Genossenschaftliche Allgemeine



Ähnliche Dokumente
Privatanleger erwarten anhaltend negative Realzinsen

Persönliche Zukunftsplanung mit Menschen, denen nicht zugetraut wird, dass sie für sich selbst sprechen können Von Susanne Göbel und Josef Ströbl

Basiswissen. Ursprung und Praxis der Genossenschaftsbanken. Inhalt

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

Berufsunfähigkeit? Da bin ich finanziell im Trockenen.

Pflegefall wer bezahlt, wenn es ernst wird?

Vorsorgeverhalten und Pensionskonto Neu Österreich

Alle gehören dazu. Vorwort

Schritte 4. Lesetexte 13. Kosten für ein Girokonto vergleichen. 1. Was passt? Ordnen Sie zu.

Leitbild. für Jedermensch in leicht verständlicher Sprache

Kinderleicht für die Kinder vorsorgen. ZukunftsPlan

Das Sparverhalten der Österreicher 2013

Kurzbericht Sparkasse Landshut

FINANZWISSEN UND VORSORGEPRAXIS

DAVID: und David vom Deutschlandlabor. Wir beantworten Fragen zu Deutschland und den Deutschen.

Die Europäische Union

Rhein-Main KOMPASS Der Wirtschaftstrend-Report der Helaba

Weltweite Wanderschaft

Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung: EFRE im Bundes-Land Brandenburg vom Jahr 2014 bis für das Jahr 2020 in Leichter Sprache

1. Weniger Steuern zahlen

Vorsorgeverhalten und Pensionskonto Neu Steiermark

Firmenkunden. Private Banking. Betreuung. Das VR-WerteHaus Bad Krozingen: Ihr Kompetenz- Zentrum für Premium Banking.

Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen

Umfrage: Kreditzugang weiter schwierig BDS-Präsident Hieber: Kreditnot nicht verharmlosen

Vertrauen in Medien und politische Kommunikation die Meinung der Bürger

Sparstudie 2014: Gibt s noch Futter für das Sparschwein? September 2014 IMAS International

Das Persönliche Budget in verständlicher Sprache

Die Invaliden-Versicherung ändert sich

Nicht über uns ohne uns

ANLAGEDENKEN WIEDER KONSERVATIVER: VIEL SICHERHEIT MIT EINEM KLEINEN SCHUSS RISIKO! 4/07

Was ist Sozial-Raum-Orientierung?

Selbstständig mit einer Werbeagentur interna

Inhalt 1. Was wird gefördert? Bausparverträge

FINANZWISSEN UND VORSORGEPRAXIS

Ganzheitliche Beratung. Mit einem kritischen Blick aufs große Ganze sind Sie immer gut beraten.

Dieser PDF-Report kann und darf unverändert weitergegeben werden.

Ich kann auf mein Einkommen nicht verzichten. Die BU PROTECT Berufsunfähigkeitsversicherung.

Für 2,60 Euro mehr im Monat: sichern gute Renten. Rentenniveau sichern. Erwerbsminderungsrente verbessern. Rente mit 67 aussetzen. ichwillrente.

Sparen. Mind-MapArbeitsblatt 1. Vorschau

DIE IG METALL KENNENLERNEN. Die IG Metall auf einen Blick: wir.die-igmetall.de Das Über-Uns-Portal: Reinschauen lohnt sich!

Eva Douma: Die Vorteile und Nachteile der Ökonomisierung in der Sozialen Arbeit

effektweit VertriebsKlima

Wir haben Pläne. Unsere flexible Altersvorsorge macht alles mit!

Mainzer Volksbank überzeugt mit stabilem Wachstum und erfolgreichem Kurs

allensbacher berichte

Papa - was ist American Dream?

Umfrage: In Deutschland liegt viel Gründerpotential brach

Ich will, dass sich die Welt mir anpasst und nicht umgekehrt. Die Privatrente FLEXIBEL.

FORSA-STUDIE ARBEIT, FAMILIE, RENTE WAS DEN DEUTSCHEN SICHERHEIT GIBT

FINANZWISSEN UND VORSORGEPRAXIS

Besser leben in Sachsen

ANLAGEDENKEN: GRUNDSTÜCKE, HÄUSER, WOHNUNGEN, SCHMUCK, GOLD ES ZÄHLT, WAS BESTAND HAT!

Wichtige Parteien in Deutschland

Schön, dass ich jetzt gut

Vermögen sichern - Finanzierung optimieren

Wichtige Forderungen für ein Bundes-Teilhabe-Gesetz

Kärntner Elterndiplom 2015/16

Welchen Weg nimmt Ihr Vermögen. Unsere Leistung zu Ihrer Privaten Vermögensplanung. Wir machen aus Zahlen Werte

Wertpapiere in den Augen der Vorarlberger. Eine Studie von IMAS International im Auftrag von Erste Bank & Sparkassen

Meine Altersvorsorge? Steckt in Sachwerten. Genius Sachwert. Die Altersvorsorge mit Substanz.

allensbacher berichte

Jetzt kann ich nicht investieren!

Wir nehmen uns Zeit.

Frau sein in jedem Alter

S P E C T R A K T U E L L BAUSPAREN ALS DIE SICHERE GELDANLAGE: FINANZIELLER ANKER IN ZEITEN VON KRIEG UND WIRTSCHAFTSFLAUTE 4/03

Reizdarmsyndrom lindern

Erst Lesen dann Kaufen

Pflegende Angehörige Online Ihre Plattform im Internet

Presse-Information Lauenburg/Elbe, Raiffeisenbank eg Lauenburg/Elbe mit starkem. Wachstum im Kundengeschäft

Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 17. Februar 2014

Meinungen zu nachhaltigen Geldanlagen

REGELN REICHTUMS RICHARD TEMPLAR AUTOR DES INTERNATIONALEN BESTSELLERS DIE REGELN DES LEBENS

ONLINE-AKADEMIE. "Diplomierter NLP Anwender für Schule und Unterricht" Ziele

Wir sind für Sie da. Unser Gesundheitsangebot: Unterstützung im Umgang mit Ihrer Depression

ALEMÃO. Text 1. Lernen, lernen, lernen

Sicher durch das Studium. Unsere Angebote für Studenten

+ Sicherheit + Flexibilität + Preisvorteil. Berufsunfähigkeitsversicherung. neue leben. start plan GO

Die Gesellschaftsformen

Wichtige Forderungen für ein Bundes-Teilhabe-Gesetz von der Bundesvereinigung Lebenshilfe. in Leichter Sprache

Pflegeleistungen 2015

Generation 50plus: neue Wege gestalten und Veränderungen genießen! Dr. Corinna Hengsberger Karriereplanung für Frauen Köln, Juni 09

Rohstoffanalyse - COT Daten - Gold, Fleischmärkte, Orangensaft, Crude Oil, US Zinsen, S&P500 - KW 07/2009

Investmentfonds. nur für alle. IHr fonds-wegweiser

r? akle m n ilie ob Imm

Sparen in Deutschland - mit Blick über die Ländergrenzen

Nicaragua. Wo die Menschen leben Mehr als die Hälfte der Menschen lebt in Städten. Denn auf dem Land gibt es wenig Arbeit.

Primzahlen und RSA-Verschlüsselung

Vorsorgetrends 2012 Steiermark

Da unser Girokonto kostenlos ist, können Sie sich woanders etwas mehr gönnen.

Darum geht es in diesem Heft

Begeisterung und Leidenschaft im Vertrieb machen erfolgreich. Kurzdarstellung des Dienstleistungsangebots

Finanzdienstleistungen. Extrazinsen? (K)ein Kunststück!

Finanziell in Topform mit dem Sparkassen-Finanzkonzept.

Sie war noch nie in Afrika. hat dort aber schon 7 Unternehmen gegründet!

Gesprächsführung für Sicherheitsbeauftragte Gesetzliche Unfallversicherung

ES GEHT NICHTS ÜBER EX-AZUBIS, Leiter der Fertigung, Produktbereich Blech, bei

Vorsorgetrends 2012 Österreich

Andreas Rühl. Investmentfonds. verstehen und richtig nutzen. Strategien für die optimale Vermögensstruktur. FinanzBuch Verlag

Transkript:

Genossenschaftliche Allgemeine Zeitung für Selbsthilfe und Subsidiarität 4. Jahrgang, Nr. 5/14 Juli/August/September 0,90 EUR Kundenzeitung VR-Bank Westmünsterland Service Baufinanzierung: Welche Fragen wichtig sind C Seite 2 Velen Aktive Läufer : Wie sich Banker für den Job fit halten C Seite 4 Westmünsterland VR Bank zahlt 7 Prozent Dividende C Seite 5 ZEHN & EINS Keine Lust auf Strand o Sightseeing? Dann bietet sich Besuch eines Museums o einer Ausstellung an. Die beliebtesten sind (nach Besuchern im Jahr 2013): Das Geheimnis von Haßloch Warum das Dorf in Pfalz für Deutschland so wichtig ist. Seite 3 ZITIERT Für die in Deutschland verwurzelte Sparkultur ist die Entscheidung ein schlechtes Signal" Louvre Paris 9,334,435 British Museum London 6,701,036 Metropolitan Museum of Art New York 6,226,727 National Gallery London 6,031,574 Vatikanische Museen Vatikanstadt 5,459,000 Tate Mon London 4,884,939 National Palace Museum Taipeh 4,500,278 National Gallery of Art Washington 4,093,070 Centre Pompidou Paris 3,745,000 Musée d Orsay Paris 3,500,000 Quelle: The Art Newspaper Und noch eins: Auch Deutschland hat einiges zu bieten. Unter den knapp 7000 Museen und Ausstellungshäusern rangiert die Berliner Museumsinsel (Foto: Bode-Museum) mit 2,9 Millionen Besuchern im Jahr 2013 auf Platz eins. Allein das Pergamonmuseum zählte 1,2 Millionen Besucher. dpa (2) Jonas Ratermann Wir müssen mit Augenmaß vorgehen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel lobt Volksbanken į Wir brauchen Kredite für Unternehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast bei Tagung Genossenschaftsbanken Bereich Schattenbanken macht noch viel Arbeit Berlin. Kein Finanzmarktakteur, kein Finanzprodukt und kein Markt darf ohne angemessene Regulierung bleiben. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ließ bei ihrem Besuch Bankwirtschaftlichen Tagung deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken keine Zweifel aufkommen, auf welche Karte sie beim Kampf gegen die Finanzmarktkrise setzt. Auch wenn ein guter Teil Regulierungsmaßnahmen bereits abgeschlossen seien, wolle sie weiter auf neue Regeln für die internationale Bankwirtschaft drängen. Denn, so Merkel: Es kann sehr viel Geld kosten, wenn eine Bank restrukturiert o geordnet abgewickelt wird. Die Frage, wer in einem solchen Fall zahlt, ist für die Menschen im Land eine zentrale Frage. Fleißige Landwirte Berlin. Die Produktivität in Landwirtschaft hat laut einer Statistik des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung in den vergangenen Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Ernährte ein Landwirt im Jahr 1950 rechnerisch zehn Menschen, so reicht die Produktion sechs Jahr- 6446 Globus MELDUNG Auf keinen Fall ist zuerst Steuerzahler dran, um einzuspringen." Dr. Angela Merkel Deshalb ist es ganz wichtig, dass wir jetzt sagen können: Auf keinen Fall ist, wie in Vergangenheit, zuerst zehnte später aus, um 129 Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Möglich gemacht hätten diese Entwicklung deutlich gesteigerte Einsatz von Maschinen, veränte Produktionsmethoden und Einsatz von Düngern und Pflanzenschutzmitteln. (dpa) Ein Landwirt ernährt...... in Deutschland so viele Menschen: 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2011 10 17 27 47 69 127 129* bis 1990 früheres Bundesgebiet *vorläufig Quelle: BMELV (2013) dpa Steuerzahler dran, um einzuspringen, sonn es gibt ane Mechanismen. Zuerst würden künftig die Eigentümer und die Bankgläubiger haften. Es gibt ein zusätzliches Sicherheitsnetz, im Rahmen dessen die Banken EU-weit ab 2015 Bankenabgaben zahlen müssen, wie es in Deutschland schon seit 2011 Fall ist, so Dr. Angela Merkel, die betonte, dass die Tücke im Detail liege. Sie sei daher ein bisschen verwunt, dass gerade bei den Verhandlungen im Parlament Aufbau eines Abwicklungsfonds gar nicht schnell genug gehen konnte. Ich musste in den Gesprächen ab und zu darauf hinweisen, dass Banken in Zwischenzeit auch noch Kredite vergeben müssen und nicht nur noch Abgaben zahlen sollen. Ohne hin beklagt man sich in vielen europäischen Länn über eine Kreditklemme. Wir müssen hier deshalb mit Augenmaß vorgehen, so die Bundeskanzlerin wörtlich in ihrer Rede. Ladenhüter Gold įedelmetall bleibt weiter oft nur 2. Wahl Comeback nach dem Horrorjahr 2013? Fehlanzeige! Frankfurt/Main. Ebbe im sicheren Hafen: Die Aktienmärkte boomen, um Gold machen Anleger einen Bogen. Im Juni fiel Preis für das Edelmetall sogar auf den tiefsten Stand seit Monaten. Die Hoffnung auf ein Comeback nach dem Horrorjahr 2013, als die Rallye abrupt endete und Gold 28 Prozent einbüßte, ist vorerst verflogen. Denn: Gold interessiert Investoren momentan nicht. Die großen institutionellen Fonds, die mit dem Edelmetall spekulieren, bauen Besons im Bereich Schattenbanken steht nach Ansicht Merkels noch viel Arbeit an. Die Bundesregierung werde sich mit allem Nachdruck für weitere Fortschritte einsetzen. Deutschland verstehe sich als Impulsgeber und habe auch die internationale Wettbewerbsgleichheit im Blick. In ihrer Rede würdigte Merkel die Arbeit Genossenschaftsbanken: Gerade Volksbanken und Raiffeisenbanken seien ein verlässlicher Partner für die mittelständische Wirtschaft. Wir brauchen nämlich eine Kreditvergabe an Unternehmen nicht nur Deutschland, sonn in allen europäischen Länn, sonst werden wir das Wirtschaftswachstum nicht wie in Gang bekommen. Die gesamte Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel finden Sie hier ihre Bestände seit Monaten ab. Die Gründe liegen auf Hand: Gold gilt als Wertspeicher bei Hyperinflation und als Krisenschutz beim Crash. Experten erklären den jüngsten Goldpreisverfall im Übrigen auch mit zuletzt schwindenden Sorge vor einer Eskalation Ukraine-Krise. Die Entwicklung werde nur noch als lokaler Konflikt wahrgenommen, für den Investoren keinen Bedarf an sicheren Anlagehäfen sehen. (dpa) MELDUNG Karlspreis für Van Rompuy Herman Van Rompuy Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zur Senkung des Leitzinses von 0,25 auf 0,15 Prozent Aachen. Der Internationale Karlspreis zu Aachen 2014 geht an den EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy. Er erhielt die Auszeichnung im Krönungssaal des Aachener Rathauses im Rahmen eines traditionellen Festaktes. Geehrt wurden seine Verdienste als Mittler und Konsensbildner und zugleich als wichtiger Impulsgeber europäischen Einigung, so das Karlspreis-Direktorium. Schon am Tag zuvor fand in Aachen das Karlspreis-Europa-Forum statt, auf dem Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aktuelle und zukünftige Entwicklungen in Europa diskutieren. Der Euroraum steht heute auf einem viel stabileren Fundament als vor Krise, rief Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), den Forumsteilnehmern in Erinnerung. Die Funktions- und Wistandsfähigkeit des gemeinsamen Währungsraumes sei nach Reform des Stabilitäts- und Wachstumspaktes erheblich größer als zuvor. Zu dem Erfolg hätten die Einführung quasi-automatischer Sanktionen sowie die Berücksichtigung des Schuldenstands in Haushaltsüberwachung ganz wesentlich beigetragen. Im Übrigen mahnt uns die Ukraine-Krise, dass Europa längst nicht nur ökonomische Integration bedeutet, so Martin weiter. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind seit 2010 exklusiver Hauptsponsor Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen. Die genossenschaftliche FinanzGruppe möchte durch ihre Unterstützung des Karlspreises das Zusammenwachsen Europas aktiv unterstützen. dpa

