SC MASTER LITE. AV Stumpfl



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Transkript:

SC MASTER LITE AV Stumpfl

Inhalt Einführung 1 Steuerzentrale und MP3-Player...1 Die Features...3 Ausführungen und Lieferumfang...6 Zubehör...6 Anschrift...8 Stand der Dokumentation...8 Geräteansichten 9 Frontseite...10 Rückseite...12 IR-Fernbedienung...14 Die erste Inbetriebnahme 16 Allgemeines...16 Kabelverbindungen und Stromversorgung...16 Programmieren von Shows 19 Überblick...19 Programmierung mit Wings Platinum...22 Vorbereitung...22 Erstellung eines Projekts...22 Spezielle Features beim Programmieren...24 SC MASTER LITE Inhalt i

Show-Medium erstellen 27 Allgemeines... 27 Daten für den SC MASTER LITE erstellen... 27 Der FlashCard-Dialog in Wings Platinum... 28 Erstellen der Präsentationsdaten für die CF-Card... 31 Show-Eigenschaften festlegen... 36 Remote-Eigenschaften von Shows editieren... 38 Spezial-Einstellungen... 41 Remote-Eigenschaften in der SHOW.INI verändern... 42 Datenübertragung auf die CF-Card... 45 Daten auf eine CF-Card kopieren... 45 Wiedergabe von Shows 47 Vorführung kompakt und komfortabel... 47 Navigation in einer Show... 50 Erweiterte Anwahl von Shows... 51 Reichweite der IR-Fernbedienung... 52 Fortsetzen einer Show nach Stromausfall... 53 Show-Start mit Timer... 54 Zeitgesteuerter Show-Start mit Scheduler... 55 Show-Start mit Transponder... 57 SC Net-System 60 Allgemeines... 60 Kabelverbindungen und Stromversorgung... 60 Adressen konfigurieren... 61 Adressen im Media-Pool einstellen... 61 Adressen an der Hardware einstellen... 62 Sub-Adressen des SC MASTER LITE... 64 Kommunikation im SC Net sicherstellen... 65 ii Inhalt

Das Menü 67 Der Aufbau des Menüs...67 Die Bedienung des Menüs...69 Menübedienung über die IR-Fernbedienung...72 Menüplan...73 Die Menüpunkte 75 Setting...75 Load...75 Save...75 Factory...75 Options...78 Aux-Address (Auxiliary-Adresse)...78 RS232OutAdrs (RS-Out-Adresse)...78 SCNet (SCNet-Kommunikation)...79 Continue Show...80 TrayStartPos (Tray Start Position)...80 PDC-Mode (nur für DLC-Betrieb)...81 Display...81 IRRecve (IR-Receive)...83 Remote-Out...84 HighLight (High Light Funktion)...85 Data In/Out...85 RS232InBaudRat (Baudrate für RS232-In)...87 Sound...88 Master...88 SaveVol (Save Volume)...89 CUE Signal...90 Priorty (Priority)...90 CUE-IN Signal...90 Cue-Out...91 Continue DLC...92 SC MASTER LITE Inhalt iii

ExternTimeCode... 93 RSOut... 94 Driver... 94 NumOfPr (Number of Projectors)... 95 Timer... 96 AutoTimer... 96 ShowNumber (Show-Nummer)... 96 Timer Time... 96 Info... 98 Show Control 99 Allgemein... 99 Soundtrackverwaltung auf CF-Card... 100 Soundtrack läuft weiter:... 100 Soundtrack wird abgebrochen:... 101 Variable... 102 EEProm-Variable:... 103 RAM-Variable.... 103 Variablenüberwachung bei Programmierung... 104 Remote Input und Key-Mask... 106 Key Mask... 108 Text in Display oder über RS232... 109 Die einzelnen Schritte zur Textdarstellung im Display 109 Fehlerbehebung 111 Fehler suchen... 111 Fehlerliste... 112 Betriebssoftware-Update 115 Durchführung eines Updates... 115 iv Inhalt

Technischer Anhang 117 ASCII-Protokoll...117 Beschaltung der Buchsen...121 RS232-IN-Buchse...121 RS232-OUT-Buchse...122 SC NET-Buchse...123 CUE-IN-Buchse...124 CUE-OUT-Buchse...124 Audio-Buchsen...125 REMOTE-Buchse...126 Open Collector Ausgänge der REMOTE-Buchse...127 DATA IN / OUT-Buchse...128 POWER-Buchse...129 Technische Daten...129 Glossar 130 Index 133 SC MASTER LITE Inhalt v

Einführung Steuerzentrale und MP3-Player Die Geräte der SC MASTER Serie sind MP3-Player, die auch ein übergeordnetes Show Control Management zur Steuerung multimedialer Ereignisse besitzen. In einem SC Net Netzwerk bilden sie die zentrale Steuereinheit mit verschiedensten Einund Ausgabeoptionen. Ton- und Steuerinformationen werden auf einer briefmarkengroßen Speicherkarte gespeichert. Durch den direkten, verzögerungsfreien Zugriff ist Synchronisation und Interaktion gleichermaßen gewährleistet. Mit dem SC MASTER LITE haben Sie alles unter Kontrolle! Dazu gratulieren wir Ihnen und heißen Sie im Stumpfl-System willkommen. Das Herzstück des Gerätes ist ein Mikroprozessor mit einer Betriebssoftware, der sich in seinen Funktionen programmieren lässt und so die vielen Features dieser neuen Gerätegeneration realisierbar macht. Über ein Eingabemenü können Sie die gewünschte Konfiguration einstellen, abspeichern und aufrufen. Die Zukunft ist dabei gleich eingebaut, denn per Software-Update wird Ihr Gerät immer auf dem neuesten Stand bleiben. Dieses Handbuch soll Ihnen helfen, sich Schritt für Schritt mit den umfangreichen und komfortablen Möglichkeiten vertraut zu machen. SC MASTER LITE Einführung 1

Dieses Handbuch liegt auch als PDF-Dokument vor. Sie finden die neueste Version im Download-Bereich auf unserer Website. 2 Einführung

Die Features Damit Sie ein Gefühl für die enorme Leistungsstärke des SC MASTER LITE bekommen, sind nachfolgend die wichtigsten Merkmale aufgeführt. Sollten Sie bei einigen Themen Ihre Neugier nicht mehr bändigen können, dann folgen Sie einfach den Querverweisen für weitere Informationen. Audio Der integrierte Audio-Player bietet Stereoton und arbeitet ohne bewegliche Teile quasi verschleißfrei mit einer Compact-Flash-Card (kurz CF-Card genannt) als Datenträger. Die Audiodaten werden für die Speicherung nach dem MPEG1-Layer3-Verfahren (kurz MP3 genannt) des Fraunhofer Institutes komprimiert. Auf einer briefmarkengroßen CF-Card mit beispielsweise 512 MB können mehr als acht Stunden Stereoton in CDähnlicher Qualität gespeichert werden. IR-Fernbedienung für Lautstärke und Klang (Höhen- und Tiefenregelung) sowie Start, Stopp, Skip etc. Integrierte Audio-Endstufe mit 2 x 10 Watt bei der LS- Variante des SC MASTER LITE. Steuerung Ansteuerung von externen Komponenten über SC NET, DLC-Datensignal oder über die integrierte RS232- Schnittstelle. SC MASTER LITE Einführung 3

Steuerung von Beleuchtung und anderer Geräte über DMX512-Signale; über ein optionales Spezialkabel sind die ersten 6 Kanäle an der konfigurierbaren REMOTE- Buchse verfügbar (DMX oder DALI), Ausbau auf bis zu 64 Kanäle mit optionalem DMX-Upgrade-Modul. Steuerung von Haustechnik mit dem DALI-System über die konfigurierbare REMOTE-Buchse (DALI oder DMX). Es stehen alle 16 DALI-Gruppen zur Verfügung, jedoch ohne Differenzierung der Unteradressen. Multifunktionaler DATA I/O-Port zum Anschließen peripherer Komponenten, z. B. Transponder-Leseeinheit zur individuellen Identifikation einzelner Besucher. Umfangreiche Timer-Funktion und Synchronisation mit dem DCF77-Signal des optionalen Funkuhrmoduls. Frei definierbare Show-Abläufe über Scheduler-Datei, Festlegung komplexer Bedingungen möglich. Fernbedienbarkeit über RS 232-Eingang zur Einbindung in übergeordnete Medienraum-Steuerungen. Remote-Eingang zum direkten Starten von Shows über einfache Tastaturen. Direkter Anschluss einer Tastaturmatrix mit bis zu 16 Tasten bzw. bis zu 16 parallelen Schalteingängen. Anschluss für Lichtschranken und Bewegungsmelder. Interaktiver Show-Ablauf als Reaktion auf verschiedene Eingangszustände; z. B. Verzweigung zu anderen Show- Blöcken, wenn eine Taste gedrückt ist. Bei Stromausfall während der Wiedergabe einer Show von CF-Card merkt sich der SC MASTER Lite die letzte Positi- 4 Einführung

on, sodass Sie nach Neuinbetriebnahme an derselben Stelle fortfahren können (gilt nur für DLC-Shows). Einfache, intuitive Programmierung aller Vorgänge mit der Software Wings Platinum. Umfangreiche Variablenfunktionen. Sämtliche Einstellungen sind über ein Display Menügeführt und aus allen Winkeln gut ablesbar; im Menü können bis zu sechs Setup-Konfigurationen gespeichert und jederzeit abgerufen werden. Ein Update der Betriebssoftware des SC MASTER LITE ist jederzeit einfach per Datei über einen Windows-PC durchführbar. SC MASTER LITE Einführung 5

Ausführungen und Lieferumfang Den SC MASTER LITE gibt es als LS-Variante auch mit integrierter Audio-Endstufe 2 x 10 Watt, an die passive Lautsprecher direkt angeschlossen werden können. Die übrigen Funktionen sind jedoch völlig identisch: Im Lieferumfang aller Geräte befinden sich: IR-Fernbedienung Netzteil AC-3 oder STZ-NG3-Switch Benutzer-Handbuch Wings Platinum CD-ROM Zubehör Compact-Flash-Cards (CF-Card) in unterschiedlichen Speichergrößen bis zu 2 GB. EC Mixer mit zwei Schiebereglern, die beliebigen Kanälen zugewiesen werden können. Starttaster mit bis zu 3 Tasten zum Anschluss an die REMOTE-Buchse Tastatur mit 16 Tasten zum direkten Anschluss an die DATA IN/OUT-Buchse Transponder für Objekt bezogene Ereignisauslösung 6 Einführung

Bewegungsmelder und Lichtschranken Funkuhr-Modul für Zeit gesteuerte Präsentation zum Anschluss an die REMOTE-Buchse OpenCollector-Remote Modul mit 16 Open Collector Schaltausgängen und 8 Remote Eingängen für potentialfreie Schaltkontakte. DMX-Upgrade-Modul für direkte Steuerung von bis zu 64 DMX-Kanälen. DMX512-Erweiterungskabel zum Anschluss an die REMOTE-Buchse, SCK-MDMXE/3 oder /5 (XLR) Externer IR-Empfänger zum Anschluss an die REMOTE- Buchse Wichtiger Hinweis zur Entsorgung des Gerätes Bitte werfen Sie Ihr Stumpfl Gerät nach Gebrauch niemals in den unsortierten Hausmüll, sondern entsorgen Sie es bei einer Sammel- oder Verwertungsstelle für Elektronik- Altgeräte in Ihrer Gemeinde, Kommune oder Stadt. Dadurch schützen Sie die Umwelt, denn alle Bestandteile des Gerätes, auch die gefährlichen Stoffe von Elektronikbauteilen, werden fachgerecht entsorgt und verwertbare Teile dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt. SC MASTER LITE Einführung 7

Anschrift Wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen möchten, schreiben Sie uns, schicken Sie uns ein Fax oder ein E-Mail. Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören! Besuchen Sie uns im Internet. Dort halten wir stets neueste Informationen und Software für Sie bereit! AV Stumpfl GmbH Mitterweg 46 A-4702 Wallern Tel.: 0043-7249/42811 Fax: 0043-7249/428114 E-Mail: support@stumpfl.com Internet: http://www.stumpfl.com Stand der Dokumentation Geändert: 26.03.2008 Betriebssoftware des SC MASTER LITE: 4.04 Wings Platinum Version: 3.50 Dieses Handbuch wurde mit Sorgfalt erstellt und enthält alles Wissenswerte über den SC MASTER LITE zum Zeitpunkt der Drucklegung. Diese Dokumentation existiert auch als PDF-Version, die unter Umständen aktueller ist als die Papierfassung. Sprechen Sie uns ggf. auf neuere Hilfe-Versionen an. 8 Einführung

Geräteansichten SC MASTER LITE Geräteansichten 9

Frontseite 1. IR-Empfangsdiode hinter der Displayscheibe. 2. LCD-Display. 3. Tasten für die Selektion im Menü und bei Show-Auswahl sowie Lautstärkeregelung für MASTER-Volume. 4. ESC-Taste für das Menü und zum Abbrechen von laufenden Shows (länger als eine Sekunde drücken). 5. ENTER-Taste für das Menü, das Starten von Shows und das Auslösen von X-Zeiten bzw. Pause-Marker. 6. PC-LED leuchtet, wenn Verbindung zum PC besteht, bzw. blinkt im Sekundenrhythmus, wenn DCF77-Funkuhrmodul angeschlossen ist. 7. SHOW-LED leuchtet während der Vorführung einer Show und blinkt, wenn eine X-Zeit erreicht ist. 8. SC NET-LED leuchtet bei Kommunikation im Show- Control-Netzwerk. 10 Geräteansichten

9. CUE-LED leuchtet, wenn eine Show von der CF-Card läuft oder ein Steuersignal gelesen wird. Gemeinsames Blinken mit der SC NET-LED signalisiert einen Fehler auf dem SC Net-Bus. 10. ON/OFF-Schalter mit Kontroll-LED, leuchtet bei ON 11. Steckplatz für eine Compact-Flash-Card (kurz CF-Card). SC MASTER LITE Geräteansichten 11

Rückseite 1. REMOTE-Buchse zum Anschluss von Zubehör wie einer Kabel gebundenen Fernbedienung, einer externen IR- Empfangsdiode, Abfrageschalter, einem Funkuhr-Modul, einem Kabel für DMX, DALI oder für Ausgang von zwei OC-Schalter (nicht alles ist gleichzeitig betreibbar!) 2. RS232-OUT-Buchse, serielle Schnittstelle RS232 zur Steuerung externer Geräte aber auch als Remote-Eingang verwendbar. 3. Datenbuchse mit 8 IN/OUT-Kanälen zum Anschluss der OpenCollector-Remote Module oder spezieller Interfaces. Siehe Seite 85. 12 Geräteansichten

4. CUE-IN-Buchse, konfigurierbare Schnittstelle für Timecode, Steuersignale und digitale Audiosignale mit Steuerinformation, siehe Seite 90. 5. LINE-OUT-Buchsen, Stereo-Ausgang für den MP3-Player. 6. Lautsprecherausgänge 2 x 10 W, nur bei LS-Variante 7. CUE-OUT-Buchse, Ausgang für Steuersignale 8. SC NET-Buchse für den Anschluss von SC Net-Modulen 9. RS232-IN, serielle Schnittstelle für die Verbindung zum Computer oder Anschluss eines Seriell-LAN-Adapters, z. B. Fernsteuerung des SC MASTER LITE 10. Buchse für das Netzgerät AC-3 zur Stromversorgung SC MASTER LITE Geräteansichten 13

IR-Fernbedienung 1. Batteriefachdeckel, rückseitig; Warnhinweis: Achten Sie beim Einlegen der Batterien unbedingt auf die richtige Polung entsprechend der Symbole am Batteriefach! 2. Bass- und Höhenklangregler. 14 Geräteansichten

3. IR-Sendedioden (Reichweite etwa 10 bis 20m). 4. Ducking-Tasten sind ohne Funktion. 5. Lautstärkeregler. 6. Lautstärkeregler (und Mute-Taste) für den Cardplayer; die Tasten Line1, Line2, und Mic sind ohne Funktion. 7. Skip /Skip : Auswahl eines Musikstückes, wenn keine Show läuft; Selektion von Sprungmarken innerhalb einer ausgewählten Show im Show Pause -Modus (gilt nur für DLC-Shows); bei Menübedienung Tastenfunktionen und. 8. Stopp : Beenden eines Musikstückes, wenn der SC MASTER LITE als Cardplayer verwendet wird. Wenn eine Show läuft...kurz drücken: Show Pause ein/aus,...länger als 2,5 Sekunden drücken: Show wird abgebrochen; bei Menübedienung ESC-Taste. 9. Play : Start eines Musikstückes, wenn der SC MASTER LITE als Cardplayer verwendet wird; Auslösen von X- Zeiten bzw. Pause-Marker in einer Show; bei Menübedienung ENTER-Taste 10. Tasten für die Anwahl bzw. für das Starten von Shows, siehe auch Erweiterte Anwahl von Shows auf Seite 51; Zifferntasten können auch X-Zeiten auslösen 11. NO-Taste für besondere Funktionen bei der Anwahl von Shows. SC MASTER LITE Geräteansichten 15

Die erste Inbetriebnahme Allgemeines Es ist verständlich, dass Sie darauf brennen, Ihren neuen SC MASTER LITE auszuprobieren. Aber bevor Sie damit arbeiten können, müssen Sie erst ein paar Vorbereitungen treffen. Kabelverbindungen und Stromversorgung Kabelverbindungen der Anlage herstellen Stellen Sie die Kabelverbindungen wie unten dargestellt her. Wenn Sie diese Verbindungen hergestellt haben, können Sie mit Wings Platinum programmieren. Wie das funktioniert, erfahren Sie in den entsprechenden Kapiteln. 16 Die erste Inbetriebnahme

