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Transkript:

Lehrerinformation 1/7 Arbeitsauftrag Die SuS experimentieren mit Salz und lernen es von der chemischen Seite her besser kennen. Dabei lernen sie in Modellversuchen wichtige Merkmale von Salz kennen. Ziel Die SuS führen zwei verschiedene Versuche durch. Sie erleben, weshalb Salz Eis auftaut und züchten selber Salzkristalle. Material Material gemäss den Experimentbeschrieben Sozialform PA/GA Zeit 30 Zusätzliche Informationen: Weitere mit Salz finden Sie hier: http://www.chemieunterricht.de/dc2/nacl/experim.htm Zum Film bei Versuch 2: Je nach Leistung der Klasse den Film zuerst im Plenum zusammen schauen und die wichtigsten Stichwörter zusammentragen. Erst dann in EA oder PA das Protokollblatt ausfüllen.

2/7 Experiment 1: Lies die Informationen gut durch und führe das Experiment durch. Salzkristalle züchten Material Kochplatte oder Gasbrenner (mit Dreifuss, Keramikdrahtnetz) Thermometer Schutzbrille Glasstab Pinzette Erlenmeyerkolben 250 ml Becherglas 250 ml Trichter Rundfilter Vorratsgefäss 1. Eine gesättigte Lösung herstellen Löse in einem Becherglas mit 1,5 dl Wasser portionenweise Meersalz unter ständigem Rühren auf, bis sich ein Bodensatz bildet. Diese Lösung wird nun auf höchstens 50 Grad Celsius erwärmt. Löse unter weiterem Umrühren zusätzliches Salz, bis wiederum ein Bodensatz sichtbar wird. Lass die Lösung abkühlen und filtriere dann die Lösung in einen Erlenmeyerkolben: Das Filtrat muss klar und ohne Bodensatz sein. Sammle die Salzreste und die nicht benötigte Salzlösung in einem grossen Vorratsgefäss. 2. Keimkristalle herstellen Etwas klare, gesättigte Salzlösung in eine Petrischale geben und diese einige Tag lang stehen lassen. Am Boden der Petrischale bilden sich grössere Kristalle. Bevor diese zusammenwachsen, nimmst du einige Kristalle zum Weiterzüchten heraus. Trockne diese mit einem saugfähigen Papier ab. Den Rest der Salzlösung kannst du in das Vorratsgefäss zurück giessen. 3. Kristalle züchten mit dem Verdunstungsverfahren Filtriere rund 100 ml Salzlösung in eine Schale und lege mit der Pinzette zwei bis drei Keimkristalle hinein. Stelle die Kristallisierungsschale, mit einem Papier abgedeckt, an einen gleichmässig temperierten Ort. Damit die Kristalle regelmässig wachsen, müssen diese häufig gewendet werden. Falls im Zuchtgefäss Kristalle schwimmen oder an den Gefässwänden und dem Boden Ablagerungen zu sehen sind, so nimmst du den Zuchtkristall mit der Pinzette heraus. Filtriere die Lösung und reinige das Gefäss. Lege nachher den Zuchtkristall wieder in die Lösung zurück.

3/7 Wichtig: Bei Koch- resp. Meersalz sind keine besonderen Vorsichtsmassnahmen nötig. Andere Salze bedingen aber, dass Sicherheitsbestimmungen und -vorkehrungen befolgt werden müssen. Für die Kristallisation kennt man drei Arten: Die Kristallisation aus der Schmelze, aus der Lösung und aus der Gasphase. Kochsalz eignet sich nur für das Verdunstungsverfahren aus der Lösung. Dabei erhält man trübe Würfel. Um klare Kristalle zu erhalten, kann man der Salzlösung Schwefelsäure oder Bleinitrat zufügen. Unter Einfluss von Harnstoff bildet Natriumchlorid auch Oktaeder. Quelle: Industrieweg Pratteln Protokoll zum Experiment

4/7 Experiment 2: Lies die Informationen gut durch und führe das Experiment durch. Warum werden im Winter die Strassen gesalzen? Wasser kennt drei Aggregatzustände: fest flüssig gasförmig Wie du bestimmt weisst, gefriert Süsswasser bei null Grad, Meerwasser aber nicht. Der Grund ist, dass Salzwasser erst bei tieferen Temperaturen gefriert als Süsswasser. Deshalb kommt im Winter Auftausalz zum Einsatz: Verschneite oder vereiste Strassen werden mit Salz bestreut, damit die Mobilität gewährleistet ist. Das Auftausalz lässt das Eis schmelzen. Wenn sich Salz im Wasser auflöst, so erhöht sich nicht die Menge des Wassers, selbst wenn es sich um ziemlich viel Salz handeln sollte. Überzeuge dich selbst: Material: mehrere Eiswürfel (am Tag zuvor vorbereiten) zwei Teller Salz Stoppuhr

5/7 Experiment Lege auf beide Teller je zwei Eiswürfel. Die Eiswürfel auf Teller 1 bestreust du mit Salz, die Eiswürfel auf Teller 2 nicht! Beobachte, wie lange es dauert, bis die Eiswürfel geschmolzen sind, stoppe die Zeit. Wie schmelzen die Eiswürfel? Von oben nach unten oder von unten nach oben? Ist es bei beiden Tellern gleich? Halte deine Beobachtungen in einem kurzen Versuchsprotokoll fest. Führe den Versuch nochmals durch. Nun streust du das Salz zuerst in den Teller und legst die Eiswürfel darauf. Protokoll zum Experiment

6/7 Schau dir nun folgenden Film an und notiere dir den chemischen Vorgang. Die Bilder unterstützen dich dabei. www.planet-schule.de/warum_chemie/salz/themenseiten/t1/s1.html

AB 1: Lösung 7/7 Lösung: zu Versuch 2 Unter null Grad gefrieren die Wassermoleküle. Ein festes Kristallgitter ist die Folge. An der Wasseroberfläche sind die Wassermoleküle nur lose miteinander verbunden. Sie bilden einen dünnen Wasserfilm. Wird Salz auf die Oberfläche gestreut, spaltet sich die Wasseroberfläche in positiv geladene Natriumionen und negativ geladene Chloridionen. Durch diesen Vorgang lösen die Natrium- und Chloridionen kontinuierlich Wassermoleküle aus dem Eiskristallgitter heraus. Das Eis taut und eine Salzlösung entsteht. Dieser Vorgang ist nur dann möglich, wenn es wärmer als -21 Grad ist. Bilder: Print Screens vom Film