Vorlage für die Sitzung des Landesjugendhilfeausschusses am

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Transkript:

Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Amt für Familie Vorlage für die Sitzung des Landesjugendhilfeausschusses am 25.11.2013 TOP 8 Hamburger Entwicklungsplan der internationalen Jugendarbeit 2014-2016 Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit 1. Anlass Die Gewährleistung von internationaler Jugendarbeit ( 11 Abs.3 Ziff. 4 SGB VIII) liegt im Verantwortungsbereich der BASFI. In enger Kooperation zwischen öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe ist der vorliegende Entwicklungsplan internationale Jugendarbeit 2014-2016 entstanden. Die Landesarbeitsgemeinschaft nach 78 SG B VI II Offene Kinderund Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit" hat den Plan auf ihrer Sitzung am 07.10.2013 einstimmig befürwortet und bittet den Landesjugendhilfeausschuss um Zustimmung. 2. Sachverhalt Internationale Jugendarbeit bietet besondere Potenziale für eine verbesserte Chancengerechtigkeit und Teilhabe von Jugendlichen. Die Teilhabe aller jungen Menschen sowie die interkulturelle Öffnung der Gesellschaft und ihrer Institutionen sind wichtige Herausforderungen für ein zukunftsfähiges Hamburg. Mit dem Entwicklungsplan internationale Jugendarbeit wird dieser Handlungsauftrag aufgegriffen. 3. Petitum Der Landesjugendhilfeausschuss wird um Zustimmung gebeten. 1

1 2 1. Anlass und Hintergrund 3 Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration - Amt für Familie - beabsichtigt, die internationale Jugendarbeit (IJA) zu stärken und die 4 grenzüberschreitende Mobilität für Jugendliche sowie Fach- und Führungskräfte der Jugendhilfe zu fördern. Im April 2011 hat sich die zuständige 5 Fachabteilung Landesjugendamt/ überregionale Beratung und Förderung erfolgreich für eine Teilnahme an der bundesweiten Initiative 6 Kommune goes international (KGI)" beworben, um gemeinsam mit externen Beratern und lokalen Partnerinnen und Partnern an der 7 Weiterentwicklung und Umsetzung dieses Vorhabens zu arbeiten. 8 In Hamburg sollen insbesondere Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und neue Träger für die IJA erreicht werden. 9 Internationale Jugendarbeit ist in 11 SGB VIII gesetzlich verankert und integraler Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe. 10 In der globalisierten Welt steigen die Anforderungen an die Mobilitätsbereitschaft junger Menschen. Vielfältige Angebote wie z.b. Außerschulische 11 Begegnungen, Schüleraustausche, Au Pair Aufenthalte, Freiwilligendienst, Workcamps und Studium, Praktikum und berufliche Weiterbildung im 12 Ausland unterstützen junge Menschen bei der Realisierung ihres Wunsches nach grenzüberschreitender Mobilität. 13 14 Internationale Jugendarbeit wirkt! 15 Internationale Jugendarbeit wirkt für Jugendliche vielfältig: informelles, freiwilliges Lernen unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung, fördert 16 Selbstständigkeit und Kreativität und hilft bei der Orientierung in der immer globaleren Welt. Durch internationale Projekte werden Jugendliche 17 ermutigt, Menschen aus anderen Ländern mit kritischer Toleranz und Solidarität zu begegnen. Sie werden durch den Perspektivenwechsel und die 18 gemeinsamen Erlebnisse angeregt, sich mit dem eigenen Stadtteil auseinanderzusetzen und sich aktiver in ihrer Umgebung einzubringen. Dazu 19 trägt insbesondere das Lernen in der gastgebenden Rolle bei. 20 Lernen im internationalen Fachkräfteaustausch ist eine Kombination von persönlichem Erleben an außeralltägliche Bildungsorten, die 21 Verunsicherung durch Neues und lnfragestellung von Altersroutinen. Anknüpfend an eigene Arbeits- und Lebenserfahrungen erweitern die 22 Fachkräfte ihr Wissen durch eine andere Lesart von Hilfe- und Bildungsprozessen und die gemeinsame Reflektion der Erfahrungen. 1