Beachten Sie bitte folgende Hinweise: Die LS-Variante erfordert das Netzteil STZ-NG3-Switch, was sich im Lieferumfang befindet. In anderen Verbindungsplänen des Handbuches wird das Netzgerät nicht dargestellt und als vorhanden vorausgesetzt. Die Stromversorgung der SC Net-Module erfolgt durch den SC MASTER LITE. Wenn mehr als drei Module im SC Net vorhanden sind, müssen zusätzliche Netzteile verwendet werden. Abgesehen von einigen Ausnahmen wie das SC Servo kann ein Netzteil AC-3 fünf SC Net- Module versorgen. Wenn in vorhandenen Installationen ältere SC MASTER (2M, 4M oder LITE) durch neue Geräte mit separater SC Net-Buchse ersetzt werden, muss der Anschluss der Module über die neue Buchse mit zusätzlichem CAT5- Kabel erfolgen. Der SC Net-Abgang des Kabels SCK-A- SCM-SCN ist dann ohne Funktion. SC MASTER LITE Die erste Inbetriebnahme 17

Einschalten Schalten Sie jetzt den SC MASTER mit dem Hauptschalter ein (POWER ON). Die rote LED darüber leuchtet und auf dem Display erscheinen nacheinander einige Meldungen. Nach etwa 3 Sekunden müsste sich diese Anzeige auf dem Display befinden: Batterien in die IR-Fernbedienung einlegen Das Batteriefach befindet sich auf der Rückseite. Schieben Sie den Batteriefachdeckel mit Druck auf das Pfeilsymbol nach unten, legen Sie vier bzw. bei der neuen IR-Fernbedienung zwei Batterien der Größe AAA (Microzellen 1,5V) gemäß der Polungskennzeichnung ein und schieben Sie den Deckel wieder auf das Batteriefach. Wichtig: Achten Sie beim Einlegen der Batterien unbedingt auf die richtige Polung entsprechend der Symbole unten am Batteriefach! Der SC MASTER LITE ist nun betriebsbereit. 18 Die erste Inbetriebnahme

Programmieren von Shows Überblick Der SC MASTER arbeitet bei der Programmierung per PC Wings Platinum zusammen. Er ist das Bindeglied zwischen Multimediageräten und Computer. Die Kommunikation zum Computer geschieht über eine serielle Verbindung. 1. Schließen Sie zunächst bei abgeschalteten Geräten die RS232-IN-Buchse des SC MASTER LITE an eine serielle Schnittstelle (Com 1...4) Ihres Computers an. Verwenden Sie hierfür das optional erhältliche Kabel STK-C010, um eventuelle Probleme durch Masseschleifen und Fremdspannungen zu vermeiden. SC MASTER LITE Programmieren von Shows 19

2. Schalten Sie nun den Computer und den SC MASTER LITE ein. 3. Starten Sie Wings Platinum und laden Sie ein Projekt oder erstellen Sie eines. Es muss das Geräte-Port Stumpfl SC Net mit der verwendeten Schnittstelle im Projekt vorhanden sein. Sobald Sie das SC Net Port anlegen, erscheint dieser Dialog: Wählen Sie bei den Einstellungen PC-Baudrate 115200 Baud aus, sofern die serielle Verbindung dies erlaubt. Solange diese nicht länger als 5 Meter ist, sollte es keine Probleme geben. Wenn Sie SC Net-Rückmeldungen ermöglichen anhaken, haben Sie die Möglichkeit, sich den Inhalt der Variablen im Control Panel anzeigen zu lassen. Dazu mehr im Kapitel Variable auf Seite 104. 20 Programmieren von Shows

Aus Gründen der Kompatibilität zu älterer Steuertechnik gibt es auch noch den DLC-Port. Bei Programmierung mit dem DLC-Port wird an der CUE-OUT Buchse des SC MASTER LITE das DLC-Datensignal erzeugt. Im Vergleich zum SC Net Port stehen Ihnen damit allerdings ein wesentlich geringerer Befehlsumfang und ein viel kleinerer Adressraum zur Verfügung. 4. Klicken Sie nun in der Werkzeugleiste von Wings Platinum auf Geräte-Ports aktivieren. Nach erfolgreicher Verbindungsaufnahme leuchtet die grüne PC-LED und der Button Geräte-Ports aktivieren erscheint eingedrückt und farbig. Sollte es bei der Kommunikation zum PC Probleme geben, gehen Sie nach der Checkliste vor, die Sie in der Online-Hilfe von Wings Platinum unter Bei Problemen... finden. SC MASTER LITE Programmieren von Shows 21

Programmierung mit Wings Platinum Vorbereitung Sie können mit dem Harddiskrecording den Soundtrack und das Steuerprogramm parallel erstellen. Sie müssen also nicht den gesamten Soundtrack fix und fertig abmischen, bevor Sie mit dem Programmieren bzw. Synchronisieren beginnen können, sondern können den Ton Stück für Stück mit dem Steuerprogramm mitwachsen lassen. Das ermöglicht Ihnen äußerst flexibles Arbeiten. Im Hilfe-Menü von Wings Platinum unter Workshop für Einsteiger finden Sie einige Produktionsbeispiele für das Kennenlernen der Funktionen. Stellen Sie die Kommunikation zwischen Steuergerät und Computer wie eingangs auf Seite 16 beschrieben her und nehmen Sie Ihre Anlage in Betrieb. Erstellung eines Projekts Bevor der SC MASTER LITE Töne wiedergeben kann, müssen Sie ein entsprechendes Projekt erstellen und auf CF-Card kopieren. Er benötigt neben den MP3-Audio-Samples eine Show-Datei, die eine Abspielanweisung für die Samples und meist auch noch Informationen für zu steuernde Geräte enthält. Die Herstellung eines Projektes geschieht in Wings Platinum Medien bzw. Objekt orientiert. Das heißt, Sie arrangieren Bilder, Videos, Musik und Steuerfunktionen wie gewünscht und können auf der virtuellen Leinwand die Bildmischung sofort betrachten. Alle Komponenten werden dabei exakt synchron mitgesteuert. In folgenden Schritten, die in der 22 Programmieren von Shows

Online-Hilfe von Wings Platinum genauer erläutert sind, gehen Sie wie folgt, vor: Projekt anlegen gelingt Ihnen am einfachsten und schnellsten mit einem Projekt-Assistenten oder mit einer Projekt-Vorlage. Medien erfassen: Nehmen Sie Musik und Sprache mit Wings Platinum auf Festplatte auf. Dafür bietet Wings Platinum verschiedene Verfahren an. Oder kopieren Sie vorhandene Mediendateien auf die Festplatte und importieren Sie die gewünschten Mediendateien in den Media-Pool. Steuerung zum Ton Arrangieren: Ziehen Sie die gewünschten Steuerobjekte und Musikstücke aus dem Media-Pool in eine entsprechende Spur der Timeline. Die entstehenden Objekte können Sie praktisch auf gleiche Weise verschieben, überblenden oder schneiden, sodass die Bearbeitung leicht erlernbar ist. Mit Geräten sofort testen: Nachdem Sie eine Sequenz in Wings Platinum vorbereitet haben, können Sie mit angeschlossenen Geräten alles sofort prüfen, denn bei aktivierten Geräte-Ports folgen die Geräte der Locator-Position in Wings Platinum. Präsentationsdaten erstellen: Ist Ihr Projekt fertig und wollen Sie es ohne PC ablaufen lassen, müssen Sie Präsentationsdaten für den SC MASTER LITE erstellen. Einzelheiten über die Erstellung von Präsentationsdaten für die CF-Card finden Sie ab Seite 30. Über Raffinessen der Programmierung mit Wings Platinum informiert Sie die Online- Hilfe. Da sie Kontext sensitiv ist, reicht meist das Drücken der F1-Taste, um das passende Thema zum geöffneten Dialog anzuzeigen. In der Hilfe finden Sie auch Beispielprojekte für klassische Show Control-Anwendungen. SC MASTER LITE Programmieren von Shows 23

Spezielle Features beim Programmieren Die innovative Technik des SC MASTER LITE bietet interessante, neue Möglichkeiten, die Sie bei der Programmierung beachten sollten: Wenn Ihre Show während des Ablaufs halten und erst durch einen Tastaturimpuls weiterlaufen soll, setzen Sie einfach an den Stellen, bei denen gehalten werden soll, einen Pause-Marker. Sie können in Ihre Show Positions-Marker einbauen, die Ihnen das gezielte Navigieren in einer Show bei der Vorführung ermöglichen. Setzen Sie dafür mit der rechten Maustaste in einer Marker-Spur entsprechende Positions-Marker (Achtung: dieses Feature ist nur für DLC-Shows verfügbar!). Solche Marker können Sie bei der Wiedergabe über die Skip-Tasten und der IR-Fernbedienung im Show Pause -Modus anwählen und anschließend mit der PLAY-Taste an dieser Stelle mit der Vorführung fortfahren. (Achtung: dieses Feature ist nur für DLC-Shows verfügbar!). Mit Hilfe der integrierten Variablenfunktion, können Sie Zähler aufbauen, Bedingungen festlegen oder Entscheidungen treffen und daraus resultierend wiederum Shows aufrufen, abbrechen oder aber auch in andere Shows springen. Mehr dazu finden Sie auf Seite 102 im Kapitel Variable. Das Audiomanagement des SC MASTER LITE ist so gestaltet, dass Sie kontrolliert gesteuerte Übergänge von einer Show in die andere Show programmieren können. Eine abrup- 24 Programmieren von Shows

te Unterbrechung des Tons kann damit verhindert werden. Mehr dazu finden Sie auf Seite 100 im Kapitel Soundtrackverwaltung auf CF-Card. Über eine Key Maske können einzelne Eingänge gesperrt, freigeschaltet oder logisch verknüpft werden. Damit kann die externe Ansteuerung gezielt kontrolliert werden (siehe Seite 108). Beachtung sollten Sie auch dem Thema Spezial- Funktionen für SC Master in der Online-Hilfe von Wings Platinum schenken. Hier finden Sie zusätzliche Informationen zu den Variablen, der Lautstärkeregelung, der Key Maske oder der logischen Showverwaltung. SC MASTER LITE Programmieren von Shows 25

Show-Medium erstellen Allgemeines Wenn Sie Ihre Show fertig programmiert haben, können Sie nun ein Vorführmedium erstellen, damit Sie Ihre Show auch ohne Computer vorführen können. Daten für den SC MASTER LITE erstellen Die Erstellung einer präsentationsfähigen CF-Card geschieht in zwei Schritten: 1. Die Präsentationsdaten für die CF-Card werden erzeugt und zunächst auf der Festplatte gespeichert. Das sind zum Einen die Steuerbefehle der Show und zum Anderen die nach dem MP3-Verfahren komprimierten Tonelemente des Soundtracks. 2. Die aufbereiteten Präsentationsdaten werden von der Festplatte auf die CF-Card übertragen. Dafür muss Ihr Computer ein CF-Card-Laufwerk besitzen, die es als externe Modelle mit USB-Anschluss gibt. Oder Sie benutzen über einen CF-Card-Adapter den PCMCIA-Slot Ihres Notebooks. Bitte beachten Sie, dass die CF-Card im FAT- Dateisystem formatiert sein muss und NICHT im FAT32- oder NTFS-Dateisystem! SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 27

3. Wenn Ihr Projekt aus mehreren Shows besteht, sollten Sie den Bereich Automatisierte Ausgabe auf FlashCard im Eigenschaftendialog der Timeline ausfüllen. Einerseits erhalten Sie damit in der Registerkarte Timeline einen guten Überblick über die FlashCard Shows und anderseits haben Sie die Möglichkeit, mit einem Knopfdruck das gesamte Projekt für die CF-Card zu erstellen. Wichtig bei diesen Eingaben sind der Name, die Shownummer und die Auswahl der Steuerungsdaten, meist Stumpfl SC Net 01. Achten Sie bei diesen Angaben auf sinnvolle Werte, weil Wings hier keine automatische Korrektur vornimmt! Der FlashCard-Dialog in Wings Platinum Das Erzeugen der Präsentationsdaten für die CF-Card geschieht in Wings Platinum über den FlashCard-Dialog. Sie rufen ihn über das Hauptmenü Ausgabe / FlashCards erstellen... auf. 28 Show-Medium erstellen

Der FlashCard-Dialog ist das zentrale Werkzeug für die Erstellung, die Übertragung und die Verwaltung der CF-Card- Vorführdaten. Das linke Feld zeigt die vorhandenen Karten-Verzeichnisse. Ein solches Verzeichnis repräsentiert immer den Inhalt einer CF-Card, es ist sozusagen das Spiegelbild einer CF-Card auf der Festplatte. erzeugt ein neues Kartenverzeichnis. kopiert ein Karten-Verzeichnis auf die CF-Card. löscht ein Karten-Verzeichnis und seinen Inhalt. Das mittlere Feld zeigt die Shows, die das markierte Kartenverzeichnis enthält. Die Ziffer vor der Show gibt die Position auf der CF-Card an. Das Pluszeichen bedeutet, dass die erforderlichen Daten für die Show vorhanden sind. Ein Frage- SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 29

zeichen würde das Fehlen von Daten signalisieren. Oben neben Alle steht die Datenmenge der Dateien, die das markierte Karten-Verzeichnis enthält. löscht eine Schau und zugehörige MP3-Dateien Das rechte Feld zeigt alle MP3-komprimierten Tondateien, die in der markierten Schau verwendet werden. Ein Pluszeichen vor einem Namen deutet, das die erforderlichen Daten vorhanden sind. Ein Fragezeichen würde das Fehlen von Daten signalisieren. spielt eine MP3-Datei ab. Mit Doppelklick auf den Namen von Shows oder MP3-Dateien öffnen Sie einen Dialog in dem Sie den Namen, und im Falle von Shows, auch andere Attribute festlegen können. Mehr dazu ab Seite 36. Mit Häkchen vor Präsentationsdaten aktualisieren (ohne Audiodateien) können Sie die Vorführdaten einer Show ohne neue Berechnung des Soundtracks aktualisieren. Markieren Sie dafür die zu aktualisierende Show in der mittleren Spalte und klicken Sie auf Einzelne Show erstellen. Benutzen Sie die Option nur, wenn Sie am Soundtrack nichts geändert haben! Anderenfalls kann die Wiedergabe asynchron sein. 30 Show-Medium erstellen

Erstellen der Präsentationsdaten für die CF-Card Bei diesem Vorgang werden von dem Projekt zunächst die Präsentationsdaten erzeugt und auf Festplatte gespeichert. Beachten Sie, dass für die Komprimierung der Tondaten nach dem MP3-Verfahren auf dem Computer ein MP3-Enoder vorhanden sein muss. Zahlreiche MP3-Encoder können Sie im Internet downloaden. Wie sie installiert werden, finden Sie in der Wings Platinum Online-Hilfe. Und so erstellen Sie die Präsentationsdaten: Haben Sie schon wie oben erwähnt, in den Eigenschaften der Timeline die Parameter für die einzelnen Shows definiert, klicken Sie auf Gesamtes Projekt erstellen und Wings erstellt automatisch alle Daten für die CF-Card. Sind diese Vorgaben noch nicht gemacht, oder wollen Sie nur die Daten einer einzelnen Show neu erstellen, dann gehen Sie bitte wie folgt vor: 1. Laden Sie die Show bzw. das Projekt von dem Sie Präsentationsdaten erstellen möchten und klicken Sie im Hauptmenü auf Ausgabe - Flash-Card erstellen... 2. Markieren Sie unter Karten-Verzeichnisse das Karten- Verzeichnis, in den die neuen Daten kopiert werden sollen. Oder erstellen Sie ein neues Karten-Verzeichnis, indem Sie auf klicken. 3. Geben Sie unter Name der Show einen Namen für die Show ein. Er darf höchstens 8 Zeichen und keine Sonderzeichen aufweisen. Klicken Sie nun auf Einzelne Show erstellen. SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 31

4. Wählen Sie unter Timeline und Ausschnitt die gewünschte Timeline. Eine Änderung der Voreinstellung Timeline1 ist nur bei mehreren Timelines nötig. 5. Wählen Sie den Bereich des Projektes, von dem Präsentationsdaten erstellt werden sollen. Folgende Optionen sind möglich: Gesamte Timeline ausgeben ab 0:00 Sekunden...die Show beginnt genau wie die Timeline bei null Sekunden, ein eventueller Vorspann bis zum ersten Objekt bleibt also erhalten, und endet nach dem letzten Objekt. Gesamte Timeline ausgeben ab erstem Objekt...die Show beginnt vor dem ersten und endet nach dem letzten Objekt. (...Empfehlung für CF-Cards) 32 Show-Medium erstellen

Nur markierten Bereich der Timeline ausgeben...es wird nur der in der Timeline markierte Bereich berücksichtigt. Wenn kein Bereich markiert ist, kann diese Option nicht gewählt werden. Timecode-Offset: Offset für den SMPTE-Timecode, der am CUE-Ausgang erzeugt wird. Zur aktuellen Show-Zeit wird der angegebene Zeitwert hinzuaddiert. Bei mehreren parallel laufenden Shows wird die Zeit aus der zuerst gestarteten Show für den Timecode herangezogen. 6. Wählen Sie den Geräte-Port, dessen Steuerungsdaten benutzt werden sollen. Die Vorgabe können Sie meist belassen, denn Änderungen sind nur bei mehreren benutzten Geräte-Ports eventuell nötig. Klicken Sie nun auf Start. 7. Wählen Sie einen MP3-Encoder aus. Die unter Encoder (direkt) aufgeführten Encoder erstellen die MP3-Dateien ohne weitere Daten auf der Festplatte zwischenzuspeichern. Encoder (über Wave-Datei) speichern den Soundtrack als Wave-Datei temporär im FlashCard- Ordner, erstellen davon die MP3-Dateien und löschen die Wave-Datei anschließend wieder. Sie müssen also sicherstellen, dass auf dem Laufwerk des FlashCard-Ordners genügend Speicherplatz verfügbar ist. SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 33

