SafeGuard Easy Administratorhilfe. Produktversion: 6

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1 SafeGuard Easy Administratorhilfe Produktversion: 6 Stand: Februar 2012

2 Inhalt 1 Über Sophos SafeGuard (SafeGuard Easy) Erste Schritte Installation Anmeldung am SafeGuard Policy Editor Lizenzen Mit Richtlinien arbeiten Mit Konfigurationspaketen arbeiten Exportieren des Unternehmens- und Sicherheitsbeauftragten-Zertifikats Company Certificate Change Orders Prüfen der Datenbankintegrität Administrative Zugangsoptionen für Endpoint-Computer Standardrichtlinien Richtlinieneinstellungen Die Power-on Authentication (POA) Festplattenverschlüsselung SafeGuard Data Exchange Cloud Storage Sophos SafeGuard und selbst-verschlüsselnde Opal-Festplatten Sicheres Wake on LAN (WOL) Token und Smartcards Recovery-Optionen Recovery mit Local Self Help Recovery mit Challenge/Response System-Recovery Wiederherstellen einer Sophos SafeGuard Datenbank Wiederherstellen einer beschädigten SafeGuard Policy Editor Installation Aktualisierung Migration

3 29 Deinstallation - Überblick Technischer Support Rechtliche Hinweise

4 SafeGuard Easy 1 Über Sophos SafeGuard (SafeGuard Easy) Sophos SafeGuard (SafeGuard Easy) schützt die Informationen auf Endpoints durch ein richtlinienbasiertes Verschlüsselungskonzept. Die Verwaltung erfolgt über den SafeGuard Policy Editor. Mit dem SafeGuard Policy Editor werden Richtlinien angelegt und verwaltet. Darüber hinaus bietet der SafeGuard Policy Editor Recovery-Funktionen. Die Richtlinien werden in Konfigurationspaketen an die Endpoints verteilt. Auf Benutzerseite sind Datenverschlüsselung und Schutz vor Angreifern die primären Sicherheitsfunktionen. Sophos SafeGuard fügt sich dabei nahtlos in die gewohnte Benutzerumgebung ein und lässt sich leicht und intuitiv bedienen. Die Sophos SafeGuard eigene Authentisierung, die Power-on Authentication (POA), sorgt für den umfassenden Zugriffsschutz und bietet komfortable Unterstützung bei der Wiederherstellung von Anmeldeinformationen. Sophos SafeGuard Komponenten Sophos SafeGuard besteht aus folgenden Komponenten: Komponente SafeGuard Policy Editor Sophos SafeGuard Datenbank Beschreibung Sophos SafeGuard Management-Werkzeug zur Erstellung von Richtlinien für die Verschlüsselung und Authentisierung. Der SafeGuard Policy Editor erstellt während der Erstkonfiguration eine Standardrichtlinie. Der SafeGuard Policy Editor bietet außerdem Recovery-Funktionen, mit denen Benutzer wieder Zugriff auf Ihre Computer erlangen können, wenn sie z. B. ihr Kennwort vergessen haben. Die Sophos SafeGuard Datenbank enthält alle relevanten Richtlinieneinstellungen für die Endpoints. 4

5 Administratorhilfe Komponente Sophos SafeGuard Software auf Endpoints Beschreibung Software zur Datenverschlüsselung auf Endpoints. Produktnamen In dieser Hilfe werden die folgenden Produktnamen verwendet: Produktname Sophos SafeGuard Easy (SGE) Sophos SafeGuard Disk Encryption (SDE) bis 5.60 Sophos Disk Encryption 5.61 SafeGuard Enterprise Sophos Enterprise Console Beschreibung Sophos SafeGuard Standalone-Verschlüsselungssoftware. Ab Version 5.x wird der SafeGuard Policy Editor für die Konfiguration von Richtlinien und für Helpdesk-Aufgaben verwendet. SafeGuard Standalone-Verschlüsselungssoftware, verfügbar im Bundle mit Endpoint Security and Data Protection (ESDP) bis Version 10. Festplattenverschlüsselung verwaltet durch Sophos Enterprise Console ab Version 5.1. Umfassende, modulare SafeGuard Verschlüsselungs-Suite mit zentraler rollenbasierter Verwaltung, die Daten auf Endpoints vor dem Zugriff durch nicht autorisierte Personen schützt. Sophos-Konsole für die Verwaltung und Aktualisierung von Sophos Sicherheitssoftware. Mit Version 5.1 verwaltet diese Konsole auch die Verschlüsselung auf Endpoints (Sophos Disk Encryption 5.61). 1.1 SafeGuard Policy Editor Der SafeGuard Policy Editor ist die Management-Konsole für durch Sophos SafeGuard geschützte Endpoints. Der SafeGuard Policy Editor wird auf dem Computer installiert, auf dem Sie die administrativen Aufgaben ausführen möchten. Als Sicherheitsbeauftragter benutzen Sie den SafeGuard Policy Editor zur Verwaltung von Sophos SafeGuard Richtlinien und zur Festlegung von Konfigurationseinstellungen für Endpoints. Sie veröffentlichen Richtlinien und Einstellungen in Konfigurationspaketen und installieren Sie auf den Endpoints. Es können mehrere dieser Konfigurationspakete erzeugt und dann über Third-Party-Mechanismen verteilt werden. Sie verteilen die Pakete bei der Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware. Später können Sie weitere Pakete installieren, um die Einstellungen auf Endpoints zu ändern. 5

6 SafeGuard Easy Der SafeGuard Policy Editor bietet außerdem Recovery-Funktionen, mit deren Hilfe sich der Zugang zu Endpoints wieder herstellen lässt, wenn Benutzer zum Beispiel ihr Kennwort vergessen haben. Features SafeGuard Policy Editor bietet folgende Features: Standardkonfiguration: Während der Erstkonfiguration erstellt der SafeGuard Policy Editor automatisch eine Standardrichtlinie mit vordefinierten empfohlenen Richtlinien für Endpoints. Sie können die Standardrichtlinie Ihren Anforderungen anpassen. Administrative Zugangsoptionen: Die administrativen Zugangsoptionen Service Accounts und POA-Benutzer bieten speziellen Zugang für die Durchführung von Aufgaben nach der Installation und administrativen Aufgaben auf den Endpoints. Schlüssel für die Verschlüsselung: Für SafeGuard Device Encryption (volume-basierende Verschlüsselung) wird ein automatisch generierter Computerschlüssel verwendet. Für SafeGuard Data Exchange (dateibasierende Verschlüsselung) werden lokal auf dem Endpoint angelegte Schlüssel verwendet. Local Self Help: Für Recovery-Vorgänge (zum Beispiel, wenn der Benutzer sein Kennwort vergessen hat) bietet Sophos SafeGuard die bequeme und benutzerfreundliche Recovery-Option Local Self Help. Mit Local Self Help können sich Benutzer, die ihr Kennwort vergessen haben, auch ohne Helpdesk-Hilfestellung wieder an ihrem Computer anmelden. Challenge/Response mit Helpdesk-Hilfestellung: Das Challenge/Response-Verfahren mit Helpdesk-Hilfestellung kann von Benutzern angefordert werden, wenn sie ihr Kennwort vergessen oder zu häufig falsch eingegeben haben. Das Verfahren lässt sich außerdem für Recovery-Vorgänge bei einer beschädigten POA anwenden. Das Challenge/Response-Verfahren basiert auf spezifischen Schlüssel-Recovery-Dateien, die automatisch bei der Konfiguration des Sophos SafeGuard Endpoint generiert werden. 6

7 Administratorhilfe Datenbank Die Sophos SafeGuard Richtlinien werden in einer SQL-Datenbank auf dem Administrator-Computer abgelegt. Steht keine vorhandene SQL Server Instanz zur Verfügung, so werden Sie während der Installation des Sophos SafeGuard Policy Editor dazu aufgefordert, Microsoft SQL Server 2005 Express zu installieren. Zu diesem Zweck ist Microsoft SQL Server 2005 Express in Ihrer Produktlieferung enthalten. Migration Sie können eine Migration auf SafeGuard Enterprise mit zentraler Verwaltung durchführen, um den vollen Funktionsumfang von SafeGuard Enterprise zu nutzen. Protokollierung Für durch Sophos SafeGuard geschützte Computer findet die Protokollierung in der Windows-Ereignisanzeige statt. Unterschiede zwischen SafeGuard Policy Editor und SafeGuard Management Center Das SafeGuard Management Center bietet einen zentralen Management Server sowie erweiterte Verwaltungsfunktionen: Active Directory Import mit Benutzer- und Domänenverwaltung Zentrale Protokollierung Definierbare administrative Rollen Das SafeGuard Management Center steht mit SafeGuard Enterprise zur Verfügung. Im SafeGuard Management Center können Sie auch für Sophos SafeGuard Computer, die keine Verbindung zu einem SafeGuard Enterprise Server haben, Einstellungen definieren und Konfigurationspakete erstellen. 1.2 Sophos SafeGuard auf Endpoint-Computern Die zentralen Sicherheitsfunktionen von Sophos SafeGuard sind die Verschlüsselung von Daten sowie der Schutz vor nicht autorisiertem Zugriff auf den Computer. Sophos SafeGuard fügt sich dabei nahtlos in die gewohnte Benutzerumgebung ein und lässt sich leicht und intuitiv bedienen. Die Sophos SafeGuard eigene Authentisierung, die Power-on Authentication (POA), sorgt für umfassenden Zugriffsschutz und bietet komfortable Unterstützung bei der Wiederherstellung von Anmeldeinformationen. Unterstützte Features Welche Features verfügbar sind, hängt von der jeweiligen Lizenz ab. Festplattenverschlüsselung Stellt sicher, dass alle Daten auf den angegebenen Volumes (inkl. Boot-Volume, Festplatte, Partitionen) transparent verschlüsselt sind (Boot-Dateien, Swapfiles, Dateien für den Ruhezustand/Hibernation File, temporäre Dateien, Verzeichnisinformationen usw.) ohne dass sich der Benutzer in seiner Arbeitsweise anpassen oder auf Sicherheit achten muss. 7

8 SafeGuard Easy Power-on Authentication Die Benutzeranmeldung an das Gerät findet unmittelbar nach dem Einschalten statt. Nach erfolgreicher Power-on Authentication erfolgt die Anmeldung am Betriebssystem automatisch. SafeGuard Data Exchange Mit SafeGuard Data Exchange können Benutzer Daten auf beliebigen wechselbaren Speichermedien, die mit ihren Computern verbunden sind, verschlüsseln und diese Daten einfach und sicher mit anderen Benutzern austauschen. Alle Ver- und Entschlüsselungsprozesse laufen transparent und mit minimaler Benutzerinteraktion ab. SafeGuard Cloud Storage SafeGuard Cloud Storage bietet dateibasierende Verschlüsselung von in der Cloud gespeicherten Daten. Das Modul beeinflusst nicht die Art und Weise, wie Benutzer mit in der Cloud gespeicherten Daten arbeiten. Lokalen Kopien von Cloud-Daten werden transparent verschlüsselt und blieben auch verschlüsselt, wenn sie in der Cloud gespeichert werden. 8

9 Administratorhilfe 2 Erste Schritte Dieser Abschnitt erklärt die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen für eine erfolgreiche Installation von Sophos SafeGuard. 2.1 Strategie für den Einsatz von Sophos SafeGuard Bevor Sie Sophos SafeGuard auf den Endpoint-Computern installieren, sollten Sie eine Strategie für den Einsatz von Sophos SafeGuard festlegen. Dabei sollten Sie folgende Optionen berücksichtigen: Richtlinien Sophos SafeGuard bietet folgende Optionen: Standardrichtlinie Sophos SafeGuard bietet eine vordefinierte Standardrichtlinie mit vordefinierten Einstellungen für die Verschlüsselung und die Authentisierung zur schnellen und einfachen Umsetzung von Richtlinien auf Endpoint-Computern. Während der Erstkonfiguration des SafeGuard Policy Editor wird die Standardrichtlinie automatisch erstellt. Für Details zur Standardrichtlinie und den definierten Einstellungen, siehe Standardrichtlinien (Seite 64). Definition eigener Richtlinien Sollte die Standardrichtlinie nicht alle Ihre spezifischen Anforderungen abdecken, können Sie sie im SafeGuard Policy Editor bearbeiten oder Ihre eigenen Richtlinien erstellen. Für Details zum Erstellen von Richtlinien, siehe Mit Richtlinien arbeiten (Seite 42). Für Details zur Verteilung und Umsetzung von Richtlinien auf den Endpoint-Computern, siehe Mit Konfigurationspaketen arbeiten (Seite 47). Für eine detaillierte Beschreibung aller verfügbaren Richtlinien und Einstellungen, siehe Richtlinieneinstellungen (Seite 69). Administrative Zugangsoptionen Um es Benutzern zu ermöglichen, sich nach der Installation von Sophos SafeGuard zur Durchführung von administrativen Aufgaben an Endpoint-Computern anzumelden, bietet Sophos SafeGuard zwei verschiedene Benutzerkontotypen. Service Accounts für die Windows-Anmeldung Mit Service Accounts können sich Benutzer (z. B., Mitarbeiter des IT-Teams, Rollout-Beauftragte) zur Ausführung administrativer Aufgaben nach der Installation von Sophos SafeGuard an Endpoint-Computern an Windows anmelden, ohne die Power-on Authentication zu aktivieren und ohne, dass sie als Benutzer zum Computer hinzugefügt werden. Service Account Listen werden den Endpoint-Computern über Richtlinien zugewiesen. Sie sollten bereits im ersten Sophos SafeGuard Konfigurationspaket, das Sie für die Konfiguration der Endpoint-Computer erstellen, enthalten sein. Um Service Account 9

10 SafeGuard Easy Listen zu ändern, können Sie ein neues Konfigurationspaket erstellen und es vor Aktivierung der POA an die Endpoint-Computer verteilen. Für weitere Informationen, siehe Service Account Listen für die Windows-Anmeldung (Seite 54). POA-Benutzer für die Anmeldung an die POA POA-Benutzer sind vordefinierte lokale Benutzerkonten, die es Benutzern (z. B. Mitgliedern des IT-Teams) ermöglichen, sich nach der Aktivierung der POA an Endpoint-Computern zur Ausführung administrativer Aufgaben anzumelden. POA-Benutzer ermöglichen die Anmeldung an der POA, eine automatische Anmeldung an Windows erfolgt nicht. Sie können POA-Benutzer im SafeGuard Policy Editor anlegen, diese in POA-Gruppen gruppieren und die Gruppen über Sophos SafeGuard Konfigurationspakete den Endpoints zuweisen. Für weitere Informationen, siehe POA-Benutzer für die Anmeldung an die POA (Seite 59). Recovery-Optionen Für Recovery-Vorgänge (z. B., wenn Benutzer ihr Kennwort vergessen haben) bietet Sophos SafeGuard folgende Recovery-Optionen: Recovery für die Anmeldung mit Local Self Help Mit Local Self Help können sich Benutzer, die ihr Kennwort vergessen haben, ohne Unterstützung durch einen Helpdesk wieder an ihrem Computer anmelden. Um wieder Zugang zu ihrem Computer zu erhalten, beantworten die Benutzer einfach eine Reihe von vordefinierten Fragen in der Power-on Authentication. In der Standardrichtlinie ist Local Self Help standardmäßig aktiviert und konfiguriert. Wenn Sie die Standardkonfiguration nicht verwenden, müssen Sie Local Self Help in einer Richtlinie aktivieren und die vom Endbenutzer zu beantwortenden Fragen definieren. Für weitere Informationen, siehe Recovery mit Local Self Help (Seite 132). Recovery mit Challenge/Response Das Challenge/Response Recovery-Verfahren ist ein sicheres und effizientes Recovery-System, das Benutzer unterstützt, die sich an ihrem Computer nicht mehr anmelden oder nicht auf verschlüsselte Daten zugreifen können. Für das Challenge/Response Verfahren ist die Unterstützung durch einen Helpdesk erforderlich. In der Standardrichtlinie ist Challenge/Response standardmäßig aktiviert. Wenn Sie die Standardkonfiguration nicht verwenden, müssen Sie Challenge/Response in einer Richtlinie aktivieren. Für Daten-Recovery-Vorgänge mit Challenge/Response müssen zunächst im SafeGuard Policy Editor spezifische Dateien (virtuelle Clients) erstellt werden. Für weitere Informationen, siehe Recovery mit Challenge/Response (Seite 138) und Anlegen von virtuellen Clients (Seite 144). 10

11 Administratorhilfe 2.2 Installer Download 1. Laden Sie die Installer und die Dokumentation von der Sophos Website herunter. Sie erhalten hierzu von Ihrem Systemadministrator die entsprechende Web-Adresse und die erforderlichen Download-Anmeldeinformationen. 2. Legen Sie die Dateien an einem Speicherort ab, auf den Sie für die Installation Zugriff haben. 2.3 Sprache der Benutzeroberfläche Sie können die Sprache der Benutzeroberfläche für den SafeGuard Policy Editor und die Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware auf den Endpoint-Computern steuern: SafeGuard Policy Editor So stellen Sie die Sprache das SafeGuard Policy Editor ein: Klicken Sie im SafeGuard Policy Editor auf Extras > Optionen > Allgemein. Klicken Sie auf Benutzerdefinierte Sprache verwenden und wählen Sie eine verfügbare Sprache aus. Die Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Japanisch sind verfügbar. Starten Sie den SafeGuard Policy Editor neu. Er wird in der ausgewählten Sprache angezeigt. Sophos SafeGuard auf Endpoint-Computern Die Sprache von Sophos SafeGuard auf Endpoint-Computern steuern Sie über den Richtlinientyp Allgemein im SafeGuard Policy Editor (Einstellung Anpassung > Sprache am Client): Wenn die Sprache des Betriebssystems gewählt wird, richtet sich die Produktsprache nach der Spracheinstellung des Betriebssystems. Steht die entsprechende Betriebssystemsprache in Sophos SafeGuard nicht zur Verfügung, wird standardmäßig die englische Version von Sophos SafeGuard angezeigt. Wenn eine der zur Verfügung stehenden Sprachen gewählt wird, werden die Sophos SafeGuard Funktionen auf dem Endpoint-Computer in der ausgewählten Sprache angezeigt. 2.4 Anzeigen des SafeGuard Policy Editor Hilfesystems Das SafeGuard Policy Editor Hilfesystem wird in Ihrem Browser angezeigt. Es bietet umfassende Features wie kontextsensitive Hilfe und Volltextsuche. Das Hilfesystem ist für die volle Funktionalität der Inhaltsseiten konfiguriert und aktiviert JavaScript in Ihrem Browser. Beim Microsoft Internet Explorer zeigt sich folgendes Verhalten: Windows XP/Windows Vista/Windows 7 - Internet Explorer 6 oder höher - Standardsicherheit: Es wird keine Sicherheitsleiste angezeigt, die angibt, dass der Internet Explorer die Scripting-Ausführung gesperrt hat. JavaScript wird ausgeführt. 11

12 SafeGuard Easy Windows 2003 Server Enterprise Edition - Internet Explorer 6 - Erweiterte Sicherheitskonfiguration (Standardinstallationskonfiguration): Eine Informationsbox gibt an, dass die erweiterte Sicherheitskonfiguration aktiviert ist und die Seite das Scripting ausführt. Sie können diese Meldung deaktivieren. JavaScript wird ausgeführt. Auch wenn JavaScript deaktiviert ist, können Sie das SafeGuard Policy Editor Hilfesystem aufrufen und im System navigieren. Bestimmte Funktionen, z. B. Suchen, lassen sich dann jedoch nicht anzeigen. 2.5 Kompatibilität mit weiteren SafeGuard-Produkten Dieser Abschnitt beschreibt die Kompatibilität von Sophos SafeGuard 6 mit anderen SafeGuard-Produkten. Kompatibilität mit SafeGuard LAN Crypt Beachten Sie: SafeGuard LAN Crypt 3.7x und Sophos SafeGuard 6 können auf demselben Computer installiert werden und sind voll kompatibel. Wenn Sie Sophos SafeGuard 6 über eine SafeGuard LAN Crypt Installation installieren, meldet das Installationsprogramm, dass die zu aktualisierende Komponente SGLC Profile Loader derzeit benutzt wird. Diese Meldung wird dadurch verursacht, dass SafeGuard LAN Crypt und Sophos SafeGuard gemeinsame Komponenten benutzen. Die Meldung kann daher ignoriert werden. Die betroffenen Komponenten werden beim Neustart aktualisiert. Versionen von SafeGuard LAN Crypt vor 3.7x und Sophos SafeGuard 6 können nicht auf demselben Computer eingesetzt werden. Wenn Sie versuchen, Sophos SafeGuard 6 auf einem Computer zu installieren, auf dem bereits SafeGuard LAN Crypt 3.6x oder eine ältere Version installiert ist, wird die Installation mit einer Fehlermeldung abgebrochen. Kompatibilität mit SafeGuard PrivateCrypto und SafeGuard PrivateDisk Sophos SafeGuard 6 und die Standalone Produkte SafeGuard PrivateCrypto ab Version 2.30 sowie SafeGuard PrivateDisk ab Version 2.30 können gleichzeitig auf einem Computer installiert sein. Kompatibilität mit SafeGuard RemovableMedia Die Komponente SafeGuard Data Exchange und SafeGuard RemovableMedia können nicht zusammen auf einem Computer installiert werden. Bevor Sie die SafeGuard Data Exchange Komponente auf einem Endpoint installieren, prüfen Sie, ob SafeGuard RemovableMedia bereits installiert ist. In diesem Fall müssen Sie SafeGuard RemovableMedia deinstallieren, bevor Sie SafeGuard Data Exchange installieren. 12

13 Administratorhilfe Lokale Schlüssel, die mit einer SafeGuard RemovableMedia Version vor 1.20 erzeugt wurden, können von SafeGuard Data Exchange auf durch Sophos SafeGuard geschützten Endpoints benutzt werden. Sie werden jedoch nicht automatisch an die Sophos SafeGuard Datenbank übertragen. Kompatibilität mit SafeGuard Easy Version 4.x Wenn SafeGuard Easy 4.x und die SafeGuard Data Exchange Komponente auf einem Computer installiert sind, funktionieren die SafeGuard Easy GINA-Mechanismen (vor allem Windows Secure Autologon - SAL) nicht mehr. Um dies zu umgehen, muss SafeGuard Easy 4.x zuerst installiert werden und beide Produkte sollten nur zusammen deinstalliert werden (ohne Neustart), um GINA-Konflikte zu vermeiden. 2.6 Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen Sophos SafeGuard bietet umfassenden Schutz von Daten durch Verschlüsselung und zusätzliche Authentisierung für die Anmeldung. Wenn Sie die hier beschriebenen, einfachen Schritte befolgen, reduzieren Sie Risiken und Ihre Daten sind jederzeit sicher und geschützt. Sie vermeiden somit die Gefährdung von Unternehmensdaten. Vermeiden Sie den Standbymodus. Wenn sich Sophos SafeGuard geschützte Computer in bestimmten Energiesparmodi befinden, in denen das Betriebssystem nicht ordnungsgemäß heruntergefahren und bestimmte Hintergrundprozesse nicht beendet werden, besteht die Gefahr, dass sich Angreifer Zugriff auf die Verschlüsselungsschlüssel verschaffen. Der Schutz kann erhöht werden, wenn das Betriebssystem immer vollständig heruntergefahren oder in den Ruhezustand versetzt wird. Informieren Sie die Benutzer entsprechend oder erwägen Sie, den Standbymodus auf nicht benutzten Endpoint-Computern zentral zu deaktivieren: Vermeiden Sie den Standbymodus (Standby/Suspend) und den hybriden Standbymodus bei Windows 7/Windows Vista. Der hybride Standbymodus ist eine Mischung aus Energiesparmodus und Standbymodus. Die Einstellung einer zusätzlichen Kennwort-Abfrage nach dem Aufwecken des Computers bietet keinen vollen Schutz. Vermeiden Sie das Sperren von Desktops, das Ausschalten von Monitoren oder das Zuklappen von Laptops, wenn darauf kein vollständiges Herunterfahren oder der Ruhezustand folgt. Die Einstellung einer zusätzlichen Kennwort-Abfrage nach dem Aufwecken des Computers bietet keinen ausreichenden Schutz. Fahren Sie stattdessen die Computer herunter oder versetzen Sie sie in den Ruhezustand. Beim nächsten Benutzen des Computers wird stets die Power-on Authentication aktiviert, die somit vollen Schutz bietet. Es ist wichtig, dass sich die Ruhezustand-Datei auf einem verschlüsselten Volume befindet. Normalerweise liegt sie auf Laufwerk C:\. Die entsprechenden Einstellungen für die Energieverwaltung können Sie zentral mit Gruppenrichtlinienobjekten oder lokal im Eigenschaften für Energieoptionen Dialog in der Systemsteuerung des Computers konfigurieren. Stellen Sie die Aktion für die Standbymodus Schaltfläche auf Ruhezustand oder Herunterfahren. 13

14 SafeGuard Easy Setzen Sie eine Richtlinie für sichere Kennwörter um. Setzen Sie eine Richtlinie für sichere Kennwörter um und erzwingen Sie einen Kennwortwechsel in regelmäßigen Abständen, besonders für die Anmeldung an Computern. Kennwörter sollten nicht an andere Personen weitergegeben oder aufgeschrieben werden. Informieren Sie Benutzer, wie sie sichere Kennwörter wählen. Ein sicheres Kennwort folgt diesen Regeln: Es ist lange genug um sicher zu sein: mindestens 10 Zeichen lang. Es enthält eine Mischung aus Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung), Zahlen und Sonderzeichen/Symbolen. Es enthält keine allgemein gebräuchlichen Wörter oder Namen. Es ist schwer zu erraten, aber es ist leicht, es sich zu merken und korrekt einzutippen. Deaktivieren Sie die Power-on Authentication nicht. Die Power-on Authentication bietet zusätzlichen Schutz für die Anmeldung am Endpoint-Computer. Sie wird mit der SafeGuard-Festplattenverschlüsselung installiert und standardmäßig aktiviert. Um vollen Schutz zu gewährleisten, deaktivieren Sie die Power-on Authentication nicht. Schutz vor dem Einschleusen von Code Unter Umständen ist das Einschleusen von Code (zum Beispiel DLL Pre-Loading Angriffe) möglich, wenn es einem Angreifer gelingt, schädlichen Code (zum Beispiel in ausführbaren Dateien) in Verzeichnisse einzubringen, in der die Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware nach legitimem Code sucht. So wenden Sie diese Bedrohung ab: Installieren Sie die von der Verschlüsselungssoftware geladene Middleware, zum Beispiel Token Middleware, in Verzeichnissen, auf die externe Angreifer nicht zugreifen können. Dies sind üblicherweise die Unterverzeichnisse der Windows und Programme Verzeichnisse. Die PATH-Umgebungsvariable sollte keine Komponenten enthalten, die auf Ordner verweisen, auf die externe Angreifer zugreifen können (siehe oben). Reguläre Benutzer sollten keine Administratorenrechte haben. Vermeiden Sie Poweruser-Gruppenrechte für reguläre Benutzer unter Windows XP. Best Practices für die Verschlüsselung Stellen Sie sicher, dass allen Laufwerken ein Laufwerksbuchstabe zugewiesen ist. Nur Laufwerke, die einen Laufwerksbuchstaben zugewiesen haben, können verschlüsselt/entschlüsselt werden. Folglich können Laufwerke ohne Laufwerksbuchstaben missbraucht werden, um an vertrauliche Daten in Klartext zu gelangen. So wenden Sie diese Bedrohung ab: Erlauben Sie den Benutzern nicht, die Laufwerkbuchstabenzuweisungen zu ändern. Konfigurieren Sie die Benutzerrechte entsprechend. Reguläre Benutzer haben dieses Recht standardmäßig nicht. Gehen Sie bei der Anwendung der schnellen Initialverschlüsselung vorsichtig vor. Sophos SafeGuard bietet die schnelle Initialverschlüsselung zur Beschleunigung der Initialverschlüsselung von Volumes. Dies wird dadurch erreicht, dass nur auf den 14

15 Administratorhilfe Speicherplatz zugegriffen wird, der tatsächlich in Gebrauch ist. Dieser Modus kann zu einem unsichereren Zustand führen, wenn ein Volume vor der Verschlüsselung mit Sophos SafeGuard bereits in Gebrauch war. Aufgrund Ihres Aufbaus sind Solid State Disks (SSD) hier stärker betroffen als reguläre Festplatten. Dieser Modus ist standardmäßig deaktiviert. Verwenden Sie nur den Algorithmus AES-256 für die Datenverschlüsselung. Verhindern Sie die Deinstallation. Um den Schutz von Endpoint-Computern noch zu erweitern, können Sie die lokale Deinstallation von Sophos SafeGuard über eine Richtlinie vom Typ Spezifische Computereinstellungen als unzulässig definieren. Setzen Sie das Feld Deinstallation erlaubt auf Nein und übermitteln Sie die Richtlinie an die Endpoint-Computer. Versuche, die Software zu deinstallieren, werden abgebrochen und die nicht autorisierten Versuche werden protokolliert. Wenn Sie eine Demoversion verwenden, sollten Sie diese Richtlinieneinstellung nicht aktivieren bzw. vor Ablauf der Demoversion deaktivieren. Wenden Sie den Sophos Manipulationsschutz auf Endpoint-Computer an, auf denen Sophos Endpoint Security and Control in der Version 9.5 oder einer neueren Version installiert ist, siehe Sophos Manipulationsschutz (Seite 171). 15

16 SafeGuard Easy 3 Installation Das Einrichten von Sophos SafeGuard umfasst folgende Schritte: Aufgabe Installieren Sie den SafeGuard Policy Editor auf dem Administrator-Computer. Führen Sie die Erstkonfiguration im SafeGuard Policy Editor mit automatischer Erstellung einer Standardrichtlinie durch. Passen Sie eine Kopie der Standardrichtlinie an oder erstellen Sie weitere Richtlinien. Veröffentlichen Sie die Richtlinien in einem oder mehreren Konfigurationspaketen. Installieren Sie das vorbereitende Installationspaket auf den Endpoints. Sie werden dadurch mit den notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware ausgestattet. Um SafeGuard Device Encryption (volume-basierende Verschlüsselung) auf den Endpoint-Computern anzuwenden, installieren Sie: Um nur SafeGuard Data Exchange (dateibasierende Verschlüsselung, keine POA) auf den Endpoint-Computern anzuwenden, installieren Sie: Installieren Sie das/die Konfigurationspaket(e) auf den Endpoints. Installationpaket/-Tool SGNPolicyEditor.msi SafeGuard Policy Editor Konfigurationsassistent SafeGuard Policy Editor, Bereich Richtlinien SafeGuard Policy Editor, Konfigurationspakete SGxClientPreinstall.msi SGNClient.msi SGNClient_x64.msi (für Windows 7/Windows Vista 64-Bit Betriebssysteme) In diesem Paket kann zusätzlich Sophos SafeGuard Data Exchange (dateibasierende Verschlüsselung) manuell aktiviert werden. SGNClient_withoutDE.msi SGNClient_withoutDE_x64.msi Generiertes <Konfigurationspaket>.msi 16

17 Administratorhilfe 3.1 Vorbereiten der Installation Vor der Installation von Sophos SafeGuard empfehlen wir folgende vorbereitende Maßnahmen. Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen..net Framework 4 muss installiert sein. Das Programm steht in der Sophos SafeGuard Produktlieferung zur Verfügung. Wenn Sie Microsoft SQL Server 2008 automatisch während der Installation des SafeGuard Policy Editor installieren möchten, müssen Sie sicherstellen, dass Microsoft Windows Installer 4.5 und zusätzlich.net Framework 3.5 mindestens mit Service Pack 1 installiert sind. Informationen zu Hardware- und Software-Anforderungen, Service Packs sowie Festplattenspeicherbedarf für Installation und effektiven Betrieb finden Sie im Abschnitt zu den Systemanforderungen in den aktuellen Versionsinfos. 3.2 Installation des SafeGuard Policy Editor Bevor Sie beginnen: Führen Sie die vorbereitenden Maßnahmen für die Installation durch. Wenn Sie einen bereits vorhandenen Microsoft SQL Datenbankserver benutzen möchten, benötigen Sie die notwendigen SQL Zugriffsrechte und Konto-Daten. Wenn Sie Microsoft SQL Server 2008 automatisch während der Installation des SafeGuard Policy Editor installieren möchten, müssen Sie sicherstellen, dass Microsoft Windows Installer 4.5 und zusätzlich.net Framework 3.5 mindestens mit Service Pack 1 installiert sind. Um die Verschlüsselungssoftware auf den Endpoints einzurichten, installieren Sie erst den SafeGuard Policy Editor auf einem Administrator-Computer. Sie können auch eine erstmalige Installation auf einem Windows Server durchführen. Später können Sie die Software auf mehreren Administrator-Computern installieren, die alle eine Verbindung mit der zentralen Sophos SafeGuard Datenbank auf dem Server herstellen. Für den Zugriff auf jede SafeGuard Policy Editor Instanz wird dasselbe Konto benutzt. 1. Melden Sie sich an dem Computer als Administrator an. 2. Doppellicken Sie im Install-Ordner des Produkts auf SGNPolicyEditor.msi. Ein Assistent führt Sie durch die Installation. Übernehmen Sie die Standardeinstellungen. Steht keine SQL Datenbankinstanz zur Verfügung, so werden Sie während der SafeGuard Policy Editor Installation zur Installation von Microsoft SQL Server 2008 R2 Express aufgefordert. Es ist in Ihrer Produktlieferung enthalten. Ihre Windows-Anmeldeinformationen werden als SQL Benutzerkonto verwendet. Zum Speichern der Sophos SafeGuard Richtlinieneinstellungen ist eine SQL Datenbankinstanz notwendig. Der SafeGuard Policy Editor ist installiert. Nun führen Sie die Erstkonfiguration im SafeGuard Policy Editor durch. 17

18 SafeGuard Easy Der SafeGuard Policy Editor kann nicht in einer Terminal Server Umgebung eingesetzt werden. 3.3 Durchführen der Erstkonfiguration im SafeGuard Policy Editor Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen. Die Erstkonfiguration des SafeGuard Policy Editor bietet benutzerfreundliche Unterstützung für eine schnelle und einfache Sophos SafeGuard Implementation: Während der Erstkonfiguration wird automatisch eine Standardrichtlinie mit vordefinierten Einstellung für Verschlüsselung und Authentisierung erstellt, um eine unternehmensweite Sicherheitsrichtlinie auf den Endpoint-Computern zu implementieren. Alle notwendigen Voraussetzungen für die Durchführung von Recovery-Aufgaben durch den IT-Helpdesk sind geschaffen. Die notwendigen Zertifikate und die Verbindung zur Datenbank, in der die Sophos SafeGuard Daten gespeichert werden, werden erstellt. So starten Sie die Erstkonfiguration: 1. Starten Sie nach der Installation den SafeGuard Policy Editor über das Start Menü. Der Konfigurationsassistent wird gestartet und führt Sie durch die notwendigen Schritte. 2. Klicken Sie auf der Willkommen Seite auf Weiter Anlegen der Datenbankverbindung Zum Speichern aller Sophos SafeGuard Verschlüsselungsrichtlinien und Einstellungen wird eine Datenbank verwendet. 1. Führen Sie auf der Seite Datenbank einen der folgenden Schritte aus: Wählen Sie bei einer Erstinstallation unter Datenbank die Option Eine neue Datenbank erstellen. Bei einer zusätzlichen Installation, oder wenn Sie eine zuvor bereits angelegte Datenbank verwenden möchten, wählen Sie die entsprechende Datenbank aus der Datenbank Liste. Alle auf dem derzeit verbundenen Datenbankserver verfügbaren Datenbanken werden angezeigt. Die entsprechenden Einstellungen werden unter Datenbankeinstellungen angezeigt. Um sie zu ändern, klicken Sie auf Ändern, siehe Konfigurieren der Datenbankserver-Verbindungseinstellungen (Seite 19). Sie können eine bereits vorhandene Datenbank verwenden, wenn Sie zusätzliche Instanzen des SafeGuard Policy Editor installieren möchten, um zum Beispiel Helpdesk-Mitarbeitern die Durchführung von Challenge/Response-Verfahren zu ermöglichen. 2. Klicken Sie auf Weiter. Die Verbindung zum Datenbankserver ist hergestellt. 18

19 Administratorhilfe Konfigurieren der Datenbankserver-Verbindungseinstellungen 1. Wählen Sie im Dialog Datenbankverbindung unter Datenbankserver den entsprechenden SQL Datenbankserver aus der Liste. Alle auf Ihrem Computer oder Netzwerk verfügbaren Datenbankserver werden angezeigt. (Die Liste wird alle 12 Minuten aktualisiert.) 2. Wählen Sie unter Datenbank auf Server die Datenbank aus, die verwendet werden soll. 3. Wählen Sie SSL verwenden, um die Verbindung zu diesem Datenbankserver mit SSL abzusichern. Hierzu ist jedoch auf dem Computer, auf dem sich die ausgewählte SQL-Datenbank befindet, eine funktionierende SSL-Umgebung notwendig. Diese müssen Sie vorab anlegen. Weitere Informationen finden Sie unter: 4. Wählen Sie unter Authentisierung die Art der Authentisierung, die für den Zugriff auf die Datenbank benutzt werden soll: Aktivieren Sie Windows NT Authentisierung verwenden, um Ihre Windows-Anmeldedaten zu verwenden. Verwenden Sie diese Art der Authentisierung, wenn Ihr Computer Teil einer Domäne ist. In diesem Fall sind jedoch zusätzliche Konfigurationsschritte notwendig, da der Benutzer dazu berechtigt sein muss, eine Verbindung mit der Datenbank herzustellen. Für weitere Informationen, siehe Wählen Sie SQL Server Authentisierung verwenden, um mit den entsprechenden SQL-Anmeldeinformationen auf die Datenbank zuzugreifen. Sie werden dazu aufgefordert, Ihre Anmeldeinformationen einzugeben und zu bestätigen. Diese erhalten Sie ggf. von Ihrem SQL-Administrator. Verwenden Sie diese Art der Authentisierung, wenn Ihr Computer keiner Domäne angehört. Mit der SQL Authentisierung lässt sich später ein Upgrade auf das SafeGuard Management Center auf einfache Art und Weise durchführen. Wenn Sie diese Art der Authentisierung wählen, wählen Sie SSL verwenden, um die Verbindung zum und vom Datenbankserver zu sichern. 5. Klicken Sie auf Verbindung prüfen. Wenn die Authentisierung an der SQL-Datenbank erfolgreich war, wird eine entsprechende Meldung angezeigt. 6. Klicken Sie auf OK Erzeugen des Sicherheitsbeauftragten-Zertifikats (neue Datenbank) Führen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie eine neue Datenbank erstellt haben. Bei einer Erstinstallation und bei Verwendung einer neuen Datenbank wird ein Sicherheitsbeauftragter für die Authentisierung angelegt. Pro Installation wird jeweils nur ein Sicherheitsbeauftragtenkonto angelegt. Als Sicherheitsbeauftragter melden Sie sich am SafeGuard Policy Editor an, um Sophos SafeGuard Richtlinien zu erstellen und die Verschlüsselungssoftware für die Endbenutzer zu konfigurieren. 19

