1 Allgemeines. 2 Aufnahme

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1 Satzung in der genehmigten Fassung vom 28. Mai 2002 STERBEKASSE FÜR DEN NIEDERRHEIN Ihr Partner für den Fall des Falles In Ihrer Nähe. Günstig. Unbürokratisch 1 Allgemeines 1. Die Sterbekasse führt den Namen "Sterbekasse für den Niederrhein" und hat ihren Sitz in Kleve. Sie ist ein kleinerer Versicherungsverein im Sinne des 53 des Versicherungsaufsichtsgesetzes. 2. Die Kasse gewährt beim Tode ihrer Mitglieder das in den Tarifen festgelegte Sterbegeld. 3. Das Geschäftsgebiet der Kasse ist die Bundesrepublik Deutschland. 4. Die Bekanntmachungen der Kasse erfolgen durch die Rheinische Post, Ortsausgabe Kleve und die Neue Ruhr-Zeitung, Gesamtausgabe. Ist dies nicht mehr möglich, so bestimmt der Vorstand bis zur nächsten Vertreterversammlung eine andere Zeitung. Die Bekanntmachungen über Sitzungen der Mitgliedervertreterversammlung erfolgen durch schriftliche Einladung an die Vertreter. 5. Die Kasse unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bonn. 2 Aufnahme 1. In die Kasse können Personen aufgenommen werden, die in Tarif Klassik (Tarif 2001 I) das 71. Lebensjahr und in Tarif junge Menschen (Tarif 2001 II) das 51. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. 2. Das rechnungsmäßige Eintrittsalter ist das Alter des Versicherten am Beginn der Versicherung, wobei ein bereits begonnenes, aber noch nicht vollendetes Lebensjahr hinzugerechnet wird, falls davon mehr als sechs Monate verstrichen sind. Das Eintrittsalter darf in Tarif Klassik (Tarif 2001 I) das Höchstalter von 70. Jahren und in Tarif junge Menschen (Tarif 2001 II) das Höchstalter von 50. Jahren nicht überschreiten. 3. Jedes Mitglied, das die Voraussetzungen der Ziffer 1 erfüllt, ist berechtigt, eine in ganzen Vielfachen des satzungsmäßigen Sterbegeldes von 500,00 betragende Versicherungssumme bis zur Höchstsumme der jeweils gültigen Beitrags- und Leistungstarife abzuschließen. Der Höchstbetrag des Sterbegeldes beträgt 7.669, Aufnahmeanträge sind dem Vorstand der Kasse auf einem besonderen Vordruck einzureichen. Der Vorstand hat festzustellen, ob die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Kasse erfüllt sind; er kann die Aufnahme von der Vorlage der Geburtsurkunde und eines ärztlichen Zeugnisses abhängig machen. Bei Ablehnung eines Antrages ist der Vorstand zur Angabe von Gründen nicht verpflichtet. 5. Im Falle der Aufnahme ist dem Antragsteller ein Versicherungsschein und die Satzung der Sterbekasse auszuhändigen. Das Mitgliedschaftsund Versicherungsverhältnis beginnt mit dem im Versicherungsschein angegebenen Tage, jedoch nicht vor Zahlung des ersten Monatsbeitrages. 6. Ist ein Versicherungsschein vernichtet oder abhanden gekommen, so stellt die Kasse auf Antrag einen Versicherungsschein gegen eine Gebühr von 1,00 aus, nachdem der Verlust genügend glaubhaft gemacht ist; die Kasse kann verlangen, dass der ursprüngliche Versicherungsschein in einer von ihr bezeichneten Zeitung auf Kosten des Antragstellers aufgerufen wird. 3 Beiträge 1. Die Tarife sind Bestandteil der Satzung. 2. Die Beiträge sind monatlich im voraus ohne Zahlungsaufforderung an die Kasse zu zahlen, letztmalig für den Monat, in dem das Mitgliedschafts- und Versicherungsverhältnis endet. 