Energiewende: Die Kosten müssen besser verteilt werden

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1 Unternehmen Energie Mobilität Umwelt Innovation Leben Städte Kolumnen Geld Über uns Wiwo Green Gefällt mir Gefällt mir Dir gefällt das. Dir und weiteren Personen gefällt Wiwo Green Personen gefällt Wiwo Green. Energiewende: Die Kosten müssen besser verteilt werden Von Redaktion in Kolumnen um 07:30 Copyright: Getty Images w 3 Kommentare Sie haben einen exklusiven Tipp für uns, ärgern sich über Greenwashing oder wollen uns ein Cleantech-Startup vorstellen? Dies ist der erste Teil unserer Serie über die Zukunft der Energiewende. Von nun an wird jede Woche ein Experte seine Ideen präsentieren, wie der grüne Umbau unserer 8 27 Twittern Gefällt mir Gefällt mir M Diesen Artikel per empfehlen. 1 Schreiben Sie uns Die Autoren von WiWo Green

2 Energieversorgung erfolgreich gestaltet werden kann. Den Auftakt macht Eicke Weber, Physiker und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg. Das ISE ist das größte Solarforschungsinstitut Europas. Sebastian Matthes Benjamin Reuter Die Energiewende, die Umstellung unseres Energiesystems hin zu effizienter Nutzung von ausschließlich erneuerbarer Energie, ist in Deutschland unerwartet erfolgreich. Wer hätte noch vor wenigen Jahren geahnt, dass wir heute bereits über mehr als 32 Gigawatt Photovoltaik und 30 Gigawatt installierter Windenergie verfügen, sodass mehr als 25 Prozent unseres Stroms bereits aus erneuerbaren Quellen kommt. Andreas Menn Wolfgang Kempkens Jan Willmroth Jürgen Klöckner Auch die energetische Gebäudesanierung kommt immer mehr in Fahrt, bald werden sich ganze Gemeinden und Regionen bis zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgen können. Getragen wurde das durch eindrucksvolle Innovationen sowie durch weltweite Investitionen von mehr als 100 Milliarden Euro, die übrigens zu einem großen Teil bei uns in Deutschland getätigt wurden. Premium Werbepartner Wie das Werbekonzept bei WiWo Green funktioniert Hier können Sie WiWo Green folgen Zuletzt kommentiert Beliebt Energiewende: Forschern gelingt Durchbruch bei Stromspeichern w 7 Wir lieferten die notwendigen Anlagen, auf denen beispielsweise in China preiswerte Solarmodule gefertigt werden, und auch die Installationskosten der zahlreichen Module blieben im Lande. Es wird häufig übersehen, dass ein Energiewende: Die Kosten müssen besser verteilt werden w 3 Energiewende: Die Kosten müssen besser verteilt werden w 3

3 beträchtlicher Teil der im europäischen Vergleich stabilen deutschen Wirtschaft der durch die Energiewende ausgelösten zusätzlichen Wirtschaftsleistung zu verdanken ist, ein wahrer Konjunkturmotor. Wir waren so erfolgreich, weil wir seit zehn Jahren Marktmechanismen nutzen, um diese Investitionen zu stimulieren: Wir bieten mit festen, dem Markt aber jeweils angepassten Einspeisetarifen großen und kleinen Investoren die Chance, Geld zu garantiert recht guter Verzinsung anzulegen. Besser als die USA Wir überlassen es den Investoren, die interessantesten Anbieter zu finden und dafür zu sorgen, dass die Anlagen auch effizient arbeiten. Die USA wählten einen anderen Weg: Sie subventionieren die Kosten von Wind- und Solaranlagen, mit dem Ergebnis, dass diese Anlagen in den USA teurer verkauft werden als bei uns dazu mit beträchtlich erhöhtem Verwaltungsaufwand. Ein Subventionsgeber muss natürlich kontrollieren, ob die so mitfinanzierten Anlagen tatsächlich wie geplant arbeiten, und dies auch noch nach Jahren. WiWo Green: So melden Sie sich für unseren Newsletter an w 3 Energiewende: Die Kosten müssen besser verteilt werden w 3 Die aktuelle Ausgabe der WirtschaftsWoche Green Economy Vernetzt fertigen Die schlaue Fabrik von Morgen Nachhaltig rechnen Ex-Puma-Chef Zeitz über Öko-Strategien Anständig anlegen Die grünsten Aktien im Dax Ausgabe herunterladen Wir haben mit der Energiewende tatsächlich eine globale Lawine losgetreten: Von den im Jahr 2012 weltweit verkauften 30 Gigawatt Photovoltaik wurden weniger als acht Gigawatt bei uns installiert. Viele andere Nationen machen bei der Energiewende mit. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Es rechnet sich! Um 1000 Kilowattstunden (kwh) Strom aus Öl zu produzieren, müssen zwei Fässer Öl in Dieselgeneratoren oder Kraftwerken verbrannt werden. Bei einem Ölpreis von rund 100 Dollar pro Fass sind dies eben 20 Cent pro kwh, die Kosten für Kraftwerke und Verteilung des Stroms nicht mitgerechnet. Photovoltaik dagegen kann Strom im Sonnengürtel der Erde für deutlich weniger als die Hälfte erzeugen. Es rentiert sich dort bereits heute, tagsüber die Generatoren abzuschalten und nur noch Nachtstrom damit zu erzeugen, bis Speicher auch diesen Strom liefern können. Grüne Technologien, Best-Practice-Fälle und soziales Unternehmertum: Der WiWo- Green-Newsletter informiert Sie jeden Freitag über die wichtigsten Themen der grünen Wirtschaft. Das Abonnement ist kostenlos. WiWo Green bei Twitter Ein weiterer, in dieser Art unerwartet rasch eingetretener Effekt, ist auch bei uns zu

