INSYS VCom 4.x. Virtueller COM-Port. Benutzerhandbuch

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1 INSYS VCom 4.x Virtueller COM-Port Benutzerhandbuch

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3 Copyright May 14 INSYS MICROELECTRONICS GmbH Jede Vervielfältigung dieses Handbuchs ist nicht erlaubt. Alle Rechte an dieser Dokumentation und an den Geräten liegen bei INSYS MICROELECTRONICS GmbH Regensburg. Warenzeichen und Firmenzeichen Die Verwendung eines hier nicht aufgeführten Waren- oder Firmenzeichens ist kein Hinweis auf die freie Verwendbarkeit desselben. MNP ist ein eingetragenes Warenzeichen von Microcom, Inc. IBM PC, AT, XT sind Warenzeichen von International Business Machine Corporation. INSYS, VCom, e-mobility LSG und e-mobility PLC sind eingetragene Warenzeichen der INSYS MICROELECTRONICS GmbH. Windows ist ein Warenzeichen von Microsoft Corporation. Linux ist ein eingetragenes Warenzeichen von Linus Torvalds. Herausgeber: INSYS MICROELECTRONICS GmbH Hermann-Köhl-Str Regensburg Telefon: Telefax: Internet: Datum: May-14 Artikelnummer: Version: 1.2 Sprache: DE

4 Inhalt 1 Allgemeines Überblick Funktionsüberblick Übersicht Funktionen Installationsvoraussetzungen Unterstützte Betriebssysteme Firewall-Konfiguration Benutzerrechte Symbole und Formatierungen dieser Anleitung Installation Installationsvorgang Installierte Dateien Ergebnis der Installation Kurzbeschreibung der Benutzeroberfläche Übersicht Beschreibung der Bereiche der Benutzeroberfläche Info Service Fehler Konfiguration Log Virtuelle COM Ports Inbetriebnahme Ausgehende Verbindung Eingehende Verbindung AT-Befehlsreferenz Übersicht Aufbau der Konfigurationsdatei Deinstallation Stichwortverzeichnis May-14

5 INSYS VCom 4.x Allgemeines 1 Allgemeines Das vorliegende Benutzerhandbuch gilt für die Windows-Software INSYS VCom 4.x ab Version Das Benutzerhandbuch richtet sich an technisches Personal, insbesondere an Programmierer und Inbetriebnahmetechniker. Zum Verständnis sind allgemeine Kenntnisse auf dem Gebiet der Kommunikationstechnik erforderlich. 5

6 Überblick INSYS VCom 4.x 2 Überblick Der virtuelle COM-Port-Treiber INSYS VCom 4.x ist eine Software, die es erlaubt, serielle Kommunikation durch eine IP-gestützte Kommunikation zu ersetzen, ohne die PC-Anwendung zu verändern. INSYS VCom 4.x wurde speziell für den Einsatz in Verbindung mit den folgenden Produkten von INSYS entwickelt: INSYS Ethernet und i-modul Ethernet INSYS WLAN serial und i-modul WLAN serial INSYS GPRS/EDGE 5.x serial und i-modul GPRS/EDGE 3.x serial MoRoS Funktionsüberblick Übersicht Der virtuelle COM-Port-Treiber INSYS VCom 4.x simuliert eine serielle Schnittstelle am PC. Die Daten, die an diese serielle Schnittstelle von einer beliebigen Anwendung aus gesendet werden, werden über eine TCP/IP-Verbindung an ein verbundenes INSYS IP-Gerät weitergeleitet, als ob eine serielle Verbindung bestehen würde. 6

7 INSYS VCom 4.x Überblick Damit können beliebige Strecken über vorhandene Netzwerke überbrückt werden, ohne dass vorhandene Systeme (Auslesesoftware, Konfigurationssoftware, etc.) geändert werden müssen. Die Applikation sieht nur eine gewöhnliche Modemstrecke oder gar eine serielle Verbindung, kommuniziert aber über ein TCP/IP-Netzwerk. Der Verbindungsaufbau kann dabei vom Gerät oder vom VCom -Dienst initiiert werden Funktionen Windows-Anwendungen, die üblicherweise direkt über eine COM-Schnittstelle oder über ein DFÜ-Modem kommunizieren, sind jetzt indirekt über COM- Schnittstellen verbunden, die vom virtuellen COM-Port-Treiber INSYS VCom 4.x erzeugt wurden. Der COM-Port-Treiber ist über den virtuellen Serial Bus-Treiber mit dem VCom -Dienst verbunden. Der Dienst übernimmt die bidirektionale Konvertierung der seriellen Daten und TCP-Datenströme. Verbindungen können abgehend oder ankommend aufgebaut werden. Vor der Verbindung wird diese über UDP oder TCP authentifiziert. Alle Systemereignisse werden permanent in eine Log-Datei geschrieben. Über einen separaten TCP-Port ist die VCom -Konfigurationsoberfläche mit dem Dienst verbunden. Das Konfigurationsprogramm steuert den Zustand des Diensts und ermöglicht die bequeme Anpassung der Server-Konfigurationsdatei. 7