23 Internationale Jugendarbeit leistet politisch einen bedeutenden Beitrag zur Verständigung mit anderen Ländern und fremden Kulturen. Sie umfasst 24 den bilateralen und multilateralen Dialog über jugendrelevante Themen mit Ländern in Europa und anderen Regionen in der Welt ebenso, wie 25 internationale Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union. 26 Wissenschaftliche Studien belegen die Langzeitwirkungen internationaler Begegnungen. Die erste größeren Studie von Alexander Thomas der Uni 27 Regensburg/ Langzeitwirkungen internationaler Jugendarbeit evaluiert über einen Zeitraum von 10 Jahren die Maßnahmen der internationalen 28 Jugendarbeit und belegt die positiven und nachhaltigen Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung und den Kompetenzgewinn der 29 Jugendlichen. Sie erlangen interkulturelle Fähigkeiten, gewinnen an Selbstbewusstsein, sind häufig eher bereit, ehrenamtliches Engagement in 30 Austauschorganisationen zu leisten und verbessern ihre Sprachkompetenz 1. 31 Internationale Jugendarbeit in Hamburg 32 Hamburg - das Tor zur Welt - eine wohlhabende internationale Hafenstadt, bietet gute Voraussetzungen für eine lebendige internationale 33 Jugendarbeit. Internationalität wird von vielen als Selbstverständlichkeit betrachtet und trägt zur Identität der Hamburgerinnen und Hamburger bei. 34 Ob Schüler- oder Studierendenaustausche, Freiwilligendienste oder Jugendbegegnungen; viele Hamburger Jugendliche bekommen jedes Jahr die 35 Möglichkeit ins Ausland zugehen. Anderseits zeigt Hamburg großstadttypische Herausforderungen: viele Familien besitzen keine finanziellen 36 Möglichkeiten, Kosten für Auslandsaufenthalte ihrer Kinder zu übernehmen und einige Jugendliche kennen kaum die Welt außerhalb ihres 37 Stadtteils. 38 Es ist deshalb auch wichtig, Jugendliche aus bildungsfernen Familien stärker in die internationale Jugendarbeit einzubeziehen und mobile 39 Lernräume zu ermöglichen. Mobiles Lernen bedeutet, sich geistig und körperlich in Bewegung zu setzen, neue bisher unbekannte Wege zu gehen, 40 über den eigenen familiären/ kulturellen Tellerrand zu blicken, alte und vertraute Standpunkte zu verlassen und zu überdenken. Pädagogisch 41 begleitet eröffnet das Mobile Lernen mittels einer Vielfalt von Methoden Erfahrungs- und Erlebnisräume, die es den Jugendlichen ermöglichen, 42 selbstbewusster inner- und außerhalb ihres Sozialraumes zu agieren. Internationale Jugendarbeit in Hamburg fördert das Bewusstsein, 43 sprachliche und kulturelle Heterogenität als kreativ-produktive Chance und nicht als Nachteil zu begreifen. 1 Vgl. ausführlich: Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.v. und Forscher-Praktiker Dialog Internationale Jugendarbeit (Hrsg.): Internationale Jugendarbeit wirkt. Forschungsergebnisse im Überblick, Bonn/Köln 2012 2

44 lnterkulturalität gehört zum Alltag der heutigen Jugendlichen und sollte als Chance für die internationale Jugendarbeit wahrgenommen werden: 45 fast die Hälfte der Jugendlichen in Hamburg haben einen Migrationshintergrund. 46 Der vorgelegte Entwicklungsplan beschreibt die Ziele, Methoden und Maßnahmen der Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit. Die 47 jugendpolitische Infrastruktur in Hamburg bietet gute Grundlagen für die Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit. International 48 bekannte Institutionen wie das e.p.a./europa JUGEND Büro, dock europe und die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch haben ihren Sitz 49 in Hamburg. 50 Parteiübergreifend wird langjährig der Politische Wille in der Stadt dokumentiert, die Internationale Jugendarbeit in Hamburg zu stärken: 51 Drucksache 17/2106 europäische Jugendpolitik und internationale Jugendarbeit 52 Drucksache 17/3778 Bericht des Europaausschusses über die Drucksache 17/2106: Große Anfrage des SPD und Antwort des Senats zu 53 "Europäischen Jugendpolitik und internationalen Jugendarbeit" und Internationale Jugendarbeit in Hamburg" 54 Drucksache 18/1508 Jugend und Europa - Internationale Jugendarbeit stärken 55 Drucksache 18/1927 Internationale Jugendarbeit stärken 56 Drucksache 19/5244 Ein europapolitisches Jugendkonzept für Hamburg 57 Internationale Jugendarbeit wird in Hamburg überwiegend durch großes, meist ehrenamtliches Engagement getragen. Es gibt es eine Vielzahl 58 sehr engagierter Hamburger Träger, die z.t. nachhaltige langjährige Partnerschaften pflegen. 59 60 1. Politische Prioritäten 61 Förderung der Partizipation und der sozialen Inklusion von jungen Menschen (insbesondere für Jugendliche, die sich nicht in Arbeit, Schule 62 oder Ausbildung befinden und / oder einen Migrationshintergrund haben) 63 Ausbau der Mobilität junger Menschen zwischen Hamburg und dem Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, insbesondere mit den 64 Ländern der Ostseeregion 65 Entwicklung eines nachhaltigen Jugend- und Fachkräfteaustausches mit den Städtepartnern Hamburgs 66 Unterstützung der Entwicklung neuer und effektiver Formen der Partizipation für junge Menschen im demokratischen Leben 67 Anerkennung und Sichtbarmachung der non-formalen Bildungserfolge der internationalen Jugendarbeit 3

