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1 Newsletter des Präsidiums April/Mai 2009 Inhaltsverzeichnis Ebene Bund 1. Ergebnisse der Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz 2. Fortschreibung von Exzellenzinitiative, Pakt für Forschung und Innovation und Hochschulpakt Ebene Land/Metropolregion 3. Niedersachsen als erstes Land im bundesweiten Pakt Komm mach MINT 4. Hochschulpakt 2020 in Niedersachsen 5. Hannover Messe zeigt Oldenburgs Innovationen Ebene Hochschule 6. Findungskommission neu zusammengesetzt 7. Exzellenz in der Lehre 8. Oldenburg in der zweiten Runde des Hochschul-Wettbewerbs zur MINT Lehrerbildung 9. Neues Veranstaltungsprogramm Hochschuldidaktik 10. Klimawandel vor Gericht ist offizielles Projekt der UN-Weltdekade 11. Universitätsweite Befragung zum Thema Rassismus und Diskriminierung 12. Termine Ebene Bund DRS 088/09 1. Ergebnisse der Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz Am 21. April 2009 hat sich die 6. Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mit den Themen Mobilität von Wissenschaftlern, Chancengleichheit für Studierende mit Behinderung und Hochschulzulassung befasst. Für die Förderung der geographischen und sektoralen (zwischen Hochschulen und Unternehmen) Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird eine intensivere Beratung durch die Hochschulen, eine bessere Zusammenarbeit der Versicherungsträger auf europäischer Ebene sowie die Mitnahmefähigkeit von Versorgungsanwartschaften angemahnt. Mit der Empfehlung "Eine Hochschule für Alle" will die HRK Maßnahmen ergreifen, die Chancengerechtigkeit für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit schaffen sollen. Darüber hinaus wurde die Entscheidung zur schrittweisen Einführung des Dialogorientierten Serviceverfahrens zur Hochschulzulassung voraussichtlich ab dem WS 2011/12 mit einer Mehrheit von 92 Prozent erneut bestätigt. Auf den Internetseiten des Präsidiums finden Sie Links zu weiterführenden Informationen.

2 2. Fortschreibung von Hochschulpakt, Exzellenzinitiative und Pakt für Forschung und Innovation Die Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) hat in einer Mitgliederversammlung am 30. März 2009 und einer Sondersitzung am 22. April Vorschläge zur Fortschreibung der drei großen Vorhaben "Hochschulpakt", "Exzellenzinitiative" und "Pakt für Forschung und Innovation entwickelt und verabschiedet Der Hochschulpakt soll gemäß des Vereinbarungsentwurfs für eine zweite Phase bis zum 31. Dezember 2015 fortgeschrieben werden. Er enthält weiterhin in Artikel 1 das Programm zur Aufnahme zusätzlicher Studienanfänger und in Artikel 2 das Programm zur Finanzierung von Programmpauschalen für von der DFG geförderte Forschungsvorhaben (Overhead). Gegenüber 2008 werden zusätzliche StudienanfängerInnen pro Jahr erwartet, für die im Zeitraum 2011 bis 2015 pro Studienanfänger Euro zur Verfügung stehen sollen Euro mehr als in der ersten Programmphase des Hochschulpakts. Die im Jahr 2006 von Bund und Ländern gemeinsam gestartete Exzellenzinitiative soll ebenfalls fortgesetzt werden. Das Programm läuft bis 2017 und ist mit 2,7 Milliarden Euro dotiert (gegenüber 1,9 Milliarden Euro in der ersten Förderrunde). Neuanträge und Fortsetzungsanträge sollen gleichberechtigte Chancen erhalten. Die Mittel für die Förderung werden vom Bund und dem jeweiligen Sitzland der einzelnen Projekte im Verhältnis 75:25 getragen. Für die Fortschreibung des Paktes für Forschung und Innovation hat die GWK bereits im Herbst 2008 wichtige Weichenstellungen für den Zeitraum von 2011 bis 2015 vorgenommen. Der Pakt soll die Wissenschaftsorganisationen in die Lage versetzen, strategische Maßnahmen fortzusetzen und weiterzuentwickeln, vorhandene Instrumente qualitativ und quantitativ auszubauen sowie neue Instrumente zu entwickeln, zu erproben und zu etablieren. Bund und Länder stellen den Wissenschaftsorganisationen eine jährliche Steigerung ihres finanziellen Zuschusses um 5 % in Aussicht, außerdem sollen Sondertatbestände wie zum Beispiel Neuaufnahmen oder Änderungen in der Förderform zusätzlich dotiert werden. Allerdings wurde die Finanzierung der Fortschreibung der drei Pakte jüngst von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) unter Haushaltsvorbehalt gestellt. Diese Entscheidung, die von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan (CDU) bestätigt wurde, macht einen Beschluss vor Bundestagswahl im September unwahrscheinlich. Auf den Internetseiten der GWK (www.gwk-bonn.de) finden Sie die Vereinbarungsentwürfe zum Hochschulpakt und zur Exzellenzinitiative sowie den Wortlaut des Paktes für Forschung und Innovation. Speziell auf Niedersachsen bezogene Informationen entnehmen Sie bitte dem Berichtspunkt Hochschulpakt 2020 in Niedersachsen in diesem Newsletter.