8 Überblick INSYS VCom 4.x Komponente VCom -Dienst Funktion Anwendung läuft als Windows-Dienst Bis zu 255 virtuelle COM-Ports konfigurierbar Dynamisches Anlegen und Entfernen von virtuellen COM- Ports ohne Neustart des Rechners möglich Detaillierte Log-Funktion zur Problemanalyse Unterstützung von AT-Befehlen Oberfläche Ein- und ausgehende TCP-Verbindungen (auch als Standleitung) möglich Einfache Administration des Servers über separates Konfigurationsprogramm Anzeige von Log-Informationen Anzeige von Statusinformationen der virtuellen COM-Ports 2.2 Installationsvoraussetzungen Unterstützte Betriebssysteme Grundsätzlich ist ein Betrieb unter folgenden Betriebssystemen möglich: Windows 98 Windows Me Windows NT 4.x Windows 2000 Windows XP Windows 2003 Windows XP 64-Bit Edition Windows Vista 32/64-Bit Windows 7 32/64-Bit Folgende Betriebssysteme wurden erfolgreich mit der Version der Software INSYS VCom 4.x von INSYS MICROELECTRINICS GmbH getestet: Windows 2000 SP5 Windows XP SP3 Windows 7 32/64-Bit Zusätzlich muss das Microsoft.NET Framework 2.0 installiert sein. 8

9 INSYS VCom 4.x Überblick Hinweis Konflikte mit virtuellen COM-Port-Treibern! Konflikte mit anderen virtuellen COM-Port-Treibern können den Betrieb beinträchtigen. Falls bereits virtuelle COM-Port-Treiber von INSYS oder anderen Herstellern (Bluetooth, USB-Modem, etc.) auf Ihrem Rechner installiert sind, kann ein einwandfreier Betrieb nicht mehr gewährleistet werden. Es wird daher empfohlen vor der Installation von INSYS VCom 4.x alle anderen virtuellen COM-Port-Treiber zu deinstallieren Firewall-Konfiguration Der VCom -Dienst installiert sich als Windows-Dienst. Um eingehende Verbindungen von INSYS-Geräten annehmen zu können, muss die Firewall des Rechners so eingestellt sein, dass ein TCP- und/oder ein UDP-Port für eingehende Verbindungen freigegeben sind. Um die Konfiguration des VCom -Diensts mit der grafischen Benutzeroberfläche durchführen zu können, ist es erforderlich einen weiteren TCP-Port für eingehende Verbindungen freizugeben. Die verwendeten Ports werden bei der Installation des VCom -Diensts abgefragt und können später über die grafische Benutzeroberfläche (GUI) angepasst werden Benutzerrechte Die Installation des VCom -Diensts erfordert lokale Administratorenrechte. Der Betrieb der Software ist unabhängig von der Anmeldung eines Benutzers am System, da die Anwendung als Windows-Dienst installiert ist. Sie können den VCom -Dienst so konfigurieren, dass der Dienst automatisch beim Systemstart aktiviert wird, ohne dass ein bestimmter Benutzer angemeldet ist. 9

10 Symbole und Formatierungen dieser Anleitung INSYS VCom 4.x 3 Symbole und Formatierungen dieser Anleitung Im Folgenden werden die Festlegungen, Formatierungen und Symbole erklärt, die in diesem Handbuch verwendet werden. Die unterschiedlichen Symbole sollen Ihnen das Lesen und Auffinden der für Sie wichtigen Information erleichtern. Der folgende Text entspricht in seiner Struktur den Handlungsanweisungen dieses Handbuchs. Fett gedruckt: Das Handlungsziel. Hier erfahren Sie, was Sie mit den folgenden Schritten erreichen Nach der Nennung des Handlungsziels wird detaillierter erklärt, was mit der Handlungsanweisung erreicht werden soll. So können Sie entscheiden, ob der Abschnitt überhaupt für Sie relevant ist. Vorbedingungen, die erfüllt sein müssen, damit die nachfolgenden Schritte sinnvoll abgearbeitet werden können, sind mit einem Pfeil gekennzeichnet. Hier erfahren Sie zum Beispiel, welche Software oder welches Zubehör Sie benötigen. 1. Ein einzelner Handlungsschritt: Dieser sagt Ihnen, was Sie an dieser Stelle tun müssen. Zur besseren Orientierung sind die Schritte nummeriert. Ein Ergebnis, das Sie nach Ausführen eines Schrittes bekommen, ist mit einem Häkchen gekennzeichnet. Hier können Sie kontrollieren, ob die zuvor gemachten Schritte erfolgreich waren. Zusätzliche Informationen, die an dieser Stelle Ihre Beachtung finden sollten, sind mit einem eingekreisten i gekennzeichnet. Hier werden Sie auf mögliche Fehlerquellen und deren Vermeidung hingewiesen. Alternative Ergebnisse und Handlungsschritte sind mit einem Pfeil gekennzeichnet. Hier erfahren Sie, wie Sie auf einem anderen Weg zum gleichen Ergebnis kommen, oder was Sie tun können, falls Sie an dieser Stelle nicht das erwartete Ergebnis bekommen haben. 10

