Berufsbilder Arbeitsblätter

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1 Lehrerinformation 1/11 Arbeitsauftrag Ziel Material Die SuS lesen die Informationen und lösen Arbeitsaufträge dazu. Die Resultate der Aufgabenstellungen sollen anschliessend im Plenum oder in Gruppenarbeit ausgetauscht und diskutiert werden. Die Schülerinnen und Schüler kennen die verschiedenen : - FaGe - Pflegefachfrau/-mann - Fachhochschule - Medizinstudium Liste der verschiedenen Lehrberufe Internet Sozialform EA Zeit 50 Zusätzliche Informationen: Die SuS erstellen grosse Plakate zu den einzelnen Berufen. Sie können dazu die Informationen von den n und vom Zusatzmaterial aus dem Internet verwenden. Die SuS arbeiten in Gruppen und stellen einander ihre Arbeit vor. Infos unter

2 2/11 Aufgabe: Du hast bereits einiges über die verschiedenen Berufe im Gesundheitswesen gelernt. Hier erhältst du nun ausführliche Informationen zu vier verschiedenen n. Lies die Informationen konzentriert durch und löse die dazugehörigen Arbeitsaufträge. Am Universitätsspital in Zürich finden rund 350 Personen jährlich eine Ausbildungsstelle. Insgesamt arbeiten am Unispital über 6000 Personen in ganz unterschiedlichen Berufsgruppen. Die Liste zeigt dir, welche Berufe am Unispital gelernt werden können.

3 3/11 Fachangestellte/-angestellter Gesundheit (FaGe) Fachangestellte Gesundheit arbeiten eng mit anderen Menschen zusammen mit Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen, mit Menschen aus verschiedenen Berufsbereichen und verschiedenen Kulturen. Da spielt Teamarbeit und Kommunikation eine wichtige Rolle. Für Fachangestellte Gesundheit sieht kein Tag wie der andere aus. Das Arbeitsgebiet umfasst hauswirtschaftliche und administrative Tätigkeiten und pflegerische Aufgaben. In der Arbeit mit kranken Menschen ist jeder Tag anders, jeden Moment kann etwas Unvorhergesehenes geschehen. Flexibilität ist deshalb nicht nur im Hinblick auf die Arbeitszeiten gefragt. Fachangestellte/-r Gesundheit ist ein neuer Beruf im Gesundheitswesen. Die dreijährige Grundbildung (Lehre) kann direkt nach der obligatorischen Schulzeit angefangen werden. Ausbildung Die Lehre zur/zum Fachangestellten Gesundheit (FaGe) ist in den verschiedensten Institutionen des Gesundheitswesens möglich, z. B. Spital, psychiatrische Klinik, Krankenheim, Alters- und Pflegeheim oder Spitex. Der Lehrvertrag wird mit dem Betrieb abgeschlossen. Adressen von möglichen Lehrbetrieben sind im Lehrstellennachweis im Internet unter aufgelistet. Die Ausbildung weist vier Schwerpunkte auf: Pflege und Betreuung (Unterstützung bei der Körperpflege, beim An- und Ausziehen der Kleider, beim Essen und Trinken, beim Lagewechsel etc.) Lebensumfeld- und Alltagsgestaltung (Hauswirtschaft, Beschäftigung) Administration und Logistik (z. B. Bestellwesen, Telefon, Postdienst, Wartung von Geräten etc.) Medizinaltechnik (z. B. Blutdruck messen, Verbandswechsel, Blutentnahme, Injektionen) Die praktische Ausbildung erfolgt im Lehrbetrieb, der berufskundliche und allgemeinbildende Unterricht an Berufsfachschulen. Der Schulanteil ist zu Beginn der Lehre grösser und nimmt im Laufe der Lehrzeit ab, der Praktikumsanteil nimmt entsprechend zu. Bei guten schulischen Voraussetzungen kann die Berufsmaturitätsschule lehrbegleitend besucht werden. Ausbildungsbeginn August Ausbildungsdauer 3 Jahre

