Kinderleicht. Jonas und seine Schulden. WELTamSONNTAG APRIL 2009 NR. 17

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1 WELTamSONNTAG APRIL 2009 NR. 17 Kinderleicht Schulden Acht Seiten extra: Antworten für alle, die Wirtschaft verstehen wollen Jonas und seine Schulden Jonas Dowideit, der Sohn unserer Autorin JUDITH WAGNER, MONTAGE: WELT AM SONNTAG Jonas ist erst acht Monate alt. Doch rechnerisch sitzt er schon auf Staatsschulden in Höhe von Euro. In Zwei-Euro-Münzen wiegt diese Summe zehnmal so viel wie er. Warum das schlimm ist, schreibt ihm seine Mutter, Anette Dowideit ich weiß, dass Du im Moment ganz andere Probleme hast. Du schaffst es manchmal noch nicht, Dich vom Bauch auf den Rücken zu drehen. Du wunderst Dich, wohin Dein Spielzeug verschwindet, wenn Du es mit der Hand vom Tisch fegst, oder fragst Dich, warum Du jeden Abend diesen Milchbrei bekommst, der Dir gar nicht schmeckt. Ich finde trotzdem, dass Du Bescheid wissen sollst. Denn mir macht es Sorgen, dass Du schon jetzt bis über beide Ohren verschuldet bist. Und das, obwohl Du selbst noch kein Geld ausgeben kannst und schon gar keine Kredite aufnehmen. Als Bundesbürger hast Du Euro Schulden. Genau so viel wie Papa und ich jeweils. Denn so groß ist die Verschuldung unserer Regierung, insgesamt 1,54 Billionen Euro, wenn man sie auf alle Deutschen gleichmäßig verteilen würde Euro, das ist mehr Geld, als wir für unser Auto ausgegeben haben. Man könnte damit fast einen neuen VW Golf kaufen. Oder Dich drei Jahre lang zur Tagesmutter schicken. Oder für die nächsten 27 Jahre mit Pampers versorgen. An sich sind Schulden nichts Schlimmes. Schulden machen bedeutet, sich von jemand anders Geld zu leihen und dafür eine Gebühr zu zahlen, die Zinsen. Gäbe es Schulden nicht, sähe die Welt sogar um einiges ärmer aus. Denn dann könnten sich immer nur diejenigen Menschen ein Haus oder ein neues Auto leisten, die schon genug Geld gespart haben oder das Glück, reiche Verwandte zu haben, die ihnen etwas schenken. Eine Familie, die nichts zurückgelegt hat, hätte dann Pech, wenn sie gerade ein Loch im Hausdach hat. Sie müsste vielleicht jahrelang warten, bis sie sich den Dachdecker leisten kann, und bis dahin würde es hereinregnen. Auch Unternehmen könnten ohne Schulden oft keine neuen Fabriken bauen und so Arbeitsplätze schaffen. Auch die, die Geld verleihen, haben etwas davon. Sie verzichten eine Zeit lang auf ihr Geld, stellen es den Kreditnehmern zur Verfügung und bekommen dafür Zinsen. Ein ganzer Zweig der Wirtschaft hat sich darauf spezialisiert, dieses Geldverleihen zu vermitteln: die Banken. Auch der Staat hat Schulden, und im Prinzip ist auch das in Ordnung. Denn mit dem, was die Regierung sich leiht, kann sie zum Beispiel mehr neue Schulen oder Kindergärten bauen, als es sonst möglich wäre. In unserem Grundgesetz steht, dass Schulden nur für solche Investitionen aufgenommen werden dürfen. Für Dinge also, die heute geschaffen werden und später von Dir und Deiner Generation genutzt werden können. Nur in äußersten Notfällen gilt die Regel nicht, zum Beispiel in einer schlimmen Wirtschaftskrise. Das Problem ist aber, dass niemand genau weiß, wann es tatsächlich einen solchen Notfall gibt. Immer wieder streiten die Politiker darüber, ob nicht doch mal wieder der Staat sich mehr Geld leihen darf als sonst. Zum Beispiel, um eine in Not geratene Firma zu retten. Oder um den Bürgern mehr Geld zum Einkaufen zu geben. Die Folgen waren im Grunde genommen absehbar. Als ich so alt war wie Du heute, Anfang 1979, hatte ich umgerechnet 3065 Euro Staatsschulden, also nur ein Sechstel von Deiner Last. Allein seit Deiner Geburt sind für Dich 578 Euro dazugekommen, und jede Sekunde steigt die Summe weiter. Der Staat schafft es schon lange nicht mehr, seine Schulden zu begleichen. Er muss aber jedes Jahr eine riesige Summe ausgeben, nur um die Zinsen für das bereits geliehene Geld zu bezahlen werden das 71 Milliarden Euro sein. Diesen Betrag tragen wir alle: Jeder Deutsche muss pro Jahr im Durchschnitt 834 Euro Steuern zahlen, nur damit der Staat die Zinsen für seine Schulden entrichten kann. Wenn Du so alt bist wie ich, dann hast Du falls es so weitergeht wie in den vergangenen 30 Jahren Staatsschulden von Euro. Du müsstest rechnerisch jährlich für jedes Familienmitglied 5000 Euro Steuern nur dafür bezahlen. Ob Du jemals so viel Geld verdienst? Natürlich glaubt kaum jemand daran, dass es wirklich so kommen wird. Die Politiker bemühen sich darum, weniger Schulden zu machen. Sie wollen nun eine Schuldenbremse einführen. Diese soll strenge Grenzen setzen, wie viele Kredite aufgenommen werden dürfen. Die Bundesländer dürften dann gar keine Schulden mehr machen, die Bundesregierung viel weniger als bisher. Es wird daher aber auch weniger Geld da sein für öffentliche Investitionen. Die Inflation anheizen, das ist eine Alternative für einen hoch verschuldeten Staat. Das bedeutet: Die Preise steigen, ein bestimmter Geldbetrag wird weniger wert. Damit werden die Schulden eines Staates und aller anderen Kreditnehmer entwertet. Aber eben auch die Ersparnisse aller Familien. Gerecht ist das nicht. Wir stecken also in einer Zwickmühle. Doch meine Generation und die meiner Eltern, also die heute Erwachsenen, müssen das Problem nun endlich angehen, und zwar rasch. Damit es nicht für Deine Generation eines Tages unlösbar wird. Das jedenfalls wünscht sich Editorial Inhaltsverzeichnis Kinderleicht: Das Wirtschafts-Spezial der Welt am Sonntag Hohe Schulden haben die Finanzkrise ausgelöst: Familien in Amerika und anderen Ländern hatten hohe Kredite aufgenommen. Das brachte erst sie selbst, dann ihre Banken und dann Banken in aller Welt in Nöte. Und wie wollen die deutsche und fast alle anderen Regierungen das Problem lösen? Indem sie genau: Schulden machen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Diese Schulden sind unvorstellbar hoch. Eigentlich wird hier also versucht, ein Feuer mit Benzin zu löschen. Viele Experten sagen, das sei unvermeidlich. Erfreulich ist es sicher nicht: Wir Erwachsene schieben Lasten ab auf Kinder und Jugendliche. Und auf künftige Generationen, auf Menschen also, die noch gar nicht geboren sind. Gerade die aktuelle Wirtschaftskrise zeigt es wieder: Schulden gehen uns alle an, manchmal sogar dann, wenn wir sie gar nicht selbst gemacht haben, ja noch nicht einmal unsere eigene Regierung, sondern irgendwer auf einem fernen Kontinent. Deshalb haben wir uns entschlossen, eine Kinderleicht -Ausgabe zum Thema Schulden zu erstellen. Nicht nur, aber gerade auch für Leser, die Wirtschaftsthemen sonst eher langweilig und schwer verständlich finden. Kinderleicht erscheint heute zum dritten Mal: Im November hatten wir einen Sonderteil unter dem Titel Finanzkrise kinderleicht produziert. Damals war das eine spontane Idee. Wir hatten in zahlreichen Gesprächen den Eindruck gewonnen, dass viele unserer Leser nicht nachvollziehen konnten, was da an den weltweiten Finanzmärkten Von Jörg Eigendorf und Olaf Gersemann vor sich geht und es unbedingt einmal einfach erklärt haben wollen. Das Leserecho war so groß, dass wir Kinderleicht nun mehrmals jährlich anbieten. Im Januar folgte Nummer zwei, Globalisierung kinderleicht. Und nun eben Nummer drei. Auf den folgenden Seiten schildern wir, warum Schulden problematisch sind. Aber auch, warum es nicht ohne sie geht: weil nämlich sonst unser Wohlstand langsamer wachsen würde und jeder Einzelne von uns sich stark einschränken müsste. Der Höhepunkt ist auch in dieser Ausgabe das Interview: Vier Berliner Gymnasiasten haben am Mittwoch mit Peer Steinbrück gesprochen. So schwer es uns Journalisten fiel, beim Interview ruhig danebenzusitzen, so gut haben Elina Gulko, 11, Witalina Kibelksties, 13, Robert May, 12, und Nezir Morina, 13, die Herausforderung gemeistert. Das nächste Kinderleicht ist in Planung. Es wird um das Thema Gerechtigkeit gehen, erneut werden Schüler einen prominenten Vertreter aus Politik oder Wirtschaft interviewen. Klassen, die aus ihrer Reihe vier Schüler ins Rennen schicken wollen, können sich gern an uns wenden. Am besten per an Alle Kinderleicht - Ausgaben finden sich unter welt.de/kinderleicht. Zum Herunterladen und Weitergeben an alle, die es interessiert. Gute Schulden, schlechte Schulden: Wer sich Geld borgt, geht oft ein großes Risiko ein. Das muss gar nicht unbedingt dumm sein Seite 24 Gehen wir pleite, Herr Steinbrück? Vier Schüler des Lessing-Gymnasiums in Berlin im Gespräch mit Finanzminister Peer Steinbrück Seite 26 Geschichte: Früher wurde ein säumiger Schuldner einfach in ein trostloses Gefängnis geworfen Seite 27 Leben mit der Insolvenz: Wie geht es weiter, wenn die Schulden immer mehr werden, wie lebt es sich mit einem Schuldenberg? Ein Vater und sein Sohn berichten über ihr Schicksal Seite 28 Die Schuldenmacher: Die Männer und Frauen der Bundesfinanzagentur versorgen den Staat mit Geld Seite 28 Der Geldeintreiber: Unterwegs mit dem strengen Gerichtsvollzieher Christian Günther. Was er bei seiner täglichen Arbeit alles erlebt Seite 29 Afrika: Wie ein Mikrokredit von 30 Euro dabei half, eine Frau in Namibia aus der Armut zu befreien Seite 30 Vorsicht, Schuldenfalle: Schicke Klamotten, Handys, Fitnessstudio auch Jugendliche laufen Gefahr, zu viele Schulden zu machen Seite 30 Dossier: Die Texte dieser Beilage mit noch mehr Bildern, PDF-Versionen aller Kinderleicht -Ausgaben und ein Quiz zum Thema Schulden finden sich im Internet unter welt.de/kinderleicht

2 24 WIRTSCHAFT kinderleicht * WELT AM SONNTAG NR. 17 T T T 26. APRIL 2009 Gute Schulden, schlechte Schulden:Ist Schulden können Menschen ins Verderben stürzen. Sie können aber auch der Grundstein für ihren Erfolg werden. Wir zeigen acht Beispiele dafür, was das Geldleihen auslösen kann. Das Problem ist: Oft stellt es sich erst im Nachhinein heraus, wenn ein Kredit ein Fehler war In einer Welt ohne Schulden müssten viele Menschen ziemlich lange arbeiten, bevor sie genug Geld für ein Auto oder ein Haus zusammen haben. In einer Welt ohne Schulden gäbe es keine Kreditkarten, keine Pfandleiher, auch keine Banken und keine Sparbücher. Zinsen fürs Ersparte gibt es nur, weil einer sein Geld auf die Bank trägt, diese es an jemand anderen ausleiht und der wiederum Zinsen dafür bezahlt. Denn wer sich Geld leiht, zahlt mehr zurück, als er bekommen hat: Zinsen kommen zur geliehenen Summe dazu, sie sind eine Gebühr für das Ausleihen. Ein Rechenbeispiel: Eine Familie nimmt einen Kredit über 1000 Euro auf, um davon den Urlaub zu bezahlen. Für das Geld muss sie 7,12 Prozent Zinsen pro Monat bezahlen, so teuer ist im Moment ein typischer Kredit. Mit der Bank vereinbart die Familie, diesen innerhalb eines Jahres zurückzuzahlen, pro Monat 86,48 Euro. Nach zwölf Monaten hat die Familie 1037,76 Euro überwiesen. Von Anette Dowideit Werte schaffen. Heißt das, wer sich Geld leiht, ist dumm? Nein, sagt Professor Wilfried Fuhrmann von der Universität Potsdam: Ein Kredit lohnt sich immer, wenn man damit Wert schafft und so mehr Geld verdienen kann als die Zinsen für den Kredit sind. Ein Beispiel: Jemand leiht sich Geld, um ein Mehrfamilienhaus zu bauen. Er vermietet die Wohnungen. Die Einnahmen durch die Miete sind höher als die Zinsen, die er für den Kredit zahlt. Der Hausbesitzer hat durch seine Schuldenaufnahme einen Wert geschaffen, der ihm auch über die Laufzeit des Kredits hinaus Einnahmen bringt. Eine Daumenregel ist also, dass ein Kredit eher gut ist, wenn er die Verdienstmöglichkeiten verbessert. Ein Kredit für ein Haus ist grundsätzlich besser als ein Kredit, der für Glücksspiele verprasst wird. Dasselbe gilt für Firmen. Wenn sie Kredite aufnehmen, um zu investieren in eine Maschine oder Fabrik, dann ist das oft sinnvoll. So kann