Wegleitung für das Bachelor- und Masterstudium im Fach. Ethnologie. an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich

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1 Wegleitung für das Bachelor- und Masterstudium im Fach Ethnologie an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich Herbstsemester 2013 und Frühjahrssemester 2014 Wegleitung HS 13/FS 14 1

2 1. IN KÜRZE Nachschlagewerk Wegleitung Was studiere ich, wenn ich Ethnologie studiere? Wie kann ich erfolgreich Ethnologie studieren? Wie sieht mein erstes Studienjahr aus und wie geht es danach weiter? Ihr Studienaufbau in Kürze Legende der Abkürzungen Nützliche Links DAS ETHNOLOGISCHE SEMINAR ZÜRICH (ESZ) Kontakte, Adressen, Öffnungszeiten Website des ESZ Studienberatung Studierendenmobilität (BA) Fachverein Ethnologie (FVEZ) AUFBAU DES BACHELORSTUDIUMS ETHNOLOGIE Generelles: Studienbeginn und -dauer, Voraussetzungen Hauptfach (120 KP)...12 Studienphasen und die zu absolvierenden Module HF Prüfungen und Noten...14 Weitere Erläuterungen zu einzelnen Modulen...14 Übertritt vom Lizentiats- ins Bachelorstudium HF Grosses Nebenfach (60 KP)...15 Studienphasen und die zu absolvierenden Module...15 Prüfungen und Noten...16 Übertritt vom Lizentiats- ins Bachelorstudium NF Kleines Nebenfach (30 KP)...17 Studienphasen und die zu absolvierenden Module...17 Prüfungen und Noten...18 Übertritt vom Lizentiats- ins Bachelorstudium NF ANGEBOT UND LEISTUNGSNACHWEISE IM BACHELORSTUDIUM AM ETHNOLOGISCHEN SEMINAR Liste der Gebiete der Ethnologie Veranstaltungen und Module...19 Wiederholbarkeit von Modulen Einführungsstudium...20 Vorlesungen und Übungsgruppen...20 Prüfungen im Einführungsstudium Aufbaustudium...21 Pflicht- und Wahlpflichtmodule im Aufbaustudium...21 Leistungsnachweise in den Modulen des Aufbaustudiums...22 Abfolge der Module Anwesenheitskontrollen...23 Wegleitung HS 13/FS 14 2

3 5. AUFBAU DES MASTERSTUDIUMS ETHNOLOGIE Generelles: Studienbeginn und -dauer, Voraussetzungen Hauptfach (90 KP)...24 Tabellarische Darstellung des Studienverlaufs (Musterstudienplan)...25 Beginn des MA-Studiums im HS (vier Semester Studium)...26 Beginn des MA-Studium im FS Nebenfach (30 KP)...27 Musterstudienplan MA NF Nebenfach (15 KP)...28 Musterstudienplan MA NF ANGEBOT UND LEISTUNGSNACHWEISE IM MASTERSTUDIUM AM ETHNOLOGISCHEN SEMINAR Veranstaltungen und Module Wiederholbarkeit von Modulen Die Module des Masterstudiums...29 Modul "Masterseminar: Theorien" (SE)...29 Modul "Masterseminar: Methoden" (SE)...30 Modul Seminar (SE)...30 Modul 2 Seminare (2 SE)...30 Modul Vorlesung und Übung (VL + UE)...30 Modul Masterkolloquium I und II (KO)...30 Modul Praktikum - Feldforschung, Museumsethnologie, erweiterte Literatur- und Theoriearbeit...31 Modul Masterarbeit (MA)...31 Modul mündliche Prüfung Anwesenheitskontrollen ALLGEMEINES KREDITPUNKTESYSTEM UND MODULE In welchen Unterlagen ist das Studium an der Philosophischen Fakultät geregelt? Wie funktioniert das Kreditpunktesystem? Wie viele Kreditpunkte müssen erworben werden und in welchem Zeitraum? Können Kreditpunkte beliebig zusammengestellt werden? Wie erfahre ich meinen Kreditpunktestand? Wie ist das Studium gegliedert? Und was sind Module? Welche Arten von Modulen gibt es an der Philosophischen Fakultät? Wie schreibe ich mich für ein Modul ein? Und was sind die Buchungsfristen? Wie können Kreditpunkte erworben werden? Ist für die einzelnen Leistungsnachweise eine Anmeldung erforderlich? Ist im Verhinderungsfall eine Abmeldung möglich? Kann ich jedes Semester die Universität wechseln? ANHANG Kontrollformular BA Kontrollformular MA...37 Wegleitung HS 13/FS 14 3

