Der Nervenarzt. Elektronischer Sonderdruck für C. Trenkwalder. Praktische Diagnostik und Therapie des Restlesslegs-Syndroms

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Der Nervenarzt. Elektronischer Sonderdruck für C. Trenkwalder. Praktische Diagnostik und Therapie des Restlesslegs-Syndroms"

Transkript

1 Der Nervenarzt Organ der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft Elektronischer Sonderdruck für C. Trenkwalder Ein Service von Springer Medizin Nervenarzt :9 18 DOI /s Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014 M. Krenzer W. Oertel C. Trenkwalder Praktische Diagnostik und Therapie des Restlesslegs-Syndroms Diese PDF-Datei darf ausschließlich für nicht kommerzielle Zwecke verwendet werden und ist nicht für die Einstellung in Repositorien vorgesehen hierzu zählen auch soziale und wissen schaftliche Netzwerke und Austauschplattformen.

2 Leitthema Nervenarzt :9 18 DOI /s Online publiziert: 11. Januar 2014 Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014 M. Krenzer 1 W. Oertel 1 C. Trenkwalder 2 1 Klinik für Neurologie, Philipps-Universität Marburg 2 Paracelsus-Elena-Klinik Kassel Praktische Diagnostik und Therapie des Restless-legs-Syndroms Das Restless-legs-Syndrom (RLS), das Syndrom der unruhigen Beine, ist ein Syndrom, das folgende Komponenten umfasst: Bewegungsdrang, schmerzhafte Missempfindungen und Schlafstörung. Es wird klinisch anhand von vier essenziellen Kriterien diagnostiziert (. Infobox 1). RLS tritt häufig familiär auf; außerdem ist das Syndrom mit verschiedenen neurologischen, internistischen und metabolischen Erkrankungen assoziiert, von denen ein kleiner Teil und dessen Therapiemöglichkeiten vorgestellt wird (. Tab. 1, 2). Abzugrenzen sind die sog. RLS mimics (. Tab. 3). Bei RLS-Mimics handelt es sich um Störungen, bei denen die essenziellen RLS-Kriterien erfüllt sein können, ohne dass tatsächlich ein RLS vorliegt. RLS-Mimics sprechen nicht auf eine RLS-spezifische Medikation an. Eine klare Abgrenzung von RLS mit Komorbidität ist in der Praxis nicht immer möglich; als Faustregel gilt, dass sich eine dopaminerge Medikation bei RLS-Mimics als wirkungslos erweist. Epidemiologie RLS stellt mit einer Prävalenz von 5 15% in der kaukasischen Bevölkerung die häufigste neurologische Schlafstörung dar. Unabhängig von der Population sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen. Der durchschnittliche Erkrankungsbeginn liegt in der 3. und 4. Dekade, selten im Kindesalter [7]. Genetik Im Rahmen genomweiter Assoziationsstudien wurden bisher Varianten von sechs Genen identifiziert, von denen ein Teil für Proteine kodiert, die im Eisenstoffwechsel sowie in der frühen Embryonalentwicklung spinaler Neurone eine Rolle spielen [38, 40, 58, 59]. Pathophysiologie Die Pathophysiologie des RLS ist nicht hinreichend geklärt. Diskutiert werden eine Imbalance des dopaminergen und opioidergen spinalen Systems, Störungen des Eisenstoffwechsels mit Interaktion im dopaminergen System, Störungen somatosensorischer Afferenzen sowie eine Beteiligung des Sympathikus. Auch hypoxische und metabolische Vorgänge scheinen eine Rolle bei der Symptomausprägung zu spielen; ferner konnte ein Zusammenhang mit kardiovaskulären Erkrankungen wie arterieller Hypertonie gezeigt werden [8, 14, 30, 36, 42]. Neue Erkenntnisse sind in. Infobox 3 zusammengefasst. Diagnostik Die Diagnose RLS wird anhand der klinischen Symptome gestellt. Entscheidend sind die folgenden vier essenziellen Kriterien nach dem Konsens der internationalen RLS Study Group (. Infobox 1, [4]). Essenzielle Kriterien 1. Es besteht ein nahezu unwiderstehlicher Bewegungsdrang der Beine, der häufig von unangenehmen Empfindungen unterschiedlicher Qualität oder Schmerzen begleitet wird. Der Bewegungsdrang wird von den Betroffenen als akut, quälend und unwiderstehlich beschrieben und kann klar von unbewussten repetitiven Bewegungen abgegrenzt werden. Im Hinblick auf die Lokalisation sind fast immer die Beine betroffen; zusätzlich können, v. a. in späteren Krankheitsstadien, die Symptome auch in anderen Körperteilen, insbesondere den Armen, bestehen [9]. Typischerweise fällt den Patienten die genaue Charakterisierung der Infobox 1 Essenzielle Kriterien für die klinische Diagnose Restlesslegs-Syndrom 1. Bewegungsdrang der Beine, selten der Arme, sowie unangenehme Sensationen in den Beinen, seltener in Armen und anderen Körperteilen 2. Der Bewegungsdrang oder die unangenehmen Sensationen treten ausschließlich oder verstärkt in Ruhe (Liegen oder Sitzen) auf 3. Eine Besserung der Symptome durch Bewegung (Umhergehen, Dehnen) ist möglich und hält für die Dauer der Aktivität an 4. Es liegt eine Tageszeitabhängigkeit vor, d. h. der Bewegungsdrang oder die Sensationen treten nur am Abend oder in der Nacht auf bzw. treten zu diesen Zeiten stärker auf als tagsüber. Der Nervenarzt

3 Leitthema Tab. 1 Restless-legs-Syndrom bei Komorbidität und Therapiemöglichkeiten Erkrankung Hintergrund Therapie Eisenmangel (oft Teil des idiopathischen RLS) Urämie Periphere Neuropathien Medikamentennebenwirkungen Depression Schwangerschaft Beschwerden schwer, meist fällt ein in der Tiefe der Beine lokalisiertes, unangenehmes Gefühl auf. Hierbei sollte beachtet werden, dass neuerdings eine separate Betrachtung des Bewegungsdrangs und der Empfindungsstörung diskutiert wird, um falsch-positive Befunde zu vermeiden, sodass letztendlich fünf diagnostische Kriterien bestehen [6]. 2. Die Symptome beginnen oder verschlechtern sich in Ruhe oder bei Inaktivität. Niedrige Ferritinspiegel im Liquor von RLS-Patienten [43] Sonographischer und histologischer Nachweis verminderter Eisenablagerungen im ZNS von RLS-Patienten [11, 37] Positive Korrelation zwischen Kreatininspiegel und RLS-Beschwerden [10] Besserung der RLS-Symptome nach erfolgreicher Nierentransplantation [28] Hohe Koinzidenz von RLS und hereditärer und diabetischer Neuropathie [22] Verschlechterung oder Erstmanifestation des RLS unter medikamentöser Therapie, v. a. Mirtazapin, Dopaminantagonisten (. Tab. 2) Bidirektionaler Zusammenhang RLS und Depression [44] RLS-Symptome bei 26% aller Schwangeren v. a. im letzten Trimenon [29] RLS Restless-legs-Syndrom, ZNS Zentralnervensystem. Dies bezieht sich sowohl auf körperliche als auch mentale Inaktivität. Hierdurch kann ruhiges Sitzen, Liegen und Schlafen für Betroffene unmöglich werden. Eine Objektivierung dieses Kriteriums ist mit dem suggested immobilization test (SIT) möglich [31]. Dabei werden die Patienten instruiert, am Abend für eine Eisen-Sucrose oder Eisen- Ferroxymaltose bei niedrigen Serumferritinspiegeln <50 mg/dl, möglicherweise auch bei < ng/ml [2, 20] Behandlung der Grunderkrankung oder Therapie wie idiopathisches RLS mit Dopaminagonisten Behandlung der Grunderkrankung oder Therapie wie idiopathisches RLS; evtl. Gabapentin oder Pregabalin Absetzen der Medikation, sofern medizinisch vertretbar Studienlage nicht eindeutig [12] Individueller Heilversuch (Eisen) [54], Symptomatik sistiert nach Entbindung Tab. 2 Medikamente, die das Restless-legs-Syndrom induzieren oder verstärken können (Mod. nach [45]) Antidepressiva Neuroleptika Antikonvulsiva Hormone Andere Citalopram, Fluoxetin, Lithium, Mianserin, Mirtazapin, Paroxetin, Sertralin Olanzapin, Haloperidol Methsuximid, Phenytoin L-Thyroxin, Östrogen Cimetidin, Flunarizin, Interferon α, Koffein, Saccharin, Simvastatin Stunde in zurückgelehnter Haltung mit ausgestreckten Beinen zu verharren, wobei bewusste Bewegungen unterbleiben sollen. Während der Untersuchung werden Beinbewegungen mittels oberflächlicher Elektromyographie (EMG) und sensible Störungen über eine visuelle Analogskala in 5-minütigem Abstand erfasst. 3. Durch Bewegung wird eine vorübergehende Erleichterung oder Beschwerdefreiheit erzielt. Typischerweise tritt diese Verbesserung der Symptomatik fast unmittelbar nach Beginn der Bewegung ein und hält über die gesamte Dauer der Aktivität an. Weiterhin werden andere Stimuli, wie das Abreiben der Beine sowie Wärme- oder Kältereize als lindernd empfunden. In späteren Stadien der Erkrankung kann die Linderung ausbleiben. 4. Es liegt eine zirkadiane nächtliche Betonung der Symptomatik mit einer Symptomverstärkung am Abend und in der Nacht vor. Die nächtliche Verschlechterung der Symptomatik ist unabhängig von der körperlichen Inaktivität, wobei die subjektiven Missempfindungen am späten Nachmittag beginnen, über den Abend und die Nacht zunehmen und zwischen 0:00 und 4:00 Uhr ihr Maximum erreichen. Die gemessenen periodischen Beinbewegungen treten typischerweise in diesen Phasen auf [25, 51]. Unterstützende Kriterien Zur weiteren Objektivierung sollte der RLS-Diagnose-Index (RLS-DI) herangezogen werden [6]. Hierbei werden sowohl die subjektiven Beschwerden des Patienten erfasst als auch unterstützende Kriterien zur Diagnosesicherung einbezogen. Zu den unterstützenden Diagnosekriterien zählen: F eine positive Familienanamnese für RLS; sie wird bei Verwandten 1. Grades in mehr als der Hälfte aller Patienten mit RLS ohne Komorbidität erhoben [56, 60]; F das Ansprechen auf dopaminerge Therapie, wobei eine Verbesserung der Symptomatik um 50% auf einer visuellen Analogskala nach Gabe von 100/25 mg Levodopa/Benserazid als positiv gewertet wird [41]; F periodische Beinbewegungen ( periodic limb movements of sleep, PMLS) mit einer Häufigkeit von >5/h, sofern keine anderen schlafbezogenen Erkrankungen vorliegen (. Abb. 1); F Ein- oder Durchschlafstörungen sowie verkürzte Schlafdauer. Weiterführende Diagnostik Bei RLS handelt es sich um eine klinische Diagnose. Zusatzuntersuchungen sind empfehlenswert, um eine andere oder zusätzlich bestehende Pathologie aufzudecken bzw. um auszuschließen, dass schlafbezogene Atmungsstörungen vorliegen. 10 Der Nervenarzt

