Studiengangsinformation für das Fach Bildungswissenschaften im Master of Education für das Lehramt an Berufskolleg Liebe Studierende, herzlich willkommen bei den Bildungswissenschaften an der WWU! Wenn Sie im Sommersemester 2014 oder später in Münster mit dem Studium des Master of Education für das Lehramt an Berufskollegs (BK) begonnen haben, finden Sie hier die grundlegenden Informationen für den bildungswissenschaftlichen Anteil Ihres Studiums. Das Studium der Bildungswissenschaften (BilWiss) ist neben dem Studium ihrer Unterrichtsfächer im Rahmen ihres Lehramtsstudiums ein eigenständiger Bereich. 1. Rechtsgrundlagen Für Sie als Master-Studierende gibt es einige Dokumente, in denen festgelegt ist, wie Ihr Studium aufgebaut sein soll und welche Leistungen Sie erbringen müssen: - Rahmenordnung für die Masterprüfungen innerhalb des Master of Education für das Lehramt an Berufskollegs, - Fachprüfungsordnung Bildungswissenschaften im Master of Education für das Lehramt an Berufskollegs inkl. Modulbeschreibungen, - Ordnung für das Praxissemester der WWU Münster, - Fachprüfungsordnung Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte in den Studiengängen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen, an Haupt-, Real- und Gesamtschulen und am Berufskolleg sowie - Änderungsordnungen, die aktuelle Anpassungen dieser Ordnungen abbilden. Alle Ordnungen sind online verfügbar unter: http://www.uni-muenster.de/bildungswissenschaften/downloads/pruefungsordnungen/pruefungsordnungenmaster.html 2. Aufbau des Studiums für das Lehramt an Berufskollegs Ihr Studium im Master of Education umfasst neben Ihren beiden Unterrichtsfächern bildungswissenschaftliche Inhalte, die mit einem Umfang von 21 Leistungspunkten (LP) studiert werden müssen. Zusätzlich müssen Sie ein Praxissemester () und das Modul Deutsch für Schüler/innen mit Zuwanderungsgeschichte (DAZ, 6 LP) absolvieren. Zudem müssen Sie bis zum Vorbereitungsdienst eine fachpraktische Tätigkeit vorweisen, wovon Sie mindestens sechs Monate und einen Tag vor Abschluss Ihres Masterstudiums absolviert haben müssen. Am Ende des Studiums müssen Sie eine Masterarbeit (18 LP) anfertigen. Diese Masterarbeit können Sie in einem Ihrer Fächer oder in den Bildungswissenschaften schreiben. Unterrichtsfach I Unterrichtsfach II Bildungswissenschaften 21 LP Praxissemester DAZ 6 LP Masterarbeit 18 LP Die Bildungswissenschaften repräsentieren ein gemeinsames Lehrangebot der Institute für Erziehungswissenschaft (IfE), für Berufliche Lehrerbildung (IBL), für Soziologie (IfS) und für Psychologie in Bildung und Erziehung (IPBE) sowie dem Philosophischen Seminar an der WWU.
3. Struktur des bildungswissenschaftlichen Studiums im Master of Education (BK) Im bildungswissenschaftlichen Studium sollen Sie für Ihre spätere Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer grundlegende Kompetenzen erwerben. Sie sollen im Studium in die Lage versetzt werden, Praxiserfahrungen systematisch zu reflektieren und die Tätigkeit von Lehrerinnen und Lehrern wissenschaftlich zu analysieren. Dabei sollen Sie Bereiche kennen lernen, die im Lehrerberuf eine herausgehobene Bedeutung haben: die Gestaltung von Unterricht und Erziehung, Diagnostizieren und Fördern, die Anregung von Bildungsprozessen sowie die Beteiligung an der Entwicklung von Schulen. In der Masterphase müssen Sie drei bildungswissenschaftliche Module studieren. Verpflichtend für den Master of Education BK sind die Module ULI: Unterricht als Lehr-, Lern- und Interaktionsprozess und BP I: Berufspädagogik I mit jeweils 7 LP sowie ein weiteres Wahlpflichtmodul mit ebenfalls 7 LP. Das Wahlpflichtmodul aus dem bildungswissenschaftlichen Studium kann aus folgenden Modulen gewählt werden: BP II: Berufspädagogik II oder BGW: Bildungsprozesse und gesellschaftlicher Wandel oder LES: Lernen, Entwicklung und Soziale Prozesse oder PHE: Philosophicum elementare. Ihre Wahl des jeweiligen Moduls ist verbindlich, sobald Sie sich zur ersten Studien- oder Prüfungsleistung angemeldet haben. Mindestens