3. Die Beiträge für das laufende Kalenderjahr können im voraus entrichtet werden. Die Kasse ist verpflichtet, die Vorauszahlung anzunehmen. 4. Mitglieder, die in Tarif junge Menschen (Tarif 2001 II) das 65. Lebensjahr und in Tarif Klassik (Tarif 2001 I) und allen übrigen Tarifen das 85. Lebensjahr vollendet haben, werden von der Beitragszahlung befreit. 4 Sterbegeld 1. Das Sterbegeld richtet sich nach den z.zt. gültigen Tarifen. Rückständige Beiträge werden vom Sterbegeld abgezogen. Über den Sterbemonat hinaus geleistete Vorauszahlungen werden mit dem Sterbegeld zurückerstattet. 2. Stirbt das Mitglied nach Vollendung des 14. und vor dem Ende des Versicherungsjahres, in dem die Beitragszahlung endet, infolge eines Unfalls innerhalb eines Jahres nach dem Unfallereignis, so wird zum satzungsmäßigen Sterbegeld ein Unfall-Zusatzsterbegeld in Höhe der jeweiligen abgeschlossenen Versicherungssumme gemäß des gültigen Beitrags- und Leistungstarifes gezahlt. Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Infektionskrankheiten und Selbsttötung gelten nicht als Unfälle. Ausgeschlossen sind Unfälle infolge von Kriegsereignissen oder durch Teilnahme an inneren Unruhen und Verbrechen sowie durch Teilnahme an Wettfahrten, ferner Unfälle infolge von Geistes- und Bewusstseinsstörungen, es sei denn, dass diese Anfälle oder Störungen durch einen Unfall hervorgerufen waren. Tritt der Tod des Versicherten nach dem Ende des Versicherungsjahres ein, in dem er das 75. Lebensjahr vollendet hat und sind die sonstigen Leistungsvoraussetzungen erfüllt, so zahlt der Versicherer die vereinbarte Unfall-Zusatzversicherungssumme dann, wenn der Versicherte den Unfall bei Benutzung eines dem öffentlichen Personenverkehr dienenden Verkehrsmittels dadurch erlitten hat, dass das Verkehrsmittel dem Ereignis, dass den Unfalltod des Versicherten verursacht hat, selbst ausgesetzt war. 3. Ein Anspruch auf das Sterbegeld besteht nur für Mitglieder, die der Kasse mindestens 6 Monate angehört haben. Das Sterbegeld als Zusatzund Mehrfachversicherung wird nur gezahlt, wenn diese mindestens 6 Monate vor dem Tode abgeschlossen wurde. Diese Wartezeit entfällt bei Tod durch Unfall. Für Versicherte des Tarif Klassik (Tarif 2001 I) mit einem Eintrittsalter vom vollendeten 66. bis zum vollendeten 70. Lebensjahr gilt eine dreijährige Wartezeit mit gestaffelter Leistung: 1. bis 6. Monat keine Versicherungsleistung, 7. bis 12. Monat Rückerstattung der gezahlten Beiträge, 13. bis 24. Monat 1/3 der Versicherungssumme, mindestens jedoch die gezahlten Beiträge, 25. bis 36. Monat 2/3 der Versicherungssumme, mindestens jedoch die gezahlten Beiträge. Die abzuleistenden Wartezeiten sind für jedes Versicherungsverhältnis gesondert zu erfüllen. Sie beginnen beim Abschluss des Versicherungsverhältnisses. Diese Wartezeiten entfallen bei Tod infolge Unfalls. Seite 1

