der und Pfadi Aargau Nullserie - Musterlösung Liebe/r Teilnehmer/In Mit Hilfe dieser Musterlösung kannst du überprüfen wie du in der Nullserie abgeschlossen hast. Sollte etwas nicht klar verständlich sein oder hast du sonst noch Fragen zum Eintrittstest dann melde dich bei fidelio@pfadiaargau.ch (Pfadi Aargau) oder bei trivi@pfadi.org (). 1. Seile, Knoten und Bünde 1.1 Seilarten Welche Eigenschaften gehören zu welchem Seil? (Mehrfachnennungen möglich). Seileigenschaften Hanfseil Nylonseil Polypropylenseil Pioniertechnik, Lagerbauten Seilbrücken, Seilbahn (Rollen) Sehr wenig Wasseraufnahme Temperaturbeständig bis 80 C Sehr starke Dehnung Empfindlich gegen Kanten und Reibung Aussage: nasses Seil verkürzt sich Aussage: Nie für Karabinerseilbahn (Die Lösungen und der Test basiere auf dem gelben Pfaditechnik und dem Technix. Wir sind uns bewusst, dass im roten Pfaditechnik andere Seilarten und somit auch Lösungen stehen.) Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 1 31.01.11
der und Pfadi Aargau 1.2 Seilpflege Leere Felder auf dem Lösungsblatt mit untenstehenden Wörtern ergänzen. Seile...... vor Verschmutzungen und Beschädigungen schützen.... nie über scharfe Kanten laufen lassen. Scharfe Kanten mit einem Lappen polstern.... immer sauber aufrollen und Verdrehungen vermeiden.... immer trocken lagern.... vor und nach Gebrauch auf schadhafte Stellen untersuchen. 1.3 Knoten, Schlingen und Bünde Auf welchen Knoten, Schlinge oder Bund treffen die folgenden Aussagen zu? (Knoten, Schlingen und Bünde mehrmals mit Seilen üben) Aussage Wird verwendet als Verbindung von zwei ungleich dicken Seilen. Eine Schlinge erleichtert das Lösen. Befestigung des Seils an einem Gegenstand. Hält sehr gut. Kann auch verwendet werden, wenn der Zug an den Seilenden ungleich ist. Ist leicht zu lösen und liegt flach auf. Zum lösen auseinanderziehen. Verbindung von zwei ungleich dicken Seilen. Unter Belastung klemmt der Knoten fest. Dient als Sicherungsknoten bei Seilbahnen. Wird bei der Befestigung von zwei sich kreuzenden Balken verwendet. Die drei Knoten, welche für eine Seilbrücke verwendet werden. Knoten Weber Achterschlinge Samariter Fischerknoten (Spierenstich) Prusik Kreisbund a.) Maurer/Achter b.) Spanner c.) Schiffer (Brezeli) Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 2 31.01.11
der und Pfadi Aargau 2. Karten Theorie 2.1 Signaturen Karte A: 4. Klass-Fahrweg B: Sesselbahn C: Tunnel D: Trockenrinne E: Antennenanlage F: Gemeindegrenze G: Triangulationspunkt H: Reservoir I: 5. Klass-Feldweg K: 4. Klass-Fahrweg L: Kirche M: Schiessstand N: Erdböschung O: Bach P: Zwischenkurve 1: Bezirksgrenze 2: Erratischer Block 3: 1. Klass-Strasse 4: Normalspurbahn 5: Abwasserreinigungsanlage 6: Hochkamin 7: Schiffsteg 8: Überlandstrassenbahn 9: Parkweg 10: Güterbahn/ Bahn ausser Betrieb 11: Gewächshaus/ offene Halle 2.2 Koordinaten 1. 606/660//229/800 2. 607/620//230/440 3. 605/800//229/050 4. 605/100//228/660 5. 604/320//228/320 Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 3 31.01.11
der und Pfadi Aargau 1. 607/225//230/415 Einsiedelei 2. 606/285//229/850 ca. Kreuzung 4. Klass. und 6. Klass-Weg 3. 604/575//232/090 Masten Sesselbahn Weisseinstein 4. 605/760//231/125 Triangulationspunkt 5. 607/605//228/810 Ecke Solothurner Stadtmauer 2.3 Höhenbestimmung 1.) 475 m.ü.m 2.) 530 m.ü.m 3.) 445 m.ü.m 4.) 433 m.ü.m 5.) 430 m.ü.m 3. Karten Praxis 3.1 Allgemeines 1. Äquidistanz: Die Höhendifferenz zwischen zwei aufeinander folgenden Höhenkurven. 2. Höhenkurve: Eine gedachte Linie, die alle Punkte im Gelände verbindet, die dieselbe Höhe (m.ü.m.) haben. 3. Wie gross ist die Äquidistanz auf einer 1:25'000 Karte im Flachland? 10 Meter Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 4 31.01.11
