Einkommen schaffende Maßnahmen - Ein Weg aus der Armut

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1 Einkommen schaffende Maßnahmen - Ein Weg aus der Armut Ergebnisse einer Studie aus zehn Projekten in Indien 40 Jahre weltweit Juli 2013

2 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE Inhalt 3 Vorwort des Vorstands 4 Einleitung 5 1. Warum Einkommen schaffende Maßnahmen fördern? 7 2. Wie werden Einkommen schaffende Maßnahmen durchgeführt? 2.1 Wer führt die Projekte vor Ort in Indien durch? 2.2 Wie und durch wen werden die Einkommen schaffenden Maßnahmen identifiziert? 8 Fallstudie REAL: Einkommen schaffende Maßnahmen für die Familie 2.3 Wie funktionieren Selbsthilfestrukturen? 11 Fallstudie NMCT - Der Dachverband Vimuktha 2.4 Woher kommen die finanziellen Mittel für die Einkommen schaffenden Maßnahmen? Ergebnisse der Evaluierung 3.1 Sind Einkommen schaffende Maßnahmen wirtschaftlich? 15 Fallstudie Shanthidan: Einkommen schaffende Reparaturen für starke Frauen 3.2 Dienen Selbsthilfegruppen der Frauenförderung? 3.3 Welche weiteren Wirkungen hatten die Einkommen schaffenden Maßnahmen? 18 Fallstudie WOTR: Einkommen schaffende Maßnahmen in Projekten zum Wasserressourcenmanagement 3.4 Sind die positiven Wirkungen von Dauer? Was kann in Zukunft verbessert werden? 22 Fallstudie Vikasana: Einkommen schaffende Maßnahmen durch Milchproduktion 25 Impressum 2

3 EINKOMMEN SCHAFFENDE MAßNAHMEN Vorwort Entwicklungszusammenarbeit effektiv und nachhaltig zu gestalten, ist ein wesentliches Ziel der Karl Kübel Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und seinen lokalen Partnern in Indien und den Philippinen. Um dies zu gewährleisten, werden regelmäßige Evaluierungen von Projekten durchgeführt. Diese Evaluierungen sollen dazu beitragen, die Qualität und Wirkung der deutschen Entwicklungsaktivitäten bestmöglich zu messen. Sie sollen Lernprozesse innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit ermöglichen und lokale Partnerorganisationen dabei unterstützen, ihre Arbeit zu optimieren. Außerdem sollen die Evaluierungsergebnisse verwendet werden, um die Qualität und Zielrichtung der Beiträge der Karl Kübel Stiftung zu überprüfen und eventuell notwendige Korrektur vorzunehmen. Die regelmäßige Auswertung der Arbeit und der Projekte der Stiftung sind explizit in der Stiftungsverfassung festgeschrieben, ebenso wie die Orientierung der Stiftungsprojekte an dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe. In der vorliegenden Publikation greift erstmalig eine Querschnittsevaluierung einen zentralen Ansatz heraus, die Förderung sogenannter Einkommen schaffender Maßnahmen (ESM), den die Stiftung in zahlreichen Entwicklungsprojekten über die letzten Jahrzehnte realisiert hat, um diesen unter den Fragestellungen von Relevanz, Effektivität, Effizienz, Wirkung und Nachhaltigkeit zu analysieren. Die aus der Evaluierung gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse sowie Erfahrungen sollen helfen, künftige Projekte im Bereich Einkommen schaffender Maßnahmen zu verbessern, Beratungsansätze anzupassen, Märkte besser zu analysieren und letztendlich erfolgreicher und wirkungsvoller agieren und Programme und Unterstützungsangebote besser an die Bedarfe und Kapazitäten der Zielgruppen und Zielregionen anpassen zu können. In vielen Projekten der Stiftung in Indien werden und wurden Projekte durchgeführt, die eine Komponente Einkommen schaffende Maßnahmen beinhalten. Die zentrale Frage, die sich viele bei diesen Programmen wiederholt stellen, ist die nach der Effektivität und der Nachhaltigkeit. Die der vorliegenden Publikation zugrunde liegende Querschnittsevaluierung soll helfen, zur Klärung dieser Frage beizutragen und für neue Projekte Standards zu setzen, um das Einkommen der Zielgruppe durch Einkommen schaffende Maßnahmen zu verbessern und sicherzustellen. Die nachfolgende Auswertung soll nicht nur der Karl Kübel Stiftung sondern auch ihren Partnern und anderen Organisationen, die im Bereich der Förderung Einkommen schaffender Maßnahmen zur Armutsminderung tätig sind, wichtige Hinweise zur grundsätzlichen Konzeption der Maßnahmen sowie zur Steigerung von Relevanz, Effektivität, Effizienz, Wirkung und Nachhaltigkeit solcher Programme geben, um letztlich den Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe zu realisieren. Ralf Tepel / Vorstand Aber auch dem BMZ, das die Projekte der Stiftung seit vielen Jahren finanziell unterstützt, war es ein Anliegen, diesen zentralen Förderbereich zu analysieren. Daher erfolgte die Finanzierung dieser Querschnittsanalyse wesentlich durch Bundesmittel. 3

4 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE Einleitung Im Jahr 2013 hat die Karl Kübel Stiftung erstmals eine Querschnittsevaluierung in Indien zu dem Thema Einkommen schaffende Maßnahmen durchgeführt. Betrachtet wurden zehn von der Karl Kübel Stiftung geförderte Projekte zur Armutsminderung, die innerhalb der vergangenen 14 Jahre implementiert wurden. Ziel der Querschnittsevaluierung war es, die positiven oder negativen Effekte und Wirkungen sowie die Nachhaltigkeit der Einkommen schaffenden Maßnahmen zu analysieren. Die Ergebnisse der Evaluierung sollen bei der Konzeption zukünftiger Projekte in diesem Bereich genutzt werden, um die Lebensbedingungen der verschiedenen Zielgruppen in den Projekten der Karl Kübel Stiftung weiter zu verbessern. Methoden und Beratungsangebote der lokalen Partnerorganisationen wurden dabei ebenso betrachtet wie der erwirtschaftete Gewinn der Begünstigten, die Nachhaltigkeit der Maßnahmen, die Auswirkungen auf die Familien und das Umfeld der Betroffenen. In den Projekten wurden Einkommen schaffende Maßnahmen durchgeführt, um das Familieneinkommen der meist kleinbäuerlichen Familien zu erhöhen. Zu den Projektaktivitäten gehört auch meist die Organisation der betroffenen Personen in Selbsthilfegruppen (SHGs), denn ein solcher Zusammenschluss von Einzelpersonen zu eingetragenen Gruppen ermöglicht den Betroffenen in Indien den Zugang zu diversen staatlichen Hilfsprogrammen. Finanziert werden die meisten Einkommen schaffenden Maßnahmen über selbstverwaltete Kleinkreditfonds, die über die Projektlaufzeit hinaus von den jeweiligen Gruppen genutzt werden. Meist werden zu diesem Zweck von den SHGs Dachverbände aufgebaut, sogenannte Federations, Cooperatives oder Apex Bodies. 4

