Konjunkturticker 2. Quartal 2017

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Transkript:

Konjunkturticker 2. Quartal 2017 Ebru Gemici-Loukas

Gliederung 1. Konjunkturlage und - aussichten 2. Informationen zur Baukonjunktur 1. Quartal 2017 3. Auftragseingangsstatistik 2016 4. VDMA Aufzugsindex 1. Quartal 2017 T e c h n i k Seite 2

Konjunkturlage und - aussichten Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2017 Lage der Weltwirtschaft» Im Frühjahr 2017 expandiert die Weltwirtschaft recht kräftig USA: Konjunktur hat seit dem Sommer vergangenen Jahres an Schwung gewonnen Europa und Japan: schon länger in einem moderaten Aufschwung. In Europa und Japan wirkt eine Abwertung der Währungen gegenüber dem Dollar stützend. Im Euroraum rechnen die Institute nicht mit Zinserhöhungen. Anleihekäufe werden im kommenden Jahr nach und nach beendet werden. China: wirtschaftliche Dynamik nahm ab Frühjahr 2016 Fahrt auf wegen staatlicher Stimulierungsmaßnahmen T e c h n i k Für die rohstoffexportierenden Schwellenländer haben sich die Rahmenbedingungen durch einen deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise verbessert. Fortgeschrittene Volkswirtschaften: Preisanstieg auf der Verbraucherebene hat sich zuletzt stark beschleunigt. Maßgeblich hierfür war, dass die Energiepreise deutlich höher ausfielen als ein Jahr zuvor. Geldpolitik fächert sich weiter auf. Die US-Notenbank hat Mitte März den Leitzins angehoben, weitere Zinsschritte werden folgen. Seite 3

Konjunkturlage und - aussichten Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2017 Ausblick Weltwirtschaft Der Anstieg der Weltproduktion wird sich voraussichtlich in etwa mit dem zuletzt erreichten Tempo fortsetzen. Verstärkte Expansion der Weltwirtschaft Risiken bleiben groß: Unsicherheiten durch: USA: Vorhaben der neuen US-Regierung und ihre Wirkung auf die Weltwirtschaft unklar. Der finanzpolitische Impuls könnte in den USA könnte deutlich höher ausfallen als angenommen. Zum anderen protektionistische Agenda der US Regierung, deren Umsetzung negativ auf Welthandel und Weltproduktion wirken würde. Europa: Politische Entwicklung und ihre Auswirkungen schwer einzuschätzen, so etwa der Gang der Verhandlungen über den Brexit. T e c h n i k Prognose Weltproduktion: 2017: 3,0% 2018: 2,9% Seite 4

Konjunkturlage und - aussichten Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2017 T e c h n i k Deutsche Wirtschaft schon im fünften Jahr eines moderaten Aufschwungs. Gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung nimmt allmählich zu, konjunkturelle Dynamik bleibt im Vgl. zu früheren Aufschwungsphasen aber gering. Hauptantriebskraft: Konsum, Auftriebskräfte rühren stärker von den Konsumausgaben her als Investition und Außenhandel. Konsumgetriebener Aufschwung stimuliert die industrielle Fertigung weniger stark => Unternehmensinvestitionen wurden bisher nur sehr verhalten ausgeweitet. Gesamtwirtschaftliche Produktionskapazitäten dürften mittlerweile die Normalauslastung leicht überschritten haben. Einer stärkeren Kapazitätsanpassung wirkt zudem entgegen, dass die Nettozuwanderung das Produktionspotenzial erhöht. Im 1. Quartal 2017 dürfte die deutsche Wirtschaft nochmals an Tempo zugelegt haben. Im Durchschnitt von Januar und Februar lag die Industrieproduktion deutlich über dem Niveau des Schlussquartals 2016, und die Bauwirtschaft ist außergewöhnlich kräftig in das Jahr gestartet. Seite 5

Konjunkturlage und - aussichten Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2017 Ausblick für die deutsche Wirtschaft Private Konsumausgaben legen weniger stark zu. Exporte gewinnen etwas an Tempo durch verbessertes weltwirtschaftliches Umfeld und Abwertung des Euro. Investitionstätigkeit trägt wieder stärker zum Produktionszuwachs bei. Zu den Bauinvestitionen, die ähnlich wie im Vorjahr ausgeweitet werden, kommen nach und nach stärker expandierende Ausrüstungsinvestitionen hinzu. Prognose: BIP für 2017 bei + 1,5% BIP für 2018 bei + 1,8% Seite 6

