im KINDERGARTEN Blons Frühjahr 2014... vo da - Kinder vom KINDERGARTEN Blons, Conny Bickel und Regine Tschann iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
Nachwuchs im Kindergarten Blons Vor nun schon drei Jahren haben wir im Kindi Küken ausgebrütet. Eines davon legt nun richtig große Eier. Solch ein Ei gab uns den Anstoß dieses Huhn weiter zu züchten. Da mit diesem Huhn derzeit aber kein Hahn im gleichen Stall lebt, geht dies nun leider nicht. Deshalb machten wir uns, gemeinsam mit Silvia Türtscher, auf die Suche nach befruchteten Eiern. Silvia Türtscher und Claudia Erhart brachten uns welche, bei Gertrud Pöhl durften wir sie sogar selbst abholen und ihre Hühner kennenlernen. Gemeinsam mit den Volksschülern, sie bringen ja die Erfahrung vom ersten Mal mit, legten wir die Eier am Mi, 20. März in den Brutapparat. Hier werden sie nun 21 Tage bebrütet. Sie haben es schön warm, feucht, erhalten frische Luft und werden, dank computergesteuertem Brutapparat, jede Stunde gedreht immer um 35 Minuten nach der vollen Stunde. Und wir? Wir warteten geduldig, voller Spannung und beobachteten was passiert... Am 7. Bebrütungstag werden die Eier erstmals geschiert, d.h. durchleuchtet um zu sehen ob sie wirklich befruchtet waren und ob das Wachstum des Kükens begonnen hat.
Tag 7 - wachsen unsere Küken auch wirklich? Um nachzusehen ob die Küken im Ei auch wirklich wachsen, hatten wir am 7. Bebrütungstag alle 20 Eier durchleuchtet (= schieren). Und wirklich: Bei vier Eiern sind wir uns unklar, alle anderen Eier sind deutlich dunkel, d.h. das Wachstum hat begonnen. Manchmal sind sogar die Blutadern, welche nun den Eidotter durchziehen, ganz deutlich zu erkennen. Der dunkle Schatten in der Mitte ist das kleine Küken. Seit heute sind alle wichtigen Organe vorhanden, deshalb heißt das kleine Leben im Ei nun Fetus bzw. Fötus (= Junges). Eier im Vergleich: ein braunes Ei aus dem Kühlschrank (... die Luftblase ist klar erkennbar) das übergroße, hellbraune Ei der von uns vor drei Jahren ausgebrüteten Kindi Henne, aus dem Kühlschrank ein sieben Tage bebrütetes Ei voller Leben
Tag 9 - in vier Eiern ist die Zeit des Wachsens vorbei... Beim erneuten Schieren nach am 9. Bebrütungstag konnten wir deutlich feststellen: Bei vier Eiern scheint das Wachstum im Inneren stehen geblieben zu sein, sie sahen aus wie beim letzten Mal. Der größer werdende Kükenfetus zeigt sich beim Schieren jedoch dadurch, dass das Ei immer dunkler wird. Damit die sich entwickelnden Kükeneier vor Fäulnis- und anderen Krankheitsbakterien geschützt werden, mussten wir die anderen entfernen. Da dies aber nicht einfach nur Eier, sondern Eier in welchen sich Leben entwickelt hatte, sind, nahmen wir sie mit zum Waldtag und vergruben sie in unserem Müslegrab.... die Zeit wird sie verwandeln und es wird wieder neues Leben entstehen... Vielleicht Nährstoffe für einen unserer jungen Eichenbäume?