4 1. IN KÜRZE 1.1 Nachschlagewerk Wegleitung Wir heissen Sie herzlich am Ethnologischen Seminar willkommen und wünschen Ihnen alles Gute für den Einstieg. Wir freuen uns, dass Sie sich für das Fach Ethnologie entschieden haben. In dieser Wegleitung stellen wir das Ethnologische Seminar vor und beantworten häufig auftretende Fragen rund ums Fachstudium. Die Wegleitung führt von der möglichst einfachen Beschreibung des Studienaufbaus hin zur Erläuterung des Regelwerks eines Bachelor- bzw. Masterstudiums in Ethnologie. 1.2 Was studiere ich, wenn ich Ethnologie studiere? Die Ethnologie beschäftigt sich mit der Vielfalt menschlicher Kulturen und Gesellschaften. Dabei gilt es, die ökologischen, wirtschaftlichen, politischen, rechtlichen, sozialen und kulturellen Dimensionen menschlichen Zusammenlebens in ihrem Facettenreichtum und ihrer historischen Wandelbarkeit zu verstehen. Ethnologische Forschung setzt sich vor allem mit der Einbettung des Lokalen in regionale, nationale und globale Räume auseinander. Ethnologen und Ethnologinnen erforschen ein breites Spektrum gesellschaftlicher Phänomene: Dörfer und urbane Räume in Nord und Süd, Alltagspraxis, soziale und religiöse Bewegungen, Rechtsprechung, gewaltsam ausgetragene Konflikte, oder die Aktivitäten staatlicher und internationaler Organisationen gehören zu ihren Forschungsgegenständen. Der Blick auf lokale Ordnungsmuster, Handlungspraktiken und mündliche Überlieferungen, die Berücksichtigung von Artefakten und Bildern als Forschungsmaterial, die starke Betonung der vergleichenden Perspektive und nicht zuletzt die Methode der intensiven teilnehmenden Beobachtung prägen das Profil der Ethnologie innerhalb der Kultur- und Sozialwissenschaften. Neben einer Betätigung im akademischen Bereich können ethnologische Kompetenzen auch für ein breites Berufsspektrum qualifizieren, wie z.b. in der Entwicklungszusammenarbeit, in internationalen Organisationen, in der öffentlichen Verwaltung, in der Sozialarbeit, in Verbänden, in den Medien, in Verlagen, in der Unternehmensberatung, im Kulturmanagement oder im Museumsbereich. Die Feldforschung, die Teil des Bachelor- und Masterstudiums sein kann, stellt die interkulturellen Kompetenzen, die Flexibilität und Kreativität der Absolventinnen und Absolventen unter Beweis, was in vielen Berufsfeldern einen Vorteil darstellt. 1.3 Wie kann ich erfolgreich Ethnologie studieren? Das BA-Studium ist so aufgebaut, dass Studierende in sechs Semestern abschliessen können. Das MA-Studium ist so aufgebaut, dass Studierende in vier Semestern abschliessen können. Ihr Studium kann und soll aber durchaus länger dauern. Dies kann aufgrund von individuellen Bedürfnissen und Begleitumständen der Fall sein (etwa wegen Erwerbsarbeit neben dem Studium oder Gründung einer Familie). Gehen Sie kreativ an die Wegleitung HS 13/FS 14 4

5 Planung Ihres Studiums heran. Ihre Kreditpunkte bleiben mindestens 12 Jahre gültig. Es gibt keine Studienzeitbeschränkung an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich. Um möglichst viel Zeit für das eigentliche Studium zu haben, lohnt es sich allerdings, der administrativ-planerischen Arbeit genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen (etwa für die Wahl der Fächer, die Wahl der Module und die Zusammenstellung Ihres Stundenplans). Diese Tätigkeiten sind oft mühselig. Einfacher wird es, wenn Sie sich diese als Teil Ihres Studiums vorstellen, obwohl dafür keine Kreditpunkte vergeben werden. Nehmen Sie sich deshalb Zeit, um die folgende umfassende Wegleitung zu studieren, die sich streckenweise wie ein Rechtstext liest und auch als Nachschlagewerk gedacht ist. Lassen Sie sich nicht abschrecken um die Navigation und das Verständnis zu erleichtern, sind immer wieder praktische Hilfestellungen eingebaut. Für ein erfolgreiches Ethnologiestudium sind überdies gute Deutsch- und Englischkenntnisse sowie generell Freude am sprachlichen Ausdruck unabdingbar. Bereits im Einführungsstudium besteht der überwiegende Teil der Pflichtlektüre aus englischen Texten. 1.4 Wie sieht mein erstes Studienjahr aus und wie geht es danach weiter? Das Ethnologiestudium beginnt jeweils im Herbstsemester. Die ersten beiden Semester bilden eine Einheit, das Einführungsjahr. Sie belegen somit die Module "Einführung in die Ethnologie" 1 und 2 und besuchen die entsprechenden Veranstaltungen. Diese einjährige obligatorische Einführung bietet einen ersten Einblick in Theorie und Methode sowie in die grundlegenden thematischen Gebiete der Ethnologie von der Wirtschafts- über die Religionsethnologie bis zur Materiellen Kultur. Erst nach erfolgreichem Abschluss dieses Einführungsstudiums treten Sie ins Aufbaustudium und beschäftigen sich mit ausgewählten thematischen und regionalen Gebieten. 1.5 Ihr Studienaufbau in Kürze Hauptfach Semester Modul "Einführung in die Ethnologie 1a" (Vorlesung Einführung in die Ethnologie 1 und Übungsgruppe), "Einführung in die Ethnologie 1b" (Vorlesung Fachgeschichte und Grundlagenkurs wissenschaftliches Arbeiten) für Hauptfachstudierende (je 10 ECTS- Kreditpunkte) mit schriftlichen Leistungen und Prüfungen 2. Semester Modul "Einführung in die Ethnologie 2a" (Vorlesung und Übung Methoden) "Einführung in die Ethnologie 2b" (Vorlesung Key Concepts/Fachgeschichte II und Übung Monographie) (je 10 ECTS-Kreditpunkte) für Hauptfachstudierende mit schriftlichen Leistungen und Prüfungen Einführung 1 Jahr (40 ECTS) Wegleitung HS 13/FS 14 5