eine Prüfungsleistung im bildungswissenschaftlichen Studium muss in Form einer mündlichen Prüfung erbracht werden. Außerdem ist im Rahmen der hochschulischen Begleitveranstaltungen zum Praxissemester (12 LP), das im 2. oder 3. Fachsemester absolviert wird, eine Lehrveranstaltung zu Forschungsmethoden (3 LP) vor Beginn des Praxisaufenthalts sowie ein Projektseminar in den Bildungswissenschaften (3 LP) und jeweils ein Projektseminar in Ihren Unterrichtsfächern (je 3 LP) begleitend zum Praxisaufenthalt zu belegen. Die forschungsmethodische Ausbildung können Sie entweder in den Bildungswissenschaften oder in einem der von Ihnen studierten Unterrichtsfächer, sofern sie dort angeboten wird, absolvieren. Das Praxissemester wird mit einer schriftlichen Prüfungsleistung abgeschlossen, die zwei Studienprojekte an der Praktikumsschule umfasst. Das dritte Studienprojekt wird als Studienleistung eingereicht. Eines dieser Studienprojekte, ob als Teil der Prüfungsleistung oder als Studienleistung, ist im Bereich der Bildungswissenschaften zu wählen. Die Note für die Prüfungsleistung des Praxissemesters geht im Verhältnis von 12/107 in die Gesamtnote des Masterstudiums aber nicht in die Fachnote für Bildungswissenschaften ein. Die Koordinierungskommission Bildungswissenschaften regt folgenden Studienverlauf an, verweist aber darauf, dass die Module auch parallel studiert werden können: a) ULI b) BP I c) BP II oder d) BGW oder e) LES oder f) PHE a) Das Pflichtmodul ULI: Unterricht als Lehr-, Lern- und Interaktionsprozess Das Pflichtmodul ULI besteht aus einer Vorlesung (2 SWS) und einem Seminar (2 SWS). Die Lehrveranstaltungen werden von Lehrenden des IfE angeboten. Thematisiert werden u.a. Konzepte der Allgemeinen Didaktik, Ergebnisse der empirischen Unterrichtsforschung, erziehungswissenschaftliche Aspekte der Diagnose und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen sowie die Planung von Lehr-Lernprozessen und die Auswertung von Ergebnissen. Für Studierende, die das Modul vor Sommersemester 2015 begonnen haben, gilt: In der Vorlesung muss eine Studienleistung (festgelegt durch die Dozentin bzw. den Dozenten; z.b. Test) bestanden werden. Die Prüfungsleistung müssen Sie in Form einer schriftlichen Präsentation oder mündlichen Prüfung ablegen. Die Note für die Prüfungsleistung ist zugleich die Modulnote. Für Studierende, die das Modul ab Sommersemester 2015 beginnen, gilt wie bisher, dass in der Vorlesung eine Studienleistung (festgelegt durch die Dozentin bzw. den Dozenten; z.b. Test) bestanden werden muss. Die Prüfungsleistung als schriftliche Präsentation oder mündliche Prüfung ist im Gegensatz zu vorher an
das Seminar gebunden, wobei die Kompetenzen des gesamten Moduls prüfungsrelevant sind. Die Note für die Prüfungsleistung ist zugleich die Modulnote. b) Das Pflichtmodul BP I: Berufspädagogik I Dieses Pflichtmodul dient dazu, zentrale Konzepte, Problemstellungen und Befunde der Berufspädagogik und der Berufsbildungsforschung kennenzulernen. Dabei werden insbesondere spezifische Benachteiligungen und Begabungen, Lernvoraussetzungen und -verhalten sowie Bedarfe der Adressatinnen und Adressaten beruflicher Bildung thematisiert und reflektiert. Zudem werden didaktische Konzeptionen, Methoden und Medien beruflicher Bildung erarbeitet. Die Lehrveranstaltungen des Moduls BP I werden von Lehrenden des IfE sowie des IBL angeboten und umfassen eine Vorlesung bzw. ein Seminar (2 SWS) zu Konzepten und Befunden der Berufsbildungsforschung und ein weiteres Seminar (2 SWS) zu ausgewählten Themen der Berufspädagogik. Für Studierende, die das Modul vor Sommersemester 2015 begonnen haben, gilt: Im Seminar wird die Studienleistung (festgelegt durch die Dozentin bzw. den Dozenten, z.b. Kurzreferat oder Test) erbracht. Die modulabschließende Prüfungsleistung muss wahlweise in Form einer mündlichen Prüfung oder Hausarbeit absolviert werden; die Note dieser Prüfungsleistung ist zugleich die Modulnote. Für Studierende, die das Modul ab Sommersemester 2015 beginnen, ist die