BAYERISCHE STAATSOPER Giacomo Puccini La bohème Nach Scènes de la vie de bohème von Henri Murger in vier Bildern von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Mittwoch, 23. November 2016 Nationaltheater 3. Abonnement Serie 12 Musikalische Leitung Stefano Ranzani Inszenierung Otto Schenk Bühne und Kostüme Rudolf Heinrich Chöre Stellario Fagone 2016 2017
BESETZUNG Mimì Serena Farnocchia Musetta Kelebogile Besong Rodolfo, Dichter Matthew Polenzani Marcello, Maler Michael Nagy Schaunard, Musiker Andrea Borghini Colline, Philosoph Nicolas Testé Parpignol, ein Händler Joshua Owen Mills Benoît, Hausherr Christian Rieger Alcindoro, Staatsrat Peter Lobert Ein Zöllner Milan Siljanov Sergeant der Zollwache Johannes Kammler Pflaumenverkäufer Werner Rau Beginn: 19.00 Uhr Pause nach dem 2. Akt, ca. 20.05 Uhr (ca. 30 Minuten) Ende: ca. 21.40 Uhr Anfertigung der Bühnenausstattung und Kostüme in den eigenen Werkstätten. G. Ricordi & Co., Mailand Studenten, Näherinnen, Bürger, Verkäufer, Hausierer, Soldaten, Kellner, Knaben, Mädchen. Ort und Zeit der Handlung: Paris, im 19. Jahrhundert. Bayerisches Staatsorchester Chor der Bayerischen Staatsoper Kinderchor der Bayerischen Staatsoper Einstudierung Stellario Fagone Tänzer und Statisterie der Bayerischen Staatsoper
MUSIKALISCHE LEITUNG Stefano Ranzani schloss in seiner Heimatstadt Mailand zunächst ein Violinstudium ab und wurde anschließend im dortigen Orchester als Erster Geiger engagiert. Später studierte er Klavier, Komposition und Dirigieren u. a. bei Leonard Bernstein. 1983 wurde er Assistent bei Gianandrea Gavazzeni. 1987 debütierte er an der Mailänder Scala. Gastengagements führten ihn u. a. an die Hamburgische und die Wiener Staatsoper, das Gran Teatro del Liceu in Barcelona, das Teatro Real in Madrid, die Semperoper Dresden, die Deutsche Oper Berlin, die Metropolitan Opera in New York und das Opernhaus Zürich sowie zum Maggio Musicale Fiorentino und zum Glyndebourne Festival. Von 2007 bis 2008 war er Musikdirektor am Teatro Massimo Bellini in Catania. Dirigat an der Bayerischen Staatsoper 2016/17: La bohème. INSZENIERUNG Otto Schenk, geboren in Wien, studierte am Max-Reinhardt-Seminar seiner Heimatstadt und begann seine Laufbahn als Schauspieler am Wiener Volkstheater sowie am Theater in der Josefstadt. Als Opernregisseur debütierte er 1957 am Salzburger Landestheater. Seit 1966 war er ständiger Regisseur an der Wiener Staatsoper. Er inszenierte weiterhin an den führenden Opernhäusern in Mailand, London, New York, München, Hamburg, Berlin sowie bei den Salzburger Festspielen und am Wiener Burgtheater. Von 1988 bis 1996 war er Direktor am Theater in der Josefstadt in Wien. Als Schauspieler und Rezitator war er weltweit erfolgreich. Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper: La bohème, Simon Boccanegra, Der Rosenkavalier, Die Fledermaus, La traviata, Don Carlo. BÜHNE UND KOSTÜME Rudolf Heinrich, geboren in Halle, studierte Malerei an der Kunstschule Burg Giebichenstein. Von 1950 bis 1954 war er Bühnenbildner in Halle. 1953 führte ihn ein Engagement an die Komische Oper Berlin. Von 1954 bis 1961 war er dort Ausstattungsleiter. 1960 wurde er ordentliches Mitglied der Akademie der Künste in Berlin (Ost). Von 1961 bis 1964 war er als freischaffender Bühnenbildner vor allem in München tätig. 