Demografischer Wandel

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Transkript:

Demografischer Wandel unsere Gesellschaft im Jahr 2050 Katholischer Akademiker/innenverband Wien Doris Eyett 1. Juni 2016

Schlagworte zur Demografie Überalterung Generation 50+ 40 ist das neue 30 50 ist das neue 40 Best Ager Global Ageing Generationenkonflikt Silver Surfer Fruchtbarkeitsrate Geburtendefizit Active Ageing Migration Bevölkerungspyramide Fachkräftemangel Demografischer Wandel 65 ist das neue 50

Demografischer Wandel Steigende Lebenserwartung Niedrige Geburtenrate Zunehmende Migration

Auswirkungen auf Sozialsysteme Politik Konsumverhalten Unternehmen Mobilität

das gibt zu denken der Anteil der 55+ Bevölkerung (EU27), stieg von 1990 bis 2010 von 25 auf 30 Prozent. Prognose für 2060: ungefähr 40 Prozent. die durchschnittliche Lebenserwartung der Europäer/innen steigt jährlich um zwei bis drei Monate. das durchschnittliche Pensionsalter, lag 2009 bei 61,5 Jahren obwohl die nationalen Gesetze im Großteil der EU-Staaten ein Pensionsantrittsalter von 65 Jahren vorsehen. Quelle: Bundeskanzleramt Österreich

das gibt Hoffnung Österreich: 2004: 28,8 Prozent der 55- bis 64-Jährigen waren erwerbstätig 2010 bereits 42,4 Prozent. EU27: Erwerbstätigenquote der 60- bis 64-Jährigen stieg von 2000 auf 2010 von 23 auf 31 Prozent. EU27: Ein Drittel der Bevölkerung würde gerne länger arbeiten als gesetzlich vorgesehen (Umfrage Eurobarometer). Quelle: Bundeskanzleramt Österreich

Ab welchem Alter empfinden Sie Menschen als alt? (Zustimmung in Prozent) Quelle: The Nielsen Company, 2010

Das subjektiv empfundene Alter sinkt 58 Prozent der 60- bis 74-jährigen in Deutschland fühlen sich im Durchschnitt 8 Jahre jünger. Bei den 75+ jährigen fühlten sich 50 Prozent um durchschnittlich 10 Jahre jünger. 50 ist das neue 40 65 das neue 50 70 das neue 55-60 Quelle: The Nielsen Company, 2010

Generation 50+ Endlich kann man sich leisten, wofür man vorher weder Zeit noch Geld hatte (man will Früchte der Arbeit ernten). Die Zielgruppe ist anspruchsvoll, konsumfreudig, genussorientiert und offen für Neues zudem mobil, gesundheitsorientiert und aktiv. 70 Prozent sind bereit, für gesunde Produkte mehr Geld auszugeben, zudem ist die Zielgruppe besonders markenbewusst (Quelle: Integral). => Potenziale für Tourismus, Gesundheitsbranche, Online-Handel, E-Bike- Hersteller (Marktanteil der 45+ ist 74%), Fortbildungseinrichtungen etc.

Demografischer Wandel Steigende Lebenserwartung Niedrige Geburtenrate Zunehmende Migration

Die ferne Lebenserwartung 60jähriger (Österreich) Quelle: Statistik Austria, 2014

Lebenserwartung Entwicklung Quelle: Sven Drefahl, wikipedia

Weltweite Lebenserwartung Quelle: WHO 2006

Österreich nach Altersgruppen (in Millionen) Quelle: Statistik Austria, 2014

Österreich (Entwicklung von 2015 bis 2050) Bevölkerung sinkt von 8,35 auf 8,16 Millionen Durchschnittsalter steigt von 42,7 auf 48,2 Jahre Lebenserwartung Männer: 79,9 auf 88,8 Frauen: 84,7 auf 91,1 Jahre Anteil der unter 15jährigen sinkt von 14,1 auf 12,2 Prozent Anteil der 60+ jährigen steigt von 24,6 auf 36,0 Prozent Anteil der 80+ jährigen steigt von 4,9 auf 10,4 Prozent (2075: 12,0 Prozent) Geburtendefizit steigt von 8.305 auf 42.300 Quelle: Statistik Austria Bevölkerungsprognose 2003, mittlere Variante

Die Bevölkerung in Wien Quelle: Statistik Austria Bevölkerungsprognose 2003, mittlere Variante

