Erstellung einer Bilddatenbank Erstellung einer Bilddatenbank mit vorgegebenen Bildern unter Benutzung der Software MIDOS (D:\Midos2006\m2000.exe). Gehen Sie wie folgt vor: 1. Ermitteln Sie die für eine formale und inhaltliche Beschreibung der Bilder notwendigen Kategorien. Pflichtkategorien sind dabei Bilddatei-Name Dateiformat Inhaltliche Charakterisierung durch einen oder mehrere Sätze Deskriptor (zur Einbindung eines Thesaurus) Erfassungsdatum 2. Erstellen Sie aus diesen Kategorien ein Kategorienschema für Ihre Datenbank. 3. Datenbank Erstellung Die Datenbank, die Sie für das Laborpraktikum erstellen, sollten Sie unter einem speziellen Pfad auf der Festplatte anlegen, um zu gewährleisten, dass Sie Ihre Datenbank auch wieder finden und diese nicht unabsichtlich gelöscht wird. Dazu beachten Sie bitte die folgenden Punkte. Wählen Sie unter Start Programme Midos 2000 Datenbankmanager : Nach Aufrufen des Programms legen Sie als erstes eine neue Datenbank an. Wählen Sie dafür unter dem Menüpunkt Datenbank den Eintrag Neu aus. Im nächsten Schritt vergeben Sie bitte den Namen für Ihre Datenbank (Name der Datenbank). Der Name ist frei wählbar. Im nächsten Schritt erstellen Sie die Datenbank und geben den Speicherort im Feld Datei an.
D:\BIB3\{Ihre_Matrikelnummer}\Datenbank\{Name Ihrer Datenbank}.dbm Die Daten einer MIDOS-Datenbankanwendung liegen in einer Datei *.dbm. Es empfiehlt sich den entsprechenden Ordner mit Ihrer Matrikelnummer (D:\BIB3\{Ihre_Matrikelnummer}\) im Voraus anzulegen, allerdings darf der Unterordner Datenbank in dem die.dbm Datei erstellt wird nicht vorher existieren, da sonst eine Fehlermeldung ausgegeben wird. Beachten Sie hierbei folgendes: Die Matrikelnummer ohne Prüfziffern eingeben, also 8-stellig Der Datenbankname darf nur acht Zeichen lang sein und sollte keine Sonderzeichen oder Umlaute, etc. enthalten! Beispiel: D:\BIB3\12345678\Datenbank\herbst.dbm Zur Einrichtung des Kategorienschemas und Definition der Datenbank steht bei MIDOS folgendes Formular zur Verfügung: Jede Kategorie muss durch einen Feldnamen, eine ausführliche Benennung, den Typ und die Länge gekennzeichnet werden. Der Feldname hat dabei lediglich softwareinterne Bedeutung und kann sowohl aus Zahlen als auch alphabetischen Abkürzungen bestehen. Beachten Sie bitte, dass die Feldnamen keine Sonderzeichen und Leerzeichen enthalten dürfen und maximal acht Zeichen lang sein sollten. Die ausführlichen Benennungen dienen der Identifikation der Kategorie in der späteren Eingabemaske. Für Typ und Länge verwendet MIDOS Voreinstellungen, die geändert werden können. Das Formular erscheint bei Neuanlage einer Datenbank automatisch und kann später jederzeit über die Funktion Bearbeiten Datenbeschreibung aufgerufen werden. Wenn Sie die Definition Ihrer Datenbank abgeschossen haben, klicken Sie auf die Schaltfläche OK. Sie sollten nun Ihre Datenbank speichern (Fenster mit Ja bestätigen.)
