Auslandssemester 2007/2008 Australien

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1 Aus sland dssem mestter / Austra alie en

2 Inhalt Vorwort... 3 Warum in Australien studieren?... 3 Vorbereitung des Auslandssemesters... 4 Finanzielle Unterstützung fürs Ausland... 4 Flug buchen... 5 Was muss vor dem Abflug erledigt bzw. besorgt werden?... 6 Leben in Sydney... 7 Allgemein... 7 Meine Wohnung... 8 Wohnen in den einzelnen Stadtteilen... 9 Sehenswürdigkeiten Aktivitäten in Sydney Einkaufen Abends ausgehen Strände Blue Mountains Silvester in Sydney Studieren an der UTS Voraussetzungen und Unterschiede Was bietet mir die UTS? Vorstellung meiner Vorlesungen Reisen an der australischen Ostküste Allgemeines/Tipps Cairns Magnetic Island Whitsunday Islands Fraser Island Brisbane Surfers Paradise Byron Bay Melbourne Fazit Kontakt Seite 2

3 Vorwort Dieser Bericht spiegelt die persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen aus meinem Auslandsaufenthalt in Australien wider. Ich befand mich vom 18. Juli 2007 bis zum 09. Januar 2008 in Australien und studierte ein Semester an der UTS. Die Vorlesungszeit erstreckte vom 01. August 2007 bis zum 09. November 2007 inklusive einer Woche Ferien. Alle Preisangaben beruhen auf Erfahrungswerten von mir oder von Dritten. Alle Umrechnungen von A$ beruhen auf dem Wechselkurs von Mitte Warum in Australien studieren? Unterstützung Die Organisation GOstralia mit Sitz in Stuttgart und Zweigstellen u.a. in Dortmund gibt alle nötigen Informationen rund um das Studieren in Australien, die einzelnen australischen Hochschulen und die Studienstandorte. Außerdem stellt GOstralia den Kontakt mit den australischen Hochschulen her, regelt die Anmeldung und unterstützt bei allen weiteren Problemen und Fragen. Die Dienste von GOstralia sind kostenlos und bringen keine Verpflichtungen mit sich. Dies vereinfacht die Planung des Auslandaufenthaltes erheblich und macht das Studieren in Australien wesentlich attraktiver. Englisch lernen Das Studieren in Australien bietet eine Vielzahl von Vorteilen für einen deutschen Studenten. An erster Stelle steht das Erlernen der englischen Sprache. Nicht nur der eigene englische Wortschatz wird aufgefrischt und erweitert, sondern vor allem das flüssige Sprechen wird erlernt was man sich durch herkömmlichen Englischunterricht nur schwer oder gar nicht aneignen kann. Anerkennen lassen Die an der australischen Hochschule erbrachten Leistungen kann man sich an seiner deutschen Hochschule anerkennen lassen. Dies sollte aber vorher mit dem Dozenten der jeweiligen Vorlesung und dem Prüfungsausschussvorsitzenden der deutschen Hochschule abgesprochen werden. Denn ob ein Studienfach aus Australien in Deutschland anerkannt wird liegt u.a. auch an der Anzahl der Semesterwochenstunden und natürlich an dem fachlichen Inhalt. Das Auslandssemester kann zusätzlich als Praxissemester (Studiengang FVT) anerkannt werden. Dazu muss aber, wie beim herkömmlichen Praxissemester, ein Mentor der deutschen Hochschule gefunden werden der die Betreuung und Anerkennung durchführt. Lebenslauf aufwerten Ein Aufenthalt im Ausland, egal welcher Art, bringt immer eine Aufwertung des Lebenslaufes mit sich. Besonders große Firmen die international tätig sind wissen einen Auslandsaufenthalt während des Studiums zu schätzen und setzen ihn auch für manche Positionen voraus. Als Beispiel möchte ich Audi nennen die nach eigener Aussage nur Studenten mit Auslandserfahrung zu einer Trainee-Anstellung zulassen. Seite 3

4 Lebenserfahrung Auch die Lebenserfahrung die mit einem Auslandsaufenthalt einhergeht sollte beachtet werden. Durch die z.t. stressige Organisation des Auslandsaufenthaltes und der Durchführung vor Ort in einer fremden Sprache, in einer fremden Kultur und meist ohne deutschsprachigen Ansprechpartner wächst die Selbstständigkeit, das Durchsetzungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit. All dies sind wichtige Charaktereigenschaften die für das spätere Berufsleben von großer Bedeutung sind und welche von allen Firmen hoch geschätzt werden. Vorbereitung des Auslandssemesters Finanzielle Unterstützung fürs Ausland Bafög Das Auslands-Bafög sollte mindestens ein halbes Jahr vor Beginn des Auslandssemesters beantragt werden, da die Bearbeitungszeiten der Bafög-Anträge z.t. sehr lange dauert. Leider wird vom Bafög-Amt während der Beantragungsphase keine Aussage zur Auszahlungshöhe gemacht, so dass man den genauen Betrag erst bei Auszahlung kennt. Um sich ungefähr eine Vorstellung von der Auszahlungshöhe zu machen kann man sich an meinen Zahlen orientieren. Ich bekam im November 2006, zur Zeit der Beantragung, ca. 430 Inlands-Bafög. Das Auslands-Bafög betrug dann im Juli 2007, zu Beginn des Auslandsaufenthaltes, ca. 675 pro Monat. Die Gesamtkosten für Hin- und Rückflug (ca ) und Studiengebühren (ca ) wurden mir teilweise mit ca erstattet. Es gibt keine Möglichkeit die anfallenden Kosten direkt vom Bafög-Amt zahlen zu lassen. Man muss alle Kosten zuerst selber tragen und sie sich dann vom Bafög-Amt erstatten lassen. Der am frühesten mögliche Auszahlungszeitpunkt für die Erstattung von Studiengebühren und Hin- und Rückflug ist der erste Auszahlungstermin des Auslands-Bafögs, d.h. wenn man sich schon im Ausland befindet. Stipendium Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten sich von Stipendien unterstützen zu lassen. Dies ist aber immer an eine Vielzahl von Bedingungen geknüpft die teilweise schwer zu erfüllen sind. Wenn man ein Stipendium in Anspruch nehmen möchte sollte man dies mindestens ein halbes Jahr vor dem Auslandsaufenthalt tun. Ich selber habe kein Stipendium in Anspruch genommen, habe aber von anderen Studenten erfahren dass die Beantragung von einem Stipendium sehr aufwendig sein kann. Das Informieren über dieses Thema lohnt sich aber trotzdem vor allem für Studenten mit sehr guten Studienleistungen. Studienkredit Ein Studienkredit um die Kosten teilweise oder ganz zu decken ist im Gegensatz zum Bafög nicht zinsfrei rückzahlbar und sollte deshalb überlegt ausgewählt werden. Auch der mögliche Rückzahlungszeitraum muss beachtet werden. Ein günstiger Studienkredit, den auch ich in Anspruch genommen habe, bietet die KfW-Bankengruppe die Teil der Deutschen Bundesbank ist. Eine Bonitätsprüfung ist bei der KfW nicht nötig. Der Seite 4