4

5 Zusammenfassung Summary Tab. 3 Restlegs-legs-Syndrom-Mimics (Nach [24]) Muskelkrämpfe Positionsabhängige Dys- und Parästhesien Arthritische, muskuläre, vaskuläre Erkrankungen und Verletzungen Nervenschädigung (Myelo-, Radikulo-, Neuropathie) Habituelles Gliederwackeln Unspezifische Nervosität Neuropsychiatrische Erkrankungen mit Akathisie Neurologische Untersuchung Es gibt keine RLS-spezifischen pathologischen Untersuchungsbefunde in der neurologischen Untersuchung. Trotzdem können RLS-Patienten vielfach neurologische Störungen aufweisen. Es muss dann geklärt werden, inwieweit diese Pathologien, z. B. periphere Paresen, Gleichgewichtsstörungen oder extrapyramidale Symptome, im Zusammenhang mit RLS stehen. RLS-Mimics, auf die sich in der körperlichen Untersuchung Hinweise ergeben können, sind Polyneuropathien, Radikulo- und Myelopopathien, Schmerzsyndrome aus dem orthopädischen oder angiologischen Formenkreis sowie psychiatrische oder psychosomatische Erkrankungen. Laborchemische Untersuchungen Zum Ausschluss eines RLS mit Komorbidität sollte eine laborchemische Diagnostik des Blutbildes, Serumferritins, der Nierenretentionswerte, des HbA1c-Werts bzw. des Blutzuckerspiegels, der B-Vitamine sowie der Folsäure erhoben werden. Die Minimalvariante der Labordiagnostik umfasst ein Blutbild, Serumferritin und Serumkreatinin. Genetische Untersuchungen spielen in der klinischen Routine keine Rolle. Nervenarzt :9 18 DOI /s Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014 M. Krenzer W. Oertel C. Trenkwalder Praktische Diagnostik und Therapie des Restless-legs-Syndroms Practical guidelines for diagnosis and therapy of restless legs syndrome Summary Restless legs syndrome (RLS) is the most common neurological sleep disorder affecting 10% of the Caucasian population. The disorder is characterized by painful sensations in the lower limbs, especially during the evening, at night and during rest, resulting in an urge to move the legs and insomnia. As a result the quality of life is significantly reduced. Dopaminergic agents, opioids and anticonvulsants have proven to be effective for RLS with only the former being currently licensed; however, affected patients have to be identified, which is not always the case, especially Elektrophysiologische Diagnostik Elektromyographie und Elektroneurographie dienen der Abgrenzung von Polyneuropathien und Radikulopathien. Hierbei sollte beachtet werden, dass die Diagnose einer sog. small fibre neuropathy auch mittels konventioneller elektrophysiologischer Diagnostik nicht möglich ist und dass Polyneuropathien zwar ein RLS imitieren können, aber häufig mit RLS assoziiert sind, sodass deren Diagnose ein RLS keinesfalls ausschließt [22]. Zusammenfassung Das Restless-legs-Syndrom (RLS) ist die häufigste neurologische Schlaferkrankung und betrifft etwa 10% der kaukasischen Bevölkerung. Die Erkrankung ist durch schmerzhafte Missempfindungen der Beine gekennzeichnet, die insbesondere am Abend und in der Nacht sowie bei Inaktivität auftreten, mit daraus resultierendem Bewegungsdrang und Schlafstörungen. Als Folge kommt es zu einer deutlichen Beeinträchtigung im Alltag sowie Minderung der Lebensqualität bei den Betroffenen. Adäquate Therapien stehen insbesondere mit dopaminergen und bisher nicht zugelassenen opioidergen und antikonvulsiven Substanzen zur Verfügung. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die entsprechenden Patienten identifiziert und einer Therapie zugeführt werden, was v. a. im ambulanten Sektor häufig nicht der Fall ist. Mögliche Gründe für die erschwerte Diagnostik sind der noch nicht ausreichende Bekanntheitsgrad der Erkrankung, die häufige Überlappung mit Komorbiditäten sowie eine Imitation durch andere Erkrankungen, sog. RLS mimics. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, konkrete Anleitungen bei der Diagnosestellung und Therapie des RLS zur Verfügung zu stellen. Schlüsselwörter Restless-legs-Syndrom Diagnostik Therapie Schmerz Dopamin in outpatient settings. Possible impediments to the adequate management of patients with RLS may include a lack of awareness, comorbidities and other medical conditions mimicking RLS. To overcome some of these difficulties practical guidelines for the diagnosis and therapy of RLS are provided. Keywords Restless legs syndrome Diagnosis Therapy Pain Dopamine Bildgebende Untersuchungen Beim idiopathischen RLS sind bisher keine strukturellen Veränderungen beschrieben worden. Einige teils jedoch widersprüchliche Studien mittels Positronenemissionstomographie (PET) und Einzelphotonenemissionscomputertomographie (SPECT) wiesen veränderte dopaminerge Rezeptorbindungen im Striatum nach; weiterhin zeigte sich sonographisch eine nigrale Hypoechogenität (interpretiert als Folge fehlender Eisenablagerungen; [37, 57]). Unterschiede ergaben sich bisher nur in Gruppen ohne individuellen Cut-off-Wert für den einzelnen Patienten. Klinisch sind bildgebende Untersuchungen bei RLS diagnostisch für den Ausschluss von Komorbiditäten hilfreich. Polysomnographie Eine polysomnographische Untersuchung des Patienten mit der Diagnose bzw. klinischem Verdacht auf RLS ist indiziert bei F atypischer Symptomatik oder angenommener Komorbidität, F fortbestehender Insomnie trotz suffizienter Medikation, F ausgeprägter Tagesmüdigkeit bei Verdacht auf respiratorische nächtliche Störung und dabei eher im Hintergrund stehender RLS-Symptomatik, F Patienten unter 30 Jahren mit schwerer Symptomatik (International RLS 12 Der Nervenarzt

6 Abb. 1 8 Periodische Beinbewegungen bei Patienten mit Restless-legs-Syndrom (oben Elektroenzephalogramm, unten Elektromyogramm des M. tibialis anterior). Während des Schlafs (a) kommt es zu periodischen Beinbewegungen, die im Verlauf auch zu Arousals (b) führen RLS ohne Komorbidität RLS mit Komorbidität Indikation Pharmakotherapie? nein Behandlung ja Behandlung der Grunderkrankung Grunderkrankung möglich? ja Kontraindikation Dopaminergika? ja Kontraindikation Opioide? nein IRLS < 15 IRLS 15 nein ja Levodopa + Benserazid Augmentation Pramipexol Ropinirol Rotigotin Augmentation Off-label: Oxycodon + Naloxon Off-label: Gabapentin Valproat Pregabalin Abb. 2 9 Algorithmus zur Therapie des klinisch relevanten Restless-legs-Syndrome (RLS; mod. nach [33], mit freundlicher Genehmigung von John Wiley & Sons). IRLS International RLS Severity Scale Severity Scale [IRLS] >25) und geplanter dopaminerger Medikation oder altersunabhängig bei schwerer Symptomatik und geplanter opioiderger Medikation, F Patienten mit RLS und gleichzeitig bestehender schlafbezogener Atmungsstörung mit unter Pharmakotherapie persistierender RLS-Symptomatik, F gutachterlichen Fragestellungen [53]. Therapie Jeder fünfte Patient mit RLS wünscht eine medizinische Behandlung [21]. Vor Beginn einer medikamentösen Therapie sollte zunächst eine ursächlich behandelbare assoziierte Komorbidität ausgeschlossen bzw. behandelt werden. Besteht weiterhin die Indikation zur Pharmakotherapie, wird nach dem in. Abb. 2 dargestellten Algorithmus verfahren [33].» Zunächst ist eine ursächlich behandelbare assoziierte Komorbidität auszuschließen Hierbei sollte beachtet werden, dass in den Zulassungsstudien ausschließlich Patienten mit mittelschwerem bis schwerem RLS eingeschlossen waren. Mildes bis moderates RLS: Levodopa (L-DOPA) plus Decarboxylasehemmer Bei fehlender Kontraindikation gegen eine dopaminerge Medikation wird bei leicht- und mittelgradiger Ausprägung der RLS-Symptomatik (IRLS <15) eine Therapie mit Levodopa in Kombination mit einem Decarboxylasehemmer empfohlen. Nach derzeitiger klinischer Erfahrung der Autoren sollte hier eine vorsichtige Dosierung und möglicherweise nur eine intermittierende Therapie durchgeführt werden, um eine schnelle Augmentationswirkung (. Infobox 2) zu vermeiden [45]. Der Nervenarzt

