AND MOBILITY VERANTWORTUNG WELTWEIT WAHRNEHMEN EFFIZIENZ PERMANENT VERBESSERN CHANCEN GEMEINSAM NUTZEN VERLÄSSLICHKEIT TÄGLICH BEWEISEN

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1 motion AND MOBILITY VERANTWORTUNG WELTWEIT WAHRNEHMEN EFFIZIENZ PERMANENT VERBESSERN CHANCEN GEMEINSAM NUTZEN VERLÄSSLICHKEIT TÄGLICH BEWEISEN

2 Corporate Statement 3 Zukunft verantwortlich gestalten Unsere Begeisterung für innovative Produkte und Prozesse und das kompromisslose Streben nach Qualität haben uns zu einem weltweit führenden Technologiekonzern in der Antriebsund Fahrwerktechnik gemacht. Wir leisten unseren Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung der Zukunft durch neuartige technologische Lösungen mit dem Ziel, die Mobilität zu verbessern, die Effizienz unserer Produkte und Systeme zu steigern und Ressourcen zu schonen. Unsere Kunden aus dem Automobil- und dem Industriesektor schätzen unsere konsequente Ausrichtung auf Produkte und Leistungen mit einem hohen Kundennutzen. Im Fokus unserer Arbeit steht die Verbesserung von Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit, Dynamik, Sicherheit und Komfort. Gleichzeitig streben wir nach ständiger Verbesserung der Geschäftsprozesse und Serviceleistungen. Als global agierender Konzern reagieren wir schnell und flexibel auf sich ändernde regionale Marktanforderungen unter der Vorgabe, stets ein wettbewerbsfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Unsere Unabhängigkeit und finanzielle Solidität sind die Grundlagen für den langfristigen Unternehmenserfolg. Mit unserer Ertragskraft ermöglichen wir die notwendigen Investitionen in neue Produkte, Technologien und Märkte und sichern so die Zukunft unseres Unternehmens im Interesse unserer Kunden, Marktpartner, Mitarbeiter und der Eigentümer von ZF. Unsere Tradition und Werte bestärken unsere unternehmerischen Entscheidungen. Sie sind Verpflichtung und Ansporn zugleich für einen verlässlichen und respektvollen Umgang mit Kunden, Marktpartnern und Mitarbeitern. Die Einhaltung der vor Ort geltenden Bestimmungen und Gesetze wird durch unsere weltweite Compliance-Organisation sichergestellt. Wir übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft und den Schutz der Umwelt an allen unseren Standorten. 17,4 Mitarbeiter Mrd. Euro Umsatz Produktionsgesellschaften 650 Servicepartner Unsere Mitarbeiter weltweit kennen uns als zukunftsfähigen und fairen Arbeitgeber, der attraktive berufliche Perspektiven bietet. Wir schätzen die vielfältigen kulturellen Prägungen unserer Mitarbeiter, ihre Kompetenz und Leistungsmotivation. Ihr zielgerichtetes Engagement für ZF über Bereichs- und Standortgrenzen hinweg prägt unsere Unternehmenskultur und ist der Schlüssel unseres Erfolgs.

3 Vorwort 4 5 Liebe Leserinnen und Leser, Technik ist für die Menschen da, nicht umgekehrt. Für ZF ist das keine neue Erkenntnis. Seit fast einhundert Jahren arbeiten wir daran, mit innovativen Technologien Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen also für alle Menschen, die weltweit mit ZF-Technik Dinge bewegen wollen oder ein Höchstmaß an effizienter Mobilität erfahren möchten. Künftig soll dieser Anspruch von ZF auf den ersten Blick deutlich werden: Motion and Mobility das ist nicht nur der Titel dieses Unternehmensreports, sondern auch unser neuer Leitsatz, den wir in allen unseren Märkten ab sofort fest mit dem Namen ZF verbinden. Mit dem Unternehmensreport, den Sie in der Hand halten, wollen wir Sie einladen, ZF neu oder besser kennen zu lernen: als einen Technologiekonzern, der Antworten auf die globalen Megatrends gibt und sich der Effizienzverbesserung in allen Bereichen verschrieben hat, als einen Global Player, dessen Strategie die Kunden und die Mitarbeiter mit ihren Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt, und als ein verlässliches Unternehmen, für das wirtschaftlicher Erfolg als Maxime des Handelns denselben Stellenwert besitzt wie Nachhaltigkeit und Verantwortung. Unsere Initiativen für mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind in diesem Zusammenhang wichtig. Wir werden Mitte des Jahres erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht mit ausführlichen Informationen nach dem Standard der Global Reporting Initiative (GRI) im Internet veröffentlichen. ZF macht nicht nur Bewegung möglich, das Unternehmen ist auch selbst in Bewegung. Das Wachstum der vergangenen Jahre hat unsere globale Präsenz und unser Technologie- Portfolio verbreitert. Den Anspruch, diese Technik für Menschen weltweit nutzbar zu machen, können wir heute besser denn je umsetzen: ZF Motion and Mobility. Ich wünsche Ihnen eine unterhaltsame und informative Lektüre! Ihr Friedrichshafen, April 2013 Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Sommer über Verantwortung, Effizienz, Chancen, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit

4 6 7 8 VERANTWORTUNG WELTWEIT WAHRNEHMEN Die Stadt ein Kosmos Von Unterschieden profitieren Umwelt, Klima und Ressourcen 30 EFFIZIENZ PERMANENT VERBESSERN Zeit gewinnen für neue Lösungen Technologie mit Effizienz-Turbo Innovationen, die sich rechnen 52 CHANCEN GEMEINSAM NUTZEN Über Grenzen hinweg Erfolg im Team Überall schon da Ganz nah am Kunden 84 VERLÄSSLICHKEIT TÄGLICH BEWEISEN Das Vertrauen verdienen Unternehmenskultur leben Miteinander handeln Nachhaltig führen und wirtschaften Schlüssel zum Erfolg Immer einen Schritt voraus

5 8 9 VERANTWORTUNG WELTWEIT WAHRNEHMEN Unternehmen stehen heute im Einflussfeld globaler Megatrends. Sie zu ignorieren, wäre vor allem eines: unklug. Als globales und verantwortungsvoll agierendes Unternehmen richtet sich ZF schon heute daran aus, was in Zukunft wichtig wird für die Gesellschaft, für die Mobilität der Menschen, für die Umwelt und für die Industrie.

6 10 11 Die Stadt ein Kosmos Schon heute leben weltweit immer mehr Menschen in großen Städten. Tendenz steigend. Das muss gut organisiert sein. Dabei hilft auch Technik von ZF. Die Megacity ist das Symbol des 21. Jahrhunderts. Auf allen Kontinenten gibt es immer mehr Stadteinwohner. Seit dem Jahr 2010 leben erstmals in der Weltgeschichte mehr Menschen in urbanen Zentren als auf dem Land. UN-Prognosen zufolge werden 2050 bereits 70 Prozent der Bevölkerung Städter sein. Die logische Folge: Auch die Städte selbst werden größer gab es auf dem Globus nur zwei Megacitys also Ballungszentren mit mehr als zehn Millionen Einwohnern: Tokio und New York. Heute sind es bereits 23. Im Jahr 2025 wird es auf der Erde voraussichtlich 37 Megacitys geben. Und dazu 59 weitere Riesenstädte, deren Einwohnerzahl zwischen fünf und zehn Millionen liegt. Was zieht die Menschen in die Städte? Es ist vor allem die Aussicht auf ein besseres Leben, mit mehr Chancen auf Arbeitsplätze, leichterem Zugang zu Bildung, einem größeren Angebot an Kultur und sozialem Austausch oder eine bessere Versorgung. Doch oft sind es Krisen und Notlagen, die die Landbewohner zu Tausenden in die nächstgelegenen Städte treibt. Die Mega-Urbanisierung lässt sich auch als massenhafte Landflucht beschreiben. Die Armut vieler neuer Stadtbewohner bringt für die Riesenmetropolen enorme Herausforderungen. Wohnraum und Infrastruktur müssen mit dem Zustrom mithalten, kommunale Leistungen wie Strom- und Wasserversorgung, Kanalisation und Müllentsorgung sind gefragt. Und dies alles, ohne die Luftqualität zu beeinträchtigen oder die innerstädtische Mobilität zu gefährden. Die Urbanisierung nachhaltig zu gestalten, wird eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte sein und dabei kommen auch Produkte von ZF ins Spiel. Klimafreundlich am Bau Megacitys sind Wirtschaftsmotoren für ganze Regionen und Länder. In wichtige Infrastrukturprojekte wie die Modernisierung des Straßennetzes rund um seine größten

7 12 GroSSe Bauvorhaben brauchen moderne Technologien. So auch das 2010 eröffnete Burj Khalifa in Dubai. Zum Einsatz kamen Getriebe- und Achstechnologie von ZF. 13 Metropolen investieren zum Beispiel China und Indien riesige Summen. Trotz oder wegen des Baubooms steht die lokale Bauindustrie vor Kapazitätsengpässen. Baumaschinen, die sich durch niedrige Betriebskosten sowie einfaches und sicheres Handling auszeichnen und zudem die Produktivität erhöhen, stehen hoch im Kurs. Vergeben staatliche Stellen Bauaufträge, haben sie immer stärker auch die CO 2 -Bilanz im Blick, wie sich bereits in Europa zeigt. Mit Getrieben und Achssysteme für Baumaschinen zählt ZF zu den wichtigsten Lieferanten effizienter, ressourcenschonender und das Klima wenig belastender Technik: In jeder sechsten Baumaschine auf der Welt steckt ein Getriebe von ZF. Weil ZF-Produkte für Baumaschinen modular aufgebaut sind, decken sie den Bedarf nahezu aller Anwendungen ab von kleinen und großen Radladern und Dumpern bis zu Baggern und Telehandlern. Liegt der Schwerpunkt auf möglichst hoher Effizienz gepaart mit Bedienkomfort, können Baumaschinenkunden das Efficiency Package ordern: Darin bündelt ZF alle produktivitätssteigernden Innovationen bei Getriebe-Hard- und Software. Das Potenzial summiert sich auf 15 Prozent Kraftstoffeinsparung das entspricht zirka 2,5 Litern Diesel weniger pro Betriebsstunde. Die Logistik der Nahrungsmittel und Güter Wächst die Bevölkerungszahl, ist auch die Landwirtschaft gefordert: Steigert sie ihre Produktivität nicht in gleichem Maß, drohen Nahrungsengpässe in der Stadt und auf dem Land. Notwendig sind nicht alleine zusätzliche Anbaugebiete oder Fortschritte in der Düngemittelchemie, es geht auch darum, vorhandene Agrarflächen besser zu bewirtschaften mit moderner Landmaschinentechnik. Achsen und Getriebe von ZF sind wichtig, wenn Landmaschinen effizienter werden sollen. Jüngstes Beispiel ist das Eccom- Getriebe für Großtraktoren. Dessen stufenloses Übersetzungsverhältnis hält auch bei Großtraktoren bis 420 PS (309 kw) die Motordrehzahl konstant da es keine Schaltvorgänge und damit keinen Leistungsabfall gibt. Bei vielen traktorgestützten Arbeiten sinkt so der Zeitaufwand im zweistelligen Prozentbereich dadurch lassen sich in derselben Zeit mehr Flächen bewirtschaften. Entsprechend sinken auch Kraftstoffverbrauch und Emissionen. Wenn mehr als zehn Millionen Menschen auf einigen hundert Quadratkilometern leben, ist eine leistungsfähige Versorgungslogistik wichtig und dies sowohl im Fernfrachtverkehr als auch im innerstädtischen Verteilertransport. Diese logistische Meisterleistung darf jedoch nicht viel Siegeszug der Riesenstädte 1900 Lebensraum von morgen Die Baustelle ist der Anfang jeder Stadt Megacitys gab es weltweit im Jahr 1970: New York und Tokio. kosten. Überall steht die Logistikbranche unter Termin-, Wettbewerbs- und Kostendruck. Getriebesysteme von ZF wie die jüngste Innovation, das automatische Getriebesystem TraXon, bringen den Speditionen konkreten Mehrwert, weil sie den Kraftstoffverbrauch mindern und weniger Wartungs- und Servicekosten verursachen und dadurch die so genannten Life-Cycle-Costs senken. Das ist gut für den Kunden, den Spediteur und die Umwelt. Nicht nur auf den Straßen rollt die Logistik mit ZF-Technik besser. Mit kompletten Antriebssystemen für Staplersysteme hält ZF den Betrieb in und vor der Lagerhalle am Laufen und ist auch am Hafengelände präsent, wenn Frachtschiffe entladen werden. Die Schiffe versehen übrigens dank ZF-Getrieben zuverlässig und auch bei widrigsten Wetterbedingungen ihren Dienst. Individualisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit das sind Vorzüge, die auch bei vielen kommunalen Diensten eine Rolle spielen. Deshalb finden sich ZF-Nutzfahrzeuggetriebe auch beim Mülltransport und bei Reinigungs- und Feuerwehrfahrzeugen. 70 Prozent aller Menschen werden 2050 in Städten leben in dann 37 Megacitys und 59 weiteren Millionenstädten. 23 Megacitys gibt es weltweit im Jahr Megacitys sind Städte mit mehr als 10 Millionen Einwohnern.

8 14 15 Mobilität als Markenzeichen In der Großstadt sind Menschen immer unterwegs zur Arbeit, zum Einkaufen oder zueinander. BRT Schneller weiter In einer menschenleeren Stadt wäre der Bus wohl nicht das schnellste Fortbewegungsmittel. In einer Millionenmetropole schon. Das Konzept dahinter heißt Bus Rapid Transit (BRT). Und es lässt sich mit ZF-Produkten besonders wirtschaftlich umsetzen. Mobil durch die City Je größer die Metropole, desto mehr wird der Innenstadtverkehr zur Belastungsprobe. Individualmobilität kommt hier an ihre Grenzen. In den Stoßzeiten erzeugt die Menge an Fahrzeugen große Abgas- und Lärmemissionen. Es geht dennoch kaum voran. In urbanen Zentren sind daher langfristig kleine Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben auf dem Vormarsch: Sie sind lokal emissionsfrei, leise im Betrieb und ihre begrenzte Batteriekapazität reicht für viele der innerstädtischen Fahrten vollkommen aus. ZF hat einen elektrischen Antrieb entwickelt, der auf die künftigen Anforderungen im urbanen Verkehr zugeschnitten ist und zugleich emissionsfreien Fahrspaß garantiert: Mit 90 kw elektrischer Leistung und hohen Drehmomenten schon bei niedrigen Drehzahlen beschleunigt der zentral auf der Achse positionierte elektrische Antrieb ähnlich schnell wie leistungsstarke Verbrennungsmotoren. Bis diese Antriebsform sich durchsetzt, geht es freilich darum, den klassischen Antriebsstrang zu optimieren und effizienter zu machen oder durch die Kombination von elektrischem und Verbrennungsantrieb Einsparungen zu realisieren. Allerdings: Ein Stau mit leisen und lokal emissionsfreien Autos ist immer noch ein Stau so brachte es Bill Ford, Executive Chairman der Ford Motor Company, in einem Vortrag auf den Punkt. Durch eine stärkere Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit intelligenten Verkehrsleitsystemen könnte die E-Mobilität in der Metropole der Zukunft wesentlich besser vorankommen. Wichtig sind aber auch leistungsstarke öffentliche Transportmittel als Alternativen zur Individualmobilität wie etwa das Bus Rapid Transit -System. Es lässt sich besonders wirtschaftlich und effizient realisieren, wenn in den Bussen Technik von ZF steckt: Niederflurachsen für den schnellen Ein- und Ausstieg, die ohne den Bau von so genannten Plattformhaltestellen funktionieren, sowie ZF- EcoLife-Getriebe für kraftstoffsparende und geräuscharme Fortbewegung in Verbindung mit hohen Beschleunigungswerten zwi schen den Haltestellen. Der Bus ist mit Blick

9 16 17 Schnell muss es gehen beim BRT nach nur 25 Sekunden Haltezeit sind alle Fahrgäste aus- und eingestiegen. Der Bus gibt schon wieder Gas und fährt zügig auf der eigenen Fahrspur vorbei am Pkw- Stau. Alle Zeitfresser sind eliminiert: Die Passagiere haben ihre Tickets schon vor dem Zutritt zur Haltestelle gelöst, beim Einstieg in den Bus sind keine Barrieren in Form von Stufen oder gar Treppen zu überwinden. Was in Weltstädten wie Peking, Taipeh, Istanbul, Santiago de Chile und Kapstadt so reibungslos läuft, ist BRT made by ZF : Dank Niederflurachsen können Passagiere fast ebenerdig einsteigen und haben im Bus einen podest- und stufenfreien Weg durch den Mittelgang. Für rein elektrisch betriebene Busse hat ZF bereits die Elektroportalachse AVE130 zur Serienreife entwickelt, die sich ebenfalls für Niederflurbusse eignet. Für Busse mit Verbrennungsmotoren sind ZF-Eco- Life-Getriebe wie gemacht für den Stress im Antriebsstrang, den die BRT-Praxis mit ihrem ständigen Wechsel von Beschleunigen und Abbremsen mit sich bringt. Und EcoLife erledigt diesen Job nicht nur zuverlässig und wartungsfreundlich, sondern auch noch besonders geräusch- und emissionsarm. 10 Prozent weniger Kraftstoff verbraucht EcoLife mit seiner topographieabhängigen Getriebesteuerung TopoDyn Life im Vergleich zum bisherigen BRT-Klassiker Ecomat von ZF. TopoDyn Life hält den Motor immer im verbrauchsgünstigen Drehzahlbereich. ZF-Produkte sitzen damit an zentraler Stelle für eine sehr wirtschaftliche Variante des BRT-Konzepts: Schnelle Fahrgastwechsel ergeben sich bei Niederflurbussen quasi von selbst und zwar ohne aufwändige Baumaßnahmen an den Haltestellen. Das ist ein Vorteil für Metropolen, die BRT-Linien möglichst kostengünstig und zugleich flexibel einsetzen wollen. Schnelligkeit ist auch bei SCHNELL UND EFFIZIENT BRT mit Niederflurtechnik Minuten Ohne Niederflurtechnik Mit Niederflurtechnik Haltestellen Niederflurtechnik erhöht die durchschnittliche Schnelligkeit bei der Beförderung mit Stadt bussen. Mit ihr wird die Verweildauer an den Haltestellen halbiert. Bei einer Standzeit von beispielsweise zwei Minuten je Halte stelle bei Hochboden bussen macht sich der Vorteil der Niederflurtechnik mit zunehmender Anzahl der Halte stellen immer deutlicher bemerkbar. der Planung und Einrichtung von BRT ein Schlüsselfaktor, denn Haltestellen lassen sich rasch verlegen. Nur ein schnelles, komfortables und flexibles BRT-Netz wird von den Einwohnern auch als attraktive Alternative zum Privat-Pkw wahrgenommen. auf den Kraftstoffverbrauch pro Pas sagier das effizienteste Personentransportmittel. Und außerdem das flexibelste, da Buslinien wenig Infrastruktur wie Schienen oder Stromleitungen benötigen. Sie lassen sich schnell einrichten und auch verlegen. Mobilität sie ist ein Schlüsselmerkmal jeder Stadt. Das pulsierende Leben, das jede Metropole charakterisiert, hat seinen Ursprung darin, dass sich die Bewohner durch ihre Stadt bewegen. Höchst effizient Der Bus ist beim Kraftstoffverbrauch pro Passagier das wirtschaftlichste Personentransportmittel.

10 18 19 Von Unterschieden profitieren In einer global vernetzten Welt gehört Veränderung zum Alltag. Das betrifft die Menschen und die Gesellschaft, in der sie leben: In Europa nimmt der Anteil älterer Personen zu, in anderen Weltregionen drängen junge Leute auf den Arbeitsmarkt. Das Zusammenleben von Menschen wird bunter und vielfältiger, und die Formen der Zusammenarbeit ändern sich auch bei ZF. DIVERSITY bedeutet Vielfalt Menschen unterschiedlichen Alters, mit individuellen Werten und vielfältigen kulturellen Prägungen handeln zusammen.

11 20 21 Demografischer Wandel ist viel fältig und erfordert von Unternehmen viele Antworten. Know-how international teilen und austauschen ZF verstärkt Qualifikation und Wissenstransfer im gesamten Unternehmen. Der Befund ist zunächst ein statistischer: Der Anteil älterer Menschen steigt. In vielen Ländern, insbesondere in Europa, ist dies entweder schon heute zu spüren oder leicht auszurechnen. Mit dem Stichwort demografischer Wandel ist ein globaler Trend bezeichnet, der massive Auswirkungen auf das Konsumverhalten und auch auf die Arbeitswelt haben wird. Deutschland kann hier als Vorreiter gelten: Schon seit Jahren sinkt die Geburtenrate, die Lebenserwartung der Menschen dagegen steigt. So werden 2050 rund 38 Prozent der deutschen Bevölkerung älter als 60 Jahre sein waren es noch 21 Prozent. Auch anderswo, etwa in Japan, ist dieser Trend bereits spürbar: Ein knappes Viertel der Bevölkerung ist hier älter als 65 Jahre Tendenz steigend. Und Länder wie China werden mit enormen Auswirkungen zeitversetzt folgen. Auf den ersten Blick könnte man annehmen, die Herausforderung für Unternehmen bestünde vor allem darin, einen Teil der Arbeitsplätze altersgerecht zu machen etwa durch zusätzliche Automatisierung oder Ergonomie-Konzepte in der Produktion, den Wissenstransfer von erfahrenen älteren zu jüngeren Mitarbeitern zu unterstützen und für Bewerber und potenzielle Neueinsteiger ein attraktives Arbeitgeber-Image aufzubauen. All dies tut ZF seit Jahren. Prisma des Kulturwandels Doch das reicht nicht, zumal nicht für ein global wachsendes Unternehmen. Denn Wertewandel und gesellschaftliche Verschiebungen haben nicht überall dieselben Auswirkungen. Ein Unternehmen, das expandiert, muss sich am lokalen demografischen Hintergrund orientieren und flexibel genug sein, darauf die jeweils richtige Antwort zu finden. Ein Beispiel: In dem von der Überalterung Akademiker dringend gesucht Eine McKinsey-Studie schätzt, dass schon 2020 weltweit etwa 40 Millionen Studienabsolventen auf dem Arbeitsmarkt fehlen werden. 40 Mio. stark betroffenen Deutschland zeigt die Statistik, dass der Anteil gut qualifizierter allein Erziehender in der Bevölkerung steigt. Sie werden zur begehrten Zielgruppe für jene Unternehmen, die Fachleute suchen. Doch gerade allein Erziehende achten auf spezielle Rahmenbedingungen, weil sie Beruf und Familie vereinbaren müssen dazu zählt nicht nur ein Betreuungsangebot für die Kinder, sondern auch passende Arbeitszeitmodelle, Führungsleitlinien, Teamstrukturen. Damit sind auch die Bedingungen beschrieben, mit denen sich langfristig der Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen lässt, wie es in vielen Ländern erklärtes gesellschaftliches Ziel ist und wie es auch ZF in der Unternehmensstrategie anstrebt. Ein weiteres Beispiel, bei dem der demografische Wandel nur vordergründig keine Rolle spielt: junge Uni-Absolventen. Die aktuelle Generation blickt anders auf potenzielle Arbeitgeber als die Absolventenjahrgänge der vorangegangenen beiden Jahrzehnte. Flexible Arbeitszeitmodelle und flache Hierarchien sind für sie attraktiv, ebenso klare und transparente Karriereaussichten. Was spricht dagegen, dass ein junger Uni-Absolvent am Standort Friedrichshafen in Deutschland zwischen 13 und 16 Uhr im Fitness-Studio ist oder eine Runde schwimmen geht, anschließend ins Büro zurückkehrt und so die vorgezogene Freizeit nach 19 Uhr ausgleicht? Angesichts der globalen Vernetzung des ZF-Engineerings ist das sogar ein Vorzug, denn er kann sich trotz Zeitverschiebung intensiver und länger mit Ingenieuren in Detroit, USA, und Sorocaba, Brasilien, austauschen. Und was spricht dagegen, klare Karrierebausteine zu vermitteln und die Kriterien für eine berufliche Weiterentwicklung transparent vorzugeben? So bedingt bei ZF künftig im Regelfall internationale Führungskompetenz und -erfahrung den Einzug in bestimmte Managementpositionen. Ein drittes Beispiel: In South Carolina, USA, fand ZF zahlreiche junge und motivierte Menschen als potenzielle Arbeitnehmer für den Getriebeproduktionsstandort Gray Court vor. Vielen von ihnen fehlte jedoch die technische Qualifikation, um sich die Ein Merkmal moderner Unternehmen: Private und berufliche Interessen lassen sich besser vereinbaren.

