Schulbau in Sullia Mit Hand, Herz und Verstand gemeinsam helfen!

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1 Schulbau in Sullia Mit Hand, Herz und Verstand gemeinsam helfen!

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3 Be the Change you wish to see in the World! 3

4 Hand des Menschen Kindern eine Zukunft geben e.v. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Indien und Kenia. Wir wollen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am nötigsten gebraucht wird: bei den Kindern! Da wir eine kleine Organisation sind und alle ehrenamtlich arbeiten, können wir 100 Prozent Effizienz gewährleisten. Durch eine enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort sowie regelmäßigen Besuchen stellen wir einen reibungslosen und zielgerichteten Ablauf sicher. Ihre Ansprechpartner des Vereins Caroline Seidel 1. Vorsitzende Ressort Indien Florian Kaiser 2. Vorsitzender Ressort Kenia Ayla Mayer Vorstand Ressortleitung Indien Mirja Lehleuter Team Ressortleitung Marketing 4

5 I N H A L T Über Hand des Menschen e.v. Kurzbeschreibung Projektziel Ausgangssituation Pläne Projektträger in Indien Einzigartigkeit Mögliche Risiken Nachhaltigkeit Ziele und Maßnahmen Hauptziel Erweiterte Ziele Aktivitäten Maßnahmen Modellansicht Projektträger Hand des Menschen M.B. Sadashiv Foundation Ausgangssituation und Zukunft Zielgruppe Projektvorbereitung 20 Finanzierung Folgekostenfinanzierung Schulsachen für ein Kind Ein Bett für ein Kind Komplettpaket für ein Kind Ein Klassenzimmer Impressum

6 Kurzbeschreibung Die Schule für Mädchen und Jungen mit körperlicher und/oder geistiger Benachteiligung liegt in Sullia, einer kleinen Stadt in ländlicher Gegend im indischen Bundesstaat Karnataka. Die Schule besteht seit dem Jahr 2000 und wird von dem Ehepaar Sadashiv und deren Stiftung betrieben. Zusammen mit dem indischen Ehepaar planen wir den Neubau eines Schulgebäudes. Zur Zeit findet der Unterricht in einem einzigen Raum statt. Das erschwert eine individuelle und gezielte Förderung der Kinder gemäß ihrer Entwicklung. Außerdem planen wir den Bau eines angeschlossenen Internats, damit auch Kinder, die in entlegeneren Dörfern leben, am Unterricht teilnehmen können. Behinderte Menschen gelten in der indischen Gesellschaft als minderwertig und werden aufgrund dessen häufig schlecht behandelt. Deshalb ist dieses Projekt von besonderer Wichtigkeit und einzigartig im Großraum Mangalore. Sullia, Karnataka Projektziel Die neue Schule soll für etwa 60 bis 70 Mädchen und Jungen Platz bieten. Auch Kinder, die zuvor aufgrund von Platz- und Personalmangel nicht zur Schule gehen konnten, sollen nun die Möglichkeit dazu erhalten. Zusätzlich soll das Internat 30 bis 40 Kinder aufnehmen, die nicht die Möglichkeit haben, täglich die Distanz zwischen der Schule und ihrem Zuhause zurück zu legen. Zur Zeit werden die Kinder jeden Morgen aus den Dörfern der Region abgeholt, was einen enormen Aufwand darstellt und bei steigender Schülerzahl nicht mehr möglich ist. 6

