Und wie baut die Gesellschaft mit? Die Schweiz ist überall. Mark Mäder

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1 Und wie baut die Gesellschaft mit? Die chweiz ist überall Mark Mäder

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3 Übersicht 1. Kurze Übersicht Versicherungssystem chweiz 2. Werte der heutigen Gesellschaft 3. Gesellschaft und Ethik 4. ichtbaer und unsichtbare Behinderungen 5. Ausblick

4 chweiz. Bundesverfassung Artikel 8 Rechtsgleichheit 1. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. 2. Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der prache, der sozialen tellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung. 3. Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. 4. Das Gesetz sieht Massnahmen zur Beseitigung von Benachteiligungen der Behinderten vor.

5 Präambel der chweiz. Bundesverfassung... gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die tärke des Volkes sich misst am Wohl der chwachen...

6 Geschichte der ozialversicherungen 1946: Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) 1947: Erwerbsersatz (EO) 1948: Verhu tung von Berufskrankheiten Verhu tung von Unfällen 1959: Invalidenversicherung (IV) 1965: Ergänzungsleistungen zur AHV und IV 1982: berufliche AHV und IV (BV)

7 Versicherungspyramide

8 IV und EL Gesamtschweizerische obligatorische Versicherung icherung der Existenzgrundlage Eingliederung vor Rente IV-Rente: 1005 Franken (906 Euro) 2010 Franken (1649 Euro) + EL

9 Vereine, Gesellschaften, tiftungen Fragile uisse für Hirnverletzte Menschen und ihre Familien Verein Hilfe für hirnverletzte Kinder Pro Infirmis Aphasie uisse Pro Integral Denkwerk Hirnverletzung Cerebral chweiz Viele weitere breiter gefasste Vereinigungen Heime / chulen oft als tiftungen organisiert Hauptproblem: Konkurrenz / Zusammenarbeit / Thema für die Gesellscjaft

10 A.., turz vom Kran am Abend Notfallstation und Intensivstation Uniklinik Rehabilitation Wachkomastation Minimal conscious state Erwachen mit Lächeln / Lachen Verlegung auf Normalstation Verlegung nach Hause

11 Gesetze und Regeln sind gefasster Ausdruck der Wertvorstellungen einer Gesellschaft

12 Welche Gesellschaft haben wir?

13 Werte-Index 2014 D 1. Gesundheit 2. Freiheit 3. Erfolg 4. Familie 5. Gesellschaft TEN Infratest 2014

14 Meinungsumfrage Werte CH icherheit, Verantwortung und Vertrauen bleiben weiterhin hoch im Kurs - doch Leistung, Wettbewerb, Innovation und Macht holen auf Die Bedeutung von wird wichtiger icherheit Leistung Verantwortung Vertrauen Zuhause Optimismus Wettbewerb Innovation olidarität Macht Verzicht Luxus Abenteuer August Fragestellung: Die Bedeutung von Werten kann sich mit der Zeit ändern. Ich nenne Ihnen im Folgenden einige Werte und ie sagen mir bitte, ob deren Bedeutung in der aktuellen Zeit Ihrer Meinung nach zu- oder abnimmt, d.h. ob sie wichtiger oder weniger wichtig werden. Quelle: repräsentative Omnibusumfrage im Auftrag des GfK Vereins (August 2010, Befragte) Antwortvorgaben, Angaben in Prozent - Veränderung zu Januar Repräsentative Omnibusumfrage im Auftrag des GfK August

15 Meinungsumfrage Werte A market-institut 2010, HR-Tagung 10 Puchberg

16 Werte aus der Arbeit heraus Ökonomie chnelligkeit Effizienz Macht

17

18 A.., turz vom Kran am Abend Notfallstation und Intensivstation Uniklinik Rehabilitation Wachkomastation Minimal conscious state Erwachen mit Lächeln / Lachen Verlegung auf Normalstation Verlegung nach Hause. elbständig ADL.

19 A Plötzlicher starkes Kopfweh und rasche Bewusstlosigkeit am Abend Notfallstation und Uniklinik: Aneurysmablutung Rehabilitation Minimal conscious state und Erwachen mit Lächeln / Lachen Ende der Kostengutsprache

20 Ethik Auseinandersetzung in praktischer Philosophie mit Werten Gerechtigkeit Achtsamkeit Respekt Autonomie Fürsorge Normalität Zeit

21 ichtbare Behinderung Messbare und quantifizierbare Hirnverletzung, was Hilfe und Unterstützung anbelangt Rollstuhlabhängigkeit Pflegebedürftigkeit Hilfsmittel u.a.