8. Wählen Sie nun eine Datenrate. Für CD-Qualität sind normalerweise 128 kbit/s ausreichend. Wenn Ihnen die Qualität nicht genügt, können Sie mit einer höheren Datenrate das Ergebnis ggf. verbessern. 9. Klicken Sie auf OK. Die Vorführdaten werden nun erstellt. Beachten Sie folgende Hinweise: Im Verlauf der Erstellung der Vorführdaten können je nach verwendetem MP3-Encoder diverse Fenster erscheinen, die jedoch automatisch wieder verschwinden. Wenn von einem Projekt schon Präsentationsdaten bestehen, können Sie Änderungen an Bildobjekten ohne neue Berechnung des Soundtracks schnell aktualisieren: Markieren Sie im FlashCard-Dialog die betreffende Schau, klicken Sie setzen Sie auf Nur Präsentationsdaten aktualisieren (ohne Audiodaten), sodass ein Häkchen davor sitzt, und anschließend auf Einzelne Show erstellen. 34 Show-Medium erstellen

Verändern Sie Inhalte von Karten-Verzeichnissen ausschließlich über den FlashCard-Dialog in Wings Platinum. Wenn Sie dies mit dem Windows-Explorer tun, werden wichtige Informationen für den SC MASTER LITE nicht aktualisiert und Shows können ggf. nicht einwandfrei wiedergegeben werden. Sie können alte und neue Shows gemeinsam auf eine CF- Card bringen, wenn Sie in beiden Programmen den selben Ordner für CF-Card-Daten angeben. Im FlashCard-Dialog beider Programme sind dann alle Vorführdaten Ihrer Shows sichtbar. SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 35

Show-Eigenschaften festlegen Sie können den Shows Eigenschaften für die Steuerung und für die Audiofunktionen zuordnen, die der SC MASTER bei der Präsentation auswertet. Den Dialog öffnen Sie durch Doppelklick auf den Namen der Show. Im Feld Name können Sie den Namen ändern. Im Feld Position bestimmen Sie an welcher Position die Show auf der CF-Card geführt werden soll. Mit dieser Ziffer können Sie die Show später über die IR-Fernbedienung starten. Wenn Sie Autostart aktivieren, wird die Show nach dem Einschalten des SC MASTER LITE automatisch gestartet. Die Einstellungen im Feld Audio-Routing sind für den SC MASTER LITE nicht relevant. Im Feld Zusätzliches Datensignal können Sie festlegen, ob neben dem DLC-Signal noch ein zusätzliches Datensignal an der Buchse CUE-IN ausgegeben werden soll. 36 Show-Medium erstellen

Wenn Sie z. B. alte Steuergeräte, die nur MateTrac- Steuersignal lesen können, einsetzen möchten, wählen Sie hier MateTrac. Wollen Sie Multimediakomponenten über Timecode synchronisieren, wählen Sie den Timecode mit der entsprechenden Frame-Rate. Bei Startstatus erzeugen legen Sie fest, ob ein Startstatus an die Steuertechnik übergeben werden soll oder ob die Wiedergabe vom individuellen Status der Steuertechnik aus beginnen soll. Dieser Parameter hat nur für DLC-Signal Bedeutung. Mit OK speichern Sie alle gewählten Eigenschaften in der Show ab. SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 37

Remote-Eigenschaften von Shows editieren Für Show Control-Anwendungen müssen Shows häufig ferngesteuert werden. Beim SC MASTER LITE lassen sich Shows von einer CF-Card simultan oder interaktiv über bestimmte Tasten oder Remote-Befehle starten, was über die Remote- Tabelle der CF-Card festgelegt wird. Folgendes ist möglich: Tasten einer IR-Fernbedienung mit einer Show verknüpfen Remote-Befehle (RS 232 oder Tastatur) mit einer Show verknüpfen. Für Tastaturen ist eine Trigger-Vorgabe für den Schaltkontakt möglich (Schließen oder Öffnen). Ist Schließen/Öffnen gewählt, kann beim Öffnen des Kontaktes eine zweite Show gestartet werden. Zuweisung eines Modus für den Show-Start. Und so wird s gemacht: 1. Klicken Sie im Hauptmenü auf Ausgabe - Flash-Card erstellen... Der Flash-Card-Dialog erscheint. 2. Doppelklicken Sie das gewünschte Flash-Card- Verzeichnis, worauf der Dialog FlashCard-Einstellungen erscheint. Hier finden Sie in der Spalte Remote-Eingang 32 Tasten einer IR-Fernbedienung und darunter bis zu 200 weitere Remote-Eingänge entsprechend der Definition in den SC Net Optionen von Wings Platinum. Jeden dieser Remote-Eingänge können Sie mit einer Show verknüpfen und einen Modus für den Show-Start festlegen. Mit IR1, 38 Show-Medium erstellen

IR2, IR3 werden die drei möglichen Schalteingänge der Remote-Buchse mit verwaltet. 3. Markieren Sie den gewünschten Remote-Eingang. 4. Klicken Sie in der Spalte Show auf das Eingabefeld, geben Sie gewünschte Show an und drücken Sie Enter. 5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Spalte Modus auf das Eingabefeld und wählen Sie den gewünschten Modus für das Remote-Verhalten der Show. Und so wirken die verschiedenen Modi: Normal...normaler Show-Start ist nur möglich, wenn keine Show läuft, denn eine laufende Show wird nicht unterbrochen. Interrupt...der Show-Start bricht jede laufende Show ab. SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 39

Terminate...der Show-Start bricht andere Shows ab, jedoch nicht sich selbst Add...startet eine Show zusätzlich, sie wird neben laufenden Shows simultan wiedergegeben. Es können bis zu 5 Shows parallel laufen. Beachten Sie bitte, dass dieser Start-Modus den Ton anderer Shows abbricht, wenn diese den gleichen Stereo-Ausgang verwenden. End...beendet die Wiedergabe einer Show; dient zum gezielten Beenden einzelner Shows, andere laufen weiter. Continue...führt eine gewählte Show fort, wenn die Wiedergabe an einem Pause-Marker bzw. einer X-Zeit pausiert. Continue all...führt alle Shows fort, die an Pause- Markern bzw. X-Zeiten pausieren. Memory...die Show wird vorgewählt und am Ende der laufenden Show automatisch gestartet. Restart...eine laufende Show beginnt von vorn, andere Shows laufen weiter. 6. Wenn Sie einen Eingang Remote 1 bis 200 verwenden, können Sie einstellen, ob die Show beim Schließen oder beim Öffnen des Schaltkontaktes starten soll. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Spalte Trigger und wählen Sie Schließen oder Öffnen. Ist Schließen/Öffnen gewählt, können Sie für das Öffnen eine zweite Show angeben. 40 Show-Medium erstellen

Im Beispiel wird beim Schließen des Kontaktes Show 1 gestartet und beim Öffnen Show 20. So können Sie z. B. beim Gedrückthalten der Taste Show 1 laufen lassen und diese beim Loslassen durch Show 20 beenden. 7. Klicken Sie abschließend auf OK. Spezial-Einstellungen Hier finden Sie noch einige spezielle Einstellungen: Transponder aktivieren...bereitet eine CF-Card für die Kommunikation mit einem Transponder vor (siehe Seite 57). Scheduler aktivieren...bereitet eine CF-Card für Zeit gesteuerten Show-Start vor. Zusätzlich müssen Sie eine Scheduler- Datei mit den Steuerinformationen für die Show-Starts erstellen. Weitere Informationen finden Sie in der Wings Platinum Online-Hilfe und auf Seite 55. SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 41

Remote-Eigenschaften in der SHOW.INI verändern Sie können die Remote-Eigenschaften auch mit einem ASCII- Editor wie z. B. Notepad in der SHOW.INI editieren, was in Notsituationen nützlich sein kann. Die SHOW.INI befindet sich in jedem CF-Card-Verzeichnis. Wenn Sie keinen anderen Speicherort angegeben haben, liegen die Show-Daten für den SC MASTER LITE im Default-Verzeichnis, das Sie dem Optionen-Dialog entnehmen können: Wichtig: Editieren Sie nur die Abschnitte Key Table und Remote Table und niemals andere Bereiche. Verändern Sie Inhalte von CF-Card-Ordnern nur über den FlashCard-Dialog von Wings Platinum und nicht durch einfaches Kopieren mit dem Windows-Explorer. 42 Show-Medium erstellen

Die Key Table Dieser Bereich liegt am Ende der SHOW.INI und legt die Eigenschaften bei Benutzung einer IR-Fernbedienung fest. Er bezieht sich auf die Tasten 1 bis 9 der serienmäßigen IR- Fernbedienung oder auf alle 32 Tasten einer unbeschrifteten IR-Fernbedienung (Ausführung für kundenspezifische Anwendungen). Die Parameter gliedern sich folgendermaßen: K1...32 adressiert die Taste auf der IR-Fernbedienung S1...200 adressiert die Show, die mit der zuvor definierten Taste gestartet werden soll. Für das Startverhalten der adressierten Show gibt es folgende Möglichkeiten: N I B Normaler Start, Show kann nur gestartet werden, wenn keine Show läuft. Eine laufende Show wird nicht unterbrochen. Interrupt Start, jede laufende Show wird abgebrochen. Beginn einer laufenden Show von vorn, andere Shows laufen weiter. SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 43

T M A E Terminate Start, bricht nur andere Shows ab, jedoch nicht sich selbst. Memory Start, Show wird vorgewählt und am Ende der laufenden Show automatisch gestartet. Addierender Start, Show wird zusätzlich simultan ausgeführt. Es können maximal 5 Shows simultan laufen. Ende der Wiedergabe einer Show; dient zum gezielten Beenden einzelner Shows, andere laufen weiter. Soll nur ein Ausschnitt einer Show ausgeführt werden, können als Start- und Stoppmarken in Wings Platinum gesetzte Marker adressiert werden. Diese Option steht für SC NET Shows nicht zur Verfügung. Die Remote Table Dieser Bereich der SHOW.INI befindet sich gleich im Anschluss an die Key Table. Er gilt für eine Tastatur-Matrix mit 16 Tasten, die an der DATA IN/OUT-Buchse angeschlossen ist. Die Syntax für die Remote Table ist mit der Key Table bis auf die fehlenden Start- und Stoppmarken identisch. 44 Show-Medium erstellen

Datenübertragung auf die CF-Card Nachdem Sie die Präsentationsdaten für den SC MASTER erzeugt haben, können Sie sie auf die CF-Card übertragen. Dafür muss Ihr Computer mit einem CF-Card-Laufwerk ausgestattet sein. Es gibt solche Laufwerke als externe Modelle mit USB-Anschluss. Wenn Sie mit einem Notebook arbeiten, reicht Ihnen auch CF-Card-Adapter für den PCMCIA-Slot. Daten auf eine CF-Card kopieren So kopieren Sie vorbereitete Präsenationsdaten auf die CF- Card: 1. Klicken Sie im Hauptmenü auf Ausgabe - Flash-Card erstellen... 2. Stecken Sie die CF-Card in das CF-Card-Laufwerk Ihres Computers. 3. Markieren Sie unter Karten-Verzeichnisse das Karten- Verzeichnis, das Sie auf CF-Card kopieren möchten und klicken Sie auf. 4. Wählen Sie den Buchstaben für Ihr CF-Card-Laufwerk. Wenn Sie Ihn nicht kennen, schauen Sie im Windows- Explorer nach. SC MASTER LITE Show-Medium erstellen 45

5. Klicken Sie auf OK. Die Daten werden nun auf die CF- Card übertragen. Beachten Sie folgende Hinweise: Wenn Sie ein Karten-Verzeichnis auf die CF-Card übertragen, werden die alten, auf der CF-Card befindlichen Daten gelöscht! Anders ist es beim Aktualisieren einer Show oder eines Verzeichnisses, das sich schon auf der CF-Card befindet: Hier werden nur die geänderten bzw. noch nicht vorhandenen Dateien übertragen. Das ist bei Änderungen von Shows ein großer Vorteil, denn die Übertragung wird auf das Notwendige begrenzt und die Übertragungsdauer ist entsprechend kürzer. Sollte bei der Übertragung der Daten irgendein Fehler auftreten, müssen Sie die CF-Card unbedingt formatieren (...ausschließlich mit FAT16-Dateisystem!) und die Vorführdaten neu übertragen. Andernfalls kann es beim Abspielen der Shows zu Problemen kommen. 46 Show-Medium erstellen

Wiedergabe von Shows Vorführung kompakt und komfortabel Für die Wiedergabe von Show- oder Audio-Projekten benötigen Sie eine im Wings Platinum vorbereitete CF-Card mit Show-Daten. Der prinzipielle Aufbau ist ähnlich wie bei der Programmierung, jedoch ohne PC und eventuell mit zusätzlicher, externer Fernsteuerung. Wie viele Peripheriegeräte angeschlossen sind, ist natürlich völlig von Ihrem Projekt abhängig. SC MASTER LITE Wiedergabe von Shows 47

Und so starten Sie die Vorführung: Anlage einschalten CF-Card ins SC MASTER LITE stecken, falls sie sich nicht schon im Gerät befindet. Es erscheint eine Meldung im Display des SC MASTER LITE für das Erkennen der Karte. Show starten: Über die Ziffern-Tasten der IR-Fernbedienung wählen Sie die Show, die dann sofort startet. Im Display des SC MASTER LITE erscheint der Titel der Show und die rote SHOW-LED leuchtet, bzw. blinkt bei einer X- Zeit bzw. Pause-Marker. Die blinkende CUE-LED signalisiert, dass ein Steuersignal (SMPTE Timecode oder DLC) generiert wird. Die SC NET-LED gibt Auskunft über die Kommunikation im SC-Netzwerk. Die Show läuft...! Mit der PLAY-Taste oder mit einer Zifferntaste lösen Sie X-Zeiten aus. Ob das Programm an einer X-Zeit verweilt, erkennen Sie im Display und an der blinkenden SHOW- LED. Mit der STOP-Taste der IR-Fernbedienung können Sie die Show anhalten, Meldung im Display: Show Pause. Nochmaliges Drücken der STOP-Taste lässt die Show weiterlaufen. Die Lautstärke stellen Sie über die beiden CARD-Tasten auf der IR-Fernbedienung ein. Wollen Sie die Show vorzeitig abbrechen, drücken Sie die STOP-Taste länger als 2,5 Sekunden oder ESC-Taste am SC MASTER LITE länger als eine Sekunde. 48 Wiedergabe von Shows

Beachten Sie folgenden Hinweis: Wenn Ihre Show Positions-Marker besitzt, können Sie diese mit den Skip-Tasten im Show Pause -Modus anwählen. Weitere Informationen finden Sie auf Seite 49 und in der Wings Platinum Online-Hilfe. SC MASTER LITE Wiedergabe von Shows 49

Navigation in einer Show (nur für DLC-Shows!) Das SC MASTER LITE bietet Ihnen elegante Möglichkeiten, sich bei der Vorführung in einer Show zu bewegen. Dies können Sie alles über die Tasten der IR-Fernbedienung bewerkstelligen. In einer Show scrollen (nur für DLC-Shows!) Durch Gedrückthalten einer Skip-Taste während der Wiedergabe können Sie die Show schnell vorwärts oder rückwärts laufen lassen. Zu Positions-Markern springen (nur für DLC-Shows!) Wenn Sie Ihre Show gestoppt haben, können Sie im Show Pause -Modus mit den Skip-Tasten und zu den Positions-Markern springen, die Sie in Wings programmiert haben. Die jeweilige Marker-Nummer ist im Display zu sehen. Die Show läuft sofort zu der gewählten Stelle. Haben die Magazine ihre Position erreicht, können Sie durch Drücken von PLAY-Taste oder STOP-Taste, den Show Pause -Modus aufheben und die Wiedergabe fortsetzen. Zur STOP-Stelle zurückspringen (nur für DLC-Shows!) Wenn Sie die Show gestoppt und im Show Pause -Modus Positions-Marker angesprungen haben, können Sie durch Drücken der NO-Taste wieder zur STOP-Stelle zurückspringen. Im Display erscheint dann Stop Position. 50 Wiedergabe von Shows

Spontan-Marker setzen und aufsuchen (nur für DLC- Shows!) Den sogenannten Spontan-Marker, können Sie während der Wiedergabe einer Show setzen. Dazu drücken Sie einfach die YES-Taste. Im Display erscheint kurz Set Marker. Nach dem Drücken der STOP-Taste, also im Show Pause -Modus, können Sie nun durch Betätigen der YES-Taste diesen Spontan-Marker anspringen; im Display erscheint Marker: Memory. Durch Drücken der PLAY-Taste können Sie an dieser Stelle fortfahren. Der Spontan-Marker bleibt auch nach dem Ausschalten des SC MASTER LITE gespeichert. Sie können ihn nur durch erneutes Setzen eines Spontan-Markers überschreiben. Erweiterte Anwahl von Shows Schalten Sie die Anlage ein und stecken Sie die CF-Card in den SC MASTER LITE. Zur erweiterten Anwahl von Shows gibt es nun zwei Möglichkeiten: Über die IR-Fernbedienung Drücken Sie die YES-Taste: Im Display erscheint Start Show:. Geben Sie nun mit den Zifferntasten eine Zahl von 1 bis 120 zur Anwahl der Show ein. Bei Eingabefehlern können Sie die Ziffern durch Drücken der NO-Taste löschen und anschließend erneut eingegeben. Wollen Sie die Auswahl abbrechen, drücken Sie die NO-Taste noch einmal. Wenn Sie nun die YES-Taste drücken, startet die ausgewählte Show. SC MASTER LITE Wiedergabe von Shows 51

