Gebet: Abendmahlsgottesdienst der Konfirmanden

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1 Abendmahlsgottesdienst der Konfirmanden Orgelvorspiel: Lied: EG 161,1 3 am in Oppau Begrüßung und Eingangsvotum: Liebe Konfirmanden, liebe Eltern, liebe Angehörige, liebe Gemeinde, wir begrüßen Sie ganz herzlich zu unserem Abendmahlgottesdienst, den wir heute gemeinsam feiern wollen. Das Abendmahl verbindet uns Menschen mit Gott und untereinander. So wollen wir Gottesdienst feiern im Namen Gottes, Quelle unseres Lebens, im Namen Jesu Christi, dem Grund unserer Hoffnung. Und im Namen des Heiligen Geistes, der uns die Gemeinschaft untereinander und mit Gott schenkt. Amen. Gebet: Lasst uns beten Gott, wir sind jetzt vor dir versammelt. Wir wollen dein Mahl in unserer Gemeinschaft feiern. Lass uns ablegen alle Hektik, Unruhe und Hast. Lass uns ruhig werden. Öffne uns für Dein Wort. Mache uns zum fruchtbaren Acker für deine Verheißung, in Brot und Wein wie in deinem Wort. Amen Lied: EG 577 (2x durchsingen) Glaubensbekenntnis Mit den Worten unserer Mütter und Väter bekennen wir unseren christlichen Glauben: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist,

2 geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen. Lied: EG 647,1 4 Predigt mit Aktion Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Gemeinde, Wir werden jetzt von einem Menschen hören, von dem wir eigentlich nicht viel wissen, außer dass es Jemand ist, dem etwas vorzuwerfen ist. Ein Mensch, der nicht das Richtige getan hat. Fehler wurden gemacht. Es wurde sich nicht an das gehalten, was man zu tun hat. Ein Mensch, der sich nicht an die Regeln gehalten hat. Und da gibt es Leute, die genau darauf hinweisen und diesen Menschen vorführen. Textlesung: Joh 8,2 5 Aktion: Tina stellt sich mit gesenktem Gesicht vor den Altar, die anderen zeigen mit den Fingern auf sie Da steht er nun, dieser Mensch. Schuldig, erwischt, da ist nichts dran zu rütteln. Das Gesetz spricht gegen sie. Was mit diesem Menschen zu passieren hat das ist schnell entschieden. Denn dazu gibt es ja wohl nur eine richtige Meinung.

3 Textlesung: Joh 8, 6a Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, auf dass sie etwas hätten, ihn zu verklagen. Aber um diese Frau, die da steht und die nicht weiß, was nun mit ihr geschieht, um diesen Menschen geht es eigentlich gar nicht. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Es wird noch nicht mal mit diesem Menschen gesprochen nein, es wird über diesen Menschen geredet. Wer ist diese Frau, was hat sie zu ihrer Tat bewogen, wie sieht ihr Leben aus all das ist für die Pharisäer und Schriftgelehrten, für ihre Ankläger, nicht von Interesse. Sie wollen Jesus eins auswischen und dazu benutzen sie diesen Menschen. Und was macht Jesus? Textlesung: Joh 8,6b Aber Jesus bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Jesus lässt sich Zeit, nimmt sich Zeit. Kein schnelles Simsen, twittern, raushauen von Statements. Denkt nach über das, was da gerade passiert. Überlegt, was an Lebensgeschichte denn zu dieser Frau gehören könnte. Was einen Menschen dazu bewegen kann, falsche Dinge zu tun. Die Ankläger, die machen sich dazu keine großen Gedanken, die wissen ja schon lange, was sie wollen. Alles ganz einfach. Und darum geht es ihnen auch nicht schnell genug. Sie fordern eine Entscheidung. Und Jesus antwortet. Textlesung: Joh 8,7 8 In unserem alltäglichen Leben, im Umgang mit anderen Menschen, da gibt es so einiges, was uns nicht gelingt. Aktion: Teamer nehmen Styroportafeln, lesen den Text vor und halten sich die Tafel vor den Bauch Ich tue etwas, obwohl es nicht richtig ist Trotzdem gemacht Mir nutzt es und dass es anderen schadet, darüber mache ich mir keine Gedanken Ignoranz Ich könnte schon helfen, tue es aber nicht Wegschauen

4 Menschen, die ich nicht kenne, sind mir egal Gleichgültigkeit Wer von uns ist ohne Fehler? Was passiert, wenn ich hinter meinen Fehlern und dem Urteil über mich, wenn ich dahinter als Mensch nicht mehr wahrgenommen werde? Was sieht man dann noch von mir? Aktion: Teamer nehmen die Tafeln vors Gesicht Textlesung: Joh 8,9 Sei ehrlich mit dir selbst: wenn du in deinem Leben immer alles richtig gemacht hast, dann kannst du mit dem Finger auf andere zeigen und den ersten Stein werfen. Das hat auch die Schriftgelehrten und Pharisäer dazu gebracht hat, sich abzuwenden und zu gehen. Textlesung: Joh8,10 11 Und Jesus? Jesus ist in der Geschichte derjenige, der die Frau ansieht und mit ihr spricht. Sie wahrnimmt. Mit allem, was zu ihr dazu gehört. Auch ihre Fehler. Aber auch das, was diesen Menschen noch ausmacht. Uns Menschen ein Gesicht gibt. In jedem von uns einen liebenswerten Menschen sieht. Aktion: Teamer nehmen die Tafeln wieder runter, stellen sie weg und setzen sich Was gewesen ist, darauf legt er die Frau nicht mehr fest. Dieser Mensch, der hat für Jesus eine Zukunft. Wo sind sie deine Ankläger, fragt er die Frau, und damit auch, wo sind deine Taten. Jesus eröffnet einen neuen Raum des Lebens: frei vom bisher Belastetenden darfst du da hinein gehen. Musst keine alten Lasten mitschleppen. Und Jesus gibt uns für diesen neuen Freiraum noch mit auf den Weg: Sei nicht unbeeindruckt davon, dass diese Freiheit etwas mit dir machen kann. Es kann sich was verändern. Da kann Neues in deinem Leben passieren. Und ich, wo komme ich in dieser Geschichte vor?