5 Zinssatz ist vergleichsweise niedrig mit 6,5 7 % und der Auszahlungszeitraum fast frei wählbar. Der monatliche Höchstauszahlungsbetrag beträgt aber nur 650 (ca A ) was nur zum teilweisen decken der monatlichen Kosten ausreicht. Natürlich bieten auch alle anderen Banken Studienkredite an, diese sind aber vergleichsweise teuer und nicht so flexibel bei der Rückzahlung. Hochschule Die FH Dortmund bietet eine finanzielle Unterstützung für ein Auslandssemester an. Jedoch ist die ausgezahlte Summe wenn sie genehmigt wird auf keinen Fall kostendeckend sondern nur ergänzend. Nähere Infos dazu findet man im Akademischen Auslandsamt der FH Dortmund. Bafög-Empfänger werden bei der Unterstützung bevorzugt. Flug buchen Der Hin- und Rückflug nach Australien sollte so früh wie möglich gebucht werden, denn je früher gebucht wird desto günstiger ist der Flug. Dadurch dass aber viele unsichere Faktoren (Bafög, Visum, etc.) in der Planung auftauchen können und man sich meistens bis zu letzt nicht sicher ist ob alles so funktioniert wie man es sich vorgestellt hat buchen die meisten Studenten erst 4 8 Wochen vor Abflug. In diesem Zeitraum kosten Hin- und Rückflug ca wenn man die günstigsten Angebote nimmt. Ich selbst bin mit Etihad Airways, der nationalen Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, geflogen, weil sie am Tag der Buchung das günstigste Angebot hatten. Als Auslands-Bafög-Empfänger ist man verpflichtet nachzuweisen dass man das günstigste Angebot genommen hat, wenn eine Erstattung gewünscht ist. Die Airline ist durchweg zu empfehlen. Günstige Preise, neuwertige Flugzeuge, moderne Entertainment-Ausstattung und sehr guter Service machen diese bei uns eher unbekannte Airline zu einer guten Alternative. Außerdem kann man bei Etihad Airways 30 kg Gepäck und 7 kg Handgepäck ohne Aufpreis mitnehmen. Bei allen anderen Airlines kann man nur 20 kg mitnehmen was für einen halbjährigen Aufenthalt sehr wenig ist. Auch Quantas oder Emirates sind als Airlines laut Kommilitonen zu empfehlen. Auch hier sind die Preise vergleichsweise günstig aber das Gepäcklimit liegt hier bei 20 kg. Desweiteren muss zu Quantas gesagt werden das sie über London nach Sydney fliegen was Probleme mit sich bringen kann. Der Londoner Flughafen Heathrow ist seit Jahren überlastet und es kommt regelmäßig zu Problemen mit der Gepäckzuweisung. Das heißt die Wahrscheinlichkeit ohne Gepäck in Sydney anzukommen ist mit Quantas sehr viel höher als bei Airlines die nicht über London fliegen. Wer sich trotzdem für Quantas entscheidet sollte vorher unbedingt abklären in wie weit man für verlorenes oder verspätetes Gepäck entschädigt wird. Einer meiner Kommilitonen der mit Quantas geflogen ist hat in Sydney 10 Tage auf sein Gepäck gewartet und erst nach mehrmaligem Aufsuchen des Quantas-Office in Sydney eine Entschädigung von 500 A bekommen. Dies entschädigte ihn in keinster Weise für den Stress den er bis dahin hatte. Auch sollte genau über den Rückflugzeitpunkt nachgedacht werden. Viele Studenten die im Spring-Semester (August Januar) in Australien studieren legen ihren Rückflugtermin vor Weihnachten. Ein Großteil dieser Studenten bucht diesen Termin dann Seite 5

6 um, um doch Sylvester in Sydney zu feiern was ein unvergessliches Erlebnis ist. Eine Umbuchung kostet zwischen 50 und 100 abhängig von der Airline. Was muss vor dem Abflug erledigt bzw. besorgt werden? Studiengebühren/Visum/Fächer Die Überweisung der Studiengebühren ist Voraussetzung für die Visumvergabe. Erst wenn die Universität die Überweisung bestätigt hat ist die Vergabe des Studentenvisums möglich. Die Beantragung des Visums, die Bezahlung der Studiengebühren und die Auswahl der Studienfächer ist per Internet zu erledigen. Dabei kann und sollte man sich von GOstralia unterstützen lassen. Um als Vollzeitstudent zu gelten muss man mindestens drei und höchstens vier Fächer wählen. Auslandskrankenversicherung Während des Auslandssemesters ist man über die Universität krankenversichert. Die Gebühr dafür muss man zusammen mit den Studiengebühren überweisen und ist ebenfalls eine Voraussetzung für die Visumsvergabe. Die Krankenversicherung der Universität deckt alle üblichen Leistungen einer herkömmlichen Krankrankenversicherung ab mit Ausnahme von Zahnarztbehandlungen. Wer fest mit einem Besuch beim Zahnarzt in Australien rechnet sollte deshalb eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abschließen. Geld/Konto Man kann in Australien, wie aus Deutschland gewohnt, mit einer EC-Karte die das Maestro-Symbol hat an allen Geldautomaten Geld abheben oder bezahlen. Das Geldabheben kostet genau wie in Deutschland Gebühren wenn man nicht bei der eigenen Bank abhebt. Zur Lösung dieses Problems gibt es zwei Möglichkeiten. Ersten kann man ein Konto bei einer australischen Bank eröffnen. Dafür empfiehlt sich die Westpac Bank. Sie bietet die meisten Geldautomaten in Australien und eine kostenlose Kontoeröffnung und - führung für Studenten. Man bekommt dann eine Karte mit der man an allen Geldautomaten der jeweiligen australischen Bank kostenlos Geld abheben kann. Natürlich ist man dann gezwungen auf sein neues australisches Konto Geld vom deutschen Konto zu überweisen. Für diese Auslandsüberweisungen sind Gebühren fällig die von der überweisenden Bank abhängig sind. Als zweite Möglichkeit kann man bei der Deutschen Bank ein Konto eröffnen. Die Deutsche Bank kooperiert mit der Westpac Bank und macht es somit möglich mit einer EC-Karte der Deutschen Bank an allen Westpac-Geldautomaten kostenlos Geld vom Konto der Deutschen Bank abzuheben. Kreditkarte Eine Kreditkarte ist für einen Aufenthalt in Australien unbedingt erforderlich. Dabei sollte eine VISA oder Mastercard gewählt werden, welche praktisch überall in Australien akzeptiert werden. Die Kreditkarte wird z.b. gebraucht um Flüge und Unterkünfte in Australien über das Internet zu buchen oder muss als Sicherheit dienen wenn man z.b. ein Auto mietet. Seite 6