2 JULI/AUGUST/SEPTEMBER 2014 ----- GENOSSENSCHAFTLICHE ALLGEMEINE Finanzen KOLUMNE Roboter & Werte Kennen Sie die Band Compressorhead? Die macht mit Internetvideos von sich reden. Besons beeindruckend ist Schlagzeuger mit seinen vier Armen. Shimon ist genau wie seine beiden Bandkollegen ein Roboter und erlaubt uns einen Blick in die Zukunft. Er ist nur ein Beispiel für eine Entwicklung, die in den nächsten Jahren auf uns zukommt: Roboter übernehmen Tätigkeiten, die bisher als typisch menschlich galten, als zu anspruchsvoll für Maschinen. Von Claus-Dieter Thoben, Vorstandsvorsitzen GAD eg Auch die GAD als IT-Dienstleister hat ihren Blick auf die Zukunft gerichtet und möchte durch ihre technischen Entwicklungen die Wettbewerbsfähigkeit Genossenschaftsbanken stärken. Gelungen ist das zum Beispiel mit dem Bankenverfahren bank21 im Web. Es ermöglicht, Daten aus den Banken in die Cloud des Rechenzentrums GAD zu ver lagern. Als genossenschaftliches Unternehmen ist uns dabei verantwortungsbewusste Umgang mit Menschen wichtig. Respekt, Solidarität, Partnerschaftlichkeit und Verantwortung das sind die genossenschaftlichen Werte, an denen sich die GAD orientiert. Sie sind schützenswert. Ganz besons in einer Zeit, in Roboter uns viele Handgriffe abnehmen und technische Entwicklungen unsere Welt veränn werden. Eine Zukunft mit Robotern also? Gerne, solange wir die Menschlichkeit nicht aus dem Blick verlieren. Sparschwein statt Eurograb įdie fünf wichtigsten Fragen bei Baufinanzierung > VON KARSTEN EISS* Schwäbisch Hall. E i n e B au fi n a n z i e - rung ist eine knifflige Angelegenheit. Daher empfehlen Experten: Bauherren und Immobilienkäufer sollten von ihrem Baufinanzierungsberater präzise Antworten auf die fünf wichtigsten Fragen verlangen. Und zwar auf folgende: 1. Wie viel Eigenkapital brauche ich? Mindestens ein Viertel Gesamtsumme sollte man erfahrungsgemäß aus Eigenmitteln (Bargeld, Bank- und Bausparguthaben) einbringen. Denn: Je Euro, den man sich leihen muss, verteuert die Finanzierung. Wenig Eigenkapital bedeutet eine höhere Monatsbelastung und/o längere Laufzeit und damit höhere Gesamtkosten. 2. Wie sieht die Finanzierung über die gesamte Laufzeit aus? Wichtig ist, einzelne Punkte etwa die zeit extrem günstigen Zinsen nie isoliert zu betrachten. Einen Gesamtüberblick kann nur ein eigener Finanzierungsplan über die gesamte Laufzeit liefern. Er enthält Informationen zur monatlichen Belastung, zu Zins und Tilgung, zur Restschuld nach Ablauf Zinsbindung sowie zu den Gesamtkosten. Wichtig ist auch die Möglichkeit von Sontilgungen. Unbedingt beachten: Die Finanzierung sollte so geplant sein, dass die Immobilie beim Abschied aus dem Berufsleben komplett schuldenfrei ist. Nur dann kommt Vorteil des mietfreien Wohnens im Ruhestand voll zum Tragen. 3. Welche Förungen kann ich nutzen? Bauherren sollten, wenn möglich, den sogenannten Wohn-Riester nutzen. Insbesone Familien mit Kin- Lob für Verbesserung Pflegereform Berlin. Das Bundeskabinett hat kürzlich einen Gesetzentwurf für umfassende Veränungen in Altenpflege beschlossen. Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft begrüßt die neuen Maßnahmen. Besons die Stärkung sogenannten niedrigschwelligen Angebote ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu besseren Bedingungen für den dritten Gesundheitsstandort Wohnung, erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko in Berlin. Hier werden neue zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen eingeführt, etwa für Hilfe im Wirtschaft fort Bürokratieabbau Berlin. In einer gemeinsamen Erklärung forn die Spitzenverbände Wirtschaft, BDA, BDI, DIHK, ZDH und die Deutsche Kreditwirtschaft, die Bundesregierung auf, sich ambitionierte Ziele zu setzen, um den notwendigen Bürokratieabbau wirksam voranzutreiben. Das Eintreten Bundesregierung auf EU-Ebene für mehr Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung sei richtig. Mahnende Worte richteten die Spitzenverbände trotzdem auch nach Berlin. Die Bundesregierung sollte das, was sie von EU fort, auch zu MELDUNGEN Haushalt o Alltagsbegleiter und ehrenamtliche Helfer. Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote können künftig auch anstelle eines Teils Pflegesachleistung in Anspruch genommen werden. Ein wichtiges Signal sind darüber hinaus die neu beschlossenen höheren Zuschüsse zu Umbaumaßnahmen beispielsweise zum Einbau eines barrierefreien Badezimmers, so Gedaschko. Der Zuschuss betrug bisher 2.557 Euro und soll nun auf bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme angehoben werden. Damit wurde eine wichtige Forung des GdW umgesetzt. Hause selbst einlösen. Um die Unternehmen in Deutschland wirksam vor bürokratischen Lasten zu schützen, muss nicht nur wirksam Bürokratie abgebaut werden. Vielmehr darf auch keine neue Bürokratie aufgebaut werden. So enthält zum Beispiel das geplante Mindestlohngesetz mit seinen vielen Vorgaben neue überflüssige Bürokratie, heißt es in dem gemeinsamen Papier. Kritisiert werden hierbei vor allem die weitgehende Auftraggeberhaftung und umfangreiche Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten. Schon kleinste Details können darüber entscheiden, ob die eigenen vier Wände um eine fünfstellige Eurosumme günstiger o teurer werden. n können dank Riester-Zulagen und Steuervorteilen viel Geld sparen. Darüber hinaus haben energiebewusste Bauherren häufig Anspruch auf Zuschüsse und zinsverbilligte Darlehen staatlichen KfW-Förbank. Gute Finanzierungsberater wissen auch Bescheid, ob es lokale o regionale Förtöpfe gibt. 4. Wie lange kann ich von den Niedrigzinsen profitieren? Die aktuell günstigen Konditionen sollte man sich nach Möglichkeit für Was ist die gesamte Laufzeit, mindestens aber für 20 Jahre sichern. Am besten mehrere Finanzierungsangebote miteinan vergleichen und dabei nicht Soll- und Effektivzins verwechseln. Nur Effektivzins gibt Aufschluss über die tatsächlichen Kosten. 5. Wie viel Tilgung kann ich mir leisten? Sofern es die finanziellen Möglichkeiten erlauben, sollte man die aktuelle Niedrigzinsphase zu einer höheren Tilgung als den üblichen ein o zwei Prozent nutzen. Empfehlenswert ist, eine Tilgung von drei, vier o sogar fünf Prozent zu vereinbaren. Denn je höher die Tilgung, desto kürzer die Laufzeit und desto niedriger die Gesamtkosten. Bewährte Faustregel: Für Zins und Tilgung sollte man nicht mehr als 40 Prozent des regelmäßig verfügbaren monatlichen Nettoeinkommens aufwenden. *Karsten Eiß ist als Pressereferent Bausparkasse Schwäbisch Hall zuständig für Ausland/Beteiligungen/ Immobilienmarkt. Niedrigzinsen bleiben Wermutstropfen įdz BANK-Studie zu Einkommen und Geldvermögen Frankfurt. Gleich zwei Studien hat die Frankfurter DZ BANK Research zu den Einkommensperspektiven und zum Geldvermögen privaten Haushalte jetzt veröffentlicht. Im Kern kommt die genossenschaftliche Zentralbank zu folgenden Erkenntnissen: Einkommen Die Entwicklung Löhne und Gehälter profitiert vom positiven konjunkturellen Umfeld. Der vorgesehene gesetzliche Mindestlohn dürfte zwar den Arbeitsplatzaufbau in Deutschland abbremsen. Trotzdem wird er spürbar zum Anstieg Lohn- und Gehaltssumme beitragen. Deutliche Rentenanhebungen im Jahr 2014 und voraussichtlich auch 2015 sowie das Rentenreformpaket sorgen für einen kräftigen Anstieg Rentenauszahlungen. Obwohl weniger Leistungen wie Mittel für Arbeitslose, Sozialhilfe o Kingeld in Anspruch genommen werden, führt hohe Rentenzuwachs dazu, dass sich Anstieg monetärer Sozialleistungen insgesamt beschleunigt. Das niedrige Zinsniveau bleibt ein Wermutstropfen für die Einkommensentwicklung privater Haushalte. Dafür profitieren Betriebsüberschüsse und Selbstständigeneinkommen vom Aufschwung. In Summe dürften die verfügbaren Einkommen privaten Haushalte in Deutschland in diesem Jahr um 2,5 und 2015 um 3,4 Prozent wachsen. Nachdem zuletzt inflationsbereinigt kaum Wachstum zu verzeichnen war, sind 2014/2015 reale Einkommenszuwächse von 1,4 beziehungsweise 1,3 Prozent drin. So funktioniert IWF MELDUNGEN WGZ BANK: NRW-Mittelstand bester Stimmung Düsseldorf. Gute Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen: Die mittelständischen Unternehmen des einwohnerreichsten Bundeslandes sind überwiegend bester Stimmung. So bewerten weit mehr als drei Viertel Mittelständler ihre aktuelle Geschäftslage mit gut bis sehr gut. Auch die künftige wirtschaftliche Entwicklung sieht die Mehrheit optimistisch. Das ist das Ergebnis Mittelstandsumfrage, die die WGZ BANK mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen halbjährlich durchführt. Von den rund 600 befragten mittelständischen Unternehmern beurteilen zehn Prozent die aktuelle Geschäftslage mit sehr gut und 77 Prozent mit gut. Unzufrieden äußert sich je neunte Befragte. Zunehmend optimistisch schätzen die Unternehmer die Entwicklung kommenden sechs Monate ein: Während nun je Zweite von einer verbesserten Lage ausgeht, rechnet lediglich je Zwanzigste mit einer eingetrübten Situation. VB-Leasing International im Umbau Geldvermögen Die zu erwartenden Einkommenszuwächse durch die aktuellen sozialpolitischen Maßnahmen Bundesregierung dürften vor allem den privaten Konsum stärken. Daher sollte die Sparquote privaten Haushalte im nächsten Jahr leicht sinken. Gleichzeitig fließt ein höherer Teil Ersparnisse Bürger in Sachinvestitionen. Das betrifft die Betriebsinvestitionen Selbstständigen und vor allem die Wohnungsbauinvestitionen. Mit den Investitionen wächst die Neukreditaufnahme. Die hohen Sachinvestitionen und die insgesamt sinkende Sparquote im nächsten Jahr sorgen dafür, dass die Geldvermögensbildung privaten Haushalte nur langsam wächst. Auch wenn ein Ende Niedrigzinsphase nicht absehbar ist, hellt sich das Umfeld für die Geldanlage Bürger langsam wie auf. Eine allmähliche Auflösung des Geldanlagestaus ist in Sicht. Die Geldvermögensbildung dürfte sich 2014/2015 weniger stark auf Sichteinlagen konzentrieren. In den letzten beiden Jahren sind die Geldvermögensbestände Bürger vor allem durch hohe Kursgewinne an den Aktienbörsen kräftig gewachsen. Bei leicht steigen Geldvermögensbildung und weiterhin niedrigem Zinsniveau kann im laufenden und im nächsten Jahr mit einem soliden Zuwachs von jeweils gut 3,5 Prozent auf 5,5 Billionen Euro gerechnet werden. Dr. Andreas Martin Wien. Die VB-Leasing International (VBLI), ein Joint Venture Österreichischen Volksbanken-AG (ÖVAG) und deutschen VR-LEASING Aktiengesellschaft, verkauft die VB Leasing Polen sowie die VB Leasing Rumänien an die polnische Getin Holding S.A. Beide Parteien haben sich kürzlich auf einen Vertrag geeinigt und ihn bereits unterschrieben. Mit dem Verkauf setzen beide Unternehmen nach eigenen Angaben einen weiteren Meilenstein in ihrer strategischen Fokussierung auf das Kerngeschäft. Die VB-Leasing International ist seit 20 Jahren Partner im Bereich Mobilien-Leasing in Mittel- und Osteuropa mit Zentrale in Wien. BVR: Zu hohe Sockelarbeitslosigkeit Berlin. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sind in den Jahren 2014 und 2015 keine großen Fortschritte bei Rückführung Arbeitslosigkeit zu erwarten. Der sogenannte harte Kern an Arbeitslosen wird kaum von besseren Konjunktur profitieren, so BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Martin. Zudem werden die Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns und Teile Rentenreform die Aktivierungschancen verminn. Zur Verringerung Sockelarbeitslosigkeit sind zielgenaue Maßnahmen notwendig. Martin: Gerade in Hinblick auf die Erwerbstätigkeit älterer sowie geringqualifizierter Menschen besteht für die Wirtschaftspolitik weiterer Handlungsbedarf. Anzeige IHR PLUS AN BESSER VERSORGT SEIN Der Internationale Währungsfonds (IWF) überwacht die weltweite Geldpolitik und vergibt Kredite an Staaten. Ihm gehören 188 Mitgliedsstaaten an. Das Stimmengewicht in den Führungsgremien (Gouverneursrat und Vorstand) hängt vom Kapitalanteil ihrer Län und von Basisstimmen ab. Der Stimmenanteil beträgt: Japan 6,23 USA 16,75 Gouverneursrat je 1 Vertreter 188 Mitgliedslän (in Regel Finanzminister o Chef Notenbank) trifft sich einmal pro Jahr Vorstand besteht aus 24 Vertretern und Mitglien bestimmt und wählt Besser versorgt mit den R+V-Pflegetagegeln. Erfahren Sie mehr in den Volksbanken Raiffeisenbanken, R+V-Agenturen o auf www.ruv.de Jetzt die staatliche Förung nutzen! IWF Deutschland 5,81 Frankreich 4,29 Großbritannien 4,29 China 3,81 Italien 3,16 Saudi-Arabien 2,80 Kanada 2,56 Russland 2,39 % 47,91 ane 5 ernannte Vertreter aus USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien Direktorium Direktorin seit Juli 2011 Christine Lagarde 19 gewählte Mitglie, die zum Teil mehrere Län vertreten wählt und kontrolliert sowie 3 Stellvertreter 20592 Stand: Juni 2014 Quelle: IWF