12 22 23 komplexen Fertigungsprozesse auf Anhieb anzueignen und den modernen Maschinenpark zu bedienen. Berufsbegleitende Qualifikation ist hier ähnlich wie an Standorten in Brasilien der Königsweg für ZF, um auch bei unterschiedlichen Standards des öffentlichen Schulsystems in vielen Ländern weltweit erfolgreich Produktionsstandorte aufzubauen. Patentrezepte gibt es nicht Drei Beispiele, die zeigen: Ein Patentrezept, um sich als Unternehmen auf Wertewandel und Demografie global einzustellen, gibt es nicht. Demografie ist außerdem kein Aspekt, der sich einfach abarbeiten lässt. Er ist mit einem Strategiepapier der Human-Resources-Verantwortlichen allein nicht in den Griff zu bekommen. Der demografische Wandel fordert die gesamte Organisation. Generell geht es darum, das künftige ZF-Geschäft im Wettbewerbsumfeld abzusichern. Deshalb ist die Reaktion auf demografische Veränderungen bei ZF als Managementaufgabe durch alle Funktionsbereiche verankert. Nur so ist gewährleistet, dass jede Entscheidung des Konzerns auch demografische Faktoren berücksichtigt ganz gleich, ob sie von einem Vorstand, Werksplaner, Personalverantwortlichen, Entwicklungsingenieur oder einem Logistiker getroffen wird. Das klingt kompliziert, kann aber zum Wettbewerbsvorteil werden. Da das Phänomen einer alternden Erwerbsbevölkerung früher oder später in vielen Ländern auf der Tagesordnung steht, haben jene Unternehmen Vorteile, die die dazu notwendige Flexibilität am besten in ihren Strukturen verankern. Demografiefest entwickeln Und das hat bei ZF selbstverständlich auch Auswirkungen auf das Produktspektrum. Denn der Automobilmarkt wird vom Wertewandel und demografischen Veränderungen längst erfasst: Studien belegen, dass junge Menschen zumal in urbanen Zentren Autos zunehmend mieten statt kaufen. Werte wie Fahrspaß und Dynamik haben dagegen weiter ihre Gültigkeit. Daher beschäftigen sich die Entwickler von ZF auch mit den Zukunftsfragen, welche Technik für Flottenhalter besonders attraktiv ist und wie sich Fahrzeuge durch innovative Antriebs- und Fahrwerktechnik stärker individualisieren lassen. Auf jeden Fall ein Trend läuft der ZF-Technik entgegen: Auch ältere Verkehrsteilnehmer haben erwiesenermaßen ein starkes Interesse an Fahrerassistenzsystemen, Automatgetrieben oder adaptiven Fahrwerken, also an vielen Produktfeldern, auf denen ZF längst aktiv ist. Miteinander arbeiten, voneinander lernen Das Beispiel Brasilien zeigt: Wer hier einen Schulabschluss in der Tasche hat, ist für global agierende Unternehmen nicht ohne Weiteres einsetzbar. Internationale Konzerne legen bei ihren Mitarbeitern insbesondere Führungskräften Wert auf Fremdsprachenkenntnisse, Kommunikationsfähigkeit und Führungsverhalten. Aus diesem Grund gründeten die Personalverantwortlichen von ZF South America 2005 ein Programm namens Uni ZF. Es baut technische und Führungsqualifikationen bei Mitarbeitern auf, die schon im Unternehmen sind. Externe Partner und interne Multiplikatoren vermitteln allgemeines und ZF-spezifisches Know-how an neue Mitarbeiter. Etwa eine Million Trainingsstunden haben ZF-Kollegen seither absolviert, mehr als 200 Multiplikatoren stellten sich freiwillig in Sorocaba und São Bernardo zur Verfügung. Das Programm ist so erfolgreich, dass es auch ZF-Lieferanten sowie Partner von ZF Services in Brasilien in modifizierter Form eingeführt haben. Flankiert wird die ZF-interne Qualifikationsinitiative in Brasilien wie an weiteren ZF-Standorten weltweit durch spezielle Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen: So gewährleistet eine Kooperation mit dem Colegio Humboldt, einer deutschen Schule in São Paulo, dass ZF künftig genügend hoch qualifizierte Bewerber für Vertriebs- und Verwaltungspositionen bekommt. Auf den Ingenieurnachwuchs zielt die Zusammenarbeit mit der FACENS (Faculdade de Engenharia de Sorocaba) nur zwei Beispiele von vielen. China Industriestaaten* Weltweit steigt der Anteil älterer Arbeitnehmer Weltweit Die eigenen Mitarbeiter schulen Beim Programm Uni ZF vermitteln auch ZF-Fachleute aus Brasilien Technik- und Führungsqualifikation an neue Kollegen. Arbeitnehmerschaft älter als 55 Jahre (in %) Stand 2010 und Prognose 2030 * 25 Länder aus Europa, Nordamerika, Asien, Quelle: McKinsey Global Institute, 2012.

13 24 25 Umwelt, Klima und Ressourcen Wie lässt sich schon heute Verantwortung übernehmen für die Welt von morgen? Die Frage bewegt viele Menschen bei Themen wie Umwelt- und Klimaschutz oder Ressourcenschonung. Auch Technologiekonzerne wie ZF müssen hier Farbe bekennen: drei kurze Aussagen zu einem komplexen Thema. CO 2 Gesetzliche CO 2 -Grenzwerte in den Märkten USA EU China Japan Korea Gramm CO 2 per Kilometer 100 Quelle: VDA % % % % g/km 154 g/km 40 % % % 2020 ~200 g/km 166 g/km 12 % % 2015 Aktueller Grenzwert 204 g/km Gültig ab 2015 (USA: ab 2016) Annahmen bis 2020/2021 Annahmen bis 2025 Handeln, 1nicht diskutieren ZF diskutiert nicht darüber, ob und in welchem Umfang es eine menschgemachte Veränderung des Weltklimas gibt. Allein die Möglichkeit und vor handene Indizien sowie die sich verschärfenden internationalen gesetzlichen Regelungen veranlassen den Konzern, seiner Verantwortung gerecht zu werden und sich an einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs und damit des CO 2 -Ausstoßes zu beteiligen.

14 26 Sparsam 2mit allen Ressourcen Der ZF-Konzern steht dazu, dass seine Produkte Ressourcen verbrauchen sowohl in der Herstellung als auch in der Anwendung. Aber das Unternehmen tut alles dafür, dass dies in möglichst geringem Ausmaß geschieht: In ihrem Wettbewerbsumfeld zeichnen sich ZF-Produkte bereits heute durch diesen verantwortlichen Umgang mit Ressourcen aus. Auch bei der Produktion erreicht ZF eine kontinuierliche Senkung des Energieverbrauchs. Mit den Nachhaltigkeitsgrundsätzen zielt ZF darauf, Klimaschutz und wirtschaftlich profitables Wachstum zu vereinbaren. Wind Die unsichtbare Hand Viele Unternehmen befürworten einen neuen Energiemix und wollen dabei auch erneuerbare Energien stärker gewichten. Nur wenige von ihnen haben gleichzeitig das Know-how, eine zuverlässige Stromproduktion mit Windkraft zu unterstützen. ZF hat es. Und wendet es seit 2010 an. 27

15 28 29 ower In seinem Werk The Wealth of Nations verwendet der britische Ökonom Adam Smith, einer der Vordenker des Wirtschaftsliberalismus, den Begriff der unsichtbaren Hand. Am Beispiel von Handelsbeschränkungen verdeutlicht er, wie der Eigennutz einzelner Wirtschaftsteilnehmer am Ende dennoch dem Gemeinwohl dienlich ist als handelten sie von einer unsichtbaren Hand geleitet. Sollte ein Beleg für diese Theorie in der aktuellen Wirtschaft gesucht werden, ließe sich auch das Engagement von ZF in der Windkraft anführen. Als der Konzern im Jahr 2010 seinen Einstieg in die Produktion von Windkraftgetrieben verkündete und wenig später den Windkraftgetriebehersteller Hansen Transmissions übernahm, geschah dies nicht in erster Linie aus Engagement für Umwelt und erneuerbare Energieträger. Ausschlaggebend war die Aussicht auf die Windkraftbranche als einen langfristig zukunftsfähigen wenn auch volatilen Markt und die Tatsache, dass sich ZF auf diese Weise von Konjunkturverläufen der Automobilwirtschaft unabhängiger macht. Von den Windkraftgetrieben, gegen deren Abmessungen und Gewichte selbst das bis dato schwerste ZF-Nutzfahrzeuggetriebe wie ein Winzling aussieht, profitieren auch andere: Die Hersteller von Windkraftanlagen beispielsweise, die mit dem ZF-Portfolio auch in Zukunft zuverlässige Antriebslösungen eines unabhängigen Herstellers bekommen. Oder die Betreiber von Windkraftanlagen, die auf möglichst geringe Wartungs- und Betriebskosten Wert legen. Und letztlich viele Stromverbraucher, die auf erneuerbare Energiequellen setzen. Denn der Automobilzulieferer ZF, bis dato mit klarem Produktschwerpunkt in der Antriebs- und Fahrwerktechnik für Mobilitätsanwendungen, hat für die Windkraft einiges zu bieten: beginnend bei Verzahnungsauslegung und Materialwissen über Berechnung und Simulation bis hin zu Qualitätsstandards in der Produktion. Auch das ZF-Know-how für Service und Prüfstände ist bei der Windkraft gefragt. Vieles davon ist bereits in die Entwicklung und Produktion von ZF- Windkraftgetrieben eingeflossen, etwa in Gestalt eines verbesserten Wirkungsgrades, zuverlässigerer Planetenlager und eines wartungsfreundli chen Designs. Die jährliche Produktion von ZF-Windkraftgetrieben hat eine Leistung von Megawatt das entspricht der Nennleistung von 14 mittelgroßen Kernkraftwerken. ZF betreibt vier moderne Produktionsstandorte für Windkraftgetriebe in Belgien, Indien, China und den USA sowie Vertriebs- und Servicebetrieben auf der ganzen Welt. Überall dort wirkt die unsichtbare Hand weiter. Zuverlässige Stromquelle In Windturbinen müssen ZF-Getriebe bis zu Betriebsstunden ohne Unterbrechung absolvieren können. 20 Jahre Pragmatische Lösungen 3und neue Ideen ZF befürwortet und vertritt pragmatische Ansätze bei Klimaschutz und Ressourcen schonung: Durch sofortige markante Einsparungen lässt sich mehr für die Umwelt erreichen als mit einem möglichen Technologiewandel in ferner Zukunft. Daher setzt ZF heute einen Schwerpunkt darauf, den konventionellen Antriebsstrang effizienter zu machen. Dies flankiert ZF durch sein Engagement in der Elektromobilität, der Leichtbautechnologie sowie bei der erneuerbaren Energie erzeugung durch Windkraft.

16 30 31 EFFIZIENZ PERMANENT VERBESSERN Mit wenig Einsatz möglichst viel bewirken: Das ist Effizienz. Mit Blick auf begrenzte natürliche Ressourcen müssen wir alle lernen zu haushalten. Und dies nicht nur, um auch in Zukunft einen Parkplatz zu finden, wie hier im Environmental Nature Center Building in Newport Beach, Kalifornien, USA. Sondern um kommenden Generationen eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Bei Fahrzeugen mit ZF-Technik sind der sparsame Einsatz von Energie und Rohstoffen und hoher Kundennutzen schon ab Werk eingebaut.

17 bis Ende 19. Jahrhundert Walrat Ende 19. Jahrhundert bis heute Erdöl Eine helle, wächserne Substanz im Vorderkopf unterstützt den Pottwal beim Tauchen. Sie ließ sich jedoch auch in der beginnenden Industrialisierung als Schmierstoff verwenden. Bevor man es als Schmierstoff nutzte, gewann man aus Erdöl vor allem Brennstoff für die Petroleumlampe. Zeit gewinnen für neue Lösungen Ressourcen waren schon immer knapp und drohten zwischenzeitig, endgültig zu versiegen. Auch vom Pottwal hing einmal das Wohl und Wehe vieler Menschen und Branchen ab, bis er beinahe ausgerottet war. Doch dann kam alles ganz anders. Ein Versuch, aus einem Kapitel der Industriegeschichte zu lernen. Das Material hieß Walrat und war zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein wertvoller Rohstoff. Man gewann die ölige Substanz aus erlegten Pottwalen und machte daraus besonders hell leuchtende, nicht rußende Kerzen und Schmiermittel für Maschinen. Die Nachfrage nach beidem stieg nach 1820 sprunghaft an und genau das war der Grund dafür, dass die dann folgenden 50 Jahre in vielen Ländern der Erde als das goldene Zeitalter des Walfangs in die Geschichte eingegangen sind. Doch die natürliche Ressource stand nicht unbegrenzt zur Verfügung. Bereits gegen 1851, als mit dem Roman Moby Dick das wohl berühmteste Buch über den Walfang erschien, galten die Bestände als stark dezimiert: Etwa 750 Schiffe auf dem Atlantik und dem Pazifik waren teils mehrere Monate unterwegs, um die Tiere zu erlegen die bald kaum noch eine Chance hatten,

18 Prozent aller fossilen Rohstoffe (Erdöl, Erdgas, Kohle) werden zur Energiegewinnung eingesetzt und daher verbrannt. Wertvoller Rohstoff Erdöl Was aus Rohöl entsteht* Nur 3 Prozent der fossilen Rohstoffe dienen der chemischen Industrie zur Herstellung von Produkten. Pflanzenschutzmittel Düngemittel Zwischenprodukte für Pharmazeutika Lacke Kunststoffe Elektroisolierstoffe Formteile und Schaumstoffe für Verpackungs- und Bauindustrie Wasch- und Reinigungsmittel Synthesekautschuk (Autoreifen) Weich- und Hartschaumpolster Schlagfeste Kunststoffe Acrylfasern Folien Lösungsmittel Flaschen Bitumen Heizgase Benzin Diesel Heizöl Kerosin Schweres Heizöl * In der Raffinerie entstehen unter schiedliche Mineralölprodukte, darunter auch das für die chemische Industrie wichtige Naphtha. Es ist die Grundlage für viele weitere Produkte. 21. Jahrhundert Neue Energieträger Ersatz gesucht Wie lässt sich der Energiebedarf mit immer weniger fossilen Energieträgern decken? Die Erdölfraktion Naphtha ist der mit Abstand wichtigste Rohstoff für die chemische Industrie. Aus unserer Sicht ist er viel zu schade, um ihn einfach nur zu verbrennen. Dr. Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) sich zu erholen und zu vermehren. Befürchtungen machten die Runde, der gerade in Schwung kommenden Industrialisierung mit ihren Dampfmaschinen, mechanischen Webstühlen und Spinnmaschinen könnte das Schmiermittel ausgehen. Doch bevor die Versorgung mit Kerzenwachs und Schmierstoffen ins Stocken geriet, fiel der Blick auf eine bis dahin wenig beachtete Substanz, die man Steinöl nannte. Diese quoll in einigen Landstrichen in den USA und Kanada aus dem Boden hervor. Die chemische Wissenschaft hatte bald herausgefunden, wie man aus diesem Petroleum (so die lateinische Übersetzung von Steinöl) Brennstoff für Lampen und auch Industrieöle herstellen konnte. Natürlich dauerte es einige Zeit, bis sich die Herstellungsverfahren durchsetzten einige Jahre erfolgten Walfang und Erdölnutzung parallel. Doch mit dem steil wachsenden Bedarf im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts konnte nur das Erdöl mithalten. Lampenkerosin und Industrieschmierstoffe sind seither ein Produkt der chemischen Industrie und von der Erdölförderung abhängig. Der Walfang ging glücklicherweise deutlich zurück. Nicht zuletzt Umweltschützer setzten sich für sein Verbot ein, das 1964 dann weitgehend erfolgte. Damals wäre wohl kein Mensch mehr auf die Idee gekommen, dass das Erdölzeitalter seinen Anfang genommen hatte, weil einst Leucht- und Schmiermittel knapp geworden waren. Für Beleuchtung sorgte Elektrizität, bei deren Erzeugung Ölkraftwerke nur eine untergeordnete Rolle spielten. Die Herstellung so genannter Lubricants war eine chemische Spezialdisziplin, die zwar auf Erdöl basierte, aber nur für einen Bruchteil der Fördermengen verantwortlich war. In der Hauptsache war Erdöl Mitte der 1960er Jahre bereits der Treibstoff für die Massenmobilität und landete in den Tanks einer wachsenden Flotte von Pkw und Nutzfahrzeugen. Heute ist Erdöl selbst eine knapper werdende Ressource. Die weltweiten Erdölreserven sind schwer zu berechnen. Dass die wirtschaftliche Nutzung dieses Rohstoffs aber trotz der Meldungen über neu entdeckte Vorkommen in absehbarer Zeit erschöpft sein wird, daran besteht kein Zweifel. Was also kommt als Nächstes? Die Antwort ist banal: die Zukunft. Entweder in Gestalt eines Energieträgers, der unseren Bedarf deckt. Oder der uns dazu bewegt, den Energieverbrauch zu überdenken und anzupassen. Oder eine ganz neue Möglichkeit, die neue Märkte und Industrien entfaltet. Bis dahin aber gilt: Mit der endlichen Ressource Erdöl müssen wir so verantwortlich wie möglich umgehen. Indem wir kein Gramm davon verschwenden. Und wir müssen erforschen, wie Mobilität und Bewegung in Zukunft mit anderen Energiequellen funktionieren.

19 36 37 MOBIL SEIn bedeutet für viele Menschen motorisiert sein. Weltweit gibt es über eine Milliarde Fahrzeuge Tendenz steigend. Technologie mit Effizienz-Turbo Mit möglichst wenig Ressourceneinsatz viel bewirken dieser Anspruch steht bei ZF im Mittelpunkt der Produktentwicklung. Vom Privat-Pkw bis zum Stadtbus, vom Baufahrzeug bis zum Ackerschlepper: Technologie von ZF sorgt an vielen Stellen für Effizienz. Die Welt ist in Bewegung und das eben auch auf vier Rädern. Eine steigende Zahl von Menschen, insbesondere in den aufstrebenden Industrienationen, kann sich heute einen privaten Pkw leisten. Auf diese Weise befeuern sie einen globalen Automobilboom. Doch sie steigern auch den weltweiten Kraftstoffverbrauch und die Emissionen. In vielen Großstädten droht täglich der Verkehrskollaps. Neue Individualmobilität ist gefragt mit effizienter Technik, sinnvollen Alternativen und intelligenter Kombination verschiedener Verkehrsträger. Warten auf die Revolution? Das Optimum wären kleinere und leichtere Fahrzeuge mit einem (nicht nur lokal) emissionsfreien Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb. Sie wären untereinander vernetzt, hätten Informationen über Anschlüsse zu anderen Verkehrsmitteln und wüssten, wo gerade ein Stau ist. Kurz: Sie regulierten den Verkehrsfluss wie von selbst eine Pkw-Flotte mit Schwarmintelligenz. Doch diese neue Technik wird noch einige Zeit benötigen, denn sie ist von massiven Vorleistungen abhängig, etwa von der flächendeckenden Versorgung mit Elektrizität aus erneuerbaren Energieträgern. Denn mit dem heutigen Strommix würde Elektromobilität in der Summe kaum Emissionen sparen. Und es braucht auch Vorleistungen in Technologie-Innovationen wie zum Beispiel geeignete leistungsfähige Speichertechnologie, leichtere Fahrzeugkonzepte und komfortable elektrische Antriebe. Hier ist auch ZF beteiligt. Und bis es so weit ist, heißt es Warten auf die Maximallösung? Nicht für ZF. Denn ZF-Produkte für Pkw ermöglichen Energieeffizienz bereits jetzt, hier und sofort. Die Menschen kaufen heute

20 Prozent Energieverbrauch Was wäre, wenn oder 3,5 Millionen Elektrofahrzeuge 5,8 Mio. t CO 2 - Einsparung 5,8 Mio. t CO 2 - Einsparung... die etwa 65 Millionen Pkw, die jedes Jahr weltweit neu zugelassen werden, um 5 Prozent energieeffizienter wären? Dann würde diese Auto flotte im Jahr gut 5,8 Millionen Tonnen CO 2 weniger ausstoßen. Wenn man denselben Effekt durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen haben wollte, müssten 3,25 Millionen verbrennungsmotorische Fahrzeuge durch reine Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Das ist kurzfristig nicht realisierbar. TraX Zukunftsmusik, die schon heute gefällt Das neue automatische Getriebesystem TraXon bringt eine Funktionsvielfalt, die es bislang im Lkw-Antriebsstrang nicht gab. Doch wer es als futuristisch beschreibt, täuscht sich: Viele der Vorzüge lassen sich sofort nutzen. Autos und sie kaufen die heute aus ihrer Sicht optimale Technik. Und das sind und bleiben in den kommenden Jahren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor selbst bei optimistischer Betrachtung der Fortschritte in der E-Mobilität. Wenn sich bei Benzin- und Dieselmotoren Verbrauch und Emissionen senken lassen, ergibt sich weltweit gesehen eine enorme Wirkung. Die Optimierung des Verbrennungs- Antriebsstrangs wird noch einige Zeit das viel effizientere Mittel zur Ressourcen- und Umweltschonung sein als die Elektrifizierung der Individualmobilität. Schlüsselposition im Antriebsstrang Ressourcen schonen durch effizienten Einsatz von Energie das praktiziert ZF in allen Fahrzeugsegmenten. Denn ZF-Technik befindet sich an zentraler Stelle: Getriebe und Achsgetriebe haben großen Einfluss auf den Energieverbrauch im gesamten Antriebsstrang, beim Pkw ebenso wie beim Lkw oder in einer Bau- oder Landmaschine. Automatische Getriebesysteme von ZF halten den Motor stets in einem verbrauchsfreundlichen Drehzahlbereich und arbeiten selbst mit minimalen Schleppverlusten. Hinzu kommt: Auf den ersten Blick unscheinbare ZF-Produkte wie Kupplungen, Zweimassenschwungräder und Drehmomentwandler machen den Einsatz leistungsreduzierter Die Optimierung des Verbrennungs- Antriebsstrangs wird noch einige Zeit der größere Hebel für Ressourcenschonung und Klimaschutz sein als die Elektrifizierung der Individualmobilität.