das Unternehmen mehr herstellen und verkaufen, mehr Geld verdienen und vielleicht mehr Arbeitsplätze schaffen. Viele große Firmen wurden mit Krediten als Startkapital gegründet. Der Staat macht Schulden. Auch der Staat kann viel für seine Bürger tun, indem er sich Geld leiht. Ohne Kredite könnte die Regierung immer nur so viel Geld ausgeben, wie im Jahr zuvor Steuern bezahlt wurden. Das Geld müsste für die Arbeitslosengeld, für neue Schwimmbäder und Straßen bis hin zum Gehalt der Lehrer rei- chen. Die Steuern schwanken aber in jedem Jahr stark, abhängig davon, wie viel Geld die Menschen verdient haben. Das heißt: In einem Jahr, in dem wenig Steuern bezahlt werden, könnte der Staat weniger Lehrer bezahlen. Er müsste viele entlassen. Aber: Nimmt der Staat zu viel Schulden auf, dann zahlen die Bürger immer mehr Steuern, um die Zinsen zu begleichen. Deshalb streiten sich kluge Köpfe, wofür der Staat Schulden aufnehmen sollte und wofür nicht. Die einen sagen, dass Schulden nur für solche Dinge gemacht werden dürfen, die auch künftigen Generationen dienen, wie eine Brücke oder ein neues Polizeipräsidium. So steht es im Grundgesetz. Professor Fuhrmann sagt, dass Staatsschulden immer an einen Zweck gebunden sein sollten, zum Beispiel einen Kredit für eine neue Sporthalle. Dann kann man genau ausrechnen, wie viel die Investition gebracht hat. Und zwar nicht nur an Einnahmen für Vermietungen. Sondern auch an Dingen, die man nicht mit Geld messen kann zum Beispiel der Spaß, den Kinder haben, wenn sie in der Halle Fußball spielen. Spare in der Zeit. Andere sehen das anders. Sinnvoll sei, dass der Staat während einer Wirtschaftskrise Schulden mache, sagt Professor Wolfgang Scherf von der Universität Gießen. Er sollte das geliehene Geld benutzen, um staatliche Investitionsprogramme zu starten. Die Regierung beauftragt dann Firmen mit dem Bau einer neuen Sporthalle, dabei werden Jobs geschaffen. Die Menschen haben Arbeit, der Staat erzielt mehr Steuereinnahmen. Wer hat recht? Es zeigt sich leider immer erst hinterher, ob die Vorteile einer staatliche Investition größer sind als die Lasten für kommende Generationen. Schulden machen ist mit einem Risiko verbunden. Das gilt nicht nur für den Staat. Oft genug können Menschen Schulden nicht zurückzahlen. Das passiert Privatleuten dann, wenn sie vorher nicht richtig durchgerechnet haben, wie viel sie verdienen und welche Ausgaben sie haben, sagt Franziska Matschke von der Schuldnerberatung Köln. Sie rät, erst einen Kredit aufzunehmen, wenn man alle Risiken bedacht hat: Was passiert, wenn ich meinen Arbeitsplatz verliere oder krank werde? Egal, wer sich Geld leiht und wofür, eines gilt immer: Wer Schulden hat, belastet seine Zukunft. Er kann heute mehr kaufen. Dafür aber hat er, wenn der Kredit zurückgezahlt werden muss, weniger Geld als ohne Schulden. BOZICA BABIC Nicola Lemken hat Schulden gemacht. Nur so konnte sie neue Hallen für ihre Maschinenbaufirma in Alpen bei Krefeld finanzieren Heinz Düsenberg vom Heimat-und-Verkehrs-Verein Bellersen: Mit den Krediten seiner Bank wurde der kleine Ort wohlhabend Heinz Düsenberg in Bellersen Bellersen war früher mal ein Dorf wie viele andere. Mit seinen 701 Einwohnern etwas verschlafen, ein unauffälliges Fleckchen Land an der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu Niedersachsen. Bellersen ist aber auch ein Beispiel dafür, wie Schulden einen ganzen Ort erfolgreich machen können nämlich dann, wenn Geldgeber und Kreditnehmer zusammenarbeiten, um etwas zu schaffen. Anfang der 90er-Jahre gab es den Anschub. Das Land Nordrhein-Westfalen gab dem Dorf 4,2 Millionen D-Mark Fördergeld, damit dort ein Tourismus-Mus- JUDITH WAGNER terdorf entsteht. Das Geld floss in Straßenlaternen, neue Wanderwege und einen Wohnmobilstellplatz. Doch dabei sollte es nicht bleiben, fand Heinz Düsenberg. Er war damals der Verantwortliche in der Volksbank und ist heute Vorsitzender des Heimat-und-Verkehrs-Vereins. Seine Idee: günstige Kredite zu vergeben, damit eine Partnerschaft zwischen Bank und Bürgern entsteht und Bellersen für Touristen attraktiv wird. Düsenberg setzte bei der Bank durch, dass den Bürgern günstiges Geld bereitgestellt wurde. Damit, so die Idee, sollten die Bürger in Angebote für Besucher von außerhalb investieren können. Es funktionierte tatsächlich. Nicola Lemken in Alpen Für Nicola Lemken ist es ein großer Vorteil, dass Unternehmen sich Geld leihen können, um damit zu wachsen. Denn weil genug Geld da ist, um diese Schulden wieder zurückzuzahlen, stellen sie auch kein Problem für den Gläubiger, also den Geldgeber, dar. Lemkens Firma, die nach ihr benannt ist, stellt im Ort Alpen bei Krefeld alle möglichen Maschinen her, die Landwirte brauchen: zum Beispiel Eggen, Pflüge oder Maschinen zum Säen. In den vergangenen vier Jahren wollten mehr Landwirte die Produkte der Firma kaufen, die Nachfrage stieg stark an. Das freute Besitzerin Lemken zwar, doch es brachte auch einige praktische Probleme mit sich. So mussten die Mitarbeiter beim Bau der Landmaschinen oft im Zickzack Teile durch die kleinen, engen Hallen bugsieren. Das nahm viel Zeit in Anspruch. Und oft standen nagelneue, fertig produzierte Maschinen draußen auf dem Hof herum und allen im Weg, weil die Lagerfläche nicht ausreichte. Im vergangenen Jahr entschloss sich Nicola Lemken deshalb, einen Kredit in Höhe von vier Millionen Euro aufzunehmen. Sie steckte das Geld, zusammen mit eigenem Erspartem, in den Bau vier neuer Montagehallen. Der Vorteil des Kredits war, dass wir das Geld sehr schnell zur Verfügung hatten. Zwei Wochen nachdem wir den Kreditvertrag unterschrieben hatten, war es schon da, erzählt die Unternehmerin. Den Kredit muss sie nun sechs Jahre lang abbezahlen. Der Zinssatz ist aber mit 3,5 Prozent günstiger als ein normaler Unternehmenskredit, sagt Nicola Lemken. Denn die KfW Bankengruppe, die dem Staat gehört und die Aufgabe hat, Unternehmen zu unterstützen, gibt einen Zuschuss. Die neuen Hallen seien nicht nur praktischer für die Arbeiter, sondern würden ihrer Firma auch bares Geld einbringen, hat Lemken ausgerechnet. Denn dort finden viel mehr Mitarbeiter Platz. Vor vier Jahren hatte sie 603 Angestellte, heute sind es schon 755, plus Leiharbeiter und Hilfskräfte aus anderen Ländern. Letztes Jahr haben wir Geräte für 257 Millionen Euro verkauft. Wir erwarten, dass wir dank der neuen Hallen Produkte für bis zu 300 Millionen werden herstellen können, sagt Nicola Lemken. Einer baute ein Feriendorf am Ortseingang, ein anderer ein Café in einem alten Fachwerkhaus. Die Idee, mit Krediten etwas Gemeinsames für das Dorf zu schaffen, setzte sich weiter fort. Vor ein paar Jahren baute ein Bewohner eine Edelobstbrennerei und ein Dutzend andere gaben ihm je 2500 Euro Kredit. Das Ergebnis: Mittlerweile ist Bellersen so beliebt bei Touristen, dass man im Feriendorf lange im Voraus buchen sollte und im Café an schönen Tagen nur noch schwer einen Platz findet. Und der Ort hat heute sogar recht außergewöhnliche Kulturangebote. Zum Beispiel wird dort demnächst eine eigene Oper gezeigt, an der viele Bürger Bellersens mitgearbeitet haben. Warum gibt es Geld nicht umsonst? BENEDIKT TRÄUMT A Die Verlockung ist groß: In den Geschäften stapelt sich die Ware. Einen neuen MP3-Player hätte Benedikt gerne, am liebsten sofort. Benedikt bekommt regelmäßig Taschengeld. Doch er hat nicht genug Geld gespart, um sich das Gerät kaufen zu können. Was soll er tun? Einen Kredit aufnehmen, so wie seine Eltern es getan haben, um das Haus kaufen zu können, in dem die Familie wohnt? Wie funktioniert das eigentlich? Banken verleihen Geld an ihre Kunden. Weil den Banken die Summe eine Zeit lang nicht zur Verfügung steht, verlangen sie Zinsen. Das ist ein Prozentsatz, der auf die geliehene Summe gezahlt werden muss. Genau genommen ist der Zins der Preis dafür, dass sich Kunden wie Benedikts Eltern das Gewünschte sofort kaufen können, sagt Niels Nauhauser, Geldanlageexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. BONITÄT IST WICHTIG A Benedikts Eltern müssen also nicht jahrelang sparen, bis sie sich das Eigenheim leisten können. Weil Menschen heutigen Konsum höher schätzen als einen Kauf in der Zukunft, sind manche bereit, dafür Zinsen zu zahlen. Diesen Befund bezeichnet der Kapitaltheoretiker Eugen von Böhm-Bawerk als Gegenwartspräferenz. Doch häufig ist es nicht so einfach, einen Kredit zu bekommen. Sonst könnte sich ja jeder immer sofort alles kaufen, was er sich wünscht. Wie teuer ein Kredit ist, hängt im Wesentlichen von drei Komponenten ab: von der Höhe der Summe, der Laufzeit und der Bonität. Unter der Bonität des Schuldners verstehen Banken, wie wahrscheinlich es ist, dass er das Geld wieder zurückzahlt. Je geringer die Banker die Wahrscheinlichkeit einschätzen, dass sie das Geld wiedersehen, umso teurer wird der Kredit, sagt Nauhauser. RISIKO KOSTET A Banken bezeichnen das dann als Risikozuschlag. Einige erhalten auch keinen Kredit von der Bank, so wie Benedikt. Er hat keine eigenen Einkünfte. Daher ist die Wahrscheinlichkeit zu gering, dass er die geliehene Summe irgendwann einmal zurückzahlen kann. Das Wort Kredit kommt vom lateinischen credere. Das bedeutet vertrauen auf, glauben. Geld erhalten Kunden von Banken nur, wenn die darauf vertrauen, dass das verliehene Geld zum vereinbarten Zeitpunkt zurückgezahlt wird. Dann wird man als kreditwürdig eingestuft. Neben der Bonität ist entscheidend, wie lange der Käufer braucht, um das Geld zurückzuzahlen. Je länger die Bank auf das Geld verzichtet und je höher die Summe, umso höher sind die Zinsen. Alles sofort kaufen zu wollen ist teuer. Wer nichts anspart, zahlt Monat für Monat viel für Zinsen. Ein Beispiel: Benedikts Eltern kaufen sich ein Auto für Euro. Bei einem Zins von zehn Prozent müssen sie Monat für Monat 166,66 Euro Zinsen zahlen. Würden die Eltern Geld zurücklegen, bevor sie das Auto kaufen, könnten sie 2000 Euro im Jahr sparen. ACHTSAMKEIT ZÄHLT A Ein Kredit ist nicht per se schlecht. Jeder muss sich aber fragen, wie wichtig es ist, Dinge sofort besitzen zu können und welchen Preis er bereit ist, dafür zu tragen. Wie Benedikts Eltern muss jeder darauf achten, dass er das geliehene Geld mit Zinsen zurückzahlen kann. Wer das nicht schafft, rutscht schnell von einer Verschuldung in eine Überschuldung. Kredite können dann nicht mehr abgezahlt werden. Wer überschuldet ist, erhält von Banken kein Geld mehr, ist nicht mehr kreditwürdig. Und Benedikt? Ihm bleibt nichts anderes, als so lange zu sparen, bis er das Geld für den MP3-Player zusammen hat, von dem er träumt. Barbara Brandstetter Google in Mountain View Der amerikanische Unternehmer Andy Bechtolsheim verleiht Geld an Leute, die Ideen für neue Firmen haben, aber kein Geld. Das ist ein riskantes Geschäft. Denn als Geldgeber weiß man immer erst hinterher, ob die neue Firma tatsächlich erfolgreich ist und ob man sein verliehenes Geld mit Gewinn zurückbekommt. Zum Glück ist Bechtolsheim dieses Risiko eingegangen. Sonst gäbe es Google und seine Suchmaschine heute vielleicht nicht. Vor elf Jahren lernte der Geldgeber die Studenten Larry Page und Sergey Brin kennen. Sie wollten eine Suchmaschine fürs Internet programmieren. Bechtolsheim fand die Idee gut und schrieb einen Scheck: Dollar, Empfänger: Google. Er war der Erste, der in die Firma investiert hat. Heute BLOOMBERG ist Google ein mächtiger Internet-Konzern mit mehr als Mitarbeitern. Bechtolsheim hat sein Geld schon lange zurück plus hoher Zinsen. Google gibt es nur, weil Geldgeber an die Idee geglaubt haben