7 Koffer packen Man sollte mindestens eine Jacke mitnehmen die einen auch bei 10 Grad Celsius noch warm hält. Vereinzelt kommt es zu solchen Temperaturen in Sydney während des Winters, besonders in den frühen Morgenstunden. Unterkunft Für die ersten Tage in Sydney sollte ein Bett in einem Hostel gebucht werden so das man vor Ort genug Zeit hat eine langfristige Unterkunft zu suchen. Als Hostel empfiehlt sich das Wake Up Hostel das direkt neben der Central Station zu finden ist, wo man auch ankommt wenn man den Zug Richtung Stadt vom Flughafen aus genommen hat. Das Wake Up ist das größte Hostel in Sydney mit über 500 Betten und wird von ca. 50 % aller neuankommenden Studenten genutzt. Es ist außerdem zum besten Hostel Ozeaniens und zum besten Hostel der Welt gewählt worden und das nicht zu unrecht. Die vier Tage die ich im Wake Up war waren sehr angenehm. Die Ausstattung, der Zustand und der Service sind im Vergleich fast unschlagbar. Die Preise für die Unterbringung in einem Achter-Zimmer belaufen sich auf 28 A$. Das ist etwas über dem Durchschnitt, lohnt sich aber auf jeden Fall. Es macht keinen Sinn umgerechnet ein paar Euro pro Woche zu sparen wenn dafür die Unterkunft schlecht gelegen und ausgestattet ist, man hat einfach genug andere Dinge im Kopf wenn man die ersten Tage in Sydney ist. Das Wake Up ist nur ca. 100 m vom Campus der UTS entfernt und somit perfekt gelegen, denn in den ersten Tagen ist man ständig in der UTS um verschiedenste Dinge zu erledigen und um sich mit der Uni vertraut zu machen. Ein weiteres Hostel das zu empfehlen ist, ist das YHA das sich direkt neben dem Wake Up befindet. Es bietet vergleichbare Ausstattung, Service und Preise. Es sollte auf keinen Fall eine längerfristige Unterkunft von Deutschland aus gebucht werden da man sich eventuell geeignete Wohnungen immer erst vorher anschauen muss. Bilder die im Internet gezeigt werden spiegeln nicht zwangsläufig die Wirklichkeit wieder. Leben in Sydney Allgemein Standort Sydney bietet als größte Stadt Australiens (4,3 Mio. Einwohner) dem Besucher ein einzigartiges Erlebnis durch die direkte Lage am Meer, sehr schöne Strände die ganzjährig zum Schwimmen und Surfen geeignet sind, ein sehr angenehmes und warmes Klima, sehr umfangreiche Einkaufsmöglichkeiten, weltberühmte Sehenswürdigkeiten, ein aufregendes Nachtleben und eine sehr multikulturelle Atmosphäre. Außerdem verfügt Sydney über vier große Universitäten die sowohl vom Fächerangebot als auch vom Ruf her das Beste darstellen was in Australien zu finden ist. Die Durchschnittstemperatur beträgt im Winter milde 10 bis 20 C und im Sommer 25 bis 35 C was durch die ständige Brise vom Meer sehr angenehm ist. Schwüles, unangenehmes Wetter habe ich an keinem Tag erlebt. Seite 7

8 Erste Schritte Nach der Ankunft in Sydney fährt man zur Central Station in der Innenstadt und checkt am besten im Wake Up ein das sich direkt an der Central Station befindet. Danach sollte man die UTS finden die nur 100 m vom Wake Up entfernt zu finden ist. Hier sollte man zum International Office gehen um sich den Studentenausweis zu besorgen und um alle sonstigen Fragen zu klären wie z.b. den Internetzugang in der UTS. Als nächstes sollte man sich eine neue SIM-Karte für sein Handy kaufen. Zu empfehlen ist eine Vodafone-Prepaid- SIM-Karte die sehr verbreitet und recht preisgünstig ist. Die Freischaltung geschieht innerhalb von Stunden. Die SIM-Karten können im Wake Up Hostel gekauft werden wo man auch die passende Beratung bekommt. Dann sollte man sofort anfangen auf Wohnungssuche zu gehen. Mit der neuen SIM-Karte hat man nun die Möglichkeit Anbieter von Wohnungen zu kontaktieren. Wohnungsanzeigen finden sich auf zahlreichen Internetseiten. Eine Liste dieser Internetseiten findet sich im Housing Office der UTS. Außerdem findet man viele Anzeigen auf dem schwarzen Brett der UTS, aber erst mit Beginn der Orientation Week (eine Woche vor Vorlesungsbeginn). Lebenshaltungskosten Die Lebenshaltungskosten werden in Sydney hauptsächlich von der Miete bestimmt. Mehr dazu finden sie im Kapitel Wohnen in den einzelnen Stadtteilen. Die Preise für Lebensmittel liegen in ganz Australien im Durchschnitt leicht über den deutschen Preisen. Alkoholische Getränke, die in Australien nur in speziellen Bottle- oder Liquorshops verkauft werden, sind spürbar teurer als in Deutschland. Die Preise in Bars, Pubs, Clubs etc. sind mit den deutschen vergleichbar. Im Gegensatz zu Deutschland kann man mit einem australischen Studentenausweis nicht die lokalen öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen. Die Preise für öffentliche Verkehrsmittel sind aber in Australien vergleichsweise günstig. Man sollte für jeden Monat in Sydney ca. 2000A$ an Lebenshaltungskosten einplanen. Das ist ein realistischer Wert mit dem man sich ein angemessenes Leben finanzieren kann. Dies beinhaltet natürlich auch Wochenendaktivitäten, Einkaufen, Ausflüge etc. aber kein Auto. Meine Wohnung Ich wohnte während meiner Zeit in Sydney in der Yurongstreet im Stadtteil Darlinghurst. Darlinghurst grenzt direkt an die Südseite des Hydeparks welcher wiederum an der Südseite des CBD (Central Business District) liegt, d.h. der Innenstadtbereich den man an den Hochhäusern erkennt. Zu Fuß war es von meiner Unterkunft 5 Min. bis in das Zentrum des Innenstadtbereichs. Zur UTS hatte ich einen Fußweg von 20 Min. Kingscross, das berühmte Vergnügungsviertel von Sydney, war in 10 Min. zu Fuß zu erreichen. In dem Haus in dem ich wohnte lebten insgesamt 10 Personen verteilt auf fünf Zimmer, also 2 Personen pro Zimmer, zu einem Preis von 170 A$ (105 ) pro Woche pro Person. Ein normaler Preis für eine Unterkunft in dieser Lage für einen Shared-Room (Raum den man teilen muss). Meine Mitbewohner waren größtenteils Work-And-Traveller zwischen 20 und 25 Jahren sowie ein Student die aus England, Italien, Brasilien, Irland, der Schweiz und Deutschland stammten. Den Großteil der Zeit habe ich im Bereich der Innenstadt und in der Universität verbracht. Seite 8