Auch nach dem Speichern können noch Änderungen vorgenommen werden. Dazu wählen sie unter dem Menüpunkt Bearbeiten den Eintrag Datenbeschreibung. Datenbank sichern Zum Sichern der eigenen Daten steht neben den Möglichkeiten auf der Betriebssystemsebene in MIDOS folgende Funktionen zur Verfügung: Datenbank -> Datei kopieren nach Geben Sie den gewünschten Speicherort an. Es empfiehlt sich außerordentlich, neben dem Speicherort auf dem Laborrechner (Pfadangaben der Anleitung unbedingt befolgen), Sicherungskopien Ihrer Daten auf einem eigenen Datenträger anzufertigen. Achtung - Nichtbeachtung dieses Hinweises kann den vollständigen Datenverlust zur Folge haben! Das Setzen des Häkchens mit Ein-Ausgabeformaten bewirkt, dass die Strukturvereinbarungen mit kopiert werden. Die Funktion Datenbank -> Datei kopieren kann genutzt werden, um mit derselben Datenbank auf einem anderen Rechner weiter zu arbeiten. Datenbank wieder öffnen Im Normalfall werden bereits angelegte Datenbanken im linken Bereich von Midos unter MIDOS Datenbank aufgeführt. Ihre Datenbank finden Sie unter dem von Ihnen vergebenen Namen. Aus den Datenbanklisten verschwundene Datenbanken kann man mit der Funktion Datenbank -> Öffnen und den beiden Unterfunktionen MIDOS Datei suchen bzw. MIDOS Datei über Dateimenü suchen und anschließend wieder nutzen. In ganz hartnäckigen Fällen kann es helfen, eine Sicherungskopie wieder mit der Endung *.dbm zu versehen bzw. evtl. vorhandene Dateien ohne Endung
mit dem Namen der Datenbank und vernünftigem Dateinamen mit der Endung *.dbm auszustatten. Datenbank auf Diskette oder USB-Stick sichern: (Betriebssystemebene) Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und wählen Sie den Explorer Im Explorer wechseln Sie dann auf das Laufwerk D: und in den Ordner BIB3. Wenn Sie den Ordner doppelt anklicken, wird der Ordner geöffnet. In diesem Ordner befindet sich nun unter anderem auch ein Ordner mit Ihrer Matrikelnummer, in welchem sich Ihre Datenbankdateien befinden. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen Ordner und wählen in dem Kontext-Menu Eigenschaften : Senden an: 3 ½ Zoll Diskette (A:) bzw. Senden an: Wechseldatenträger. Anmerkung: MIDOS verfügt über eine gute Hilfefunktion, die in allen Fällen zunächst zu Rate gezogen werden sollte. 4. Thesaurus Erstellung Erstellen Sie für die Deskriptoren auch einen Thesaurus (mit MIDOS Thesaurus) und verknüpfen diesen mit der Datenbank, um ihn sowohl für die Deskribierung als auch für die Suche nutzen zu können. Wählen Sie unter Start Programme Midos Thesaurus : Nach Aufrufen des Programms legen Sie als erstes einen neuen Thesaurus an und wählen dafür unter dem Menüpunkt Thesaurus den Eintrag Neu :
Im nächsten Schritt benennen Sie den neu erstellten Thesaurus und wählen den Speicherort der Datei. Pfadangabe: D:\BIB3\{Ihre_Matrikelnummer}\{Name des Thesaurus}.mth Bitte verwenden Sie Ihre 8-stellige Matrikelnummer ohne Prüfziffern! Anschließend öffnet sich automatisch das Einstellungsfenster des neuen Thesaurus. Hier können Sie einstellen, welche Relationen in welcher Reihenfolge ausgegeben werden. Neben einigen vordefinierten Feldern gibt es auch die Möglichkeit freie Felder zu verwenden. Nach Einstellung aller Parameter bestätigen Sie das Fenster mit speichern. Im folgenden Arbeitsschritt werden mit Hilfe des Thesauruseditors die Begriffe mit ihren entsprechenden Relationen in folgender Maske erfasst:
Der Thesauruseditor enthält die Fenster: hierarchische Darstellung (Baumdarstellung) Thesauruseditor-Hauptfenster alphabetische Liste Die Termbearbeitung erfolgt im Thesauruseditor-Hauptfenster und enthält folgende Buttons: Button "Neu" oder Taste F9 zur Neueingabe von Termen Button "Spei" oder Taste F12 zum Speichern von Termen Button "Del" oder Taste F10 zum Löschen von Termen Button "Undo" zum Rückgängigmachen von Termlöschungen Anmerkung: Eine ausführlichere Anleitung und Informationen über das Programm erhalten Sie unter Information Hilfe. 5. Erfassung der Bilder Erfassen Sie die vorgegebenen Bilder in Ihrer Datenbank, deskribieren Sie alle Bilder durch geeignete Deskriptoren (max.8) und erzeugen Sie für diese Deskriptoren eine Auswahlliste. Gehen Sie bei diesem Arbeitsschritt wie folgt vor: Erfassung der vorgegebenen Dokumente als Datensätze der angelegten Datenbank mittels einer Eingabemaske. Diese Eingabemaske wird über das Symbol aufgerufen und kann über die von MIDOS vorgenommene Voreinstellung frei gestaltet werden.