3 Ebene Land/Metropolregion 3. Niedersachsen als erstes Land im bundesweiten Pakt Komm mach MINT Als erstes Bundesland hat Niedersachsen den nationalen Pakt für Frauen in Berufen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik kurz MINT-Berufen unterschrieben. Darin wird versucht, das Bild der naturwissenschaftlich-technischen Berufe in der Gesellschaft zu verändern sowie junge Frauen für MINT-Studiengänge zu begeistern und ihnen Karrierechancen in diesen Feldern aufzuzeigen. In Niedersachsen sind in den letzten Jahren zahlreiche Projekte durchgeführt worden, um bereits in der Schule das Interesse von Mädchen an naturwissenschaftlichen und technischen Fächern zu wecken und sie zu einer entsprechenden Studienentscheidung zu motivieren. Mit der Unterzeichnung des nationalen Paktes soll dieser Prozess intensiviert werden. Auf den Internetseiten des Präsidiums finden Sie Links zu weiterführenden Informationen. 4. Hochschulpakt 2020 in Niedersachsen Die WissenschaftsministerInnen von Bund und Ländern haben die entscheidenden Weichen für einen Ausbau der Studienplätze gestellt. Der Hochschulpakt, mit dem Bund und Land in Niedersachsen bis 2010 bereits Studienanfängerplätze neu schaffen wollten, soll fortgesetzt werden. Bis 2015 werden insgesamt rund 7,2 Milliarden Euro von Bund und Ländern investiert. Nach Niedersachsen sollen knapp 350 Millionen Euro Bundesmittel für neue Studienplätze fließen. Die Mittel werden in gleicher Höhe durch Landesmittel gegenfinanziert. 5. Hannover Messe zeigt Oldenburgs Innovationen Vom 20. bis zum 24. April zeigte das Oldenburger Zentrum für Windenergieforschung ForWind im Rahmen der diesjährigen Hannover Messe technische Innovationen aus den beiden Standorten Oldenburg und Hannover. Auf dem Messestand präsentierte ForWind ein neuartiges Anemometer und ein dynamisches Verfahren zur Bestimmung von Leistungskennlinien, die derzeit am Standort Oldenburg entwickelt werden. Ein Bestandteil der Forschung am ForWind-Standort Hannover ist der Luftblasenschleier, ein Verfahren zur Schallreduzierung beim Bau von Offshore-Windenergieanlagen. Die größte Industriemesse der Welt hat eine eigene Leitmesse für den Bereich Windenergie und lenkt auch die Aufmerksamkeit der Politik auf diese Zukunftsbranche. Das zeigte der Besuch des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff beim ForWind-Messestand. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von ForWind unter