7 Ausgangssituation In Indien leben laut Schätzungen etwa 350 Millionen Kinder und Jugendliche; ungefähr 28 Millionen Kinder (6 bis 10 Prozent) haben eine Behinderung. Wie viele davon im Bundesstaat Karnataka leben ist nicht bekannt, jedoch ist die Zahl hoch, was sich in der Nachfrage nach Betreuungsangeboten widerspiegelt. Da die meisten Familien in dieser Gegend von der Landwirtschaft leben, arbeiten die Eltern den ganzen Tag auf den Feldern der lokalen Gummiplantagen. Da die Eltern ihre Kinder zum Arbeiten nicht mitnehmen können, sperren sie sie in das Haus ein oder binden sie davor an. Die Bedingungen, in denen die Kinder aufwachsen müssen, sind zum Teil unmenschlich. Häufig müssen sie Hunger leiden oder werden Opfer von Sexualverbrechen, bei denen sich Männer unerlaubten Zugang zu den Häusern verschaffen, in denen die Kinder eingesperrt oder angebunden sind. Die Sandeep Special School ist die einzige Schule in der Region, in der Kinder mit Benachteiligungen eine angemessene Ausbildung und Erziehung gemäß ihren Möglichkeiten und eine umfassende Betreuung erhalten. Derzeit kann die Schule aber nur ein Betreuungsangebot für etwa 30 Kinder bieten; durch den Neubau können 60 bis 70 Kinder aufgenommen werden, wobei der geschätzte Bedarf bei etwa 200 bis 300 Kinder in der Region liegt. Das vorhandene Gebäude der Schule bietet keinen Raum zur Erweiterung, sodass kein Anbau an diesem Ort durchgeführt werden kann. Langfristig soll durch die Schule auch den Eltern vermittelt werden, wie sie mit ihren Kindern umgehen sollten und wie sie die Kinder in ihre Familiensysteme einbinden können. 7

8 Pläne Internat im Untergeschoss Kapazität für etwa 30 bis 40 Kinder zwei Schlafräume (geschlechtergetrennt) Speisesaal (bei Bedarf 3. Schlafraum) Küche Schule im Obergeschoss Kapazität für etwa 60 bis 70 Kinder zwei Klassenzimmer Speisesaal (bei Bedarf 4. Klassenzimmer) Zimmer mit physiotherapeutischen Geräten Der Projektträger in Indien Das Ehepaar Sadashiv betreibt die bestehende Schule seit dem Jahr 2000 und finanziert diese seither aus eigenen Mitteln sowie kleineren Spenden von Bekannten. Neben der Sandeep Special School betreibt die Familie noch eine Schule für Dorfkinder, die von etwa 150 Kindern täglich besucht wird, sowie ein Frauenhaus mit Beratungszentrum. Nach einem schweren Unfall des Sohnes hatte das Ehepaar eine hohe Summe für Medikamente sowie den monatelangen Aufenthalt im Krankenhaus aufbringen müssen, was die finanzielle Situation sehr strapazierte. Dazu kommt, dass immer mehr Kinder und Jugendlich die Angebote des Ehepaars wahrnehmen möchten. Mit den derzeitigen Mitteln des Ehepaars ist dies jedoch langfristig nicht machbar. Das Grundstück für etwa Euro wurde bereits von dem Ehepaar erworben. 8

9 Einzigartigkeit Die Sandeep-Special-School in Sullia ist das einzige Projekt zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit körperlicher und/oder geistiger Beeinträchtigung. Dies erklärt die große Relevanz des Projektes für die Region. Um auch denjenigen Kindern Bildung/Förderung vermitteln zu können, die in entlegeneren Gebieten leben, ist der Bau eines Internats von absoluter Notwendigkeit. Neben warmem Mittagessen kann so auch eine medizinische Versorgung gewährleistet werden, die die Eltern nicht finanzieren können. Mögliche Risiken Der Bau von Schule und Internat wird etwa drei Monate in Anspruch nehmen. Wenn bis Januar 2015 mit dem Bau begonnen werden kann, ist nicht mit gravierenden Preisanstiegen zu rechnen. Bei einer wesentlichen Verzögerung des Baubeginns könnte dies allerdings zu Auswirkungen auf die Projektkosten führen. Finanziell werden wir uns vor Beginn des Baus so absichern, dass eventuell ansteigende Preise in vertretbarem Rahmen gedeckt werden können. Zu bedenken sind eventuell zusätzlich anfallende Kosten nach Fertigstellung des Rohbaus. Diese werden aber zum Großteil von unserem Partner getragen oder durch die vermittelten Patenschaften finanziell gestützt. Durch diese langfristige Unterstützung können die Risiken eines finanziellen Engpasses nach dem Bau minimiert werden. 9

