RUND FÜNEN inkl. Samsö

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Törn 12. Juni 22. Juni 2014 RUND FÜNEN inkl. Samsö Wieder war mein langjähriger Mitsegler und Freund Fraunz so nett einen kurzen Törnbericht von unserem Törn Rund Fünen zu schreiben. Bei mir mangelt es im Moment leider an der Zeit (und auch ein bißchen an der Lust) aber ich hoffe zumindest vor dem nächsten Sommer (2015) der Sommertörn 2014 über den Limfjord fertig zu bekommen. So aber nun zu den Fakten dieses Törns und anschließend der Törnbericht von Fraunz. Nochmals Danke dafür. Freitag, 13. Juni 2014 Burgstaaken Hafentag Samstag, 14. Juni 2014 Burgstaaken Aerosköbing Etmal: 57,2 sm Segel: 52,3 sm Motor: 4,9 sm Sonntag, 15. Juni 2014 Aerosköbing Gamborg Fjord (Middelfahrt) Etmal: 46,2 sm Segel: 5,0 sm Motor: 41,2 sm Montag, 16. Juni 2014 Gamborg Fjord (Middelfahrt) Bogense Etmal: 36,8 sm Segel: 22,0 sm Motor: 14,8 sm Dienstag, 17. Juni 2014 Bogense Ballen auf Samsö Etmal: 27,4 sm Segel: 0,0 sm Motor: 27,4 sm Mittwoch / Donnerstag, 18, 19. Juni 2014 Etmal: 105,0 sm Segel: 105,0 sm Motor: 0,0 sm Ballen auf Samsö Laboe Freitag, 20. Juni 2014 Etmal: 36,0 sm Segel: 36,0 sm Motor: 0,0 sm Laboe Orth Samstag, 21. Juni 2014 Orth Burgstaaken Etmal: 16,4 sm Segel: 13,0 sm Motor: 3,4 sm

Liebes kleines Tagebuch vom Törn Rund Fünen 2014 Donnerstag, 12. Juni 2014 Robert fährt um ca. 14.00 Uhr nach Eichgraben, um Wolfgang abzuholen. Gegen 15.40 Uhr sind beide dann bei Fraunz, der ebenfalls von Zuhause abgeholt wird. Nachdem die Crew vorerst komplett ist geht es über Hollabrunn, Znaim, Prag (18.45), Dresden und Berlin Richtung Norden. Um ca. 02.15 Uhr erreichen wir Burgstaaken, den Liegeplatz von Roberts Schiff. Wir räumen noch das Gepäck aufs Schiff, der Landstrom wird angeschlossen. Nach den erledigten Arbeiten trinken wir ein Bier, und gehen um ca. 03.30 Uhr schlafen. Freitag, 13. Juni 2014 Um 09.30 Uhr stehen wir auf, zum Frühstück gibt es aus Österreich mitgebrachten Proviant. Anschließend beginnen wir damit, das Schiff auslauffertig zu machen. Zuerst einmal wechseln wir den Beschlag des Holepunktes auf der Genuaschiene der Steuerbordseite des Schiffes, es wird dann der Antriebsmotor für den Autopilot montiert, der Rabe zur Abschreckung von Möwen wird in der hinteren Backskiste verstaut, die Wassertanks befüllt, die Kabel für das Außennavigationsgerät hergerichtet.usw. Am Ende unserer Tätigkeiten spritzt Wolfgang noch das Deck ab. Die restlichen Dinge, die dann am Schiff nicht mehr benötigt werden, kommen ins Auto. Nach getaner Arbeit geht es direkt zum Fischlädchen der hiesigen Fischereigenossenschaft. Mit Genuss verzehren wir dort leckere Fischbrötchen und stärken uns mit einem Flens. Im Anschluss daran holen wir von einem Segelmacher eine gebrochene Want (die ausgetauscht wurde) und mit dem Auto geht es in die Stadt. Bei einem Stadtbummel genießen wir ein Schlemmereis und Robert zeigt uns seinen ehemaligen Hafen, wo früher die NamasteTwo ihren Liegeplatz hatte (Burgtiefe). Weiter ging es dann zum Bahnhof, um Günter, unseren 4. Mann, abzuholen. Pünktlich um 14.28 Uhr kommt der Zug an. Jetzt geht es in den Supermarkt, um den restlichen Proviant für unseren Törn zu besorgen. Der Einkauf wird rasch erledigt, schließlich haben wir ja bereits beim Crewtreffen gewissenhaft eine Einkaufsliste erstellt. Zurück auf dem Schiff wird der Proviant verstaut, im Anschluss daran macht Robert die Schiffseinweisung. Wichtig dabei ist die Bedienung des WCs, aber auch die Bedienung der GPS Geräte, vor allem wie man richtig einen Kurs abliest oder die jew. Entfernung misst. In weiterer Folge wird auch die Rollenverteilung z. B. beim Segelsetzen oder aber auch bei Anlegemanövern bei