4 4/11 Abschluss Eidg. Fähigkeitszeugnis "Fachangestellte/-angestellter Gesundheit" Voraussetzungen Abgeschlossene Sekundarschule A oder B Anforderungen Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit Flexibilität und Geduld körperliche und psychische Gesundheit und Belastbarkeit Teamfähigkeit manuelle Geschicklichkeit Weitere berufliche Möglichkeiten Fachangestellte/-angestellter Gesundheit ist eine Grundausbildung mit vielfältigen beruflichen Tätigkeitsfeldern. Im Anschluss an die Lehre oder nach einigen Jahren Berufspraxis stehen zudem verschiedene Möglichkeiten offen, um den weiteren beruflichen Weg zu gestalten, insbesondere die Diplomausbildung in Pflege an einer höheren Fachschule zur/zum dipl. Pflegefachfrau/-mann (ein speziell für FaGe auf 2 ½ Jahre verkürzter Bildungsgang) oder auch eine Diplomausbildung im medizinisch-technischen oder medizinisch-therapeutischen Bereich. Aufgabe: Du kennst die Inhalte der Arbeit als FaGe und deren Ausbildung. Du hast erfahren, wo die Schwerpunkte in der Ausbildung liegen und welche Fähigkeiten und Kompetenzen für diesen Beruf gefordert sind. Könntest du dir vorstellen, diesen Beruf zu erlernen? Begründe, weshalb du es dir vorstellen könntest bzw. wieso eher nicht. Quelle:

5 5/11 Dipl. Pflegefachfrau/-fachmann Vorbemerkung Die Ausbildung zum Pflegeberuf befindet sich im Umbruch. Die neue Diplomausbildung auf Tertiärstufe zur/zum dipl. Pflegefachfrau/-fachmann HF (Höhere Fachschule) löst die bisherige Ausbildung als Pflegefachfrau/-fachmann Diplomniveau II ab. Die Abschlüsse beider Ausbildungen sind gleichwertig. Ab 2006 gibt es neu zusätzlich auch eine Ausbildungsmöglichkeit auf Fachhochschulstufe zur/zum dipl. Pflegefachfrau/-fachmann FH (Bachelor of Science ZFH in Pflege). Allgemeine Informationen zu Beruf und Ausbildung Pflegen heisst mit Menschen in Kontakt sein Wer sich für den Pflegeberuf entschliesst, arbeitet gerne mit Menschen mit jungen und alten, mit kranken wie mit gesunden, aus unterschiedlichen Kulturen in einem lebendigen Umfeld. Das setzt die Bereitschaft voraus, das Leben als Ganzes und in all seinen Facetten anzunehmen, die belastenden und traurigen genauso wie die schönen und heiteren Seiten. Deshalb wird in der Ausbildung nicht nur fachliches Wissen vermittelt, sondern auch der Entwicklung der Persönlichkeit grosses Gewicht beigemessen. Pflege befasst sich mit Menschen in allen Lebensphasen vom Säugling bis zu Hochbetagten und findet in verschiedenen Institutionen in und ausserhalb des Spitals statt. Die Pflegenden arbeiten eng mit Angehörigen anderer Berufe im Gesundheitswesen zusammen. Arbeit mit Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen Die diplomierte Pflegefachfrau / der diplomierte Pflegefachmann ist verantwortlich für die selbstständige Ausführung des pflegerischen Prozesses, der in folgende Phasen gegliedert ist: Anamnese (Was ist bisher passiert?), Diagnose (Wie ist der Zustand jetzt?), Erstellung eines Pflegeplans, Durchführung der Pflegemassnahmen und Evaluierung (Was haben die Massnahmen gebracht?) der Pflegeleistungen. Für Pflegefachpersonen ist der direkte Kontakt mit den Patienten/Bewohnern eine wichtige Grundlage ihrer Arbeit. Gemeinsam mit ihnen und ihrem Umfeld organisieren und koordinieren sie das Pflegeangebot. Die Pflegenden übernehmen Fach- und Führungsverantwortung in der Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen. Darüber hinaus befassen sie sich mit einer Reihe weiterer Aufgaben, wie z. B. Prävention, Qualitätssicherung und Förderung der fachlichen Kompetenz. Teamarbeit spielt dabei eine entscheidende Rolle.

