Freka PEG Set Gastric

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Transkript:

Freka PEG Set Gastric a b 7 c 8 3 9 0 4 5 6 3

. Beschreibung Das Freka PEG-Set Gastral nach Keymling dient zur perkutanen intragastralen Langzeiternährung und gastralen Dekompression bzw. Drainage per Schwerkraft bei: - Onkologischen Erkrankungen: stenosierende Tumoren im Hals-/ Nasen-/ Ohrenbereich oder des oberen Gastrointestinaltraktes; palliativ bei inoperablen Tumoren; vor Operationen, Radiotherapie bzw. Chemotherapie - Neurologischen Erkrankungen: dysphagische Zustände nach zerebrovaskulärem Insult oder Schädelhirntrauma; Patienten mit zerebralen Tumoren, Bulbärparalyse, Parkinson-Krankheit, amyotropher Lateralsklerose, Zerebralparese - Sonstige Erkrankungen: Wasting bei AIDS; Kurzdarmsyndrom; rekonstruktive Gesichtschirurgie; prolongiertes Koma; Polytrauma; Morbus Crohn; zystische Fibrose (Mukoviszidose); chronische Niereninsuffizienz; kongenitale Anomalien (z. B. tracheoösophageale Fistel) Bestandteile. proximalem Konus und integrierter Fixierschlaufe. Röntgenkontraststreifen.3 Zahlenmarkierungen auf einer Länge von -6 cm im Abstand von cm.4 Rückhaltescheibe aus Silikonkautschuk, röntgenkontrastgebend.5 abgerundeter endständiger Öffnung Zubehör (je x Stück) 3 4 5 6 7 8 9 Einmal-Skalpell Punktionskanüle mit Sicherheits(luft-)ventil Fadenspule mit Doppelfaden und 4. Einführhilfe Äußere Halteplatte aus Silikonkautschuk, röntgenkontrastgebend Schlauchklemme Positiver LuerLock-Ansatz bestehend aus: 7. Fixierschraube für den LuerLock- Anschluss 7. LuerLock-Anschluss Universeller Trichteransatz für Luer- und Blasenspritzen nur bei Freka PEG-Set Gastral CH 0 REF: 77553: Trichteransatz bestehend aus 9. Fixierschraube 9. Trichteranschluss, Ø innen: 3,8 mm 5 PEG-Sonde aus Polyurethan, CH 9, 30 cm ( x Stück) oder CH 5, 35 cm ( x Stück) oder CH 0, 35 cm ( x Stück) mit:. Indikationen Intragastrale Langzeiternährung bei inadequater oraler Nahrungsaufnahme (< 60 % der kalkulierten Energiezufuhr) und Notwendigkeit einer Ernährung für mehr als -3 Wochen zur: Vermeidung einer weiteren Gewichtsabnahme Korrektur signifikanter Ernährungsmängel Rehydrierung Unterstützung des Wachstums von

Kindern mit Wachstumsstörungen bei Verschlechterung der Lebensqualität durch inadäquate Nahrungsaufnahme Gastrale Dekompression/Drainage per Schwerkraft bei palliativem Therapieansatz bei: chronischen gastrointestinalen Stenosen oder Ileus Bei vorhersehbarer Anlage eines Austauschsystems (z.b. Button) sollte eine Freka PEG CH 5 (REF: 790) verwendet werden. Die Freka PEG CH 5 sowie CH 0 können als Führungssonden zur Applikation einer intestinalen Sonde verwendet werden (siehe Bestellinformation). Der Einsatz der gastralen dicklumigen PEG CH 0 empfiehlt sich besonders zur: Verabreichung hochviskoser Sondennahrung per Schwerkraft Dekompression bei zähem Sekret häufigen Gabe von Medikamenten (auch mit spezifischer Galenik) Nutzung des gastralen Zugangs für Instrumente zu therapeutischen/ diagnostischen Zwecken Applikation einer intestinalen Sonde zur gastralen Dekompression und intestinalen Ernährung Bei nachfolgenden Indikationsstellungen sollte der Anlage einer PEG ein erweiterter Ermessensspielraum zugrunde gelegt werden. Unter Umständen empfiehlt sich initial eine transnasale Sondenernährung. Es besteht ein erhöhtes Peritonitis-Risiko bei: hochgradiger Kachexie, Multimorbidität und schlechtem Allgemeinzustand, stark eingeschränkte Lebenserwartung oder langjährigem Diabetes. Es besteht das Risiko einer Fistelbildung bei: Morbus Crohn. 