22 Unsichtbare Behinderung chwer messbare Behinderung, was Nachweis, Hilfestellung resp. Möglichkeiten anbelangt. Aphasie Langsamkeit Aufmerksamkeitsspanne Müdigkeit Wesensveränderungen

23 Unsichtbare Behinderung chwer messbare Behinderung, was Nachweis, Hilfestellung resp. Möglichkeiten anbelangt. Aphasie: ags doch endlich Langsamkeit: Mach schneller Aufmerksamkeitsspanne: Hör mir zu Müdigkeit: Nimm Dich zusammen Wesensveränderungen: ei doch wieder Du selber

24 Unsichtbare Behinderung...Am schlimmsten u ber die Zeit gesehen sind die Wesensveränderungen... U. Künzli Psychologin

25 Unsichtbare Behinderung: ozialarbeit Zerrissenheit: Arbeiten wollen und können Keine Bereitschaft für den niederschwelligen Einstieg in die Arbeit Unverständnis der Umgebung Persönlichkeitswandel: Familie, Freundeskreis, Arbeitskreis Dauer der Rehabilitation: ambulant Jahre Gefühl der Nutzlosigkeit / Belastung für andere Dauerbelastung der Angehörigen. paar, 2014

26 Unsichtbare Behinderung: Betroffener Ich hatte früher auch kein Verständnis und sprach abschätzig, ja, ich bejahte insgeheim die Meinung betr. cheininvalide. Heute sehe ich erst wie schwierig das Leben sein kann und wie schwer es ist dies als nicht Betroffener zu verstehen. Aussage Patient, übermittelt von. paar

27 T.R Beim Fussballspielen plötzlicher turz. Laienreanimation an Ort, Kreislauf lässt sich herstellen, Helikoptertransport ins pital Feststellen einer seltenen Herzrhythmusstörung. Künstliches Koma. Wachkoma 8 Wochen Erholung aus dem Wachkoma mit Hemisyndrom re, stark verlangsamt in prache und Handlung Entlassung in ein Heim mit Wochenendaufenthalten zu Hause Heute ist er langsam, selbständig, Arbeit geschützt möglich

28 Zeitsyndrom Diskrepanz: Wachsende Optionen und fehlende Zeit

29 Überlegungen Zeitsyndrom Multioptionale Gesellschaft Pluralistische Wertvorstellungen Temposteigerung: Fazit: Ich habe keine Zeit

30 Aus Robert Levine Eine Landkarte der Zeit

31 Hurry ickness chnell essen Nervös Leidet unter der Langsamkeit Anderer Vervollständigt ätze Anderer Ist stets am Organisieren der Agenda Kurzzeitarrangements Erträgt und kennt Mussezeit nicht Ehepaare reden pro Tag 8 Min miteinander

32 T.R Beim Fussballspielen plötzlicher turz. Laienreanimation an Ort, Kreislauf lässt sich herstellen, Helikoptertransport ins pital Feststellen einer seltenen Herzrhythmusstörung. Künstliches Koma. Wachkoma 8 Wochen Erholung aus dem Wachkoma mit Hemisyndrom re, stark verlangsamt Entlassung. Heim mit Wochenendaufenthalte Teilnahme als chrittmacher Marsch der Langsamkeit

33 T.R Beim Fussballspielen plötzlicher turz. Laienreanimation an Ort, Kreislauf lässt sich herstellen, Helikoptertransport ins pital Feststellen einer seltenen Herzrhythmusstörung. Künstliches Koma. Wachkoma 8 Wochen Erholung aus dem Wachkoma mit Hemisyndrom re, stark verlangsamt Entlassung. Heim mit Wochenendaufenthalte Heute ist er langsam, selbständig, Arbeit geschützt möglich Und er ist verliebt

34 Zeitkultur

35 Was tun? Wissen vermitteln Kurse direkt Betroffene / Angehörige / Fachleute (Akademie) Verständnis aufbauen / fordern Gesetze verändern / Lobbying Begleiten Hirnverletzte und Angehörige Plätze für Arbeit und Wohnen unterstützen / vermitteln / fordern Recht auf Therapieleistungen / Zeit einfordern Allg. Themen aufnehmen

36 Es ist normal anders zu sein

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