20 SafeGuard Easy So erstellen Sie das Zertifikat eines Sicherheitsbeauftragten: 1. Auf der Seite Sicherheitsbeauftragter ist der Name des Sicherheitsbeauftragten (aktueller Benutzername) bereits eingeblendet. 2. Geben Sie ein Kennwort ein, mit dem Sie sich später am SafeGuard Policy Editor anmelden. Bestätigen Sie das Kennwort. Bewahren Sie das Kennwort an einem sicheren Ort auf. Wenn Sie es verlieren, können Sie nicht mehr auf den SafeGuard Policy Editor zugreifen. Für Recovery-Vorgänge muss für den IT-Helpdesk Zugriff auf das Konto bestehen. 3. Klicken Sie auf Weiter. Das neu angelegte Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat ist im Zertifikatsspeicher abgelegt. Erzeugen Sie nun das Unternehmenszertifikat Importieren eines Sicherheitsbeauftragten-Zertifikats (vorhandene Datenbank) Führen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie eine vorhandene Datenbank verwenden. Wenn Sie eine bereits vorhandene Datenbank benutzen, muss das Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat importiert werden. Es können nur Zertifikate importiert werden, die durch den SafeGuard Policy Editor generiert wurden. Durch eine PKI (z. B. Verisign) erstellte Zertifikate können nicht importiert werden. So importieren Sie das Zertifikat eines Sicherheitsbeauftragten: 1. Klicken Sie auf der Sicherheitsbeauftragter Seite auf Importieren. 2. Suchen Sie nach dem gewünschten Zertifikat und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Öffnen. 3. Geben Sie das Kennwort für die ausgewählte Schlüsseldatei ein, das Sie zur Anmeldung an den SafeGuard Policy Editor verwendet haben. 4. Klicken Sie auf Ja. 5. Geben Sie das Kennwort für die Anmeldung an den SafeGuard Policy Editor ein und bestätigen Sie es. 6. Klicken Sie auf Weiter, dann auf Beenden. Die Erstkonfiguration bei Verwendung einer vorhandenen Datenbank ist abgeschlossen. Die verbleibenden Konfigurationsschritte sind nur dann erforderlich, wenn Sie eine neue Datenbank erstellt haben Erzeugen des Unternehmenszertifikats Das Unternehmenszertifikat dient zum Schutz der Richtlinieneinstellungen in der Datenbank und auf den mit Sophos SafeGuard geschützten Computern. Es wird für das Wiedherstellen 20

21 Administratorhilfe einer beschädigten Datenbankkonfiguration benötigt, siehe Wiederherstellen einer Datenbankkonfiguration durch Neuinstallation des SafeGuard Policy Editor (Seite 154). 1. Geben Sie auf der Seite Unternehmen einen Unternehmensnamen ein. Für den Namen gilt eine Begrenzung auf 64 Zeichen. Vergewissern Sie sich, dass Zertifikat automatisch erzeugen aktiviert ist. Bei einer Erstinstallation und wenn Sie eine neue Datenbank angelegt haben, ist Zertifikat automatisch erzeugen bereits aktiviert. 2. Klicken Sie auf Weiter. Das neu angelegte Unternehmenszertifikat wird in der Datenbank gespeichert. Nun erstellen Sie Sicherungskopien von den Zertifikaten Erstellen von Sicherungskopien von Zertifikaten Für das Wiederherstellen einer beschädigten Datenbank oder einer SafeGuard Policy Editor Installation sind die Sicherheitsbeauftragten- und Unternehmenszertifikate erforderlich. So sichern Sie die Zertifikate: 1. Geben Sie auf der Seite Backup des Sicherheitsbeauftragten- und Unternehmens-Zertifikats einen Speicherort für die Sicherungskopien der Zertifikate ein. Wenn Sie die Zertifikate nun im Standard-Speicherort ablegen, exportieren Sie sie gleich nach der Erstkonfiguration an einen sicheren Speicherort, auf den Sie im Recovery-Fall Zugriff haben (z. B. USB Flash Drive). 2. Klicken Sie auf Weiter. Am angegebenen Speicherort werden Sicherungskopien der Zertifikate erstellt. Legen Sie nun den Recovery-Schlüssel-Speicher an Anlegen eines Recovery-Schlüssel-Speichers Um Recovery-Vorgänge für Endpoint-Computer zu ermöglichen, werden spezifische Schlüssel-Recovery-Dateien verwendet, auf die der IT-Helpdesk im Fall eines Recovery-Vorgangs zugreifen muss. In diesem Schritt wird eine Netzwerkfreigabe mit den erforderlichen Zugriffsberechtigungen angelegt, in der diese Dateien gesammelt werden. Die Schlüssel-Recovery-Dateien werden mit dem Unternehmenszertifikat verschlüsselt. Sie können also gefahrlos auf dem Netzwerk oder sogar auf einem externen Medium gespeichert werden. 21

22 SafeGuard Easy Die Netzwerkfreigabe muss sich auf einem Laufwerk befinden, das mit NTFS formatiert ist. Mit NTFS können die Zugriffsberechtigungen gemäß den jeweiligen Anforderungen eingestellt werden. 1. Klicken Sie auf der Recovery-Schlüssel Seite auf Weiter, um die Standardeinstellungen zu bestätigen. Folgendes wird angelegt: Eine Netzwerkfreigabe, in der die Recovery-Schlüssel automatisch gespeichert werden. Ein Standardverzeichnis auf dem lokalen Computer, in dem die Recovery-Schlüssel automatisch gespeichert werden. Standardberechtigungen für Mitarbeiter des IT-Helpdesk: Alle Mitglieder der Gruppe der lokalen Administratoren werden zur neuen Windows-Gruppe SafeGuardRecoveryKeyAccess hinzugefügt. In einer Domänenumgebung umfasst dies auch die Gruppe der Domänenadministratoren. Im SafeGuard Policy Editor können Sie mehrere Konfigurationspakete erstellen, z. B. ein Paket für Computer innerhalb einer Domänenumgebung und ein zusätzliches Paket für Standalone-Computer. 2. So ändern Sie die Standardeinstellungen: Klicken Sie neben Lokaler Pfad auf [...], um das lokale Speicherverzeichnis wie erforderlich zu ändern. Wenn Sie Netzwerkfreigabe anlegen deaktivieren, so werden die Endbenutzer nach Abschluss der Verschlüsselung dazu aufgefordert, einen Speicherort für die Recovery-Schlüssel-Datei anzugeben. Um die Gruppenmitglieder, die Zugriff auf die Netzwerkfreigabe haben, einzusehen oder zu ändern, klicken Sie auf Berechtigungen. Für weitere Informationen, siehe Ändern der Berechtigungen für die Netzwerkfreigabe (Seite 22). Der Recovery-Schlüssel-Speicher wird mit den relevanten Berechtigungen angelegt. Die Sophos SafeGuard Software versucht für ca. vier Minuten, eine Verbindung mit der Netzwerkfreigabe herzustellen. Gelingt dies nicht, so versucht die Software, nach jeder Windows-Anmeldung die Verbindung herzustellen, bis dies gelingt oder die Recovery-Schlüsseldateien manuell gesichert werden Ändern der Berechtigungen für die Netzwerkfreigabe 1. Führen Sie unter Berechtigungen für Netzwerkfreigabe einen der beiden folgenden Schritte aus: Klicken Sie auf Lokale Mitglieder hinzufügen, um lokale Mitglieder mit administrativen Rechten für Recovery-Vorgänge hinzuzufügen. Klicken Sie auf Globale Mitglieder hinzufügen, um globale Mitglieder mit administrativen Rechten für Recovery-Vorgänge hinzuzufügen. 2. Klicken Sie auf OK. 22

23 Administratorhilfe Die Gruppe SafeGuardRecoveryKeyAccess wird auf dem lokalen Computer erzeugt. Diese Gruppe enthält alle Mitglieder, die unter Berechtigungen für Netzwerkfreigabe angezeigt werden. Die folgenden NTFS Berechtigungen werden automatisch im angegebenen lokalen Verzeichnis gesetzt: Alle: Dateien erzeugen - Auf Sophos SafeGuard Computern, für die der angemeldete Benutzer der Besitzer ist, können Dateien hinzugefügt werden. Es ist nicht erlaubt, Verzeichnisse zu durchsuchen, Dateien zu lesen oder zu löschen. Die Berechtigung, "Dateien erzeugen" steht über Erweiterte Sicherheitseinstellungen eines Verzeichnisses zur Verfügung. SafeGuardRecoveryKeyAccess: Ändern - Alle im Dialog Berechtigungen aufgeführten Benutzer haben das Recht, Dateien zu lesen, zu löschen und hinzuzufügen. Administratoren: Volle Kontrolle Sophos SafeGuard entfernt auch die Vererbung von Berechtigungen in dem Verzeichnis, so dass die oben erwähnten Berechtigungen nicht versehentlich überschrieben werden können. Die Netzwerkfreigabe SafeGuardRecoveryKeys$ wird mit folgenden Berechtigungen versehen: Alle: Volle Kontrolle Diese Berechtigungen sind die Schnittmenge zwischen NTFS und Share-Berechtigungen. Da die NTFS Berechtigungen restriktiver sind, gelten diese. Wenn Sie eine Netzwerkfreigabe manuell erstellen möchten, empfehlen wir, die oben angegebenen Berechtigungen zu setzen. Achten Sie in diesem Fall darauf, die Vererbung von Berechtigungen manuell zu deaktivieren Importieren von Lizenzen (neue Datenbank) Für die Nutzung von Sophos SafeGuard im produktiven Betrieb ist eine gültige Lizenz erforderlich. Wenn keine gültigen Lizenzen vorliegen, können Sie keine Konfigurationspakete für die Installation auf Endpoint-Computern erstellen. Sie erhalten die Lizenzen von Ihrem Vertriebspartner. Sie müssen in die Sophos SafeGuard Datenbank importiert werden. Sie können diesen Schritt ausführen, wenn Sie eine neue Datenbank erstellt haben. Wenn Sie eine bereits vorhandene Datenbank verwenden, importieren Sie die Lizenzen nach Abschluss der Erstkonfiguration. 1. Führen Sie auf der Seite Lizenz einen der folgenden Schritte aus: Um die Lizenz jetzt zu importieren, klicken Sie auf [...], um nach der gültigen Lizenzdatei zu suchen. Wählen Sie die Datei aus und klicken Sie auf Öffnen. Klicken Sie auf Weiter. Die Lizenzdatei wird nach Abschluss der Erstkonfiguration in die Sophos SafeGuard Datenbank importiert. Sie können die Vollversion nutzen und Konfigurationspakete erstellen. 23

24 SafeGuard Easy Um die Lizenzen später zu importieren, klicken Sie auf Weiter. Sie können den SafeGuard Policy Editor benutzen, jedoch keine Konfigurationspakete erstellen. Um die Vollversion benutzen zu können, importieren Sie die Lizenzdatei nach Abschluss der Erstkonfiguration, siehe Importieren von Lizenzen (Seite 40) Abschließen der Erstkonfiguration 1. Klicken Sie auf Beenden. Die Erstkonfiguration ist abgeschlossen. Ergebnis: Eine Standardrichtlinie zur Implementation einer unternehmensweiten Sicherheitsrichtlinie auf den Endpoint-Computern: Die Power-on Authentication ist aktiviert. Die volume-basierende Verschlüsselung für alle internen Festplatten ist aktiviert. Der Benutzer kann ein vergessenes Kennwort mit Local Self Help durch Beantwortung vordefinierter Fragen wiederherstellen. Der Helpdesk kann Kennwörter/Zugriff auf Daten mit dem Challenge/Response-Verfahren wiederherstellen. Die dateibasierende Verschlüsselung ist aktiviert. Alle notwendigen Voraussetzungen für die Durchführung von Recovery-Aufgaben durch den IT-Helpdesk sind geschaffen. Eine Datei mit den Konfigurationseinstellungen (Networkshare.xml) und eine Datei mit Ereignissen (ConfigurationOutput.xml) werden im Temp-Ordner gespeichert. Sobald der Konfigurationsassistent geschlossen ist, wird der SafeGuard Policy Editor gestartet. Wenn Sie während der Erstkonfiguration keine gültige Lizenz importiert haben, importieren Sie sie nun, damit Sie die Funktionalität aller Sophos SafeGuard Komponenten in vollem Umfang nutzen können, siehe Importieren von Lizenzen (Seite 40). 3.4 Konfigurieren zusätzlicher Instanzen des SafeGuard Policy Editor SafeGuard Policy Editor muss auf dem relevanten Computer installiert sein. 1. Starten Sie den SafeGuard Policy Editor auf dem Computer, auf dem Sie ihn benutzen möchten. Der Konfigurationsassistent wird gestartet und führt Sie durch die notwendigen Schritte. 2. Klicken Sie auf der Willkommen Seite auf Weiter. 3. Auf der Datenbank Seite werden unter Datenbank alle auf dem derzeit verbundenen Datenbankserver verfügbaren Datenbanken angezeigt. Wählen Sie die entsprechende Datenbank aus der Liste aus. Die entsprechenden Einstellungen werden unter Datenbankeinstellungen angezeigt. Um sie zu ändern, klicken Sie auf Ändern, siehe Konfigurieren der Datenbankserver-Verbindungseinstellungen (Seite 19). 4. Klicken Sie auf Weiter. 24

25 Administratorhilfe 5. Wählen Sie auf der Sicherheitsbeauftragter Seite Importieren, um das mit der ausgewählten Datenbank verbundene Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat zu importieren. Suchen Sie nach dem gewünschten Zertifikat und klicken Sie auf Öffnen. Es können nur Zertifikate importiert werden, die durch den SafeGuard Policy Editor generiert wurden. Durch eine PKI (z. B. VeriSign) erstellte Zertifikate sind nicht zulässig. 6. Geben Sie das Kennwort für den Zertifikatsspeicher ein. 7. Klicken Sie auf Weiter und danach auf Beenden, um den SafeGuard Policy Editor Konfigurationsassistenten abzuschließen. 3.5 Einrichten von Sophos SafeGuard auf Endpoints Die Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware fügt sich dabei nahtlos in die gewohnte Benutzerumgebung ein und lässt sich leicht und intuitiv bedienen. Je nach Ihrer Strategie für den Einsatz von Sophos SafeGuard können Sie die Endpoints mit verschiedenen Sophos SafeGuard Modulen ausstatten und sie gemäß Ihren Anforderungen konfigurieren. Sicherheitsbeauftragte können die Installation und Konfiguration lokal auf den Endpoint-Computern oder im Rahmen einer zentralisierten Software-Installation ausführen. Durch das zentrale Einrichten von Endpoint-Computern wird eine standardisierte Installation auf mehreren Computern erreicht Sophos SafeGuard Pakete und Features Die folgende Tabelle zeigt die Installationspakete und Features der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware auf Endpoint-Computern. Sie finden die Installationspakete im Installers Ordner Ihrer Produktlieferung. Wenn das Betriebssystem des Endpoint-Computers Windows 7 64-Bit oder Windows Vista 64-Bit ist, können Sie die 64-Bit-Variante der Installationspakete (<Paketname>_x64.msi) installieren. Es ist zwar möglich, bei einer Erstinstallation nicht alle Features zu installieren, wir empfehlen jedoch, das komplette SafeGuard Paket für die Festplattenverschlüsselung von Beginn an zu installieren. Paket SGxClientPreinstall.msi SGNClient.msi SGNClient_x64.msi Inhalt Prä-Installations-Paket Diese Paket muss vor der Installation eines Verschlüsselungsinstallationspakets installiert werden. Es stattet Endpoint-Computer mit notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware aus. SafeGuard Paket für die Festplattenverschlüsselung 25

26 SafeGuard Easy Paket Inhalt BaseEncryption,SectorBasedEncryption Festplattenverschlüsselung für interne und externe Festplatten. Mit Power-on Authentication Wählen Sie den Installationstyp Vollständig, Typisch oder Angepasst. SecureDataExchange SafeGuard Data Exchange: Dateibasierende Verschlüsselung von Daten auf Wechselmedien auf allen Plattformen ohne Neuverschlüsselung. Wählen Sie den Installationstyp Vollständig oder Angepasst. CloudStorage Dateibasierende Verschlüsselung für in der Cloud gespeicherte Daten. Lokale Kopien von in der Cloud gespeicherten Daten werden stets transparent verschlüsselt. Für das Übertragen von Daten an die Cloud oder den Empfang von Daten aus der Cloud muss anbieterspezifische Software benutzt werden. Wählen Sie den Installationstyp Vollständig oder Angepasst. SGNClient_withoutDE.msi SGNClient_withoutDE_x64.msi Dateibasierende Verschlüsselung Es steht keine Power-on Authentication zur Verfügung. SecureDataExchange Dateibasierende Verschlüsselung von Daten auf Wechselmedien auf allen Plattformen ohne Neuverschlüsselung Wählen Sie den Installationstyp Vollständig, Typisch oder Angepasst. CloudStorage Dateibasierende Verschlüsselung für in der Cloud gespeicherte Daten. Lokale Kopien von in der Cloud gespeicherten Daten werden stets transparent verschlüsselt. Für das Übertragen von Daten an die Cloud oder den Empfang von Daten aus der Cloud muss anbieterspezifische Software benutzt werden. Wählen Sie den Installationstyp Vollständig oder Angepasst. SGNClientRuntime.msi SGNClientRuntime_x64.msi SafeGuard Runtime Paket Ermöglicht das Starten des Computers von einem sekundären Boot-Laufwerk ermöglicht, wenn mehrere Betriebssysteme installiert sind und der den Zugriff auf diese Laufwerke erlaubt, wenn diese durch die primäre Sophos SafeGuard Installation verschlüsselt sind. 26

27 Administratorhilfe Einschränkungen Beachten Sie die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Einschränkungen für SafeGuard Enterprise auf Endpoints. Sophos SafeGuard for Windows unterstützt keine Apple Hardware und kann nicht in einer Boot Camp Umgebung installiert werden. Wenn auf dem Computer Intel Advanced Host Controller Interface (AHCI) benutzt wird, muss sich die Boot-Festplatte in Slot 0 oder Slot 1 befinden. Sie können bis zu 32 Festplatten einlegen. Sophos SafeGuard läuft nur auf den ersten beiden Slot-Nummern. Festplattenverschlüsselung für Volumes, die sich auf dynamischen Festplatten und GUID Partitionstabellen (GPT)-Platten befinden, wird nicht unterstützt. Dynamische Festplatten und GUID Partitionstabellen (GPT) Platten werden nicht unterstützt. Die Installation bricht in diesem Fall ab. Wenn diese Platten nachträglich im System auftauchen, werden sie nicht unterstützt. Systeme mit Festplatten, die über einen SCSI Bus angeschlossen sind, werden von der Sophos SafeGuard Festplattenverschlüsselung nicht unterstützt. Der schnelle Benutzerwechsel wird nicht unterstützt. Remotedesktop-Anmeldung Sophos SafeGuard erlaubt jeweils nur eine Benutzersitzung. Wenn sich also ein Remote-Benutzer am System anmeldet, schlägt die Remote-Verbindung fehl, solange die aktuelle Benutzersitzung nicht beendet wird. Die Remote-Anmeldung mit Token wird nicht unterstützt Vorbereiten der Endpoints Vor der Installation der Verschlüsselungssoftware empfehlen wir folgende vorbereitende Maßnahmen. Auf dem Endpoint muss ein Benutzerkonto eingerichtet und aktiv sein. Stellen Sie sicher, dass Sie über Windows Administratorrechte verfügen. Erstellen Sie einen kompletten Backup Ihrer Daten auf dem Endpoint. Laufwerke, die verschlüsselt werden sollen, müssen komplett formatiert sein und einen Laufwerksbuchstaben zugewiesen haben. Sophos stellt eine Liste für die Hardware-Konfiguration zur Verfügung, um Konflikte zwischen der POA und Ihrer Computerhardware zu vermeiden. Die Liste ist im Installationspaket der Verschlüsselungssoftware enthalten. Wir empfehlen, vor jeder größer angelegten Sophos SafeGuard Installation die aktuelle Version der POA-Konfigurationsdatei zu installieren. Die Datei wird monatlich aktualisiert und steht hier zur Verfügung: Untersuchen Sie die Festplatte(n) mit folgendem Kommando auf Fehler: 27

28 SafeGuard Easy chkdsk %drive% /F /V /X Unter Umständen werden Sie dazu aufgefordert, den Computer neu zu starten und chkdsk noch einmal auszuführen. Weitere Informationen finden Sie unter: Die Ergebnisse (Log-Datei) können Sie in der Windows-Ereignisanzeige prüfen. Windows XP: Wählen Sie Anwendung, Winlogon. Windows 7, Windows Vista: Wählen Sie Windows Logs, Anwendung, Wininit. Benutzen Sie das Windows-Tool defrag, um fragmentierte Boot-Dateien, Datendateien und Ordner auf lokalen Volumes aufzufinden und zu konsolidieren. Weitere Informationen finden Sie unter: Deinstallieren Sie Third-Party Boot-Manager, z. B. PROnetworks Boot Pro und Boot-US. Wenn Sie Image/Clone-Programme verwendet haben, empfehlen wir, den MBR neu zu schreiben. Für die Installation von Sophos SafeGuard benötigen Sie einen sauberen, einwandfreien Master Boot Record. Möglicherweise ist der MBR aber durch den Einsatz von Image/Clone-Programmen nicht mehr in einwandfreiem, ursprünglichen Zustand. Sie können den Master Boot Record säubern, indem Sie von einer Windows-DVD booten und den Befehl FIXMBR innerhalb der Windows Recovery Console ausführen. Weitere Informationen finden Sie unter: Wenn die Bootpartition auf dem Computer von FAT nach NTFS konvertiert wurde, der Computer aber noch nicht neu gestartet wurde, sollten Sie den Computer einmal neu starten. Andernfalls kann die Installation unter Umständen nicht erfolgreich abgeschlossen werden Vorbereitung für Cloud Storage Das Sophos SafeGuard Modul Cloud Storage bietet dateibasierende Verschlüsselung von in der Cloud gespeicherten Daten. Cloud Storage stellt sicher, dass die lokalen Kopien von Cloud-Daten transparent verschlüsselt werden und auch verschlüsselt bleiben, wenn sie in der Cloud gespeichert werden. Die Art und Weise, wie Benutzer mit in der Cloud gespeicherten Daten arbeiten, wird dadurch nicht beeinflusst. Auf die anbieterspezifische Cloud-Software hat die Anwendung des Moduls keine Auswirkungen. Sie kann wie zuvor zum Übertragen von Daten an die Cloud oder zum Empfangen von Daten aus der Cloud benutzt werden. So bereiten Sie Ihre Endpoints für Cloud Storage vor: Die anbieterspezifische Cloud Storage Software muss auf den Endpoint-Computern, auf denen Sie das Modul Cloud Storage installieren möchten, installiert sein. Die anbieterspezifische Cloud Storage Software muss eine Anwendung oder einen Systemdienst im lokalen Dateisystem für die Synchronisierung zwischen der Cloud und dem lokalen System enthalten. Die anbieterspezifische Cloud Storage Software muss die synchronisierten Daten im lokalen Dateisystem speichern. 28

29 Administratorhilfe Cloud Storage verschlüsselt nur neue in der Cloud gespeicherte Daten. Wurden Daten bereits vor der Installation von Cloud Storage in der Cloud gespeichert, so werden diese Daten nicht automatisch verschlüsselt. Um diese Daten zu verschlüsseln, müssen die Benutzer sie zunächst aus der Cloud entfernen und sie nach der Installation von Cloud Storage wieder an die Cloud übergeben Vorbereiten einer "Ändern"-Installation Wenn Sie eine vorhandene Sophos SafeGuard Installation ändern oder bestimmte Module zu einem späteren Zeitpunkt installieren, meldet das Installationsprogramm u. U., dass bestimmte Komponenten (z. B. SafeGuard Removable Media Manager) derzeit benutzt werden. Diese Meldung wird dadurch verursacht, dass diese Module gemeinsame Komponenten benutzen, die derzeit verwendet werden und daher nicht sofort aktualisiert werden können. Diese Meldung kann ignoriert werden, da die betroffenen Komponenten beim Neustart des Computers ohnehin aktualisiert werden. Dieses Verhalten gilt für die Installation in überwachtem und nicht überwachtem Modus Lokale Installation der Verschlüsselungssoftware und des Konfigurationspakets Wenn Sie erst eine Probeinstallation auf einem Endpoint-Computer durchführen möchten, ist es sinnvoll, Sophos SafeGuard zunächst lokal zu installieren. Voraussetzungen: Die Computer müssen für die Verschlüsselung vorbereitet sein, siehe Vorbereiten der Endpoints (Seite 27). Entscheiden Sie, welches Verschlüsselungspaket und welche Features installiert werden sollen. So führen Sie eine lokale Installation der Verschlüsselungssoftware durch: 1. Melden Sie sich an dem Computer als Administrator an. 2. Installieren Sie das aktuelle Prä-Installationspaket SGxClientPreinstall.msi, das den Endpoint-Computer mit den nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware ausstattet. 3. Doppelklicken Sie im Produkt-Install-Ordner auf das relevante Verschlüsselungspaket. Ein Assistent führt Sie durch die notwendigen Schritte. 4. Übernehmen Sie im Assistenten in allen folgenden Dialogen die Standardeinstellungen. Bei einer Erstinstallation empfehlen wir, von Beginn an eine Vollständige Installation auszuwählen. Um nur einen Teil der Features zu installieren, wählen Sie eine Angepasste Installation und aktivieren/deaktivieren Sie die Features entsprechend Ihren Anforderungen. Sophos SafeGuard ist auf dem Endpoint-Computer installiert. 29

30 SafeGuard Easy 5. Konfigurieren Sie die Verschlüsselungssoftware gemäß Ihren Anforderungen im SafeGuard Policy Editor: Verwenden Sie die vordefinierte Standardrichtlinie, die während der Erstkonfiguration im SafeGuard Policy Editor automatisch erstellt wurde, für die schnelle und einfache Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien auf dem Endpoint-Computer. Sollte die Standardrichtlinie nicht alle Ihre spezifischen Anforderungen abdecken, erstellen Sie Ihre eigenen Richtlinien im SafeGuard Policy Editor, siehe Mit Richtlinien arbeiten (Seite 42). So kann es zum Beispiel zur Umsetzung Ihrer Strategie für den Einsatz von Sophos SafeGuard notwendig sein, einen administrativen Zugang für Mitarbeiter des IT-Teams auf den Computer einzurichten. Hierzu müssen Sie eine spezifische Richtlinie definieren und dafür ein neues Konfigurationspaket erstellen, in dem diese enthalten sind. 6. Veröffentlichen Sie die Richtlinien in einem Konfigurationspaket, siehe Mit Konfigurationspaketen arbeiten (Seite 47). 7. Installieren Sie das relevante Konfigurationspaket (MSI) auf dem Computer. 8. Stellen Sie nach der Installation sicher, dass die Endpoint-Computer zweimal neu gestartet werden, um die Power-on Authentication zu aktivieren. Die Computer müssen ein drittes Mal neu gestartet werden, um eine Sicherung der Kerneldaten bei jedem Windows-Start durchzuführen. Stellen Sie sicher, dass die Computer vor dem dritten Neustart nicht in den Ruhezustand versetzt werden, damit die Sicherung der Kerneldaten erfolgreich abgeschlossen werden kann. Sophos SafeGuard ist nun auf dem Endpoint-Computer installiert und gemäß den zuvor erstellten Richtlinien konfiguriert. Informationen zum Verhalten des Computers nach der Installation von Sophos SafeGuard finden Sie in der Benutzerhilfe (Kapitel Erste Anmeldung nach der Installation von Sophos SafeGuard). Zusätzliche Konfiguration kann erforderlich sein, damit sich die POA auf jeder Hardware-Plattform korrekt verhält. Die meisten Hardware-Konflikte lassen sich mit Hilfe des Hotkeys-Features beheben, das in die POA integriert ist. Für weitere Informationen, siehe In der Power-on Authentication unterstützte Hotkeys (Seite 104) Installation der Verschlüsselungssoftware und Konfigurationspakete über Skript Wir empfehlen, für die zentrale Installation ein Skript mit der Windows Installer Komponente msiexec zu erstellen. Msiexec führt eine vorkonfigurierte Sophos SafeGuard Installation automatisch aus. Sie können eine Quelle und ein Ziel für die Installation angeben. Eine Standardinstallation auf mehreren Endpoints steht zur Verfügung. Voraussetzungen: Die Computer müssen für die Verschlüsselung vorbereitet sein, siehe Vorbereiten der Endpoints (Seite 27). Entscheiden Sie, welches Verschlüsselungspaket und welche Features installiert werden sollen, siehe Sophos SafeGuard Pakete und Features (Seite 25). 30

31 Administratorhilfe So führen Sie eine zentrale Installation der Verschlüsselungssoftware durch: 1. Erstellen Sie auf dem Administratorcomputer ein Verzeichnis mit der Bezeichnung Software als zentralen Speicherort für alle Anwendungen. 2. Verwenden Sie ein Software Deployment Tool (z. B. Microsoft System Center Configuration Manager, IBM Tivoli oder Enteo Netinstall), um die zentrale Installation auf den Endpoints durchzuführen. Folgende Komponenten müssen enthalten sein (in dieser Reihenfolge): Wenn Sie die Installation über Active Directory ausführen, verwenden Sie für jedes Paket ein separates Gruppenrichtlinienobjekt und sortieren Sie die Pakete in der nachfolgend angegebenen Reihenfolge. So stellen Sie sicher, dass die Installation erfolgreich durchgeführt werden kann. Option Prä-Installationspaket SGxClientPreinstall.msi Beschreibung Dieses obligatorische Paket stattet Endpoints mit notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware aus. Wenn dieses Paket nicht installiert ist, wird die Installation der Verschlüsselungssoftware abgebrochen. Verschlüsselungssoftware-Installationspaket Konfigurationspaket für Endpoints Für eine Liste der verfügbaren Pakete, siehe Sophos SafeGuard Pakete und Features (Seite 25). Verwenden Sie die zuvor im SafeGuard Policy Editor erzeugten Konfigurationspakete. Löschen Sie jeweils immer alle veralteten Konfigurationspakete. 3. Erstellen Sie ein Skript mit den Kommandos für die vorkonfigurierte Installation. Im Skript müssen die Features der Verschlüsselungssoftware aufgelistet sein, die Sie installieren möchten, siehe Sophos SafeGuard Features (ADDLOCAL) (Seite 33). Öffnen Sie eine Befehlseingabeaufforderung und geben Sie die Scripting-Befehle ein. Für Informationen zur Kommandozeilen-Syntax, siehe Kommando-Optionen für die zentrale Installation (Seite 32). 4. Verteilen Sie das Paket über unternehmensinterne Software-Verteilungsmechanismen an die Endpoints. Das Installation wird auf den Endpoints ausgeführt. Danach sind die Endpoints für den Einsatz von Sophos SafeGuard bereit. 5. Stellen Sie nach der Installation sicher, dass die Endpoints zweimal neu gestartet werden, um die Power-on Authentication zu aktivieren. Die Computer müssen ein drittes Mal neu gestartet werden, um eine Sicherung der Kerneldaten bei jedem Windows-Start durchzuführen. Stellen Sie sicher, dass die Computer vor dem dritten Neustart nicht in den Ruhezustand versetzt werden, damit die Sicherung der Kerneldaten erfolgreich abgeschlossen werden kann. 31

32 SafeGuard Easy Zusätzliche Konfiguration kann erforderlich sein, damit sich die Power-on Authentication (POA) auf jeder Hardware-Plattform korrekt verhält. Die meisten Hardware-Konflikte lassen sich mit Hilfe von Hotkeys-Funktionalitäten beheben, die in die POA integriert sind. Hotkeys können nach der Installation konfiguriert werden, entweder in der POA selbst oder über eine zusätzliche Konfigurationseinstellung, die dem Windows Installer Befehl msiexec mitgegeben wird. Weitere Informationen finden Sie unter: Kommando-Optionen für die zentrale Installation Wir empfehlen, bei der zentralen Installation von Sophos SafeGuard auf den Endpoints die Windows Installer Komponente msiexec zu verwenden. Msiexec steht in Windows XP, Vista und Windows 7 zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter: Kommandozeilen-Syntax msiexec /i <Pfad+msi Paketname> /qn ADDLOCAL=ALL <Features> <Parameter> Die Kommandozeilensyntax setzt sich folgendermaßen zusammen: Windows Installer Parameter, die z. B. Warnungen und Fehlermeldungen während der Installation in eine Datei protokollieren. Sophos SafeGuard Features, die installiert werden sollen, z. B. Festplattenverschlüsselung. Sophos SafeGuard Parameter, die z. B. das Installationsverzeichnis angeben. Kommandooptionen Alle verfügbaren Optionen können Sie über msiexec.exe in der Eingabeaufforderung abrufen. Im Folgenden sind wichtige Optionen beschrieben. Option /i /qn ADDLOCAL= ADDLOCAL=ALL Beschreibung Gibt an, dass es sich um eine Installation handelt. Installiert ohne Benutzerinteraktion und zeigt keine Benutzeroberfläche an. Listet die Features auf, die installiert werden. Wird die Option nicht angegeben, werden alle Features installiert, die für eine Standardinstallation vorgesehen sind. Für eine Liste der Feature-Parameter für die ADDLOCAL Option, siehe Sophos SafeGuard Features (ADDLOCAL) (Seite 33). Installiert alle verfügbaren Features. 32

33 Administratorhilfe Option REBOOT=Force ReallySuppress /L* <path + filename> Installdir= <Verzeichnis> Beschreibung Erzwingt oder unterdrückt einen Neustart nach der Installation. Ohne Angabe wird der Neustart erzwungen (Force). Protokolliert alle Warnungen und Fehlermeldungen in die angegebene Protokolldatei. Der Parameter /Le <Pfad + Dateiname> protokolliert ausschließlich Fehlermeldungen. Gibt das Verzeichnis an, in das die Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware installiert werden soll. Ohne Angabe wird als Standardinstallationsverzeichnis <SYSTEM>:\PROGRAMME\SOPHOS verwendet Sophos SafeGuard Features (ADDLOCAL) Für eine zentrale Installation müssen Sie bereits im Vorfeld definieren, welche Sophos SafeGuard Features auf den Endpoint-Computern installiert werden sollen. Listen Sie die Features nach der Eingabe der Option ADDLOCAL auf. Trennen Sie die Features durch Kommas, nicht durch Leerzeichen. Achten Sie außerdem auf die Groß-/Kleinschreibung. Wenn Sie ein Feature auswählen, müssen Sie auch alle übergeordneten Features (Feature Parents) zur Kommandozeile hinzufügen. Die Features Client und Authentication müssen Sie standardmäßig auflisten. Es ist zwar möglich, bei einer Erstinstallation nicht alle Features zu installieren, wir empfehlen jedoch, das Feature für die Festplattenverschlüsselung von Beginn an zu installieren. In den folgenden Tabellen sind alle Sophos SafeGuard Features aufgelistet, die auf den Endpoint-Computern installiert werden können. Für weitere Informationen, siehe Sophos SafeGuard Pakete und Features (Seite 25). Features für die Sophos SafeGuard Festplattenverschlüsselung In der folgenden Tabelle sind die für das Paket für die Sophos SafeGuard Festplattenverschlüsselung von (SGNClient.msi, SGNClient_x64.msi) verfügbaren Features aufgelistet, die zur ADDLOCAL Option hinzugefügt werden können. Feature Parents Client Feature Authentication Obligatorisch Das Feature Authentication und sein Feature Parent Client müssen standardmäßig aufgelistet werden. 33

34 SafeGuard Easy Feature Parents Client, Authentication Client, BaseEncryption Client Client Feature CredentialProvider Für Computer mit Windows Vista und Windows 7 müssen Sie dieses Feature installieren. Es dient zur Anmeldung über den Credential Provider. SectorBasedEncryption SecureDataExchange CloudStorage Features für die dateibasierende Verschlüsselung In der folgenden Tabelle sind die für das Paket für die dateibasierende Verschlüsselung (SGNClient_withoutDE.msi, SGNClient_withoutDE_x64.msi) verfügbaren Features aufgelistet, die zur ADDLOCAL Option hinzugefügt werden können. Feature Parents Client Client Client Feature Authentication Das Feature Authentication und sein Feature Parent Client müssen standardmäßig aufgelistet werden. SecureDataExchange CloudStorage Beispielkommando für volume-basierende Verschlüsselung Folgendes wird durch das unten aufgeführte Kommando ausgeführt: Die Endpoint-Computer werden mit den notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Installation der Verschlüsselungssoftware ausgestattet. Die Sophos SafeGuard Power-on Authentication wird installiert. Die volume-basierende Verschlüsselung von Sophos SafeGuard wird installiert. Es wird eine Protokolldatei angelegt. Das Konfigurationspaket wird ausgeführt. 34

35 Administratorhilfe Beispiel: msiexec /i F:\Software\SGxClientPreinstall.msi /qn /log I:\Temp\SGxClientPreinstall.log msiexec /i F:\Software\SGNClient.msi /qn /log I:\Temp\SGNClient.log ADDLOCAL=Client,Authentication,BaseEncryption,SectorBasedEncryption,CloudStorage Installdir=C:\Program Files\Sophos\Sophos SafeGuard msiexec /i F:\Software\SGnConfig.msi /qn /log I:\Temp\SGNConfig.log Installation gemäß FIPS Die FIPS-Zertifizierung beschreibt Sicherheitsanforderungen für Verschlüsselungsmodule. So stellen z. B. Behörden in den USA und in Kanada an Software für besonders sicherheitskritische Informationen die Anforderung der FIPS Zertifizierung. Sophos SafeGuard nutzt FIPS-zertifizierte AES-Algorithmen. Standardmäßig wird eine neue, schnellere Implementierung der AES-Algorithmen installiert, die noch nicht FIPS-zertifiziert ist. Um die FIPS-zertifizierte Variante des AES-Algorithmus zu nutzen, setzen Sie beim Installieren der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware die Eigenschaft FIPS_AES auf 1. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten: Fügen Sie die Eigenschaft zum Kommandozeilen-Skript hinzu: msiexec /i F:\Software\SGNClient.msi FIPS_AES=1 Verwenden Sie ein Transform Installation auf Endpoints mit selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten Sophos SafeGuard unterstützt den hersteller-unabhängigen Opal-Standard für selbst-verschlüsselnde Festplatten. Um sicherzustellen, dass die Unterstützung von selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten diesem Standard möglichst genau entspricht, werden bei der Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware auf dem Endpoint zwei Arten von Prüfungen durchgeführt: Funktionale Prüfungen Bei den funktionalen Prüfungen wird u. a. geprüft, ob sich die Festplatte als "OPAL"-Festplatte identifiziert, ob Kommunikationseinstellungen korrekt sind und ob alle für Sophos SafeGuard erforderlichen Opal Features von der Festplatte unterstützt werden. 35