5 EINKOMMEN SCHAFFENDE MAßNAHMEN 1. Warum Einkommen schaffende Maßnahmen fördern? Für viele Kleinbauern und Landlose wird es immer schwieriger, regulär bezahlte Arbeit zu finden. Zu kleine landwirtschaftliche Flächen und die zunehmende Degradation der Böden zwingen viele Bauernfamilien im ländlichen Raum, alternative Einkommensmöglichkeiten zu finden. Zudem sind arme Haushalte durch die zunehmende Erhebung von Gebühren für grundlegende Dienstleistungen dazu gezwungen, ein Minimum an Barmitteln aufzubringen, um die Existenzgrundlage der Familie zu sichern. integraler Bestandteil dieser Entwicklungsprozesse. Arme Haushalte sind oft von mehreren Einkommensquellen abhängig, die zusammen ihre Existenzgrundlage bilden. Für Millionen Menschen im ländlichen Raum sind Aktivitäten wie Tierhaltung, Milchproduktion, Verkauf von Gemüse und Kleinwaren auf dem Markt oder die Herstellung und Vermarktung von traditionellen Handwerksgütern die Einkommen schaffenden Maßnahmen, die das nötige Bareinkommen der Haushalte sichern. Die zumeist arme ländliche Bevölkerung steht vor folgenden Problemen bei der Erweiterung ihrer finanziellen Ressourcen bspw. für die Gründung eines Kleinstunternehmens oder der Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen: bürokratische und strukturelle Hemmnisse im offiziellen Bankensystem (Antragsverfahren/ Analphabetismus, fehlende Sicherheiten der Kreditnehmer, Korruption, Konzentration auf urbane Gebiete etc.); Unwirtschaftlichkeit für große Banken bei gleichzeitigem Fehlen von ländlichen Kleinstkreditgebern; hohe Zinsen bei lokalen Geldverleihern, die nicht selten in die Schuldknechtschaft führen. In Indien arbeitet die Karl Kübel Stiftung gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen vor Ort daran, die Ärmsten der Armen in die Lage zu versetzen, durch Hilfe zur Selbsthilfe stärker Eigenverantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf umfassenden, ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklungsprozessen im ländlichen Raum; Einkommen schaffende Maßnahmen sind ein Mit vielen unterschiedlichen Partnern der Stiftung in Indien werden Projekte mit einer Komponente Einkommen schaffende Maßnahmen durchgeführt, um die Projektziele zu erreichen. Ein besseres Einkommen ist die Grundlage für vielerlei sozialen Wandel: Eltern, die ausreichend Geld für den Lebensunterhalt der gesamten Familie verdienen, sind nicht auf Arbeitseinkommen ihrer Kinder angewiesen und können diese in die Schule schicken. Landlose, die Zugang zu Schulungen, Weiterbildungen und Krediten haben, können ihren Lebensunterhalt mit Kleinunternehmungen langfristig sichern und sind nicht auf Migration in die Städte angewiesen. Kleinbauern, die Zugang zu Krediten und Fachberatung haben, können die Produktivität ihrer Flächen verbessern und ihr Einkommensportfolio erweitern, um so der Armut langfristig zu entrinnen. Frauen, die Zugang zu Krediten haben, können ihre Position innerhalb der Familie und Gemeinschaft stärken. Zielgruppe der Einkommen schaffenden Maßnahmen sind meistens Frauen, da sie erfahrungsgemäß besonders engagiert und verantwortungsbewusst im Umgang mit Kleinkrediten sind. Außerdem zeigen Erfahrungen und wissenschaftliche Studien, dass Frauen ihr Einkommen eher in das Wohlergehen ihrer Familien, in Gesundheit, Bildung oder Ernährung investieren als Männer. 5

6 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE WOTR (Watershed Organisation Trust) Projekt 1: Gemeindebasiertes Management natürlicher Ressourcen in Wassereinzugsgebieten Projekt 2: Management von Wassereinzugsgebieten in Maharashtra KJKS (Kajla Janakalyan Samity) Projekt: Nachhaltiger Ressourcenschutz REAL (Rural Education and Action Liberation) Projekt: Schule statt Kinderarbeit SSM (Samskruti Samvardhan Mandal) Projekt: Integriertes Dorfentwicklungsprogramm KRWCDS (Karwar Rural Women and Children Development Society ) Projekt: Programm integrierte und nachhaltige Entwicklung GSEHC (Good Shepherd Health Education Center) Projekt 1: Frauenrechte- & Entwicklungsprojekt Projekt 2: Nachhaltige Entwicklung durch Stärkung der Frauen NMCT (Native Medicare Charitable Trust ) Projekt: Stärkung der Gemeinschaft zu Kinderrechten und Rettung von Kinderarbeitern Shanthidan Projekt: Tsunamirehabilitationsprojekt

7 EINKOMMEN SCHAFFENDE MAßNAHMEN 2. Wie werden Einkommen schaffende Maßnahmen durchgeführt? 2.1 Wer führt die Projekte vor Ort in Indien durch? Die Karl Kübel Stiftung implementiert Projekte ausschließlich mit lokalen indischen Nichtregierungsorganisationen (NROs). Diese lokalen NROs sind schon lange in den Regionen verankert, kennen die Zielgruppen sehr gut und verfügen über langjährige Arbeitserfahrungen in der Umsetzung von Entwicklungsprojekten. Acht indische Partner-NROs der Karl Kübel Stiftung haben die zehn Projekte durchgeführt, welche in der Querschnittsevaluierung untersucht wurden. Die ausgewählten Projekte wurden zwischen 1999 und 2013 in den vier indischen Bundesstaaten Tamil Nadu, Karnataka, Maharashtra und Westbengalen umgesetzt. Die Einkommen schaffenden Maßnahmen erfolgten in den zehn Projekten in insgesamt 171 Dörfern mit direkt begünstigten Familien bzw. Haushalten. Alle Projekte waren integrierte Gemeinschaftsentwicklungsprojekte mit einer Komponente Einkommen schaffende Maßnahmen. Ziel der Projekte war es, die Lebensbedingungen der Zielgruppe zu verbessern und die Armut zu verringern. Spezifische Projektziele waren z.b. Bekämpfung der Kinderarbeit, Reduktion von Migration oder Verringerung der Abhängigkeit von lokalen Geldverleihern und Wiederherstellung der Lebensgrundlagen nach Naturkatastrophen. Zwei der zehn ausgewählten Projekte befanden sich im Zeitraum der Evaluierung noch in der Implementierungsphase. 2.2 Wie und durch wen werden die Einkommen schaffenden Maßnahmen identifiziert? Durch partizipative Planung des Projekts mit den Begünstigten war die Auswahl der Zielgruppe in den meisten Fällen streng an der Erreichung der Projektziele ausgerichtet: Die Ärmsten der Armen wurden für die Maßnahmen ausgewählt. Sämtliche Auswahlprozesse wurden nach strengen Kriterien transparent durchgeführt. In allen Phasen - von der Planung bis zur Umsetzung - wurde der Partizipation höchste Bedeutung beigemessen. Alle Einkommen schaffenden Maßnahmen waren an gemeindebasierte Strukturen angebunden. Die Begünstigten wurden von Mitgliedern der SHGs aufgrund von Armutskriterien ( Wealth Ranking ) ausgewählt; die Auswahl wurde später von Projektmitarbeitern überprüft. Auswahlkriterien der Unternehmungen waren die vorhandenen Fähigkeiten der Begünstigten und die Bedürfnisse der lokalen Märkte. Demzufolge fanden die meisten Aktivitäten in bereits bestehenden oder bekannten Geschäftsbereichen statt bzw. erfolgten aufgrund der Überzeugung der Begünstigten, diese Tätigkeiten ausüben zu können. Tendenziell wird ein Standard-Portfolio genutzt, aus dem standardisierte Produkte, Rückzahlungspläne und Raten angeboten werden. In den meisten Projekten wurden deshalb weder Marktstudien noch detaillierte Kosten-Nutzen-Analysen initiiert. Diese hätten die Effizienz der einzelnen Maßnahmen aber sichtbar machen können und bessere Entscheidungen ermöglicht. Der Schwerpunkt der Ausbildungsmaßnahmen lag oft auf dem Erwerb von Fachwissen sowie Wissen zu Kreditvergabe und Rückzahlungsmodalitäten und weniger auf der Entwicklung von unternehmerischem Handeln und Marktorientierung. Die Evaluierung zeigt, dass die Auswahl der Aktivitäten verbessert werden muss, damit langfristig erfolgreiche Maßnahmen umgesetzt werden können. Vor der Auswahl der unter- Bilder: Tierzucht und der Verkauf der eigenen Produkte im selbst aufgebauten Dorfladen sind die häufigsten Einkommen schaffenden Maßnahmen in den Projekten der Karl Kübel Stiftung. 7