68 Unterstützung freier Träger und anderer Akteure der Kinder- und Jugendhilfe bei der Entwicklung und nachhaltigen Gestaltung von 69 internationalen Kooperationen 70 Nutzung der Impulse der internationalen Jugendarbeit und insbesondere der EU-Jugendstrategie zur Weiterentwicklung der Hamburger 71 Kinder- und Jugendhilfe. 72 73 2. Programmziele 74 Internationale Jugendarbeit soll die persönliche Begegnung junger Menschen aus verschiedenen Ländern, ihr gemeinsames Lernen und Arbeiten 75 fördern. Dabei gilt es die Wünsche und Bedarfe der Jugendlichen und der Jugendverbände in die Weiterentwicklung der internationalen 76 Jugendarbeit einzubeziehen. In einem Peer-learning-Prozess lernen junge Menschen andere Kulturen und Gesellschaftsordnungen und sowie 77 internationale Zusammenhänge kennen und setzen sich mit ihnen auseinander, um die eigene Situation besser zu erkennen und ausländischen 78 Mitbürgerinnen und Mitbürgern Verständnis und Toleranz entgegenzubringen. Internationale Jugendarbeit soll junge Menschen zur Mitarbeit beim 79 Aufbau eines freilich-demokratischen Europas motivieren und ihnen Wege zum solidarischen Handeln, insbesondere mit jungen Menschen in den 80 Entwicklungsländern, eröffnen. 81 Der Erfahrungsaustausch von Fachkräften der Jugendhilfe dient der Erweiterung des professionellen Wissens sowie der Zusammenarbeit der 82 Träger der Jugendhilfe über die Grenzen hinweg. Er unterstützt insbesondere die Bereitstellung von Qualifizierungsangeboten für die Akteure der 83 internationalen Jugendarbeit vor Ort. 84 Angestrebt wird der Ausbau der Angebote der internationalen Jugendarbeit und der internationalen Fachkräfteaustausche, im Rahmen der 85 Städtepartnerschaften Hamburgs sowie insbesondere mit den Ländern und Städten 86 der Ostseeregion (Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Nordwestregion Russlands und hier insbesondere 87 Kaliningrad und St. Petersburg) 88 der Türkei 89 Israels (Ashdod) 90 des Vereinigten Königreichs (Birmingham) 91 der Vereinigten Staaten von Amerika (Chicago). 92 4

93 Weitere Programmziele sind: 94 Gewinnung neuer Zielgruppen von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf für die IJA (Migrationshintergrund, Armut und/ oder 95 Jugendliche aus Hilfen zur Erziehung) 96 Anregung der Bezirksämter und der bezirklichen Freien Träger für ein stärkeres Engagement im Feld der internationalen Jugendarbeit 97 Ausbau des Netzwerkes der internationalen Jugendarbeit durch Einbeziehung weiterer Akteure (u.a. mit der Schulbehörde) 98 Bekanntmachung, Stärkung und Nutzbarmachung der integrativen Wirkung der internationalen Jugendarbeit 99 Beratung zu internationaler Jugendarbeit und Auslandsaufenthalten für junge Hamburgerinnen und Hamburger durch das.00 Europa JUGEND Büro.. 01.02 3. Zielgruppen.03 Alle Freien Träger und Jugendverbände, mit besonderem Augenmerk auf diejenigen, die noch keine IJA Erfahrung haben und auf teilnehmende.04 junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf. Darüber hinaus sollen neue Träger, gerade auch in den Bezirken Hamburgs gewonnen werden.. 05 Zielgruppe Jugendliche.06 Die internationale Jugendarbeit richtet sich grundsätzlich an alle Jugendlichen in Hamburg. Verstärkt werden soll insbesondere die Einbeziehung.07 Jugendlicher mit Behinderungen.. 08 Zielgruppe Jugendverbände.09 Jugendverbände erhalten Beratung bei der Vorbereitung und Durchführung von selbstorganisierten Angeboten der internationalen Jugendarbeit,.10 dazu gehört eine Förderberatung und Unterstützung bei der Antragstellung.. 11.12.13 5