21 40 41 n SELTENER AN DIE ZAPFSÄULE Mit dem automatischen Getriebesystem TraXon sparen Nutzfahrzeuge Kraftstoff. Minus 6 9 % Minus 8 11 % Minus % TraXon* und damit sparsamerer Motoren überhaupt erst möglich. Denn viele dieser Downsizing-Motoren wären sonst durch ihre bauartbedingten Nachteile starke Drehungleichförmigkeiten für Endkunden nicht akzeptabel. Erst Technik von ZF reduziert die unkomfortablen Begleiterscheinungen wie Vibrationen und Geräusche deutlich. Die in der Summe beträchtlichen Auswirkungen effizienter ZF-Technik belegen zwei Highlights aus dem Pkw-Bereich: So ist das 8-Gang-Automatgetriebe 8HP seit seinem Marktstart 2008 ein Paradebeispiel für Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung. Im Vergleich zum Vorgänger mit sechs Gängen senkt es bereits in der Basisversion den Verbrauch und damit die Emissionen um sechs Prozent mit optionaler Start-Stopp-Automatik sogar um elf Prozent produzierte ZF 1,6 Millionen 8HP-Getriebe ein bedeutender Teil der insgesamt 2,5 Millionen Pkw-Getriebe, die ZF in diesem Jahr hergestellt hat startet die Produktion auch in den USA. Die hohe Nachfrage hat ihren Grund aber auch in weiteren Produktvorteilen: Fahrer zeigen sich nämlich auch von dessen fahrdynamischen Qualitäten fasziniert etwa den kaum noch spürbaren Gangwechseln im Millisekundenbereich und dem stets optimalen Vortrieb. Power-on-Demand Energie also nur noch dann verbrauchen, wenn es notwendig ist. Mit diesem Prinzip punktet die Elektrolenkung von ZF Lenksysteme**. Während herkömmliche Servolenkungen permanent Energie für ihre Hydraulik brauchen, ist das bei der Servolectric nur dann der Fall, wenn der Fahrer lenkt. Und da das bei einer durchschnittlichen Autofahrt gar nicht so häufig ist, spart dieses Prinzip etwa 0,4 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Ein Wert, der sich summiert denn die bislang 27 Millionen verkauften Fahrzeuge mit Servolectric emittieren jährlich ca. 2,6 Millionen Tonnen CO 2 weniger. Ein wesentlicher Schlüsselfaktor für Kraftstoffeffizienz ist heute die Steuerungselektronik. Gemessen am Umfang der Daten, die während einer Autofahrt im Fahrzeug hin- und hergefunkt werden, sind Autos längst rollende Computer. Einen starken Anteil daran haben auch Systeme von ZF wie Getriebe oder Lenkungen. Deshalb hat ZF die Elektro- Hybrid für schwere Lkw? Ein Doppelkupplungsgetriebe, das bei Nutzfahrzeugen Gänge ohne Zugkraftunterbrechung wechselt? Eine vorausschauende Getriebesteuerung, die Steigungs- und Gefällestrecken berücksichtigt? Zu all dem hieß es bislang: Fehlan- TraXon + TraXon Dual* TraXon + TraXon Hybrid* Quelle: ZF, genannte Einsparungen im Vergleich zu manuellem Getriebe, abhängig vom Einzelfall, Motorkennfeld und Achswirkungsgrad * In Verbindung mit lang ausgelegter Hinterachsübersetzung. zeige. Dann stellte ZF 2012 sein automatisches Getriebesystem TraXon vor. Der modulare Aufbau des Getriebesystems gewährleistet, dass das System auch noch in vielen Jahren eine gute Figur im Wettbewerbsumfeld machen wird wenn schwere Lkw vielleicht tatsächlich etwas anders aussehen, als wir das heute gewohnt sind. Doch die Vorzüge des TraXon- Getriebesystems sind schon für aktuelle Lkw-Modelle attraktiv: Das Grundgetriebe mit 12 oder 16 Gängen überträgt Drehmomente deutlich oberhalb von Newtonmetern und ist dank seiner hohen Getriebespreizung, seinem neuen Radsatzkonzept, seiner kompakten Bauweise, seiner höheren Robustheit, seiner Rangierfähigkeit und seinem leiseren Betrieb schon heute der Benchmark unter den automatischen Getriebesystemen. Ein Alleinstellungsmerkmal sind die optionalen Anfahrmodule für das Grundgetriebe: Die Standardtrockenkupplung lässt sich für kleinere Schwertransporter als robuste Zweischeibenkupplung auslegen. Daneben bietet TraXon als TraXon Hybrid auch ein Hybridmodul, das Bremsenergie rekuperiert und über eine 120 kw starke elektrische Maschine in den Antriebsstrang zurückspeist. TraXon Dual spielt den Lkw-Herstellern und den Spediteuren in die Hände, denn das Doppelkupplungsmodul kann bestimmte Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung vornehmen und macht auf diese Weise sehr lange Hinterachsübersetzungen möglich. Diese senken die Motordrehzahl und damit den Verbrauch. Von TraXon Torque profitieren alle Schwertransporter, die mit sehr hohen Eingangsdrehmomenten präzise rangieren müssen. Ein motorabhängiger Nebenabtrieb treibt in Spezialfahrzeugen Zusatzaggregate an, beispielsweise Beton- oder Löschwasserpumpen. Die leistungsstarke Dauerbremse Intarder von ZF ist natürlich auch mit TraXon verfügbar. Mit PreVision haben die ZF-Ingenieure die Getriebesteuerung deutlich verbessert. Die Schaltstrategie, die auch auf GPS- Daten zugreift, berücksichtigt dank dieser Informationen bei der Gangwahl alle relevanten Gelände- und Strecken in formationen. WENIGER EMISSIONEN Die 27 Millionen bis Ende 2012 verkauften Fahrzeuge mit der Servolectric emittieren jährlich 2,6 Millionen Tonnen CO 2 weniger. * Servolectric 2,6 Mio. ** ZF Lenksysteme GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der ZF Friedrichshafen AG und der Robert Bosch GmbH. * Bei einer jährlichen Laufleistung von km, einem Durchschnittsverbrauch von 7,7 l/100 km und NEFZ.

22 42 43 nikkompetenz in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Die Grenzen von Wirtschaftlichkeit, Komfort und Fahrdynamik lassen sich nur noch durch ein perfektes Miteinander von Hard- und Software realisieren. Bits und Bytes im Auto sind der neue Effizienz-Beschleuniger. HYBRID ZUR SEE Ein zusätzlicher, elektrischer Antrieb macht Yachten und kleine Motorboote leiser und sparsamer. VERBRAUCHSEINSPARUNG Das leistungsverzweigte Stufenlosgetriebe hält den Motor der Baumaschine im verbrauchsgünstigsten Drehzahlbereich. Elektrisch und leicht Ab wann ist ein Fahrzeug ein Elektrofahrzeug? Wenn es sich ausschließlich mittels Batterie und Elektromotoren fortbewegt? Oder schon, wenn es zwar einen Großteil der Energie aus einer leistungsfähigen Batterie schöpft, für die Langstrecke aber noch einen Verbrennungsmotor zuschaltet? Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs hat viele Facetten eine davon sind Hybridfahrzeuge, die die Vorzüge von elektrischer und verbrennungsmotorischer Fortbewegung kombinieren. ZF bringt diese Vorzüge in alle Mobilitätsformen, seit der Technologiekonzern 2008 als erster Autozulieferer in Europa die Serienherstellung von Hybridkomponenten für Pkw startete. Für eine Motoryacht ist ein ZF-Hybridgetriebe ebenso attraktiv wie für einen Schwerlast-Lkw, dessen Motor kleiner dimensioniert werden kann, weil ein E-Motor dank zurückgewonnener Brems energie beim Antrieb unterstützt. Ganz abgesehen davon bringt die zeitweise elektrische Fortbewegung auch Vorzüge für die unmittelbare Umwelt. Stadtbewohnern bleibt die laute Geräuschkulisse anfahrender Stadtbusse erspart, wenn diese dank Elektroportalachse von ZF einfach so davonsurren. Auch hier gilt: ZF-Produkte zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs sind wirtschaftlich, praxistauglich und serienreif. In den vergangenen Jahrzehnten sind Pkw durch immer mehr technische Ausstattungen immer Ein Viertel weniger Verbrauch macht das 8-Gang-Hybridgetriebe für Pkw als Vollhybridsystem im Idealfall möglich. 8HP Hybrid 25% In jeder sechsten Baumaschine weltweit arbeitet ein Getriebe von ZF. Kurze Strecken rein elektrisch fahren mit einem Vollhybridgetriebe von ZF. cpower 25% schwerer geworden. Lässt sich die Gewichtsspirale umkehren, ergeben sich ebenfalls bessere Verbrauchs- und Emissionswerte. Während Autohersteller auf der Jagd nach Gewichtseinsparungen die selbsttragende Stahlblechkarosserie sowie traditionelle Verkabelungen und Fügematerialien auf den Prüfstand stellen, zeigt ZF das Leichtbau-Potenzial im Fahrwerk. Neben Bauteiloptimierung und gewichtssparender Funktionsintegration setzt der Konzern dabei auch auf alternative Werkstoffe, wie beim Konzept einer radführenden Querblattfeder aus Glasfaser-Kunststoff (GFK). Ein anderes Beispiel ist das ultraleichte Bremspedal aus Organoblech, das im Vergleich zur Stahlbauweise nur noch die Hälfte wiegt. Auch im Nutzfahrzeug lohnt sich Leichtbau: Die 40 Prozent Einsparung durch eine Doppel-Hinterachsaufhängung von ZF kommt direkt dem Ladegewicht zugute. Die Fertigung im Visier Ein Auto muss seine PS oder kw auf die Straße bringen, ein Unternehmen wie ZF seine neue Technologie ebenso in diesem Fall auf die Fertigungsstraße. Gerade der Leichtbau wird seine Vorzüge erst ausspielen, wenn er massentauglich ist, sich also in hoher Qualität und Stückzahl produzieren lässt. Bei vielen Materialien muss entscheidendes Know-how dazu erst aufgebaut werden. ZF ist dabei Vorreiter. Bei der Produktion kompletter Achskomponenten aus Glasfaser-Kunststoff (GFK) sammelt ZF Erprobungs- und Fertigungswissen, um lieferfähig zu sein, sobald die Nachfrage nach Leichtbauprodukten allgemein anzieht. Denn eine Regel gilt immer: Nur ein produziertes und eingebautes ZF-Produkt kann seine Kraftstoffeffizienz voll ausspielen und so zur Umweltschonung beitragen.

23 44 45 EFFIZIENZ IST EIN LEITBEGRIFF für den gesamten Konzern, nicht nur für seine Produkte. Sie prägt bei ZF alle Geschäftsprozesse. Innovationen, die sich rechnen Die Produkte von ZF sind dafür bekannt, dass sie Mobilität und Industrietechnik wirtschaftlicher machen. Das Streben nach Zweckmäßigkeit prägt auch den Konzern selbst durch alle Geschäftsprozesse hindurch. Forschung ist die Umwandlung von Geld in Wissen, Innovation ist die Umwandlung von Wissen in Geld. Der Satz, des früheren Chemie-Managers Alfred Oberholz bringt die Crux vieler Technologieunternehmen auf den Punkt. Erfindungen und technologischer Fortschritt dürfen kein Selbstzweck sein, sondern erfolgen aus wirtschaftlichen Erwägungen. Sie zielen auf ein vermarktungsfähiges Produkt, das dann zum Unternehmenserfolg beiträgt, wenn es seinen Kunden maximalen Nutzen bringt. Damit ein Unternehmen diesen Kreislauf beherrscht, braucht es ein gutes Management und eine an Effizienz ausgerichtete Unternehmensstruktur mit schlanken Prozessen. Konzernweites Prozessmanagement Wer der Frage nachgeht, wo im ZF-Konzern hohe Führungsqualität und effiziente Strukturen konkret zum Vorschein kommen, stößt auf einen zentralen Begriff: das Prozessmanagement. Der Begriff, der für alle standardisierbaren Abläufe steht, ist zugleich der zentrale Stellhebel für ein schlankes und zugleich leistungsfähiges Unternehmen.

24 46 Denn Effizienz muss eine Organisation ganzheitlich durchdringen. ZF ist auf einem guten Weg. Der Konzern beobachtet, bewertet und optimiert alle Prozesse permanent. Das ist angesichts der Größe, des breiten Produktportfolios und der globalen Marktausrichtung von ZF eine komplexe Aufgabe. Doch ihre Lösung birgt enorme Vorteile: Wenn einmal ein Optimum oder Benchmark gefunden ist, lässt sich dieses Know-how mit überschaubarem Ressourceneinsatz übertragen auf andere Divisionen des Konzerns, auf neu entstehende Standorte im Ausland, auf zusätzliche Produkte im Portfolio. Das belegen viele Beispiele aus der ZF-Welt: Bei der Gründung eines neuen Standorts, wie zuletzt dem Pkw-Achsenwerk in Peking, kann ein Großteil gut funktionierender Beschaffungs-, Logistik- und Produk- Für das enge Miteinander von dezentralen Divisionen und zentralen Ressorts hat ZF eine goldene Regel: Do it once. Elek Vorprogrammierter Erfolg Elektronik und Software tun im Verborgenen ihren Dienst. Auto fahrer sind regelmäßig überrascht, wenn sie erfahren, wie umfassend der Einfluss von Bits und Bytes auf ihr Fahrzeug heutzutage ist. Auch bei ZF sind die Weichen ins digitale Zeitalter längst gestellt zum Beispiel mit der elektronischen Getriebesteuerung. 47 HARMONISIERTE UND OPTIMIERTE PRODUKTIONSPROZESSE machten ZF flexibel gerade wenn es um weltweites Wachstum geht.

25 48 49 Sie müssen nicht hübsch sein, die schwarzen Kästen, die bei ZF die Steuerungselektronik für das neue 9-Gang-Automatge- ronik reduzieren, weil die spezielle Programmierung der Steuerungssoftware eine Alternative zu den üblichen mechanischen La- triebe verbergen. Denn die Kunden wissen ihre inneren mellenkupplungen möglich macht eine Lösung, die Werte auch ohne ansprechendes zugleich dem platzsparenden Äußeres zu schät- zen: Elektronikbauteile und Design des Getriezen: bes zuträglich ist, das im die in ihnen steckende engen Bauraum von Frontquer-Fahrzeugen Software ist heute für viele zum Ein- Produktqualitäten verantwortlich. satz kommt. Elektronik Dass bei ZF jede spielt nicht nur im Pkw Getriebegeneration dazu eine Rolle und auch nicht beiträgt den Kraftstoffverbrauch nur im Getriebe: Steue- zu senken, liegt rungselektronik ist beim auch an den Bits und Bytes. Ackerschlepper ebenso zu finden wie in der Baumaschine, Elektronik macht die ZF- Produkte leistungsfähiger, im Bus oder im Lkw, und sie ist für Fahrwerk verbrauchs- und kostengünstiger und Lenkung ebenso oder auch komfortabler und oft sogar alles wichtig wie für die Antriebstechnik. zusammen. Dass es ZF gelang, bereits 2006 mit Derzeit arbeiten weltweit dem 6-Gang-Automatgetriebe zirka Software-Ingenieure der zweiten Genera- tion zu beweisen, dass Pkw- Automatgetriebe fahrdynamischer und spritsparender im ZF-Konzern. Tention denz weiter steigend, denn die Verbreitung aktiver Regelsysteme ist noch längst als Handschalter sind, lag nicht ausgereizt. Ebenso vor allem an der Steuerungssoftware. wenig deren Potenzial, Beim 9HP ließen sich die inneren Schleppverluste im Getriebe auch deshalb so deutlich denn wenn es um das komplexe Energiemanagement von Hybrid- und Elektrofahrzeugen geht, kommt es MEHR DATEN, MEHR FUNKTIONEN Der Read-only-Memory (ROM) von ZF-Getriebesteuerungen ist über die Jahre gewachsen. kbyte Gang Gang Gang Gang sogar in allererster Linie auf die Steuerungselektronik und die Software an. tionsprozesse sofort eingeführt werden. Dennoch gibt es Spielraum für jene speziellen Ausprägungen, die am neuen Standort individuell sein müssen. Harmonisierte Prozesse erlauben dem Konzern auch den Betrieb gemeinsamer Business Parks wie im brasilianischen Sorocaba, im chinesischen Shenyang oder in Gainesville in den USA: Wo das aktuelle Auslandsgeschäft für Produkte einer Division oder einer Business Unit allein noch nicht genügend Auslastung bietet, sieht das beim Zusammenwirken mehrerer Divisionen/Business Units schon ganz anders aus. Wenn die Logistik-, Qualitäts- und IT-Prozesse identisch sind, sieht das Ganze von außen aus wie eine Fabrik, nur dass sie eben Nutzfahrzeuggetriebe ebenso produziert wie Achsgetriebe oder Antriebs- und Fahrwerkkomponenten. ZF-Prozesse können in Verbindung mit spezifischen Methoden auch als Qualitätsbeleg nach außen wirken, wie bei der Windkraft: Mit seinem an der Automobilbranche ausgerichteten Produktions- und Qualitäts-Know-how, konkretisiert im konzernweiten ZF Production System sowie im ZF Quality Management System, hebt sich ZF von vielen Wettbewerbern auf dem Markt für Windkraftgetriebe ab. Konzernweit harmonisierte und optimierte Prozesse machen ZF flexibler: wenn es beispielsweise darum geht, neue Unternehmensteile zu integrieren oder eine bestehende Business Unit neu zu verankern; wenn es darum geht, Spitzenlasten in einer ZF-Division auszugleichen, indem das Werk einer anderen Division Produktionskapazitäten bereitstellt. Auch Anpassungen der Konzern- oder Managementstruktur können so schneller erfolgen. Und schließlich lassen sich übergeordnete Ziele durchgängig umsetzen, etwa bei der Einsparung von Energie und damit bei einer weiteren Effizienz-Initiative. Denn ZF will nicht nur für energieeffiziente Produkte bekannt sein, sondern auch bei deren Herstellung möglichst wenig Ressourcen verbrauchen. KONZERNWEIT SPAREN Mit der Initiierung eines Energiemanagementsystems verfolgt ZF das Ziel, seinen weltweiten Energieverbrauch bis 2015 um ein Fünftel zu reduzieren. 20% Die Voraussetzung dafür ist ein modernes Energiemanagementsystem, dessen Einführung im Aktionsjahr Jahr der Energie 2012 startete und das nun in der ZF-Prozesslandschaft verankert werden soll. Strukturierter Erfindergeist Die Konzernstruktur ist ein weiteres Regulativ für Effizienz. Die einzelnen, nach Produktsparten organisierten Divisionen bündeln die produktgerichteten Kompetenzen. Sie sind bereits auf Vorstandsebene eng mit Querschnittsfunktionen im Sinne einer Matrix verzahnt, die in den Ressorts repräsentiert sind. Die goldene Regel lautet: Do it once. Dieses Miteinander von Ressort- und Divisionsfunktionen auf allen Ebenen vermeidet den doppelten Aufbau von Ressourcen: So stimmen Councils die unterschiedlichen divisionalen und ressortseitigen Stoßrichtungen in wichtigen Kompetenzfeldern wie zum Beispiel Markt, Produkt, Produktion, Personal, Materialwirtschaft frühzeitig aufeinander ab. Wo in einer Division bereits wertvolle Kompetenzen vorhanden sind, werden diese im Rahmen von Shared Services -Konzepten übergreifend nutzbar gemacht oder als Benchmark übertragen. Dies kann sich auf unterschiedlichste Weise konkretisieren. Ressortaufgaben müssen dabei nicht immer zentral angesiedelt sein wie beispielsweise bei der IT: Business Services können auch bei

26 50 51 einer ZF-Division im Namen des Konzerns angesiedelt sein. Jüngstes Beispiel ist der Einkauf Produktionsmaterial: Full- Time-Commodity-Manager, organisatorisch zentral und auch in den Divisionen verankert, kümmern sich künftig global und konzernweit um ihre jeweilige Warengruppe nach dem Motto Einer kauft für alle ein. Auf diese Weise lassen sich Kompetenzen und Volumen bündeln und Kostenvorteile realisieren, von denen wieder jede Division und ihre Business Units profitieren. Der Innovationsprozess wenn man so will das Herz eines Technologiekonzerns wie ZF spiegelt ebenfalls diese organisatorische Vielseitigkeit wider. Experten aus dem gesamten Konzern identifizieren die für ZF wichtigen künftigen Technologiefelder. Aus diesen Entscheidungen destilliert der Konzern eine so genannte Roadmap. Dieses System lässt genug Raum für alles, was für die Zukunft eines Technologiekon- Was ZF künftig an Innovationen auf den Markt bringt, ist bereits heute in einer Roadmap verankert. zerns wichtig ist: Produkt-Weiterentwicklungen oder innovative Neuprodukte wie der elektrische Zentralantrieb für rein elektrisch angetriebene Pkw. In der Roadmap ist stets auch wichtige Grundlagenarbeit verankert, etwa die Erforschung des Leichtbau-Werkstoffs Faser-Kunststoff- Verbund. Das letzte Beispiel macht deutlich, dass der ZF- Innovationsprozess ganzheitlich ausgerichtet ist und alle Facetten einer Technologie umgreift: Produktions- und verfahrenstechnische Fragen spielen dabei eine Rolle, denn deren Lösung erhöht das ZF-Produktions-Know-how. Ebenso wichtig sind Tools und Prüfverfahren, die die Entwicklung effizienter machen, sowie ein einheitliches Vertriebs- und Absatzplanungssystem. Hohe Bedeutung für ZF hat auch das Thema Cost-Engineering, also das Einhalten von Kostenzielen im gesamten Produktentstehungsprozess. Dazu hat ZF ein Projekt gestartet, das die Methoden und IT-Systeme des Target Costing fachübergreifend und unternehmensweit harmonisiert. Das Top-Management ist so in den Prozess eingebunden, dass unternehmensstrategische Weichenstellungen etwa Akquisitionen oder Diversifikationen in neue Produktkategorien flankierend und rechtzeitig erfolgen können. Nicht minder wichtige Elemente sind die Kreativität und das Engagement der ZF- Ingenieure: 900 Erfindungs- und über 600 Patentanmeldungen pro Jahr sprechen für sich. Die ZF-Divisionen verantworten die konkrete Produktstrategie und deren Entwicklung. Sie greifen dabei ebenso auf die Erkenntnisse der Roadmap zurück wie auf die Hilfestellung des Entwicklungsnetzwerks. Nachhaltigkeit ist für ZF übrigens kein zusätzliches Ziel bei der Entwicklung, sondern steht im Kern des Bemühens, die eigenen Produkte durch Intelligenz besser, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher zu machen oder, um es mit Alfred Oberholz zu sagen, Wissen in Geld umzuwandeln. Jedes Jahr beteiligen sich ZF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter mit 900 eigenen ERFINDUNGSANMELDUNGEN an der Innovationskraft ihres Unternehmens. ENGINEERING MIT MEHREREN DIMENSIONEN Neben der Produktentwicklung investiert ZF auch in die Grundlagenforschung. 900

27 52 53 CHANCEN GEMEINSAM NUTZEN Internationaler Erfolg stellt sich nicht von alleine ein. Dazu braucht es einen Plan, und dazu braucht es Kunden und Lieferanten als starke Partner. So ist es ZF in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, seine Produkte und Dienstleistungen in vielen Ländern der Welt erfolgreich zu vermarkten: mit einer klaren Wachstumsstrategie, durch partnerschaftlichen Umgang mit seinen Lieferanten und durch konsequente Kundenorientierung. Inzwischen ist ZF weltweit präsent ein deutliches Zeichen des globalen Erfolgs. Und zugleich eine Voraussetzung für viele weitere Chancen.