4 Ebene Hochschule 6. Findungskommission neu zusammengesetzt In seiner ersten Sitzung hat der 19. Senat der Universität neue Mitglieder in die Findungskommission bestellt. Für die Gruppe der Wissenschaftlichen Mitarbeiter wurde Sven Rößler, der bereits von 2004 bis 2005 als Studentisches Mitglied des Senates in einer Findungskommission mitgewirkt hat, mehrheitlich in die Findungskommission gewählt. Als neue Mitglieder des Senats stehen Kathrin Hamann und Anja Carina Frank aus der Studierendengruppe der Findungskommission als beratende Mitglieder zur Verfügung. 7. Exzellenz in der Lehre In einer gemeinsamen Initiative haben die Kultusministerkonferenz (KMK) und der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft einen Wettbewerb für Exzellenz in der Lehre ausgeschrieben. Unter Beteiligung der Fakultäten und unter Federführung des Vizepräsidenten für Studium und Lehre hat die Universität eine Projektskizze OLEX Oldenburger Lehrexzellenz erarbeitet und sich mit diesem Konzept an der ersten Ausschreibungsrunde beworben. Bundesweit wurden 108 Antragsskizzen von 57 Universitäten, 47 Fachhochschulen und vier Kunst-/Musikhochschulen eingereicht. Anfang Mai werden Gutachter über die eingereichten Projektskizzen beraten und erfolgreiche Hochschulen zu einer Bewerbung mit einem ausgearbeiteten Konzept für die zweite Runde auffordern. Die Auswahl der Preisträger ist für Ende des Jahres geplant. Unabhängig vom Erfolg der Oldenburger Projektskizze im Wettbewerb ist die Weiterentwicklung des Konzepts, das Initiativen und Projekte in den Fakultäten aufgreift und übergreifend zusammenzuführen versucht, geplant. 8. Oldenburg in der zweiten Runde des Hochschul-Wettbewerbs zur MINT Lehrerbildung Lehrende der Universität Oldenburg und das Didaktisches Zentrum haben in einem bundesweiten Wettbewerb der Deutschen Telekom Stiftung zur Lehrerbildung ein wichtiges Etappenziel erreicht. Als eine von 11 Hochschulen ist die Universität nun zur Einreichung eines Vollantrages aufgefordert. Die Endauswahl soll am 2. und 3. Juli stattfinden. Mit dem Wettbewerb soll eine zentrale Stellschraube des Bildungssystems, die Lehrerbildung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), gefördert werden. Ziel des Oldenburger Vorhabens ist es, fachbezogene und fachdidaktische Studieninhalte systematischer miteinander zu vernetzen und den Studierenden vermehrt Einblicke in unterschiedliche Expertisen und Perspektiven ihrer Unterrichtsfächer zu gewähren. Zentrales Element sind Workshops mit Experten aus den MINT-Fachwissenschaften, der Industrie, der Schulpraxis und den Fachdidaktiken, die von Lehramtsstudierenden organisiert und ausgewertet werden, um innovative Konzepte für aktuelle Themen (Bsp. Energietechnologien) oder zentrale Bildungsfragen (Bsp. Nachwuchsförderung im MINT- Bereich) zu entwickeln und in Materialien für Unterricht, außerschulische Lernorte und die Lehrerbildung umzusetzen.