Dalben besprochen. Während die einen duschen gehen, bereitet sich der andere Teil der Crew vor, um gegen 19.00 Uhr Essen zu gehen. Wir essen im Lotsenhus herrvoragend, und fallen um ca. 22.00 Uhr müde in unsere Kojen, denn wir wollen bereits am nächsten Morgen um 07.00 Uhr auslaufen. Samstag, 14. Juni 2014 Wolfgang und Fraunz stehen bereits um 05.30 Uhr auf, um duschen zu gehen. Der Rest der Crew steht um 06.00 Uhr auf. Nach dem Frühstück machen wir das Schiff ablegebereit (Kuchenbude abbauen, Landstromkabel einholen usw.) und wir können um 07.15 Uhr ablegen. Aufgrund der Windrichtung ändern wir die Richtung, in der wir die Insel Fünen runden möchten. Unter Motor geht es aus der betonten Fahrstraße in den Fehmarnsund. Wir können die Segel setzen und unser Ziel für heute heißt Aerosköbing auf der Insel Aerö. Leider können wir den Kurs nicht direkt anlegen.unter Segel geht es an Marstal vorbei und von dort aus weiter entlang einer betonten Fahrstraße Richtung Aerosköbing. Um ca. 18.30 Uhr finden wir im Yachthafen einen idealen Liegeplatz. Die Crew macht einen Spaziergang in die Innenstadt von Aerosköbing, u. a. wird auch die Kirche besucht. Am Schiff zurück wird im Anschluss das Abendessen zubereitet, es gibt Putenfilet mit Röstgemüse, Salat, dazu Weisswein (Muskat Ottonel vom Weingut Schweifer, trocken ausgebaut). Als Sundowner gab es Wodka Orange, der das Zubereiten des Abendessens harmonisch umrahmte. Nach dem Abendessen dürfen wir noch einen wunderbaren Sonnenuntergang erleben.

Sonntag, 15. Juni 2014 Heute wollten wir wie gestern bereits um 07.00 Uhr ablegen, schaffen aber zumindest 07.45 Uhr, nachdem noch der Achterliekspanner der Genua repariert werden musste. Die Windrichtung und auch die Windstärke ist leider nicht zufriedenstellend, es sieht ganz nach einem Motortag aus. Zeitweise versuchten wir zu segeln, schafften aber max. 3 Knoten Fahrt, und somit wird die Genua mehrmals aus und wieder eingerollt. Wir schaffen an diesem Tag immerhin mehr als 46 sm. Kurz nach 17.00 Uhr ankern wir in der Bucht im Gamborg Fjord, um dort die Nacht zu verbringen. Zum Abendessen werden heute Tortelloni mit Tomatensauce serviert, als Beilage Salat. Als Nachspeise gab es Topfennockerl auf Waldfruchtspiegel, das Abendessen wurde mit einem Merlot aus Mailberg begleitet. Zufrieden können wir, wie bereits gestern, einen herrlichen Sonnenuntergang genießen. Für den morgigen Tag haben wir eine relativ kurze Strecke vor uns, es soll nach Bogense gehen, das sind ca. 20 sm. Montag, 16. Juni 2014 Um ca. 10.00 Uhr heißt es Anker auf, und wir können unmittelbar darauf die Segel setzen. Mit einigen Kreuzschlägen geht es aus der Bucht Richtung Middelfahrt. Kurz vor Middelfahrt werden wir aber angehalten, es werden hier Arbeiten an einer Stromleitung durchgeführt, die über den kleinen Belt führt, und daher ist die Durchfahrt für ca. 2 Stunden gesperrt. Wir enstscheiden uns, den Wind zu nutzen und wollen den Ort Kolding ansteuern. Leider schläft der Wind bald wieder ein, und wir müssen die Fahrt unter Motor fortsetzen. Nach einem Ringerl im Yachthafen von Kolding geht es wieder zurück Richtung