9 Durch die Nähe von Beidem habe ich mir sowohl Kosten für öffentliche Verkehrsmittel sowie Zeit gespart. Besonders wenn man am Wochenende bis spät in die Nacht am feiern ist, ist es sehr angenehm wenn man nach Hause laufen kann und nicht z.t. über eine halbe Stunde auf einen Bus warten muss. Wohnen in den einzelnen Stadtteilen Preise/Tipps Alle Mietpreise die von mir in diesem Kapitel genannt werden sind pro Woche pro Person zu zahlen. Die Preise gehen aus meiner eigenen Erfahrung sowie aus Gesprächen mit Kommilitonen heraus und sind für angemessene Wohnverhältnisse zu verstehen. Das heißt eine WG oder Wohnung sollte immer eine voll ausgestattete, voll funktionstüchtige Küche, eine Waschmaschine und Trockner, einzeln abschließbare Räume und eine Internetverbindung haben. Leider gibt es auch viele schlechte Wohnungs-Angebote in Sydney. Deshalb sollte man jede Wohnung die in Frage kommen könnte vorher besichtigen. Innenstadt oder Strand? Es gibt mehrere Stadtteile die zum Wohnen zu empfehlen sind. Dabei muss man sich vorher entscheiden ob man im Bereich der Innenstadt oder in der Nähe eines Strandes wohnen möchte. Wenn man im Bereich der Innenstadt wohnen möchte, weil man da voraussichtlich die meiste Zeit verbringt, kann man in den Vierteln Kirribilli, Woolloomooloo, Darlinghurst, Broadway, Surry Hills, Chippendale, Glebe, Ultimo, Haymarket oder direkt im CBD wohnen. Wenn man die Nähe zu einem Strand möchte sollte man nach Coogee oder Bondi ziehen von wo aus man jeweils mit dem Bus eine halbe Stunde in die Innenstadt braucht. Alle anderen Stadtteile die an einem Strand liegen sind zu weit weg von der Innenstadt und der UTS und deshalb auf keinen Fall zu empfehlen. Kirribilli Da Kirribilli direkt hinter der Harbour Bridge in Nord Sydney liegt ist die UTS wie auch die Innenstadt nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Fahrtzeit beträgt zwar nur wenige Minuten, leider sind aber zur Nachtzeit die Verbindungen nicht mehr allzu regelmäßig. Der Stadtteil bietet eine sichere, nette, saubere und ruhige Umgebung mit Preisen ab 180 A$ für ein Einzelzimmer in einer WG. Der Preis steigt wenn man eine Wohnung mit Blick auf die Harbour Bridge und Opernhaus haben möchte. Dort beginnen die Preise bei 225 A$. Woolloomooloo Dieser Stadtteil ist nur zu empfehlen wenn man die Bereiche wählt die in direkter Nähe zum Hyde Park liegen. Dort ist es sicher, sauber und nah zur Innenstadt. Die Preise für ein Einzelzimmer beginnen bei 180 A$. Die hinteren Bereiche des Stadtteils sind eher unansehnlich, verkehrstechnisch schlecht angebunden und nur teilweise sicher und deshalb keinesfalls empfehlenswert. Darlinghurst Darlinghurst liegt zwischen dem CBD und Kingscross. Die Innenstadt und die UTS sind vom nördlichen Teil des Stadtteils zu Fuß zu erreichen. Der Stadtteil bietet sehr gute Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in alle Stadtteile. Es ist eine sehr gute Seite 9

10 Wohngegend die sehr sicher und sauber ist. Die Preise fangen bei 150 A$ für einen Shared- Room und 200 A$ für ein Einzelzimmer an. Broadway Das Broadway-Viertel liegt von der Innenstadt gesehen hinter der UTS. Eine sehr gute Lage in der auch die Studentenwohnheime der UTS liegen. Ein Einzelzimmer im UTS Wohnheim kostet ab 225 A$ und bietet eine hohe Wohnqualität. Das Zimmer muss man aber für die gesamte Zeit des Semesters, also für sechs Monate mieten. Da man nach dem Semester durch Australien reist zahlt man also zeitweise doppelt Miete. Surry Hills, Chippendale, Glebe Diese Stadtteile sind durch ihre ungünstige Lage zur Innenstadt und die z.t. heruntergekommenen Straßenzüge keinesfalls zu empfehlen. Ultimo, Haymarket Diese Viertel liegen direkt an der UTS und der Innenstadt. Sie bieten eine sichere und saubere Wohnlage. Die UTS und der Darlingharbour, China Town und Paddys Market sind in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Shared-Rooms fangen bei 170 A$ an. Zu empfehlen ist der Peak-Tower der direkt an der UTS Library und China Town liegt und in dem sich die Market City, ein großes Einkaufszentrum, befindet. CBD Der Central Business District wird bestimmt von Hochhäusern. Appartements werden in der Regel an sechs bis zehn Personen vermietet mit zwei bis vier Personen in einem Raum. Das wohnen gestaltet sich z.t. eher enger. Dafür bieten die Hochhäuser i.d.r. Swimmingpool und Fitnessstudio für die Bewohner. Die Qualität der Fitnessstudios in den Hochhäusern ist aber nur etwas für Gelegenheitssportler und für erfahrene Fitnessstudiokunden nicht ausreichend. Die Preise beginnen bei 150 A$. Die Ausstattung dieser Appartements ist meistens vorbildlich. Es wohnen verhältnismäßig viele Asiaten im CBD. Das Zusammenleben mit Asiaten kann durch starke kulturelle Unterschiede sehr anstrengend sein, weshalb man bei Appartements mit überwiegend asiatischen Bewohnern auf jeden Fall diese Bewohner kennenlernen sollte um sich eine eigene Meinung zu bilden. Coogee, Bondi Diese Stadtteile liegen am Coogee bzw. am Bondi Beach. Die Nähe zum Strand in Bondi ist vor allem für Surfer, oder die die es werden wollen, zu empfehlen. Coogee eignet sich nicht zum Surfen ist aber der meiner Meinung nach schönere Strand. Die Stadtteile sind an sich sehr schön und sicher und bieten auch Möglichkeiten abends wegzugehen. Mit dem Bus ist sowohl Coogee als auch Bondi eine halbe Stunde von der Innenstadt entfernt. Währen der Nacht fahren die Busse von und zur Innenstadt nur noch stündlich. Einzelzimmer die nur wenige Minuten zu Fuß vom Strand entfernt sind fangen bei 180 A$ bis 250 A$ an. Sehenswürdigkeiten Opera House Das Opera House ist eine der Hauptattraktionen von Sydney. Besonders zu empfehlen ist die einstündige, geführte Tour durch das Opera House. Dort sieht man den Hauptsaal in dem Konzerte abgehalten werden, den zweiten großen Saal in dem z.b. Musicals gespielt werden und eine der kleineren unterirdischen Bühnen die z.b. für Comedy und Seite 10

11 Theater benutzt wird. Außerdem erfährt man alles über den Bau und die Geschichte des Opera Houses. Die Tour ist über zu buchen und kostet für Studenten 20 A$. Fotos dürfen während der Tour nicht gemacht werden, können aber danach für 70 ACent pro Stück gekauft werden. Natürlich ist es auch ein Erlebnis sich ein Konzert oder ähnliches anzuschauen. Preise dafür beginnen bei 30 A$. Fotos vom Opera House macht man am besten Nachts von der Harbour Bridge aus wenn die äußere Fassade des Opera Houses mit farbigem Licht angestrahlt wird. Harbour Bridge Die Harbour Bridge verbindet die Innenstadt von Sydney mit Nord Sydney. Eine Attraktion ist der Bridge-Climb. Dabei klettert man ca. vier Stunden über die Harbour Bridge und kann den Ausblick genießen. Die 180 A$ pro Person sind eine gute Investition für dieses Abenteuer. Sydneytower Der Sydneytower ist das höchste Gebäude in Sydney und in der Mitte des CBDs. Man sollte den grandiosen Ausblick über die Stadt sowohl bei Tag als auch bei Nacht genießen. Unter der Woche ist am wenigsten los. Am Wochenende muss man unter Umständen bis zu einer halben Stunde Schlange stehen. Der Preis für den unbegrenzten Aufenthalt beträgt für Studenten 18 A$. Unter dem Sydneytower befindet sich eine große Shoppingmall die zum Einkaufen einlädt. Tierwelt Die Tierwelt Australiens kann man in Sydney in der Wild Life World, im Aquarium und im Taronga Zoo bestaunen. Die Wild Life World und das Aquarium sind direkt nebeneinander im Darlingharbour. In der Wild Life World kann man Landtiere sehen wobei es kein weitläufiger Zoo ist sondern ein überdachter Tierpark. Das Aquarium bietet eine riesige Vielfalt an Fischen in vielen Aquarien. Das große Haiaquarium ist dabei das Highlight weil man durch Glastunnel die direkt durch das Aquarium verlaufen Haie, Schildkröten, Rochen und Fische aller Art aus nächster Nähe bestaunen kann. Außerdem gibt es ein Robbenbecken und ein Krokodilgehege. Der Taronga Zoo ist vom Circular Quay mit der Fähre zu erreichen. Er bietet eine große Anzahl von australischen Tieren sowie Tiere aus aller Welt in großen Gehegen. Das Freilauf-Gehege in dem Kängurus und Emus sich frei bewegen ist dabei einer der unzähligen Höhepunkte. Museen Sydney bietet eine Reihe von Museen wobei ich nur das Australian Museum am Hyde Park besucht habe. Dieses beschäftigt sich hauptsächlich mit der Geschichte der australischen Ureinwohner, der australischen Flora und Fauna und der geologischen Beschaffenheit Australiens. Ansonsten gibt es das Sydney Museum im CBD, das Powerhouse Museum und das Maritim Museum am Darling Harbour. Letzteres bietet ein ausgedientes Kriegsschiff und ein U-Boot zur Begehung. Botanical Garden Der Botanical Garden von Sydney ist ein großer Park direkt am CBD. Er bietet exotische Pflanzen, einen sehr guten Ausblick auf Harbour Bridge und Opera House, kilometerlange Wege zum Joggen und Spazieren gehen, große Grünflächen zum Entspannen und beherbergt tausende von Fledermäusen und Vögeln. Seite 11

