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Transkript:

1 Kennlinien eines Solarmoduls 1.1 Bestimmen Sie die Werte Kurzschlussstrom I SC, Leerlaufspannung U OC, Kennwerte im MPP I MPP, U MPP, P MPP der Modulkennlinie bei 1000 W/m² und geben Sie an, an welchen Stellen Sie diese Werte im Diagramm ablesen. I SC = 8,8 A, abgelesen am Schnittpunkt I-Achse U OC = 38 V, abgelesen am Schnittpunkt U-Achse MPP bei maximaler Leistung -> Ablesung siehe Kennlinie unten P MPP = 240V, U MPP = 30,5V, I MPP = 7,8A 10 I in A Kennlinien I(U) Solarmodul TGU-60-243 bei verschiedenen Bestrahlungstärken P in W 250 9 1000 W/m² 8 200 7 6 150 5 4 100 3 2 50 1 0 0 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 U in V 1.2 Wie erhalten Sie die P(U)-Kennlinie aus der I(U)-Kennlinie? Bei verschieden Stellen der Kennlinie, insbesondere in der "Krümmung", U und I-Werte ablesen und P=U*I berechnen. P an der entsprechenden Stelle einzeichnen. 1.3 Begründen Sie, bei welcher Bestrahlungsstärke die zweite angegebene Kennlinie I(U) gilt. Der Strom ist nahezu linear abhängig von der Bestrahlungsstärke. I SC-1000W/m² = 8,8A -> 0,88A pro 100W/m² -> an unbekannter Kennlinie I SC = 7A -> 7A / 0,88A = 8 -> E = 100W/m² * 8 = 800W/m² 1.4 Zeigen Sie, dass ein Modul aus 60 Zellen besteht. An jeder Zelle liegt eine Spannung von ca. 0,6V an -> 38V / 0,6V = 63. Anmerkung: Diese Modul besteht aus 60 Zellen (Anordnung 6*10). 1.5 Im Labor haben Sie eine Solarzelle dieses Moduls zur Verfügung. Welchen Kurzschlussstrom und welche Leerlaufspannung würden Sie bei der uns zur Verfügung stehenden Bestrahlungsstärke von 200 W/m² messen ("rote LED-Sonne"). Aus 1.3: 0,88A pro 100W/m². I SC = 0,88A * 2 = 1,76A. U OC = 0,6V (ungefähr) wie bei jeder Solarzelle. U OC ändert sich nur leicht mit der Bestrahlungsstärke. Uebungen_Photovoltaik-Loesung.odt Seite 1 von 8

1.6 Auf dem Solarmodul gibt es zwischen den Solarzellen und am Modulrand solarzellenfreie Flächen. Dadurch ist die (durch die Sonne) auf die Modulfläche zugeführte Energiemenge W zumodul größer als die Energiemenge W zusolarzellen, die auf die (kleinere) Fläche der 60 Solarzellen einstrahlt. Der Modulwirkungsgrad ist damit kleiner als der Solarzellenwirkungsgrad. Zusätzlich entstehen Verluste durch die Verbindungen der Solarzellen. Berechnen Sie den Zellwirkungsgrad, wenn eine der 60 Zellen 156 x 156 mm groß und der Modulwirkungsgrad mit 15,2 % bei einer Modulgröße von 1640 mm x 1000 mm angegeben wird. Verbindungen und Leitungen auf dem Modul verschlechtern den Modulwirkungsgrad um 0,2%. Ansatz: Wzu Modul Fläche Modul =... Fläche Solarzellen Fläche Modul Fläche Modul: 1,64 m x 1 m = 1,64 m² Fläche 60 Solarzellen: 60 x 0,156 m x 0,156 m = 1,46 m² 15,2% + 0,2% = 15,4% Wzu Modul Fläche Modul = Wzu Solarzellen Fläche Solarzellen η Modul = Wab Modul Wzu Modul und η Solarzellen = Wab Solarzellen Wzu Solarzellen η Modul Wzu Modul =Wab Modul =Wab Solarzellen =η Solarzellen Wzu Solarzellen Wzu Modul 1,64 m² η Solarzellen =η Modul =15,4 Wzu Solarzellen 1,46 m² =17,5 Uebungen_Photovoltaik-Loesung.odt Seite 2 von 8

