn der Gegner den Ball die Situation noch nicht kontrolliert oder der Ball unterwegs (nicht veränderbar) ist Nach-vorne-verteidigen intelligentes Attackieren bei Ballkontrolle des unmittelbaren Gegenspielers 4er-AW-Kettenspieler nimmt immer die innere, die nähere Position zum Tor ein Permanenter Druck auf gegnerischen Ballbesitzer, um die Zeit zum überlegten Handeln zu nehmen Permanentes Absichern innerhalb einer Positionsgruppe Jeder Spieler verteidigt intelligent: Keine unnötigen Fouls Situation früh erkennen (Antizipation) Optimale Stellung zur Abwehrsituation plus ständige Anpassung (Adaption) Spielgeschehen selber lenken Lieber selber bestimmen, als bestimmt zu werden Das Spiel des Gegners wird durch zustellen von Räumen/Passwegen/Spielern dorthin gelenkt, wo wir die Pressingsituation haben wollen Wir agieren (bei Spieleröffnung des Gegners) mit unseren ST nie hinter der Mittellinie und mit der AW-4er-Kette nie im 16er (kein ängstliches Abwehrpressing erlaubt) Der Abstand von der 4er-Kette zum ST beträgt max. 30m 2.4. Umschaltspiel Der Gedanke ist schneller als jede Bewegung Schnelles Umschalten von Defensive auf Offensive und umgekehrt Kontraproduktives Verhalten in Umschaltphasen (wie z.b. Gesten, Meckern, Abschalten) ist erfolgsgefährdend und deshalb zu vermeiden Mit schnell ausgeführten Standards und Abwürfen vom TW, die Unordnung des Gegners ausnutzen 2.5. Standards offensiv verteidigen Immer zum Ball, also in den Zweikampf bzw. Kopfball Ball und Gegenspieler immer im Auge haben Beide Pfosten sind mit einem Spieler besetzt Gegenpressing oder fallen lassen 4

Der erste Gedanke nach einem Fehler ist die sofortige Ballrückeroberung, besonders im Angriffsdrittel Jeder Spieler schaltet im Kopf um und hat seine Aufgaben bei der Balljagd Nicht an der Pressingsituation beteiligte Spieler stellen Räume und Passwege/Spieler für ein Umspielen der Pressingsituation zu ballentfernte Spieler verschieben ihre Position ballorientiert Kompaktheit bei Offensivaktionen hinter dem Ball Nur bei Unterzahl und direkter Torgefahr wird ein Zurückweichen bzw. ein gemäßigteres oder intelligentes Zweikampfverhalten verlangt, d.h. fallen lassen und Tempo aus dem Spiel des Gegners nehmen Nach Balleroberung ist der erste Gedanke die Torerzielung, wenn möglich zielgerichtete erste Aktionen (Pässe/Flanken/Dribblings/Torschüsse) 2.6. Die Mentalität Ein Team, eine Eintracht Das Trainerteam und die Spieler sind eine eingeschworene Gemeinschaft Die Persönlichkeit in und mit einem Team entwickeln Mit dem Verein Tradition leben und Erfolge erleben Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen Spaß und Leidenschaft am Fußballspielen Jeder Spieler hat Spaß im Spiel und Training Mit Leidenschaft erobern wir den Ball zurück und behaupten ihn Die Lust am Fußballspielen ist die Motivation, immer neue Dinge zu lernen und zu probieren Die konditionelle Grundlage und die Fitness ist die Basis für die Umsetzung der sportlichen Philosophie Nur wenn Geist und Körper gesund sind, können Höchstleistungen erbracht werden 5