6 6/11 Ausbildung: Fachwissen und Persönlichkeit Die Betreuung der Patientinnen und Patienten rund um die Uhr bedeutet unregelmässige Arbeitszeiten, manchmal auch nachts und am Wochenende, was natürlich Einfluss auf die Gestaltung des Privatlebens hat. Einerseits kann man auch mal am Dienstag auf die Skipiste, andererseits entfällt deswegen vielleicht ein Theaterbesuch. Während der Ausbildung werden fachliche wie persönliche Fähigkeiten entwickelt und gefördert, die es später ermöglichen, in verschiedenen Arbeitsfeldern zu arbeiten. Das setzt Offenheit für Veränderungen und Neuerungen voraus. Ebenso wichtig ist es, Beziehungen zu den anvertrauten Menschen aufzubauen und das richtige Mass zwischen Anteilnahme und Distanz zu finden. Anforderungen Seelische und körperliche Belastbarkeit Teamfähigkeit / soziale Kompetenzen Verantwortungsbewusstsein Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit Gute Beobachtungs- und Wahrnehmungsfähigkeiten Entscheidungsfähigkeit Aufgabe: Du hast nun einiges über diesen Beruf erfahren. Schau dir nun die sechs Anforderungen, die an dieses Berufsbild gestellt werden, nochmals genau an. Welche dieser Anforderungen würdest du selber erfüllen? Welche anderen Fähigkeiten und Kompetenzen besitzt du, die hier nicht aufgezählt werden? Quelle:

7 7/11 Fachhochschule Ab 2006 werden erste Ausbildungen im Gesundheitswesen auf Fachhochschulstufe FH angeboten. Voraussetzung ist eine abgeschlossene berufliche Grundbildung (Lehre) mit eidg. Fähigkeitszeugnis und Berufsmatur oder ein allgemeinbildender Abschluss (DMS oder Matura) mit vorgängigem Praktikum im Berufsfeld Gesundheit Soziales. Die folgenden Berufe können an der Fachhochschule erlernt werden. Ergotherapeutin/-therapeut (Ausbildungsort: Winterthur, Ausbildungsdauer: 3 Jahre) Ernährungsberaterin/-berater (ab 2007) (Ausbildungsort: Bern, Ausbildungsdauer: 3 Jahre und anschliessend 10-monatiges Zusatzmodul in der Praxis) Hebamme (ab 2008) (Ausbildungsort: Zürich und Bern, Ausbildungsdauer: 3 Jahre) Pflegefachfrau/-fachmann (Ausbildungsort: Bern und St. Gallen, Ausbildungsdauer: 3 Jahre) Physiotherapeutin/-therapeut (Ausbildungsort: Winterthur und Bern, Ausbildungsdauer: 3 Jahre) Aufgabe: Du findest unten kurze Beschreibungen der Aufgabenbereiche der Berufe, die an Fachhochschulen gelernt werden können. Lies die Texte konzentriert durch. Findest du heraus, zu welchem Beruf die Beschreibungen gehören? 1. Diese Fachpersonen behandeln Patienten aller Altersstufen - je nach Art der Therapie einzeln oder in Gruppen. Mit ihrem Wissen, ihren Fertigkeiten und mit den unterschiedlichsten Hilfsmitteln unterstützen sie die Verbesserung der Bewegungsabläufe, tragen zur Schmerzlinderung und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit bei. Unterstützend setzen sie die physikalischen Behandlungen wie Elektro-, Wasser-, Wärmebehandlungen und Massage ein. Um das Behandlungsziel zu erreichen, müssen sie Patienten zu aktivem Mitwirken motivieren. Das setzt entsprechende methodische und soziale Kompetenzen voraus. 2. Diese Berufsgruppe befasst sich mit Menschen in allen Lebensphasen vom Säugling bis zu Hochbetagten und findet in verschiedenen Institutionen in und ausserhalb des Spitals statt. Diese Fachpersonen arbeiten eng mit Angehörigen anderer Berufe im Gesundheitswesen zusammen.