3. Kontraindikationen Fehlende Diaphanoskopie bzw. positiver Nadelaspirationstest Die Punktionsstelle überlappende Organe Schwere Blutgerinnungsstörungen Ausgeprägte Peritonealkarzinose Schwere Aszites Peritonitis Anorexia nervosa Schwere Psychose Patienten im Finalstadium Schwere erosierende Gastritis / Geschwüre Ausgedehnte Tumorinfiltration an der Punktionsstelle 4. Warnhinweise. Bei vorhersehbarer Anlage eines Austauschsystems (z.b. Button) sollte eine Freka PEG CH 5 (REF: 790) verwendet werden.. Aufgrund eines erhöhten Peritonitis- Risikos sollte bei nachfolgenden Indikationsstellungen der Anlage einer PEG ein erweiterter Ermessensspielraum zugrunde gelegt werden: hochgradiger Kachexie, Multimorbidität und schlechtem Allgemeinzustand, 6

Freka PEG-Set Gastral stark eingeschränkte Lebenserwartung oder langjährigem Diabetes. Unter Umständen empfiehlt sich initial eine transnasale Sondenernährung. 3. Die fehlende Diaphanoskopie bzw. ein positiver Nadelaspirationstest sind eine absolute Gegenanzeige für die Durchführung der PEG-Anlage. 4. Die Sonde sollte nach der Anlage ca. 4 Stunden unter moderatem Zug stehen, um eine gute Adaption der Magenwand an die Bauchwand zu unterstützen. Danach muss die Sonde gelockert werden. Zur weiteren Fixierung einen Spielraum von 5-0 mm lassen. Die äußere Zugbelastung der Sonde darf nicht zu groß sein, da sonst Drucknekrosen entstehen! 5. Bei Schwierigkeiten während der Anlage muss die korrekte Platzierung endoskopisch oder radiologisch überprüft werden. 6. Salben sollten nur unter strenger Indikationsstellung und zeitlich begrenzt verwendet werden. Produkte, die den Polyvidon-Jod-Komplex enthalten, sollten möglichst nicht verwendet werden, um Materialschädigungen der Sonde zu vermeiden. 7. Bei Wundheilungsstörungen und Austritt von Nahrung und Sekret aus dem Stoma ist in jedem Falle eine ärztliche Kontrolle nötig. 8. Kann bei einer Verstopfung die Sonde nicht durch vorsichtiges Spülen wieder durchgängig gemacht werden, ist die Sonde zu wechseln. Das Sondenlumen darf unter keinen Umständen unter hohem Druck (kleinvolumige Luerspritze, z.b. oder 5 ml) oder mittels eines Mandrins wieder durchgängig gemacht werden. Andernfalls besteht die Gefahr 7 einer Sondenperforation. 9. Es dürfen keine säurehaltigen Flüssigkeiten, insbesondere Früchtetee oder Obstsäfte, in Verbindung mit der Sondennahrung eingesetzt werden, da sie ein Ausflocken von Nahrungsbestandteilen bewirken können. 0. Die Sonde muss vor und nach jeder Medikamentengabe mit 0 ml Wasser, vorzugsweise über eine 0 ml Spritze gespült werden. Arzneimittel, insbesondere Antacida, dürfen auf keinen Fall zusammen mit der Nahrung verabreicht werden.. Auf keinen Fall eine Infusionspumpe, die für die parenterale Applikation konzipiert ist, verwenden (Verwechslungsgefahr).. Die Entfernung der PEG-Sonde sollte frühestens 0-4 Tage nach Anlage erfolgen. Andernfalls besteht das Risiko einer Peritonitis. 3. Ist die endoskopische Entfernung der PEG nicht mehr möglich, erfordert der Einsatz anderer Entfernungsmethoden zwingend eine engmaschige Nachkontrolle. 4. Dieses Produkt ist für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Nicht wiederverwenden. Bitte Verwendbarkeitsdatum beachten. 