36 SafeGuard Easy Sicherheitsprüfungen Mit Sicherheitsprüfungen wird sichergestellt, dass nur Sophos SafeGuard Benutzer auf der Festplatte registriert sind und dass nur Sophos SafeGuard Benutzer die Schlüssel für die software-basierende Verschlüsselung von nicht selbst-verschlüsselnden Laufwerken haben. Wird bei der Installation festgestellt, dass andere Benutzer registriert sind, versucht Sophos SafeGuard automatisch, diese zu deaktivieren. Diese Funktionalität wird durch den Opal-Standard gefordert. Ausgenommen sind hier einige wenige Standard "Authorities", die für den Betrieb eines Opal-Systems erforderlich sind. Diese Sicherheitsprüfungen werden wiederholt, wenn nach einer erfolgreichen Installation im Opal-Modus eine Verschlüsselungsrichtlinie für die Festplatte angewendet wird. Schlagen die Sicherheitsprüfungen in diesem Fall fehl, so haben inzwischen außerhalb von Sophos SafeGuard Eingriffe in die Laufwerksverwaltung stattgefunden. In diesem Fall verweigert Sophos SafeGuard den Zugriff auf das Laufwerk und es wird eine entsprechende Meldung angezeigt. Sollten einige dieser Prüfungen ohne Recovery-Möglichkeit fehlschlagen, so wird für die Installation nicht die software-basierende Verschlüsselung angewendet. Stattdessen bleiben alle Volumes auf der Opal-Festplatte unverschlüsselt. Wenn Sie erzwingen möchten, dass keine Opal-Prüfungen durchgeführt werden, verwenden Sie folgende Kommandozeilensyntax: MSIEXEC /i <name_of_selected_client_msi>.msi OPALMODE=2 Bei einigen Opal-Festplatten bestehen u. U. Sicherheitsprobleme. Es besteht keine Möglichkeit, automatisch festzustellen, welche Privilegien unbekannten Benutzern/Authorities zugeordnet sind, die bereits zum Zeitpunkt der Sophos SafeGuard Installation/Verschlüsselung registriert waren. Wenn die Festplatte den Befehl, diese Benutzer zu deaktivieren, nicht ausführt, wendet Sophos SafeGuard die software-basierende Verschlüsselung an, um die größtmögliche Sicherheit für den Sophos SafeGuard Benutzer zu gewährleisten. Da wir für die Festplatten selbst keine Sicherheitsgarantien geben können, haben wir einen speziellen Installationsschalter implementiert. Diesen Schalter können Sie verwenden, um Festplatten mit potentiellen Sicherheitsrisiken auf eigene Verantwortung zu benutzen. Eine Liste der Festplatten, für die dieser Schalter erforderlich ist, sowie weitere Informationen zu unterstützten Festplatten finden Sie in den Sophos SafeGuard Release Notes. Fügen Sie die Eigenschaft zum Kommandozeilen-Skript hinzu: MSIEXEC /i <name_of_selected_client_msi>.msi IGNORE_OPAL_AUTHORITYCHECK_RESULTS=1 Wenn Sie eine Änderung mit einem Transform durchführen möchten: Die interne Eigenschaft der.msi-datei hat denselben Namen. 36

37 Administratorhilfe 3.6 Sophos SafeGuard auf Endpoints mit mehreren Betriebssystemen installieren Die Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware kann auch dann auf einem Endpoint zum Schutz der Daten installiert werden, wenn mehrere Betriebssysteme auf separaten Volumes der Festplatte installiert sind (Runtime-System). Sophos SafeGuard Runtime stellt folgende Sachverhalte sicher, wenn das System auf Volumes mit einer zusätzlichen Windows-Installation installiert wird: Die Windows-Installation, die sich auf diesen Volumes befindet, kann durch einen Boot Manager gestartet werden. Auf Partitionen dieser Volumes, die durch eine vollständige Sophos SafeGuard Client Installation mit dem definierten Computerschlüssel verschlüsselt worden sind, kann erfolgreich zugegriffen werden Voraussetzungen und Einschränkungen Beachten Sie: Sophos SafeGuard Runtime bietet keine Sophos SafeGuard-spezifischen Features oder Funktionalitäten. Sophos SafeGuard Runtime unterstützt nur die Betriebssysteme, die auch von der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware unterstützt werden. USB-Tastaturen können u. U. nur eingeschränkt benutzt werden. Es werden nur Boot Manager unterstützt, die nach der Power-on Authentication aktiv werden. Die Unterstützung von Boot Managern von Drittanbietern wird nicht garantiert. Wir empfehlen den Einsatz von Microsoft Boot Managern. Sophos SafeGuard Runtime kann nicht auf einen Sophos SafeGuard Client in Vollversion aktualisiert werden. Das Runtime-Installationspaket muss vor der Vollversion des Sophos SafeGuard Verschlüsselungspakets installiert werden. Es kann nur auf Volumes, die mit dem definierten Computerschlüssel in Sophos SafeGuard verschlüsselt wurden, zugegriffen werden Vorbereiten der Installation von Sophos SafeGuard Runtime Um Sophos SafeGuard Runtime einzurichten, führen Sie die folgenden vorbereitenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge durch: 1. Stellen Sie sicher, dass die Volumes, auf denen Sophos SafeGuard Runtime laufen soll, zum Zeitpunkt der Installation sichtbar sind und mit ihrem Windows-Namen (z. B. C:) angesprochen werden können. 37

38 SafeGuard Easy 2. Legen Sie fest, auf welchem Volume/welchen Volumes der Festplatte Sophos SafeGuard Runtime installiert werden soll. In Zusammenhang mit Sophos SafeGuard sind diese Volumes als "sekundäre" Windows-Installationen definiert. Es können mehrere sekundäre Windows-Installationen vorhanden sein. Verwenden Sie folgendes Paket: SGNClientRuntime.msi (oder die entsprechende 64-Bit-Variante, wenn auf dem Computer Windows 7 64 Bit oder Windows Vista 64 Bit als Betriebssystem läuft). 3. Legen Sie fest, auf welchem Volume der Festplatte die Vollversion der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware installiert werden soll. In Zusammenhang mit Sophos SafeGuard ist dieses Volume als primäre Windows-Installation definiert. Es kann jeweils nur eine primäre Windows-Installation geben. Verwenden Sie folgendes Paket: SGNClient.msi (oder die entsprechende 64-Bit-Variante, wenn auf dem Computer Windows 7 64 Bit oder Windows Vista 64 Bit als Betriebssystem läuft) Installation von Sophos SafeGuard Runtime 1. Wählen Sie das/die gewünschte(n) sekundäre(n) Volume(s) der Festplatte aus, auf dem/denen Sie Sophos SafeGuard Runtime installieren möchten. 2. Starten Sie die sekundäre Windows-Installation auf dem ausgewählten Volume. 3. Installieren Sie das Runtime-Installationspaket auf dem ausgewählten Volume. 4. Bestätigen Sie im nächsten Dialog des Installer die Standardeinstellungen. Sie müssen keine speziellen Features auswählen. 5. Wählen Sie einen Installationsordner für die Runtime-Installation. 6. Klicken Sie auf Beenden, um die Runtime-Installation abzuschließen. 7. Wählen Sie das primäre Volume der Festplatte, auf dem Sie die Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware installieren möchten. 8. Starten Sie die primäre Windows-Installation auf dem ausgewählten Volume. 9. Starten Sie das Prä-Installationspaket SGxClientPreinstall.msi. Dieses Paket stattet die Endpoint-Computer mit notwendigen Voraussetzungen für die erfolgreiche Installation der aktuellen Verschlüsselungssoftware aus. 10. Installieren Sie das Sophos SafeGuard Client Verschlüsselungspaket auf dem ausgewählten Volume. 11. Erstellen Sie das Konfigurationspaket und verteilen Sie es an den Endpoint-Computer. 12. Verschlüsseln Sie beide Volumes mit dem definierten Computerschlüssel Von einem sekundären Volume über einen Boot Manager starten 1. Starten Sie den Computer. 2. Melden Sie sich an der Power-on Authentication mit Ihren Anmeldeinformationen an. 3. Starten Sie den Boot Manager und wählen Sie das gewünschte sekundäre Volume als Boot-Laufwerk. 4. Starten Sie den Computer von diesem Volume neu. Auf jedes Volume, das mit dem definierten Computerschlüssel verschlüsselt ist, kann zugegriffen werden. 38

39 Administratorhilfe 4 Anmeldung am SafeGuard Policy Editor 1. Starten Sie den SafeGuard Policy Editor über das Start Menü. Ein Anmeldebildschirm wird angezeigt. 2. Geben Sie die während der Konfiguration festgelegten Sicherheitsbeauftragten-Anmeldedaten ein und klicken Sie auf OK. Der SafeGuard Policy Editor wird geöffnet. Zwei Sicherheitsbeauftragte dürfen nicht das gleiche Windows-Konto auf einem Computer benutzen. Andernfalls lassen sich ihre Zugriffsrechte nicht sauber trennen. 39

40 SafeGuard Easy 5 Lizenzen Für die Benutzung von Sophos SafeGuard Komponenten sind gültige Lizenzen erforderlich. Für die Benutzung von Token brauchen Sie die entsprechenden Token-Lizenzen. Nach dem Erwerb der Software erhalten Kunden einen Lizenzdatei mit den erworbenen Lizenzen von ihrem Vertriebspartner. Die Lizenzdatei ist eine.xml-datei mit einer Signatur und enthält die folgenden Informationen: Kundenname Datum, an dem die Lizenz ausgestellt wurde. Die Anzahl an pro Komponente oder Feature (z. B. SafeGuard Policy Editor, Sophos SafeGuard Client, Device Encryption) erworbenen Lizenzen. Token-Lizenzinformationen Lizenzablaufdatum Lizenztyp (Regulär für Voll-Lizenzen) Die Lizenzdatei muss in die Sophos SafeGuard Datenbank importiert werden. Für weitere Informationen, siehe Importieren von Lizenzen (neue Datenbank) (Seite 23) und Importieren von Lizenzen (Seite 40). Eine Lizenz ist gültig, wenn Folgendes zutrifft: Es handelt sich um eine reguläre Lizenz. Die Lizenz ist nicht abgelaufen. Ein Monat nach Ablauf des Gültigkeitsdatums wird die Lizenz ungültig. Die Lizenzdatei enthält mindestens eine SafeGuard Policy Editor Lizenz und entweder eine Device Encryption Lizenz oder eine Data Exchange Lizenz. Wenn Sie keine Lizenz importiert haben oder Ihre Lizenz abgelaufen ist, können Sie keine Konfigurationspakete für die Installation auf Endpoint-Computern erstellen. Wenn sich Benutzer an Endpoint-Computern anmelden, wird eine Meldung angezeigt, die angibt, das eine Demo-Version benutzt wird. 5.1 Token-Lizenzen Für die Benutzung von Token oder Smartcards brauchen Sie die entsprechenden Token-Lizenzen. Wenn diese Lizenzen nicht zur Verfügung stehen, können Sie im SafeGuard Policy Editor keine Richtlinien für Token erstellen. 5.2 Importieren von Lizenzen Für die Benutzung von Sophos SafeGuard im produktiven Betrieb sind gültige Lizenzen erforderlich. Wenn keine gültigen Lizenzen vorliegen, können Sie keine Konfigurationspakete für die Installation auf Endpoint-Computern erstellen. Sie erhalten die Lizenzdatei von Ihrem Vertriebspartner. Sie muss in die Sophos SafeGuard Datenbank importiert werden. Für neue 40

41 Administratorhilfe Datenbanken können Sie die Lizenzdateien während der Erstkonfiguration importieren, siehe Importieren von Lizenzen (neue Datenbank) (Seite 23). So importieren Sie Lizenzen für bereits vorhandene Datenbanken: 1. Melden Sie sich mit dem Kennwort, dass Sie während der Erstkonfiguration festgelegt haben, am SafeGuard Policy Editor an. 2. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Benutzer. 3. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf den Stamm-Knoten. 4. Klicken Sie in der Registerkarte Lizenzen auf Lizenzdatei importieren Wählen Sie die zu importierende Lizenzdatei aus und klicken Sie auf Öffnen. Der Lizenz anwenden? Dialog mit dem Inhalt der Lizenzdatei wird angezeigt. 6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Lizenz anwenden. Die Lizenzdatei mit den erforderlichen Lizenzen wird in die Sophos SafeGuard Datenbank importiert. In der Registerkarte Lizenzen werden die importierten Lizenzen angezeigt. Sie enthält folgende Informationen: Spalte Status (Symbol) Feature Erworbene Lizenzen Benutzte Lizenzen Läuft ab Typ Beschreibung Zeigt den Status der Lizenzen (gültig, Warnung, Fehler) für die jeweilige Komponte oder das Feature durch ein Symbol an. Zeigt die lizenzierte Komponente bzw. das lizenzierte Feature (z. B. SafeGuard Policy Editor, Sophos SafeGuard Client, Device Encryption). Zeigt die Anzahl an erworbenen Lizenzen für die relevante Komponente oder das Feature an. Zeigt die Anzahl an benutzten Lizenzen für die relevante Komponente oder das Feature an. Zeigt das Lizenzablaufdatum an. Zeigt den Lizenztyp an. Für Voll-Lizenzen ist dies regulär. Nachdem Sie eine gültige Lizenzdatei importiert haben, können Sie Konfigurationspakete für die Installation auf Endpoint-Computern erstellen, siehe Mit Konfigurationspaketen arbeiten (Seite 47). 41

42 SafeGuard Easy 6 Mit Richtlinien arbeiten Die folgenden Abschnitte erklären die Verwaltung von Richtlinien, z. B. das Erstellen, Gruppieren und Sichern von Richtlinien. Während der Erstkonfiguration wird im SafeGuard Policy Editor automatisch eine Standardrichtlinie erstellt, siehe Durchführen der Erstkonfiguration im SafeGuard Policy Editor (Seite 18). Für eine Beschreibung aller mit Sophos SafeGuard verfügbaren Richtlinieneinstellungen, siehe Standardrichtlinien (Seite 64) und Richtlinieneinstellungen (Seite 69). 6.1 Anlegen von Richtlinien 1. Melden Sie sich mit dem Kennwort, dass Sie während der Erstkonfiguration festgelegt haben, am SafeGuard Policy Editor an. 2. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Richtlinien. 3. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf Richtlinien und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Neu. 4. Wählen Sie den Richtlinientyp aus. Es wird ein Dialog für die Benennung der neuen Richtlinie angezeigt. 5. Geben Sie einen Namen und optional eine Beschreibung für die neue Richtlinie ein. Richtlinien für den Geräteschutz: Wenn Sie eine Richtlinie dieses Typs erstellen, müssen Sie auch ein Ziel für den Geräteschutz angeben. Mögliche Ziele sind: Massenspeicher (Boot-Laufwerke/Andere Volumes) Wechselmedien Optische Laufwerke Cloud Storage Für jedes Ziel muss eine eigene Richtlinie angelegt werden. Sie können die einzelnen Richtlinien später z. B. zu einer Richtliniengruppe mit der Bezeichnung Verschlüsselung zusammenfassen. 6. Klicken Sie auf OK. Die neu angelegte Richtlinie wird im Richtlinien Navigationsfenster unter Richtlinien angezeigt. Im Aktionsbereich auf der rechten Seite werden alle Einstellungen für den gewählten Richtlinientyp angezeigt. Die Einstellungen können dort geändert werden. 6.2 Bearbeiten von Richtlinieneinstellungen Wenn Sie im Navigationsfenster eine Richtlinie auswählen, können Sie deren Einstellungen im Aktionsbereich bearbeiten. 42

43 Administratorhilfe Das rote Symbol vor dem Text nicht konfiguriert gibt an, dass für diese Einstellung ein Wert festgelegt werden muss. Sie können die Richtlinie erst speichern, wenn Sie eine andere Einstellung als nicht konfiguriert ausgewählt haben. Setzen von Einstellungen auf Standardwerte In der Symbolleiste stehen folgende Symbole für Richtlinieneinstellungen zur Verfügung: Zeigt Standardwerte für Richtlinieneinstellungen an, die nicht konfiguriert wurden (Einstellung nicht konfiguriert). Setzt die markierte Richtlinieneinstellung auf nicht konfiguriert. Setzt alle Richtlinieneinstellungen eines Bereichs auf nicht konfiguriert. Setzt den Standardwert für die markierte Richtlinieneinstellung. Setzt alle Richtlinieneinstellungen eines Bereichs auf den Standardwert. Unterscheidung zwischen maschinen- und benutzerspezifischen Richtlinien Richtlinienfarbe blau Richtlinienfarbe schwarz Richtlinie wird nur für Maschinen angewandt, nicht für Benutzer. Richtlinie wird für Maschinen und Benutzer angewandt. 6.3 Richtliniengruppen Sophos SafeGuard Richtlinien müssen in Richtliniengruppen zusammengefasst werden, damit sie in einem Konfigurationspaket übertragen werden können. Eine Richtliniengruppe kann verschiedene Richtlinientypen enthalten. Wenn Sie Richtlinien vom selben Typ in einer Gruppe zusammenfassen, werden die Einstellungen automatisch vereinigt. Sie können dafür eine Auswertungsreihenfolge festlegen. Die Einstellungen einer höher gereihten Richtlinie überschreiben jene einer niedriger 43

44 SafeGuard Easy priorisierten. Ist eine Einstellung auf nicht konfiguriert gesetzt, wird die Einstellung in einer niedriger priorisierten Richtlinie nicht überschrieben. Überlappende Richtlinien, die einer Gruppe zugeordnet sind, können zu einer falschen Ermittlung der Prioritäten führen. Verwenden Sie separate Richtlinieneinstellungen. Ausnahme Geräteschutz: Richtlinien für den Geräteschutz werden nur vereinigt, wenn sie für dasselbe Ziel (z. B. Boot-Volume) angelegt werden. Weisen sie auf verschiedene Ziele, werden sie addiert Zusammenfassen von Richtlinien zu Gruppen Voraussetzungen: Die einzelnen Richtlinien der verschiedenen Typen müssen angelegt sein. Sophos SafeGuard Richtlinien müssen in Richtliniengruppen zusammengefasst werden, damit sie in einem Konfigurationspaket veröffentlicht werden können. Eine Richtliniengruppe kann verschiedene Richtlinientypen enthalten. 1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Policy Editor auf Richtlinien. 2. Klicken Sie im Navigationsfenster mit der rechten Maustaste auf Richtlinien-Gruppen und wählen Sie Neu. 3. Klicken Sie auf Neue Richtlinien-Gruppe. Es wird ein Dialog für die Benennung der Richtlinien-Gruppe angezeigt. 4. Geben Sie einen eindeutigen Namen und optional eine Beschreibung für die Richtlinien-Gruppe ein. Klicken Sie auf OK. Die neu angelegte Richtlinie-Gruppe wird im Navigationsfenster unter Richtlinien-Gruppen angezeigt. 5. Wählen Sie die Richtlinien-Gruppe aus. Im Aktionsbereich werden alle für das Gruppieren der Richtlinien notwendigen Elemente angezeigt. 6. Zum Gruppieren der Richtlinien ziehen Sie sie aus der Liste der verfügbaren Richtlinien in den Richtlinienbereich. 44

45 Administratorhilfe 7. Sie können für jede Richtlinie eine Priorität festlegen, indem Sie die Richtlinie über das Kontextmenü nach oben oder unten reihen. Wenn Sie Richtlinien vom selben Typ in einer Gruppe zusammenfassen, werden die Einstellungen automatisch vereinigt. Sie können dafür eine Auswertungsreihenfolge festlegen. Die Einstellungen einer höher gereihten Richtlinie überschreiben jene einer niedriger priorisierten. Ist eine Einstellung auf nicht konfiguriert gesetzt, wird die Einstellung in einer niedriger priorisierten Richtlinie nicht überschrieben. Ausnahme Geräteschutz: Richtlinien für den Geräteschutz werden nur vereinigt, wenn sie für dasselbe Ziel (z. B. Boot-Volume) angelegt werden. Weisen sie auf verschiedene Ziele, werden sie addiert. 8. Klicken Sie im Datei Menü auf Speichern. Die Richtliniengruppe enthält nun die Einstellungen aller einzelnen Richtlinien.Veröffentlichen Sie die Richtliniengruppe nun in einem Konfigurationspaket Ergebnis der Gruppierung Das Ergebnis der Zusammenfassung wird in einer eigenen Ansicht dargestellt. Klicken Sie zum Anzeigen der Zusammenfassung auf die Registerkarte Ergebnis. Für jeden Richtlinien-Typ steht eine eigene Registerkarte zur Verfügung. Die aus der Zusammenfassung der einzelnen Richtlinien resultierenden Einstellungen werden angezeigt. Für Richtlinien zum Geräteschutz werden Registerkarten für jedes Ziel der Richtlinie angezeigt (z. B. Boot-Volumes, Laufwerk X: usw.). 6.4 Erstellen von Sicherungskopien von Richtlinien und Richtliniengruppen Sie können Sicherungskopien von Richtlinien und Richtliniengruppen in Form von XML-Dateien erstellen. Falls notwendig, lassen sich die betreffenden Richtlinien/Richtliniengruppen daraufhin aus diesen XML-Dateien zur Bearbeitung wiederherstellen. 1. Wählen Sie die Richtlinie/Richtliniengruppe im Richtlinien Navigationsfenster unter Richtlinien bzw. Richtlinien-Gruppen aus. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie im angezeigten Kontextmenü Richtlinie sichern. Der Befehl Richtlinie sichern steht auch im Menü Aktionen zur Verfügung. 3. Geben Sie im Dialog Speichern unter einen Dateinamen und einen Speicherplatz für die Sicherungskopie (XML-Datei) ein. Klicken Sie auf Speichern. 45

46 SafeGuard Easy Die Sicherungskopie der Richtlinie/Richtliniengruppe wird am angegebenen Speicherort als XML-Datei abgelegt. 6.5 Wiederherstellen von Richtlinien und Richtliniengruppen 1. Klicken Sie im Navigationsfenster auf Richtlinien/Richtliniengruppen. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie im angezeigten Kontextmenü Richtlinie wiederherstellen. Der Befehl Richtlinie wiederherstellen steht auch im Menü Aktionen zur Verfügung. 3. Wählen Sie die XML-Datei für die Wiederherstellung der Richtlinie/Richtliniengruppe aus und klicken Sie auf Öffnen. Die Richtlinie/Richtliniengruppe ist wiederhergestellt. 46

47 Administratorhilfe 7 Mit Konfigurationspaketen arbeiten Durch Sophos SafeGuard geschützte Computer erhalten ihre Verschlüsselungsrichtlinien über im SafeGuard Policy Editor erstellte Konfigurationspakete. Für den erfolgreichen Betrieb von Sophos SafeGuard auf den Endpoint-Computern müssen Sie ein Konfigurationspaket mit den relevanten Richtliniengruppen erstellen und das Paket an die Endpoint-Computer verteilen. Wenn Sie Richtlinieneinstellungen ändern, müssen Sie jeweils neue Konfigurationspakete erstellen und an die Endpoint-Computer verteilen. Die folgenden Abschnitte beschreiben die Veröffentlichung von Richtlinien in Konfigurationspaketen sowie die Verteilung an die Endpoint-Computer. Überprüfen Sie Ihr Netzwerk und Ihre Computer regelmäßig auf veraltete oder nicht mehr benutzte Client-Konfigurationspakete und löschen Sie diese aus Sicherheitsgründen. 7.1 Veröffentlichen von Richtlinien in einem Konfigurationspaket Richtlinien werden in einem Konfigurationspaket an die Endpoints übertragen. Wenn Sie eine neue Richtlinie erstellt oder eine bestehende Richtlinie bearbeitet haben, führen Sie die folgenden Schritte durch. So erstellen Sie ein Konfigurationspaket: 1. Wählen Sie im SafeGuard Policy Editor aus dem Menü Extras den Befehl Konfigurationspakete. 2. Klicken Sie auf Konfigurationspaket hinzufügen. 3. Geben Sie einen beliebigen Namen für das Konfigurationspaket ein. 4. Geben Sie eine zuvor im SafeGuard Policy Editor erstellte Richtliniengruppe, die für die Computer gelten soll, an. 47

48 SafeGuard Easy 5. Geben Sie unter Speicherort für Schlüssel-Sicherungskopie einen freigegebenen Netzwerkpfad für das Speichern der Schlüssel-Recovery-Datei an. Geben Sie den freigegebenen Pfad in folgender Form ein: \\networkcomputer\, z. B. \\mycompany.edu\. Wenn Sie hier keinen Pfad angeben, wird der Benutzer beim ersten Anmelden am Endpoint nach der Installation gefragt, wo die Schlüsseldatei gespeichert werden soll. Die Schlüssel-Recovery-Datei wird für die Durchführung von Recovery-Vorgängen bei durch Sophos SafeGuard geschützten Computern benötigt. Sie wird auf allen durch Sophos SafeGuard geschützten Computern generiert. Stellen Sie sicher, dass diese Schlüssel-Recovery-Datei an einem Speicherort abgelegt wird, auf den die Mitarbeiter des Helpdesk Zugriff haben, z. B. auf einem freigegebenen Netzwerkpfad. Die Dateien können dem Helpdesk auch über andere Mechanismen zur Verfügung gestellt werden. Die Datei ist mit dem Unternehmenszertifikat verschlüsselt. Sie kann also auch auf externen Medien oder auf dem Netzwerk gespeichert werden, um sie dem Helpdesk für Recovery-Vorgänge zur Verfügung zu stellen. Sie kann auch per verschickt werden. 6. Unter POA Gruppe können Sie eine Gruppe von POA-Benutzern auswählen, die dem Endpoint zugeordnet wird. POA-Benutzer bieten Zugang für administrative Aufgaben auf dem Endpoint, nachdem die Power-on Authentication aktiviert wurde. Um POA-Benutzer zuordnen zu können, muss die POA-Gruppe zuvor im Bereich Benutzer des SafeGuard Policy Editor angelegt werden. 7. Falls erforderlich, wählen Sie CCO. Für weitere Informationen, siehe Company Certificate Change Orders (Seite 51). 8. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an. 9. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen. Das Konfigurationspaket (MSI) wird am angegebenen Speicherort angelegt. Im nächsten Schritt verteilen Sie das Paket an die Sophos SafeGuard Endpoints. 7.2 Konfigurationspakete verteilen Konfigurationspakte müssen nach der Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware sowie nach jeder Änderung in den Konfigurationseinstellungen auf den Endpoint-Computern installiert werden. Verteilen Sie die Konfigurationspakete über Ihre unternehmenseigenen Software-Verteilungsmechanismen, oder installieren Sie die Pakete manuell auf den Endpoint-Computern. Um die Richtlinieneinstellungen für einen durch Sophos SafeGuard geschützten Computer zu ändern, erstellen Sie ein neues Konfigurationspaket mit den geänderten Richtlinien und übertragen Sie es an den Computer. 48

49 Administratorhilfe Die Installation eines Konfigurationspakets einer früheren Version auf einem Endpoint, der auf die neueste Version aktualisiert wurde, wird nicht unterstützt. Wenn Sie versuchen, ein älteres Konfigurationspaket über ein neues zu installieren, wird die Installation abgebrochen. Löschen Sie aus Sicherheitsgründen alle veralteten oder nicht mehr verwendeten Konfigurationspakete. 49

50 SafeGuard Easy 8 Exportieren des Unternehmens- und Sicherheitsbeauftragten-Zertifikats In einer Sophos SafeGuard Installation sind die beiden folgenden Elemente von entscheidender Bedeutung und erfordern daher die Erstellung von Backups an einem sicheren Speicherort: das in der Sophos SafeGuard Datenbank gespeicherte Unternehmenszertifikat das Sicherheitsbeauftragten-Zertifikat im Zertifikatsspeicher des Computers, auf dem der SafeGuard Policy Editor installiert ist. Beide Zertifikate lassen sich als.p12 Dateien zur Erstellung von Sicherungskopien exportieren. Eine beschädigte Installation des SafeGuard Policy Editor oder eine beschädigte Datenbank lassen sich damit durch den Import des entsprechenden Zertifikats (.p12-datei) wiederherstellen. Wir empfehlen, diesen Vorgang direkt nach der Erstkonfiguration im SafeGuard Policy Editor auszuführen. 8.1 Exportieren von Unternehmenszertifikaten 1. Klicken Sie im Extras Menü des SafeGuard Policy Editor auf Optionen. 2. Wechseln Sie in die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich Unternehmenszertifikat auf Exportieren. 3. Sie werden aufgefordert, ein Kennwort für die Sicherung der exportierten Datei einzugeben. Geben Sie ein Kennwort ein, bestätigen Sie es und klicken Sie auf OK. 4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die zu exportierende Datei ein und klicken Sie auf OK. Das Unternehmenszertifikat wird als P12-Datei an den definierten Speicherort exportiert und kann für Recovery-Vorgänge benutzt werden. 8.2 Exportieren des Zertifikats eines Sicherheitsbeauftragten So erstellen Sie ein Backup des Zertifikats des derzeit angemeldeten Sicherheitsbeauftragten: 1. Klicken Sie im Extras Menü des SafeGuard Policy Editor auf Optionen. 2. Wechseln Sie in die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie im Bereich <Administrator> Zertifikat auf Exportieren. 3. Sie werden aufgefordert, ein Kennwort für die Sicherung der exportierten Datei einzugeben. Geben Sie ein Kennwort ein, bestätigen Sie es und klicken Sie auf OK. 4. Geben Sie einen Dateinamen und einen Speicherort für die zu exportierende Datei ein und klicken Sie auf OK. Das Zertifikat des derzeit angemeldeten Sicherheitsbeauftragten wird als P12-Datei an den definierten Speicherort exportiert und kann für Recovery-Vorgänge benutzt werden. 50

51 Administratorhilfe 9 Company Certificate Change Orders Company Certificate Change Orders (CCOs) werden für Folgendes verwendet: Verschieben eines SafeGuard Enterprise Standalone Clients in eine andere Umgebung durch Austauschen des Unternehmenszertifikats des Endpoints durch das Unternehmenszertifikat der Zielumgebung. Nur Haupt-Sicherheitsbeauftragte sind zum Erstellen von CCOs berechtigt. 9.1 Ersetzen des Unternehmenszertifikats Das Ersetzen des Unternehmenszertifikats ist notwendig, wenn Sie einen Endpoint von einer Standalone-Umgebung in eine andere verschieben möchten. Der zu verschiebende Endpoint benötigt das Unternehmenszertifikat der Umgebung, in die er verschoben werden soll. Andernfalls akzeptiert der Client keine Richtlinien in der neuen Umgebung. Da die notwendigen Aufgaben auf beiden Seiten sowohl mit dem Management Center als auch mit dem Policy Editor ausgeführt werden können, wird in der folgenden Beschreibung der Begriff Management-Konsole verwendet. Die Funktionalität ist in Bezug auf das Ersetzen des Unternehmenszertifikats bei beiden identisch. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Legen Sie die Ausgangs- und die Ziel Management Center/Policy Editor Umgebung fest. Die Ausgangs-Management-Konsole ist die, die Sie für das Erstellen der Konfigurationspakete für die Endpoints, die verschoben werden sollen, benutzt haben. Das Ziel ist die Management-Konsole, in die die Endpoints verschoben werden sollen. So ersetzen Sie das Unternehmenszertifikat: 1. Exportieren Sie in der Ziel-Management-Konsole das Unternehmenszertifikat: Klicken Sie im Menü Extras auf Optionen. Wählen Sie die Registerkarte Zertifikate und klicken Sie auf die Schaltfläche Exportieren unter Unternehmenszertifikat. Geben Sie bei Aufforderung ein Kennwort für den Backup des Zertifikats ein, bestätigen Sie es und wählen Sie ein Zielverzeichnis sowie einen Dateinamen aus. Das Unternehmenszertifikat wird exportiert (cer-datei). 2. Klicken Sie im Menü Extras in der Ausgangs-Management-Konsole auf Optionen und wählen Sie im Bereich Anforderung die Option Erzeugen... Wählen Sie im CCO erzeugen Dialog das Ziel-Unternehmenszertifikat aus, das Sie in der Ziel-Management-Konsole exportiert haben (Schritt 1). Stellen Sie sicher, dass es sich um das gewünschte Zertifikat handelt. Klicken Sie auf Erzeugen und wählen Sie ein Zielverzeichnis und einen Dateinamen für die.cco-datei aus. Bestätigen Sie, dass Sie eine Company Certificate Change Order erstellen möchten. Bitte beachten Sie, dass eine Company Certificate Change Order nicht an spezifische Endpoints gebunden ist. Mit einer Company Certificate Change Order lässt sich jeder Client der Ausgangsumgebung verschieben. 3. In der Ziel-Management-Konsole müssen Sie die in der Ausgangs-Management-Konsole erzeugte Company Certificate Change Order importieren. Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete... und wählen Sie dann die Registerkarte CCOs. Klicken Sie auf Importieren. 51

52 SafeGuard Easy 4. Wählen Sie im Dialog CCO importieren die in der Ausgangs-Management-Konsole erzeugte Company Certificate Change Order und geben Sie einen Namen und nach Wunsch eine Beschreibung für die Company Certificate Change Order ein. Klicken Sie auf OK. 5. Erstellen Sie in der Ziel-Management-Konsole ein Konfigurationspaket. Klicken Sie im Extras Menü auf Konfigurationspakete... > Pakete für Standalone Clients und fügen Sie ein neues Konfigurationspaket hinzu. Wählen Sie die importierte Company Certificate Change Order aus dem Dropdown-Menü der Spalte CCO. Geben Sie unter Konfigurationspaket-Ausgabepfad einen Speicherort an. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen. Das Konfigurationspaket wird am angegebenen Speicherort angelegt. 6. Installieren Sie dieses Konfigurationspaket auf allen Endpoints, die Sie von der Ausgangsin die Zielumgebung verschieben möchten. 9.2 Verwalten von Company Certificate Change Orders Klicken Sie im SafeGuard Policy Editor im Extras Menü auf Konfigurationspakete. Alle erzeugten CCOs werden in der Registerkarte CCOs angezeigt. Im unteren Bereich des Dialogs werden detaillierte Informationen zur ausgewählten CCO angezeigt. Wenn die CCO für die Erneuerung des Unternehmenszertifikats erstellt wurde, wird das Quell-Unternehmenszertifikat aktualisiert. Wenn die CCO für eine Verschiebung von Endpoints erstellt wurde, wird das Unternehmenszertifikat der Umgebung, deren Endpoints in eine andere Umgebung verschoben werden soll, aktualisiert. Das Ziel-Unternehmenszertifikat ist das neue Unternehmenszertifikat, wenn die CCO zur Aktualisierung des Unternehmenszertifikats oder des Unternehmenszertifikats der Umgebung, in die die Endpoints verschoben werden sollen, erzeugt wurde. Unter den Zertifikatsinformationen wird angegeben, für welche Vorgänge die ausgewählte CCO verwendet werden kann Import Damit Sie eine CCO, die mit einem anderen Management-Tool zum Wechsel des Unternehmenszertifikats erzeugt wurde, beim Erstellen von Konfigurationspaketen auswählen können, muss sie zunächst exportiert werden. Klicken Sie auf Importieren..., um einen Dialog zu öffnen, in dem Sie die CCO auswählen und benennen können. Der hier eingegebene Name wird in der Registerkarte CCOs unter Konfigurationspakete angezeigt Export Mit der Exportieren Funktion lassen sich in der Datenbank gespeicherte CCOs als.cco-dateien exportieren. 52

53 Administratorhilfe 10 Prüfen der Datenbankintegrität Bei der Anmeldung an die Datenbank wird die Datenbankintegrität automatisch geprüft. Sollte diese Überprüfung Fehler ergeben, wird der Dialog Datenbankintegrität prüfen angezeigt. Sie können die Datenbankintegrität auch jederzeit nach der Anmeldung prüfen und hierzu den Dialog Datenbankintegrität prüfen aufrufen: 1. Klicken Sie im SafeGuard Policy Editor im Extras Menü auf Datenbankintegrität. 2. Um die Tabellen zu prüfen, klicken Sie auf Alle prüfen oder Ausgewählte prüfen. Danach werden fehlerhafte Tabellen im Dialog markiert. 3. Um die Fehler zu beheben, klicken Sie auf Reparieren. Fehlerhafte Datenbanktabellen werden repariert. 53

54 SafeGuard Easy 11 Administrative Zugangsoptionen für Endpoint-Computer Um es Benutzern zu ermöglichen, sich nach der Installation von Sophos SafeGuard zur Durchführung von administrativen Aufgaben an Endpoint-Computern anzumelden, bietet Sophos SafeGuard zwei verschiedene Benutzerkontotypen. Service Accounts für die Windows-Anmeldung Mit Service Accounts können sich Benutzer (z. B. Rollout-Beauftragte, Mitglieder des IT-Teams) nach der Installation von Sophos SafeGuard an Endpoint-Computern anmelden (Windows-Anmeldung), ohne die Power-on Authentication zu aktivieren. Die Benutzer werden auch nicht als Sophos SafeGuard Benutzer zum Computer hinzugefügt. Benutzer, die in eine Service Account Liste aufgenommen wurden, werden bei der Anmeldung am Endpoint-Computer als Gastbenutzer behandelt. Für weitere Informationen, siehe Service Account Listen für die Windows-Anmeldung (Seite 54). Service Account Listen werden den Endpoint-Computern über Richtlinien zugewiesen. Sie sollten bereits im ersten Sophos SafeGuard Konfigurationspaket, das Sie für die Konfiguration der Endpoint-Computer erstellen, enthalten sein. Um Service Account Listen zu ändern, können Sie ein neues Konfigurationspaket erstellen und es vor Aktivierung der POA an die Endpoint-Computer verteilen. POA-Benutzer für die Anmeldung an die POA POA-Benutzer sind vordefinierte lokale Benutzerkonten, die es Benutzern (z. B. Mitgliedern des IT-Teams) ermöglichen, sich nach der Aktivierung der POA an Endpoint-Computern zur Ausführung administrativer Aufgaben anzumelden. POA-Benutzer ermöglichen die Anmeldung an der POA, eine automatische Anmeldung an Windows erfolgt nicht. Diese Benutzer werden im Bereich Benutzer des Sophos SafeGuard Policy Editor definiert (Benutzer-ID und Kennwort) und werden den Endpoint-Computer über POA-Gruppen in Sophos SafeGuard Konfigurationspaketen zugewiesen. Für weitere Informationen, siehe POA-Benutzer für die Anmeldung an die POA (Seite 59) Service Account Listen für die Windows-Anmeldung Bei den meisten Implementationen von Sophos SafeGuard installiert zunächst ein Rollout-Team neue Computer in einer Umgebung. Danach folgt die Installation von Sophos SafeGuard. Zu Installations- und Prüfungszwecken meldet sich der Rollout-Beauftragte dann am jeweiligen Computer an, bevor der Endbenutzer diesen erhält und die Möglichkeit hat, die Power-on Authentication zu aktivieren. So ergibt sich folgendes Szenario: 1. Sophos SafeGuard wird auf einem Endpoint-Computer installiert. 2. Nach dem Neustart des Computers meldet sich der Rollout-Beauftragte an. 3. Der Rollout-Beauftragte wird zur POA hinzugefügt und die POA wird aktiv. Wenn der Endbenutzer den Computer erhält, kann er sich nicht an der POA anmelden. Er muss ein Challenge/Response-Verfahren durchführen. 54