Über die Geräte-Tasten Drücken Sie die ENTER-Taste: Im Display erscheint: Start Show? Bestätigen Sie diese Frage mit ENTER. Mit den Tasten und können Sie die gewünschte Show auswählen. Im Display sehen Sie dabei die Nummer und den Titel der Show. Durch Halten der Tasten oder beginnt die Auswahl zu laufen. Dies ist praktisch, wenn Sie entfernte Positionen schnell erreichen möchten. Drücken Sie ENTER, wenn die gewünschte Show im Display angezeigt wird. Die Show startet dann sogleich. Hinweis: Shows lassen sich auch per Schalter und RS 232 starten, siehe Seite 117 und Wings Platinum Online-Hilfe. Reichweite der IR-Fernbedienung Die IR-Fernbedienung funktioniert in einem Bereich von 0.3m bis 15m Entfernung. Bei Unterschreitung der Minimalentfernung von 30cm kann es zur Übersteuerung kommen, wodurch der Infrarotempfang eingeschränkt wird. Bei der maximalen Reichweite von 15 bis 30 Metern kommt es sehr stark darauf an, wie der Raum beschaffen ist, in dem die Projektion stattfindet. Durch Licht schluckende Komponenten wie Vorhänge etc. kann die Reichweite reduziert sein. In einem solchen Fall ist es empfehlenswert, eine kabelgebundene Fernbedienung zu verwenden. Diese wird beim SC MASTER LITE an der REMOTE-Buchse angeschlossen. Für den professionellen Vortragsbetrieb in großen Sälen empfehlen wir aus Gründen der Betriebssicherheit kabelgebundene Fernbedienungen. 52 Wiedergabe von Shows

Fortsetzen einer Show nach Stromausfall Der Albtraum jeden Technikers ist ein Stromausfall während der Präsentation. Der SC MASTER LITE kann diesen zwar nicht verhindern, aber es bietet Ihnen komfortable Möglichkeiten, sicher und synchron an der Abbruchstelle mit der Vorführung fortzufahren. Wenn Sie dieses Kapitel durchgelesen haben, sollten Sie den Ernstfall ruhig einmal üben. Dieses Feature ist speziell für den Vortragsbetrieb konzipiert. Bei Fixinstallationen und speziell im SC Net-Betrieb, sollten Sie die notwendigen Grundsettings über eine Autostartshow realisieren. Lassen Sie alle Geräteschalter eingeschaltet, bzw. schalten Sie sie wieder ein, nachdem das Stromnetz funktioniert. Warten Sie den eigenständigen Reset von Peripheriegeräten ab. Der SC MASTER LITE meldet sich nach dem Einschalten nicht wie üblich, sondern mit Continue Show?. Er fragt also, ob Sie die Show fortsetzen möchten. Bestätigen Sie diese Meldung durch Drücken der ENTER- Taste am Gerät oder der YES-Taste auf der Fernbedienung. Daraufhin werden die Steuersignale mit dem Status der Abbruchstelle an die Peripheriegeräte ausgegeben. Nun können Sie Ihre Show durch Betätigen der ENTER- Taste oder der PLAY-Taste fortsetzen. SC MASTER LITE Wiedergabe von Shows 53

Beachten Sie folgende Hinweise: Wenn Sie auf die Frage Continue Show? nicht die ENTER-, sondern die ESC-Taste drücken, startet der SC MASTER im normalen Betriebsmodus. Die Continue Show -Funktion kann im Menü unter Optionen / ContinueShow mit ContShow=OFF abgeschaltet werden. Dies ist für Festinstallationen dringend zu empfehlen, sofern keine Autostart Show definiert wurde. Show-Start mit Timer Der SC MASTER LITE besitzt einen Timer für den Zeit gesteuerten Aufruf einer Show. Die Einstellungen der Parameter nehmen Sie im Menü Timer vor. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Timer ab Seite 96. 54 Wiedergabe von Shows

Zeitgesteuerter Show-Start mit Scheduler Show auf der CF-Karte können auch Datums- und Uhrzeitabhängig gestartet werden. Dazu benötigen Sie das DCF-77 Empfangsmodul SCF-RCC. Mit diesem Empfangsmodul kann in nahezu allen Regionen Europas das Funkuhrsignal des Frankfurter Senders empfangen werden. Dieses Signal beinhaltet das aktuelle Datum und die Mitteleuropäische Zeit. Das DCF-77 Empfangsmodul wird an der Remote-Buchse des SC MASTER LITE angeschlossen. Als Kennung, ob das Empfangssignal in Ordnung ist, blinkt die PC-Anzeige jede Sekunde kurz auf. Dies allerdings nur, wenn die PC- Verbindung nicht aktiviert ist. Nach einer Synchronisationsphase von etwa 2 Minuten erscheint dann das aktuelle Datum und die Uhrzeit im Display des SC MASTER LITE. Für einen optimalen Empfang soll das DCF-77 Empfangsmodul im Freien montiert werden, oder zumindest nicht in der Nähe von Metall. Die Ausrichtung des Empfangsmoduls soll so gewählt werden, dass der auf dem Gehäuse eingeprägte Pfeil in Richtung Frankfurt zeigt. Mittels einer Schedule-Datei kann nun festgelegt werden, wann der SC MASTER LITE welche Show starten muss. Diese Datei muss sich im Verzeichnis für die jeweilige CF- Karte befinden. Sinnvollerweise sollten Sie die Datei über den SC MASTER LITE Wiedergabe von Shows 55

Editieren Knopf im Dialog FlashCard-Einstellungen erstellen. Dann ist gewährleistet, dass sich die Datei auch am richtigen Ort befindet. Zusätzlich ist das Häkchen bei Scheduler aktivieren zu setzen. Details über die Befehlssyntax finden Sie ausführlich beschrieben in der Onlinehilfe von Wings Platinum. 56 Wiedergabe von Shows

Show-Start mit Transponder Bei Transponder handelt es sich um Identifikations-Module, die einen eindeutigen Code gespeichert haben, der über ein entsprechendes Lese-Modul berührungslos ausgelesen werden kann. Diese Transponder sind als Schlüsselanhänger, Scheckkarte oder auch in Form einer Armbanduhr verfügbar. Durch den eindeutigen Code kann so einem Transponder eine spezifische Show auf der CF-Karte zugeordnet werden. So erhält z.b. in einem Museum ein Englisch sprechender Besucher einen Transponder, der nur Shows in Englisch startet. Bevor nun ein Transponder eine Show starten kann, muss dessen Nummer in einer Datei erfasst werden. Diese Transponderdatei wird mit Hilfe des SC MASTER LITE erstellt. Schließen Sie dazu das Transponder Lesemodul SCZ- RFID-RCV an der RS232 OUT Buchse des SC MASTER LITE an. Wählen Sie im Menü RS232 OUT als Driver Transponder. Schalten Sie den SC MASTER LITE aus und wieder ein, damit er in die Betriebsart Transponder wechselt. Stecken Sie eine CF-Karte in den Kartenslot. Betätigen Sie die ENTER-Taste am SC MASTER LITE und wechseln Sie mit den Pfeil-Tasten zum Menüpunkt Learn Transponder. Bestätigen Sie mit ENTER. Wählen Sie mit den Pfeil-Tatsten die Nummer der Show, die der Transponder starten soll. SC MASTER LITE Wiedergabe von Shows 57

Halten Sie den Transponder in den Empfangsbereich des Lesegerätes (Entfernung ca. 4cm). Sobald der Transponder gelesen wurde erscheint in der Anzeige Transponder read Enter for next. Bestätigen Sie mit ENTER und wiederholen Sie mit dem nächsten Transponder den Lesevorgang. Wenn alle Transponder registriert sind, drücken Sie die ESC-Taste. Die Frage Make Transponder File bestätigen Sie mit der ENTER. Die Transponder Datei wird nun auf der CF-Karte erstellt und kann nun nachträglich mit einem Texteditor editiert werden. Editieren Sie die Transponder Datei direkt auf der CF- Karte, damit sichergestellt ist, dass sie den aktuellen Inhalt enthält. Nach dem Editieren können Sie sie in das CF- Karten Verzeichnis kopieren. Bitte NICHT umbenennen! Der Inhalt der Transponder Datei Transpnd.tpd sieht in etwa so aus: T0; [04,60,25,91,1F]=[S1][I][0][0]; [04,10,C4,33,1F]=[S2][I][0][0]; [0F,00,56,31,C2]=[S1][N][0][0]; Transpondernummer, Show Nummer, Start-Mode, Marker 58 Wiedergabe von Shows

Sie haben nun die Möglichkeit die Spalte mit den Show Nummern und die Spalte Start-Mode zu editieren. Durch Ändern der Shownummer kann einem Transponder jede beliebige Show zwischen 1 und 200 zugeordnet werden. Die Kennung für den Start-Mode entspricht exakt der, wie sie auf Seite 42 im Kapitel Remote-Eigenschaften in der SHOW.INI verändern beschrieben wurde. Damit der SC MASTER LITE die Transponderdatei verwendet, muss im Dialog FlashCard-Einstellungen Transponder aktivieren angehakt sein! SC MASTER LITE Wiedergabe von Shows 59

SC Net-System Allgemeines SC Net-System ist ein Netzwerk aus einem SC Master Gerät und einem oder mehreren SC Net-Modulen zur Steuerung verschiedenster Geräte. Alle SC Net-Geräte werden an einer einzigen, bidirektionalen Netzwerkverbindung betrieben, über die auch die Stromversorgung erfolgt. Kabelverbindungen und Stromversorgung Alle Komponenten werden an einer einzigen Netzverbindung aus Standard Cat5 Kabel, die bis zu 300 Meter Gesamtlänge haben darf, betrieben. Normalerweise werden die Module hintereinander geschaltet, mit einem Verteilermodul aber können die Leitungen auch sternförmig geführt werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass sich die mögliche Gesamtlänge der Netzverbindung drastisch reduziert. Bei einer derartigen Installation ist die Verwendung von CAN-Repeater dringend zu empfehlen. Durch ihre kompakten Abmessungen finden die Module in der Nähe der zu steuernden Geräte Platz, sodass erst hier in die zum Teil zahlreichen Anschlusskabel verzweigt wird und diese dadurch entsprechend kurz ausfallen. Unbenutzte SC Net- Ausgänge müssen mit einem Terminatorwiderstand von 120Ohm abgeschlossen werden. 60 SC Net-System

Die Stromversorgung der SC Net-Module erfolgt über zusätzliche Netzteile. Der zusätzlich eingespeiste Strom steht dabei nicht nur dem am Netzteil angeschlossenen Modul, sondern allen am Netzwerk angeschlossenen SC Net-Modulen zur Verfügung. Ein Netzteil vom Typ AC-3 kann normalerweise fünf SC Net-Module versorgen. Es gibt allerdings auch Module, die ein eigenes Netzteil benötigen. Adressen konfigurieren Das Master-Gerät hat immer die Geräte-Adresse 1. Die Geräte-Adressen 2 bis 125 stehen für Module (Slaves) im Netzwerk zur Verfügung. Besitzt ein SC Master die Adresse 2 oder höher, wird er im Netzwerk wie ein Modul betrieben. Jedes SC Net-Gerät bietet bestimmte Funktionen, die über Sub-Adressen angesprochen werden. Wenn SC Net-Geräte im Media-Pool von Wings Platinum unter Geräte" hinzugefügt worden sind, erscheinen sie mit ihren Funktionen, wobei Wings Platinum automatisch eine Adressierung vornimmt, die jedoch jederzeit änderbar ist. Zum Beispiel wäre ein SC RELAY 8out in Form von 8 Schaltern sichtbar, die beispielsweise Adressen von 2/1 bis 2/8 haben könnten, 2 wäre also die Geräte-Adresse und 1 bis 8 die Sub-Adressen der einzelnen Relais. Adressen im Media-Pool einstellen Wenn Sie Adressen in Wings Platinum ändern möchten, weil Sie beispielsweise für die Steuerung eine geänderte Hardware einsetzen, gehen Sie folgendermaßen vor: SC MASTER LITE SC Net-System 61

1. Klicken Sie auf die Registerkarte Geräte des Media- Pools. Sollten die betreffenden Geräte nicht sichtbar sein, klicken Sie ggf. auf das Pluszeichen vor dem Geräte-Port. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Steuerkanal und wählen Sie Eigenschaften. Der Eigenschaften-Dialog erscheint. 3. Geben Sie unter Adresse die neue Adresse ein und bestätigen Sie abschließend mit OK. 4. Über den Menüpunkt SC Net-Adressen ändern können Sie die Adresse eines gesamten Moduls ändern. Adressen an der Hardware einstellen Damit ein SC Net-Modul programmierte Funktionen ausführen kann, muss im Modul die Geräte-Adresse eingestellt sein, mit der es im Media-Pool unter Geräte geführt wird. Zurzeit wird die Einstellung der Adresse über SC Master-Komponenten vorgenommen. Später wird dies auch von Wings Platinum aus möglich sein. 62 SC Net-System

Und so stellen Sie die Geräte-Adressen am SC MASTER LITE und an den SC Net-Modulen ein: 1. Verbinden Sie den SC MASTER LITE mit den SC Net- Modulen und schalten Sie die Anlage ein. 2. Gehen Sie im Menü des SC MASTER LITE zu Options SC-Net IntNetAddress" und stellen Sie INetAddrs = 1 ein. 3. Damit die Kommunikation im SC Net hergestellt wird, schalten Sie den SC MASTER LITE aus und wieder ein. Beim Hochfahren des SC MASTER LITE muss kurz eine Meldung wie SC Net Baudrate: 184320" erscheinen (Wert je nach Baudrate). Wenn die Kommunikation funktioniert, blinkt an den SC Net-Modulen kurz die blaue SC NET-LED in Abständen von drei Sekunden. Sollte keine Kommunikation Zustande kommen, erhalten Sie weitere Informationen auf Seite 65. 4. Gehen Sie erneut ins Menü und selektieren Sie unter Options SC-Net ExtNetAddress" die Adresse, die Sie einem SC Net-Modul zuweisen möchten, z. B. ENetAddrs = 2. 5. Wenn Sie am SC MASTER LITE nun Enter drücken, werden alle angeschlossenen SC Net-Module in den Konfigurations-Modus gesetzt, was an den blinkenden DATA- LEDs erkennbar ist, und der SC MASTER LITE sendet die Adresse ins Netz. Beides bleibt für 20 Sekunden aktiv. 6. Drücken Sie während dieser Zeit den Setup-Taster des zu konfigurierenden SC Net-Moduls, um die Adresse zu speichern. Verwenden Sie zum Drücken des Setup-Tasters ggf. einen Kugelschreiber. Der Konfigurations-Modus wird dadurch für dieses Modul beendet. SC MASTER LITE SC Net-System 63

7. Wiederholen Sie die Punkte 4 bis 6, bis Sie alle SC Net- Module entsprechend Ihren Anforderungen adressiert haben. Hinweis: Sie können die im Modul eingestellte Adresse prüfen. Wenn Sie den Setup-Taster drücken, wird die Adresse des Moduls im Display des Master-Gerätes kurzzeitig angezeigt. Sollte dies bei Ihren Geräten nicht funktionieren, ist ggf. ein Update der Betriebssoftware erforderlich. Sub-Adressen des SC MASTER LITE Der SC MASTER LITE besitzt diverse Schnittstellen, die Sie im SC Net-Betrieb mit folgenden Adressen ansprechen können: Display /2 (...wie Meldungen ausgegeben werden, finden Sie in der Wings Platinum Online-Hilfe) DMX/DALI /3 und höher (bis zu 64 DMX-Kanälen, Ausgabe an der REMOTE-Buchse) Schaltausgänge /70 und /71 (Open Collector-Ausgänge an der REMOTE-Buchse) RS232 /90 (RS232-OUT-Buchse) RS232 /91 (RS232-IN/CAN-Buchse) Diese Adressen werden von Wings Platinum automatisch vergeben, wenn Sie im Gerätepool einen SC MASTER LITE hinzufügen. Lediglich beim Hinzufügen einzelner Geräte ist darauf zu achten, dass die Adressierung der verwendeten Hardware angepasst wird. Wings Platinum nimmt zunächst die ersten freien Adressen im System. 64 SC Net-System

Kommunikation im SC Net sicherstellen Damit ein SC Net-System sicher funktioniert, muss die Datenrate sinnvoll eingestellt sein. Der SC MASTER LITE handelt die Baudrate mit den Modulen automatisch aus, wenn im Menü Optionen - SC-Net - SCN Baud" die Einstellung AutoBd" gewählt ist. Leider weiß der SC MASTER LITE jedoch nicht, wie viele Module angeschlossen sind. Sie müssen nach dem Einschalten also prüfen, ob alle SC Net-Module mit dem SC MASTER LITE kommunizieren. Dafür gibt es an den SC Net-Modulen folgende Indikatoren: POWER-LED...leuchtet rot mit einem Flackern im Sekundentakt, wenn die Stromversorgung in Ordnung und das Modul funktionsfähig ist. Sollte die LED dauernd oder gar nicht leuchten, liegt entweder eine Störung vor oder die Stromversorgung ist nicht gegeben. DATA-LED...leuchtet grün, wenn Daten für die am Modul eingestellte Adresse eintreffen. SC NET-LED...leuchtet blau, wenn das Modul eine gültige Aktivität auf dem Netzwerk erkennt, was im Ruhezustand alle 3 Sekunden der Fall ist. Wenn mehr Aktivität auf dem Netzbus ist, leuchtet die LED häufiger bis zum Dauerleuchten. Nach dem Einschalten müssen also von allen SC Net- Modulen die POWER-LEDs leuchten und jede Sekunde flackern und die SC NET-LEDs müssen alle drei Sekunden kurz blinken. Wenn ein Modul keine Kommunikation hat, was insbesonders bei weit verzweigten Netzwerken vorkommen kann, müssen Sie die SC Net-Baudrate manuell reduzieren bis auch das letzte Modul im Netzwerk kommuniziert. SC MASTER LITE SC Net-System 65