JULI/AUGUST/SEPTEMBER 2014 ----- GENOSSENSCHAFTLICHE ALLGEMEINE 3 Reportage Haßloch Deutschland in Klein Haßloch in Pfalz gilt als die durchschnittlichste Gemeinde Deutschlands įdeshalb testen Marktforscher hier neue Produkte und untersuchen das Konsumverhalten įein Ortstermin Blick auf Haßloch: Das größte Dorf Deutschlands liegt am Rande des Pfälzerwaldes. Unten: In Haßloch getestete Produkte > VON KURT DE SWAAF UND JONAS RATERMANN (FOTOS) Mit dem Kabelfernsehen 1985 fing alles an Die Bürger von Haßloch wissen nicht, was getestet wird Ein Test ist meist günstiger als ein Flop Haßloch. Neun Uhr morgens: In Bäckerei herrscht reger Betrieb. Einige Bürger decken sich eilig mit Brötchen und Brezeln ein, ane genießen in Ruhe ihren Kaffee an den Stehtischen. Die Atmosphäre ist angenehm lebendig. Würde man die Augen schließen und nicht genau hinhören, man könnte sich in einer norditalienischen Espressobar wähnen. Doch breite Pfälzer Dialekt ist unüberhörbar. Sechs Damen mittleren Alters besprechen lokale Begebenheiten und ihr persönliches Befinden. Umzüge nicht anwesen Personen werden ebenso zur Sprache gebracht wie ein Todesfall. Och Gott, nee... Ein paar hunt Meter weiter die Straße hoch scheint dagegen die Welt den Atem anzuhalten. Es ist menschenleer, und es herrscht eine ungewöhnliche, fast beklemmende Stille. Nur selten hört man ein Auto, hin und wie rauscht leise ein Fahrrad vorbei. Gepflegte Fassaden in Weiß und Pastelltönen bestimmen das Bild. Auf den Dächern zwitschern ein paar Spatzen, in Ferne kräht ein Hahn. Und dann sind da noch die sich bewegenden Vorhänge. Irgendjemand regt sich dahinter, schaut vermutlich zu. Willkommen in Haßloch, im Herzen Pfalz. Die Gemeinde zählt 21.000 Einwohner, die Bevölkerungszahl steigt. Es ist für Familien mit Kinn sehr verlockend, hierher zu kommen, sagt Michael Roßdeutscher. Das Neubaugebiet am Südrand des Dorfes werde sehr gut angenommen, auch wegen relativ niedrigen Grundstückspreise. Roßdeutscher ist Leiter des Baubetriebshofs Gemeinde und lebt seit 1982 in Haßloch. Der Ort bietet praktisch alles, was man braucht, meint er. Wir haben 103 Vereine, alle Schulen, ein Schwimmbad und liegen direkt an Ein verkleinertes Abbild aller Haushalte in Deutschland Autobahn. Die Zugverbindungen sind ebenfalls gut. Ein Großteil berufstätigen Bevölkerung pendelt unter anem ins rund 25 Kilometer entfernte Ludwigshafen zur BASF. In Haßloch entsteht ein neues Gewerbeareal. Die Gemeinde hat offenbar Dynamik. Es sind aber nicht diese Aspekte, die Haßloch immer wie in die Medien bringen. Das Dorf hat als Testgebiet Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bundesweite Bekanntheit erlangt. Hier wird die Markttauglichkeit neuer Produkte ermittelt. An echten Kunden und in echten Läden. Die Dauerstichprobe umfasst rund 3500 von insgesamt gut 11.000 Haßlocher Haushalten, erklärt Göran Seil, Leiter des Bereiches Testmärkte bei GfK. Diese sind ein verkleinertes Abbild aller Haushalte in Deutschland. Die Altersstruktur Testgruppe ist ähnlich wie die gesamten Bundesrepublik, sagt Seil. So beträgt zum Beispiel Anteil Haushalte mit einer haushaltsführenden Person im Alter unter 30 Jahren zehn Prozent was ziemlich genau dem deutschen Durchschnitt entspricht. Auch die Einkommensverteilung ist dieselbe. Der Kaufkraft-Index erreicht in Haßloch 101 Punkte, in Gesamtdeutschland liegt er bei 100 Punkten. Ein Traum für Statistiker und ideale Bedingungen für Marktforscher. Angefangen hat alles im Jahr 1985. Damals kam das Kabelfernsehen nach Deutschland, und das Pfälzer Großdorf wurde als eine ersten Gemeinden an dieses Netz angeschlossen. Für die GfK-Experten gab dies den Ausschlag. Dank Kabel-TV konnte man nun neue Werbespots gezielt zuschalten. Nur die Haßlocher bekamen sie zu sehen, nicht Rest Republik. Dieser Ansatz wird bis heute praktiziert. Die Zuschauer wissen allerdings nicht, welche zahllosen Bildschirm-Botschaften zum Testprogramm gehören. Auch in den Supermärkten des Ortes fällt nichts auf. Wir bringen ungefähr 15 Neuprodukte pro Jahr in den Einzelhandel, berichtet Göran Seil. Im Ganzen erscheinen hierzulande jährlich bis zu 30.000 neue Artikel auf dem Markt. Wer in Haßloch die in diese Masse untergemischte Testware entdecken will, muss schon sehr genau hinschauen. Für die Hersteller ist Probelauf eines Produktes unter Realbedingungen zwar mit erheblichen Kosten verbunden, doch mitunter lässt sich dadurch noch viel mehr Geld einsparen. Bundesweite Flops sind schließlich sehr teuer. Eine Zahnpasta, die den Konsumenten nicht schmeckt, o eine uncoole Süßigkeit belasten die Firmenbilanz oft stärker als ein lokal begrenzter Marktversuch. Das ist Vorteil des Pfälzer Testlabors, betont Göran Seil. Was Haßlocher nicht mag, das wird Deutschland nicht gefallen. 29 Jahre Erfolg bestätigen dies, sagt Fachmann stolz. Wir haben uns noch keine einzige Fehlprognose geleistet. GfK-Kunden können in Haßloch auch die Wirksamkeit unterschiedlicher Werbestrategien untersuchen lassen. Wie effektiv ist eine Kombination aus Anzeigen in Printmedien und Fernsehspots? Welchen Vorteil bringen Verkostungen in den Läden? Sogar das Returnon-Investment, das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen einer Werbekampagne, ist im Voraus kalkulierbar, sagt Seil. Den Versuchsteilnehmern selbst werden gewisse Anreize geboten. Die Metzgereiverkäuferin Manuela Ruffer und ihre Familie gehören seit 20 Jahren zur Testgruppe. Wir kriegen jede Woche die Hörzu-Zeitschrift zugeschickt, sagt die gutgelaunt lächelnde Frau. Auch gebe es regelmäßig Preisausschreiben, Gutscheine und gleichen. Nur die Ermäßigung fürs Kabelfernsehen sei lei weggefallen. Das Kaufverhalten Ruffers wird, wie bei allen anen Personen aus Stichprobe, exakt über eine Chipkarte erfasst. Sie muss bei jedem Einkauf in einem eingebundenen Supermärkte vorgelegt werden. Gläserne Kunden im Dienste Konsumgüterwirtschaft. Doch ist Haßloch wirklich so durchschnittsdeutsch, wie es die Statistiker gerne hervorheben? Gibt es so etwas wie ein typisches Haßlocher Lebensgefühl? Jasmin Özdüzenciler, gebürtige Pfälzerin aus Landau, zog vor vier Jahren aus beruflichen Gründen ins Dorf. Sie arbeitet für das örtliche Touristik-Informationsbüro und lobt die Familienfreundlichkeit Gemeinde. Man identifiziert sich offensichtlich auch stark mit Gemeinschaft. Der Zusammenhalt Haßlocher Bürger ist sehr groß. Sie bilden eine Einheit. Und dann sind da natürlich noch die guten Einkaufsmöglichkeiten. Was hier wirklich Luxus ist: Wir haben alle möglichen Supermärkte, erklärt Özdüzenciler. Das Angebot sei zum Teil besser als in Stadt. Vielleicht sogar ein bisschen zu groß. Göran Seil hat in den letzten Jahren durchaus Veränungen in Haßlocher Handelslandschaft beobachtet. Es gebe einen Trend zum Überangebot und möglicherweise einen Verdrängungswettbewerb, sagt GfK-Forscher. Anscheinend leiden vor allem die Betreiber kleinerer Geschäfte im Dorfzentrum unter Fülle Supermärkte. Manuela Ruffer kennt die Nöte Ladenbesitzer aus nächster Nähe. Zwei alteingesessene Metzgereien hätten bereits aufgegeben, berichtet sie, während sie hinter Theke Würste einpackt. Ihr eigener Chef dagegen hat Billigware aus den Supermärkten den Kampf angesagt. Er bezieht Qualitätsfleisch aus dem Hohenloher Land und stellt daraus auch seine hausgemachten Produkte her. So mancher Kunde wisse das wie mehr zu schätzen, sagt Ruffer. Katrin Heine, Ärztin und ehrenamtliche Mitbegrünin des Weltladen Haßloch, stimmt zu. In ihrem Laden stapelt sich eine bunte Vielfalt aus fair produzierten und gehandelten Waren wie Schokolade, Kaffee und Schmuck. Auch diese Trends zeigen sich in Haßloch im Kleinen. Stadtmitte: Haßloch bietet beste Einkaufsmöglichkeiten und eine mone Infrastruktur mit Fachwerk-Charme Stadtgespräch: Das Kaufverhalten ausgewählter Bürger wird über eine Chipkarte erfasst

4 JULI/AUGUST/SEPTEMBER 2014 ----- GENOSSENSCHAFTLICHE ALLGEMEINE Westmünsterland Laufgruppen VR-Bank halten sich fit und gesund Regelmäßige Treffen förn das Gemeinschaftsgefühl įsport für alle Mitarbeiter įprogramm fußt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen VON THEO KÖRNER Westmünsterland/Velen. Den Weg zum Sportplatz in Velen haben die Frauen und Männer an diesem Abend gern auf sich genommen, auch wenn sie wissen, dass gleich noch ein paar Schweißtropfen fließen. Wir möchten etwas für unsere Gesundheit tun, sagt Dagmar Jaegers. Sie beteiligt sich gemeinsam mit weiteren sieben Kolleginnen und Kollegen an einem neuen Angebot für Mitarbeiter VR-Bank Westmünsterland, das Uli Kormann leitet. Der 38-Jährige Regionalleiter des Geldinstituts hat in seiner Freizeit eine Ausbildung zum Lauftherapeuten absolviert und lädt nun dazu ein, sich mehr zu bewegen. Während ane Laufgruppen bei ihrem ersten Treffen das Ziel haben, möglichst lange Strecke zu schaffen, kommt es Kormann darauf an, dass je Einzelne seinen Weg findet, um das eigene Wohlbefinden zu steigern. Ein solch offen formuliertes Ziel bietet Platz für Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Motiven. Kai Hummels sucht vor allem einen Ausgleich zur täglichen Büroarbeit. Dass für den 41-Jährigen nicht die Schnelligkeit das wichtigste Anliegen ist, hört Lauftherapeut Uli Kormann gern. In Gruppen wie diesen komme es nicht auf das Tempo an, sonn auf das individuelle Fortkommen. Josef Heisterkamps Wunsch ist etwas aner Art. Nach einer Meniskusoperation möchte er wie fit werden, das allerdings unter fachkundiger Anleitung. Doch auch ein solches Interesse passt haargenau. Das wissenschaftlich entwickelte Programm für die Lauftherapie sieht vor, die eigentlichen Laufzeiten von Woche zu Woche ganz allmählich zu steigern. Am Ende des zwölfwöchigen Kurses schaffen die Teilnehmer eine Laufzeit von einer halben Stunde ohne Unterbrechung. Doch bis dahin erleben die Frauen und Männer mit jedem Laufabend, wie ihre eigene Fitness zunimmt. Das durchdachte Konzept hat auch Stefanie Heistermann überzeugt, sich für das Programm anzumelden. Nach Winterzeit biete sich das Frühjahr doch geradezu an, nicht nur an die eigene Gesundheit zu denken, sonn Die Mitarbeiter VR-Bank steigern ihr Wohlbefinden durch die gemeinsame Lauftherapie. auch etwas dafür zu tun, betont die Bankkauffrau. Bevor die Gruppe das erste Mal startete, hatte Uli Kormann jedem Teilnehmer einen Fragebogen an die Hand gegeben, um sich ein Bild von aktuellen Situation des Interessenten machen zu können. Ob jemand Übergewicht hat, häufig unter Kopfschmerzen leidet, über Konzentrationsschwierigkeiten klagt, sich oftmals müde fühlt o mit enormen Rückenproblemen zu kämpfen hat, sind allesamt Faktoren, die von großer Bedeutung sein können. Entsprechend muss das Laufprogramm entwickelt werden, um den individuellen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht zu werden. Alle Angaben werden vertraulich behandelt, betont Kormann, vorab mit jedem Teilnehmer ein persönliches Gespräch geführt hat, um möglichst alle Besonheiten zu kennen. Auf Anhieb fanden sich viele Mitarbeiter, um an dem Angebot teilzunehmen. Einen wichtigen Grund kennt Kira Böing: Von allein hätte ich mich wahrscheinlich nicht aufraffen können, einmal pro Woche die Runden im Es macht unheimlich viel Spaß, die frische Waldluft zu genießen." Wald am Velener Sportplatz zu drehen, meint die Bankkauffrau. Doch mit einer solchen Gruppe macht es einfach Spaß und man fühlt sich auch verpflichtet, stets dabei zu sein. Es sei schon sehr schnell ein Gemeinschaftsgefühl entstanden, erzählt Hendrik Mümken, früher oft Fußball gespielt hat und nun hiermit für die Teilnahme an einem Hinnisparcours trainiert. Mit Lauftherapie lerne er, möglichst gelenkschonend aktiv zu sein, erzählt Bank-Mitarbeiter. Dabei tauschen die Teilnehmer auch gewonnene Erfahrungen aus und motivieren sich gegenseitig. Seit 20 Jahren ist Uli Kormann für das Geldinstitut tätig (siehe auch Zur Person ), hat ein Diplom als Systemischer Coach erworben und vertritt aufgrund seines intensiven Studiums Lauftherapie zu Überzeugung, dass es sich um ein ganzheitliches Konzept handelt: Mit diesem Sport wird nicht nur Körper, sonn das gesamte Wohlbefinden gestärkt. Es gibt nach seinen Worten hinreichend Forschungsergebnisse, die die positive Wirkung von gesun Bewe- Foto: Körner Drei Angebote Das Programm Aktive Läufer VR-Bank Westmünsterland umfasst drei Angebote: Lauftherapiegruppe, Laufgruppe und Individuelle Begleitung, jeweils betreut von Ulrich Kormann. In Lauftherapie kommt es darauf an, bei Laufkundschaft positive Veränungen und Prozesse einzuleiten. Der Leistungsgedanke kommt aber hier noch nicht zum Tragen, das geschieht eher in Laufgruppe. Die Teilnehmer legen längere Strecken zwischen fünf und 15 o 20 Kilometer zurück. Beim Einzeltraining kann es durchaus das Ziel sein, fit für einen Marathonlauf zu werden. Weitere Informationen: ulrich. kormann@vr-bank-westmuensterland.de. Zur Person Uli Kormann hat 2010/2011 bei dem in Deutschland einmaligen Lauftherapie zent r u m in Bad Lippspringe seine anthalbjährige Ausbildung absolviert. Seit Gründung des Zentrums durch Professor Dr. Alexan Weber im Jahr 1988 haben dort 450 Frauen und Männer die Qualifikation erworben. Die Schulung zum Lauftherapeuten fand in Freizeit statt und umfasste sowohl Theorie als auch Praxis. Gesundheit, Medizin, Ernährung und auch Psychologie gehörten zu den Themenfeln, die auf dem Stundenplan standen. Die intensive Begleitung von Lauftherapiegruppen prägte den praktischen Part. Bereits in den 90er Jahren hatte Uli Kormann die Begeisterung zum Laufen entdeckt. Seit zehn Jahren hat er sich in die Schar Marathonläufer eingereiht und geht bei den Läufen in Hamburg und Münster an den Start. Einen Herzenswunsch hat er sich noch nicht erfüllt: Er möchte auch gerne beim Boston-Marathon teilnehmen, dem ältesten Lauf dieser Art in den Vereinigten Staaten. Dafür hat er aber bereits eine ane Idee umgesetzt und sich mit LaufWerk Münsterland nebenberuflich selbstständig gemacht. Dort können sich auch weitere Interessenten melden, die das Angebot in Anspruch nehmen möchten. gung auf Denken und Verhalten belegen, erklärt Lauftherapeut. Unruhe, Stress o Depressionen ließen sich verminn, im besten Fall sogar vermeiden. Zudem habe regelmäßiges Laufen auch zur Folge, dass die Immunabwehr gestärkt und Stoffwechsel erhöht wird. Die Therapie könne zudem auch bei Übergewicht angewandt werden. Sie trüge dazu dabei, den Cholesterinspiegel zu senken. Wenn es sich um solche Themen drehe, müsse natürlich auch die Ernährung genau betrachtet und wahrscheinlich veränt werden, betont Kormann. Fragen dazu beantwortet er gern. Die Frage, mit sich Stefan Terbuyken vor einiger Zeit befasste, war eher grundsätzlicher Natur: Er wollte Sport treiben und mal etwas anes ausprobieren als Schwimmen, das er lange Zeit bevorzugt hatte. Da kam die neue Lauftherapiegruppe gerade recht, die für ihn noch einen zusätzlichen Vorteil bietet: Es macht unheimlich viel Spaß, unter freiem Himmel Sport zu treiben und die frische Waldluft zu genießen. Da kann man wunbar entspannen und den Alltag hinter sich lassen. Uli Kormann lobt die Laufstrecke ganz besons. Mit rund drei Kilometern hat sie eine geeignete Länge und bietet verschiedene Formen des Untergrunds, von Rindenmulch bis Waldboden. Inzwischen sind an Strecke auch LED-Leuchten installiert. Da ist die Dunkelheit für den Gruppenlauf kein Hinnis mehr. Den richtigen Beruf finden Berufsnavigator schrieb Erfolgsgeschichte įdurch neues Programm des Landes ist Zukunft noch offen Partner und Sponsoren des Berufsnavigators freuen sich über den Erfolg des seit sieben Jahren währenden Projektes. Beim Berufsstart gleich die Weichen richtig stellen Tipps für neue Azubis įvr-bank bietet Beratung an und erstellt individuelle Finanzpläne Westmünsterland. Für viele Schulabsolventen beginnt am 1. August Ernst des Lebens. Um für den neuen Lebensabschnitt gut vorbereitet zu sein, hat die GAZ einige Tipps zusammengestellt: Kostenloses Girokonto: Ein solches Konto ist im Zahlungsverkehr (Daueraufträge, Überweisungen, Lastschriften usw.) zwingend erforlich. Kostenlos kann man sein Geld an den 19.500 Geldautomaten Volks- und Raiffeisenbanken abheben. Apropos: Bis zum Ende Ausbildung o des Studiums (es gelten Altersgrenzen) ist die Kontoführung kostenlos. Mit Banking-App für das Smartphone kann man sein Konto auch online verwalten. Vermögenswirksame Leistungen: Mit einer gängigen Ausbildungsvergütung kommen alle Berufseinsteiger in den Genuss, vermögenswirksame Leistungen anzusparen. Zu den tariflich festgelegten vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers zahlt Staat die sogenannte Arbeitnehmersparzulage hinzu. Der Sparer muss lediglich bestimmen, in welcher Form er sparen möchte. Bei Westmünsterland. Als eine Erfolgsgeschichte hat Coesfel Landrat Konrad Püning das Projekt Berufsnavigator bezeichnet, an dessen Finanzierung sich Kreis Coesfeld, die Agentur für Arbeit, Rotary Club und die Volksbanken, darunter die VR-Bank Westmünsterland, beteiligt haben. Mit Bilanz könne man sehr zufrieden sein, unterstrich auch Jochen Theisen vom Rotary Club Coesfeld-Baumberge. In den vergangenen sieben Jahren haben rund 13.000 Jugendliche das computergestützte Verfahren genutzt, um für sich den passenden Beruf zu finden. Wie wichtig die Orientierungshilfe ist, zeigt sich nach Angaben von Theisen daran, dass früher je zweite Schüler ein Jahr vor Schulentlassung keine Vorstellung hatte, welchen Beruf er ergreifen sollte. Die Folge dieser Schieflage: 2011 brach fast je vierte Auszubildende seine Lehre und je vierte Studierende sein Studium ab. Beim Berufsnavigator bewerten sich Schüler untereinan, aber auch einem Bausparvertrag kann z. B. zusätzlich eine staatliche Wohnungsbau-Prämie beantragt werden. Altersvorsorge: Gerade erst mit dem Beruf begonnen und schon an die Rente denken? Gerade jetzt ist richtige Zeitpunkt, den Grundstein für das Alter zu legen. Schon bei einer Zahlung von fünf Euro pro Monat auf einen Altersvorsorgevertrag bekommt Sparer jährlich eine staatliche Zulage von 154 Euro. Berufsstarter bekommen übrigens einen einmaligen Bonus von 200 Euro. je sich selbst. Die Jugendlichen kennen sich, aber dennoch läuft das Verfahren anonym ab. Anschließend folgen Gespräche mit dem Berufsberater, in die die Testergebnisse, aber auch Interessen und Schulleistungen einfließen. Mit einem neuen Programm Landesregierung Kein Abschluss ohne Anschluss wird nun ein aner Weg Berufsorientierung mit ähnlichen Zielen beschritten. Daher ist die Zukunft des Projekts Berufsnavigator noch offen. Allerdings wies bereits Landrat darauf hin, dass bei dem neuen Vorhaben des Landes keine Lücken auftreten dürfen, die mit dem Berufsnavigator bereits geschlossen waren. Georg Kremerskothen, Vorstand VR-Bank Westmünsterland, ist es vor allem wichtig, dass das hohe Niveau des Projektes erhalten bleibt. Angesichts guten Resonanz in den vergangenen Jahren sei die finanzielle Unterstützung eine gute Entscheidung gewesen. Berufsunfähigkeitsversicherung: Auch daran mag man zum Berufsstart nicht denken wollen, aber beim Verlust Arbeitskraft, z. B. durch einen Unfall, gibt es meist keinen Anspruch auf eine staatliche Erwerbsminungsrente. Mit einer solchen Versicherung kann ein Jugendlicher Vorsorge treffen. In allen Fragen rund ums Geld stehen junge Berater VR-Bank den Jugendlichen zur Verfügung. Sie erstellen für sie individuell einen VR-Finanzplan. Weitere Infos unter www.vr-bankwestmuensterland.de René Aguilar, Kristin Stoschek und Janine Klein-Bösing zählen zu den besten Azubis Genossenschaftsinstitute in Nordrhein-Westfalen, hier gemeinsam mit Mareen Lammerding aus Personalabteilung. Beste Prüflinge įbesone Ehre für drei VR-Bank-Auszubildende Westmünsterland. Sie freuen sich über ihren Erfolg und können auch stolz auf ihn sein: René Aguilar (Reken), Kristin Stoschek (Ramsdorf) und Janine Klein-Bösing (Burlo) sind nicht nur frischgebackene Bankkaufleute aus dem Hause VR-Bank Westmünsterland, sonn gehören auch zu dem jetzt ausgezeichneten Kreis besten Nachwuchsbanker im genossenschaftlichen Finanzverbund. Udo Urner, Leiter Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsakademie in Forsbach (RWGA) und die zuständige Abteilungsleiterin Monika Lohmann gratulierten den Dreien zu ihrem weit überdurchschnittlichen Engagement, das durch ein beeindruckendes Prüfungsergebnis belohnt worden ist. Jetzt gilt es, das Erlernte in die Praxis umzusetzen, beschrieb Udo Urner den nächsten Schritt für die erfolgreichen Azubis und lud sie ein, die interessanten Möglichkeiten Weiterbildung wahrzunehmen, berufsbegleitend in Bank o im Studium an Uni. Mit lobenden Worten würdigte Dr. Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzen VR-Bank Westmünsterland, das Abschneiden Auszubildenden: Die exzellente Abschlussnote unserer Kollegen unterstreicht, dass nicht nur alle schriftlichen Leistungen herausragend waren, sonn im mündlichen Prüfungsgespräch eine weit überdurchschnittliche Leistung erbracht wurde. Dieses hohe Niveau ist zugleich eine Bestätigung für die gute Arbeit unserer Ausbil.