55 Administratorhilfe Um zu verhindern, dass administrative Vorgänge auf einem durch Sophos SafeGuard geschützten Computer bewirken, dass die Power-on Authentication aktiviert wird und Rollout-Beauftragte als Benutzer zum Computer hinzugefügt werden, ermöglicht Sophos SafeGuard das Anlegen von Listen mit Service Accounts für Endpoint-Computer. Die in den Listen enthaltenen Benutzer werden dadurch als Sophos SafeGuard Gastbenutzer behandelt. Mit Service Accounts ergibt sich folgendes Szenario: 1. Sophos SafeGuard wird auf einem Endpoint-Computer installiert. 2. Der Computer wird neu gestartet und ein Rollout-Beauftragter, der in einer Service Account Liste aufgeführt ist, meldet sich an. 3. Gemäß der auf den Computer angewendeten Service Account Liste wird der Benutzer als Service Account erkannt und als Gastbenutzer behandelt. Der Rollout-Beauftragte wird nicht zur POA hinzugefügt und die POA wird nicht aktiviert. Der Endbenutzer kann sich anmelden und die POA aktivieren. Service Account Listen sollten bereits im ersten Sophos SafeGuard Konfigurationspaket, das Sie für die Konfiguration der Endpoint-Computer erstellen, enthalten sein. Um Service Account Listen zu ändern, können Sie ein neues Konfigurationspaket mit geänderten Einstellungen erstellen und es vor Aktivierung der POA an die Endpoint-Computer verteilen Anlegen von Service Account Listen und Hinzufügen von Benutzern 1. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Richtlinien. 2. Markieren Sie im Richtlinien-Navigationsbereich den Eintrag Service Account Listen. 3. Klicken Sie im Kontextmenü von Service Account Listen auf Neu > Service Account Liste. 4. Geben Sie einen Namen für die Service Account Liste ein und klicken Sie auf OK. 5. Markieren Sie die neue Liste unter Service Account Listen im Richtlinien-Navigationsfenster. 6. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü für die Service Account Liste zu öffnen. Wählen Sie Hinzufügen im Kontextmenü. Eine neue Benutzerzeile wird hinzugefügt. 7. Geben Sie den Benutzernamen und den Domänennamen in den entsprechenden Spalten ein und drücken Sie Enter. Um weitere Benutzer hinzuzufügen, wiederholen Sie diesen Schritt. 8. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken. Die Service Account Liste ist registriert und kann beim Anlegen einer Richtlinie ausgewählt werden Zusätzliche Informationen zur Eingabe von Benutzer- und Domänennamen Für die Definition von Benutzern in Service Account Listen in den beiden Feldern Benutzername und Domänenname gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Darüber hinaus gelten für die Eingabewerte in diesen Feldern bestimmte Einschränkungen. 55

56 SafeGuard Easy Verschiedene Anmeldekombinationen abdecken Durch die beiden separaten Felder Benutzername und Domänenname pro Listeneintrag lassen sich alle möglichen Anmeldekombinationen (z. B. oder Domäne\Benutzer ) abdecken. Um mehrere Kombinationen aus Benutzername und Domänenname anzugeben, können Sie Asterisken (*) als Platzhalter verwenden. Ein * ist als erstes Zeichen, als letztes Zeichen und als einziges Zeichen zulässig. Zum Beispiel: Benutzername: Administrator Domänenname: * Mit dieser Kombination geben Sie alle Benutzer mit dem Benutzernamen Administrator an, die sich an einem Netzwerk oder an einer beliebigen lokalen Maschine anmelden. Der vordefinierte Domänenname [LOCALHOST], der in der Dropdownliste des Felds Domänenname zur Verfügung steht, steht für die Anmeldung an einem beliebigen lokalen Computer. Zum Beispiel: Benutzername: "Admin*" Domänenname: [LOCALHOST] Mit dieser Kombination geben Sie alle Benutzer an, deren Benutzernamen mit Admin beginnen und die sich an einer beliebigen lokalen Maschine anmelden. Benutzer können sich auf verschiedene Art und Weise anmelden, z. B.: Benutzer: test, Domäne: mycompany Benutzer: test, Domäne: mycompany.com. Da Domänenangaben in Service Account Listen nicht automatisch aufgelöst werden, gibt es drei mögliche Methoden für das korrekte Angeben der Domäne: Sie wissen genau, wie sich der Benutzer anmelden wird, und geben die Domäne entsprechend exakt ein. Sie erstellen mehrere Einträge in der Service Account Liste. Sie verwenden Platzhalter, um alle unterschiedlichen Fälle abzudecken (Benutzer: test, Domäne: mycompany*). Windows verwendet möglicherweise nicht dieselbe Zeichenfolge und kürzt Namen ab. Um dadurch entstehende Probleme zu vermeiden, empfehlen wir, den FullQualifiedName und den Netbios-Namen einzugeben oder Platzhalter zu verwenden. 56

57 Administratorhilfe Einschränkungen Asterisken sind nur als erstes, letztes und einziges Zeichen zulässig. Beispiele für gültige und ungültige Zeichenfolgen: Gültige Zeichenfolgen sind z. B.: Admin*, *, *strator, *minis*. Ungültige Zeichenfolgen sind z. B.: **, Admin*trator, Ad*minist*. Darüber hinaus gelten folgende Einschränkungen: Das Zeichen? ist in Benutzernamen nicht zulässig. Die Zeichen / \ [ ] : ; =, + *? < > " sind in Domänennamen nicht zulässig Bearbeiten und Löschen von Service Account Listen Als Sicherheitsbeauftragter mit der Berechtigung Service Account Listen ändern können Sie Service Account Listen jederzeit bearbeiten oder löschen: Um eine Service Account Liste zu bearbeiten, doppelklicken Sie auf der Liste im Richtlinien-Navigationsfenster. Die Service Account Liste wird geöffnet und Sie können Benutzernamen zufügen, löschen oder ändern. Um eine Service Account Liste zu löschen, wählen Sie die Liste im Richtlinien-Navigationsfenster aus, öffnen Sie das Kontextmenü und wählen Sie Löschen Service Account Liste in einer Richtlinie zuweisen 1. Legen Sie eine Richtlinie vom Typ Authentisierung an oder wählen Sie eine bereits vorhandene aus. 2. Wählen Sie unter Anmeldeoptionen die gewünschte Service Account Liste aus der Dropdownliste des Felds Service Account Liste aus. Die Standardeinstellung dieses Felds ist [Keine Liste], d. h. es gilt keine Service Account Liste. Rollout-Beauftragte, die sich nach der Installation von Sophos SafeGuard an dem Computer anmelden, werden somit nicht als Gastbenutzer behandelt und können die Power-on Authentication aktivieren sowie zum Computer hinzugefügt werden. Um die Zuweisung einer Service Account Liste rückgängig zu machen, wählen Sie die Option [Keine Liste]. 3. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken. Sie können die Richtlinie nun an den Endpoint-Computer übertragen, um die Service Accounts auf dem Computer zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie unterschiedliche Service Account Listen in verschiedenen Richtlinien auswählen, die alle nach dem RSOP (Resulting Set of Policies, die für einen bestimmten Computer/eine bestimmte Gruppe geltenden Einstellungen) relevant sind, setzt die Service Account Liste in der zuletzt angewandten Richtlinie alle zuvor zugewiesenen Service Account Listen außer Kraft. Service Account Listen werden nicht zusammengeführt. 57

58 SafeGuard Easy Übertragen der Richtlinie an den Endpoint-Computer Durch Sophos SafeGuard geschützte Computer erhalten Richtlinien über Konfigurationspakete, die im SafeGuard Policy Editor über Extras > Konfigurationspakete erstellt werden. Die Konfigurationsdatei kann über unternehmenseigene Software-Verteilungsmechanismen verteilt werden. Das Konfigurationspaket kann jedoch auch manuell auf den Endpoint-Computern installiert werden. Service Account Listen sind während der Installation in der Rollout-Phase einer Implementation besonders hilfreich und wichtig. Wir empfehlen daher, eine Richtlinie vom Typ Authentisierung mit den erforderlichen Einstellungen bereits in die Richtliniengruppe aufzunehmen, die Sie mit dem ersten Sophos SafeGuard Konfigurationspaket nach der Installation an die Endpoint-Computer zu übertragen. Um die Richtlinieneinstellungen für einen durch Sophos SafeGuard geschützten Computer zu ändern, erstellen Sie ein neues Konfigurationspaket mit den geänderten Richtlinien und übertragen Sie es an den Computer Anmeldung auf einem Endpoint-Computer mit einem Service Account Bei der ersten Windows-Anmeldung nach dem Neustart des Endpoint-Computers meldet sich ein Benutzer, der auf einer Service Account Liste aufgeführt ist, an dem Computer als Sophos SafeGuard Gastbenutzer an. Diese erste Windows-Anmeldung an diesem Computer löst weder eine ausstehende Aktivierung der Power-on Authentication aus, noch wird durch die Anmeldung der Benutzer zum Computer hinzugefügt. Das Sophos SafeGuard System Tray Icon zeigt in diesem Fall auch nicht den Balloon Tooltip Initialer Benutzerabgleich abgeschlossen an. Anzeige des Service Account Status auf dem Endpoint-Computer Der Gastbenutzer-Anmeldestatus wird auch über das System Tray Icon angezeigt. Weitere Informationen zum System Tray Icon finden Sie in der Sophos SafeGuard Benutzerhilfe, Kapitel System Tray Icon und Balloon-Ausgabe (Beschreibung des Benutzerstatus-Felds) Protokollierte Ereignisse Die in Zusammenhang mit Service Account Listen durchgeführten Aktionen werden über die folgenden Ereignisse protokolliert: SafeGuard Policy Editor Service Account Liste <Name> angelegt. Service Account Liste <Name> geändert. Service Account Liste <Name> gelöscht. 58

59 Administratorhilfe Sophos SafeGuard Endpoint-Computer Windows-Benutzer <Domäne/Benutzer> hat sich um <Zeit> an Maschine <Domäne/Computer> als SGN Service Account angemeldet. Neue Service Account Liste importiert. Service Account Liste <Name> gelöscht POA-Benutzer für die Anmeldung an die POA Nach der Installation von Sophos SafeGuard und der Aktivierung der Power-on Authentication (POA) kann der Zugang zu Endpoint-Computern für administrative Aufgaben notwendig sein. Mit POA-Benutzern können sich Benutzer (z. B. Mitglieder des IT-Teams) zur Durchführung von administrativen Aufgaben an der Power-on Authentication anmelden, ohne ein Challenge/Response-Verfahren durchführen zu müssen. Eine automatische Anmeldung an Windows erfolgt nicht. Die Benutzer müssen sich an Windows mit ihren vorhandenen Windows-Benutzerkonten anmelden. Sie können POA-Benutzer im SafeGuard Policy Editor anlegen, diese in POA-Gruppen gruppieren und die Gruppen über Sophos SafeGuard Konfigurationspakete den Endpoint-Computern zuweisen. Die Benutzer, die in der zugewiesenen POA-Gruppe enthalten sind, werden zur POA hinzugefügt und können sich mit Ihrem vordefinierten Benutzernamen und Kennwort an der POA anmelden Erstellen von POA-Benutzern 1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Policy Editor auf Benutzer. 2. Wählen Sie im Benutzer Navigationsfenster unter POA den Knoten POA-Benutzer. 3. Klicken Sie im POA-Benutzer Kontextmenü auf Neu > Neuen Benutzer erstellen. Der Dialog Neuen Benutzer erstellen wird angezeigt. 4. Geben Sie im Feld Vollständiger Name einen Namen (den Anmeldenamen) für den neuen POA-Benutzer ein. 5. Optional können Sie eine Beschreibung für den neuen POA-Benutzer eingeben. 6. Geben Sie ein Kennwort für den neuen POA-Benutzer ein und bestätigen Sie es. Aus Sicherheitsgründen sollte das Kennwort bestimmten Mindest-Komplexitätsanforderungen entsprechen. Zum Beispiel sollte es eine Mindestlänge von 8 Zeichen haben und sowohl aus numerischen als auch alphanumerischen Zeichen bestehen. Ist das hier eingegebene Kennwort zu kurz, so wird eine entsprechende Warnungsmeldung angezeigt. 7. Klicken Sie auf OK. Der neue POA-Benutzer wird angelegt und unter POA-Benutzer im Benutzer Navigationsbereich angezeigt. 59

60 SafeGuard Easy Ändern des Kennworts für einen POA-Benutzer 1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Policy Editor auf Benutzer. 2. Wählen Sie im Benutzer Navigationsfenster unter POA, POA-Benutzer den relevanten POA-Benutzer. 3. Wählen Sie im Kontextmenü des POA-Benutzers den Befehl Eigenschaften. Der Eigenschaften-Dialog für den POA-Benutzer wird angezeigt. 4. Geben Sie in der Registerkarte Allgemein unter Benutzerkennwort das neue Kennwort ein und bestätigen Sie es. 5. Klicken Sie auf OK. Für den relevanten POA-Benutzer gilt das neue Kennwort Löschen von POA-Benutzern 1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Policy Editor auf Benutzer. 2. Wählen Sie im Benutzer Navigationsfenster unter POA, POA-Benutzer den relevanten POA-Benutzer. 3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den POA-Benutzer und wählen Sie Löschen aus dem Kontextmenü. Der POA-Benutzer wird gelöscht. Es wird nicht mehr im Benutzer & Computer Navigationsfenster angezeigt. Wenn der Benutzer einer oder mehreren POA-Gruppen angehört, wird er auch aus allen Gruppen entfernt. Der POA-Benutzer steht jedoch noch so lange auf dem Endpoint zur Verfügung, bis ein neues Konfigurationspaket erstellt und zugewiesen wird Erstellen von POA-Gruppen Damit die POA-Benutzern Endpoints über Konfigurationspakete zugewiesen werden können, müssen sie in Gruppen zusammengefasst werden. Beim Erstellen von Konfigurationspaketen können Sie dann eine POA-Gruppe für die Zuweisung auswählen. 1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Policy Editor auf Benutzer. 2. Wählen Sie im Benutzer Navigationsbereich unter POA den Knoten POA-Gruppen. 3. Klicken Sie im POA-Gruppen Kontextmenü auf Neu > Neue Gruppe erstellen. Der Neue Gruppe erstellen Dialog wird angezeigt. 4. Geben Sie im Feld Vollständiger Name einen Namen für die neue POA-Gruppe ein. 5. Geben Sie nach Wunsch eine Beschreibung für die neue POA-Gruppe ein. 6. Klicken Sie auf OK. 60

61 Administratorhilfe Die neue POA-Gruppe ist angelegt. Sie wird unter POA-Gruppen im Benutzer Navigationsfenster angezeigt. Sie können nun Benutzer zur POA-Gruppe hinzufügen Hinzufügen von Benutzern zu POA-Gruppen 1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Policy Editor auf Benutzer. 2. Wählen Sie im Benutzer Navigationsfenster unter POA, POA-Gruppe die relevante POA-Gruppe. Im Aktionsbereich des SafeGuard Policy Editor auf der rechten Seite wird die Mitglieder Registerkarte angezeigt. 3. Klicken Sie in der SafeGuard Policy Editor Symbolleiste auf das Hinzufügen Symbol (grünes Pluszeichen). Der Mitgliedobjekt auswählen Dialog wird angezeigt 4. Wählen Sie den Benutzer, den Sie zur Gruppe hinzufügen möchten. 5. Klicken Sie auf OK. Der POA-Benutzer wird zur Gruppe hinzugefügt und in der Registerkarte Mitglieder angezeigt. Sie können einen Benutzer auch zu einer Gruppe hinzufügen, indem Sie den POA-Benutzer im Navigationsfenster auswählen und die beschriebenen Schritte ausführen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass nach Auswahl des Benutzers die Mitglied von Registerkarte im Aktionsbereich angezeigt wird. Diese Registerkarte zeigt die Gruppen, denen der Benutzer zugewiesen wurde. Der grundlegende Workflow ist identisch Entfernen von Mitgliedern aus POA-Gruppen 1. Klicken Sie im Navigationsbereich des SafeGuard Policy Editor auf Benutzer. 2. Wählen Sie im Benutzer Navigationsfenster unter POA, POA-Gruppe die relevante POA-Gruppe. Im Aktionsbereich des SafeGuard Policy Editor auf der rechten Seite wird die Mitglieder Registerkarte angezeigt. 3. Wählen Sie den Benutzer, den Sie aus der Gruppe entfernen möchten. 4. Klicken Sie in der SafeGuard Policy Editor Symbolleiste auf das Entfernen Symbol (rotes Kreuzzeichen). Der Benutzer wird aus der Gruppe entfernt. Sie können Mitglieder auch aus einer Gruppe entfernen, indem Sie den POA-Benutzer im Navigationsfenster auswählen und die beschriebenen Schritte ausführen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass nach Auswahl des Benutzers die Mitglied von Registerkarte im Aktionsbereich angezeigt wird. Diese Registerkarte zeigt die Gruppen, denen der Benutzer zugewiesen wurde. Der grundlegende Workflow ist identisch. 61

62 SafeGuard Easy Zuweisen von POA-Benutzern zu Endpoints 1. Wählen Sie im SafeGuard Policy Editor aus dem Menü Extras den Befehl Konfigurationspakete. 2. Wählen Sie ein vorhandenes Konfigurationspaket aus oder erstellen Sie ein neues. Für Details zum Erstellen eines neuen Konfigurationspakets, siehe Veröffentlichen von Richtlinien in einem Konfigurationspaket (Seite 47). 3. Wählen Sie eine POA-Gruppe, die Sie zuvor im Bereich Benutzer des SafeGuard Policy Editor erstellt haben, aus. Die Standardeinstellung für die POA-Gruppe ist Keine Liste. Standardmäßig steht eine leere Gruppe zur Auswahl zur Verfügung. Diese Gruppe kann dazu verwendet werden, die Zuweisung einer POA-Gruppe auf Endpoints zu löschen. 4. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an. 5. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen. 6. Installieren Sie das Konfigurationspaket (MSI) auf den Endpoints. Durch Installation des Konfigurationspakets werden die Benutzer aus der Gruppe zur POA auf den Endpoints hinzugefügt. Die POA-Benutzer stehen für die Anmeldung an die POA zur Verfügung Ändern der POA-Benutzer Zuweisungen auf Endpoints 1. Legen Sie eine neue POA-Gruppe an oder ändern Sie eine bestehende Gruppe. 2. Erstellen Sie ein neues Konfigurationspaket und wählen Sie die neue oder modifizierte POA-Gruppe aus. Die neue POA-Gruppe steht auf dem Endpoint zur Verfügung. Alle enthaltenen Benutzer werden zur POA hinzugefügt. Die neue Gruppe überschreibt die alte. POA-Gruppen werden nicht miteinander kombiniert Löschen von POA-Benutzern auf Endpoints POA-Benutzer lassen sich von Endpoints entfernen, indem Sie eine leere POA-Gruppe zuweisen: 1. Wählen Sie im SafeGuard Policy Editor aus dem Menü Extras den Befehl Konfigurationspakete. 2. Wählen Sie ein vorhandenes Konfigurationspaket aus oder erstellen Sie ein neues. 3. Wählen Sie eine leere POA-Gruppe, die Sie zuvor im Bereich Benutzer des SafeGuard Policy Editor angelegt haben, oder die leere POA-Gruppe, die standardmäßig unter Konfigurationspakete zur Verfügung steht. 4. Geben Sie einen Ausgabepfad für das Konfigurationspaket (MSI) an. 5. Klicken Sie auf Konfigurationspaket erstellen. 6. Installieren Sie das Konfigurationspaket auf den Endpoint-Computern. 62

63 Administratorhilfe Durch Installation des Konfigurationspakets werden alle POA-Benutzer von den Endpoints entfernt. Somit werden alle relevanten Benutzer aus der POA entfernt Anmeldung an einem Endpoint mit einem POA-Benutzer 1. Schalten Sie den Computer ein. Der Power-on Authentication Anmeldedialog wird angezeigt. 2. Geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort des vordefinierten POA-Benutzers ein. Sie werden nicht automatisch an Windows angemeldet. Der Windows-Anmeldedialog wird angezeigt. 3. Wählen Sie im Domäne Feld die Domäne <POA>. 4. Melden Sie sich mit Ihrem vorhandenen Windows-Benutzerkonto an Windows an. 63

64 SafeGuard Easy 12 Standardrichtlinien Während der Erstkonfiguration des SafeGuard Policy Editor wird automatisch eine Standardrichtlinie mit vordefinierten Einstellungen für Verschlüsselung und Authentisierung erstellt. Nach der Installation wird die Standardrichtlinie mit allen Einzelrichtlinien im Richtlinien Navigationsbereich des SafeGuard Policy Editor angezeigt. Die Standardrichtlinie lässt sich nur während der Erstkonfiguration im SafeGuard Policy Editor Konfigurationsassistenten erstellen. Der folgende Abschnitt beschreibt die verfügbaren Standardrichtlinien. Für eine detaillierte Beschreibung aller Richtlinieneinstellungen, siehe Richtlinieneinstellungen (Seite 69) Verfügbare Standardrichtlinien Für Optionen, bei denen in der folgenden Tabelle die Einstellung nicht konfiguriert angegeben ist, gelten automatisch Standardwerte. Die relevanten Standardwerte sind in Klammern angegeben. Für eine detaillierte Beschreibung aller Richtlinieneinstellungen, siehe Richtlinieneinstellungen (Seite 69). Richtlinie Einstellungen Standardrichtlinie für allgemeine Anpassung: Einstellungen Sprache am Client: Spracheinstellungen des Richtlinientyp: Allgemeine Einstellungen Betriebssystems verwenden Recovery für die Anmeldung: Recovery für die Anmeldung nach Beschädigung des Windows Local Cache aktivieren: Nein Local Self Help: Local Self Help aktivieren: Ja Minimale Länge der Antwort: 3 Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen: Ja Challenge/Response (C/R): Recovery für die Anmeldung über C/R aktivieren: Ja 64

65 Administratorhilfe Richtlinie Einstellungen Automatische Anmeldung an Windows erlauben: Ja Standardrichtlinie für die Authentisierung Zugriff: Richtlinientyp: Authentisierung Benutzer kann nur von interner Festplatte booten: Ja Anmeldeoptionen: Anmeldemodus: Benutzername/Kennwort Erfolglose Anmeldeversuche dieses Benutzers anzeigen: Nein Letzte Benutzeranmeldung anzeigen: Nein 'Erzwungene Abmeldung' bei Sperre der Arbeitsstation deaktivieren: Nein Letzte Benutzer/Domänen-Auswahl aktivieren: Ja Durchgehende Anmeldung an Windows: Benutzer wählen lassen Erfolglose Anmeldungen: Maximalanzahl von erfolglosen Anmeldeversuchen: 16 Meldungen zur fehlgeschlagenen Anmeldung in der POA anzeigen: Standard Optionen für Sperre des Geräts: Bildschirm nach X Minuten Leerlauf sperren 0 Bildschirm nach dem Fortsetzen sperren Nein Standardrichtlinie für Kennwörter Kennwort: Richtlinientyp: Kennwort Mindestlänge des Kennworts: 4 Maximallänge des Kennworts: 128 Mindestanzahl an Buchstaben: 0 Mindestanzahl an Ziffern: 0 Mindestanzahl an Symbolen: 0 Groß-/Kleinschreibung beachten: Nein Tastaturzeile verboten: Nein Tastaturspalte verboten: Nein 65

66 SafeGuard Easy Richtlinie Einstellungen Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten: Nein Benutzername als Kennwort verboten: Nein Liste nicht erlaubter Kennwörter verwenden: Nein Änderungen: Kennwortänderung erlaubt nach mindestens (Tage): nicht konfiguriert (Standardwert 0 gilt) Kennwort läuft ab nach (Tage): nicht konfiguriert (Standardwert 999 gilt) Warnung vor Ablauf (Tage): nicht konfiguriert (Standardwert 10 gilt) Allgemein: Kennwortgenerationen: 0 Standardrichtlinie für Device Encryption Verschlüsselung aller internen Festplatten. Richtlinientyp: Geräteschutz Verschlüsselungsmodus für Medien: Volume-basierend Allgemeine Einstellungen: Algorithmus für die Verschlüsselung: AES256 Schlüssel für die Verschlüsselung: Definierter Computerschlüssel Volume-basierende Einstellungen: Benutzer darf dem verschlüsselten Volume Schlüssel hinzufügen oder diese entfernen: nicht konfiguriert (Standardwert Nein gilt.) Reaktion auf unverschlüsselte Volumes: Alle Medien akzeptieren und verschlüsseln Benutzer darf Volume entschlüsseln: Nein Bei defekten Sektoren fortfahren: Ja Standardrichtlinie für Data Exchange Verschlüsselung von Wechselmedien Richtlinientyp: Geräteschutz Verschlüsselungsmodus für Medien: Dateibasierend Allgemeine Einstellungen: Algorithmus für die Verschlüsselung: AES256 Schlüssel für die Verschlüsselung: Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers 66

67 Administratorhilfe Richtlinie Einstellungen Dateibasierende Einstellungen Initialverschlüsselung aller Dateien: nicht konfiguriert (Standardwert Ja gilt.) Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen: nicht konfiguriert (Standardwert Nein gilt.) Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen: nicht konfiguriert (Standardwert Ja gilt.) Benutzer darf Dateien entschlüsseln: nicht konfiguriert (Standardwert Nein gilt.) Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen: Ja SafeGuard Portable auf Wechselmedien kopieren: Ja Benutzer darf über Verschlüsselung entscheiden: Nein Standardrichtlinie für Computereinstellungen Richtlinientyp: Spezifische Computereinstellungen Power-on Authentication (POA): Power-on Authentication aktivieren: Ja Gastbenutzer nicht zulassen: nicht konfiguriert (Standardwert Nein gilt.) Sicheres Wake On LAN (WOL): Anzahl der automatischen Anmeldungen: 0 Anmeldung an Windows während WOL erlaubt: Nein Anzeigeoptionen: Computer-Identifikation anzeigen: Name der Arbeitsstation Rechtliche Hinweise anzeigen: Nein Zusätzliche Informationen anzeigen: Nie System Tray Icon aktivieren und anzeigen: Ja Overlay-Symbole im Explorer anzeigen: Ja Virtuelle Tastatur in der POA: Ja Installationsoptionen: Deinstallation erlaubt: Ja Sophos Manipulationsschutz aktivieren: Ja 67

68 SafeGuard Easy Richtlinie Einstellungen Diese Einstellung gilt nur für Endpoint-Computer, auf denen Sophos Endpoint Security and Control in der Version 9.5 oder in einer neueren Version installiert ist. Standardrichtlinie für die Protokollierung Richtlinientyp: Protokollierung Nur Fehler in der Ereignisanzeige protokollieren, andere Ereignisse ignorieren. 68

69 Administratorhilfe 13 Richtlinieneinstellungen Sophos SafeGuard Richtlinien enthalten alle Einstellungen, die zur Abbildung einer unternehmensweiten Sicherheitsrichtlinie auf den Endpoint-Computern wirksam werden sollen. In den Sophos SafeGuard Richtlinien können Sie Einstellungen für die folgenden Bereiche (Richtlinientypen) festlegen: Allgemeine Einstellungen Einstellungen für z. B. Anpassung, Recovery für die Anmeldung, Hintergrundbilder usw. Authentisierung Einstellungen zum Anmeldemodus, zur Gerätesperre usw. PIN Legt Anforderungen an die verwendeten PINs fest. Kennwörter Legt Anforderungen an die verwendeten Kennwörter fest. Passphrasen für SafeGuard Data Exchange Legt Anforderungen für die verwendeten Passphrasen fest. Passphrasen werden bei der Schlüsselerzeugung für den sicheren Datenaustausch mit SafeGuard Data Exchange verwendet. Geräteschutz Einstellungen für volume- oder dateibasierende Verschlüsselung (auch Einstellungen für SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable): Algorithmen, Schlüssel, Laufwerke, auf denen Daten verschlüsselt werden sollen, usw. Spezifische Computereinstellungen Einstellungen zur Power-on Authentication (aktivieren/deaktivieren), zum sicheren Wake On LAN, Anzeigeoptionen usw. Protokollierung Legt fest, welche Ereignisse protokolliert werden Allgemeine Einstellungen Richtlinieneinstellung Erklärung ANPASSUNG Sprache am Client Legt fest, in welcher Sprache die Einstellungen für Sophos SafeGuard am Endpoint-Computer angezeigt werden. Sie können neben den unterstützten Sprachen kann auch die 69

70 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Erklärung Betriebssystem-Spracheinstellung des Endpoint-Computers auswählen. RECOVERY FÜR DIE ANMELDUNG Recovery für die Anmeldung nach Beschädigung des Windows Local Cache aktivieren Im Windows Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzertifikate und Audit-Dateien gespeichert. Alle im Local Cache gespeicherten Daten haben eine Signatur und können nicht manuell geändert werden. Für einen beschädigte Windows Local Cache ist der Recovery-Vorgang für die Anmeldung standardmäßig deaktiviert. Das heißt, in diesem Fall wird der Windows Local Cache automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt. Für die Reparatur des Windows Local Cache ist also in diesem Fall kein Challenge/Response-Verfahren notwendig. Wenn der Windows Local Cache explizit über ein Challenge/Response-Verfahren repariert werden soll, wählen Sie in diesem Feld die Einstellung Ja. Local Self Help Local Self Help aktivieren Mindestlänge der Antwort Willkommenstext unter Windows Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen Legt fest, ob sich Benutzer mit Local Self Help an ihrem Computer anmelden dürfen, wenn sie ihr Kennwort vergessen haben. Local Self Help ermöglicht Benutzern die Anmeldung durch die Beantwortung einer definierten Anzahl an zuvor festgelegten Fragen in der Power-on Authentication. Sie erhalten somit auch dann Zugriff zu ihrem Computer, wenn weder eine Internet- noch eine Telefonverbindung zur Verfügung stehen. Für die Benutzung von Local Self Help ist es notwendig, dass die automatische Anmeldung an Windows aktiviert ist. Andernfalls funktioniert die Anmeldung über Local Self Help nicht. Definiert die Mindestlänge in Zeichen für die Local Self Help Antworten. Hier können Sie einen individuellen Informationstext angeben, der beim Starten des Local Self Help Assistenten im ersten Dialog angezeigt werden soll. Dieser Text muss zuvor erstellt und registriert werden. Die für Local Self Help zu beantwortenden Fragen können Sie als zuständiger Sicherheitsbeauftragter zentral vordefinieren und per Richtlinie an den Endpoint-Computer übertragen. Sie können die Benutzer jedoch auch per Richtlinie berechtigen, 70

71 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Erklärung selbst Fragen zu definieren. Um die Benutzer zur Definition eigener Fragen zu berechtigen, wählen Sie in diesem Feld die Einstellung Ja. Challenge / Response (C/R) Recovery für die Anmeldung über C/R aktivieren Automatische Anmeldung an Windows erlauben Informationstext Legt fest, ob ein Benutzer in der Power-on Authentication (POA) für Recovery-Zwecke eine Challenge erzeugen darf, um über ein Challenge/Response-Verfahren wieder Zugang zu seinem Computer zu erhalten. Ja: Der Benutzer darf eine Challenge erzeugen und die Challenge Schaltfläche in der POA ist aktiv. In diesem Fall kann der Benutzer über ein Challenge/Response-Verfahren wieder Zugang zu seinem Computer erhalten. Nein: Der Benutzer darf keine Challenge erzeugen und die Challenge Schaltfläche in der POA ist nicht aktiv. In diesem Fall kann der Benutzer kein C/R-Verfahren starten, um wieder Zugang zu seinem Computer zu erhalten. Sophos SafeGuard bietet darüber hinaus die Recovery-Methode Local Self Help. Diese Methode kann mit der Richtlinieneinstellung Local Self Help aktivieren aktiviert werden. Erlaubt dem Benutzer nach einer Authentisierung per Challenge/Response die automatische Anmeldung an Windows. Ja: Benutzer wird automatisch an Windows angemeldet. Nein: Windows-Anmeldebildschirm erscheint. Beispiel: Ein Benutzer hat sein Kennwort vergessen. Sophos SafeGuard meldet ihn nach Austausch von Challenge und Response ohne Sophos SafeGuard Kennwort am Computer an. In diesem Fall wird die automatische Anmeldung an Windows ausgeschaltet und der Windows-Anmeldebildschirm erscheint. Da der Benutzer sein Sophos SafeGuard Kennwort (= Windows-Kennwort) nicht weiß, kann er sich nicht anmelden. Mit Ja wird eine automatische Anmeldung erlaubt und der Benutzer bleibt nicht im Windows-Anmeldebildschirm stecken. Zeigt nach dem Starten eines Challenge/Response-Vorgangs in der POA einen Informationstext. Zum Beispiel: Bitte rufen Sie Ihren Support unter der Telefonnummer an. ). Bevor Sie einen Text angeben 71

72 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Erklärung können, muss dieser als Textdatei im Richtlinien-Navigationsbereich unter Informationstext erstellt werden. BILDER Voraussetzung: Neue Bilder müssen im Richtlinien-Navigationsbereich des SafeGuard Policy Editor unter Bilder registriert werden. Erst nach der Registrierung ist die Liste verfügbar. Unterstütztes Format:.BMP, PNG, JPEG. Hintergrundbild in der POA Hintergrundbild in der POA (niedrige Auflösung) Anmeldebild in der POA Anmeldebild in der POA (niedrige Auflösung) Tauscht das blaue Hintergrund-Bitmap mit SafeGuard-Design gegen einen selbst gewählten Hintergrund aus. Kunden können hier z. B. das Unternehmens-Logo in der POA verwenden. Maximale Dateigröße für alle Hintergrundbilder: 500 KB Normal: Auflösung: 1024x768 (VESA-Modus) Farben: unbegrenzt Niedrig: Auflösung: 640 x 480 (VGA-Modus) Farben: 16 Farben Tauscht das Sophos SafeGuard Bitmap aus, das im Anmeldedialog der POA angezeigt wird. Hier kann zum Beispiel das Firmenlogo angezeigt werden. Normal: Auflösung: 413 x 140 Pixel Farben: unbegrenzt Niedrig: Auflösung: 413 x 140 Pixel Farben: 16 Farben DATEIVERSCHLÜSSELUNG Vertrauenswürdige Anwendungen Für die dateibasierende Verschlüsselung durch SafeGuard Data Exchange können Sie vertrauenswürdige Anwendungen angeben, die auf verschlüsselte Dateien zugreifen können. Dies ist zum Beispiel notwendig, damit Antivirus-Software verschlüsselte Dateien überprüfen kann. 72

73 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Erklärung Geben Sie die Anwendungen, die Sie als vertrauenswürdig definieren möchten, in das Editor-Listenfeld des Felds ein. Anwendungen müssen als Fully Qualified Paths eingegeben werden. Ignorierte Anwendungen Ignorierte Geräte Persistente Verschlüsselung aktivieren Benutzer darf Standardschlüssel festlegen Für die dateibasierende Verschlüsselung durch SafeGuard Data Exchange können Sie ignorierte Anwendungen angeben, um Sie von der transparenten Dateiverschlüsselung/Dateientschlüsselung auszuschließen. Wenn Sie zum Beispiel ein Backup-Programm als ignorierte Anwendung definieren, bleiben die vom Programm gesicherten verschlüsselten Daten verschlüsselt. Geben Sie die Anwendungen, die Sie als ignoriert definieren möchten, in das Editor-Listenfeld des Felds ein. Anwendungen müssen als Fully Qualified Paths eingegeben werden. Für die dateibasierende Verschlüsselung durch SafeGuard Data Exchange können Sie ganze Geräte (zum Beispiel Festplatten) von der dateibasierende Verschlüsselung ausnehmen. Wählen Sie im Editor-Listenfeld Netzwerk aus, um ein vordefiniertes Gerät auszuwählen, oder geben Sie die erforderlichen Gerätenamen ein, um bestimmte Geräte von der Verschlüsselung auszuschließen. Für weitere Informationen, siehe Anzeige von verbundenen und ignorierten Geräten für die SafeGuard Data Exchange Konfiguration (Seite 114). Für die dateibasierende Verschlüsselung durch SafeGuard Data Exchange können Sie die persistente Verschlüsselung konfigurieren. Mit persistenter Verschlüsselung bleiben Kopien von verschlüsselten Dateien auch dann verschlüsselt, wenn sie an einem Speicherort abgelegt werden, für den keine Verschlüsselungsregel gilt. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert. Für die dateibasierende Verschlüsselung durch Cloud Storage können Sie festlegen, ob der Benutzer eine Standardschlüssel festlegen darf oder nicht. Wenn der Benutzer dies darf, steht der Befehl Standardschlüssel festlegen im Windows Explorer Kontextmenü der Cloud Storage Synchronisierungsordner zur Verfügung. Mit diesem Befehl können Benutzer separate Standardschlüssel angeben, die für die Verschlüsselung für 73

74 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Erklärung unterschiedliche Synchronisierungsordner verwendet werden soll Authentisierung Wie sich Benutzer an ihrem Computer anmelden, wird in einer Richtlinie vom Typ Authentisierung festgelegt. Richtlinieneinstellung Erklärung ZUGRIFF Benutzer kann nur von interner Festplatte booten Legt fest, ob Benutzer den Computer von Festplatte und/oder anderem Medium starten dürfen.ja: Benutzer darf ausschließlich von der Festplatte booten. Die Möglichkeit, den Computer mit Diskette oder einem weiteren externen Medium zu starten, wird nicht in der POA angeboten. Nein: Benutzer darf den Computer von Festplatte, Diskette oder einem externen Medium (USB, CD etc.) starten. ANMELDEOPTIONEN Anmeldemodus Legt fest, wie sich Benutzer in der POA authentisieren müssen. Benutzername/Kennwort: Benutzer müssen sich mit ihrem Benutzernamen und Kennwort anmelden. Token Der Benutzer darf sich nur mit einem Token oder einer Smartcard in der POA anmelden. Dieses Verfahren bietet eine höhere Sicherheit. Bei der Anmeldung wird der Benutzer aufgefordert, seinen Token einzustecken. Durch den Besitz des Token und der Eingabe der PIN wird die Identität des Benutzers verifiziert. Nach korrekter Eingabe der PIN liest Sophos SafeGuard automatisch die Daten für die Anmeldung des Benutzers aus. Beachten Sie, dass Sie sich bei Wahl dieses Anmeldeverfahrens nur mit einem vorher ausgestellten Token anmelden können. Die Einstellungen Benutzername/Kennwort und Token lassen sich kombinieren. Um zu prüfen, ob die Anmeldung mit Token reibungslos funktioniert, wählen Sie zunächst beide Einstellungen aus. Erst nach erfolgreicher Token-Anmeldung sollten Sie den Anmeldemodus Benutzername/Kennwort deaktivieren. Wenn Sie Local Self Help für die Token-Anmeldung 74

75 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Erklärung zulassen möchten, müssen Sie die beiden Einstellungen ebenfalls kombinieren. Fingerabdruck: Wählen Sie diese Option, um die Anmeldung mit Lenovo-Fingerabdruck-Leser zu aktivieren. Benutzer, für die diese Richtlinie wirksam ist, können sich mit Fingerabdruck oder Benutzername/Kennwort anmelden. Dieser Vorgang bietet das höchste Maß an Sicherheit. Bei der Anmeldung führt der Benutzer den Finger über den Fingerabdruck-Leser. Wenn der Fingerabdruck erfolgreich erkannt wurde, liest die Power-on Authentication die Anmeldeinformationen des Benutzers und meldet den Benutzer an der Power-on Authentication an. Die Anmeldeinformationen werden dann an Windows übertragen und der Benutzer wird an seinem Computer angemeldet. Nach Auswahl dieses Anmeldevorgangs kann sich der Benutzer nur mit einem vorher registrierten Fingerabdruck oder mit Benutzername und Kennwort anmelden. Anmeldeoptionen mit Token PIN für automatische Anmeldung mit Token Erfolglose Anmeldeversuche dieses Benutzers anzeigen Legt den Typ des Token bzw. der Smartcard fest, der am Endpoint-Computer verwendet werden soll. Nicht kryptographisch: Authentisierung an der POA und an Windows mit Anmeldeinformationen. Geben Sie hier eine Default-PIN an, die dem Benutzer die automatische Anmeldung an der Power-on Authentication mit Token oder Smartcard ermöglicht. Der Benutzer muss den Token bei der Anmeldung einstecken. Daraufhin wird eine automatische Anmeldung an der Power-on Authentication durchgeführt. Windows wird gestartet. PIN-Regeln müssen hier nicht beachtet werden. Diese Option steht nur dann zur Verfügung, wenn die Option Token als Anmeldemodus gewählt wurde. Wenn diese Option ausgewählt wird, muss bei Durchgehende Anmeldung an Windows die Einstellung Durchgehende Anmeldung deaktivieren gewählt werden. Zeigt (Einstellung: Ja) nach der Anmeldung in der POA und Windows einen Dialog mit Informationen über die letzte fehlgeschlagene Anmeldung (Benutzername/Datum/Zeit) an. 75