7 Leitthema Infobox 2 Augmentation als mögliche Nebenwirkung einer dopaminergen Therapie F DefinitionAugmentation bezeichnet den früheren Beginn der RLS-Symptomatik im Tagesverlauf, eine erhöhte Intensität der Beschwerden trotz Dosiserhöhung, eine kürzere Latenzzeit der Symptome in Ruhe oder deren Ausweitung auf andere Körperteile unter bestehender, zuvor suffizienter Therapie. Das Ausmaß kann über die Augmentation Severity Rating Scale (ASRS) bestimmt werden, die jedoch einen Ausgangswert vor Beginn der Therapie erfordert [17]. F HäufigkeitInsgesamt handelt es sich um ein häufiges Phänomen, das bei bis zu 60% der RLS-Patienten in Europa, v. a. unter langfristiger Therapie mit Levodopa, seltener auch Dopaminagonisten auftritt [5, 16, 26]. F PathophysiologieDie paradoxe Reaktion ist vergleichbar mit analgetikainduziertem Kopfschmerz in dem Sinne, dass sowohl eine zu niedrige als auch eine zu hohe Dopaminkonzentration die Symptome auslösen kann. In diesem Zusammenhang wird eine relative Überstimulation des dopaminergen Systems diskutiert. F Prävention und BehandlungAls Risikofaktoren gilt ein erniedrigter Ferritinspiegel. Des Weiteren sollte die Levodopadosis mg/tag, keinesfalls jedoch mehr als 400 mg/tag, betragen. Allerdings muss beachtet werden, dass auch unter niedrigen Dosierungen von Levodopa ( mg) bereits eine Augmentation auftreten kann. Sobald diese auftritt, ist ein Wechsel auf einen Dopaminagonisten bzw. Opioide indiziert [35]. Datenlage In mehreren randomisiert-kontrollierten Studien wurde eine Verbesserung der subjektiv empfundenen Beschwerden und der polysomnographischen Parameter nachgewiesen. Hierbei handelt es sich meist um ältere, kleinere Studien, in denen der IRLS nicht erfasst wurde [50]. Anwendung Angewandt wird L-DOPA plus Decarboxylasehemmer, zugelassen ist nur Levodopa/Benserazid (100/25 mg oder 200/50 mg, Standard oder Retard). Das Präparat sollte etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen nüchtern eingenommen werden. Aufgrund der Plasmahalbwertszeit von etwa 2 h kann es in der zweiten Nachthälfte erneut zu Beschwerden kommen. In diesem Fall sollte gleichzeitig ein retardiertes Präparat verabreicht werden (100/25 mg oder 200/50 mg, Gesamtdosis max. 400 mg Levodopa/Tag; [49]). Bei intermittierendem RLS ist eine Bedarfsmedikation möglich, hierzu existieren jedoch keine klinischen Studien. Nebenwirkungen Die Therapie mit L-DOPA ist prinzipiell gut verträglich und erfordert keine Dosistitration. Die häufigste Nebenwirkung unter L-DOPA ist die Augmentation, die bei bis zu 60% beschrieben wird. Ihr Auftreten ist von Dosis und Therapiedauer abhängig und erfordert eine Umstellung der Medikation (. Infobox 1, [26]). Die Patienten sollten weiterhin neben den insbesondere gastrointestinalen Nebenwirkungen auf das mögliche Auftreten von Impulskontrollstörungen hingewiesen werden [55]. Abschließend sei erwähnt, dass wenn auch ohne formale Evidenz I (Expertenmeinung) bei milder Ausprägung des RLS auch Dopaminagonisten als Alternative zu L-DOPA eingesetzt werden können, da diese ein geringeres Augmentationsrisiko aufweisen. Mittelgradiges bis schweres RLS: Dopaminagonisten Patienten mit IRLS >15, d. h. mit mittelschwerem RLS, sowie Patienten nach Augmentation unter Levodopatherapie können mit Dopaminagonisten behandelt werden. Datenlage Für die Indikation RLS sind in Deutschland Pramipexol, Ropinirol und Rotigotin-Pflaster zugelassen. In dieser Arbeit werden im Hinblick auf den Wirksamkeitsnachweis lediglich Studien mit Evidenzgrad I vorgestellt. Eine Übersicht über weitere Studien findet sich bei anderen Autoren [18, 53].» Dopaminerge Medikamente stellen die Therapie der Wahl dar Die Wirksamkeit von Pramipexol wurde in einer prospektiven, doppelblinden, placebokontrollierten Studie über 26 Wochen nachgewiesen. Hier zeigte sich eine Augmentationsrate von 9,2 und 6% für Placebo, was die Variabilität der Schweregradskala erkennen lässt. Die Augmentationsrate unter Pramipexol wurde in einer offenen Langzeitstudie noch deutlich höher eingestuft. In dieser allerdings retrospektiven, d. h. unkontrollierten Studie, die nicht dem Evidenzgrad I entspricht seien nach 10 Jahren fast 90% der Patienten wegen möglicher Augmentation nicht mehr mit Pramipexol behandelt worden [27, 39]. Eine signifikante Überlegenheit von Ropinirol gegenüber Placebo über 6 Monate (mit anschließender offener Phase über 40 Wochen) hat die Zulassungsstudie ergeben, in der sich eine Augmentationsrate von knapp 4% ergab, wobei es sich jedoch um spontane Äußerungen der Patienten handelte und Augmentation nicht spezifisch erfragt wurde [16]. Die klinische Wirksamkeit des transdermal angewandten Rotigotin wurde in zwei Evidenzgrad-I-Studien bei einer Augmentationsrate von etwa 10% gezeigt [23, 48]. Zu diesem Wirkstoff liegt auch eine Langzeitstudie ( open-label ) über 5 Jahre zu Wirksamkeit und Sicherheit vor, in der 5% der Patienten bei Dosierungen bis 3 mg/tag eine Augmentation entwickelten [32]. Ein therapeutischer Effekt konnte weiterhin für Pergolid und insbesondere auch in Langzeitstudien für Cabergolin gezeigt werden [47, 52]. Diese Dopaminagonisten sollten, trotz guter Wirksamkeit, aufgrund ihrer ergolinen Struktur und den möglichen Nebenwirkungen von Herzklappen- und anderen Fibrosen nur unter regelmäßiger Überwachung mittels Echokardiographie als Mittel der 3. Wahl verordnet werden. Anwendung Es empfiehlt sich ein schrittweises Aufdosieren. Die Initialdosis von Pramipexol beträgt 0,18 mg abends und sollte möglichst nicht über 0,36 mg gesteigert werden. Die empfohlene Initialdosis für Ropinirol liegt bei 0,25 mg; sie wird bei Bedarf nach 3 Tagen verdoppelt und anschließend wöchentlich um 0,5 mg gesteigert. Die mittlere und meist ausreichende Do- 14 Der Nervenarzt

8

9 Leitthema Infobox 3 Neue Erkenntnisse zum Restless-legs-Syndrom F Patienten mit RLS weisen, möglicherweise aufgrund einer autonomen Dysfunktion, ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse auf [15] F In genomweiten Assoziationsstudien wurden bisher sechs Genvarianten bei Patienten mit RLS festgestellt [58] F Im Tiermodell zeigte eine Maus mit einer Mutante eines der identifizierten Gene einen RLS-artigen Phänotyp [13] F Eine Mitbeteiligung anderer Strukturen (Thalamus) und Transmittersysteme wie Glutamat wird diskutiert [3] F Hypoxie ist möglicherweise ein entscheidender Faktor in der Entstehung der RLS- Symptome [34] sis beträgt 2 mg/tag; die Maximaldosis liegt bei 4 mg/tag. Die Behandlung mit dem Rotigotin- Pflaster sollte in einer Dosierung von 1 mg/24 h initiiert werden; eine wöchentliche Steigerung um 1 mg/24 h ist bis auf 3 mg/24 h möglich. Es konnte jedoch keine signifikant bessere Wirksamkeit von 3 mg gegenüber 2 mg nachgewiesen werden. Vergleichende Studien der verschiedenen Dopaminagonisten fehlen; es erfolgt daher eine Auswahl nach Verträglichkeit und Nebenwirkungsprofil. Nebenwirkungen Prinzipiell treten bei allen Dopaminagonisten die gleichen Nebenwirkungen wie auch bei der Therapie der Parkinson-Erkrankung, d. h. überwiegend Übelkeit, auf. Die Augmentationsraten sind insgesamt niedriger als unter Levodopa, jedoch zwischen den Studien aufgrund unterschiedlicher Protokolle und Erhebungsbögen für Augmentation nur schwer vergleichbar. Off-label-Therapie des schweren RLS: Opiate Opiate kommen bei Kontraindikationen gegen dopaminerge Medikation sowie beim Therapieversagen derselben zum Einsatz. Es handelt sich derzeit um eine Off-label-Therapie; der Zulassungsantrag für Oxycodon/Naloxon wurde kürzlich eingereicht. Datenlage Die Datenlage hinsichtlich der opioidergen Therapie ist bisher begrenzt, jedoch konnte in einer kürzlich veröffentlichten randomisierten, doppelblinden placebokontrollierten Studie über 12 Wochen mit anschließender offener Phase über 40 Wochen gezeigt werden, dass ein retardiertes Oxycodon/Naloxon-Präparat eine signifikante, deutliche Verbesserung auf der IRLS sowie für die Lebensqualität des Patienten erzielte [46]. Anwendung Eine individuelle Dosistitration ist erforderlich. In der zitierten Studie erfolgte eine Steigerung über 6 Wochen, ausgehend von 5 mg Oxycodon/2,5 mg Naloxon bis auf maximal 40/20 mg pro Tag, wobei die mittlere Dosis bei 22 mg/14 mg, verteilt auf zwei Tagesdosen, lag. Das Auftreten der bekannten Nebenwirkungen einer Behandlung mit Opiaten, insbesondere Obstipation, ist möglich und eine dementsprechende Aufklärung nötig. Im Gegensatz zur dopaminergen Therapie ist bisher keine Augmentation für den Beobachtungszeitraum von einem Jahr beschrieben. Andere Therapieoptionen Nach Ausschöpfen der o. g. Therapien kann ein individueller Heilversuch mit Pregabalin (off-label) unternommen werden, das sich in einer 6-wöchigen randomisierten, doppelblinden placebokontrollierten Studie als wirksam erwiesen hat [1]. Weitere Medikamente, die für RLS untersucht wurden, sind die die sog. α2 - Liganden, die auch in der Behandlung von Epilepsie oder chronischen Schmerzen eingesetzt werden: Gabapentin hat sich in einer Dosis von bis zu 1800 mg als signifikant wirksam gegen RLS erwiesen [19]. In den USA ist das dazugehörige Prodrug Gabapetin Enacarbil zur Behandlung des RLS zugelassen, in Deutschland jedoch nicht erhältlich. Bei RLS-Patienten mit begleitenden Schmerzsyndromen oder Polyneuropathien können hier additive Effekte auch für die Komorbiditäten vermutet werden; Daten hierzu sind nicht verfügbar. Der Nutzen einer Behandlung mit Benzodiazepinen, Amantadin, Clonidin sowie Nahrungsergänzungsmitteln (wie Magnesium) konnte bis jetzt nicht ausreichend belegt werden (Übersicht bei [50]). Ausblick Einige neue Erkenntnisse der letzten 2 Jahre sind in. Infobox 3 zusammengefasst. Weitere Forschung auf diesen Gebieten verspricht tiefere Einblicke, insbesondere in die Pathophysiologie und Therapie des RLS. Fazit für die Praxis F RLS ist eine häufige neurologische Erkrankung, die in der Regel die drei Komponenten Bewegungsdrang, (schmerzhafte) Missempfindungen mit deutlicher Verschlechterung am Abend und Schlafstörung umfasst. F Die Beeinträchtigung des Patienten und mögliche Auswirkungen auf psychiatrische Symptome oder der Zusammenhang mit einer nächtlichen Hypertonie wird unterschätzt und ist Gegenstand aktueller Untersuchungen. F Die Diagnostik erfolgt anhand der klinischen Symptomatik (. Infobox 2); Zusatzuntersuchungen dienen insbesondere dem Ausschluss von Komorbiditäten und RLS-Mimics. F Dopaminerge Medikamente stellen die Therapie der Wahl dar. Korrespondenzadresse Prof. Dr. C. Trenkwalder Paracelsus-Elena-Klinik Kassel Klinikstr. 16, Kassel Einhaltung ethischer Richtlinien Interessenkonflikt. M. Krenzer gibt an, dass in der Vergangenheit eine Förderung durch Boehringer Ingelheim (BIF MD Fellowship) bestand. W.H. Oertel gibt an, im Besitz von Aktien (Roche) und beratend für Desitin, Proteosys, Novartis und Orion Pharma tätig zu sein. Er ist im Beratungsausschuss bei Bayer-Schering, Bioprojet, Boehringer Ingelheim, Merck-Serono, Mundipharma, Novartis, Orion Pharma, Schwarz Pharma Neuroscience/(UCB), Teva tätig und erhielt Hono- 16 Der Nervenarzt