JULI/AUGUST/SEPTEMBER 2014 ----- GENOSSENSCHAFTLICHE ALLGEMEINE 5 Regional VR-Bank zahlt hohe Dividende Aufsichtsräte in ihren Ämtern bestätigt įdemografie-experte Kösters zu Gast bei Vertreterversammlung Borken/Westmünsterland. Eine Dividende von sieben Prozent für die insgesamt 46.130 Mitglie hat die rund 300-köpfige Vertreterversammlung VR-Bank Westmünsterland im Forum des Gymnasiums Mariengarden in Borken-Burlo beschlossen. In Summe erhalten die genossenschaftlichen Anteilseigner rund 1,5 Millionen Euro gutgeschrieben. Zudem werden die Eigenmittel weiter gestärkt. Ursula Jung (Borken), Karl Hövel (Südlohn) und Michael Sonnenschein (Coesfeld) wurden als Aufsichtsräte in ihren Ämtern bestätigt. Altersbedingt schied Ewald Rudde aus dem Gremium aus. Im vergangenen Jahr hat die VR- Bank Westmünsterland ihre Bilanzsumme erstmals auf über zwei Milliarden Euro gesteigert. Das Plus lag bei 5,3 Prozent. Die Kundeneinlagen wuchsen um 8,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Insgesamt betreute das Geldinstitut zum Jahresende rund 4,2 Milliarden Euro an Geldanlagen und Krediten für seine Kunden. Die Finanz- und Liquiditätslage VR- Bank sei weiterhin ausgezeichnet, betonten Vorstandsvorsitzen Dr. Wolfgang Baecker und Vorstand Georg Kremerskothen. Dr. Baecker begrüßte einerseits die geldpolitischen Maßnahmen Europäischen Zentralbank, die die unzureichende Kreditversorgung Unternehmen in den südeuropäischen Länn verbessern wolle. Es werde aber damit eine Einlagenentwertung für die deutschen Sparer verstärkt. Die VR- Bank werde spezielle Beratungen anbieten, um für die Kunden die Folgen Zinspolitik zu begrenzen, kündigte Vorstandsvorsitzende an. Mit den drei Schlagworten Weniger, Bunter und Älter dokumentierte anschließend Gastreferent Dr. Winfried Kösters die Folgen des demografischen Wandels, auch das Westmünsterland betreffen werde. Der renommierte Demografie-Fachmann forte zu einem Umdenken angesichts MELDUNG Bildungsarbeit stärken Westmünsterland. Lesen und soziales Lernen förn, die Kompetenzen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) stärken und Chancengleichheit für Menschen mit Behinung schaffen sind einige Ziele von Schulprojekten, die die Bildungsinitiative VR-Bank Westmünsterland finanziell unterstützt. Insgesamt sind es nach Beschluss des zuständigen Gremiums 16 weitere Aktionen und Programme, die das Geldinstitut finanziell flankieren will. Ein Teil Spenden kommt den Kinn St. Vitus-Grundschule in Südlohn, Pankratius- und Von- Galen-Grundschule in Gescher zugute, die einen Ernährungsführerschein absolvieren. Weitere Beispiele: Das Gymnasium Mariengarden in Borken-Burlo möchte die interkulturelle Kompetenz von Jugendlichen erhöhen und kann auf finanzielle Hilfen Bildungsinitiative bauen. Die Losberg-Hauptschüler in Stadtlohn lernen, wie man Kunststoff bearbeitet ein förungswürdiges Vorhaben, befand das Gremium. Geld bekommt die Johann-Walling-Grundschule in Borken für ihr Zirkusprojekt und das AvD-Gymnasium in Dülmen für die Musical AG. Die Schüler des Gymnasiums Nepomucenum in Coesfeld, die sich im Ganztagsbereich mit praktischen Lehrmethoden auseinansetzen, werden ebenso bedacht. Seit 2008 hat die VR-Bank bereits über 220 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 250.000 Euro gefört. Genossenschaftliche Allgemeine Zeitung Eine Kundenzeitung von Genossenschaften Die Genossenschaftliche Allgemeine Zeitung (GAZ) ist ein Medium Unternehmenskommunikation von Genossenschaften. Ziel GAZ ist die Förung des Genossenschaftswesens im Geist Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung in subsidiärer Ordnung. Die Berichterstattung ist in diesem Sinne interessengeleitet. Sie ist parteipolitisch unabhängig. Herausgeber Dr. Wolfgang Baecker, Dr. Thorsten Weiland Die wiegewählten Aufsichtsräte VR-Bank Westmünsterland mit den Vorständen Dr. Wolfgang Baecker (r.) und Georg Kremerskothen (l.): Karl Hövel, Ursula Jung und Aufsichtsratsvorsitzen Michael Sonnenschein (v. l.) bevorstehenden Veränungen auf. Wir werden in Deutschland weniger Kin haben, deutlich älter werden und uns um mehr Betagte kümmern müssen sowie nachhaltig, mit Blick auf die Zuwaner, bunter werden. Kösters rief zu einem Miteinan Generationen auf, um die anstehenden Probleme zu lösen. Die Entwicklung einer zahlenmäßig schrumpfenden Gesellschaft sei eine vollkommen neue Situation, deshalb lassen sich auch nicht mehr die Fragen Zukunft mit den Antworten aus Vergangenheit beantworten, hob Kösters hervor. 75 Kommunen betreut er mittlerweile in Sachen demografischer Wandel. Wie Städte und Gemeinden, Land und Bund die Herausforungen meistern können, hat Kösters in seinem Buch beschrieben, dessen Titel die drei Schlagworte seines Vortrags beinhaltet. Auf Seite 7 hat die GAZ Auszüge und zentrale Aussagen des Bandes zusammengestellt. Chefredaktion Wolfgang Koschny (V.i.S.d.P.) Kontakt zur Redaktion Genossenschaftliche Allgemeine Zeitung c/o Landwirtschaftsverlag GmbH Hülsebrockstraße 2-8, 48165 Münster Telefon: 02501/8 01-8791 E-Mail: redaktion@genossenschaftliche-allgemeine.de Regionalseiten VR-Bank Westmünsterland Thomas Borgert (verantwortlich), Telefon: 02541/13-202 Verlag Frankfurter Societäts-Medien GmbH Frankenallee 71 81, 60327 Frankfurt am Main Telefon: 069/7501-43 52, Telefax: 069/7501-47 43 52 IMPRESSUM Gab Handlungsempfehlungen zum Thema Demografie im Westmünsterland : Dr. Winfried Kösters Dank an Jubilare VR-Bank įehrung für insgesamt 486 langjährige Mitglie Westmünsterland. Die VR-Bank Westmünsterland dankt auch in diesem Jahr wie ihren langjährigen Mitglien für en Treue. Insgesamt werden in diesem Jahr 486 Jubilare geehrt, die seit 40, 50 o 60 Jahren dem Geldinstitut verbunden sind. Die ersten beiden Feierstunden gab es bereits in Coesfeld und Dülmen, die weiteren folgen in den nächsten Wochen. Wie in Grünzeit Genossenschaftsbanken stehen auch heute die Eigentümer dieser Bankengruppe und en Interessen im Mittelpunkt unserer Geschäftspolitik, unterstreicht VR-Bank-Vorstand Georg Kremerskothen. Das Besone an VR-Bank sei auch heute noch, dass es sich nicht nur um Anteilseigner mit Aussicht auf eine attraktive Dividende handele, sonn, wie zu Grünzeiten, um Mitglie und Kunden, die ihre Finanzgeschäfte mit ihrer Bank tätigen. Sie alle sorgen dafür, dass mit den Geschäftsguthaben und Rücklagen Bank eine gute Eigenkapitalbasis für die Bankgeschäfte in Region gewährleistet ist. Im Kern verfolgen alle Mitglie nach Worten des Vorstands die These Professorin für Genossenschaftswesen an Universität Münster, Dr. Theresia Theurl: Wer eine Genossenschaft gründet, wehrt sich gegen Fremdbestimmung und nimmt sein wirtschaftliches Schicksal selbst in die Hand. Heute gehören VR-Bank über 46.000 Mitglie an. Bei den Feierlichkeiten in Dülmen (Bild oben) und in Coesfeld (Bild unten) ehrte die VR- Bank die Mitglie für 40-, 50- o 60-jährige Treue zum Geldinstitut. Redaktion Verlag Peter Hintere Gestaltung Verlag Kerim Demir, Maike Ahrens Projektleitung Verlag Olaf Kopmann Geschäftsführer Hans Homrighausen Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main Handelsregisternummer: HRB 7285 Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 114232782 Anzeigen-Service Genossenschaftliche Allgemeine Zeitung c/o Landwirtschaftsverlag GmbH Hülsebrockstraße 2-8, 48165 Münster Telefon: 02501/8 01-8791 E-Mail: redaktion@genossenschaftliche-allgemeine.de Abo-Service 30 Cent/Stk. (mind. 200 Exemplare) Druck Frankfurter Societäts-Druckerei GmbH, 2014 Diese Zeitung erscheint achtmal im Jahr. Als Kundenzeitung VR-Bank Westmünsterland erscheint sie in einer Auflage von 80.000 Exemplaren. Namentlich gekennzeichnete Artikel stellen nicht unbedingt die Meinung Redaktion dar. Für unverlangte Einsendungen wird keine Haftung übernommen. Nachdruck nur mit Genehmigung Redaktion. Rätsellösung Das Lösungswort für das Rätsel auf letzten Seite dieser Ausgabe lautet: Kaufkurs Nächste Ausgabe: 29. 09. 2014 Wertpapiere bieten viele Vorzüge Westmünsterland. Wenn es um das Wertpapiergeschäft geht, zeigen sich immer mehr Banken zurückhaltend o haben sich komplett von diesem Geschäftsfeld getrennt. Die GAZ sprach über die aktuelle Entwicklung mit Stefan Pätzold, Wertpapierspezialist VR-Bank Westmünsterland, und wollte von ihm auch wissen, wie das Geldinstitut selbst auf die veränten Rahmenbedingungen reagiert. Was veranlasst eigentlich zahlreiche Banken, sich aus dem Wertpapiergeschäft zurückzuziehen? Pätzold: Man kann es durchaus als historische Zäsur bezeichnen, die sich da in den Geldinstituten abspielt. Es sind vor allem die erhöhten Beratungsanforungen, zu denen beispielsweise die umfangreichen Gesprächsprotokolle gehören, die verschärften staatlichen Regulierungen und die damit einhergehenden höheren Kosten, die Banken zu einem Rückzug veranlassen. Wie verhalten sich zeit eigentlich die Anleger angesichts Situation auf den Finanzmärkten? Pätzold: Sie bekommen zeit vor allem die Folgen einer Zinspolitik zu spüren, die es ihnen immer schwerer macht, eine über Inflationsrate liegende Verzinsung zu erwirtschaften. Eine Kehrtwende sehr lockeren Geldpolitik ist nicht zu befürchten. Die Notenbanken haben die Wahl: Entwe sie führen die ultralockere Geldpolitik fort o sie müssen die Verantwortung dafür übernehmen, nicht verhint zu haben, dass Wirtschaft und Finanzsystem kollabieren. Nie zuvor in Geschichte hatten die Notenbanken einen so großen Einfluss auf die Kapitalmärkte. Das müsste doch im Umkehrschluss bedeuten, die Anleger suchen nach Möglichkeiten, um doch noch höhere Renditen erwirtschaften zu können. Da bieten sich doch beispielsweise Aktien an. Pätzold: Viele Anleger schätzen diese Wertpapiere als zu riskant ein. Die Erlebnisse aus den Jahren 2003 bis 2008, die vielfach zu empfindlichen Vermögensverlusten geführt haben, tragen maßgeblich zu diesem reservierten Verhalten bei. Mit zunehmen Erkenntnis dauerhaft niedriger Zinsen dürfte allerdings die Bereitschaft Anleger wachsen, höhere Aktienbewertungen zu akzeptieren. Wie stark die Bewertungen und damit die Aktienkurse noch zulegen können, lässt sich nur grob schätzen. Am Ende dürfte es massive Übertreibungen geben. Davon sind wir aber noch weit entfernt. Aber auf welche Anlageformen greifen denn dann die Kunden zu? Pätzold: Oftmals wählen sie das Sparbuch, das Festgeld o Staatsanleihen. Doch langfristig betrachtet kom- Gemeinwohl stärken įbürgerstiftung hilft in Borken, Stadtlohn und Umgebung Stadtlohn. Das Gemeinwohl Menschen über Generationen hinweg förn und unterstützen, das hat sich die Stiftung Aktive Bürger Borken, Stadtlohn und Umgebung zum Ziel gesetzt. Projekte in Jugend- und Erwachsenenarbeit, Alten- und Behintenhilfe, Kunstaktionen und Kulturveranstaltungen finanziell zu flankieren, gehört zu den Tätigkeitsfeln Stiftung. Diese sei eine Mittlerin zwischen denen, die etwas brauchen und denen, die etwas geben, sagte die Vorsitzende Elisabeth Hüls bei Mitglieversammlung in Jugendkulturwerkstatt von Stadtlohn. Das Haus, zugleich auch Atelier des Metallbildhauers Norbert Then, ist selbst ein Beispiel für das Engagement Stiftung. Hier kom- TIPP men diese Anlageformen einer Kapitalvernichtung gleich, so hart sich das auch anhören mag. Bereits eine von EZB angestrebte Inflationsrate von zwei Prozent bedeutet einen Ka- Stefan Pätzold pitalverlust von 20 Prozent in zehn Jahren. Angesichts solcher Zahlen macht sich Frust breit und manche Kunden verzichten schließlich komplett darauf, Geld auf die hohe Kante zu legen. Welcher Weg bietet sich denn an, um dem Dilemma zu entgehen? Pätzold: Wer sein Vermögen und damit auch den eigenen Wohlstand langfristig absichern will, wird nicht umhin kommen, ein gewisses Risiko einzugehen. Diese Erkenntnis setzt sich erst allmählich durch. Das aber wieum heißt, dass dem Wertpapiergeschäft eine tragende Rolle zukommt und damit Umgang mancher Geldinstitute mit diesem Geschäftsbereich nicht in die Zeit passt. Die Wertpapierabteilung VR-Bank Westmünsterland ist hingegen gut aufgestellt, um den unterschiedlichen Wünschen und den individuellen Beratungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Wie sollte denn ein Wertpapierportfolio aussehen, damit sich höhere Erträge erwirtschaften lassen? Pätzold: Es kommt vor allem auf eine vernünftige Zusammensetzung an. Zu den Komponenten können beispielsweise Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Edelmetalle o Immobilien gehören. Etwa 90 Prozent Gesamtrendite eines Portfolios werden über einen mehrjährigen Zeitraum durch die richtige Gewichtung Anlageklassen erreicht. Die genaue Ausgestaltung hängt stets von den Risiko- und Anlageprofilen des jeweiligen Kunden ab. Hier sind individuelle Angebote und Modelle gefragt. Welche Hilfe/Unterstützung erhält denn Kunde VR-Bank Westmünsterland, wenn er in Wertpapiere investieren möchte? Pätzold: Wir haben eine Reihe von kompetenten Spezialisten, die über langjährige Erfahrung verfügen. Sie bieten zum einen fundierte Beratungen an, zum anen unterbreiten sie Vorschläge, die jeweiligen Depots unter Risikound Renditegesichtspunkten zu optimieren. Darüber hinaus entwickeln sie Absicherungs- und Ertragsstrategien über den Terminmarkt. Das ist übrigens ein Angebot, mit dem nur noch wenige Banken in Deutschland am Markt sind, denn Terminmarkt ist hochkomplex und stellt hohe Anforungen. 1000-Euro-Spende für die Bücherei des Krankenhauses Maria-Hilf: (v. l.) Leiterin Elisabeth Demes, Geschäftsführer des Krankenhauses Michael Saffé, Stiftungsvorsitzende Elisabeth Hüls und Dr. Jörg Minte men junge Leute zusammen, entfalten und erweitern ihre kreativen Fähigkeiten, um sich in ihrer eigenen persönlichen Entwicklung zu stärken. Um das Raumangebot zu optimieren, wird für die Workshops ein eigener Veranstaltungsort gesucht. Im vergangenen Jahr hat die Stiftung insgesamt 24.179,10 Euro gespendet. Das Geld kam unter anem Kingärten und Schulen, Familienfreizeiten und bedürftigen Kinn zugute. Während Versammlung erhielt die Bücherei des Krankenhauses Maria Hilf einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro. Die VR-Bank Westmünsterland hat in den vergangenen Jahren zum finanziellen Erfolg beigetragen und damit zum Gemeinwohl einen erheblichen Beitrag geleistet. Foto: Münsterland Zeitung