76 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Letzte Benutzeranmeldung anzeigen 'Erzwungene Abmeldung' bei Sperre der Arbeitsstation deaktivieren Letzte Benutzer/Domänen-Auswahl aktivieren Service Account Liste Durchgehende Anmeldung an Windows Erklärung Zeigt (Einstellung: Ja) nach der Anmeldung in der POA und Windows einendialog mit Informationen über die Letzte erfolgreiche Anmeldung (Benutzername/Datum/Zeit) Letzte Anmeldeinformationen des angemeldeten Benutzers an. Wenn Benutzer den Endpoint-Computer nur für kurze Zeit verlassen wollen, können Sie den Rechner per Klick auf die Schaltfläche Arbeitsstation sperren für andere Benutzer sperren und danach mit ihrem Kennwort wieder entsperren. Nein: Sowohl der Benutzer, der die Arbeitsstation gesperrt hat, als auch ein Administrator kann die Sperre aufheben. Hebt ein Administrator die Sperre auf, so wird der aktuell angemeldete Benutzer zwangsweise abgemeldet. Ja: Diese Einstellung ändert dieses Verhalten. In diesem Fall kann nur der Benutzer die Sperre des Computers aufheben. Ein Aufheben der Sperre durch den Administrator und das damit verbundene erzwungene Abmelden des Benutzers ist nicht mehr möglich. Diese Einstellung wird nur unter Windows XP wirksam. Ja: Die POA speichert den Benutzernamen und die Domäne des letzten angemeldeten Benutzers. Benutzer müssen den Benutzernamen also nicht jedes Mal eingeben, wenn sie sich anmelden. Nein: Die POA speichert den Benutzernamen und die Domäne des letzten angemeldeten Benutzers nicht. Um zu verhindern, dass administrative Vorgänge auf einem durch Sophos SafeGuard geschützten Computer bewirken, dass die Power-on Authentication aktiviert wird und Rollout-Beauftragte als Benutzer zum Computer hinzugefügt werden, bietet Sophos SafeGuard Service Account Listen für Sophos SafeGuard Endpoint-Computer. Die in den Listen enthaltenen Benutzer werden dadurch als Sophos SafeGuard Gastbenutzer behandelt. Damit Sie hier eine Liste auswählen können, müssen Sie diese zunächst im Richtlinien-Navigationsbereich unter Service Account Listen anlegen. Soll der Benutzer in der Lage sein, anderen Benutzern Zugriff auf seinen Computer zu gewähren, muss er in der Lage 76

77 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Erklärung sein, die durchgehende Anmeldung an Windows zu deaktivieren. Benutzer wählen lassen Im POA Anmeldedialog kann der Benutzer durch Aktivieren/Deaktivieren dieser Option entscheiden, ob er automatisch an Windows angemeldet werden will oder nicht. Durchgehende Anmeldung erzwingen Der Benutzer wird immer automatisch an Windows angemeldet. Durchgehende Anmeldung deaktivieren Nach der Anmeldung an der POA wird anschließend der Windows-Anmeldedialog angezeigt. Der Benutzer muss sich manuell an Windows anmelden. ERFOLGLOSE ANMELDUNGEN Maximalanzahl von erfolglosen Anmeldeversuchen Meldungen zur fehlgeschlagenen Anmeldung in der POA anzeigen Bestimmt, wie oft ein Benutzer ohne Folgen bei der Anmeldung einen ungültigen Benutzernamen bzw. ein ungültiges Kennwort eingeben darf. Wenn der Benutzer zum Beispiel drei mal nacheinander seinen Benutzernamen oder sein Kennwort falsch eingegeben hat, führt der vierte Versuch dazu, dass der Computer gesperrt wird. Definiert die Detailebene für Meldungen zu fehlgeschlagenen Anmeldungen: Standard: Zeigt eine kurze Beschreibung an. Verbose (ausführlich): Zeigt detaillierte Informationen an. TOKEN-OPTIONEN Aktion bei Verlust des Anmeldestatus des Token Freigabe des Token erlauben Definiert das Verhalten nach dem Trennen des Token vom Computer. Mögliche Aktionen sind: Computer sperren PIN-Dialog anzeigen Keine Aktion Bestimmt, ob der Token bei der Anmeldung entsperrt werden darf. OPTIONEN FÜR SPERRE DES GERÄTS Bildschirm nach X Minuten Leerlauf sperren Bestimmt die Zeit, nach deren Überschreitung ein nicht mehr benutzter Desktop automatisch gesperrt wird. Der 77

78 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Erklärung Standardwert beträgt 0 Minuten, in diesem Fall erfolgt kein automatisches Schließen. Bei Entfernung des Token Bildschirm sperren Bildschirm nach dem Fortsetzen sperren Bestimmt, ob der Bildschirm gesperrt wird, wenn während einer Arbeitssitzung der Token entfernt wird. Bestimmt, ob der Bildschirm bei Reaktivierung aus dem Standby-Modus gesperrt wird Anlegen von Listen verbotener PINs für die Verwendung mit Richtlinien Für Richtlinien des Typs PIN kann eine Liste mit verbotenen PINs angelegt werden. Diese Liste definiert die Zeichenfolgen, die in nicht in PINs verwendet werden dürfen. PINs werden für die Anmeldung mit Token verwendet. Für weitere Informationen, siehe Token und Smartcards (Seite 126). In den Listen werden die verbotenen PINs durch einen Zeilenumbruch voneinander getrennt. Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im SafeGuard Policy Editor registriert werden können. Die maximale Dateigröße für Textdateien beträgt 50 KB. Sophos SafeGuard verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte Texte. Wenn Sie die Textdateien in einem anderen Format erstellen, werden sie bei der Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert. So registrieren Sie die Textdateien: 1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Informationstext und wählen Sie Neu > Text. 2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein. 3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt. 4. Klicken Sie auf OK. Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden. Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten Textelemente werden als Unterknoten angezeigt. Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen. Es wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann. Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt. 78

79 Administratorhilfe 13.4 Syntaxregeln für PINs In Richtlinien vom Typ PIN definieren Sie Einstellungen für Token-PINs. PINs können sowohl Ziffern, Buchstaben als auch Sonderzeichen (wie + - ; etc.) enthalten. Verwenden Sie bei der Vergabe einer neuen PIN jedoch keine Zeichen mit der Kombination ALT + <Zeichen>, da dieser Eingabemodus an der Power-on Authentication nicht zur Verfügung steht. Definieren Sie PIN-Regeln entweder im SafeGuard Policy Editor oder im Active Directory, nicht an beiden Stellen. Richtlinieneinstellung Erklärung REGELN Mindestlänge der PIN Maximallänge der PIN Mindestanzahl an Buchstaben Mindestanzahl an Ziffern Mindestanzahl an Symbolen Groß-/Kleinschreibung beachten Gibt an, aus wie vielen Zeichen eine PIN bei der Änderung durch den Benutzer mindestens bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden. Gibt an, aus wie vielen Zeichen eine PIN bei der Änderung durch den Benutzer maximal bestehen darf. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden. Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass PINs nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthalten dürfen, sondern aus einer Kombination bestehen müssen (z. B. 15blume etc.). Diese Einstellungen sind nur dann sinnvoll, wenn eine PIN-Mindestlänge definiert ist, die größer 2 ist. Diese Einstellung wird nur bei den Punkten Liste nicht erlaubter PINs benutzen und Benutzername als PIN verboten wirksam. Beispiel 1: Sie haben in der Liste der verbotenen PINs Tafel eingetragen. Steht die Option Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja, werden zusätzliche Kennwortvarianten wie z. B. TAFEL oder TaFeL nicht akzeptiert und die Anmeldung wird verweigert. Beispiel 2: Der Benutzername für einen Anwender lautet EMaier. Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja und Mit Benutzername als PIN verboten auf Nein, darf Benutzer EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z. B. emaier oder emaier etc.) als PIN verwenden. 79

80 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Tastaturzeile verboten Tastaturspalte verboten Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten Benutzername als PIN verboten Liste nicht erlaubter PINs benutzen Liste nicht erlaubter PINs Erklärung Tastaturzeilen sind 123 oder qwe. Maximal zwei auf der Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt. Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil. Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie yaq1, xsw2 oder 3edc (nicht aber yse4, xdr5 oder cft6!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten Sie Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als Kennwörter abgelehnt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil. Verboten werden mit Aktivierung dieser Option Zeichenketten, die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge ( abc ; cba ; :;< usw.). die aus drei oder mehr identischen Zeichen ( aaa oder 111 ) bestehen. Bestimmt, ob Benutzername und PIN identisch sein dürfen. Ja: Windows-Benutzername und PIN müssen unterschiedlich sein. Nein: Benutzer darf seinen Windows-Benutzernamen gleichzeitig als PIN verwenden. Bestimmt, ob bestimmte Zeichenfolgen für PINs nicht verwendet werden dürfen. Abgelegt sind die Zeichenfolgen in der Liste nicht erlaubter Kennwörter (z. B. Datei im Format.txt). Definiert Zeichenfolgen, die in einer PIN nicht verwendet werden dürfen. Wenn ein Benutzer eine verbotene PIN verwendet, wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Voraussetzung: Eine Liste (eine Datei) mit verbotenen Kennwörtern muss im SafeGuard Policy Editor unter Informationstext im Richtlinien Navigationsbereich registriert werden. Erst nach der Registrierung ist die Liste verfügbar. Maximale Dateigröße: 50 KB Unterstütztes Format: Unicode Nicht erlaubte PINs definieren 80

81 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Erklärung In den Listen werden die verbotenen PINs durch einen Leerraum oder einen Zeilenumbruch voneinander getrennt. Platzhalter: An der Position, an der Sie den Zeichentyp * eingeben, können mehrere beliebige Zeichen in der PIN enthalten sein. Beispielsweise wird durch *123* jede Zeichenfolge, die 123 enthält, als PIN verboten. Wenn Sie nur den Platzhalter in die Liste einfügen, können sich Benutzer nach einer erzwungenen Kennwortänderung nicht mehr im System anmelden. Benutzer dürfen auf die Datei keinen Zugriff haben. Die Option Liste nicht erlaubter PINs benutzen muss aktiviert sein. ÄNDERUNGEN PIN-Änderung erlaubt nach mindestens (Tage) PIN läuft ab nach (Tage) Warnung vor Ablauf (Tage) Legt den Zeitraum fest, in dem eine PIN nicht erneut geändert werden darf. Diese Einstellung verhindert, dass ein Benutzer seine PIN innerhalb eines bestimmten Zeitraums beliebig oft ändern kann. Beispiel: Die Benutzerin Schmidt definiert eine neue PIN (z. B. 13jk56 ). Für sie (oder für die Gruppe, der sie zugeordnet ist) ist ein Wechsel nach mind. fünf Tagen festgelegt. Bereits nach zwei Tagen will sie die PIN 13jk56 ändern. Dies wird abgelehnt, da Frau Schmidt erst nach fünf Tagen eine neue PIN definieren darf. Wird die maximale Gültigkeitsdauer aktiviert, muss der Benutzer nach dem eingetragenen Zeitraum seine PIN wechseln und ein neue definieren. Ab n Tagen vor Ablauf der PIN wird eine Warnmeldung ausgegeben und der Benutzer darauf hingewiesen, dass er in n -Tagen seine PIN ändern muss. Er erhält daraufhin die Möglichkeit, die PIN sofort zu ändern. ALLGEMEIN PIN-Generationen Legt fest, wann bereits verwendete PINs wieder benutzt werden dürfen. Sinnvoll ist die Definition von PIN-Generationen insbesondere in Verbindung mit der Einstellung PIN läuft ab nach (Tage). Beispiel: 81

82 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Erklärung Die Anzahl der PIN-Generationen für den Benutzer Müller wurde auf 4 festgelegt, die der Tage, nach denen der Benutzer die PIN wechseln muss, auf 30. Herr Müller meldete sich bislang mit der PIN Informatik an. Nach Ablauf der Frist von 30Tagen wird er aufgefordert, seine PIN zu ändern. Herr Müller tippt als neue PIN wieder Informatik ein und erhält die Fehlermeldung, dass er diese PIN bereits verwendet hat und eine andere PIN wählen muss. Informatik darf Herr Müller erst nach der vierten (da PIN-Generationen = 4) Aufforderung zur Eingabe einer neuen PIN verwenden Anlegen einer Liste verbotener Kennwörter für die Verwendung mit Richtlinien Für Richtlinien des Typs Kennwort kann eine Liste mit verbotenen Kennwörtern angelegt werden. Diese Liste definiert die Zeichenfolgen, die in nicht in Kennwörtern verwendet werden dürfen. In den Listen werden die nicht erlaubten Kennwörter durch einen Zeilenumbruch voneinander getrennt. Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im SafeGuard Policy Editor registriert werden können. Die maximale Dateigröße für Textdateien beträgt 50 KB. Sophos SafeGuard verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte Texte. Wenn Sie die Textdateien in einem anderen Format erstellen, werden sie bei der Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert. So registrieren Sie die Textdateien: 1. Klicken Sie im Richtlinien-Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Informationstext und wählen Sie Neu > Text. 2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein. 3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt. 4. Klicken Sie auf OK. Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden. Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten Textelemente werden als Unterknoten angezeigt. 82

83 Administratorhilfe Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen. Es wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann. Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt Syntaxregeln für Kennwörter In Richtlinien vom Typ Kennwort definieren Sie Einstellungen für Kennwörter für die Anmeldung an das System. Kennwörter können sowohl Ziffern, Buchstaben als auch Sonderzeichen (wie + - ; etc.) enthalten. Verwenden Sie bei der Vergabe eines neuen Kennworts jedoch keine Zeichen mit der Kombination ALT + <Zeichen>, da dieser Eingabemodus an der Power-on Authentication nicht zur Verfügung steht. Die Umsetzung von Kennwortregeln und Kennworthistorien kann nur dann gewährleistet werden, wenn der SGN Credential Provider durchgehend verwendet wird. Definieren Sie Kennwortregeln entweder im SafeGuard Policy Editor oder im Active Directory, nicht an beiden Stellen. Richtlinieneinstellung Erklärung KENNWORT Mindestlänge des Kennworts: Maximallänge des Kennwortes Mindestanzahl an Buchstaben Mindestanzahl an Ziffern Mindestanzahl an Symbolen Groß-/Kleinschreibung beachten Gibt an, aus wie vielen Zeichen ein Kennwort bei der Änderung durch den Benutzer mindestens bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden. Gibt an, aus wie vielen Zeichen ein Kennwort bei der Änderung durch den Benutzer maximal bestehen darf. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden. Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass Kennwörter nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthalten, sondern aus einer Kombination bestehen müssen (z. B. 15blume etc.). Diese Einstellungen sind nur dann sinnvoll, wenn eine Kennwortmindestlänge definiert ist, die größer 2 ist. Diese Einstellung wird nur bei den Punkten Liste nicht erlaubter Kennwörter verwenden und Benutzername als Kennwort verboten wirksam. Beispiel 1: Sie haben in der Liste der verbotenen Kennwörter Tafel eingetragen. Steht die Option Groß-/Kleinschreibung beachten auf Ja, werden zusätzliche Kennwortvarianten wie z. B. TAFEL oder TaFeL nicht akzeptiert und die Anmeldung wird verweigert. 83

84 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Erklärung Beispiel 2: Der Benutzername für einen Anwender lautet EMaier. Steht Groß-/Kleinschreibung beachten auf JA und Benutzername als Kennwort verboten auf NEIN, darf Benutzer EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z. B. emaier oder emaier etc.) als Kennwort verwenden. Tastaturzeile verboten Tastaturspalte verboten Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten Benutzername als Kennwort verboten Liste nicht erlaubter Kennwörter verwenden Liste nicht erlaubter Kennwörter Tastaturzeilen sind 123 oder qwe. Maximal zwei auf der Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt. Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil. Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie yaq1, xsw2 oder 3edc (nicht aber yse4, xdr5 oder cft6!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten Sie Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als Kennwörter abgelehnt. Tastaturspalten beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil. Verboten werden mit Aktivierung dieser Option Zeichenketten, die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge ( abc ; cba ; :;< etc.). die aus drei oder mehr identischen Zeichen ( aaa oder 111 ) bestehen. Bestimmt, ob Benutzername und Kennwort identisch sein dürfen. Ja: Windows-Benutzername und Kennwort müssen unterschiedlich sein. Nein: Windows-Benutzername und Kennwort müssen nicht unterschiedlich sein. Bestimmt, ob bestimmte Zeichenfolgen für Kennwörter nicht verwendet werden dürfen. Abgelegt sind die Zeichenfolgen in der Liste nicht erlaubter Kennwörter (z. B. Datei im Format.txt). Definiert Zeichenfolgen, die in einem Kennwort ausgeschlossen sind. Wenn ein Benutzer ein verbotenes Kennwort verwendet, wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Wichtige Voraussetzung: Eine Liste (eine Datei) mit verbotenen Kennwörtern muss im SafeGuard Policy Editor unter Informationstext im 84

85 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Erklärung Richtlinien-Navigationsbereichregistriert werden. Erst nach der Registrierung ist die Liste verfügbar. Maximale Dateigröße: 50 KB Unterstütztes Format: Unicode Nicht erlaubte Kennwörter definieren In der Liste werden die verbotenen Kennwörter durch einen neuen Zeilenanfang getrennt. Platzhalter: An der Position, an der Sie den Zeichentyp * eingeben, können mehrere beliebige Zeichen im Kennwort enthalten sein. Beispielsweise wird durch *123* jede Zeichenfolge, die 123 enthält, als Kennwort verboten. Wenn Sie nur den Platzhalter in die Liste einfügen, können sich Benutzer nach einer erzwungenen Kennwortänderung nicht mehr im System anmelden. Benutzer dürfen auf die Datei keinen Zugriff haben. Die Option Liste nicht erlaubter Kennwörter verwenden muss aktiviert sein. ÄNDERUNGEN Kennwortänderung erlaubt nach mindestens (Tage) Kennwort läuft ab nach (Tage) Warnung vor Ablauf (Tage) Legt den Zeitraum fest, in dem ein Kennwort nicht erneut geändert werden darf. Diese Einstellung verhindert, dass ein Benutzer sein Kennwort innerhalb eines bestimmten Zeitraums beliebig oft ändern kann. Beispiel: Die Benutzerin Schmidt definiert ein neues Kennwort (z. B. 13jk56 ). Für sie (oder für die Gruppe, der sie zugeordnet ist) ist ein Wechsel nach mind. fünf Tagen festgelegt. Bereits nach zwei Tagen will sie die PIN 13jk56 ändern. Dies wird abgelehnt, da Frau Schmidt erst nach fünf Tagen ein neues Kennwort definieren darf. Wird die maximale Gültigkeitsdauer aktiviert, muss der Benutzer nach dem eingetragenen Zeitraum sein Kennwort wechseln und ein neues Kennwort definieren. Ab n Tagen vor Ablauf des Kennworts wird eine Warnmeldung ausgegeben und der Benutzer darauf hingewiesen, dass er in n -Tagen sein Kennwort ändern muss. Er erhält daraufhin die Möglichkeit, das Kennwort sofort zu ändern. ALLGEMEIN Kennwortgenerationen Legt fest, wann bereits verwendete Kennwörter wieder benutzt werden dürfen. Sinnvoll ist die Definition von 85

86 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Erklärung Kennwortgenerationen insbesondere in Verbindung mit der Einstellung Kennwort läuft ab nach (Tage). Beispiel: Die Anzahl der Kennwortgenerationen für den Benutzer Müller wurde auf 4 festgelegt, die der Tage, nach denen der Benutzer das Kennwort wechseln muss, auf 30. Herr Müller meldete sich bislang mit dem Kennwort Informatik an. Nach Ablauf der Frist von 30 Tagen wird er aufgefordert, sein Kennwort zu ändern. Herr Müller tippt als neues Kennwort wieder Informatik ein und erhält die Fehlermeldung, dass er dieses Kennwort bereits verwendet hat und ein anderes Kennwort wählen muss. Informatik darf Herr Müller erst nach der vierten (da Kennwortgenerationen = 4) Aufforderung zur Eingabe eines neuen Kennworts verwenden Passphrase für SafeGuard Data Exchange Der Benutzer muss eine Passphrase eingeben, die zum Erzeugen von lokalen Schlüsseln für den sicheren Datenaustausch mit SafeGuard Data Exchange verwendet wird. Die erforderlichen Einstellungen definieren Sie in einer Richtlinie vom Typ Passphrase. Für weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange, siehe SafeGuard Data Exchange (Seite 111). Weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable auf dem Endpoint finden Sie in der Sophos SafeGuard Benutzer-Hilfe im Kapitel SafeGuard Data Exchange. Richtlinieneinstellung Mindestlänge der Passphrase Maximallänge der Passphrase Mindestanzahl an Buchstaben Mindestanzahl an Ziffern Mindestanzahl an Symbolen Erklärung Legt fest, aus wie vielen Zeichen die Passphrase, aus der der Schlüssel erzeugt wird, mindestens bestehen muss. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden. Legt fest, aus wie vielen Zeichen die Passphrase maximal bestehen darf. Der gewünschte Wert kann entweder direkt eingegeben oder durch Betätigen der Richtungstasten vergrößert bzw. verkleinert werden. Mit diesen Einstellungen wird erreicht, dass eine Passphrase nicht ausschließlich Zeichen, Ziffern oder Sonderzeichen enthält, sondern aus einer Kombination bestehen muss (z. B. 15blume etc.). Diese Einstellung ist nur dann sinnvoll, wenn eine Mindestlänge definiert ist, die größer 2 ist. 86

87 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Groß-/Kleinschreibung beachten Tastaturzeile verboten Tastaturspalte verboten Drei oder mehr aufeinanderfolgende Zeichen verboten Benutzername als Passphrase verboten Erklärung Diese Einstellung wird beim Setzen der Option Benutzername als Passphrase verboten wirksam. Beispiel: Der Benutzername für einen Anwender lautet EMaier. Steht Groß- und Kleinschreibung beachten auf Ja und Benutzername als Passphrase verboten auf Nein, darf Benutzer EMaier keine Variante seines Benutzernamens (z. B. emaier oder emaier etc.) als Passphrase verwenden. Tastaturzeilen sind 123 oder qwe. Maximal zwei auf der Tastatur nebeneinander liegende Zeichen sind erlaubt. Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil. Als Tastaturspalten werden eingetippte Zeichenreihen wie yaq1, xsw2 oder 3edc (nicht aber yse4, xdr5 oder cft6!) bezeichnet. Erlaubt sind maximal zwei in einer Tastaturspalte befindliche Zeichen. Verbieten Sie Tastaturspalten, werden derartige Zeichenkombinationen als Passphrase abgelehnt. Tastaturzeilen beziehen sich nur auf den alphanumerischen Tastaturteil. Verboten werden mit Aktivierung dieser Option Zeichenketten, die im ASCII-Code aufeinander folgen, sowohl in auf- als auch in absteigender Reihenfolge ( abc ; cba ; :;< etc.). die aus drei oder mehr identischen Zeichen ( aaa oder 111 ) bestehen. Bestimmt, ob Benutzername und Passphrase identisch sein dürfen. Ja: Windows-Benutzername und Passphrase müssen unterschiedlich sein. Nein: Benutzer darf seinen Windows-Benutzernamen gleichzeitig als Passphrase verwenden Geräteschutz Das Kernstück von Sophos SafeGuard ist die Verschlüsselung von Daten auf unterschiedlichen Datenträgern. Die Verschlüsselung kann volume- oder dateibasierend durchgeführt werden, mit unterschiedlichen Schlüsseln und Algorithmen. In Richtlinien des Typs Geräteschutz definieren Sie die Einstellungen für die Datenverschlüsselungen auf unterschiedlichen Datenträgern. Diese Richtlinien enthalten auch Einstellungen für SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable. Für weitere Informationen, siehe SafeGuard Data Exchange (Seite 111). Weitere Informationen zu SafeGuard Data Exchange und SafeGuard Portable auf dem 87

88 SafeGuard Easy Endpoint-Computer finden Sie in der Sophos SafeGuard Benutzer-Hilfe im Kapitel SafeGuard Data Exchange. Wenn Sie eine Richtlinie dieses Typs erstellen, müssen Sie zunächst ein Ziel für den Geräteschutz angeben. Mögliche Ziele sind: Massenspeicher (Boot-Laufwerke/Andere Volumes) Wechselmedien Optische Laufwerke Cloud Storage Definitionen Für jedes Ziel muss eine eigene Richtlinie angelegt werden. Richtlinieneinstellung Verschlüsselungsmodus für Medien Beschreibung Dient dem Schutz von Endgeräten (PCs, Notebooks und PDAs) und allen Arten von Wechseldatenträgern. Hauptaufgabe ist die Verschlüsselung aller auf lokalen oder externen Datenträgern gespeicherten Daten. Durch die transparente Arbeitsweise können Benutzer einfach ihre gewohnten Anwendungen, z. B. Microsoft Office, weiter benutzen. Transparente Verschlüsselung bedeutet für den Benutzer, dass alle verschlüsselt gespeicherten Daten (sei es in verschlüsselten Verzeichnissen oder Laufwerken) automatisch im Hauptspeicher entschlüsselt werden, sobald sie in einem Programm geöffnet werden. Beim Abspeichern der Datei wird diese automatisch wieder verschlüsselt. Folgende Optionen stehen zur Verfügung: Keine Verschlüsselung Volume-basierend(= transparente, sektorbasierende Verschlüsselung) Stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (inkl. Boot-Dateien, Swapfile, Datei für den Ruhezustand/Hibernation File, temporäre Dateien, Verzeichnisinformationen usw.) ohne dass sich der Benutzer in seiner Arbeitsweise anpassen oder auf Sicherheit achten muss. Für weitere Informationen, siehe Volume-basierende Festplattenverschlüsselung (Seite 107). Dateibasierend (= transparente, dateibasierende Verschlüsselung, Smart MediaEncryption) Stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (außer Boot Medium und Verzeichnisinformationen), mit dem Vorteil, dass auch optische Medien wie CD/DVD verschlüsselt 88

89 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Beschreibung werden können oder Daten mit Fremdrechnern, auf denen kein SafeGuard installiert ist, ausgetauscht werden können (soweit von der Richtlinie erlaubt). Für weitere Informationen, siehe Dateibasierende Festplattenverschlüsselung (Seite 109). ALLGEMEINE EINSTELLUNGEN Algorithmus für die Verschlüsselung Schlüssel für die Verschlüsselung Benutzer darf einen lokalen Schlüssel erzeugen Setzt den Verschlüsselungsalgorithmus. Liste aller einsetzbaren Algorithmen mit ihren jeweiligen Standards: AES256: 32 Bytes (256 Bits) AES128: 16 Bytes (128 Bits) Legt fest, welcher Schlüssel zur Verschlüsselung verwendet wird. Für Sophos SafeGuard Verschlüsselung erfolgt die volume-basierende Verschlüsselung ausschließlich mit einem automatisch erzeugten Computerschlüssel. Für eine dateibasierende Verschlüsselung können nur vom Benutzer erzeugte lokale Schlüssel verwendet werden. Folgende Option steht zur Verfügung: Definierter Computer-Schlüssel: Es wird der Maschinen-Schlüssel verwendet - der Benutzer selbst kann KEINEN Schlüssel auswählen. Diese Einstellung bestimmt, ob der Benutzer auf seinem Computer lokale Schlüssel erzeugen darf oder nicht. Lokale Schlüssel werden auf dem Endpoint-Computer basierend auf einer vom Benutzer eingegebenen Passphrase erzeugt. Die Anforderungen, denen eine Passphrase entsprechen muss, können in Richtlinien vom Typ Passphrase festgelegt werden. Da für die dateibasierende Verschlüsselung ausschließlich lokale Schlüssel verwendet werden, darf es einem Benutzer nicht verboten werden, diese Schlüssel zu erzeugen, wenn Richtlinien für eine dateibasierende Verschlüsselung wirksam werden sollen. Von lokalen Schlüsseln werden keine Sicherungskopien erstellt und sie können nicht für Recovery-Vorgänge verwendet werden. In diesem Fall kann nur der definierte Computerschlüssel verwendet werden. 89

90 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Beschreibung VOLUME-BASIERENDE EINSTELLUNGEN In der Standardeinstellung (nicht konfiguriert) ist es dem Benutzer erlaubt, lokale Schlüssel anzulegen. Benutzer darf dem verschlüsseltem Volume Schlüssel hinzufügen oder diese entfernen Reaktion auf unverschlüsselte Volumes Benutzer darf Volume entschlüsseln Schnelle Initialverschlüsselung Bei defekten Sektoren fortfahren Ja: Sophos SafeGuard Benutzer dürfen einen zusätzlichen Schlüssel aus ihrem Schlüsselbund einfügen/entfernen. Der Dialog wird angezeigt über den Kontextmenüeintrag Verschlüsselung/Verschlüsselung / Registerkarte. Nein: Sophos SafeGuard Benutzer dürfen keine zusätzlichen Schlüssel einfügen. Definiert, wie Sophos SafeGuard mit unverschlüsselten Medien umgeht: Folgende Optionen stehen zur Verfügung: Abweisen (= Klartext-Medium wird nicht verschlüsselt) Nur unverschlüsselte Medien akzeptieren und verschlüsseln Alle Medien akzeptieren und verschlüsseln Bewirkt, dass der Sophos SafeGuard Benutzer über einen Kontextmenü-Eintrag im Windows Explorer das Laufwerk entschlüsseln darf. Wählen Sie diese Einstellung aus, um den Modus der schnellen Initialverschlüsselung für die volume-basierende Verschlüsselung zu aktivieren. Dieser Modus reduziert den Zeitraum, der für die Initialverschlüsselung auf Endpoint-Computern benötigt wird. Dieser Modus kann zu einem unsicheren Zustand führen. Für weitere Informationen, siehe Schnelle Initialverschlüsselung (Seite 107). Legt fest, ob die Verschlüsselung fortgesetzt oder gestoppt werden soll, wenn defekte Sektoren entdeckt werden. Die Standardeinstellung ist Ja. DATEIBASIERENDE EINSTELLUNGEN Initialverschlüsselung aller Dateien Bewirkt, dass die Initialverschlüsselung für ein Laufwerk automatisch nach der Benutzeranmeldung gestartet wird. Der Benutzer muss eventuell vorher einen Schlüssel aus dem Schlüsselbund auswählen. 90

91 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Benutzer darf Initialverschlüsselung abbrechen Benutzer darf auf unverschlüsselte Dateien zugreifen Benutzer darf Dateien entschlüsseln Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen Nur für Wechselmedien SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren Klartext-Ordner Benutzer darf über Verschlüsselung entscheiden Beschreibung Bewirkt, dass der Benutzer die Initialverschlüsselung abbrechen kann. Definiert, ob ein Benutzer auf unverschlüsselte Dateien auf einem Laufwerk zugreifen darf. Bewirkt, dass der Benutzer einzelne Dateien oder ganze Verzeichnisse entschlüsseln kann (über die Windows Explorer-Erweiterung <rechte Maustaste>). Bewirkt, dass der Benutzer eine Medien-Passphrase auf seinem Computer festlegen kann. Die Medien-Passphrase ermöglicht den einfachen Zugriff auf alle lokalen Schlüssel auf Computern ohne SafeGuard Data Exchange über SafeGuard Portable. Ist diese Option eingeschaltet, wird SafeGuard Portable auf jedes Wechselmedium, das mit dem Endpoint-Computer verbunden wird, kopiert. SafeGuard Portable ermöglicht den verschlüsselten Datenaustausch mit wechselbaren Medien, ohne dass der Empfänger der Daten Sophos SafeGuard installiert haben muss. Der Empfänger kann mit Hilfe von SafeGuard Portable und der entsprechenden Passphrase die verschlüsselten Daten entschlüsseln und auch wieder verschlüsseln. Der Empfänger kann mit SafeGuard Portable die Daten neu verschlüsseln oder den ursprünglich verwendeten Schlüssel für die Verschlüsselung verwenden. SafeGuard Portable muss nicht auf den Computer des Empfängers installiert oder kopiert werden, sondern kann direkt vom Wechselmedium aus verwendet werden. Der hier angegebene Ordner wird auf allen Wechselmedien und Massenspeichern erstellt. Dateien, die in diesen Ordner kopiert werden, bleiben immer unverschlüsselt. Mit dieser Richtlinieneinstellung können Sie den Benutzer dazu berechtigen zu entscheiden, ob Dateien auf Wechselmedien und Massenspeichern verschlüsselt werden sollen: Wenn Sie diese Option auf Ja einstellen, wird auf dem Endpoint-Computer ein Dialog angezeigt, wenn der Benutzer Wechselmedien anschließt. In diesem Dialog kann der Benutzer entscheiden, ob Daten verschlüsselt werden sollen. Der Benutzer muss jedes mal, wenn Wechselmedien 91

92 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Beschreibung angeschlossen werden, über die Verschlüsselung entscheiden. Wenn Sie für diese Option Ja, Benutzereinstellungen merken auswählen, können die Benutzer die Option Einstellungen speichern und Dialog nicht mehr anzeigen wählen, um ihre Auswahl für das relevante Gerät zu speichern. In diesem Fall wird der Dialog für das Gerät nicht mehr angezeigt. Wenn der Benutzer im auf dem Endpoint-Computer angezeigten Dialog Nein wählt, wird weder eine initiale noch eine transparente Verschlüsselung durchgeführt Spezifische Computereinstellungen - Grundeinstellungen Richtlinieneinstellung Erklärung POWER-ON AUTHENTICATION (POA) Power-on Authentication aktivieren Gastbenutzer nicht zulassen Benutzer darf POA-Benutzer löschen Definiert, ob die POA permanent ein- oder ausgeschaltet sein soll. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir dringend, die POA eingeschaltet zu lassen. Durch Deaktivierung der POA reduziert sich die Systemsicherheit auf den Schutz durch die Windows-Anmeldung. Dadurch erhöht sich das Risiko des unberechtigten Zugriffs auf verschlüsselte Daten. Legt fest, ob sich Gastbenutzer am Endpoint-Computer anmelden können. Die Einstellung legt fest, ob Benutzer andere Benutzer aus der Power-on Authentication entfernen dürfen. Wenn Sie hier Ja auswählen, steht der Befehl Benutzer-Computer Zuordnung im System Tray Icon Menü auf dem Endpoint-Computer zur Verfügung. Dieser Befehl zeigt eine Liste von Benutzern, die sich an der Power-on Authentication anmelden können. Im angezeigten Dialog können Benutzer aus der Liste entfernt werden. Wenn Benutzer entfernt wurden, können sich diese nicht mehr an der Power-on Authentication anmelden. 92

93 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Sicheres Wake on LAN (WOL) Anzahl der automatischen Anmeldungen Anmeldung an Windows während WOL erlaubt Beginn des Zeitfensters für externen WOL Start Ende des Zeitfensters für externen WOL Start Erklärung Mit der Richtlinieneinstellung Sicheres Wake on LAN ist es möglich, den Endpoint-Computer für Software-Rollouts optimal vorzubereiten, indem dafür notwendige Parameter wie das temporäre Deaktivieren der POA und ein Zeitintervall für Wake on LAN dem Computer direkt mitgegeben werden können und von ihm ausgewertet werden. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass auch das zeitlich begrenzte "Ausschalten" der POA für eine bestimmte Anzahl von Boot-Vorgängen ein Absenken des Sicherheitsniveaus bedeutet. Für weitere Informationen zu Wake on LAN, siehe Sicheres Wake on LAN (WOL) (Seite 124). Definiert die Anzahl der Neustarts mit ausgeschalteter Power-on Authentication für Wake on LAN. Diese Einstellung überschreibt temporär die Einstellung von Power-on Authentication aktivieren, bis die Anzahl der eingestellten automatischen Anmeldungen erreicht ist. Danach wird die Power-on Authentication wieder aktiviert. Beispiel: Die Zahl der automatischen Anmeldungen ist auf 2 gesetzt, Power-on Authentication aktivieren ist eingeschaltet. Der Computer bootet zweimal ohne eine Authentisierung in der POA zu verlangen. Wir empfehlen, für Wake on LAN, immer drei Neustarts mehr als notwendig zu erlauben, um unvorhergesehene Probleme zu umgehen. Legt fest, ob während eines Wake on LAN eine Anmeldung an Windows erlaubt ist, z. B. für ein SW-Update. Diese Einstellung wird von der POA ausgewertet. Datum und Uhrzeit für den Beginn und das Ende des Wake on LAN (WOL) können ausgewählt oder eingegeben werden. Datumsformat: MM/TT/JJJJ Zeitformat: HH:MM Folgende Eingabekombinationen sind möglich: Beginn und Ende des WOL werden festgelegt. Nur das Ende des WOL wird festgelegt, der Beginn bleibt offen. 93

94 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Erklärung Keine Einträge: Es wird kein Zeitintervall für den Endpoint-Computer festgelegt. Bei einem geplanten SW-Roll-out sollte der SO den Zeitrahmen für WOL so bemessen, dass das Scheduling-Skript früh genug startet und allen Clients genügend Zeit zum Booten bleibt. WOLstart: Der Startpunkt für den WOL im Scheduling-Skript muss innerhalb des hier in der Richtlinie festgelegten Zeitintervalls liegen. Wenn kein Intervall definiert ist, so wird WOL lokal am Endpoint-Computer nicht aktiviert. WOLstop: Dieses Kommando wird unabhängig vom hier festgelegten Endpunkt des WOL ausgeführt. ANZEIGEOPTIONEN Computer-Identifikation anzeigen Text für Computer-Identifikation Rechtliche Hinweise anzeigen Text für rechtliche Hinweise Zeigt in der Titelleiste der POA entweder den Computernamen oder einen frei definierbaren Text an. Existiert ein Computername in den Windows-Netzwerkeinstellungen, wird dieser in der Grundeinstellung automatisch übernommen. Der Text, der in der Titelleiste der POA angezeigt werden soll. Ist unter Computer-Identifikation anzeigen die Option Definierter Name ausgewählt, können Sie in diesem Eingabefeld den Text eingeben. Zeigt eine Textbox mit frei konfigurierbarem Inhalt an, die vor der Anmeldung in der POA erscheint. In manchen Ländern ist das Erscheinen eines Textfelds mit bestimmtem Inhalt gesetzlich vorgeschrieben. Die Box muss vom Benutzer bestätigt werden, bevor das System fortfährt. Bevor Sie einen Text angeben können, muss dieser als Textelement im Richtlinien-Navigationsbereich unter Informationstext registriert werden. Text, der als rechtlicher Hinweis angezeigt werden soll. Sie können hier ein Textelement auswählen, das im Richtlinien-Navigationsbereich unter Informationstext registriert wurde. 94