10 rare von Boehringer Ingelheim, Desitin, GlaxoSmithKline, Novartis, Orion Pharma, Schwarz Pharma Neuroscience/(UCB) und Teva. Weiterhin besteht finanzielle Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). C. Trenkwalder gibt an, dass Interessenkonflikte bez. der vorliegenden Arbeit Vifor, UCB, Mundipharma und Boehringer Ingelheim betreffen. Dieser Beitrag beinhaltet keine Studien an Menschen oder Tieren. Literatur 1. Allen R, Chen C, Soaita A et al (2010) A randomized, double-blind, 6-week, dose-ranging study of pregabalin in patients with restless legs syndrome. Sleep Med 11: Allen RP, Adler CH, Du W et al (2011) Clinical efficacy and safety of IV ferric carboxymaltose (FCM) treatment of RLS: a multi-centred, placebo-controlled preliminary clinical trial. Sleep Med 12: Allen RP, Barker PB, Horska A, Earley CJ (2013) Thalamic glutamate/glutamine in restless legs syndrome: increased and related to disturbed sleep. Neurology 80: Allen RP, Picchietti D, Hening WA et al (2003) Restless legs syndrome: diagnostic criteria, special considerations, and epidemiology. A report from the restless legs syndrome diagnosis and epidemiology workshop at the National Institutes of Health. Sleep Med 4: Benes H, Garcia-Borreguero D, Ferini-Strambi L et al (2012) Augmentation in the treatment of restless legs syndrome with transdermal rotigotine. Sleep Med 13: Benes H, Kohnen R (2009) Validation of an algorithm for the diagnosis of Restless Legs Syndrome: the Restless Legs Syndrome-Diagnostic Index (RLS-DI). Sleep Med 10: Berger K, Kurth T (2007) RLS epidemiology frequencies, risk factors and methods in population studies. Mov Disord 22(Suppl 18):S420 S Berger K, Eckardstein A von, Trenkwalder C et al (2002) Iron metabolism and the risk of restless legs syndrome in an elderly general population the MEMO-Study. J Neurol 249: Chabli A, Michaud M, Montplaisir J (2000) Periodic arm movements in patients with the restless legs syndrome. Eur Neurol 44: Collado-Seidel V, Kohnen R, Samtleben W et al (1998) Clinical and biochemical findings in uremic patients with and without restless. Am J Kidney Dis 31: Connor JR, Boyer PJ, Menzies SL et al (2003) Neuropathological examination suggests impaired brain iron acquisition in restless legs syndrome. Neurology 61: Cuellar NG (2012) The psychopharmacological management of RLS in psychiatric conditions: a review of the literature. J Am Psychiatr Nurses Assoc 18: DeAndrade MP, Johnson RL Jr, Unger EL et al (2012) Motor restlessness, sleep disturbances, thermal sensory alterations and elevated serum iron levels in Btbd9 mutant mice. Hum Mol Genet 21: Eisensehr I, Wetter TC, Linke R et al (2001) Normal IPT and IBZM SPECT in drug-naive and levodopatreated idiopathic restless legs syndrome. Neurology 57: Ferini-Strambi L, Walters AS, Sica D (2013) The relationship among restless legs syndrome (Willis-Ekbom Disease), hypertension, cardiovascular disease, and cerebrovascular disease. J Neurol 16. Garcia-Borreguero D, Hogl B, Ferini-Strambi L et al (2012) Systematic evaluation of augmentation during treatment with ropinirole in restless legs syndrome (Willis-Ekbom disease): results from a prospective, multicenter study over 66 weeks. Mov Disord 27: Garcia-Borreguero D, Kohnen R, Hogl B et al (2007) Validation of the Augmentation Severity Rating Scale (ASRS): a multicentric, prospective study with levodopa on restless legs syndrome. Sleep Med 8: Garcia-Borreguero D, Kohnen R, Silber MH et al (2013) The long-term treatment of restless legs syndrome/willis-ekbom disease: evidence-based guidelines and clinical consensus best practice guidance: a report from the International Restless Legs Syndrome Study Group. Sleep Med 14: Garcia-Borreguero D, Larrosa O, Llave Y de la et al (2002) Treatment of restless legs syndrome with gabapentin: a double-blind, cross-over study. Neurology 59: Grote L, Leissner L, Hedner J, Ulfberg J (2009) A randomized, double-blind, placebo controlled, multi-center study of intravenous iron sucrose and placebo in the treatment of restless legs syndrome. Mov Disord 24: Happe S, Vennemann M, Evers S, Berger K (2008) Treatment wish of individuals with known and unknown restless legs syndrome in. J Neurol 255: Hattan E, Chalk C, Postuma RB (2009) Is there a higher risk of restless legs syndrome in peripheral neuropathy? Neurology 72: Hening WA, Allen RP, Ondo WG et al (2010) Rotigotine improves restless legs syndrome: a 6-month randomized, double-blind, placebo-controlled trial in the United States. Mov Disord 25: Hening WA, Allen RP, Washburn M et al (2009) The four diagnostic criteria for Restless Legs Syndrome are unable to exclude. Sleep Med 10: Hening WA, Walters AS, Wagner M et al (1999) Circadian rhythm of motor restlessness and sensory symptoms in the idiopathic restless legs syndrome. Sleep 22: Hogl B, Garcia-Borreguero D, Kohnen R et al (2010) Progressive development of augmentation during long-term treatment with levodopa in restless legs syndrome: results of a prospective multi-center study. J Neurol 257: Hogl B, Garcia-Borreguero D, Trenkwalder C et al (2011) Efficacy and augmentation during 6 months of double-blind pramipexole for restless legs syndrome. Sleep Med 12: Kavanagh D, Siddiqui S, Geddes CC (2004) Restless legs syndrome in patients on dialysis. Am J Kidney Dis 43: Manconi M, Govoni V, De Vito A et al (2004) Restless legs syndrome and pregnancy. Neurology 63: Michaud M, Soucy JP, Chabli A et al (2002) SPECT imaging of striatal pre- and postsynaptic dopaminergic status in restless legs syndrome with periodic leg movements in sleep. J Neurol 249: Montplaisir J, Boucher S, Nicolas A et al (1998) Immobilization tests and periodic leg movements in sleep for the diagnosis of restless leg syndrome. Mov Disord 13: Oertel W, Trenkwalder C, Benes H et al (2011) Long-term safety and efficacy of rotigotine transdermal patch for moderate-to-severe idiopathic restless legs syndrome: a 5-year open-label extension study. Lancet Neurol 10: Oertel WH, Trenkwalder C, Zucconi M et al (2007) State of the art in restless legs syndrome therapy: practice recommendations for treating restless legs syndrome. Mov Disord 22(Suppl 18): S466 S Patton SM, Ponnuru P, Snyder AM et al (2011) Hypoxia-inducible factor pathway activation in restless legs syndrome patients. Eur J Neurol 18: Paulus W, Trenkwalder C (2006) Less is more: pathophysiology of dopaminergic-therapy-related augmentation in restless legs syndrome. Lancet Neurol 5: Schattschneider J, Bode A, Wasner G et al (2004) Idiopathic restless legs syndrome: abnormalities in central somatosensory processing. J Neurol 251: Schmidauer C, Sojer M, Seppi K et al (2005) Transcranial ultrasound shows nigral hypoechogenicity in restless legs syndrome. Ann Neurol 58: Schormair B, Kemlink D, Roeske D et al (2008) PTPRD (protein tyrosine phosphatase receptor type delta) is associated with restless legs syndrome. Nat Genet 40: Silver N, Allen RP, Senerth J, Earley CJ (2011) A 10-year, longitudinal assessment of dopamine agonists and methadone in the treatment of restless legs syndrome. Sleep Med 12: Stefansson H, Rye DB, Hicks A et al (2007) A genetic risk factor for periodic limb movements in sleep. N Engl J Med 357: Stiasny-Kolster K, Kohnen R, Moller JC et al (2006) Validation of the L-DOPA test for diagnosis of restless legs syndrome. Mov Disord 21: Stiasny-Kolster K, Pfau DB, Oertel WH et al (2013) Hyperalgesia and functional sensory loss in restless legs syndrome. Pain 154: Sun ER, Chen CA, Ho G et al (1998) Iron and the restless legs syndrome. Sleep 21: Szentkiralyi A, Volzke H, Hoffmann W et al (2013) The relationship between depressive symptoms and restless legs syndrome in two prospective cohort studies. Psychosom Med 75: Trenkwalder C, Benes H, Buschmann H et al (2012) S1-Leitlinie für Diagnostik und Therapie in der Neurologie Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorders (PLMD). In: Diener H-C (Hrsg) Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Thieme, Stuttgart 46. Trenkwalder C, Benes H, Grote L et al (2013) Oxycodone/Naloxone PR for efficient treatment of severe RLS after failure of previous medications a double-blind, randomized, placebo-controlled study with open-label extension. Lancet Neurol (im Druck) 47. Trenkwalder C, Benes H, Grote L et al (2007) Cabergoline compared to levodopa in the treatment of patients with severe restless legs syndrome: results from a multi-center, randomized, active controlled trial. Mov Disord 22: Trenkwalder C, Benes H, Poewe W et al (2008) Efficacy of rotigotine for treatment of moderate-to-severe restless legs syndrome: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial. Lancet Neurol 7: Der Nervenarzt

Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD)

Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD) KAPITEL Schlafs tör ungen Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD) Entw ick lungs s tufe: S1 Stand: September 3012 AWMF-Regis ternum m er: 030/081 COI-Erklärung Clinical Pathw

Mehr

Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD)

Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD) Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD) Was gibt es Neues? Diagnose/Zusatzuntersuchungen o Die Minimalkriterien zur Diagnose RLS wurden in einer Konsensuskonferenz des National

Mehr

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Restless Legs Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD)

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Restless Legs Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD) Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie Restless Legs Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD) Was gibt es Neues? Diagnose / Zusatzuntersuchungen: - Die Minimal-Kriterien zur

Mehr

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen.

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen. Medical Tribune Praxis-Handbuch Experten 271 Unsere Experten An diesem Buch haben verschiedene Experten mitgewirkt, indem sie Know-how und Material beigesteuert haben. Es sind auf die Beratung, Betreuung

Mehr

Internationales Tinnitus Symposium

Internationales Tinnitus Symposium Internationales Tinnitus Symposium Samstag, 11. Dezember 2010 Anlässlich der Veröffentlichung des Buches Textbook of Tinnitus 09:00 Begrüßung J Strutz, G Hajak INTERNATIONALES TINNITUS SYMPOSIUM 2010 09:10-09:45

Mehr

Fatigue und Schläfrigkeit bei Multipler Sklerose

Fatigue und Schläfrigkeit bei Multipler Sklerose Fatigue und Schläfrigkeit bei Multipler Sklerose Prof. Dr. Sylvia Kotterba Ammerland-Klinik GmbH Westerstede, Neurologische Klinik Was versteht der Patient unter Schläfrigkeit? Schlafdrang Antriebslosigkeit

Mehr

1.3 Zusammenfassung und Ausblick 26. 2 Medizinische Grundlagen des Diabetes mellitus 27

1.3 Zusammenfassung und Ausblick 26. 2 Medizinische Grundlagen des Diabetes mellitus 27 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis I Abbildungsverzeichnis VIII Tabellenverzeichnis IX Abkürzungsverzeichnis XI Zusammenfassung 1 Abstract 3 Einleitung 5 I. Stand der Forschung 9 1 Depressive Störungen

Mehr

Wie erkenne ich eine Schlafstörung? Marie-Luise Hansen Interdiziplinäres Schlaflabor der Charite, Eschenallee 3, 14050 Berlin-Charlottenburg

Wie erkenne ich eine Schlafstörung? Marie-Luise Hansen Interdiziplinäres Schlaflabor der Charite, Eschenallee 3, 14050 Berlin-Charlottenburg Wie erkenne ich eine Schlafstörung? Marie-Luise Hansen Interdiziplinäres Schlaflabor der Charite, Eschenallee 3, 14050 Berlin-Charlottenburg Zu wenig Schlaf: Insomnien Insomnien sind durch eine Diskrepanz

Mehr

Wissenschaftliche Studien über QI GONG

Wissenschaftliche Studien über QI GONG Wissenschaftliche Studien über QI GONG Im asiatischen Raum wird Qi Gong schon seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich wissenschaftlich untersucht. Wissenschaftliche Fakten untermauern somit die Wirksamkeit

Mehr

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Diabetes und Depression von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Gliederung 2 Einfluss von Stimmung auf das Wohlbefinden Was ist eine Depression? Beschwerdebild, Auftreten, Entstehung

Mehr

PROLAKTINOM. Diana Ivan. Hyperprolaktinämie. 5. Süddeutscher Hypophysen- und Nebennierentag 09. April 2011. diana.ivan@endokrinologikum.

PROLAKTINOM. Diana Ivan. Hyperprolaktinämie. 5. Süddeutscher Hypophysen- und Nebennierentag 09. April 2011. diana.ivan@endokrinologikum. PROLAKTINOM Hyperprolaktinämie Diana Ivan 5. Süddeutscher Hypophysen- und Nebennierentag 09. April 2011 diana.ivan@endokrinologikum.com Anatomie der Hypophyse Chiasma opticum (Sehnervenkreuzung) Hypophyse

Mehr

Schweres und Schwieriges Asthma. Marisa Hübner Universitätsmedizin Mainz III.Medizinische Klinik, Schwerpunkt Pneumologie

Schweres und Schwieriges Asthma. Marisa Hübner Universitätsmedizin Mainz III.Medizinische Klinik, Schwerpunkt Pneumologie Schweres und Schwieriges Asthma Marisa Hübner Universitätsmedizin Mainz III.Medizinische Klinik, Schwerpunkt Pneumologie Late-onset Asthma Eosinophiles Asthma Schweres Asthma Th-2 dominiertes Asthma Allergisches

Mehr

Multiple Sklerose. Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen

Multiple Sklerose. Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen Multiple Sklerose Priv.-Doz. Dr. med. Zaza Katsarava Oberarzt Neurologische Universitätsklinik Essen Multiple Sklerose Epidemiologie Prävalenz: 0,3-0,7 / 1000 Einwohner Alter: 20.-40. Lebensjahr; unter

Mehr

Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Störungen (Sofu-Net)

Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Störungen (Sofu-Net) Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Störungen (Sofu-Net) Prof. Dr. Bernd Löwe, UKE und Schön Klinik Hamburg Eilbek Fallbeispiel Vorstellung in psychosomatischer Ambulanz: Herr

Mehr

Zentrum Vital 5. März 2014

Zentrum Vital 5. März 2014 Zentrum Vital 5. März 2014 Warum diese Veranstaltung Die Neurologie hat sich von einem eher diagnostischen zu einem therapeutischen Fach gewandelt Bei einigen Erkrankungen werden zunehmend aggressivere

Mehr

Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie

Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie Patientenseminar Herztransplantation Köln, 22. März 2010 Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie PD Dr. med. Jochen Müller-Ehmsen muller.ehmsen@uni-koeln.de Klinik III für Innere Medizin der

Mehr

Diabetes mellitus The silent killer. Peter Diem Universitätspoliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung Inselspital - Bern

Diabetes mellitus The silent killer. Peter Diem Universitätspoliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung Inselspital - Bern Diabetes mellitus The silent killer Peter Diem Universitätspoliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung Inselspital - Bern Diabetes mellitus und KHK Diabetiker leiden häufig an KHK

Mehr

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed)

Multiple Sklerose. Encephalomyelitis disseminata(ed) Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata(ed) Definition Multiple Sklerose Chronisch entzündlich demyelinisierende Erkrankung des ZNS mit Entmarkungsherden an weißer Substanz von Gehirn und Rückenmark

Mehr

Lithium? Und sonstige?

Lithium? Und sonstige? Lithium? Und sonstige? Renate Schepker Pharmageld? Für Vorträge von Astra - Zeneca von Janssen-Cilag Keine Studien, keine Gremien, keine Aktien Lithium immer noch 1. Wahl in den kinder-jugendpsychiatrischen

Mehr

Medikamentöse Langzeittherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit in der hausärztlichen Praxis-Versuch einer Kosten-Nutzen-Analyse

Medikamentöse Langzeittherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit in der hausärztlichen Praxis-Versuch einer Kosten-Nutzen-Analyse Andreas Lindenau Dr. med. Medikamentöse Langzeittherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit in der hausärztlichen Praxis-Versuch einer Kosten-Nutzen-Analyse Geboren am 30.01.1965 in Diepholz

Mehr

Qualitätskriterien in der ambulanten und stationären Behandlung

Qualitätskriterien in der ambulanten und stationären Behandlung Qualitätskriterien in der ambulanten und stationären Behandlung Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen um anerkannte Behandlungsleitlinien umsetzen zu können? NICE Guidelines, Wiener Konsensus AN Telefonumfrage

Mehr

Eckpunkte des sog.rheumavertrages

Eckpunkte des sog.rheumavertrages Eckpunkte des sog.rheumavertrages Titel: Vereinbarung zur Förderung der wirtschaftlichen Verordnung von Arzneimitteln in der Therapie der rheumatoiden Arthritis gemäß 84 Abs. 1 Satz 5 SGB V Rahmenvertrag

Mehr

Morbus Bosporus. Dr. Senol Elmas Ev. Krankenhaus Weende-Göttingen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Morbus Bosporus. Dr. Senol Elmas Ev. Krankenhaus Weende-Göttingen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Morbus Bosporus Dr. Senol Elmas Ev. Krankenhaus Weende-Göttingen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Inhalt Aktuelle Studien Arzt-Patienten-Verhältniss Beeinflusst ein türkischer Migrationshintergrund

Mehr

Ist geriatrische Rehabililtation wirksam?