8 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE Tierzucht (kleine Wiederkäuer) Verkauf (Dorfladen) Tierzucht (Milchvieh) Verkauf Agrarprodukte Erwerb von Fischerbooten Handwerk Gastronomie An und Verkauf von Kleidung Tierzucht (Hühner) Alle Anderen Abbildung: Übersicht über die Top 10 der Einkommen schaffenden Maßnahmen in den evaluierten Projekten 31 nehmerischen Aktivitäten muss durch die lokale NRO und die Zielgruppe eine detaillierte Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Nur genaue Analysen des lokalen Marktes können aufzeigen, welche Aktivitäten umsetzbar sind und ein ausreichendes Einkommen generieren können Fallstudie REAL: Einkommen schaffende Maßnahmen für die Familie Zentrale Fragen sind dabei: Gibt es Marktlücken? Welche Kenntnisse und Fertigkeiten bringen die Begünstigten mit? Wie viele gleiche Aktivitäten verträgt der Markt? Sind die möglichen Aktivitäten ganzjährig oder saisonal? Haben die Begünstigten ausreichend Zugang zu Beschaffungs- und Absatzmärkten? Welche Kosten fallen an? Welche Preise können erzielt werden? Gibt es ggf. durch traditionelle Kasten- und Gesellschaftsstrukturen Barrieren, die die Zielgruppe davon abhalten bzw. davon ausschließen, bestimmten produktiven Tätigkeiten nachzugehen? All diese Fragen muss sich die durchführende Organisation stellen und gemeinsam mit den Betroffenen beantworten. Erst dann kann eine Auswahl der Maßnahmen erfolgen. Ergänzend dazu müssen die Frauen lernen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu erstellen, um festlegen zu können, welchen Preis sie für ihre Ware veranschlagen können. Die Evaluierung zeigt, dass einige Einkommen schaffende Maßnahmen besonders häufig vorkommen. Insbesondere die Tierzucht und der Verkauf von Waren wurden sehr häufig durchgeführt. Adaikala Mary und ihr Mann Siva Nesan aus Muttom im Cuddalore Distrikt, Tamil Nadu, haben zwei Söhne: Edwin Arnold und Augustin, die mittlerweile in die 11. und 7. Klasse gehen. Muttom ist ein kleines bäuerliches Dorf, 6 Kilometer von der nächsten Kleinstadt entfernt. Adaikala und ihr Mann hatten einen kleinen Dorfladen und in der Erntesaison haben sie zusätzlich als Tagelöhner das Familieneinkommen aufgebessert. Eigenes Land hat die Familie nicht. So verdienten sie in der Saison ca. 2,20 Euro am Tag. Außerhalb der Saison, nur mit dem Einkommen aus dem kleinen Laden, konnte sich die Familie nur schlecht ernähren und der Verbleib der Kinder an der Schule war fraglich. Insbesondere das Oberstufengymnasium für Edwin Arnold war eigentlich nicht finanzierbar. Die Projektintervention Nach Projektbeginn wurde auch in Muttom eine SHG durch die lokale NRO REAL gegründet. Adaikala Mary wurde sofort Mitglied und hat begonnen, kleine Summen zu sparen. Das Wohlstands-Ranking der SHG zeigte, dass Adaikala und ihre Familie zu den Bedürftigsten im ganzen Dorf gehörten, und so wurden sie für Einkommen schaffende Maßnahmen ausgewählt. Sie bewarb sich dann offiziell bei der Föderation mit ihrer Geschäftsidee und diese genehmigte den Antrag auf einen Kredit. Den Kredit verwendete die Familie dafür, den klei- 8

9 EINKOMMEN SCHAFFENDE MAßNAHMEN nen Dorfladen auszubauen, mehr Waren anzubieten, eine Waage zu kaufen und ein bisschen Werbung zu machen. Nach und nach bauten sie auch eine kleine Hühnerzucht auf und verkaufen nun Hühnerfleisch und Eier in ihrem Laden. Insbesondere die Hühnerzucht wird im Dorf sehr gut angenommen, da die Nachbarn nun nicht mehr auf die teureren Geflügelwaren auf dem Markt angewiesen waren. Jetzt verdient die Familie ca. 8,30 Euro pro Tag. Dieses Einkommen ist nicht saisonabhängig, sodass die Familie eine relative Sicherheit hat, ihre Zukunft zu planen. Und natürlich bleiben die beiden Jungs in der Schule. Edwin Arnold geht auf das Oberstufengymnasium in der nächsten Kleinstadt, berichtet er stolz. Durch die bessere Versorgung mit Nährstoffen und die bessere Gesundheitsversorgung sind auch die Schulleistungen der beiden Jungs besser geworden. Adaikala berichtet stolz, dass sie nun auch immer etwas Geld spare und schon eine gute Summe zusammenhabe. Vielleicht können ihre Söhne später die Universität besuchen. Durch ihren geschäftlichen Erfolg und ihr Engagement in der SHG hat sich der Status der Familie verbessert und die Dorfbewohner begegnen Adaikala und Siva Nesan mit viel Respekt. 2.3 Wie funktionieren die Selbsthilfestrukturen? Eine SHG ist eine kleine Gruppe von Menschen (meist Frauen), die sich freiwillig zusammentun, um sich gegenseitig zu helfen und sich somit individuell und als Gruppe weiterzuentwickeln. Merkmale einer SHG Größe: Eine SHGs sollte weder zu klein und wirtschaftlich unbedeutend, noch zu groß sein. In der Regel bestehen die Gruppen aus 12 bis 20 Mitgliedern im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Arbeitsweise: SHGs sollten demokratischen Regeln folgen, und Entscheidungen sollten demokratisch getroffen werden. Jedes Mitglied sollte bei allen Fragen mitentscheiden. Dafür ist Transparenz in sämtlichen finanziellen und nicht-finanziellen Transaktionen wichtig. Zusammensetzung: Es kann von Vorteil sein, wenn Gruppenmitglieder einen ähnlichen sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund haben. Teilweise sind SHGs auch bewusst heterogen zusammengesetzt. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass die Gruppen nicht von den gebildeteren bzw. wirtschaftlich aktiveren Mitgliedern dominiert werden. Unabhängigkeit: SHGs sind unabhängige Körperschaften. Sie sollten sich eigene Regeln geben (u.a. bezüglich Kreditaufnahme, Zinssätzen, Leitsätzen/ Visionen etc.). Abbildung: Aufbau und Organisation von Selbsthilfegruppen 9