95 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Zusätzliche Informationen anzeigen Text für zusätzliche Informationen Anzeigedauer (in Sekunden) System Tray Icon aktivieren und anzeigen Erklärung Zeigt eine Textbox mit frei konfigurierbarem Inhalt an, die nach den rechtlichen Hinweisen (wenn diese aktiviert sind) erscheint. Sie können festlegen, ob die zusätzlichen Informationen angezeigt werden: Nie Bei jedem Systemstart Bei jeder Anmeldung Text, der als zusätzliche Information angezeigt werden soll. Sie können hier ein Textelement auswählen, das im Richtlinien-Navigationsbereich unter Informationstext registriert wurde. Zeitraum (in Sekunden) für die Anzeige zusätzlicher Informationen. Sie können hier die Anzahl der Sekunden eingeben, nach denen die Textbox für zusätzliche Informationen automatisch geschlossen wird. Der Benutzer kann die Textbox jederzeit durch Klicken auf OK schließen. Über das Sophos SafeGuard System Tray Icon kann auf dem Endpoint-Computer einfach und schnell auf alle Benutzerfunktionen zugegriffen werden. Zusätzlich können für den Benutzer Informationen über den Sophos SafeGuard Status des Endpoint-Computers (neue Richtlinien erhalten usw.) über Balloon Tool Tips ausgegeben werden. Ja: Das System Tray Icon wird im Infobereich der Taskleiste angezeigt, der Benutzer wird über Balloon Tool Tips laufend über den Status von Sophos SafeGuard informiert. Nein: System Tray Icon wird nicht angezeigt. Keine Statusinformationen für den Benutzer über Ballon Tool Tips. Stumm: Das System Tray Icon wird im Infobereich der Taskleiste angezeigt, es werden aber keine Statusinformationen für den Benutzer über Ballon Tool Tips ausgegeben. 95

96 SafeGuard Easy Richtlinieneinstellung Overlay-Symbole im Explorer anzeigen Virtuelle Tastatur in der POA Erklärung Bestimmt, ob im Windows Explorer Schlüsselsymbole zur Anzeige des Verschlüsselungsstatus von Volumes, Geräten, Ordnern und Dateien angezeigt werden. Bestimmt, ob im POA-Anmeldedialog bei Bedarf eine virtuelle Tastatur zur Eingabe des Kennworts angezeigt werden kann. INSTALLATIONSOPTIONEN Deinstallation erlaubt Sophos Manipulationsschutz aktivieren Bestimmt, ob die Deinstallation von Sophos SafeGuard auf den Endpoint-Computern möglich ist. Wird Deinstallation erlaubt auf Nein gesetzt, kann Sophos SafeGuard solange eine Richtlinie mit dieser Einstellung wirksam ist, auch mit Administratorrechten nicht deinstalliert werden. Aktiviert/deaktiviert die Funktion Sophos Manipulationsschutz. Wenn Sie die Deinstallation über die Richtlinieneinstellung Deinstallation erlaubt als zulässig definiert haben, können Sie diese Richtlinieneinstellung auf Ja setzen, um Deinstallationsvorgänge durch die Funktion Sophos Manipulationsschutz überprüfen zu lassen und somit ein leichtfertiges Entfernen der Software zu verhindern. Erlaubt die Funktion Sophos Manipulationsschutz die Deinstallation nicht, wird der Deinstallationsvorgang abgebrochen. Ist Sophos Manipulationsschutz aktivieren auf Nein eingestellt, werden Deinstallationsvorgänge durch die Funktion Sophos Manipulationsschutz weder geprüft noch verhindert. Diese Einstellung gilt nur für Endpoint-Computer, auf denen Sophos Endpoint Security and Control in der Version 9.5 oder einer neueren Version installiert ist. TOKENUNTERSTÜTZUNG:EINSTELLUNGEN FÜR PKCS #11 MODUL 1 Modulname Registriert das PKCS#11 Modul eines Token. Folgende Optionen stehen zur Verfügung: ActiveIdentity ActivClient ActiveIdentity ActivClient (PIV) AET SafeSign Identity Client Aladdin etoken PKI Client 96

97 Administratorhilfe Richtlinieneinstellung Erklärung a.sign Client Charismathics Smart Security Interface Estonian ID-Card Gemalto Access Client Gemalto Classic Client Gemalto.NET Card IT Solution trustware CSP+ RSA Authentication Client 2.x RSA Smart Card Middleware 3.x Siemens CardOS API T-Systems NetKey 3.0 Unizeto procertum Lizenzen Beachten Sie, dass für die Benutzung der jeweiligen Middleware für das Standard-Betriebssystem eine Lizenzvereinbarung mit dem jeweiligen Hersteller erforderlich ist. Für weitere Informationen zum Bezug von Lizenzen, siehe Wenn Sie eine Siemens-Lizenzen erwerben möchten, wenden Sie sich an: Atos IT Solutions and Services GmbH Otto-Hahn-Ring 6 D München Germany Dienste, auf die gewartet wird Diese Einstellung dient zur Problembehebung mit bestimmten Token. Entsprechende Einstellungen werden gegebenenfalls von unserem Support bekannt gegeben Protokollierung Ereignisse für Sophos SafeGuard werden in der Windows-Ereignisanzeige protokolliert. Um festzulegen, welche Ereignisse in der Windows-Ereignisanzeige protokolliert werden sollen, erstellen Sie eine Richtlinie vom Typ Protokollierung und wählen Sie die gewünschten Ereignisse per Mausklick aus. Es steht eine Vielzahl von Ereignissen aus unterschiedlichen Kategorien (z. B. Anmeldung, Verschlüsselung usw.) zur Auswahl zur Verfügung. Es ist daher empfehlenswert, eine 97

98 SafeGuard Easy Vorgehensweise für die Protokollierung zu definieren und die notwendigen Ereignisse unter Berücksichtigung der Anforderungen für Berichte und Audits festzulegen. 98

99 Administratorhilfe 14 Die Power-on Authentication (POA) Sophos SafeGuard identifiziert den Benutzer bereits, bevor das Betriebssystem startet. Hierbei startet vorher der Sophos SafeGuard eigene Systemkern. Dieser ist gegen Modifikationen geschützt und versteckt auf der Festplatte gespeichert. Erst wenn sich der Benutzer korrekt authentisiert hat, wird das Betriebssystem (Windows) von der verschlüsselten Partition aus gestartet. Die Anmeldung an Windows erfolgt später automatisch. Analog wird verfahren, wenn der Endpoint-Computer aus dem Ruhezustand (Hibernation (Suspend to Disk)) wieder eingeschaltet wird. Die Sophos SafeGuard Power-on Authentication bietet: Grafische Benutzeroberfläche, mit Mausunterstützung und verschiebbaren Fenstern, und damit einfache, übersichtliche Bedienung. Vom Firmenkunden per Richtlinie anpassbares grafisches Layout (Hintergrundbild, Anmeldebild, Willkommensmeldung etc.). Unterstützung von Windows-Benutzerkonten und Kennwörtern bereits zum Pre-Boot Zeitpunkt, keine separaten Zugangsdaten mehr, die sich der Benutzer merken muss. Unterstützung von Unicode und damit auch fremdsprachigen Kennwörtern bzw. Benutzeroberflächen Anmeldeverzögerung Auf einem durch Sophos SafeGuard geschützten Computer wird eine Anmeldeverzögerung ausgelöst, wenn ein Benutzer während der Anmeldung an Windows oder an die Power-on Authentication falsche Anmeldeinformationen eingibt. Mit jedem fehlgeschlagenen Anmeldeversuch verlängert sich jeweils die Anmeldeverzögerung. Nach einer fehlgeschlagenen Anmeldung erscheint ein Dialog, der die verbleibende Verzögerungszeit anzeigt. Sie können die Anzahl an erlaubten Anmeldeversuchen in einer Richtlinie vom Typ Authentisierung über die Option Maximalanzahl von erfolglosen Anmeldeversuchen festlegen. Wenn die Maximalanzahl an erfolglosen Anmeldeversuchen erreicht ist, wird der 99

100 SafeGuard Easy Computer gesperrt. Um eine Computersperre aufzuheben, kann der Benutzer ein Challenge/Response-Verfahren starten Konfigurieren der Power-on Authentication Der POA-Dialog besteht aus folgenden Komponenten: Anmeldebild Dialogtexte Sprache des Tastaturlayouts Das Erscheinungsbild des POA-Dialogs können Sie über Richtlinieneinstellungen im SafeGuard Policy Editor an Ihre jeweiligen Anforderungen anpassen Hintergrund- und Anmeldebild In der Standardeinstellung werden Bilder im SafeGuard-Design als Hintergrund- und Anmeldebild angezeigt. Es ist jedoch möglich, andere Bilder anzuzeigen, z. B. das Firmenlogo. Hintergrund- und Anmeldebilder werden über eine Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen festgelegt. Hintergrund- und Anmeldebilder müssen bestimmten Anforderungen entsprechen, damit sie in Sophos SafeGuard verwendet werden können: Hintergrundbild in der POA Maximale Dateigröße für alle Hintergrundbilder: 500 KB Sophos SafeGuard unterstützt für Hintergrundbilder zwei Varianten: 1024x768 (VESA-Modus) Farben: keine Einschränkung Option im Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen: Hintergrundbild in der POA 640x480 (VGA-Modus) Farben:

101 Administratorhilfe Option im Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen: Hintergrundbild in der POA (niedrige Auflösung) Anmeldebild Maximale Dateigröße für alle Anmeldebilder: 100 KB Sophos SafeGuard unterstützt für Anmeldebilder zwei Varianten: 413x140 Farben: keine Einschränkung Option im Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen: Anmeldebild in der POA 413x140 Farben: 16 Option im Richtlinientyp Allgemeine Einstellungen: Anmeldebild in der POA (niedrige Auflösung) Bilder, Informationstexte und Listen müssen zunächst als Dateien (BMP, PNG, JPG oder Textdateien) erstellt werden und können dann im Navigationsbereich registriert werden Registrieren von Bildern 1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Bilder und wählen Sie Neu > Bild. 2. Geben Sie unter Bildname einen Namen für das Bild ein. 3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] das zuvor erstellte Bild aus. 4. Klicken Sie auf OK. Das neue Bild wird als Unterknoten des Eintrags Bilder im Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Bild markiert, wird es im Aktionsbereich angezeigt. Das Bild kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden. Sie können so weitere Bilder registrieren. Alle registrierten Bilder werden als Unterknoten angezeigt. Mit der Schaltfläche Bild ändern können Sie das zugeordnete Bild austauschen Benutzerdefinierter Informationstext in der POA Sie können in der POA folgende benutzerdefinierte Informationstexte anzeigen lassen: Infotext beim Starten eines Challenge/Response-Verfahrens zur Hilfe bei der Anmeldung (z. B.: Bitte rufen Sie Ihren Support unter der Telefonnummer an. ). Mit der Option Informationstext in einer Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen können Sie einen Informationstext definieren. Rechtliche Hinweise, die nach der Anmeldung an der POA angezeigt werden. Mit der Option Text für rechtliche Hinweise in einer Richtlinie des Typs Spezifische Computereinstellungen können Sie einen Text für rechtliche Hinweise definieren. 101

102 SafeGuard Easy Text mit zusätzlichen Informationen, der nach der Anmeldung an der POA angezeigt werden soll. Mit der Option Text für zusätzliche Informationen in einer Richtlinie des Typs Spezifische Computereinstellungen können Sie einen Text für zusätzliche Informationen definieren Registrieren von Informationstexten Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im SafeGuard Policy Editor registriert werden können. Die maximale Dateigröße für Informationstexte beträgt 50 KB. Sophos SafeGuard verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden sie bei der Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert. Bei der Verwendung von Sonderzeichen in den rechtlichen Hinweisen für die POA sollte vorsichtig vorgegangen werden. Einige dieser Zeichen werden u. U. nicht korrekt dargestellt. So registrieren Sie Informationstexte: 1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Informationstext und wählen Sie Neu > Text. 2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein. 3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt. 4. Klicken Sie auf OK. Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im Richtlinien-Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im Aktionsbereich auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden. Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten Textelemente werden als Unterknoten angezeigt. Mit der Schaltfläche Text ändern können Sie weiteren Text zum bestehenden Text hinzufügen. Wenn Sie auf diese Schaltfläche klicken, wird ein Dialog geöffnet, in dem eine weitere Textdatei ausgewählt werden kann. Der in dieser Datei enthaltene Text wird am Ende des bestehenden Texts eingefügt Sprache der POA-Dialogtexte Alle Texte in der POA werden nach der Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware mit den Standardeinstellungen in der Sprache angezeigt, die bei der Installation von Sophos SafeGuard in den Regions- und Sprachoptionen von Windows als Standardsprache am Endpoint eingestellt ist. Sie können die Sprache der POA-Dialogtexte nach der Installation von Sophos SafeGuard mit einer der beide folgenden Methoden umstellen: Ändern Sie die Standardsprache in den Windows Regions- und Sprachoptionen auf dem Endpoint. Nachdem der Benutzer den Computer zweimal neu gestartet hat, ist die neue Spracheinstellung in der POA aktiv. 102

103 Administratorhilfe Erstellen Sie eine Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen, legen Sie die Sprache im Feld Sprache am Client fest und übertragen Sie die Richtlinie auf den Endpoint. Wenn Sie eine Richtlinie erstellen und sie an den Endpoint übertragen, gilt die in der Richtlinie festgelegte Sprache anstelle der in den Windows Regions- und Sprachoptionen angegebenen Sprache Tastaturlayout Beinahe jedes Land hat ein eigenes Tastaturlayout. In der POA macht sich dies bei der Eingabe von Benutzernamen, Kennwort und Response Code bemerkbar. Sophos SafeGuard übernimmt als Standard das Tastaturlayout in die POA, das zum Zeitpunkt der Installation in den Regions- und Sprachoptionen von Windows gesetzt ist. Ist unter Windows Deutsch als Tastaturlayout gesetzt, wird in der POA das deutsche Tastaturlayout verwendet. Die Sprache des verwendeten Tastaturlayouts wird in der POA angezeigt, z. B. EN für Englisch. Neben dem Standard-Tastaturlayout kann das US-Tastaturlayout (Englisch) gewählt werden. Es gibt bestimmte Ausnahmefälle: Das Tastaturlayout wird zwar unterstützt, aufgrund fehlender Schriften (z. B. bei Bulgarisch) werden im Feld Benutzername aber nur Sonderzeichen angezeigt. Es ist kein spezielles Tastaturlayout verfügbar (z. B. Dominikanische Republik). In solchen Fällen greift die POA auf das Original-Tastaturlayout zurück. Für die Dominikanische Republik ist dies Spanisch. Wenn Benutzername oder Kennwort aus Zeichen bestehen, die vom ausgewählten Tastaturlayout oder dem Original-Tastaturlayout nicht unterstützt werden, kann sich der Benutzer nicht an der POA anmelden. Alle nicht unterstützten Tastaturlayouts verwenden als Standard das US-Tastaturlayout. Das bedeutet, dass auch nur Zeichen erkannt und eingegeben werden können, die im US-Tastaturlayout unterstützt werden. Benutzer können sich demnach nur an der POA anmelden, wenn ihre Benutzernamen und Kennwörter sich aus Zeichen zusammensetzen, die vom US-Tastaturlayout oder dem entsprechenden Original-Layout unterstützt werden. Virtuelle Tastatur Sophos SafeGuard bietet die Möglichkeit, in der POA eine virtuelle Tastatur anzeigen zu lassen. Der Benutzer kann dann z. B. Anmeldeinformationen durch Klick auf die am Bildschirm angezeigten Tasten eingeben. Als Sicherheitsbeauftragter können Sie die Anzeige der virtuellen Tastatur in einer Richtlinie vom Typ Spezifische Computereinstellungen über die Option Virtuelle Tastatur in der POA aktivieren/deaktivieren. Die Unterstützung der virtuellen Tastatur muss über eine Richtlinieneinstellung aktiviert/deaktiviert werden. 103

104 SafeGuard Easy Für die virtuelle Tastatur werden verschiedene Layouts angeboten und das Layout kann mit den gleichen Einstellungen wie das normale Tastaturlayout geändert werden Ändern des Tastaturlayouts Das normale einschließlich des virtuellen Tastaturlayouts der Power-on Authentication kann nachträglich geändert werden. 1. Wählen Sie Start > Systemsteuerung > Regions- und Sprachoptionen. 2. Wählen Sie auf der Registerkarte Regionale Einstellungen die gewünschte Sprache aus. 3. Wählen Sie dann auf der Registerkarte Erweitert unter Standardeinstellungen für Benutzerkonten die Option Alle Einstellungen auf das aktuelle Benutzerkonto und Standardbenutzerprofil anwenden. 4. Klicken Sie auf OK. Die POA merkt sich das bei der letzten erfolgreichen Anmeldung verwendete Tastaturlayout und aktiviert dieses beim nächsten Anmelden automatisch. Hierzu sind zwei Neustarts des Endpoint-Computers notwendig. Wenn dieses gemerkte Tastaturlayout über die Regionsund Sprachoptionen abgewählt wird, bleibt es dem Anwender noch so lange erhalten, bis er eine andere Sprache ausgewählt hat. Zusätzlich ist es notwendig, die Sprache des Tastatur-Layouts für andere, nicht-unicode-programme, zu ändern. Falls die gewünschte Sprache nicht auf dem Computer vorhanden ist, werden Sie von Windows evtl. aufgefordert, die Sprache zu installieren. Danach müssen Sie Ihren Computer zweimal neu starten, damit das neue Tastaturlayout von der Power-on Authentication eingelesen und dann auch über diese eingestellt werden kann. Sie können das gewünschte Tastaturlayout der Power-on Authentication mit der Maus oder mit der Tastatur (Alt+Shift) ändern. Sie können über Start > Ausführen > regedit > HKEY_USERS\.DEFAULT\Keyboard Layout\Preload einsehen, welche Sprachen auf dem System installiert und damit verfügbar sind In der Power-on Authentication unterstützte Hotkeys Bestimmte Hardware-Einstellungen und -Funktionalitäten können Probleme beim Starten des Endpoint-Computers verursachen, die dazu führen, dass der Rechner im Startvorgang hängen bleibt. Die Power-on Authentication unterstützt eine Reihe von Hotkeys, mit denen sich Hardware-Einstellungen und Funktionalitäten modifizieren lassen. Darüber hinaus sind in die auf dem Computer zu installierende.msi-datei Grey Lists und Black Lists integriert, die Funktionen abdecken, von denen ein solches Problemverhalten bekannt ist. Wir empfehlen, vor jeder größer angelegten Sophos SafeGuard Installation die aktuelle Version der POA-Konfigurationsdatei zu installieren. Die Datei wird monatlich aktualisiert und steht hier zum Download zur Verfügung: Sie können diese Datei anpassen, um die Hardware einer spezifischen Umgebung abzudecken. 104

105 Administratorhilfe Wenn Sie eine angepasste Datei definieren, wird nur diese verwendet, nicht die in der.msi-datei integrierte Datei. Die Standarddatei wird nur angewendet, wenn keine POA-Konfigurationsdatei definiert ist oder keine gefunden wird. Um die POA-Konfigurationsdatei zu installieren, geben Sie folgenden Befehl ein: MSIEXEC /i <Client-MSI-Paket> POACFG=<Pfad der POA-Konfigurationsdatei> Sie können uns bei der Optimierung der Hardware-Kompatibilität unterstützen, indem Sie ein von uns zur Verfügung gestelltes Tool ausführen. Dieses Tool liefert ausschließlich Hardware-relevante Informationen. Das Tool ist einfach zu bedienen. Die gesammelten Informationen werden zur Hardware-Konfigurationsdatei hinzugefügt. Für weitere Informationen, siehe Die folgenden Hotkeys werden in der POA unterstützt: Shift F3 = USB Legacy Unterstützung (Aus/An) Shift F4 = VESA Grafikmodus (Aus/An) Shift F5 = USB 1.x und 2.0 Unterstützung (Aus/An) Shift F6 = ATA Controller (Aus/An) Shift F7 = nur USB 2.0 Unterstützung (Aus/An) USB 1.x Unterstützung bleibt wie über Shift F5 gesetzt. Shift F9 = ACPI/APIC (Aus/An) USB Hotkeys Abhängigkeitsmatrix Shift F3 Shift F5 Shift F7 Legacy USB 1.x USB 2.0 Anmerkung aus aus aus an an an 3. an aus aus aus an an Standard aus an aus an aus aus 1., 2. an an aus an aus aus 1., 2. aus aus an an an aus 3. an aus an aus an aus aus an an an aus aus an an an an aus aus Shift F5 deaktiviert sowohl die Unterstützung von USB 1.x als auch von USB

106 SafeGuard Easy Wenn Sie Shift F5 drücken, reduziert sich die Wartezeit bis zum Starten der POA erheblich. Beachten Sie jedoch, dass bei Benutzung einer USB-Tastatur oder einer USB-Maus am betreffenden Computer diese Geräte durch Drücken von Shift F5 möglicherweise deaktiviert werden. 2. Wenn die USB-Unterstützung nicht aktiviert ist, versucht die POA, BIOS SMM zu benutzen anstatt den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der Legacy-Modus kann in diesem Szenario funktionieren. 3. Die Legacy-Unterstützung ist aktiviert, die USB-Unterstützung ist aktiviert. Die POA versucht, den USB-Controller zu sichern und wiederherzustellen. Der Computer kann sich je nach eingesetzter BIOS-Version aufhängen. Es besteht die Möglichkeit, Änderungen, die über Hotkeys vorgenommen werden können, bei der Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware über eine mst Datei bereits vorzudefinieren. Verwenden Sie dazu den entsprechenden Aufruf in Verbindung mit msiexec. NOVESA NOLEGACY ALTERNATE: NOATA ACPIAPIC Definiert, ob VESA oder VGA Modus verwendet werden.0 = VESA Modus (Standard), 1 = VGA Modus Definiert, ob nach der POA-Anmeldung Legacy-Unterstützung aktiviert ist.0 = Legacy Support aktiviert, 1 = kein Legacy Support (Standard) Definiert, ob USB Geräte von der POA unterstützt werden. 0 = USB-Unterstützung ist aktiviert (Standard), 1 = keine USB-Unterstützung Definiert, ob der Int13 Gerätetreiber verwendet wird. 0 = Standard ATA Gerätetreiber (Standard), 1 = Int13 Gerätetreiber Definiert, ob die ACPI/APIC-Unterstützung benutzt wird.0 = Keine ACPI/APIC-Unterstützung, 1 = ACPI/APIC-Unterstützung ist aktiv Deaktivierte POA und Lenovo Rescue and Recovery Sollte auf dem Computer die Power-on Authentication deaktiviert sein, so sollte zum Schutz vor dem Zugriff auf verschlüsselte Dateien aus der Rescue and Recovery Umgebung heraus die Rescue and Recovery Authentisierung eingeschaltet sein. Detaillierte Informationen zur Aktivierung der Rescue and Recovery Authentisierung finden Sie in der Lenovo Rescue and Recovery Dokumentation. 106

107 Administratorhilfe 15 Festplattenverschlüsselung Das Kernstück von Sophos SafeGuard ist die Verschlüsselung von Daten auf unterschiedlichen Datenträgern. Die Festplattenverschlüsselung kann volume- oder dateibasierend durchgeführt werden, mit unterschiedlichen Schlüsseln und Algorithmen. Dateien werden transparent verschlüsselt. Wenn Benutzer Dateien öffnen, bearbeiten und speichern, werden sie nicht zur Ver- oder Entschlüsselung aufgefordert. Sie können die Einstellungen für die Festplattenverschlüsselung in einer Sicherheitsrichtlinie vom Typ Geräteschutz festlegen. Für weitere Informationen, siehe Mit Richtlinien arbeiten (Seite 42) und Geräteschutz (Seite 87) Volume-basierende Festplattenverschlüsselung Mit der volume-basierenden Festplattenverschlüsselung werden alle Daten auf einem Volume (einschließlich Boot-Dateien, Pagefiles, Hibernation Files, temporäre Dateien, Verzeichnisinformationen usw.) verschlüsselt. Benutzer müssen sich in ihrer Arbeitsweise nicht anpassen oder auf Sicherheit achten. Die Volume-basierende Verschlüsselung/Entschlüsselung wird für Laufwerke ohne Laufwerksbuchstaben nicht unterstützt. Für Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate wird auf den Endpoint-Computern eine Systempartition angelegt, der kein Laufwerksbuchstabe zugeordnet ist. Diese Systempartition kann von Sophos SafeGuard nicht verschlüsselt werden. Wenn für ein Volume oder einen Volume-Typ eine Verschlüsselungsrichtlinie existiert und die Verschlüsselung des Volumes schlägt fehl, darf der Benutzer nicht auf das Volume zugreifen. Endpoints können während der Verschlüsselung/Entschlüsselung heruntergefahren und neu gestartet werden. Wenn auf die Entschlüsselung die Deinstallation folgt, empfehlen wir, den Endpoint nicht in einen Energiesparmodus oder den Ruhezustand zu versetzen. Wenn nach der volume-basierenden Verschlüsselung eine Richtlinie auf einen Endpoint-Computer angewendet wird, die die Entschlüsselung erlaubt, ist Folgendes zu beachten: Nach einer vollständigen volume-basierenden Verschlüsselung muss der Endpoint-Computer mindestens einmal neu gestartet werden, bevor die Entschlüsselung gestartet werden kann Schnelle Initialverschlüsselung Sophos SafeGuard bietet die schnelle Initialverschlüsselung als Spezialmodus für die volume-basierende Verschlüsselung. Dieser Modus reduziert den Zeitraum, der für die initiale Verschlüsselung (oder die endgültige Entschlüsselung) von Volumes auf Endpoint-Computern benötigt wird. Dies wird dadurch erreicht, dass nur auf den Festplattenspeicherplatz zugegriffen wird, der tatsächlich in Gebrauch ist. 107

108 SafeGuard Easy Für die schnelle Initialverschlüsselung gelten folgende Voraussetzungen: Die schnelle Initialverschlüsselung funktioniert nur auf NTFS-formatierten Volumes. Bei NTFS-formatierten Volumes mit einer Cluster-Größe von 64 KB kann die schnelle Initialverschlüsselung nicht angewendet werden. Dieser Modus kann zu einem unsichereren Zustand führen, wenn die Platte vor ihrer aktuellen Verwendung mit Sophos SafeGuard bereits in Gebrauch war. Nicht verwendete Sektoren können noch Daten enthalten. Daher ist die schnelle Initialverschlüsselung standardmäßig deaktiviert. Um die schnelle Initialverschlüsselung zu aktivieren, wählen Sie die Einstellung Schnelle Initialverschlüsselung in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz, siehe Geräteschutz (Seite 87). Für die Entschlüsselung eines Volumes wird unabhängig von der gewählten Richtlinieneinstellung immer die schnelle Initialverschlüsselung verwendet. Für die Entschlüsselung gelten ebenfalls die angegebenen Einschränkungen Volume-basierende Verschlüsselung und die Windows 7 Systempartition Für Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate wird auf den Endpoint-Computern eine Systempartition angelegt, der kein Laufwerksbuchstabe zugeordnet ist. Diese Systempartition kann von Sophos SafeGuard nicht verschlüsselt werden Volume-basierende Verschlüsselung und Unidentified File System Objects Unidentified File System Objects sind Volumes, die von Sophos SafeGuard nicht eindeutig als verschlüsselt oder unverschlüsselt identifiziert werden können. Existiert für ein Unidentified File System Object eine Verschlüsselungsrichtlinie, so wird der Zugriff auf das Volume verweigert. Existiert keine Verschlüsselungsrichtlinie, so kann der Benutzer auf das Volume zugreifen. Existiert für ein Unidentified File System Object eine Verschlüsselungsrichtlinie, bei der die Richtlinieneinstellung Schlüssel für die Verschlüsselung auf eine Option eingestellt ist, die die Schlüsselauswahl ermöglicht (z. B. Beliebiger Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers), so entsteht zwischen der Anzeige des Schlüsselauswahldialogs und der Verweigerung des Zugriffs auf das Volume eine zeitliche Lücke. Während dieser Zeit kann auf das Volume zugegriffen werden. So lange der Schlüsselauswahldialog nicht vom Benutzer bestätigt wird, besteht Zugriff auf das Volume. Um dies zu vermeiden, geben Sie einen vorausgewählten Schlüssel für die Verschlüsselung an. Für weitere Informationen zu den relevanten Richtlinieneinstellungen, siehe Geräteschutz (Seite 87). Diese zeitliche Lücke entsteht auch dann für mit dem Endpoint-Computer verbundene Unidentified File System Objects, wenn der Benutzer zu dem Zeitpunkt, an dem die Verschlüsselungsrichtlinie wirksam wird, bereits 108

109 Administratorhilfe Dateien auf dem Volume geöffnet hat. In diesem Fall, kann nicht gewährleistet werden, dass der Zugriff auf das Volume verweigert wird, da dies zu Datenverlust führen könnte Verschlüsselung von Volumes mit aktivierter Autorun-Funktionalität Wenn Sie auf Volumes, für die die Autorun-Funktionalität aktiviert ist, eine Verschlüsselungsrichtlinie anwenden, so können folgende Probleme auftreten: Das Volume wird nicht verschlüsselt. Wenn es sich um ein Unidentified File System Object handelt, wird der Zugriff nicht verweigert Dateibasierende Festplattenverschlüsselung Die dateibasierende Festplattenverschlüsselung stellt sicher, dass alle Daten verschlüsselt sind (außer Boot Medium und Verzeichnisinformationen). Mit dateibasierender Verschlüsselung lassen sich auch optische Medien wie CD/DVD verschlüsseln. Außerdem können Daten mit Fremdrechnern, auf denen Sophos SafeGuard nicht installiert ist, ausgetauscht werden (soweit von der Richtlinie erlaubt). Mit Dateibasierender Verschlüsselung verschlüsselte Daten können nicht komprimiert werden. Umgekehrt können auch komprimierte Dateien nicht dateibasierend verschlüsselt werden. Boot-Volumes werden niemals dateibasierend verschlüsselt. Sie sind automatisch von einer dateibasierenden Verschlüsselung ausgenommen, auch wenn eine entsprechende Regel definiert ist. Um dateibasierende Verschlüsselung auf Endpoint-Computer anzuwenden, erstellen Sie eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz und wählen Sie bei Verschlüsselungsmodus für Medien die Einstellung Dateibasierend. Für weitere Informationen, siehe Geräteschutz (Seite 87) Standardverhalten beim Speichern von Dateien Da sich Anwendungen beim Speichern von Dateien unterschiedlich verhalten, bietet Sophos SafeGuard zwei Verfahren für das Behandeln von verschlüsselten Dateien, die geändert wurden. Wurde eine Datei mit einem anderen Schlüssel als dem Standardschlüssel des Volumes verschlüsselt und Sie bearbeiten und speichern die Datei, so würde man erwarten, dass der Verschlüsselungsschlüssel beibehalten wird. Es wurde ja eine Datei bearbeitet, keine neue erstellt. Viele Anwendungen speichern jedoch Dateien, indem sie eine Kombination aus Speichern-, Löschen- und Umbenennen-Vorgängen ausführen (z. B. Microsoft Office). Ist dies der Fall, so verwendet Sophos SafeGuard in der Standardeinstellung den Standardschlüssel für diesen Verschlüsselungsvorgang und ändert somit den für die Verschlüsselung verwendeten Schlüssel. 109

110 SafeGuard Easy Wenn Sie dieses Verhalten ändern und den für die Verschlüsselung verwendeten Schlüssel in jedem Fall beibehalten möchten, können Sie einen Registry Key auf dem Endpoint-Computer ändern. Um den zuvor verwendeten Schlüssel beim Speichern von geänderten Dateien beizubehalten: [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\UTIMACO\SGLCENC] "ActivateEncryptionTunneling"=dword: Um die Verwendung eines anderen Schlüssels (Standardschlüssel) beim Speichern von geänderten Dateien zuzulassen. Standardeinstellung nach der Installation: [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\UTIMACO\SGLCENC] "ActivateEncryptionTunneling"=dword: Änderungen an dieser Einstellung werden erst nach einem Neustart des Endpoint-Computers wirksam. 110

111 Administratorhilfe 16 SafeGuard Data Exchange Mit SafeGuard Data Exchange lassen sich Daten, die auf mit Sophos SafeGuard Endpoint-Computern verbundenen Wechselmedien gespeichert werden, verschlüsseln und mit anderen Benutzern austauschen. Alle Ver- und Entschlüsselungsprozesse laufen transparent und mit minimaler Benutzerinteraktion ab. Nur Benutzer, die über die entsprechenden Schlüssel verfügen, können den Inhalt der verschlüsselten Daten lesen. Alle nachfolgenden Verschlüsselungsprozesse laufen transparent. Als Sicherheitsbeauftragter legen Sie die spezifischen Einstellungen in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz mit Wechselmedien als Ziel des Geräteschutzes fest Lokale Schlüssel SafeGuard Data Exchange unterstützt die Verschlüsselung mit lokalen Schlüsseln. Lokale Schlüssel werden auf dem Endpoint-Computer erzeugt und können zur Verschlüsselung von Wechselmedien benutzt werden. Die Schlüssel werden durch Eingabe einer Passphrase erstellt. Werden lokale Schlüssel zum Verschlüsseln von Dateien auf Wechselmedien verwendet, lassen sich diese Dateien auf einem Computer ohne SafeGuard Data Exchange mit SafeGuard Portable entschlüsseln. Beim Öffnen der Dateien mit SafeGuard Portable wird der Benutzer dazu aufgefordert, die Passphrase einzugeben, die beim Erzeugen des Schlüssels angegeben wurde. Wenn dem Benutzer die Passphrase bekannt ist, kann er die Datei öffnen. Mit SafeGuard Portable erhält jeder Benutzer, der die entsprechende Passphrase kennt, Zugang zu verschlüsselten Dateien auf Wechselmedien. Auf diese Weise ist ein Austausch von verschlüsselten Daten mit Partnern, die nicht über Sophos SafeGuard verfügen, möglich. Sie benötigen lediglich SafeGuard Portable sowie die Passphrase für die Dateien, auf die sie zugreifen sollen. Durch Verwendung von verschiedenen lokalen Schlüsseln für die Verschlüsselung von Dateien auf Wechselmedien lässt sich der Zugang zu den Dateien sogar selektiv einschränken. Zum Beispiel: Sie verschlüsseln die Dateien auf einem USB-Stick mit einem Schlüssel mit der Passphrase mein_lokalerschlüssel. Für eine einzelne Datei mit dem Dateinamen FürPartner.doc verwenden Sie die Passphrase partner_lokalerschlüssel. Wenn Sie den USB-Stick nun an einen Partner weitergeben und ihm die Passphrase partner_lokalerschlüssel mitteilen, hat dieser nur Zugriff auf die Datei FürPartner.doc. Standardmäßig wird SafeGuard Portable automatisch auf alle mit dem System verbundenen Wechselmedien kopiert. Um SafeGuard Portable nicht automatisch auf die Wechselmedien zu kopieren, deaktivieren Sie die Option SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz. Von lokalen Schlüsseln werden keine Sicherungskopien erstellt und sie können nicht für Recovery-Vorgänge verwendet werden. 111

112 SafeGuard Easy 16.2 Medien-Passphrase SafeGuard Data Exchange ermöglicht es Ihnen festzulegen, dass eine einzige Medien-Passphrase für alle Wechselmedien - mit Ausnahme von optischen Medien - auf den Endpoint-Computern erstellt werden muss. Die Medien-Passphrase ermöglicht den Zugriff auf alle in SafeGuard Portable verwendeten lokalen Schlüssel. Der Benutzer muss nur eine einzige Passphrase eingeben und erhält Zugriff auf alle verschlüsselten Dateien in SafeGuard Portable. Dabei spielt es keine Rolle, welcher lokale Schlüssel für die Verschlüsselung verwendet wurde. Auf jedem Computer wird automatisch ein einzigartiger Medienverschlüsselungsschlüssel für die Datenverschlüsselung für jedes Medium erstellt. Dieser Schlüssel ist durch die Medien-Passphrase gesichert. Auf einem Computer mit SafeGuard Data Exchange ist es daher nicht notwendig, die Medien-Passphrase einzugeben, um auf die verschlüsselten Dateien auf Wechselmedien zuzugreifen. Der Zugriff wird automatisch gewährt, wenn sich der entsprechende Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers befindet. Die Medien-Passphrase-Funktionalität steht zur Verfügung, wenn die Option Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz aktiviert ist. Nach dem Wirksamwerden dieser Einstellung auf dem Computer wird der Benutzer automatisch aufgefordert, eine Medien-Passphrase einzugeben, wenn er zum ersten Mal Wechselmedien mit dem Computer verbindet. Der Benutzer kann die Medien-Passphrase auch ändern. In diesem Fall findet automatisch eine Synchronisierung statt, wenn die Medien-Passphrase auf dem Computer und die Medien-Passphrase der Wechselmedien nicht mehr synchron sind. Sollte der Benutzer die Medien-Passphrase vergessen, so kann er diese ohne Helpdesk-Unterstützung wiederherstellen. Um die Medien-Passphrase zu aktivieren, aktivieren Sie die Option Benutzer darf eine Medien-Passphrase für Wechselmedien erzeugen in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz. Diese Einstellung steht nur dann zur Verfügung, wenn Sie als Ziel des Geräteschutzes die Option Wechselmedien gewählt haben. Auf einem durch Sophos SafeGuard geschützten Computer ohne aktivierte Medien-Passphrase-Funktionalität stehen nach der Installation keine Schlüssel zur Verfügung, da Sophos SafeGuard Endpoint-Computer nur lokale Schlüssel verwenden. Vor der Benutzung der Verschlüsselung muss der Benutzer einen Schlüssel erzeugen. Ist die Medien-Passphrase-Funktionalität in einer Wechselmedienrichtlinie für Endpoint-Computer aktiviert, so wird der Medienverschlüsselungsschlüssel automatisch auf dem Endpoint-Computer erzeugt und kann direkt nach Abschluss der Installation für die Verschlüsselung verwendet werden. Der Schlüssel steht als vordefinierter Schlüssel im Schlüsselring des Benutzers zur Verfügung und wird in Dialogen als <Benutzername> für die Schlüsselauswahl angezeigt. Falls verfügbar, werden die Medienverschlüsselungsschlüssel auch für alle initialen Verschlüsselungsvorgänge verwendet. 112

113 Administratorhilfe 16.3 Konfigurieren von vertrauenswürdigen und ignorierten Anwendungen für SafeGuard Data Exchange Sie können Anwendungen als vertrauenswürdig definieren, um ihnen Zugriff auf verschlüsselte Dateien zu geben. Dies ist zum Beispiel notwendig, damit Antivirus-Software verschlüsselte Dateien überprüfen kann. Sie können Anwendungen als ignoriert definieren, um sie von der transparenten Dateiverschlüsselung/Dateientschlüsselung auszuschließen. Wenn Sie zum Beispiel ein Backup-Programm als ignorierte Anwendung definieren, bleiben die vom Programm gesicherten verschlüsselten Daten verschlüsselt. Untergeordnete Prozesse werden nicht als ignoriert eingestuft. 1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus. 2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche der Felder Vertrauenswürdige Anwendungen oder Ignorierte Anwendungen. 3. Geben Sie im Editor-Listenfeld die Anwendungen ein, die Sie als vertrauenswürdig/ignoriert definieren möchten. Sie können mehrere vertrauenswürdige/ignorierte Anwendungen in einer Richtlinie definieren. Jede Zeile im Editor-Listenfeld definiert jeweils eine Anwendung. Anwendungsnamen müssen auf.exe enden. Anwendungsnamen müssen als Fully Qualified Paths mit Laufwerk/Verzeichnis definiert werden. Es reicht nicht aus, nur den Dateinamen einzugeben (zum Beispiel "beispiel.exe"). Aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit zeigt die Einzelzeilenansicht der Anwendungsliste nur die Dateinamen getrennt durch Strichpunkte. 4. Speichern Sie Ihre Änderungen Konfigurieren von ignorierten Geräten für SafeGuard Data Exchange Sie können Geräte als ignoriert definieren, um sie von der Dateiverschlüsselung auszuschließen. Sie können nur vollständige Geräte ausschließen. 1. Legen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen an oder wählen Sie eine vorhandene aus. 2. Klicken Sie unter Dateiverschlüsselung auf die Dropdown-Schaltfläche des Felds Ignorierte Geräte. 113