12 Aktivitäten in Sydney Einkaufen Es gibt unzählige Einkaufsmöglichkeiten in Sydney weshalb ich nur die wichtigsten erwähnen möchte. Das Einkaufshighlight im CBD ist das QVB (Queen Victoria Building) neben der Townhall. Ein ganz besonderes Einkaufserlebnis durch den viktorianischen Stil des Gebäudes auf drei überirdischen und zwei unterirdischen Stockwerken. Außerdem ist das QVB unterirdisch mit der U-Bahn-Station Townhall und den Queen Victoria Galeries, einer weiteren vielseitigen, mehrstöckigen Shoppingmall, verbunden. Von da aus gelangt man auch an die am Sydneytower angrenzende Fußgängerzone auf der Pittstreet. Wer noch mehr auf Designerkleidung Wert legt sollte auf die Oxfordstreet in Paddington fahren, die wohl beste Einkaufsstraße in Sydney. Designerware findet man auch in The Rocks am Fuße der Harbour Bridge. Eine weitere riesige Shoppingmall befindet sich in Bondi Junction die alles bietet was man sich vorstellen kann. Auch im World Tower im Zentrum der Innenstadt befinden sich viele Geschäfte, wobei sich im Untergeschoss auch ein großer Supermarkt und ein Liquor Shop befindet. Natürlich kann man auch auf der Hauptstraße von Sydney, der George Street, einkaufen. Die besten Möglichkeiten bieten sich ab Townhall Richtung Circular Quay. Für Lebensmittel empfiehlt sich der Woolworth gegenüber der Townhall. Wer günstige Schnäppchensucht sollte Paddys Market aufsuchen. Dieser gigantische Markt bietet alles von Lebensmitteln über Kleidung bis hin zu Souvenirs. Paddys Market befindet sich in China Town. Abends ausgehen Es gibt vier Bereiche in der Innenstadt in denen man hauptsächlich abends ausgehen kann. Der Darlingharbour, The Rocks, Kingscross und die George Street. Der Darlingharbour bietet eine Vielzahl an Bars, Clubs, Restaurants, Cafes, sowie ein 3D-Kino. Besonders zu empfehlen ist der Pontoon Club, in dem Freitags Black Music und Samstags House gespielt wird. Außerdem die Cargo Bar in der Elektro und House gespielt wird, die Docks Bar die sich zu späterer Stunde von einer Bar in einen Club verwandelt und die Loft Bar die vor allem optisch ein Erlebnis ist. The Rocks ist das Viertel direkt am Fuße der Harbour Bridge. Hier ist das Argyle ein absoluter Pflichtbesuch durch die einzigartige Atmosphäre. Das Löwebräu erinnert eher an das Oberbayern auf Mallorca und bietet ein ähnlich niedriges Niveau. Kingscross liegt von der Innenstadt gesehen hinter Darlinghurst. Hier ist mein Lieblingsclub die Hugos Bar beheimatet. Besonders Sonntags die beste Adresse zum Feiern und meiner Meinung nach feiern dort die schönsten Frauen von Sydney. Bis 22 Uhr sind in der Hugos Bar halbe Preise. Auch entlang der George Street gibt es einige Clubs. Zu erwähnen sind hier der Tank Club und das Establishment in dem ein strenger Dresscode gilt. Außerdem auch der Cheers Night Club der vorwiegend von asiatischen Frauen besucht wird. Desweiteren kann man auch Seite 12

13 dienstags ins Gaff an der Oxfordstreet gehen. Das Publikum setzt sich aus jungen Leuten aus der ganzen Welt zusammen und bietet ausgelassene Partyatmosphäre. Für Studenten kann man die Bar Broadway empfehlen. Sie ist zwar unscheinbar, verkauft aber gegen Vorlage eines Studentenausweises ein Schooner Bier (425 ml) für nur 3 A$. Strände Sydney hat die besten Strände Australiens an denen man, ohne Angst vor Quallen oder Haien haben zu müssen, ganzjährig Schwimmen und teilweise auch Surfen kann. Zum Surfen aber natürlich auch zum Schwimmen sind Bondi Beach, Manly Beach und Cronulla Beach sehr gut geeignet und unter Surfern weltberühmt. Der meiner Meinung schönste Strand ist Coogee Beach. Zwar nur zum Schwimmen und nicht zum Surfen geeignet ist der Coogee Beach perfekt zum Entspannen. Besonders abends ist die Aussicht auf den Coogee Beach vom Felsen an der linken Buchtseite aus sehr schön. Wer sich ein Surfboard kaufen möchte findet am Bondi und am Manly Beach die meisten Surfshops. Manly ist am besten mit der Fähre ab Circular Quay erreichbar. Natürlich gibt es noch zahlreiche andere schöne Strände wie z.b. Maroubra Beach, Bronte Beach, Palm Beach welche auch einen Besuch wert sind wenn man die nötige Zeit hat. Blue Mountains Die Blue Mountains sind ein Nationalpark westlich von Sydney. Es ist ein bergiges, bewaldetes Gebiet das perfekt für einen Tagesausflug ist. Ein Highlight ist die Seilbahn über den Blue Mountains. Die Zugfahrt von der Sydney Central Station dauert ca. zwei Stunden und kostet ca. 20 A$. Silvester in Sydney Das Besondere an Silvester in Sydney ist das Feuerwerk das 2008 das größte Silvesterfeuerwerk der Welt war. Den besten Blick hat man vom Botanical Garden aus. Nur von da aus kann man das komplette Feuerwerk sehen. Denn das Feuerwerk wird gleichzeitig von der Harbour Bridge, den Hochhäusern im CBD und von Schiffen im Harbour abgefeuert. Man sollte mindestens acht Stunden vor dem Feuerwerk in den Botanical Garden gehen da schon morgens die ersten Menschen in den Park strömen und nachmittags schon fast jeder Quadratmeter belegt ist. Wenn man auf eine der zahlreichen Partys gehen möchte für die man Karten im Vorverkauf erstehen muss sollte man dies schon vier Monate vorher planen. Falls man noch keine feste Unterkunft über Silvester hat sollte man diese spätestens vier Monate vorher buchen. Falls man kurzfristig eine Unterkunft über Silvester sucht wird dies meistens Seite 13