.14 Zielgruppe öffentliche und freie Träger der Jugendhilfe vor Ort.15 Um neue Zielgruppen zu erschließen und die Bezirksverwaltungen zu unterstützen, IJA Projekte durchzuführen, wurde mit einer.16 Bezirketour" begonnen (bisher in zwei von sieben Bezirken), die gemeinsam von e.p.a./europa JUGEND Büro und BASFI durchgeführt wurde.. 17 Die Tour durch die Bezirke werden wir 2014-2016 fortsetzen. Zur Unterstützung bietet KGI qualifizierte Einzelcoachings an.. 18.19 4. Mittlerziele für die Zusammenarbeit im KGI Netzwerk.20 Zur Erreichung unserer zentralen Programmziele werden wir im KGI Netzwerk regelmäßig.21 ein Bedarfsmonitoring durchführen.22 eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit planen.23 die Fortbildung der Fachkräfte der internationalen Jugendarbeit unterstützen.24 die Angebote der internationalen Jugendarbeit untereinander abstimmen.. 25.26 5. Ausbau und Pflege des Netzwerkes.27 Wir werden unser Netzwerk und unsere Kooperationsstrukturen ausbauen und damit zur Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit in.28 Hamburg beitragen. Dazu werden wir regelmäßig KGI Netzwerktreffen durchführen (zwei - bis drei Mal im Jahr).. 29 In Hamburg verfügen wir über Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, die für die IJA qualifiziert sind. Wir werden die Anzahl der Fachkräfte.30 durch gezielte Fortbildungen erhöhen. Ausschreibungen für zentrale JIVE Projekte (Praxis und Forschungsprojekt Jugendarbeit international -.31 Vielfalt stärken) und Teilnahme an zentralen JIVE und KGI Fortbildungen und Netzwerktreffen werden gezielt versendet..32 Wir verständigen uns auf Qualitätsstandards der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Angeboten der internationalen Jugendarbeit..33 Zur Verbesserung der politischen Unterstützung wurde ein Lobbytisch zur IJA gebildet, in dem Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen arbeiten.34 werden. 6

.35.36 6. Arbeitspakete.37 Arbeitspaket: Internationale Jugendarbeit.38 Wir werden die IJA mit freien oder bezirklichen Trägern qualifiziert ausbauen.. 39 Die BASFI und andere freie Träger nutzen die Möglichkeiten von EU-Programmen zur Förderung der IJA. Die BASFI bietet über den.40 Landesförderplan freien Trägern eine Kofinanzierung für Europäische Jugendprojekte an.. 41 Eigene EU Anträge der BASFI werden im Rahmen von WGYP (Working Group on Youth Policy) und BSSSC (Baltic Sea States Subregional Co- _42 operation) fortgeführt.. 43 Die BASFI wird den Dialog zwischen Politik und Jugendlichen fördern. Sie wird eigenständige Anträge zum strukturierten Dialog bei den.44 zuständigen europäischen Einrichtungen stellen und Anträge freier Träger unterstützen. Das positive Beispiel Take five for Europe" (gefördert.45 vom EU-Programm Jugend in Aktion") wird im Verbund der norddeutschen Landesjugendämter in Kooperation mit den jeweiligen Jugendringen.46 fortgeführt.. 47 Wir werden die integrative Wirkung der internationalen Jugendarbeit nutzen, um die Chancengleichheit und Integration von Jugendlichen mit.48 Migrationshintergrund zu verbessern. Bei politischen Programmen, welche die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zum Ziel.49 haben achten wir darauf, dass die Jugendlichen selbst zu Wort kommen. Im Mai 2012 eine Jugendkonferenz zum Thema Integrationskonzept des.50 Senats durchgeführt. 2013 diskutierten 60 Jugendliche aus dem Ostseeraum im Rahmen einer multilateralen Jugendbegegnung des JuBA.51 Bahrenfeld und der BASFI über das Thema inklusive Stadt..52 Bestehende Städtepartnerschaften und - kooperationen nutzt die BASFI zum Ausbau der IJA:.53 Gemeinsam mit der Kommunalverwaltung von St. Petersburg fördert die BASFI ein bilaterales Netzwerk mit Trägern der IJA aus Hamburg.54 und St. Petersburg zum Ausbau und zur Weiterentwicklung des deutsch-russischen Jugendaustauschs unterstützt durch die Stiftung.55 Deutsch - Russischer Jugendaustausch GmbH und die Senatskanzlei..56 Mit Chicago pflegt die BASFI eine langjährige Zusammenarbeit beim Austausch von Fachkräften der Jugendhilfe. In die Kooperation mit. 57 Chicago ist Birmingham, Partnerstadt von Chicago, einbezogen. 7

