Pressemitteilung Die nächste Meldung zum GfK-Konsumklima erscheint am 27. November 2015, Uhr

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1 Pressemitteilung Die nächste Meldung zum GfK-Konsumklima erscheint am 27. November 2015, Uhr 28. Oktober 2015 Rolf Bürkl T Ursula Fleischmann Corporate Communications T Konsumoptimismus lässt nach Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für Oktober 2015 Nürnberg, 28. Oktober 2015 Die Verbraucherstimmung in Deutschland schwächt sich weiter ab. Das Konsumklima geht zum dritten Mal in Folge leicht zurück. Für November prognostiziert der Gesamtindikator 9,4 Punkte nach 9,6 Zählern im Oktober. Zwar kann die Einkommenserwartung ihren Wert aus dem Vormonat bestätigen, die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung müssen jedoch Einbußen hinnehmen. GfK SE Nordwestring Nürnberg T Vorstand: Matthias Hartmann (CEO) Christian Diedrich (CFO) Dr. Gerhard Hausruckinger Debra A. Pruent Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Arno Mahlert Registergericht Nürnberg HRB Bei den deutschen Verbrauchern lässt die gute Stimmung der vergangenen Monate langsam nach. Die Konjunkturerwartung geht wie bereits im Vormonat deutlich zurück. Offenbar steht dieser Indikator besonders unter dem Eindruck der anhaltenden Flüchtlingskrise. Dagegen sinkt die Anschaffungsneigung nur leicht. Die Einkommenserwartung bestätigt ihren Wert aus dem Vormonat. Konjunkturerwartung mit fünftem Rückgang in Folge Die Konjunktursorgen der Bundesbürger sind im Oktober gewachsen. Der Indikator verliert zum fünften Mal in Folge. Zwar fällt das Minus mit 9,3 Punkten etwas weniger stark aus als im Vormonat (-10,2 Punkte). Die Konjunkturerwartung rutscht aber zum ersten Mal seit Mai 2013 mit -2,9 Zählern unter die Nulllinie, also unter ihren langjährigen Durchschnittswert. Der kontinuierliche Rückgang der Konjunkturaussichten geht einher mit der Befürchtung vieler Bundesbürger, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten verschlechtern wird. So geben im Oktober etwa 44 Prozent der Befragten an, dass sie davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stark steigen bzw. steigen wird. Noch im Juli lag dieser Anteil nur bei 22 Prozent. Dagegen erwarten nur noch 10 Prozent eine sinkende Arbeitslosigkeit (Juli 2015: 25 Prozent). Diese zuletzt stark gestiegene Sorge vor mehr Arbeitslosen hat GfK zum Anlass genommen, etwas genauer nach den Gründen zu fragen. Und hier ist der Befund aus Sicht der Befragten eindeutig. 70 Prozent derjenigen, die davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten ansteigen wird, sehen die wesentliche Ursache in der Flüchtlingskrise, also dem anhaltend starken und teilweise unkontrollierten Zustrom von Asylbewerbern. Hinter diesen Zahlen spiegelt sich natürlich auch die große Präsenz des Themas in den Medien wieder. Dabei sind die Unterschiede zwischen 1