2 4. Der Sterbefall ist der Kasse unter Vorlage der Sterbeurkunde und des Versicherungsscheines zu melden. Der Tod infolge Unfalls ist außerdem durch eine entsprechende ärztliche bzw. behördliche Bescheinigung nachzuweisen. Die Kasse ist berechtigt das Sterbegeld mit befreiender Wirkung an den Inhaber des Versicherungsscheines zu zahlen; sie kann den Nachweis der Berechtigung verlangen. Sofern nicht der Inhaber des Versicherungsscheines, sondern ein anderer das Begräbnis besorgt hat, kann die Kasse für das Begräbnis nachweislich aufgewendete Kosten bis zur Höhe des fälligen Sterbegeldes ersetzen. 5. Das Sterbegeld kann nicht gepfändet oder verpfändet werden; eine anderweitige Verfügung ist der Kasse gegenüber unwirksam. 5 Ende des Mitglieds- und Versicherungsverhältnisses, Wiederinkraftsetzung 1) Das Mitgliedschafts- und Versicherungsverhältnis endet durch den Tod, durch Austritt oder durch Ausschluss. 2) Das Mitglied kann jederzeit zum Schluss des laufenden Monats schriftlich gegenüber dem Vorstand seinen Austritt erklären. 3) Der Vorstand kann durch schriftlichen Bescheid aus der Kasse ausschließen: a) Mitglieder, die mit der Zahlung der Beiträge im Rückstand und von dem Vorstand erfolglos zur Zahlung aufgefordert worden sind. Die Zahlungsaufforderung, die nicht vor Ablauf von 2 Monaten nach Fälligkeit des erstmals unbezahlt gebliebenen Beitrages erfolgen darf, hat eine Zahlungsfrist von mindestens einem Monat vorzusehen und den Hinweis zu enthalten, dass der Ausschluss mit dem Ablauf dieser Frist wirksam wird, wenn nicht bis zu diesem Zeitpunkt alle bis dahin fällig gewordenen Beiträge an die Kasse entrichtet worden sind. b) Mitglieder, die bei ihrer Aufnahme wissentlich unrichtige Angaben über gefahrerhebliche Umstände gemacht haben. Der Ausschluss kann innerhalb von 3 Jahren nach der Aufnahme und innerhalb eines Monats erfolgen, nachdem die Kasse von der Verletzung der Anzeigepflicht Kenntnis erlangt hat. c) Ist durch falsche Altersangabe gegen die Höchstaltersvorschrift des 2 Ziffer 1 verstoßen worden, so gilt 5 Ziffer 3 Buchstabe b. 4) Mitglieder, die aus der Kasse austreten oder ausgeschlossen sind, erhalten eine Rückvergütung, wenn die Beiträge mindestens für 3 Jahre entrichtet worden sind; bei vor dem 31. Dezember 1996 abgeschlossenen Versicherungen werden Jahre vor Vollendung des 14. Lebensjahres nicht mitgerechnet. Die Rückerstattung beträgt 95% des Deckungskapitals (siehe Bemerkung auf der letzten Seite *1) nach dem von der Aufsichtsbehörde genehmigten Geschäftsplan. 5) Zahlt ein nach Ziffer 2 oder 3a ausgeschlossenes Mitglied innerhalb von 6 Monaten nach dem Ausscheiden alle etwa rückständigen Beiträge sowie die Beiträge für die Zeit nach dem Ausscheiden an die Kasse nach und erstattet auch eine etwa erhaltene Rückvergütung zurück, so lebt das frühere Mitgliedschafts- und Versicherungsverhältnis wieder auf, falls das Mitglied beim Eingang der Zahlung noch lebt. 6 Wohnungsänderung Die Mitglieder haben Wohnungsänderungen dem Vorstand anzuzeigen. Unterbleibt die Anzeige, so genügt für eine Willenserklärung die dem Mitglied gegenüber abzugeben ist, die Absendung eines eingeschriebenen Briefes nach der letzten dem Vorstand bekannten Wohnung. 7 Änderungsvorbehalt Durch die Änderung der 2 bis 5 wird das Versicherungsverhältnis eines Mitgliedes nur berührt, wenn es der Änderung ausdrücklich zustimmt. Jedoch können die Bestimmungen über die Zahlungsweise der Beiträge, die Wartezeit, die Auszahlung des Sterbegeldes, den Austritt und Ausschluss aus der Kasse sowie die Beitragsrückvergütungen mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde geändert werden, ohne dass es der Zustimmung der einzelnen Mitglieder bedarf. 