2 Projektierung einer Solaranlage Mit Δ T = T 2 25 C gilt: U(T 2 ) = U 25 C (1 + TK Uoc Δ T) Daten eines Moduls des Typs TGU-60-243 Daten bei Standard-Testbedingungen STC Temperaturverhalten Kurzschlussstrom Isc 8,8 A TK Uoc -0,37 %/K Leerlaufspannung Uoc 37,9 V Strom im MPP I MPP 8 A Spannung im MPP U MPP 30,4 V Modulabmessungen Leistung im MPP P MPP 243 W 1640 mm x 1000 mm Modulwirkungsgrad η Modul 15,2 % Auf einer Dachfläche von 6,0 m x 5,0 m sollen möglichst viele dieser Module angeordnet werden. Die Gesamtspannung soll im MPP (STC) und bei der Leerlaufspannung (STC) im Bereich zwischen 240 V und 310 V liegen. 2.1 Zeigen Sie, dass Sie maximal 16 Module sinnvoll elektrisch verschalten können und geben Sie an, wieviel Module Sie maximal auf dem Dach unterbringen könnten. 5 / 1,64 = 3 und 6 / 1 = 6 Auf der Fläche kann man 3 mal 6 = 18 Module unterbringen. 240 V / 30,4 V = 7,9. Man muss mindestens 8 Module in Reihe schalten. 310 V / 37,9 V = 8,2. Man darf aber auch maximal 8 Module in Reihe schalten. -> 2 Strings mit je 8 Modulen, insgesamt 16 Module. Platz von 2 Modulen bleibt auf dem Dach frei. 2.2 Berechnen Sie die Gesamtspannung der Anlage im Leerlauf und im MPP sowie den Gesamtstrom im Kurzschluss und im MPP und skizzieren Sie die sich ergebende I(U)- Kennlinie der Gesamtanlage auf das Arbeitsblatt. Anlagenwerte: U OC = 8 * 37,9 V = 303,2 V U MPP = 8 * 30,4 V = 243,2 V I SC = 2 * 8,8 A = 17,6 A I MPP = 2 * 8 A = 16 A Zur Kontrolle ist punktiert die P(U)-Kennlinie bei 1000 W/m² eingezeichnet. 2.3 Berechnen Sie die Spannungen im Leerlauf und im MPP bei +75 C und -10 C. Zeichen Sie die sich ergebenden Kennlinien bei +75 C und -10 C in das Diagramm auf dem Arbeitsblatt ein (Skizze). Annahme: Der Strom ändert sich praktisch nicht mit der Temperatur. -10 C: Δ T = 10 C 25 C = 35K U OC ( 10 C) = 303,2 V (1 0,0037/k ( 35K)) = 303,2 V 1,1295 = 342,5 V U MPP (-10 C) = 243,2 V * 1,1295 = 274,7 V +75 C: Δ T = +75 C 25 C = 50K U OC (+75 C) = 303,2 V (1 0,0037/k (50K)) = 303,2 V 0,815 = 247,1 V U MPP (-10 C) = 243,2 V * 0,815 = 198,2 V Uebungen_Photovoltaik-Loesung.odt Seite 3 von 8

2.4 Zeichnen Sie die Kennlinie bei STC und Schwachlicht von 100 W/m² in das Diagramm ein. Kennlinie 1000W/m² nach unten verschieben bis I SC auf 1/10 gesunken ist. Bei Einstrahlungen größer als 1000 W/m² kann der 1,25-fache Kurzschlusstrom von I STC auftreten. 