5. Vorsorgemaßnahmen. Liegezeit der PEG-Sonde: Im bisherigen Einsatz wurden mehrmonatige komplikationsfreie Liegezeiten der Sonde dokumentiert, wenn nachfolgende Pflegehinweise beachtet werden (siehe auch Abschnitt 7.3-7.4). Die häufige Zufuhr größerer Mengen alkoholischer Getränke kann ohne sofortige ausreichende Spülung der Sonde Materialdefekte zur Folge haben, die einen Wechsel schon nach kurzer Liegezeit erfordern.. Sondenpflege: Die Sonde muss vor und nach jeder Nahrungs- und Arzneimittelapplikation mindestens x täglich mit mindestens 0ml lauwarmem Wasser, vorzugsweise mit einer 0 ml Spritze, durchgespült werden. Bei Zufuhr alkoholischer Getränke muss die Sonde anschließend in gleicher Weise gut gespült werden. Bei Verstopfung ist die Sonde zu wechseln. Das Sondenlumen darf unter keinen Umständen unter hohem Druck (kleinvolumige Luerspritze, z.b. oder 5 ml) oder mittels eines Mandrins wieder durchgängig gemacht werden. Andernfalls besteht die Gefahr einer Sondenperforation. Es dürfen keine säurehaltigen Flüssigkeiten, insbesondere Früchtetee oder Obstsäfte, in Verbindung mit der Sondennahrung eingesetzt werden, da sie ein Ausflocken von Nahrungsbestandteilen bewirken können. 3. Arzneimittelapplikation: Arzneimittel sind vorzugsweise in gelöster Form durch die Sonde zu verabreichen. Zu bevorzugen sind flüssige Medikamente (als Tropfen oder Saft). Arzneimittel, insbesondere Antacida, dürfen auf keinen Fall zusammen mit der Nahrung verabreicht werden. Im Zweifelsfall sollte der behandelnde Arzt oder Apotheker konsultiert werden. 6. Unerwünschte Ereignisse. Bei Morbus Crohn besteht das Risiko einer Fistelbildung.. Eine freie Beweglichkeit der Sonde im Stoma ist wichtig, um ein Einwachsen der inneren Rückhalteplatte zu vermeiden ( Buried Bumper Syndrom ). 7. Anweisungen 7. Vorbereitung Der Patient muss nüchtern sein (mind. 8 Std.) Mundpflege Antibiotikaprophylaxe (single shot) bei weniger erfahrenen Zentren; liegt im Ermessen des Arztes Durchführung nach chirurgischem Standard Die perkutane endoskopisch kontrollierte Gastrostomie (PEG) wird in Rückenlage ausgeführt und erfordert die Mitwirkung von Personen: für die Gastroskopie zum Legen der Sonde Eine Absaugmöglichkeit sollte vorhanden sein. 7. Applikation der Sonde Wahl der geeigneten Punktionsstelle Nach Einführen des Endoskops in den Magen und ausreichender Luftinsufflation den Raum abdunkeln und die geeignete Punktionsstelle durch Diaphanoskopie sichern. Die fehlende Diaphanoskopie bzw. ein positiver Nadelaspirationstest sind eine absolute Gegenanzeige für die Durchführung der PEG-Anlage. 8

Freka PEG-Set Gastral Eine Kontrolle der Punktionsstelle erfolgt durch Fingerdruck von außen, wobei sich die Magenschleimhaut endoskopisch sichtbar vorwölbt (Abb. ). Punktion des Magens Den vorgesehenen Punktionsbereich großflächig steril abwaschen. Eine Lokalanästhesie aller Bauchwandschichten anlegen und dabei die Spritze langsam bis ins Magenlumen vorschieben (Abb. ). In Höhe der Punktionsstelle eine entsprechende Stichinzision durchführen: PEG CH 9: 3 mm; PEG CH 5: 4-5 mm, PEG CH 0: 6-7 mm. Die Punktionskanüle 3 unter endoskopischer Kontrolle in den Magen einführen. Anschließend die Punktionsnadel aus der Kanüle entfernen (Abb. 3). Legen des Führungsfadens Die blaue Einführhilfe 4. über den Doppelfaden vorschieben, bis die Schlaufe nur noch ca. mm aus der Verjüngung ragt (Abb. 4). Dann die Einführhilfe mit dem Doppelfaden auf die Kunststoffkanüle stecken und den Faden sofort in den Magen einführen (Abb. 5). Sobald der Faden im Magen sichtbar ist, diesen mit der Biopsiezange erfassen und die Einführhilfe auf dem Faden zurückziehen, wodurch sich das Sicherheitsluftventil