.58-59.60 Hamburger Entwicklungsplan der Internationalen Jugendarbeit 2014-2016 Aus diesem Fachkräfteaustausch heraus ist eine Jugendbegegnung entwickelt worden, die sich gezielt an Jugendliche mit Migrationshintergrund wendet (in diesem Fall jugendliche Latinos/Latinas), um das Thema Migration und Identität bilateral zu bearbeiten. Die erste Begegnung fand im August 2012 in Hamburg statt und soll eine nachhaltige Partnerschaft begründen. Durchgeführt wird der.61 Jugendaustausch in Kooperation mit einem Migrationsjugendverband und einem Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit, sowie in.62 Kooperation mit einer Stadtteilschule.. 63 Seit 2006 entwickelt die BASFI gemeinsam mit Jugendverbänden und anderen freien Trägern der Jugendhilfe eine partnerschaftliche.64 Zusammenarbeit mit der israelischen Hafenstadt Ashdod zur Förderung des deutsch-israelischen Jugendaustauschs. Seit 2008 werden.65 jährlich vier deutsch-israelische Jugendbegegnungen durchgeführt. Seit 2012 fördert die Senatskanzlei ein deutsch-israelisches.66 Geschichtsprojekt im Rahmen der Zusammenarbeit..67 Städtepartnerschaftsprojekte u.a. mit Leon, Prag, Marseille, Shanghai, Osaka und Dar Es Salaam, Chicago und Projekte im Rahmen der. 68 Erinnerungskultur werden von der BASFI und / oder der Senatskanzlei im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel gefördert..69 Besondere Zielgruppen: Das KGI Netzwerk verfügt durch die erfahrenen Träger über einen großen Expertenpool für die Einbeziehung von.70 Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf. Das Netzwerk steht auch Neueinsteigern für den Erfahrungsaustausch zur Verfügung.. 71 In der Selbstreflektion werden Standards und Ideen zur Einbeziehung der Zielgruppe und in der Selbstreflexion untereinander Standards.72 und Ideen zur Einbeziehung der Zielgruppe weiterentwickelt..73 Bestehende nachhaltige Partnerschaften der freien Träger und Initiativen werden veröffentlicht auf www.internationalejugendarbeit.de.. 74.75 Arbeitspaket: Internationaler Fachkräfteaustausch.76 Der Austausch von Fachkräften und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Jugendhilfe ist fester Bestandteil der IJA und wird von der BASFI.77 zum Ausbau des Jugendaustauschs und der Jugendmobilität genutzt..78 Die BASFI pflegt einen Fachaustausch mit St. Petersburg und Kaliningrad (Russische Föderation, Finnland, Chicago (USA), Birmingham.79 und Ashdod (Israel).. 80 Neu aufgebaut werden soll ein Fachkräftenetzwerk für Begegnungen mit der Türkei. Eine Zielsetzung ist der fachliche Austausch zum.81 Thema Migration und Identität..82 Angestrebt wird die Evaluation der Nachhaltigkeit der Fachkräfteaustausche durch Evaluationsinstrumente wie z.b. die.83 Freizeitenevaluation (koordiniert über den Forscher - Parktiker - Dialog) 8