10 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE Ein Dachverband / eine Föderation ist der Zusammenschluss von mehreren SHGs. Der Dachverband vertritt die Mitglieder nach außen, unterstützt bei Vermarktungsmöglichkeiten und Zugang zu Märkten und staatlichen Förderprogrammen. Abbildung: Aufbau eines SHG-Dachverbands Kollektive Haftung: Die SHG-Mitglieder sind aufeinander angewiesen, da sie allein jeweils keinen Zugang zu Krediten hätten. Die kollektive Haftung einer SHG bietet bei Bankkrediten die notwendigen Sicherheiten und ermöglicht so erst die Kreditvergabe. Neben der Schaffung wirtschaftlicher Perspektiven profitieren die Begünstigten durch die Teilnahme in der Gruppe. Sie bieten einen geschützten Raum für die Solidargemeinschaft zur gegenseitigen Unterstützung, zum Austausch über Probleme und neue Entwicklungen, zum gemeinsamen Lernen, zur Ermutigung, zur Motivation und für Schulungsmaßnahmen. Sie tragen einen wichtigen Teil zur Stärkung der Frauen bei. Selbsthilfegruppen, Dachverbände oder andere gemeindebasierte Organisationen wurden in allen Projekten mit dem Ziel gegründet, das Selbsthilfepotenzial der Mitglieder zu mobilisieren und die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sicherzustellen. Sie wurden gegründet und in die Lage versetzt, die Maßnahmen und die revolvierenden Fonds zu verwalten und am Projektende eigenständig zu übernehmen. Die SHGs verschaffen ihren Mitgliedern Zugang zu Krediten aus Projektmitteln und zu weiteren Krediten von Banken oder anderen Mikrofinanzinstitutionen. Die meisten der Gruppen, die sich gebildet haben, sind Kredit- und Spargruppen von Frauen. In allen Projekten wurden Dachverbände gegründet, die nach Projektende in unterschiedlichem Maße unabhängig von der Partnerorganisation agieren können. Die meisten Dachverbände, die gegründet wurden, um die revolvierenden Fonds zu managen, wurden nach Projektende immer noch vorrübergehend von der Partnerorganisation mitgeleitet. In manchen Fällen konnten die Selbsthilfestrukturen nach Projektende nicht aufrechterhalten werden und die Gruppen wurden aufgelöst. Einige Dachverbände waren in der Lage, ihre Fonds erfolgreich auf neue Begünstigte in weiteren Projektgebieten auszudehnen. Einige konnten zudem erfolgreich mit Regierungsprogrammen und -maßnahmen verknüpft werden, so dass der ursprüngliche revolvierende Fonds eine Hebelwirkung erzielte. Wo die Unternehmungen über die Projektlaufzeit hinaus bestehen bleiben, sind die Einkommen nachweislich gesichert. Zudem haben die SHGs den Kapitalfluss auf Haushaltsebene gesichert, da die Gruppen ihren Mitgliedern Zugang zu Krediten gewähren. Über alle Projekte hinweg sind viele Gruppen auch nach Projektende aktiv. Die Fähigkeiten und Kompetenzen der Mitglieder, die Gruppen langfristig nach den oben genannten Qualitätskriterien zu leiten und fortzuführen, müssen aber in Zukunft weiter ausgebaut werden. In der folgenden Fallstudie wird im Detail dargestellt, wie Entscheidungsprozesse und Kreditvergabe in der Vimuktha-Föderation organisiert sind. 10

11 EINKOMMEN SCHAFFENDE MAßNAHMEN Fallstudie NMCT - Der Dachverband Vimuktha Mit der Unterstützung der Karl Kübel Stiftung und des BMZ startete die lokale NRO Native Medicare Charitable Trust (NMCT) in 2004 das Projekt gegen Kinderarbeit in Periyanaicken, Coimbatore. Teil des Projekts war die Gründung von 70 SHGs und einer Föderation der Gruppen, um den Frauen eine Möglichkeit zu geben, langfristig durch Mikrokredite und Einkommen schaffende Maßnahmen die Familieneinkommen aufzubessern. Jede SHG bestand aus 10 bis 12 Mitgliedern, die arm waren und wenig oder gar nicht rechnen und schreiben konnten. Ihre Kinder arbeiteten in den umliegenden Ziegeleien und erhielten ca. 8 Euro pro Monat für ihre harte Arbeit. Die Idee des Projekts war es, die Kapazitäten der Frauen so aufzubauen, dass sie diese 8 Euro selbst verdienen und die Kinder in die Schule gehen können. Die Frauen begannen mit kleinen Sparraten von 0,08 bis 0,15 Euro pro Woche und Mitglied. War ein gewisses Kapital erreicht, konnten die Gruppen erste kleine Kredite an ihre Mitglieder vergeben. In der Gruppe wurden zudem Probleme wie die Stellung der Frau, Haushaltsarbeit, Mitgift für die Töchter, Gesundheit und Bildung der Kinder thematisiert. Nach und nach begannen die Frauen, weiter in die Zukunft zu denken und zu verstehen, dass ihre Kinder eine bessere Zukunft haben können, wenn sie in die Schule gehen. Nach intensivem Training durch NMCT begannen die Frauen, mit den günstigen Kleinkrediten aus dem revolvierenden Fonds des Projekts kleine Unternehmungen aufzubauen. Beispielsweise wurden Töpferläden, Schneidereien, Obstund Gemüsestände, Lebensmittelläden und Fastfood-Stände eröffnet. Den günstigen Kredit von 1 Prozent Zins pro Monat konnten nahezu alle Frauen zügig zurückzahlen. Die 70 SHGs wurden in 5 Cluster und diese wiederum in einer Föderation zusammengefasst, die nun den revolvierenden Fonds verwaltet. NMCT ist eng mit der Föderation verbunden und berät und unterstützt sie im operativen Geschäft. Die Repräsentantinnen aus jedem Cluster treffen sich einmal im Monat, um die Planerfüllung und neue Pläne zu besprechen und gemeinschaftliche Aktionen der Föderation wie die Verhandlungen mit Banken oder eine Intervention mit einem Dorfrat zu planen. Die drei Vertreterinnen werden regelmäßig gewählt und leiten die Cluster. Sie erhalten spezielle Weiterbildungen, um die Leitung der Cluster übernehmen zu können. In 2007 wurde die Föderation schließlich offiziell bei den Behörden als gemeinnütziger trust registriert. Die Föderation besteht bis heute und feierte 2013 ihren 6. Geburtstag. Die Organisation wurde von den Frauen Vimuktha (Sanskrit für Befreiung) benannt und hat die Unterstützung für unterprivilegierte Frauen und ihre Familien durch Kapazitätenaufbau, Schulungen und Stärkung zum Ziel. Neben Mikrokrediten und ökonomischer Förderung setzt sich die Föderation zum Ziel, soziale Entwicklung in ihrer 11