2 West und Ost nicht sehr groß. Im Osten nennen 67 Prozent, im Westen 71 Prozent die Flüchtlingsthematik als Grund für pessimistischere Beschäftigungsaussichten. Dagegen spielen eine sich verschlechternde Wirtschaftslage und Saisoneffekte, wie die Witterung, die vor allem die Außenberufe in den Wintermonaten regelmäßig trifft, mit jeweils 15 Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Vom VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen scheint nach Einschätzung der deutschen Verbraucher aus heutiger Sicht dagegen kaum ein Risiko für den Arbeitsmarkt auszugehen. Nur 8 Prozent sehen dies als Grund für eine erwartete Eintrübung bei der Beschäftigung. Einkommenserwartung trotz steigender Konjunktursorgen stabil Aktuell trotzen die Einkommenserwartungen den stetig größer werdenden Konjunktursorgen. Nach zwei Rückgängen in Folge verharrt der Indikator im Oktober bei 47,7 Punkten. Dies ist exakt der gleiche Wert wie im Vormonat. Bei der Einschätzung der eigenen finanziellen Lage stützen sich die Verbraucher offenbar vor allem die deutlichen realen Einkommenszuwächse. Die Inflationsrate tendiert gegen Null, was die Kaufkraft der Konsumenten stärkt. Dies erklärt das überaus hohe Niveau des Indikators. Hinzu kommen Meldungen, wonach die Rentenversicherung schätzt, dass die gesetzlichen Renten im kommenden Jahr aufgrund der momentanen sehr guten Lohnund Gehaltsentwicklung um bis zu 5 Prozent steigen könnten. Anschaffungsneigung geht zum fünften Mal in Folge leicht zurück Im Sog sinkender Konjunkturaussichten muss auch die Anschaffungsneigung im Oktober Einbußen hinnehmen. Mit einem Minus von 4,5 Zählern sind die Verluste vergleichsweise gering. Zudem bleibt das Niveau des 2

3 Indikators mit 45,9 Punkten nach wie vor überaus hoch. Im Vergleich zum entsprechenden Wert des Vorjahres ist dagegen nur noch ein minimales Plus von 0,3 Punkten übrig geblieben. Trotz dieses neuerlichen Rückgangs ist die Konsumfreude immer noch sehr ausgeprägt. Vor allem stabile Beschäftigungsverhältnisse sowie spürbar steigende Einkommen sind die wesentlichen Stützen. Die positive Stimmung zeigt sich aber auch in der Realität. Nach den ersten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung im Einzelhandel ist der Umsatz im August real und nominal um jeweils 2,5 Prozent gegenüber August 2014 gestiegen. Für die ersten acht Monate dieses Jahres steht sogar ein reales Plus von 2,8 Prozent im Vorjahresvergleich zu Buche (nominal 2,6 Prozent). Allerdings fließt lediglich etwa ein Drittel des verfügbaren Einkommens der Verbraucher in den Einzelhandel. Den Rest des Geldes geben sie für Freitzeitangebote, Urlaub, Versicherungen oder Dienstleistungen aus. Konsumklima sinkt Für November 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 9,4 Punkte nach 9,6 Zählern im Oktober. Hierbei handelt es sich bereits um den dritten Rückgang in Folge. Niedriger stand der Indikator zuletzt im Februar. Allerdings ist das Niveau nach wie vor durchaus zufriedenstellend. Die sehr gute Entwicklung im Einzelhandel ist derzeit eine wesentliche Stütze des Konsumklimas. Die weitere Entwicklung der Konsumstimmung wird vor allem auch davon abhängen, ob sich die Verunsicherung hinsichtlich der Arbeitsmarktentwicklung weiter verstärkt. Sollte dies der Fall sein und die Beschäftigten zunehmend Angst um ihren Job bekommen, wird dies der Konsumfreude einen deutlichen Dämpfer versetzen. Furcht vor Jobverlust lässt die Planungssicherheit bei den Konsumenten schwinden. Dies dürfte insbesondere größere Anschaffungen beeinträchtigen. Voraussichtliche Veröffentlichungstermine 2015 ACHTUNG: Erscheinungsdatum im November geändert! Freitag, 27. November 2015, 13 Uhr Dienstag, 22. Dezember 2015, 8 Uhr 3

4 Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der einzelnen Indikatoren im Oktober im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr: Oktober 2015 September 2015 Oktober 2014 Konjunkturerwartung Einkommenserwartung Anschaffungsneigung -2,9 6,4 4,3 47,7 47,7 46,9 45,9 50,4 45,6 Konsumklima 9,6 9,9 8,4 Die folgende Graphik zeigt die Entwicklung des Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre: GfK-Indikator Konsumklima (Stand: Oktober 2015) Zur Studie Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie GfK-Konsumklima MAXX und basieren auf monatlich rund Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 durchgeführt. Das Konsumklima bezieht explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel macht jedoch je nach Abgrenzung lediglich etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben aus. Der Rest sind Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie der gesamte Wellness-Bereich. 4