Tag 14 es ist wieder Zeit für Kontrolle! Am 14. Tag Bebrütungstag sollen die Eier wieder geschiert/durchleuchtet, werden, um zu sehen ob auch wirklich alle Kükenföten in den Eiern weitergewachsen sind. Jetzt müssen die Eier dunkel sein, d.h. es ist nur noch die mittlerweile vergrößerte Luftblase sichtbar. Dies ist deshalb so, weil ein heranwachsendes Küken nicht mehr so durchscheinend wie das Eiklar zu Beginn ist. Am 14. Tag waren wir uns sehr unsicher alle Kükeneier sind deutlich weitergewachsen, viele waren aber eben nicht ganz dunkel. Liegt es daran dass nicht alle Eier gleich groß waren und somit auch nicht gleich schnell wachsen? Wir wissen es ganz einfach nicht. Deshalb kontrollierten wir zwei Tage später nochmals nach mit dem Ergebnis: Bei zwei Eiern waren wir uns immer noch nicht schlüssig. Deshalb ließen wir im Zweifelsfalle eben einfach alle Eier im Brutapparat liegen, wer weiß...? Alle anderen waren nun bis auf die Luftblase dunkel. Unsere Küken wachsen also prächtig in ihrer Eierschale! So warteten wir eben gespannt weiter... Das Küken im Ei wächst mit jedem Tag ein bisschen mehr und bereitet sich mit allem was es tut auf den Tag seiner Geburt vor. Bald wird es die Eihaut zur Luftblase durchstechen und erstmals selbständig atmen. Und: mit dem Atmen beginnt das Küken im Inneren des Eies zu piepsen! Ab Tag 19 bleiben die Eier ruhig liegen, der Kükenfötus atmet selbständig und das Ei darf somit nicht mehr gedreht werden. Langsam wurde es Zeit dass wir uns auf den Schlupftag und die Ankunft der Küken in unserer Welt vorbereiten...
Tag 21 es ist soweit Am Nachmittag des 20. Tages, kurz bevor die Kinder nach Hause gingen, wackelten ein Ei, dann ein anderes, und wieder... Rüttelten die Kinder etwa am Kasten? Später, als es still wurde, beobachtete ich, Regine, nochmals die Eier: ja, sie bewegten sich wirklich! Noch 2 3 Stunden später hatte eine Schale einen Riss, und am Morgen...: Guten Morgen!, piepste Speedy, das erste Küken uns zu! Speedy sollte übrigens später auch das erste Küken sein, das Anna auf die Hände kackt... Einige Eier hatten schon ein kleines Loch. Doch es hieß wieder warten... In den folgenden zwei Tagen schlüpften seine Geschwister und Halbgeschwister, beobachtet von vielen interessierten Gästen von Thüringen bis Fontanella, und natürlich von den Kindern des Kindergartens und der Volksschule. Sehr interessant wurde es für all jene Anwesenden mit viel Geduld, bzw. die gerade zum rechten Zeitpunkt anwesend waren, welche das Schlüpfen eines Kükens miterleben durften. Ähnlich dem Leiden Jesu, ist es für jedes Küken wie auch für jedes andere Leben, ein harter und schwerer Weg bis ans Licht auch wenn die Gründe für diesen Weg sehr verschieden sind. Am Ende dieser Anstrengungen steht jedoch das neu erworbene Leben. Es schlüpften neun Küken in zwei Tagen: Speedy, Schneeflocke, Maxi & Tiger, Strubbli, Eiweiß, Eigelb, Calimero und Piepsi.