12 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE Gegend zu fördern. So gibt es je ein Komitee für Bildung, Gesundheit, soziale Aktivitäten, Kreditmonitoring und Gruppenstärkung. Aktivitäten sind u.a. medizinische Camps direkt in den Dörfern, Blutspendeaktionen, HIV/AIDS-Aufklärung. Das Bildungskomitee initiiert Aktionen gegen Kinderarbeit und interveniert, sobald Kinderarbeiter im Projektgebiet identifiziert werden. Die Frauen geben Hilfestellungen bei Landrechtsfragen und unterstützen arme Frauen, Landtitel für ihr Land zu erhalten. Außerdem wird von den SHGs und der Föderation der Aufbau von Kindergruppen in jedem Dorf gefördert. Im Rahmen der Förderung von Einkommen schaffenden Maßnahmen mit dem revolvierenden Fonds des damaligen Projekts erhalten die Frauen intensive Schulungen zu Management, spezialisierten Fachthemen, Marketing, Marktanalyse und Verkaufsstrategien. Der Fonds ist heute auf Euro angewachsen und ermöglicht immer mehr Frauen den Einstieg ins Unternehmertum. Der Zinssatz ist sehr günstig. Neben den Ausgaben für Verwaltung, Buchhaltung und Management des Fonds werden die diversen sozialen Aktivitäten durch die Einnahmen finanziert. Die Organisation hat eine eigene Internetseite, auf der man weitere Informationen erhalten kann: 2.4 Woher kommen die finanziellen Mittel für die Einkommen schaffenden Maßnahmen? Oft scheitern Einkommen schaffende Maßnahmen daran, dass die Frauen keinen oder kaum Zugang zu finanziellen Mitteln haben, um eine Erstinvestition für unternehmerische Aktivitäten zu leisten. Um einen Kredit von einer indischen Bank zu erhalten, müssen die Frauen diverse Bedingungen erfüllen, die für die teilweise schlecht ausgebildeten Frauen kaum erreichbar sind. Im Rahmen von Entwicklungsprojekten kann hier angesetzt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Einkommen schaffende Maßnahmen im Rahmen von Entwicklungsprojekten zu finanzieren. Zum einen können die Begünstigten in ihren SHGs Geld ansparen und sodann von diesem SHG-Gruppenkonto Kredite - zumeist in der Qualifizierungsphase (1. Phase) an ihre Mitglieder vergeben. Oder die lokale NRO stellt über ein Projekt einen revolvierenden Fonds für Einkommen schaffende Maßnahmen zur Verfügung. Aus diesem Fonds können die Begünstigten einen Kredit erhalten, um Maßnahmen zu beginnen und durchzuführen. Vielfach werden diese beiden Ansätze auch aufeinander aufbauend genutzt, d.h. nach einer Qualifizierungsphase, in der die Gruppen lernen, ausschließlich mit begrenzten Eigenmitteln Kleinstkredite erfolgreich zu managen, werden schrittweise Kredite aus Projektmitteln hinzufinanziert, um größere Investitionen bzw. Maßnahmen zu ermöglichen. Aus den zurückfließenden Kleinkrediten werden weitere Einkommen schaffende Maßnahmen für die gleichen oder andere Begünstigte finanziert. Die zurückfließenden Gelder werden in einem sogenannten revolvierenden Fonds verwaltet. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Maßnahmen mit nicht rückzahlbaren Zuschüs- 12

13 EINKOMMEN SCHAFFENDE MAßNAHMEN sen zu finanzieren. Dies bietet sich vor allem bei sehr armen Zielgruppen an, die Schwierigkeiten haben, die Kredite mit Zinsen zurückzuzahlen. In allen evaluierten Projekten wurde zum Kleinkredit bzw. Zuschuss für die wirtschaftlichen Unternehmungen auch ein Eigenanteil von zehn bis 30 Prozent von den Begünstigten geleistet. Die Verzinsung der Kredite lag zwischen sechs und zwölf Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit der Kredite zwischen drei Monaten und drei Jahren - je nach Erfordernissen der Zielgruppe und Unternehmung. Die Prüfung der Kreditanträge erfolgt nach zumeist festgelegten Kriterien im Rahmen der Sitzungen der SGHs. Zumeist werden die Antragsteller auch von Projektmitarbeitern bzw. SHG-Mitgliedern besucht, um zu prüfen, ob der Kreditzweck erfüllt werden kann. Abbildung: Nutzung von Kleinkrediten revolvierender Fonds Der Kreditbetrag darf i.d.r. nicht höher sein als das dreifache der eigenen Ansparung. Rückzahlung erfolgt an die SHGs, d.h. die Rückflüsse erhöhen das Grundkapital der SHGs. 13

14 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE 3. Ergebnisse der Evaluierung 3.1 Sind Einkommen schaffende Maßnahmen wirtschaftlich? Am Ende der Projektlaufzeit wurden die quantitativen Ziele der Einkommen schaffenden Maßnahmen in den meisten Projekten erreicht, was wiederum zur Einkommensteigerung der Zielgruppe beigetragen hat. Im Allgemeinen sind Einkommen schaffende Maßnahmen sehr wirtschaftlich, da sie oft mit der Einrichtung eines revolvierenden Kleinkredit-Fonds verbunden sind und so ihre Wirkungen multiplizieren können. Damit kann die einmalige Investition der Geber in die Fonds durch die erneute Kreditvergabe der zurückgezahlten Kreditbeträge zu Einkommen schaffenden Aktivitäten für weitere Begünstigte genutzt werden. In Verbindung mit einem revolvierenden Fonds können sie somit ein kosteneffizientes Instrument sein, das zu höheren Einkommen und zur Armutsminderung beiträgt, da so im Laufe der Zeit eine große Zahl von Begünstigten erreicht werden kann. Die Wirtschaftlichkeit der Einkommen schaffenden Aktivitäten der untersuchten Projekte kann als gut bewertet werden, da die meisten quantitativen Ziele erreicht wurden. Die einzelnen Aktivitäten, wie die Auswahl der Begünstigten, die fachliche Ausbildung und die Kreditvergabe, wurden weitestgehend kosteneffizient ausgeführt. Für die Begünstigten sind die Maßnahmen fast immer wirtschaftlich, da sie damit ein Kleinunternehmen gründen oder ausbauen können und eigenes Geld zur Verfügung haben, das sie für die Familie in der einen oder anderen Form nutzen können. Dieser Vorteil ist nicht nur nach rein ökonomischen Gesichtspunkten messbar. Die Mehrheit der Programme bevorzugten Unternehmungen mit geringen Investitionskosten. Abgesehen von einigen Fällen wurde das für die Maßnahmen zur Verfügung stehende Geld vollständig verwendet. Die operativen Ressourcen für die Durchführung der Einkommen schaffenden Aktivitäten waren größtenteils ausreichend. Projektmitarbeiter wohnten häufig vor Ort in den Projektgebieten, um eine gute Beratung und Begleitung der Maßnahmen zu gewährleisten. In allen Projekten wurde die Kreditrückzahlung regelmäßig überprüft; insgesamt wurden Kredittilgungsraten zwischen 85 und 100 Prozent erreicht. 14