5 GfK prognostiziert für das Jahr 2015 einen Anstieg des privaten Konsums von 1,5 Prozent. Auch hierbei geht es nicht um die Einzelhandelsumsätze, sondern um die gesamten Konsumausgaben der Verbraucher. Im vergangenen Jahr prognostizierte GfK ebenfalls einen Anstieg des privaten Konsums um 1,5 Prozent. Laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist der private Konsum im Jahr 2014 real um 1,2 Prozent gestiegen. Die Anschaffungsneigung ist wie alle anderen Indikatoren auch ein Stimmungsindikator. Sie fragt, ob die Verbraucher es derzeit für ratsam halten, größere Anschaffungen zu tätigen. Selbst wenn sie dies mit Ja beantworten, müssen noch zwei weitere Voraussetzungen für einen Kauf vorhanden sein: Der Verbraucher muss das nötige Geld für eine solche größere Anschaffung besitzen und auch eine Notwendigkeit für diese Anschaffung sehen. Zudem handelt es sich hier tatsächlich ausschließlich um langlebige Gebrauchsgüter, die auch ein größeres Budget erfordern. Die Ergebnisse der Stimmungsbefragung stammen aus monatlich durchgeführten persönlichen Interviews bei etwa Personen, die repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland sind. Dieses Befragungsinstrument unterliegt ständigen Qualitätskontrollen, vor allem auch im Hinblick auf seine Repräsentativität. Die ausgesprochen hohe Qualität dieser Erhebung zeigt sich auch daran, dass sie für Umfragen im Bereich der empirischen Rechtsforschung (z.b. Verwechslungsgefahr von Produkten) verwendet und anerkannt ist. Das heißt, die Ergebnisse haben Gutachterqualität und müssen jeweils vor Gericht standhalten. Weitere Informationen: Rolf Bürkl, Tel , Die folgende Tabelle zeigt die einzelnen Indikatoren im Überblick: Konjunkturerwartung Einkommenserwartung Konsum- und Anschaffungsneigung Konsumklima Diesem Indikator liegt folgende Frage an die Verbraucher zugrunde: Was glauben Sie, wie wird sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten entwickeln? (verbessern gleich bleiben verschlechtern) Diesem Indikator liegt folgende Frage an die Verbraucher zugrunde: Wie wird sich Ihrer Ansicht nach die finanzielle Lage Ihres Haushalts in den kommenden zwölf Monaten entwickeln? (verbessern gleich bleiben verschlechtern) Diesem Indikator liegt folgende Frage an die Verbraucher zugrunde: Glauben Sie, dass es zurzeit ratsam ist, größere Anschaffungen zu tätigen? (Der Augenblick ist günstig weder günstig noch ungünstig ungünstig) Dieser Indikator soll die Entwicklung des privaten Verbrauchs erklären. Seine wesentlichen Einflussfaktoren sind die Einkommenserwartung, die Anschaffungs- und die Sparneigung. Die Konjunkturerwartung wirkt eher indirekt über die Einkommenserwartung auf das Konsumklima. 5

6 Über GfK GfK steht für zuverlässige und relevante Markt- und Verbraucherinformationen. Durch sie hilft das Marktforschungsunternehmen seinen Kunden, die richtigen Entscheidungen zu treffen. GfK verfügt über langjährige Erfahrung im Erheben und Auswerten von Daten. Rund Experten vereinen globales Wissen mit Analysen lokaler Märkte in mehr als 100 Ländern. Mithilfe innovativer Technologien und wissenschaftlicher Verfahren macht GfK aus großen Datenmengen intelligente Informationen. Dadurch gelingt es den Kunden von GfK, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und das Leben der Verbraucher zu bereichern. Weitere Informationen erhalten Sie unter Folgen Sie uns auf Twitter: V.i.S.d.P. GfK SE, Corporate Communications Jan Saeger Nordwestring Nürnberg T

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