.84 Freie Träger sind umfangreich und vielfältig im Internationalen Fachkräfteaustausch engagiert..85.86 Arbeitspaket: Netzwerkarbeit.87 Vertreterinnen und Vertreter der Schulbehörde werden zu den KGI Netzwerktreffen eingeladen und nehmen regelmäßig teil. Der Austausch wurde.88 schon seit Beginn des KGI Prozesses intensiviert. Ein praktisches Beispiel war die Vorstellung des IKUS Projekts 2012 für die Schulen.. 89 Der gegenseitige Erfahrungsaustausch der Fachkräfte wird die Arbeit nachhaltig qualifizieren und Synergieeffekte erzeugen. Finanzielle und.90 personelle Entlastung soll durch Kooperationsprojekte geschaffen werden.. 91.92 Adressatinnen und Adressaten für die Lobbyarbeit des Netzwerkes sind:.93.94 Handelskammer/ Handwerkskammer.95 Stiftungen.96 politische Entscheidungsträger.97 leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Verwaltung.98 Konsulate.99 Agentur für Arbeit/JJobcenter /Jugendberufsagentur ~oo Jugendliche selbst ~01 Migrantenselbstorganisationen ~02 Jugendmigrationsdienste ~03 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ~04 Andere Behörden - u.a. Kulturbehörde, Senatskanzlei, Wissenschaft, BMFSJ. ~OS ~06 Das Netzwerk hat die Aufgabe die Marke IJA" durch Öffentlichkeitsarbeit bekannter zu machen. Dazu gehören unter anderem: ~07 ~08 Ausstellung in der Rathauspassage ~09 Broschüre mit Trägern und Projekten der IJA '.10 Fach-Tage" wie von e.p.a. durchgeführt mit Einladung an die Hamburger Politik '.11 Fortbildungen für Fachkräfte initiieren / Fachdebatten initiieren 9

~12 Fachkräfteportal zur Darstellung geeinigter Projekte und zum Fachkräfteaustausch verstärkt nutzen ~13 in die Ausschüsse /Gremien gehen, um KGI bekannt zu machen: Landesjugendhilfeausschuss, bezirkliche Jugendhilfeausschüsse, ~14 Bürgerschaftsausschüsse. In der Landesarbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendarbeit nach 78 SGB VIII wurde der ~15 Entwicklungsplan vorgestellt und einstimmig beschlossen. Dort wird auch über die Fortschritte des Entwicklungsplanungs berichtet. ~16 auf die wissenschaftliche nachgewiesene Wirkung der IJA hinweisen ~17 Öffentlichkeitsarbeit nicht nur durch die Träger, sondern auch durch die Behörde BASFI - Internetauftritt mit best practise Beispielen ~18 und Informationen zur IJA ~19 Im Zusammenhang mit der Planung des Bundesjugendministeriums, die nationale Jugendpolitik zu verstärken, sollen Initiativen ergriffen ~20 werden, auch der IJA wieder eine stärkere Bedeutung zukommen zu lassen ~21 Das jährliche Jugendaustauschforum als eine bundesweite Fachtagung der Deutschen Stiftung Völkerverständigung in Hamburg zu ~22 profilieren. ~23 ~24 ~25 7. Gelingensbedingungen und Hemmnisse der Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit ~26 ~27 Projekte der internationalen Jugendarbeit sind dann stark, wenn es sich um langjährige konkrete Austauschprojekte handelt. Die bereits beteiligten ~28 Austauschpartner kennen sich seit Jahren, sind fachlich und persönlich engagiert und setzen erhebliche Zeitressourcen ein. Sie kennen die ~29 Austauscharbeit vor Ort". Die Partner kommunizieren strukturiert, die Entscheidungsstrukturen sind klar und eindeutig. Einbezogene ~30 Leitungspersonen sichern den Rahmen der Austauschprojekte. Beim Jugendaustausch stehen die Bedarfe der Jugendlichen im Mittelpunkt. Die ~31 Austauschtauschpartner unterstützen sich gegenseitig. ~32 ~33 Zugleich gibt es konkreten Schwierigkeiten in der IJA, die es zu überwinden oder zu beheben gilt: ~34 Dies stellt die ohnehin schon belasteten Träger vor große Herausforderungen ~35 ~36 Grundsätzlich leidet die internationale Jugendarbeit an Finanzmittelknappheit. Die Bedarfe sind deutlich höher als die zur Verfügung ~37 stehenden Haushaltsmittel. Jugendliche mit besonderem Förderbedarf lassen sich mit den zu zur Verfügung stehenden Ressourcen nur ~38 schwer in Projekte einbinden. Die Förderung des Einsatzes von Sprachmittlern/ Dolmetschern sind unzureichend. Die Kosten der ~39 Unterkunft sind im Hamburg im Vergleich zu den vorhandenen Fördermöglichkeiten zu hoch. ~40 Es besteht ein hoher administrativer Aufwand um Anträge zu stellen, Gelder zu akquirieren und Verwendungsnachweise zu fertigen, der ~41 insbesondere für kleinere Träger und Einrichtungen der offenen Kinder und Jugendarbeit nur schwer zu bewältigen ist. ~42 Bei Jugendlichen mit besonderen Förderungsbedarfen muss das Interesse an der internationalen Jugendarbeit erst geweckt werden. Ihnen ~43 fehlen die finanziellen Kapazitäten und ihre Sprachkompetenzen sind oft begrenzt. Die Teilnahme von Jugendlichen mit ungesichertem ~44 Aufenthalt an internationalen Projekten ist zurzeit nicht oder kaum möglich. 10