28 54 55 Über Grenzen hinweg Erfolgreiche deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahrzehnten einen Wandel durchgemacht: Sie sind heute zu erfolgreichen, global aufgestellten Unternehmen geworden. So auch ZF das machen bereits die Kennzahlen deutlich. Doch der Zug zur Internationalität steckt auch in der DNA von ZF. Die Globalisierung begann bei ZF bereits 1958 lange vor dem Freihandel. Verglichen mit dem Jahr 1950 hat sich das internationale Handelsvolumen 2010 um den Faktor 250 erhöht. 250 Was sind die wichtigsten Themen und Kompetenzen für den Managementnachwuchs von morgen? Auf diese Frage einer Tageszeitung antworteten im Jahr 2011 Professoren, die an international renommierten Business Schools unterrichten: Marketing und Strategie landeten in ihren Antworten als wichtigste Managementdisziplinen auf Platz 1 und 2. Erst auf Platz 3 folgte die Internationalisierung. Würde man die Umfrage heute wiederholen, käme Internationalisierung vermutlich gar nicht mehr als eigenständiges Thema vor weil sie bereits in allen anderen Kompetenzen enthalten sein muss. Denn Marketingund Strategie-Know-how ist für viele Unternehmenslenker von heute nur dann nützlich, wenn es mit einer globalen Perspektive verbunden ist. Internationalisierung ist in der Wirtschaft zur Selbstverständlichkeit geworden. Nicht nur die Erfolgschancen von Unternehmen haben sich durch die globalen Markt- und Produktionsverflechtungen vervielfacht, auch der Wettbewerbsdruck ist gestiegen. Die Entwicklung begann in den 1980er Jahren, als Grenz- und Zollbarrieren nach und nach wegfielen und die Kommunikations- und Transportkosten kontinuierlich sanken. Ein vielbeachtetes Symptom der starken internationalen wirtschaftlichen Verflechtung ist der Exporthandel: Nach einer UN-Statistik hat sich das Volumen des internationalen Warenverkehrs in den vergangenen 60 Jahren um den Faktor 250 vervielfacht, von 62 Milliarden Dollar im Jahr 1950 auf Milliarden im Jahr Die Welt wächst zusammen Dazu tragen auch internationale Handelsplätze bei wie hier in Hamburg. Doch die grenzübergreifenden Abhängigkeiten der Weltwirtschaft werden nicht nur beim Handel sichtbar. Auch die Direktinvestitionen ins Ausland nehmen zu, also jene Finanzmittel, die Unternehmen in einem Land aufbringen, um sie in die Wirtschaftsleistung in einem anderen Land zu investieren etwa durch Gründung von Nieder-

29 56 57 Indikator für globales Wirtschaften Direktinvestitionen ins Ausland fließen auch von den Emerging Markets in die Industrienationen. Direktinvestitionen ins Ausland (Outflow) Industriestaaten Schwellenländer lassungen, Joint Ventures, Beteiligungen oder Kredite für Partner vor Ort. Wenn europäische Unternehmen Standorte in China oder Brasilien betreiben, wird ein Großteil der dort produzierten Waren gar nicht exportiert sondern im Land selbst verkauft. Weltweit betrachtet erhöhten sich die Direktinvestitionen von 14 Milliarden US-Dollar im Jahr 1970 über 241 Milliarden US-Dollar 1990 auf Milliarden US-Dollar im Jahr Chancen nutzen in aller Welt Chancen auch abseits des Heimatmarktes zu nutzen diese Zielsetzung bewegte ZF seit jeher bei der Gründung seiner Auslandsstandorte. Und zwar lange, bevor man von Globalisierung sprach: 1958 baute ZF den ersten Produktionsstandort außerhalb Deutschlands im brasilianischen São Caetano do Sul in der Provinz São Paulo auf, um unter anderem für den in Brasilien in Lizenz gefertigten DKW Antriebskomponenten herzustellen. Die Präsenz im Land zahlte sich nur wenige Jahre später aus, als deutsche Nutzfahrzeughersteller Mitte der 60er Jahre ihre Fertigung in Brasilien aufbauten und vor Ort einen Lieferanten für Antriebstechnik suchten. Nach und nach wurde auch das ZF Produktportfolio in Brasilien breiter es reichte von Technik für Pkw und Lkw über Landmaschinen bis hin zu Marinegetrieben. Noch heute ist Südamerika mit dem Kernland Brasilien eine der wichtigen Marktregionen für den Konzern. ZF erwirtschaftet dort 4 Prozent seines Umsatzes. Und noch heute ist es ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für den Konzern, Produktions- und Technologie-Know-how vor Ort zu bieten etwa wenn globale Automobilkonzerne einen Zulieferpartner suchen, der sie weltweit begleitet. In der Region Asien-Pazifik, der heute wohl dynamischsten Marktregion weltweit, startete ZF ebenfalls als Vorreiter zu einer Zeit, da nur wenige die heutige wirtschaftliche Milliarden US-Dollar Quelle: United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) Bedeutung der Region vorhergesehen hatten vereinbarte ZF mit den Pekinger Verkehrsbetrieben die Lieferung von Bus-Getrieben, für deren Produktion der deutsche Konzern zunächst eine Lizenz vergab, bevor eigene Produktionsstandorte und Joint Ventures vor Ort entstanden. Die seit Ende der 90er Jahre in großer Zahl in China aktiven internationalen Pkw-, Lkw- und Baumaschinenhersteller konnte ZF so mit Produkten und Produktionskapazitäten unterstützen ebenso wie chinesische Unternehmen, die mit ZF-Qualität im Antriebsstrang von China aus Exportmärkte erobern, auf denen ZF noch nicht präsent ist. Lizenzfertigung setzte und setzt ZF stets auch ein, um seine Position in Märkten zu stärken, ohne (zunächst) eigene

30 58 59 Grenzenlose Qualität An den weltweiten Standorten produziert ZF nach denselben hohen Standards wie in Deutschland. Stützen des ZF-Geschäfts Internationale Service Hubs wie hier in Singapur Fertigungskapazitäten aufzubauen. So derzeit in den USA, wo die Lizenzproduktion von Automatgetrieben beim Kunden Chrysler beginnt parallel zum Produktionsstart von 8- und 9-Gang-Automatgetrieben im neuen ZF-Standort in Gray Court, South Carolina. Global denken lokal handeln Mit 121 Produktionsgesellschaften in 26 Ländern und einem Umsatzanteil von 43 Prozent außerhalb Europas ist ZF heute längst ein globaler Konzern oder besser noch: einer, der auf allen Kontinenten lokal agiert. Denn der Konzern hat sein Ohr dicht an den Märkten und kann so schnell und flexibel auf Impulse reagieren. Dies spiegelt sich so auch in der Organisationsstruktur wider, denn die internationale Expansion, die ZF vom Kernmarkt Europa unabhängiger macht, ist Teil der Unternehmensstrategie: In den kommenden Jahren wird der Umsatzanteil außerhalb Europas auf über 50 Prozent steigen. Die Märkte in Asien und Nord- und Südamerika werden weiter an Bedeutung für ZF gewinnen dies wird sich nicht nur in den Geschäftstätigkeiten und den Umsatzzahlen, sondern auch im Aufbau von Kompetenz vor Ort widerspiegeln. Multiplikatoren des Erfolgs Einen starken globalen Fokus haben auch die Serviceaktivitäten von ZF: Ausgehend vom ZF Services-Headquarter Kennzahlen eines Global Players: 57 Prozent seines Umsatzes 2012 erwirtschaftete ZF in Europa, 23 Prozent in Nord- und Südamerika und 18 Prozent in der Marktregion Asien-Pazifik. in Schweinfurt agieren 32 internationale Servicegesellschaften mit 77 eigenen Standorten. Hinzu kommt ein Netz von 650 Servicepartnern weltweit. Auf diese Weise kann ZF qualifizierte Serviceleistungen in mehr als 100 Ländern der Erde gewährleisten Reparatur- und Wartungsarbeiten an den ZF-Produkten in Antriebs- und Fahrwerktechnik inklusive der Bereitstellung notwendiger Ersatzteile für Werkstätten und Flottenbetreiber. Im globalen Aftermarket-Geschäft bietet ZF Services ein großes Portfolio von Ersatzteilen für nahezu alle Fahrzeugmarken dank hochleistungsfähiger Logistik und moderner Zentrallager. Ein Vorzug für das OEM-Geschäft ist die weltweite Servicepräsenz: Denn für die Endkunden im harten Logistik- und Transportalltag ist die schnelle Verfügbarkeit qualifizierter Serviceleistungen wichtig. ZF profitiert nicht nur von der zunehmenden Internationalisierung, der Konzern hält sie mit seinen Produkten auch in Gang oder treibt sie voran. Denn Technik von ZF in Containerschiffen, in Gabelstaplern, in Schwer-Lkw und Verteilertransportern macht eine leistungsfähigere Logistik überhaupt erst möglich.

31 60 KEINE ZEIT FÜR ROMANTIK Während draußen die Sonne untergeht, geht innen der Aufbau weiter. 61 Erfolg im Team Im US-Bundesstaat South Carolina entsteht auf der sprichwörtlichen grünen Wiese ein neues Werk für Automatgetriebe von ZF. Von hier aus beliefert der Konzern ab Sommer 2013 seine Kunden mit hocheffizienten 8-Gang- und 9-Gang-Getrieben für Personenwagen. GEGEN DIE UHR Viele Hände sorgen dafür, dass die Produktion im Sommer starten kann. LEBENSQUALITÄT Das Werk Gray Court liegt nahe der gemütlichen Kleinstadt Greenville in South Carolina North Old Laurens Road, Gray Court, USA. Im strahlenden Blau des Himmels lässt an diesem sonnigen Januarmorgen eine sanfte Brise die vier Flaggen von ZF, South Carolina, Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika wehen. Obwohl heute Feiertag ist Martin Luther King Day ist der Parkplatz mit Fahrzeugen gefüllt. Hier außen ist nichts zu hören von der Geschäftigkeit, die innerhalb des riesigen silbergrau schimmernden Hallenkomplexes seit einem Jahr herrscht. Willkommen bei ZF Transmissions Gray Court. Rund 130 Kilometer nordwestlich von South Carolinas Hauptstadt Columbia entsteht das neue Pkw- Automatgetriebewerk des ZF- Konzerns auf dem amerikanischen Kontinent. Ein gut 15-minütiger Spaziergang rund um den Hallenblock veranschaulicht, wie groß Quadratmeter tatsächlich sind. Auf dieser Fläche produziert ZF vom Sommer 2013 an das bewährte 8-Gang-Automatgetriebe 8HP70 und das komplett neu entwickelte 9-Gang- Automatgetriebe 9HP48 für Frontquer-Motorisierungen. In der ersten Ausbaustufe des Werkes werden etwa Mitarbeiter rund Getriebe pro Jahr fertigen. Ziel: mehr Effizienz Kein Zweifel, das Getriebewerk ist ein eindrucksvolles Bekenntnis zum amerikanischen Automobilmarkt und zu seinen Menschen. Der Name Gray Court ist jedoch auch ein Synonym für

32 62 63 NEUE JOBS Nahe der Stadt Greenville schafft ZF rund Arbeitsplätze. GUT INFormiert Alle Beteiligten kontrollieren die Fortschritte. Vorbereitung Noch bevölkern erst wenige Menschen die Halle. EIN WERK ENTSTEHT Tag für Tag wachsen die Anlagen für Produktion und Montage. technisch anspruchsvolle und hocheffiziente Antriebstechnik made by ZF. Diese Technik unterstützt nun auch Chrysler als ersten US-Automobilhersteller dabei, den Verbrauch und die CO 2 -Emissionen seiner Fahrzeugflotte spürbar zu senken. Zugegeben, mit mehr als 121 Produktionsstandorten weltweit ver fügt ZF bereits über reichlich Erfahrung mit dem Aufbau von internationalen Produktionsstätten; dennoch ist Gray Court etwas Besonderes. In Rekordzeit entsteht hier auf der grünen Wiese ein neues Werk für ein völlig neues Hightech- Produkt (9HP) mit neuen Mitarbeitern, die parallel zum Bau anzuwerben und zu qualifizieren sind. Eine echte Herkulesaufgabe. Wer den Eingangsbereich hinter sich lässt und die Produktionshalle durch eine der zahlreichen Türen betritt, taucht ein in eine Atmosphäre summender Betriebsamkeit. Gabelstapler eilen die breiten, gelb markierten Fahrwege entlang. Noch gibt es auf dem hellgrau glänzenden Hallenboden große freie Flächen, doch

33 64 65 die werden von Tag zu Tag kleiner. Etwas weiter hinten sind bereits viele Maschinen für die 8HP- und 9HP-Fertigung aufgebaut. Egal, ob Roboter von Kuka, Univertor-Drehmaschinen von Weisser oder Wälzfräsmaschinen von Liebherr: Hier ist das Who is Who des Maschinenbaus versammelt. Hier machen orangefarbene Roboterarme in Gitterkäfigen noch etwas ungelenke Bewegungsübungen, da kreisen auf Förderbändern probeweise Bauteile und dort üben Menschen mit Warnwesten und Schutzbrillen den Umgang mit der neuen Technik. Überall in der Halle stehen Mitarbeiter in kleinen Gruppen beisammen, tauschen Erfahrungen aus und besprechen die nächsten Schritte bis zum Start der Serienproduktion. Wichtige Entscheidungen dazu fallen auch im Büro von Martin Reichl. Als Senior Manufacturing Manager ist der 47-jährige Deutsche zuständig für Gebäude und Maschinenpark. Zwar hat er bereits Erfahrung als Geburtshelfer mehrerer Werke, doch gibt er unumwunden zu: Diese Investition hier ist für das Unternehmen und auch für mich persönlich einzigartig. Es ist mit Abstand das größte Einzelwerk des Konzerns, um dessen Planung und Bau ich mich jemals gekümmert habe. Reichl kennt das Gelände, seit im Winter 2010 die Bagger zu gewaltigen Erdarbeiten anrollten, um die heute vorhandene Riesenfläche für das Gebäude zu schaffen. Der bekennende USA-Liebhaber schätzt besonders die zupackende Art der Südstaatler: Das Werk konnten wir deutlich schneller und preiswerter bauen als in Deutschland. Jedes Problem wird hier schnell und unbürokratisch gelöst. Voneinander lernen Nur wenige Türen weiter besprechen Michael Morris und Mark Calhoun die Installation weiterer Maschinen. Die beiden immer zu Scherzen aufgelegten Amerikaner verantworten den Aufbau der Produktionslinien für die 8HP- und 9HP- Getriebe sowie die Anlagen zur Wärmebehandlung von Bauteilen, um sie zu härten. Ihr Vorgehen erläutert Morris: Unsere Produktion ist weitgehend identisch mit der im Getriebewerk von Saarbrücken. So profitieren wir von den Erkenntnissen 9HP Perfektionismus auf engstem Raum Vollkommen ist etwas nicht dann, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts wegnehmen kann, so der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry. Der technikaffine Literat hätte das 9-Gang-Automatgetriebe 9HP von ZF vermutlich gemocht. Speziell für die Fertigung des 9HP setzen wir einige modernere Verfahren ein, etwa beim Laserschweißen oder der mechanischen Entgratung. Mark Calhoun, Produktionsleiter

34 66 67 Steckbrief Werk Gray Court Ein Gang mehr selten hat bei einer Produktankündigung von ZF der erste Eindruck so über die eigentliche Bedeutung der Innovation hinweggetäuscht wie beim 9HP: Es ist das weltweit erste Pkw-Automatgetriebe mit neun Gängen. Und es zielt auf eine ganz andere Fahrzeugkategorie als alle derzeit im Markt verfügbaren Pkw-Automatgetriebe von ZF: auf Fahrzeuge mit quer eingebautem Motor und Front- oder Allradantrieb. Etwa 75 Prozent aller weltweit gefertigten Pkw basieren auf dieser Antriebskonfiguration. Das 9HP löst also nicht das aktuelle längs eingebaute 8-Gang- Automatgetriebe ab, sondern ist eine eigenständige Konstruktion. Diese ist auch notwendig, denn die neue ZF-Entwicklung muss in einen viel engeren Bauraum im Vorderwagen passen sie sieht daher ganz anders aus. Für Front-quer-motorisierte Fahrzeuge darunter fallen Kompaktklasse-Pkw ebenso wie Vans und kompakte SUV stellt das neue ZF-Getriebe eine wahre Revolution beim Verbrauch dar. Beispiel USA: Hier dominieren derzeit 4-, 5- und 6-Gang-Automatgetriebe den Markt der Front-quermotorisierten Fahrzeuge. Im Vergleich zum aktuellen 6-Gang-Getriebe verbraucht das 9HP bis zu 16 Prozent weniger Kraftstoff. Möglich wird das durch eine Vielzahl von technischen Maßnahmen: So haben die ZF-Ingenieure ein Getriebekonzept gewählt, das sowohl für eine sehr hohe Spreizung sorgt und damit die Vorzüge einer hohen Gangzahl erst umsetzt als auch den Wirkungsgrad erhöht. So mindert zum Beispiel der teilweise Einsatz von Klauenanstelle von Lamellenkupplungen die Schleppverluste. Ein weiterer Vorteil ist das Baukastenprinzip: Das Basisgetriebe kann je nach Bedarf ergänzt werden. Verschiedene Anfahrelemente, Hybrid- und Allradanwendungen lassen sich kostengünstig umsetzen. Zudem ist das 9HP serienmäßig und ohne Zusatzölpumpe Start-Stopp-fähig. EINSPARUNG Gegenüber vergleichbaren 6-Gang- Automatgetrieben senkt das 9HP von ZF den Kraftstoffverbrauch deutlich. 16 % Produziert wird das 9-Gang- Automatgetriebe in den USA ab Dort ist der Erfolg der neuen Antriebstechnik vorprogrammiert. Denn die Autohersteller bereiten sich auf die niedrigen Flottendurchschnittsverbräuche vor, die für ihre Neufahrzeuge ab 2016 verbindlich werden: Dann nämlich gelten die schon 2009 festgelegten neuen CAFE-Grenzwerte (für Corporate Average Fuel Economy ) von 6,6 Litern pro 100 Kilometer oder 35,5 Meilen pro Gallone. Baubeginn (Gebäude): Februar 2011 Produktionsstart: Juli 2013 Kapazität: Getriebe pro Jahr; davon vom Typ 8HP70 und vom Typ 9HP48, Erweiterung möglich Anzahl der Mitarbeiter (geplant): Größe Werksgelände: ca Quadratmeter Investitionssumme bis heute: rund 430 Millionen US Dollar (350 Millionen Euro) Kunden: Chrysler mit seinen Marken Jeep und Dodge, Land Rover, weitere Kunden der deutschen Kollegen, was uns hilft, Probleme beim Produktionsstart zu vermeiden. Besonders stolz ist Kollege Calhoun auf einige Neuerungen im Werk Gray Court: Speziell für die Fertigung des 9HP setzen wir einige modernere Verfahren ein, etwa beim Laserschweißen oder der mechanischen Entgratung. Hier profitieren die deutschen Kollegen dann später von unseren Erfahrungen. Es ist die enge Zusammenarbeit mit den seit Jahrzehnten im Automatgetriebebau erfahrenen Spezialisten in Saarbrücken, gepaart mit dem starken Ehrgeiz der US-Kollegen, die die Risiken dieses Zukunftsprojekts kalkulierbar machen. Maßgeblich für den Erfolg von Gray Court mit verantwortlich ist Personalchef Michael Edmonds. Er muss ausreichend neue Mitarbeiter einstellen und sie qualifizieren. Bislang holte Edmonds mehr als 450 Mitarbeiter an Bord, im Herbst sollen es rund 600 mehr sein. Die Qualifizierung der neuen Mitarbeiter stellte ihn zunächst vor große Probleme. Schließlich liefen zur Jahresmitte 2011 erst wenige Maschinen. Und die Lösung? Wir haben rund 100 unserer neuen Kollegen kurzerhand zur Einweisung ins Getriebewerk nach Saarbrücken geflogen. Dort stand jedem von ihnen ein deutscher Kollege zur Seite, erzählt er. Längst unterweisen die Rückkehrer ihre später eingestellten US-Kollegen an den inzwischen betriebsbereiten Anlagen. Für einen reibungslosen Start der Produktion im Sommer 2013 plant Edmonds den mehrwöchigen Aufenthalt erfahrener deutscher Kollegen in Gray Court. Ausbau geplant Werksleiter Dr. Ludger Reckmann ist optimistisch, den ambitionierten Zeitplan einzuhalten. Weil die Produktionskapazität des Werkes Gray Court mit den vorhandenen Kunden ausgeschöpft ist, arbeitet das Team um Reckmann bereits am Ausbau. Wir haben direkt neben dem heutigen Werk noch eine 50-prozentige Erweiterungsfläche. Die werden wir für die Produktion von 9HP-Getrieben nutzen. Die Planung dafür erfolgt derzeit so geräuschlos wie das Wehen der vier Flaggen im Morgenhimmel vor dem Fenster.