Unsere neun Bibile sind wohlauf und wurden zu Beginn der Osterferien an die Familie Türtscher in ihre neue Heimat im Unterrain 3 übergeben. Dort haben sie nun ihr neues Heim bezogen und können unter der neuen Adresse bestaunt werden. Speedy, Schneeflocke und Eigelb waren Geschister, Maxi & Tiger, Strubli, Eiweiß und Piepsi ebenso. Calimero war ein Einzelkind. Für ihn war der Weg aus dem Ei eine sehr große Anstrengung, denn er benötigte fast 1½ Tage bis er die Eierschale loswurde. Schlussendlich blieb sie ihm noch auf dem Rücken kleben! Herzlichen Dank nochmals an Gertrud Pöhl, Claudia Erhart und Silvia Türtscher für ihre Eierspenden sie machten all diese Erfahrungen der letzten Tage überhaupt erst möglich. Danke auch an Silvia und ihre Familie für die weitere Aufzucht und Pflege der neun Bibile, denn: Sieben Eier blieben im Brutapparat liegen, bei zweien davon waren wir uns beim letzten Schieren nicht sicher, ob sich nicht doch einen Wachstumsstopp im Ei vollzogen hat. Fleißige Internet-Surfer wissen jedoch, es gibt noch einen weiteren Test um das Wachstum im Ei zu überprüfen: Eier, in welchen Leben ist, bewegen sich im Wasser deutlich. Wir legten also ohne Beisein der Kinder die warmen Bruteier in warmes(!) Wasser, und: die Eier pendelten sich ein und wurden ruhig..., doch eines bewegte sich deutlich! Es gab also noch ein wenig Hoffnung... Am Morgen des 26. Tages wurde es aber auch in diesem Ei ruhig. Warum? - Wir werden es nie erfahren. Die Anforderungen des Schlüpfens an das kleine Wesen im Ei waren wohl zu hoch. Ein wenig gegenseitiger Kontakt war uns jedoch geschenkt!
Anfangs wackelt das Ei und leises Piepsen ist zu hören. Irgendwann, wie von Zauberhand, bekommt es einen kleinen Riss von innen (!), Schalenstückchen lösen sich und bald pickt ein kleiner Schnabel zu dem entstandenen Loch heraus. Das Ei bewegt sich, es piepst und es wird wieder ruhig und still. Über mehrere Stunden passiert einfach nichts. Dann, das Loch wird größer, die Schale bekommt rundherum einen feinen Riss, bis sie durchbricht. Bald können schon die Federn des zukünftigen Kükens erkannt werden. Durch heftiges Drücken und Stoßen mit Kopf und Füßen gegen die Eiwand kämpft sich das kleine Leben aus dem Ei. Weiteres Drücken und Drehen und plumps... da liegt der Kopf des Kükens neben dem Ei. Das kleine Küken hat es geschafft: Es erblickt erstmals das Licht der Welt und muss nun auch stetig selber atmen. Eine kleine Pause, mit letzter Kraft noch ein-, zweimal kräftig zappeln, und auch der Körper ist aus dem Ei befreit. Wie enttäuschend...! Ein nasses, zerzaustes Etwas liegt da neben der leeren Eierschale und bewegt sich kaum. - Alles Leben kommt aus dem Wasser! - So auch das kleine Küken. Schützend konnte es sich im wassergepolsterten Ei entwickeln. Feucht, müde und überwältigt von den vielen neuen Eindrücken muss es sich jetzt erst einmal erholen. Es benötigt nun viel Wärme dass seine Federn trocknen und flaumig werden können.
Da unsere Küken im Brutapparat heranwuchsen haben sie keine Mutter und müssen weiterhin mit der Wärme des Brutapparates Vorlieb nehmen. Später wird sie eine Wärmelampe, oder vielleicht ein Kachelofen wärmen. Gut dass die Natur vorgesorgt hat! Das kleine Küken hat noch genug Dotter und Flüssigkeit vom Ei in seinem Bauch, es muss sich also nicht gleich um Nahrung kümmern. Später, in ein bis zwei Tagen, wenn es erholt und wieder bei Kräften ist, macht es sich auf Futtersuche und erobert seine Welt... Was es wohl werden wird eine Henne oder doch ein Hahn? Die Hennen werden ziemlich genau in einem halben Jahr ihr erstes Ei legen...
wünschen Speedy, Schneeflocke, Maxi + Tiger, Strubbli, Eiweiß, Eigelb, Calimero und Piepsi Hnr. 95, 6723 Blons 05553/8112113 kindergarten@blons.at, www.blons.at Familie und Bildung, Kindergarten