15 EINKOMMEN SCHAFFENDE MAßNAHMEN Fallstudie Shanthidan: Einkommen schaffende Reparaturen für starke Frauen Die Dörfer Enayam und Helen Colony im Bundesstaat Tamil Nadu wurden von der Tsunamiwelle Ende 2004 schwer getroffen. Die Karl Kübel Stiftung und ihr Partner SHANTHIDAN setzten mit Unterstützung des Vereins Bensheim hilft und des BMZ ein innovatives Projekt zur Wiederherstellung der Existenzgrundlage der lokalen Fischerbevölkerung um. Heute sind in der Werkstatt zudem eine Bürokraft und ein Hauptmechaniker mit einem Monatslohn von 46 Euro zuzüglich erfolgsbasierter variabler Vergütung von rund 10 Euro angestellt. Zwei weitere Frauen werden zu Mechanikerinnen ausgebildet. Auch während der Ausbildung erhalten sie ein kleines Gehalt von ca. 8 Euro im Monat. Darüber hinaus ist weiteren 17 Frauen in den letzten Jahren der Sprung in die Selbstständigkeit gelungen. Sie haben das Projektgebiet aus persönlichen Gründen verlassen Dabei wurde nicht einfach nur die Fischereiausrüstung wie Boote und Netze von 220 Fischern ersetzt, sondern ein Reparaturservice gegründet, der von einer Frauen-SHG betrieben wird. Der bis heute äußerst erfolgreiche Service ermöglicht mittlerweile 17 Frauen (2013) ein sicheres Einkommen in der Werkstatt. Weitere 18 Frauen werden als unabhängige Mechanikerinnen beschäftigt. Die Kosten für Reparaturen waren vorher aufgrund der Reise- und Transportkosten für die örtlichen Fischer kaum erschwinglich. Im Umkreis der Werkstatt gibt es ca. 750 Boote, so dass es nie an Aufträgen mangelt. Die Frauen sind zwischen 17 und 37 Jahre alt. Sie wurden ausgewählt und erhielten eine intensive Schulung in der Funktionsweise und Reparatur gängiger Außenbordmotoren. Von einem Mechaniker, der auch heute noch Chefmechaniker der Werkstatt ist, lernten sie praktisch, wie sie die Motoren reparieren. Des Weiteren stand der Aufbau von Kontakten zum Fabrikanten YAMAHA, dem Produzenten von Motoren und Ersatzteilen, auf dem Programm. Aus dieser Kooperation entstand die Idee der Eröffnung eines kleinen Ladens für Ersatzteile, Schmieröle und Werkzeuge in der Werkstatt. Dieser erwirtschaftet heute einen beträchtlichen Teil des Gesamtgewinns. und arbeiten nun als unabhängige Mechanikerinnen in weiter entlegenen Gebieten. Wie gut die Unternehmung läuft, lässt sich an folgenden Zahlen ablesen: 15

16 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE Der deutliche Anstieg der Gehaltskosten in 2012 ist darauf zurückzuführen, dass die Löhne bzw. Boni aufgrund der guten Erträge deutlich angehoben wurden. Doch nicht nur geschäftlich ist das Projekt ein voller Erfolg. In den Diskussionen mit dem Projektteam wird deutlich, dass das zusätzliche Einkommen zur Verbesserung des Lebensstandards und für die Bildung der Kinder eingesetzt wird. Die Ehemänner und Fischer unterstützen die neuen Aktivitäten ihrer Frauen und begrüßen sie ausdrücklich. Zum einen sparen sie durch die in der Nähe liegende Werkstatt Geld und Zeit; zum anderen tragen die Frauen nun auch zum Lebensunterhalt der Familien bei. So ist das Leben der Fischer heute nicht mehr nur abhängig von Fangquoten und Wetter. Die Männer berichten von viel selbstbewussteren Frauen und sprechen mit Respekt von ihren erreichten Leistungen. Und auch der Zusammenhalt der Frauen untereinander wurde gestärkt. Der Erfolg ist nicht hoch genug einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass das Leben der Fischer von der Funktionsfähigkeit der Boote und Motoren abhängig ist und dieser Service heute wesentlich in den Händen der Frauen liegt. Frauenselbsthilfegruppe mit Ersparnissen und Kontobuch 3.2 Dienen Selbsthilfegruppen der Frauenförderung? Die Begünstigten der Einkommen schaffenden Maßnahmen waren überwiegend Frauen. Die lokalen SHGs waren eine wichtige Unterstützung und wirkten sich durchweg positiv auf die Implementierung der einzelnen Aktivitäten aus. Obwohl die Projekte ausdrücklich mit Frauen zusammenarbeiteten, waren die Männer abseits der Projektaktivitäten auch häufig bei der Auswahl der Unternehmung und ihrem Management eingebunden. Teilweise bestimmten sie sogar darüber, während die Frauen für die Rückzahlung der Kredite verantwortlich blieben. Wenn die Frauen eigenständig agieren wollten und durften, erfuhren sie Begrenzungen - beispielsweise im Zugang zu Beschaffungs- und Absatzmärkten. Der Bewegungsradius von Frauen beschränkte sich oft auf das Dorf und die unmittelbare Nachbarschaft, während die Männer weiter reisen konnten, um Beschaffung und Absatz zu übernehmen. Es hat sich gezeigt, dass die Möglichkeit, Finanzen zu verwalten und Entscheidungen zu treffen, die Kompetenzen und das Selbstvertrauen der Frauen enorm stärken und in den meisten Fällen auch ihr Ansehen innerhalb der Familie und Gemeinde erhöhen. Ein Projekt kann aber nur nachhaltige Verbesserungen des Status der Frauen erreichen, wenn es zudem mit weiteren Aktivitäten auf die Machtstrukturen innerhalb der Familie und Gemeinschaften einwirkt. 3.3 Welche weiteren Wirkungen hatten die Einkommen schaffenden Maßnahmen? Wirkungen auf die Ärmsten der Armen Die Evaluierung bestätigt eine Verbesserung der Haushaltseinkommen und der Lebensbedingungen der Zielgruppen. Die wirtschaftlichen Maßnahmen der betrachteten Projekte waren 16