8 Vorstand 1. Die Kasse wird vom Vorstand geleitet. Dieser vertritt die Kasse gerichtlich und außergerichtlich. 2. Als Vorstandmitglied darf nur bestellt werden, wer zuverlässig ist und die für den Betrieb und die Leitung der Kasse erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen in ausreichendem Maße besitzt. Vorstandsmitglied kann insbesondere nicht sein, wer a) wegen eines Verbrechens oder Vermögensvergehens verurteilt worden oder gegen den ein derartiges Verfahren anhängig ist, b) in den letzten fünf Jahren als Schuldner in ein Insolvenzverfahren oder in ein Verfahren zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung nach 807 ZPO oder 284 AO verwickelt worden ist. 3. Der Vorstand besteht aus 5 Mitgliedern, und zwar dem Vorsitzenden, dessen Stellvertreter, dem Schriftführer, dessen Stellvertreter und dem Kassen- und Geschäftsführer. 4. Der Kassen- und Geschäftsführer wird hauptamtlich eingestellt. Im Falle der Dienstunfähigkeit des Kassen- und Geschäftsführers hat über dessen Vertretung während dieser Zeit durch ein Vorstandsmitglied der Vorsitzende zu bestimmen. 5. Zur Abgabe von Willenserklärungen und zur Zeichnung für die Kasse sind 2 Vorstandsmitglieder befugt. In jedem Falle haben hierbei der Vorsitzende oder dessen Stellvertreter mitzuwirken. 6. Die Amtsdauer der Vorstandsmitglieder beträgt 3 Jahre und endet mit dem Schluss der dritten auf die Wahl folgenden ordentlichen Mitgliedervertreterversammlung. Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus, so ist in der nächsten Mitgliedervertreterversammlung ein neues Vorstandsmitglied für die Dauer der restlichen Amtszeit des Ausgeschiedenen zu wählen. 7. Die Entscheidungen des Vorstandes werden durch Mehrheitsbeschluss gefasst. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 3 Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder dessen Stellvertreter anwesend sind. 9 Mitgliedervertretung 1. Die Mitgliedervertretung ist das oberste Organ der Kasse. Sie fasst ihre Beschlüsse in der Vertreterversammlung. Auch ohne Versammlung ist ein Beschluss gültig, wenn alle Mitgliedervertreter ihre Zustimmung zu dem Beschluss schriftlich erklären. 2. Die Mitgliedervertretung besteht aus 10 volljährigen Mitgliedern, die von den Mitgliedern in einer zu diesem Zwecke einzuberufenden Versammlung gewählt werden müssen. Sollten auf der Mitgliederversammlung nicht soviel Mitglieder anwesend sein wie Mitgliedervertreter zu wählen sind, so können auch nicht anwesende Mitglieder, die Ihr Einverständnis schriftlich gegeben haben, zu Mitgliedervertretern gewählt werden. ( 10 Ziffer 2 und 3 sowie 11 Ziffer 3 Satz 1 und 4 gelten entsprechend). 3. Die Amtsdauer der Mitgliedervertreter beträgt 6 Jahre. Sie beginnt mit dem Ende der auf die Wahl folgenden ordentlichen Vertreterversammlung und endet mit dem Schluss der darauf folgenden 6. ordentlichen Vertreterversammlung. Die Neuwahl hat spätestens einen Monat vor Ablauf der Amtsdauer stattzufinden. 4. Scheidet ein Mitgliedervertreter vorzeitig aus, so ist in der nächsten Vertreterversammlung aus dem Kreise der Mitglieder ein neuer Mitgliedervertreter für die Dauer der restlichen Amtszeit des Ausgeschiedenen zu wählen. Seite 2