2.5 Zeichnen Sie durch gerade senkrechte und waagerechte Linien die Grenzwerte ein, die der Wechselrichter erfüllen muss: U MPP-min, U MPP-max, U OC-max, I max. Lösung siehe ausgefülltes Arbeitsblatt (Anmerkung: Da bei -10 C sich die I(U)-Kennlinie und die Wechselrichterkennlinie schneiden, wird die Anlage nicht im MPP betrieben, sondern bei ca. 295V. An dieser Stelle ist ein gestrichelter Kreis gezeichnet. Diese Spannung muss daher auch zum MPP-Arbeitsbereich gehören. Muss man so nicht wissen;-) 2.6 Ermitteln Sie, für welche Leistung der Wechselrichter ausgelegt sein sollte. P MPPmax = 16 A * 274,7 V = 4395 W (bei -10 C) Der Wechselrichter sollte für 4400 W ausgelegt sein. Es wird ein Wechselrichter mit der gegeben Leistungshyperbel verwendet. Wenn bei niedriger Temperatur und großer Strahlungsleistung die Anlage mehr als 4200 W abgeben möchte, wird die Leistung durch den Wechselrichter begrenzt: Die Anlage wird nicht mehr im MPP betrieben. 2.7 Erklären Sie, wie man aus der Leistungshyperbel die Leistung des Wechselrichters abliest, wenn diese nicht als Zahlenwert angegeben ist. Bei der Leistungshyperbel gilt: P = U * I = Konst. Also beliebiges Wertepaar von U und I, das auf der Leistungshyperbel leigt ablesen und U und I miteinander multiplizieren. 2.8 Warum dürfen sich die Kennlinie P(U) der Solaranlage und die Leistungshyperbel des Wechselrichters schneiden? Die Kennlinien sind zwar im gleichen Diagramm gezeichnet, beziehen sich aber auf ganz unterschiedliche Achsen: I(U)-Leistungshyperbel auf die Achsen I und U, P(U)-Kennlinie der Solaranlage auf die Achsen P und U. Die Schnittpunkte der Kennlinien sind also rein zufällig maßstabsbedingt und haben keinerlei praktische Aussage. 2.9 Berechnen Sie die Monatserträge der Anlage im Dezember und im Juni sowie den Jahresertrag. Standort Karlsruhe, Ausrichtung Südost, Modulneigung 60, 16 Module, Wirkungsgrad des Wechselrichters inkl. Zuleitungen: 93%. P Nenn_Anlage = 243,2 V * 16 A = 3891 W ; P Nenn_abgegeben = P Nenn_Anlage * η = 3619 W abgelesen: Dezember: H h = 0,7, K Ausrichtung = 1,49, K Temperatur = 1,02 -> W Monat = 119 kwh abgelesen: Juni: H h = 5,61, K Ausrichtung = 0,81, K Temperatur = 0,87 -> W Monat = 431 kwh abgelesen: Jahr: H h = 3,28, K Ausrichtung = 1,21, K Temperatur = 1, η Anlage = η Modul * η WR = 0,152 * 0,93 H h W Tag = P Nenn 1 kw /m² K Ausrichtung K Temperatur ; W Monat = Tage * W Tag W Jahr = A PV H h Jahr K η PV = 1,64 W Jahr = 3735 kwh m² 16 Module 2,28 kwh Modul 365 d 1,21 0,152 0,93 (m² d) 2.10 Geben Sie an, wie Sie die Erträge entweder für die Sommer- oder die Wintermonate optimieren. Sommer: flache Anstellwinkel 15-20, siehe Iopt, Winter: steile Anstellwinkel 60 -> diese Anlage liefert im Winter optimale Erträge (noch besser, wenn sie nach Süden ausgerichtet wäre) Uebungen_Photovoltaik-Loesung.odt Seite 4 von 8