14 nicht funktionieren da alle Hostels ausgebucht sind in dieser Zeit. Als Ausweichmöglichkeit kann man ein Hostel in den Blue Mountains nehmen. Die zweistündige Zugfahrt bis zur Sydney Central Station muss man dann in Kauf nehmen. Studieren an der UTS Voraussetzungen und Unterschiede Studiengebühren Die Studiengebühr beträgt an der UTS A$ für ein Auslandssemester was ca entspricht. Wer an der UTS bleiben möchte um dort sein Studium zu beenden bzw. sein komplettes Studium absolvieren möchte muss A$ Studiengebühren pro Semester zahlen. Diese Kosten sind an allen Universitäten in Australien nahezu gleich. Da die UTS keine Partnerhochschule der FH Dortmund ist, ist es nicht möglich als Exchange-Student an der UTS zu studieren und somit von der Studiengebühr befreit zu werden. Sprachkenntnisse Um an der UTS studieren zu können muss man keinen TOEFL-Test oder Vergleichbares absolvieren. Lediglich ein Zeugnis vom DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst), auf dem die eigenen Englischkenntnisse von einem Dozenten der deutschen Hochschule beglaubigt werden, muss eingereicht werden. Dafür wendet man sich am besten an den Dozenten der die Englischvorlesungen im Grundstudium hält. Das DAAD- Zeugnis erhält man z.b. bei GOstralia. Unterschiede Das australische Studium unterscheidet sich deutlich vom Deutschen. In Deutschland ist es üblich wenig oder gar keine Leistungen vom Studenten während des Semesters einzufordern und die Note einschließlich von einer abschließenden Klausur abhängig zu machen. In Australien hingegen setzt sich die Note aus kontinuierlicher Arbeit währen des Semesters zusammen. In der Regel sind ein- bis zweiwöchig Hausarbeiten, Gruppenarbeiten, Präsentationen etc. abzugeben die in die Note mit einfließen. In manchen Fächern ist diese Arbeit währen des Semesters sogar so zeit- und arbeitsintensiv das komplett auf eine Abschlussklausur verzichtet wird. Was bietet mir die UTS? Allgemein Die UTS ist eine von Sydneys vier großen Universitäten und zählt knapp Studenten, davon jederzeit internationale Studenten. Um einen Überblick über die Universität und deren Services zu gewinnen veranstaltet die UTS eine Woche vor Vorlesungsbeginn die sogenannte Orientation Week in der man alles Wissenswerte über die UTS erfährt und gleichzeitig erste Kontakte mit anderen Studenten knüpfen kann. Seite 14

15 Fächerangebot Die UTS bietet ein sehr vielfältiges Fächerangebot in den Bereichen BWL, Architektur, Design, Bildungswesen, Maschinenbau, Sozialwissenschaft, Informatik, Jura, Krankenpflege und Naturwissenschaften. Das Angebot der Fächer ist sehr übersichtlich auf der Website der UTS zu finden. Unbedingt zu beachten ist das in Australien ein Teil der Fächer nur zur Verfügung steht wenn man als Postgraduate angesehen wird. Dies ist der Fall wenn man sechs Semester an einer Hochschule studiert hat. Als ich mich an der UTS einschrieb war ich erst seit fünfeinhalb Semestern an der FH Dortmund und konnte somit nur auf ein begrenztes Fächerangebot zugreifen. Trotzdem habe ich interessante Fächer gefunden weil die Anzahl der zur Verfügung stehenden Fächer auch im Undergraduate-Status noch sehr umfangreich war. Wenn man aber für ganz bestimmte Fächer nach Australien geht sollte man dies früh genug klären. Ausstattung Die Ausstattung der UTS ist vorbildlich. Es steht z.b. eine große Anzahl von Computer-Labs zur Verfügung die z.t. mit Macs und z.t. mit PCs ausgestattet sind und für alle Studenten 24 Stunden, sieben Tage die Woche geöffnet sind. Neben dem Internetzugang stehen auch spezielle Computerprogramme für Ingenieure und Naturwissenschaftler zur Verfügung. Außerdem verschiedenste Computerprogramme zur professionellen Bildbearbeitung, Internetseitendesign und -erstellung sowie Office-Anwendungen. Auch das sofortige Drucken und Scannen von Dokumenten ist rund um die Uhr möglich. Ansonsten ist die gesamte Universität sehr modern und funktionell ausgestattet und bietet sehr viele Rückzugsmöglichkeiten z.b. zum Lernen. Unterstützung Die UTS hat eine Vielzahl von Anlaufstellen für Fragen und Probleme von Studenten. Das International Office kümmert sich um alle Fragen und Belange von internationalen Studenten. Darüberhinaus gibt das Housing Office Auskunft und Unterstützung bei der Wohnungssuche, der IT-Support hilft bei Problemen rund um Computer und Internet und eine kostenlose Rechtsberatung gibt Auskunft bei allen rechtlichen Problemen. Desweiteren hat die UTS eine Arztpraxis nur für Studenten. Auch Shops für Schreibwaren und Lebensmittel sind im Hauptgebäude der UTS angesiedelt. Kopieren, Ausdrucken und Binden von Dokumenten ist im Copyshop der UTS möglich. Standtort In Sydney sind vier große Universitäten mit jeweils ca Studenten angesiedelt. Den zentralsten Standort hat die UTS, die sich praktisch in der Innenstadt befindet. Dies ist sehr wichtig für das tägliche Leben in Sydney, denn in der Innenstadt und in der Universität verbringt man den Großteil der Zeit. Da die meisten ausländischen Studenten im Innenstadtbereich wohnen ist die Universität oft zu Fuß zu erreichen. Von keiner anderen Universität ist es möglich den gesamten Innenstadtbereich zu Fuß zu erreichen, somit kann man oft auf öffentliche Verkehrsmittel oftmals verzichten. Der Weg von anderen Universitäten in die Innenstadt kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln unter Umständen über eine Stunde dauern. Bibliothek Die Bibliothek der UTS ist sehr umfangreich mit Büchern, Zeitschriften und Mikrofilmen ausgestattet. Desweiteren bietet die Bibliothek über 300 Computer die Internetzugang besitzen und Zugriff auf eine große Anzahl von Datenbänken ermöglichen. Außerdem gibt es sehr viele Ruhezonen zum Lernen sowie viele Laptop-Arbeitsplätze und Seite 15