6 4 JULI/AUGUST/SEPTEMBER 2014 ----- GENOSSENSCHAFTLICHE ALLGEMEINE Genossenschaften AUS DEN REGIONEN GVB vermisst Machtwort zu Bankenabgabe Rock deine Zukunft įdatev-genossenschaft stellt sich gegen den Fachkräftemangel in Steuerberater-Branche München. Die Ausgestaltung europäischen Bankenabgabe wird konkreter. Zwar hat die EU-Kommission angekündigt, erst im September vorzulegen, wie die Beitragspflichten einzelnen Banken zum europäischen Abwicklungsfonds gestaltet werden. Ungeachtet dessen sickern aus Brüssel aber zunehmend Details zu den Finanzierungsvorstellungen EU-Beamten durch. Diese und die Vorgehensweise Kommission quittiert Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), mit völligem Unverständnis: Für mich ist es nicht hinnehmbar, dass allerlei Interessen von Großbanken und EU-Mitgliedstaaten berücksichtigt Stephan Götzl wer- Förpreis für Volksbanken in Weser-Ems Carsten Gottbehöde (Mitte) von Volksbank Dammer Berge freute sich ebenso über die Auszeichnung wie Frank Brunswicker (2. v. links) von Volksbank GM Hütte-Hagen-Bissendorf und Reinhard Rehling (2. v. rechts) von Volksbank Neuenkirchen-Vörden. Überreicht wurden die Förpreise von Harald Lesch (Genossenschaftsverband Weser- Ems; links) und Holger Scharnhorst (DZ BANK, rechts). Rastede. Insgesamt vermittelten die 57 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems im Jahr 2013 ein Volumen von Förmitteln in Höhe von rund 933 Millionen Euro. Für diese erfolgreiche Vermittlung von Förkrediten wurden jetzt drei Genossenschaftsbanken mit einem VR-Förpreis durch die Arbeitsgemeinschaft den, mittelständische Regionalbanken mit ihren Belangen aber auf Strecke bleiben. Götzl kritisiert insbesone, dass die EU-Kommission offenkundig dazu tendiert, die Beitragspflicht für alle Banken über einen starren, an den relevanten Passiva ausgerichteten Prozentsatz zu bemessen. Die Gewichtung Risiken soll dagegen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Zudem erwartet Götzl, dass das EU- Parlament Entscheidungen mit großer Tragweite in Europa nicht weiter Exekutive überlässt: In Vergangenheit wurde EU-Kommission zu oft die Ausgestaltung zentraler Bereiche, insbesone in Finanzmarktregulierung überlassen. Der GVB- Präsident sieht die EU-Gesetzgeber gefort, über wichtige Regelungsgegenstände vermehrt selbst zu entscheiden und die schleichende Aushöhlung demokratischer Prozesse in Europa zu stoppen. Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems und die DZ BANK AG ausgezeichnet. Den ersten Platz erzielte die Volksbank Dammer Berge, den zweiten Platz die Volksbank GM- Hütte-Hagen-Bissendorf, und die Volksbank Neuenkirchen-Vörden erzielte mit ihrer Förintensität den dritten Platz. Nürnberg. Der Fachkräftemangel in Deutschland ist nicht nur ein Problem, mit dem Unternehmen bei technisch und naturwissenschaftlich orientierten Berufen zu kämpfen haben. Auch die Branche Steuerberater tut sich schwer, geeignete Nachwuchskräfte für die Kanzleien zu finden. So sind die Zahlen Kandidaten beziehungsweise Absolventen Steuerberaterprüfung seit Jahren rückläufig. Das ist auch für die DATEV eg als genossenschaftlicher Partner des Berufsstandes ein wichtiges Thema. Denn für das Unternehmen gilt es, langfristig die Zahl Mitglie abzusichern. Um diesem Nachwuchsmangel entgegenzuwirken, hat IT-Dienstleister deshalb die Initiative Rock deine Zukunft gestartet. Diese richtet sich vor allem an junge Erwachsene und Studierende, also mögliche zukünftige Berufsträger. Ziel Initiative ist es, die Steuerberatung ins Licht Öffentlichkeit zu rücken und mit dem weitverbreiteten Vorurteil, Steuerberater trügen Ärmelschoner und seien Zahlenschubser, aufzuräumen, erläutert Eckhard Schwarzer, Vorstandsmitglied für Service und Vertrieb bei DATEV. Denn trotz seiner vielfältigen Beschäftigungsfel wird Beruf des Steuerberaters nur selten von Berufsanfängern in Betracht gezogen. Dabei ist im wirtschaftlichen Umfeld kaum ein aner Beruf näher am Menschen. Steuerberater sind gleichermaßen Berater und Partner für den Mittelstand, ergänzt Schwarzer. Dass nur wenige Jugendliche und junge Erwachsene den Beruf des Steuerberaters ergreifen, ist auch mit anspruchsvollen und langjährigen Ausbildung zu erklären. Dabei handelt es sich um ein krisensicheres und vielseitiges Berufsfeld, das jungen Menschen verschiedene Einstiegs- und interessante Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Auf Internetseite www.rockdeine-zukunft.de informiert DATEV Schüler und Studierende umfassend Tim, Steuerberater: Mit diesem Foto wirbt die DATEV-Genossenschaft für ihre Initiative Rock deine Zukunft. über den Beruf und Berufsweg des Steuerberaters. Zentrales Werbeelement ist dabei junge Steuerberater Tim, in einem Video die Vielfältigkeit des Berufs im Kontakt mit unterschiedlichen Branchen vorstellt: In wenigen Minuten rauscht er durch die Betriebe von Sternekoch, Architekt, Optikerin und Schuhdesignerin, um dann im Backstagebereich einer Rockbühne zu erläutern, wie er als Steuerberater dafür sorgt, dass die Show immer weiter geht. Über Online- und Mobile- Werbung werden Jugendliche und junge Erwachsene auf die Website und das Video aufmerksam gemacht. MELDUNGEN Die Notwendigkeit, junge Menschen für die Berufe rund um die Steuerberatung zu gewinnen, besteht auch vor dem Hintergrund demografischen Entwicklung. Beinahe ein Viertel Berufsträger ist über 60 Jahre alt und aufgrund des Nachwuchsmangels gestaltet sich die Kanzleinachfolge oft schwierig. Ziel Genossenschaft ist deshalb nicht nur, das Berufsbild zurechtzurücken. Vielmehr soll die Initiative auch Steuerberater selbst dabei unterstützen, Botschafter für den eigenen Berufsstand zu werden. Der genossenschaftlich organisierte IT-Dienstleister bietet seinen Mitglien des- halb verschiedene Werbemöglichkeiten an, die sie nutzen können, um sich selbst als attraktiver Arbeitgeber darzustellen und damit leichter neue Mitarbeiter zu gewinnen. So gibt es beispielsweise Flyer und Plakate mit Tim, die mit Kontaktdaten Kanzlei versehen werden können. Auch das Video Kampagne lässt sich in die Kanzleihomepage einbinden. Außerdem hat DATEV eine Muster-Website für den Karriere- beziehungsweise Arbeitgeberbereich erstellt. Deren Inhalte sollen den Steuerberatern als Anregung dienen, um junge Erwachsene auf ihrer eigenen Kanzlei-Website anzusprechen. Wir brauchen faire Spielregeln Düsseldorf. Die nordrhein-westfälischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben gemeinsam mit dem NRW-Finanzministerium zu einer nachhaltigen Förung und Stärkung dezentraler und regionaler Geschäftsbankenmodelle in Europa aufgerufen. Dazu seien faire Spielregeln und eine risikogerechte Aufsicht erforlich, mahnten sie an. Auf ihrer Tagung Impulse für Europa: Sparkassen und Genossenschaftsbanken als Erfolgsmodell appellierten NRW- Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans sowie die Präsidenten Dr. Norbert Walter- Borjans beiden nord- rhein-westfäli- Volksbanken zeichnen Journalisten aus Düsseldorf. Zum zehnten Mal haben die Volksbanken, Raiffeisenbanken, Spar- und Darlehnskassen in Rheinland und Westfalen Journalisten für ihre Berichterstattung über das Thema Wirtschaft vor Ort ausgezeichnet. Die unabhängige Fachjury prämierte sechs Print- und zwei Fernseh- GenoPersonalConsult kooperiert mit RWGV Neu-Isenburg. Die Kreditgenossenschaften zeigen einen immer größeren Bedarf an Unterstützungs- und Beratungsleistungen im Management-Recruiting. Vor diesem Hintergrund hat Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV) eine Kooperationsvereinbarung über Personalsuche, -auswahl und -vermittlung mit Geno PersonalConsult (GPC) abgeschlossen. Mit GenoPersonalConsult, einer Tochtergesellschaft des Genossenschaftsverbandes Frankfurt, konnte RWGV einen bundesweit aktiven und anerkannten Partner in Personalberatung gewinnen, betont RWGV-Vor- schen Sparkassenverbände, Michael Breuer (RSGV) und Dr. Rolf Gerlach (SVWL), und Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzen des Rheinisch- Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV): Für die europäischen Bankenmärkte müssen deshalb als politische und regulatorische Maximen Vielfalt, Regionalität und Differenziertheit zugrunde liegen. Die Lösung Probleme in zentralen und standardisierten Lösungen zu sehen, sei falsche Weg. Damit Sparkassen und Genossenschaftsbanken ihre Funktion auch zukünftig effektiv ausüben und sich zu einem gesamteuropäischen Stabilitätsmodell entwickeln können, müssen die europäischen Institutionen eine risikogerechte Regulierung praktizieren. Faire Spielregeln bei Aufsicht und beim Abwicklungsfonds sind dafür unerlässlich, sagte Norbert Walter-Borjans. beiträge und vergab Preise mit einer Dotierung von insgesamt 15.000 Euro. Unter anem waren diesmal Autoren von Süddeutscher Zeitung, Handelsblatt und regionalen Blättern unter den Preisträgern. Weitere Informationen unter www.vr-journalistenpreis.de standsvorsitzen Ralf W. Barkey. Damit folge man Erkenntnis, dass die genossenschaftliche FinanzGruppe aus eigener Kraft heraus leistungsstarke und wettbewerbsfähige Beratungsangebote benötige, um die eigene Identität zu stärken. Speziell im Recruiting spielt das Thema Arbeitgeberattraktivität eine Rolle. Neben ganz wichtigen, übergreifenden Markenbotschaft wird in unserer dezentralen Organisation die individuelle, glaubhafte Ausgestaltung in einzelnen Genossenschaftsbank erfolgskritisch sein, erläutert GPC- Geschäftsführer Joachim Kehr die Zielsetzung Zusammenarbeit. Fit für Azubis 2014 Frankfurt. Bereits im vierten Jahr können sich Betriebe, Innungen o auch Fachschulen mit eigenen Aktionen und Initiativen im Wettbewerb Fit für Azubis 2014 bei GILDE Stiftung des Fleischerhandwerks mit ihren erfolgreichen Ideen zur Nachwuchsgewinnung im Fleischerhandwerk bewerben. Bis zum 15. August 2014 sollten die Bewerbungsunterlagen eingegangen sein. Auf die Gewinner MünchenerHyp ausgezeichnet München. Die MünchenerHyp, Partner Volksbanken und Raiffeisenbanken rund um die Finanzierung von Immobilien, wurde mit dem immobilienmanager award 2014 in Weniger Käse exportiert Berlin. Der Export von Fleisch, Fleischund Milchprodukten in die russische Föation ist weiterhin gestört. Anstrengungen zur Wieöffnung Märkte werden durch die politische Lage in Ukraine und das Auftreten von Fällen Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Litauen und Polen zusätzlich erschwert. Die Sperrung aller EU-Mitgliedstaaten für den Export von frischem und gefrorenem Schweinefleisch wirkt sich seit Anfang 2014 massiv auf die Notierungen aus. Die Schlachtschweinepreise gaben um 10 bis 54 Chöre ausgezeichnet Genossenschaftliche Allgemeine Zeitung Eine Kundenzeitung von Genossenschaften Die Genossenschaftliche Allgemeine Zeitung (GAZ) Weimar. ist ein Medium Die Unternehmenskommunikation deutschen Volksbanken von und Genossenschaften. Raiffeisenbanken Ziel GAZ ist zeichneten die Förung des den Genossenschaftswesens im Geist Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung in subsidiärer Mädchenchor Hamburg und den Berliner Ordnung. Mädchenchor Die Berichterstattung im ist Rahmen in diesem Sinne des interessengeleitet. Sie ist parteipolitisch 9. unabhängig. Deutschen Chorwettbewerbs mit Sonpreisen für die beste Performance von Herausgeber Kin- und Jugendchören aus. Insgesamt Dr. Wolfgang Baecker, 54 Chöre Dr. Thorsten und Weiland Vokalensem- wartet ein Preisgeld von insgesamt 6.000 Euro. Die Gewinner werden öffentlichkeitswirksam im Rahmen des DFV-Verbandstages im Herbst 2014 bekannt gegeben. Bewerbungsbogen und weitere Infos gibt es unter www. gildestiftung.de. Die Zentralgenossenschaft des deutschen Fleischergewerbes, ZENTRAG eg (Frankfurt), hat die GILDE Stiftung des Fleischerhandwerks e.v. vor drei Jahren gegründet. Kategorie Social Responsibility ausgezeichnet. Die Jury vergab den Preis für die Unterstützung des Projekts Job-Mentoring BürgerStiftung München. 15 Prozent nach. Auch beim Käseexport ergeben sich durch die Betriebssperrungen Absatzeinbußen. Im ersten Quartal gingen die Ausfuhren um rund 47 Prozent zurück. Damit ist langjährige positive Trend beim Auslandsabsatz gebrochen. Die Gesamtausfuhren von Käse aus Deutschland sanken im ersten Quartal 2014 um drei Prozent. Angesichts gestiegener Milchanlieferungen und hoher Produktion in den Molkereien geraten die Käsenotierungen unter Druck, so Dr. Henning Ehlers, Generalsekretär des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV). Chefredaktion Wolfgang Koschny (V.i.S.d.P.) Kontakt zur Redaktion Genossenschaftliche Allgemeine Zeitung c/o Landwirtschaftsverlag GmbH Hülsebrockstraße 2-8 48165 Münster Telefon: 0 25 01/8 01-87 91 E-Mail: redaktion@genossenschaftliche-allgemeine.de Verlag Frankfurter Societäts-Medien GmbH Frankenallee 71 81, 60327 Frankfurt am Main Telefon: 0 69/75 01-43 52, Telefax: 0 69/75 01-47 43 52 bles wurden nun beim größten deutschen Wettbewerb für die Chormusik als Preisträger ermittelt. Rund 4.500 Sänger aus 110 Chorformationen waren Einladung des Deutschen Musikrats gefolgt. Zuvor hatten sich sämtliche Ensembles aus den 14 ausgeschriebenen Kategorien darunter IMPRESSUM MELDUNG Westfleisch steht stabil im Markt Münster. Westfleisch schließt das Geschäftsjahr 2013 mit einem ordentlichen Jahresergebnis ab. Das Genossenschaftsunternehmen mit 4.100 Mitglien und Sitz in Münster/Westfalen ist einer fünf größten Fleischvermarkter in Deutschland und Euro- Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzen DZ BANK, ist europäischer Banker des Jahres 2013. Au s g e z e ic h net hat ihn die Journalistenvereinigung The group Wolfgang Kirsch of 20+1. Die Finanzjournalisten würdigten mit diesem Titel Kirschs Verdienste an Spitze des genossenschaftlichen Zentralinstituts, das er seit 2006 leitet und glimpflich durch Redaktion Verlag Peter Hintere Gestaltung Verlag Kerim Demir, Maike Ahrens Projektleitung Verlag Olaf Kopmann Geschäftsführer Hans Homrighausen Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main Handelsregisternummer: HRB 7285 Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 114232782 Anzeigen-Service Genossenschaftliche Weimar qualifiziert. Allgemeine Zeitung c/o Landwirtschaftsverlag GmbH Hülsebrockstraße 2-8, 48165 Münster Telefon: 0 25 01/8 01-87 91 E-Mail: redaktion@genossenschaftliche-allgemeine.de Gemischte Chöre, Männer-, Frauenund Jugendchöre, Kin- und Jazzchöre sowie Vokalensembles in Landeswettbewerben für das Finale in Die deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken unterstützen den Chorwettbewerb seit 2011 als Hauptsponsor. PERSONALIEN pa. Das Unternehmen steht stabil in bewegten Märkten wie wohl kaum je zuvor, stellte Dr. Helfried Giesen, Sprecher des Vorstands Westfleisch eg, Landwirten und Erzeugern auf Generalversammlung in Münster dar. Gegen den Branchentrend erzielte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von rund 2,51 Milliarden Euro (+ 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Der Absatz von rund 900.000 Tonnen Fleisch (+ 1,7 Prozent) hat damit ebenfalls eine neue Höchstmarke in 86-jährigen Geschichte von Westfleisch erreicht. die Finanzkrise geführt hat. +++ Der Aufsichtsrat R+V Versicherung AG hat Marc Michallet (46) zum 1. Januar 2015 zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt. Er übernimmt die Verantwortung für das Finanzressort von Rainer Neumann (63), es seit 21 Jahren leitet und zum Jahresende 2014 in den Ruhestand geht. +++ Christoph Ochs, Vorstandsvorsitzen VR Bank Südpfalz, ist neuer Aufsichtsratsvorsitzen RZW Rhein Main eg. Sein Vorgänger Friedhelm Decker schied wegen Erreichung satzungsgemäßen Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat aus. Abo-Service 30 Cent/Stk. (mind. 200 Exemplare) Druck Frankfurter Der Chorwettbewerb Societäts-Druckerei GmbH, zeigt, 2014 wie viel die Diese rund Zeitung 1,8 erscheint aktiven achtmal Millionen im Jahr. Chormitglie für gekennzeichnete die kulturelle Artikel Vielfalt stellen nicht und un- das Namentlich bedingt die Meinung Redaktion dar. Für unverlangte soziale Miteinan in allen Teil Einsendungen wird keine Haftung übernommen. Nachdruck Deutschlands nur mit Genehmigung leisten, Redaktion. erklärte Dr. Andreas Martin, Rätsellösung Das Lösungswort Vorstandsmitglied für das Rätsel auf des Bundesverbandes letzten Seite dieser Ausgabe lautet: Deutschen KaufkursVolks- Nächste Ausgabe: 29. 09. 2014 banken und Raiffeisenbanken.