'.45 Fach- und Führungskräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe benötigen Informationen über mögliche Austauschprojekte und deren '.46 Fördermöglichkeiten sowie der vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten in Hamburg. '.47 Freie Träger und Einrichtungen der offenen Kinder-und Jugendarbeit müssen unterstützt werden, Angebote der internationalen '.48 Jugendarbeit durchzuführen. Die häufig späte Zusage von Förderung erhöht die Kosten der Begegnung und führt zu Planungsunsicherheit. ~49 Trotz Empfehlungsschreibens der Senatskanzlei müssen viele Träger nach wie vor Verpflichtungserklärungen abgeben, und es gibt ~so Schwierigkeiten, Visa zu erhalten. Daneben entstehen zusätzliche Kosten. ~51 der Dialog zwischen den Projekten der IJA und der Politik muss systematisch verbessert werden. Es gilt ein Konzept zu entwickeln, dass ~52 die enormen Bildungsleistungen auf dem Gebiet des non-formalen Lernens anerkennt und entsprechend zertifiziert. '.53 '.54 '.55 8. Zusammenarbeit an den Schnittstellen der Internationalen Jugendarbeit '.56 '.57 '.58 '.59 '.60 Die qualifizierten Hamburger Träger greifen in der Internationalen Jugendarbeit immer wieder neue fachliche Impulse auf. So gibt es Modellprojekte zum Thema Erinnerungskultur, eine jugendgemäße Formen des Erinnerns und des Gestaltens der Zukunft. Gerade für die besonders zu fördernden Jugendlichen hat sich ein Format bewährt, vielfältige kulturelle Medien für kreative Begegnungen einzusetzen und Themen der Diversität aufzugreifen. Deshalb ist die weitere Einbeziehung von Trägern der Soziokultur zu fördern. Auch Projekte, die die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule fördern, sind weiter auszubauen. '.61 '.62 '.63 '.64 '.65 9. Finanzierungsinstrumente Staatliche Finanzierungsinstrumente sind der Landesförderplan einschließlich der Kofinanzierung für europäische Projekte, die Städtepartnerschaftsmittel der Senatskanzlei, Mittel aus dem Kinder-und Jugendplan des Bundes und die einschlägigen EU Programme. Zu prüfen ist, ob ein Antrag an/ durch die Politik zur gesteigerten Förderung der IJA ab 2015 auf den Weg gebracht werden kann. '.66 '.67 '.68 11

'.69 10. Zusammenfassung: Angestrebte Ziele und Maßnahmen bis 2016 '.70 Die fachliche Weiterentwicklung und eine Öffnung der IJA insbesondere auf die Zielgruppe der jungen Menschen mit erhöhtem Förderbedarf muss ~71 mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln vorangetrieben werden. Erforderlich sind eine intensive Netzwerk- und Lobbyarbeit um ~72 Unterstützerinnen und Unterstützer auch im politischen Raum zu gewinnen. ~73 Durch die Evaluierung der internationalen Austausche, den verstärkten fachlichen Austausch und die wissenschaftliche Begleitung wird die ~74 Qualität der Maßnahmen gesteigert. ~75 Das Entwicklungskonzept verfolgt das Ziel, die IJA in Hamburg durch vielfältige administrative und/ oder politische Maßnahmen zu qualifizieren ~76 und zu stärken, so dass eine Effektivierung und Effizientsteigerung der IJA erfolgt. 12