der und Pfadi Aargau Was wird auf der Landkarte mit folgenden Farben dargestellt? Braun: 5, 8 Blau: 1, 4 Schwarz: 2, 7 Grün: 3, 6 3.2 Geländebeurteilung Platz 1 (P1) Vorteile: Nähe eines Bächleins geschützte Lage nicht allzu weit abgelegen Nachteile: unebenes Gelände Platz 2 (P2) ungestört steiles Gelände & Felsen ungeschützte Lage abgelegen Platz 3 (P3) flach zu Nahe an der Strasse ungeschützte Lage sehr Nahe an der Zivilisation Platz 4 (P4) ungestört steiles Gelände zu Nahe an den Felsen Platz 5 (P5) Aussicht steiles Gelände zu nahe an den Felsen kein Weg ungeschützte Lage Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 5 31.01.11
der und Pfadi Aargau 3.3 Gemeindezugehörigkeit In welcher Einwohnergemeinde muss du nachfragen? Rüttenen / Oberdorf Wie findest du das heraus? Verlauf der Gemeindegrenze beachten! 3.4 Wegbeurteilung - gefährliche Hauptstrasse am Anfang - steiler Aufstieg - Felsbänder in Wegnähe - 6. Klass-Weg über längere Strecke Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 6 31.01.11
der und Pfadi Aargau 4. 1. Hilfe Beantworte die folgenden Fragen. 1. Du kommst an eine Unfallstelle. Was tust du als erstes? - Vorgehen gemäss Ampel-Schema (schauen, denken, handeln) - Ruhe bewahren - Überblick verschaffen (Zahl der Patienten, Folgegefahren, besondere Umstände) - Falls bereits Helfer am Werk sind: Hilfe anbieten, wenn man nicht gebraucht wird, Unfallstelle verlassen 2. Du musst den Rettungsdienst alarmieren. Welche Informationen musst du weitergeben? (6W) - Meldung anhand der 6W - Wer Personalien des Anrufers - Was Art des Unfalls - Wann Zeitpunkt des Unfalls - Wo Ort des Unfalls - Wieviele Anzahl Patienten und ihre Verletzungen - Weiteres wichtige Informationen, besondere Umstände, usw. 3. Nenne die Telefonnummern von: Polizei: 117 Feuerwehr: 118 Krankenwagen: 144 Rega: 1414 Toxikologisches Zentrum: 145 4. Eines Deiner Pföstli bricht beim Morgensport (vor dem Morgenessen) zusammen. Es ist nicht mehr weckbar, also bewusstlos. Puls und Atmung sind vorhanden. Was tust du und worauf achtest du? - Patienten in Seitenlagerung bringen - nicht schütteln - nichts zu trinken geben - zudecken - alarmieren Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 7 31.01.11
der und Pfadi Aargau 5. Soll man einem Bewusstlosen zu trinken geben? (Nur eine Antwort richtig) Nein!!! 6. Patienten mit Verdacht auf Rückenverletzungen dürfen nicht bewegt werden. Unter welchen Umständen muss man sie trotzdem bewegen/umlagern? - Bei Bewusstlosigkeit - Wenn sie in der Gefahrenzone liegen 7. Ein Pföstli hat sich den Unterarm verletzt. Das Blut tritt pulsierend aus der Wunde. Notiere, was du in dieser Situation tust. - 1. Arm hochhalten - 2. Druckverband anlegen - bequem und flach lagern - bei ausbleibender Besserung: fingerdruck auf die Schlagader, zweiten Druckverband anlegen - zum Arzt gehen 8. Was ist bei einem Druckverband zu beachten? - dickes Druckpolster verwenden - Verband muss fest anliegen - darf keine Blutleere im übrigen Körperglied verursachen (blau- oder weissverfärbung, Kälte) - wenn keine Besserung eintritt (Durchbluten): zweiten Druckverband direkt auf den ersten anlegen. 9. Welches sind die Anzeichen für einen Schock und was tust du dagegen? - feuchte, blasse und kühle Haut - rascher Puls - flache, schnelle Atmung - seltsames Verhalten: Teilnahmlosigkeit, Unruhe - Handlung: bequem und flach hinlegen 10. Für Profis: Wie kann es zu einem Schock kommen? - psychogener Schock (nach schlimmen Ereignissen) - grosser Blutverlust - grossflächige Verbrennungen - Vergiftung, Allergie, Herzversagen, Gehirnverletzungen, Rückenmarkschäden Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 8 31.01.11
