Gemeinsam sind wir stark! Integrativer Mädchentreff

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1 Gemeinsam sind wir stark! Integrativer Mädchentreff Projektleitung: Rita Funk und Janna Hajji Durchführungsort: Offener Kinder/Jugendtreff im Regenbogenhaus des Deutschen Kinderschutzbundes Neuwied 1

2 1. Projektvorstellung Das Projekt Integrativer Mädchentreff - Gemeinsam sind wir stark! ist eine Kooperation der Hochschule Koblenz und des Offenen Kinder-/Jugendtreffs des Deutschen Kinderschutzbundes im Regenbogenhaus in Neuwied. Ziel des Projektes ist die Stärkung der sozialen Vernetzung der Mädchen und die Förderung ihrer Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Die Mädchen initiierten und nutzten innerhalb des Projektes kulturelle und lebenspraktische Bildungsangebote und wuchsen als Gruppe zusammen. Das Projekt fand im Rahmen der Projektwerkstatt Soziale Arbeit an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Schule der Hochschule Koblenz, Fachbereich Sozialwissenschaften unter der Leitung von Prof. Dr. Jansen-Schulze über den Zeitraum vom Wintersemester 2011/12 bis zum Wintersemester 2012/13 statt. 2. Zielgruppe Das Angebot des integrativen Mädchentreffs richtete sich bei der Projektplanung an Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahre, unabhängig von kulturellen und nationalen Hintergründen. Die Teilnehmerinnen wohnen im fußläufigen Umkreis des Regenbogenhauses Projektidee und kennen sich teilwei- 3. se bereits aus der Schule. Die Besucherstruktur des Regenbogenhauses besteht zu einem großen Teil aus Kindern aus einem sozial schwachen Milieu. 2

3 3. Projektidee Die Projektidee beruht auf der Feststellung, dass einige Mädchen von ihren Eltern häufig mit der Beaufsichtigung der jüngeren Geschwister beauftragt werden. Sie bringen ihre jüngeren Geschwister ins Regenbogenhaus mit, fungieren dann jedoch oft als Aufpasser. Dadurch haben diese Mädchen wenig Zeit ihren eigenen Interessen nachzukommen und Kontakte mit gleichaltrigen Mädchen zu knüpfen. Den älteren Mädchen sollte innerhalb des Mädchentreffs Raum und Zeit für sich und ihre Identitätsfindung gewährt werden. Durch die gemeinsam geplanten Angebote wie zum Beispiel Pizza backen, Basteln, Sport und Spiele und viele Gruppengespräche hatten die Mädchen die Möglichkeit sich aktiv an der Gestaltung ihrer Freizeit zu beteiligen und ihr Selbstwirksamkeitsgefühl zu erhöhen. Die Mädchen nahmen sich mit all ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden als Teile derselben Gruppe war. 3.1 Methodische Grundlagen Das Projekt Integrativer Mädchentreff Gemeinsam sind wir stark! fand in Form von Gruppenarbeit statt. Die Studierenden waren gegenüber den Mädchen parteiisch und gestalteten die Treffen unter größtmöglicher Partizipation der Teilnehmerinnen. Die gemeinsamen vielseitigen Aktivitäten ermöglichten den Mädchen zu erkennen, wie wertvoll jede Einzelne für eine Gruppe ist, aber auch, sich mit anderen Individuen auseinanderzusetzen und Kompromisse einzugehen. Teilhabe und Teilnahme der Mädchen am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ist die Grundlage für eine gelingende Integration in die Gesellschaft. Innerhalb des Mädchentreffs konnten die Mädchen ihre Selbstwirksamkeitsüberzeugung stärken und ihr Verhalten in der Gruppe erproben. Die Studierenden arbeiteten ressourcenorientiert und erachteten die verschiedenen kulturellen Prägungen, Eigenschaften und Fähigkeiten aller Mädchen als wertvollen Beitrag in das Gruppengeschehen. 3