4 beobachten: die drastische Senkung der Preise an der Leipziger Strombörse durch die Einspeisung der so rasch wachsenden Mengen von Strom aus Wind und Sonne. Diese Preissenkung beträgt fast ein Viertel des Industriestrompreises und macht so Deutschlands energieintensive Industrie deutlich wettbewerbsfähiger. Strompreisbremse ist überstürzt Trotz dieser Erfolge haben wir heute in Deutschland ein Problem: Wir verteilen die Kosten des zu festen Einspeisetarifen abgerechneten, erneuerbaren Stroms auf die Kunden. Soweit so gut. Doch die erwünschten, sinkenden Strompreise an der Börse haben den Effekt, die erforderliche Umlage für alle außer der privilegierten, energieintensiven Industrie zu erhöhen. Dieser Fehler des Systems muss dringend korrigiert werden. Spätestens nach der kommenden Bundestagswahl im Herbst sollten wir uns daran machen. Statt an hektisch ins Gespräch gebrachten Entwürfen für Strompreisbremsen eines weiteren Erneuerbare-Energien-Änderungsgesetzes sollte man allerdings besser gleich an einem Energiewendegesetz (EWG) arbeiten. Dieses sollte die für die weitere Umsetzung der Energiewende nötigen gesetzlichen Maßnahmen zusammenfassen. ANZEIGE Grundlage eines solchen EWG sollte eine Roadmap sein, also die Beschreibung einer Straße, und kein Masterplan, da wir nicht absehen können, wie schnell wir auf der Straße zur Energiewende künftig fahren werden. In dieser Roadmap sollte beispielsweise beschrieben werden, wie viel an dezentraler und zentraler Energiespeicherung und innerdeutscher sowie internationaler Verflechtung des Stromnetzes erforderlich sein werden, um 50 Prozent und mehr von Strom aus fluktuierenden Quellen in ein versorgungssicheres Netz einzuspeisen. Die zentralen Fragen für dieses EWG sind: Wie soll ein effektives und kostengünstiges Anreizsystem zur lokalen Speicherung und Einspeisung zur richtigen Zeit in ein Smart Grid aussehen, in dem die Batteriesysteme der Stromkunden entsprechend den während des Tages veränderlichen Stromkosten

5 systemstabilisierend einspeisen und entnehmen? Wie können wir die energetische Gebäudesanierung schnell voranbringen? Den Zubau von gasgeführten Kombikraftwerken zur Erzeugung von Strom und Wärme forcieren? Die Elektromobilität vorantreiben, die zunehmend außer auf Batteriesystemen auch auf Wasserstoff-Brennstoffzellenautos basieren wird, da große Mengen Wasserstoff zu den Zeiten von Überschussstrom aus Sonne und Wind preiswert zur Verfügung stehen? Die wichtigsten Themen aus Wirtschaft, Politik, Finanzen - ständig aktuell auf WirtschaftsWoche Online Stromsparen muss attraktiver werden Die Lösung dieser Problempalette sollte bereits jetzt sorgfältig vorbereitet werden, um nach der Bundestagswahl in Angriff genommen zu werden. Als kurzfristige Maßnahme zur Senkung der Stromkosten für Niedrigverdiener könnte ein Basis-Stromtarif gesetzlich vorgeschrieben werden. Die ersten beispielsweise 1000 kwh pro Haushalt und Jahr sollten wesentlich preiswerter als jetzt angeboten werden. Ein Verbrauch zwischen kwh pro Haushalt könnte den heutigen Tarifen entsprechend abgerechnet werden. Für einen Verbrauch über 3000kWh müsste dann entsprechend mehr als heute bezahlt werden. Wenn es administrativ möglich ist, könnten die Grenzwerte nach der Zahl der Personen im Haushalt gestaffelt werden. Dies schafft maximalen Anreiz zum Stromsparen. Wirklich sparsame Haushalte würden dadurch nennenswert entlastet. In einem derartigen System kann man auch bald auf Einspeisetarife für neue Photovoltaikanlagen von Privathaushalten verzichten, da sich der Selbstverbrauch von Sonnenstrom, auch unterstützt durch ein Batteriesystem, schon heute rechnet. Mehr zum Thema Regierung: Mit Energiewende-Bashing zum Wahlerfolg? w 10