1964 hatte er eine Professur für Bühnenbild an der Münchner Akademie der Bildenden Künste inne. Als Gast war er an vielen internationalen Opernhäusern tätig. Ab 1967 arbeitete er regelmäßig mit Günther Rennert bei den Salzburger Festspielen und in München. Er verstarb 1975. An der Bayerischen Staatsoper stattete er Inszenierungen von Le nozze di Figaro, Ariadne auf Naxos, Don Carlo, Antigonae und Tosca aus. CHÖRE Stellario Fagone, geboren in Turin, studierte in seiner Heimatstadt und war zwischen 1998 und 2000 als Pianist und musikalischer Assistent des RAI-Symphonieorchesters in Turin tätig. Mit Donizettis Il Campanello debütierte er als Dirigent am Teatro Mancinelli in Orvieto. Von 2003 bis 2006 war er als Korrepetitor an der Bayerischen Staatsoper engagiert, seit 2006 ist er stellvertretender Chordirektor. Zudem ist er Leiter des Kinderchors. Beim Chor des Bayerischen Rundfunks übernahm er die Einstudierungen von Walter Braunfels Mysterienspiel Verkündigung, von Peter I. Tschaikowskys Iolante und der Notte italiana. Als Dirigent leitete er u. a. Aufführungen von La bohème, Così fan tutte, Hänsel und Gretel, Ariadne auf Naxos und Der Rosenkavalier; in der Spielzeit 2014/15 hatte er die musikalische Leitung von Pinocchio inne. MIMÌ Serena Farnocchia besuchte Meisterklassen u. a. bei Magda Olivero, gewann verschiedene Gesangswettbewerbe und war Mitglied des Opernstudios der Mailänder Scala. Es folgten erste Engagements u. a. in Neapel, Lucca und Livorno. An der Mailänder Scala sang sie u. a. Donna Anna (Don Giovanni) und die Titelpartie in Paisiellos Nina. Seither folgten Auftritte an den Opernhäusern u. a. von Rom, Venedig, Lausanne, Basel, Stuttgart, Dresden, Bologna, Hongkong, San Francisco, Tokio und Chicago sowie bei den Festivals in Torre del Lago, Florenz und Wexford. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Elisabetta (Don Carlo), Alice (Falstaff), BIOGRAPHIEN
Desdemona (Otello), Adalgisa (Norma), Leonora (Il trovatore), Liù (Turandot) sowie die Titelpartien in Luisa Miller, Maria Stuarda, Anna Bolena und Manon Lescaut. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2016/17: Mimì (La bohème). MUSETTA Kelebogile Besong trat an Häusern auf wie der Opéra National de Montpellier, der Malmö Opera, der Tampereen Opera, der Den Norske Opera in Oslo, der Opéra Royal de Wallonie und dem Aalto Theater in Essen. Außerdem führten sie Engagements zu den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und den Bregenzer Festpielen. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Violetta (La traviata), La Contessa di Almaviva (Le nozze di Figaro), Zauberin (Dido und Aeneas), Micaëla (Carmen), Echo (Ariadne auf Naxos), Fiordiligi (Così fan tutte) und die Titelpartie in Aida. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2016/17: Musetta (La bohème). RODOLFO Matthew Polenzani war zunächst Mitglied des Opernstudios der Lyric Opera of Chicago. Er sang an zahlreichen internationalen Opernhäusern, u. a. in New York, London, Mailand, Rom, Paris, Zürich, Wien, Berlin, Frankfurt und San Francisco sowie bei den Festspielen in Salzburg und Aix-en-Provence. Sein Repertoire umfasst Partien wie Der Steuermann (Der fliegende Holländer), Jaquino (Fidelio), Janek (Die Sache Makropulos), Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Arturo (Lucia di Lammermoor), Nemorino (L elisir d amore) und Tamino (Die Zauberflöte) sowie die Titelpartien in Roméo et Juliette, La damnation de Faust, Idomeneo, La clemenza di Tito und Les Contes d Hoffmann. Partien hier 2016/17: Fernand (La Favorite), Rodolfo (La bohème), Tamino (Die Zauberflöte). MARCELLO Michael Nagy studierte u. a. Gesang in Mannheim und Saarbrücken. Er war zunächst Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin und wechselte 2006 an die Oper Frankfurt. Gastspiele führten ihn etwa an die Oper Oslo, an die Deutsche Oper Berlin, an das Theater an der Wien, an die Oper Genf, in die New Yorker Carnegie Hall sowie zu den Festspielen in Bayreuth und Baden-Baden. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Il Conte di Almaviva (Le nozze di Figaro), Wolfram (Tannhäuser), Kurwenal (Tristan und Isolde), Jeletzki (Pique Dame), Valentin (Faust), Graf Luna (Palestrina), Gunther (Götterdämmerung), Ford (Falstaff) sowie die Titelpartien in Don Giovanni und Eugen Onegin. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2016/17: Marcello (La bohème), Guglielmo (Così fan tutte) und Papageno (Die Zauberflöte). SCHAUNARD Andrea Borghini wurde in Siena geboren. Vor seinem Gesangsstudium in Lucca studierte er zunächst Klavier und Violoncello. 2011 trat er bei den Tiroler Festspielen in Erl als Wolfram und Biterolf (Tannhäuser) auf und sang Ford (Falstaff) im Teatro Filarmonico in Verona. 2012 erfolgte sein Debüt als Figaro (Il barbiere di Siviglia) in Florenz. Von 2012 bis 2014 war er als Stipendiat der Stiftung Vera und Volker Doppelfeld Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, seit 2014 ist er hier Mitglied des Ensembles. Partien hier 2016/17: Marquis d Obigny (La traviata), Wagner (Mefistofele), Schaunard (La bohème), Ping (Turandot), Flandrischer Deputierter (Don Carlo), Schankwirt (Der feurige Engel), Roucher (Andrea Chénier), Sharpless (Madame Butterfly), Silvano (Un ballo in maschera), Gonsalvo Fieschi (Die Gezeichneten). COLLINE Nicolas Testé studierte zunächst Klavier, Fagott und Musikgeschichte in seiner Heimatstadt Paris, bevor er eine Karriere als Sänger begann. Gastengagements führten ihn u. a. an die Mailänder Scala, die Metropolitan Opera in New York, die Deutsche Oper Berlin, die Opéra national und das Théâtre du Châtelet in Paris, die Opéra de Lyon, die Oper Leipzig, das Theater an der Wien und das Teatro San Carlo in Neapel sowie zu den Festivals in Glyndebourne und Montpellier. Zu seinem Repertoire gehören BIOGRAPHIEN
Partien wie Leander (Die Liebe zu den drei Orangen), Panthée (Les Troyens), Agamemnon (Iphigénie en Aulide), Angelotti (Tosca), Jupiter (Castor et Pollux), Sarastro (Die Zauberflöte) und Raimondo (Lucia di Lammermoor). Partien an der Bayerischen Staatsoper 2016/17: Colline (La bohème) und Raimondo Bidebent (Lucia di Lammermoor). PARPIGNOL Joshua Owen Mills studierte Gesang an der Guildhall School of Music and Drama in London. Er gewann diverse Wettbewerbe und Auszeichnungen, darunter die Guildhall Gold Medal Competition und die National Mozart Singing Competition. Er war Glyndebourne Jerwood Young Artist beim dortigen Festival, wo er u. a. Belfiore (La finta giardiniera) und Gastone (La traviata) sang. 2013 übernahm er die Partien Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) und Tamino (Die Zauberflöte) an der Garsington Opera. Zudem ist er als Konzertsänger tätig und gastierte u. a. beim Orchestra dell Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Seit der Spielzeit 2015/16 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2016/17 u. a.: Gaston (La traviata), Don Gaspard (La Favorite), Henry Birdie Bowers (South Pole), Ein Tierhändler (Der Rosenkavalier), Nika Magadoff, magician (The Consul) und Diener Amelias (Un ballo in maschera). BENOÎT Christian Rieger, aus Neumarkt stammend, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München. Er war Erster Preisträger beim Richard-Strauss-Wettbewerb 1992. Sein Operndebüt gab er 1994 am Staatstheater Oldenburg. 