Studienleistung an die Vorlesung bzw. an ein Seminar aus dem Bereich Konzepte und Befunde zur Berufsbildungsforschung gebunden. Die Prüfungsleistung als mündliche Prüfung oder Hausarbeit erfolgt im Seminar aus dem Bereich Ausgewählte Themen der Berufspädagogik und umfasst alle Kompetenzen des Moduls. Die Note der Prüfungsleistung ist zugleich die Modulnote. c) Das Modul BP II: Berufspädagogik II Wesentliche Inhalte dieses Wahlpflichtmoduls beziehen sich auf Berufsbildungstheorie, formelles und informelles Lernen, Arbeits- und Qualifikationsanalyse, Schul- und Organisationsentwicklung, sozialpädagogische Handlungsfelder in der beruflichen Bildung, Sozialisation durch Arbeit und Beruf sowie der Berufsbildung in internationaler Perspektive. Das Modul BP II besteht aus zwei Seminaren (jeweils 2 SWS), die eine vertiefende Thematik der Berufspädagogik aufgreifen. Die Lehrveranstaltungen werden von Lehrenden des IfE sowie des IBL angeboten. In diesem Modul muss eine Studienleistung (festgelegt durch die Dozentin bzw. den Dozenten, z.b. Kurzreferat) und eine Prüfungsleistung in Form einer schriftlichen Präsentation oder Hausarbeit zu einem Lehrforschungsprojekt erfolgreich absolviert werden; die Prüfungsleistung umfasst alle Kompetenzen des Moduls und ist an eines der Seminare gebunden. Die Note dieser Prüfungsleistung ist zugleich die Modulnote. d) Das Modul BGW: Bildungsprozesse und gesellschaftlicher Wandel Dieses bildungswissenschaftliche Wahlpflichtmodul dient dem Erwerb von Kenntnissen über Ursachen, Merkmale und Folgen gesellschaftlicher Wandlungsprozesse auf der Grundlage von Theorien und empirischen Forschungsbefunden. In den Blick genommen und diskutiert werden hierbei insbesondere Fragen der Auswirkung dieses Wandels auf Bildungserwerbsprozesse sowie soziale Systeme wie etwa das Bildungssystem. Das Modul BGW wird von Lehrenden des IfS angeboten und besteht aus einer Vorlesung (2 SWS) und einem Seminar (2 SWS). Die Studienleistung (festgelegt durch die Dozentin bzw. den Dozenten; z.b. Referat mit Thesenpapier) wird im Rahmen des Seminars geleistet. Die modulabschließende Leistung ist in Form einer Klausur oder mündlichen Prüfung zu absolvieren. Die Note für die Prüfungsleistung ist zugleich die Modulnote. Für Studierende, die das Modul ab Sommersemester 2015 beginnen, ist die Prüfungsleistung, die die Kompetenzen des gesamten Moduls umfassen, an die Vorlesung gebunden. Dieses Modul ist nicht wählbar für Studierende des Unterrichtsfaches Wirtschaftslehre/Politik. e) Das Modul LES: Lernen, Entwicklung und Soziale Prozesse Im Rahmen dieses bildungswissenschaftlichen Wahlpflichtmoduls werden verschiedene psychische Grundprozesse thematisiert im Mittelpunkt stehen hierbei Entwicklungs- und Lernprozesse, die sich auf Verhalten,
Kognition, Motivation, Emotion, Denken und Gedächtnis von Jugendlichen beziehen. Hieraus können Rückschlüsse auf das schulische Lernen sowie Hinweise zum Lehren gezogen werden. Die Lehrveranstaltungen des Moduls LES werden von Lehrenden des IPBE angeboten und umfassen eine Vorlesung (4 SWS) und ein Seminar (2 SWS). Wenn die Studienleistung (festgelegt durch die Dozentin bzw. den Dozenten; z.b. Test) in der Vorlesung bestanden wurde, darf das Seminar belegt und die Prüfungsleistung in Form einer Klausur absolviert werden. In der Klausur werden die Kompetenzen des gesamten Moduls geprüft und die erreichte Note stellt zugleich die Modulnote dar. f) Das Modul PHE: Philosophicum elementare Dieses Wahlpflichtmodul wird von Lehrenden des Philosophischen Seminars verantwortet und besteht aus einer Vorlesung (2 SWS) und einem Seminar (2 SWS). Ziel der Vorlesung ist es, die Studierenden am Beispiel einer philosophischen Teildisziplin in elementare und zentrale Fragestellungen der Philosophie einzuführen. Die Studierenden setzen sich mit paradigmatischen Modellen und Konzeptionen auseinander und werden in ihrer Deutungskompetenz sowie kritisch-hermeneutischer, analytischer, argumentativer und kommunikativer Kompetenz geschult. Das vertiefende Seminar