8 8/11 3. Diese Fachpersonen befassen sich mit gesunden und kranken Menschen und mit deren Angehörigen. Sie arbeiten in allen Fragen der Ernährung eng mit Ärzten zusammen und stellen aufgrund der ärztlichen Verordnungen Menüpläne zusammen. Sie setzen Forschungsergebnisse im Bereich Gesundheit und Medizin in die Praxis um und helfen damit Patientinnen, eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Ernährungstherapie einzuhalten. Damit tragen sie zur Genesung und zur Vermeidung von ernährungsabhängigen Erkrankungen bei. Zum Beruf gehören auch Büroarbeiten wie das Schreiben von Arztberichten und das Berechnen von Menüplänen. 4. Ziel ist die Rehabilitation und Integration, das heisst die Wiedererlangung der bestmöglichen Selbständigkeit. Diese Fachpersonen behandeln Patientinnen und Patienten jeden Alters, mit körperlichen und psychischen Krankheiten oder Behinderungen. Je nach Arbeitsgebiet kommen dabei die verschiedensten therapeutischen Mittel zum Einsatz: gezielte Bewegungsübungen, Spiele, handwerkliche und musische Tätigkeiten, Hirnleistungsübungen, Aktivitäten des Alltags wie Kochen und Einkaufen, Gruppenaktivitäten zur Förderung der sozialen Integration und Verbesserung des psychischen Zustandes. 5. Sie arbeiten in den Bereichen Geburtshilfe, Prävention und Gesundheitsförderung. Sie haben vorwiegend mit Frauen vor und während der Mutterschaft, mit deren Familien, mit den Neugeborenen und mit den Kindern bis zum ersten Lebensjahr zu tun. Sie sind aber auch Kontaktpersonen für Jugendliche, wenn es um Sexualkunde und Prävention geht, und für Frauen, die an gynäkologischen Erkrankungen im Zusammenhang mit der Mutterschaft leiden. Weitere Informationen findest du unter:

9 9/11 Medizinstudium Ein Medizinstudium kann an verschiedenen Universitäten der Schweiz absolviert werden. Bedingung ist eine eidgenössisch anerkannte Maturitätsprüfung. Ausserdem wird vor dem Studienanfang ein Eignungstest durchgeführt. Grösste medizinische Fakultät der Schweiz Die Medizinische Fakultät der Universität Zürich umfasst 2000 Studierende, von denen 200 pro Jahr ihr Staatsexamen absolvieren. Über 600 akademische Lehrerinnen und Lehrer stehen für die Ausbildung zur Verfügung. Zürich ist die grösste der fünf medizinischen Fakultäten der Schweiz. Die weiteren Studienorte in der Schweiz sind Bern, Basel, Genf und Lausanne. Der Forschungs- und Bildungsstandort Zürich verfügt mit der Universität und der ETH über zwei herausragende Hochschulen, die auf zahlreichen Gebieten eng zusammenarbeiten. Dies macht Zürich zu einem attraktiven akademischen Zentrum mit einzigartigem Potenzial für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Eignungstest Aufgrund der grossen Anzahl an Personen, die gerne ein Medizinstudium absolvieren möchten, musste die Anzahl an Studienplätzen beschränkt werden. Wer sich für ein Medizinstudium anmelden möchte, muss deshalb zuerst einen Eignungstest erfüllen. Weitere Informationen zum Eignungstest findest du unter Fachrichtungen In den fünf medizinischen Fakultäten der Schweiz werden unterschiedliche Fachrichtungen angeboten. Es können insgesamt fünf Fachbereiche unterschieden werden: Humanmedizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Pharmazie sowie Medizin und Pharmazie fächerübergreifend und übrige. Studiendauer Das Lizentiat oder das Diplom ist der erste akademische Titel, welche nach einem erfolgreichen Studium gewährt werden. Ein Vollzeitstudium in der Medizin dauert sechs Jahre, in der Regel muss allerdings mit ein bis zwei Jahren mehr Studienzeit gerechnet werden. Gute Abschlussnoten ermöglichen den Zugang zu einem anschliessenden Doktoratsstudium.

10 10/11 Diskutiere deine Meinung mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern. Aufgabe: Welches sind deiner Meinung nach die Unterschiede einer universitären Ausbildung zu einer Lehre in einem Lehrbetrieb? Findest du es sinnvoll, dass man einen Eignungstest bestehen muss, um Medizin studieren zu können? In der Broschüre der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich findest du viele Informationen über die Fakultät und das Studium. Ausserdem kannst du im Internet noch weitere Informationen über die Fakultäten und das Studium finden. Informationen zum Medizinstudium an der Universität Zürich findest du unter: Informationen zu den verschiedenen Fakultäten in der Schweiz findest du unter: Medizinische Fakultät Bern: Medizinische Fakultät Basel: Medizinische Fakultät Zürich: Medizinische Fakultät Genf: Medizinische Fakultät Lausanne:

11 Lösung 11/11 Lösung: Berufe, die an der Fachhochschule gelernt werden können 1. Physiotherapeutin/-therapeut 2. Pflegefachfrau/-fachmann 3. Ernährungsberaterin/-berater 4. Ergotherapeutin/-therapeut 5. Hebamme Studienort Zürich

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