3 Wechselrichter Solarmodule DC-DC-Wandler Zwischenkreis PWM-Brücke mit Filter Netzabschaltung Netz = Verbraucher Hochsetzsteller / Tiefsetzsteller 1 3 L + U DC U PWM L1 U AC R 2 4 L2 N U, I Tastgrad Trans. 1,2,3,4 ON, Off, Tastgrad ON, OFF U, I,f, Phase P? MPP-Regelung Zentrale Steuerung Abbildung 1: Blockschaltbild eines trafolosen, einphasigen Wechselrichters 3.1 Nennen Sie 5 Aufgaben eines Wechselrichters. Umwandlung der Gleichspannung der Solarmodule in eine Wechselspannung, die ins Netz eingespeist werden kann. Anpassung an die richtige Spannung Frequenz Phase (wo ist der Nulldurchgang?) des Netzes. Solarzelle mit MPP belasten um die maximal mögliche Energieausbeute zu erzielen Trennung der Anlage vom Netz bei Netzausfall Trafoloser, einphasiger Wechselrichter bei zu kleiner Frequenz (Netz überlastet) bei zu großer Frequenz (zu viel Energie im Netz) Blindleistungskompensation: Durch zeitliche Verschiebung von Strom und Spannung kann ein Wechselrichter als Kondensator oder Spule wirken. 3.2 Erklären Sie den Begriff und die Funktionsweise des MPP-Trackings. Zur Bestimmung der Leistung P werden U und I am Eingang oder am Ausgang des DC-DC- Wandlers gemessen. Der MPP-Tracker merkt sich die gemessene Leistung und verstellt leicht den Tastgrad des DC-DC-Wandlers. Wenn die nun gemessenen Leistung größer ist, wird der Tastgrad weiter in die "gleiche Richtung" verstellt solange, bis die Leistung nicht mehr weiter steigt. Wird die Leistung kleiner, so wird der Tastgrad "in die andere Richtung" verstellt. Der MPP-Tracker sucht daher dauernd "durch Probieren" nach der maximalen Leistungsabgabe. Uebungen_Photovoltaik-Loesung.odt Seite 5 von 8

3.3 Geben Sie an, welche Transistoren jeweils bei der positiven und negativen Halbwelle der Wechselspannung durchschalten und geben Sie für beide Halbwellen die Wege und die Richtungen der fließenden Ströme an. positive Halbwelle: Transistor T4 leitet dauernd T2 und T3 sperren T1 wird ein- und ausgeschaltet zur Erzeugung der PWM über Diode 2 fließt der Strom weiter wenn T1 ausgeschaltet ist. aktive Stromkreise: U PWM = U DC : U DC + T1 L1 Netz L2 T4 U DC -bei U PWM = 0: L1 Netz L2 T4 Diode2 L1 negative Halbwelle: Transistor T2 leitet dauernd T1 und T4 sperren T3 wird ein- und ausgeschaltet zur Erzeugung der PWM über Diode 4 fließt der Strom weiter wenn T3 ausgeschaltet ist. aktive Stromkreise: U PWM = -U DC : U DC +- T3 L2 Netz L1 T2 U DC - bei U PWM = 0: L2 Netz L1 T2 Diode4 L2 3.4 Beschriften bzw. erklären Sie die unten stehende Abbildung: Welche Komponenten des Wechselrichters übernehmen welche Spannungsumsetzungen? Erklären Sie dabei auch, bei welchen Komponenten die Spannungen U Solar, U DC, U PWM, U AC auftreten. wenig Module in Reihe U solar-klein viele Module in Reihe U solar-gross Zwischenkreis 325V U DC U DC U Gleichspannung ein und ausschalten U PWM U AC 230V eff DC-DC-Wandlung -U DC DC-AC-Wandlung Umpolung umgepolte Gleichspannung ein und ausschalten Hochsetz- / Tiefsetz- Steller / MPP-Tracker PWM-Brücke + Filter Der Hochsetzsteller oder Tiefsetzsteller wandelt die Solarmodul-Gleichspannung in die Zwischenkreis-Gleichspannung von ca. 325 V um (U DC ). Die Transistoren der PWM-Brücke schalten diese Gleichspannung ein und aus und erzeugen die positive und negative Rechteckspannung U PWM, dessen Tastgrad sich ändert. In den Spulen entstehen dadurch fast sinusförmige Ströme, die durch den Kondensator weiter geglättet werden. Uebungen_Photovoltaik-Loesung.odt Seite 6 von 8