10 Außerdem ist zu erwarten, dass die räumlichen Kapazitäten langfristig an ihre Grenzen stoßen könnten, sodass eine Erweiterung angedacht werden muss. Diese Möglichkeiten werden derzeit weiter abgeklärt. Schon jetzt ist die Schule aber auch so konzipiert, dass die Räume unter Umständen doppelt genutzt werden können und die Kapazitäten somit sowohl im Schul- als auch Internatsbereich ohne weiteren Anbau ausgebaut werden können. Nachhaltigkeit Die Nachhaltigkeit nach dem Förderzeitraum wird zunächst durch die bereits bestehenden zweckgebundenen Patenschaften sicher-gestellt. Durch diese monatliche Förderung werden grundlegende Kosten gedeckt, sodass unser Partner entlastet ist und demnach die weiteren anfallenden monatlichen Kosten übernehmen kann. Zudem haben die Projekte der indischen M.B. Sadashiv Foundation bereits seit 14 Jahren sehr großen Erfolg aufgewiesen. 10

11 Ziele und Maßnahmen Hauptziel Ein Beitrag zur Verbesserung der grundlegenden Bildung von Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Benachteiligung in der Region Sullia gemäß dem zweiten Ziel der United Nations Millennium Development Goals. Aktueller Stand in Sullia: eine von privatem Träger finanzierte Schule für körperlich und/oder geistig benachteiligte Kinder wird momentan von 21 Mädchen und Jungen besucht. Erweiterte Ziele 1. Die Kinder Bis Sommer 2015 sollen insgesamt 60 bis 70 Kinder der Region um Sullia die Sandeep Special School besuchen können, um dort eine grundlegende Ausbildung ihrer Fähigkeiten bzw. einen Grundschulabschluss erreichen zu können. Neben Bildung soll die Schule auch den Zweck der Betreuung der Kinder und der Lebensmittelversorgung erfüllen. 2. Die Eltern Innerhalb der Schule soll es ein Beratungs- und Fortbildungsangebot für die Eltern der Kinder geben. Dieses Angebot ist darauf ausgerichtet, den Eltern zu vermitteln, wie sie ihre Kinder in den Familienalltag eingliedern können, was für viele Familien auf Grund der sozialen und ökonomischen Situation eine große Herausforderung darstellt. 11

12 Aktivitäten 1. Kauf eines neuen Grundstücks, Einebnung des Grunds und Bau der Schule gemäß behindertengerechten Standards mit regionalen Arbeitskräften und Beteiligung von Vereinsmitgliedern aus Deutschland. 2. Möblierung der Schule und des Internats. 3. Aufbau des Bildungs- und Verpflegungsangebotes, Einstellung von neuem Personal aus dem sozialpädagogisch geführten Frauenhaus des privaten Trägers 4. Vertiefende Schulung der Angestellten in Bereichen der Behindertenarbeit, Hygiene und Pflege. Maßnahmen... für die Kinder Bisher besteht ein massives Unterangebot für Betreuung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, da die bestehende Schule zu klein (ein Klassenraum mit 25 Quadratmetern und ein Lehrerzimmer mit 7 Quadratmetern) und die einzige der Region ist. Da das Grundstück keinen Erweiterungsbau zulässt, muss die Schule auf einem anderen Grundstück gebaut werden, das bereits von der M.B. Sadashiv Foundation im Gesamtwert von umgerechnet Euro erworben wurde. Auf diesem Grundstück soll eine Schule und ein Internat entstehen. Die Schule soll drei Klassenzimmer und einen Raum für physiotherpeutische Behandlungen umfassen. Das Internat ist hauptsächlich für Kinder gedacht, die zu Hause keine Betreuung erfahren oder aufgrund starken Regens die Schule nicht ganzjährig besuchen können. Die gesamte Nachfrage an Schulplätzen in der Region lässt sich auf etwa 300 bis 12