3 WELT AM SONNTAG NR. 17 T T T 26. APRIL 2009 WIRTSCHAFT kinderleicht 25 dumm, wer sich Geld von anderen leiht? Bis vor Kurzem ging es den Familien dieser beiden isländischen Mädchen und ihren Landsleuten noch gut. Doch dann kam die Finanzkrise und traf das Land im hohen Norden hart. Nun steht Island kurz vor dem Staatsbankrott MAURITIUS IMAGES Island Zu hohe Schulden können nicht nur Privatleute und Firmen ins Verderben führen, sondern sogar ganze Staaten. Auch sie gelten dann als bankrott oder pleite, wenn sie ihre Schulden nicht mehr rechtzeitig oder gar nicht mehr bezahlen können. Das war zum Beispiel in Deutschland nach den beiden Weltkriegen der Fall oder zuletzt in Argentinien Durch die Wirtschaftskrise steht momentan auch wieder eine Reihe von Staaten kurz vor der Pleite. Einer davon ist Island. Noch bis vor Kurzem ging es den Menschen im Land gut. Die meisten Isländer konnten sich ein eigenes Haus und ein Auto leisten. Die Banken im Land liehen sich viel Geld von anderen Banken im Ausland und gingen damit auf Einkaufstour in ganz Europa. Sie kauften mithilfe der Kredite zum Beispiel Supermarktketten und andere Banken im Ausland. In den Zeitungen wurden die Isländer deshalb schon als stürmische Wikinger bezeichnet. Doch dann kam die Finanzkrise und traf Island hart. Plötzlich konnten viele der vorher so erfolgreichen Geldhäuser ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen. Die drei größten Banken im Land wurden verstaatlicht. Das heißt, der Staat kaufte sie, um sie vor dem Bankrott zu bewahren. Eines dieser Geldhäuser, die Glitnir-Bank, konnte im Herbst 2008 eine fällige Anleihe nicht zurückzahlen. Anleihen sind Kredite, die Banken und Unternehmen bei ihren Kunden und bei Sparern aufnehmen. Es ging um 750 Millionen Euro eigentlich eine gar nicht besonders hohe Summe im Vergleich zu anderen Anleihen. Die Anleihe, um die es ging, hatte nicht die Regierung selbst herausgegeben, sondern die Glitnir-Bank. Aber im Grunde war es eine Bankrotterklärung des isländischen Staates. Auch ein paar andere Staaten sind derzeit von der Pleite bedroht, darunter Pakistan, Venezuela und in Europa die Ukraine. Die Faesers wohnten erst zur Miete in ihrem Haus, dann kauften sie es Familie Faeser in Bad Wildbad Die Faesers aus Baden-Württemberg sind erst seit ein paar Wochen stolze Hausbesitzer. Mutter Sabine, Vater Torsten und die beiden Söhne Tim, 7, und Tom, 5, leben in einem Holzhaus mit großem Garten direkt am Fluss in Bad Wildbad. Für sie ist es ein Segen, dass es Kredite gibt. Denn ohne die hätten sie dieses Zuhause heute nicht. Zwar wohnen die Faesers schon neun Jahre lang in diesem Haus, bisher aber zur Miete. Vor ein paar Monaten kündigte der Hausbesitzer aber an, er wolle es verkaufen. Die Faesers mussten sich entscheiden: entweder ausziehen oder selbst das Haus kaufen. Allerdings war es nicht ganz billig: Euro sollte es kosten. So viel hatten Vater und Mutter Faeser nicht gespart. Aber es gab noch eine andere Möglichkeit: Sie schlossen einen Bausparvertrag ab und kauften mit dem geliehenen Geld schließlich im März das Haus. Nun müssen sie der Firma Wüstenrot, bei der sie den Kredit aufgenommen haben, zehn Jahre lang 1400 Euro pro Monat zurückzahlen. Das ist viel Geld. Es lohnt sich aber trotzdem, rechnet Vater Torsten vor: Vorher haben wir 1200 Euro Miete im Monat gezahlt. Nun sind es zwar 200 Euro mehr im Monat. Aber unten in unserem Haus gibt es eine Wohnung, die wir vermieten. Damit holen wir die Differenz heraus. Der Kreditvertrag läuft zehn Jahre. Danach wird das Haus noch nicht abbezahlt sein, für den Rest des Kredits wird dann wieder neu über den vereinbarten Zinssatz verhandelt. Der liegt momentan bei 4,25 Prozent. Und am Ende gehört den Faesers dann ihr eigenes Zuhause komplett mit Trampolin im Garten für die Kinder. WÜSTENROT Immobilienbesitzer in den USA Hauskredite können auch ins Verderben führen. Nämlich dann, wenn sich die Kreditnehmer die Häuser von ihrem Einkommen eigentlich gar nicht leisten könnten. So war es im Fall des amerikanischen Häusermarktes. Dort waren die Immobilienbanken in vielen Fällen in den vergangenen Jahren viel zu freigiebig mit dem Geldverleihen. Sie vergaben Häuserkredite, ohne lange das Einkommen oder Vermögen der Kreditnehmer zu prüfen. Oder sie stellten nur sehr geringe Anforderungen. Jahrelang bekamen auch solche Leute Immobilienkredite, die nur ein sehr geringes oder unregelmäßiges Einkommen hatten. Weil sich plötzlich so viele Leute Häuser leisten konnten, stieg die Nachfrage nach Eigenheimen enorm. Und das ließ eine sogenannte Investitionsblase entstehen. Diesen Begriff benutzt man, wenn der Preis für ein Gut, in diesem Fall ein Haus, immer weiter steigt. So lange, bis er in keiner Relation mehr zum eigentlichen Wert des Gutes steht. Wurde zum Beispiel in einem Stadtviertel ein Haus für eine Million Dollar verkauft, dachten plötzlich alle Nachbarn: Wow, wenn ich nun mein Haus verkaufe, kann ich auch eine Million Dollar dafür bekommen! Die Amerikaner fühlten sich reich und nahmen noch mehr Kredite als sonst für andere Dinge auf: für Fernseher und Auto, zum Shoppen nutzten sie die Kreditkarte. Sie dachten: Mein Haus ist so viel wert, dass ich vermögend bin. Ich kann mir neue Kredite problemlos leisten. Das Problem ist, dass die Häuser nur auf dem Papier so viel wert waren. Wie viel man wirklich für sein Haus bekommt, merkt man erst in dem Moment, in dem man es zum Verkauf annonciert. Vor gut eineinhalb Jahren stiegen plötzlich für Millionen von Eigenheimbesitzern die Zinsen für die Hauskredite. Viele konnten sich die monatlichen Rückzahlungen nicht mehr leisten und versuchten, ihre Häuser loszuwerden. Wollen nun aber viele Menschen gleichzeitig ihr Haus verkaufen, wird der Markt von den vielen Angeboten quasi überschwemmt. Entsprechend sinken die Preise. Für viele Amerikaner gab es ein böses Erwachen. Sie hatten sich auf ihr eingebildetes Vermögen verlassen und konnten nun auch die Kredite für Fernseher und Auto oder die monatliche Rate für die Kreditkarte nicht mehr zahlen. Gleichzeitig bekamen die Banken, die den Leuten die Kredite gegeben hatten, einen großen Teil ihres Geldes nicht mehr zurück. Das stürzte auch viele Banken in die Krise und zwar weltweit. In den USA wurden Millionen von Häusern zwangsversteigert DPA PA/DPA Heidelberg- Cement in Heidelberg Firmen leihen sich oft Geld von Banken, um damit andere Unternehmen zu kaufen. Das geht nur dann gut, wenn der Käufer genug Waren verkauft, um von seinen Einnahmen die Schulden abbezahlen zu können. Es kann auch gründlich schiefgehen. So war es zum Beispiel bei der Firma HeidelbergCement, die Baumaterialien herstellt. Vor knapp zwei Jahren entschloss sich die Unternehmensführung, den britischen Konkurrenten Hanson zu kaufen. Dafür musste sich HeidelbergCement allerdings viel Geld von den Banken leihen. Ende des vergangenen Jahres saß die Firma auf einem Schuldenberg von 11,6 Milliarden Euro. Dann kam die Wirtschaftskrise. Plötzlich brach der Absatz von HeidelbergCement ein die Bauwirtschaft bekam weniger Aufträge, und deshalb verkaufte das Unternehmen viel weniger Beton, Zement und Mörtel als zuvor. Entsprechend weniger Geld kam in die Kasse, um die Schulden zurückzuzahlen. Nun hat HeidelbergCement ein riesiges Problem: Bis zum nächsten Jahr stehen fünf Milliarden Euro Schulden zur Rückzahlung an. Die große Frage ist: Wovon soll das Unternehmen die Banken bezahlen? Hier wird Zement hergestellt. Das Unternehmen Heidelberg- Cement hat hohe Schulden Anzeige

4 26 WIRTSCHAFT kinderleicht WELT AM SONNTAG NR. 17 T T T 26. APRIL 2009 WELT AM SONNTAG NR. 17 T T T 26. APRIL 2009 WIRTSCHAFT kinderleicht 27 Ihr werdet euch anstrengen müssen Finanzminister Peer Steinbrück sprach im Kinderleicht -Interview mit vier Berliner Schülern Klartext: Die Neuverschuldung in diesem Jahr wird deutlich über 50 Milliarden Euro liegen. Für Steinbrück gibt es nur einen Weg aus der Schuldenfalle: Wachstum Der Auftritt von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück an diesem Tag ist schon Respekt einflößend: Begleitet von mehreren Bodyguards steigt er aus seiner gepanzerten Mercedes-Limousine, jemand ruft: Der Minister kommt!, und plötzlich steht die ganze Truppe in der Eingangshalle des Bundesfinanzministeriums in Berlin. Zwar ließen sich Elina Gulko, 11, Witalina Kibelksties, 13, Robert May, 12, und Nezir Morina, 13, davon kurz beeindrucken. Doch spätestens nach dem Fototermin und zu Beginn des eigentlichen Interviews hatten die vier Schüler der Klasse 7as des Berliner Lessing- Gymnasiums wieder zu altem Selbstbewusstsein zurückgefunden. Kritisch und auf den Punkt befragten sie Steinbrück. Dabei half den Kindern auch die intensive Vorbereitung: Reporterin Anette Dowideit war mehrmals in die Klasse gegangen und hatte mit den Schülern einen Fragenkatalog erarbeitet. Dann gab es zwei Proben, bei denen Ressortleiter Jörg Eigendorf den Finanzminister spielte. Witalina: Herr Minister, was haben Sie früher Ihren Kindern gesagt, wenn die mehr Geld ausgeben wollten, als sie Taschengeld hatten? Peer Steinbrück: Dann haben wir ihnen Geld geliehen. Aber sie mussten es immer zurückzahlen. Robert: Warum macht es der Staat nicht genauso und zahlt seine Schulden schneller zurück? Wir haben mehr als anderthalb Billionen Euro Schulden, weil wir immer mehr Geld ausgeben, als wir einnehmen. Steinbrück: Das liegt vor allem daran, dass die Bürger und Politiker so viel vom Staat fordern. Wollt ihr, dass die Straßen gut sind und die U- Bahn nicht zu teuer ist? Wollt ihr in schöne Schulen gehen? Wollt ihr, dass eure Eltern abends im Dunkeln sicher nach Hause kommen? (Die Kinder nicken) Seht ihr. Aber am liebsten wollen die Menschen für all das keine Steuern zahlen. Da gibt es eine Lücke und das ist eben die Staatsverschuldung. Nezir: Sie sind als Sparminister gestartet und sind nun der Schuldenminister. Bedrückt Sie das? Steinbrück: Ja, schon etwas. Wäre die Wirtschaft nicht weltweit in die Krise geraten, hätte ich das Ziel wohl erreicht, 2010 oder 2011 einen Haushalt ohne Neuverschuldung vorzulegen. Das wäre das erste Mal seit 1969 gewesen. Aber: Hätten wir in dieser Konjunkturkrise nichts tun sollen? Alles so lassen, wie es ist? Ich meine, wir waren gezwungen, so zu handeln. Robert: Warum zahlen Sie nicht einfach die ganzen Schulden auf einen Schlag zurück? Steinbrück: Woher soll ich das Geld denn nehmen? Ich habe es ja nicht unter meiner Matratze, sondern muss es bei den Bürgern einsammeln. Die Leute sind aber sowieso schon der Meinung, dass die Steuern viel zu hoch sind. Gleichzeitig sollen wir mehr für Forschung und Bildung ausgeben. Aber wie das alles gleichzeitig möglich sein soll, das sagt mir keiner. Nezir: Könnten Sie nicht die ganzen Stars fragen, ob sie mit ihrem Geld die Schulden bezahlen? Ich meine Heidi Klum oder Stefan Raab. Steinbrück: So viele Stars gibt es in Deutschland gar nicht, dass ich von denen genug Geld einsammeln könnte, um unsere Schulden zurückzuzahlen. Ich kann auch nicht die Steuern für die gesamte Bevölkerung anheben, denn dann sagen die Leute irgendwann: Ich ziehe weg, ich habe keine Lust mehr, in Deutschland zu leben. Deshalb ist unsere einzige Chance, dass wir die Wirtschaft wieder ankurbeln. Denn dann steigen die Steuereinnahmen wieder, ohne dass wir die Steuern anheben müssten. Robert: Aber die SPD will doch die Steuer für die Reichen erhöhen. Steinbrück: Wer ist denn eurer Meinung nach reich? Nezir: Das können Sie bestimmen. Steinbrück: (lacht) Wir bezeichnen jemanden als reich, wenn er als Alleinstehender mindestens Euro im Jahr verdient, als Ehepaar Künftig sollen es dann beziehungsweise Euro sein. Das ist schon nicht schlecht, oder? Ich finde, so jemand kann zwei Prozent mehr Steuern auf sein Einkommen verkraften. Nezir: Aber die Reichen haben doch für ihr Geld gearbeitet. Steinbrück: Stimmt, die meisten haben dafür Leistung erbracht. Und einige