der Kanüle automatisch verschließt (Abb. 6). Den Faden zusammen mit dem Endoskop über den Mund herausziehen (Abb. 6). Befestigen der Sonde am Führungsfaden Die Schlaufe des Doppelfadens an der Fixierschlaufe der Sonde befestigen (Abb. 7a - 7c). Platzieren der gastralen Führungssonde Die Sonde durch langsamen Zug am distalen Fadenende intragastral platzieren (Abb. 8). Dabei den Faden und die Sonde mit der Hand führen. Die Zunge wird seitlich mit dem Finger heruntergedrückt, um ein Einschneiden des Fadens zu verhindern. Beim Eintritt der Sondenspitze. in die Kunststoffkanüle ist ein leichter Widerstand spürbar. Die Sonde zusammen mit der Kunststoffkanüle durch die Bauchwand nach außen ziehen, bis die Rückhalteplatte.4 an der Mageninnenwand anliegt (Abb. 9). Den Führungsfaden der Sonde nahe dem Konus abschneiden. Fixieren der Sondenlage Das äußere Sondenende zuerst durch das Loch der Halteplatte 5 ziehen und dann die Schlauchklemme 6 auf die Sonde schieben. Die Sonde anziehen, bis ein leichter Widerstand spürbar ist und unter Zug halten. Die Punktionsstelle, die Halteplatte und die Sonde gut reinigen und vollständig trocknen, denn nur so kann eine sichere Fixierung gewährleistet werden. Eine sterile Schlitzkompresse auf die Punktionsstelle legen. Dann die Sonde in die Führung der Halteplatte einlegen und mittels des Klemmbügels fixieren (Abb.0). Auf diese Weise erfolgt eine sichere, enge Verbindung zwischen Magenvorderwand und Bauchwand. Die Sonde sollte ca. 4 Stunden unter moderatem Zug stehen, um eine gute Adaption der Magenwand an die Bauchwand zu unterstützen. Danach muss die Sonde gelockert werden. Zur weiteren Fixierung einen Spielraum von 5-0 mm lassen. Die äußere Zugbelastung der Sonde darf nicht zu groß sein, da sonst Drucknekrosen entstehen! Befestigen des äußeren Ansatzes Die Schlauchklemme 6 schließen. Dann den Konus der Sonde abschneiden (Abb. ). Die Fixierschraube 7. für den LuerLock- Anschluss über die Sonde schieben. Den Stift des LuerLock-Anschlusses 7. weitestmöglich auf die Sonde stecken und mit der Fixierschraube 7. sichern (Abb. ). Die Schraubhilfe (äußerer weißer Ring) nach unten abziehen und entfernen (Abb. 3). Auswahl des entsprechenden Ansatzes bei Freka PEG-Set CH 0, REF 77553: a. Trichteranschluss zur gastralen Dekompression, Medikamentengabe, Sondenernährung per Schwerkraft oder für einen instrumentellen gastralen Zugang b. positiver LuerLock-Anschluss 7 und 8 zur pumpengesteuerten Sondenernährung Bei Schwierigkeiten während der Anlage muss die korrekte Platzierung endoskopisch oder radiologisch überprüft werden. 7.3 Hinweise zur Versorgung der Punktionsstelle Die Klemmvorrichtung der äußeren Halteplatte 5 lösen und diese zurückziehen. Die Punktionsstelle, den Sondenschlauch und die Unterseite der Halteplatte sorgfältig reinigen. Dabei sollten leicht flüchtige Produkte (Tinkturen, Sprays) bevorzugt werden, um die Kontaktzeit mit der Sonde kurz zu halten. Die Punktionsstelle vollständig trocknen lassen! Salben sollten nur unter strenger Indikationsstellung und zeitlich begrenzt verwendet werden. Produkte, die den Polyvidon-Jod-Komplex enthalten, sollten möglichst nicht verwendet werden, um Materialschädigungen der Sonde zu vermeiden. Die Sonde bei jedem Verbandwechsel vorsichtig 3-4 cm ins Stoma hineinschieben und leicht drehen. Eine freie Beweglichkeit der Sonde im Stoma ist wichtig, um ein Einwachsen der inneren Rückhalteplatte.4 zu vermeiden ( Buried Bumper Syndrome ). Dann die Sonde leicht bis zum spürbaren Widerstand anziehen, eine sterile Schlitzkompresse unter die Halteplatte 5 legen, die Halteplatte auf die Schlitzkompresse zurückschieben und mit einem Spielraum von 5-0 mm fixieren. Eine adäquate komplette Wundversorgung erfolgt vorzugsweise mit speziellen Verbandsets, z. B. dem Verbandset für die Gastrostomie nach Hermann (siehe Bestellinformation). 9 0