13 400 Kinder beziffern (Geschlechterverteilung: ca. 50 %). Das Gelände liegt in Hanglage, weshalb die Schule als ein zweistöckiges Gebäude entstehen wird. Der obere Stock wird nach oben und der untere nach unten ebenerdig sein. Internat und Schule werden baulich getrennt sein. Innerhalb des Hauses wird der Bau gemäß internationalen Standards behindertengerecht ausgebaut, sodass die Kinder sich frei bewegen können und eine vollständige Nutzung der Räumlichkeiten gewährleistet ist. Die M.B. Sadashiv Foundation kümmert sich um Arbeitskräfte aus der Region. Ein Architekt entwickelte die Baupläne und wird den Bau ehrenamtlich begleiten. Insgesamt sind mit Personalkosten von etwa Euro zu rechnen. Das Gebäude wird mit Ziegelsteinen gebaut, die Böden werden aus Stahl und Beton sein. Insgesamt sind mit Kosten von Euro ( Euro für die Schule und Euro für das Internat) zu erwarten. Zudem soll das Haus mit Elektrizität, einer eigenständigen, sauberen Wasserversorgung, sanitären Anlagen und einer Großküche im Gesamtwert von Euro ausgestattet werden. Das Grundstück ist bereits baubereit durch die Vorbereitungen der M.B. Sadashiv Foundation. Für die Möblierung der Schule mit Stühlen, Tafeln, Lehrmaterial und Geschirr ist mit Euro zu rechnen. Im Internat müssen Betten, Decken, Kissen, Matratzen, Tische, Stühle, Geschirr und weitere Küchenutensilien angeschafft werden, was sich auf ungefähr Euro belaufen wird.... für die Eltern Für das zweite Unterziel fallen keine weiteren Kosten an, da die Beratung und Schulung des Personals von der M.B. Sadashiv Foundation bezahlt wird. 13

14 Modellansicht 14

15 15

16 Projektträger Hand des Menschen e.v. Hand des Menschen Kindern eine Zukunft geben e.v. Haardter Str Neustadt Internet: Ansprechpartner für den Schulbau Caroline Seidel 1. Vorsitzende Ressort Indien David Pistorius Ressort Marketing Ayla Mayer Ressortleitung Indien 16 Mirja Lehleuter Ressortleitung Marketing

17 Die Idee zur Gründung von Hand des Menschen e.v. entwickelte sich aus den persönlichen Erfahrungen der beiden Gründungsmitgliedern Caroline Seidel und Ayla Mayer, die sie während ihrer Aufenthalte in Indien und Kenia mit den lokalen Lebensumständen machten. So kam es 2012 zur Gründung von Hand des Menschen als ein nach 21 BGB registrierter Verein mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz. Ziel unserer Satzung ist Hilfe zur Selbsthilfe. Unsere Arbeit fußt auf den Grundsteinen Gesundheit und Bildung. Im Fokus unserer Hilfe in Kenia stehen besonders Waisenkinder, in Indien unterstützen wir von starker Armut betroffene Mädchen sowie Kinder mit Behinderung. Zu Beginn der Vereinstätigkeit unterstützte Hand des Menschen ein Kleinprojekt in Indien zur Verbesserung der Bildung und Verpflegung. Heute fördern wir insgesamt sechs Projekte in Indien und Kenia. Wir arbeiten ausschließlich mit uns persönlich bekannten Partnern vor Ort zusammen und besuchen regelmäßig die Projekte. Die Unterstützung unseres Vereins setzt sich aus allgemeinem Spendenaufkommen und personenbezogenen Patenschaften zusammen. Neben der finanziellen Unterstützung schaffen wir einen persönlichen Austausch zwischen Patenkindern und Paten, um das soziale Bewusstsein unserer Unterstützer zu stärken. Heute hat der Verein rund 20 aktive Mitglieder, die ehrenamtlich tätig sind. Wir erreichen mit unserer Arbeit 600 Kinder, davon knapp 100 durch Patenschaften. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Spenden für den Verein auf etwa Euro. Die Mittel stammen überwiegend aus privaten Spenden bzw. Sponsorenläufen der regionalen Schulen sowie aus sonstigen Veranstaltungen des Vereins. 17