11 INSYS VCom 4.x Installation 4 Installation Dieser Abschnitt erklärt, wie Sie die Software INSYS VCom 4.x auf Ihrem Rechner installieren, in welchen Verzeichnissen die Programmdateien abgelegt werden und wie Sie die erfolgreiche Installation überprüfen können. 4.1 Installationsvorgang Installationsdatei herunterladen So laden Sie die Installationsdatei der Software INSYS VCom 4.x herunter. Sie benötigen einen Rechner mit Internet-Verbindung oder die Support-CD. 1. Öffnen Sie im Menü Support und Downloads die Seite Treiber auf der Webseite (http://www.insys-icom.de/treiber/) oder Support-CD. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Abschnitt Virtueller COM- Port auf die Datei VComSetup und wählen Sie im Kontextmenü Ziel speichern unter. 3. Speichern Sie die Datei auf Ihrem Rechner. Damit haben Sie die Installationsdatei erfolgreich heruntergeladen. INSYS VCom 4.x installieren So installieren Sie die Software INSYS VCom 4.x auf Ihrem Rechner. Sie haben die Installationsdatei der Software INSYS VCom 4.x heruntergeladen. Die Installationsvoraussetzungen (siehe Seite 8) sind erfüllt. 1. Öffnen Sie das Verzeichnis, in dem Sie die Installationsdatei abgespeichert haben und doppelklicken Sie die Installationsdatei. Auf einem Rechner mit Windows Vista oder Windows 7 kann es erforderlich sein, mit der rechten Maustaste auf die Installationsdatei zu klicken und im Kontextmenü Als Administrator ausführen zu wählen. 2. Wählen Sie die gewünschte Installations-Sprache aus der Dropdown- Liste und klicken Sie auf OK. 3. Klicken Sie im Setup-Assistenten auf Weiter >. 4. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung und klicken Sie auf Weiter >. 5. Geben Sie einen Zielordner für die Installation an und klicken Sie auf Weiter >. 6. Geben Sie einen Startmenü-Ordner an und klicken Sie auf Weiter >. 11

12 Installation INSYS VCom 4.x 7. Klicken Sie zum Starten der Installation auf Installieren. Ein Dialogfenster zur Angabe von TCP-Port, Remote Management-Port und COM-Port erscheint Geben Sie den TCP-Port in das Feld TCP Port ein. Hier ist ein Port einzutragen, der von Ihrer Firewall bzw. Ihrem Router für eingehende Verbindungen freigegeben ist. Bei der Router- Konfiguration ist darauf zu achten, dass der entsprechende Port sowohl für UDP, las auch für TCP weitergeleitet wird. Der hier eingegeben Port kann später noch geändert werden. 9. Geben Sie den Remote Management-Port in das Feld Remote Management Port ein. Dieser TCP-Port wird nur zur internen Kommunikation zwischen dem VCom -Dienst und der Programmoberfläche verwendet und kann angepasst werden, falls der voreingestellte Port bereits von einer anderen Anwendung verwendet wird. 10. Geben Sie die Bezeichnung des ersten virtuellen COM-Port in das Feld Bezeichnung des ersten virtuellen COM Ports ein. Hier können Sie die Port-Bezeichnung angeben, für die nach der Installation beim Start des Diensts ein virtueller COM-Port angelegt wird. Sie können diesen Port später ändern bzw. weitere Ports hinzufügen; für den Start des VCom -Diensts ist es jedoch notwendig, dass mindestens ein virtueller COM-Port angelegt ist. 11. Klicken Sie auf Weiter >.