der und Pfadi Aargau 11. Welche Verletzungen müssen von einem Arzt behandelt werden? - Verletzungen mit grossem Blutverlust - Verrenkungen und Brüche - Hirnerschütterungen - Tierbisse - Verbrennungen: grossflächige (grösser als eine Handfläche) 2. und 3. Grades, in Gesicht, über Gelenke und im Intimbereich 12. Dein Lagerkoch hat sich einen Kessel kochendes Spaghettiwasser über seine Beine gegossen. Er trägt Jeans. Neben der Küche hat es einen trüben Teich, der Trinkwasseranschluss ist einen Kilometer entfernt. Was tust du? - den Patienten in den Teich stellen (Jeans nicht ausziehen!!!) - alarmieren - nicht alleine lassen! 13. Wann muss eine Verbrennung vom Arzt behandelt werden? - grossflächige Rötungen im Zusammenhang mit Fieber und Unwohlsein - Verbrennungen 2. Grades (grösser als Handfläche) - Alle Verbrennungen 3. Grades - Verbrennungen über Gelenke, im Gesicht und im Intimbereich - Verbrennungen bei Säuglingen, Kleinkindern und Betagten 14. Ein Pföstli bekommt auf einer Bergwanderung einen knallroten Kopf, hat heisse, trockene Haut und ist erschöpft. Was tust du und wie könnte man so etwas verhindern? Worum handelt es sich bei diesem Symptom? - es handelt sich um einen Hitzeschlag - Patienten in Schatten setzen und Oberkörper hochlagern - Kleider öffnen - Viel zu trinken geben - Kühlen mit feuchten Umschlägen - Verhindern: gemeinsame Trinkpausen, angemessene Kleidung, Kopfbedeckung Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 9 31.01.11
der und Pfadi Aargau 15. Was gehört in eine Fähnliapotheke? - Schnellverband / Heftpflaster - sterile Gazekompresse - Gazebinde - elastische Binde - Dreiecktuch - Desinfektionsmittel - Insektenstift - Essigsaure Tonerde Salbe (Euceta) - Schere und Pinzette - Verbandsklemmen - Gummihandschuhe - ausgefülltes Notfallblatt - Papier und Bleistift - Kleingeld 16. Für Profis: Wie entsteht ein Hitzschlag, wie ein Sonnenstich? - Sonnenstich: Entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf oder Nacken, was zu einer Reizung der Hirnhäute führen kann. Der Sonnenstich unterscheidet sich vom Hitzeschlag dadurch dass nicht der gesamte Körper, sondern zunächst nur der Kopf betroffen ist. - Hitzeschlag: Beruht auf dem Wärmestau im Körper. Bei feucht-schwüler Witterung, körperlicher Anstrengung und unzweckmässiger Kleidung stellt der Körper die Schweissbildung ein und kann daher nicht genügend Wärme abführen. Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 10 31.01.11
der und Pfadi Aargau 5. Blachenkunde 5.1 Allgemeines Beantworte folgende Fragen! 1. Wie lang und wie breit ist eine Blache? Sie ist quatratisch: 1.65m x 1.65m 2. Wie schwer ist eine Blache in trockenen und nassen Zustand? - trocken: 1.25kg - nass: 2.5 kg 3. Woran erkennt man eine Ausschussblache? - gelbe Ecke - keine Blachenschnüre - kabutt 4. Aus welchen Teilen besteht eine Zelteinheit? - Zelttasche - 3 Heringe - 3 Stangen 5. Darf man eine Blache nass/feucht aufbewahren? Begründe deine Antwort. Nein, sie faulen und gehen kaputt. Darum immer zuerst trocken lassen! 6. Wie ist eine Blache zu reinigen? - trocknen, abbürsten und ausschütteln - nicht mit Seife waschen, Imprägnierung wird zerstört 7. Auf was musst du acht geben, wenn ihr Blachen knüpft? - woher das Wetter kommt - Mittelnaht (Falt muss nach unten gerichtet sein) - imprägnierte Seite aussen - richtige Blachen oben 8. Wie lagert man Blachen korrekt? - im 10er Bund - an trockenen, gut belüfteten Orten Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 11 31.01.11