3 10 Vertreterversammlung 1. Innerhalb der ersten 8 Monate eines jeden Geschäftsjahres ist eine ordentliche Vertreterversammlung durch den Vorstand einzuberufen und abzuhalten. Außerordentliche Vertreterversammlungen sind vom Vorstand einzuberufen, wenn mindestens der 10. Teil der Kassenmitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe es beim Vorstand schriftlich beantragen oder in sonstigen Fällen, in denen das Interesse der Kasse dies fordert. 2. Zeit und Ort der Vertreterversammlung sowie die Punkte, über die Beschluss gefasst werden soll (Tagesordnung), sind den Mitgliedervertretern spätestens 2 Wochen vor dem Tage der Versammlung bekannt zu geben. 3. Der Vorsitzende des Vorstandes oder dessen Stellvertreter leitet die Vertreterversammlung. Über den Verlauf der Versammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die von den anwesenden Vorstandsmitgliedern und 3 Mitgliedervertretern zu unterzeichnen ist. Die Niederschrift hat die Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung der Vertreterversammlung und die Zahl der anwesenden Mitgliedervertreter, das Stimmenverhältnis bei den Abstimmungen und den Wortlaut der Beschlüsse anzugeben. 11 Aufgaben der Vertreterversammlung und Abstimmung 1. Die Vertreterversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben: a) Bestellung der Vorstandsmitglieder und deren Abberufung aus wichtigen Gründen; b) die Entgegennahme des Lageberichts und Feststellung des Jahresabschlusses ( 13 Nr. 2); c) Entlastung des Vorstandes für das abgelaufene Geschäftsjahr; d) Beschlussfassung über Änderungen der Satzung (vgl. auch 7); e) Beschlussfassung über Anträge des Vorstandes und der Mitglieder; f) Festsetzung einer Entschädigung für die Vorstandsmitglieder und die Kassenprüfer; g) Beschlussfassung über Verwendung eines Überschusses oder Deckung des Fehlbetrages ( 14); h) Beschlussfassung über Auflösung der Kasse und Bestandsübertragung ( 15). 2. Die Mitgliedervertreterversammlung hat außerdem aus dem Kreise der Mitglieder 2 Kassenprüfer und einen Ersatzmann für die Dauer von jeweils 2 Jahren zu wählen, die im Auftrage der Mitgliedervertreter die Verwaltung des Kassenvermögens zu überwachen, den Jahresabschluss zu prüfen und über ihre Tätigkeit in der ordentlichen Vertreterversammlung zu berichten haben. 3. In der Mitgliedervertreterversammlung hat jedes anwesende volljährige Mitglied eine Stimme. Stimmenthaltungen werden nicht berücksichtigt. Bei Beschlüssen nach 11 Ziffer 1 Buchstabe f sind die Kassenprüfer nicht stimmberechtigt. Beschlüsse über Satzungsänderungen, über die Auflösung der Kasse und eine Bestandsübertragung erfordern eine Mehrheit von ¾ der abgegebenen Stimmen. In allen übrigen Fällen genügt eine einfache Stimmenmehrheit. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhalten hat und die Wahl angenommen hat. Bei Stimmengleichheit erfolgt eine Stichwahl. 12 Vermögensanlage 1. Das Vermögen der Kasse ist, soweit es nicht zur Bestreitung der laufenden Ausgaben dient, wie die Bestände des Deckungsstocks gemäß 54 des Versicherungsaufsichtsgesetzes, der Anlageverordnung vom 20. Dezember 2001 sowie den hierzu von der Aufsichtsbehörde erlassenen Richtlinien anzulegen. 