Wenn es hingegen die Leitungslänge erlaubt, können Sie auch eine Baudrate einstellen, die über dem Vorgabewert liegt. Als maximale Baudrate können sie 460800 Baud einstellen. Dies ist sinnvoll, wenn zu erwarten ist, dass viele Daten über den CAN-Bus geschickt werden müssen. Speziell bei Installationen mit vielen DMX-Kanälen ist dies oft der Fall. Diese Einstellungen nehmen Sie im Menü Optionen - SC-Net - SCNetBaudRate", vor. Weitere Informationen ab Seite 79. 66

Das Menü Der Aufbau des Menüs Der SC MASTER LITE ist ein modernes, softwaregesteuertes Gerät mit vielen Funktionen, dessen Bedienbarkeit allein über Schalter und Knöpfe kaum zu realisieren wäre. Deshalb besitzt es für die Konfiguration ein umfangreiches Menü. Über dieses Menü teilen Sie dem SC MASTER LITE mit, wie er arbeiten soll. Das Menü bildet in Verbindung mit dem Display und den Tasten,, ESC und ENTER das zentrale Eingabeinstrument. Die Menüstruktur gliedert sich folgendermaßen: Die vertikale Struktur ist durch die Menüstämme und die horizontale durch die Menüzweige strukturiert. Jeder Menü- SC MASTER LITE Das Menü 67

zweig beginnt mit dem Hauptmenü und endet mit den Eingabemenüs. Was ist davon nun auf dem Display zu sehen? Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Blatt Papier mit einem rechteckigen Fenster, gerade so groß wie eine Menübezeichnung, und legen es über diese Struktur. Dann entspricht das, was Sie im Fenster sehen, der Displayanzeige. Durch Bewegen des Blattes gelangen Sie an andere Stellen des Menüs. Das Display zeigt also immer nur einen wählbaren Ausschnitt des Gesamtmenüs. 68 Das Menü

Die Bedienung des Menüs Damit die Bedienungsvorgänge in der Praxis nachvollziehbar sind, schalten Sie am besten Ihr Steuergerät ein und probieren die folgenden Schritte direkt aus. Den Menüplan sollten Sie ausdrucken oder kopieren und neben das Gerät legen, er ist bei der Orientierung recht hilfreich. Um ins Menü zu gelangen, müssen Sie die beiden Tasten ESC und ENTER gleichzeitig drücken. Im Display erscheint darauf -Menu-. Wenn Sie nun mit der ENTER-Taste bestätigen, sind Sie im Hauptmenü. An den Pfeilen rechts neben der Menübezeichnung ist folgendes erkennbar: Die Art der Pfeile zeigt uns, dass wir im Hauptmenü sind, denn die Unter- und Eingabemenüs haben jeweils andere Pfeilsymbole ( ). Die Richtung der Pfeile signalisiert, ob darüber oder darunter noch weitere Menüpunkte zu finden sind. Die im Bild zu sehenden Doppelpfeile bedeuten, dass oben und unten noch weitere Menüs erreichbar sind. SC MASTER LITE Das Menü 69

Pfeile der Hauptmenüs..., der Untermenüs Symbole der Eingabemenüs Denken Sie jetzt noch einmal kurz an das Blatt Papier mit dem Fenster. Mit den Tasten und bewegen Sie das Fenster nach oben bzw. nach unten, also vertikal entlang eines Menüstamms. Mit der ENTER-Taste bewegen Sie es nach rechts und mit der ESC-Taste nach links, also horizontal entlang eines Menüzweigs. Mit den Tasten und können Sie jetzt die verschiedenen Punkte des Hauptmenüs durchsteppen. Es ist folgendermaßen gegliedert: Settings zum Laden und Sichern von Konfigurationen. Options, um spezielle Features anzuwählen. Sound für das Konfigurieren des Cardplayers. CUE Signal für das Konfigurieren der Steuersignalfunktionen. RS232 Out zur Konfiguration der seriellen Schnittstelle, z. B. für einen Transponder. Timer zur Einstellung der Timerfunktionen Info gibt Auskunft über die Ausstattung des Gerätes. 70 Das Menü

Wollen Sie sich nun in ein Untermenü begeben, drücken Sie einfach die ENTER-Taste. Die Art der Pfeile hat sich als Zeichen dafür, dass Sie sich in einem Untermenü befinden, geändert ( ), und die Richtung der Pfeile zeigt an, ob sich darüber oder darunter in diesem Menüstamm noch andere Menüpunkte befinden ( oberster Menüpunkt, unterster Menüpunkt). Durch weiteres Betätigen der ENTER-Taste gelangen Sie in den nächsten Untermenüstamm oder in das eigentliche Eingabemenü (<>). Das hängt davon ab, ob es in dem Menüzweig, in dem Sie sich gerade befinden, noch weitere Untermenüs vorhanden sind oder nicht. Ob das Eingabemenü erreicht ist, erkennen Sie wieder an den Pfeilsymbolen, die dann nur noch aus Dreiecken bestehen. Was Sie jetzt sehen, ist die momentan gültige Einstellung (**). Die beiden Sternzeichen sind der Indikator dafür. Mit den Tasten und sind andere mögliche Einstellungen anwählbar. Bei diesen nicht aktivierten Parametern stehen zwei runde Klammern. Durch einen Druck auf die ENTER- Taste ist eine neue Einstellung aktiviert. Als Quittung dafür erscheinen die beiden Sternzeichen (**). Parameter nicht aktiv Parameter aktiv Mit der ENTER-Taste sind Sie in den Menüzweig hineingekommen. Umgekehrt können Sie mit der ESC-Taste schrittweise Ebene für Ebene, zurück ins Hauptmenü steppen. SC MASTER LITE Das Menü 71

Drückt man, im Hauptmenü angelangt, noch einmal die ESC- Taste, erscheint im Display Exit? mit einem ENTER-Symbol. Dieses Symbol signalisiert übrigens, dass eine Bestätigung nötig ist, bevor der Menüpunkt ausgeführt wird. Mit einem Druck auf die ENTER-Taste können Sie jetzt das Menü verlassen. So, jetzt wissen Sie, wie man ins Menü hinein kommt, sich darin bewegt und Einstellungen vornimmt. Einer Erkundung des gesamten Menü-Inhalts steht also nichts mehr im Wege. Auf der nächsten Seite finden Sie einen Menüplan, und im darauf folgenden Kapitel werden nach Hauptmenüpunkten geordnet alle Einstellmöglichkeiten behandelt. Menübedienung über die IR-Fernbedienung Wenn Sie erst einmal im Menü sind, können Sie es auch mit folgenden Tasten der IR-Fernbedienung bedienen: IR Fernbedienung PLAY-Taste STOP-Taste Skip-Tasten und Menü-Funktion ENTER ESC Tasten und 72 Das Menü

Menüplan SC MASTER LITE Das Menü 73

74 Das Menü

Die Menüpunkte Setting Load Mit diesem Menü können zuvor abgespeicherte Konfigurationen, das heißt alle Einstellungen des gesamten Menüs, geladen bzw. aktiviert werden. Durch die Eingabemenüs Load Setting 1...6 wählen Sie eine der sieben zuvor gespeicherten Konfigurationen. Save Dieses Menü gestattet das Abspeichern aller Einstellungen des gesamten Menüs. Mit dem Eingabemenü Save as Set 1...6 wählen Sie einen der sieben Speicherplätze. Gespeichert wird immer die zurzeit geladene bzw. aktive Konfiguration. Factory Sollte mit den Konfigurationen durch Bedienungsfehler oder durch andere Dinge einmal alles durcheinander geraten, können Sie mit Load FactSet? die werkseitige Grundeinstellung aller Parameter herstellen. Sie ist folgendermaßen definiert: Aux-Adress 1 RS232Out Addrs 1 IntNetAddress 0 SC MASTER LITE Die Menüpunkte 75

ExtNetAddress 2 SCNetBaudRate Auto Baud ContinueShow ON TrayStartPos 1 PDC-Mode OFF Display/MessageDelay 80 Display/Time Display OFF Display/ProjectorDspl OFF IR Reicve ON Remote-Out AUX-Out HighLight Program Data In/Out Auto Select RS232InBaudRat Auto Baud Master/Volume 31 Master/Bass 0 Master/Treble 0 Card Volume 31 CUE Signal/Priority Card CUE Signal/Digital Code Auto CUE Signal/CUE-IN Signal MatetracDLCIn CUE Signal/CUE-OUT Signal DLC Continue DLC OFF StopOnEndOfTC OFF Drop-Out Time 100 76 Die Menüpunkte

RS232 OUT/Driver RS232 RS232 OUT/NumbOfProjector 4 Timer/Auto Timer OFF Timer/Show Number 1 Timer/Timer Time 0000:05 SC MASTER LITE Die Menüpunkte 77

Options Aux-Address (Auxiliary-Adresse) (nur für DLC-Betrieb) In diesem Menü bestimmen Sie die Adresslage eines angeschlossenen Open-Collector-Moduls (AuxAddress = 1...16) bei DLC-Betrieb. Das Open-Collector-Modul verwendet nicht die eingestellte, sondern die danach folgende Adressgruppe. Ist z. B. AuxAddress =1 eingestellt, bleiben die ersten vier Adressen (A1 bis D1) unberücksichtigt und das Open-Collector- Modul schaltet ab Adresse A2. Dieses Menü hat für SC Net-Betrieb keine Bedeutung. RS232OutAdrs (RS-Out-Adresse) (nur für DLC-Betrieb) In diesem Menü bestimmen Sie, welche der 16 Adressen im DLC-Steuersignal für Ausgabe von seriellen Befehlen ausgewertet werden soll (RS232OAddrs =1...16). Die gelesenen Befehle werden an der RS232-OUT-Buchse ausgegeben. Für SC Net-Betrieb hat das Menü keine Bedeutung, weil die Adressen fest vorgegeben sind. 78 Die Menüpunkte

SCNet (SCNet-Kommunikation) IntNetAddress (Interne SCNet-Adresse) Über IntNetAddress wird die Adresse des SC MASTER LITE im SC Net für Show-Control-Anwendungen eingestellt (INetAddrs =0...125). Die Adresse für ein Mastergerät ist immer INetAddrs =1, der Wert INetAddrs =0 schaltet den SC Net- Betrieb ab. ExtNetAddress (Externe SCNet-Adressen) Dieses Menü dient zur Einstellung von Adressen an SCNet- Modulen. Wählen Sie zunächst mit den Pfeil-Tasten und die gewünschte Moduladresse aus (Adressbereich 2..125) und betätigen Sie anschließend die ENTER-Taste. Bei den angeschlossenen SC Net-Modulen beginnt die DATA-Anzeige zu blinken. Drücken Sie nun innerhalb von 20 Sekunden den Setup-Knopf am entsprechenden SC Net-Modul. Die DATA- Anzeige hört auf zu blinken und die Adresse wird im Gerät gespeichert. Wiederholen Sie diesen Vorgang für alle angeschlossenen Module. SCNetBaudRate (SC Net Baudrate) Über dieses Menü können Sie Einfluss auf die Geschwindigkeit der Kommunikation im SC Net nehmen. In der Voreinstellung ist Auto-Baud eingestellt. In diesem Fall startet der SC MASTER LITE die Kommunikation mit der Baudrate 19200 SC MASTER LITE Die Menüpunkte 79

und solange sich ein Modul meldet, wird die Baudrate schrittweise bis zu 184300 Baud erhöht. In Netzwerken mit vielen Modulen oder mit langen Leitungen ist es jedoch sicherer, die Baudrate manuell zu wählen. Stellen Sie die Baudrate so ein, dass auch das letzte SC Net-Modul noch Verbindung hat. Wenn bei korrekter Kabelverbindung keine Kommunikation zustande kommt, ist die Baudrate zu hoch eingestellt. Sind hingegen die Kabelverbindungen kurz, und ist ein hoher Datendurchsatz gefordert, dann können Sie durchaus auch die höchste Baudrate von 460.8 kbaud einstellen. Der SC MASTER LITE beginnt trotzdem bei 19200 Baud zu testen, nur dass er eben dann bis 460.8 kbaud hochfährt. Bei einer Einstellung auf die höhere Baudrate ist zu berücksichtigen, dass es bei Störungen dann auch zu vermehrten Prüfungsvorgängen auf dem SC Net-Bus kommen kann, was wiederum den Datendurchsatz deutlich reduziert. Continue Show (nur für DLC-Betrieb) Über dieses Menü können Sie die Continue Show -Funktion abschalten (CS=OFF). Dies ist unter Umständen für Festinstallationen sinnvoll, die zentral ein- und ausgeschaltet werden. Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie unter Fortsetzen einer Show nach Stromausfall auf Seite 53. TrayStartPos (Tray Start Position) (nur für DLC-Betrieb) Dieser Menüpunkt ist nur bei angeschlossenen Diaprojektoren relevant. Damit können Sie festlegen, ob die Magazine nach einem Reset bzw. nach dem Einschalten des Steuergerätes zu Position 1 oder zu Position 0 gefahren werden. Dabei bedeutet TrayStart =1 Startposition 1 und TrayStart =0 80 Die Menüpunkte

Startposition 0. Bei Rundmagazinen ist die Einstellung TrayStart =0 meist vorteilhafter als die Standardeinstellung TrayStart =1. PDC-Mode (nur für DLC-Betrieb) Dieser Menüpunkt ist nur bei angeschlossenen Projektoren relevant. Er dient zum Ein- und Ausschalten des PDC-Modus. Er sollte aktiviert sein (PDC=ON), wenn Shows wiedergegeben werden, die mit dem Kodak PDC-Steuergerät oder mit dem Bässgen-System programmiert wurden und nachfolgend erläuterte Problematik aufweisen: PDC-Steuergeräte besitzen keine Erkennung der mechanischen 0-Position und gehen davon aus, dass mit Magazinposition 1 gestartet wird. Tatsächlich wurden aber von fast allen Anwendern die Rundmagazine in der 0-Position auf den Projektor gelegt, und der notwendige Transportschritt auf Dia 1 wurde programmiert. Damit steht aber im Datensignal schon die Magazinstandsinfo Dia 2, während der tatsächliche Magazinstand Dia 1 ist. Diese Verschiebung um ein Dia zwischen programmiertem und realem Magazinstand kann im PDC-Modus korrigiert werden. Display In den nächsten Menüs können Sie Anzeige-Optionen für das Display wählen. Hinweis: Wie Sie individuelle Meldungen auf dem Display ausgeben können, finden Sie in der Online-Hilfe von Wings Platinum Platinum bzw. im Kapitel Text in Display oder über RS232 auf Seite 109. Das Display besitzt die SC Net Sub- Adresse /2. SC MASTER LITE Die Menüpunkte 81

MessageDelay Spezielle Infos über verschiedene Ereignisse werden im Grafikdisplay nur für kurze Zeit angezeigt. Das ist zum Beispiel beim Regeln der Lautstärke über die IR-Fernbedienung der Fall. Wie lange solche Meldungen im Display stehen bleiben, wird über diesen Menüpunkt eingestellt. Dabei reicht der einstellbare Bereich von 0.1 bis 2.49 Sekunden (Msg Delay =1...254). Die fabrikmäßige Einstellung ist 0.8 Sekunden. Der Wert Msg Delay =255 hat eine Sonderstellung und lässt eine Meldung solange in der Anzeige stehen, bis diese durch eine andere Information abgelöst wird. Time Display Über dieses Menü können Sie die Zeitanzeige, die während des Abspielens von MP3-Dateien innerhalb einer Show zu sehen ist, einstellen. Bei Time Disp =ON wird die Spieldauer eines MP3-Samples rückwärts auf Null gezählt. Bei Speaker Support hat der Vortragende dadurch einen Countdown für seinen Einsatz. Dagegen ist bei Time Disp =OFF während der gesamten Show die Zeit entsprechend der Timeline in Wings zu sehen. ProjectorDspl (Projector Display) (nur für DLC-Betrieb) Dieser Menüpunkt ist nur bei Anschluss von Diaprojektoren wichtig. Hier können Sie die Statusanzeige für die Projektoren aktivieren (ProjDisp =ON). Temporäre Meldungen bei Laut- 82 Die Menüpunkte

stärkeänderungen oder bei Showanwahl werden aber trotzdem angezeigt. ProjDisp =OFF stellt die uneingeschränkte Anzeige für den SC MASTER LITE wieder her. Fast Display Üblicherweise wird unmittelbar nach dem Einschalten des SC MASTER LITE die Herstellbezeichnung und die Versionsnummer der Firmware angezeigt. Dieser Anzeigevorgang dauert in Summe etwa 3 Sekunden. Soll der SC MASTER LITE jedoch unmittelbar nach dem Einschalten aktiv werden (z.b. mit einer Show beginnen), dann kann diese Einschaltverzögerung ausgeschaltet werden. Zur Anzeige der Softwareversion muss Fast Disp wieder auf OFF gestellt werden. IRRecve (IR-Receive) Über diesen Menüpunkt können Sie den Empfang der IR- Fernsteuersignale ausschalten. Bei größeren Anlagen mit mehreren IR-fernsteuerbaren SD-Komponenten ist es sinnvoll, nur beim Master -Gerät den IR-Empfang zu aktivieren (IR Receive =ON) und bei allen anderen Slave -Geräten den IR- Empfang zu deaktivieren (IR Receive =OFF). SC MASTER LITE Die Menüpunkte 83