haben so viel Geld, weil sie ihr Vermögen gewinnbringend am Finanzmarkt angelegt haben. Dagegen ist gar nichts zu sagen. Aber sie sind stärker als andere und es macht ihnen nichts aus, etwas mehr zu tragen als die Schwachen. Das nennt man Solidarität. Das ist wichtig in unserer Gesellschaft. Robert: Woher wissen Sie eigentlich, dass die Konjunkturpakete helfen, die Ihre Regierung aufgelegt hat? Steinbrück: Wir nehmen über 80 Milliarden Euro in die Hand. So groß sind die Konjunkturpakete insgesamt. Den größten Teil davon investieren wir in kommunale Infrastruktur, das heißt zum Beispiel in den Bau von Schulen oder die Renovierung öffentlicher Gebäude. Das bringt Aufträge für Handwerker. Und wir versuchen, die Autobranche durch die Abwrackprämie _ Deutschland ist eines der stärksten Länder. Wir werden die Krise meistern! wieder in Gang zu bringen, damit die Firmen nicht ihre Leute auf die Straße setzen müssen. Zu guter Letzt geben wir dem Großteil der Bevölkerung wieder mehr Geld zum Einkaufen: Wir haben die Steuern und die Sozialabgaben etwas gesenkt und für jedes Kind einen Bonus von 100 Euro ausgezahlt. Robert: Die Hilfe für die Autoindustrie finde ich ungerecht. Von dieser Abwrackprämie haben nur die etwas, die sich ein Auto kaufen aber alle Bürger müssen dafür bezahlen. Steinbrück: Die anderen Bürger haben auch was davon. Eine Krise der Autoindustrie würden nicht nur diejenigen merken, die in den Fabriken arbeiten, sondern auch viele Zulieferfirmen. Sie und ganze Regionen mit Handwerk und Gewerbe sind eine der wichtigsten Branchen in Deutschland. Nezir: Aber das Geld müssen Sie doch woanders einsparen? Steinbrück: Nein, in der Krise dürfen wir nicht sparen, dann würden wir sie noch verschlimmern. Richtigerweise müsste man aber, wenn es der Wirtschaft wieder besser geht, dieses zusätzlich aufgewendete Geld zurückzahlen. Das hat man aber in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht gemacht und das ist das eigentliche Problem. Elina: Müssen wir wegen der Schulden mehr arbeiten als unsere Eltern? Steinbrück: Nein, ihr müsst darauf setzen, dass es mehr Wachstum gibt und aus diesem Wachstum eine Tilgung der Staatsschulden folgen kann. Das heißt, ihr werdet euch anstrengen müssen. Nezir: Kann es passieren, dass Deutschland irgendwann mal pleitegeht? Steinbrück: Nein, das hast du bestimmt aus einem Horrorfilm! Deutschland ist eines der stärksten Länder der Welt. Wir werden die Krise meistern! Robert: Was passiert, wenn wir immer mehr Schulden aufnehmen? Steinbrück: Man kann sich Schulden leisten, wenn man das Geld für einen vernünftigen Zweck verwendet. Wenn man in Menschen und Sachen investiert, die einem in Zukunft einen Gewinn oder Fortschritt bringen, dann sind Schulden durchaus sinnvoll. Wenn man aber Schulden macht und sie nur in den Konsum steckt, zum Beispiel in Schokolade, dann sind sie schlecht. Nezir: Dann machen wir also jetzt schlechte Schulden? Steinbrück: Nein, eben nicht. Das Geld, das wir nun in neue Schulen stecken, wird uns noch lange nach diesem Konjunkturtief Erträge bringen. Nezir: Wie viele neue Kredite werden Sie dieses Jahr aufnehmen? Steinbrück: Extrem viel. Witalina: Wie viel genau? Steinbrück: Es werden netto deutlich über 50 Milliarden Euro sein. Dieses Jahr ist extrem. Wir erleben den größten Einbruch der Wirtschaft in der Geschichte der Bundesrepublik. Die aktuellen Zahlen der Wirtschaftsforschungsinstitute zeigen, dass unsere Wirtschaftsleistung wohl um sechs Prozent fällt. Der Rekord war bisher ein Minus von 0,9 Prozent das war Elina: Wann, glauben Sie, ist die Wirtschaftskrise denn zu Ende? Steinbrück: Das weiß ich nicht. Wenn du jemanden triffst, der das genau weiß, dann gib mir seinen Namen und seine Telefonnummer. Elina: Trauen Sie sich nicht mehr, Prognosen zu machen, weil Sie bis jetzt immer falschgelegen haben? Steinbrück: Prognosen kann man immer nur machen aufgrund der Informationen, die man hat. So einfach ist das. Elina: Sie haben vor wenigen Monaten noch gesagt, Deutschland werde 2011 keine neuen Schulden mehr machen und kürzlich haben Sie auch das wieder zurückgenommen. Steinbrück: Das habe ich damals auch geglaubt. Aber die Weltwirtschaft hat sich total verändert das konnte niemand vorhersehen. Auch ich nicht. Witalina: Könnte Deutschland nicht Geld sparen, indem es die Gehälter der Politiker kürzt? Steinbrück: Nein, die Politiker verdienen nicht zu viel, sondern zu wenig. Ich zum Beispiel verdiene ungefähr 9000 Euro netto im Monat. Das ist für die meisten Menschen ganz sicher sehr viel Geld. Aber im Verhältnis zu Leuten in der Wirtschaft oder Anwälten ist das wenig. Ich arbeite jeden Tag 14 oder 15 Stunden fast die ganze Woche und finde, dafür ist das Gehalt nicht zu hoch. Ich finde, auch Abgeordnete des Bundestages müssten mehr verdienen. Denn dann wäre der Beruf des Politikers auch für Bürger interessant, die woanders viel mehr verdienen können. Zum Beispiel für Medizinprofessoren, Handwerksmeister oder Unternehmer. Witalina: Haben Sie eigentlich trotz der Krise noch Zeit für Ihre Familie? Steinbrück: Meine drei Kinder sind schon erwachsen. Zwei von ihnen wohnen in Berlin, da freue ich mich natürlich sehr, wenn ich sie sehe. Meine Frau lebt in Bonn, sie kommt öfters nach Berlin. Meine Arbeit ist aber schon ziemlich anstrengend. Gestern ging es bis Mitternacht. Heute habe ich dann um acht wieder angefangen. Elina: Sind Sie manchmal müde? Steinbrück: Meinst du, ob ich manchmal an meinem Schreibtisch einpenne? Elina: Nein, ich meine, ob Sie manchmal keine Lust mehr auf Ihre Arbeit haben. Steinbrück: (lacht) Das ist eine gefährliche Frage. Denn wenn ich sage, wie es manchmal in mir brodelt, könnten manche Leute falsche Rückschlüsse ziehen. Ja, gelegentlich bin ich total genervt. Es gibt Sitzungen, die so endlos sind, dass einem irgendwann der Po wehtut. Witalina: Fliegen Sie deshalb nicht zu dem wichtigen Treffen der Finanzminister in Washington? Steinbrück: Ihr meint die Reise im Frühjahr 2007? Nein, meine Frau hatte viele, viele Monate zuvor für die ganze Familie eine Reise nach Namibia vorbereitet und uns vom Erbe ihrer Mutter eingeladen. Und dann kam dieser Termin in Washington dazwischen. Da musste ich eine Entscheidung treffen: Fliege ich nach Washington, wo ich sowieso drei-, viermal im Jahr bin? Oder lasse ich meine Familie im Stich? Für mich war die Entscheidung klar. Manche Journalisten haben mich dann als Safari-Minister beschimpft. Ich kann euch sagen: Die habe ich mir sehr genau gemerkt. Witalina: Aber wir meinten eigentlich die Reise an diesem Wochenende. Die haben Sie wieder abgesagt. Steinbrück: Ach so. Das liegt daran, dass ich zu einem Landesparteitag der SPD fahre, um dort als Bundestagsabgeordneter aufgestellt zu werden. Das ist in einer Demokratie wichtig. Ich habe meinen Finanzminister-Kollegen einen Brief geschrieben, in denen ich ihnen das erklärt habe. Sie haben alle dafür Verständnis. Übrigens haben wir uns erst vor drei Wochen in London getroffen und treffen uns in fünf Wochen wieder in Italien. Elina: Streiten Sie sich oft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel? Steinbrück: Nur, wenn es notwendig ist. Gerade in den letzten Monaten haben wir mit Blick auf die Finanzkrise aber viel gemeinsam hinbekommen, finde ich. Elina: Macht es Ihnen Spaß, sich zu streiten? Steinbrück: Ganz ehrlich: Manchmal ja. Witalina: Haben Sie deshalb die Schweizer mit Indianern verglichen? Steinbrück: Das habe ich gar nicht aber das ist eine lange Geschichte. Es gibt eine Reihe von Ländern, Steueroasen, in die Deutsche gezielt ihr Geld bringen können, um die Steuern zu hinterziehen. Das ist nicht fair. Die Schweiz ist uns sehr wenig behilflich dabei, diesen Steuerhinterziehern auf die Schliche zu kommen. Steuerbetrug ist kriminell. Da verstehe ich keinen Spaß. Elina: Wollen Sie sich nicht trotzdem entschuldigen? Steinbrück: Nein, dazu gibt es keinen Grund. Ich möchte, dass die Schweiz kooperativer wird und uns hilft, Kriminelle zu verfolgen. Robert: Ist dieser Streit mit der Schweiz schon der Beginn des Wahlkampfs? In diesem September ist ja Bundestagswahl. Steinbrück: Nö, ich denke nicht immer an den Wahlkampf. Richtig ist aber, dass das Thema Steueroasen viele Menschen aufregt. Nezir: Glauben Sie, dass Sie nach der Wahl noch Finanzminister sind? Steinbrück: Das liegt nicht an mir, das entscheiden die Wähler. Witalina: Was würden Sie dann in der nächsten Legislaturperiode anders machen? Steinbrück: Nichts! Ich würde die Politik, die ich jetzt betreibe, fortsetzen. Sobald die Krise überwunden ist, würde ich wieder anfangen, die Schulden herunterzufahren. Robert: Ich hab neulich im Politbarometer gesehen, dass Sie der drittbeliebteste Politiker sind. Steinbrück: (greift Robert auf den Arm und grinst) Das wundert mich gelegentlich auch. Aufgezeichnet von Anette Dowideit und Jörg Eigendorf Vor dem großen Interview: Elina Gulko, 11, Witalina Kibelksties, 13, Robert May, 12, und Nezir Morina, 13, posieren im Foyer des Bundesfinanzministeriums (großes Bild, von links) und anschließend beim Gruppenfoto mit dem Minister. Die Fragen hatte ihre Klasse, die 7as des Berliner Lessing- Gymnasiums, gemeinsam ausgearbeitet (Bild ganz oben links). Das Gespräch fand am vergangenen Mittwoch im Besprechungszimmer Peer Steinbrücks statt (unten links) RETO KLAR (7) Wem nützt schon ein Schuldner im Gefängnis? Erst moderne Gesellschaften bieten Menschen in finanzieller Not Hilfe an. Früher wurden sie oft einfach weggesperrt Die schlimmste Vorstellung für den Professor ist es, im Schuldgefängnis von Sainte-Pélagie zu landen, hinter dicken Mauern in den Straßen hinter dem Pariser Jardin des Plantes. Zu essen nur eine Schale magerer Bouillon, in der etwas trockenes Gemüse schwimmt, das erwartet die Insassen von Sainte-Pélagie, an Festtagen höchstens mit einem Fettauge versehen. Dieses wenige müssen viele von ihnen noch mit ihrer Familie teilen. Schon die Vorstellung, hinter diesen Mauern leben zu müssen, ohne die Aussicht, bald wieder herauszukommen, sie ist für einen lebensfrohen Mann noch schlimmer als der Tod. Fröhliches Schuldenmachen. Und lebensfroh ist der Mann, den sein Erfinder, der Schriftsteller Honoré de Balzac, den Professor nennt. Er liebt das Billardspiel und die Karten, er geht in den feinsten Restaurants von Paris essen. Aber er zahlt nicht. Der Professor dient Balzac als Beispiel für die Kunst, seine Schulden zu bezahlen ohne dafür auch nur eine einzige Münze in die Hand zu nehmen. Balzacs Buch ist eine fröhliche Gebrauchsanweisung zum unbeschwerten Schuldenmachen, ganz ernst gemeint sind Ratschläge wie der folgende allerdings nicht: Wohne immer zur Straße hinaus, denn dann siehst du, wenn dein Gläubiger zu dir kommen will. Die wenigsten Schuldner im Frankreich des 19. Jahrhunderts hatten die Unverfrorenheit des literarischen Vorbilds, viele mussten nach Sainte-Pélagie. Wer aber einmal im Schuldgefängnis sitzt, der kommt so schnell nicht heraus. Wer eingesperrt ist, der kann kein Geld verdienen. Das aber braucht, wer essen und trinken will, wer eine Familie zu versorgen hat; wer Geborgtes zurückzahlen will, umso mehr. Ein Teufelskreis für den Schuldner. Der Gläubiger bekommt zwar so sein Geld sicher nicht wieder. Im Gegenteil, er musste in Frankreich zur Zeit des Professors sogar für den Unterhalt des Schuldners aufkommen. Was hatte er nur davon, dass der hinter Gittern saß? Nutzlose Haft. Keine Antwort darauf fand schon 100 Jahre vor Balzacs Ratschlägen der englische Schriftsteller Samuel Johnson: Es ist fruchtlos, eine Institution beizubehalten, die aller Erfahrung nach wenig wirksam ist. Wir haben ganze Generationen von Schuldnern in Gefängnisse gesteckt, können aber nicht feststellen, dass ihre Zahl sich