Konjunkturlage und - aussichten Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2017 Kräftige Beschäftigungsdynamik» Zahl der Erwerbstätigen wird im Jahresdurchschnitt 2017 um knapp 580.000 steigen, in 2018 um 390.000.» Durch weiterhin steigende Erwerbsbeteiligung der heimischen Bevölkerung, die sich fortsetzende Arbeitsmigration nach Deutschland und die zunehmende Teilnahme von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt nur geringer Abbau der Arbeitslosigkeit.» All dies resultiert in einer deutlichen Ausweitung des Arbeitskräfteangebots. Prognose Arbeitslosenquote 2016: 6,1% 2017: 5,7% 2018: 5,4% Seite 7

Konjunkturlage und - aussichten Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2017 Seite 8

Konjunkturlage und - aussichten Ifo-Geschäftsklimaindex Mai 2017 Ifo-Geschäftsklimaindex so hoch wie nie Geschäftsklimaindex stieg im Mai von 113,0 auf 114,6 Punkte. Dies ist der höchste gemessene Wert seit 1991. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate wurden von den Unternehmen merklich nach oben korrigiert. Laut Ifo herrscht Champagnerlaune in den deutschen Chefetagen. Seite 9

Konjunkturlage und - aussichten Bauhauptgewerbe Mai 2017 Im Bauhauptgewerbe ist der Index ebenfalls gestiegen Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich auf ein neues Rekordniveau seit 1991. Erwartungen bleiben nahezu unverändert optimistisch. Die Bautätigkeit wurde merklich ausgeweitet. Seite 10

Baukonjunktur Lage und Ausblick der Bauwirtschaft 1. Quartal 2017 Sehr guter Jahresstart, hohe Bestände Bauhauptgewerbe gesamt:» Umsatz: + 11,6%» Auftragseingänge: + 9,8% Aufzugsrelevanter Hochbau:» Umsatz: 11,7%» Auftragseingänge: + 14,0% Bauunternehmen profitieren von hohen Auftragsbeständen drei zusätzlichen Arbeitstagen Ebru Gemici-Loukas Seite 11

Baukonjunktur Lage und Ausblick der Bauwirtschaft 1. Quartal 2017 Wirtschaftsbau:» Umsatz: 11,2%» Auftragseingänge: 15,5% Wirtschaftshochbau:» Umsatz: 12,6%» Auftragseingänge: 20,7% Ebru Gemici-Loukas Seite 12

Baukonjunktur Lage und Ausblick der Bauwirtschaft 1. Quartal 2017 Wohnungsbau: Nachfrage nach Wohnraum weiterhin ungebrochen» Umsatz: + 11,5%» Auftragseingänge: + 9,8% Ebru Gemici-Loukas Seite 13

Baukonjunktur Lage und Ausblick der Bauwirtschaft 1. Quartal 2017 Öffentlicher Bau:» Umsatz: 12,3%» Auftragseingänge: + 4,0% Öffentlicher Hochbau:» Umsatz: 8,8%» Auftragseingänge: + 4,6% Ebru Gemici-Loukas Seite 14

Baukonjunktur Entwicklung der Auftragseingänge im Bau Insgesamt Deutschland AUFTRAGSEINGANG NEUBAU Bau Insgesamt Deutschland Bau Insgesamt 12-Monats-Durchschnitt 04/16 bis 03/17 13,6% (Veränderung zum Vorjahr)

Baukonjunktur Entwicklung der Auftragseingänge Hochbau Deutschland AUFTRAGSEINGANG NEUBAU Hochbau insgesamt Deutschland Hochbau insgesamt 12-Monats-Durchschnitt 04/16 bis 03/17 15,6% (Veränderung zum Vorjahr)

Baukonjunktur Entwicklung der Auftragseingänge Wohnungsbau Deutschland AUFTRAGSEINGANG NEUBAU Wohnungsbau Deutschland Wohnungsbau 12-Monats-Durchschnitt 04/16 bis 03/17 15,0% (Veränderung zum Vorjahr)

Baukonjunktur Entwicklung der Auftragseingänge Wirtschaftshochbau Deutschland AUFTRAGSEINGANG NEUBAU Wirtschaftshochbau Deutschland Wirtschaftshochbau 12-Monats-Durchschnitt 04/16 bis 03/17 18,1% (Veränderung zum Vorjahr)