Freka PEG-Set Gastral In der Wundheilungsphase (die ersten 7-0 Tage) sollte der Verband täglich gewechselt werden, danach ist die Häufigkeit des Verbandwechsels auf die jeweiligen Wundverhältnisse abzustimmen (ca. alle -3 Tage). Die Punktionsstelle sollte in der ersten Woche nach Anlage mindestens einmal täglich ärztlich kontrolliert werden. Eine besonders sorgfältige Nachbeobachtung ist bei Patienten mit starker Kachexie, Multimorbidität, schlechtem Allgemeinzustand sowie langjährigem Diabetes erforderlich, da ein erhöhtes Infektionsrisiko (z.b. Lokalinfektion, Peritonitis) besteht. Bei Wundheilungsstörungen und Austritt von Nahrung und Sekret aus dem Stoma ist in jedem Falle eine ärztliche Kontrolle nötig. 7.4 Hinweise zur Sondenernährung Bei intragastraler Nahrungszufuhr wird eine Nahrungskarenz von mindestens - Stunden nach Anlage einer PEG empfohlen. In jedem Fall sollte die Nahrung anfangs einschleichend dosiert werden. Für die vorzugsweise anzuwendende pumpengesteuerte kontinuierliche Sondenernährung sind grundsätzlich die für diesen Zweck im Handel erhältlichen enteralen Ernährungspumpen einzusetzen. Auf keinen Fall eine Infusionspumpe, die für die parenterale Applikation konzipiert ist, verwenden (Verwechslungsgefahr). 7.5 Hinweise zum Entfernen der Sonde Die Entfernung der PEG-Sonde sollte frühestens 0-4 Tage nach Anlage erfolgen. Andernfalls besteht das Risiko einer Peritonitis. Die endoskopische Entfernung der PEG-Sonde wird wie folgt durchgeführt: Das Gastroskop in den Magen einführen. Die Sonde leicht magenwärts vorschieben. Die innere Rückhalteplatte vorzugsweise mit der Polypectomie-Schlinge oder dem zweiarmigen Greifer erfassen. Die Sonde wieder anziehen und auf Höhe der Bauchdecke abschneiden. Die Sonde mit dem Gastroskop nach außen ziehen. Anschließend einen Pflasterverband anlegen. Eine Nahrungskarenz ist nicht erforderlich. In der Regel kann die PEG-Sonde entfernt werden, ohne dass eine gastrokutane Fistel zurückbleibt. Eine ärztliche Kontrolle bis zum vollständigen Verschluss des Stomas wird empfohlen. Ist die endoskopische Entfernung der PEG nicht mehr möglich, erfordert der Einsatz anderer Entfernungsmethoden zwingend eine engmaschige Nachkontrolle.. Bestellinformation Artikel-Nr. Freka PEG-Set gastral CH 9 CH 5 CH 0 x Stück 790 05 790 775 53 Freka Reparaturset für PEG CH 9 PEG CH 5 PEG CH 0 x Set 7750 39 7750 40 775 39 Freka LuerLock-Ansatz x 5 Stück 798 3 798 37Y 775 65 Freka Halteplatte x 5 Stück 7903 00 790400 77554 Freka Intestinale Sonde CH 9 für PEG CH 5 x 790 9 Freka Klick-Ansatz CH 9 x 5 79838Y Freka Intestinale Sonde CH für PEG CH 0 x 790 35 Freka Y-Ansatz für PEG CH 0/ x 5 Stück 7990 0 Freka Klick-Ansatz CH x 5 Stück 7989 94 Freka Trichteransatz für Freka PEG CH 0 x 5 Stück 775 40 Zubehör für alle PEG-Sets: Freka Sondenverlängerung 30 cm x 3 Stück 798 93W Freka Universal Trichteradapter x 5 Stück 798 97 Freka Adapter für Luerspritzen x 00 Stück 798 98 Verbandset für die Gastrostomie nach Hermann x Stück 790 08 Erlanger Verbandset x Stück 798 94 Freka Verband SBK/PEG x 0 Stück 775 7 Freka Y-Ansatz CH 0/9 5x 775 4