Remote-Out Die Ausgänge der Remote-Buchse können für unterschiedliche Aufgaben konfiguriert werden. Dafür benötigen Sie zum Teil spezielle Kabeladapter, die Sie von uns als Zubehör beziehen können. In den Untermenüs können Sie folgende Funktionen aktivieren. Bitte beachten Sie, dass immer nur eine der Funktionen benutzt werden kann. AUX-OC Out...bietet zwei Open Collector-Schaltausgänge (SC Net-Adressen 1/70 und 1/71 bzw. DLC-Adressen A1 und B1). DMX-Out...Ausgabe von DMX512-Befehlen mit dem Kabeladapter SCK-MDMXE (Zubehör). Serienmäßig sind die Kanäle 1 bis 6 nutzbar (SC Net Sub-Adressen ab /3 aufwärts), über das optionale DMX-Upgrade-Modul ist die Ausgabe auf die Kanäle 1 bis 64 erweiterbar. Es werden immer die ersten 6 bzw. 64 DMX-Adressen angesprochen, eine Änderung der Adresslage ist nicht möglich. DALIOut...bietet die Lichtsteuerung per DALI-Bus. Es stehen alle 16 DALI-Gruppen zur Verfügung, jedoch ohne Differenzierung der Unteradressen. Die Programmierung in Wings Platinum erfolgt über die ersten 16 DMX-Kanäle. MIDIOut...gibt MIDI-Timecode aus, der zuvor als SMPTE- Timecode in die CUE-IN-Buchse eingespeist wird. Diese Funktion wird beispielsweise zur Timecode-Synchronisation von Wings Platinum benötigt. Weitere Informationen finden Sie in der Online-Hilfe von Wings Platinum. 84 Die Menüpunkte

IR-Out...ermöglicht das Senden von IR-Befehlen mit einer Sendediode. Diese Funktion ist nur mit alten Shows verfügbar, die mit Wings 4.11 erstellt wurden. Lamp-Fail...diese Funktion ist beim SC MASTER LITE nicht aktiviert. HighLight (High Light Funktion) (nur für DLC-Betrieb) In diesem Menü bestimmen Sie, ob und wie die HighLight- Funktion von Ektapro und Leica RT Diaprojektoren aktiv wird. Bei HighLight= OFF wird die HighLight-Funktion dauerhaft ausgeschaltet und bei HighLight= ON dauerhaft eingeschaltet. Wenn Sie Program wählen, werden die HighLight-Befehle des Steuerprogramms zur Aktivierung der HighLight-Funktion ausgewertet, dies ist auch die Standardeinstellung. Data In/Out Über dieses Menü können Sie die Geräte wählen, die an der Buchse DATA IN/OUT betrieben werden sollen. Mit der Voreinstellung Auto-Select (AutoSel) erkennt der SC MASTER LITE nur die Geräte OC 16 out, OC analog, den Slider oder eine Matrix-Tastatur. Alle anderen Geräte müssen manuell gewählt werden. Diese Einstellung wurde auch lediglich nur aus Gründen der Kompatibilität eingeführt. Wenn an der DATA IN/OUT Buchse nichts angeschlossen ist, sollten Sie KeyboardMatrix auswählen. KeyboardMatrix...für eine Tastatur oder beliebige Schaltkontakte, die in einer Matrix verkabelt sind. Es können bei dieser Art der Beschaltung bis zu 16 Kontakte o- der Taster angeschlossen werden. Bei dieser Matrixverkabelung ist allerdings zu beachten, dass immer nur je- SC MASTER LITE Die Menüpunkte 85

weils ein Taster ausgewertet werden kann. Werden zwei oder mehr Kontakte gleichzeitig aktiviert, wird nur der erste Kontakt in der Matrix ausgewertet. OpenColl16 Out...für den Open Collector 16 Adapter. Mit dieser Erweiterung stehen 16 Open Collector- Schaltausgänge zur Verfügung. Dieser Adpater wurde allerdings durch den Open Collector 16 Remote ersetzt, sodass diese Einstellung nur aus Gründen der Kompatibilität beibehalten wurde. OpenColl16 Rmt... für den Open Collector 16 Remote Adapter. Damit stehen 16 Open Collector- Schaltausgänge und zusätzlich 8 Remote Eingänge zur Verfügung. Die 8 Remote Eingänge werden im Parallel- Mode betrieben. Das bedeutet, dass auch beim gleichzeitigen Betätigen von mehreren Kontakten, diese ausgewertet werden. OpenCollAnalog...für das OC Analog Modul mit 16 Open Collector Ausgängen und 8 Analogausgängen (0-10 V). Dieses Modul konnte nur im DLC-Mode betrieben werden. Slider40...für ein spezielles Eingabe-Interface mit 40 Fadern. 4Key05V...für 0-5 Volt Dimmer (Conrad C-Control- Dimmer) und vier Schalteingänge. Die Schalteingänge werden im Parallel-Mode betrieben. Remote 16in...für Remote Extension 16in, über das 16 Tasten direkt ohne Matrix angeschlossen werden können. Die Schalteingänge werden im Parallel-Mode betrieben, sodass Tasten auch bei gleichzeitiger Betätigung ausgewertet werden. 86 Die Menüpunkte

AccuSw...zur Überbrückung eines Stromausfalls mit Hilfe einer speziellen Akku-Versorgung; Wenn Sie diese Funktion benötigen, sprechen Sie uns bitte an. OpenColl40 Rmt... für den Open Collector 40 Remote Adapter. Damit stehen 40 Open Collector- Schaltausgänge und zusätzlich 8 Remote Eingänge zur Verfügung. Die 8 Remote Eingänge werden im Parallel- Mode betrieben. Das bedeutet, dass auch beim gleichzeitigen Betätigen von mehreren Kontakten, diese ausgewertet werden. Bei der Adressierung des OpenColl40 Rmt Adapters ist darauf zu achten, dass dieser in Wings als eigenes SC Net-Modul mit 40 Schaltkontakten auf SC Net-Adresse 2 anzumelden ist. RS232InBaudRat (Baudrate für RS232-In) In diesem Menü können Sie die Baudrate für die serielle Schnittstelle RS 232-IN fix einstellen (1200 Bd... 115.2 kbd). Dies ist notwendig, wenn der SC MASTER LITE z.b. an einer Medienraumsteuerung betrieben wird, bei der die Baudrate ungleich 9600 ist. Auch bei Verwendung des TCP/IP-RS232 Adapters SCZ-TCPIP-RS232 ist es sinnvoll die Baudrate auf 115200 einzustellen, damit die Datenübertragung mit der SC MASTER LITE Die Menüpunkte 87

maximal möglichen Geschwindigkeit erfolgen kann. Bei der Standardeinstellung Auto Baud ist die Grundeinstellung 9600 Baud. Bei Beginn der Programmierung mit Wings Platinum wird dann je nach Konfiguration des SC Net Ports die Baudrate entsprechend geändert. Sound In diesem Menü nehmen Sie Einstellungen für den Audioteil des SC MASTER LITE vor. Master Die in den nachfolgenden Menüs festgelegten Werte gelten für die Summe des Mixers, also für den Mix aller Audioquellen. Volume In diesem Menü legen Sie fest, auf welcher Lautstärke der Masterregler nach dem Einschalten des SC MASTER LITE stehen soll (MasterVol= 0...31). Bei den Werten gilt 0 = -79 db und 31 = 0dB. Mit der IR-Fernbedienung können Sie die Lautstärke von dem vor eingestellten Wert aus individuell regeln. Bass 88 Die Menüpunkte

In diesem Menü stellen Sie den Klang im Bassbereich ein. Es sind Werte von -7 bis +7 möglich. Dabei bedeutet MB=0 keine Veränderung gegenüber dem Original, -7 = -14 db (100 Hz) und 7 = +14 db (100 Hz). Mit der IR-Fernbedienung können Sie den Bassanteil im Klang von dem vor eingestellten Wert aus individuell regeln. Treble In diesem Menü stellen Sie den Klang im Höhenbereich ein. Es sind Werte von -7 bis +7 möglich. Dabei bedeutet MT=0 keine Veränderung gegenüber dem Original, -7 = -14 db (10 khz) und 7 = +14dB (10 khz). Mit der IR-Fernbedienung können Sie den Höhenanteil im Klang von dem vor eingestellten Wert aus individuell regeln. Input - Card Volume In diesem Menü legen Sie fest, auf welche Lautstärke der Eingangsregler für den Cardplayer nach dem Einschalten des Gerätes eingestellt sein soll (Card-Vol= 0...31). Bei den Werten gilt 0 = -79 db und 31 = 0 db. Mit der IR-Fernbedienung können Sie die Lautstärke von diesem Wert aus individuell regeln. SaveVol (Save Volume) Über dieses Menü können Sie alle aktuellen Lautstärkeeinstellungen, die Sie mit der IR-Fernbedienung eingestellt haben, speichern. Nach dem nächsten Einschalten des SC MASTER LITE sind dann genau diese Lautstärkewerte wieder aktiv. SC MASTER LITE Die Menüpunkte 89

CUE Signal Im Verbund mit anderen AV-Komponenten lässt sich der SC MASTER LITE vielseitig einsetzen. Voraussetzung dafür ist ein flexibles Management für die Steuersignale, dessen Bedienung Sie über die nachfolgenden Menüs vornehmen. Priorty (Priority) Über dieses Menü bestimmen Sie, ob das in Wings festgelegte und in der Show gespeicherte Steuersignal oder das im Menü des SC MASTER LITE eingestellte gelten soll. Bei der Einstellung Card wird das Routing der Show für die Dauer der Wiedergabe verwendet (Standardeinstellung). Dagegen räumt die Einstellung Menu immer den Parametern des Menüs CUE-OUT Signal den Vorrang ein. Diese Einstellung wird nur bei DLC-Shows ausgewertet. CUE-IN Signal Die CUE-IN-Buchse kann je nach Menüeinstellung Eingang oder Ausgang für verschiedenste Signale sein. Die möglichen Konfigurationen sind nachfolgend erklärt: Matetrac-DLCIn (MateTrac DLC In) Die CUE-IN-Buchse ist für das Lesen von MateTrac- und DLC- Signal konfiguriert (Standardeinstellung). Wenn Diaprojektoren angeschlossen sind, können Shows per Steuersignal vom Tonband wiedergegeben werden. 90 Die Menüpunkte

Matetrac Out Das Steuerprogramm einer laufenden Show wird als Mate- Trac-Datensignal an der CUE-IN-Buchse ausgegeben, allerdings nur soweit, wie vom MateTrac-Befehlssatz unterstützt. Dies geschieht parallel zum DLC-Signal, das wie gewohnt an der CUE-OUT-Buchse ausgegeben wird. Timecode-25FOut Die Zeitpositionen einer Show werden als SMPTE-Timecode mit 25 B/s an der CUE-IN-Buchse ausgegeben. Timecode-30FOut Die Zeitpositionen einer Show werden als SMPTE-Timecode mit 30 B/s an der CUE-IN-Buchse ausgegeben. Timecode-In SMPTE-Timecode mit 25 oder 30 B/s wird gelesen wobei die Framerate automatisch erkannt wird. Eine laufende Show wird zu dem gelesenen Timecode synchronisiert. Cue-Out Über das Menü Cue-Out" können Sie wählen, welches Signal an der CUE-OUT-Buchse ausgegeben werden soll. Während der Programmierung mit Wings Platinum ist das generell DLC. Während der Wiedergabe einer Show ist das Signal von der SC MASTER LITE Die Menüpunkte 91

Priority -Einstellung abhängig, sonst gilt die Einstellung im Menü. CueIn-> CueOut Das Analogsignal, das an der CUE-IN-Buchse anliegt, wird an der CUE-OUT-Buchse ausgegeben. Hinweis: Die Menüs DigiLft und DigiRgt sind ohne Funktion. Continue DLC Über diesen Menüpunkt legen Sie fest, ob nach dem Ablauf einer Show weiter ein DLC-Steuersignal ausgegeben werden soll (ContDLC= ON), oder nicht (ContDLC= OFF; Standardeinstellung). Bei ContDLC=ON wird das DLC-Steuersignal auch nach dem Ende einer Show an der Cue-Out-Buchse ausgegeben und übermittelt angeschlossenen Geräten weiterhin den aktuellen Status. Möchte man allerdings angeschlossene Steuergeräte manuell bedienen, z. B. um Magazine zu wechseln oder um die Projektoren in Standby zu schalten, kann das Steuersignal auch störend sein. ContDLC=ON sollte also nur in speziellen Installationen zur Anwendung kommen. Hinweis: Sie können während des normalen Betriebes das Steuersignal auch spontan ein- oder ausschalten, indem Sie die Tasten und gleichzeitig für eine halbe Sekunde gedrückt halten. Im Display erscheint dann kurz Record (Signal wurde eingeschaltet) oder Playback (Signal wurde abgeschaltet). 92 Die Menüpunkte

ExternTimeCode In zwei Untermenüs können Sie Vorgaben für die Auswertung des eingehenden Timecodes vornehmen. StopOnEndOfTC In diesem Menü legen Sie fest, was geschehen soll, wenn der Timecode ausbleibt. Wenn StopEndTC=OFF gewählt ist, läuft die Show auch ohne eingehenden Timecode weiter. Bei StopEndTC=ON wird die Show bei ausbleibenden Timecode in den Pause-Modus gesetzt. Sobald wieder ein Timecode anliegt, wird die Show an der entsprechenden Stelle fortgesetzt. Bitte bedenken Sie, dass große Zeitsprünge bei komplexen Shows mit Peripherie-Geräten unter Umständen Status- Probleme bereiten können. Bei SC Net Shows ist zu beachten, dass diese nicht rückwärts synchronisiert werden. Wenn also der Zeitwert des eingespielten Timecodes kleiner ist, als die Zeit der aktuellen Showposition, dann bleibt die Show im Pause-Mode. Erst, wenn der Wert größer wird, folgt die Show wiederum dem Timecode. Drop-Out Time Hier können Sie eine Zeit zwischen 0,1 und 2,5 Sekunden angeben, für die eine Show ohne eingehenden Timecode fortgeführt werden soll. Standardeinstellung ist DropOut=100, was einer Sekunde entspricht. Wenn der Timecode ausbleibt, stoppt die Show also erst eine Sekunde später. Diese Toleranz erhöht die Sicherheit, wenn das Timecode-Signal lückenhaft ist. SC MASTER LITE Die Menüpunkte 93

RSOut Diese Menüs dienen zur Anwahl von Treibern zur seriellen Ansteuerung von Projektoren und Multimediakomponenten. Bei SC Net-Betrieb macht die Auswahl eines Projektors keinen Sinn, weil das SC Net-Signal keine Befehle zur Steuerung von Diaprojektoren kennt. Driver Hier wählen Sie den passenden Treiber für Ihre Anwendung aus: RS232 Ektapr/LeicaRT für serielle Steuerung spezieller Geräte für Ektapro- und Leica RT-Projektoren Braun RS232 für Braun Multimag SC 669 Kinderman MPC Rollei Twinn Rollei Twinn2 Rollei 6x6 für Kindermann Silent 2500 MPC für Rollei Twin MSC 3xx P für Rollei Twin MSC 3xx P im Simple- Mode* für Rollei Vision MSC 66 Dual Simda serial für Simda 3245/3445 und 3262/3462 Transponder Chip Card für den Einsatz von Transpondern für das Lesen von Chipkarten ( z. B. Show- Start) GPS TimeSyncPl Mit diesem Gerät kann weltweit aus dem Satelliten Navigationssignal die Uhrzeit ausgelesen werden. Auf Basis dieser Zeitinformation kann bei entsprechender Pro- 94 Die Menüpunkte

grammierung in der Scheduler-Datei eine Show gestartet werden. *) Mit dem Simple-Mode für Rollei Twin entfällt die automatische Zuordnung von ungeraden Magazinnummern zu A und geraden Magazinnummern zu B. Dieser Modus darf in Verbindung mit Wings Platinum nicht gewählt werden. NumOfPr (Number of Projectors) In diesem Menü wählen Sie die Anzahl der benutzen Diaprojektoren einstellen, zum Beispiel NP= 4, für vier angeschlossene Projektoren. Bei RolleiTwin Projektoren ist NP= 2 zu wählen. SC MASTER LITE Die Menüpunkte 95

Timer Das SC MASTER LITE besitzt einen Timer für Zeit gesteuertes Überblenden von Dia-Projektoren (mit einem Kabel STK- C014) oder zum Starten von ganzen Shows von der CF-Card. In den folgenden Menüs können Sie die Timerparameter dafür wählen. AutoTimer Wenn Sie den Auto-Timer aktivieren (Auto Timer= ON), geht der SC MASTER LITE nach dem Einschalten sofort in den Timerbetrieb. Das ist für Festinstallationen, die über längere Zeit laufen, interessant. Mit Auto Timer= OFF schalten Sie den Timer wieder aus. ShowNumber (Show-Nummer) In diesem Menü wählen Sie eine Show (1 bis 120) von der CF- Card aus, die per Timer gestartet werden soll. Timer Time Hier legen Sie die Zeit für das Intervall fest, also die Zeit, die bis zum nächsten Showstart verstreichen soll. Die Angaben werden in Minuten und Sekunden eingegeben, der Wert Timer Time= 0140:15 würde also 2 Stunden, 20 Minuten und 15 Sekunden bedeuten. Die Eingabe in diesem Menü kann über die IR-Fernbedienung geschehen. Die Tasten sind wie folgt belegt: 96 Die Menüpunkte

IR-Fernbedienung PLAY-Taste STOP-Taste Skip-Tasten und Menü-Funktion ENTER ESC Tasten und Mit der YES-Taste aktivieren Sie die numerische Eingabe und können zwischen Minuten und Sekunden hin- und herschalten. Ziffereingabe erfolgt über die Zehnertastatur. Mit der NO- Taste können Sie die Ziffern des aktiven Feldes löschen. SC MASTER LITE Die Menüpunkte 97