Middelfahrt. Der kleine Belt ist jetzt wieder frei, und unter Motor fahren wir unter 2 Brücken hindurch an der Stadt Middelfahrt und Frederica vorbei. Nachdem wir den kleinen Belt passiert haben, kommt wieder Wind auf. Die Segel werden gesetzt, nach einiger Zeit musste sogar das Reff 1 im Großsegel eingelegt werden. Die letzte Wende wurde so angesetzt, um mit einem Schlag direkt den Hafen von Bogense anlaufen zu können. Wir finden dort rasch einen Liegeplatz. Beim Einlaufen in den Hafen begegneten uns noch eine Gruppe Jugendlicher, die mit Ihren kleinen Segelbooten unterwegs waren. Zum heutigen Abendessen werden Kotletts mit Reis und Salat zubereitet. Weiters gibt es noch Tsaziki ein Zweigelt aus Mailberg rundet diese herrliche Essen ab. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang in die Stadt. Um ca. 23.00 Uhr fallen wir müde in unsere Kojen. Dienstag, 17.Juni 2014 Heute wollten wir um 08.00 Uhr ablegen, wir schaffen 08.45 Uhr. Aufgrund des nicht vorhandenen Windes aus allen Richtungen motoren wir nach Ballen, einem Ort auf der Insel Samsö, nördliche der Insel Fünen. Dieser Ort ist gleichzeitig auch der nördlichste Punkt unseres Törns Um ca. 14.30 Uhr machen wir in Ballen fest. Nach dem Anlegen gibt es eine Jause, und anschließend machen wir einen Spaziergang zum Strandcafe. Bei wirklich sommerlichen Temperaturen genießen wir dort dänisches Softeis im Stanitzel. Im Supermarkt wird zusätzlich nach etwas Proviant nachgekauft. Neben Äpfeln und Brot landen auch die hier sehr berühmten Kartoffeln in unserem Einkaufskorb. Diese Kartoffeln sollen hier eine Topqualität haben, die wir uns nicht entgehen lassen möchten. Nach einem Rundgang durch den Ort und einem Nachmittagskaffee genießen wir den lauen Abend, Günter war an diesem Nachmittag am Strand schwimmen. Gegen 19.00 Uhr bei strahlenden Sonnenschein und 25 C beginnen wir das Abendessen zuzubereiten. Heute gibt es Spagetti mit Thunfischsauce und grünem Salat. Als heutiger Begleitwein wird ein Riesling aus Mailberg serviert. Als Nachspeise gibt es Nutella Mousse, das Fraunz am Vorabend zubereitet hat.

