Pädagogische Hochschule Freiburg Institut Erziehungswissenschaft II Abteilung Erwachsenenbildung / Weiterbildung

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1 Pädagogische Hochschule Freiburg Institut Erziehungswissenschaft II Abteilung Erwachsenenbildung / Weiterbildung Stand: April 2006 Hinweise zum Praktikum in der Studienrichtung Erwachsenenbildung / Weiterbildung im Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft Im Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft sind zwei Praktika integraler Bestandteil des Studiums: Das erste Praktikum (acht Wochen) ist im Grundstudium abzuleisten und Prüfungsvoraussetzung zur Diplom-Vorprüfung. Das zweite Praktikum - das Hauptpraktikum (vier Monate) - erfolgt entsprechend der Studienrichtung im Bereich der Erwachsenenbildung/Weiterbildung (EB/WB) bzw. im Bereich eines der Wahlpflichtfächer der Studienrichtung (s. S. 2) und wird für die Meldung zur Diplom-Hauptprüfung vorausgesetzt. Die vorliegenden Hinweise beziehen sich auf das Hauptpraktikum im Bereich der Erwachsenenbildung/Weiterbildung. 1. Funktion und Ziele des Hauptpraktikums Das Praktikum bietet den Studierenden die Möglichkeit, angesichts der heutigen Ausdifferenzierung des Erwachsenenbildungsbereichs einige Bereiche erwachsenenpädagogischer Tätigkeit vertieft kennenzulernen und ihre Fähigkeiten in ihnen zu erproben. Die konkreten Ziele liegen in folgenden Bereichen: Kennenlernen eines Berufs- und Tätigkeitsfeldes der Erwachsenenbildung/Weiterbildung; Vermittlung praxisrelevanter Qualifikationen; Einüben von Berufsfähigkeiten; Übung in der Analyse und Lösung praktischer Aufgaben mit Hilfe theoretischer Kategorien, Methoden und Fragestellungen; Überprüfen wissenschaftlicher Positionen in Form von empirischen Untersuchungen oder innovativen Verfahren (auch im Rahmen größerer Forschungsprojekte). Neben der Möglichkeit des Kennenlernens zukünftiger Berufsfelder und einer entsprechenden praxisrelevanten Qualifikationsvermittlung für die Studierenden hat das Praktikum auch die Funktion der kontinuierlichen Rückkopplung zwischen den Einrichtungen und Trägern der Erwachsenenbildung/Weiterbildung und der Hochschule. Diese Wechselwirkung zwischen Theorie und Praxis dient der Hochschule u.a. bei der Planung neuer Praktika und der Revision des Studiengangs.