verringert hätte, schreibt er. Warum aber haben das die Zeitgenossen nicht erkannt? Zu einem Geschäft wie einem Kauf, Tausch oder Kredit gehören seit jeher zwei Parteien, eine, die nimmt, und eine, die gibt. Eine, die Geld verleiht, eine, die es ausborgt. Es war für Menschen seit jeher eine Frage der Gerechtigkeit, Dinge zurückzugeben und für das Zusammenleben von Menschen stellte sich die Frage: Was tut die Gemeinschaft, wenn eine Partei ihren Teil des Handels nicht erfüllt? Justitia, die römische Göttin der Gerechtigkeit, wird meist mit einer Waage dargestellt, als Symbol des Ausgleichs. Aber auch ein Schwert hat sie in der Hand: Ohne Druckmittel ist die Göttin machtlos. Wie viel Druck ist erlaubt? Anders: Wie teuer muss ein Mensch bezahlen, der seine Schuld nicht begleicht? Das Recht Babylons. Gehen wir ein paar Tausend Jahre zurück: Der Codex Hammurabi ist eine der ältesten bis heute erhaltenen Gesetzessammlungen der Welt. Der Codex ist ein über zwei Meter hoher dunkler Steinkoloss, über und über mit Inschriften versehen. Heute steht er im Museum, im Louvre in Paris. Die Sammlung von Gesetzen, die auf ihm eingraviert ist, regelte das Zusammenleben der Menschen unter der Herrschaft des Königs Hammurabi in Babylon, der 1750 vor Christus starb. Das Gerechtigkeitsempfinden des Königs lässt sich am besten mit dem Prinzip der sogenannten Spiegelstrafe beschreiben: Von Florian Eder Wie du mir, so ich dir, lautet es verkürzt, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Zum Thema Schuldner heißt es darin, dass ein verschuldeter Mann dem Gläubiger etwas Wertvolles als Pfand geben musste. Was aber hat ein armer Mann? Er verpfändete seine Frau und seine Kinder und bekam sie erst wieder, wenn er seine Rechnung beglich. Geschuldetes Geld war ein Menschenleben wert. Sogar sich selbst konnte ein verschuldeter Mann als sogenannten Schuldsklaven zur Verfügung stellen und für den Gläubiger arbeiten. Das traf die Familie nicht weniger hart wer sollte den Armen wieder auslösen? Es ist ein Recht, das uns heute grausam vorkommt. Wir können aber davon ausgehen, dass der Codex schon eine Verbesserung darstellte immerhin legte er Strafen von staatlicher Seite fest und überließ sie nicht allein der Rache des Geschädigten. Moderne Sklaven. Gedanklich ist es nicht weit von der Schuldsklaverei in Babylon zurück ins Frankreich des 19. Jahrhunderts. In seinem Roman Germinal schildert Émile Zola den erbarmungswürdigen Alltag der Menschen in einem Bergarbeiterdorf im Norden Frankreichs: Dreckig ist es in dem Dorf, und schmutzig benehmen sich die Herren der Bergbaugesellschaft: Offiziell sind sie nur die Arbeitgeber der Menschen. Aber weil ihnen hier alles gehört, leben die Arbeiter tatsächlich wie Schuldsklaven: Sie müssen Lebensmittel und alles, was sie zum Leben brauchen, bei der Gesellschaft kaufen zu Preisen, die sie nie und nimmer abarbeiten können. Diese Art der Schuldsklaverei konnte auch entstehen, weil Arbeitskraft in Europa billig, überall zu haben und leicht zu ersetzen war. Massenhaft zogen die Menschen in die bald übervölkerten Städte, der Arbeit hinterher, die sich am Ende doch nicht lohnte. Die billige Arbeit ist auch ein Grund, warum Schuldgefängnisse wie in Paris im Grunde ein europäisches Phänomen blieben: Amerika, die Neue Welt, nahm starke und tatkräftige Auswanderer gern auf, brauchte tüchtige Arbeiter. Welchen Sinn sollte es in einer Gesellschaft wie den jungen USA haben, jemanden einzusperren, weil er seine Schulden nicht zahlen konnte? Wer Schulden hatte, bekam die Chance, Geld zu verdienen und sie zurückzahlen zu können. Geld ist kein Leben wert. Heute muss in Deutschland niemand mehr allein wegen seiner Schulden ins Gefängnis. Wer nicht zahlen kann, den besucht der Gerichtsvollzieher. Wenn jemand aussichtslos überschuldet ist, kann eine sogenannte Privatinsolvenz helfen, die einen Ausweg zeigt. Geld ist uns Geld wert und nicht mehr. Warum werden Banker so oft als die Bösen dargestellt? FEINDBILD GELDVERLEIHER A Die Finanzkrise hat ein Feindbild zu neuem Leben erweckt: das des gierigen Bankers. Das hat Geschichte: Schon im Mittelalter waren Geldverleiher unbeliebt, weil sie nicht von ihrer Hände Arbeit lebten, sondern von Zinsen vom Geld anderer Leute also. So wurden sie wie im Schlaf reich unrechtmäßig, so die Vorstellung der Menschen. KRITIK AN ÜBERTREIBUNG A Langsam verbesserte sich das Bild der Geldverleiher weil ohne Kredite die Wirtschaft nicht wuchs. In Siena in der Toskana entstand im 15. Jahrhundert die Banca Monte dei Paschi, die als die älteste überlebende Bank der Welt gilt. Was auch bis heute überlebt hat, ist die Kritik am Streben nach kurzfristigen, hohen Gewinnen.

5 28 WIRTSCHAFT kinderleicht WELT AM SONNTAG NR. 17 T T T 26. APRIL 2009 Von Anette Dowideit _ Auf den ersten Blick ist er nicht zu erkennen, der Schuldenberg, auf dem Markus Jäger sitzt. Der 48-Jährige und sein zwölfjähriger Sohn Fabian leben in einem ruhigen Vorort von Köln, in einem hübschen Mehrfamilienhaus mit Vorgarten. Sie haben eine liebevoll eingerichtete Dreizimmerwohnung. Markus Jägers Freundin, die gleich um die Ecke wohnt, hat ihnen bei der Einrichtung geholfen. Sie hat in allen Zimmern die Wände bunt gestrichen und im Schlafzimmer sogar eine Kuschelecke für die zehnjährige Tochter Jennie eingerichtet, die jedes zweite Wochenende zu Besuch kommt. Im Wohnzimmer der Familie steht ein großer Flachbildfernseher. Das ist aber nicht unserer, er ist von meiner Freundin ausgeliehen, sagt Markus Jäger mit Bedauern in der Stimme. Er serviert den Besuchern Kaffee und zündet sich dann eine Zigarette an. Es ist die erste von vielen an diesem Abend. Rauchen ist das Einzige, das ich mir gönne, sagt er. Ich bilde mir ein, dass das die Nerven beruhigt. Obwohl er natürlich weiß, dass es das Gegenteil bewirkt. Alkohol trinke er so gut wie nie, das sei viel zu teuer, sagt er. Auch essen gehen oder einen Besuch im Schwimmbad mit seinen Kindern könne er sich nur sehr selten leisten. Und das, obwohl er jeden Morgen um vier Uhr aufsteht und arbeiten geht, als Lastwagenfahrer für eine Kölner Getränkefirma. Überschuldet durch Scheidung. Markus Jäger ist pleite. Schuld daran sind Kredite, die er vor vielen Jahren aufgenommen hat. Einer für ein neues Auto, einen Ford Mondeo. Einer, um Möbel für das Kinderzimmer zu kaufen. Einer für das Wohnzimmer. Und so weiter. Insgesamt hat er mehr als Euro Schulden. Ein Problem wurde das, als seine Frau ihn verließ. Vor drei Jahren wurde die Ehe geschieden. Nun müssen sie zwei Wohnungen bezahlen anstatt einer, zweimal Heizkosten, zweimal Telefon. Dazu kommt, dass Jäger weniger verdient als früher. Er muss früher von der Arbeit nach Hause kommen, um sich nachmittags um seinen Sohn zu kümmern. Das tat früher die Mutter. Alles zusammen hat dazu geführt, dass Jäger seine monatlichen Zahlungen für den Kredit nicht mehr schaffte und die Bank ihr Geld zurückwollte. Dem Vater ist das peinlich. Von seinen Arbeitskollegen soll niemand davon erfahren. Deshalb sind die Namen der Familie in diesem Artikel geändert. Schulden sind tabu. Ein solches Schamgefühl ist typisch für Menschen, die pleite sind. Es gibt nur wenige bekannte Fälle von Prominenten, die Geldsorgen haben. Darunter ist der Unternehmer Franjo Pooth, der Ehemann von Verona Pooth. Schulden sind ein Tabu, in Deutschland noch mehr als in anderen Ländern. Wer überschuldet ist, wird sogar öfter krank. Die Universität Mainz hat herausgefunden, dass 80 Prozent der Deutschen, die bei einer Schuldnerberatung Hilfe suchen, unter Depressionen oder anderen Krankheiten leiden. Das mag damit zusammenhängen, dass Überschuldete von der Gesellschaft oft als Verlierer angesehen werden, sagt einer, der sich mit dem Thema auskennt: Attila von Unruh, Unternehmer aus Rup- Geldsorgen belasten die Seele Menschen, die überschuldet sind, gelten als Verlierer. Die Betroffenen schämen sich, sie schweigen, viele werden vor Kummer krank. Ein Vater und sein Sohn erzählen, wie das Leben weitergeht Attila von Unruh hat die Anonymen Insolvenzler erfunden Bei den Jägers gibt es oft Nudeln zum Essen. Sohn Fabian wünscht sich neue Turnschuhe pichteroth bei Bonn. Er war vor Jahren selbst pleite, und er sagt: Im Wort Schulden steckt Schuld und das zeigt die Haltung der Gesellschaft. Dabei sind viele Menschen ohne eigenes Zutun in diese Situation geraten. Unverschuldet pleite. Nicht jeder, der unter einem Schuldenberg zusammenbricht, hat sich vorher von der Bank Geld für ein neues Auto oder einen schönen Urlaub geliehen und mehr ausgegeben, als er verdient, erklärt von Unruh. Gerade jetzt in der Wirtschaftskrise gibt es häufig Fälle von Firmenbesitzern, die unverschuldet zahlungsunfähig werden. Das kann zum Beispiel passieren, weil die Firmen zwar ihre Ware pünktlich an die Kunden liefern, die Kunden aber nicht pünktlich bezahlen. Dann stecken manche Firmenbesitzer ihr eigenes Gespartes ins Unternehmen. Und zwar so lange, bis kein Geld mehr da ist. Am Ende haben sie nichts mehr auf ihrem Konto, die Telefonfirma kündigt ihnen den Handyvertrag und manche verlieren sogar ihre Wohnung, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen können. Etwas Ähnliches ist Attila von Unruh vor Jahren mit seiner Firma passiert. Und er stellte damals fest, Wieso geben Banken verschuldeten Menschen immer weiter Geld? BONITÄT A Jeder Mensch hat unterschiedlich viel Geld. Viel hängt von dem Beruf ab, den jemand ausübt und davon, ob er überhaupt einen Arbeitsplatz hat. Die Gehälter sind sehr verschieden. Viele Menschen haben aber auch zusätzlich Vermögen zum Beispiel ein eigenes Haus, angespartes oder geerbtes Geld auf dem Sparkonto. Vom Einkommen, dem Vermögen und dem Verhalten eines Bürgers in der Vergangenheit hat er bisher immer pünktlich geliehenes Geld zurückgezahlt? hängt die sogenannte Bonität oder auch Kreditwürdigkeit ab. Die Banken rechnen sich dabei aus: Was passiert, wenn wir diesem Kunden Geld leihen und er seine Raten einmal nicht zurückzahlen sollte? Je niedriger die Bonität des Kunden, desto höher ist das Risiko für die Banken, ihr Geld nie wiederzusehen. INTERESSE DER BANKEN A Trotzdem vergeben viele Geldverleiher Kredite auch an Menschen mit einer niedrigen Bonität. Das höhere Risiko lassen sie sich von den Betroffenen ausgleichen. Denn für diese Schuldner sind Kredite teurer, sie müssen mehr Zinsen zahlen als Menschen mit hoher Kreditwürdigkeit. Die Banken verdienen also unter Umständen gut an den Leuten und haben deshalb ein Interesse daran, dass Kunden Schulden machen. Für hoch verschuldete Menschen entsteht häufig ein Teufelskreislauf: Je größer ihr Schuldenberg ist, desto weiter sinkt die Bonität. Weil sie insgesamt immer mehr Zinsen zurückzahlen müssen, kommen sie irgendwann in Zahlungsnot. Wegschauen, wenn die Rechnungen kommen, hilft nichts JUDITH WAGNER (2);GETTY dass es hilft, sich mit anderen Betroffenen über seine Probleme mit den Schulden auszutauschen. Doch er fand keine Veranstaltungen, auf denen sich Überschuldete trafen. Deshalb gründete er vor eineinhalb Jahren die Anonymen Insolvenzler. Der Name klingt absichtlich so ähnlich wie der der Anonymen Alkoholiker. Denn beide Vereine haben gemeinsam, dass man sich dort regelmäßig mit anderen Menschen treffen kann, die das gleiche Problem haben, und dass das Besprochene ein Geheimnis der Teilnehmer bleibt. In den vergangenen drei Monaten haben, wahrscheinlich wegen der Wirtschaftskrise, viel mehr Leute als sonst die Internetseite des Vereins besucht (www.anonyme-insolvenzler.de). Praktische Tipps. Es gibt mittlerweile Gesprächskreise in Köln, Hamburg und München. Die Teilnehmer helfen sich gegenseitig nicht nur, mit der Scham umzugehen und mit dem Gefühl, ein Versager zu sein. Sie geben einander