16 Gruppenarbeitsräume. Die Öffnungszeiten sind unter der Woche bis mindestens 22 Uhr bzw. bis 18 Uhr an Wochenenden während der Vorlesungszeit. Ruf Die UTS hat in ganz Australien einen exzellenten Ruf und genießt auch international gesehen ein hohes Ansehen. Dies belegen in regelmäßigen Abständen Universitäts-Vergleiche auf nationaler und internationaler Ebene. Sportangebot Die UTS bietet eine enorm große Anzahl von Sportaktivitäten die alle gängigen Ball-, Mannschafts-, Wasser- und Kampfsportarten umfassen. Darüber hinaus sind auch eine Menge außergewöhnlicher Sportaktivitäten wie z.b. Bergsteigen, Höhlenklettern und Skifahren verfügbar. Alle Sportaktivitäten sind sehr preisgünstig. Die UTS hat auch ein eigenes Fitnessstudio das für UTS-Studenten vergleichsweise günstig ist und über eine gute Ausstattung an Trainingsgeräten und ein breites Kursangebot bietet. Vorstellung meiner Vorlesungen Engineering Economics and Finance Diese Vorlesung beschäftigte sich mit Themen aus der Wirtschaftswissenschaft. Das sogenannte Accounting, also Rechnungswesen, wurde am Beispiel einer Firmengründung und deren Zukunftskalkulation vermittelt. Auch über Wirtschaftskrisen und deren nationalen und internationalen Auswirkungen wurde diskutiert. Ein weiteres großes Thema waren Annual Reports (Jahresberichte) von Kapitalgesellschaften welche durchgearbeitet und bewertet wurden um Aussagen über die Entwicklung der jeweiligen Firma zu machen. Außerdem wurde sehr intensiv über ERP (Enterprise Ressource Systems) gesprochen. Als Beispiel für ein ERP kann man SAP nennen. Wir haben in einem Seminar den Umgang mit einer Open-Source-ERP-Software erlernt und mussten als Gruppenprojekt diese Software einer beliebigen Firma präsentieren um diese von den Vorteilen eines ERPs zu überzeugen. Dieses Gruppenprojekt musste ausführlich dokumentiert werden. Abschließend musste ein Bericht über die australische Kohleindustrie geschrieben werden in der man die zukünftige Kreditwürdigkeit dieses Industriezweiges bewerten sollte. Engineering Project Management Diese Vorlesung beschäftigte sich mit dem gesamten Ablauf eines Projektes in der Industrie. Angefangen von der Definition, der Planung über die Durchführung und den Abschluss eines Projektes. Es wurden sehr intensiv die Instrumente des Projektmanagement besprochen wie Netzpläne, Gantt-Diagramme etc. Desweiteren wurden kritische Pfade von Projekten berechnet zum Teil unter Berücksichtigung von Ressourcen und Kosten. Die Planung von Ressourcen und deren richtigen Einsatz über die Projektdauer war ein weiteres Thema. Außerdem wurden Projektkosten und -dauer kalkuliert. Als Gruppenprojekt haben wir einen Projektmanager einer großen australischen Baufirma interviewt um deren Erfahrungen zu dokumentieren. Außerdem waren regelmäßig Projektmanager aus der freien Wirtschaft für Vorträge zur Gast in der Vorlesung. Language and Contexts of Australian Engineering Die Aufgabe dieser Vorlesung war es internationalen Studenten das Schreiben von anspruchsvollen Texten näher zu bringen. Die Seite 16

17 großen Themen waren deshalb Grammatik, Zitieren, Wiedergeben, Umschreiben und das richtige Verfassen von Berichten und Essays. Umwelt, neue Energieträger sowie Gefahren durch Energiegewinnung wurden als durchgehendes Thema in allen Übungen verwendet. Machine Dynamics In dieser Vorlesung ging es um Kinematik, Kinetik und Schwingungen. Anhand von Berechnungen auf Vektorbasis wurden die Themen vermittelt. Reisen an der australischen Ostküste Allgemeines/Tipps Ich habe die Reise an der Ostküste Australiens mit zwei deutschen Kommilitonen, die ich an der UTS kennengelernt hab, durchgeführt. Die Reise begann am 24. November 2007 und endete am 30. Dezember 2007 und ging von Cairns nach Sydney. Wir sind von Ort zu Ort mit dem Greyhound-Busservice gefahren. Das Flugticket von Sydney nach Cairns kostete 170 A$, das Busticket 310 A$. Unser Fehler war das wir nicht allzu viel voraus geplant hatten. Besonders in der Zeit ab Mitte Dezember ist an der australischen Ostküste eine verhältnismäßig große Zahl an Reisenden unterwegs. Deshalb sollte man für diese Zeit besonders im Bereich unter Brisbane alle Unterkünfte im Voraus planen. Man darf sich nicht darauf verlassen das noch irgendwo was frei ist. Wir haben zum Glück meistens noch kurzfristig was gefunden wobei wir dieses Glück nicht immer hatten. In Byron Bay hatten wir kein Zimmer mehr bekommen und mussten deshalb ins 30 km entfernte Ballina und sind dann von da aus mit einem Leihwagen nach Byron Bay gefahren. Übernachtungen in Hostels kosten an der Ostküste zwischen 20 und maximal 30 A$. Günstigere Hostels sollte man nur buchen wenn man die Zimmer persönlich gesehen hat. Auf Bilder im Internet kann man sich nur bedingt verlassen. Mehr als 30 A$ muss man auf keinen Fall für eine Unterkunft zahlen. Prinzipiell sind alle YHA Hostels zu empfehlen. Diese kann man meistens nur auf der YHA Homepage buchen. Hostels findet man ansonsten unter Hostels die bei Hostelbookers eine Bewertung unter 75 % haben sollten kategorisch ausgeschlossen werden. Ansonsten ist es immer zu empfehlen das etwas teurere Hostel zu wählen. Alle Ausflüge, Touren o.ä. sollten nur bei Backpackers Worldtravel gebucht werden da diese Reisebürokette die meisten und günstigsten Angebote hat. Cairns Cairns ist eines der beliebtesten Reiseziele in Australien. Zum einen weil Cairns von einer wunderschönen Regenwaldlandschaft umgeben ist und zum anderen weil von da aus die meisten Tauchtouren ins Great Barrier Reef starten. Die Stadt Cairns an sich ist eher klein, Seite 17

18 unansehnlich, hat keinen Strand und bietet nicht viel weshalb man sich mit dem Umland und dem Tauchen beschäftigen sollte. Einzig das Woolsheet, ein Restaurant in der Innenstadt ist zu empfehlen. Mit Gutscheinen die es in praktisch jedem Reisebüro (z.b. Backpackers Worldtravel) in Cairns gibt kann man dort sehr günstig essen. Als Hostel sollte man das Bohemia Resort wählen, weil es das beste Gesamtpaket bietet. Wir mieteten uns ein Auto (Toyota Camry 2.4/92 A$ pro Tag) für zwei Tage um die Nationalparks um Cairns herum zu erreichen. Am ersten Tag fuhren wir bis Cape Tribulation, eine verlassene, paradiesische Bucht ca. 250 km nördlich von Cairns. Auf dem Weg dort hin machten wir an zahlreichen Stränden und Aussichtspunkten halt. Das Schwimmen im Meer ist aufgrund von Quallen leider verboten und nur in mit Netzten gesicherten Bereichen genehmigt. Außerdem wanderten wir durch den Regenwald des Daintree National Parks und nahmen ein Bad im Mosman River der sich durch den Park schlängelt. Am zweiten Tag fuhren wir Richtung Süden und machten am Curtain Fig Tree halt. Dieser Baum bildet durch seine Wurzeln einen 15 m breiten Vorhang und ist auf jeden Fall einen Stop wert. Danach machten wir halt an den Babinda Boulders. Dies ist ein Flusslauf deren felsige Oberfläche durch das Wasser über Millionen von Jahren auffällig geformt wurde. Danach kamen wir an den Milla Milla Falls an. Dieser Wasserfall ist eines der schönsten Fotomotive Australiens. Das Tosbecken des Wasserfalls lädt zum Schwimmen ein. Die Dschungelstadt Kuranda sollte gemieden werden da sich dort nur Souvenirläden befinden und nichts Sehenswertes. Ein weiteres schönes Fotomotiv ist aber die Schlucht mit den Barron Falls die unbedingt besucht werden sollte. Nach unserer Autotour durch das Umland von Cairns fing unsere Tauchtour an. Diese Tour ging zwei Tage mit Übernachtung auf See und beinhaltete fünf Tauchgänge mit Tauchlehrer. Der Anbieter dieser Tour war Divers Den in Cairns. Auch zu empfehlen ist Pro Dive Cairns. Die Tauchtour war ein einmaliges Erlebnis und ist ein absolutes Muss. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf 400 A$, Verpflegung und Übernachtung inbegriffen. Wir mieteten für die Tauchtour eine Unterwasserdigitalkamera. Dies sollte aber nicht auf dem Boot sondern in Cairns gemacht werden weil es dort sehr viel billiger ist. Draußen am Great Barrier Reef gibt es übrigens keine Quallen oder Haie die einem gefährlich werden können. Magnetic Island Magnetic Island liegt ca. 8 km vor Townsville und ist von dort aus mit der Fähre zu erreichen. Die Insel ist nur dünn besiedelt und bietet Ruhe und Entspannung an wunderschönen Stränden. Leider ist auch hier Schwimmen wegen Quallen zu gefährlich. Wir haben dort zwei Tage und eine Nacht verbracht was völlig ausreichend war um die Insel kennenzulernen. Als Unterkunft wählten wir kurzfristig das X-Base Hostel. Der Aufenthalt in diesem Hostel ist ein Erlebnis durch die einzigartige Architektur die an ein Dschungeldorf erinnert, die tolle Aussicht auf entfernte Inseln und das Abendprogramm. Auf keinen Fall sollte ein anderes Hostel gebucht werden, besonders nicht das Travellers Hydeaway. Dieses Hostel ist sehr heruntergekommen. Die Bilder im Internet entsprechen nicht der Wirklichkeit. Seite 18

