Süddeutsche Zeitung Abendzeitung BR-Capriccio
Landwirtschaftliches Wochenblatt BLW 20 15. 5. 2009 Dorf und Familie 63 Kabarett aus dem Kuhstall Maxi Schafroth und Markus Schalk sind die Allgäuer Entdeckung s gibt Späße, die gehen bei Maxi Schafroth immer. Da E wären die Begebenheit mit dem Landmaschinenverkäufer, der den Maxi wegen seiner lockigen Haare für die Dame des Hauses gehalten hatte oder die Allgäuer Dialektschule, mit der traditionell Maxi Schafroth und Markus Schalk ihr Kabarett beginnen. Man will ja außerhalb Schwabens verstanden werden. Auch ein Lied gegen den saumäßigen Milchpreis haben die beiden im Programm. Zwei Stunden Lachen mit den Allgäuern über das Allgäu und das ganze Menschliche darin, so kann man sich einen Abend mit den beiden Mittzwanzigern aus dem Unterallgäu vorstellen. Markus und Maxi kennen sich von Kindesbeinen an. Erst war der Markus der Freund vom Hof nebendran, jetzt stehen sie gemeinsam auf der Bühne. Auf der Bühne mit Michael Mittermaier Familienbild: Maxi, Marina, Heidi, Gabi, Max Schafroth. Fotos: Wilhelms Der erste Einstieg in die Kabarettszene war ein Zufall und gleich ein Erfolg. Das Vereinsheim, ein Veranstaltungsort in München, feierte Eröffnung mit einer offenen Bühne unter dem Motto Blickpunkt Spot. Die beiden kamen dazu, hatten mit dem Veranstalter gesprochen und wollten sich das mal ansehen. Auftreten war nicht geplant, zumal der Markus an dem Abend eigentlich keine Zeit gehabt hätte. Nun war er aber doch dabei. Die beiden saßen nichtsahnend im Publikum, als es hieß: Die zwei Allgäuer da, die machen auch noch was! Augen zu und durch, da gab es kein Zurück. Drei Jahre ist das jetzt her, dass Maxi und Markus sich schwitzend, aber erfolgreich durch den Käßspätzleblues und die Schnapsballade lavierten. Die Lacher hatten sie auf jeden Fall auf ihrer Seite und konnten ihren Platz an diesem Abend behaupten. Immerhin trat am selben Abend auch Michael Mittermaier auf. Es folgten mehrere ausverkaufte Abende. Am 20. Februar 2009 fand der erste Fernsehauftritt bei Ottis Schlachthof statt, wo Maxi in Begleitung Markus Schalk und Maxi Schafroth sind auf der Bühne ein Team. Auf dem Bauernhof seiner Eltern hilft Maxi Schafroth gerne mit, wenn er Zeit dafür hat. von Markus von Ottfried Fischer als Schatz aus dem Allgäu und vielversprechender Jungkabarettist angekündigt wurde. Markus Schalk studiert neben seinem Kabarettistendasein Lehramt, Maxi Schafroth arbeitet bei der Bank. Die Bank lasse ihm ausreichend Freiheiten, und bei Feiern der Vorstände trete er auch auf. Für die Bank haben wir ein eigenes Programm, bei dem der Bezug zur Landwirtschaft nicht zu kurz kommt. Eine Fusion, erkläre ich dann, das ist, wie wenn auf dem Dorf geheiratet wird und dann die Kühe vom neuen Schwager auf den Hof kommen!, meint Maxi. Wirklich ein lustiger Spaß für alle Kabarett muss auch oberhalb der Gürtellinie funktionieren, findet Maxi Schafroth. Frauenfeindliche Schenkelklopfer sind nicht seine Sache. Klar kann man über ein paar Gruppierungen immer gut lachen, aber am besten ist es doch, wenn man sich selber nicht so ernst nimmt, so Schafroth. Eine gute Quelle sind auch immer der heimische Hof und das Landleben. Mittlerweile lebt Maxi in München, aber um die Basis aus der Heimat ist er sehr froh. Denn die Leute in München seien schon arg vom Bodenständigen entfernt. Zwar hat er selten Zeit dazu daheim im Stall zu helfen. Von München aus wäre es ein bisschen weit zu fahren. Auf seiner Internetseite www.maxischafroth. de hat er aber seine Kindheit auf dem Bauernhof aufgeführt. Dass er den Hof als ältester Sohn übernimmt, steht aber nicht zur Debatte. Die Kleine vielleicht, regelt er schmunzelnd mal eben die Hofnachfolge. Seine Eltern haben seine im Dorf eher ungewöhnliche Karriere immer unterstützt. Zwar kennt Maxi Schafroth die Namen der rund 100 Kühe nicht mehr, auf Nachfrage klettert er aber immer noch auf den Rücken eines braven Rindviehs. In München ist er allerdings auf den Pferderücken umgestiegen. Vorbild aus der Kabarettszene ist auf jeden Fall Gerhard Polt. Martina Schwarzmann mag er auch, und Michael Mittermaier war sogar Ehrengast bei der Premiere seines Programms Faszination Allgäu am 8. April im Schlachthof in München. Da haben wir uns total gefreut, dass er gekommen ist!, erklären die beiden. Insgesamt war der Abend ein voller Erfolg gewesen, und die nächsten Termine werden es hoffentlich auch werden. Maxi Schafroth und Markus Schalk treten an folgenden Terminen auf: 12. & 13. Mai, Fraunhofer-Theater, München 26. Mai, Heppel & Ettlich, München 16. Juni, Kornhaus, Kempten 24. Juli / ( + 18. Oktober) Sonthofener Kultur-Werkstatt 25. November, Kursaal, Ottobeuren Margot Wilhelms Fachkräfte für Sicherheit ie Nachfrage nach Fachkräften für Arbeitssicherheit, D die etwas von der Land- und/ oder Forstwirtschaft verstehen, wird weiter ansteigen. Vor diesem Hintergrund erstellt die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben derzeit ein Verzeichnis dieser Dienstleister. Wer ausgebildete Fachkraft für Arbeitssicherheit ist, über ein fundiertes Wissen in der Land- und Forstwirtschaft verfügt und aufgenommen werden will, kann sich melden unter praev@landshut. lsv.de und unter Telefon 0871-696-282. Alois Frühmorgen LBG NOS Süddeutsche Zeitung / Premierenkritik