auch viele praktische Tipps: Wie schafft es eine kleine Firma, trotz Geldmangels ihre Angestellten weiter zu bezahlen? An welchen Stellen kann man sparen? Was ist eigentlich eine Privatinsolvenz? Auch Markus Jäger musste sich, ob er wollte oder nicht, ernsthaft mit solchen Dingen auseinandersetzen. Ich bekam einen Anruf von meiner Bank, weil ich nicht mehr mit den Raten für meinen Kredit nachkam, erzählt er, während er mit seinem Sohn Fabian am Esstisch sitzt, für das Foto posiert und noch eine Zigarette raucht. Die haben mich zur Schuldnerberatung Köln geschickt. Der Berater dort hat mir nahegelegt, Verbraucherinsolvenz anzumelden. Hilfe nach Plan. Dabei einigt sich der Verschuldete mit allen seinen Gläubigern also den Menschen oder Firmen, denen er Geld schuldet darauf, wie viel er pro Monat abstottern kann. Die Gläubiger kommen dem Überschuldeten in der Regel entgegen, indem sie auf einen Teil der Rückzahlungen verzichten. Zum Verfahren gehört, dass ein Schuldnerberater oder ein Rechtsanwalt einen Plan aufstellt. Darin steht, wie viel Vermögen der Verschuldete hat, was er jeden Monat verdient und wie viel Geld er zum Leben braucht. Er bekommt nur einen Teil seines Gehalts ausgezahlt. Der Rest wird gleichmäßig auf die Gläubiger verteilt. Nach sechs Jahren können ihm die restlichen Schulden endgültig erlassen werden. Diese Regelung soll den Betroffenen einen Neuanfang ermöglichen. Ich habe erst nichts von der Idee mit der Verbraucherinsolvenz gehalten, sagt Jäger. Ich kam mir vor wie ein Betrüger. Schließlich mussten die Firmen, denen er Geld schuldete, teilweise auf die Rückzahlungen verzichten. Ich finde eigentlich, man kann nicht Geld leihen und dann nachher sagen: Sorry, aber ich kann es mir nicht leisten, es zurückzugeben. Allerdings hätten viele andere Schuldner eine andere Einstellung, ist sein Eindruck. Ich war mehrmals bei Vorträgen der Schuldnerberatung, wo noch 100 oder mehr andere Verschuldete saßen. Da wurden Fragen gestellt, das können Sie sich gar nicht vorstellen, sagt er. Die Leute wollten wissen, wie viele Fernseher sie behalten dürfen, wenn sie Insolvenz anmelden. Oder ob ihnen das Auto aus der Garage weggepfändet werden kann. Ein schlechtes Gewissen habe dort kaum jemand gezeigt. Essen von Aldi. Trotz seiner Bedenken entschloss sich Jäger, Insolvenz anzumelden. Denn es kam ein weiteres Problem hinzu: Sein Arbeitgeber bezahlte seinen Lohn nur noch unregelmäßig. Die Geldnot wurde einfach zu groß. Nun leben er und sein Sohn von 1430 Euro im Monat, das ist der festgelegte Betrag für einen alleinerziehenden Vater mit einem Kind. Der Rest seines Gehalts geht an den Insolvenzverwalter. Von diesem Geld zu leben ist nicht leicht. Der größte Teil geht für die Miete drauf. Eingekauft wird bei Aldi, zum Abendessen gibt es meistens Spaghetti. Ein großer Ausgabenposten sind die Zigaretten. Jäger gibt dafür jeden Monat 300 Euro aus. Über das Rauchen gibt es öfter Streit zwischen Vater und Sohn. Ich will, dass Papa weniger raucht. Weil es ungesund ist und viel kostet, sagt Fabian. Das Geld könne man anderswo besser anlegen, meint er. Er wünscht sich ein Paar Chucks-Turnschuhe. Für Vater Markus zu teuer. Die kosten 39 Euro, das finde ich unverschämt für ein Paar Kinderschuhe. Diese Männer und Frauen besorgen für Deutschland Geld Die Finanzagentur des Bundes nimmt für die Regierung Schulden auf. Dafür versteigert sie Wertpapiere. Wenn sie es gut macht, spart der Staat viel Geld Der Countdown läuft. Nur noch zwei Minuten, dann wird feststehen, wer Deutschland heute die gewaltige Summe von sechs Milliarden Euro leihen wird. Dann entscheidet sich auch, was der Staat dafür bezahlen muss. In einem Raum der Finanzagentur des Bundes in Frankfurt hat sich um kurz vor elf Uhr an diesem Morgen eine Handvoll Männer um zwei Bildschirme herum versammelt und blickt gespannt darauf. Wie bei Ebay. Bis kurz vor Ende der Versteigerung trudeln kaum Gebote ein, dann geht plötzlich alles ganz schnell. Ständig leuchten neue Zahlen auf den beiden Monitoren auf: wie viel Geld, zu welchem Preis. Mehr als 20 Banken wollen heute der Bundesregierung Geld leihen. Dann ist es elf Uhr. Alle Gebote sind da, ordentlich aufgelistet in einer Tabelle. Die Männer hinter den Monitoren tauschen sich kurz aus. Sachlich geht es zu. Vertreter der Bundesbank und des Finanzministeriums sind per Telefon zugeschaltet. Um Uhr sagt der Chefhändler: Das Ergebnis steht zur Von Karsten Seibel Zuteilung bereit. Ein Druck auf die Enter - Taste des Computers, und in die Staatskassen fließen die Milliarden. Voraussichtlich noch 42-mal wird sich die Prozedur dieses Jahr wiederholen, immer montags oder mittwochs. Auch der Ort ist immer der gleiche: ein Zimmer im ersten Stock der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH, wie sie offiziell heißt. Dort sitzen die Schuldenmanager des Staates. Gewissen des Ministers. Die 340 Mitarbeiter sorgen dafür, dass Deutschland immer genug Geld hat. Ihre Aufgabe ist auch, darauf zu achten, dass Deutschland nicht zu hohe Zinsen für seine Kredite bezahlt. Wir sind das gute Gewissen des Bundesfinanzministers, sagt Carsten Lehr, einer der beiden Chefs der Agentur. Beliebter Schuldner. Banken geben Deutschland lieber Kredit als beispielsweise Italien oder Griechenland. Sie sind sich sicher, dass die Bundesregierung das geliehene Geld, plus Zinsen, pünktlich wieder zurückzahlt. Dies kann nach drei Monaten oder nach 30 Jahren sein, wie es eben abgemacht ist. Die Kreditgeber bekommen in der Zwischenzeit als Gegenwert für ihr Geld Wertpapiere. Je nachdem wie schnell der Staat die Schulden zurückzahlen muss, heißen diese Bundesschatzanweisungen, Bundesobligationen oder Bundesanleihen. In diesem Jahr zahlt die Finanzagentur alte Anleihen im Wert von 252 Milliarden Euro zurück und gibt neue mit einem Volumen von 346 Milliarden Euro aus. Insgesamt hat der Bund mehr als eine Billion Euro Schulden, das ist eine Zahl mit zwölf Nullen. Angesichts dieser gewaltigen Summe wird deutlich, dass es für die Finanzagentur um jede Stelle hinter dem Komma geht, um dem Staat Zinsen zu sparen. Die Zinslast liegt in diesem Jahr insgesamt bei 40 Milliarden Euro, sagt Carl Im Handelssaal der Finanzagentur besorgt die Regierung ihre Kredite JUDITH WAGNER (2), MICHAEL DILGER Heinz Daube, der zweite Agentur- Chef. Daube ist viel auf Reisen. Wie seine sechs Händler muss er ständig wissen, wie groß das Interesse an Bundeswertpapieren ist. Zuletzt hatte die Finanzagentur keine Probleme, Abnehmer zu finden. Um beispielsweise bis 2019 Geld zu bekommen, musste sie nicht einmal drei Prozent an jährlichen Gebühren bieten. Andere Schuldner müssen viel mehr bezahlen. So soll es auch sein: Die Finanzagentur hat den Auftrag, durch kluges Vorgehen die Kosten für die Kreditaufnahme bis 2014 um 500 bis 750 Millionen Euro zu senken. Deshalb wurde sie 2001 gegründet. Professioneller wollte der Staat mit seinen Schulden umgehen. Denn bis dahin war die Arbeit im Finanzministerium nur nebenher erledigt worden. Kleiner Bieterkreis. Längst nicht jede Bank darf sich darum bewerben, Deutschland Geld zu leihen. Nur 28 Kreditinstitute aus dem In- und Schuldenmanager: Carsten Lehr (links) und Carl Heinz Daube Ausland haben die Erlaubnis. Darunter sind so bekannte Namen wie die Deutsche Bank, die Commerzbank oder die Barclays Bank. Sie wissen schon am Anfang eines Jahres, welche Wertpapiere des Staates zum Verkauf stehen also zu welchen Zeitpunkten der Bund Geld braucht und für wie lange. Braucht der Staat dann doch noch mehr Geld, wie beispielsweise in diesen Wochen, kann der Terminplan ergänzt werden. Dabei ist Wert- Papiere eigentlich das falsche Wort. Denn die früher oft aufwendigen Urkunden gibt es schon seit den 70er-Jahren nicht mehr. Riesige Datei. Alles läuft elektronisch. Weshalb es auch keine großen Lastwagen gibt, die umherfahren und bei den Banken das Geld einsammeln. Stattdessen werden die Kredite im Bundesschuldbuch eingetragen. Auch das ist natürlich kein Buch mit Seiten, sondern eine riesige Computerdatei. Hier ist alles vermerkt: wie viele Schatzbriefe, Obligationen und Anleihen der Bund ausgegeben hat, wann die Beträge zurückgezahlt werden müssen. Die Banken verkaufen den größten Teil der Kredite weiter. Zum Beispiel an andere Banken oder Versicherungen, die sie dann teilweise noch einmal weitergeben. So kann es sein, dass auch normale Bürger Wertpapiere am Staat halten mit anderen Worten: Deutschland Geld leihen.

6 WELT AM SONNTAG NR. 17 T T T 26. APRIL 2009 WIRTSCHAFT kinderleicht 29 Der strenge Herr Günther treibt Geld ein Wer seine Schulden nicht bezahlen kann, zu dem kommt irgendwann der Gerichtsvollzieher. Der kann pfänden und mitnehmen, was in der Wohnung noch einen Wert hat. Oft findet er nicht viel. Wie bei einem Ortstermin in Berlin Es ist halb neun Uhr morgens, Christian Günther sitzt in seinem Büro im Amtsgericht Berlin-Mitte und trinkt noch schnell einen Kaffee. Der Obergerichtsvollzieher muss gleich in den Außendienst. In seinem Terminkalender stehen heute Namen von 20 Berliner Bürgern, von denen er Geld eintreiben will. Wie in allen Städten des Landes gibt es auch in der Hauptstadt unzählige Menschen, die aus den verschiedensten Gründen bis zum Hals in Schulden stecken. Bis sich Günther auf den Weg macht, ist Von Ileana Grabitz aber schon einiges passiert: Wer seine Handyrechnung nicht bezahlt, bekommt zunächst mindestens eine Mahnung geschickt. Erst wenn der Telefonanbieter noch immer keine Eingänge auf seinen Konten sieht, wendet er sich an das Amtsgericht. Dieses prüft den Fall und schickt schließlich einen Gerichtsvollzieher, um das Geld einzutreiben. Einen wie Günther. Flüchten hilft nicht. Es ist kühl draußen, aber die Sonnenstrahlen tanzen auf dem kahlen Schädel des 45-Jährigen. Herr Günther ist bestens aufgelegt. Mal sehen, wie viele wir heute überhaupt antreffen, sagt er, steigt schwungvoll in sein Auto und zieht den Mantel hinein, bevor er die Tür zufallen lässt. Zwar hat der Gerichtsvollzieher den Schuldnern vorher sein Kommen per Brief angekündigt. Das heißt aber nicht, dass die ihm auch wirklich die Türen öffnen. Insgesamt treffe ich nur jeden Zweiten an, schätzt er. Viele verschuldete Menschen nehmen Reißaus vor einem wie Günther; er ist ja der lebende Beweis dafür, dass die Gläubiger keine Ruhe geben, wenn sie ihr Geld nicht bekommen. Flüchten hilft allerdings nur kurzfristig weiter: Denn wer nicht da ist, wird per Brief bei Gericht einbestellt. Wer auch dann nicht kommt, muss im Extremfall damit rechnen, dass Günther die Tür aufbricht um die Wohnung nach Wertgegenständen abzusuchen. Der Tag beginnt gut. Neda K., die Erste auf Günthers Liste, öffnet sichtbar nervös die Tür. 380 Euro schuldet die 25-jährige Türkin einer Autoversicherung. Die Rechnung, die sie nicht bezahlt hatte, betrug zwar nur 80 Euro. Doch durch Zinsen, Mahn- und Gerichtsgebühren wuchs der Betrag in zwei Jahren beträchtlich an. Dem Gerichtsvollzieher genügt ein Blick in die bescheidene Einzimmerwohnung, um festzustellen, dass hier nichts zu holen ist. Fernseher oder Musikanlage gibt es nicht, nur ein Sofa, eine Kommode, einen Kleiderschrank. Das einzige Stück von Wert ist ein Staubsauger. Doch Günther winkt ab: Neu mag das Ding 50 Euro gekostet haben. Selbst wenn ich das pfänden und versteigern würde: Ich bekäme ja doch nichts dafür. Weniger Kuckucke. Früher hatte der Gerichtsvollzieher immer einen Packen Pfandsiegel dabei, auf denen der Reichsadler prangte und die deshalb Kuckucke genannt wurden. Mit den Schildchen kennzeichnete er wertvolle Objekte der Wohnungseinrichtung, um sie später abzuholen und zu veräußern. Heute sehen die Kuckucke schmuckloser aus weiße Schildchen, auf denen in roter Schrift Pfandsiegel