114 SafeGuard Easy 3. Geben Sie die entsprechenden Gerätenamen ein, um spezifische Geräte von der Verschlüsselung auszuschließen. Dies ist zum Beispiel nützlich, wenn Sie Systeme von Dritt-Anbietern ausschließen müssen. Sie können die Namen der derzeit im System benutzten Geräte mit Tools von Dritt-Anbietern (z. B. OSR Device Tree) anzeigen lassen. SafeGuard Enterprise protokolliert alle Geräte, mit denen eine Verbindung hergestellt wird. Mit Hilfe von Registry Keys können Sie eine Liste von verbundenen und ignorierten Geräten aufrufen. Für weitere Informationen, siehe Anzeige von verbundenen und ignorierten Geräten für die SafeGuard Data Exchange Konfiguration (Seite 114) Anzeige von verbundenen und ignorierten Geräten für die SafeGuard Data Exchange Konfiguration Als Hilfestellung für die Definition von ignorierten Geräten können Sie mit Registry Keys ermitteln, welche Geräte für die Verschlüsselung in Betracht gezogen werden (verbundene Geräte) und welche Geräte derzeit ignoriert werden. Die Liste mit ignorierten Geräten enthält nur Geräte, die tatsächlich auf dem Computer verfügbar sind und ignoriert werden. Wird ein Gerät in einer Richtlinie als ignoriert definiert und das Gerät ist nicht verfügbar, so wird das Gerät auch nicht aufgelistet. Benutzen Sie folgende Registry Keys, um verbundene und ignorierte Geräte zu ermitteln: HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\AttachedDevices HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Utimaco\SGLCENC\Log\IgnoredDevices 16.5 Konfigurieren der persistenten Verschlüsselung für SafeGuard Data Exchange Der Inhalt von mit SafeGuard Data Exchange verschlüsselten Dateien wird jeweils direkt entschlüsselt, wenn der Benutzer den erforderlichen Schlüssel hat. Wenn der Inhalt in einer neuen Datei an einem Ablageort gespeichert wird, für den keine Verschlüsselungsregel gilt, bleibt die resultierende neue Datei unverschlüsselt. Mit persistenter Verschlüsselung bleiben Kopien von verschlüsselten Dateien auch dann verschlüsselt, wenn sie an einem Speicherort abgelegt werden, für den keine Verschlüsselungsregel gilt. Sie können die persistente Verschlüsselung in Richtlinien vom Typ Allgemeine Einstellungen konfigurieren. Die Richtlinieneinstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren ist standardmäßig aktiviert. Wenn Dateien an ein ignoriertes Gerät oder in einen Ordner kopiert oder verschoben werden, für den eine Richtlinie mit dem Modus für die Verschlüsselung Ignorieren gilt, hat die Einstellung Persistente Verschlüsselung aktivieren keine Auswirkungen. Kopiervorgänge werden anhand des Dateinamens erkannt. Wenn ein Benutzer eine verschlüsselte Datei mit Speichern unter unter einem anderen Dateinamen an einem Speicherort speichert, für den keine Verschlüsselungsregel gilt, ist die Datei unverschlüsselt. 114

115 Administratorhilfe 16.6 Protokollierung des Dateizugriffs auf Wechselmedien Sie können den Dateizugriff auf Wechselmedien protokollieren lassen. Für Datei-Tracking spielt es keine Rolle, ob für die Dateien auf den Wechselmedien eine Verschlüsselungsrichtlinie gilt. In einer Richtlinie vom Typ Protokollierung können Sie Folgendes konfigurieren: Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis auf dem Wechselmedium angelegt wird. Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis auf dem Wechselmedium umbenannt wird. Protokollierung eines Ereignisses, wenn eine Datei oder ein Verzeichnis vom Wechselmedium gelöscht wird. Die protokollierten Ereignisse können Sie in der Windows-Ereignisanzeige einsehen Konfigurieren von Datei-Tracking für Wechselmedien 1. Wählen Sie im SafeGuard Policy Editor den Bereich Richtlinien. 2. Legen Sie eine neue Richtlinie des Typs Protokollierung an oder wählen Sie eine bereits bestehende Richtlinie aus. Im rechten Aktionsbereich unter Protokollierung werden die vordefinierten Ereignisse, die protokolliert werden können, angezeigt. Ein Klick auf die Spaltenüberschrift sortiert die Ereignisse nach ID, Kategorie usw. 3. Um die Protokollierung des Zugriffs auf Dateien auf Wechselmedien zu aktivieren, wählen Sie je nach Anforderung die folgenden Ereignisse: ID 3020 File tracking Erzeugen ID 3021 File tracking Umbenennen ID 3022 File tracking Löschen Bei den für die Protokollierung ausgewählten Ereignissen wird in der betreffenden Spalte ein grünes Häkchen angezeigt. 4. Speichern Sie Ihre Einstellungen. Nach dem Zuweisen der Richtlinie ist Datei-Tracking für Wechselmedien aktiviert und die ausgewählten Ereignisse werden protokolliert. Sie können sie in der Windows-Ereignisanzeige einsehen. 115

116 SafeGuard Easy 17 Cloud Storage Das Modul Cloud Storage bietet dateibasierende Verschlüsselung von in der Cloud gespeicherten Daten. Das Modul beeinflusst nicht die Art und Weise, wie Benutzer mit in der Cloud gespeicherten Daten arbeiten. Die Benutzer verwenden weiterhin die anbieterspezifischen Synchronisationsapplikationen zum Übertragen von Daten an die Cloud und Empfangen von Daten aus der Cloud. Das Modul Cloud Storage stellt sicher, dass die lokalen Kopien der in der Cloud gespeicherten Daten transparent verschlüsselt werden. Sie werden somit immer in verschlüsselter Form in der Cloud gespeichert. Für Cloud Storage legen Sie im SafeGuard Policy Editor Cloud Storage Definitionen an und verwenden diese als Ziel für Richtlinien vom Typ Geräteschutz. Wenn für Endpoint-Computer eine Cloud Storage Richtlinie gilt, werden die Dateien in den von der Richtlinie abgedeckten Speicherorten ohne Benutzerinteraktion transparent verschlüsselt: Verschlüsselte Dateien werden an die Cloud synchronisiert. Aus der Cloud erhaltene verschlüsselte Dateien können wie üblich mit Applikationen modifiziert werden. Mit SafeGuard Portable kann auf durch Cloud Storage verschlüsselte Dateien auf Endpoint-Computern ohne Cloud Storage zugegriffen werden. Verschlüsselte Dateien können so auch in diesem Fall gelesen werden. Cloud Storage verschlüsselt nur neue in der Cloud gespeicherte Daten. Wurden Daten bereits vor der Installation des Moduls Cloud Storage in der Cloud gespeichert, so werden diese Daten nicht automatisch verschlüsselt. Wenn Sie solche Daten verschlüsseln möchten, müssen Sie sie zunächst aus der Cloud entfernen und sie nach der Installation von Cloud Storage wieder an die Cloud übertragen Anforderungen für Software von Cloud Storage Anbietern Damit die Verschlüsselung von in der Cloud gespeicherten Daten möglich ist, muss die Software des Cloud Storage Anbieters auf dem Computer, auf dem das Modul Cloud Storage installiert ist, laufen. eine Anwendung (oder einen Systemdienst) im lokalen Dateisystem für die Synchronisierung zwischen der Cloud und dem lokalen System enthalten. die synchronisierten Daten im lokalen Dateisystem speichern Anlegen von Cloud Storage Definitionen Wenn bestimmte Ordner verschlüsselt werden (zum Beispiel der Dropbox Installationsordner), bewirkt dies unter Umständen, dass das Betriebssystem oder bestimmte 116

117 Administratorhilfe Anwendungen nicht mehr laufen. Stellen Sie beim Anlegen von Cloud Storage Definitionen für Geräteschutz-Richtlinien sicher, dass diese Ordner nicht verschlüsselt werden. 1. Wählen Sie im Richtlinien Navigationsbereich Cloud Storage Definitionen. 2. Klicken Sie im Kontextmenü von Cloud Storage Definitionen auf Neu > Neue Cloud Storage Definition. 3. Der Neue Cloud Storage Definition Dialog wird angezeigt. Geben Sie einen Namen für die Cloud Storage Definition ein. 4. Klicken Sie auf OK. Die Cloud Storage Definition wird unter dem Stammknoten Cloud Storage Definitionen im Richtlinien Navigationsbereich angezeigt. 5. Wählen Sie die Cloud Storage Definition aus. Im Arbeitsbereich auf der rechten Seite wird der Inhalt der Cloud Storage Definition angezeigt: Name des Ziels: Der zu Beginn eingegebene Name. Dieser wird zur Referenzierung der Cloud Storage Definition als Ziel für eine Richtlinie des Typs Geräteschutz benutzt. Synchronisierungsapplikation: Geben Sie den Pfad und die Anwendung für die Synchronisierung der Daten mit der Cloud ein (zum Beispiel: <Desktop>\dropbox\dropbox.exe). Die Applikation muss sich auf einem lokalen Laufwerk befinden. Synchronisierungsordner: Geben Sie den/die Ordner ein, der/die mit der Cloud synchronisiert wird/werden. Es werden nur lokale Pfade unterstützt. Für Pfade in den Feldern Synchronisierungsapplikation und Synchronisierungsordner werden Platzhalter unterstützt Unterstützte Platzhalter Beim Angeben von Pfaden für die Synchronisierungsapplikation und den Synchronisierungsordner lassen sich folgende Platzhalter verwenden. Um diese Platzhalter auszuwählen, klicken Sie auf die Dropdown-Schaltfläche des Felds Pfad. Platzhalter <%environment_variable_name%> <Cookies> Wert auf dem Endpoint-Computer Wert der Umgebungsvariable. Beispiel: <%USERNAME%>. Wenn Umgebungsvariablen mehrere Speicherorte enthalten (zum Beispiel die PATH Umgebungsvariable), werden die Pfade nicht in mehrere Regeln aufgeteilt. Dies verursacht einen Fehler und die Verschlüsselungsregel ist ungültig. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Internet Cookies dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Cookies. 117

118 SafeGuard Easy Platzhalter <Desktop> <Documents> <Favorites> <Local Application Data> <Music> <Pictures> <Program Data> <Program Files> <Public Music> <Public Pictures> Wert auf dem Endpoint-Computer Der virtuelle Ordner für das Microsoft Windows Desktop. In Windows Vista und Windows 7 ist dies der virtuelle Ordner für den Desktop-Bereich Eigene Dateien (Äquivalent zu CSIDL_MYDOCUMENTS). In Windows XP ist dies das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für das Speichern der Dokumente des Benutzers dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Eigene Dateien. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für die Favoriten des Benutzers dient. Typischer Pfad: C:\Doklumente und Einstellungen\Benutzername\Favoriten. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Daten-Repository für lokale Applikationen (ohne Roaming) dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Musikdateien dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Eigene Dateien\Eigene Musik. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Bilddateien dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Eigene Dateien\Eigene Bilder. Das Dateisystemverzeichnis, das Anwendungsdaten für alle Benutzer enthält. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Alle Benutzer\Anwendungsdaten. Der Programme-Ordner. Typischer Pfad: \Programme. For 64-Bit Systeme wird dies auf zwei Regeln erweitert: eine für 32-Bit Anwendungen und eine für 64-Bit Anwendungen. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Musikdateien für alle Benutzer dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Alle Benutzer\Eigene Musik. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Bilddateien für alle Benutzer dient. 118

119 Administratorhilfe Platzhalter Wert auf dem Endpoint-Computer Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Alle Benutzer\Dateien\Eigene Bilder. <Public Videos> <Roaming> System <Temporary Burn Folder> <Temporary Internet Files> <User Profile> <Videos> <Windows> Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Videodateien für alle Benutzer dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Alle Benutzer\Dateien\Eigene Videos. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für anwendungsspezifische Daten dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Anwendungsdaten. Der Windows Systemordner. Typischer Pfad: C:\Windows\System32. For 64-Bit Systeme wird dies auf zwei Regeln erweitert: eine für 32-Bit und eine für 64-Bit. Das Dateisystemverzeichnis, das als Staging-Bereich für Dateien, die auf eine CD geschrieben werden sollen, verwendet wird. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Lokale Einstellungen\Microsoft\CD Burning. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für temporäre Internetdateien dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Lokale Einstellungen\Temporary Internet Files. Der Profilordner des Benutzers. Typischer Pfad: C:\Benutzer\Benutzername. Das Dateisystemverzeichnis, das als allgemeines Repository für Videodateien dient. Typischer Pfad: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Eigene Dateien\Eigene Videos. Das Windows-Verzeichnis oder SYSROOT. Dies entspricht den Umgebungsvariablen %windir% oder %SYSTEMROOT%. Typischer Pfad: C:\Windows. Fehler bei der Verwendung von Platzhaltern werden protokolliert. 119

120 SafeGuard Easy Platzhalter für Cloud Storage Anbieter Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Platzhalter für Cloud Storage Anbieter verwenden, um Synchronisierungsapplikationen und Synchronisierungsordner zu definieren. Diese Platzhalter stehen für unterstützte Cloud Storage Applikationen von Drittanbietern. Mit den Platzhaltern können Sie eine bestimmte Applikation eines Drittanbieters angeben und denselben Platzhalter zum Verweis auf die Synchronisierungsordner verwenden, die von der Applikation zur Synchronisierung verwendet werden. Platzhalter für Cloud Storage Anbieter werden zwischen <! und!> gesetzt. Derzeit unterstützte Platzhalter: <!Dropbox!> Beispiel: Wenn Sie Dropbox als Cloud Storage Anbieter nutzen, können Sie für die Synchronisierungsapplikation einfach <!Dropbox!> eingeben. Wenn Sie den Synchronisierungsordner nicht explizit angeben, wird <!Dropbox!> auch in die Liste mit Ordnern unter Synchronisierungsordner kopiert. In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass Sie die Platzhalter <!Dropbox!> für die Synchronisierungsapplikation und <!Dropbox!>\encrypt für den Synchronisierungsordner in der Cloud Storage Definition verwendet haben, Dropbox auf dem Endpoint installiert ist und der Benutzer d:\dropbox als Ordner, der mit Dropbox synchronisiert werden soll, konfiguriert hat. Wenn der durch Sophos SafeGuard geschützte Endpoint eine Richtlinie mit einer solchen Cloud Storage Definition erhält, werden die Platzhalter in der Cloud Storage Definition automatisch entsprechend dem Pfad der Dropbox.exe für die Synchronisierungsapplikation umgesetzt. Außerdem wird die Dropbox Konfiguration gelesen und die Verschlüsselungsrichtlinie auf den Ordner d:\dropbox\encrypt eingestellt Exportieren und Importieren von Cloud Storage Definitionen Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Cloud Storage Definitionen exportieren und importieren. Eine Cloud Storage Definition wird als.xml-datei exportiert. Um eine Cloud Storage Definition zu exportieren, wählen Sie im Kontextmenü der gewünschten Cloud Storage Definition im Bereich Richtlinie den Befehl Cloud Storage Definition exportieren. Um eine Cloud Storage Definition zu importieren, wählen Sie im Kontextmenü der gewünschten Cloud Storage Definition im Bereich Richtlinie den Befehl Cloud Storage Definition importieren. Beide Befehle sind auch im Menü Aktionen des SafeGuard Policy Editor verfügbar. 120

121 Administratorhilfe 17.3 Erstellen einer Geräteschutz-Richtlinie mit dem Ziel Cloud Storage Die Cloud Storage Definitionen müssen bereits angelegt worden sein. Die Einstellungen für die Verschlüsselung von Cloud Storage Daten legen Sie in einer Richtlinie vom Typ Geräteschutz fest. 1. Erstellen Sie im Richtlinien Navigationsbereich einen neue Richtlinie vom Typ Geräteschutz. 2. Wählen Sie die zuvor erstellte Cloud Storage Definition als Ziel aus. 3. Klicken Sie auf OK. Die neu angelegte Richtlinie wird im Navigationsfenster unter Richtlinien angezeigt. Im Aktionsbereich werden alle Einstellungen für die Richtlinie vom Typ Geräteschutz angezeigt. Die Einstellungen können dort geändert werden. 4. Wählen Sie für die Option Verschlüsselungsmodus für Medien die Einstellung Dateibasierend. Volume-basierende Verschlüsselung wird nicht unterstützt. 5. Wählen Sie unter Algorithmus für die Verschlüsselung den Algorithmus, der für die Verschlüsselung der Daten in den Synchronisierungsordnern, die in der Cloud Storage Definition definiert sind, verwendet werden soll. 6. Mit den Einstellungen Schlüssel für die Verschlüsselung und Für Verschlüsselung definierter Schlüssel definieren Sie den Schlüssel oder die Schlüssel, die für die Verschlüsselung verwendet werden sollen. 7. Stellen Sie Benutzer darf einen lokalen Schlüssel erzeugen auf Ja ein. Die Benutzer sollten lokale Schlüssel für die Cloud Storage Verschlüsselung benutzen. Dies ist vor allem für die gemeinsame Nutzung von Daten in der Cloud mit Benutzern, die Sophos SafeGuard nicht installiert haben, wichtig. Für Informationen zum Erzeugen von lokalen Schlüsseln, siehe Lokale Schlüssel (Seite 111). 8. Wenn Sie die Einstellung SafeGuard Portable auf das Ziel kopieren aktivieren, wird eine Anwendung, mit der verschlüsselte Daten auf Windows-Computern ohne Sophos SafeGuard Installation gelesen werden können, in jeden Synchronisierungsordner kopiert. 9. Mit der Option Klartext-Ordner können Sie einen Ordner definieren, der von der Verschlüsselung ausgeschlossen wird. Daten in Unterordnern des definierten Klartext-Ordners werden ebenfalls von der Verschlüsselung ausgeschlossen. SafeGuard Cloud Storage erstellt automatisch leere Klartext-Ordner in allen in der Cloud Storage Definition definierten Synchronisierungsordnern. 121

122 SafeGuard Easy 18 Sophos SafeGuard und selbst-verschlüsselnde Opal-Festplatten Selbst-verschlüsselnde Festplatten bieten hardware-basierende Verschlüsselung der Daten, die auf die Festplatte geschrieben werden. Die Trusted Computing Group (TCG) hat den anbieter-unabhängigen Opal-Standard für selbst-verschlüsselnde Festplatten veröffentlicht. Festplatten, die dem Opal-Standard entsprechen, werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten. Sophos SafeGuard unterstützt den Opal-Standard Integration von Opal-Festplatten in Sophos SafeGuard Sie können für Endpoint-Computer mit selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten im SafeGuard Policy Editor wie für alle anderen durch Sophos SafeGuard geschützten Endpoint-Computer Sicherheitsrichtlinien erstellen und Sie auf die Endpoint-Computer anwenden. Durch die Unterstützung des Opal-Standards bieten wir den vollen Funktionsumfang von Sophos SafeGuard für Benutzer von selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten. In Verbindung mit Sophos SafeGuard bieten Opal-Festplatten erweiterte Sicherheits-Featrures Aufwertung von Opal-Festplatten mit Sophos SafeGuard Die Verwaltung von selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten mit Sophos SafeGuard bietet Ihnen folgende Vorteile: Power-on Authentication mit grafischer Benutzeroberfläche Unterstützung nicht-kryptographischer Token und Smartcards. Unterstützung der Anmeldung mit Fingerabdruck Recovery (Local Self Help, Challenge/Response) Verschlüsselung von Wechselmedien (z. B. USB-Sticks) mit SafeGuard Data Exchange 18.3 Verschlüsselung von Opal-Festplatten Festplatten, die dem Opal-Standard entsprechen, sind selbst-verschlüsselnd. Daten werden automatisch verschlüsselt, wenn sie auf die Festplatte geschrieben werden. Die Festplatten werden mit einem AES 128/256 Schlüssel als Opal-Kennwort gesperrt. Dieses Kennwort wird von Sophos SafeGuard über eine Verschlüsselungsrichtlinie verwaltet Sperren von Opal-Festplatten Um Opal-Festplatten zu sperren, muss für mindestens ein Volume auf der Festplatte der Computerschlüssel in einer Verschlüsselungsrichtlinie definiert werden. Wenn die Verschlüsselungsrichtlinie ein Boot-Volume umfasst, wird der Computerschlüssel automatisch definiert. 1. Erstellen Sie im SafeGuard Policy Editor eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz. 122

123 Administratorhilfe 2. Wählen Sie im Verschlüsselungsmodus für Medien Feld die Einstellung Volume-basierend. 3. Wählen Sie im Feld Schlüssel für die Verschlüsselung die Einstellung Definierter Computerschlüssel. 4. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank. 5. Übertragen Sie die Richtlinie an den relevanten Endpoint-Computer. Die Opal-Festplatte ist gesperrt. Der Zugriff ist nur über die Anmeldung an der Power-on Authentication möglich Berechtigung von Benutzern zum Entsperren von Opal-Festplatten Als Sicherheitsbeauftragter können Sie Benutzer dazu berechtigen, Opal-Festplatten auf ihren Endpoint-Computern mit dem Entschlüsseln Befehl aus dem Windows Explorer Kontextmenü zu entsperren. 1. Erstellen Sie im SafeGuard Policy Editor eine Richtlinie vom Typ Geräteschutz und beziehen Sie alle Volumes auf der Opal-Festplatte in die Richtlinie ein. 2. Wählen Sie im Verschlüsselungsmodus für Medien Feld die Einstellung Keine Verschlüsselung. 3. Wählen Sie im Benutzer darf Volume entschlüsseln Feld die Einstellung Ja. 4. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank. 5. Übertragen Sie die Richtlinie an den relevanten Endpoint-Computer. Der Benutzer kann die Opal-Festplatte auf dem Endpoint-Computer dauerhaft entsperren. Daten werden immer noch automatisch verschlüsselt, wenn sie auf die Festplatte geschrieben werden Protokollierung von Ereignissen für Endpoint-Computer mit Opal-Festplatten Von Endpoint-Computern mit selbst-verschlüsselnden Opal-Festplatten gemeldete Ereignisse werden wie für alle anderen durch Sophos SafeGuard geschützten Endpoint-Computer protokolliert. Dabei wird der Computertyp nicht explizit erwähnt. Die gemeldeten Ereignisse entsprechen den von alle anderen durch Sophos SafeGuard geschützten Endpoint-Computer gemeldeten Ereignissen. Für weitere Informationen, siehe Protokollierung (Seite 97). 123

124 SafeGuard Easy 19 Sicheres Wake on LAN (WOL) Im SafeGuard Policy Editor können Sie Richtlinieneinstellungen für Sicheres Wake on LAN (WOL) definieren, um Endpoint-Computer für Software-Rollout-Vorgänge vorzubereiten. Nach dem Wirksamwerden einer solchen Richtlinie auf Endpoint-Computern werden die notwendigen Parameter (z. B. POA-Deaktivierung und ein Zeitabstand für Wake on LAN) direkt an die Endpoint-Computer übertragen, wo sie analysiert werden. Das Roll-Out-Team kann durch die zur Verfügung gestellten Kommandos ein Scheduling-Skript so gestalten, dass die größtmögliche Sicherheit des Clients trotz deaktivierter POA gewährleistet bleibt. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass auch das zeitlich begrenzte "Ausschalten" der POA für eine bestimmte Anzahl von Boot-Vorgängen ein Absenken des Sicherheitsniveaus bedeutet. Die Einstellungen für Sicheres Wake On LAN (WOL) definieren Sie in einer Richtlinie des Typs Spezifische Computereinstellungen Sicheres Wake on LAN (WOL): Beispiel Das SW-Rollout Team informiert den Sophos SafeGuard Sicherheitsbeauftragten (SO) über einen geplanten SW-Roll-out für den 25. September 2011 zwischen 03:00 und 06:00 Uhr. Es sind 2 Neustarts notwendig. Der lokale SW-Roll-Out Agent muss sich an Windows anmelden können. Im SafeGuard Policy Editor erstellt der Sicherheitsbeauftragter eine Richtlinie vom Typ Spezifische Computereinstellungen mit den folgenden Einstellung und ordnet Sie den relevanten Endpoint-Computern zu. Richtlinieneinstellung Anzahl der automatischen Anmeldungen (0 = kein WOL) Anmeldung an Windows erlaubt während WOL Beginn des Zeitfensters für externen WOL Start Ende des Zeitfensters für externen WOL Start Wert 5 Ja 24.Sept. 2011, 12:00 25.Sept. 2011, 06:00 Für weitere Informationen zu den einzelnen Einstellungen, siehe Spezifische Computereinstellungen - Grundeinstellungen (Seite 92). Da die Anzahl an automatischen Anmeldungen auf 5 eingestellt ist, startet der Endpoint-Computer 5 mal ohne Authentisierung durch die POA. 124

125 Administratorhilfe Wir empfehlen, für Wake on LAN immer drei Neustarts mehr als notwendig zu erlauben, um unvorhergesehene Probleme zu umgehen. Das Zeitintervall setzt der SO auf 12:00 Uhr mittags auf den Tag vor dem SW-Roll-Out. Somit kann das Scheduling-Skript SGMCMDIntn.exe rechtzeitig starten und WOL ist spätestens am um 03:00 Uhr gestartet. Das SW-Roll-Out-Team erstellt 2 Kommandos für das Scheduling-Skript: Starte am 24.Sept.2011, 12:15 Uhr SGMCMDIntn.exe -WOLstart Starte am 26.Sept.2011, 09:00 Uhr SGMCMDIntn.exe -WOLstop Das SW-Roll-out-Skript wird auf den , 03:00 datiert. Am Ende des Skripts kann WOL explizit wieder deaktiviert werden mit SGMCMDIntn.exe -WOLstop. Alle Endpoint-Computer, die sich bis zum 24.Sept anmelden und mit den Roll-out Servern in Verbindung treten, erhalten die neue Richtlinie und die Scheduling-Kommandos. Jeder Endpoint-Computer, auf dem der Scheduler zwischen dem 24. Sept. 2011,12:00 Uhr und dem 25. Sept. 2011, 06:00 Uhr das Kommando SGMCMDIntn -WOLstart auslöst, fällt in das obige WOL-Zeitintervall und aktiviert demzufolge Wake on LAN. 125

126 SafeGuard Easy 20 Token und Smartcards Token und Smartcards sind Hardware-Komponenten, die einen autorisierten Benutzer eines Computersystems bei der Authentisierung unterstützen. Auf ihnen können Zertifikate, digitale Signaturen oder biometrische Daten gespeichert werden. Es können keine Daten manipuliert werden. Die Authentisierung mit Benutzername und Kennwort genügt heutzutage oft nicht mehr den Kundenanforderungen nach optimalem Schutz vor Angriffen von Dritten. Deswegen bietet Sophos SafeGuard als Alternative dazu und zur Steigerung der Sicherheit die Anmeldung mit Token und Smartcards. Die Token-Anmeldung basiert auf dem Prinzip der Zwei-Faktor-Authentisierung: Ein Benutzer verfügt über einen Token (Besitz), kann den Token aber nur nutzen, wenn er das spezifische Token-Kennwort kennt (Wissen). Bei Verwendung eines Token oder einer Smartcard benötigen die Benutzer zur Authentisierung nur noch den Token und eine PIN. Smartcards und Token werden aus Sicht von Sophos SafeGuard gleich behandelt. Deshalb werden im Produkt und im Handbuch die Begriffe "Token" und "Smartcard" gleichgesetzt. Sie können im SafeGuard Policy Editor Richtlinieneinstellungen für die Anmeldung mit Token festlegen Smartcards Um eine Smartcard mit Sophos SafeGuard benutzen zu können, wird außer der Smartcard ein Kartenleser sowie auf Computer-Seite ein Kartentreiber benötigt. Außerdem setzt die Kommunikation der Smartcards und Kartenleser mit Sophos SafeGuard bestimmte Middleware in Form eines PKCS#11-Moduls voraus Smartcards und Smartcard-Leser/-Treiber Sophos SafeGuard unterstützt die nicht kryptographische Anmeldung an der Power-on Authtentication. Bei nicht-kryptographischen Smartcards werden Benutzerkennung und Kennwort auf der Karte gespeichert. Windows Auf Windows-Betriebssystemebene werden PC/SC-kompatible Kartenleser unterstützt. Die PC/SC-Schnittstelle regelt die Kommunikation zwischen PC und Smartcard. Viele dieser Kartenleser sind bereits Teil der Windows-Installation. Smartcards benötigen PKCS#11 kompatible Smartcard-Treiber, damit sie von Sophos SafeGuard unterstützt werden können. Power-on Authentication Eine genaue Liste aller unterstützten Smartcards, Smartcard-Leser und -Treiber an der Power-on Authentication finden Sie in den Release Notes. 126

127 Administratorhilfe An der Power-on Authentication wird die PC/SC-Schnittstelle unterstützt, die die Kommunikation zwischen PC und Smartcard regelt. Die unterstützten Smartcard-Treiber sind fest implementiert und die Benutzer können keine zusätzlichen Treiber hinzufügen. Die passenden Smartcard-Treiber müssen über eine Richtlinie in Sophos SafeGuard aktiviert werden. Die Schnittstelle für Smartcard-Leser ist standardisiert und viele Kartenleser haben eine USB-Schnittstelle oder eine ExpressCard/54-Schnittstelle und implementieren den CCID-Standard. In Sophos SafeGuard ist dies eine Voraussetzung, um bei der Power-on Authentication unterstützt zu werden. Außerdem muss auf Treiber-Seite das PKCS#11-Modul unterstützt werden Unterstützte Smartcards an der Power-on Authentication Sophos SafeGuard unterstützt ein große Anzahl von Smartcards und Smartcard-Lesern, sowie gängige Smartcard-Treiber an der Power-on Authentication. Mit Sophos SafeGuard werden Token/Smartcards unterstützt, die Bit RSA-Operationen unterstützen. Da die Unterstützung von Smartcards von Release zu Release erweitert wird, werden die in der jeweils aktuellen Sophos SafeGuard Version unterstützten Token und Smartcards in den Release Notes aufgeführt Unterstützte Middleware Die in der folgenden Liste aufgeführte Middleware wird über deren jeweiliges PKCS#11-Modul unterstützt. PKCS#11 ist eine standardisierte Schnittstelle zur Anbindung kryptographischer Token/Smartcards an verschiedenste Software. Hier dient PKCS#11 der Kommunikation zwischen Token/Smartcard, Smartcard-Leser und Sophos SafeGuard. Hersteller A-Trust ActivIdentity AET Aladdin Charismatics Gemalto IT Solution GmbH RSA Sertifitseerimiskeskus AS Siemens Middleware a.sign Client ActivClient, ActivClient (PIV) SafeSign Identity Client etoken PKI Client Smart Security Interface Gemalto Access Client, Gemalto Classic Client, Gemalto.NET Card IT Solution trustware CSP+ RSA Authentication Client 2.x, RSA Smart Card Middleware 3.x Estonian ID Card CardOS API 127

128 SafeGuard Easy Hersteller T-Systems Unizeto Middleware NetKey 3.0 procertum Lizenzen: Beachten Sie, dass für die Benutzung der jeweiligen Middleware für das Standard-Betriebssystem eine Lizenzvereinbarung mit dem jeweiligen Hersteller erforderlich ist. Für weitere Informationen zum Bezug von Lizenzen, siehe Wenn Sie eine Siemens-Lizenzen erwerben möchten, wenden Sie sich an: Atos IT Solutions and Services GmbH Otto-Hahn-Ring 6 D München Germany Die Middleware wird in einer Sophos SafeGuard Richtlinie vom Typ Spezifische Computereinstellungen unter Tokenunterstützung: Einstellungen für PKCS#11 Modul 1 im Feld Modulname angegeben. Das relevante Konfigurationspaket muss zudem auf dem Computer installiert sein, auf dem das SafeGuard Policy Editor läuft USB-Token USB-Token bestehen wie Smartcards aus einem Smartcard-Leser und einer Smartcard, wobei sich die beiden Einheiten in einem Gehäuse befinden Unterstützte USB-Token an der Power-on Authentication Sophos SafeGuard unterstützt sehr viele USB-Token. Voraussetzung ist, dass eine der von der Power-on Authentication von Sophos SafeGuard unterstützten Smartcards eingebaut ist und einer der unterstützten Treiber verwendet wird. Außerdem müssen die USB-Token von der entsprechenden Middleware unterstützt werden. Da die Unterstützung von Token von Release zu Release erweitert wird, werden die in der jeweils aktuellen Sophos SafeGuard Version unterstützten Token und Smartcards in den Release Notes aufgeführt Richtlinien für Token zuweisen Mit der Zuweisung von Richtlinien können Sie weitere Token-Optionen festlegen. Sie beziehen sich auf: PINs Anmeldemodus 128

129 Administratorhilfe Definition von Token-PINs für POA-Autologon Verhalten, wenn der Status des Token nicht mehr erkannt wird. Entsperrung des Token Zu benutzende Middleware (PKCS#11-Modul) 20.4 Anmeldung mit Token an der Power-on Authentication Voraussetzung: Achten Sie darauf, dass die USB-Unterstützung im BIOS aktiviert ist. Die Token-Unterstützung muss initialisiert und der Token muss für Sie ausgestellt sein. 1. Stecken Sie den Token an der USB-Schnittstelle ein. 2. Schalten Sie den Computer ein und warten Sie, bis der Computer an der Power-on Authentication stoppt. 3. Geben Sie Ihre Token-PIN ein. Sie werden an Sophos SafeGuard angemeldet Anmeldemodus an der Power-on Authentication Für Token gibt es zwei verschiedene Anmeldeformen. Eine Kombination der beiden Anmeldeformen ist möglich. Anmeldung mit Benutzer-ID/Kennwort Anmeldung mit Token Den Modus legt der Sicherheitsbeauftragte für Benutzer und Computer in einer Richtlinie vom Typ Authentisierung fest Aktivieren der automatische Anmeldung an der POA mit Default-Token-PIN Eine per Richtlinie verteilte Default-Token-PIN ermöglicht die automatische Benutzeranmeldung an der Power-on Authentication. Somit muss nicht jeder einzelne Token separat ausgestellt werden und die Benutzer können sich ohne Benutzerinteraktion automatisch an der Power-on Authentication anmelden. Wenn bei der Anmeldung ein Token benutzt wird und dem Computer eine Default-PIN zugeordnet ist, wird eine durchgehende Anmeldung an der Power-on Authentication durchgeführt. Der Benutzer muss hier keine PIN eingeben. Als Sicherheitsbeauftragter können Sie diese spezifische PIN in einer Richtlinie vom Typ Authentisierung festlegen und sie verschiedenen Computern oder Computergruppen, z. B. allen Computern eines Standorts, zuordnen. So aktivieren Sie die automatische Anmeldung mit einer Default-Token-PIN: 1. Klicken Sie im SafeGuard Policy Editor auf Richtlinien. 2. Wählen Sie eine Richtlinie vom Typ Authentisierung aus. 129

130 SafeGuard Easy 3. Wählen Sie unter Anmeldeoptionen bei Anmeldemodus die Option Token. 4. Geben Sie bei PIN für automatische Anmeldung mit Token die Default-PIN an, die für die automatische Anmeldung verwendet werden soll. In diesem Fall müssen keine PIN-Regeln beachtet werden. Diese Einstellung steht nur dann zur Verfügung, wenn Sie als möglichen Anmeldemodus die Option Token gewählt haben. 5. Wählen Sie bei Durchgehende Anmeldung an Windows die Option Durchgehende Anmeldung deaktivieren. Wenn Sie diese Einstellung nicht auswählen und eine Default-PIN angeben, können Sie die Richtlinie nicht speichern. Wenn Sie die Durchgehende Anmeldung an Windows dennoch aktivieren möchten, können Sie eine weitere Richtlinie vom Typ Authentisierung mit der aktivierten Option erstellen und sie auch auf die relevanten Endpoint-Computer anwenden. Im RSOP (Resulting Set of Policies) sind somit beide Richtlinien aktiv. 6. Definieren Sie nach Wunsch weitere Token-Einstellungen. 7. Speichern Sie Ihre Einstellungen und übertragen Sie die Richtlinie an die relevanten Endpoint-Computer. Wenn die automatische Anmeldung auf dem Endpoint-Computer erfolgreich durchgeführt werden konnte, wird Windows gestartet. Schlägt die automatische Anmeldung auf dem Benutzer-Computer fehl, so wird der Benutzer an der Power-on Authentication aufgefordert, die Token-PIN einzugeben. 130

131 Administratorhilfe 21 Recovery-Optionen Sophos SafeGuard bietet verschiedene Recovery-Optionen, die auf unterschiedliche Szenarien zugeschnitten sind: Recovery für die Anmeldung mit Local Self Help Mit Local Self Help können sich Benutzer, die ihr Kennwort vergessen haben, ohne Unterstützung durch einen Helpdesk wieder an ihrem Computer anmelden. So erhalten Benutzer auch in Situationen, in denen sie keine Telefon- oder Netzwerkverbindung und somit auch kein Challenge/Response-Verfahren nutzen können (z. B. an Bord eines Flugzeugs), wieder Zugang zu ihrem Computer. Um sich anzumelden, müssen sie lediglich eine bestimmte Anzahl an vordefinierten Fragen in der Power-on Authentication beantworten. Local Self Help reduziert die Anzahl an Helpdesk-Anforderungen für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen. Helpdesk-Mitarbeitern werden somit Routine-Aufgaben abgenommen und sie können sich auf komplexere Support-Anforderungen konzentrieren. Für weitere Informationen, siehe Recovery mit Local Self Help (Seite 132). Recovery mit Challenge/Response Das Challenge/Response-Verfahren ist ein sicheres und effizientes Recovery-System, das Benutzer unterstützt, die sich nicht mehr an ihrem Computer anmelden oder nicht mehr auf verschlüsselte Daten zugreifen können. Während eines Challenge/Response-Verfahrens übermittelt der Benutzer einen auf dem Endpoint-Computer erzeugten Challenge-Code an den Helpdesk-Beauftragten. Dieser erzeugt auf der Grundlage des Challenge-Codes einen Response-Code, der den Benutzer zum Ausführen einer bestimmten Aktion auf dem Computer berechtigt. Mit Recovery über Challenge/Response bietet Sophos SafeGuard verschiedene Workflows für typische Recovery-Szenarien, für die die Unterstützung durch ein Helpdesk erforderlich ist. Für weitere Informationen, siehe Recovery mit Challenge/Response (Seite 138). System-Recovery Sophos SafeGuard bietet verschiedene Methoden und Tools für Recovery-Vorgänge in Bezug auf wichtige System- und Sophos SafeGuard Komponenten, z. B.: Beschädigter MBR Probleme in Bezug auf den Sophos SafeGuard Kernel Probleme in Bezug auf Volume-Zugriff Windows Bootprobleme Für weitere Informationen, siehe System-Recovery (Seite 151). 131