Deutschlandprognose Quelle: Statista 2016

Europa 2050 Bevölkerungsveränderung Quelle: reddit.com

Demografischer Wandel Steigende Lebenserwartung Niedrige Geburtenrate Zunehmende Migration

Weltweite Geburtenrate Quelle: UNDP, Bericht über die menschliche Entwicklung 2003

Ursachen für niedrige Geburtenrate (D) Finanzielle Unsicherheit oder die Sorge um den Arbeitsplatz erschwert die Entscheidung für Kinder (86 Prozent). Unsere Gesellschaft bewertet die Leistungen im Beruf höher als Leistungen in der Familie (81 Prozent). Der Alltag ist auch ohne Kinder schon anstrengend (79 Prozent). Unvereinbarkeit von Beruf und Familie (77 Prozent) Wichtigkeit der eigenen beruflichen Karriere der Frau (76 Prozent) Quelle: forsa Umfrage 2010, n = 1.012 kinderlose Personen in Deutschland zwischen 25 und 45

Ursachen für niedrige Geburtenrate (D) Fehlende Bereitschaft, den eigenen Lebensstil zugunsten von Kindern einzuschränken (74 Prozent). Zurückgegangene Haltbarkeit von Partnerschaften und Ehen (69 Prozent). Nicht ausreichenden Angebote guter und zuverlässiger Kinderbetreuung (61 Prozent). Quelle: forsa Umfrage 2010, n = 1.012 kinderlose Personen in Deutschland zwischen 25 und 45

Erwerbsquote der 15 bis 64jährigen Ziel der Europa 2020 -Strategie: 75% Erwerbsquote bei den 20 bis 64jährigen Quelle: Federal Reserve Bank of St. Louis, WSJ.com

Erwerbstätigkeit 2010 bis 2030 Quelle: World Population Prospects: The 2012 Revision, medium variant

Auswirkungen auf das Pensionssystem 2014: 617 Pensionisten auf 1.000 Erwerbstätige (2017: 609)

Die Welt 2050 Quelle: Vereinte Nationen

Anteil Übergewichtiger Quelle: www.statistics.ge

Übergewichtiger Quelle: www.statistics.ge

Demografischer Wandel Steigende Lebenserwartung Niedrige Geburtenrate Zunehmende Migration

Deutschland 2040 mit und ohne Zuwanderung **) Geburtenrate 1,4; Lebenserwartung bei Geburt 2060 für Jungen 84,8, für Mädchen 88,8 Jahre; Fortschreibung des Bevölkerungsstandes aus Zensus Quelle: Statista 2016

Friedensindex 2010 Quelle: Economist Intelligence Unit

Weltrisikoindex Gefährdung durch Naturgewalten und Entwicklungsstatus der Gesellschaft Quelle: OECD

Klimawandel Einfluss auf das Wirtschaftswachstum in Prozent Quelle: OECD

Wasser 2050 Quelle: welt.de, 2013

Megatrends der Zukunft (1/3) Herausfordernde Bevölkerungsentwicklungen Arbeit und Unternehmen Verschärfung der (Energie)ressourcen Geschlechterrollen im Wandel Gesundheitsfortschritte Quelle: Jens Hansen Consulting GmbH, www.zukunftsstark.org

Megatrends der Zukunft (2/3) Fortschreitende Globalisierung Fortschreitende Individualisierung Internetkultur und Digitalisierung Klimawandel und Ökologisierung Markt und Konsum im Umbruch Wachsende Mobilitäts- und Logistikbedürfnisse Quelle: Jens Hansen Consulting GmbH, www.zukunftsstark.org

Megatrends der Zukunft (3/3) Politische und wirtschaftliche Umbrüche Intelligente Produkte und Infrastrukturen Zunehmende weltweite Risikodichte Zunehmende Verstädterung Wissensgesellschaft auf dem Vormarsch Quelle: Jens Hansen Consulting GmbH, www.zukunftsstark.org

Quellen Rudolf Karl Schipfer: Der Wandel der Bevölkerungsstruktur in Österreich, Auswirkungen auf Regionen und Kommunen, Österreichisches Institut für Familienforschung, Nr. 51 / 2005 Wirtschaftskammer Österreich (Hrsg.): Zukunftsmarkt Best Ager, Trends & Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Zukunftsinstitut, 4. aktualisierte Auflage Jänner 2015