der und Pfadi Aargau 9. Auf was musst du achten, wenn du ein Blachenzelt aufstellen willst? - woher das Wetter kommt - Neigung des Platzes - Mittelnaht (Falt muss nach unten gerichtet sein) - imprägnierte Seite aussen - richtige Blachen oben - Öffnung nicht auf der Wetterseite - usw. 10. Was machst du mit leeren Säcklein der Zelteinheiten? - an die Zeltschnüre hängen (dies hat 2 Vorteile: 1. Gehen nicht verloren, 2. Man sieht die Zeltschnüre besser ;-)) - restl. Heringe und Stangen in die Zelttasche 11. Welche Funktion hat die Mittelnaht einer Blache? Auf was ist bei ihr speziell zu achten? - Die Blachen sind an dieser Stelle zusammengenäht. Die Falte muss nach unten gerichtet werden, damit das ablaufende Wasser nicht ins Zeltinnere gelangen kann. 12. Wo können Ausschussblachen eingesetzt werden? - Windschutz - Sichtschutz (Duschen, Toiletten, Waschstelle, usw) - in der Nähe eines Feuers 5.2 Praxis Baue folgende Blachenzelte auf! a.) einfaches Firstzelt b.) Berliner (4 + 4 Blachen) c.) Gotthardschlauch Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 12 31.01.11
der und Pfadi Aargau 6. Kompass Beantworte folgende Fragen! 1. Erkläre das Rückwärts- und das Vorwärtseinschneiden. - Rückwärtseinschneiden: Bestimmen des Standortes mit Hilfe des Kompasses. - Suche zwei markante Punkte in der Landschaft, welche du auf der Karte findest - Peile mit Hilfe des Kompassvisiers einen Punkt an. - Nun drehe den Kompassring, bis die Kompassnadel zwischen den beiden Markierungen liegt. - Jetzt legst du den Kompass auf die Karte oder du überträgst das Azimut mit Hilfe einer Messhilfe und zeichnest mit Bleistift die erhaltene Richtung vom anvisierten Punkt aus auf die Karte ein. - Wiederhole den Vorgang für den zweiten Punkt - Der Schnittpunkt ist dein Standort. - Vorwärtseinschneiden: Bestimmen eines Punktes in der Landschaft - Du verfährst gleich wie beim Rückwärtseinschneiden visiere den zu bestimmenden Punkt an. - Im Gegensatz zum Rückwärtseinschneiden trägst du die Richtung von deinem Standort aus in der Karte ein. - Damit du einen Schnittpunk erhältst, musst du ein Stück weiter gehen zu einem zweitem Punkt. - Von diesem überträgst du wieder die Richtung auf der Karte von deinem Standort aus. - Der Schnittpunkt der Linien ist der gesuchte Punkt. Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 13 31.01.11
der und Pfadi Aargau 2. Wie umgehst du mit Hilfe eines Kompasses ein Hindernis? - Vor dem Hindernis drehst du dich mit dem Kompass in die Richtung, in der du das Hindernis umgehen möchtest. - Drehe dich so, dass die Kompassnadel zwischen den nächsten Umgehungsmarken zu liegen kömmt. - Gehe so viele Schritte (zähle!), bis das Hindernis aus dem Weg ist. - Laufe wieder in der normalen Richtung (Kompassnadel zwischen den Nordmarkierungen) weiter, bis das Hindernis aus dem Weg ist. - Damit du wieder auf die ursprüngliche Strecke kommst, muss du dich jetzt so drehen, dass die Kompassnadel zwischen den anderen Umgehungsmarken zu liegen kommt. - Zähle gleich viele Schritte ab wie zuvor. - Jetzt kannst du wieder in die ursprüngliche Richtung gehen. 6.1 Praxis 1. Markiere den Punkt wo du startest mit einem Gegenstand. 2. Marschrichtung: Azimut in Grad: 350, Distanz: 30m 3. Marschrichtung: Azimut in Grad: 117, Distanz: 20m 4. Marschrichtung: Azimut in Grad: 207, Distanz: 22m 5. Markiere den Punkt wo du jetzt stehst. 6. Miss die Distanz zwischen Start- und Endpunkt. Du solltest nun 2 Meter neben deinem Ausgangspunkt stehen! Silvan Köhli v/o Trivi www.pfadi.org Seite 14 31.01.11