Ist geriatrische Rehabililtation wirksam? Ist geriatrische Rehabililtation wirksam? Dr. med. Stefan Bachmann Chefarzt Rheumatologie/muskuloskelettale Rehabilitation Rehabilitationszentrum Klinik Valens Leiter Forschung Geriatrie Universität Bern

Mehr

MS 10 Fragen und Antworten

MS 10 Fragen und Antworten Hintergrundinformation MS 10 Fragen und Antworten Was ist MS? Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS), d.h. des Gehirns und des Rückenmarks. Bei der MS handelt

Mehr

Multiple Sklerose und ihre Begleiterkrankungen

Multiple Sklerose und ihre Begleiterkrankungen Umfassende Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) Multiple Sklerose und ihre Begleiterkrankungen - Novartis startet Forschungsprogamme zu Folgeerkrankungen bei MS - Osteoporose bei Multipler

Mehr

Dossierbewertung A13-38 Version 1.0 Teriflunomid Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 20.12.2013

Dossierbewertung A13-38 Version 1.0 Teriflunomid Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 20.12.2013 2 Nutzenbewertung 2.1 Kurzfassung der Nutzenbewertung Hintergrund Der G-BA hat das IQWiG mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Teriflunomid gemäß 35a SGB V beauftragt. Die Bewertung erfolgte auf Basis

Mehr

Reduzieren und Absetzen von Medikamenten wann und wie? Rheumatoide Arthritis und Polymyalgia rheumatica

Reduzieren und Absetzen von Medikamenten wann und wie? Rheumatoide Arthritis und Polymyalgia rheumatica 119. DGIM Kongress 2013 Prof. Dr. Andreas Krause Immanuel Krankenhaus Berlin Klinik für Innere Medizin Abteilung Rheumatologie und Klinische Immunologie www.immanuel.de Wiesbaden, 06.04.2013 Reduzieren

Mehr

Verlassen Sie den Teufelskreislauf

Verlassen Sie den Teufelskreislauf Verlassen Sie den Teufelskreislauf Wir begleiten Sie! Den Teufelskreislauf verlassen: Wo ist der Ausgang? Menschen mit chronischen Schmerzen haben einen großen Leidensdruck. Ihr Alltag insbesondere ihre

Mehr

Luftnot - was tun? Symptomkontrolle bei Palliativpatienten

Luftnot - was tun? Symptomkontrolle bei Palliativpatienten - was tun? Symptomkontrolle bei Palliativpatienten Atmung Norbert Krumm HOPE 2006: Probleme 2-3 zu Beginn 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Schmerzen 2006 Übelkeit 2005 Erbrechen Verstopfung Schw äche Appetitmangel

Mehr

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit -

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Joachim Kugler Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Lehrstuhl Gesundheitswissenschaften / Public Health Medizinische Fakultät der TU Dresden Erst das

Mehr

4. Aalener Schmerztag. Multimodale Behandlung in der psychosomatischen Schmerztherapie

4. Aalener Schmerztag. Multimodale Behandlung in der psychosomatischen Schmerztherapie 4. Aalener Schmerztag Multimodale Behandlung in der psychosomatischen Schmerztherapie Dr. med. Martin von Wachter Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin bio Differentialdiagnostik Gewebeschädigung

Mehr

Begleitmedikation bei gefäßkranken Patienten Was ist evidenzbasiert? N. Attigah Klinischer Abend 27.07.2007 Therapieerfolg -Strenge Indikation -Akkurate OP-Technik -Konsequente Nachsorge -(Best Medical

Mehr

Effektive Erhaltungstherapie und Rezidivreduktion mit Aripiprazol-Depot: Depot-Antipsychotika frühzeit

Effektive Erhaltungstherapie und Rezidivreduktion mit Aripiprazol-Depot: Depot-Antipsychotika frühzeit Effektive Erhaltungstherapie und Rezidivreduktion mit Aripiprazol-Depot: Depot-Antipsychotika frühzeit Effektive Erhaltungstherapie und Rezidivreduktion mit Aripiprazol-Depot Depot-Antipsychotika frühzeitige

Mehr

Klinische Forschung. Klinische Forschung. Effectiveness Gap. Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin. Conclusion

Klinische Forschung. Klinische Forschung. Effectiveness Gap. Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin. Conclusion Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin Klinische Forschung 00qm\univkli\klifo2a.cdr DFG Denkschrift 1999 Aktuelles Konzept 2006 Workshop der PaulMartiniStiftung Methoden der Versorgungsforschung

Mehr

Ein Data Inventory für klinische Studien Auf dem Weg zu einem europäischen Konsens

Ein Data Inventory für klinische Studien Auf dem Weg zu einem europäischen Konsens Ein Data Inventory für klinische Studien Auf dem Weg zu einem europäischen Konsens 22.02.2013 Justin Doods Institut für Med. Informatik Universität Münster Ein Data Inventory für klinische Studien Auf

Mehr

Generalisierte Angststörung. 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014

Generalisierte Angststörung. 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014 Generalisierte Angststörung 2. Wendländer Psychiatrietag Dipl. Psych. M. Pieper 17.09.2014 Überblick GAS: Einführung, Erscheinungsbild, Epidemiologie, Komorbidität, DiagnosLk, 3- Faktoren- Modell Medikamente

Mehr

Jahresinzidenz in der Schweiz Meldungen von Laboratorien und Ärzten 1989-1999

Jahresinzidenz in der Schweiz Meldungen von Laboratorien und Ärzten 1989-1999 Hepatitis C Jahresinzidenz in der Schweiz Meldungen von Laboratorien und Ärzten 1989-1999 80 70 60 50 40 30 20 10 0 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 Total Drogen Sexueller/Nicht-sexueller

Mehr

Multiple Sklerose Aktuelle Behandlungskonzepte. Matthias Bußmeyer Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie 26.01.2013

Multiple Sklerose Aktuelle Behandlungskonzepte. Matthias Bußmeyer Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie 26.01.2013 Multiple Sklerose Aktuelle Behandlungskonzepte Matthias Bußmeyer Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie 26.01.2013 1 Säulen der MS-Therapie Therapie der Multiplen Sklerose Schubtherapie Krankheitsmodifizierende

Mehr

Wissenschaftliche Bewertung verschiedener Untersuchungsmethoden zur Diagnosestellung eines Asthma bronchiale bei Kindern im Alter von 2 bis 5 Jahren

Wissenschaftliche Bewertung verschiedener Untersuchungsmethoden zur Diagnosestellung eines Asthma bronchiale bei Kindern im Alter von 2 bis 5 Jahren Wissenschaftliche Bewertung verschiedener Untersuchungsmethoden zur Diagnosestellung eines Asthma bronchiale bei Kindern im Alter von 2 bis 5 Jahren Dokumentation und Würdigung der Stellungnahmen zum Berichtsplan

Mehr

Gangstörungen bei Peripherer arterieller Verschlußkrankheit. Michael E. Gschwandtner Klinische Abteilung für Angiologie Medizinische Universität Wien

Gangstörungen bei Peripherer arterieller Verschlußkrankheit. Michael E. Gschwandtner Klinische Abteilung für Angiologie Medizinische Universität Wien Gangstörungen bei Peripherer arterieller Verschlußkrankheit Michael E. Gschwandtner Klinische Abteilung für Angiologie Medizinische Universität Wien Häufigkeit der PAVK Europa und Nord Amerika 27 Mio.

Mehr

Koronare Herzkrankheit: optimales Management

Koronare Herzkrankheit: optimales Management ZÜRICH REVIEW-KURS KLINISCHE KARDIOLOGIE 9.April 2015 Koronare Herzkrankheit: optimales Management Orale Antikoagulation und Thrombozytenaggregationshemmer: was ist zu viel? Klinik für Kardiologie Hans

Mehr

Hepatitis C und Psyche. Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien

Hepatitis C und Psyche. Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien Hepatitis C und Psyche Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien Bedeutung der Diagnose Aussage einer Betroffenen nach Information über eine Hepatitis C - Infektion.ich

Mehr

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld -

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - zur Prophylaxe von Thrombosen und Schlaganfällen und Therapie bei thromboembolischen Erkrankungen Ersatz für Marcumar oder Heparin? Seit 2011 werden

Mehr

Compliance bei der Therapie chronischer Krankheiten am Beispiel der Heimbeatmungstherapie

Compliance bei der Therapie chronischer Krankheiten am Beispiel der Heimbeatmungstherapie Diplomarbeit von Dipl.-Ökonom Dan Litvan, vorgelegt am 27. August 2008, XOPA Compliance bei der Therapie chronischer Krankheiten am Beispiel der Heimbeatmungstherapie A U S Z U G 6. Zusammenfassung und

Mehr

Home Monitoring in der sektorenübergreifenden. Versorgung

Home Monitoring in der sektorenübergreifenden. Versorgung Home Monitoring in der sektorenübergreifenden Versorgung BIOTRONIK // Cardiac Rhythm Management Herzschrittmacher mit Home Monitoring in der sektorenübergreifenden Versorgung VDE MedTech 2013 26. September

Mehr

Ausfüllanleitung. zum indikationsspezifischen Datensatz. für das strukturierte Behandlungsprogramm KHK

Ausfüllanleitung. zum indikationsspezifischen Datensatz. für das strukturierte Behandlungsprogramm KHK Ausfüllanleitung zum indikationsspezifischen Datensatz für das strukturierte Behandlungsprogramm KHK Stand der letzten Bearbeitung: 10-11-2014 Version 4.1 Anamnese- und Befunddaten Angina pectoris Bitte

Mehr

Wollen wir wirklich immer individualisieren? Es kommt drauf an!

Wollen wir wirklich immer individualisieren? Es kommt drauf an! Wollen wir wirklich immer individualisieren? Es kommt drauf an! Norbert Donner-Banzhoff Abteilung für Allgemeinmedizin Universität Marburg EbM-Jahrestagung Berlin 2011 Von der kollektiven und der individuellen

Mehr

Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie

Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie Der Patient im Fokus Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie Nürnberg (4. Dezember 2012) - In der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ist Interferon beta-1a i.m. (Avonex ) als effektives

Mehr

Gibt es eine Palliative Geriatrie?