2 Hinweise zum Praktikum in der Studienrichtung Erwachsenenbildung / Weiterbildung 2 2. Form und Zeitpunkt des Praktikums Das Praktikum findet (in der Regel) außerhalb der Hochschule statt. Es soll längerfristig und kontinuierlich sein. Je nach den von Fall zu Fall vorherrschenden Bedingungen kann es als Block- oder studienbegleitendes (Teilzeit- oder Intervall-) Praktikum absolviert werden. Das Hauptpraktikum hat einen Umfang von vier Monaten und kann auch je zur Hälfte in zwei verschiedenen Einrichtungen abgeleistet werden. Im Prinzip kann das Praktikum zu jedem Zeitpunkt abgeleistet werden. Es wird jedoch empfohlen, möglichst aktuelle Praxiserfahrungen zu sammeln, auch im Hinblick auf eine mögliche Berufseinmündung. 3. Zulassung und Anerkennung des Praktikums Zulassung und Anerkennung des Praktikums müssen auf einem speziellen Formblatt, welches in der Abteilung erhältlich ist, bestätigt werden (gelbes Formblatt). Die Anerkennbarkeit des Praktikums ist vor dessen Beginn durch eine praktikumsbetreuende Person der Hochschule auf dem Praktikumsschein (gelbes Formblatt) zu bestätigen. Praktikumsbetreuende Personen in der Abteilung EB/WB sind: Dipl.-Päd in Berdelmann (Praktikumsvorbereitung), Dipl.-Päd. Gruchel (Praktikumsbegleitung und -nachbereitung) und Dipl.-Päd in Michalek (Praktikum im Grundstudium). Frühere oder aktuelle Berufs- oder ehrenamtliche Tätigkeiten können ganz oder teilweise als Praktikum anerkannt werden, sofern sie einschlägig sind (siehe dazu Punkte 4 und 5). Eine entsprechende Entscheidung wird von der oder dem jeweiligen Praktikumsbetreuer/in der Hochschule nach Prüfung des jeweiligen Einzelfalls getroffen. 4. Praktikumsstellen In der Regel bemühen sich die Studierenden selbst um eine geeignete Praktikumsstelle. Bei der Suche nach geeigneten Praktikumsstellen ist die Hochschule behilflich. Praktika müssen einen Bezug zur Studienrichtung Erwachsenenbildung/Weiterbildung haben, das heißt der überwiegende Anteil der Tätigkeit muss sich auf die Bildung Erwachsener beziehen. Infolge der Ausdifferenzierung des Erwachsenenbildungsbereichs ist eine entsprechend eindeutige Zuordnung nicht immer gewährleistet. Wir empfehlen daher, die Anerkennbarkeit einer Praktikumsstelle vor Aufnahme eines Praktikums im Zweifel frühzeitig mit einer der praktikumsbetreuenden Personen zu klären. Nach Wahl kann das Praktikum bis zur Hälfte der Gesamtdauer (also bis zu 2 Monaten) auch in einem auf das Wahlpflichtfach bezogenen Tätigkeitsfeld absolviert werden (hierzu beraten jeweils die zuständigen Ansprechpartner in den Wahlpflichtfächern). Als Praktikumsstellen kommen Träger und Einrichtungen in Frage, die sich von ihrer institutionellen Selbstbeschreibung her als Bildungseinrichtung verstehen. Daneben kann das Praktikum auch

3 Hinweise zum Praktikum in der Studienrichtung Erwachsenenbildung / Weiterbildung 3 in Institutionen abgeleistet werden, die nicht primär Bildungseinrichtungen sind, an denen aber erwachsenen- und weiterbildnerische Tätigkeiten professionell durchgeführt werden (zum Beispiel Umschulungsabteilungen in Kliniken, Abteilungen für gesundheitliche Aufklärung und Weiterbildung, Elternarbeit in pädagogischen Einrichtungen für Kinder). Praktika können auch in Projekte z.b. Forschungs- oder Entwicklungsprojekte eingebunden sein. Praktikumsgebende Einrichtungen sollen folgende Bedingungen erfüllen: einen Mindest-Institutionalisierungsgrad (zum Beispiel e.v.); ein angemessenes, kontinuierliches Erwachsenenbildungs/Weiterbildungs-Programm; angemessene Anleitung und Betreuung durch eine Person mit erwachsenenpädagogischer Kompetenz. Praktika können weltweit abgelegt werden. 5. Inhalte der Praktika Das Praktikum soll möglichst vielseitig sein. Es soll prinzipiell alles enthalten, was den Berufsalltag der in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung Tätigen ausmacht. Dazu gehören beispielsweise: Kennenlernen von und Beteiligung an Kursen, Seminaren, Exkursionen und anderen Veranstaltungen mit erwachsenenpädagogischer Ausrichtung, und zwar an deren Planung, Durchführung und Evaluation; Bedarfsermittlung, Programmplanung und revision; Organisation, Verwaltung, Teilnehmer- und Dozentenbetreuung, Bildungsberatung, Öffentlichkeitsarbeit; Befragungen und andere empirische oder hermeneutische Untersuchungen (zum Beispiel Literaturauswertungen, Programmanalysen); Personal- und Organisationsentwicklung. Im einzelnen werden die Erfordernisse der jeweiligen EB-Einrichtungen und die Schwerpunkte bzw. Fähigkeiten der Praktikanten und Praktikantinnen maßgebend sein. Therapeutische und nicht primär bildungsorientierte beratende Tätigkeiten können nicht anerkannt werden. 6. Praktikumsbetreuung Die Betreuung des Praktikums erfolgt sowohl von Seiten der Hochschule als auch durch die Einrichtung, in der das Praktikum absolviert wird.