6 3. Semester 4. Semester 5. Semester 6. Semester Nach Abschluss des Einführungsstudiums können die Module aus den angebotenen Gebieten frei gewählt und in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Es wird jedoch empfohlen, zunächst die fünf Kernbereiche zu besuchen. Aufbaustudium 2 Jahre (80 ECTS) BA- Abschluss Es sind insgesamt mindestens 12 Module zu absolvieren: - Alle 5 Module der Kernbereiche - I Soziale Organisation/Verwandtschaft/Gender, - II Ökologie und Wirtschaft, - III Politik und Recht, - IV Materielle Kultur/praktisches Wissen/Kunst, - V Religion und Mythologie - 1 Sprachmodul aussergermanische und ausserromanische Sprachen. Dieses kann bereits ab dem ersten Semester besucht werden. - 2 Module zu verschiedenen regionalen Gebieten - 3 Module zu thematischen Gebieten - 1 Modul besteht aus der Bachelorarbeit - 10 KP "Studium Generale" Um das Hauptfach abzuschliessen, braucht man 120 Kreditpunkte. Die Abschlussnote setzt sich zusammen aus den Noten aller bestandenen Module. Es gibt keine Abschlussprüfung. Nebenfach Semester Modul "Einführung in die Ethnologie 1" für das Nebenfach 60 (Vorlesung Einführung, Vorlesung Fachgeschichte und Übungsgruppe) (14 ECTS- Kreditpunkte) mit schriftlichen Leistungen und Prüfungen 2. Semester Modul "Einführung in die Ethnologie 2" für das Nebenfach 60 (Vorlesung Methoden, Vorlesung Key Concepts/Fachgeschichte II und Übungsgruppe Monographie (14 ECTS-Kreditpunkte) mit schriftlichen Leistungen und Prüfungen 3. Semester 4. Semester 5. Semester 6. Semester Im Aufbaustudium sind mindestens 6 Module zu belegen, davon - 3 der 5 Kernbereiche (je 4 KP,ausser Kernbereich IV mit 6 KP, falls der Kernbereich IV nicht besucht wird können 2 ECTS-Punkte im Studium Generale erworben werden) Einführung 1 Jahr 28 ECTS Aufbaustudium 2 Jahre 32 ECTS Wegleitung HS 13/FS 14 6

7 BA- Abschluss im Nebenfach 60-1 Modul zu einem regionalen Gebiet der Ethnologie - 2 Module aus den thematischen Gebieten Um das Grosse Nebenfach abzuschliessen, braucht man 60 ECTS-Punkte. Die Abschlussnote setzt sich zusammen aus den Noten aller bestandenen Module. Es gibt keine Abschlussprüfung. Nebenfach Semester Modul "Einführung in die Ethnologie 1" für das Kleine Nebenfach (Vorlesung Einführung und Übungsgruppe) (10 ECTS-Kreditpunkte) mit schriftlichen Leistungen und Prüfungen 2. Semester Modul "Einführung in die Ethnologie 2" (Vorlesung Methoden und Übungsgruppe Monographie) für das Kleine Nebenfach (10 ECTS-Kreditpunkte) mit schriftlichen Leistungen und Prüfungen 3. Semester 4. Semester 5. Semester 6. Semester BA- Abschluss im Nebenfach 30 Im Aufbaustudium sind insgesamt 2 Module zu belegen, davon - 1 Modul aus den Kernbereichen - 1 Modul aus den thematischen oder regionalen Gebieten der Ethnologie. Um das Kleine Nebenfach abzuschliessen, braucht man 30 ECTS-Kreditpunkte. Die Abschlussnote setzt sich zusammen aus den Noten aller bestandenen Module. Es gibt keine Abschlussprüfung. Einführung 1 Jahr 20 ECTS Aufbaustudium 2 Jahre 10 ECTS 1.6 Legende der Abkürzungen Veranstaltungsarten: Leistungsnachweise: Ergänzende Angaben zu den Modulen: VL = Vorlesung PR = Prüfung P = Pflichtmodul SE = Seminar MA = aktive Mitarbeit WP = Wahlpflichtmodul UE = Übung RE = Referat 1-sem = 1-semestriges Modul KO = Kolloquium SU = schriftliche Übung 2-sem = 2-semestriges Modul PK = Praktikum SA = schriftliche Arbeit na = durch Anbieter definiert EX = Exkursion KP = Kreditpunkte TT = Thematisches Tutorat SWS = Semesterwochenstunden QO = Qualifikationsarbeit ohne Veranstaltung / = "oder" PO = Prüfung ohne Veranstaltung + = "und" B = Bachelorarbeit M= Masterarbeit Wegleitung HS 13/FS 14 7

8 1.7 Nützliche Links Informationen zum Bologna-System: und Rahmenordnung und Studienordnungen für das Studium in den Bachelor- und Masterstudiengängen an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich: und Zur Modulbuchung: (http://www.students.uzh.ch/booking.html) Elektronisches Vorlesungsverzeichnis: und Wegleitung HS 13/FS 14 8

9 2. DAS ETHNOLOGISCHE SEMINAR ZÜRICH (ESZ) 2.1 Kontakte, Adressen, Öffnungszeiten Ethnologisches Seminar (ESZ) Andreasstrasse 15, 5. OG (Lifte A) CH Zürich Tel: (Sekretariat: Pia Kumar) Fax: Öffnungszeiten: Bibliothek des Ethnologischen Seminars Andreasstrasse 15, 5. OG (Lift B) CH Zürich Tel: Fax: Öffnungszeiten: Völkerkundemuseum (VMZ) Pelikanstrasse 40 CH Zürich Tel: Fax: Öffnungszeiten: Bibliothek des Völkerkundemuseums Pelikanstrasse 40 CH Zürich Tel: Öffnungszeiten: Fachverein Ethnologie (FVEZ) Andreasstrasse 15, Raum 5.12 CH Zürich Tel: Website des ESZ Die Website des ESZ (http://www.ethno.uzh.ch) enthält aktuelle Informationen insbesondere über die Lehrveranstaltungen. Zudem finden Sie hier alle wichtigen Angaben über das Institut, das Studium, den Lehrkörper und die Bibliothek. Die Website des Völkerkundemuseums (http://www.musethno.uzh.ch) enthält aktuelle Informationen zu den vom Wegleitung HS 13/FS 14 9