Info Dieses Menü hält Informationen über den SC MASTER LITE bereit. Serial Number zeigt die Serien-Nummer des Gerätes. Upgrade zeigt die aktuelle Ausstattung Ihres Gerätes bezüglich verfügbarer DMX-Kanäle an. Dieses Menü dient auch zur Installation eines Upgrades für das DMX-Modul. Die in der Upgrade-Lizenz stehende Freigabenummer wird folgendermaßen eingegeben: Wählen Sie 6 DMX Channels und drücken Sie nun noch einmal ENTER, worauf Code:-------- erscheint. Beim ersten Strich blinkt der Cursor. Stellen Sie nun mit den Tasten und die erste Zahl der Freigabenummer ein und bestätigen Sie diese mit ENTER. Jetzt blinkt der zweite Strich. Verfahren Sie mit der Eingabe der anderen Zahlen genauso. Nach dem Bestätigen der letzten Zahl erscheint im Display DMX 64 Channels als Zeichen für die erfolgreiche Durchführung des Upgrades. Sollte die Anzeige wieder nur den Ausgangszustand zeigen, haben Sie vielleicht bei der Zahleneingabe einen Fehler gemacht. Zur Überprüfung drücken Sie einfach noch einmal ENTER und korrigieren Sie ggf. die Zahl. Sie haben dreißig Eingabeversuche. Danach wird die Eingabe gesperrt und kann dann nur von Fa. Stumpfl wieder freigeschalten werden. 98 Die Menüpunkte

Show Control Allgemein Der SC MASTER LITE bietet umfangreiche Show Control Funktionalität. So ist er in der Lage bis zu 5 Shows von CF- Karte gleichzeitig auszuführen. Intern steht eine umfangreiche Variablenverwaltung zur Verfügung. Der Inhalt dieser Variablen kann auf vielfältige Weise direkt in den einzelnen Shows verändert werden. Auf Basis von diesen Inhalten können Entscheidungen getroffen werden, um damit wiederum andere Shows zu starten. Ebenso lassen sich logische Verknüpfungen erstellen, womit mit dem SC MASTER LITE sogar interaktive Steuerungen realisiert werden können. Zusätzlich stehen auch unterschiedliche Eingabeports zur Verfügung, sodass auch auf externe Ereignisse reagiert werden kann. Die einfachste Art der Ansteuerung sind potentialfreie Kontakte oder Tasten, denen sich wiederum verschiedene Bedingung zuordnen lassen. Alle wesentlichen Anforderungen im Installationsbetrieb sind damit abgedeckt. Bei Bedarf kommuniziert der SC MASTER LITE über die beiden seriellen Schnittstellen auch mit einer Medienraumsteuerung wie das SC Touch Control, sodass die Verwendung in einem übergeordneten Medienverbund kein Problem darstellt. SC MASTER LITE Show Control 99

Soundtrackverwaltung auf CF-Card Die MP3-Tracks, die aufgrund einer Show gestartet werden, sind eigene Tasks. Das bedeutet, dass sie grundsätzlich auch weiterlaufen, wenn die Show zu Ende ist. Damit erst wird ein kontrollierter Übergang von einem Track zum nächsten möglich. So kann z.b. Hintergrundmusik im Loop laufen und ausgelöst durch einen Besucher wird in einer neuen Show diese Hintergrundmusik langsam ausgeblendet, bevor mit der eigentlichen Hauptshow begonnen wird. Soundtrack läuft weiter: Soundtrack ist länger als Show. Wenn für die gesamte Dauer des Sountracks die Show- Start Optionen gelten sollen, dann ist an das Ende des Tracks ein Positionsmarker zu setzen! Abbruch einer Show über externe Kontakte mit Interrupt oder Terminate. Das gilt auch für ASCII-Befehle (siehe Seite 117). Neustart einer Show über Memory-Option (siehe Seite 40). Show-Loop. Abbruch erst durch Neustart des Soundtracks in der Show. Remote-Jump (nur bei Wings 4.11 verfügbar) 100 Show Control

Soundtrack wird abgebrochen: Neustart eines Soundtracks auf diesem Ausgang durch eine andere Show. Neustart der Show über Restart-Option. Sprung in eine andere Show aufgrund einer zutreffenden Variablen-Bedingung oder durch Aktions-Befehl mit Option Jump. Show wird aufgrund einer zutreffenden Variablen- Bedingung oder durch den Aktions-Befehl mit Option End beendet. Random-Jump. SC MASTER LITE Show Control 101

Variablen Variablen sind interne Speicher, die entsprechend der Programmierung über Wings Platinum unterschiedliche Werte annehmen können. Diese Werte können dann in weiterer Folge für Entscheidungen und logische Operationen herangezogen werden. Der mögliche Wertebereich erstreckt sich von 0 bis 0xFFFF Hexadezimal bzw. 0 bis 65535 Dezimal. Den Variablen können Sie Werte zuweisen, den Inhalt einer Variable in eine andere übernehmen, oder damit mathematische Operationen ausführen, wie inkrementieren, dekrementieren, multiplizieren oder dividieren. Dabei ist definiert, dass es keinen Über- oder Unterlauf gibt. Wenn Sie also von einer Variablen mit dem Inhalt 5 den Wert 7 abziehen ist das Ergebnis 0. 102 Show Control

Alle Variablenoperationen werden über die Spezialfunktionen und dem Dialog Objekt-Eigenschaften in Wings Platinum programmiert. Über diesen Dialog können auch die Entscheidungen (Decision) und Aktionen definiert werden, die aufgrund eines bestimmten Inhaltes zur Ausführung kommen sollen. In Summe stehen 100 Variable zur Verfügung. Davon sind 30 EEProm Variable und 70 RAM Variable. EEProm-Variable: Der Wert geht nicht verloren, auch wenn das Gerät ausgeschaltet wird. Diese Variablen sind verwendbar für Showzähler, automatisches Aufrufen von Serviceintervallen, Besucherzähler etc. Der Initialwert dieser Variablen, wenn sie also noch nie verwendet wurden, ist 0xFFFF (Hex) = 65535 (Dezimal). Das bedeutet, dass diese Variablen vor der ersten Verwendung initialisiert werden müssen. Dies geschieht am Einfachsten mit einem Hilfsprogramm auf der CF-Karte. Dieses Programm kann bei Bedarf später auch wieder zum Zurücksetzen der Variablen verwendet werden. RAM-Variable. Bei den RAM-Variablen handelt es sich um Laufzeitvariablen. Diese werden nach dem Einschalten des SC MASTER LITE auf 0 gesetzt. Eine Ausnahme bildet die RAM-Variable 70, die bei SC Net Betrieb den Wert 1 erhält, sobald die SC Net- Verbindung zustande gekommen ist. Somit kann durch SC MASTER LITE Show Control 103

Überprüfen dieser Variable die Funktion des SC Net- Signals getestet werden. In Verbindung mit einer Autostart Show, die erst dann gestartet wird, wenn diese Variable den Wert 1 hat, ist damit sicher gestellt, dass die angeschlossenen SC Net-Module die Befehle auch auswerten. Diese Variable sollten für logische Operationen verwendet werde, bei denen sich der Inhalt sehr häufig ändert. Variablenüberwachung bei Programmierung Damit Sie den Überblick behalten, welche Variable gerade welchen Wert besitzt, können diese im Control Panel von Wings Platinum überwacht werden. Dazu sind folgende Einstellungen notwendig: 1. Im Konfigurationsdialog des Stumpfl SC Net Ports müssen Sie SC Net-Rückmeldungen ermöglichen anhaken. 104 Show Control

2. Spezialfunktionen mit der Maus aus Gerätepool in das Control Panel ziehen. 3. Pfeilknopf anklicken und im Dialog gewünschte Variable auswählen. Wenn sich nun während der Programmierung im SC MASTER LITE der Wert einer Variablen ändert, wird dieser im Control Panel angezeigt. SC MASTER LITE Show Control 105

Remote Input und Key-Mask Der SC MASTER LITE kann über vier verschiedene Input- Ports ferngesteuert werden: 1. IR-Fernbedienung bzw. IR-Signal. Mehr dazu finden Sie im Kapitel Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. auf Seite 51. 2. Starten von drei Shows über die 14-polige Remote Buchse durch Schließen eines Kontaktes zwischen Pin 2+3, Pin 1+3 und Pin 1+2+3. 3. An der Buchse Data-I/O können folgende Eingabeeinheiten angeschlossen werden: Keymatrix 4x4 für 16 Tasten. Bei Matrixverkabelung wird jeweils nur eine Taste registriert. In der Remotetabelle (siehe Seite 38) entsprechen diese Eingänge den ersten 16 Remoteeinträgen. OpenCollector16-Remote für 8 Kontakte im Parallelmode (gleichzeitige Betätigung wird registriert). In der Remotetabelle entsprechen diese Eingänge den ersten 8 Remoteeinträgen. (Adressbereich der OpenCollector Ausgänge innerhalb des SC MASTER LITE: 1/74 1/89) Remote 16in für 16 Kontakte im Parallelmode (gleichzeitige Betätigung wird registriert). In der Remotetabelle entsprechen diese Eingänge den ersten 16 Remoteeinträgen. 106 Show Control

OpenCollector40-Remote für 8 Kontakte im Parallelmode (gleichzeitige Betätigung wird registriert). In der Remotetabelle entsprechen diese Eingänge den ersten 8 Remoteeinträgen. Die Adressierung der OpenCollector Ausgänge erfolgt durch Anmelden eines SC Net Moduls OpenCollector 16out auf SC Net Adresse 2 mit 40 Kanälen. 4. SC Net Remote 16in über SC Net Verbindung: SC Net Adresse 2 entspricht Remote 1-16 in der Remote-Tabelle. In Kombination mit Data-I/O muss ein SC Net Remote 16in Modul ab Adresse 3 konfiguriert werden. Dies entspricht dann den Remoteeinträgen 17-32. SC MASTER LITE Show Control 107

Key Mask Mit der Funktion Key-Mask können einzelne Eingänge aktiviert oder deaktiviert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Maske von rechts nach links zu interpretieren ist und in binärer Form dargestellt ist. Im obigen Beispiel werden also die Eingänge 1,3 und 4 freigeschaltet. Alle anderen Eingänge werden gesperrt. Key Mask Set aktiviert oder deaktiviert alle 16 Eingänge gleichzeitig (1= aktiviert, 0= deaktiviert). Key Mask Or Wert 1 aktiviert zusätzliche Eingänge, Wert 0 lässt die Eingänge unverändert. Key Mask And Wert 0 deaktiviert zusätzliche Eingänge, Wert 1 lässt die Eingänge unverändert. 108 Show Control

Text in Display oder über RS232 Im Display des SC MASTER LITE kann beliebiger Text angezeigt werden. Dies ist oft hilfreich um z.b. während des Showlaufs Kontrollinformation darzustellen. Ebenso kann auch der Inhalt der Variablen angezeigt werden. Diese Information, die im Display erscheint, kann auch über eine der beiden seriellen Schnittstellen des SC MASTER LITE geschickt werden. Die einzelnen Schritte zur Textdarstellung im Display 1. Im Gerätepool von Wings Platinum innerhalb des SC MASTER LITE unter Geräte hinzufügen eine serielle Schnittstelle hinzufügen. 2. Über den Eigenschaften Dialog die Adresse dieser seriellen Schnittstelle auf 1/2 stellen = Display des SC MASTER LITE. 3. Gerät in die Marker Spur ziehen und Text eingeben. 4. Es gelten folgende Formatvorschriften: ASCII-TEXT innerhalb Anführungszeichen gefolgt von der Anzeigedauer in 1/10 Sekunden. SC MASTER LITE Show Control 109

250 ist die Dauer der Anzeige im Display in 1/10 Sekunden. 250 = 2,5 Sekunden. 255 bedeutet Daueranzeige. 0: Der Text wird über die serielle Schnittstelle RS232OUT (1/90) gesendet. 1: Der Text wird über die serielle Schnittstelle RS232IN (1/91) gesendet. Der Inhalt einer Variablen lässt sich mit den %-Zeichen und der Nummer der Variablen darstellen. (Beispiel: "VariableV31=%31"0xFF). Dabei ist zu beachten, dass die Variablen von 1 bis 100 durchnummeriert sind. Die Nummern 1 bis 30 entsprechen den 30 EEProm- Variablen, die Nummern 31 bis 100 sind den 70 RAM- Variablen zugeordnet. Wenn das %-Zeichen im Text dargestellt werden soll, muss es zweimal %% eingegeben werden. 110 Show Control

Fehlerbehebung Fehler suchen Der SC MASTER LITE ist nur eine von vielen Komponenten in Ihrer Installation. Tauchen Fehler auf, können sie auch durch andere Geräte verursacht werden. Das macht die Fehlersuche nicht gerade leichter. In solchen Fällen ist es vorteilhaft zu verstehen, was passiert. Bleiben Sie ruhig und gehen Sie das Problem systematisch an. Versuchen Sie herauszufinden, wie der Funktionsablauf zwischen den Geräten bei der jeweiligen Anwendung ist. Überprüfen Sie, ob alle erforderlichen Kabelverbindungen hergestellt sind. Schalten Sie alle beteiligten Geräte ein und wählen Sie die jeweils erforderliche Betriebsart. Kontrollieren Sie, ggf. unter Zuhilfenahme anderer Geräte, über Aussteuerungsanzeigen oder durch Gerätetausch, ob Signale auch tatsächlich vorhanden bzw. in Ordnung sind. Schauen Sie in der Fehlerliste auf den nächsten Seiten nach, ob es hier eine Lösung für Ihr Problem gibt. SC MASTER LITE Fehlerbehebung 111

Fehlerliste In der nachfolgenden Fehlerliste finden Sie Lösungen für einige Probleme nach Themen geordnet: Nach dem Einstecken der CF-Card erscheint im Display die Meldung Reinsert Card. Die CF-Card wurde beim Einstecken nicht erkannt. Sie können den Vorgang wiederholen oder den SC MASTER LITE bei eingesteckter CF-Card aus- und wieder einschalten. Beim Hochlaufen kann der SC MASTER LITE die CF-Card einfacher erkennen. Beim Kopieren von Vorführdaten auf die CF-Card erscheint die Meldung: Zuwenig Speicherplatz vorhanden, obwohl die CF-Card neu bzw. leer ist. Vermutlich muss die CF-Card noch formatiert werden; dies erledigen Sie im Windows Explorer. Formatieren Sie normal in FAT und nicht in FAT32- oder NTFS-Dateisystem, weil diese vom SC MASTER LITE nicht unterstützt werden. Nach dem Einstecken der CF-Card ins Steuergerät erscheint No Show.ini File Formated in FAT? im Display. Das kann im Wesentlichen zwei Ursachen haben: Die CF-Card ist leer bzw. es ist keine Show.ini vorhanden. Lösung: Kopieren Sie Vorführdaten auf die CF-Card. 112 Fehlerbehebung

Die CF-Card ist für FAT32- oder NTFS Dateisystem formatiert. Lösung: Formatieren Sie die CF-Card für FAT16- Dateisystem. Klicken Sie im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf die CF-Card und anschließend auf Formatieren... Wählen Sie als Dateisystem FAT und formatieren Sie die CF-Card. Anschließend kopieren Sie die Vorführdaten erneut auf die CF-Card. IR-Fernbedienung arbeitet nicht. Kontrollieren Sie den Zustand der Batterien und ob sie richtig eingelegt sind. Beim Betätigen der IR-Fernbedienung aus normaler Entfernung (etwa 0,5 bis 1,5 Meter) sollten Reaktionen am Steuergerät eintreten. Stellen Sie sicher, dass im Menü Options der IR-Empfang des Steuergerätes aktiviert ist, siehe Seite 83. Beachten Sie, dass die Reichweite der IR-Fernbedienung im Bereich von über 15 Metern sehr unterschiedlich sein kann, siehe Reichweite der IR-Fernbedienung auf Seite 52. Der Soundtrack läuft nicht synchron zu Geräten. Vielleicht haben Sie den Soundtrack in Wings Platinum geändert und nur die aktualisierte Show (also nur das Steuerprogramm) auf die CF-Card übertragen. Berechnen Sie alle Vorführdaten für Show komplett neu und übertragen Sie sie auf die CF-Card. SC MASTER LITE Fehlerbehebung 113

Wenn Sie immer noch keinen Erfolg hatten... Sollten Sie trotz Beachtung aller Fehlerhinweise im Handbuch und der Hinweise in der Wings Platinum Online-Hilfe Ihr Problem nicht lösen können, wenden Sie sich mit einer genauen Beschreibung des Fehlers an Ihren Händler oder direkt an uns, Anschrift siehe Seite 8. 114 Fehlerbehebung

Betriebssoftware-Update Durchführung eines Updates Da der SC MASTER LITE einen Prozessor mit einer Betriebssoftware besitzt, können Sie Ihr Steuergerät einfach durch Aktualisieren mit einer neuen Software auf dem neuesten Stand halten. Laden Sie aus dem Internet eine Update-Datei herunter. Sie finden sie auf www.stumpfl.com unter Download / Firmware Updates. Wenn Sie keinen Internet-Zugang besitzen, wenden Sie sich an unseren Support. Schließen Sie die RS232-IN-Buchse des SC MASTER LITE an eine serielle Schnittstelle Ihres Computers (Com 1...4) an. Starten Sie Ihren Computer und schalten Sie den SC MASTER LITE ein. Starten Sie die heruntergeladene Datei SDUpdate.exe durch Doppelklick. Es erscheint eine Information über updatebare Geräte. Klicken Sie auf Setup. SC MASTER LITE Betriebssoftware-Update 115

Klicken Sie auf Update, um das Update auszuführen. Den Fortschritt können Sie im Dialog beobachten. Im Display des SC MASTER LITE erscheinen Meldungen über die Vorgänge. Nach etwa 15 Minuten sollte das Update mit einer entsprechenden Erfolgsmeldung beendet sein. Das SC MASTER LITE bootet automatisch und ist danach wieder betriebsbereit. Wichtige Hinweise: Während des Updatevorgangs darf der SC MASTER LITE auf keinen Fall ausgeschaltet oder die Verbindung zum Computer unterbrochen werden! Wenn während des Update-Vorganges ein Bildschirmschoner aktiv wird, erscheint der Update-Dialog unter Umständen weiß. Warten Sie in diesem Fall unbedingt bis das Update beendet ist, was am Display des SC MASTER LITE erkennbar ist. Sicherheitshalber sollte ein Bidschirmschoner während des Updates deaktiviert sein. 116