35 68 69 Überall schon da Automobilhersteller können Werke eröffnen, wo immer auf der Welt sie wollen ZF ist meist schon da. Der Konzern steht in vielen Ländern auf der Pole Position, wenn neue Produktionspartner gefragt sind. Ganz nah am Kunden Nicht weiter als 40 Kilometer entfernt liegen die weltweit 14 Produktionsstandorte für Pkw-Achssysteme von ZF. 40 km USA: Chicago Duncan Tuscaloosa Großbritannien: Solihull Österreich: Lebring China: Changchun Shenyang Peking Weltweite Produktion von Pkw-Achssystemen von ZF Indien: Halol Thailand: Rayong Wie sich die Zeiten ändern: Noch vor anderthalb Jahrzehnten war ZF ein schwerpunktmäßig europäisches Unternehmen, der Konzern erwirtschaftete mit damals 1,7 Milliarden DM (heute umgerechnet 794 Millionen Südafrika: Spartan East-London Rosslyn Australien: Adelaide den ZF außerhalb Europas realisiert, immer weiter an. Er beträgt heute 43 Prozent, also 7,4 Milliarden Euro) nur 22 Prozent seines Umsatzes außerhalb West- Euro, mittelfristig wird ein europas und beschäftigte etwas mehr als Mitarbeiter Anteil von über 50 Prozent außerhalb Deutschlands. Die Kundenliste des damals schon prognostiziert. Die erklärte bedeutenden Automobilzulieferkonzerns las sich wie das Strategie von ZF ist heute, Who is Who der europäischen Automobilindustrie. so CEO Dr. Stefan Sommer, mit den großen Play ern Im Vergleich dazu finden sich heute unter den ZF-Kunden auf der Welt zu wachsen. Namen, die nur Weitgereiste kennen: Baumaschinen-Her- Die Konsequenz dieser steller aus Indien, Bus- und Lkw-Marken aus China und Zielsetzung ist nicht in ers- Brasilien. Die globale Orientierung im Geschäft von ZF hat ter Linie, in großer Zahl allerdings nicht nur mit diesen neuen Kunden aus Fernost neue Standorte im Aus- oder Amerika zu tun. Auch mit seinen traditionellen Kun- land zu eröffnen. Bereits den unterhält ZF Lieferbeziehungen über den gesamten heute blickt der Konzern Globus hinweg. Aus diesem Grund steigt der Umsatzanteil, auf die beachtliche Zahl

36 70 71 von 121 Produktionsgesellschaften in 26 Ländern eine glatte Verdreifachung im Vergleich zu 1996, in der sich auch die Akquisition der Mannesmann Sachs AG 2001 widerspiegelt. Zwar wird diese Zahl sicher noch steigen. Doch in der Hauptsache geht es darum, das bereits vorhandene weltweite Netzwerk von ZF konsequent einzusetzen oder, wenn man so will, die globalen PS, die ZF in reichem Maße hat, möglichst effizient auf die Business- Straße zu bringen. Maßgeschneidert für die Märkte Das beginnt beim Engineering. Die meisten Produkte von ZF, die auch außerhalb Europas industrialisiert werden, müssen zuvor auf die Anforderungen des jeweiligen lokalen Marktes zugeschnitten werden. Zum einen geht es darum, die dort herrschenden Kostenstrukturen zu treffen, ohne Abstriche bei Funktion und der typischen ZF-Qualität zu machen. Zum anderen werden technische Spezifika an Marktgegebenheiten angepasst: Nutzfahrzeuggetriebe müssen auf die tatsächlichen Motormomente und durchschnittliche Transportgewichte abgestimmt, Dämpfer auf typische Belastungsprofile hin konstruiert werden. Bei ZF ist ein internationales Entwicklungsnetzwerk auf diese Aufgaben eingespielt: Die Hauptentwicklungsstandorte Friedrichshafen, Dielingen, Passau, Schweinfurt, Schwäbisch Gmünd, Northville bei Detroit (USA), Pilsen (Tschechien und Shanghai (China) stehen im Kontakt mit mehreren Applikationsstandorten in der Nähe der großen ZF- Werke vor Ort. Die Zentrale F&E koordiniert und unterstützt zudem die Aktivitäten des Entwicklungszentrums in Tokio (Japan). Gemeinsam erarbeiten sie spezifische Lösungen im Produktdesign. Bei Produktentwicklung und Applikation steuern die Divisionen den Prozess, die F&E- Standorte der Zentralen F&E werden eingeschaltet, sobald Grundlagenfragen tangiert sind. Dass beim Design-to-Market auch sehr umfangreiche Entwicklungspakete im Zielland selbst bearbeitet werden können, zeigt ein Beispiel der ZF Lenksysteme, einem Joint Venture von ZF und Bosch: Die ursprünglich in Deutschland entwickelte Elektrolenkung wurde zunächst in China für den asiatischen Markt adaptiert. Zudem wurde jüngst Achs Universelle Vielfalt Das Fahrwerk entscheidet maßgeblich über den Charakter eines Automobils. Vorder- und Hinterachsen sind außerdem technisch sehr komplex und bestehen aus einer Vielzahl von Zulieferteilen. Deswegen beziehen viele Autohersteller sie einfach komplett von ZF und das auf der ganzen Welt. International unauffällig Weltweit ahnen wohl knapp drei Millionen Neufahrzeugbesitzer nicht, dass das Fahrwerk ihres Pkw von ZF kommt.

37 72 73 Die Automobilindustrie ist Entwicklung, das Lieferantenmanagement und die ZF die gesamte Klaviatur steigend. Dazu beherrscht bekannt ystememit dafür, in regelmäßigen Abständen traditio- Logistikkompetenz für die der Lokalisierung: Benö- Mobilität sieht auf der ganzen Welt unterschiedlich aus. Design-to-Market findet ZF überall die richtigen Antworten. nelle Abläufe grundsätzlich produktionssynchrone Belieferung. tigte Teile oder Komponen- in Frage zu stellen und Pkw-Achssysten können vor Ort eingetigte auf diese Weise zu innovativen Ansätzen zu kommen. teme sind auch heute noch ein Paradebeispiel für die kauft oder von anderen ZF- Standorten weltweit zuge- So zu Beginn des 20. internationale Produktionsliefert werden. Je nach Jahrhunderts, als die Fließbandfertigung und damit die kostengünstige Massenproduktion kompetenz von ZF: In den vergangenen 18 Jahren hat ZF 12 Standorte aufgebaut. Stückzahl lohnt sich auch der Aufbau einer eigenen Komponentenfertigung. ZFlen von Automobi- In Australien, China, Groß- Achssysteme sind auf ihren Anfang nahm. Und gegen Ende dieses Jahrhunderts leiteten die Automobilhersteller mit der Frage Selbermachen oder einkaufen? markante Verschiebungen in der Wertschöpfungskette britannien, Österreich, Südafrika, Thailand und den USA wurden 2012 mehr als 3,1 Millionen Pkw-Achsensets montiert Tendenz diese Weise zwar global präsent aber sie unterscheiden sich je nach Fahrzeug grundlegend voneinander: universelle Vielfalt eben. ein. Denn sie beantworteten in vielen STEIGENDE STÜCKZAHLEN Seit 1995 produziert ZF komplette Pkw-Vorder- und -Hinterachsen. Kompetenzbereichen diese Frage mit Einkaufen. Unter anderem auch beim Planung Fahrwerk und damit bot sich für den Komponentenlieferanten ZF die Chance auf eine neue Systempartnerschaft. Komplette Vorder und Hinterachssys teme kamen fortan von ZF- Montagewerken, die meist ganz in der Nähe neuer Standorte der Automobilhersteller entstanden. Mit der Montage übernahm ZF in vielen Fällen auch die für einen großen indischen Automobilhersteller eine speziell für Kleinfahrzeuge geeignete Variante der Elektrolenkung maßgeblich in Indien entwickelt wobei kostenintensive Entwicklungsarbeiten wie Software, Hardware und Erprobung der Elektronik vor Ort erfolgten. Die Lenkung wird 2013 am Standort Pune in Serie produziert. Nähe zum Lieferanten Die externe Wertschöpfungstiefe hat bei ZF in den letzten Jahren stark zugenommen. Aktuell liegt sie im Durchschnitt bei etwa 60 Prozent. Damit ist klar: Die Lieferanten sind wichtig für die Innovations- wie auch für die Kostenführerschaft, die ZF in all seinen Produktbereichen hält oder anstrebt. Der Global Footprint für ZF fordert auch eine Internationalisierung der Lieferantenbasis. Dabei steht der Best-Cost-Sourcing-Ansatz im Vordergrund. Er berücksichtigt die spezifischen Stärken der Lieferanten in den Weltmärkten je nach Warengruppe. Die Beschaffung

38 74 75 Ecom Das Weltgetriebe Lieferketten am Laufen halten Produkte von ZF machen es möglich. Für die eigene Produktion greift das Unternehmen weltweit auf lokale Lieferanten zurück. Die Anforderungen an Nutzfahrzeuge ähneln sich in vielen Ländern. Daher muss man im Antriebsstrang nicht jedes Zahnrad neu erfinden. Das dachten sich auch global agierende Nutzfahrzeughersteller. Und so begann der Siegeszug des Lkw-Getriebes ZF-Ecomid. erfolgt unter TCO-Gesichtspunkten (Total Cost of Ownership). Neben Teilepreis und Werkzeugkosten werden so Qualität, Technologie, Logistik und alle damit verbundenen Kosten bei der Auftragsvergabe berücksichtigt. Natürlich wird dabei das Ziel, neues Einkaufsvolumen nur an strategische Lieferanten zu vergeben, verfolgt. Local for Local ist eine weitere wichtige Zielvorgabe, die bei der weltweiten Materialwirtschaft im Mittelpunkt steht. Die Zielsetzung, verstärkt lokale Lieferanten vor Ort einzubinden, geben nicht zuletzt die ZF-Kunden vor. Das hat über die letzten Jahre dazu geführt, dass ZF wichtige strategische Partner in allen wichtigen Märkten hat. Der Konzern pflegt zudem eine intensive Partnerschaft mit all seinen lokalen Lieferanten. Durch eine exzellente Zusammenarbeit in einer Region oder einem Land qualifizieren sich immer wieder lokale Zulieferer für das globale Geschäft. Local for Global lautet daher ein weiterer strategischer Ansatz. Seit vielen Jahren verfolgt ZF im Produktionsmaterial ein so genanntes cross-divisionales Commodity Management. Dies hat die Materialwirtschaft im Rahmen ihres im Jahr 2011 gestarteten Strategieprozesses Advanced Procurement Strategy 2025 (APS25) weiterentwickelt und in eine Gesamtstrategie eingebettet. One Face to the Supplier und die damit verbundene konsequente Bündelung der weltweiten Bedarfe ist eine Folge der strategischen Stoßrichtungen. Insgesamt will ZF dadurch weitere

39 76 77 id Drei Kontinente, drei Nutzfahrzeuge alle im jeweiligen Land gefertigt. Und dennoch haben ein Kommunalfahrzeug im brasilianischen Curitiba, ein Kühl transporter im chinesischen Qingdao und ein Fernlast-Lkw im russischen Kazan eines gemeinsam: ihr Handschaltgetriebe, das ZF-Ecomid. Und das, obwohl auch das Getriebe im jeweiligen Land selbst produziert wurde. Das manuelle 9-Gang-Getriebe Ecomid ist ein globales Produkt von ZF. An insgesamt fünf Standorten wird es hergestellt: neben Bouthéon, Frankreich, auch in Sorocaba, Brasilien, Nabe reshniye Chelny, Russische Föderation, Hangzhou, China, und Pune, Indien. Insgesamt über Stück sind bislang in verschiedenen Ausführungen auf den Straßen der Welt unterwegs. Das vollsynchronisierte manuelle Getriebe für mittelschwere und schwere Lkw lässt sich einfach bedienen. Der besonders zugkräftige Anfahrgang (Crawler) hilft beim Anfahren mit hoher Tonnage oder am Berg. Motordrehmomente zwischen und Newtonmeter bewegt das ZF-Getriebe kraftstoffsparend und wirtschaftlich vom Fleck. Für Lkw-Hersteller sind die kompakte Bauweise und die hohe Leistungsdichte besonders attraktiv. Seine Robustheit und dank Schrägverzahnung sein leiser Betrieb fallen ebenso positiv auf. Wer noch mehr will, kann durch Zusatzoptionen wie den integrierten Retarder oder die Schalthilfe Servoshift Sicherheit und Bedien komfort weiter steigern und in gleichem Maß die Verschleißanfälligkeit minimieren. Dennoch ist das Ecomid nicht überall identisch: In China werden im Durchschnitt mit mittelschweren Lkw größere Lasten transportiert daher müssen einige Getriebeteile hier anders dimensioniert sein als etwa in Europa. Das leisten die ZF Engineering Center, die das Ecomid an die Marktgegebenheiten vor Ort anpassen, bevor lokal produziert wird. Ecomid ist also nicht nur das Beispiel für einen weltweiten Markterfolg, sondern auch für den Weg dorthin: die Märkte kennen und das Produkt durch Design-to- Market individuell an den Bedarf anpassen. Optimierungen erzielen und den Wertbeitrag der Materialwirtschaft Zug um Zug steigern. Konsequent entwickeln: ZF Supplier Academy Ein weiterer Baustein zur Weiterentwicklung der ZF-Lieferanten ist die ZF Supplier Academy und die damit verbundene gezielte Förderung ausgewählter Partner. Im Rahmen dieser dauerhaften Institution schult ZF Lieferanten bezüglich konzernspezifischer Anforderungen wie beispielsweise Normen, Richtlinien, Prozesse und Tools. Die Trainings vertiefen darüber hinaus die bestehenden Beziehungen und leisten einen präventiven Beitrag zur Fehlervermeidung und zur Prozessoptimierung auf Seiten der Lieferanten. Die Schulung in der ZF Supplier Academy sorgt ebenfalls dafür, die Prozesse der Materialwirtschaft nachhaltig zu implementieren. Das Thema Sustainability rückt immer stärker in den Fokus. Durch Self-Assessments werden die Lieferanten aufgefordert, nachhaltige Prozesse in allen Bereichen ihres Unternehmens sicherzustellen. Bei regelmäßigen Audits wird ZF die einzelnen Themenfelder überprüfen und in Feedbackgesprächen kommunizieren. Kontinuierliche Verbesserung auf allen Ebenen ist das Ziel. Seit 20 Jahren international Das Geschäft von ZF mit Land- und Baumaschinen wie hier am Standort Pune, Indien

40 78 79 Gute Produkte durch guten Service ergänzen Das machen weltweit mehr als 650 Servicepartner und die globale Ersatzteillogistik von ZF. Ganz nah am Kunden Mit seiner globalen Serviceorganisation liefert der ZF-Konzern Ersatzteile, Reparatur- und Wartungsarbeiten bis in nahezu jeden Winkel der Erde. Das Serviceangebot profitiert vom technischen Know-how des Serienausrüsters ZF und vervollständigt zugleich dessen Angebot und macht es attraktiv. Eine Wechselbeziehung mit positiven Folgen. Wer die ZF-Niederlassung im Tuas Drive 1 am westlichen Rand von Singapur betritt, sieht als Erstes einen Tischpylon mit ZF-Logo an der Rezeption. Damit ist sofort klar, bei welchem Unternehmen man gerade zu Gast ist. In den Lagerregalen finden sich fein säuberlich aufgestapelt Kartons mit ZF-Originalteilen, die die Servicetechniker für ihre Wartungsarbeiten benötigen. In einem ausgelagerten Logistik-Zentrum sind auch Ersatzteil-Verpackungen mit weiteren Logos untergebracht: die der Produktmarken im Ersatzteilgeschäft, die ZF unter seinem Dach vereint. Auf den Packungen mit Kupplungen steht das Sachs-Logo, Stoßdämpfer sind in Sachs- und Boge-Kartons verpackt, das Lemförder-Logo weist auf Fahr- und Lenkungsteile hin. Ersatzteile für Lenksysteme werden unter der Marke ZF Parts angeboten. Der Raum, den ZF den traditionellen Produktmarken lässt, hängt mit der starken Marktposition im Ersatzteilgeschäft zusammen, die diese genießen. Und die spürt man auch hier, inmitten Südostasiens. So wie in Singapur ist die Lage auch an den mehr als 650 weiteren Servicestellen weltweit mit charakteristischen Unterschieden: Denn Singapur ist ein bedeutender Business-Hub für ZF. Hier bündelt die Serviceorganisation besonders umfangreich ihre Kompetenzen, die auch weit über die asiatische Metropole hinaus bis auf den gesamten asiatisch-pazifischen Raum ausstrahlen, mit Serviceniederlassungen in Indien, China, Australien, Japan und vielen weiteren Staaten in der Region. Neben der logistischen Versorgung Logistik-Power im Ersatzteilmarkt ZF Services liefert pro Jahr 1,3 Millionen Positionen in Sendungen weltweit aus. 1,3 Mio.

41 80 81 mit Ersatzteilen für Antriebs-, Fahrwerk- und Lenkungstechnik umfasst das Leistungsspektrum im Service beispielsweise die Aufarbeitung und Reparatur von ZF-Produkten in eigenen Werkstätten ebenso wie die Diagnose und den sogenannten Feldservice. Servicemitarbeiter aus Singapur unterstützen Kunden vor Ort in allen Fragen von Wartung und Reparatur. Ein wichtiger Kunde direkt vor Ort ist Singapore Bus Services Transit (SBS Transit) mit etwa Bussen in seiner Flotte. Am Beispiel Singapur sieht man nicht nur, dass ZF seinen Service überall auf der Welt anbietet. Stets gehen Ersatzteilhandel mit Wartungs-, Reparatur- und Beratungsleistungen Hand in Hand. Ersatzteile in Erstausrüsterqualität Ein starkes Argument für ZF-Produkte im Ersatzteilmarkt ist die Kompetenz des Konzerns als Serienausrüster. Namhafte Automobil- und Nutzfahrzeughersteller auf der ganzen Welt vertrauen auf ZF-Komponenten für ihre Fahrzeuge wieso sollten es die Endkunden beim Auswechseln von Verschleißteilen wie etwa Kupplungen oder Stoßdämpfer nicht auch tun? Bei der Herstellung der Ersatzteile aus dem ZF-Konzern kommen dasselbe Know-how und die Produktionsanlagen wie bei der Serienherstellung zum Einsatz. Aufgrund der Serviceverpflichtung für seine Produktpalette ist auch das Ersatzteilportfolio von ZF sehr breit: Getriebe, Getriebeteile, Kupplungen, Lenkungen, Achsen und Fahrwerkkomponenten wie vor allem Stoßdämpfer und Gummi-Metall-Teile für Fahrzeuge aller Art von der Baumaschine zum Intercity-Zug, vom Stadtbus zum Ackerschlepper. Auch abseits der Straße sind Ersatzteile von ZF Services etabliert: bei Marine-Anwendungen, Hubschraubern und seit Neuestem bei Windkraft-Anlagen. Dabei setzt ZF Services zwei Schwerpunkte Ersatzteilhandel und Serviceleistungen. Die ZF-Organisation ist einer der großen Player im Handel mit Ersatzteilen. Hier sind vor allem Werkstätten, große Flottenbetreiber sowie Großhändler die Kunden. Im Ersatzteilhandel gelten Schnelligkeit und Verfügbarkeit als Erfolgsfaktoren Nummer 1. Königsdisziplin dabei ist die Logistik: Ersatzteile der ZF-Produktmarken müssen für die Werkstätten leicht zu bestellen sein und zweimal täglich angeliefert werden das ist zumindest in Westeuropa der Standard. ZF Services flankiert sein Aftermarket-Geschäft durch ein attraktives Angebot für Großhändler wie auch für Werkstätten und Flotten. Die Großhändler haben angesichts des breiten Ersatzteilangebots einen weiteren Vorteil: Viele von ihnen nutzen die Gelegenheit zum One-Stop-Shopping bei nur einem Ansprechpartner. Doch auch Werkstätten und Flotten versorgt ZF Services mit technischen Informationen und Schulungen und stellt so sicher, dass die ZF-Ersatzteile auch fehlerfrei in den Kunden- und Nutzfahrzeugen eingebaut werden. Die logistische Power ist in einer perfekt ineinandergreifenden Supply-Chain organisiert. Sie beginnt mit E-Business-Lösungen mit vielfältigen Schnittstellen für alle Partner, insbesondere freie Werkstätten, greift auf fünf Zentrallager in Deutschland sowie regionale Lagerstandorte zurück und sorgt so weltweit für eine schnelle und zuverlässige Belieferung der Geschäftspartner lebende Artikelnummern weisen die Systeme von ZF Breit aufgestellt: Zum Angebot von ZF Services zählt der Ersatz-Stoßdämpfer ebenso wie die Reparatur von Windkraft Getrieben.

42 82 83 Services auf, insgesamt liefert ZF pro Jahr mehr als 1,3 Millionen Positionen aus, verpackt in Sendungen. Helfende Hände: Wartung, Reparatur, Beratung Bei vielen Kunden vor allem Besitzer und Flottenhalter von Nutzfahrzeugen geht das Servicebedürfnis über die Versorgung mit Verschleißteilen hinaus. Bei der Wartung von Getrieben und Achsen, die meist mehrere Tausend Betriebsstunden oder eine an die Millionengrenze rührende Zahl von Kilometern im Einsatz sind, müssen auch andere Teile und Komponenten regelmäßig ausgetauscht werden. Diese Arbeiten gehören allerdings nicht zum Standardgeschäft einer freien Auto- oder Lkw-Werkstatt, dazu braucht es ZF-Know-how. Deshalb bieten über 650 ZF-Servicepartner weltweit Reparatur- und Wartungsleistungen an auch präventiv, so dass es gar nicht erst zu einem Ausfall kommt. Mit dem Serviceprogramm ZF Plus können Kunden auf das technische Systemwissen des Konzerns zugreifen, wo Je zufriedener die Kunden mit dem Service sind, desto eher statten sie auch die nächste Fahrzeuggeneration wieder mit ZF- Produkten aus. Unterstützung auf vielen Ebenen ZF Services bietet technisches Know-how, damit ZF-Produkte ihr volles Potenzial entfalten. und wie sie es benötigen ganz gleich, ob es um Ersatzteile, Reparatur, Aufarbeitung, Training, Servicekonzepte oder Kundendienst geht. Und auch die Fachleute hat ZF vor Ort: Mehr als Mitarbeiter von ZF oder seinen Partner-Werkstätten stehen sofort zur Verfügung. Als so genannte Flying Doctors begeben sich die ZF-Experten von den Serviceniederlassungen rasch vor Ort zum Kunden. Nicht nur in Notfällen, wenn es um eine schnelle Diagnose geht und ein Tauschaggregat eingebaut werden muss, sondern auch bei Schulungen oder Trainings für die Werkstattmitarbeiter des Kunden. Wenn ganz spezielle Expertise gefragt ist, fliegen so genannte Service-Inspektoren sogar aus Deutschland ein. Service: das ZF-Gesicht vor Ort Kein Wunder also, dass in vielen Landstrichen das ZF-Gesicht vor Ort die jeweilige Servicemannschaft ist. Davon profitiert der Konzern auch für sein Geschäft mit den Fahrzeugherstellern (OEM). Die flexible und flächendeckende Versorgung mit Ersatzteilen und Reparaturleistungen ist heute eine Vorbedingung, um beispielsweise im weltweiten Stadtbus-Geschäft eine gute Markposition zu haben. Denn hier treffen die Flottenhalter die Entscheidung darüber, welche Achse oder welches Getriebe vom OEM in ihr Fahrzeug eingebaut wird. Die Servicequalität vor Ort spielt dabei eine entscheidende Rolle: Je zufriedener die Kunden mit dem Service sind, desto eher statten sie auch die nächste Fahrzeuggeneration wieder mit ZF-Produkten aus. Auch für die Produktentwicklung sind die Servicemitarbeiter eine wertvolle Informationsquelle: Welche Eigenschaften sollte das perfekte Lkw-Getriebe der Zukunft haben? Welchen Bedarf gibt es bei gemischten Busflotten, wenn es um Telematik-Systeme geht? Bei Fragen wie diesen greifen auch die Entwickler der Divisionen sowie der Vorentwicklung aus Friedrichshafen auf die Praxis-Erfahrung der Servicemitarbeiter zurück. Und diese gehen auf ihre Kunden zu, wenn es entsprechende Produktinnovationen gibt etwa bei der Einführung des offenen Telematik- Systems Openmatics, das die Mitarbeiter von ZF Services in Hongkong ihren Kunden vorgestellt haben. Auch unterstützen die Servicefachleute bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen. Auf diese Weise ist die enge Zusammenarbeit von Divisionen und Services eben auch eine runde Sache im Sinne des Neugeschäfts. In Singapur ist das nicht anders. Einige der so genannten Next-15-States wenn man so will: die Emerging Markets von morgen liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. Dort sind heute Lkw im täglichen Einsatz, die 30 Jahre und älter sind auch mit ZF-Getrieben. Um die am Laufen zu halten, braucht es Ersatzteile und Reparatur-Know-how. Vom Business-Hub in Singapur kein Problem. Denn der Konzern hält für wichtige Produkte Ersatzteile weitaus länger vor als die branchenüblichen 15 Jahre. Für den Fall, dass in einigen der Next-15-States demnächst das Geschäft anzieht, ist es also keine Frage, wo bald weitere ZF-Tischpylone aufgestellt werden. Internationale Service-Hubs wie hier in Dubai sichern das Geschäft in dynamischen Marktregionen der Welt.