10 Museum angebotenen Lehrveranstaltungen. Die Website hält die Studierenden zudem über den studentischen Fachverein auf dem Laufenden. Sprechstunden der Dozierenden und der Studienberatung sind ebenfalls der Website zu entnehmen. Auf der Website des ESZ findet sich auch die OLAT-Portalseite, mit der viele Veranstaltungen am ESZ via Internet unterstützt werden (http://www.ethno.uzh.ch/studium/elearning.html). 2.3 Studienberatung Für den Bachelor- und Masterstudiengang existiert eine eigene Studienberatung. Bitte melden Sie sich jederzeit, wenn Sie Fragen bei der Planung Ihres Studiums haben. Die Studienberatung ist zudem zuständig für die Koordination des Einführungsstudiums und die Prüfungen der Einführungsveranstaltungen. Bitte wenden Sie sich auch an die Studienberatung bei folgenden Themen: Fachwechsel (etwa Hauptfach zu Nebenfach Ethnologie), Anrechnung von externen Leistungen, Studienaufbau, Übertritte vom Lizentiatsstudium ins Bachelor- und Masterstudium, Übertritte an die Universität Zürich. Stellen Studierende im Kreditjournal Unstimmigkeiten fest, müssen sie diese innert 30 Tagen der Studienberatung schriftlich melden. Sprechstunden der Studienberatung werden telefonisch oder per vereinbart (Irina Wenk, Tel , Bitte konsultieren Sie für umfassende Informationen auch die Seite 2.4 Studierendenmobilität (BA) Das Erasmus-Programm fördert den Austausch von Studierenden zwischen verschiedenen europäischen Universitäten. Folgende Angaben gelten speziell für das Ethnologische Seminar der Universität Zürich. Das ESZ bietet Möglichkeiten des studentischen Austauschs mit Universitäten in den folgenden Städten an: Amsterdam, Ankara, Athen, Barcelona, Berlin FU, Berlin HU, Brüssel, Heidelberg, Köln, Kopenhagen, Wien. Für die Anmeldung an diese Universitäten sind die folgenden Punkte zu beachten: Während des Herbstsemesters organisiert die Erasmus-Koordination des ESZ jeweils kurz vor Weihnachten eine Veranstaltung für die Studierenden, die an einer Partneruniversität studieren möchten. Das Datum wird auf der Website des ESZ unter "Agenda" und per mitgeteilt. Der Anmeldetermin für das folgende Herbst- und das anschliessende Frühlingssemester liegt normalerweise Ende Februar. Die Anmeldung bis Ende Februar erfolgt Wegleitung HS 13/FS 14 10

11 bei der BA-Erasmus-Betreuerin. Die offizielle Bestätigung erfolgt danach im Juli durch das Ressort Internationale Beziehungen der Universität Zürich. Ein Auslandaufenthalt empfiehlt sich im dritten und/oder vierten Semester. Der Austausch kann ein Semester (ca. 4 Monate) oder zwei Semester (2 x ca. 4 Monate) dauern. Das Ressort Internationale Beziehungen der Universität Zürich empfiehlt einen zweisemestrigen Aufenthalt. Nebenfachstudierende können sich auch für einen Austausch im Fach Ethnologie anmelden. Da die Anzahl der Studienplätze beschränkt ist, haben Hauptfachstudierende jedoch Vortritt. Man sollte sich nur in einem Fach anmelden. Damit die Leistungen an der Gastuniversität anerkannt werden können, müssen Sie diese an die Studienanforderungen des ESZ anpassen. Zu diesem Zweck schliessen Sie vor Ihrem Aufenthalt ein Learning Agreement sowie eine Anrechnungsvereinbarung mit der BA-Erasmus-Betreuerin ab. Zudem müssen die Leistungen an der Gastuniversität mit einem Transcript of Records schriftlich attestiert werden. Die definitive Anrechnung der Leistungen (z. B. Besuch von Seminaren mit aktiver Mitarbeit, Verfassen von akademischen Arbeiten) erfolgt nach dem Aufenthalt an der Gastuniversität bei der BA-Erasmus-Betreuerin des ESZ. Für Angaben und Fragen zum Austausch mit anderen Universitäten als den oben aufgeführten, in der Schweiz, in Europa und ausserhalb Europas, siehe die Website des Ressorts Internationale Beziehungen der Universität Zürich: Sprechstunden der Erasmus Betreuung werden telefonisch oder per vereinbart (Juliane Neuhaus, Tel , Bitte konsultieren Sie auch für umfassende Informationen: 2.5 Fachverein Ethnologie (FVEZ) Der Fachverein Ethnologie (FVEZ) ist eine Organisation von Studierenden für Studierende. Er informiert die StudentInnen über das aktuelle Geschehen am Seminar und setzt sich für studentische Belange ein. Er organisiert eigene Projekte und Veranstaltungen. Die Arbeit des Fachvereins wird von Studierenden der Ethnologie getragen: Sein Engagement hängt von der Initiative seiner Mitglieder ab. Nähere Informationen finden sich auf der vereinseigenen Seite unter Wegleitung HS 13/FS 14 11

