Handlungsfeld Torfersatz

Ähnliche Dokumente
Kultursubstrate auf Torfbasis sicher, verfügbar, nachhaltig

Niedersächsische Moorlandschaften Naturschutz, Klimaschutz und Landnutzung im Dialog

Stadt Luzern. öko-forum. Stichwort. Torf. öko-forum Bourbaki Panorama Luzern Löwenplatz Luzern.

Torf für den Gartenbau Verantwortungsvoller Umgang mit einer wertvollen Ressource

Stoffliche Nutzung Nachwachsender Rohstoffe Graf / Warsitzka

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Blumenerde ohne Torf BUND-Einkaufsführer.

Das Netzwerk Naturpark-Schulen

Torf in Blumenerden und Kultursubstraten - Unerlässlich für den Gartenbau oder eine Gefahr für Moore?

Das Beste. Das Beste für Ihre Pflanzen. Erden für Profi-Gartenbau

Zukunftsforum Urbane Landwirtschaft

Ableitung von Treibhausgasemissionen aus der Gebietskulisse

Niedersächsische Moorlandschaften: Ziele und Inhalte des Programms

Ökologische Qualität

Ulrich Ahlke Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Energie aus Biomasse. vielfältig nachhaltig

Biogasnutzung in Niedersachsen - Beispielsregion in Europa

Märkte für Kompost-, Gärprodukte und Biokohle - Stand und Perspektiven -

Was ist Bioökonomie überhaupt und wozu brauchen wir sie?

Energie und Rohstoffe aus landwirtschaftlichen Reststoffen Hydrothermale Carbonisierung ein geeignetes Verfahren? Berlin 5.

Das Modell Güssing - ein Beispiel für eine nachhaltige, regionale Energieversorgung. Joachim Hacker, EEE

Praxisbeispiele und Visionen zur nachhaltigen Entwicklung unserer Kulturlandschaft durch Bodenordnungsmaßnahmen

Potenziale der Gentechnik bei Energiepflanzen

Zahlen und Fakten 2015

POTENZIALE BIOGENER REST- UND ABFALLSTOFFE für eine nachhaltige Energie- und Rohstoffbereitstellung

Fleischkonsum in Deutschland und Gefährdung der Schutzgüter des Naturschutzes. Lieske Voget-Kleschin Universität Greifswald

Zur IPM 2014 rückt Brill folgende Themen in den Fokus der Messepräsentation.

Kristin Lüttich - IBZ St. Marienthal -

20 Jahre Kooperationsmodell Zukunftschancen für den Trinkwasserschutz in Niedersachsen

Nachhaltige Regionalentwicklung im Dreiklang mit dem Naturschutz

Möglichkeiten und Grenzen bei Anbau und Nutzung nachwachsender Rohstoffe

TERRABOGA Projektinformation

Das Modell Güssing ein Beispiel für eine nachhaltige regionale Energieversorgung. Franz Jandrisits

Ökologische Zukunftsmärkte ländlicher Räume

Dachorganisation Holzenergie als Grundlage der Entwicklung von Holzenergiehöfen. Dipl. Forstwirt (TU) Bernhard Wern, IfaS Daun,

Torf gehört ins Moor!

Qualitätserden für Ihre Pflanzen in Haus und Garten

Flächenbelegung durch Energiepflanzenanbau in Schleswig-Holstein

Ingenieur Oscar Stuffer KlimaHaus -Agentur SOLARRAUM Architektur für die Zukunft. Aus der Praxis: Burghart Stremitzer, Grüner Baum Hotels, Brixen

Landwirtschaft und Biodiversität

Nachwachsende Rohstoffe

Freising, Oktober Silke Feifel Forschungszentrum Karlsruhe, ITAS-ZTS. 1 Silke Feifel Ökobilanz-Werkstatt

Gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit Zusammenfassung der Ergebnisse

Wie kann der Wald die Anforderungen an die Zukunft erfüllen? Waldstrategie 2020

Eckpunkte Gemüsesäulensubstrat

Qualitäts- und Umwelt-Management-Handbuch

DIE ROLLE VON ALGEN IM FÖRDERPROGRAMM NACHWACHSENDE ROHSTOFFE

Intelligenter Abfall wird im Kreislauf genutzt! Bioabfall ist Nahrung für die Natur und nützt auch dem Menschen

Forum 3: Gras in der Biogasanlage?