4 Hinweise zum Praktikum in der Studienrichtung Erwachsenenbildung / Weiterbildung 4 Von Seiten der Hochschule werden folgende Veranstaltungen der Praktikumsbetreuung angeboten: 1. eine praktikumsvorbereitende Veranstaltung, in der Fragen der Wahl einer geeigneten Praktikumsstelle ebenso thematisiert werden wie Fragen der gezielten Vorbereitung auf die Praktikumsdurchführung und der Verbindung von Studium und Praktikum; auf einem jeweils zu Semesterbeginn angebotenen Arbeitsfeldermarkt wird von ehemaligen Praktikant/inn/en über Praktikumsstellen in verschiedenen Arbeitsfeldern informiert. 2. eine praktikumsbegleitende Veranstaltung, die sich zum einen an Studierende im Praktikum wendet hier wird fallbezogen das Verhältnis von wissenschaftlichem Wissen und praktischer Erfahrung reflektiert - wie zum anderen an diejenigen, die das Praktikum absolviert haben hier geht es um die Beratung bei der Anfertigung des Praktikumsberichts unter besonderer Berücksichtigung der Reflexion der im Praktikum gewonnenen Erkenntnisse. Die praktikumsbegleitende Veranstaltung wird sowohl in der Vorlesungszeit als auch in der vorlesungsfreien Zeit angeboten. Für die Teilnahme an diesen Veranstaltungen müssen Sie sich in eine Anmeldeliste eintragen, die für Veranstaltungen in der vorlesungsfreien Zeit - am Schluss eines jeweiligen Semesters am Schwarzen Brett EB/WB (KG IV 204) ausgehängt ist bzw. für Veranstaltungen in der Vorlesungszeit in der ersten Semesterwoche in der Veranstaltung zur Praktikumsbetreuung ausgegeben wird.. Die Anerkennung eines Praktikums setzt voraus, dass Studierende an beiden praktikumsbetreuenden Veranstaltungen nachweislich teilgenommen haben. Die Betreuung in der Praktikumseinrichtung erfolgt durch eine anleitende Bezugsperson der jeweiligen Einrichtung. 7. Praktikumsberichte Nach Abschluss des Hauptpraktikums wird ein ausführlicher, schriftlicher Praktikumsbericht erstellt (siehe Orientierungshilfen zum Verfassen des Praktikums-Berichts ). Wurden mehrere Teilpraktika in verschiedenen Einrichtungen absolviert, so ist lediglich für eine Einrichtung ein ausführlicher Bericht anzufertigen. Für die weiteren Einrichtungen genügen jeweils Kurzberichte (2-3 Seiten). Die entsprechende Entscheidung wird jeweils vor Erstellung der Berichte in Absprache mit der praktikumsbetreuenden Person der Hochschule getroffen. Die Berichte verbleiben an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Sie dienen ausschließlich der hausinternen studienbezogenen Betreuung und können auf Wunsch von Studierenden eingesehen werden. Sofern dies von den Verfasser/inn/en der Berichte nicht gewünscht ist, muss dies ausdrücklich auf dem Praktikumsbericht vermerkt sein. Die ordnungsgemäße Durchführung der Praktika wird erst nach positiver Begutachtung des Praktuikumsberichts durch einen der Praktikumsbetreuer der Abteilung auf dem gelben Formblatt bestätigt.

5 Hinweise zum Praktikum in der Studienrichtung Erwachsenenbildung / Weiterbildung 5 8. Bestätigungen über die Durchführung des Praktikums durch die Praktikumsstelle Für jedes Praktikum beziehungsweise Teilzeitpraktikum ist eine Bestätigung der praktikumgebenden Einrichtung vorzulegen. Sie muss Angaben über den zeitlichen Umfang des Praktikums und die ausgeübten Tätigkeiten im Praktikum enthalten.

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