12 3. AUFBAU DES BACHELORSTUDIUMS ETHNOLOGIE 3.1 Generelles: Studienbeginn und -dauer, Voraussetzungen Das Regelstudium beginnt im Herbstsemester und ist so aufgebaut, dass Studierende in sechs Semestern abschliessen können. Das Studium kann und soll aber durchaus länger dauern. Dies kann aufgrund von individuellen Bedürfnissen und Begleitumständen der Fall sein (etwa wegen Erwerbsarbeit neben dem Studium oder Gründung einer Familie). Gehen Sie kreativ an die Planung Ihres Studiums. Ihre Kreditpunkte bleiben mindestens 12 Jahre gültig. Es gibt keine Studienzeitbeschränkung an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich. Das Studium der Ethnologie kennt kein Lateinobligatorium. Die Lateinbefreiung im Hauptfach hat jedoch keine Rückwirkung auf allfällige Lateinobligatorien der Nebenfächer. Die überwiegende Zahl der ethnologischen Publikationen ist in Englisch verfasst. Ein Ethnologiestudium ist daher ohne hinreichende Englischkenntnisse nicht möglich. Wir empfehlen Ihnen, Englischkurse am Sprachenzentrum der Universität zu besuchen, falls Sie im Laufe des Einführungsstudiums hier Nachholbedarf entdecken. Je nach Veranstaltung können auch Kenntnisse einer weiteren Fremdsprache erforderlich sein. Französischkenntnisse sind erwünscht. Im Hinblick auf eine zukünftige regionale Spezialisierung wird der Erwerb einer entsprechenden Fremdsprache dringend empfohlen. Aktivkenntnisse einer lokalen Sprache erleichtern die Durchführung einer allfälligen Feldforschung. Hauptfachstudierende belegen daher zur vertieften sprachlichen Auseinandersetzung das Sprachmodul "nicht-germanische und nicht-romanische Sprache". 3.2 Hauptfach (120 KP) Studienphasen und die zu absolvierenden Module HF 120 Das Regelstudium der Ethnologie beginnt im Herbstsemester. Das Bachelorstudium gliedert sich in ein zweisemestriges Einführungsstudium und ein anschliessendes viersemestriges Aufbaustudium. Das Einführungsstudium gibt einen Überblick über Theorie und Methode sowie über die verschiedenen thematischen Gebiete der Ethnologie. Es muss vollständig absolviert sein, bevor das Aufbaustudium begonnen werden kann. Die einzige Ausnahme bildet das Sprachmodul, das bereits ab dem ersten Semester besucht werden kann. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Module des Einführungsstudiums: Kreditpunkte benotet Modul Modulelemente (SWS, KP) Modultyp Leistungsnachweis/e Einführung in die Ethnologie 1a 1 VL (2 SWS, 4 KP) 10 x Pflicht PR, RE, SU für Studierende im Hauptfach + 1 UE (2 SWS, 6 KP) 10 x Einführung in die Ethnologie 1b 1 VL (2 SWS, 4 KP) Pflicht PR, RE, SU Wegleitung HS 13/FS 14 12

13 Kreditpunkte benotet Modul Modulelemente (SWS, KP) Modultyp Leistungsnachweis/e x x für Studierende im Hauptfach Einführung in die Ethnologie 2a für Studierende im Hauptfach Einführung in die Ethnologie 2b für Studierende im Hauptfach + 1 UE (2 SWS, 6 KP) 1 VL (2 SWS, 4 KP) + 1 UE (2 SWS, 6 KP) 1 VL (2 SWS, 4 KP) + 1 UE (2 SWS, 6 KP) Pflicht PR, RE, SU Pflicht PR, RE, SU Nach Abschluss aller vier Module des Einführungsstudiums können die Module des Aufbaustudiums aus den angebotenen Gebieten frei gewählt und in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Es wird jedoch empfohlen, zunächst die fünf Kernbereiche der Ethnologie zu besuchen. Des Weiteren sind zwei Module zu verschiedenen regionalen Gebieten der Ethnologie und ein Sprachmodul zu absolvieren. Ferner müssen drei Module zu thematischen Gebieten besucht werden. Zusätzlich dürfen 10 KP aus dem Angebot des "Studium Generale" gebucht werden. Es können aber auch hierfür Ethnologie-Module gebucht werden. Ein weiteres Modul besteht aus der Bachelorarbeit. Folgende Tabelle zeigt einen Musterstudienplan, der natürlich nicht alle Möglichkeiten abdeckt. Er soll lediglich aufzeigen, wie ein 6-semestriges Bachelorstudium im Hauptfach aussehen könnte. Semester Module KP Einführung in die Ethnologie 1a für Studierende im Hauptfach 1 Einführung in die Ethnologie 1b für Studierende im Hauptfach Einführung in die Ethnologie 2a für Studierende im Hauptfach Einführung in die Ethnologie 2b für Studierende im Hauptfach Kernbereich I Kernbereich II Kernbereich III 1. Thematisches Gebiet Sprachmodul, 1. Teil Kernbereich IV Kernbereich V 1. Regionalmodul Sprachmodul, 2. Teil 2. Thematisches Gebiet Bachelorarbeit Studium Generale 2. Regionalmodul 3. Thematisches Gebiet Studium Generale Summe KP Wegleitung HS 13/FS 14 13