Ich bin aus Bio-Kunststoff Bring ein Stück Natur ins Haus

Auswirkungen politischer Beschlüsse auf Biokraftstoffe und Rohstoffmärkte

Foliensatz Tomaten - Jungpflanzenanzucht

Biomasseproduktion auf Brachflächen? Flächenpotentiale in Deutschland

Landnutzung ohne Grenzen

Energiepflanzenanbau in Niedersachsen aus regionaler Sicht: Wechselwirkungen mit anderen Raumnutzungen

Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.v. Ziel: Eine nachhaltige Entwicklung

Überblick über die Nachhaltigkeitsverordnungen für Strom und Kraftstoffe aus Biomasse. Überblick über die Biomassestrom-Verordnung

Umsetzung von energie- und klimapolitischen Maßnahmen mit Hilfe des European Energy Awards

EU-Förderung im Überblick ESF EFRE ELER

Biomassenutzung. Dipl.-Ing. Matthias Funk

Die Selbstverpflichtung der Firma Faber-Castell zum Erhalt der Biodiversität

Moderne Heimatkunde. Naturpark-Schule im Südschwarzwald. Sebastian Schröder-Esch

Zertifizierte Sekundärmöbel Eine Schönheitskorrektur. office-4-green Meilensteine der Nachhaltigkeit

Produktion und Vermarktung von Pflanzund Blumenerden auf der Basis von Luxemburger Komposten

Wirtschaftlicher Erfolg und hohe Akzeptanz. Morbacher Energielandschaft

Energiepotentiale. Geschichte und Effekte des Umstiegs auf erneuerbare Energieträger.

Nachhaltigkeit der Schweizer Eierund Geflügelfleischproduktion

Umwelt- und Klimapolitische Ziele. Nachhaltige Nutzung der Bioenergie. MinDir Dr. Urban Rid

Die Umsetzung des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Ländliche Entwicklung (ELER) in Bayern

Material. Auserlesene und nachhaltige. für hochwertige Flechtarbeiten. Nachschub ohne Sorgen. Weiden, Binsen, Gräser

Ermittlung des Potentials an nutzbarer Biomasse und kommunalen Abfällen zur energetischen Verwertung für die Einheitsgemeinde Havelberg

Bioenergie in Niedersachsen

Basis-Set von Kennzahlen und Indikatoren zur Biodiversität

Papier Vorurteil und Wahrheit

Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald Bayerwald Marketing GmbH Amtsgerichtstr. 6-8, Regen Tel.: / , Fax: /

Aktuelle Fragen der Agrarpolitik/GAP-Reform ab 2014

Biogas und Biomethan. Wichtige Treiber der Energiewende in Niedersachsen. DENA Veranstaltung Biomethan: Der Dialog in Hannover. Dr. Gerd Carsten Höher

Wenn der Handwerker mit dem Bauer

Vortrag "Biodiversität"

Klimawandel und Nachhaltige Entwicklung

Ziele des Moorschutzes in Deutschland

DER DEUTSCHE INNOVATIONSPREIS FÜR KLIMA UND UMWELT

Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in einer Hand

Erdgas: brauchen wir es? Jurrien Westerhof, Erneuerbare Energie Österreich

Schaufenster Elektromobilität

Was ist ein Betriebsplan Natur?

Biomasse: Chancen und Risiken aus Naturschutzsicht

Tourismus & biologische Vielfalt

Bewertung und Optimierung des ökologischen Fußabdrucks des Braunschweiger Sanitärkonzepts mihilfe der Ökobilanz-Methodik

Stand der Energiewende in Bayern betriebliche Handlungsmöglichkeiten

-Bilanzierung: Zukünftige Anforderungen an Logistikunternehmen

Transkript:

Niedersächsische Moorlandschaften Handlungsfeld Torfersatz Strukturen und Arbeitsweise des Forums Nachhaltiger Torfersatz aus Nachwachsenden Rohstoffen für den Gartenbau 11. Mai 2016 Hannover 1

Treiber für Torfersatz Nachhaltige Entwicklung Klimaschutz durch Treibhausgas - Vermeidung Naturschutz, Biodiversität Ressourcenschutz Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Substratindustrie und im Gartenbau Niedersachsens

Bioökonomie und Torfersatz Bioökonomie ist die Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren bereitzustellen. Gartenbau und Substratindustrie sind ein bedeutender Teil der Bioökonomie. Die Substitution von Torf in den Kultursubstraten und Gartenerden kann einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Substratindustrie und des Gartenbaus leisten. In diesem Zusammenhang ist das Niedersächsische Torfersatzforum als fachübergreifendes Netzwerk im Sommer 2015 gegründet worden. Von Braun 2015