18 M.B. Sadashiv Foundation M.B. Sadashiv Main Road Sullia P.O.Sullia T Q D.K , Sullia M.B. Sadashiv Foundation ist eine private Stiftung, die im Jahr 2000 vom indischen Ehepaar Sadashiv gegründet wurde. Ziel der Stiftung ist die Unterstützung der Bevölkerung des Regenwaldes sowie die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen, Kindern und Kindern mit Behinderung in der Region Sullia. Die Stiftung unterhält derzeit drei Projekte: zwei Schulen und ein Woman Empoweringcenter. Das Center hilft Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, durch rechtliche Beratung und Wiedereingliederung in das soziale Leben. Die Arbeit in den Schulen geht über die Vermittlung von Schulbildung hinaus. Das Projekt Schule im Regenwald kümmert sich um eine grundlegende Verpflegung der Regenwaldbevölkerung und bietet Hygieneschulungen sowie Computerseminare für Erwachsene an, mit dem Ziel deren berufliche Perspektive zu verbessern. In der Sandeep Special School werden Kinder mit Behinderung umfassend betreut. Je nach Grad der Behinderung werden Kinder darin unterstützt einen Schulabschluss zu erhalten oder grundlegende Lebensfunktionen wie Sprechen oder das Einnehmen von Nahrung zu erlernen. Die M.B. Sadashiv Foundation hat ihren Sitz in Sullia und beschäftigt derzeit 13 Angestellte. Die Projekte der Stiftung werden durch das Privatvermögen des Ehepaars Sadashiv und durch die finanzielle Unterstützung von Hand des Menschen getragen. 18

19 Die Kooperation zwischen Hand des Menschen und der M.B. Sadashiv Foundation besteht seit November 2012, wobei der Kontakt durch den Lions Club India vermittelt wurde, in dem das Ehepaar Sadashiv aktiv ist. Hand des Menschen fördert derzeit 21 Kinder der Sandeep Special School durch eine Patenschaft von jeweils zehn Euro im Monat. Zudem trägt Hand des Menschen einen Großteil der Kosten der Erweiterung der Sandeep Special School. Die Zusammenarbeit zwischen unserem Verein und der M.B. Sadashiv Foundation verläuft reibungslos. Wir hatten mit dem Ehepaar Sadashiv seit 2012 regelmäßig persönlichen Kontakt, was die Basis unserer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit ist. Vertraglich ist festgehalten, dass der Verein einmal monatlich einen Bericht über die Entwicklung der Kinder sowie über die Verwendung der finanziellen Mittel erhält. Dieser Reportpflicht kommt das Ehepaar Sadashiv stets nach. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass die M.B. Sadashiv Foundation ein zuverlässiger und verantwortungsbewusster Partner ist. Durch Besuche unserer Mitglieder, die mehrmals im Jahr stattfinden, konnten wir uns vom Erfolg und der Nachhaltigkeit der Projekte überzeugen. 19