Baukonjunktur Entwicklung der Auftragseingänge Öffentlicher Hochbau Deutschland AUFTRAGSEINGANG NEUBAU Öffentlicher Hochbau Deutschland Öffentlicher Hochbau 12-Monats-Durchschnitt 04/16 bis 03/17 8,2% (Veränderung zum Vorjahr)

Baukonjunktur Entwicklung der Baugenehmigungen Neubau Deutschland Baugenehmigungen insg. BAUGENEHMIGUNGEN NEUBAU 12-Monats-Durchschnitt 04/16 bis 03/17 12,0% Deutschland Baugenehmigungen insg. (Veränderung zum Vorjahr) äude

Baukonjunktur Entwicklung der Baugenehmigungen Umbau BAUGENEHMIGUNGEN UMBAU Deutschland Baugenehmigungen insg. Deutschland Baugenehmigungen insg. 12-Monats-Durchschnitt 04/16 bis 03/17 5,2% (Veränderung zum Vorjahr) de

Auftragseingang Aufzüge VDMA Stückzahlen 2010-2016 Stück 18.000 16.000 14.761 16.346 769 17.148 662 18.840 632 2016/2015 + 10 % 14.000 12.000 10.725 12.251 829 13.384 741 935 10.000 797 8.000 12643 13826 15577 18208 6.000 11422 12643 4.000 9928 2.000 0 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 VDMA

Auftragseingang Aufzüge VDMA Wert in Mio. 2010-2016 Wert in Mio. 2016/2015 + 12,3% 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0 482,7 497,2 35,8 36,8 446,9 460,4 575,1 595,9 37,3 39,7 537,8 556,2 694,6 34,5 720,6 30,6 660,1 690,0 30,6 809,4 29,6 779,8 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Elektrische Aufzüge Hydraulische Aufzüge VDMA

Auftragseingang Modernisierung VDMA Wert in Mio. 2010-2016 Wert in Mio. 300 250 200 2016/2015 + 4,0% 150 100 222,8 216,5 193,1 191,0 192,3 207,9 216,2 50 0 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 VDMA

Auftragseingang Fahrtreppen VDMA Stückzahlen 2010-2016 800 Stück 600 2016/2015-22 % 400 843 772 200 660 573 475 476 372 0 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 VDMA

Auftragseingang Fahrtreppen VDMA Wert in Mio. 2010-2016 Wert in Mio. 80 60 2016/2015-43,4% 99 40 20 61 75 51 39 69,5 39,4 0 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 VDMA

Auftragseingang Aufzüge VDMA Stückzahlen 2010 2016 Baugenehmigungen Wohnbau Anzahl Gebäude (mit 3 und mehr Wohnungen) 20000 18000 16000 14000 12000 10000 8000 6000 4000 2000 0 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 BG Wohnbau AE Aufzüge

Geschäftsklima und Aufzugsindex 2. Quartal 2017

Geschäftsklima und Aufzugsindex 2. Quartal 2017 160,0 150,0 147,2 148,7 149,0 150,6 146,4 140,0 136,6 139,1 141,2 141,9 138,8 142,1 142,6 130,0 130,8 132,6 123,7 120,0 116,8 117,0 110,0 100,0 Q2 2013 Q3 2013 Q4 2013 Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015 Q1 2016 Q2 2016 Q3 2016 Q4 2016 Q1 2017 Q2 2017 VDMA

Lagebeurteilung und Geschäftserwartungen 2. Quartal 2017 Saldo der positiven und negativen Meldungen 85 Lagebeurteilung 75 65 55 45 35 25 15 5-5 -15 Geschäftserwartungen -25-35 -45 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Quelle: VDMA VDMA

Ergebnisse im Einzelnen Wirtschaftslage im 2. Quartal 2017 1 4 21 gut befriedigend schlecht T e c h n i k Geschäftserwartung an die kommenden sechs Monate 0 5 20 besser gleichbleibend schlechter

Ergebnisse im Einzelnen Erwartete Auftragseingänge für kommende 6 Monate 1 10 15 höher gleichbleibend niedriger T e c h n i k Erwartete Beschäftigung für kommende 6 Monate 1 9 16 höher gleichbleibend niedriger