13 INSYS VCom 4.x Installation 12. Bestätigen Sie die Meldung über die erfolgreiche Installation der Treiber mit OK. 13. Klicken Sie zum Beenden der Installation auf Fertigstellen. Damit haben Sie die Software INSYS VCom 4.x erfolgreich auf Ihrem Rechner installiert. 13

14 Installation INSYS VCom 4.x 4.2 Installierte Dateien Im Rahmen der Installation werden verschiedene Dateien auf die Festplatte kopiert und Einstellungen in der Systemregistrierung vorgenommen. Folgende Tabelle zeigt die installierten Dateien mit Speicherort und Funktion: Datei Speicherort Beschreibung Vsb.sys Vsb.inf \WINDOWS\SYSTEM32.INF-Datei, notwendig für die Installation des Virtual Serial Bus-Gerätetreibers \WINDOWS\SYS- TEM32\drivers Virtual Serial Bus- Gerätetreiber Vsbsetup.exe Installationsverzeichnis Anwendung zur Installation und Registrierung der Gerätetreiber im Betriebssystem Vserial.sys Vserial.inf \WINDOWS\SYSTEM32.INF-Datei, notwendig für die Installation des Virtual Serial Port-Gerätetreiber \WINDOWS\SYS- TEM32\drivers Virtual Serial Port- Gerätetreiber VSPort.dll Installationsverzeichnis Virtual Serial Port ActiveX Control VCOM_Server.exe Installationsverzeichnis VCom Server-Dienst VCOM_Server.exe.config Installationsverzeichnis Konfiguration der Log- Funktion des Diensts VCOMServer.conf Installationsverzeichnis Hauptkonfigurationsdatei des VCom - Diensts VcomConf.exe Installationsverzeichnis Benutzeroberfläche VcomConf.exe.config Installationsverzeichnis Konfiguration der Benutzeroberfläche Logfile.txt Installationsverzeichnis Log-Datei des VCom - Diensts Unins000.exe Installationsverzeichnis Deinstallation des VCom -Diensts Weitere DLLs und Sprachdateien Installationsverzeichnis 14

15 INSYS VCom 4.x Installation 4.3 Ergebnis der Installation Sie können den Erfolg der Installation auf verschiedene Arten überprüfen. Anzeigen der Windows-Dienste So zeigen Sie die Windows-Dienste an, um eine erfolgreiche Installation zu überprüfen. 1. Wählen Sie Start Systemsteuerung. 2. Doppelklicken Sie auf Verwaltung. 3. Doppelklicken Sie auf Dienste. Das Fenster Dienste wird angezeigt. Wenn der Dienst VCom Server angezeigt wird, haben Sie INSYS VCom 4.x erfolgreich installiert. Mit einem Doppelklick auf den Dienst VCom Server können Sie den Dienst so konfigurieren, dass er bei Neustart des Rechners automatisch startet, indem Sie den Starttyp Automatisch wählen. 15

16 Installation INSYS VCom 4.x Prüfen des Zugriffs auf virtuelle COM-Schnittstelle So überprüfen Sie den Zugriff auf die virtuelle COM-Schnittstelle. 1. Öffnen Sie ein Terminalprogramm, wie beispielsweise PuTTY. 2. Verbinden Sie sich mit dem konfigurierten COM-Port. 3. Geben Sie ati ein und drücken Sie die Eingabetaste. Wenn der Dienst VCom Server seine Version zurückgibt, haben Sie INSYS VCom 4.x erfolgreich installiert. 16

17 INSYS VCom 4.x Installation Prüfen des Betriebs über die Benutzerobefläche So überprüfen Sie den Status des VCom -Diensts über die Benutzeroberfläche. 1. Wählen Sie Start Alle Programme INSYS VCom VComConfiguration. Die Benutzeroberfläche von INSYS VCom 4.x wird angezeigt. 2. Starten Sie ggf. den Dienst über die Schaltfläche Start im Abschnitt Service. Wenn als Status des Diensts Running angezeigt wird, haben Sie INSYS VCom 4.x erfolgreich installiert. 17

18 Kurzbeschreibung der Benutzeroberfläche INSYS VCom 4.x 5 Kurzbeschreibung der Benutzeroberfläche 5.1 Übersicht Die wichtigsten Einstellungen des VCom -Diensts können bequem über die Benutzeroberfläche vorgenommen werden. Die Benutzeroberfläche ermittelt über den VCom -Dienst die Einstellungen der Konfigurationsdatei. Änderungen der Konfiguration können über die Benutzeroberfläche eingestellt werden. Die neue Konfiguration wird nach dem Speichern im Installationsverzeichnis des Servers als Datei (VcomServer.conf_tmp) abgelegt. Beim nächsten Start des Servers wird geprüft, ob eine neue Konfiguration vorliegt und ggf. diese geladen. Die geänderte alte Konfiguration wird unter VcomServer.conf_old abgespeichert. Die Benutzeroberfläche ist in verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Funktionen aufgeteilt. Im Folgenden werden die einzelnen Bereiche der Benutzeroberfläche und deren Funktion im Detail erklärt. 18