1995 wurde er Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Seit 2003 ist er fest an der Bayerischen Staatsoper engagiert. Partien hier 2016/17: u. a. Konrad Nachtigall (Die Meistersinger von Nürnberg), Ausrufer des kaiserlichen Heeres (La Juive), Benoît (La bohème), Verwalter (Lady Macbeth von Mzensk), Helmer Hanssen (South Pole), Knecht (Der feurige Engel), Fouqier-Tinville (Andrea Chénier), Ein Steuermann (Tristan und Isolde), Leuthold (Guillaume Tell), Reinmar von Zweter (Tannhäuser), 2. Senator (Die Gezeichneten), Der Einarmige (Die Frau ohne Schatten), Schlémil (Les Contes d Hoffmann). ALCINDORO Peter Lobert, geboren in Jena, absolvierte nach einem Medizinstudium eine Gesangsausbildung an der Dresdner Musikhochschule. Von 2002 bis 2007 war er fest am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert, von 2007 bis 2014 im Ensemble der Dresdner Semperoper. Seit 2014 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Er gastierte u. a. am Theater an der Wien, an der Komischen Oper Berlin, an der Staatsoper Stuttgart, am Teatro dell Opera di Roma und an der Opéra national de Paris sowie bei den Salzburger Festspielen und bei der Ruhrtriennale. Partien an der Bayerischen Staatsoper 2016/17: u. a. Hans Schwarz (Die Meistersinger von Nürnberg), Henker (La Juive), Antonio (Le nozze di Figaro), Alcindoro (La bohème), Sergeant (Lady Macbeth von Mzensk), Inquisitor (Der feurige Engel), Biterolf (Tannhäuser), Julian Pinelli (Die Gezeichneten). EIN ZÖLLNER Milan Siljanov studierte Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste und absolvierte den Opera Course der Guildhall School of Music & Drama in London. Er gewann zahlreiche Preise, darunter die Wigmore Hall/Kohn Foundation International Song Competition 2015 und den 1. Preis sowie den Publikumspreis der 50. International Vocal Competition s-hertogenbosch. Sein Repertoire umfasst Partien wie Collatinus (The Rape of Lucretia), Arlecchino (Le donne curiose), Leporello (Don Giovanni) und die Titelpartie in Le nozze di Figaro. Zudem ist er Stipendiat der Independent Opera Voice Fellowship der Wigmore Hall. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien hier: u. a. Ein Zöllner (La bohème), Mühlenarbeiter (Lady Macbeth von Mzensk), Mr. Kofner (The Consul) und Diener (Die Gezeichneten). BIOGRAPHIEN
SERGEANT DER ZOLLWACHE Johannes Kammler, geboren in Augsburg, studierte Gesang u. a. an der Hochschule für Musik Freiburg und bei Rudolf Piernay an der Guildhall School of Music and Drama in London. Zudem nahm er an mehreren Meisterkursen teil, so etwa bei Edith Wiens und Wolfgang Holzmair. Er gastierte u. a. am Royal Opera House in Covent Garden, London und bei den Osterfestspielen in Baden-Baden. Als Konzertsänger trat er u. a. mit den Berliner Philharmonikern und dem London Symphony Orchestra auf. Seit der Spielzeit 2015/16 ist er Stipendiat der Stiftung Vera und Volker Doppelfeld für Wissenschaft und Kultur sowie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2016/17: u. a. Ruggiero (La Juive), John Sorel (The Consul), Ein Diener Floras (La traviata), 1. Stimme der Wächter der Stadt (Die Frau ohne Schatten), Scherasmin (Oberon, König der Elfen). temzensk #Ak #AkteMzensk #AkteMzensk Erstmals begleitet die Bayerische Staatsoper eine Neuinszenierung mit einer eigenen Videoserie. Rund um die Premiere von Lady Macbeth von Mzensk begeben wir uns auf Spurensuche: Wo liegt eigentlich Mzensk? Wie wird eine junge Frau zur Mörderin? Und was hielt Josef Stalin von Schostakowitschs Werk? In Kurzvideos rücken wir jeweils einen Aspekt der Neuproduktion in den Fokus. Wachtveitls Opernkrimi ist die erste von insgesamt sieben Folgen. Udo Wachtveitl führt Sie dabei innerhalb von drei Minuten durch die Handlung und die Motive der Protagonistin Katerina Lwowna Ismailowa. #AkteM zensk #AkteM Begleiten Sie unseren Vlog www.staatsoper.de/aktemzensk oder abonnieren Sie den Youtube-Kanal BayerischeStaatsoper, damit Sie keine Folge verpassen! zensk #A