Gibt es eine Palliative Geriatrie? Gibt es eine Palliative Geriatrie? Oder geht es um Palliative Care in der Geriatrie? Wenn ja, wann beginnt dann Palliative Care? Oder ist Geriatrie gleich Palliative Care? Dr. med. Roland Kunz Chefarzt

Mehr

Klappenerkrankungen und Herzinsuffizienz. Hans Rickli St.Gallen

Klappenerkrankungen und Herzinsuffizienz. Hans Rickli St.Gallen Klappenerkrankungen und Herzinsuffizienz Hans Rickli St.Gallen Klappenerkrankungen und Herzinsuffienz = in der Regel Hochrisiko - Patienten Decision making beim Hochrisikopatienten Natürlicher Verlauf

Mehr

Donau-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin

Donau-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin Donau-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin EBM, DMP und Leitlinien: Verlust der Therapiefreiheit oder Chance für die Allgemeinmedizin? A. C. Sönnichsen Institut für Allgemein-,

Mehr

Leistungstestung nach Schlaganfall mittels feedback-gesteuerter Gangrobotertechnologie

Leistungstestung nach Schlaganfall mittels feedback-gesteuerter Gangrobotertechnologie Leistungstestung nach Schlaganfall mittels feedback-gesteuerter Gangrobotertechnologie Pilotstudie Stoller O, Schindelholz M, Bichsel L, Schuster C, de Bie RA, de Bruin ED, Hunt KJ Institute for Rehabilitation

Mehr

Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung

Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung Begutachtungsleitfaden für psychosomatische Erkrankungen in der privaten BU Versicherung Dr. Michael Svitak Zentrum für verhaltenstherapeutische Medizin Klinikum Staffelstein Handbuch zum Leitfaden 2005

Mehr

Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten. Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich

Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten. Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich ARUD Zürich Arbeitsgemeinschaft für risikoarmen Umgang mit Drogen 450 Patienten Substitution mit Methadon,

Mehr

Pharmakovigilanz Basics und Beispiele Gemeinsame Fortbildungs- und Informationsveranstaltung von AkdÄ und AMK am 11.07.

Pharmakovigilanz Basics und Beispiele Gemeinsame Fortbildungs- und Informationsveranstaltung von AkdÄ und AMK am 11.07. Pharmakovigilanz Basics und Beispiele Gemeinsame Fortbildungs- und Informationsveranstaltung von AkdÄ und AMK am 11.07.2015 in Berlin Dr. med. Thomas Stammschulte 13. Juli 2015 Interessenkonflikte Referent

Mehr

Anhang IV. Wissenschaftliche Schlussfolgerungen

Anhang IV. Wissenschaftliche Schlussfolgerungen Anhang IV Wissenschaftliche Schlussfolgerungen 54 Wissenschaftliche Schlussfolgerungen 1. - Empfehlung des PRAC Hintergrundinformationen Ivabradin ist ein herzfrequenzsenkender Wirkstoff mit spezieller

Mehr

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS)

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS) Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS) Abgrenzung von psychischen Störungen Kurzvortrag von Dr. Dr. med. E. Wehking Das komplexe regionale Schmerzsyndrom CRPS: frühere Terminologie: Kausalgie (Mitchell)

Mehr

Alkohol im Alter. Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012 Dr. med. Brigitte Schüpbach, Alterspsychiatrie, UPD Bern

Alkohol im Alter. Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012 Dr. med. Brigitte Schüpbach, Alterspsychiatrie, UPD Bern U N I V E R S I TÄRE PSYCHIATRISCHE D I E N S TE B E R N ( U P D ) D I R E K T I O N AL T E R S P S Y C H I AT R I E Alkohol im Alter Herausfordernde Situationen in der Praxis, Pflegefortbildung 07.09.2012

Mehr

Osteoporose, Spondylarthropathien

Osteoporose, Spondylarthropathien KLINIK UND POLIKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I Osteoporose, Spondylarthropathien Dr. med. Nadine Schneider Teriparatid oder Alendronat bei Glukokortikoidinduzierter Osteoporose? (Saag et al. NEJM 2007; 357:2028-39)

Mehr

Statine bei Dialysepatienten: Gibt es

Statine bei Dialysepatienten: Gibt es Statine bei Dialysepatienten: Gibt es noch eine Indikation? Christoph Wanner, Würzburg 22. Berliner DialyseSeminar 4. 5. Dezember 2009 Statine Lipidsenkung bei CKD 3 und 4 2003 2004 2006 2011 2012 AJKD

Mehr

Zusammengefasster Beitrag:* Familiäre Neuromyelitis optica

Zusammengefasster Beitrag:* Familiäre Neuromyelitis optica Zusammengefasster Beitrag:* Familiäre Neuromyelitis optica M. Matiello, MD, H.J. Kim, MD, PhD, W. Kim, MD, D.G. Brum, MD, A.A. Barreira, MD, D.J. Kingsbury, MD, G.T. Plant, MD, T. Adoni, MD und B.G. Weinshenker,

Mehr

Ohrgeräusch oder Tinnitus?

Ohrgeräusch oder Tinnitus? Ohrgeräusch oder Tinnitus? Ja und!. med. Joachim Wichmann. Joachim Wichmann, Kölner Str. 566, 47807 Krefeld, 02151-301282. Definition Akustische Wahrnehmung, die zusätzlich zum Schall, der auf das Ohr

Mehr

Multiple Sklerose. Inhaltsverzeichnis. Encephalomyelitis disseminata. Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006

Multiple Sklerose. Inhaltsverzeichnis. Encephalomyelitis disseminata. Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006 Multiple Sklerose Encephalomyelitis disseminata Lisa Hinrichsen & Klaas Rackebrandt Nov. 2006 Inhaltsverzeichnis 1. Einführung 2. Ätiologie 3. Risikofaktoren 4. Epidemiologie 5. Krankheitsbild 6. Befallene

Mehr

medizinischen Fortschritt

medizinischen Fortschritt Forschung - Innovation Gesundheit - Bayer HealthCare: Starke Forschung - für Innovation und medizini Forschung - Innovation Gesundheit Bayer HealthCare: Starke Forschung - für Innovation und medizinischen

Mehr

Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff

Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff 1 Dauer der intrathekalen Antikörperproduktion bei Lyme-Borreliose Stadium III von Walter Berghoff Es existiert nur eine einzige Studie über die Dauer intrathekaler Antikörper bei der Lyme-Borreliose im

Mehr

Qualitätsbeurteilung an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung

Qualitätsbeurteilung an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung Qualitätsbeurteilung an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung Reinhold Kilian Universität Ulm, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie II, am Bezirkskrankenhaus Günzburg

Mehr

Die Last der kranken Leber auf Leib und Seele. Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien

Die Last der kranken Leber auf Leib und Seele. Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien Die Last der kranken Leber auf Leib und Seele Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser Universitätsklinik für Innere Medizin IV, AKH Wien Lebensqualität bei Lebererkrankung Chronic Liver Disease Questionnaire 8

Mehr

AMBULANTE TINNITUSTHERAPIE MIT INTEGRATIVEM KONZEPT

AMBULANTE TINNITUSTHERAPIE MIT INTEGRATIVEM KONZEPT AMBULANTE TINNITUSTHERAPIE MIT INTEGRATIVEM KONZEPT Prof. Dr. med. habil. Dipl. Psych. Dieter Seefeldt 30.08.2006 1 2 Tinnitus: Grundsätzliches Definition Häufigkeit Geräuschqualität Einteilung akut /

Mehr

Welche Immuntherapeutika sind momentan bei schubförmiger Multipler Sklerose verfügbar?

Welche Immuntherapeutika sind momentan bei schubförmiger Multipler Sklerose verfügbar? Welche Immuntherapeutika sind momentan bei schubförmiger Multipler Sklerose verfügbar? Dr. med. Jutta Scheiderbauer Seit den 1990er Jahren hat sich etabliert, die schubförmige Multiple Sklerose (MS) mit

Mehr

Die Simssee Klinik Klinik für konservative orthopädische Akutbehandlung. Mitglied im Verband der ANOA-Kliniken

Die Simssee Klinik Klinik für konservative orthopädische Akutbehandlung. Mitglied im Verband der ANOA-Kliniken Die Simssee Klinik Klinik für konservative orthopädische Akutbehandlung Mitglied im Verband der ANOA-Kliniken www.simssee-klinik.de Ein Unternehmen der Gesundheitswelt Chiemgau Wir behandeln therapieresistente,

Mehr

SWISS UNDERWATER AND HYPERBARIC MEDICAL SOCIETY ASTHMA

SWISS UNDERWATER AND HYPERBARIC MEDICAL SOCIETY ASTHMA SUHMS SWISS UNDERWATER AND HYPERBARIC MEDICAL SOCIETY ASTHMA EMPFEHLUNGEN 2012-2015 DER SCHWEIZERISCHEN GESELLSCHAFT FÜR UNTERWASSER- UND HYPERBARMEDIZIN "SUHMS" Schweizerische Gesellschaft für Unterwasser-

Mehr

Patient-reported outcomes welche Indikatoren machen Sinn. Versorgung psychischer Erkrankungen? Dr. Ulrich Reininghaus

Patient-reported outcomes welche Indikatoren machen Sinn. Versorgung psychischer Erkrankungen? Dr. Ulrich Reininghaus Patient-reported outcomes welche Indikatoren machen Sinn in der Qualitätssicherung der Versorgung psychischer Erkrankungen? Dr. Ulrich Reininghaus Patient-Reported Outcomes (PROs) PROs: vom Patienten berichtete

Mehr

Das Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil stellt sich vor

Das Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil stellt sich vor Das Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil stellt sich vor Die Sprechstunde für Kopf- und Gesichtsschmerzen In der Sprechstunde für Patienten mit Kopf- und Gesichtsschmerzen erfolgt die Diagnostik und Behandlung

Mehr

Bildgebende und interventionelle Strategien bei pavk und akutem peripheren Arterienverschluss

Bildgebende und interventionelle Strategien bei pavk und akutem peripheren Arterienverschluss Bildgebende und interventionelle Strategien bei pavk und akutem peripheren Arterienverschluss J. Tonak P. Bischoff - J.P. Goltz Jörg Barkhausen Definition pavk: periphere arterielle Verschlusskrankheit

Mehr

Konservative Behandlung der Arthrose an der Hand: What's in and what's out?