6 Heizung: Ein Berliner Startup will die Kosten senken w 1 Klimagipfel müssen sich neu erfinden so könnte es gehen w 0 Sport: Warum ein Extremläufer für die Energiewende rennt w 0 Armstrong-Affäre: Der Spitzensport muss nachhaltiger werden w 0 Name (erforderlich) -Adresse (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich) Website Informiere mich über neue Kommentare via 10. März 2013, 16:56 Brandtsch Endlich mal jemand der die Fakten aufzählt. Noch mehr und ausführlicher gibts diese Aktuellen Fakten zur PV in D von Fraunhofer ISE im folgenden link deren Inhalt laufend aktualisiert wird. Nur eins erwähnt E.Weber nicht obwohl es doch wichtig ist: Die Einspeisevergütung in D für April 2013 für PV-Strom beträgt 15,9 Cent/kwh für kleine Dachanlagen, bei Anlagen >1MW sind es 11 Cent. Bis Ende des Jahres kann man von Cent/kwh o. weniger ausgehen! Spätestens Ende nächstes Jahr wird es für viele schon

7 günstiger sein die Überschüsse für die Warmwasserbereitung zu nutzen u. Heizöl einzusparen. D.h. die PV braucht bald keine Vergütung mehr! Wer hätte DAS noch vor wenigen Jahren erwartet?!! 10. März 2013, 18:45 Phildemos Der Artikel ist leider in verschiedener Hinsicht falsch oder irreführend. Die Strom- und Einspeisepreise (für uns Verbraucher) entstehen eben nicht durch Marktmechanismen sondern sind politische Preise. Die unterschiedlichen Einspeisevergütungen benachteiligen politisch bestimmte Energien und bevorzugen andere (PV). Das führt dazu, dass die hochsubventierte PV attraktiver wird als die Energieeinsparung z.b. durch Gebäudesanierung. Außerdem hat der Staat die horrenden Kosten über einen Schattenhaushalt dem Bürger aufgebrummt (ähnlich wie die GEZ). Die Politiker haben sich clever davor gedrückt, Flagge zu zeigen und die Subventionskosten in die öffentlichen Haushalte aufzunehmen. Besser wäre es, die Energiesteuern aufkommensneutral in eine CO2-Steuer umzuwandeln. Dann könnte der Markt entscheiden, ob Windräder, Biogas, PV, Dämmung, e-autos, etc. den meisten Nutzen zu den geringsten Kosten bringen würden. Aber nein, dann könnten unsere regelungswütigen Politiker nicht mehr entscheiden. Es ist richtig, dass Einkommenschwache vor überhöhten Energiepreisen geschützt werden müssen (und übrigens genauso vor allen anderen überhöhten Lebenshaltungskosten). Aber vor einem Basisstromtarif muss gewarnt werden. Dieser würde zu einer erhöhten Bürokratie führen Wollen sie, dass die Beamten kommen und nachschauen, wieviele Personen in einer Wohnung wohnen? Außerdem würde der Basisstromtarif zu weiteren Verzerrungen führen. Statt dass Energieeinsparung gefördert würde, würde der Stromverbrauch bis zu einer gewissen Grenze subventioniert. Das kann es ja wohl nicht sein. 11. März 2013, 08:16 EEX Strompreise sind NICHT GESTIEGEN. Die Strompreis sind NICHT gestiegen, was soll das ganze Geschrei.

8 EEX Strompreise AKWs abschalten. Schaden für ein Super-GAU in Frankreich bis zu sind NICHT GESTIEGEN 5800 Milliarden glauben Deutsche Firmen immer noch dass bei überwiegend Westwind ein SuperGau Vorteile hat? Sie sind hier: Energiewende: "Die Kosten müssen besser verteilt werden" - WiWo Green nach oben Unternehmen Energie Mobilität Umwelt Innovation Leben Städte Kolumnen Geld Über uns 2012 Handelsblatt GmbH - ein Unternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH & Co. KG Verlags-Services für Werbung: iqdigital.de (Mediadaten) Verlags-Services für Content: Business Content Online-Archiv Realisierung und Hosting der Finanzmarktinformationen: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG Verzögerung der Kursdaten: Deutsche Börse 15 Min., Nasdaq und NYSE 20 Min. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Bitte beachten Sie auch folgende Nutzungshinweise, die Datenschutzerklärung und das Impressum. WirtschaftsWoche ist Mitglied im VDZ. Partnerseiten: Handelsblatt Online, karriere.de, absatzwirtschaft, Der Betrieb, Creditreform, VDI nachrichten, DUB Unternehmensnachfolge, bellevue-ferienhaus.de, semigator.de, boatoon.co

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