steht. Sie werden aber nur noch sehr selten benutzt. Einerseits dürfen Dinge, die fürs Leben notwendig sind, ohnehin nicht gepfändet werden. Anderer- Christian Günther ist seit 17 Jahren Gerichtsvollzieher im Bezirk Berlin-Mitte. Wenn er Wertvolles bei Schuldnern findet, klebt er ein Pfandsiegel darauf und nimmt es mit seits sind Fernseher oder Waschmaschinen heute in der Regel so billig, dass sich der Wiederverkauf nicht lohnt. Ganz selten nur stößt Günther bei seinen Besuchen auf richtig teure Dinge wie Autos, Münzsammlungen oder wertvolles Porzellan, die er veräußern könnte. Und so muss er in der Regel andere Wege auftun, um an den ausstehenden Betrag zu kommen. Ob sie Bargeld habe, fragt er Neda K., ein Sparkonto, sonstige Einnahmen? Die Frau verneint. Damit kann Günther heute nichts mehr ausrichten. In den nächsten Tagen werde sie eine Einladung ins Gericht erhalten, kündigt der Gerichtsvollzieher an, wo sie ihre finanzielle Situation offenlegen müsse. Generell gilt: Für Schulden allein kommt keiner ins Gefängnis. Man bekommt aber einen Eintrag im Schuldnerverzeichnis und bei der Schufa, einer Schuldnerdatei. Das kann Neda K. später Probleme bereiten. Denn Vermieter, Banken oder Arbeitgeber nutzen diese Verzeichnisse, um die Vertrauenswürdigkeit von Mietern, Kreditnehmern oder Mitarbeitern zu überprüfen. Wer verdient alles Geld damit, dass andere Leute Schulden machen? BANKANGESTELLTE A Mitarbeiter haben Banken und Sparkassen in Deutschland. Sie geben Banknoten aus, verwalten Sparbücher, überweisen Geld von einem Konto aufs andere. Es gibt bei der Bank auch Mitarbeiter, die nicht direkt mit Geld in Berührung kommen, wie IT- Techniker oder Angestellte in der Verwaltung. INSOLVENZVERWALTER A 1900 Insolvenzverwalter haben die Aufgabe, Unternehmen oder Privatpersonen vor der Pleite zu bewahren. Sie werden vom Gericht beauftragt, wenn eine Firma oder eine Person dort angegeben hat, dass sie überschuldet ist. Der Verwalter arbeitet Pläne aus, wie es gelingen kann, aus den Schulden herauszukommen. Wenn das nicht klappt, dann sorgt der Insolvenzver- walter dafür, dass Gläubiger ihr Geld möglichst zurückbekommen. SCHULDNERBERATER A 2000 Schuldnerberater in 1000 Beratungsstellen helfen Schuldnern. Hier finden Überschuldete Gesprächspartner, die sich anschauen, welche Einnahmen und Ausgaben der Schuldner hat. Die Berater helfen etwa auch, Haushaltspläne zu erstellen. INKASSOBÜROS A Inkassobüromitarbeiter werden von Firmen beauftragt, unbezahlte Schulden einzutreiben. Es gibt ungefähr 750 zugelassene Inkassobüros in Deutschland. Wenn jemand seine Rechnungen nicht bezahlen will, dann nimmt das Inkassobüro Kontakt zum Gläubiger auf und fordert ihn auf zu bezahlen. Weil die Leute häufig tatsächlich nicht zahlen können, bemühen sich die Inkassobüromitarbeiter, Ratenzahlungen zu vereinbaren. PFANDLEIHER A Etwas mehr als 800 Pfandleihhausmitarbeiter nehmen Wertgegenstände von Menschen entgegen, die kurzfristig Geld brauchen. Häufig geben Kunden Schmuck, Uhren oder auch Spielkonsolen in Zahlung. Die Pfandleihhausmitarbeiter schätzen, wie viel die Gegenstände wert sind, und geben den Kunden einen Teil als Darlehen. Dieses können sie sofort als Bargeld mitnehmen, müssen es aber nach meist drei Monaten mit Zinsen zurückzahlen. Sonst verkauft der Pfandleiher die wertvollen Gegenstände weiter. AMIN AKHTAR KREDITKARTENFIRMEN A Mehrere Tausend Mitarbeiter von Kreditkartenfirmen organisieren den Zahlungsverkehr mit Kreditkarten. Die Kreditkartenfirmen erhalten pro Zahlvorgang eine Gebühr. Wer mit Kreditkarte bezahlt, bekommt automatisch einen Kredit. Für solche Spontankredite werden Zinsen fällig, die der Kunde einmal im Monat bezahlen muss. AUSKUNFTEIEN A Rund Angestellte von Auskunfteien erheben und verwalten Daten über Bürger und Firmen. In ihren riesigen Datenbanken stehen Informationen darüber, wer ein Girokonto oder eine Kreditkarte hat und wer schon einmal fällige Rechnungen nicht bezahlt hat. All diese Informationen sind vor allem für Unternehmen interessant, die einen Vertrag mit jemandem eingehen wollen, den sie noch nicht kennen. Danuta Szarek Kaum Zeit für Gespräche. Die zierliche, stark geschminkte Frau setzt an, den Grund für ihre Verschuldung zu erläutern, aber Günther fehlt schlicht die Zeit, um ihren Sorgen zu lauschen. Noch 19 Vollstreckungsbescheide warten in der Kladde, die in dem schwarzen Lederkoffer des Beamten steckt. Ich muss meinen Job machen, sagt er und ist schon durch die Tür. Auch bei Mahmut L., einem schmächtigen Iraner mit traurigem Blick, ist schnell klar: Er hat nichts, um seine 175 Euro Versicherungsschulden zu bezahlen. Die Wohnung ist fast leer, eine Matratze liegt auf dem Boden, die Luft riecht abgestanden: kein Raum, um hier lange zu verweilen. Also erledigt Günther schnell die Formalitäten, kündigt eine Einladung ins Gericht an und sagt höflich Adieu. Nicht immer laufen seine Besuche so konfliktlos ab: Manche Schuldner fühlen sich durch den Gerichtsvollzieher in die Ecke gedrängt und begegnen ihm aggressiv. Ein 90-Jähriger habe ihn mal mit einem Brotmesser bedroht, erzählt Günther; nur durch gutes Zureden konnte er ihn daran hindern, auf ihn loszugehen. Da ein Gerichtsvollzieher seine Hausbesuche in aller Regel allein macht, ist er tatsächlich besonders gefährdet für solche Angriffe. Es passiert aber ganz selten. Und für den Fall der Fälle sind die Beamten speziell ausgebildet und wissen sich zu wehren. Die Stammkundschaft. Die nächsten zwei Türen, an denen Günther klingelt, bleiben verschlossen: niemand daheim. Er steigt in sein Auto, seine nächsten Klienten wohnen nur zwei Straßen weiter. Günther, dem bulligen Mann mit Ohrstecker, ist das Viertel bestens vertraut: Schon seit 17 Jahren ist er für den Bezirk Mitte zuständig, Tausende Bürger hat er dort aufgesucht, wo sonst nur Freunde und Familie hinkommen, in den eigenen vier Wänden. Und viele sieht er immer wieder. Etwa die Hälfte seiner Klientel sind Stammschuldner Menschen also, für die es fast zum Alltag gehört, Schulden zu machen. Andrea M. ist so ein Fall. Die 25- jährige arbeitslose Friseurin sitzt im Wohnzimmer, um sie herum ein Durcheinander aus Pinseln und Farbeimern, ein neuer Teppich wird gerade angeliefert. Entschuldigen Sie, sagt sie zu Günther. Sie sei frisch getrennt von ihrem Mann und brauche einen Neuanfang Euro Handyschulden hat die nunmehr alleinerziehende Mutter zweier Kinder angesammelt. Ein Hinderungsgrund, jetzt abermals Geld auszugeben, ist das nicht. Laut Günther ist so eine Einstellung zum Geld durchaus weit verbreitet: Statt die Kröten beisammenzuhalten und erst einmal die Schulden abzutragen, würden immer neue Dinge angeschafft. So stößt Andrea M. bei dem Beamten auf wenig Verständnis. Mit unbewegter Miene setzt sich Günther auf einen der verstaubten Sessel neben dem Fernseher und protokolliert die Schuldnerin soll ihre finanziellen Verhältnisse offenlegen. Abzüglich Miete bleiben der Hartz-IV-Empfängerin im Jogginganzug 400 Euro monatlich zum Leben, hinzukommen von ihrem Ex- Mann 170 Euro Unterhalt für die siebenjährige Chaienne und den zweijährigen Leon sowie das Kindergeld für die beiden. Erspartes? Geerbtes? Irgendein Besitz, eine Wohnung etwa, ein Auto, ein teures Fahrrad das man verkaufen könnte? Fehlanzeige. Grundsätzlich kann der Gläubiger über das Gericht auf alles Vermögen zugreifen, das der Schuldner hat Immobilien können im Extremfall zwangsversteigert, Gelder auf Spar- oder Girokonten einkassiert, Steuerrückzahlungen eingezogen werden. Kein Platz für Gefühl. Günther trifft an diesem Vormittag noch drei weitere Schuldner an, zwei Privatpersonen, aber auch eine Unternehmerin, deren Immobilienfirma so schlecht läuft, dass sie Anwaltskosten über 380 Euro nicht bezahlen kann. Jedes Schicksal ist anders, und oft gibt es auch schreckliche Gründe dafür. Günther berührt das aber meist nicht mehr. Am Anfang sei er noch emotional beteiligt gewesen, sagt er, aber bei den vielen Schicksalen, die er täglich sehe, könne er es sich gar nicht leisten, jedes Mal emotional einzusteigen. Das ist bei mir ähnlich wie bei einem Leichenwäscher, sagt er. Ich mache meinen Job. Und die Schuldner sind meine Kunden.

7 30 WIRTSCHAFT kinderleicht WELT AM SONNTAG NR. 17 T T T 26. APRIL 2009 Strom und fliessend Wasser gibt es nicht im Norden Namibias. Gekocht wird auf der Feuerstelle. Haimbodi Ndamononghenda führt ein einfaches Leben. Eine Arbeit hatte sie bis vor vier Jahren nicht, genauso wenig wie ihr Mann. Ohne Einkommen drei Kinder und fünf weitere Mitglieder der Großfamilie zu versorgen, das war schwer für die robuste Frau mit den kantigen Gesichtszügen vom Von Flora Stamm der Wisdorff Ovambo in dem südwestafrikanischen Land. Heute ist Ndamononghenda eine erfolgreiche Kleinunternehmerin. Fast jeden Tag verstaut sie Shampoo, Seife und Cremes in einer großen Tasche, läuft von Hütte zu Hütte durch den Busch und verkauft die Sachen. Außerdem besorgt sie sich Stoffe und schneidert dann Kleider daraus. Vom Gewinn bezahlt sie das Schulgeld für ihre Kinder, kauft der Familie Essen und zahlt einen Kredit zurück. 500 namibische Dollar (umgerechnet 43 Euro) bekam sie vor vier Jahren als Startkapital von einer Art Bank, die sich Koshi Yomuti nennt: Unter dem Baum bedeutet das. Erst hatte sie Angst davor, Schulden zu machen. Wie sollte sie den Kredit zurückzahlen? Über diese Unsicherheit kann Ndamononghenda heute nur lachen. Die Familie ist längst gut versorgt, die 37- Jährige hat große Pläne: Sie will ihr Geschäft vergrößern. Ein Haus möchte sie bauen, in dem sie schneidern kann, und eine Betreuerin für ihre Kinder anstellen, damit sie in Ruhe verkaufen gehen kann. Erfolg auf Pump. Ohne Schulden wäre das nicht möglich gewesen. Keine Kredite, das bedeutet Stillstand: Ohne Startkapital hilft die beste Geschäftsidee nichts. Daher verleiht die Bank Koshi Yomuti Geld an arme Menschen. Es sind vor allem kleine Summen, man nennt das Mikrofinanzprojekt. Koshi Yomuti hat Haimbodi Ndamononghenda und gut 3000 anderen in Nordnamibia eine Lebensperspektive gegeben. An geliehenes Geld kamen sie zuvor nicht heran. Zu arm sind die Menschen, zu gering die Sicherheiten für eine normale Bank: Ndamononghenda hat kein geregeltes Einkommen, kein Vermögen, kein Haus also nichts, was die Bank sich nehmen könnte, wenn die Schuldnerin das geliehene Geld nicht zurückzahlt. Zudem lohnt sich das Geschäft mit kleinen Beträgen für Banken kaum und noch weniger lohnen sich Filialen in der dünn besiedelten Gegend. Ndamononghenda sitzt in einer runden Holzhütte in der Mittagshitze, zusammen mit 21 anderen, die sich Geld geliehen haben. Ein Mitglied der Gruppe hat sie zu sich eingeladen. Zweige umzäunen das sandige Grundstück mit den vier Hütten. Einmal pro Woche treffen sie sich, um zu besprechen, wie die Geschäfte laufen und wie es mit der Rückzahlung der Kredite aussieht. Ungewöhnliche Bank. Koshi Yomuti funktioniert anders als normale Banken. Ihr Ziel ist es nicht, möglichst viel Gewinn zu machen. Hinter ihr steckt die deutsche Regierung, in Form der staatlichen Förderbank KfW und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit Mit Schulden zum Glück Umgerechnet 30 Euro von einer Bank reichten einer Frau aus Namibia, um eine kleines Unternehmen zu gründen. Heute versorgt sie mit den Gewinnen ihre Großfamilie. Die Kredite hat sie längst abbezahlt Eine Gruppe von Schuldnern nahe Odangwa in Nordnamibia. Sie treffen sich regelmäßig, um über ihre Finanzen zu sprechen. Das Mikrofinanzprojekt berät sie (GTZ). Sie betreiben Entwicklungshilfe. Außerdem bekommt die Bank Geld von Anlegern, die soziale Projekte unterstützen wollen und bereit sind, geringeren Profit in Kauf zu nehmen. Solche Investoren braucht das Projekt. Langfristig