20 Ausgangssituation und Zukunft Die Kleinstadt Sullia liegt mir ihren Bewohnern im Bundesstaat Karnataka. Sie liegt in ländlichem Gebiet in den südwestlichen Regenwäldern Indiens. Sullia ist die Hauptstadt der zahlreichen Dörfer der Umgebung. Die gesamte Region ist stark auf die Agrarwirtschaft, vor allem Gummi, angewiesen, weshalb in großen Plantagen Gummibäume angepflanzt werden. Auf diesen Plantagen arbeitet ein Großteil der ärmeren Bewohner, die in Wohnungen auf den Plantagen untergebracht sind. Wie viele Kinder, insbesondere Kinder mit Behinderungen, in Sullia leben, ist nicht genau bekannt. Durch persönliche Besuche der Stadt und der Region bemerkten wir allerdings die hohe Anzahl von Kindern und wissen, dass etwa 200 bis 300 Kinder mit Benachteiligung ein Angebot von Betreuung und Förderung bräuchten. Die neue Schule wird auf einem gut erreichbaren Grundstück im Stadtzentrum gebaut. Der Schulbetrieb wird ausschließlich durch die privaten Mittel der M.B. Sadashiv Foundation sowie den Patenschaften von Hand des Menschen finanziert. Der Schulbesuch wird aufgrund der ökonomischen Situation der Familien kostenfrei sein, was für Indien untypisch ist. Bisher können Kinder aus einem Umkreis von bis zu 20 Kilometern abgeholt werden und täglich in die Schule und wieder zurück gebracht werden. Aufgrund der schlecht gepflegten Straßen ist das aber zur Regenzeit nicht möglich. Das vorhandene Schulgebäude besteht aus einem Klassenzimmer und einem sehr kleinen Lehrer- und Lehrmittelraum. Im Klassenzimmer werden die Kinder unabhängig von ihrer Behinderung gemeinsam unterrichtet. Dabei ist besonders problematisch, dass nicht alle Kinder ausreichend und entsprechend ihrer Bedürfnisse gefördert werden können, sodass ein Ausbau der Räumlichkeiten dringend nötig ist. Die Kinder werden derzeit von drei Fachkräften betreut, womit auch die Möglichkeiten einer physiotherapeutischen Behandlung körperlicher Beschwerden eingeschränkt sind. 20

21 Zielgruppe Die Zielgruppe unseres Projekts sind Kinder und Jugendliche mit körperlicher und/oder geistiger Beeinträchtigung aus Sullia und der näheren Umgebung (ungefähr 50 Kilometer). Von dem Ausbau können in den ersten Jahren etwa 60 bis 70 Kinder profitieren, wobei die Möglichkeit zur Erweiterung des Angebots erhalten werden soll. Eine mögliche Erweiterung würde bedeuten, dass weitere 30 bis 40 Kinder täglich Nahrung bekommen, Bildung und Förderung entsprechend ihrer Fähigkeiten sowie medizinische Verpflegung und Therapie erhalten und betreut werden. Ökonomisch schwach gestellte Familien, die die Betreuung ihrer Kinder nicht selbst gewährleisten können, sollen von der Schule besonders profitieren. Deshalb wird der Schulbesuch auch in den kommenden Jahren kostenfrei bleiben. Projektvorbereitung Seit knapp zwei Jahren kooperiert Hand des Menschen mit dem Ehepaar Sadashiv, um die Schule zu unterstützen und eine Erweiterung zu ermöglichen. Seit über einem Jahr arbeiten wir am Neubau der Schule. Somit sind die Pläne mittlerweile ausgereift und auch bereits mehrfach optimiert worden. Das Ehepaar Sadashiv hat im Laufe des letzten Jahres aus eigenen Mitteln das Grundstück gekauft, auf dem die Schule gebaut werden kann. Kommunale Behörden oder der indische Staat kommen leider nicht für die Unterbringung oder die Schulbildung von jungen Menschen mit Behinderungen auf, weshalb die Initiative aus privaten Mitteln finanziert werden muss. Während der letzten drei Besuche konnten wir uns von der Integrität der M.B. Sadashiv Foundation überzeugen und uns vertraglich rückversichern. 21