3.5 Erklären Sie die folgenden Diagramme. Verwenden Sie dabei folgende Begriffe: Zwischenkreisspannung, PWM, Mittelwert, Tastgrad, Transistor(en), Spulen, Spannung, Strom. U PWM t T T... Die Transistoren der PWM-Brücke erzeugen aus der Zwischenkreisspannung die Spannung U PWM. Der Tastgrad dieser Rechteckspannung ändert sich so, dass der Mittelwert des Stromes durch die Spulen einen fast sinusförmigen Verlauf besitzt. Dadurch ist auch der Spannungsverlauf U AC am Kondensator praktisch sinusförmig. Das oberste Bild zeigt nur eine sehr grobe Näherung. In Wirklichkeit ist die Periodendauer des PWM-Signal viel kleiner (mittleres Bild), so dass sich die Spannung nicht in Stufen, sondern annähernd sinusförmig ändert. 3.6 Nach neuesten Vorschriften müssen Wechselrichter auch Blindleistung kompensieren können. Geben Sie an, was man unter Blindleistungskompensation versteht und wodurch Blindleistung entsteht. Blindleistung entsteht in induktiven oder kapazitiven Verbrauchern, weil diese wie ein große Kondensatoren oder eine große Spule wirken. Sie speichern Energie im elektrischen oder magnetischen Feld. Diese muss durch das Netz dauern hin- und zurück transportiert werden, ohne dass diese Energie etwas bewirkt. Besser ist es, wenn diese kurzzeitig benötigte Energie (die ja anschließend wieder abgegeben wird) möglichst in der Nähe des Verbrauchers erzeugt und wieder aufgenommen wird. Man spricht von Blindleistungskompensation. Induktive Verbraucher muss man kapazitiv kompensieren, Kapazitäten (wie z.b. Erdkabel) muss man induktiv kompensieren. Beispiel: Bei der Kompensation von Offshore-Seekabeln wird die kapazitive Blindleistung von Spulen geliefert. Die Blindleistung pendelt zwischen Kabel und Kompensations-Spulen hinund her und muss nicht von den Windrädern bereitgestellt werden. Uebungen_Photovoltaik-Loesung.odt Seite 7 von 8

Arbeitsblatt: Anlagendaten STC (Aufg 2.2) -10 C (Aufg 2.3) +75 C (Aufg 2.3) Kurzschlussstrom Isc in A 17,6 A 17,6 A 17,6 A Leerlaufspannung Uoc in V 303,2 V 342,5 V 247,1 V Strom im MPP I MPP in A 16 A 16 A 16 A Spannung im MPP U MPP in V 243,2 V 274,7 V 198,2 V I in A Anpassung Wechselrichter - Solarmodule P in W 25 4000 24 23 Imax = 1,25*Isc@1000W/m² 22 3500 21 20 19 3000 18 17 16 15 2500 14 13 12 2000 11 10 9 1500 8 7 6 1000 5 4 3 500 2 100 W/m² 1 0 0 0 50 100 150 200 250 300 350 400 U in V <----------- MPP-Arbeitsbereich -----------> Uocmax Wechselrichter 4200 W I(U) 1000 W/m² 75 C I(U) 1000 W/m² 25 C P(U) 1000 W/m² 25 C I(U) 1000 W/m²-10 C