14 Im Anhang dieser Wegleitung finden Sie eine leere Tabelle, in die Sie Ihre Veranstaltungen gemäss diesen formalen Anforderungen eintragen können, um so eine Übersicht zu gewinnen. Prüfungen und Noten Die einzelnen Veranstaltungen der Einführungsmodule werden benotet. Die Gesamtnote ermittelt sich aus dem Durchschnitt der Einzelnoten. Das Bestehen der Prüfungen und Übungen des ersten und zweiten Semesters (jeweils mindestens mit der Note 4) ist Voraussetzung für die Zulassung zum Aufbaustudium. Bei Nichtbestehen müssen nicht nur die Prüfungen, sondern das gesamte Modul wiederholt werden. Bitte setzen Sie sich in diesem Fall mit der Studienberatung in Verbindung. Werden die Prüfungen nach dem ersten Semester nicht bestanden, kann das zweite Semester (inkl. Prüfungen) trotzdem in Angriff genommen werden. Wird eine Prüfung des zweiten Semesters nicht bestanden, so dürfen Studierende erst nach der Wiederholung des entsprechenden Moduls (inkl. Prüfungen) zum Aufbaustudium zugelassen werden. Es findet keine das Bachelorstudium abschliessende Prüfung statt. Die Schlussnote setzt sich aus den Noten der bestandenen Module zusammen, wobei diese mindestens 120 KP ergeben müssen. Weitere Erläuterungen zu einzelnen Modulen Sprachmodul Sie können das Sprachmodul entweder am ESZ/VMZ, am Sprachenzentrum oder an den Seminaren/Instituten der Philologischen Fächer der Universität Zürich besuchen. Die Homepage des ESZ weist ohne Anspruch auf Vollständigkeit jedes Herbstsemester auf anrechenbare Sprachkurse der Universität Zürich hin. Falls Sie an einer anderen Institution einen Sprachkurs besuchen möchten, sollten Sie in jedem Fall vorher mit der Studienberatung abklären, ob dieser auch als Sprachmodul anerkannt werden kann. Das Sprachmodul das am ESZ/VMZ angeboten wird ist unbenotet. Falls Sie jedoch z. B. ein benotetes Modul an einem Seminar/Institut der Philologischen Fächer der Universität Zürich absolvieren, so wird die Note vom Ethnologischen Seminar übernommen. Bitte planen Sie frühzeitig, wann Sie das Sprachmodul absolvieren werden, denn zu beachten ist, dass Sprachkurse meist länger als ein Semester dauern und in aller Regel im Herbstsemester beginnen. Wenn Sie ein Fach studieren, das das Erlernen einer nicht-germanischen oder nichtromanischen Sprache bereits enthält, so stellen wir Ihnen eine Bescheinigung aus, dass Sie anstelle eines Sprachmoduls ein sonstiges Wahlmodul im Rahmen des Aufbaustudiums absolvieren. Wenn Sie einen längeren Sprachaufenthalt oder ausreichende muttersprachliche Kenntnisse vorweisen können, nehmen wir Ihren Antrag auf Erlass des Sprachmoduls gerne entgegen. Auch in diesem Fall absolvieren Sie stattdessen ein zusätzliches Wahlmodul im Rahmen des Aufbaustudiums. Wegleitung HS 13/FS 14 14

15 Bitte wenden Sie sich bei allen Fragen an die Studienberatung BA/MA, Irina Wenk, oder an die Fachreferentin Miriam Wohlgemuth, "Studium Generale" Mit "Studium Generale" wird ein Studienanteil bezeichnet, der frei aus dem Gesamtangebot der Universität Zürich wählbar ist und ans Studium der Ethnologie angerechnet wird. Für die Anrechnung müssen Sie die in der Modulbeschreibung festgehaltenen Leistungen absolvieren. Mit dem "Studium Generale"-Anteil (10 ECTS) können Sie entweder Ihr Ethnologiestudium vertiefen, indem Sie weitere Ethnologie-Module absolvieren, oder Sie können im Zeichen der Neugier Veranstaltungen aus anderen Fächern besuchen. Es stehen Ihnen alle buchbaren Module zur Verfügung die von den anbietenden Instituten für das "Studium Generale" freigegeben werden. Im Zweifelsfall nehmen Sie mit dem/der Dozierenden der Veranstaltung Kontakt auf. "Studium Generale"-Veranstaltungen können Sie während des Einführungs- und des Aufbaustudiums absolvieren. Übertritt vom Lizentiats- ins Bachelorstudium HF 120 Wurden die obligatorischen Studienleistungen im Lizentiatsstudium gemäss Prüfungsordnung über die Zwischenprüfung an der Philosophischen Fakultät erbracht (2 Semester Einführung und 2 Semester Methodenkurs), so werden im Hauptfach des Bachelorstudiums 42 Kreditpunkte angerechnet. Weitere Anrechnungen aus dem Lizenziatsstudium sind ausgeschlossen. 3.3 Grosses Nebenfach (60 KP) Studienphasen und die zu absolvierenden Module Das Regelstudium der Ethnologie im Nebenfach 60 beginnt im Herbstsemester. Das Bachelorstudium gliedert sich in ein zweisemestriges Einführungsstudium und ein anschliessendes Aufbaustudium. Das Einführungsstudium gibt einen Überblick über Theorie und Methode sowie über die verschiedenen thematischen Gebiete der Ethnologie. Es muss vollständig absolviert sein, bevor das Aufbaustudium begonnen werden kann. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Module des Einführungsstudiums: Kreditpunkte benotet Modul Modulelemente (SWS, KP) Modultyp Leistungsnachweis/e 14 x 14 x Einführung in die Ethnologie 1 für Studierende im grossen Nebenfach Einführung in die Ethnologie 2 für Studierende im grossen Nebenfach 2 VL (4 SWS, 8 KP) + 1 UE (2 SWS, 6 KP) 2 VL (4 SWS, 8 KP) + 1 UE (2 SWS, 6 KP) Pflicht PR, RE, SU Pflicht PR, RE, SU Nach Abschluss des Einführungsstudiums können die Module des Aufbaustudiums aus den angebotenen Gebieten frei gewählt und in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Es wird jedoch empfohlen, zunächst die drei Module aus den Kernbereichen der Wegleitung HS 13/FS 14 15