4 4. Ziele des Projektes Durch das Projekt Integrativer Mädchentreff Gemeinsam sind wir stark! sollte die soziale Anbindung von jungen Mädchen gefördert werden. Grundlage hierbei war die Auseinandersetzung mit den Unterschieden und den Gemeinsamkeiten der Teilnehmerinnen des Mädchentreffs und die aktive Beteiligung an Gruppenaktivitäten. Übergeordnetes Richtziel war das Verfügen der Mädchen über eine verbesserte soziale Integration und das Wahrnehmen der Möglichkeiten zur Partizipation und zur Auseinandersetzung mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden. 4.1 Grob- und Feinziele Die folgenden Grobziele wurden konzeptionell festgelegt und sollten anhand der jeweils formulierten Feinziele erreicht werden: Die Mädchen besuchen den angebotenen Mädchentreff regelmäßig. Sie besuchen den Treff mindestens 14-tägig. Die Mädchen, die den Treff besuchen, haben untereinander soziale Beziehungen. Sie treten in Interaktion mit anderen Mädchen. Sie entdecken Gemeinsamkeiten. Sie planen gemeinsam sinnvolle Freizeit- und Gruppenaktivitäten. Es gelingt den Mädchen, sich mit kulturellem Handeln auseinanderzusetzen und dabei Gemeinsames und Verschiedenes zu erkennen. Die Mädchen erhalten Einblicke in andere kulturelle und nationale Szenen. Sie gehen miteinander respektvoll und wertschätzend um. Die Mädchen sind fähig, auf einer gemeinsamen Basis zu kommunizieren. Sie versuchen einander zu verstehen (das Handeln, die Gebräuche). Die Mädchen beteiligen sich aktiv am Mädchentreff. Sie entwickeln gemeinsame Ideen zur Gestaltung des Mädchentreffs. Sie setzten diese Idee eigenständig um. Sie sind fähig im Treff Kompromisse einzugehen. 4

5 5. Fazit Das Angebot wurde von Anfang an begeistert aufgenommen und regelmäßig von einer Gruppe von circa 10 Mädchen besucht. Die Teilnehmerinnen brachten viele Wünsche und Ideen und jede Menge Engagement zur Gestaltung der Treffen mit. Viele der Vorschläge und Anregungen der Mädchen konnten gemeinsam mit den Studierenden umgesetzt werden. Dabei standen das Gruppengeschehen und die Gemeinsamkeiten stets im Vordergrund. Die Mädchen lernten sich kennen und das Gruppengefüge festigte sich. Innerhalb der Treffen entwickelte sich ein Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe. Die Teilnehmerinnen tauschten Informationen und Erfahrungen aus und entdeckten viele Gemeinsamkeiten. Die Mädchen zeigten Interesse an einander und waren unvoreingenommen bereit sich über Unterschiede auszutauschen. Sie bauten Verständnis und Vertrauen füreinander auf und konnten ihre Selbstwirksamkeit spüren, indem sie ihre Ideen und Pläne in der Gruppe kommunizieren und umsetzen konnten. Teilweise fanden unterschiedliche Angebote für die jüngeren und die älteren Mädchen statt, um den Bedürfnissen der großen Schwestern nach Privatsphäre und Zeit für sich gerecht zu werden. In getrennten Gruppen konnten die Mädchen ihre Gespräche vertiefen und sich über Sorgen und Probleme austauschen. Insgesamt war die Atmosphäre in der Gruppe wertschätzend und positiv. Alle Teilnehmerinnen fühlten sich wohl und die Studierenden sind mit dem Verlauf der Treffen und dem Erreichen der gesetzten Ziele sehr zufrieden. Gezeichnet: Rita Funk und Janna Hajji 5

6 6. Anhang Rheinzeitung Neuwied, (online: ) 6

7 Blick aktuell Neuwied,

8 Flyer (Vorder- und Rückseite) 8

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