Adressumleitung beim Surfen. Allgemeines

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1 Block Nr. 001 erstellt am: letztes Update: Adressumleitung beim Surfen Autor: Joachim Culmann Allgemeines Gibt man in die Adresszeile eines Browsers einen Host- oder Domännmane ein, so wird zuerst einmal in einer statischen Tabelle nachgeschaut ( hosts), ob dort eine zugehörige IP- Adresse abgespeichert ist. Wenn dies nicht der Fall ist, wird der Domännmane an einen DNS- Server gesendet. Der DNS-Server bestimmt nun die IP-Adresse und ruft die entsprechende Seite auf. In der Standardkonfiguration wir der DNS-Server des jeweiligen Providers verwendet. Kann der DNS-Server mit dem eingegebenen Domännamen nichts anfangen, z.b. weil ein Tippfehler vorliegt, so gibt es zwei Möglichkeiten: Der Server gibt an den Absender eine Meldung zurück, dass er den Namen nicht auflösen konnte oder er übergibt den Domänamen seiner integrierten Suchmaschine. Im ersten Fall besteht bei manchen Browsern die Möglichkeit, dass dererseits aufgrund der Meldung auf eine parametrierbare Suchmaschnine umgeleitet wird; im zweiten Fall ist diese Möglichkeit natürlich ausgeschlossen, da ja eine korrekte Seite zum Absender übertragen wird. Da die Zuordnung des Domänamens zur IP-Adresse eher statischer Natur ist, liegt es nahe, dass nicht bei jeder DNS-Abfrage ein entsprechender Server bemüht werden muss. Vielmehr sind die Rechner in der Lage, die Zuordnung in einem sogenannten DNS-Auflösungscache zu speichern. Bevor also ein DNS-Server bemüht wird, wird in dieser Tabelle nachgeschaut und ggf. die dort eingetrragenen Adresse übernommen. Nach einer vom DNS-Server vorgebenen Gültigkeitsdauer wird der Eintrag in der Liste automatisch gelöscht. Bei der nächsten Abfrage wird also der DNS-Server erneut bemüht. Die Lebensdauer eines Eintrages kann zwischen wenigen Sekunden und Tagen betragen.

2 Die Hosts-Datei Bei Vista befindet sich die Hosts-Datei im Verzeichnis C:\Windows\System32\drivers\etc. Dabei handelt es sich um eine mit jedem Texteditor bearbeitbare Tabelle, in deren ersten Spalte die IP-Adresse und in der zweiten der Hostname einzutragen ist. Beide Spalten sind durch mindestens ein Leerzeichen zu trennen. In der folgenden Hosts-Datei wird direkt auf lokale Adressen verwiesen, wenn die entsprechende Bezeichnung in der zweiten Spalte eingegeben wird. Dabei ist drauf zu achten, dass der jeweilige Begriff zumindest bei der ersten Abfrage mit einem Schrägstrich (/, kein Backslash \!) abgeschlossen wird, um die Suchmaschine in der Adresszeile des Browsers zu umgehen: Router Kabelmodem Modem Diskstation Man kann in der Hosttabelle leider keine Ports angeben. Allerdings wäre es in unserem Beispiel möglich, z.b. Port 5000 der Diskstation durch folgende Eingabe in der Adresszeile anzusprechen: Diskstation:5000. Ohne Eingabe der Portnummer wird immer über Port 80 zugegriffen. Der DNS-Server Kann ein DNS-Server eine IP-Adresse nicht finden, so wird bei den meisten Providern auf deren Suchmaschine umgeschaltet. Das ist nicht immer erwünscht, zumal alle Suchmaschinen deine Anfragen analysiert und dich dann mit entsprechner Werbung beglückt. Man kann aber auf andere, sogenannte öffentliche DNS-Server ausweichen. Hierzu muss in der Netzwerkonfiguration unter TCI/IP die IP-Adressen eines DNS-Server selbst angeben. Aber welchen DNS-Server sollte man wählen? Generell kann man zwei Arten von Servern unterscheiden. Server, die einfache nur eine Alternative darstellen und Server, die die angeforderte Adresse auf unerwünschte Inhalte überprüft und ggf. abweist.

3 Normale Server: Anbieter IP-Adresse 1 IP-Adresse 2 Google Umfassende, aber von mir ungeprüfte Liste unter Selektierende Server (Web Filtering): Anbieter IP-Adresse 1 IP-Adresse 2 Anbieterlink siehe Liste OpenDNS DynDNS Um die Web Filtering-Server verwenden zu können, muss man sich bei dem jeweiligen Betreiber einen Account erstellen. Nach dem Einloggen kann man sich nun dort einen entsprechenden Defence Plan erstellen, des Weiteren können Black- oder White-Listen geführt werden. Mit einer entsprechenden Hintergrund-Software teilt man dem Server seine aktuelle IP-Adresse mit, damit das persönliche Filter aktiviert werden kann. Das Web Filtering ist bei beiden Servern ähnlich. Bei OpenDNS wird das Produkt Parentalcontrols und bei DynDNS Dyn-internet-guide genannt. Die folgende Abbildung zeigt beispielhaft einen persönlichen Defense plan von DynDNS für verschiedenen Auswahlkriterien:

4 Der DNS-Auflösungscache Zeigt der Auflösungscache auf eine falsche Adresse oder ist er beschädigt, so sind natürlich auch die Adressauflösungen falsch. Mit Hilfe des Befehlszeilenkommandos ipconfig /displaydns kann man sich den aktuellen Inhalt auflisten lassen: mail.google.com Eintragsname..... : mail.google.com Eintragstyp..... : 5 Gültigkeitsdauer... : 54 CNAME-Eintrag.... : googl .l.google.com in-addr.arpa Eintragsname..... : in-addr.arpa. Eintragstyp..... : 12

5 Gültigkeitsdauer... : PTR-Eintrag..... : Diskstation Eintragsname..... : in-addr.arpa. Eintragstyp..... : 12 Gültigkeitsdauer... : PTR-Eintrag..... : DS In diesem Zusammenhang weitere Befehle: ipconfig /flushdns ipconfig /registerdns leert den DNS-Auflösungscache aktualisiert alle DHCP-Leases und registriert DNS-Namen Weitere Optionen des ipconfig-befehls findet du nach Eingabe von ipconfig /? in der Befehlszeile.

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