JULI/AUGUST/SEPTEMBER 2014 ----- GENOSSENSCHAFTLICHE ALLGEMEINE 5 7 Gastbeitrag Wer wagt, gewinnt! Demografieexperte Dr. Winfried Kösters über die Herausforungen und Chancen für Deutschland, wenn wir alle älter, weniger und bunter werden? Dr. Winfried Kösters: Wer heute keine Rücksicht auf die Interessen nächsten Generationen nimmt, darf später auch keine Nachsicht von ihnen erwarten! > VON DR. WINFRIED KÖSTERS Bergheim. Wenn man die Menschen fragt, was sie mit dem Begriff Demografischer Wandel verbinden, so lautet die Antwort zumeist: Wir werden älter! O: Die Älteren werden immer mehr!. Dabei ist das nur eine Facette, die den demografischen Wandel beschreibt. Bedeutsamer ist die Tatsache, dass wir uns in Deutschland 1964 noch über 1.357.304 Geburten freuen konnten, 2012 aber nur noch 673.570 Kin das Licht Welt erblickten. Ans ausgedrückt: Wenn die 1964 Geborenen in 17 Jahren ihren Ruhestand antreten, dann können die von ihnen eingenommenen Arbeitsplätze nur noch zur Hälfte wiebesetzt werden. Die anen sind nicht mehr da. Ein gutes Drittel 2012 geborenen Kin kann eine Zuwanungsgeschichte erzählen. Das ist eine weitere wichtige Facette des demografischen Wandels: Immer mehr Menschen aus unterschiedlicher kultureller, religiöser und ethnischer Herkunft wollen mit uns eine gemeinsame Zukunft gestalten. Doch wie sieht die aus, wenn wir alle älter, weniger und bunter werden? Ein bloßes Weiter so! wird nicht funktionieren. Zukunft ist nicht mehr die bloße Verlängerung Vergangenheit. Denn noch nie gab es eine Gesellschaft, in wir mehr Menschen über 65 Jahre zählten, als unter 20, in mehr Inkontinenzhilfen als Babywindeln verkauft werden. Wer die Gestaltung des demografischen Wandels aktiv angehen möchte und nicht recht weiß, wo er anfangen soll (zumal dieser Wandel jeden Bereich und jedes Handlungsfeld und jede Lebenswelt betrifft), dem seien die nachfolgenden sieben Handlungsfel (auch in dieser Reihenfolge) angeraten. Kommunikation/Sensibilisierung: Menschen offensiv informieren und ihre Selbsthilfepotenziale aktivieren! Die meisten Menschen erleben ihre Zukunft unter Überschrift Das war immer so, das bleibt so und wird immer so sein!. Es lohnt sich daher, in die Information und Sensibilisierung Menschen auf je Ebene zu investieren, denn demografische Wandel betrifft jeden Menschen ganz persönlich, jede Familie, jede Kommune, jeden Beruf und jede Branche. Dies klar zu machen, ist die größte Herausforung, weil es gilt, Bil im Kopf zu veränn. Der Arbeitnehmer wird künftig über die Besetzung des Arbeitsplatzes entscheiden, weniger Arbeitgeber. Menschen über 60 werden gebraucht, sind nicht altes Eisen. Zuwanung ist in erster Linie sehr qualifiziert, weniger interessiert an Sozialtransfers. Wir müssen lernen, die Fragen zu beantworten: Wie stellen wir uns das Leben in unserer Kommune 2030 auf dem Hintergrund einer völlig veränten Bevölkerungsstruktur vor? Wie gestalten wir das Miteinan Generationen und Kulturen auf diesem Hintergrund? Die Antworten wieum gilt es mit den Menschen zu finden, nicht ohne sie und für sie. Der demografische Wandel findet vor Ort statt und braucht in erster Linie Antworten auf kommunaler Ebene. Engagementpolitik: Menschen motivieren, sich freiwillig zu engagieren! Warum engagieren sich junge Menschen in Essen über eine Facebook- Seite Essen packt an!, um die Folgen des Sturms vor Pfingsten 2014 zu beseitigen? Wenn dann Essen angepackt hat und die Schäden des Sturms beseitigt sind, ist das Engagement, zu dem man bereit war, wie vorbei, weil Trend Zukunft lautet: Engagement ist Ehrensache, aber nicht Ehrenamt!. Es mündet nicht in einen Verein o einen Verband. Kommunale Politik denkt noch immer sehr stark in Vereine und die Förung Vereine. Doch die waren es nicht, die in Essen angepackt haben. Der demografische Wandel wird nicht allein professionell gestaltet werden können, so zum Beispiel in Pflege, weil die Menschen bedingt durch den Geburtenrückgang nicht mehr da sind. Also brauchen wir ane Unterstützungsformen, wir brauchen das freiwillige Engagement. Doch das wieum muss ermöglicht werden, es muss in die Lebenswelten passen und auf ein wertschätzendes anerkennendes Klima stoßen. Generationenpolitik: Das Miteinan Generationen Im Mittelpunkt! Die aktuelle Rentenpolitik belegt, wie skrupellos die aktuelle Politik mit den Interessen zukünftigen Generationen umgeht, wenn es gilt, die gegenwärtige Rentnergeneration zufrieden zu stellen. Die Masse Wähler ist älter als 50. Sie sind an einer guten Rente interessiert, möglichst früh und möglichst lang und möglichst viel. Wie das und von wem finanziert wird, scheint egal. Doch diese älteren Menschen übersehen, dass auch sie Menschen brauchen, die am Ende ihres Lebens ihre Rollstühle schieben. Wer heute keine Rücksicht auf die Interessen nächsten Generationen nimmt, darf später auch keine Nachsicht von ihnen erwarten! Dieser Grundsatz ist die Philosophie einer neu zu konzipierenden Generationenpolitik. Weg von Kin-, Jugend-, Frauen-, Seniorenpolitik hin zu einer Generationenpolitik, die beide Geschlechter von 0 bis 100 in ihren Blick nimmt. Bildungspolitik: Das lebenslange Lernen mit Leben füllen! Gehirnzellen altern nicht. Wir können in jedem Alter lernen wenn wir wollen. Allerdings erfolgt das Lernen in jedem Alter ans. Am lernfähigsten sind wir in Regel als Kin. Doch auch Menschen im Alter von 80 Jahren, das belegt jedenfalls die Hirnforschung, können noch eine neue Sprache o einen neuen Tanzschritt lernen, wenn sie wollen, wenn sie motiviert sind, wenn sie mit Begeisterung ihr Leben gestalten. Da im Jahr 2030 die Hälfte in Deutschland lebenden Menschen älter als 50 Jahre sein wird und auch diese Menschen noch einmal neu lernen müssen und wahrscheinlich auch wollen, gilt es das Stichwort des lebenslangen Lernens mit Inhalten zu füllen. Wir brauchen eine Didaktik für alternsgerechtes Lernen und wir brauchen entsprechende Generationenakademien, die auf dieses Altern Rücksicht nehmen. Das Gymnasium von heute wird das Zentrum für lebenslanges Lernen morgen. Auch Unternehmen werden auf lernwillige, neugierige und bildungshungrige Menschen angewiesen sein, denn nur so wird Fachkräftebedarf von morgen gesichert werden. Gesundheitspolitik: Menschen zur Gesunhaltung ermuntern! Wir sind es gewohnt, im Fall eines Krankseins zum Arzt zu gehen. Unsere Krankenversicherung kennt keine Anreize, Menschen zu motivieren, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Unser Bewusstsein hat noch nicht verinnerlicht, dass jedes zweite neugeborene Kind eine Lebensperspektive von 100 Jahren hat. Doch wie möchten wir eigentlich alt werden? Alter ist heute mit Gebrechlichkeit verbunden, weshalb auch keiner so recht alt werden will. Doch auch Muskeln altern nicht. Wie können wir uns ein Leben lang, gesund ernähren und bewegen? Wie lernen wir es als Kind und gestalten unseren Alltag auch entsprechend als älter werden Mensch? Welche Anreize entwickelt zum Beispiel ein Unternehmen, damit die Mitarbeiter/innen möglichst gesund bleiben? Denn wenn sie krank werden und ausfallen so leicht findet man keinen qualifizierten Ersatz. Gesundheit geht uns also künftig wirklich alle an. Übrigens auch, weil uns in Zukunft Ärzte fehlen werden, um unser Kranksein zu therapieren. Noch nie gab es eine Gesellschaft, in wir mehr Menschen über 65 Jahre zählten, als unter 20." Dr. Winfried Kösters Integrationspolitik: Ein kulturübergreifend akzeptiertes Wertefundament bauen! Wer die demografischen Fakten nüchtern liest, wird feststellen, dass wir das Fünftel Menschen mit Migrationshintergrund heute im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Alltag brauchen. Erst recht werden wir auf das heutige Drittel Kin mit Migrationshintergrund nicht verzichten können, wenn sie ins Ausbildungso gar Elternalter kommen. Sie bringen ihre Werte, ihre Kultur, ihre Religion, ihre Vorstellungen von Leben mit und wollen sie auch gern in die Gesellschaft einbringen. Doch nach wie vor gelingt die Integration zuwannden Menschen nicht so, wie es sein könnte: Zugewante Menschen leben doppelt so häufig von Sozialtransfers (Hartz IV, Arbeitslosengeld und ähnli- ches mehr) als Deutsche. Die Kin zugewanter Menschen besuchen deutlich unterrepräsentiert das Gymnasium. Sie können ihre Kultur eher in Nischen leben als im öffentlichen Raum und fühlen sich eher selten als gleichberechtigte Bürger. Doch die Aufgabe ist es, ein von allen Menschen und Kulturen akzeptiertes und getragenes Wertefundament zu entwickeln, dass die zugewanten Menschen willkommen heißt und ihre kulturellen Fähigkeiten als Bereicherung ansehen. Umgekehrt darf auch die Akzeptanz des Grundgesetzes erwartet werden. Wohnungspolitik: Ein alternsgerechtes Wohnen und Leben gelingen lassen! Schätzungen Architektenkammern besagen, dass rund drei Prozent des Wohnungsbestandes in Deutschland auf die älter werdende Gesellschaft eingerichtet sind. 97 Prozent also nicht. Was wie ein gigantisches Konjunkturprogramm für das deutsche Handwerk aussieht, muss auf dem Hintergrund älter werdenden Belegschaften im Baugewerbe als große Herausforung betrachtet werden. Die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden verbleiben. Schon heute könnte je Neubau, jede Renovierung für eine alternsgerechte (Um-) Gestaltung genutzt werden. Banken zum Beispiel könnten Kreditvergaben davon abhängig machen, zumal Wohnraum später auf dem Hintergrund des Bevölkerungsrückgangs insgesamt weniger wert sein wird. Dieses Thema, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten, kann in seiner Vielfalt an dieser Stelle nur angerissen werden. Gleichwohl soll damit aber Mut und die Zuversicht geknüpft werden, dass diese neue soziale Realität, auch wenn sie nicht mehr abgewendet werden kann, zu gestalten ist. Doch dazu müssen wir uns alle änn. Sie haben 100 Prozent Einfluss auf sich selbst. Nutzen Sie es. Fangen Sie an! Zum Autor Dr. Winfried Kösters ist Politikwissenschaftler. Sein Buch Weniger, bunter, älter den demografischen Wandel aktiv gestalten liegt in zweiter Auflage vor.