Themen und Aufgaben des Torfersatzforums Screening und Evaluierung geeigneter Rohstoffe aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Garten-bau, Landschaftspflege, Abfallwirtschaft Anbaubiomasse Reststoffe und Nebenprodukte Optimierung der Biomasseproduktion Züchtung Identifikation von geeigneten Pflanzenarten und Selektion Anbausysteme Paludikulturen Biologisch-technischer Prozess Nährstoffe Technik der Rohstoffaufbereitung Qualifizierung Substrateignung Pflanzenversuche Beratung und Information Qualifizierung Öffentlichkeitsarbeit und Marketing Zertifizierung Logistik Ernte, Konservierung, Lagerung, Bereitstellung und Transport der Rohstoffe

Struktur des Torfersatzforums Beratung der Landesregierung Torfersatzforum Koordination Zusammenarbeit Geschäftsführung ML 1 bis 2 Plenarsitzungen pro Jahr 3N Arbeitskreis Substrate Arbeitskreis Gartenbau Arbeitskreis Kommunikation Arbeitssitzung nach Bedarf 1. Schwerpunktthemen 2. Exkursionen

Teilnehmer im Torfersatzforum Aktueller Mitgliederstand ca. 60 Experten aus Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Behörden und Verbänden

Ausgangsstoffe zur Substratherstellung Hochmoor Mineralische Ausgangsstoffe Nachwachsende Rohstoffe Bioabfälle und Reststoffe Holzartige Gräser u.a. Weißtorf Xylit Holz, Holzfaser Torfmoose Gebrauchte Substrate Schwarztorf Perlite Alt- u. Restholz Hanf Dinkelspelzen Vermiculit Sägespäne Flachsschäben Reisspelzen Ganze Bäume Chinaschilf Schafswolle Rinde Reet Kakaoschalen nach Gerald Schmileswki Rindenhumus Gräser Reststoffe Papierindustrie Kork Stroh Gärreste Weiden Rohrkolben Kompost Bambus Kokos Nussschalen Biokohle..... nach Gerald Schmielwski

Projekte zum Torfersatz des ML Großflächige Torfmooskultivierung auf Schwarztorf im Emsland zur nachhaltigen Produktion eines Substratausgangsstoffes als Torfersatz 2016 bis 2019 Entwicklung von Torfersatzsubstraten für den Erwerbsgartenbau auf Basis regionaler und nachwachsender Ressourcen unter besonderer Berücksichtigung der Erzeugung dafür geeigneter Rohstoffe in extensiven Landnutzungsformen 2015 bis 2018 Forschungsverbundprojektes auf dem Gebiet der Torfersatzstoffe im Gartenbau 2015 bis 2019 Potenziale und Grenzen der Torfzuschlagsstoffe aufzeigen Anpassung der Kulturmaßnahmen an die Kultur mit neuen Substratmischungen Information der gesamten Produktions- und Handelskette über die veränderten Anforderungen einer Pflanze in torfreduziertem Substrat

Torfmoose als Torfersatz Torfmoose könnten der zentraler Baustein für den Torfersatz werden!

Torfmooskultivierung Derzeitige Nutzung der niedersächsischen Hochmoore ist in aller Regel nicht nachhaltig Hohe THG-Emissionen Bodenverluste, Moorsackungen Wasserhaushalt Das Land Niedersachsen fördert deshalb die Suche nach nachhaltigen Nutzungsformen für Hochmoorflächen Torfmoose können möglicherweise Weißtorf ersetzen Mengenbedarf ca. 2,5 Mio. cbm Flächenbedarf ca. 35.000 ha (nach Joosten und Gaudig, Uni Greifswald)

ML Torfmoos Pilotprojekt Erster großflächiger Versuch auf Schwarztorf Fördervolumen rd. 1,2 Mio. Euro Beimpfung von 10 ha Fläche mit Torfmoosen größtes Torfmooskultivierungsprojekt weltweit Praxisteil Kulturbegründung, Wasser, Technik u.a. Wissenschaftsteil Universität Hannover & Thünen-Institut Braunschweig 3 Doktoranden für 3 Jahre (DBU-Förderung) Biodiversität Fauna Biodiversität Flora Klima Treibhausgase

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 12