19 INSYS VCom 4.x Kurzbeschreibung der Benutzeroberfläche 5.2 Beschreibung der Bereiche der Benutzeroberfläche Info Hier wird ein Hilfetext zu dem gerade unter dem Mauszeiger befindlichen Steuerelement angezeigt Service Hier wird der aktuelle Status des VCom -Diensts angezeigt: Stopped: Der VCom -Dienst ist derzeit nicht aktiv. Er kann mit der Schaltfläche Start gestartet werden. Start Pending: Der VCom -Dienst wird gerade gestartet. Running: Der VCom -Dienst läuft gerade. Er kann mit der Schaltfläche Stop beendet werden. Stop Pending: Der VCom -Dienst wird gerade beendet. Mit der Schaltfläche Aktualisieren können Sie den aktuellen Status des VCom - Diensts manuell abfragen. 19

20 Kurzbeschreibung der Benutzeroberfläche INSYS VCom 4.x Fehler Hier werden mögliche Fehler des VCom -Diensts angezeigt Konfiguration Hier wird der Ladezustand der Konfigurationsdatei angezeigt. Wird die Konfiguration zwischenzeitlich geändert, wird der Bereich rot hinterlegt und es können mit der Schaltfläche Speichern die aktuellen Einstellungen abgespeichert werden. Mit der Schaltfläche Abbrechen können die aktuellen Einstellungen verworfen werden Log Hier wird der Inhalt der Log-Datei angezeigt. Die Anzeige wird automatisch aktualisiert. 20

21 INSYS VCom 4.x Kurzbeschreibung der Benutzeroberfläche Virtuelle COM Ports Hier werden alle Informationen und Einstellungen zu den virtuellen COM-Ports angezeigt. Im Folgenden werden alle Einstellungen beschrieben und deren entsprechende Parameter in der Konfigurationsdatei angegeben Baumansicht Hier werden die bereits konfigurierten virtuellen COM-Ports und deren Verbindungsstatus angezeigt. Mit der Schaltfläche Neu kann ein weiterer virtueller COM-Port angelegt werden. Mit der Schaltfläche Löschen kann ein ausgewählter virtueller COM-Port gelöscht werden. Mit der Schaltfläche Aktualisieren kann die Baumansicht aktualisiert werden. Wenn die Checkbox Auto markiert ist, wird die Baumansicht automatisch aktualisiert Einstellungen Server Hier können die Kommunikationseinstellungen des VCom -Diensts konfiguriert werden. Im Feld Keep Alive Interval kann das Intervall für den Versand von Keep- Alive-Meldungen in Sekunden angegeben werden (Parameter keepaliveinterval in der Konfigurationsdatei). Im Feld Host kann die Remote Management IP-Adresse für die interne Kommunikation zwischen VCom -Dienst und Benutzeroberfläche angegeben werden. Im Feld Port kann der Remote Management Port für die interne Kommunikation zwischen VCom -Dienst und Benutzeroberfläche angegeben werden (remoting_port). Im Feld TCP unter Port eingehend kann der vom VCom -Dienst verwendete TCP-Port für eingehende Verbindungen angegeben werden (tcp_listen_port). Im Feld 21

