Niedersächsische Moorlandschaften Handlungsfeld Torfersatz Strukturen und Arbeitsweise des Forums Nachhaltiger Torfersatz aus Nachwachsenden Rohstoffen für den Gartenbau 11. Mai 2016 Hannover 1
Treiber für Torfersatz Nachhaltige Entwicklung Klimaschutz durch Treibhausgas - Vermeidung Naturschutz, Biodiversität Ressourcenschutz Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Substratindustrie und im Gartenbau Niedersachsens
Bioökonomie und Torfersatz Bioökonomie ist die Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren bereitzustellen. Gartenbau und Substratindustrie sind ein bedeutender Teil der Bioökonomie. Die Substitution von Torf in den Kultursubstraten und Gartenerden kann einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Substratindustrie und des Gartenbaus leisten. In diesem Zusammenhang ist das Niedersächsische Torfersatzforum als fachübergreifendes Netzwerk im Sommer 2015 gegründet worden. Von Braun 2015
Themen und Aufgaben des Torfersatzforums Screening und Evaluierung geeigneter Rohstoffe aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Garten-bau, Landschaftspflege, Abfallwirtschaft Anbaubiomasse Reststoffe und Nebenprodukte Optimierung der Biomasseproduktion Züchtung Identifikation von geeigneten Pflanzenarten und Selektion Anbausysteme Paludikulturen Biologisch-technischer Prozess Nährstoffe Technik der Rohstoffaufbereitung Qualifizierung Substrateignung Pflanzenversuche Beratung und Information Qualifizierung Öffentlichkeitsarbeit und Marketing Zertifizierung Logistik Ernte, Konservierung, Lagerung, Bereitstellung und Transport der Rohstoffe
Struktur des Torfersatzforums Beratung der Landesregierung Torfersatzforum Koordination Zusammenarbeit Geschäftsführung ML 1 bis 2 Plenarsitzungen pro Jahr 3N Arbeitskreis Substrate Arbeitskreis Gartenbau Arbeitskreis Kommunikation Arbeitssitzung nach Bedarf 1. Schwerpunktthemen 2. Exkursionen
Teilnehmer im Torfersatzforum Aktueller Mitgliederstand ca. 60 Experten aus Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Behörden und Verbänden
Ausgangsstoffe zur Substratherstellung Hochmoor Mineralische Ausgangsstoffe Nachwachsende Rohstoffe Bioabfälle und Reststoffe Holzartige Gräser u.a. Weißtorf Xylit Holz, Holzfaser Torfmoose Gebrauchte Substrate Schwarztorf Perlite Alt- u. Restholz Hanf Dinkelspelzen Vermiculit Sägespäne Flachsschäben Reisspelzen Ganze Bäume Chinaschilf Schafswolle Rinde Reet Kakaoschalen nach Gerald Schmileswki Rindenhumus Gräser Reststoffe Papierindustrie Kork Stroh Gärreste Weiden Rohrkolben Kompost Bambus Kokos Nussschalen Biokohle..... nach Gerald Schmielwski
Projekte zum Torfersatz des ML Großflächige Torfmooskultivierung auf Schwarztorf im Emsland zur nachhaltigen Produktion eines Substratausgangsstoffes als Torfersatz 2016 bis 2019 Entwicklung von Torfersatzsubstraten für den Erwerbsgartenbau auf Basis regionaler und nachwachsender Ressourcen unter besonderer Berücksichtigung der Erzeugung dafür geeigneter Rohstoffe in extensiven Landnutzungsformen 2015 bis 2018 Forschungsverbundprojektes auf dem Gebiet der Torfersatzstoffe im Gartenbau 2015 bis 2019 Potenziale und Grenzen der Torfzuschlagsstoffe aufzeigen Anpassung der Kulturmaßnahmen an die Kultur mit neuen Substratmischungen Information der gesamten Produktions- und Handelskette über die veränderten Anforderungen einer Pflanze in torfreduziertem Substrat
Torfmoose als Torfersatz Torfmoose könnten der zentraler Baustein für den Torfersatz werden!
Torfmooskultivierung Derzeitige Nutzung der niedersächsischen Hochmoore ist in aller Regel nicht nachhaltig Hohe THG-Emissionen Bodenverluste, Moorsackungen Wasserhaushalt Das Land Niedersachsen fördert deshalb die Suche nach nachhaltigen Nutzungsformen für Hochmoorflächen Torfmoose können möglicherweise Weißtorf ersetzen Mengenbedarf ca. 2,5 Mio. cbm Flächenbedarf ca. 35.000 ha (nach Joosten und Gaudig, Uni Greifswald)
ML Torfmoos Pilotprojekt Erster großflächiger Versuch auf Schwarztorf Fördervolumen rd. 1,2 Mio. Euro Beimpfung von 10 ha Fläche mit Torfmoosen größtes Torfmooskultivierungsprojekt weltweit Praxisteil Kulturbegründung, Wasser, Technik u.a. Wissenschaftsteil Universität Hannover & Thünen-Institut Braunschweig 3 Doktoranden für 3 Jahre (DBU-Förderung) Biodiversität Fauna Biodiversität Flora Klima Treibhausgase
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