behandelt darüber hinaus die Entwicklung und Anwendung philosophischer Methoden. In der einführenden Vorlesung muss eine Studienleistung in Form einer Klausur und im Rahmen des Seminars die modulabschließende Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit oder mündlichen Prüfung absolviert werden. Durch die Prüfung sollen die für das gesamte Modul definierten Kompetenzen nachgewiesen werden. Dieses Modul ist nicht wählbar für Studierende des Unterrichtsfaches Philosophie/Praktische Philosophie. g) Das Wahlmodul MT: Masterarbeit Ihre Masterarbeit können Sie in den Bildungswissenschaften verfassen, wobei die Aufgabenstellung aus einer der vier wissenschaftlichen Disziplinen Erziehungswissenschaft, Philosophie, Psychologie oder Soziologie entwickelt und an eines der studierten bildungswissenschaftlichen Module angebunden wird. Mit der Masterarbeit kann begonnen werden, sobald die (für Studierende, die die Masterarbeit bereits vor Sommersemester 2015 begonnen haben: bildungswissenschaftliche) Methodenausbildung im Rahmen des Praxissemesters und ein weiteres bildungswissenschaftliches Modul erfolgreich abgeschlossen wurde. Das Thema wird in Abstimmung mit dem Betreuenden gewählt. Durch das Verfassen einer Masterarbeit sollen Sie zeigen, dass Sie in der Lage sind, eine eingegrenzte wissenschaftliche Problem- bzw. Fragestellung aus den Bildungswissenschaften selbstständig auf der Grundlage wissenschaftlicher Theorien und empirischer Erkenntnisse sowie unter Wahrung wissenschaftlicher Standards zu bearbeiten und die Ergebnisse sachgemäß darzustellen, kritisch zu reflektieren und in einen theoretischen Rahmen einzuordnen. Die Masterarbeit in den Bildungswissenschaften wird studienbegleitend abgelegt. Die Arbeit wird in der Regel innerhalb von sechs Monaten bearbeitet und umfasst ca. 60 Seiten. 4. Anmeldung zu Veranstaltungen Die Veranstaltungsangebote der Bildungswissenschaften finden Sie wie die aller anderen Fächer ab Ende der Vorlesungszeit des vorangehenden Semesters in einer eigenen Rubrik im elektronischen Vorlesungsverzeichnis HIS LSF, sortiert nach Studiengängen und Modulen. Zu allen teilnehmerbegrenzten Veranstaltungen der Bildungswissenschaften (i.d.r. alle Seminare) müssen Sie sich vor Beginn der Vorlesungszeit im HIS LSF anmelden. Dazu benötigen Sie Ihre ZIV-Kennung, die Sie bei der Immatrikulation erhalten haben. Beachten Sie unbedingt jeweils die Anmeldefristen, die je nach Anteilsdisziplin variieren können! Sie können die Anmeldefristen den zugehörigen Kommentaren und der bildungswissenschaftlichen Homepage entnehmen. 5. Verbuchung von Prüfungsleistungen: QISPOS Wenn Sie Studien- und Prüfungsleistungen erbringen wollen, müssen Sie diese unbedingt im elektronischen Prüfungsverwaltungssystem QISPOS anmelden. Ohne diese Anmeldung kann eine Studien- oder Prüfungsleistung nicht verbucht werden, eine Teilnahme an der entsprechenden Prüfung wäre dann nutzlos. Studien- und
Prüfungsleistungen müssen Sie i.d.r. zwischen der 3. und 10. Vorlesungswoche eines Semesters im elektronischen Prüfungsverwaltungssystem QISPOS anmelden. Den aktuellen Stand der Verbuchung Ihrer Leistungen können Sie jederzeit elektronisch einsehen. Bei Problemen im Zusammenhang mit der elektronischen Prüfungsverwaltung wenden Sie sich bitte an das Prüfungsamt. 6. Weitere Informations- und Beratungsangebote > Internetseite der Bildungswissenschaften: www.uni-muenster.de/bilwiss > Institut für Erziehungswissenschaft (IfE): www.uni-muenster.de/ew > Institut für Berufliche Lehrerbildung (IBL): www.fh-muenster.de/ibl/index.php > Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung: wwwpsy.uni-muenster.de/psychologie.inst5 > Institut für Soziologie (IfS): www.uni-muenster.de/soziologie/index.html > Philosophisches Seminar: www.uni-muenster.de/philsem/ > Zentrum für Lehrerbildung (ZfL): www.uni-muenster.de/lehrerbildung > Zentrale Studienberatung: zsb.uni-muenster.de Einen guten Start sowie einen erfolgreichen Verlauf und Abschluss Ihres Studiums wünschen Ihnen Hans-Joachim von Olberg