Mittwoch, 18. Juni 2014 Heute können wir etwas länger schlafen, denn wir wollen erst um 12.00 Uhr ablegen, es ist die Nachtfahrt nach Laboe in der Kieler Fjörde geplant. Nachdem die Wassertanks befüllt wurden, schaffen wir das Ablegemanöver kurz nach 12.00 Uhr. Nach dem Auslaufen können wir sofort die Segel setzen und sollten sie laut Wetterbericht erst wieder vor Laboe bergen. Kurz nach Erreichen der Insel Langeland hatten wir plötzlich eine Flaute, quasi von einer Sekunde auf die andere. Erst nach einiger Zeit kam wieder Wind auf, der immer stärker wurde, und wir mussten schließlich beim Passieren der Großen Belt Brücke das erste Mal reffen, später musste dann sogar nochmals gerefft werden, inklusive der Genua. In den frühen Morgenstunden hatten wir dann bis zu 6,5 Bft Wind. Am nächsten Morgen erreichten wir bereits um ca. 07.00 Uhr Laboe, wobei wir aber zuvor noch ca. 2 Stunden aufkreuzen mussten weil der Wind immer mehr zu unseren Ungunsten gedreht hatte. Die Suche nach einem Liegeplatz in der Baltic Marina erschwerte sich insofern, da viele Liegeplätze für Schiffe reserviert worden sind, die an einer Regatta teilnahmen. Wir warteten auf einem roten Platz, bis das Hafenmeisterbüro besetzt wurde, und hatten das Glück, das ein unter holländischer Flagge fahrendes Schiff ablegte und wir dadurch diesen Liegeplatz erhielten. Nachdem wir am Rest des Vormittags nach der Nachtfahrt ausschlafen, nehmen wir das Linienschiff von Laboe und es ging entlang der Kieler Fjörde, vorbei an vielen kleinen Yachthäfen, auch an der Einfahrt zum Nordostseekanal, Richtung Kiel. Wir steigen an der Haltestelle Kiel Bahnhof aus und machen einen Rundgang durch die Stadt. Entlang der Fußgängerzone geht es bis zur Nicolai Kirche. Wir stärkten uns mit Fischbrötchen und Dänischen Softeis. Mit dem Bus ging es wieder zurück nach Laboe. Die Crew macht dort noch einen Spaziergang an der Strandpromenade. Wieder am Schiff gab es zum Abendessen Gulasch mit Gebäck und natürlich einem zünftigen Bier. Am Abend regnete es etwas. Für morgen Freitag ist geplant, den Hafen Orth auf der Insel Fehmarn anzulaufen.

Freitag, 20. Juni 2014 Nach dem Frühstück können wir um ca. 08.15 Uhr ablegen. Aufgrund der Windstärke 5 6 Bft. setzten wir bereits im Hafenbecken die Segel, das Groß sogar mit 2 Reffs und wir nehmen Kurs auf Orth auf der Insel Fehmarn. Aufgrund einer Anzeige beim Hafenmeister umfahren wir das dortige Schießgebiet der deutschen Marine. Wir haben raumen Wind und mit einigen Halsen erreichen wir um ca. 15.30 Uhr den Hafen Orth. Nach dem Anlegemanöver gehen Günter und Fraunz zum Hafenmeister um dort die Liegegebühr für die heutige Nacht zu bezahlen. Nach einer Kaffee Pause im hiesigen Kaffeehaus erkundigen sie sich auch nach einem Lokal, denn heute abend wollen wir essen gehen, da die Crew den letzten Abend zusammen verbringt. Während des Abendessen, das in einem griechischen Lokal stattgefunden hat, gucken wir das Fussballspiel im Rahmen der Weltmeisterschaft Frankreich gegen die Schweiz. Wir genossen in diesem Lokal ein gemischte Platte für 4 Personen. Falls es jemand interessieren sollte, die Schweiz hat 2:5 verloren. Erst nach 23.00 Uhr fallen wir müde in unsere Kojen. Samstag, 21. Juni 2014 Um ca. 08.00 Uhr wurde unter starkem Wind abgelegt und wir segelten nach Heilighafen, um dort zu tanken. Die Tankstelle wurde verlegt und befindet sich jetzt vor der Einfahrt in den Yachthafen. Wir tankten und im Anschluss daran

geht es unter Segel Richtung Burgstaaken, dem Ausgangspunkt unseres Törns. Bei der betonten Fahrstraße Richtung Burgstaaken bergen wir die Segel, und während des Anlegemanövers gab es kurzen Regenschauer. Schließlich machen wir um ca. 12.00 Uhr an unserem Steg fest. Zum Mittagessen besuchen wir das Fischlädchen und bringen dann Günter zu seinem Zug, denn er tritt bereits heute sein Heimreise an. Der Rest der Crew reinigt das Schiff, räumt das Gepäck, das nicht mehr benötigt wird in das Auto. Zum Abendessen machen wir uns noch eine leckere Eierspeise. So mancher ging noch abends in ein Lokal, denn heute spielte Deutschland gegen Ghana. Betreffend der morgigen Abreise stellten wir uns den Wecker auf 04.00 Uhr, damit wir dann um 05.00 Uhr die Heimreise Richtung Österreich antreten können. Es war ein sehr schöner Törn, es wurden wieder neue Häfen angelaufen und wir konnten viele neue Erfahrungen sammeln. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Euch, Euer Fraunz