16 Ethnologie zu besuchen. Ferner ist ein Modul zu einem regionalen Gebiet zu absolvieren. Zwei Module müssen aus den thematischen Modulen gewählt werden. Insgesamt sind im Aufbaustudium sechs Module zu belegen. Folgende Tabelle zeigt einen Musterstudienplan, der natürlich nicht alle Möglichkeiten abdeckt. Er soll lediglich aufzeigen, wie ein sechssemestriges Bachelorstudium im grossen Nebenfach aussehen könnte. Semester Module KP 1 Einführung in die Ethnologie 1 für Studierende im grossen Nebenfach 14 2 Einführung in die Ethnologie 2 für Studierende im grossen Nebenfach Kernbereich 2. Kernbereich 3. Kernbereich Regionalmodul Thematisches Gebiet Thematisches Gebiet 6 60 Summe KP Im Anhang dieser Wegleitung finden Sie eine leere Tabelle, in die Sie Ihre Veranstaltungen gemäss diesen formalen Anforderungen eintragen können, um so eine Übersicht zu gewinnen. Prüfungen und Noten Die einzelnen Veranstaltungen des Einführungsmoduls werden benotet. Die Gesamtnote ermittelt sich aus dem Durchschnitt der Einzelnoten. Das Bestehen der Prüfungen des ersten und zweiten Semesters (jeweils mindestens mit der Note 4) ist Voraussetzung für die Zulassung zum Aufbaustudium. Bei Nichtbestehen müssen nicht nur die Prüfungen, sondern das gesamte Modul wiederholt werden. Bitte setzen Sie sich in diesem Fall mit der Studienberatung in Verbindung. Wird die Prüfung nach dem ersten Semester nicht bestanden, kann das zweite Semester (inkl. Prüfungen) trotzdem in Angriff genommen werden. Wird die Prüfung nach dem zweiten Semester nicht bestanden, so dürfen Studierende erst nach der Wiederholung des Moduls "Einführung in die Ethnologie 2" (inkl. Prüfungen) zum Aufbaustudium zugelassen werden. Es findet keine das Bachelorstudium abschliessende Prüfung statt. Die Schlussnote setzt sich aus den Noten der bestandenen Module zusammen, wobei diese mindestens 60 KP ergeben müssen. Übertritt vom Lizentiats- ins Bachelorstudium NF 60 Wurden die obligatorischen Studienleistungen im ersten Nebenfach des Lizentiatsstudiums erbracht (2 Semester Einführung und 1 Semester Methodenkurs), so werden diese Wegleitung HS 13/FS 14 16

17 im grossen Nebenfach des Bachelorstudiums "sur dossier" angerechnet. Darüber hinaus können weitere Studienleistungen angerechnet werden. 3.4 Kleines Nebenfach (30 KP) Studienphasen und die zu absolvierenden Module Das Regelstudium der Ethnologie im Nebenfach 30 beginnt im Herbstsemester. Das Bachelorstudium im kleinen Nebenfach Ethnologie gliedert sich in ein zweisemestriges Einführungsstudium und ein anschliessendes Aufbaustudium. Das Einführungsstudium gibt einen Überblick über Theorie und Methode sowie über die verschiedenen thematischen Gebiete der Ethnologie. Es muss vollständig absolviert sein, bevor das Aufbaustudium begonnen werden kann. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Module des Einführungsstudiums: Kreditpunkte benotet Modul Modulelemente (SWS, KP) Modultyp Leistungsnachweis/e 10 x 10 x Einführung in die Ethnologie 1 für Studierende im kleinen Nebenfach Einführung in die Ethnologie 2 für Studierende im kleinen Nebenfach 1 VL (2 SWS, 4 KP) + 1 UE (2 SWS, 6 KP) 1 VL (2 SWS, 4 KP) + 1 UE (2 SWS, 6 KP) Pflicht PR, RE, SU Pflicht PR, RE, SU Nach Abschluss des Einführungsstudiums können die Module des Aufbaustudiums aus den angebotenen Gebieten frei gewählt und in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Im Aufbaustudium muss ein Modul aus den Kernbereichen und ein Modul aus den regionalen oder thematischen Gebieten der Ethnologie gewählt werden. Insgesamt sind im zweiten und dritten Studienjahr zwei Module zu belegen. Folgende Tabelle zeigt einen Musterstudienplan, der natürlich nicht alle Möglichkeiten abdeckt. Er soll lediglich aufzeigen, wie ein Bachelorstudium im kleinen Nebenfach aussehen könnte. Semester Module KP 1 Einführung in die Ethnologie 1 für Studierende im kleinen Nebenfach 10 2 Einführung in die Ethnologie 2 für Studierende im kleinen Nebenfach 10 3 Kernbereich 4 4 Thematisches oder regionales Gebiet der Ethnologie Summe KP Wegleitung HS 13/FS 14 17

18 Im Anhang dieser Wegleitung finden Sie eine leere Tabelle, in die Sie Ihre Veranstaltungen gemäss diesen formalen Anforderungen eintragen können, um so eine Übersicht zu gewinnen. Prüfungen und Noten Die einzelnen Veranstaltungen des Einführungsmoduls werden benotet. Die Gesamtnote ermittelt sich aus dem Durchschnitt der Einzelnoten. Das Bestehen der Prüfungen des ersten und zweiten Semesters (jeweils mindestens mit der Note 4) ist Voraussetzung für die Zulassung zum Aufbaustudium. Bei Nichtbestehen müssen nicht nur die Prüfungen, sondern das gesamte Modul wiederholt werden. Bitte setzen Sie sich in diesem Fall mit der Studienberatung in Verbindung. Wird die Prüfung nach dem ersten Semester nicht bestanden, kann das zweite Semester (inkl. Prüfungen) trotzdem in Angriff genommen werden. Wird die Prüfung nach dem zweiten Semester nicht bestanden, so dürfen Studierende erst nach der Wiederholung des Moduls "Einführung in die Ethnologie 2" (inkl. Prüfungen) zum Aufbaustudium zugelassen werden. Es findet keine das Bachelorstudium abschliessende Prüfung statt. Die Schlussnote setzt sich aus den Noten der bestandenen Module zusammen, wobei diese mindestens 30 KP ergeben müssen. Übertritt vom Lizentiats- ins Bachelorstudium NF 30 Wurden die obligatorischen Studienleistungen im zweiten Nebenfach des Lizentiatsstudiums erbracht (2 Semester Einführung), so werden diese im kleinen Nebenfach des Bachelorstudiums "sur dossier" angerechnet. Darüber hinaus können weitere Studienleistungen angerechnet werden. Wegleitung HS 13/FS 14 18