22 Kurzbeschreibung der Benutzeroberfläche INSYS VCom 4.x UDP kann der vom VCom -Dienst verwendete UDP-Port für eingehende Verbindungen angegeben werden (udp_listen_port) Allgemein Hier können allgemeine Einstellungen für den jeweils ausgewählten virtuellen COM-Port vorgenommen werden. Im Dropdown-Listenfeld COM Name kann die Bezeichnung des virtuellen COM-Ports ausgewählt werden (name). Wenn die Checkbox Trennen beim Deaktivieren von DTR markiert ist, wird eine bestehende TCP-Verbindung getrennt, sobald das DTR-Signal deaktiviert wird (disconnonclosedport). Wenn die Checkbox TCP-Keep-Alive-Pakete markiert ist, erfolgt eine Verbindungsüberprüfung mit Keep-Alive-Paketen (keepalive). Wenn die Checkbox Rückmeldung markiert ist, sendet der VCom -Dienst typische Modem-Rückmeldungen (wie OK, CONNECT, NO CARRIER, etc.) an die serielle Schnittstelle (response). Wenn die Checkbox Echo markiert ist, gibt der VCom -Dienst ein lokales Echo aus (echo). Wenn die Checkbox Keyabort markiert ist, führen Daten an der seriellen Schnittstelle während des Verbindungsaufbaus zum Abbruch (keyabort) Ausgehende Verbindungen Hier können die Einstellungen für ausgehende Verbindungen vorgenommen werden. Wenn die Checkbox Aktiv markiert ist, können ausgehende Verbindungen aufgebaut werden (allowoutgoing). Wenn die Checkbox Autodial markiert ist, kann ein automatischer Verbindungsaufbau zu einer voreingestellten Adresse erfolgen (autodial). Im Feld Ziel kann die IP-Adresse für den automatischen Verbindungsaufbau eingegeben werden (autodial). Im Feld Port kann der zugehörige Port eingegeben werden (autodial). Wenn die Checkbox Standleitungsbetrieb markiert ist, baut der VCom -Dienst eine Verbindung nach einem Verbindungsabriss automatisch wieder auf, ohne nochmals angesteuert zu werden (leasedline). Wenn die Checkbox Verbindungsaufbau bei Serverstart markiert ist, erfolgt ein automatischer Verbindungsaufbau direkt nach Start des VCom -Diensts (connonclosedport_out). Unter Authentifizierung kann über die Radiobuttons UDP und TCP das Protokoll für die Authentifizierung ausgewählt werden (authoutgoing) Eingehende Verbindungen Hier können die Einstellungen für eingehende Verbindungen vorgenommen werden. Wenn die Checkbox Aktiv markiert ist, können eingehende Verbindungen angenommen werden (allowincoming). Im Feld Kennung kann für jeden virtuellen COM-Port eine eindeutige Kennung (IMEI-Nummer oder MAC- Adresse) eingegeben werden (id). Wenn die Checkbox Verbindungen bei geschlossenem COM-Port annehmen markiert ist, können eingehende Verbindungen auch bei geschlossenem COM-Port angenommen werden (connonclosedport_in). Unter Authentifizierung kann über die Radiobuttons UDP und TCP das Protokoll für die Authentifizierung ausgewählt werden (authincoming). 22

23 INSYS VCom 4.x Inbetriebnahme 6 Inbetriebnahme Dieser Abschnitt erklärt an einem Beispiel den Verbindungsaufbau zwischen einem PC mit INSYS VCom 4.x und einem PC mit einem angeschlossenen INSYS GPRS 5.x serial. Die Inbetriebnahme mit anderen geeigneten Kommunikationsgeräten von INSYS erfolgt in ähnlicher Weise. 6.1 Ausgehende Verbindung Ausgehende Verbindung von PC1 aus aufbauen So bauen Sie eine ausgehende Verbindung von einem PC mit INSYS VCom 4.x zu einem INSYS GPRS 5.x serial auf. Das INSYS GPRS 5.x serial wurde in Betrieb genommen und der Aufbau einer Testverbindung ins Internet von PC2 aus war erfolgreich (siehe entsprechendes Benutzerhandbuch). Der VCom -Dienst ist auf PC1 installiert. 1. Öffnen Sie auf PC1 die Konfigurationsoberfläche mit Start (Alle) Programme INSYS VCom VComConfiguration. Die Benutzeroberfläche von INSYS VCom 4.x wird angezeigt. 2. Starten Sie ggf. den VCom -Dienst über die Schaltfläche Start im Abschnitt Service. 3. Wählen Sie in der Baumansicht einen COM-Port aus. 4. Markieren Sie im Abschnitt Ausgehende Verbindungen die Checkbox Aktiv. 5. Markieren Sie die Checkbox Autodial und tragen Sie IP-Adresse und Port des INSYS GPRS 5.x serial ein. 6. Speichern Sie Ihre Einstellungen über die Schaltfläche Speichern. Damit haben Sie INSYS VCom 4.x für eine ausgehende Verbindung zum INSYS GPRS 5.x serial konfiguriert. 7. Öffnen Sie auf PC2 die Software HSComm GPRS mit Start (Alle) Programme INSYS HSComm HSComm GPRS. 8. Markieren Sie auf der Registerkarte Seriell/VCom im Abschnitt virtueller COM Port die Checkbox Authentifizierung bei eingehender TCP-Verbindung. 23