5 Ich bin zum einen der Mensch, der immer wieder daran erinnert werden muss, andere Menschen anzusehen, wahrzunehmen, mit Urteilen vorsichtig und verständnisvoll zu sein. Einen Menschen nicht hinter meinem Urteil verschwinden zu lassen. Einsicht, neue Wege zuzulassen. Und zum anderen ein Mensch sein zu dürfen, dem genau dies widerfährt. Amen. Lied: EG 628,1 3 Sündenbekenntnis Guter Gott. Oft fällt es uns schwer, zu glauben, dass du uns und die Welt liebst. Wir hören nicht auf dein Wort. Wir lassen uns oft genug nicht von deiner Freundlichkeit und Barmherzigkeit leiten sondern sehen andere Menschen mit unseren Augen. Lass deine Liebe uns ermutigen, das zu ändern. Gnadenzusage Und ich frage euch: Ist das auch eure Bitte, so antwortet: Ja So hört: Wenn uns unser Herz verklagt, Gott ist größer als unser Herz. In Jesus Christus sehen wir den Weg vor uns, der zum Leben führt. In Jesus Christus bekommen wir einen neuen Anfang geschenkt, Vergebung der Schuld und neues Leben. In seinem Namen und im Auftrag unserer Kirche sage ich Euch: Ergänzung vom Text Stefan Wort zum Abendmahl Auf dem Altar stehen Brot und Wein, die Gaben des Abendmahls Zeichen dessen, was wir zum Leben brauchen. Hinweise, auf Freude, die wir uns wünschen, auf Gemeinschaft, die uns stärkt. Wir sind zusammen gekommen, das Abendmahl Jesu Christi zu feiern. Er teilt sein Leben an uns aus, wie wir in seinem Namen Brot und Wein miteinander teilen.

6 Wir alle leben davon, dass wir voneinander nehmen und einander weitergeben: Geborgenheit und Wärme, Freude und sorgen, lachen und weinen, Geschichten und Lieder, Vertrauen und Liebe. So lasst uns die Gemeinschaft untereinander suchen und die Gemeinschaft mit Jesus feiern: Einsetzungsworte Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; solches tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl, dankte, gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird, zur Vergebung der Sünden; solches tut, sooft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Gebet Wir loben dich, guter Gott. Du überlässt uns nicht unserem Versagen und unserer Schuld. Durch Jesus Christus rufst du uns alle zum Leben. Er lässt uns das Leben schmecken an seinem Tisch. Wir bitten dich: erfülle uns mit deinem Geist, segne diese Gaben, damit sie uns zum Brot des Lebens und zum Kelch des Heils werden. Amen. Vaterunser: Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute.

7 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Austeilung Schmeckt und seht wie freundlich der Herr ist. Kommt es ist alles bereit. Konfirmanden kommen zuerst zum Altar im Halbkreis, dann die Gemeinde. Sendewort Dankgebet Guter Gott, wir waren Gäste an deinem Tisch. Wir haben deine Liebe und Vergebung erfahren. Du bist uns begegnet. An deinem Tisch hast du uns untereinander zu Brüdern und Schwestern gemacht. Dafür danken wir dir. Wir bitten dich, Verlass uns nicht, in Ewigkeit Amen. Lied: EG 473,1 4 Fürbitten (zusammen mit Teamern) Wir wollen beten und unsere Anliegen vor dich, Gott, bringen. Guter Gott, ich freue mich, dass ich meine Familie habe. Lass es uns gut gehen und lass uns füreinander da sein können. Die Welt in der wir leben ist so wichtig für uns. Lasst uns besser und fürsorglicher mit ihr umgehen. Und wo ich etwas dazu beitragen kann, da lass es mich, guter Gott, auch tun. Gott, du lässt mich nie im Stich und auf dich Gott kann ich mich verlassen. Es ist so wichtig für uns Menschen, dass wir einander annehmen und akzeptieren können. Gib du uns die Kraft dafür. Mein Leben, das soll wieder besser werden. Das möchte ich dir Gott, ans Herz legen. Ich finde es gut, wenn ich so sein kann, wie ich bin und mich nicht zu verstellen brauche.

8 Es gibt Menschen, die haben kein Zuhause mehr. Auch bei uns. Das ist nicht richtig. An manchen Tagen, da bin ich richtig fertig und weiß nicht mehr weiter. Da möchte ich dass es mir besser geht und ich wieder die Kraft bekomme, mein Leben zu meistern. Sei du bei mir, guter Gott. Amen. Abkündigungen: (Stefan und Angelika) Fürbitten von Konfis Dank an die TeamerInnen um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen. Gott sei über dir, um dich zu segnen. Gemeinsam: So segne dich Gott, heute, morgen und allezeit. Orgelnachspiel Lied: EG 170, 1 3 Segen: Gott sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen. Gott sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen, um dich zu schützen gegen Gefahren. Gott sei hinter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst. Gott sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist. Gott sei um dich herum,

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