132 SafeGuard Easy 22 Recovery mit Local Self Help Über Local Self Help können sich Benutzer, die Ihr Kennwort vergessen haben, ohne Unterstützung des Helpdesks wieder an ihrem Computer anmelden. Local Self Help reduziert die Anzahl an Helpdesk-Anforderungen für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen. Helpdesk-Mitarbeitern werden somit Routine-Aufgaben abgenommen und sie können sich auf komplexere Support-Anforderungen konzentrieren. Mit Local Self Help erhalten Benutzer auch in Situationen, in denen sie keine Telefon- oder Netzwerkverbindung und somit auch kein Challenge/Response-Verfahren nutzen können (z. B. an Bord eines Flugzeugs), wieder Zugang zu ihrem Computer. Um sich anzumelden, muss der Benutzer lediglich eine bestimmte Anzahl an vordefinierten Fragen in der Power-on Authentication beantworten. Die zu beantwortenden Fragen können Sie als zuständiger Sicherheitsbeauftragter zentral vordefinieren und per Richtlinie an die Endpoint-Computer verteilen. Als Vorlage bieten wir Ihnen ein vordefiniertes Fragenthema an. Sie können dieses Fragenthema unverändert verwenden oder es bearbeiten. Sie können die Benutzer auch per Richtlinie berechtigen, selbst Fragen zu definieren. Wenn Local Self Help per Richtlinie aktiviert ist, steht den Endbenutzern ein Local Self Help Assistent zur Verfügung, der sie bei der ersten Beantwortung und bei der Bearbeitung von Fragen unterstützt. Recovery mit Local Self Help steht in der Power-on Authentication für die folgenden Anmeldemethoden zur Verfügung: Anmeldung mit Benutzername und Kennwort Anmeldung mit Fingerabdruck Anmeldung mit nicht kryptographischem Token, unter der Voraussetzung, dass die Anmeldung mit Benutzer-ID und Kennwort auch als möglicher Anmeldemodus in einer Richtlinie des Typs Authentisierung aktiviert ist. Detaillierte Informationen zu Local Self Help auf dem Endpoint-Computer finden Sie in der Sophos SafeGuard Benutzerhilfe im Kapitel Recovery mit Local Self Help Definieren der Parameter für Local Self Help in einer Richtlinie Die Einstellungen für Local Self Help definieren Sie in einer Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen unter Recovery für die Anmeldung - Local Self Help. Hier aktivieren Sie die Funktion zur Benutzung auf den Endpoint-Computern und legen weitere Berechtigungen und Parameter fest. Local Self Help aktivieren Um die Funktion Local Self Help für die Benutzung auf Endpoint-Computern zu aktivieren, wählen Sie im Feld Local Self Help aktivieren die Einstellung Ja. Nach dem Wirksamwerden der Richtlinie auf den Computern sind die Benutzer aufgrund dieser Einstellung berechtigt, Local Self Help für Recovery-Vorgänge, die die Anmeldung betreffen, zu benutzen. Hierzu müssen die Benutzer die Funktion auf Ihrem Computer durch 132

133 Administratorhilfe Beantwortung der erhaltenen Fragen oder durch Erstellung und Beantwortung eigener Fragen (je nach Berechtigung) aktivieren. Nach dem Erhalt der Richtlinie und dem Neustart des Computers steht den Benutzern dafür der Local Self Help Assistent über das System Tray Icon in der Windows-Taskleiste zur Verfügung. Konfigurieren der Funktion Local Self Help Sie können folgende Optionen für Local Self Help in einer Richtlinie des Typs Allgemeine Einstellungen definieren. Mindestlänge der Antwort Legen Sie die Mindestlänge der Antworten in Zeichen fest. Die Standardeinstellung ist 1. Willkommenstext unter Windows Sie können einen individuellen Informationstext angeben, der beim Starten des Local Self Help Assistenten im ersten Dialog angezeigt werden soll. Dieser Text muss zuvor erstellt und registriert werden. Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen Für die Hinterlegung der Fragen und Antworten für Local Self Help gibt es folgende Möglichkeiten: Sie definieren als Sicherheitsbeauftragter die Fragen und verteilen Sie an die Benutzer. Die Benutzer sind nicht dazu berechtigt, eigene Fragen zu definieren. Sie definieren als Sicherheitsbeauftragter die Fragen und verteilen Sie an die Benutzer. Die Benutzer sind dazu berechtigt, zusätzlich eigene Fragen zu definieren. Bei der Beantwortung der für die Aktivierung von Local Self Help notwendigen Mindestanzahl an Fragen können die Benutzer zwischen vorgegebenen und eigenen Fragen wählen oder eine Kombination aus beiden verwenden. Sie berechtigen die Benutzer dazu, eigene Fragen zu definieren und geben keine vordefinierten Fragen vor. Die Benutzer aktivieren Local Self Help durch Definition und Beantwortung eigener Fragen. Um die Benutzer dazu zu berechtigen, eigene Fragen zu definieren, wählen Sie im Feld Benutzer dürfen eigene Fragen festlegen die Einstellung Ja Definieren von Fragen Voraussetzung dafür, dass Local Self Help auf dem Endpoint-Computer verwendet werden kann, ist die Hinterlegung einer vordefinierten Anzahl an Fragen. Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie festlegen, wie viele Fragen Benutzer beantworten müssen, um Local Self Help auf den Endpoint-Computern zu aktivieren. Sie können auch festlegen, wie viele Fragen in der POA per Zufallsprinzip ausgewählt werden. Um sich über Local Self Help an der Power-on Authentication anzumelden, muss der Benutzer alle in der POA angezeigten Fragen korrekt beantworten. Als Sicherheitsbeauftragter mit den erforderlichen Rechten können Sie Local Self Help Fragen im SafeGuard Policy Editor registrieren und bearbeiten. 133

134 SafeGuard Easy 22.3 Festlegen der Anzahl an zu beantwortenden Fragen Sie können die Anzahl an Fragen, die während der Konfiguration von Local Self Help und in der POA beantwortet werden müssen, festlegen. 1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag Local Self Help Fragen. 2. Im Aktionsbereich können Sie unter Local Self Help Parameter zwei verschiedene Werte für die Anzahl an Local Self Help Fragen festlegen: a) Geben Sie im Feld Mindestanzahl der verfügbaren Fragen/Antworten an, wie viele Fragen die Benutzer im Local Self Help Assistenten beantworten müssen, um Local Self Help auf den Endpoint-Computern zu aktivieren. Die hier angegebene Anzahl an Fragen muss auf dem Endpoint-Computer mit den entsprechenden Antworten verfügbar sein, damit Local Self Help aktiv ist. b) Geben Sie im Feld Anzahl der in der POA gestellten Fragen an, wie viele Fragen die Benutzer in der POA beantworten müssen, wenn Sie sich mit Local Self Help anmelden. Die in der POA angezeigten Fragen werden per Zufallsprinzip aus den Fragen, die der Benutzer im Local Self Help Assistenten beantwortet hat, ausgewählt. Der im Feld Mindestanzahl der verfügbaren Fragen/Antworten angegebene Wert muss höher sein als der Wert im Feld Anzahl der in der POA gestellten Fragen. Ist dies nicht der Fall, so wird beim Speichern Ihrer Änderungen eine Fehlermeldung angezeigt. Die Felder haben folgende Standardwerte: Mindestanzahl der verfügbaren Fragen/Antworten: 10 Anzahl der in der POA gestellten Fragen: 5 3. Speichern Sie Ihre Änderungen in der Datenbank. Die festgelegten Werte für die Fragenanzahl gelten für die Local Self Help Konfiguration, die an die Endpoint-Computer übertragen wird Verwenden der Vorlage Für Local Self Help ist ein vordefiniertes Fragenthema verfügbar. Dieses Fragenthema steht standardmäßig in den Sprachen Deutsch und Englisch im Richtlinien-Navigationsbereich unter Local Self Help Fragen zur Verfügung. Das Fragenthema steht optional auch in anderen Sprachen zur Verfügung, zum Beispiel Französisch und Spanisch. Diese Sprachversionen lassen sich zusätzlich in den Navigationsbereich importieren. Bei der Eingabe von Antworten auf Japanisch zur Aktivierung von Local Self Help auf Endpoint-Computern müssen die Benutzer Romajii-Zeichen (römische/lateinische Zeichen) verwenden. Andernfalls wird bei der Eingabe der Antworten in der Power-on Authentication keine Übereinstimmung erreicht. Sie können das vordefinierte Fragenthema unverändert verwenden, bearbeiten oder löschen. 134

135 Administratorhilfe 22.5 Import von Fragenthemen Über den Importvorgang können Sie zusätzliche Sprachversionen des vordefinierten Fragenthemas (oder eigene, als.xml-datei erstellte Fragenlisten) importieren. 1. Erstellen Sie ein neues Fragenthema (siehe Erstellen eines neuen Fragenthemas und Hinzufügen von Fragen (Seite 135)). 2. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich das neue Fragenthema unter Local Self Help Fragen. 3. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste. Das Kontextmenü für das Fragenthema wird geöffnet. Wählen Sie Importieren. 4. Wählen Sie das Verzeichnis, in dem das Fragenthema abgelegt ist, sowie das gewünschte Fragenthema und klicken Sie auf Öffnen. Die importierten Fragen werden im Arbeitsbereich angezeigt. Sie können das Fragenthema nun unverändert speichern oder bearbeiten Erstellen eines neuen Fragenthemas und Hinzufügen von Fragen Sie können neue Fragenthemen zu unterschiedlichen Themenbereichen erstellen. Somit können Sie Benutzern mehrere Fragenthemen zur Verfügung stellen, aus denen sie das für sie am besten geeignete Thema auswählen können. 1. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich den Eintrag Local Self Help Fragen. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Local Self Help Fragen und wählen Sie Neu > Fragenthema. 3. Geben Sie einen Namen für das Fragenthema ein und klicken Sie auf OK. 4. Markieren Sie im Richtlinien Navigationsbereich das neue Fragenthema unter Local Self Help Fragen. 5. Klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste. Das Kontextmenü für das Fragenthema wird geöffnet. Wählen Sie Hinzufügen im Kontextmenü. Eine neue Fragenzeile wird hinzugefügt. 6. Geben Sie Ihre Frage ein und drücken Sie Enter. Um weitere Fragen hinzuzufügen, wiederholen Sie diesen Vorgang. 7. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken. Ihr Fragenthema ist registriert. Es wird der Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen, über die Local Self Help auf den Endpoint-Computern aktiviert wird, automatisch mitgegeben Bearbeiten von Fragenthemen 1. Markieren Sie das gewünschte Fragenthema unter Local Self Help Fragen im Richtlinien Navigationsbereich. 135

136 SafeGuard Easy 2. Sie können nun Fragen hinzufügen, ändern oder löschen. Um Fragen hinzuzufügen, klicken Sie im Arbeitsbereich mit der rechten Maustaste, um das Kontextmenü anzuzeigen. Klicken Sie im Kontextmenü auf Hinzufügen. Der Fragenliste wird eine neue Zeile hinzugefügt. Geben Sie Ihre Frage auf der Zeile ein. Um Fragen zu ändern, klicken Sie auf den Fragentext im Arbeitsbereich. Bei der gewählten Frage wird ein Stiftsymbol angezeigt. Geben Sie auf der Fragenzeile Ihre Änderungen ein. Um Fragen zu löschen, markieren Sie die gewünschte Frage durch Klicken auf das graue Kästchen zu Beginn der Fragenzeile im Arbeitsbereich und wählen Sie im Kontextmenü des Frageneintrags Löschen. 3. Speichern Sie Ihre Änderungen, indem Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste klicken. Ihr geändertes Fragenthema ist registriert. Es wird der Richtlinie vom Typ Allgemeine Einstellungen mitgegeben, über die Local Self Help auf den Endpoint-Computern aktiviert wird Löschen von Fragenthemen Um ein Fragenthema zu löschen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Fragenthema unter Local Self Help Fragen im Richtlinien Navigationsbereich und wählen Sie Löschen. Wenn Sie ein Fragenthema löschen, nachdem die Benutzer bereits Fragen aus diesem Thema zur Aktivierung von Local Self Help auf ihren Computern beantwortet haben, werden die Antworten der Benutzer ungültig, da die Fragen nicht mehr vorhanden sind Registrieren von Willkommenstexten Sie können einen Willkommenstext registrieren, der im ersten Dialog des Local Self Help Assistenten angezeigt werden soll. Die Textdateien mit den gewünschten Informationen müssen erstellt werden, bevor sie im SafeGuard Policy Editor registriert werden können. Die maximale Dateigröße für Informationstexte beträgt 50 KB. Sophos SafeGuard verwendet nur Unicode UTF-16 kodierte Texte. Wenn Sie die Textdateien nicht in diesem Format erstellen, werden sie bei der Registrierung automatisch in dieses Format konvertiert. 1. Klicken Sie im Richtlinien Navigationsbereich mit der rechten Maustaste auf Informationstext und wählen Sie Neu > Text. 2. Geben Sie unter Textelementname einen Namen für den anzeigenden Text ein. 3. Wählen Sie über die Schaltfläche [...] die zuvor erstellte Textdatei aus. Wenn eine Konvertierung notwendig ist, wird eine entsprechende Meldung angezeigt. 4. Klicken Sie auf OK. Das neue Textelement wird als Unterknoten des Eintrags Informationstext im Richtlinien Navigationsbereich angezeigt. Ist ein Textelement markiert, wird sein Inhalt im Aktionsbereich 136

137 Administratorhilfe auf der rechten Seite angezeigt. Das Textelement kann jetzt beim Erstellen von Richtlinien ausgewählt werden. Um weitere Textelemente zu registrieren, gehen Sie wie beschrieben vor. Alle registrierten Textelemente werden als Unterknoten angezeigt. 137

138 SafeGuard Easy 23 Recovery mit Challenge/Response Zur Optimierung von Workflows im Unternehmen und zur Reduzierung von Helpdesk-Kosten bietet Sophos SafeGuard eine Challenge/Response Recovery-Lösung. Mit einem benutzerfreundlichen Challenge/Response-Verfahren unterstützt Sophos SafeGuard Benutzer, die sich an ihrem Computer nicht mehr anmelden oder nicht auf verschlüsselte Daten zugreifen können. Diese Funktionalität ist im SafeGuard Policy Editor in Form eines Recovery-Assistenten integriert. Nutzen und Vorteile des Challenge/Response-Verfahrens Das Challenge/Response-Verfahren ist ein sicheres und effizientes Recovery-System. Während des gesamten Vorgangs werden keine vertraulichen Daten in unverschlüsselter Form ausgetauscht. Informationen, die unberechtigte Dritte durch Mitverfolgen dieses Vorgangs erhalten könnten, lassen sich weder zu einem späteren Zeitpunkt noch auf anderen Geräten verwenden. Der Benutzer kann schnell wieder mit dem Computer arbeiten. Es gehen keine verschlüsselten Daten verloren, nur weil der Benutzer das Kennwort vergessen hat. Typische Situationen, in denen Hilfe beim Helpdesk angefordert wird Ein Benutzer hat sein Kennwort für die Anmeldung auf der POA-Ebene vergessen. Der Computer ist gesperrt. Mit Local Self Help können Sie sich das aktuelle Benutzerkennwort anzeigen lassen und es weiterhin zur Anmeldung verwenden. Dadurch wird ein Rücksetzen des Kennworts vermieden. Außerdem muss der Helpdesk nicht um Hilfe gebeten werden. Der Local Cache der Power-on Authentication ist teilweise beschädigt. Sophos SafeGuard bietet für diese typischen Notfälle unterschiedliche Recovery-Workflows, die dem Benutzer wieder den Zugang zu seinem Computer ermöglichen Challenge/Response Workflow Das Challenge/Response-Verfahren basiert auf zwei Komponenten: Endpoint-Computer, auf dem der Challenge Code erzeugt wird. 138

139 Administratorhilfe SafeGuard Policy Editor, in dem Sie als Helpdesk-Beauftragter mit ausreichenden Rechten einen Response-Code erstellen, der den Benutzer zur Ausführung der angeforderten Aktion auf dem Computer berechtigt. 1. Der Benutzer fordert auf dem Endpoint-Computer einen Challenge-Code an. Je nach Recovery-Typ wird der Challenge-Code in der Power-on Authentication oder über das KeyRecovery Tool angefordert. Es wird ein Challenge-Code aus Ziffern und Buchstaben erzeugt und angezeigt. 2. Der Benutzer wendet sich an den Helpdesk und übermittelt seine notwendige Identifikation sowie den Challenge-Code. 3. Der Helpdesk startet den Recovery-Assistenten im SafeGuard Policy Editor. 4. Der Helpdesk-Beauftragte wählt den entsprechenden Recovery-Typ, bestätigt die Identifikationsinformationen sowie den Challenge-Code und wählt die gewünschte Recovery-Aktion aus. Ein Response-Code in Form einer ASCII-Zeichenfolge wird generiert und angezeigt. 5. Der Helpdesk übermittelt den Response-Code per Telefon oder Text-Mitteilung an den Benutzer. 6. Der Benutzer gibt den Response-Code ein. Je nach Recovery-Typ erfolgt dies in der POA oder über das KeyRecovery Tool. Der Benutzer kann die autorisierte Aktion, z. B. Rücksetzen des Kennworts, ausführen und wieder mit dem Computer arbeiten Starten des Recovery-Assistenten Damit Sie in der Lage sind, ein Recovery-Verfahren auszuführen, stellen Sie sicher, dass Sie über die erforderlichen Rechte und Berechtigungen verfügen. 1. Melden Sie sich am SafeGuard Policy Editor an. 2. Klicken Sie auf Extras > Recovery in der Menüleiste. Der SafeGuard Recovery-Assistent wird gestartet. Sie können wählen, welchen Recovery-Typ Sie verwenden möchten Recovery-Typen Wählen Sie den Recovery-Typ, den Sie verwenden möchten. Folgende Recovery-Typen stehen zur Verfügung: Challenge/Response für Kennwort-Recovery Sophos SafeGuard bietet Challenge/Response für Recovery-Vorgänge, wenn der Benutzer sein Kennwort vergessen oder es zu oft falsch eingegeben hat. Wählen Sie den Recovery-Typ Sophos SafeGuard Client (Standalone). 139

140 SafeGuard Easy Darüber hinaus steht das Recovery-Verfahren Local Self Help zur Verfügung, für das keine Unterstützung durch den Helpdesk benötigt wird. Challenge/Response zur Wiederherstellung des Zugriffs auf verschlüsselte Daten In komplexen Recovery-Situationen, zum Beispiel wenn die POA beschädigt ist, lässt sich der Zugriff auf verschlüsselte Daten auf einfache Art und Weise mit Challenge/Response wieder herstellen. In diesem Fall werden spezifische Dateien mit der Bezeichnung virtuelle Clients verwendet. Wählen Sie den Recovery-Typ Virtueller Client Wiederherstellen eines Kennworts über Challenge/Response Sophos SafeGuard bietet Challenge/Response für Recovery-Vorgänge, z. B. wenn der Benutzer sein Kennwort vergessen oder es zu oft falsch eingegeben hat. Die für Challenge/Response-Vorgänge benötigten Recovery-Informationen basieren auf der Schlüssel-Recovery-Datei. Diese Datei wird auf jedem Endpoint-Computer während der Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware erzeugt. Die Schlüssel-Recovery-Datei muss dem Sophos SafeGuard Helpdesk zur Verfügung stehen, zum Beispiel auf einer Netzwerkfreigabe. Um die Suche nach und die Gruppierung von Recovery-Dateien zu vereinfachen, enthalten die Dateinamen den Namen des Computers: computername.guid.xml. Somit sind Suchvorgänge mit Asterisken (*) als Platzhalter möglich, z. B.: *.GUID.xml. Wenn ein Computer umbenannt wird, wird er im Local Cache nicht automatisch entsprechend umbenannt. Im Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzerzertifikate und Audit-Dateien gespeichert. Für die Datei-Generierung muss der neue Computername daher aus dem Local Cache entfernt werden, so dass nur der vorige Name verbleibt, auch wenn der Computer unter Windows umbenannt wird. POA-Recovery-Aktionen Für einen Endpoint kann in den folgenden Situationen ein Challenge/Response-Verfahren gestartet werden: Der Benutzer hat das Kennwort auf POA-Ebene zu oft falsch eingegeben und der Computer wurde gesperrt. Der Benutzer hat das Kennwort vergessen. Ein beschädigter Local Cache muss repariert werden. Das Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die Power-on Authentication. Der Benutzer kann sich dann an Windows anmelden. Mögliche Recovery-Anwendungsfälle: Der Benutzer hat das Kennwort auf POA-Ebene zu oft falsch eingegeben und der Computer wurde gesperrt. Der Benutzer weiß jedoch das Kennwort. 140

141 Administratorhilfe Der Computer ist gesperrt und der Benutzer wird dazu aufgefordert, ein Challenge/Response-Verfahren zu starten, um wieder Zugriff auf den Computer zu erhalten. Da der Benutzer das Kennwort noch weiß, muss es nicht zurückgesetzt werden. Das Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die Power-on Authentication. Der Benutzer kann dann das korrekte Kennwort auf Windows-Ebene eingeben und den Computer wieder benutzen. Der Benutzer hat das Kennwort vergessen. Wir empfehlen, Local Self Help einzusetzen, um ein vergessenes Kennwort wiederherzustellen. Mit Local Self Help können Benutzer sich das aktuelle Benutzerkennwort anzeigen lassen und es weiterhin zur Anmeldung verwenden. Dadurch wird ein Rücksetzen des Kennworts vermieden. Außerdem muss der Helpdesk nicht um Hilfe gebeten werden. Wenn das Kennwort über ein Challenge/Response-Verfahren wiederhergestellt wird, muss das Kennwort zurückgesetzt werden. 1. Das Challenge/Response-Verfahren ermöglicht das Booten des Computers durch die Power-on Authentication. 2. Da Ihnen das Kennwort nicht bekannt ist, können der Benutzer es im Windows-Dialog nicht eingeben. Das Kennwort muss auf Windows-Ebene zurückgesetzt werden. Hierzu sind weitere Recovery-Vorgänge außerhalb von Sophos SafeGuard erforderlich, die über Windows-Standard-Verfahren durchgeführt werden müssen. Wir empfehlen, die folgenden Methoden für das Zurücksetzen des Kennworts auf Windows-Ebene: Über ein Service-Benutzerkonto oder ein Administratorkonto mit den erforderlichen Windows-Rechten auf dem Endpoint-Computer Über eine Windows-Kennwortrücksetz-Diskette auf dem Endpoint-Computer Als Helpdesk-Beauftragter können Sie den Benutzer darüber informieren, welche Methode benutzt werden soll, und ihm die zusätzlichen Windows-Anmeldeinformationen oder die erforderliche Diskette zur Verfügung stellen. 3. Der Benutzer gibt das neue Kennwort ein, dass der Helpdesk auf Windows-Ebene zurückgesetzt hat. Unmittelbar muss der Benutzer das Kennwort in ein nur ihm bekanntes Kennwort ändern. Basierend auf dem neu gewählten Windows-Kennwort wird ein neues Benutzerzertifikat erzeugt. Dies ermöglicht es dem Benutzer, sich wieder an seinem Computer und an der Power-on Authentication mit dem neuen Kennwort anzumelden. Schlüssel für SafeGuard Data Exchange: Wenn ein Kennwort zurückgesetzt und ein neues Zertifikat erstellt wird, können die zuvor für SafeGuard Data Exchange erzeugten lokalen Schlüssel noch verwendet werden, wenn der Endpoint Mitglied einer Domäne ist. Wenn der Endpoint Mitglied einer Arbeitsgruppe ist, muss dem Benutzer die SafeGuard Data Exchange Passphrase bekannt sein, damit diese lokalen Schlüssel reaktiviert werden können. Der Local Cache muss repariert werden. Im Local Cache werden alle Schlüssel, Richtlinien, Benutzerzertifikate und Audit-Dateien gespeichert. Standardmäßig ist Recovery für die Anmeldung bei einem beschädigten Local 141

142 SafeGuard Easy Cache deaktiviert, d. h. der Local Cache wird automatisch aus seiner Sicherungskopie wiederhergestellt. In diesem Fall ist für das Reparieren des Local Cache kein Challenge/Response-Verfahren erforderlich. Soll der Local Cache jedoch explizit mit einem Challenge/Response-Verfahren repariert werden, so lässt sich Recovery für die Anmeldung über eine Richtlinie aktivieren. In diesem Fall wird der Benutzer bei einem beschädigten Local Cache automatisch dazu aufgefordert, ein Challenge/Response-Verfahren zu starten Response mit einer Schlüssel-Recovery-Datei erzeugen Die Schlüssel-Recovery-Datei, die während der Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware erzeugt wird, muss an einem Speicherort abgelegt sein, auf den der Helpdesk-Beauftragte Zugriff hat. Außerdem muss der Name der Datei bekannt sein. 1. Wählen Sie im SafeGuard Policy Editor in der Menüleiste Extras > Recovery, um den Recovery-Assistenten zu öffnen. 2. Wählen Sie unter Recovery-Typ die Option Sophos SafeGuard Client. 3. Klicken Sie auf die [...] Schaltfläche, um die erforderliche Schlüssel-Recovery-Datei auszuwählen. Zur Vereinfachung der Identifizierung tragen die Recovery-Dateien den Namen des Computers: computername.guid.xml. 4. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter. Der Challenge-Code wird geprüft. Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, werden die vom Sophos SafeGuard Endpoint-Computer angeforderte Recovery-Aktion sowie die möglichen Recovery-Aktionen angezeigt. Wenn der Code nicht korrekt eingegeben wurde, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text Ungültige Challenge angezeigt. 5. Wählen Sie die vom Benutzer durchzuführende Aktion aus und klicken Sie auf Weiter. 6. Es wird ein Response-Code erzeugt. Teilen Sie den Response-Code dem Benutzer mit. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren. Der Benutzer kann den Response-Code eingeben, die angeforderte Aktion ausführen und dann wieder mit dem Computer arbeiten Wiederherstellen des Zugriffs auf verschlüsselte Daten mit Challenge/Response In komplexen Recovery-Situationen, zum Beispiel wenn die POA beschädigt ist, lässt sich der Zugriff auf verschlüsselte Daten auf einfache Art und Weise mit Challenge/Response wieder herstellen. In diesem Fall werden spezifische Dateien mit der Bezeichnung virtuelle Clients und zusätzliche Tools verwendet. Schlüssel-Recovery-Datei Diese Schlüssel-Recovery-Datei wird auf jedem Endpoint während der Installation der Sophos SafeGuard Verschlüsselungssoftware erzeugt. Die Datei muss an einem Speicherort abgelegt sein, auf den der Helpdesk Zugriff hat, zum Beispiel auf einer Netzwerkfreigabe. Virtueller Client 142

143 Administratorhilfe Im SafeGuard Policy Editor werden spezifische Dateien mit der Bezeichnung virtueller Client erstellt und als Referenzinformation in der Datenbank verwendet. Sophos SafeGuard modifizierte Windows PE Recovery Disk Die Recovery Disk wird zum Booten des Endpoints vom BIOS verwendet. KeyRecovery Tool Mit diesem Tool wird das Challenge/Response-Verfahren gestartet. Es steht bereits auf der Sophos SafeGuard modifizierten Windows PE Recovery Disk zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie es im Tools-Verzeichnis Ihrer Sophos SafeGuard Software-Lieferung Virtuelle Clients Virtuelle Clients sind spezifische, verschlüsselte Schlüsseldateien, die für Recovery-Vorgänge bei einem verschlüsselten Volume verwendet werden, wenn in der Datenbank keine Referenzinformationen zum betreffenden Computer zur Verfügung stehen und normalerweise Challenge/Response-Verfahren nicht unterstützt würden. Der virtuelle Client dient während des Challenge/Response-Verfahrens als Information für die Identifikation und wird in der Datenbank gespeichert. Um ein Challenge/Response-Verfahren in komplexen Notfallsituationen zu ermöglichen, müssen die virtuellen Clients vor der Durchführung eines solchen Verfahrens erstellt und an den Benutzer übermittelt werden. Der Zugang zum Computer lässt sich dann mit Hilfe der virtuellen Clients, einem KeyRecovery Tool und einer SafeGuard-angepassten Windows PE Recovery Disk (die mit dem Produkt zur Verfügung steht) wiederherstellen Recovery Workflow mit virtuellen Clients Über folgenden allgemeinen Workflow lässt sich der Zugang zum verschlüsselten Computer wiederherstellen: 1. Sie erhalten die Sophos SafeGuard Recovery Disk vom technischen Support. Für den Helpdesk steht die Windows PE Recovery Disk mit den aktuellen Sophos SafeGuard Filtertreibern auf der Sophos Support-Website zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter: 2. Erstellen Sie den virtuellen Client im SafeGuard Policy Editor. 3. Exportieren Sie den virtuellen Client in eine Datei. 4. Starten Sie den Computer von der Recovery Disk. 5. Importieren Sie die Datei mit dem virtuellen Client in das KeyRecovery Tool. 6. Starten Sie die Challenge im KeyRecovery Tool. 7. Bestätigen Sie den virtuellen Client im SafeGuard Policy Editor. 8. Wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion. 9. Geben Sie den Challenge-Code im SafeGuard Policy Editor ein. 10. Generieren Sie den Response-Code im SafeGuard Policy Editor. 11. Geben Sie den Response-Code im KeyRecovery Tool ein. Auf den Computer kann wieder zugegriffen werden. 143

144 SafeGuard Easy Anlegen von virtuellen Clients Virtuelle Clients sind spezifische, verschlüsselte Schlüsseldateien, die in einem Challenge/Response-Verfahren als Referenzinformation für den Computer verwendet werden. Virtuelle Clients können für verschiedene Computer und in mehreren Challenge/Response-Verfahren benutzt werden. 1. Markieren Sie im SafeGuard Policy Editor den Bereich Virtuelle Clients. 2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients. 3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf Virtuellen Client hinzufügen. 4. Geben Sie einen eindeutigen Namen für den virtuellen Client ein und klicken Sie auf OK. Virtuelle Clients werden in der Datenbank anhand dieses Namens identifiziert. 5. Klicken Sie auf das Speichern Symbol in der Symbolleiste, um Ihre Änderungen in der Datenbank zu speichern. Der neue virtuelle Client wird im Aktionsbereich angezeigt. Im nächsten Schritt exportieren Sie den virtuellen Client in eine Datei Export von virtuellen Clients Virtuelle Clients müssen in Dateien exportiert werden, um sie an die Endpoint-Computer zu verteilen und sie in Recovery-Vorgängen nutzen zu können. Diese Dateien haben immer die Bezeichnung recoverytoken.tok. 1. Markieren Sie im SafeGuard Policy Editor den Bereich Virtuelle Clients. 2. Klicken Sie im Navigationsfenster auf der linken Seite auf Virtuelle Clients. 3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf das Lupensymbol, um nach dem gewünschten virtuellen Client zu suchen. Die verfügbaren virtuellen Clients werden angezeigt. 4. Wählen Sie den gewünschten Eintrag im Aktionsbereich aus und klicken Sie in der Symbolleiste auf Virtuellen Client exportieren. 5. Wählen Sie einen Speicherort für die Datei des virtuellen Clients mit der Bezeichnung recoverytoken.tok aus und bestätigen Sie den Speicherort mit OK. Wählen Sie zum Speichern der Datei einen sicheren Speicherort. Der virtuelle Client wird in die Datei recoverytoken.tok exportiert. 6. Kopieren Sie die Datei recoverytoken.tok auf ein Wechselmedium. Wir empfehlen einen USB-Stick. Bewahren Sie das Speichermedium an einem sicheren Ort auf. Stellen Sie das Speichermedium für die Endpoint-Computer zur Verfügung, da es zum Starten eines Challenge/Response-Verfahrens mit virtuellen Clients benötigt wird. 144

145 Administratorhilfe Booten des Computers von der Recovery Disk Stellen Sie sicher, dass die Boot-Reihenfolge im BIOS das Booten von CD erlaubt. 1. Legen Sie auf dem Endpoint-Computer die Recovery Disk ein und starten Sie den Computer. Der integrierte Dateimanager wird geöffnet. Hier sehen Sie auf einen Blick die bereitgestellten Volumes und Laufwerke. Der Inhalt des verschlüsselten Laufwerks ist im Dateimanager nicht sichtbar. In den Eigenschaften des verschlüsselten Laufwerks werden weder das Dateisystem, noch die Kapazität sowie der verwendete/freie Speicherplatz angegeben. 2. Klicken Sie unten im Bereich Quick Launch des Dateimanagers auf das KeyRecovery-Symbol, um das KeyRecovery Tool zu öffnen. Das Key Recovery Tool zeigt die Schlüssel-ID verschlüsselter Laufwerke. 3. Suchen Sie nach der Schlüssel-ID des Laufwerks, auf das Sie zugreifen möchten. Die Schlüssel-ID wird später abgefragt. Im nächsten Schritt importieren Sie den virtuellen Client in das Key Recovery Tool. 145

146 SafeGuard Easy Import des virtuellen Client in das KeyRecovery Tool Voraussetzungen: Der Computer wurde von der Recovery Disk gestartet. Stellen Sie sicher, dass das USB-Laufwerk mit der Datei recoverytoken.tok erfolgreich bereitgestellt wurde. 1. Wählen Sie im Windows PE Dateimanager das Laufwerk aus, auf dem der virtuelle Client gespeichert ist. Die Datei recoverytoken.tok wird auf der rechten Seite angezeigt. 2. Wählen Sie die Datei recoverytoken.tok aus und ziehen Sie sie auf das Laufwerk, auf dem sich das KeyRecovery Tool befindet. Legen Sie die Datei hier im Verzeichnis ToolsSGN\Tools ab. 146

147 Administratorhilfe Starten einer Challenge im KeyRecovery Tool 1. Klicken Sie unten im Bereich Quick Launch des Windows PE Dateimanagers auf das KeyRecovery-Symbol, um das KeyRecovery Tool zu öffnen. Das Key Recovery Tool zeigt die Schlüssel-ID verschlüsselter Laufwerke. Das Tool startet und zeigt eine Liste aller Volumes mit den jeweiligen Verschlüsselungsinformationen (Schlüssel-ID). 2. Wählen Sie das Volume, das Sie entschlüsseln möchten und klicken Sie auf Import mit C/R, um den Challenge-Code zu erzeugen. Die Datei mit dem virtuellen Client wird als Referenz in der Sophos SafeGuard Datenbank verwendet und in der Challenge angegeben. Der Challenge-Code wird erzeugt und angezeigt. 3. Übermitteln Sie den Namen des virtuellen Clients und den Challenge-Code an den Helpdesk, z. B. über Telefon oder eine Textmitteilung. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung Erzeugen einer Response mit virtuellen Clients Um auf einen durch Sophos SafeGuard geschützten Computer zuzugreifen und eine Response mit virtuellen Clients zu erzeugen, sind zwei Aktionen erforderlich: 1. Bestätigen Sie den virtuellen Client in der SafeGuard Policy Editor Datenbank. 2. Wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion aus. Da für die Entschlüsselung nur die Schlüssel-Recovery-Datei verfügbar ist, muss diese Datei ausgewählt werden, damit ein Response-Code erzeugt werden kann Bestätigen des virtuellen Client Voraussetzung: Der virtuelle Client muss im SafeGuard Policy Editor unter Virtuelle Clients angelegt worden sein und er muss in der Datenbank zur Verfügung stehen. 1. Klicken Sie im SafeGuard Policy Editor auf Extras > Recovery, um den Recovery-Assistenten zu öffnen. 2. Wählen Sie auf der Recovery-Typ Seite die Option Virtueller Client. 147

148 SafeGuard Easy 3. Geben Sie den Namen des virtuellen Client ein, den Sie vom Benutzer erhalten haben. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Geben Sie den eindeutigen Namen direkt ein. Wählen Sie einen Namen, indem Sie auf [...] im Abschnitt Virtueller Client des Dialogs Recovery-Typ klicken. Klicken Sie anschließend auf Jetzt suchen. Eine Liste mit virtuellen Clients wird angezeigt. Wählen Sie den gewünschten virtuellen Client aus und klicken Sie auf OK. Der Name des virtuellen Clients wird nun im Fenster Recovery-Typ unter Virtueller Client angezeigt. 4. Klicken Sie auf Weiter, um den Namen der Datei mit dem virtuellen Client zu bestätigen. Im nächsten Schritt wählen Sie die erforderliche Recovery-Aktion aus Auswählen der Schlüssel-Recovery-Datei Voraussetzung: Sie müssen den erforderlichen virtuellen Client im Recovery-Assistenten des SafeGuard Policy Editor ausgewählt haben. Die Schlüssel-Recovery-Datei, die zur Wiederherstellung des Zugriffs auf den Computer erforderlich ist, muss dem Helpdesk zur Verfügung stehen, z. B. über eine Netzwerkfreigabe. 1. Wählen Sie im Recovery-Assistenten auf der Seite Virtueller Client die erforderliche Recovery-Aktion Schlüssel angefordert und klicken Sie auf Weiter. 2. Aktivieren Sie die Option Schlüssel-Recovery-Datei mit Recovery-Schlüssel auswählen. 3. Klicken Sie neben dieser Option auf [...], um nach der entsprechenden Datei zu suchen. Zur Vereinfachung der Identifizierung tragen die Recovery-Dateien den Namen des Computers: computername.guid.xml. 4. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Weiter. Das Fenster für die Eingabe des Challenge-Codes wird angezeigt. 5. Geben Sie den vom Benutzer erhaltenen Challenge-Code ein und klicken Sie auf Weiter. Der Challenge-Code wird geprüft. Wenn der Challenge-Code korrekt eingegeben wurde, wird der Response-Code erzeugt. Wenn der Code nicht korrekt eingegeben wurde, wird unterhalb des Blocks, der den Fehler enthält, der Text Ungültige Challenge angezeigt. 6. Teilen Sie dem Benutzer den Response-Code mit. Hierzu steht eine Buchstabierhilfe zur Verfügung. Sie können den Response-Code auch in die Zwischenablage kopieren Eingeben des Response-Codes im KeyRecovery Tool 1. Geben Sie im KeyRecovery Tool auf dem Endpoint-Computer den Response-Code ein, den Sie vom Helpdesk erhalten haben. Der angeforderte Recovery-Schlüssel wird mit dem Response-Code übertragen. 148

149 Administratorhilfe 2. Klicken Sie auf OK. Das für das Challenge/Response-Verfahren gewählte Laufwerk wird entschlüsselt. 3. Um sicherzustellen, dass die Entschlüsselung erfolgreich durchgeführt werden konnte, wählen Sie das entschlüsselte Laufwerk im Windows PE Dateimanager aus: Der Inhalt des entschlüsselten Laufwerks wird nun im Dateimanager angezeigt. Das Dateisystem und die Kapazität sowie der benutzte/freie Speicherplatz werden nun in den Eigenschaften des entschlüsselten Laufwerks angegeben. Der Zugriff auf die Daten, die auf dieser Partition gespeichert sind, ist wiederhergestellt. Nach der erfolgreichen Entschlüsselung haben Sie auf dem entsprechenden Laufwerk Lese- und Schreibzugriff für Daten. Sie können Daten vom und auf das Laufwerk kopieren Löschen von virtuellen Clients Sie können virtuelle Clients, die nicht mehr benötigt werden, aus der Datenbank löschen. 1. Markieren Sie im SafeGuard Policy Editor den Bereich Virtuelle Clients. 149

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