24 Inbetriebnahme INSYS VCom 4.x Markieren Sie auf der Registerkarte Verbindungen im Abschnitt eingehend die Checkbox GPRS aktivieren und TCP-Verbindung auf Port und tragen Sie den Port, auf dem die Verbindungen entgegengenommen werden, in das Feld dahinter ein. 10. Klicken Sie auf die Schaltfläche Werte senden, um die Einstellungen auf das INSYS GPRS 5.x serial zu übertragen. 11. Starten Sie auf PC1 ein Terminal-Programm und öffnen Sie damit den virtuellen COM-Port. Mit dem Öffnen des COM-Ports wird eine Verbindung zum INSYS GPRS 5.x serial aufgebaut. Der erfolgreiche Verbindungsaufbau wird im Terminalprogramm durch die Meldung CONNECT und in der Konfigurationsoberfläche in der Baumansicht sowie im Log angezeigt. Damit haben Sie eine ausgehende Verbindung von einem PC mit INSYS VCom 4.x zu einem INSYS GPRS 5.x serial aufgebaut. 6.2 Eingehende Verbindung Eingehende Verbindung von PC1 aus aufbauen So bauen Sie eine eingehende Verbindung zu einem PC mit INSYS VCom 4.x von einem INSYS GPRS 5.x serial auf. Das INSYS GPRS 5.x serial wurde in Betrieb genommen und der Aufbau einer Testverbindung ins Internet von PC2 aus war erfolgreich (siehe entsprechendes Benutzerhandbuch). Der VCom -Dienst ist auf PC1 installiert. Eingehende TCP und UDP-Verbindungen können von PC1 angenommen werden. Ggf. sind vorab entsprechende Firewall-/Router-Einstellungen vorzunehmen. Es muss vom Internet-Router sowohl für TCP als auch für UDP ein Port an PC1 weitergeleitet werden. 1. Öffnen Sie auf PC1 die Konfigurationsoberfläche mit Start (Alle) Programme INSYS VCom VComConfiguration. Die Benutzeroberfläche von INSYS VCom 4.x wird angezeigt. 2. Starten Sie ggf. den VCom -Dienst über die Schaltfläche Start im Abschnitt Service. 3. Wählen Sie in der Baumansicht einen COM-Port aus. 4. Markieren Sie im Abschnitt Eingehende Verbindungen die Checkbox Aktiv. 5. Geben Sie in das Feld Kennung die IMEI des INSYS GPRS 5.x serial ein. Die IMEI befindet sich auf dem Gehäuseetikett und kann auch mit AT**IMEI? ausgelesen werden.

25 INSYS VCom 4.x Inbetriebnahme 6. Speichern Sie Ihre Einstellungen über die Schaltfläche Speichern. Damit haben Sie INSYS VCom 4.x für eine eingehende Verbindung vom INSYS GPRS 5.x serial konfiguriert. 7. Öffnen Sie auf PC2 die Software HSComm GPRS mit Start (Alle) Programme INSYS HSComm HSComm GPRS. 8. Wählen Sie auf der Registerkarte Seriell/VCom im Abschnitt virtueller COM Port unter Authentifizierung bei ausgehender TCP- Verbindung den Radiobutton Authentifizierung via UDP. 9. Markieren Sie auf der Registerkarte Verbindungen im Abschnitt ausgehend (Standleitung) unter Standard-Ziel den Radiobutton AutoDial IP-Adresse. 10. Geben Sie im Abschnitt AutoDial Ziele unter Standard-Ziel im Feld IP-Adresse die IP-Adresse von PC1 ein und tragen Sie in das Feld Port den Port, auf dem die Verbindungen entgegengenommen werden, ein. 11. Klicken Sie auf die Schaltfläche Werte senden, um die Einstellungen auf das INSYS GPRS 5.x serial zu übertragen. 12. Klicken Sie auf die Schaltfläche Reset, um das INSYS GPRS 5.x serial neu zu starten. Das INSYS GPRS 5.x serial baut nach dem Neustart eine Verbindung zum angegebenen Ziel auf. Der erfolgreiche Verbindungsaufbau wird in der Konfigurationsoberfläche in der Baumansicht sowie im Log angezeigt. Damit haben Sie eine eingehende Verbindung zu einem PC mit INSYS VCom 4.x von einem INSYS GPRS 5.x serial aufgebaut. 25

26 AT-Befehlsreferenz INSYS VCom 4.x 7 AT-Befehlsreferenz 7.1 Übersicht INSYS VCom 4.x unterstützt die im Folgenden aufgeführten AT-Befehle. Befehl ATD<IP- Adresse>:<Port> oder ATD <Domain Name> :<Port> AT&D<n> Beschreibung Gegenstelle anwählen Gegenstelle ist eine IP Adresse: Die Gegenstelle wird in der Form IP-Nummer:Port angegeben. Beispiel: ATD :2345 baut eine direkte TCP-Verbindung auf (anstelle von Punkt und Doppelpunkt können auch Komma und Doppelkomma verwendet werden, z.b. ATD192,168,1,23,,2345) ATD :80 wählt nach Auflösung des Namens die Domain auf Port 80 an. Verhalten bei DTR-Drop Wird die DTR-Leitung während einer bestehenden Verbindung deaktiviert, so wird die durch AT&D eingestellte Funktion ausgeführt. AT&D0 AT&D1 DTR-Drop ignorieren (zum Betrieb an Applikationen, welche die DTR-Leitung nicht bedienen). Ein DTR-Drop veranlasst den VCom -Dienst, die TCP- Verbindung abzubrechen. ATE<n> Echo aktiveren/deaktivieren ATE0 Am COM-Port ankommende Zeichen werden nicht wieder zurückgesendet. ATE1 Am COM-Port ankommende Zeichen werden zurückgesendet (default). ATH ATI<n> Abbau der TCP Verbindung Eine bestehende TCP Verbindung wird sofort geschlossen. Der Befehl ist nur im Online AT-Kommandomodus wirksam. Anzeige der Geräteidentifikation ATI Die Versionsbezeichnung (z.b. VCOM_SERVER_v4.3.0) wird ausgegeben. 26