43 84 85 VERLÄSSLICHKEIT TÄGLICH BEWEISEN Bald 100 Jahre gibt es ZF. Eine lange Tradition, deren Basis das Unternehmen jeden Tag erneuert: durch die hohe Qualität seiner Produkte und Leistungen, auf die sich die Kunden verlassen können. Das prägt die Kultur im Unternehmen selbst. Auch ZF-Mitar beiter können sich aufeinander verlassen in Teams, die nicht selten über Landesgrenzen und Zeitzonen hinweg koope rieren. An seiner Stärke lässt das Unternehmen auch Menschen teilhaben, die nicht für den Konzern arbeiten oder dessen Produkte kaufen. Denn gesellschaftliches Engagement gehört für ZF ebenso zur Firmentradition.

44 86 87 Das Vertrauen verdienen Zuverlässige Technik das ist für alle Produktanwendungen entscheidend. ZF leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Damit das so bleibt, durchzieht Kundenorientierung den gesamten Konzern. Das zeigt sich bei der Produktstrategie, bei der Qualität bis hin zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen und dem weltweiten Servicenetzwerk. Technik für die Retter Hubschraubergetriebe von ZF unterstützen Rettungseinsätze zuverlässig. Enges Zeitfenster Während der Erntezeit muss Landmaschinentechnik ausfallsicher funktionieren. Fallschirmspringer kontrollieren vor jedem Absprung ihre Ausrüstung selbst. Da sie schon bei kleinen Fehlern ihr Leben riskieren, verlassen sie sich bei diesem letzten Check nur auf sich und wollen auch niemand anderem diese Verantwortung aufbürden. In unserer heutigen arbeitsteiligen Welt können viele Berufsgruppen diesem Beispiel nicht folgen: Rettungshubschrauber-Piloten, Marinekapitäne, Lkw-Fahrer und Motorsportler sie alle vertrauen den Erfolg ihrer Arbeit und oft auch die eigene körperliche Unversehrtheit einer komplexen Technik an, deren Funktion sie nicht bis ins letzte Detail durchschauen, geschweige denn kontrollieren können. Sie müssen sich schlicht darauf verlassen, dass alles funktioniert. Das betrifft auch Technik und Dienstleistungen von ZF denn diese stecken in Hubschraubergetrieben und Marine-Anwendungen ebenso wie im Motorsport. Doch auch in den weniger riskanten Bereichen unseres Alltags ist zuverlässige Technik wichtig. Beispielsweise dort, wo Menschen damit ihr Geld verdienen, indem sie sich auf Technik verlassen wie beim Personen- oder Warentransport. Fallen Busse oder Lkw aus, bedeutet das für den

45 88 89 Spediteur oder Flottenhalter mindestens einen Verdienstausfall sieht man von dem Imageverlust bei Auftraggebern oder Passagieren ab, die ihrerseits darauf vertrauen, dass Warensendungen pünktlich ankommen oder der Bus, wie im Fahrplan vermerkt, zur Stelle ist. Und nicht zuletzt: Auch wer privat unterwegs ist etwa in den Urlaub, ärgert sich, wenn sein Wagen wegen eines Schadens stehenbleibt. Ausfälle haben die Besonderheit, immer dann aufzutreten, wenn man sie am wenigsten brauchen kann. Ganzheitlich zur Qualität Deshalb hat Verlässlichkeit in der Mobilitätsbranche einen enormen Stellenwert. Die Hersteller von Pkw, Nutzfahrzeugen, Arbeitsmaschinen, Marine-, Luftfahrt- und Industrie-Anwendungen sagen ihren Kunden zuverlässige Technik zu und achten bei der Auswahl oder laufenden Beurteilung ihrer Lieferanten auch auf die Einhaltung hoher Qualitätsstandards. ZF hat alle seine Prozesse darauf ausgerichtet, dass die Kunden am Ende ein Produkt erhalten, das höchsten Qualitätsanforderungen entspricht. Worauf achtet der Konzern dabei besonders? Auf alles. Die mitunter klassischen Unternehmensdisziplinen wie Qualitätsmanagement, Lieferantenmanagement, Energiemanagement verschmilzt ZF zum ganzheitlichen ZF Management System. Denn es hängt in der Tat alles voneinander ab: zuverlässige Serienqualität von stabilen Prozessen in den Fertigungshallen ebenso wie von Weichenstellungen bei der Produktentwicklung. Von der Qualifikation der ZF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter ebenso wie von den ZF-Lieferanten, die bereits die Schnittstellen in die ZF- Produktionsprozesse kennen müssen. Dieser ganzheitliche Ansatz ist vor allem dann wichtig, wenn es darum geht, Verlässlichkeit mit Kostenführerschaft zu kombinieren. Denn hohe Qualität und Zuverlässigkeit eines Produkts lassen sich durch einen simultanen Entwicklungs- und Produktionsprozess realisieren. Schlanke Prozesse des ZF Production System sorgen dafür, dass am Ende Produkte entstehen, die nicht nur Hightech-Ansprüchen genügen und höchste Qualität bieten, sondern auch durch wettbewerbsfähige Preise überzeugen. Das hat Konsequenzen über die Werkshallen hinaus: Die Prinzipien des ZF Production System setzen daher nicht nur in der Produktion direkt an, sie binden auch die indirekten Bereiche wie beispielsweise Entwicklung und Logistik ein. Neues Produkt heißt noch mehr Kundennutzen Wenn Verlässlichkeit und Kundenorientierung, wie bei ZF, strategischen Stellenwert haben, betrifft dies nicht nur die Qualität der aktuellen Produkte, sondern ebenfalls die der nächsten Generation. Alle ZF-Divisionen beziehen Kunden und oft auch die Kunden der Kunden in ihre Planungen und Überlegungen ein, wenn es um die Ausweitung oder Aktualisierung des Produktportfolios geht. Deshalb bringt jede neue Produktgeneration auch eine große Portion Nutzwert mit: Pkw- und Nutzfahrzeug-Getriebe tragen zu immer mehr Kraftstoffeinsparungen und Emissi- 12 Ölwechsel Standzeiten vermeiden ZF-Technik für Lkw sorgt dafür, das Waren pünktlich ankommen. 2002: 155 Liter Weniger Wartungskosten mit ZF-Technik Im Vergleich zu den früher üblichen Getriebe öl-wechselintervallen (alle km) und bei einer Laufleistung von 1 Million Kilometern verbraucht ein automatisches Getriebesystem von ZF für Lkw heute insgesamt nur noch ein Sechstel der einstigen Ölmenge. 1 Ölwechsel 2011: 26 Liter

46 HP Meisterleistung am laufenden Band Belastungstest Antriebs- und Fahrwerktechnik von ZF bewährt sich auch im harten Motorsport-Alltag. Ein komplexes Produkt in hoher Qualität herzustellen das ist heute Alltag. Dies außerdem in extrem hoher Stückzahl, mit reicher Variantenvielfalt und zu wettbewerbsfähigen Kosten zu schaffen das ist eine echte Meisterleistung. ZF gelingt sie täglich tausendfach. onssenkungen bei; die Elektrifizierung im Antriebsstrang aller Mobilitätsanwendungen vom Kleinwagen bis zur Motorjacht macht attraktive Zusatzfunktionen möglich, beispielsweise wenn eine Baumaschine rangiert oder ein Schiff lautlos in den Hafen einfährt. Dank Leichtbau bringen Achssysteme von ZF immer weniger auf die Waage. Oft nehmen sie auch nicht mehr so viel Bauraum in Anspruch und erhöhen damit die konstruktive Flexibilität bei den Herstellern. So ist die Einzelradaufhängung für schwere Lkw nicht nur 40 Kilogramm leichter, sondern auch komfortabler und senkt den Kraftstoffverbrauch. Nutzfahrzeuggetriebe von ZF kommen mit immer weniger Ölwechseln aus, Wartungsintervalle entfallen, Standzeiten und Life-Cycle-Costs für die Betreiber sinken. Produkte mit hohem Nutzwert sind zugleich attraktive Produkte, die

47 92 93 Die Zeit war einfach reif für das 8HP, als es 2009 auf den Markt kam: derselbe Schaltkomfort, dieselben sportlichen Gene wie der Vorgänger mit 6 Gängen und dabei noch eine Kraftstoffeinsparung zwischen sechs und elf Prozent. Für Automobilhersteller, die damals die Jagd auf jedes Gramm CO 2 -Emissionen in ihren Neufahrzeugen eröffnet hatten, war das eine Steilvorlage. Auch Presse und Endkunden zeigten sich begeistert. Bestellungen, Adaptionsentwicklungen und Kundenzahl stiegen und stiegen. Seither hat ZF am Standort Saarbrücken mit Komponentenlieferungen aus den ZF-Standorten Schweinfurt und Passau über 3 Millionen 8-Gang-Automatgetriebe produziert. Pro Tag laufen in Saarbrücken über Getriebe vom Band. Derzeit gibt es etwa 174 Produktvarianten denn viele Automobilhersteller setzen heute ZF-Automatgetriebe durch die ganze Modellpalette hindurch ein: vom Mittelklassefahrzeug mit viel Motorleistung und wenig Bauraum über die stark motorisierten Oberklasselimousinen bis zum geländegängigen Allrad-SUV. Die Grundlagen dieses Erfolgs: Schon den Serienanlauf des 8HP hatte ZF penibel vorbereitet und konnte mit dem Markterfolg die Produktionszahlen rasch ansteigen lassen. Das Fundament war bereits mit der Produktentwicklung gelegt durch einen konsequenten Design-for-Manufacturing- Ansatz und einen frühen Schulterschluss zwischen Entwicklungs- und Produktionsingenieuren. Dieses Simultaneous Engineering bezog auch die gesamte Lieferantenkette ein. Schon die ersten Vorseriengetriebe liefen in sehr hoher Qualität vom Band. Verlässlichkeit ist also eine Frage der Organisation und der Erfahrung. Die überträgt ZF nun auf den nordamerikanischen Markt: Am ZF-Standort Gray Court in South Carolina, USA, startet ZF 2013 die Serienfertigung von Pkw-Automatgetrieben auch des 8HP. Die Alle Elf Sekunden Eines Täglich laufen am ZF-Standort Saarbrücken Automatgetriebe vom Band ein Großteil davon 8-Gang-Automatgetriebe. Fehlerfrei Marktchancen von kraftstoffsparender Pkw-Technik sind auf dem nordamerikanischen Markt seit Jahren hoch. Die Zeit ist also reif. Verlässlichkeit auch nach über 75 Jahren ZF versorgt Oldtimer mit Ersatzteil- und Reparatur-Kits. sich am Markt leichter durchsetzen. Doch die Kundenorientierung hört bei ZF mit der Auslieferung eines Neuprodukts nicht auf. Da zuverlässige Technik lange hält, ist es kein Wunder, dass in bestimmten Weltregionen Fahrzeuge mit ZF-Technik unterwegs sind, die vor 30 Jahren oder mehr zugelassen wurden bei Betreibern, die sich ein Fahrzeug mit neuester ZF-Technik im Moment eben nicht leisten können. Für viele dieser Fahrzeuge liefert ZF noch immer Ersatzteile, die in regelmäßigen Wartungsintervallen ausgetauscht werden müssen. Für diese Wartungen stellt ZF auch das kundige Personal und Werkstätten zur Verfügung: mit insgesamt mehr als 650 Service-Partnern auf der ganzen Welt. Kommt es dennoch einmal aus welchen Gründen auch immer zum Ausfall eines ZF-Produkts, steht die Serviceorganisation weltweit zur Verfügung. Schnelle Schadenanalyse und die Bereitstellung von Tauschaggregaten oder Ersatzteilen gewährleisten dann, dass die Standzeiten und somit der Betriebsausfall minimiert werden. Gleichwohl richtet ZF den Fokus eher auf die Vermeidung von Ausfällen. Das notwendige Wartungs-Know-how übermitteln die ZF- Servicetechniker an die Werkstätten bei Kunden, etwa von kommunalen Verkehrsbetrieben, deren Flotte einen großen Ausstattungsgrad mit ZF-Antriebs- und Fahrwerktechnik hat. ZF Tradition Besondere Verantwortung übernimmt der Konzern mit dem Programm ZF Tradition. So hat ZF erst kürzlich für den Vorkriegs-Motorsportklassiker BMW 328 das 75 Jahre alte teilsynchronisierte Getriebe Hurth G 328 nachgebaut und zwar so, dass es den strengen Vorgaben der Oldtimer- Rennsport-Organisation FIVA genügte. Auch eigene Getriebeklassiker baut ZF bei entsprechendem Kundeninteresse und wirtschaftlicher Machbarkeit nach, so das 5-Gang- Handschaltgetriebe S Mit ihm wurden zwischen 1964 und 1976 mehrere Mercedes-Benz-Modelle, darunter die legendären Pagoden 230 SL, 250 SL und 280 SL, optional ausgerüstet. Für dieses und andere Getriebe legt ZF Tradition auch die Versorgung mit Ersatzteil- und Reparatur-Kits neu auf. Denn faszinierende Kapitel der Automobilgeschichte haben die Hersteller gemeinsam mit ZF geschrieben und das Vertrauen in die Marke ZF zeigt, dass Tradition durchaus auch in die Zukunft weist.

48 94 95 Unternehmenskultur leben Eine Kultur des Miteinanders prägt ZF seit jeher. Neu hinzugekommene Gesellschaften setzten immer wieder wichtige Impulse. Das dynamische Wachstum ist auch der Wertschätzung zu verdanken, die ZF gewachsenen Traditionen sowie den Menschen mit ihren Ideen und ihrer Vielfalt entgegenbringt. Bei ZF sind das Wissen und die Erfahrungen aus fast hundert Jahren erfolgreichen Wirtschaftens in die 2011 verabschiedeten Unternehmensleitlinien eingeflossen. Sie bilden zusammen mit den ZF-Grundsätzen der sozialen Verantwortung die Basis für eine werteorientierte und erfolgreiche Unternehmenskultur, die auch international die Kraft hat, Mitarbeiter einzubinden. Unter dem Stichwort Kultur heißt es dort: Wir fördern ein respektvolles und faires Miteinander innerhalb des Unternehmens wie auch im Zusammenspiel mit unseren Partnern und schätzen die Vielfalt unterschiedlicher Kulturen. Mit dem regelmäßigen CEO-Frühstück hat Dr. Stefan Sommer eine neue Form des Informationsaustauschs eingeführt. Mitarbeiter bekommen in kleiner Runde die Gelegenheit, den Vorstandsvorsitzenden persönlich kennenzulernen und ihre Anliegen und Ideen vorzubringen. Ich weiß natürlich, dass ich persönlich nur ganz wenige Kollegen mit diesem Termin erreiche, doch interessiert mich ihre Sicht auf den Konzern und was sie im Einzelfall bewegt, erklärt Dr. Sommer seine Motivation. Ein weithin sichtbares Signal für Gemeinsamkeit und Offenheit wird die neue Hauptverwaltung in Friedrichshafen setzen: Mit dem ZF Forum soll sie ab 2015 auch eine Begegnungsstätte für Kunden, Partner, Schüler, Studenten, Mitarbeiter und Bürger sein. Außerdem wird sie die ZF-Akademie für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und ZF Services beinhalten, eine gläserne Werkstatt für Kinder und Jugendliche, die zur Wissenswerkstatt Friedrichshafen e. V. gehört, sowie ein Schülerforschungszentrum. Erstmals trafen sich im Sommer 2012 in Friedrichshafen 134 Personalverantwortliche aus allen Divisionen und Regionen. Es war der Start eines internationalen Erfahrungsaustauschs, der das Unternehmen verändern wird damit es so erfolgreich bleibt, wie es ist. Denn schon in wenigen Jahren werden mehr als die Hälfte der ZF-Mitarbeiter außerhalb Deutschlands IM HERBST 2012 gingen bei ZF 520 Auszubildende in Deutschland an den Start, mehr als jemals zuvor in der Geschichte des Unternehmens. 520 CEO-Frühstück Mitarbeiter bekommen in kleiner Runde die Gelegenheit, den Vorstandsvorsitzenden persönlich kennenzulernen und ihre Anliegen und Ideen vorzubringen.

49 96 97 ZF-Grundsätze der sozialen Verantwortung AUSBILDUNG ZF gehört in den Regionen seiner Standorte zu den größten Ausbildungsbetrieben. Der ZF-Konzern stellt sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern weltweit den Herausforderungen der Globalisierung. Hierfür bedarf es auf allen Ebenen einer respektvollen Zusammenarbeit, die ein wesentlicher Teil unserer Unternehmenskultur ist. Gemeinsames Interesse von Mitarbeitern, Mitarbeitervertretungen und der Unternehmensleitung ist die Erhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit in allen Bereichen und damit der nachhaltige Erfolg für die Zukunftssicherung des Gesamtunternehmens und seiner Belegschaft. Die Kombination von ökonomischen Zielsetzungen mit sozialen und ökologischen Dimensionen hat für ZF einen hohen Stellenwert. Die ZF Friedrichshafen AG ist sich sicher, dass ihr unternehmerisches Handeln die Interessen der Gesellschaft berücksichtigen muss. beschäftigt sein. Mehr denn je sind die Fähigkeiten und die Bereitschaft der Mitarbeiter, diese einzubringen, Voraussetzung des unternehmerischen Erfolgs. Wie man weltweit eine Mannschaft aufbaut, die ebenso qualifiziert wie motiviert ist, stellt eine der großen Herausforderungen im Rahmen der Internationalisierung dar. DER ANTEIL DER INTERNATIONALEN FÜHRUNGSKRÄFTE soll bei ZF bis 2020 gegenüber heute um 50 Prozent steigen. +50 % gänzen dies für ausländische Standorte. Mit dem Programm JuMP (Junior Management Programm) werden Nachwuchskräfte auf eine Führungsaufgabe im Ausland oder eine internationale Projektleitungsfunktion vorbereitet. Zugleich ist für ältere Fach- und Führungskräfte die kontinuierliche Vermittlung von Wissen und Know-how garantiert. Für den Erfolg von morgen Gute Mitarbeiter finden, halten und entwickeln ist das Ziel der Human-Resources-Strategie. Ihre Schwerpunkte liegen auf den Themen Demografie, Diversity, Leadership Excellence und Talent Management, für die eigene Abteilungen eingerichtet wurden. Sie agieren als konzernweite Kompetenzzentren und geben eine einheitliche Richtung und gemeinsame Werte vor ohne regionale Besonderheiten auszublenden oder Entscheidungen zu zentralisieren. In Deutschland stellt ZF jährlich mehr als 500 Auszubildende ein und ist damit an den Standorten einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe. Mit diesem Engagement erfüllt ZF zugleich auch eine wichtige gesellschaftliche Rolle: Ein erfolgreicher Abschluss qualifiziert junge Menschen für ein ganzes Leben. Zumeist sind es die technischen Berufe wie Industriemechaniker, Mechatroniker oder Elektroniker für Automatisierungstechnik, für die sich die Berufsanfänger begeistern. Eine Bewerberquote von rund 15 Bewerbern pro Stelle beweist, dass ZF für die Qualität seiner Ausbildung bekannt ist. Ein System, das dem deutschen Modell der dualen Ausbildung vergleichbar ist, führt ZF derzeit am Standort Gray Court, South Carolina, USA, ein und arbeitet dafür mit dem Pied mont Technical College zusammen. Anschließend soll das Ausbildungsprogramm auf ZF-Standorte in Brasilien und in den asiatischen Ländern ausgeweitet werden. Mit dem Angebot, über ein Duales Studium Praxis und Lehre zu verbinden, sichert sich ZF Führungskräfte von morgen. Globale Traineeprogramme er- Für das Wissen der Zukunft Angesichts raschen Wandels und hohen Innovationsdrucks in der Branche ist lebenslanges Lernen eine zentrale Aufgabe für alle Mitarbeiter. Das Programm Lernen im Netz bietet verschiedene E-Learning-Seminare, die man direkt am Arbeitsplatz besuchen kann. Die Personalentwicklung schafft damit Voraussetzungen, an allen Standorten hochqualifizierte Teams auszubauen. Dafür stehen auch regionenspezifische Entwicklungsprogramme wie beispielsweise Challenge Leadership Asia Pacific für die Führungskräfte in einem der wichtigsten neuen Märkte. Bestehende Trainee-Programme werden auf fünf Länder, unter anderem Brasilien und Indien, ausgeweitet. Denn internationale Erfahrungen gehören künftig zu den Kernkompetenzen von Führungskräften, die Karriere machen wollen. FRAUEN IN FÜHRUNGspositionen Ihr Anteil soll sich bei ZF bis 2020 verdoppeln. Wissen entwickeln, ausbauen und für alle im Unternehmen verfügbar machen, ist die Herausforderung schlechthin.