Konservative Behandlung der Arthrose an der Hand: What's in and what's out? SGH-Weiterbildung 27. August 2015 Konservative Behandlung der Arthrose an der Hand: What's in and what's out? Lisa Neukom Einleitung Arthrose im Bereich der Hand: Prävalenz radiologisch (> 70 Jahre): bis

Mehr

Medikament zur Behandlung der Muskeldystrophie Duchenne jetzt in Deutschland VERFÜGBAR:

Medikament zur Behandlung der Muskeldystrophie Duchenne jetzt in Deutschland VERFÜGBAR: München, den 08.01.2015 Medikament zur Behandlung der Muskeldystrophie Duchenne jetzt in Deutschland VERFÜGBAR: TRANSLARNA TM mit dem Wirkstoff Ataluren Liebe Patienten, liebe Eltern, In einem Schreiben

Mehr

Darmgesundheit. Vorsorge für ein gutes Bauchgefühl. OA Dr. Georg Schauer

Darmgesundheit. Vorsorge für ein gutes Bauchgefühl. OA Dr. Georg Schauer Vorsorge für ein gutes Bauchgefühl OA Dr. Georg Schauer Darmkrebs ist bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung Knapp 7 % der Bevölkerung erkranken bei uns im Laufe ihres Lebens daran Es

Mehr

Empfehlungen zum Umgang mit Frühdiagnostik bei Demenz. Empfehlungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Empfehlungen zum Umgang mit Frühdiagnostik bei Demenz. Empfehlungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Empfehlungen zum Umgang mit Frühdiagnostik bei Demenz Die Demenz-Diagnose Als Demenz bezeichnet die Medizin einen Zustand, bei dem die Leistungs fähigkeit des Gedächtnisses, des Denkvermögens, der Konzentrationsfähigkeit

Mehr

Bezeichnung Darreichungsform Stärken Zieltierarten Häufigkeit und Art der Anwendung. Clavulanic acid 10 mg. Clavulanic acid 10 mg

Bezeichnung Darreichungsform Stärken Zieltierarten Häufigkeit und Art der Anwendung. Clavulanic acid 10 mg. Clavulanic acid 10 mg Anhang I Liste der Bezeichnungen, der Darreichungsform, der Stärke des Tierarzneimittels, der Zieltierarten, der Art der Anwendung sowie des Antragsstellers/Inhabers der Genehmigung für das Inverkehrbringen

Mehr

Remission in Non-Operated Patients with Diffuse Disease and Long-Term Conservative Treatment.

Remission in Non-Operated Patients with Diffuse Disease and Long-Term Conservative Treatment. 5th Congenital Hyperinsulinism International Family Conference Milan, September 17-18 Remission in Non-Operated Patients with Diffuse Disease and Long-Term Conservative Treatment. PD Dr. Thomas Meissner

Mehr

Therapietoleranz. Ernährung und Sport. Olav Heringer Klinik für Hämatologie und Onkologie Krankenhaus Nordwest Frankfurt am Main

Therapietoleranz. Ernährung und Sport. Olav Heringer Klinik für Hämatologie und Onkologie Krankenhaus Nordwest Frankfurt am Main Therapietoleranz Ernährung und Sport Olav Heringer Klinik für Hämatologie und Onkologie Krankenhaus Nordwest Frankfurt am Main Wer sagt, daß es gesund ist, sich zu bewegen? Sport und Krebs Patient: - jetzt

Mehr

Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens

Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens 1) Für den Zugriff auf die Backup Optionen und Absenden des Fragebogens, Klicken Sie auf "Mailen", die sich auf der letzten Seite des Dokuments : 2) Ein

Mehr

Seminar Praxis der Bewegungsstörungen. Therapie des Parkinson- Syndroms I: Wirkprinzipien und Frühstadium

Seminar Praxis der Bewegungsstörungen. Therapie des Parkinson- Syndroms I: Wirkprinzipien und Frühstadium Seminar Praxis der Bewegungsstörungen Therapie des Parkinson- Syndroms I: Wirkprinzipien und Frühstadium Parkinson: Synopsis Behandlungskonzept Medikamente Ergotherapie Physiotherapie Tiefe Hirnstimulation

Mehr

Qualitätsindikatoren zur Bewertung von Datenqualität in klinischepidemiologischen

Qualitätsindikatoren zur Bewertung von Datenqualität in klinischepidemiologischen Qualitätsindikatoren zur Bewertung von Datenqualität in klinischepidemiologischen Studien, Übersicht 1. Vorstellung der Arbeitsgruppe klinisch-epidemiologische Studien des Instituts für Biometrie 2. TMF-Leitlinie

Mehr

1. Einleitung. 1.1. Hintergrund und Fragestellung

1. Einleitung. 1.1. Hintergrund und Fragestellung 1. Einleitung 1.1. Hintergrund und Fragestellung Das Ziel dieser Arbeit ist die Ermittlung der Behandlungskosten und der Lebensqualität von Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK)

Mehr

Was wirkt? Frühintervention aus wissenschaftlicher Sicht Die Entwicklungen der letzten 10 Jahre Hans-Jürgen Rumpf Universität zu Lübeck Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) ggmbh Forschungsgruppe

Mehr

Versorgungsindikatoren in der Psychiatrie und Psychosomatik (VIPP)

Versorgungsindikatoren in der Psychiatrie und Psychosomatik (VIPP) (VIPP) Steuerungsgruppe: Herr Godemann, Herr Wolff-Menzler, Herr Löhr, Herr Nitschke, Herr Seemüller, Herr Salize, Herr Wolf BDK (Herr Längle), ackpa (Herr Deister), DGPPN (Frau Hauth) Projektbeschreibung

Mehr

Patienten mit stabiler KHK: Wann Medikamente, wann Revaskularisation? Hae-Young Sohn

Patienten mit stabiler KHK: Wann Medikamente, wann Revaskularisation? Hae-Young Sohn Patienten mit stabiler KHK: Wann Medikamente, wann Revaskularisation? Hae-Young Sohn Betrachtungsweise/Strategie: Stabile chronische koronare Herzerkrankung (KHK) und das akute Koronarsyndrom (ACS) sind

Mehr

Das Mammakarzinom der jungen Patientin. Dr. C.Kreisel-Büstgens Onkologische Schwerpunktpraxis Minden Lübbecke

Das Mammakarzinom der jungen Patientin. Dr. C.Kreisel-Büstgens Onkologische Schwerpunktpraxis Minden Lübbecke Das Mammakarzinom der jungen Patientin Dr. C.Kreisel-Büstgens Onkologische Schwerpunktpraxis Minden Lübbecke Flurweg 13, 32457 Porta Westfalica Dr. Martin Becker Dr. Christiane Kreisel-Büstgens Dr. Enno

Mehr

Welche Immuntherapeutika sind momentan bei schubförmiger Multipler Sklerose verfügbar?

Welche Immuntherapeutika sind momentan bei schubförmiger Multipler Sklerose verfügbar? Welche Immuntherapeutika sind momentan bei schubförmiger Multipler Sklerose verfügbar? Themen: Übersicht der MS-Immuntherapeutika Off label Medikamente Welche Medikamtente bei welcher Patientensituation?

Mehr

Kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppentherapie für Patienten mit Tinnitus

Kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppentherapie für Patienten mit Tinnitus Kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppentherapie für Patienten mit Tinnitus der kleinen Fächer ganz gross Rheinfelder Tage lic. phil., Klinische Psychologin, Psychotherapeutin Abteilung, Bereich Medizin

Mehr

Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie zugelassen

Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie zugelassen Als einziges der neuen oralen Antikoagulanzien: Rivaroxaban (Xarelto ) jetzt auch zur Akutbehandlung u Als einziges der neuen oralen Antikoagulanzien Rivaroxaban (Xarelto ) jetzt auch zur Akutbehandlung

Mehr

Dr. Bernd Sobottka. 26. Kongress des Fachverbandes Sucht e.v. vom 10. bis 12. Juni 2013 in Heidelberg

Dr. Bernd Sobottka. 26. Kongress des Fachverbandes Sucht e.v. vom 10. bis 12. Juni 2013 in Heidelberg Katamnese: Evaluation der Behandlung von Patienten mit Pathologischen PC-/Internet-Gebrauch ein Jahr nach Entlassung aus der stationären medizinischen Rehabilitation Dr. Bernd Sobottka 26. Kongress des

Mehr

Intensivkurs der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie

Intensivkurs der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie EINLADUNG Intensivkurs der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie Neuroanatomie und Funktion 28. September 1. Oktober 2015 INHALTE Theoretischer Teil Funktionelle Neuroanatomie MRT und Makroanatomie

Mehr

Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien

Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien Eine Studie was ist das? Grundlagen klinischer Studien Grundlagen klinischer Studien Eine Studie ist eine systematische Sammlung von Daten, die dazu dient, eine oder mehrere Fragen zu beantworten. Eine

Mehr

Verständnis als Voraussetzung von Handeln -

Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Die aktuelle Versorgungssituation der Demenzkranken in Deutschland Prof. Dr. H. Gutzmann Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie 1 Die

Mehr

Diabetes. Zulassungserweiterung: Levemir (Insulin detemir) als Add-on Therapie zu Victoza (Liraglutid) bei Mens

Diabetes. Zulassungserweiterung: Levemir (Insulin detemir) als Add-on Therapie zu Victoza (Liraglutid) bei Mens Zulassungserweiterung Levemir (Insulin detemir) als Add-on Therapie zu Victoza (Liraglutid) bei Menschen mit Typ 2 Diabetes Mainz (16. November 2011) Die Europäische Kommission hat die Zulassung des modernen

Mehr

Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung. Erfahrungen aus Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Leitlinien

Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung. Erfahrungen aus Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Leitlinien Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung Erfahrungen aus Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Leitlinien Prof. Dr. Günter Ollenschläger Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin,

Mehr