2. Die Verwaltungskosten sollen, soweit zu ihrer Deckung nach dem Geschäftsplan nicht andere Mittel vorgesehen sind, den geschäftsplanmäßig festgesetzten Prozentsatz der vereinnahmten Beiträge nicht übersteigen. 13 Rechnungslegung 1. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Nach Schluss eines jeden Geschäftsjahres hat der Vorstand der Kasse gemäß den Rechnungslegungsvorschriften den Jahresabschluss und den Lagebericht aufzustellen und der Aufsichtsbehörde einzureichen. 3. Die versicherungsmathematische Prüfung ist zum Schluss eines jeden dritten Geschäftsjahres durchzuführen und spätestens acht Monate nach dem Berechnungsstichtag der Aufsichtsbehörde vorzulegen. Der versicherungsmathematische Sachverständige hat seinem Gutachten die von der Aufsichtsbehörde bekannt gegebenen Richtlinien für die Aufstellung versicherungsmathematischer Gutachten bei Pensions- und Sterbekassen zugrunde zu legen. 14 Überschüsse und Fehlbeträge 1. Zur Deckung von Fehlbeträgen ist eine Verlustrücklage zu bilden. Dieser Rücklage sind jeweils mindestens 5% des sich nach 13 Ziffer 3 etwa ergebenden Überschusses zuzuführen, bis sie mindestens 5% der Deckungsrückstellung erreicht oder nach Inanspruchnahme wieder erreicht hat. 2. Ein sich nach 13 Ziffer 3 weiterhin ergebender Überschuss ist der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zuzuführen. Die Rückstellung ist zur Erhöhung der Leistung oder zur Ermäßigung der Beiträge oder für beide Zwecke zugleich zu verwenden. Die näheren Bestimmungen über die Verwendung der Rückstellung trifft auf Grund von Vorschlägen des Verantwortlichen Aktuars die Vertreterversammlung. Der Beschluss bedarf der Unbedenklichkeitserklärung der Aufsichtsbehörde. Eine sich aus dem Verwendungsbeschluss ergebene Tarifänderung bedarf der Genehmigung der Aufsichtsbehörde. 3. Ein sich nach 13 Ziffer 3 ergebender Fehlbetrag ist, soweit er nicht aus der Verlustrücklage gedeckt werden kann, aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zu decken und soweit diese nicht ausreicht, durch Herabsetzung der Leistungen oder durch Erhöhung der Beiträge oder durch beide Maßnahmen auszugleichen. Ziffer 2 Satz 3 und 4 gelten entsprechend. Alle Maßnahmen haben auch Wirkung für die bestehenden Versicherungsverhältnisse. Die Erhebung von Nachschüssen ist ausgeschlossen. 15 Auflösung oder Übertragung der Kasse 1. Nach Auflösung der Kasse findet die Abwicklung statt. Sie erfolgt durch den Vorstand der Kasse, soweit nicht durch die Vertreterversammlung andere Personen bestimmt werden. 2. Die Vertreterversammlung kann im Zusammenhang mit der Auflösung die Übertragung des gesamten Versicherungsbestandes mit allen Aktiven und Passiven auf ein anderes Versicherungsunternehmen beschließen, und zwar nach Maßgabe eines Übertragungsvertrages, dessen Inhalt der Genehmigung der Aufsichtsbehörde bedarf. Seite 3