22 Finanzierung Einmalige Ausgaben in Euro* in Rupien* Investitionen Schulbau Bau des Internat Elektrizität Wasseranschluss/Sanitäranlagen Großküche Zwischensumme Einrichtungsgegenstände Internat 30 Lattenroste 30 Betten 30 Decken 30 Matratzen Esstische Moskitonetze Geschirr Sonstiges Schule 60 Stühle 60 Tische 4 Tafeln Lehrmaterial Zwischensumme Gesamtausgaben *Währungskurs: 1 Euro = 82,10 Rupien 22

23 Monatliche Ausgaben in Euro* in Rupien* Allgemein Wasser Elektrizität Essen Medizin Transport Zwischensumme Versorgungspersonal Herbergsvater Assistent Koch Küchenpersonal Aya (Helferin) Sicherheitsleute Fahrer Arzt Zwischensumme Lehrpersonal Schulleiter 3 Lehrkräfte Zwischensumme Gesamtausgaben *Währungskurs: 1 Euro = 82,10 Rupien 23

24 Folgekostenfinanzierung Für den weiteren Schulbetrieb müssen neben den derzeit beschäftigten drei Lehrkräften mindestens zwei weitere eingestellt werden. Hinzu kommt ein Physiotherapeut, der entweder täglich für mehrere Stunden da ist, oder mindestens drei Mal wöchentlich eine Behandlung der Kinder anbietet. Es hat sich bereits eine Physiotherapeutin bereit erklärt das Projekt mit zu betreuen. Auch wäre eine Kooperation mit der Ausbildungsstätte für Physiotherapeuten, die sich ganz in der Nähe befindet, vorstellbar. Die teilweise schon bestehenden Fördermöglichkeiten sollen durch den Neubau ausgebaut werden. Für das Internat ist es notwendig mindestens zwei weitere Betreuungspersonen einzustellen, die sich neben dem Kochen auch um das Waschen und Putzen kümmern. Zudem muss eine Betreuungsperson für die Pflege und Aufsicht der Kinder und Jugendlichen eingestellt werden. Diese Personen müssen im Internat schlafen und dort leben können. Dabei ist eine Kooperation mit dem von der Stiftung betriebenen Frauenhaus angedacht, an das sich viele geschiedenen Frauen wenden, denen man durch eine Arbeitsstelle finanzielle Unabhängigkeit gewährleisten könnte. Die Folgekostenfinanzierung ist zum Großteil durch das Stiftungsvermögen und die Patenschaften gedeckt, sodass sichergestellt werden kann, dass der tägliche Betrieb stattfinden wird. Eventuell wird es notwendig sein bei Erweiterungen oder größeren Anschaffungen nochmals an die Öffentlichkeit heranzutreten, um weitere finanzielle Mittel in Form von Spenden zu sammeln. 24

25 25

26 Schulsachen für ein Kind 18,80 Euro 1,20 Euro 0,60 Euro + 17 Euro 26

27 Ein Bett für ein Kind 66 Euro 3 Euro 49 Euro 14 Euro 27

28 Komplettpaket für ein Kind 85 Euro 19 Euro + 66 Euro 28

29 Ein Klassenzimmer 319,50 Euro 15x 15x 15x 1x 18 Euro 9 Euro 255 Euro 37,50 Euro 29

30 Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserem Projekt und würden uns freuen von Ihnen zu hören. Gemeinsam Kindern eine Zukunft geben! 30

31 Impressum Hand des Menschen - Kindern eine Zukunft geben e.v. Haardter Straße Neustadt mail: IBAN: DE BIC: MALADE51DKH Sparkasse Rhein Haardt Herausgeber: Vorsitz: Redaktion: Bilder: Grafiken: Layout: Hand des Menschen Kindern eine Zukunft geben e.v. Caroline Seidel Florian Kaiser, Mirja Lehleuter, Ayla Mayer, Gerald Michels, Caroline Seidel, Christiane Seidel, Jana Zuber Ayla Mayer, Caroline Seidel, Moritz Hilgarth, Jana Zuber Roland Seidel, Jana Zuber und Judith Zuber Patrick Lienhart, Jana Zuber 31

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