50 98 99 Verantwortung für ein ganzes Leben Mitarbeiter zu entwickeln, sie zu motivieren, leistungsfähig und gesund zu erhalten, hängt je nach Lebensphase von unterschiedlichen Faktoren ab. Von der Personalarbeit erfordert dies passgenaue Konzepte nicht nur an den deutschen Standorten. Von den Best Practices können andere lernen. Betriebliche Altersvorsorge Da die private Altersvorsorge immer wichtiger wird, hat ZF ein eigenes Modell aufgesetzt. Alle unbefristet beschäftigten Mitarbeiter in Deutschland können eine ZF-Rente erhalten, die sich aus einem unternehmensfinanzierten Baustein und einem Eigenbeitrag des Mitarbeiters zusammensetzt. Faire Chancen Die Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten bindet junge Nachwuchskräfte früh durch Praktika und Traineeships ein. ZF ersetzt reguläre Arbeitsplätze nicht durch Praktikanten und beschäftigt nur solche, die an einer Hochschule eingeschrieben sind. Selbstverständlich erhalten Praktikanten eine angemessene Vergütung für ihre Arbeit. Qualifizierung und Karriere Auf Basis einer dialogorientierten Führungs- und Unternehmenskultur entwickelt ZF qualifizierten Nachwuchs an Fach- und Führungskräften vorwiegend aus den eigenen Reihen. Auch bei der Besetzung von Führungspositionen haben ZF Mitarbeiter bei gleicher Qualifikation Priorität vor der Besetzung von außen. Beruf und Familie vereinbaren 2006 hat ZF am Standort Friedrichshafen erfolgreich das Audit berufundfamilie umgesetzt. Es bestätigt eine Vielzahl von Maßnahmen: Angebote für Tele- und Teilzeitarbeit, Vermittlung von Tagesmüttern und Krippenplätzen sowie Kinderbetreuung in Ferien und bei Notfällen. Eine Re-Auditierung bestätigte 2009 und 2012 die positive Bewertung. Gesunde und sichere Arbeitsplätze An den deutschen Standorten wachen Werksärzte über die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter. Sie sind bei Unfällen rasch vor Ort und bieten vielfältige Maßnahmen zur Gesundheitsprävention: von Ergonomieprüfungen über Gesundheitschecks für Führungskräfte und Grippeimpfungen bis hin zur Suchtberatung.

51 Miteinander handeln Die ausgeprägte Kultur der Mitbestimmung und des gegenseitigen Vertrauens war Thema eines Gesprächs zwischen ZF-Personalvorstand Jürgen Holeksa und Johann Kirchgässner, Vorsitzender des ZF-Gesamtbetriebsrats, im Januar Wofür steht Mitbestimmung bei ZF, auch in Zeiten der Internationalisierung? J. Kirchgässner: Für mich heißt es, Probleme dort zu lösen, wo sie entstehen, und keine Energie in nachgelagerten Konflikten zu verschwenden. J. Holeksa: Mitbestimmung heißt ja nicht nur mitzubestimmen, sondern auch mit umzusetzen. Und deshalb sind wir, das Unternehmen und seine Arbeitnehmer, gemeinsam auch so erfolgreich. Wir folgen unseren Kunden dorthin, wo sie uns als Zulieferer brauchen. Da gibt es keine Alternative. Die Mitbestimmung ist dann ein Regulativ für die Konfliktlösung. Wir erreichen bessere und schnellere Lösungen, wenn die Arbeitnehmervertretung eingebunden ist und die Hintergründe versteht. Deshalb stehen wir in intensivem Austausch im Aufsichtsrat von ZF, durch Teilnahme an den Treffen des Gesamtbetriebsrats und des Europäischen Betriebsrats. J. Kirchgässner: Mitbestimmung heißt heute, ein Gefühl dafür zu bekommen, dass Internationalisierung Arbeitsplätze hierzulande absichert. Natürlich gibt es auch Verlagerungen gerade bei den einfachen Produkten die zulasten hiesiger Standorte gehen. Dann verhandeln wir über Absicherungsmaßnahmen. Dies ermöglicht uns dann, die Maßnahmen gegenüber der Belegschaft zu vertreten. Sicher kann man unsere ausgeprägte Tradition der Mitbestimmung nicht einfach auf andere Länder übertragen. Doch der Aufbau solcher Strukturen weltweit ist ein logischer Schritt. Unsere internationalen Kontakte sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen, und im Europäischen Betriebsrat haben wir inzwischen regelmäßig Vertreter aus Brasilien zu Gast. Was unternimmt ZF, um Verantwortung für Mitarbeiter zu leben? J. Holeksa: Ganz in der Tradition von ZF haben wir gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung und der IG Metall Grundsätze sozialer Verantwortung beschlossen. Das ist kein Lippenbekenntnis. Wir sagen darin, was uns wichtig ist. Beispielsweise, dass weltweit jeder Arbeitnehmer das Recht hat, sich kollektiv zu organisieren. Und dass jeder von seiner Arbeit leben können muss. J. Kirchgässner: In der Krise 2008 gab der ZF-Vorstand ein deutliches Bekenntnis ab, die Kern- mannschaft unbedingt an Bord zu halten. Vor diesem Hintergrund konnten wir vieles mittragen und erklären, auch wenn es nicht einfach war. Manche Vereinbarungen wirken bis heute positiv, beispielsweise eine Konzernbetriebsvereinbarung zum Thema Sabbatical. Ein anderes Beispiel ist die gründliche Ausbildung bei ZF, auch in USA oder in Brasilien. Ich bin ja froh, dass unser duales Ausbildungssystem so ein Exportschlager ist. J. Holeksa: Am Standort Friedrichshafen sind wir auch schon sehr gut, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft. Daraus wollen wir nun lernen und passgenaue Konzepte für andere Standorte entwickeln. Welche Themen muss ZF in Zukunft konzernweit angehen? J. Holeksa: Durch systemischere Konzepte können wir sicher noch große Potenziale erschließen. Das heißt, Synergien zu schaffen und erfolgreiche Modelle zu übertragen. Die Verschmelzung* erleichtert dies ein notwendiger Schritt, auch wenn er für viele Mitarbeiter zunächst Wir erreichen bessere und schnellere Lösungen, wenn die Arbeitnehmervertretung eingebunden ist und die Hintergründe versteht. Jürgen Holeksa, Personalvorstand bei ZF in Friedrichshafen (im Bild links, mit Johann Kirchgässner) ein Stück weit Identitätsverlust bedeutete. Mit einem weltweit gültigen Führungsleitbild werden wir nun unsere gemeinsame Identität weiterentwickeln. J. Kirchgässner: Vor allem müssen wir die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen auch international stärken und die besondere ZF-Kultur vermitteln. Wir werden uns genau anschauen, wie die sozialen Systeme in den verschiedenen Ländern aufgebaut sind und welche Rolle die Mitbestimmung spielt. Zugleich werden Flexibilisierung und Mobilität immer wichtiger. Diese muss man aber so gestalten, dass auch die Arbeitnehmer davon profitieren. J. Holeksa: Die Internationalisierung wird sich auf jeden Fall noch beschleunigen. Das sollte man als Chance verstehen, beispielsweise durch ein, zwei Jahre im Ausland künftig ein unverzichtbarer Karrierebaustein bei ZF. Doch es gibt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das nicht wollen oder gar nicht können. Um sie müssen wir uns ebenso kümmern, denn auch sie sind uns wichtig und wertvoll. * Die wesentlichen Tochtergesellschaften firmieren 2011/2012 zur ZF Friedrichshafen AG.

52 Nachhaltig führen und wirtschaften Mit einer werteorientierten Unternehmensführung ist ZF zu einem der zehn größten Automobilzulieferer der Welt geworden. Nachhaltigkeit bedeutet für das Unternehmen, dessen Dividenden zwei gemeinnützigen Stiftungen zufallen, ein Wachstum im Einklang mit der Gesellschaft. Nachhaltigkeit als Leitbild Einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Interessen schaffen Die Leitlinien von ZF bringen das Selbstverständnis des Unternehmens in fünf Werten auf den Punkt: Identität, Verantwortung, Werte, Kultur und Vision. Sie sollen das rasch wachsende Unternehmen in die Zukunft führen und das Wirgefühl weltweit stärken. Internationalisierung prägt ZF schon heute und wird das Unternehmen weiter verändern eine Strategie, die weltweit neue Märkte erschließt und damit ein- rechte, des Umweltschutzes, guter Arbeitsbedingungen sowie zur Vermeidung von Korruption und Bestechung. Damit schaffen sie Verlässlichkeit in einer komplexen und turbulenten Welt jenseits individueller Unternehmensinteressen, nationaler Gesetze und kultureller Verschiedenheiten. Compliance: mehr als die Gesetze achten Die Basis dafür legt das Einhalten von Recht und Gehergehend auch ein neues Maß an unternehmerischer Verantwortung fordert. UN Global Compact: weltweit verantwortlich handeln Den Willen, ein guter Weltbürger zu sein, bekräftigte ZF in den Grundsätzen sozialer Verantwortung sowie im Mai 2012 mit der Unterzeichnung des Global Compact der Vereinten Nationen. Das, was für alle Mitarbeiter im Unternehmen gilt, soll auch gegenüber und in der Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten zur sichtbaren Leitplanke des Handelns werden: Zehn universelle Prinzipen einer verantwortungsbewussten Globalisierung 1999 entworfen von UN Generalsekretär Kofi Annan zu denen sich heute weltweit mehr als Unternehmen und Organisationen bekennen. Sie verpflichten zur Wahrung und Förderung der Menschen- setz, die konzerneigenen Richtlinien sowie die Verankerung der Unternehmenswerte in allen Ländern, auf allen Kontinenten Compliance sagt man heute dazu und meint, das eigentlich Selbstverständliche in klare Regeln zu gießen, damit jeder Mitarbeiter egal ob in Deutschland, Brasilien, Indien oder Japan weiß, was von ihm erwartet wird. Der Verhaltenskodex von ZF ist in zehn Sprachen erschienen und Universelle Prinzipien setzen den Rahmen: Menschen- und Arbeitnehmerrechte achten, Umweltschutz fördern und rechtmäßig handeln.

53 wurde jedem Mitarbeiter ausgehändigt. Er ist das virtuelle Rückgrat der Compliance-Organisation, die über seine Einhaltung wacht und für die Verankerung im Unternehmen sorgt. So erläutern Schulungen die Grundsätze und spielen mögliche Konflikte durch, in denen Mitarbeiter den Umgang mit den Anforderungen für den Alltag lernen. Denn im Zuge der fortschreitenden Internationalisierung und steigender Transparenzansprüche der Kunden ist eine systematische Vorgehensweise unverzichtbar, um Verlässlichkeit zu bewahren und im Zweifel auch nachweisen zu können. Bis heute gilt ZF Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Gesellschaft als ein Unternehmen, das mit seinen Partnern fair und ehrlich umgeht. Dieses Vertrauen weltweit zu erhalten und zu stärken, ist eine zentrale Aufgabe der 2008 eingerichteten Compliance-Abteilung. Neben zahlreichen Präsenzschulungen hat sie für alle Mitarbeiter ein E-Learning- Tool eingeführt, das ihnen das nötige Wissen um die Regeln vermittelt. Wer in einer konkreten Situation Rat und Unterstützung braucht, kann sich entweder an die Compliance-Abteilung oder an die Compliance-Officer in den Regionen wenden. Nachhaltigkeit: eine Verpflichtung, die zugleich Zukunftsaufgabe ist Vom verantwortlichen Handeln hin zur Nachhaltigkeit ist es nur ein kurzer Schritt. Denn wer heute richtig und in Verantwortung für sein Umfeld handeln will, muss wissen, was morgen auf ihn zukommt. Themen wie Res- Hans Carl von Carlowitz fasste 1713 das forstliche Wissen seiner Zeit zusammen und formulierte erstmals das Prinzip der Nachhaltigkeit. sourcenverknappung, Urbanisierung und Bevölkerungswachstum fordern von Unternehmen heute mehr als jemals, im Interesse der eigenen Existenzsicherung auf einen Ausgleich ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte ihres Wirtschaftens zu achten und neue Antworten zu entwickeln. Nachhaltigkeit als das Prinzip einer dauerhaft tragfähigen Entwicklung hat schon vor 300 Jahren der sächsische Ober- berghauptmann Hans Carl von Carlowitz treffend formuliert, als er festlegte, dass nicht mehr Holz eingeschlagen werden darf, als im gleichen Zeitraum wieder nachwächst. Später wurde daraus das Motto Von den Zinsen leben, nicht vom Kapital. Für ZF als nicht-börsennotierte AG beginnt Nachhaltigkeit damit, die eigene finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. In starken Wachstumsjahren ist das eine anspruchsvolle Aufgabe: 2013 und 2014 wird ZF weltweit über zwei Milliarden Euro in Produktanläufe, die Lokalisierung von Produkten und Kapazitätserweiterungen investieren. Die Finanzstrategie des Konzerns hat sich mit modernen Steuerungs- instrumenten darauf eingestellt. Profitabilität und Verfügbarkeit liquider Mittel sind wichtige Ziele. Neben dieser Innenfinanzierung setzt ZF bei der Versorgung mit Fremdkapital auf einen Mix aus unterschiedlichen Finanzierungsmitteln. Jüngstes Beispiel aus dem Jahr 2012 ist das mehrfach überzeichnete Schuldscheindarlehen, dass das Bedürfnis des Konzerns nach finanzieller Risikovorsorge und die Nachfrage institutioneller Anleger nach attraktiven Investitionsmöglichkeiten verbindet. Die Zukunft gehört Unternehmen, die sich neue Chancen erschließen und zugleich Risiken vermeiden. Immer mehr Stakeholder wollen daher wissen, was Unter- Vertrauen gründet sich immer mehr auf Transparenz: Nur wer sagt, was er tut, und tut, was er sagt, gilt als verlässlich. nehmen hier genau tun. Das reicht von Mitarbeitern über die Kunden bis hin zu Banken, Versicherungen, Politik und Behörden. ZF hat deshalb eine systematische Bestandsaufnahme zum Thema Nachhaltigkeit veranlasst, die im Frühsommer 2013 in einen Bericht münden wird, der sich an den international anerkannten Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) ausrichtet. Damit erfasst ZF seine Managementansätze, Aktivitäten und Kennzahlen zu Umweltschutz, Produktverantwortung, Mitarbeiter, Gesellschaft, Einkauf und Compliance und macht sie transparent und vergleichbar. Um das Querschnittsprojekt zu koordinieren, hat ZF Unsere Verantwortung Unser traditionell hoher Anspruch, geltendes Recht einzuhalten, spiegelt sich in unseren Compliance-Grundsätzen wider. Unser Bekenntnis zur Nachhaltigkeit schließt den schonenden Umgang mit Ressourcen, den Schutz der Umwelt und die Achtung unseres sozialen und kulturellen Umfeldes ein. Wir übernehmen soziale Verantwortung, gestalten Öffentlichkeit mit und engagieren uns für soziale und humanitäre Belange, für Kultur, Bildung und Sport. Dem Wohl unserer Mitarbeiter und ihrer Familien gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Unternehmerische Verantwortung Mit knappen Ressourcen effizient umzugehen ist schon seit 300 Jahren ein Thema.

54 Bei ZF sind 100 der insgesamt 121 Standorte nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO zertifiziert. Das entspricht einen Lenkungskreis eingerichtet, dem Verantwortliche aus den genannten Bereichen angehören. Die zen trale Stelle, die alle nachhaltigkeitsbezogenen Ak tivitäten bündeln soll und bei der die Fäden zusammenlaufen von Kundenanfragen bis zu internen Kommunikationsmaßnahmen, ist in der Abteilung Compliance/Nachhaltigkeit angesiedelt. Berichterstattung: Lieferkette als Herausforderung Angesichts der Tradition werteorientierten Managements bei ZF und einer seit vielen Jahren weltweit verankerten Umweltorganisation wundert es nicht, dass die Bestandsaufnahme vor allem im Umweltschutz viele Pluspunkte und zahlreiche Aktivitäten ergab. Ein Beispiel ist das internationale Jahr der Energie, das 2012 ausgerufen wurde und zu dem alle Standorte mit Best Practices beigetragen haben. Damit verknüpft hat der Vorstand das ehrgeizige Ziel ausgegeben, den spezifischen Energieverbrauch bis zum Jahr 2015 gegenüber 2010 konzernweit um 20 Prozent zu reduzieren und die CO 2 -Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Natürlich ergab sich auch Optimierungsbedarf, um Nachhaltigkeit künftig in allen Handlungsfeldern weltweit steuern zu können. Denn von einem internationalen Unternehmen erwarten die GRI und natürlich auch die Kunden, Internationale Wertschöpfungsketten erfordern neue Steuerungsinstrumente, um Chancen und Risiken auszubalancieren. die mehrheitlich bereits ein anspruchsvolles Nachhaltigkeitsreporting betreiben, internationale Zahlen nicht nur für Energie und Emissionen, wie sie im Umweltschutz bereits vorliegen, sondern auch für Arbeitssicherheit, Weiterbildung oder freiwillige Sozialleistungen. Besonders anspruchsvoll wird es dort, wo die Anforderungen über die Unternehmensgrenzen hinausgehen und auf eine Berichterstattung über Nachhaltigkeitsaspekte in der Lieferkette abzielen. Ein Anfang ist auch hier gemacht: Das von der Materialwirtschaft 2012 gestartete Projekt zur Integration von Nachhaltigkeit in das Lieferantenmanagement (Sustainable Supplier Management) fußt auf der ZF-Umweltpolitik, den ZF-Grundsätzen sozialer Verantwortung sowie den zehn Prinzipien des Global Compact und trägt diese Grundsätze in die Lieferkette. Schon bisher sind die Lieferanten von ZF zur Einhaltung der zentralen Grundsätze verpflichtet, was in regelmäßigen Abständen auch überprüft wird. Bei Verstößen werden geeignete Maßnahmen und Methoden ergriffen. Der eingeschlagene Weg führt mit der Integration von Umwelt- und Sozialstandards in den Lieferantenauswahlprozess weiter und reicht über die Bewertung der Lieferanten mittels Supplier Self Assessments bis hin zu Audits, die unangekündigt stattfinden können. Langfristiges Ziel ist eine Einkaufsstrategie, die auf Materialien aus kritischen Beschaffungsquellen verzichtet und zugleich, beispielsweise durch den Ersatz bestimmter Rohstoffe, die Kosten reduziert. 89 % ZF will seine CO 2 -Emissionen bis 2020 gegenüber dem Durchschnittswert um 20 Prozent reduzieren. 20 % Beschaffung Unseren Kunden Umwelt- und Sozialstandards in der Lieferkette garantieren Lieferanten Die Einhaltung der Grundsätze anhand von Self Assessments und Audits ermitteln

55 109 Zukunft Die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Einzelnen und des Unternehmens legen Begeisterung für Technik wecken und junge Menschen befähigen gilt ZF als Verpflichtung und Zukunftsaufgabe zugleich. Die Wissenswerkstatt ist ein schönes Beispiel dafür, was gelingen kann, wenn Leidenschaft auf gesellschaftliches Engagement trifft: Gemeinsam mit der Stadt, der IHK Friedrichshafen und Südwestmetall sowie dem Verein Deutscher Ingenieure fördert ZF eine Lernstätte für Kinder und Jugendliche. Auch ZF-Ingenieure engagieren sich persönlich und erklären anschaulich, was Technik möglich macht. Nach dem Modellprojekt in Friedrichshafen wird die Wissenswerkstatt auch an anderen ZF-Standorten in Deutschland, wie Passau und Schweinfurt, etabliert. Bildung: der strategische Schwerpunkt In Bildung zu investieren ist für ZF ein zentraler Schwerpunkt und die Hochschulförderung ein langfristig angelegtes Engagement. Auch vor dem Hintergrund des aktuellen Ingenieurmangels setzt ZF weltweit auf ein intensives Hochschulmarketing, um Talente für ZF zu begeistern und sie an das Unternehmen zu binden. Die enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen bindet junge Nachwuchskräfte früh durch Praktika und Abschlussarbeiten ein. So kooperiert das Unternehmen mit renommierten Hochschulen wie der RWTH Aachen und der Universität Stuttgart und finanziert Stiftungslehrstühle. In China arbeitet ZF mit der bekannten Tongji-Universität in Shanghai zusammen, in USA beispielsweise mit der University of Rhode Island und der University of Michigan. Und da es in Zukunft nicht nur gut ausgebildeter Ingenieure bedarf, fördert ZF in Friedrichshafen die Zeppelin Universität. Die 2008 gegründete private Hochschule hat sich in den vergangenen Jahren einen Ruf als interdisziplinäre Bildungsstätte zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik erworben. Dr. Stefan Sommer, Vorstandsvorsitzender von Schlüssel zum Erfolg Die Zukunft eines Unternehmens ist eng verflochten mit der gesellschaftlichen Entwicklung. ZF engagiert sich für Jugend und Bildung, Kultur und Sport dort, wo das Unternehmen tätig und Unterstützung nötig ist. Der gemeinnützige Verein ZF hilft ist weltweit aktiv und hilft Menschen in Not. Kooperation ZF arbeitet mit vielen Hochschulen in Deutschland und weltweit zusammen. Weltweit Talente für ZF begeistern und sie frühzeitig an das Unternehmen binden

56 Nachwuchs Jungen Menschen bietet ZF viele Entwicklungsmöglichkeiten an allen Standorten. ZF, ist überzeugt, dass dies ein Beitrag für die eigene Zukunftsfähigkeit ist, denn Bildung wird künftig noch stärker als bisher der Schlüssel zum Erfolg für die Mitarbeiter ebenso wie für die Unternehmen. Auch zahlreiche Aktivitäten jenseits der reinen Lehre tragen dazu bei, dass ZF beim Nachwuchs immer bekannter und beliebter wird. So ist ZF Partner der Formula Student, einem internationalen Konstruktionswettbewerb, bei dem Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen mit selbst konstruierten Rennwagen in verschiedenen Einzeldisziplinen antreten. Am jährlichen Girls Day, der Mädchen und junge Frauen für technische Berufe begeistern soll, nehmen alle ZF-Standorte in Deutschland teil. Unter den beliebtesten Arbeitgebern bei angehenden Ingenieuren und Ingenieurinnen belegt ZF aktuell Rang 23 so das Ergebnis der jüngsten Studie des Trendence Instituts Laut Umfrage assoziierten sie mit ZF vor allem Kollegialität, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie attraktive Arbeitsaufgaben zentrale Elemente der Unternehmenskultur. Auch unter den Absolventen aus den Bereichen IT- und Wirtschaftswissenschaften gilt ZF als verlässlicher Arbeitgeber, der Karrierechancen eröffnet und Verantwortung für seine Mitarbeiter übernimmt. Vorträge von ZF-Führungskräften an Universitäten, Computer-Spenden für Schulen oder die Unterstützung der Aktion Jugend forscht untermauern das Bekenntnis, mit Bildungsförderung zu einer zukunftsorientierten Gesellschaft beizutragen. Der Standort Lemförde beteiligte sich zum Beispiel am Future Camp der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und bot Jugendlichen in Workshops Einblicke in das Arbeitsleben. Am Standort Schweinfurt beteiligt sich ZF am Projekt mit dem die Boston Consulting Group Wirtschaftsthemen in die Schulen tragen und junge Menschen für unternehmerisches Handeln begeistern möchte. Auch in Brasilien steht Bildung im Zentrum des ZF-Engagements: Die dortigen ZF-Standorte fördern mit den Projekten Pescar und Formare zwei Maßnahmen, die sozial benachteiligten Kindern eine Berufsausbildung ermöglichen. Kultur und Sport: in der Region, für die Region Seit mehr als 20 Jahren unterstützt die ZF Kunststiftung Künstler und Musiker, Festivals und Konzertreihen und leistet damit einen nicht mehr wegzudenkenden Beitrag für ein lebendiges kulturelles Leben in der Bodenseeregion. Die Stiftung unterstützt ausschließlich gemeinnützige Institutionen, die zur kulturellen Vielfalt beitragen. Zudem vergibt die Stiftung Stipendien an bildende Künstler aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz und zeichnet alle zwei Jahre hochbegabte Talente mit dem ZF-Musikpreis aus. Bei dem öffentlichen Klavierwettbewerb stellen Next Generation Selbst konstruieren und testen ist das Höchste. ZF Race Camp ZF-Ingenieure Sie engagieren sich auch privat und geben ihr Wissen weiter. 17 Teams mit 22 selbst gebauten Konstruktionen, darunter elf Elektroboliden waren im Juni 2012 auf dem Friedrichshafener Messegelände am Start eine neue Rekordbeteiligung beim Trainingslager für die Formula Student, dem Hochschulwettbewerb für die nächste Generation von Ingenieuren. Unterstützt von 35 ZF-Ingenieuren und -Experten aus den unterschiedlichsten Fachabteilungen sowie einem 60-köpfigen Organisationsteam unterzogen potenzielle ZF-Nachwuchskräfte ihre Konstruktionen dem Härtetest. Aktuell rangieren sechs von ZF unterstützte Teams unter den Top Ten der Formula Student, an der sich weltweit rund 500 Teams beteiligen.