19 Whitsunday Islands Die Whitsunday Island sind ein weiteres Highlight und das wahrscheinlich beliebteste Reiseziel an der Ostküste. Die Whitsundays erreicht man von Airlie Beach aus, einem kleinen Touristenort. Wir haben eine Segeltour über zwei Tage und eine Nacht gebucht die uns um die wichtigsten Inseln der Whitsundays führte. Zwischendurch machten wir einen Landgang am Whitehaven Beach der seinem Namen alle Ehre macht durch seinen schneeweißen, pulverförmigen Sand und ist ein absoluter Pflichtbesuch. Außerdem machten wir zwei Stops um vom Boot aus in flachen Buchten zu Schnorcheln. Die Vielfalt an Korallen und Fischen kann sich an dieser Stelle durchaus mit dem Great Barrier Reef messen. Eine zweitägige Segeltour reicht völlig aus um die Whitsundays zu sehen. Da der Komfort auf den meisten Segelbooten recht eigeschränkt ist wäre ein längerer Aufenthalt nur unnötig anstrengend. Wenn man in Airlie Beach übernachtet sollte man dies im Magnums oder im Beaches Backpackers tun. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier einfach. Fraser Island Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und ein von der UN geschütztes Weltnaturerbe. Deshalb gibt es auf der Insel keine befestigten Straßen und kaum Häuser und das befahren der Insel ist nur mit Allradfahrzeugen möglich und erlaubt. Wir buchten eine Self-Drive-Tour über drei Tage und zwei Nächte. Die Tour wurde von insgesamt 10 Personen durchgeführt, das waren wir drei, fünf Holländer bzw. Holländerinnen und zwei Schwedinnen. Wir teilten uns einen Geländewagen (Toyota Landcruiser ca. 20 Jahre alt) der auch mit Campingmaterial ausgerüstet war. Wir bekamen von Veranstalter einen Plan mit allen Routen auf der Insel und den Plätzen die sehenswert sind und auf denen man campen konnte. Um nach Fraser Island zu gelangen muss man z.b. die Fähre von Rainbow Beach aus nehmen. Der Ort Rainbow Beach ist sehr klein und ist nicht geeignet um dort mehrere Tage zu verbringen weil dort einfach kaum Infrastruktur vorhanden ist. Fraser Island bietet unberührte Regenwälder, traumhafte Strände und mehrere Süßwasserseen die zum Schwimmen geeignet sind. Das Schwimmen im Meer ist wegen Haien verboten. Das Fahren auf dem Strand von Fraser Island und auf den Inland-Tracks ist ein besonderes Fahrerlebnis und macht einen Großteil des Spaßes aus den man auf dem Ausflug hat. Brisbane Brisbane ist die Hauptstadt von Queensland und mit 1,6 Mio. Einwohner auch die größte des Sonnenstaates. Leider liegt Brisbane nicht direkt an der Küste weshalb man auf einen Strand verzichten muss. Die Stadt an sich bietet gute Einkaufmöglichkeiten. Wenn man abends ausgehen möchte geht man ins Valley. Dies ist ein Bereich nahe der Innenstadt mit sehr Seite 19

20 vielen Bars und Clubs und absolut zu empfehlen für junge Leute. Außerdem gibt es ein Casino mit allen Arten von Glücksspielen. Eine der Hauptattraktionen von Brisbane ist der Lone Pine Koala Santuary, der größte Koala-Park der Welt. Hier kann man hautnah Koalas verschiedensten Alters bestaunen und auch auf den Arm nehmen um für ein Foto zu posieren. Desweiteren bietet der Park ein Freilaufgehege in dem man Kängurus füttern und streicheln kann. Der Park ist ein Pflichtbesuch in Brisbane. Wir übernachteten im Palace Central welches durchaus zu empfehlen ist wobei das Palace Resort vorzuziehen ist da dieses moderner ausgestattet ist. Surfers Paradise Surfers Paradise ist ein Teil des Gold Coast Städteverbundes. Hauptsächlich von Touristen bevölkert ist dieser Ort eines der beliebtesten Urlaubsorte der Australier. Dementsprechend sind die Einkaufsmöglichkeiten relativ gut. Anders als der Name vermuten lässt ist der Ort nicht sehr gut zum Surfen geeignet. Der Strand ist über 40 km lang und erstreckt sich entlang der gesamten Gold Coast. Es gibt einige Möglichkeiten abends auszugehen weshalb man diesen Ort über ein Wochenende besuchen sollte. Von Surfers Paradise aus hat man die Möglichkeit verschiedene Themenparks zu erreichen. Dazu zählen z.b. Movie World und ein Wassererlebnispark. Nähere Infos dazu haben die lokalen Reisebüros. Als Unterkunft ist das örtliche YHA zu empfehlen. Byron Bay Byron Bay ist der östlichste Punkt des australischen Festlandes und ein beliebter Urlaubsort in Australien. Besonders schön ist die Aussicht vom Leuchtturm aus. Der Mainbeach von Byron Bay ist sehr gut zum Surfen geeignet und nicht von Touristen übervölkert. Das Ausleihen von Surfboards kostet hier nur 20 A$ für 3 Stunden. Abends muss man in den Kult-Pub Cheeky Monkeys gehen in dem regelmäßig wilde Partys gefeiert werden. Besonders gut ist die Weihnachtsparty vom 24. auf den 25. Dezember auf der wir auch waren. Melbourne Melbourne ist die zweitgrößte Stadt Australiens mit 3,5 Mio. Einwohnern und die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria. Melbourne bietet großstadttypisch sehr gute Einkaufsmöglichkeiten und gute Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Stadtgebiet. Auch die Möglichkeiten abends auszugehen sind sehr vielfältig. Melbourne bietet auch eine Reihe von Museen und Galerien. Leider hat Melbourne nur einen sehr schmalen Seite 20

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