Technischer Anhang ASCII-Protokoll Das ASCII-Protokoll ermöglicht die komfortable und differenzierte Einbindung des SC MASTER LITE in umfangreiche multimediale Installationen mit übergeordneten Medienraumsteuerungen. Über die serielle Schnittstelle (RS232-IN) können nicht nur Shows gestartet werden, auch lässt sich über diese, über SC Net-Befehle, das ganze SC Net-System mit sämtlichen angeschlossenen Modulen ansteuern. Die Besonderheit dabei ist, dass diese ASCII-Befehle zusätzlich zu den Befehlen einer laufenden Show ausgewertet werden. Um einen ASCII-Befehl an das Steuergerät schicken zu können, ist keinerlei Initialisierung notwendig. Das Übertragungsprotokoll ist 9600 Baud, 8 Datenbits, kein Parity-Bit und ein Stop-Bit. Als Kennung für einen ASCII-Befehl ist "a" (=61Hex, 97Dec) als erstes Zeichen zu senden. Als Befehlsende-Kennung ist "#" (=23Hex, 35Dec) zu senden. Leerzeichen dürfen nicht verwendet werden. Der zeitliche Abstand zwischen zwei gesendeten Zeichen darf 20 ms nicht überschreiten, sonst wird der Befehl ignoriert. Hinweis: Wenn Sie den SC MASTER LITE mit Wings Platinum oder dem SC Touch Control steuern möchten, können Sie einfach einen Treiber verwenden, der keine Kenntnisse über das Protokoll verlangt. SC MASTER LITE Technischer Anhang 117

Funktionstabelle ASCII-Code asnx# astx# asix# asax# asbx# asex# ass# asnxmy# asixmy# ass# assmy# av+# av-# av:x# Funktion Normaler Show-Start. Neue Show wird nur gestartet, wenn keine Show läuft. Laufende Shows werden nicht unterbrochen. x = Shownummer von 1 bis 200. Terminate Show-Start. Nur Shows, die ungleich x sind, werden abgebrochen. x = Shownummer von 1 bis 200. Interrupt Show-Start. Laufende Shows werden abgebrochen. x = Shownummer von 1 bis 200. Add Show-Start. Zusätzlich zu laufenden Shows wird die neue Show gestartet. x = Shownummer von 1 bis 200. Begin Show-Start. Die neue Show wird neu gestartet. Laufende Shows werden nicht abgebrochen. x = Shownummer von 1 bis 200. End Show. Eine laufende Shows wird abgebrochen. x = Shownummer von 1 bis 200. Alle Shows werden sofort gestoppt. Normaler Show-Start ab Marker. Nur DLC-Shows! x = Shownummer von 1 bis 200, y = Markernummer von 1 bis 255 Interrupt Show-Start ab Marker. x = Shownummer von 1 bis 200. y = Markernummer von 1 bis 255. Show wird sofort gestoppt. Show wird gestoppt, wenn Marker y erreicht ist. Nur DLC-Shows! y = Markernummer von 1 bis 255 Master Volume auf. Master Volume ab. Setzt Master Volume auf Wert, der in x steht. x = 0 bis 31. Befehle mit Werten >31 werden ignoriert. 118 Technischer Anhang

av<x:t# ab+# ab- # ab:x# at+# at- # at:x# ac+# ac- # ac<x.t# ax# ap# apx# apex# ap*# ape*# ay# Fade Master Volume auf Wert, der in x steht in der Zeit von t. x = 0 bis 31. Befehle mit Werten >31 werden ignoriert. t = 0 bis 255. Wert in 1/10 Sekunden. Master Bass auf Master Bass ab Setzt Master Bass auf Wert der in x steht. x = 0 bis 14. 0 = -7dB, 7 = 0dB, 14 = +7dB Master Treble auf Master Treble ab Setzt Master Treble auf Wert der in x steht. x = 0 bis 14. 0 = -7dB, 7 = 0dB, 14 = +7dB Card Volume auf Card Volume ab Fade Card Volume auf Wert, der in x steht in der Zeit von t (beide Kanäle). x = 0 bis 31. Befehle mit Werten >31 werden ignoriert. t = 0 bis 255. Wert in Sekunden. Auslösen einer X-Zeit PAUSE Funktion. Entspricht der PAUSE-Taste auf der Fernbedienung PAUSE Show x. Nur die angegebene Show geht in den Pause-Mode x = Shownummer 1 bis 200. PAUSE END Show x Nur bei der angegebenen Show wird Pause-Mode aufgehoben. x = Shownummer 1 bis 200. PAUSE alle Shows. Alle laufenden Shows gehen in den Pause-Mode. PAUSE END von allen Shows. Bei allen Shows wird der Pause-Mode aufgehoben. YES Funktion. Entspricht der YES-Taste auf der Fernbedienung atkx# Start Player mit Track Nummer x. x = 1 bis 255 entspricht Reihung des Soundtracks in Show.ini ats# Stopp Player. SC MASTER LITE Technischer Anhang 119

anm.c:x# anm.c+x# anm.c-x# anm.c<x.t# Setzt Ausgangskanal c im SC-Net Modul m auf Wert der in x steht. m = 1 bis 125. c = 1 bis 512. x = 0 bis 255. Inkrementiert Ausgangskanal c im SC-Net Modul m um den Wert der in x steht. Wenn durch die Operation der Maximalwert von 255 überschritten wird, wird auf 255 begrenzt. m = 1 bis 125. c = 1 bis 512. x = 0 bis 255. Dekrementiert Ausgangskanal c im SC-Net Modul m um den Wert der in x steht. Wenn durch die Operation der Minimalwert von 0 unterschritten wird, wird auf 0 begrenzt. m = 1 bis 125. c = 1 bis 512. x = 0 bis 255. Fadet Ausgangskanal c im SC Net-Modul m auf den Wert x mit der Zeit, die in t steht. m = 1 bis 125. c = 1 bis 512. x = 0 bis 255. t = 0 bis 999. Zeitwert in 0.1 Sekundenschritten. 999 entspricht 99.9 Sekunden. 120 Technischer Anhang

Beschaltung der Buchsen RS232-IN-Buchse 1. N.C. N.C. = nicht belegt 2. TxD 3. RxD 4. N.C. 5. GND RS232 6. N.C. 7. N.C. 8. N.C. 9. +5V zu Pin 5 Shield = GND intern SC Net-Sub-Adresse: /91 SC MASTER LITE Technischer Anhang 121

RS232-OUT-Buchse 1. N.C. N.C. = nicht belegt 2. TxD 3. RxD 4. N.C. 5. GND RS232 6. N.C. 7. CTS 8. RTS 9. +5V zu Pin 5 Shield = GND intern SC Net-Sub-Adresse: /90 122 Technischer Anhang

SC NET-Buchse 1. CAN - GND 2. CAN - VDD (+5V, max 50mA) 3. N.C 4. CAN-H 5. CAN-L 6. N.C 7. N.C. 8. N.C. SC MASTER LITE Technischer Anhang 123

CUE-IN-Buchse GND = intern CUE-IN-Empfindlichkeit: 0,3mV (-10dBV, -7,8dBu) CUE-OUT-Buchse GND = intern CUE-OUT-Ausgangspegel: 5V (14dBV, 16,2dBu) (0dBV is referenced to 1Veff, 0dBu is referenced to 775mVeff) 124 Technischer Anhang

Audio-Buchsen LINE-OUT Bei einem 0 db Signal (Sinus), in Wings Platinum generiert und als MP3 Datei übersetzt, liefert der SC MASTER LITE 4,1V Spitze-Spitze, was einem Effektivwert von 2.9V Effektiv entspricht. Die internen Einstellungen des SC MASTER sind dabei alle auf 0dB (= Card-Volume 29, Master-Volume 31). SPEAKER Die Lautsprecher-Anschlüsse sind nur bei der LS-Variante verfügbar. Die integrierte Endstufe liefert 2 x 10 Watt an 4 Ohm. SC MASTER LITE Technischer Anhang 125

REMOTE-Buchse 1. Start Show 2 2. Start Show 1 3. + 15 VDC up to + 25 VDC (unstable) Output 4. Analog Input1 (max. 0-5VDC) 5. +5V DC regulated Output (max. 20mA) 6. GND intern 7. Toggle Input 8. Open Collector Output (IR-Out 2, DMX-Out) 9. Analog Input2 (max. 0-5VDC) 10. + 15 VDC up to + 25 VDC (unstable) Output (connected to Pin3) 11. External IR Input 12. Open Collector Output (IR-Out 1, DMX-Out) 13. GND intern 14. Analog Input3 (max. 0-5VDC) 126 Technischer Anhang

Open Collector Ausgänge der REMOTE-Buchse Die Schaltausgänge der REMOTE-Buchse besitzen die festen DLC-Adressen A1 und B1 (DLC-Port) bzw. SC Net Sub- Adressen /70 und /71. Sie dürfen mit maximal 100 ma belastet werden und benötigen grundsätzlich eine Leerlaufdiode. Um höhere Leistungen und Spannungen zu schalten, können externe Relais nach folgendem Schema betrieben werden. Achtung: Die Realisierung solcher Schaltung darf nur durch einen Elektrofachmann erfolgen! Wir übernehmen für Schäden durch unsachgemäßen Anschluss und Betrieb keinerlei Haftung. SC MASTER LITE Technischer Anhang 127

DATA IN / OUT-Buchse 1. Data In 1 N.C. = nicht belegt 2. Data In 2 3. Data In 3 4. Data In 4 5. Data In/Out 1 6. Data In/Out 2 7. Data In/Out 3 8. Data In/Out 4 9. +5VDC (max 20mA) Shield = GND intern 128 Technischer Anhang

POWER-Buchse 1. + 2. 15VAC (Wicklung 1 des Netzteils AC-3) 3. + 4. 15VAC (Wicklung 2 des Netzteils AC-3) Unbedingt das Netzteil AC-3 (2x15V/500mA) verwenden! Andere Stumpfl Netzteile liefern nicht genügend Strom. Die LS-Variante erfordert das Netzteil STZ-NG3-Switch. Technische Daten SC MASTER LITE Abmessungen (H/B/T): Gewicht: 45 x 212 x 170mm 1060g / LS-Variante1120g Stromversorgung: Ruhestromaufnahme: 15 V AC/50,60Hz bzw. 12-24 V DC 500 ma / LS-Variante max. 1,8 A SC MASTER LITE Technischer Anhang 129

Glossar CD-R Mit einem CD-Brenner beschreibbare CD, die auch von normalen Audio-CD-Playern abgetastet werden kann. Sie lässt sich nur einmal beschreiben und ist nicht löschbar. CF-Card Compact-Flash-Card, briefmarkengroße Speicherkarte, wie sie auch in digitalen Kameras zu finden ist. Sie arbeitet verschleißfrei mit Festspeicher, also ohne bewegliche Teile. Cues Steuerbefehle einer DiaShow als Steuersignale, die auf Tonträger aufzeichenbar sind. DAT-Recorder Digital Audio Tape - Kassetten-Recorder für die digitale Speicherung von Audiosignalen in CD-Qualität. DLC Dynamic Link Code - moderner Steuersignal-Standard, von AV-Stumpfl 1994 eingeführt. Ducking...ist eine sprachgesteuerte, automatische Lautstärkereduzierung der Musik, bzw. des Tonprogramms. HDR Harddiskrecording - Aufzeichnung von Audiosignalen auf die Festplatte und deren Bearbeitung im Computer. 130 Glossar

Hucht RSPpro Ein von der Fa. Hucht entwickeltes Verfahren zur Eincodierung von Steuerinformation in digitale Audiosignale. Dieses Verfahren zeichnet sich durch besonders hohe Klangtreue aus. Kaskadierung Hintereinanderschaltung von Geräten. Beim SC MASTER geschieht dies durch die Steuersignalleitung oder durch serielle Verbindungen via RS232. Kopierschutz-Bit Eine von der Musik-Industrie initiierte Schutzmaßnahme, die digitales Kopieren nur einmal ermöglicht. MateTrac Weit verbreiteter Steuersignal-Standard der Firma Arion aus den USA. AV Stumpfl verwendet dieses Steuersignal seit 1983. Mixdown..nennt man die Mischung verschiedener Tonkanäle bzw. parallel liegender Samples zu einer Stereosumme bzw. einem Stereo-Sample. MP3 Verfahren zur skalierbaren Komprimierung von Audiodaten; es wurde vom Fraunhofer Institut entwickelt. Port In der Diasteuertechnik steht dieser Begriff für eine per Software konfigurierbare Anschlussbuchse. SC MASTER LITE Glossar 131

Random-Access Direkter Zugriff auf jedes Dia im Magazin innerhalb weniger Sekunden. S/PDIF Sony/Philips Digital Interchange Format - Norm für das digitale Audiosignal im Consumerbereich Sample In der Tontechnik gebräuchliche Bezeichnung für "Tonelement". Timecode Ein aus der Filmindustrie stammendes Zeitsignal, das zur Synchronisation verschiedener Systeme dient, z.b. bei Bild und Ton X-Zeit entsprechen Pause-Markern in Wings Platinum. Mit einer X- Zeit versehene Steuerbefehle können zu einem beliebigen Zeitpunkt manuell ausgelöst werden. Sie dienen zum impulsiven Synchronisieren nach der Musik, sowie zur Steuerung von Speaker Support Sequenzen. 132 Glossar

Index A Adressen konfigurieren 61 Anschlussbuchsen 12 Anschrift 8 Anwahl von Shows 51 ASCII-Protokoll 119 Audio-Buchsen 127 Audio-Einstellungen 90 Ausführungen 6 AuxAdrs (Auxiliary-Adresse) 80 AUX-Out 86 B Batteriefachdeckel 14 Batterien wechseln 18 Baudrate für RS 232 IN 89 Bedienung des Menüs 71 Beschaltung der Buchsen 123 Betriebssoftware-Update 117 Buchse 12 C CF-Card-Daten 27 ContDLC (Continual DLC) 94 SC MASTER LITE Index 133

ContShw (Continue Show) 80, 82, 83, 84, 87 CUE-IN-Buchse 126 Cue-Out - Menü 93 CUE-OUT-Buchse 126 D DALI-Out 86 DATA IN / OUT-Buchse 130 DataIO (Data In/Out) 87 Daten für den SC MASTER erstellen 27 Datenübertragung auf die CF-Card 45 DCF-77 55 Display 83 DLC-Signal 92 DMX-Out 86 DMX-Upgrade-Modul 86 E Empfang der IR-Befehle ausschalten 85 Entsorgung des Gerätes 7 ExtAdrs (Externe SCNet-Adressen) 81 ExtTC (External Timecode) 95 F Factory-Settings 77 Features 3 Fehlerbehebung 113 Fernbedienung 14 Firmware-Update 117 FlashCard-Dialog 28 Fortsetzen einer Show nach Stromausfall 53 Frontseite des Gerätes 10 134 Index

G Geräteansichten Frontseite 10 IR-Fernbedienung 14 Rückseite 12 Geräte-Varianten 6 Grundeinstellung 77 H HighLgt (High Light Funktion) 87 I Inbetriebnahme 16 IR-Fernbedienung 14 IR-Fernbedienung, Reichweite 52 IR-Fernsteuerung Empfang ausschalten 85 IRRecve (IR-Receive) 85 K Kabelverbindungen 16 Kabelverbindungen im SC Net 60 Klang beeinflussen 91 Klangregler 14 Kommunikation im SC Net sicherstellen 65 L Lautsprecher-Anschlüsse 127 Lautstärke 90 Lautstärke aktuelle Einstellungen speichern 91 Lautstärkeregler 15 Lichtsteuerung per DALI-Bus 86 Lieferumfang 6 SC MASTER LITE Index 135

LmpFail 87 Load 77 M Masterregler 90 MateTrac 93 Meldungen im Display 84 Menü Aufbau 69 Bedienung 71 Menüpunkte 77 Übersichtsplan 75 MIDI-Timecode 86 MsgDely (Message Delay) 84 N Navigation in einer Show 50 NetAdrs (SCNet-Adresse) 81 Netzteil 17 O OC Analog Modul 88 Open Collector Ausgänge 129 Open Collector-Schaltausgänge 86 Open-Collector-Modul 80 P Pause-Marker 24 PDCMode 83 Positions-Marker 24, 50 POWER-Buchse 131 Präsentationsdaten 27 Präsentationsdaten für die CF-Card 31 Programmieren 19 136 Index

ProjDsp (Projector Display) 84 R Reichweite der IR-Fernbedienung 52 Remote Extension 88 REMOTE-Buchse 128 Remote-Eigenschaften von Shows 38 RMT-Out (Remote-Out) 86 RS232-IN/CAN-Buchse 123 RS232-OUT-Buchse 124 RSOAdrs (RS-Out-Adresse) 80 RSOut 96 Rückseite des Gerätes 12 S Save 77 SaveVol (Save Volume) 91 SC Net - Kommunikation sicherstellen 65 SC NET-Buchse 125 SC Net-System 60 SCNBaud (SC Net Baudrate) 81 Service-Adresse 8 Setting 77 SHOW.INI verändern 42 Show-Eigenschaften festlegen 36 Show-Medium erstellen 27 Shows auswählen und starten 51 Show-Start mit Scheduler 55 Signal 92 SMPTE-Timecode 86, 93 Sound-Einstellungen 90 Spontan-Marker setzen und aufsuchen 51 Stand der Dokumentation 8 Stromausfall 53 SC MASTER LITE Index 137

Stromversorgung 16 T Timecode 37, 93 Timecode Optionen für Auswertung 95 TimeDsp (Time Display) 84, 85 Timer 98 Transponder 57 TrayStP (Tray Start Position) 82 U Update der Firmware 117 Upgrade für DMX-Ausgabe 100 V Varianten 6 Volume 90 W Wiedergabe einer Show nach Stromausfall 53 Wiedergabe von Shows 47 Z Zeitanzeige 84 Zubehör 6 138 Index