57 ZF Arena Spitzensportförderung am Stammsitz: die Volleyballmannschaft des VfB Friedrichshafen ZF Kunststiftung Shaun Choo gewinnt den ZF-Musikpreis Jörg Mandernach, Stipendiat der ZF Kunststiftung 2001, im ZF-Turmatelier des Zeppelin Museums Zum lebendigen Miteinander in den Regionen beizutragen, begreifen wir als gesellschaftlichen Auftrag. Wasserball Die erfolgreiche Mannschaft in Eger, Ungarn, ist ein Aushängeschild für ZF. das Museum Moderner Kunst Wörlen und das Scharfrichterhaus. Gemeinsam unterstützen die beiden Stiftungen die renommierten Festspiele Europäische Wochen Passau. Kulturelle Aktivitäten fördert ZF ebenfalls an den Standorten in Bayreuth und Auerbach. In Schweinfurt werden regelmäßig Wanderausstellungen regionaler zeitgenössischer Künstler vom Unternehmen finanziert. Spitzensport ist in vielen Disziplinen ohne finanzielle Förderung aus der Wirtschaft heute kaum mehr vorstellbar. ZF leistet hier einen beträchtlichen Beitrag und sponsert seit 1995 die Volleyball-Mannschaft des VfB Friedrichsjunge Pianisten aus der ganzen Welt ihr Können unter Beweis und bereiten dem Publikum ein unvergessliches Hörerlebnis. Am Standort Passau liegt die Förderung von Kunst und Kultur in den Händen der dortigen ZF-Kulturstiftung. Unterstützt werden regionale und lokale Künstler sowie Einrichtungen wie hafen. Und das nicht umsonst: das Team hat seither zwölf deutsche Meisterschaften und 2007 sogar den Champions League-Sieg errungen. Seit 2008 trägt der Veranstaltungsort für Heimspiele in Friedrichshafen den Namen ZF Arena. Am ungarischen ZF-Standort Eger ist es die erfolgreiche Wasserball-Mannschaft, die den Namen des Sponsors ZF überregional bekannt macht. Im Breitensport zeigt sich ZF genauso aktiv und unterstützt in den Regionen viele Mannschaften unterschiedlichster Disziplinen. Damit regt das Unternehmen auch seine Mitarbeiter zum Mitmachen an. Denn körperliche Fitness und die Fähigkeit, sich zu entspannen, halten gesund.

58 USA Nach dem verheerenden Wirbelsturm, der im April 2011 den Süden der USA verwüstete, spendeten ZF-Management und -Mitarbeiter für die Opfer. Deutschland In Deutschland werden Hilfsaktionen auch von Mitarbeitern und der Unternehmensleitung initiiert: beispielsweise Spenden für den Neubau eines Mutter-Kind-Zentrums im Klinikum Friedrichshafen oder für die Stiftung Knochenmarkspende Bayern. Japan Nach der Flutwelle 2011 erhielten rund Haushalte in der Krisenregion um die zerstörte Hafenstadt Sendai Hilfspakete. Haiti Das Projekt Waldgärten hilft, den Verkarstungsprozess einzudämmen und bietet Kleinbauern zugleich die Möglichkeit, durch deren Bewirtschaftung ihre Familien zu ernähren. Indien Die Vergabe von Kleinstkrediten fördert vorwiegend Frauen, die durch unternehmerische Initiative ihr Leben verbessern und ein kleines Gewerbe aufbauen wollen. Brasilien In einem Armenviertel der Stadt Fortaleza entsteht ein Gemeindezentrum, das berufsbildende Kurse für Jugendliche und eine Spezialambulanz für rund Einwohner anbietet. Für eine bessere Welt Syrien Hilfe wurde 2012 den Menschen zuteil, die vor den andauernden Kämpfen in der Hauptstadt des Landes geflohen waren und in Notunterkünften untergebracht wurden. Sri Lanka Nach dem Tsunami boten zwei Häuser Witwen und Waisenkindern ein neues Zuhause. Seit 2007 werden zudem eine Nothilfe-Krankenstation für Mutter und Kind und ein Ausbildungszentrum für landwirtschaftliche Berufe finanziert. Um Opfern von Naturkatastrophen, Epidemien, Unglücksfällen, Hungersnöten und kriegerischen Auseinandersetzungen rasch und unbürokratisch zu helfen, hat ZF im April 2005 den gemeinnützigen Verein ZF hilft gegründet. Anlass war der hohe Spendenbetrag, den die ZF-Mitarbeiter für die Opfer des Tsunami in Südostasien eingesammelt hatten. ZF hilft: für eine bessere Welt Seither wurden über ZF hilft weltweit von ZF-Mitarbeitern und dem Unternehmen selbst mehr als fünf Millionen Euro bereitgestellt. Bei der Auswahl der geförderten Projekte legt ZF hilft großen Wert darauf, dass diese langfristig angelegt sind und nachhaltig wirken. Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, ist das zentrale Anliegen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Ernährung, Wasser und Bildung. Da ZF die Verwaltungskosten übernimmt, fließen alle Spenden zu 100 Prozent in die Hilfsprojekte ein großer Anreiz für die Mitarbeiter, sich über ZF hilft zu engagieren. Zudem informiert der Verein regelmäßig darüber, wie die Spenden eingesetzt werden und was sie konkret bewirken. So können die Mitarbeiter über Jahre hinweg verfolgen, wie sich die Projekte entwickeln und Zuversicht schaffen ob es um ein Gemeindezentrum in einem brasilianischen Armenviertel geht oder neue Einkommensquellen für Kleinbauern. Sudan Der Neubau von Brunnen, die Ausstattung vorhandener Brunnen mit Solarpumpen und die Einrichtung von Wasserver teilstationen 2008 verbessert die Wasserversorgung in drei großen Flüchtlingslagern. Kenia ZF hilft trägt 2012 dazu bei, die Wasserversorgung der einheimischen Bevölkerung sowie der Bürgerkriegsflüchtlinge in den großen Camps der Grenzregion zwischen dem Tschad und dem Sudan zu sichern. Pakistan Nach dem Erdbeben 2005 fanden Menschen eine sichere Bleibe in den gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk errichteten Unterkünften.

59 Immer einen Schritt voraus Die Vision grenzenloser Mobilität manifestierte sich durch Pioniere der Technik in Erfindungen und Patenten, deren Weiterentwicklung bis heute nicht nur ganze Industriezweige, sondern auch unseren Alltag prägt. Ferdinand Graf von Zeppelin 20er Ernst Sachs Alfred Graf von Soden- Fraunhofen Dr. Jürgen Ulderup Alfred Colsman Visionäre der Industriegeschichte Zukunft braucht Herkunft Am 20. August 1915 wird die Firma Zahnradfabrik, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Friedrichshafen gegründet und am 9. September ins Handelsregister eingetragen. Als Gründer zeichnen die Luftschiffbau Zeppelin GmbH, vertreten durch Alfred Colsman, und die Max Maag Zahnräderfabrik Zürich. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Zahnrädern und Getrieben für Luftfahrzeuge, Motor wagen und Motorboote. ZF meldet 10 Patente an, darunter das nach dem ersten Geschäftsführer Graf von Soden benannte und bis zur Baureife entwickelte Soden-Getriebe für Automobile. Dieses Getriebe kann nicht gebaut werden, da für den Kriegsbedarf produziert werden muss. Ab 1919 konzentriert sich ZF auf die Entwicklung und Produktion von Getrieben für Kraftfahrzeuge, im selben Jahr kommt das 8-PS-Autogetriebe auf den Markt Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Rezession gelingt 1921 die Umwandlung der ZF GmbH in eine Aktiengesellschaft. Das Grün dungskapital der Gesellschaft beträgt 5 Mio. Mark. 4 Mio. Mark hält die Luftschiffbau Zeppelin GmbH, 1 Mio. die Maag Zahnräder- und Maschinen AG, Zürich. Auf der Automobilausstellung in Berlin 1921 stellt ZF der Fachwelt das technisch wegweisende, Soden-Getriebe vor. Das aus den vorangegangenen Patenten weiterentwickelte Kraftfahrzeuggetriebe ist ein 4-Gang-Vorwahlgetriebe mit Gangwähler am Lenkrad oder Armaturenbrett. Erfolgreicher ist das Einheits getriebe, das auf Basis einfacher und teilegleicher Kons truktion viele Kundenwünsche zusammenfasst und in Großserie gefertigt wird. Es ist sowohl für Pkw als auch für Nkw geeignet und kann an verschiedene Motorleistungen und Aufgabenstellungen angepasst werden. Nach Einführung der Lamellensynchronisierung wird das erste synchronisierte ZF-Getriebe, das geräuscharme Aphon-Getriebe, ab 1929 für Pkw und Lkw hergestellt und in Fahrzeuge der Hersteller Adler, Horch, Daimler-Benz, Stoewer und Wanderer eingebaut. ZF beschäftigt in diesem Jahr 530 Mitarbeiter.

60 ZF übernimmt 1932 eine Lizenz für den Bau der amerikanischen Ross-Lenkung und verkauft schon im ersten Jahr rund Einheiten. Das Allsynchron-Getriebe, das erste vollsynchronisierte, in allen Gängen laufruhige und dennoch preiswerte Getriebe für Serienwagen, wird auf den Markt gebracht. Das 4-Gang -Getriebe wird an Mercedes, Horch und BMW verkauft. Der Lizenzvertrag für eine elektromagnetisch betätigte Lamellenkupplung legt den Grundstein für das Geschäfts feld Maschinenbau wird in Friedrichshafen mit dem Bau des Schleppergetriebes A 12 begonnen, das am Anfang einer ganzen Generation von Getrieben für die 30er Anwendung in Landmaschinen steht. Erstmals wird die Entwicklung von Bootswendegetrieben aufgenommen. Hier kommen den Konstrukteuren die Erfahrungen mit dem Bau von Luftschiffgetrieben zugute. Aufgrund steigender Auftragseingänge fällt im selben Jahr die Entscheidung für die Gründung zweier weiterer Werke in Schwäbisch Gmünd, in denen vor allem Zahnräder und Fahrzeuggetriebe sowie Sperrdifferenziale hergestellt werden. Im Zuge der kontinuierlichen Aufrüstung in Deutschland liefert ZF Getriebe für Kettenfahrzeuge und Militärlastkraftwagen, die Herstellung anderer Produkte nimmt rapide ab. 40er Während der Kriegsjahre dominiert die Produktion von Getrieben für Militärfahrzeuge. Der wachsende Bedarf der Kriegswirtschaft macht den Ausbau weiterer Fertigungsstätten im Elsass und in Passau nötig. Im April 1944 wird das Stammwerk in Friedrichshafen bei einem Luftangriff zu 80 % zerstört. Der Anteil von Zwangsarbeitern steigt während des Krieges in allen Werken kontinuierlich an, Ende 1944 sind ausländische Arbeitskräfte bei ZF eingesetzt. Am Ende des Krieges besetzen französische Truppen das Werk und erteilen eine beschränkte Fabrikationserlaubnis für die Sparten Verkehrs- und Landmaschinen. In dieser Zeit entsteht auch der Champion, ein einfacher, komplett von ZF gefertigter Kleinwagen. Im August 1946 erfolgt nach monatelangen Verhandlungen die Gründung der Zahnradfabrik Passau GmbH, wo bald darauf mit der Produktion von Schleppergetrieben begonnen wird. Das Stiftungs vermögen der Zeppelin-Stiftung fällt 1947 per Rechtsanordnung an die Stadt Friedrichshafen. Im August 1948 wird ZF von der Liste der zu de montierenden Unternehmen gestrichen. Damit endet wenig später auch die Zwangsverwaltung von ZF. Nach der Währungsreform im Juni bilanziert das Unternehmen neu und kann seine Finanzen auf eine tragfähige Basis stellen. Der Wiederaufbau der Werksanlagen, die Erneuerung und Erweiterung der Maschinenanlagen gehen Ende der 40er Jahre zügig voran. 50er Die Übertragung von 89,8 % der ZF-Aktien auf die Zeppelin-Stiftung beendet eine jahrelange Rechtsunsicherheit um die Zuteilung der vakant gewordenen Aktien der Luftschiffbau Zeppelin GmbH. Anfang der 50er Jahre produziert ZF hauptsächlich Allklauengetriebe für Nutzfahrzeuge erwirbt ZF die Lizenz für die Gemmer-Lenkung, ein Jahr später liefert das Werk Schwäbisch Gmünd bereits die millionste Lenkung nach dem Krieg aus. Ab 1954 werden in diesem Werk auch die ZF-Gemmer-Hydrolenkungen für Nkw und Pkw produziert. Einige Jahre später kann sich die ZF-Kugelmutter-Hydro lenkung auf dem Markt etablieren, allein vom Typ 8052 für Pkw werden 2,4 Mio. Einheiten pro duziert. Die Fertigung von 4- und 5-Gang- Schaltgetrieben für Pkw, den mit ZF-Sperrriegel-Synchro nisierung ausgestatteten Synchro ma-getrieben, wird ausgeweitet. Sie kommen vor allem in Serienfahrzeugen von BMW zum Einsatz. ZF gründet 1958 erstmals auf einem anderen Kontinent ein Tochterunternehmen: ZF do Brasil in São Caetano do Sul in Brasilien. Das Produktionsprogramm umfasst Getriebe und Zahnräder für Kraftfahrzeug- und Schlepper hersteller. Insgesamt beschäftigt ZF erst mals in allen Werken über Mitarbeiter.

61 121 Aufgrund eines 1957 mit der Rockwell-Standard Corporation geschlossenen Lizenzvertrags können in Passau ab 1960 Planetenlenkachsen und Planetenstarrachsen für Lkw und Schlepper in Serie gefertigt werden. Für den Großauftrag von Auto Union über Getriebe für den DKW Junior läuft die Produktion auf Hochtouren wagt ZF den Einstieg in die Formel 1 des Rennsports und rüstet den Lotus des legendären Fahrers Jim Clark mit einem Getriebe aus. 1965, beim Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen, stellt ZF ein Bauprogramm vor, das alle Bereiche der Antriebsund Lenkungstechnik einschließt. Das Unternehmen hat sich zum größten unabhängigen europäi- 60er schen Spezialunternehmen der Antriebs- und Lenkungstechnik entwickelt und produziert in neun Werken. Mit dem Serienstart des ersten von ZF entwickelten Pkw- Automatgetriebes beginnt eine weitere Erfolgsgeschichte für das Unternehmen. Das 3 HP 12 ist ein dreistufiges Automatgetriebe für Pkw mit einem Hubraum zwischen 1,5 und 2,2 Litern. Erste Kunden sind BMW und Peugeot, wenig später folgt Alfa Romeo. Nach einer Verdoppelung des Umsatzes in den 5 vorausgegangenen Jahren übersteigt der Gesamtumsatz des ZF-Konzerns 1970 erstmals die Milliarden- Mark-Grenze. Die Belegschaft zählt Mitarbeiter. Gemeinsam mit dem amerikanischen Getriebehersteller Borg-Warner Corporation wird 1970 die ZF Borg-Warner GmbH gegründet, aus der 2 Jahre später nach Ausscheiden von Borg-Warner die ZF Getriebe GmbH wird. Ziel ist es, am neuen Standort Saarbrücken Automatgetriebe für den europäischen Markt zu produzieren. An alte Traditionen anknüpfend, beginnt ZF wieder mit der Entwicklung und Produktion von Luftfahrtgetrieben. So wird der Hubschrauber BO 105 mit der ZF-Getriebeanlage FS 72 ausgerüstet. Mitte der 70er Jahre boomt der Export, der Ausfuhranteil am Gesamtumsatz liegt bei rund 45 %. Mit der neu entwickelten Baureihe ZF-Ecomat, ausrüstbar mit 4 bis 6 Gängen, beginnt die Serienfertigung von Automatgetrieben für Nutzfahrzeuge. Diese Baureihe wird den Anforderungen des Marktes ständig neu angepasst und trägt maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens in den kommenden Jahren bei. Der Umsatz von ZF übersteigt 1979 erstmals die Grenze von 2 Mrd. Mark. Das Unternehmen beschäftigt jetzt weltweit mehr als Mitarbeiter. 70er 80er Die weltweiten Aktivitäten des Unternehmens werden konsequent vorangetrieben. ZF gründet ZF Japan und ZF of South Africa, nachdem im Jahr zuvor schon ZF of North America etabliert wurde. Auch in Indien und Südostasien ist ZF mit eigenen Gesellschaften vertreten, 1986 wird ein Produktionsstandort in Georgia, USA, aufgebaut. Nach 4 Jahren Entwicklungszeit ist das ZF-Ecosplit- Getriebe für schwere Nutzfahrzeuge serienreif, das durch Splitten der Gangstufen ein ökonomisches Fahren erlaubt. In den folgenden Jahren werden mehr als 2 Mio. Einheiten dieses schweren Nkw-Getriebes gebaut. ZF erwirbt 1984 die Mehrheit der Anteile der von Dr. Jürgen Ulderup gegründeten Lemförder-Gruppe. Das Unternehmen fertigt Kugelgelenke, Spur- und Lenkstangen sowie Präzisionsteile aus Kunststoffen und Gummi-Metall-Verbindungen ein Programm, das die Produktpalette der Getriebe, Achsen und Lenkungen ergänzt. Das erste 4-Gang-Pkw-Automatgetriebe von ZF kommt auf den Markt und ist nur ein Jahr später als 4 HP 22 E mit elektronischer Steuerung erhältlich. In Schwäbisch Gmünd geht die ZF-Servotronic in Serie, eine Lenkung für Pkw, die sich individuell programmieren lässt und deren Lenkkraft sich der Geschwindigkeit anpasst.

62 er ZF firmiert seit Jahresbeginn 1992 unter dem neuen Namen ZF Friedrichshafen AG. Damit wird der Vergrößerung des Produktprogramms und der Erweiterung der Geschäftstätigkeit in außereuropäischen Märkten Rechnung getragen gründen ZF und der chinesische Konzern Beijing North Vehicle Works ein Service Center in der Volksrepublik China. Seit April 1997 wird das automatisierte 12- und 16-Gang-Getriebe ZF AS Tronic in schwere Lkw eingebaut ein Meilenstein hinsichtlich Bedienungserleichterung. ZF ist nicht nur Spezialist der Antriebs-, sondern auch der Fahrwerktechnik: Erstmals werden 1997 komplette Vorder- und Hinter achsen für die neue Mercedes-M-Klasse gefertigt. Zu Beginn des Jahres 1999 nimmt die ZF Lenksysteme GmbH in Schwäbisch Gmünd, ein Gemeinschaftsunternehmen zu gleichen Teilen mit der Robert Bosch GmbH, ihre Tätigkeit auf. ZF bringt den Bereich Lenkungstechnik sowie das Geschäftsfeld Lenksäulen ein, Bosch das Elektronik-Know-how. ZF tritt der Stiftungsinitiative der Deutschen Wirtschaft bei, einem Fond zur Entschädigung betroffener Zwangsarbeiter der Kriegsjahre bis Die Übernahme der Mannesmann Sachs AG mit den vier Geschäftsfeldern Antriebsstrang, Fahrwerk, Gummi-Metall (Boge) und Handel im Oktober des Jahres 2001 ist einer der größten Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens. Die Aktivitäten von Sachs werden im neuen Unternehmensbereich Antriebs- und Fahrwerkkomponenten zusammengefasst. Das von ZF in nur knapp 4 Jahren entwickelte 6-Gang-Automatgetriebe 6 HP 26 für Pkw kommt 2001 in der 7er-Reihe von BMW zum Einsatz beginnt ZF mit der Serienfertigung der neuen Generation von 6-Gang-Automatgetrieben sowie mit der Produktion von Automatgetrieben in China. ZF Lenksysteme startet 2002 die Serienproduktion der Elektrolenkung ZF-Servolectric. Zu den Kunden gehören BMW, Audi und VW. Ein Jahr später folgt die Markteinführung der ZF-Aktivlenkung. Sie wird in die BMW- Modelle der 3er-, 5er- und 6er- Reihe eingebaut. In Schwein furt wird 2008 die erste Produktionsstätte Europas zur industriellen Fertigung von Hybridantriebsmodulen eröffnet. Das 7-Gang- Doppelkupplungsgetriebe, eine Gemeinschaftsentwicklung von Porsche und ZF, geht in Serie. Das 7DT-Sport getriebe ermöglicht sehr gutes Beschleunigungsund Fahrverhalten bei niedrigem Verbrauch. Im November 2008 genehmigt die EU-Kommission die Übernahme der Cherry Corporation mit welt weit rund Mitarbeitern. Als selbstständiges Geschäftsfeld Elektronikkomponenten wird das Unternehmen in den ZF-Konzern integriert und firmiert als ZF Electronics GmbH Das 8-Gang-Automatgetriebe für Pkw geht 2008 in Serie übernimmt ZF den Windkraftgetriebehersteller Hansen Transmissions und integriert ihn als Geschäftsfeld ZF Windpower. Erst ein knappes Jahr zuvor war ZF selbst in den Markt für Windkraftgetriebe eingestiegen. 2011/12 erfolgt die strategische Neuausrichtung der Unternehmensbereiche. Die wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften firmieren als ZF Friedrichshafen AG. An anderer Stelle werden die Weichen für das ZF-Jubiläumsjahr 2015 gestellt: Die Bauarbeiten für die neue Konzernzentrale in Friedrichshafen beginnen, sie wird zum hundertjährigen Bestehen des Konzern 2015 er öffnet. Mit festen Ausstellungs flächen im ZF Forum öffnet sich ZF dann auch für Publikum und interessierte Öffentlichkeit. Die starke globale Position des Konzerns wird sich 2015 auch in den Geschäftszahlen manifestieren: Erstmals erwirtschaftet der Konzern dann den größeren Teil seines Umsatzes außerhalb Europas.

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