8 6 JULI/AUGUST/SEPTEMBER 2014 ----- GENOSSENSCHAFTLICHE ALLGEMEINE Kultur Kate Moss während Fashion Week Paris, 1992 Das Phänomen Paparazzi Warum die Bilddiebe jetzt gefeiert werden įeine Ausstellung > VON CONSTANZE KLEIS Frankfurt. Sie sitzen hinter Büschen, steigen über Mauern, klettern auf Bäume, campieren manchmal tagelang vor Privathäusern, die nicht ihnen gehören: Paparazzi. Ihnen verdanken wir die Einsicht, dass auch Stars ganz normale Menschen sind. Solche mit Beziehungsdramen und Alkoholproblemen, Cellulitedellen an den Oberschenkeln und einem Gesicht, das sich ungeschminkt o spät am Abend eigentlich wenig von dem unterscheidet, was wir so herumtragen. Sieht man mal von den eindeutigen Rückständen größerer Beauty-Eingriffe ab. So erfahren wir von Lindsay Lohans Alkoholproblemen, Demi Moores verweinten Augen nach Trennung von Ashton Kutcher o dass Kate Middleton tatsächlich zwei Brüste hat. Man hätte sich das denken können, aber mit dem Oben-ohne-Fotobeweis ist es natürlich viel eindrucksvoller. Seit Hollywood entschieden hatte, dass seine Helden Öffentlichkeit makellos wie Götter präsentiert werden sollten, sind Fotografen unterwegs, sie in die Nieungen des Lebens zurückzubringen, ihnen ihre Geheimnisse zu entlocken und dafür noch in die entlegensten Winkel ihrer Privatsphäre zu kriechen. Von Anfang an mit großem Erfolg. Vielleicht auch, weil man es als Publikum einfach nicht aushalten kann, sich neben solch Übermenschlichem so klein zu fühlen. So entblößt Paparazzo nicht nur den Promi, sonn auch die Zuschauer. Er bedient ja letztlich vor allem auch unseren Voyeurismus und die zugegeben ziemlich kleinmütige Genugtuung, die man als nicht ganz so reich Beschenkter verspürt, wenn bei denen da oben offenbar auch nicht alles eitel Sonnenschein ist, aber auch eine unstillbare Sehnsucht nach größtmöglicher Nähe zum Idol. Der Paparazzo ist deshalb mehr als bloß Promi-Stalker nämlich ein Phänomen mit einer eigenen Gründungslegende. Demnach hat Feico Fellini in seinem Film La Dolce Vita diesem Typus erstmals seinen großen Auftritt verschafft und den Namen erfunden. Er schuf die Figur des Boulevard-Fotografen Paparazzo. Ein Mix aus pappataci (Sandmücke) und ragazzo (Junge) und angelehnt an den real existierenden Fotografen Tazio Secchiaroli, eine für seine zweifelhaften Methoden berühmte Paparazzo- Legende. Um an Fotos zu kommen, zerstach er schon mal an dem Sportwagen von Ava Gardner und Walter Chiari die Reifen, und bestach den Chefarzt des Vatikans, um an ein Bild des sterbenden Ohne Paparazzi keine Prominenz Papstes Pius XII. zu kommen. Keine sehr würdevolle Arbeitsplatzbeschreibung. Aber eine einträgliche. Ein goldener Schuss, also ein Foto von einem hochkarätigen Star wie Jennifer Aniston mit einem neuen Liebhaber, kann schon mal 100.000 Dollar bringen. Und es geht noch teurer: Die ersten Bil, die Dodi Fayed und Prinzessin Diana als Paar auf Urlaub zeigten, waren alleine dem Sunday Mirror 2 Millionen Dollar wert. Das tragische Ende Jagd nach immer neuen Schnappschüssen des Paares gilt heute immer noch als absoluter moralischer Tiefpunkt einer Zunft mit ohnehin zweifelhaftem Ruf. Aber noch etwas passierte: Der tragische Tod von Lady Di brachte Paparazzi selbst dorthin, wo sonst eher die Objekte ihrer Begierde stehen: ins Blitzlichtgewitter. Seitdem beschäftigt man sich mit ihnen so wie die Ausstellung Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler in Schirn Kunsthalle Frankfurt. Sie zeigt rund 600 Arbeiten und Dokumente die beliebtesten und berühmtesten Paparazzo-Ikonen wie Jacqueline Kennedy, Liz Taylor, Brigitte Bardot, Caroline und Stephanie von Monaco, Paris Hilton o Britney Spears und irgendwie auch, dass einige Stars ohne die Fotografen vielleicht gar keine Stars wären und man vermutlich fragen würde: Paris Wer? Ohne Paparazzi keine Prominenz. Ein Naturgesetz, das vor allem dem B-Promi durchaus bewusst zu sein scheint. Schließlich ist manches Sternchen stets auch bei vermeintlichen Zufallstreffern so erstaunlich perfekt herausgeputzt wie die echten Stars nur für einen Auftritt auf dem roten Teppich. Und es ist längst kein Geheimnis mehr, dass eine dem anen schon mal Bescheid sagt, dass er nun das Haus verlassen wird im Arm eines neuen Lovers. Auch ein o ane Politiker hat schon die sehr viel jüngere Neue an seiner Seite offenbar nicht ganz unfreiwillig präsentiert, vermutlich weil er es nicht erwarten konnte, dass die ganze Welt erfährt, welch toller Hecht da in dem unauffälligen Anzug steckt. Manche Beziehung zwischen Star und Paparazzi hat längst auch schon etwas Freundschaftliches. Warum auch nicht, sieht man sich doch manchmal beinahe häufiger als jeden anen Menschen in seinem Leben. Und mit so einem Stammfotografen hat man immerhin noch einen Hauch Kontrolle über das, was die Weltöffentlichkeit zu sehen bekommen wird. Außerdem gibt es Schlimmeres als ein unvorteilhaftes Bild: gar nicht mehr beachtet zu werden. Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler, Ausstellung in Schirn Kunsthalle Frankfurt bis zum 12. Oktober 2014 Paris Hilton und Britney Spears beim Shopping, 2006 Die pressescheue Marlene Dietrich, ohne Datum Mitreis(s)end: Vier lesenswerte Bücher für das Reisegepäck Donna Tartt: Der Distelfink Goldmann Verlag, 1024 Seiten, 24,99 Euro Der Distelfink handelt von Kinn und Eltern, von Tod und den Versuchen, Verlust zu verwinden, von Freundschaft, Verrat und Liebe. (F.A.Z.) Christoph Peters: Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln Luchterhand Literaturverlag, 224 Seiten, 18,99 Euro In Christoph Peters schelmischem Roman Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln wird die Lehre des Zen norddeutschen Verhältnissen angepasst. (Die Zeit) Jean-Michel Guenassia: Eine Liebe in Prag Insel Verlag, 511 Seiten, 24,95 Euro Was Josef Kaplan in dem Roman Eine Liebe in Prag so alles zustößt, das grenzt an die Erlebnisintensität einer Achterbahnfahrt. Bitte anschnallen. (FR) Mick Jagger und Jerry Hall im Pré Catelan, Paris, 1980 Marlon Brando im Waldorf Astoria Hotel, New York, 1974 George Bush mit Rubik s Cube, 2005 Saša Stanišic: Vor dem Fest Luchterhand Literaturverlag, 320 Seiten, 19,99 Euro In Stanišics Vor dem Fest ist das fiktive Uckermarkdorf Fürstenfelde Idealtyp wendeversehrten Ex- DDR - und Kulisse für eine furiose Tragikomödie. (Der Spiegel) Fotos Schirn Kunsthalle Frankfurt/Paparazzi (7)

JULI/AUGUST/SEPTEMBER 2014 ----- GENOSSENSCHAFTLICHE ALLGEMEINE 7 9 Job & Uni dpa UNGLEICHE EINKOMMEN Die Verdienstmöglichkeiten in Wirtschaft sind ungleich besser als in Politik. Top-Verdiener in Deutschland ist Volkswagen-Lenker Martin Winterkorn mit rund 16 Millionen Euro, während Bundeskanzlerin Angela Merkel nur auf geschätzte 300.000 Euro kommt. Das verdient auch ein guter Zweitligaspieler. Der Club Macht 28.000 ehemalige McKinsey-Berater arbeiten heute an den Schaltstellen von Wirtschaft und Politik įüber ein Netzwerk, das seinesgleichen sucht Zeigt sich kritisch: William Hague, Außenminister von Großbritannien Packt an: Martin Blessing, Vorstandsvorsitzen Commerzbank picture-alliance/dpa (9) Teilt gerne: Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin von Facebook Wird hoch gehandelt: Wolfgang Bernhard, Vorstand von Daimler Trucks VON JULIA LÖHR Düsseldorf. Einen wie Sean Brown dürfte es bei McKinsey eigentlich nicht geben. Nach seinem Studium am Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeitete Fünfundvierzigjährige zunächst als Berater für McKinsey. Nach drei Jahren verließ er die Strategieberatung, heuerte bei Beverly Hills Motoring an, einem Vertreiber mondäner Accessoires für nicht min mondäne Autos. Wie drei Jahre später zog es Brown zum Möbelhändler Furniture.com, dann gründete er ein Startup namens Brandstamp, um schließlich an seine alte Hochschule, das MIT, zurückzukehren. So weit, so bunt. So richtig interessant wird Browns Lebenslauf aber erst 2007. In jenem Jahr kehrte er zu seinem alten Arbeitgeber McKinsey zurück ein ungewöhnlicher Schritt, nicht so sehr aus Browns Perspektive, in dessen Lebenslauf es nicht an Abwechslung mangelt, aber aus von McKinsey. Denn eigentlich sind solche Rehires, sprich Wieeinstellungen, bei den Beratern verpönt. Wenn also The Firm, wie die führende Strategieberatung Welt oft genannt wird, entgegen ihren Prinzipien einen Ehemaligen wie einstellt, dann will das etwas heißen. Im Fall von Brown war es vor allem seine letzte Station im Lebenslauf, die ihn so interessant machte: Knapp vier Jahre hatte er sich am MIT um das Alumni-Netzwerk Elitehochschule gekümmert, dafür gesorgt, dass stetig wachsende Kreis Ehemaligen miteinan in Kontakt blieb. Genau das macht Brown heute bei McKinsey - in einer Dimension, die ihresgleichen sucht. Rund 28.000 ehemalige Meckies gibt es mittlerweile rund um den Globus. Zum Vergleich: Die Zahl aktiven Berater liegt bei 9600. Für viele Ehemaligen war die Beratungsgesellschaft ein Karrieresprungbrett, mehrere Tausend hat es Schätzungen zufolge in die erste Führungsebene in Wirtschaft o Politik katapultiert. Der Vorstandsvorsitzende von Vodafone, Vittorio Colao, ist ein McKinsey- Gewächs, ebenso Morgan-Stanley- Chef James Gorman, Boeing-Frontmann James McNerney und Facebook- Vorzeigefrau Sheryl Sandberg. Der britische Außenminister, die amerikanische Sicherheitsberaterin, serbische Finanzminister alle aus dem McKinsey-Stall. Auch die Nummer zwei auf dem Beratungsmarkt, die Boston Consulting Group (BCG), hat eine so illustre wie prominente Ehemaligenschar. Zu ihren 15.000 Alumni zählen etwa die Pepsi-Chefin Indra Nooyi, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und ehemalige amerikanische Präsidentschaftsanwärter Mitt Romney. Für die Berater sind die Netzwerke Gold wert. Gar nicht so sehr, weil die Ehemaligen ihre alten Arbeitgeber mit Aufträgen füttern würden. Die Zeiten, in denen Beratungsprojekte auf Zuruf unter alten Bekannten vergeben wurden, sind vorbei; heute achten allerorten Einkaufs- und Compliance-Abteilungen auf Objektivität. So ist Wert Alumni-Gemeinde vielmehr ein ideeller. Man ist intellektuell auf Gipfelstürmer, Schatzjäger o Brötchenverdiener was für ein Jobtyp sind Sie? O: Wie Sie Ihre Karriere voranbringen StepStone, die führende Online-Jobbörse in Deutschland, hat in einer demographischen Studie mit 5000 Fachund Führungskräften fünf verschiedene Jobtypen ermittelt. Finden Sie heraus, welchem Profil Sie entsprechen, und erfahren Sie, wie Sie die eigenen Fähigkeiten optimal einsetzen, um Ihre Karriere voranzutreiben. Schatzjäger Hier handelt es sich in erster Linie um die jüngsten Mitarbeiter eines Unternehmens. Für Schatzjäger steht das Geld am stärksten im Vorgrund. 64 Prozent von ihnen sind bereit, länger zu arbeiten, um ihr Einkommen zu steigern. Fast ein Viertel (23 Prozent) sehen sich in drei Jahren in einem anen Karrierestatus. Gipfelstürmer 65 Prozent Gipfelstürmer leisten unbezahlte Überstunden. Diese Gruppe von Arbeitnehmern ist extrem ehrgeizig und legt mehr Wert auf eine berufliche Beförung als jede ane Gruppe. Wenn sie bei ihrem aktuellen Arbeitgeber Anerkennung vermissen, sind sie schnell wechselbereit. Brötchenverdiener Flexible Arbeitszeiten sind sehr wichtig für Brötchenverdiener. Keine ane Gruppe ist daran mehr interessiert. Dafür sind sie auch bereit, Opfer zu bringen: 73 Prozent Brötchenverdiener arbeiten unbezahlt mehr als vertraglich vereinbart so viel wie keine ane Gruppe. Lebensgenießer Lebensgenießer sind primär an einer ausgewogenen Work-Life-Balance interessiert. Dabei ist ihnen Flexibilität genauso wichtig wie Geld. Allerdings spielt für jeden fünften in dieser Gruppe die eigene Karriere trotzdem eine große Rolle: 21 Prozent sehen sich in drei bis fünf Jahren in einer höheren Position. Unabhängige Routiniers Unabhängige Routiniers gehen dem Ende ihres Arbeitslebens entgegen. Daher ist Geld für sie nicht primäre Antrieb, ihre Karriere weiterhin voranzutreiben. 35 Prozent dieser Gruppe geben an, den größten Teil ihrer Arbeit außerhalb des Büros zu erledigen. Hier bevorzugen sie eine Tätigkeit im Home Office. Auf Basis Umfrageergebnisse hat StepStone fünf Tipps zusammengestellt, die dabei helfen können, die Karriere voranzubringen. 1. Flexibilität zeigen denn: 36 Prozent internationalen Arbeitgeber möchten die Arbeitszeit flexibler gestalten. Dies bedeutet große Karrierechancen für Lebensgenießer und unabhängige Routiniers. 2. Eine internationale Karriere anstreben denn: 36 Prozent internationalen Unternehmen möchten Mitarbeiter ins Ausland versetzen. Dies bedeutet große Karrierechancen für Schatzjäger und Gipfelstürmer. 3. Den Willen zur Weiterbildung zeigen denn: Beinahe 60 Prozent Arbeitnehmer wollen ihre Wissenslücken füllen und planen nicht, die Firma zu wechseln. Dies birgt große Chancen für Gipfelstürmer, die sowieso an diesen Themen interessiert sind. 4. Über den Tellerrand schauen denn: Auch für den Fall, dass eigene Job in Gefahr ist, gilt es, gezielt auf Stellenangebote von Mitbewerbern des bisherigen Arbeitgebers zu achten. Hintergrund: 27 Prozent Unternehmen sagen, dass Sie gezielt nach entlassenen Mitarbeitern Konkurrenz suchen. 5. Kompromisse eingehen denn: 40 Prozent Arbeitnehmer erwarten geringe Gehaltserhöhungen, 23 Prozent rechnen mit überhaupt keiner Erhöhung ihrer Bezüge. Stattdessen sollten Mitarbeiter flexible Arbeitszeiten o Weiterbildungen in ihren Mitarbeitergesprächen einforn. StepStone verschafft als führende Jobbörse Millionen von qualifizierten Fachkräften Zugang zu rekrutierenden Unternehmen. StepStone ist die meistgenutzte Online-Jobbörse in Deutschland (Quelle: IVW) und bietet im Schnitt 50.000 aktuelle Stellenangebote von über 20.000 suchenden Arbeitgebern. StepStone Augenhöhe, man weiß, wie ane tickt. Die meisten ehemaligen Berater eint zudem die Überzeugung, dass Beratung wichtig und richtig ist, dass es ohne sie in Unternehmen nicht läuft o es zumindest bedeutend schlechter laufen würde. Dass Kreis Ehemaligen so groß ist, hat mit dem Up or Out - Prinzip zu tun, das zu den Grundpfeilern des Beratungsgeschäfts zählt. Wer nicht aufsteigt, steigt aus entwe freiwillig o mit sanftem Druck. Das geistige Kapital soll stetig erneuert werden. Beim Branchenprimus McKinsey, Jahresumsatz 7 Milliarden Dollar, wird nur je fünfte Berater einmal Partner. Die große Mehrheit wechselt früher o später die Seiten. Ein großer Schwung geht schon nach zwei Jahren, berichtet Kai Peter Rath, in Deutschland den Kontakt zu den Alumni organisiert, ane große Schwung nach drei bis vier Jahren, wenn er es vom Fellow über den Associate bis zum Titel Projektleiter gebracht hat, dem Berater-Diplom, wie es gemeinhin heißt. Mehrere Tausend hat es in die erste Führungsebene in Wirtschaft o Politik katapultiert. Damit Wechsel möglichst reibungslos abläuft, gibt es eine interne Stellenbörse, in die Unternehmen Stellenangebote einstellen. Je Berater hat darauf Zugriff, sich wegzubewerben ist ausdrücklich erwünscht. Das ist auch fürs Re cruiting gut, sagt Rath. Wir freuen uns, wenn die Leute nach McKinsey coole Jobs bekommen. Ebenfalls beliebt: die Start-up-Szene. Ein Viertel Berater gründet ein eigenes Unternehmen, schätzt Rath. Gregor Gerlach zum Beispiel, Grün Restaurantkette Vapiano, ist ein ehemaliger Meckie. Eine beliebte Adresse ist auch Rocket Internet, Inkubator Samwer-Brü in Berlin, laut Eigenbeschreibung eine Art McKinsey auf Steroiden. Angefangen hat die Netzwerkpflege Meckies in den siebziger Jahren auf einem einfachen Blatt Papier. Wer ist dabei, wer war dabei eine Gedächtnisstütze sollte es sein, mehr nicht. Mit zunehmen Alumni-Zahl und verbesserter Technik wurde mehr daraus, erst eine Computerdatei und dann eine Datenbank, wie sie Traditionshochschulen wie Yale und Harvard schon pflegten, mit Möglichkeit, sich gegenseitig Nachrichten zu schicken und nach Brün (und Schwestern) im Geiste zu suchen. Das geht zurück auf den Stammesgedan- ken, sagt Hans-Paul Bürkner, Verwaltungsratsvorsitzen von BCG und Vorsitzen Vereinigung deutscher Rhodes-Stipendiaten. Man tauscht sich aus, man unterstützt sich. Sowohl McKinsey als auch BCG versorgen ihre Ehemaligen mit Newslettern und Studien, laden sie zu Gesprächsrunden und zu Alumni Days ein. Da kommen dann allein in Deutschland schnell mal mehr als 1000 Leute zusammen, die mit GPS- Senn ausgestattet werden, auf dass sie einan im Getümmel auch finden. Wir organisieren nachmittags Diskussionsrunden zu Themen aus den Branchen o Wirtschaftspolitik, abends treffen sich die aktiven und ehemaligen Berater zum Essen und dann zur Party, erzählt Rath. Wie viel so eine Veranstaltung kostet? Rath sagt, er wisse es nicht. Es klingt so, als spiele es auch keine Rolle. Zwischen 15 und 20 Prozent bewegt sich die Fluktuation in Branche, die Alumni-Netzwerke großen Beratungen wachsen also jedes Jahr um 1000 bis 2000 Neuzugänge. Ist solch ein sich stetig erweitern Club irgendwann überhaupt noch zu steuern, geschweige denn zu kontrollieren? BCG-Mann Bürkner sieht die Sache entspannt: Je größer, desto besser, sagt er. 20.000 Leute braucht man schon, damit auf einer Internetplattform rege diskutiert wird, sagt er. McKinsey bereitet die Größe schon mehr Kopfzerbrechen, was mit einigen für die Berater unerfreulichen Schlagzeilen zu tun hat. In Deutschland kratzte ausgerechnet Jürgen Kluge am Hochglanzlack, ehemalige Deutschland- Chef von McKinsey, ein Mann, Managern jahrelang Nachhilfe erteilte, dann aber selbst als Haniel-Chef grandios scheiterte. Und auch die Medienberichte über die privaten Finanzen von Goldman-Sachs-Banker Alexan Dibelius ( Deutschlands teuerste Scheidung, Der Fluch Karibik ) dürfte man bei McKinsey aufmerksam verfolgen: Dibelius war ebenfalls einmal einer von ihnen. Ein Netzwerk von dieser Größe können und wollen wir nicht vollständig kontrollieren, sagt Rath. Natürlich birgt es das Risiko, dass sich ein Einzelner fehlverhält. Das bislang prominenteste Beispiel ist Rajat Gupta. Der gebürtige In war in den neunziger Jahren Vorstandschef von McKinsey, da war sein Ruf noch tadellos. Vor zwei Jahren aber wurde er in Amerika wegen Insihandels verurteilt; Gupta hatte einen Hedgefondsmanager mit geheimen Informationen versorgt. Zwei Jahre Gefängnis und eine hohe Geldstrafe damit nicht genug. Auch das Gericht von McKinsey tagte. Im Namen Beraterschaft erging die Höchststrafe: Guptas Name wurde von Alumni-Liste gestrichen. Hält Kurs: James McNerney, Vorstandsvorsitzen von Boeing Ist sich ihrer Macht bewusst: Susan Rice, Sicherheitsberaterin von Obama Hat große Ziele: Frank Appel, Vorstandsvorsitzen Deutschen Post Behält den Überblick: Ann-Kristin Achleitner, Multi-Aufsichtsrätin Setzt auf digital: Paul-Bernhard Kallen, Vorstandsvorsitzen des Medienkonzerns Burda