17 EINKOMMEN SCHAFFENDE MAßNAHMEN für besonders benachteiligte Zielgruppen (Indigene, Unberührbare, Landlose, Frauen) in geografisch abgelegenen Regionen relevant. Sie sprachen deren diverse Bedürfnisse an, wie z.b. die Erhöhung des realen Familieneinkommens, die Erleichterung des Zugangs zu Kleinkrediten oder die Verminderung der Abhängigkeit von Geldverleihern. Das erhöhte Einkommen wird auch über viele andere Aspekte sichtbar: Gesundheitsausgaben, Anschaffung verschiedener Güter und Betriebsmittel (Tierbestand, Pachtland), Ausgaben für die Schulbildung der Kinder, Sparen oder weitere Investitionen in das Gewerbe (Vergrößerung oder Renovierung des Ladens). Dass die Bedürftigsten erreicht wurden, wurde in allen Projekten durch partizipative Auswahlprozesse der Begünstigten sichergestellt. In fast allen Fällen wurden die Begünstigten auf der Basis von Wohlstands-Rankings und Bedarfsanalysen ausgewählt, die von den Partnern vor Beginn jeder Maßnahme durchgeführt wurden. Bei der endgültigen Entscheidung über die Begünstigten waren in fast allen Fällen die Gemeinden und die Zielgruppe miteinbezogen. Es muss jedoch festgestellt werden, dass Einkommen verbessernde Aktivitäten nicht für alle Personengruppen geeignet sind. Um ein erfolgreiches Kleinunternehmen zu führen, sind unternehmerische Fähigkeiten und Kenntnisse nötig. Nicht alle Projektbegünstigten waren gleichermaßen in der Lage, einen Kredit aufzunehmen und ein gewinnbringendes Unternehmen zu führen. Insbesondere mangelnde Bildung und mangelnde Sesshaftigkeit führten zu Problemen, innerhalb der gesetzten Kreditlaufzeit ein stabiles Unternehmen aufzubauen und zu führen. Hier sind eine sorgfältige Auswahl der Zielgruppe, flexible Kreditbedingungen sowie eine intensive Schulung und Beratung der Begünstigten erforderlich. Wirkungen im sozialen Bereich Toleranz und gesellschaftliche Harmonie als Voraussetzungen für die Gleichstellung sozialer Gruppen werden nach Aussage der Partner durch ein geschärftes Bewusstsein gegenüber politischen und sozialen Themen, durch gemeinsame Aktionen sowie die Entwicklung von Gemeinschaftssinn und Solidarität gefördert. Auch die beobachtete Verbesserung der sozialen Sicherheit und Mobilität wurden als positive Einflussfaktoren für die Verwirklichung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Menschenrechte bezeichnet. Die SHG-Mitglieder verschafften sich innerhalb der Zivilgesellschaft zusehends mehr Gehör, sie sammelten Erfahrungen mit demokratischen Strukturen, transparentem Finanzmanagement, Wahlen und der Diskussion über Wertevorstellungen. Sie lernten das Funktionieren demokratischer Strukturen im Kleinen in ihren Gruppen kennen. Durch die Einkommen schaffenden Maßnahmen einiger Projekte ist es zudem gelungen, die Armutsmigration einzuschränken. Beispielsweise wurden in der von Dürre und Trockenheit betroffenen Marathwada-Region, in der das WOTR-Projekt durchgeführt wurde, 75 Prozent der Einkommen schaffenden Maßnahmen noch fünf Jahre nach Projektende fortgeführt und die Abwanderung um 43 Prozent vermindert. Im KRWCDS-Projekt konnte die Armutsmigration um 65 Prozent gesenkt werden. Wirkungen im wirtschaftlichen Bereich Die wirtschaftlichen Wirkungen der Einkommen schaffenden Maßnahmen werden in der erhöhten Zahlungsfähigkeit der Begünstigten sichtbar. Diese zeigt sich in den verbesserten Lebensbedingungen. Die befragten Begünstigten gaben an, dass ihre Einkommen zwischen 25 und 60 Prozent gestiegen und gleichmäßiger über das Jahr verteilt sind. So sind die Familien weniger anfällig für Krisen, sind gesünder und können besser planen. In einigen Projekten konnte der Zugang zu Kre- Blumenverkauf 17

18 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE diten für Kleinunternehmungen die Abhängigkeit von lokalen Geldgebern mit ihren exorbitant hohen Zinsen verringern. Zinswucher ist ein großes Problem der ländlichen Bevölkerung, die in Krisenzeiten Kredite mit zehn Prozent Verzinsung pro Monat aufnehmen muss und diese oft niemals zurückzahlen kann, ihr Hab und Gut und nicht selten ihre Arbeitskraft auf unbestimmte Zeit verkaufen muss, verarmt oder in die Städte migriert. Die Einführung von Buchhaltungssystemen förderte den bewussten Umgang mit Geld auf persönlicher und familiärer Ebene. SHG-Mitglieder lernten, mit Geld umzugehen, Geld (und die Kredite) umsichtig zu verwenden, Geld zu beschaffen und zu sparen und letztlich einen Haushalts- oder Geschäftsplan aufzustellen. Deutlicher Wissenszuwachs in Bezug auf Bankwesen, Unternehmensführung, Business- und Managementfähigkeiten, Pünktlichkeit und Verantwortungsbewusstsein im Finanzmanagement waren einige der relevanten Veränderungen. Hauptsächlich Frauen machten Erfahrungen mit administrativen, finanziellen und betriebswirtschaftlichen Transaktionen. Folglich profitierten die Frauen auch von der zunehmenden Anerkennung ihrer unternehmerischen Kompetenzen. Die Evaluation stellt fest, dass sich das Familieneinkommen verbessert hat und ein Zuwachs an Sachvermögen und Bargeld zu verzeichnen ist. Die Frauen trugen am meisten zu diesen Veränderungen bei. Eine beachtliche Anzahl von ihnen hatte bereits damit begonnen, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Manche schufen sogar Arbeitsplätze für andere, und wieder andere verfügten bereits über ein auf ihren Namen eingetragenes Sachvermögen. Das half ihnen, die wirtschaftliche Unabhängigkeit (Milleniums- Entwicklungsziele (MDG) 1 und 3) zu erlangen. Organisationen berichteten, dass diese Entwicklung anfing, auch für die lokale Wirtschaft Vorteile zu bieten, z.b. durch die Ankurbelung der wirtschaftlichen Dynamik in abgelegenen Dörfern oder eine Abnahme von Migration (MDG 1). Wirkungen innerhalb der Familie Meist hat sich die Stellung der Frauen innerhalb der Familie als auch innerhalb der Gemeinschaft verbessert. Die Frauen aus den meisten Projekten berichteten, dass sich ihr Status innerhalb der Familie aufgrund ihres Beitrags zum Haushaltseinkommen und ihrer Rolle beim Kreditzugang für das Familienunternehmen verbessert hat. Durch den Zusammenschluss in Frauen- SHGs konnten gesellschaftliche Probleme wie z.b. Alkoholismus, Gewalt gegen Frauen, Abtreibung weiblicher Föten oder Schulabbruch in den Gruppen thematisiert werden. Durch den Zugang zu Krediten und durch ihr Unternehmertum haben sich die Frauen in vielen Projekten mehr Respekt und auch mehr Entscheidungsspielraum in den Familien erarbeitet. Allerdings ist die Stärkung der Frauen durch Einkommen schaffende Maßnahmen kein Selbstläufer und muss durch Empowerment-Aktivitäten und Aufklärung ergänzt werden. Auch für die Kinder gibt es positive Folgen, da die verbesserte Einkommenslage dazu geführt hat, dass mehr Geld für die Schulbildung der Kinder ausgegeben wurde. Fallstudie WOTR: Einkommen schaffende Maßnahmen in Projekten zum Wasserressourcenmanagement Chandrakala Umesh Jadhav aus Kachaner Tanda 1, Aurangabad, erzählt im Interview mit unserem Projektpartner: Wir sind eine neunköpfige Familie. Neben meinem Ehemann und unseren beiden Kindern wohnen auch meine Schwiegereltern, die beiden Brüder und die Großmutter meines Mannes bei uns. Meine beiden Schwager sind noch nicht verheiratet und befinden sich zurzeit in Ausbildung. Wir leben alle in einer kleinen Siedlung in der Nähe des Dorfes im Haus meiner Schwiegereltern. Wir besitzen nur wenig 18