27 INSYS VCom 4.x AT-Befehlsreferenz Befehl AT&K<n> ATO Beschreibung Datenflusskontrolle AT&K0 AT&K3 AT&K4 Es wird keine Datenflusskontrolle verwendet. Die Hardware-Datenflusskontrolle RTS/CTS wird verwendet (default). Die Software-Datenflusskontrolle wird verwendet. Wechsel in den Verbindungsmodus Befindet sich der COM-Port im Online AT-Kommandomodus, veranlasst ATO den Wechsel in den Verbindungsmodus. Anschließend am COM- Port ankommende Daten werden zur Gegenstelle übertragen. <Pause>+++ Wechsel in den Online AT-Kommandomodus Wird nach einer Pause von 1s innerhalb einer Zeitspanne von 1s die Escapesequenz +++ eingegeben, dann wechselt der VCom -Port vom Verbindungszustand in den Online AT-Kommandomodus. Alle folgenden über den COM-Port gesendeten Daten werden als AT- Kommando interpretiert. Daten die während des Online AT-Kommandomodus von der Gegenstelle gesendet werden, werden gepuffert und nach dem Wechsel in den Verbindungsmodus ausgegeben. ATQ<n> Quiet-Modus aktiveren/deaktivieren ATQ0 Der VCom -Dienst sendet typische Modem- Rückmeldungen an die serielle Schnittstelle (default). ATQ1 Der VCom -Dienst sendet keine typischen Modem- Rückmeldungen an die serielle Schnittstelle. ATV<n> Form der Modemmeldungen ATV0 Die Modemmeldungen werden in Kurzform (nur Nummer) übermittelt (default). ATV1 Die Modemmeldungen werden in Langform (Text) übermittelt und der Quiet-Modus wird deaktiviert (ATQ0). 27

28 AT-Befehlsreferenz INSYS VCom 4.x Befehl ATX<n> Beschreibung Erweiterte Ergebnismeldungen und Wähltonerkennung Der Befehl bestimmt, welche Gruppe von Meldungen der VCom -Dienst an die serielle Schnittstelle schickt. ATX0 ATX1 ATX2 ATX3 ATX4 Keine Wähltonerkennung, d.h. ein erfolgloser Wahlversuch führt zur Meldung NO CARRIER. Keine Besetztzeichenerkennung, d.h. beim Anruf einer besetzten Leitung erscheint die Meldung NO CARRIER. Die Meldung erscheint ohne Angabe der Geschwindigkeit. Wie ATX0, aber CONNECT-Meldung mit Baudratenangabe Wähltonerkennung aktiv, d.h. ein Wählversuch ohne die Anwesenheit des Wähltons führt zur Meldung NO DIALTONE. Keine Besetztzeichenerkennung, d.h. beim Anruf einer besetzten Leitung erscheint die Meldung NO CARRIER. Keine Wähltonerkennung, d.h. ein erfolgloser Wählversuch führt zur Meldung NO CARRIER. Besetztzeichenerkennung aktiv, d.h. beim Anruf einer besetzten Leitung erscheint die Meldung BUSY. Wähltonerkennung ist aktiv, d.h. ein Wählversuch ohne die Anwesenheit eines Wähltons führt zur Meldung NO DIALTONE (default). Besetztzeichenerkennung ist aktiv, d.h. beim Anruf einer besetzten Leitung erscheint die Meldung BUSY. AT**STATUS? Ausgabe von Statusinformationen des COM-Ports Die Konfigurationseinstellungen des aktuell verwendeten COM-Ports werden ausgegeben. Beispiel: COMPort: COM9 Virtual COM identification: 0005B60007C3 Close TCP on DTR drop: False Keep Connection after ATD: False Accept TCP if COM is closed: True AT command mode at incoming connections: False Autodial: False Leased Line: False KeepAlive: False Target IP: Serial Read Delay 1 Tcp Read Delay 3 28

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