10 8 JULI/AUGUST/SEPTEMBER 2014 ----- GENOSSENSCHAFTLICHE ALLGEMEINE Kin + Familie dpa FUSSBALL-WM FÜR KIDS Tivi, Kinkanal des ZDF, bietet auch diesmal wie kindgerecht aufbereitete Informationen rund um die Fußball-WM an. News, ein WM-Quiz und Suchspiel, Infos über das deutsche Team und das Gastgeberland Brasilien findet man unter: http://www.tivi.de/ fernsehen/logo/rubrik/42881/index.html KOCHREZEPT Salatröllchen mit Hähnchen und Möhren Ein Bobbycar mit Düsenantrieb Ein Schüler bastelt einen Mini-Renner įnicht nur sein Physiklehrer ist begeistert Den Saft Zitrusfrüchte in 1. einer flachen Schale verquirlen. Den Knoblauch häuten und dazu pressen. Die Hähnchenbrüste abbrausen, trocken tupfen und in die Marinade legen. Abdecken und ca. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Die Gurke sowie die Möhren 2. schälen und beides in Stifte schneiden. Den Salat entblättern, waschen und trocken schütteln. Für die Mayonnaise das Eigelb 3. mit einer Prise Salz würzen. Den Senf dazu geben und mit einem kleinen Schneebesen gründlich verrühren. Nun zunächst tröpfchenweise, dann in dünnem Strahl und unter weiterem Rühren das Öl zufließen lassen. Dabei immer weiter quirlen, damit sich das Öl gut mit dem Eigelb verbindet. Die Mayonnaise sollte zum Schluss einen schönen Glanz und eine cremige Konsistenz haben. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken. Die Hähnchenbrüste aus 4. Marinade nehmen und im heißen Öl in einer Pfanne rundherum 5-6 Minuten braten. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und Form des Geldeinzugs Schutzpatron Winzer länglicher Hohlkörper Abk.: British Broadcasting Corporation enthaltsame Lebensweise Kurort am Chiemsee dt. Vorsilbe Verneinung Aufsichtsbeamter i. Bergbau Verlauf von Ereignissen 1 westafrik. Staat Fechtwaffe Weideland in Ungarn 2 Ertrag an Früchten getrocknete Weinbeere schwärmerisches Tonstück 3 schlemmen vorspringende Spitze 4 5 Handwerker Irland in Landessprache Titulierung Bestellung, Or Schuldner 5 Verbrennungsrückstand Anteilnahme, Mitgefühl Abk.: mit Umsatzsteuer 6 3 7 6 ugs.: Lauferei Segel am hinteren Schiffsmast ebenfalls in Streifen schneiden. Je 1-2 Salatblätter ausbreiten und darauf etwas Möhren, Gurke und Hähnchensteifen verteilen. Die Salatblätter eng aufrollen und auf diese Weise alle Zutaten zu Röllchen verarbeiten. Nach Belieben halbieren und auf einer Platte anrichten. Dazu die Mayonnaise reichen. Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse 2 Fehlbetrag Greifvogel, Aasvertilger 8 Zutaten für 4 Personen: Für die Röllchen: 1 Zitrone, Saft 1 Orange, Saft 1 Limette, Saft 1 Knoblauchzehe 500 g Hähnchenbrustfilets 1 Gurke 3 Möhren 1 Eisbergsalat 2 EL Rapsöl Für die Mayonnaise: 1 Eigelb Salz 1/4 TL scharfer Senf 125 ml neutrales Pflanzenöl 1 EL Zitronensaft weidm.: frisch gefallener Schnee 7 Buch Bibel tschech. Name von Brünn GEHIRNJOGGING Luft holen umjubelt landw. Großgrundbesitz Blütensaft Stadt an Bode einer Raben Odins natürliches Gewässer zum Schwimmen Zeichen für Brom Luft holen weidm.: frisch gefallener Schnee Abk.: Europäische Zentralbank schlemmen vorspringende Spitze Ertrag an Früchten Schutzpatron Winzer Zeichen für Brom Mundart scherzhaft: Friseur Form des Geldeinzugs länglicher Hohlkörper Zeichen für Europium natürliches Gewässer zum Schwimmen unbedeutend, klein Singvogel 6 enthaltsame Lebensweise Titulierung Bestellung, Or Abk.: British Broadcasting Corporation Mundart 1 4 5 Fehlbetrag Greifvogel, Aasvertilger deutsches Topmodel (Julia) Wasservogel einer Raben Odins ugs.: Lauferei Schuldner foppen, hänseln Kurort am Chiemsee bestimmter Artikel scherzhaft: Friseur bestimmter Artikel dt. Popsängerin Handwerker Fechtwaffe Weideland in Ungarn BVEO 8 Stadt an Bode Zeichen für Europium umjubelt 4 Segel am hinteren Schiffsmast Wasservogel Gibt s nicht. Gibt s doch! Leonard Schäfer tüftelte so lange, bis er auf seinem Mini-Renner zum ersten Mal losdüsen konnte. Nicht nur sein Physiklehrer ist begeistert. Dort kommt gleich sehr heiße Luft heraus. Der Kin-Reporter springt zur Seite, da startet Leonard Schäfer auch schon das Triebwerk. 700 Grad Celsius heiße Abgase lassen die Luft flimmern. Auch ohrenbetäubende Lärm erinnert an ein startendes Flugzeug. Mit den Hebeln seiner Fernbedienung regelt Leonard die Drehzahl. Jetzt noch den Karosseriedeckel befestigen, das Lenkrad aufstecken, dann kann sich Pilot auf das ungewöhnliche Bobbycar setzen und im Hof elterlichen Baufirma eine Runde drehen. Im Straßenverkehr darf er mit seinem Eigenbau nicht fahren. Um gleichzeitig Gas geben und lenken zu können, legt er die Fernbedienung auf das kleine Lenkrad. Das ist noch nicht die endgültige Lösung, daran muss ich noch tüfteln. 70 Zentimeter lang ist das Ergebnis von Leonards Tüftelei. Es begann damit, dass 18-Jährige aus Rüsselsheim das Thema einer Jahresarbeit für die Schule frei wählen konnte. Ich suchte etwas, das mit meinen Leistungskursen Physik und Mathematik zu tun hat. Da kam ich auf die Idee, ein Fahrzeug mit Düsenantrieb zu bauen. Klein und leicht sollte es sein. Leonard erinnerte sich an sein erstes Kinfahrzeug. Kurz darauf packte er ein neues Bobbycar aus. Welcher Düsenantrieb passt dazu? Wie müssen Karosserie, Reifen und Lenkung verstärkt werden? Wo gibt es diese Teile? dt. Popsängerin Verbrennungsrückstand Anteilnahme, Mitgefühl Irland in Landessprache dt. Vorsilbe Verneinung landw. Großgrundbesitz Blütensaft Verlauf von Ereignissen unbedeutend, klein 1 7 Abk.: Europäische Zentralbank Aufsichtsbeamter i. Bergbau foppen, hänseln deutsches Topmodel (Julia) Buch Bibel Abk.: mit Umsatzsteuer s1712.8-60 8 2 Singvogel getrocknete Weinbeere schwärmerisches Tonstück westafrik. Staat 3 Das Lösungswort lautet s1712.8-60 tschech. Name von Brünn 8 7 6 5 4 3 2 1 Hinweise zur Lösung finden Sie im Impressum. Basteln am Bobbycar: Leonard Schäfer tut alles für die Schau auf dem Schulhof. bleche geben Karosserie den nötigen Halt. Nachts um zwei Uhr wurde ich fertig. Gerade rechtzeitig, schon am nächsten Morgen sollte Leonard sein Düsenmobil auf dem Schulhof vorführen. Ich war unglaublich aufgeregt. Aber es hat alles funktioniert und die ganze Schule war stolz auf mich. Wenige Zentimeter über dem Asphalt sitzt Leonard, wenn er mit seinem Bobbycar fährt. Wie schnell es sein kann, hat er noch nicht ausprobiert. Als zweiten Teil Jahresarbeit plane ich genaue Messungen. Dabei soll es Bleiben Sie bloß nicht hinter Düse stehen! Leonard Schäfer Schüler und Tüftler redkon GmbH (3) Wie bei einem Puzzle suchte er im Internet die Antworten auf seine Fragen. Dem Physiklehrer gefiel Leonards Plan und er unterstützte ihn. Der Antrieb in Leonards Bobbycar funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Düsentriebwerke in großen Flugzeugen: Bei ihnen dreht sich auf Vorseite ein Schaufelring. Er saugt Luft ins Innere und presst sie in einer Kammer zusammen. Dort wird Treibstoff Kerosin hineingespritzt und entzündet. Das heiße Verbrennungsgas schießt hinten aus einer Düse heraus und zwar mit einer Geschwindigkeit, die viel höher ist als beim Ansaugen Luft. So entsteht ein Rückstoß, das Fahrzeug anschiebt. Das hinausschießende Gas bewegt zusätzlich einen Schaufelring an Rückseite des Triebwerks. Seine Drehung wird genutzt, um den voren Schaufelring zu bewegen, wie neue Frischluft ansaugt. Ein Mitarbeiter meines Vaters hat zu Hause eine tolle Metallwerkstatt. Dort konnte ich alle Maschinen benutzen, um Platten, Achsen und Halterungen an mein Bobbycar anzupassen. Dem früheren Rutschauto gleicht Leonards Gefährt kaum noch: Der Düsenantrieb steckt normalerweise in Modellflugzeugen. Der Tank stammt aus einer Motor-Heckenschere. Luftreifen mit Metallfelgen ersetzen die Plastikrä. Metallnicht nur um Geschwindigkeit gehen. Welche Schubkraft entwickelt das Düsentriebwerk? Wie viel Treibstoff verbraucht es? Wenn Leonard dann losdüst, wird er Motorradhelm und Lekombi tragen, denn: Wahre Tüftler unternehmen keine halsbrecherischen Rekordversuche. Dieser Beitrag stammt aus PRIMAX, dem Kinmagazin Volksbanken und Raiffeisenbanken. Anzeige Werte, die man erhalten möchte, pflegt man besons Ihr Vermögen verdient die gleiche Aufmerksamkeit Meist sind es die ganz persönlichen Dinge, die uns am Herzen liegen ein schönes Familienstück o das geliebte Hobby. Gerne investieren wir unsere Zeit und Leidenschaft, um diese Werte auch für die Zukunft zu bewahren. Vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin mit Ihrem Berater und tun Sie Ihren Vermögenswerten damit etwas Gutes. Auch Ihre finanziellen Werte brauchen Pflege, damit sie erhalten bleiben. Gut, dass Sie dafür auf die Unterstützung unserer Experten zählen können. Geld anlegen klargemacht Wenn Sie mehr wissen möchten, fragen Sie Ihren Bankberater. O besuchen Sie uns auf www.geld-anlegen-klargemacht.de PrivatFonds können aufgrund Zusammensetzung Fonds und/o für die Fondsverwaltung verwendeten Techniken je nach Variante ein erhöhtes Kursschwankungsrisiko aufweisen. Ausführliche produktspezifische Informationen und Hinweise zu Chancen und Risiken Fonds entnehmen Sie bitte den aktuellen Verkaufsprospekten, den Vertragsbedingungen, den wesentlichen Anlegerinformationen sowie den Jahres- und Halbjahresberichten, die Sie kostenlos in deutscher Sprache über den Kundenservice Union Investment Privatfonds GmbH, Wiesenhüttenstraße 10, 60329 Frankfurt am Main, Telefon 069 58998-5450, www.union-investment.de, erhalten sowie bei Union Investment Privatfonds GmbH und Union Investment Luxembourg S.A., die die Fonds aufgelegt haben. Diese Dokumente bilden die allein verbindliche Grundlage für den Kauf Fonds. Stand: 23. Januar 2014.