19 4. ANGEBOT UND LEISTUNGSNACHWEISE IM BACHELORSTUDIUM AM ETHNOLOGISCHEN SEMINAR Die Lehre wird vom Ethnologischen Seminar (ESZ) zusammen mit dem Völkerkundemuseum (VMZ) angeboten. 4.1 Liste der Gebiete der Ethnologie A. Kernbereiche der Ethnologie: Soziale Organisation, Verwandtschaft und Gender (Kernbereich I) Ökologie und Wirtschaft (Kernbereich II) Politik und Recht (Kernbereich III) Materielle Kultur/praktisches Wissen/Kunst (Kernbereich IV) Religion und Mythologie (Kernbereich V) B. Thematische Gebiete (erweiterbar im Sinne des aktuellen Profils des Instituts): Methoden der Sozial- und Kulturanthropologie Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie Anthropologie der Globalisierung Entwicklungsethnologie Identität und Kognition Medizinethnologie Visuelle Anthropologie C. Regionale Gebiete der Ethnologie: Europa Lateinamerika Mittlerer Osten (inkl. Nordafrika) Nordamerika Ostasien Ozeanien/Australien Subsaharisches Afrika Südasien Südostasien Zentralasien (inkl. Nordasien) 4.2 Veranstaltungen und Module Am Ethnologischen Seminar werden verschiedene Arten von Veranstaltungen mit unterschiedlichen Leistungsnachweisen angeboten. Leistungsnachweise werden vor allem durch akademische Arbeiten (Qualifikationsarbeiten), Prüfungen, durch das Verfassen von Thesenblättern und das Halten von Referaten erbracht. Die einzelnen Veranstaltungen werden zu Modulen zusammengefasst. Das Einführungsstudium besteht aus Pflichtmodulen, die Vorlesungen und Übungen umfassen. Die Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodule im daran anschliessenden Aufbaustudium umfassen ver- Wegleitung HS 13/FS 14 19

20 schiedene Formate, wie z.b. eine Vorlesung, ein Seminar, eine Vorlesung und eine Übung, zwei Seminare oder eine Exkursion. Auch die Bachelorarbeit ist ein Modul. Zusammengesetzte Module können ein- oder zweisemestrig sein. Für alle bestandenen thematischen oder regionalen Module des Aufbaustudiums sowie das Sprachmodul werden 6 Kreditpunkte vergeben. Für die Kernbereiche I, II, III und V werden 4 Kreditpunkte vergeben, für den Kernbereich IV 6 Kreditpunkte. Die Bachelorarbeit umfasst 12 Kreditpunkte, ein Tutorat und das Seminarkolloquium, beide im Studium Generale anrechenbar, 2 Kreditpunkte. Wiederholbarkeit von Modulen Pflichtmodule einschliesslich Prüfungen und Bachelorarbeit können nur einmal wiederholt werden. Wahlpflichtmodule und Wahlmodule können substituiert werden. 4.3 Einführungsstudium Ziel des ersten Studienjahres ist eine Einführung in die zentralen Themenfelder, Begriffe und Methoden der Ethnologie. Den Studierenden wird dabei auch eine Orientierung im Fach gegeben und somit die Planung des Studiums erleichtert. Des Weiteren werden grundlegende Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt. Das Einführungsstudium umfasst Prüfungen, die über die Eignung zum Studium der Ethnologie Aufschluss geben sollen. Das Einführungsmodul umfasst folgende Veranstaltungen: Vorlesungen und Übungsgruppen In den Vorlesungen des Einführungsstudiums wird ein Überblick über Theorien und Methoden sowie über die Geschichte des Fachs und die verschiedenen thematischen Gebiete der Ethnologie gegeben. Die Vorlesungen werden durch Übungsgruppen begleitet, welche die einzelnen Themen durch die Lektüre ergänzender Texte und Diskussionen vertiefen. Prüfungen im Einführungsstudium Rechtzeitig vor den Prüfungen steht ein detailliertes Merkblatt zur Durchführung der Prüfungen zur Verfügung. Bitte lesen Sie dieses genau durch. Generell gilt: Im Einführungsstudium findet für jede Vorlesung eine oder zwei schriftliche Prüfung(en) statt. Prüfungsstoff ist der gesamte Stoff der jeweiligen Veranstaltung, inkl. Pflichtlektüre und -filme. Die Prüfungen werden benotet. In den Übungsgruppen bilden Qualifikationsarbeiten den Hauptteil des Leistungsnachweises. Die Präsenz zählt zum Workload der Veranstaltungen, für jede Absenz werden Zusatzleistungen verlangt. Wer eine Vorlesungsprüfung oder eine Übungsgruppe nicht besteht, muss das gesamte Modul inkl. Prüfungen und Qualifikationsleistungen wiederholen. Für Studierende, die wegen Krankheit, Prüfungsüberschneidung o. Ä. an den Prüfungen verhindert sind, werden in Wegleitung HS 13/FS 14 20

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