19 EINKOMMEN SCHAFFENDE MAßNAHMEN Land, das ich mit meiner Familie bewirtschafte. Außerdem führen meine Schwiegermutter und ich den Haushalt. Unser Land ist aufgrund von Wassermangel nicht sehr ergiebig und wir können nur eine Ernte pro Jahr erzielen. Als in 2008 das Wasundhara Watershed Projekt in unserer Gegend begann, organisierte das Projektteam einige Frauen unseres Dorfes in einer SHG. Ich habe geholfen, die Frauen zu mobilisieren und zu unterstützen. In den Gruppen begannen die Mitglieder zu sparen und schnell konnten innerhalb der Gruppe kleine Kredite vergeben werden. Als die Ersparnisse der Gruppe groß genug waren, konnten wir eine Bank überzeugen, uns für unsere Unternehmungen größere Kredite zu geben. Sechs unserer Familienmitglieder haben die Arbeiten zur Verbesserung des Wasserressourcenmanagements im Projektgebiet mit ihrer Arbeitskraft (Bäume pflanzen, Dämme bauen etc.) unterstützt. Mit dem Lohn, den sie dafür erhielten, und dem Einkommen aus diversen Einkommen schaffenden Maßnahmen konnten wir unseren Kredit bei der Bank nach und nach zurückzahlen und sind jetzt schuldenfrei. ge und Schneiderei in Aurangabad. Ich habe nun meinen eigenen kleinen Kosmetiksalon im Dorf eröffnet. Ich biete alle Arten von Kosmetikdienstleistungen und verschiedene Produkte wie Öle oder Make-up an. Damit verdiene ich ca. 5 bis 8 Euro am Tag. Auch mein Mann hat mit Hilfe des Projekts ein kleines Transportunternehmen gegründet. Er verdient 8 bis 16 Euro pro Tag. Durch die Aktivitäten im Bereich Wasserressourcenmanagement, insbesondere den Bau eines kleinen Staudammes, stieg der Grundwasserspiegel merklich an. Unser Bewässerungsbrunnen führt jetzt mehr und länger Wasser, so dass sich unsere landwirtschaftlichen Erträge mehr als verdoppelt haben. Bilder: Bau von Sickergräben, Treffen der SHG Die Einstellung der Dorfbewohner hat sich durch die verschiedenen Weiterbildungsprogramme, die Besuche bei erfolgreich agierenden Föderationen in anderen Dörfern, unsere Gruppenaktivitäten und die Gemeindeversammlungen verändert. Gleichzeitig wurden uns die Bedeutung von nachhaltiger Landwirtschaft und der Schutz unserer Wasserressourcen bewusst. Ich finde außerdem, dass die Organisation unsere Gemeinschaft gestärkt hat. Meine Schwiegermutter ist heute die Vizepräsidentin der Föderation unserer SHG. Ich helfe ihr bei der Buchhaltung oder dem Einsammeln der Rückzahlungsraten bei den Mitgliedern. Das Projekt ermöglichte mir die Teilnahme an einem sechsmonatigen Kurs in Schönheitspfle- Unser Einkommen hat sich mit diesen verschiedenen Maßnahmen um ein Vielfaches erhöht, und wir brauchen heute keine Angst mehr vor Dürren und Ernteausfall zu haben. Wir haben genug Ersparnisse und ein vielseitiges Einkommen, um uns vor Krisen zu schützen. Dank des Projekts sind wir heute eigenständig und können uns selbst ernähren. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, dass unsere Kinder eine gute Ausbildung erhalten, so dass sie ein gutes Leben führen können. Die Mittel dazu habe ich ja jetzt. 19

20 KARL KÜBEL STIFTUNG FÜR KIND UND FAMILIE Bild oben: Buchhaltung einer SHG (Namen der Mitglieder und Ersparnisse) 3.4 Sind die positiven Wirkungen von Dauer? Die Nachhaltigkeit der Einkommen schaffenden Maßnahmen variiert qualitativ und ist abhängig von der Komplexität der Maßnahmen, der Anbindung an Absatzmärkte, Dienstleister oder Behörden und von den Führungsqualitäten jeder einzelnen Gruppe bzw. der Dachverbände. Werden die Maßnahmen weiterhin durchgeführt? Die Querschnittsevaluierung hat gezeigt, dass es den meisten Begünstigten gelungen ist, mit Hilfe der Maßnahmen ihr Familieneinkommen zu erhöhen. Die Fortführungsrate der Einkommen schaffenden Maßnahmen hängt dabei sehr stark ab von der Region, der Zusammensetzung der Zielgruppe, der Art der Aktivität und der saisonalen Verwendung der Kreditsumme. In einigen Projekten konnten Fortführungsraten von 75 Prozent und mehr erreicht werden, während in anderen Projekten nur 30 Prozent der Begünstigten die Einkommen schaffenden Maßnahmen fortführten. Bleiben die Selbsthilfegruppen bestehen? In den meisten Projekten haben die SHGs auch über das Projektende hinaus Bestand, was sich positiv auf die Beteiligung der Frauen an Entscheidungsprozessen in den Dorfgemeinschaften sowie auf ihr Selbstwertgefühl ausgewirkt hat. Über alle Projekte hinweg sind viele Gruppen auch nach Projektende aktiv, aber ihre Fähigkeiten, die Gruppen nachhaltig und nach demokratischen Prinzipien zu leiten, müssen in Zukunft weiter ausgebaut werden. Die gegründeten Gruppen wurden während der Projektlaufzeit mit Regierungseinrichtungen, Behörden, Banken, Handelsvereinigungen oder anderen Dienstleistern vernetzt, um die Begünstigten bei der Durchführung ihrer Aktivitäten zu unterstützen. Diese Vernetzungsanstrengungen gilt es in Zukunft weiter auszubauen, da dadurch die Wirkungen der Einkommen schaffenden Maßnahmen erhöht und der Zugang weiterer Begünstigter ermöglicht werden. Dort wo die Unternehmungen über die Projektlaufzeit hinaus bestehen blieben, haben sich die Einkommen nachweislich verbessert. Zudem stellen die SHGs den Kapitalfluss auf Haushaltsebene sicher, da die Gruppen ihren Mitgliedern einen einfacheren Zugang zu Krediten gewähren. 20

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