Verknüpfung des mit MIDOS Thesaurus erstellten Thesaurus mit der Datenbank. Hierzu steht im Eingabemodus unter Optionen die Funktion Thesaurus zur Verfügung: Es müssen sowohl der Pfad für den Thesaurus als auch die Felder des eigenen Kategorienschemas angegeben werden, in die Deskriptoren übernommen werden sollen. Inhaltliche Erschließung der Dokumente durch Zuteilung geeigneter Deskriptoren aus dem Thesaurus. Sofern der Cursor in der Eingabemaske in einem Feld steht, für das die Deskriptor-Übernahme aus einem Thesaurus vereinbart wurde, kann durch Betätigen des Buttons in die Funktion zur Auswahl von Deskriptoren der Software MIDOS Thesaurus gewechselt werden. Falls hier nicht sofort der korrekte Thesaurus sichtbar wird (es wird immer der zuletzt benutzte Thesaurus geöffnet), muss dieser über die Funktion Thesaurus -> Öffnen noch geöffnet werden. Die Übernahme der Deskriptoren in die Sammelbox erfolgt durch den Button, die Übernahme in die Eingabemaske durch den Button. In der Eingabemaske kann editiert werden, d.h. übernommene Wörter können gelöscht oder verändert werden. Benutzen Sie für geeignet erscheinende Kategorien die Technik der Auswahllisten. Eine entsprechende Liste kann in der Eingabemaske im Menü Funktionen -> Wortliste erzeugen erstellt werden. Geeignet sind solche Kategorien, die für die Eingabe immer eine Auswahl aus einer begrenzten Liste erfordern. Um die Bilder nach erfolgter Recherche am Bildschirm betrachten zu können, müssen diese zuerst einzeln in ein Verzeichnis kopiert werden (z.b. unter D:\BIB3\Bilder). In die Kategorie "Bilddatei-Name" wird der entsprechende Dateiname des Bildes eingetragen (z.b. 3_k.jpg für den Koalabären); die Pfadangabe erfolgt über das Ausgabeformat.
Ein neues Ausgabeformat können Sie im Menü "Bearbeiten" / "Ausgabeformate" erstellen. Um die Pfadangabe nicht in jedem Datensatz jeweils einzeln eingeben zu müssen, können Sie diese innerhalb einer Sequenz von HTML-Kommandos automatisch generieren lassen: HTML{+++} <center><h3>bildanzeige</h3></center> <IMG SRC="D:\IW3\Bilder\{BILD[*VAR*]}"width=300> :HTMLENDE Die Variable in { } entspricht der Kategorienbezeichnung des Bilddateinamens in Ihrer Datenbeschreibung und muss in der voranstehenden Angabe so bezeichnet sein, wie der Feldname (!) in Ihrer Datenbeschreibung lautet (hier nur als Beispiel: "BILD"); die Image Source entspricht dem Pfad Ihres Bildverzeichnisses (hier: D:\BIB3\Bilder\); die Angabe "width=300" sorgt für eine einheitliche Größe der Bilder. Zusätzlich kann mit Hilfe derselben Vorgehensweise über ein zweites Ausgabeformat (ohne width-angabe) und einen Link eine Vollanzeige der Bilder generiert werden. 6. Retrievalanwendung Definition einer Suchmaske mit geeigneten Registern und einer Freitextsuche für die Abfrage der Datenbank. Für die Anzeige der Bilder in Kurztitellisten und der Vollanzeige sind geeignete Ausgabeformate zu erstellen. Eine Retrievalanwendung erzeugt man über Funktionen -> Retrievalanwendung mit Hilfe mehrerer Formulare. Nachstehende Abbildung zeigt die Karteikarte, mit deren Hilfe die Suchmaske gestaltet wird: Die mit den Karteikarten möglichen Parametrierungen sind sehr umfangreich und sollten erkundet und für die Gestaltung der Retrievalumgebung genutzt werden. Bei Erstellung der Retrievalumgebung legt MIDOS auf der Festplatte ein eigenes
Unterverzeichnis (m2retanw) an, das die Daten und eine ohne das Programm MIDOS ausführbare Version der Recherchekomponente enthält. Zur Anzeige der Treffer müssen mit Hilfe der Karteikarten Kurzanzeige und Vollanzeige Einstellungen für Kurztitellisten und Vollanzeige der Treffer vorgenommen werden. 7. Überprüfung Führen Sie zum Abschluss Testrecherchen zur Prüfung der funktionalen Richtigkeit des Kategorienschemas, sowie der Konsistenz und Homogenität der formalen und inhaltlichen Beschreibung der Dokumente durch. Beantworten Sie mit Ihrer Datenbank die folgenden Fragen: - Finden Sie alle Bilder, auf denen ein Gebäude zu sehen ist - Finden Sie alle Bilder, auf denen der Eiffelturm abgebildet ist - Finden Sie alle Bilder, auf denen Katzen zu sehen sind - Finden Sie alle Bilder, auf denen Tiere zu sehen sind - Finden Sie alle Bilder, auf denen Landschaften zu sehen sind - Finden Sie alle Bilder, die ein Wintermotiv enthalten - Finden Sie alle Bilder, auf denen das Holstentor in Lübeck zu sehen ist Stand: Oktober 2006