5 9. Neues Veranstaltungsprogramm Hochschuldidaktik Das neue Veranstaltungsprogramm im Rahmen des Zertifikats "Hochschuldidaktische Qualifizierung" beginnt im Mai 2009 mit dem Thema "Mündliche Prüfungen". Weitere Themen sind die Gestaltung von Lehrveranstaltungen, der Umgang mit schwierigen Situationen in der Lehre, Lehrportfolios und Interdisziplinarität/Praxisbezug. Nähere Informationen zu den Seminaren und dem Zertifikatsprogramm sind im Internet unter zu finden. Um die Qualität in der Hochschullehre zu steigern, bietet die Universität Oldenburg gemeinsam mit den Universitäten Bremen und Osnabrück seit dem Wintersemester 2005/06 ein modularisiertes Qualifizierungsprogramm für alle in der universitären Lehre tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an. Das Programm umfasst drei Module mit insgesamt 200 Stunden (80, 60, 60 Std.) und entspricht somit dem internationalen Standard für den Nachweis von Lehrkompetenz. Die einzelnen Module bestehen aus jeweils drei Werkstattseminaren (mit Pflicht- und Wahlbereich). Die Seminare gestalten sich überwiegend als Präsenztermine, zum Teil kombiniert mit E-Learning-Angeboten. Der Einstieg in das Programm ist jederzeit möglich. Die Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen kostet für Lehrende der Universität Oldenburg und der Kooperationspartner 60,00 Euro (andere: 120,00 Euro). Ansprechpartnerin für das Programm ist Simone Schipper, Tel. 0441/ Klimawandel vor Gericht ist offizielles Projekt der UN-Weltdekade Der Klimawandel vor Gericht ist ein interdisziplinäres Projekt zur Förderung der Bewertungskompetenz von SchülerInnen zum Thema Klimawandel. Seit Anfang April 2009 ist es ein offizielles Projekt der UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" 2009/2010. Die Auszeichnung wurde von Professor Gerhard de Haan, dem deutschen Vorsitzenden der UN-Weltdekade, im Anschluss an die UNESCO-Weltkonferenz in Bonn verliehen. Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, die Bewertungskompetenz der SchülerInnen zu fördern. Im Projekt "Klimawandel vor Gericht" werden zusammen mit Lehrkräften in vier Fächern (Chemie, Physik, Politik, Biologie) Unterrichtseinheiten rund um das Thema Klimawandel entwickelt und erprobt.

6 11. Universitätsweite Befragung zum Thema Rassismus und Diskriminierung Am 20. April 2009 wurde an der Universität eine Pilotstudie zu Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen im Hochschulalltag gestartet. Die Studie wird von der vom Senat der Universität eingerichteten Ombudsstelle Antirassismus in Kooperation mit dem IBKM und der IBIS e.v. durchgeführt. Die Studie richtet sich an alle Studierenden und Bediensteten der Carl von Ossietzky Universität. Die Fragebögen können bis zum 31. Mai 2009 ausgefüllt an die Ombudsstelle geschickt werden. In den ersten zwei Wochen der Pilotstudie gab es vor allem durch Vorlesungsbesuche, Info- Stände in beiden Mensafoyers und durch eine Downloadmöglichkeit des Fragebogens eine beachtliche Resonanz. Ferner konnte die Projektgruppe auf die Unterstützung des Präsidiums und der kommissarischen Präsidentin Dr. Heide Ahrens sowie der Pressestelle zurück greifen. Durch die s der kommissarischen Präsidentin an alle Bedienstete und der Pressestelle an alle Studierende wurde auf diese Studie aufmerksam gemacht. Die Pilotstudie will einen Beitrag zur Entwicklung von Maßnahmen gegen Diskriminierung und Rassismus leisten und für die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung sensibilisieren. Die Ergebnisse sollen auch Anregungen für die akademische und soziale Integration sowie gleichberechtigte Partizipation der Studierenden und Bediensteten mit Migrationshintergrund geben. Der Fragebogen kann in max. 5 bis 10 Minuten ausgefüllt und in Postfächer der Fakultäten mit der Aufschrift "Postausgang" oder in die bereit gestellten Urnen in beiden Mensafoyers (Haarentor und Wechloy) eingeworfen werden. Auf der Homepage steht der Fragebogen in englischer und deutscher Sprache zur Verfügung. Rückfragen können gerne an die Kontaktadresse gesendet werden. 12. Termine 23. Mai 2009, in und um Oldenburg: Circa 250 Fahrradfahrer der Universität Groningen besuchen Oldenburg mit dem Fahrrad. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Universität Oldenburg und anderen Radlern geht es in und um Oldenburg auf Tour. Drei Routen mit unterschiedlicher Länge stehen zur Auswahl, davon eine Info-Tour in Oldenburg und zwei Touren auf der Route um Oldenburg. Das gemeinsame Grillfest mit Musik am Abend am Campus in Wechloy bildet den Abschluss. Anmeldung beim TuS Bloherfelde, Tel ; 5. Juni 2009, Universität Oldenburg: Hochschulinformationstag

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