aber wollen wir ohne Geldgeber auskommen und selbst genug Gewinn machen, sagt Thomas Lendzian, der die Mikrofinanzbank im GTZ-Auftrag aufbaut. Das unterscheidet Mikrofinanzprojekte von normaler Entwicklungshilfe: Die Kredite sollen den Menschen helfen, selbst besser für sich sorgen zu können, damit sie irgendwann unabhängig von fremder Hilfe sind. Bisher konzentriert sich Koshi Yomuti darauf, Kredite zu vergeben. Der Plan ist, schon in diesem Jahr eine richtige Bank zu werden, bei der die Ovambo ein Konto einrichten und Geld sparen können. Das tun sie bislang kaum. Sie kaufen sich lieber eine Kuh. Wenn dann etwa Schulgebühren bezahlt werden sollen, schlachten sie das Tier und verkaufen das Fleisch. Thomas Lendzian, ein bärtiger, gemütlicher Mann, leitet Koshi Yomuti von einem Betonbungalow in der Provinzhauptstadt Odangwa aus. Die Ventilatoren laufen auf Hochtouren im Bungalow, während 20 Kreditsachbearbeiter im Konferenzraum zusammensitzen. Die Angestellten, es sind alles Frauen aus der Gegend, sind sehr wichtig für den Erfolg des Projekts. Sie betreuen die Kreditnehmer. Bevor diese Geld leihen, müssen sie lernen, wie man damit umgeht und Haimbodi Ndamononghenda verkauft Seife, Cremes und Shampoo wie sie das Geld zurückzahlen können. Die wenigsten sind auf eine höhere Schule gegangen. Dass und wie man mit Geld mehr Geld verdienen kann, hat ihnen bisher niemand beigebracht. Hohe Zinsen. Tulikemanya Hengobe betreut Ndamononghendas Gruppe. Die hochgewachsene Frau ist in der Gegend aufgewachsen und hat eine höhere Schule besucht. Sie unterhält sich mit den Kunden in ihrer Sprache Oshivambo und mit Thomas Lendzian auf Englisch. Jede Woche fährt sie mit dem Jeep über die holprigen Straßen zur Gruppe. Das ist nicht immer einfach, in der Regenzeit verwandeln sich die staubtrockenen Straßen in Matsch. Hengobe schult den Vorstand der Gruppen, der wiederum neuen Kreditnehmern beibringt, wie man mit Geld umgeht. Es ist auch der Vorstand, der Rückzahlungen und Zinsen einsammelt. Zinsen zahlen heißt, dass der Schuldner mehr Geld zurückgeben Warum erlassen wir den armen Ländern nicht einfach ihre Schulden? GEBEN A Der Bibel zufolge riet schon Gott Moses zum regelmäßigen Schuldenerlass. Die Frage beschäftigt die Menschen also schon lange. In der Vergangenheit haben die reichen Länder denn auch einzelnen oder ganzen Gruppen von ärmeren Ländern schon öfter Schulden erlassen im vergangenen Jahr zum Beispiel insgesamt neun Milliarden Dollar. Internationale Organisationen wie die Weltbank haben 19 der ärmsten Länder der Welt ihre Schulden 2005 sogar ganz gestrichen. Das Ziel hinter solchen Aktionen: Länder wie Äthiopien oder Kambodscha sollen mit dem wenigen Geld, das sie haben, lieber ordentliche Straßen, Krankenhäuser FLORA WISDORFF und Schulen bauen statt es für den Schuldendienst ausgeben zu müssen. NEHMEN A Leider ist es oft so: Trotz Entschuldung stehen viele dieser Länder bald wieder bei den Industrienationen in der Kreide. Denn ihre Probleme ein unterentwickeltes Finanzsystem, Korruption, mangelnde Rechtssicherheit sind trotz Schuldenfreiheit nicht gelöst. Wer außerdem ständig seine Schulden erlassen bekommt, verlässt sich irgendwann darauf. Maren Osterloh muss, als er sich ausgeliehen hat. Bei Koshi Yomuti sind es ungewöhnlich hohe 35 Prozent. Doch das Geld behält Koshi Yomuti nicht für sich oder seine Anleger, sondern steckt es in das Projekt. Maximal acht Monate Zeit haben Kunden, ihren Kredit zurückzuzahlen. Hengobe sieht bei ihren Besuchen auch nach, ob es neue Anwärter für einen Kredit gibt. Ob die dann einen bekommen, entscheidet die Gruppe. Sie kennt die Menschen aus der Gegend, weiß meist genau, ob man den Nachbarn vertrauen kann. Die Gruppe hat großes Interesse an einer guten Wahl: Sollte etwa Ndamononghenda ihre Schulden nicht zurückzahlen, müssten die anderen das für sie tun. Betreuung und Gruppendruck funktionieren: Fast nie kommt es vor, dass jemand nicht zahlt. Nur ein kleiner Teil, zwei Prozent der Kunden, gibt das Geld mehr als 30 Tage nach der Frist zurück. Zuverlässige Kunden. Die Frauen suchen meist Frauen aus. 92 Prozent der Kreditnehmer sind weiblich. Und die Männer? In der Hütte lachen die gut 20 Frauen, bis ihnen die Tränen kommen. Männer mögen nur Big Business, sagt eine. Den Männern fehle das Verantwortungsgefühl sagen die Frauen. Die Johanna Angwena hat mit Krediten ein Catering-Geschäft aufgebaut Verpflichtung, für Kinder und Haushalt zu sorgen, liegt bei ihnen. Das bewahrt die Bank und die Gruppe davor, dass Schuldner verschwinden: Die Männer können einfach abhauen, auch wenn es kein Essen gibt, sagt eine Frau. Es kommt selten vor, aber Koshi Yomuti vergibt auch größere Summen. Wenn die 47-jährige Johanna Angwena heute über ihren ersten 30-Euro-Kredit spricht, erscheint ihr das wenig. Das war schnell nicht genug für meine Pläne, sagt sie selbstbewusst. Handy und Geschäftsunterlagen hat sie vor sich auf dem Tisch. Unter einen großen Baum vor ihrem Haus hat sie einen Tisch und ein paar Stühle gestellt. Angwena kocht für Hochzeiten und Beerdigungen, verleiht Zelte, Geschirr und Stühle. Das alles hat viel Geld gekostet. Doch weil ihr Plan aufging, gab Koshi Yomuti ihr mehrmals viel Geld , namibische Dollar. Und einmal sogar Dollar, umgerechnet über 3000 Euro. Da sie mit ihrem Geschäft gut verdiente, konnte sie immer pünktlich zahlen und sich vom Gewinn sogar ein richtiges kleines Haus aus Stein bauen. Drum herum hat sie mit ihrem Mann eine Mauer errichtet. Die schützt auch das kleine zusätzliche Betonhäuschen, das nicht weit vom Haupthaus entfernt auf dem Grundstück steht. Hier bewahrt sie ihr Geschirr auf. Stolz zeigt sie die Teller und das Besteck, nimmt die Teile sorgfältig in die Hand. Angwena will noch mehr Stühle, Tische und Zelte kaufen, am liebsten möchte sie einmal zehn Mitarbeiter einstellen. Denn sie hat ein großes Ziel: Meine beiden Kinder sollen einmal studieren können. Handys, Klamotten, Fitnesscenter: Schuldenfallen für Jugendliche lauern überall Bis vor wenigen Jahren war das Schuldenmachen den Erwachsenen vorbehalten. Das hat sich gründlich geändert. Oft ist Gruppenzwang im Spiel Von Ileana Grabitz _ Maria Bent weiss, wie schnell einem die Schulden bis zum Hals stehen können. Ich war gerade 18, da habe ich mich von meinen Freundinnen mitreißen lassen und mich für eine Muckibude angemeldet, erzählt die junge Frau und kann sich noch gut an das beklemmende Gefühl erinnern, das sie bald beschlich. 20 Euro sollte Bent pro Monat an das Fitnesscenter zahlen, um dort trainieren zu dürfen. Nicht viel, dachte sie zunächst. Doch schnell bekam die Auszubildende Probleme, den Betrag jeden Monat aufs Neue aufzubringen. Zwar zog sie die Notbremse und kündigte den Vertrag. Die Hilflosigkeit, die sie damals verspürte, wird sie aber so schnell nicht vergessen. Hilfe für Gleichaltrige. Inzwischen hat sie ihre Ausbildung abgeschlossen, arbeitet als Sachbearbeiterin und hilft in ihrer Freizeit Gleichaltrigen, ähnlich schwierige Situationen zu vermeiden. Während sie ihre Fachoberschulreife machte, ließ sie sich drei Tage lang zum Finanzscout ausbilden eine von der Aktion Mensch geförderte Initiative, die Jugendliche für Aufklärungsarbeit rund ums Thema Schulden fit machen will. Wenn Bent heute einen Tag frei hat, besucht sie ehrenamtlich Schulen in ihrer Umgebung, um ihr Wissen weiterzugeben. Dass sie selbst in der Regel nur wenig älter ist als diejenigen, die sie berät, zahle sich doppelt aus, sagt Bent: Sie könne sich gut in deren Köpfe und Sorgen hineinversetzen und den Schülern fällt es viel leichter, meinen Rat anzunehmen. Schuldenfalle Handy. Der jungen Frau zufolge ist es allen voran das Handy, das Jugendlichen finanziell das Genick bricht. Leider zeigt sich erst mit der Rechnung am Ende des Monats, wie viel all die schnellen Anrufe bei der besten Freundin, die SMS an den neuen Freund oder die verschickten Urlaubsfotos gekostet haben. Noch gefährlicher sind die Klingeltöne, für die im Internet und im Fernsehen viel geworben wird. Viele schauen sich das an, senden eine SMS wie in der Werbung gefordert und haben keine Ahnung, dass sie damit einen Vertrag abgeschlossen haben, sagt Bent. So kommen schnell hohe Schulden zusammen, zumal viele Handyverträge über 24 Monate laufen. Problem Fitnesscenter. Auch im Zusammenhang mit Fitnesscentern lauern Schuldenfallen: Zwar sind es meist die Eltern, die die monatlichen Beiträge für ihre Kinder berappen, aber richtig teuer sind die Folgekosten: Wer dazugehören will, braucht das richtige T-Shirt, muss sich wie die Freundinnen nach dem Sport auf die Sonnenbank legen und nachher noch zum Essen ins Fast-Food-Restaurant gehen. Wenn man in sein will, muss man mitmachen, sagt Bent. Auch weniger sportbegeisterten Teenagern macht so ein Gruppenzwang manchmal so zu schaffen, dass sie finanzielle Probleme bekommen. Sei es der neue MP3-Player, das coole Fahrrad oder die Markenjeans viele träumen davon, mit solchen Anschaffungen bei den Freunden zu punkten. Schwache zahlen drauf. Oft sind gerade Jugendliche, die ohnehin Probleme haben, besonders gefährdet, in die Schuldenfalle zu tappen. Nicht ohne Grund laden vermehrt Justizvollzuganstalten Finanzscouts wie sie ein, um jüngere Inhaftierte beraten zu lassen, erzählt Maria Bent. Wer aus dem Gefängnis entlassen wird, hat oft genug Akzeptanzprobleme und hofft, diese zu überwinden, indem er mit teuren Statussymbolen auftrumpft. Dabei hat die Mehrheit der frisch Entlassenen keinen Job und kein Geld für solche Käufe. Wer dem Impuls dennoch nachgibt, riskiert, in der Abwärtsspirale noch weiter nach unten zu rutschen. Risiko Girokonto. Blieb Teenagern früher nur das Plündern des Sparschweins, haben sie heute mehr Möglichkeiten, an Geld zu kommen: Mit 18 haben die meisten ein Girokonto bei ihrer Bank, das sie dank ihrer Geldkarte und mit ein bisschen Glück leicht überziehen können selbst wenn kaum noch Erspartes darauf vorhanden ist. Tatsächlich gibt es viele Läden, die nur eine Unterschrift des Käufers verlangen, um eine Bezahlung per Bankkarte zu akzeptieren. Dann kann der Kauf abgewickelt werden, ohne dass das Konto gedeckt ist. Anders ist das, wenn Läden die Geheimzahl, also den PIN-Code verlangen: Dann wird sofort die Verfügbarkeit des Geldes auf dem Konto überprüft und wenn nichts da ist, kann auch nicht bezahlt werden. Viele Jugendliche kennen die Läden genau, in denen nur eine Unterschrift und kein PIN-Code verlangt wird, sagt Bent. Auf diese Weise kann man sich leicht einen schönen Tag machen. Überlebenstipps. Um sich gegen die Schuldenfalle zu wappnen, rät Bent den Schülern, monatlich alle Ein- und Ausgaben in einer Liste zu notieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Oft meint man, dass man gut klarkommt, dabei stimmt das gar nicht, sagt sie. Wer die Grenzen des eigenen Geldbeutels kennt, so das Kalkül, wird vorsichtiger sein, diese mit großen Ausgaben zu überschreiten. Und statt viel Geld für brandneue Dinge auszugeben, kann man ja auch mal bei Ebay nach günstigeren gebrauchten Sachen suchen, schlägt Bent vor. Wichtig ist der jungen Frau, dass auch die jungen Leute, die schon in finanziellen Problemen stecken, keine Panik bekommen, sondern Hilfe suchen etwa bei den Schuldnerberatungen oder den Verbraucherzentralen, die es in jeder Stadt gibt. Hilfsangebote gibt es genug, sagt Bent. Man muss nur die Scheu überwinden und einfach anrufen. IMPRESSUM Eine Beilage der Welt am Sonntag CHEFREDAKTEUR: Thomas Schmid REDAKTION: Jörg Eigendorf, Anette Dowideit, Florian Eder, Olaf Gersemann PRODUKTION UND LAYOUT: René Michael Zulauf ANZEIGEN: Michael Wittke VERLAG UND DRUCK: Axel Springer AG, Axel-Springer-Str. 65, Berlin

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