4 3. Wird ein Übertragungsvertrag nicht geschlossen, so ist das Vermögen der Kasse nach dem von der Vertreterversammlung zu beschließenden und von der Aufsichtsbehörde zu genehmigenden Plan unter den Mitgliedern der Kasse zu verteilen. Die Mitglieds- und Versicherungsverhältnisse erlöschen mit dem im Auflösungsbeschluss bestimmten Zeitpunkt, frühestens jedoch 4 Wochen nach der Genehmigung der Aufsichtsbehörde durch die Aufsichtsbehörde. *1) Das Deckungskapital einer Versicherung wird durch verzinsliche Ansammlung eines Teil der für die Versicherung gezahlten Beiträge gebildet. Der zur Ansammlung verwendete Teil jedes Beitrages ist, ebenso wie der Zinsfluss, durch die Kasse geschäftsplanmäßig festgestellt und von der Aufsichtsbehörde genehmigt. Der Rest des Beitrages ist dazu bestimmt, die durch Tod fällig werdenden Versicherungssummen zu zahlen und die Kosten der Verwaltung zu decken. Die Rückvergütung ist daher im allgemeinen erheblich niedriger als die Summe der gezahlten Beiträge. Seite 4

5 Anlage zur Satzung (I) Tarife der Sterbekasse für den Niederrhein, Sitz Kleve Beiträge gemäß 3 der Satzung: 1. An Beiträgen sind von jedem der auf Sterbegeld Anspruch hat, Beiträge zu einem Sterbegeld von 409,03 bis zur Vollendung des 85. Lebensjahr monatlich im voraus nach dem nachstehenden Tarif zu zahlen: Alter bei Monats- Alter bei Monats- Versicherungs- beitrag Versicherungs- beitrag beginn Euro beginn Euro unter 14 0, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,15 2. Vom Beginn des 15. Lebensjahres an haben Versicherte bis zur Vollendung des 85. Lebensjahres vom 1. Oktober 1974 an monatlich im voraus einen Betrag von 0,61 zu entrichten. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem bei Abschluss der Versicherung erreichten Alter (= Eintrittsalter = bürgerliches Alter). 3. Der vorstehende Tarif wird am geschlossen. Für Zugänge und Erhöhungen ab dem bis sind von jedem, der auf Sterbegeld Anspruch hat, Beiträge zu einem Sterbegeld von 511,29 bis zur Vollendung des 85. Lebensjahres monatlich im voraus nach dem nachstehenden Tarif zu zahlen: Eintritts- Monatsbeitrag Eintritts- Monatsbeitrag alter Männer Frauen alter Männer Frauen 0 0,46 0, ,05 0,89 1 0,46 0, ,07 0,92 2 0,49 0, ,12 0,95 3 0,49 0, ,18 1,00 4 0,49 0, ,20 1,02 5 0,51 0, ,25 1,05 6 0,51 0, ,30 1,10 7 0,51 0, ,35 1,12 8 0,54 0, ,41 1,18 9 0,54 0, ,46 1, ,54 0, ,53 1, ,56 0, ,59 1, ,56 0, ,66 1, ,59 0, ,74 1, ,59 0, ,82 1, ,59 0, ,89 1, ,61 0, ,97 1, ,64 0, ,07 1, ,64 0, ,17 1, ,66 0, ,28 1, ,66 0, ,38 1, ,69 0, ,51 2, ,69 0, ,63 2, ,72 0, ,79 2, ,74 0, ,91 2, ,77 0, ,09 2, ,77 0, ,27 2, ,79 0, ,45 2, ,82 0, ,66 2, ,84 0, ,89 3, ,87 0, ,89 0, ,92 0, ,95 0, ,97 0, ,02 0,87 *) Kindermitversicherung: Kinder konnten in der Zeit vom bis bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres jeweils bis zur Höhe der vom Hauptversicherten abgeschlossenen Versicherungssumme zu einem Beitrag von 0,10 monatlich pro 511,29 Sterbegeld mitversichert werden.

6 Seite 6 4. Der vorstehende Tarif wird am geschlossen. 4.1 Für Zugänge und Erhöhungen ab dem sind von jedem, der auf Sterbegeld nach Tarif Klassik (Tarif 2001 I) Anspruch hat, Beiträge zu einem Sterbegeld von 500,00 bis zur Vollendung des 85. Lebensjahres monatlich im voraus nach dem nachstehenden Tarif zu zahlen: Tarif Klassik (Tarif 2001 I) Eintritts- Monatsbeitrag Eintritts- Monatsbeitrag alter Männer Frauen alter Männer Frauen 0 0,38 0, ,48 1,14 1 0,36 0, ,55 1,19 2 0,37 0, ,62 1,24 3 0,38 0, ,69 1,30 4 0,39 0, ,78 1,35 5 0,39 0, ,86 1,42 6 0,40 0, ,95 1,48 7 0,41 0, ,05 1,55 8 0,42 0, ,15 1,63 9 0,43 0, ,26 1, ,44 0, ,37 1, ,45 0, ,50 1, ,47 0, ,63 1, ,48 0, ,77 2, ,49 0, ,92 2, ,50 0, ,08 2, ,52 0, ,26 2, ,53 0, ,45 2, ,55 0, ,65 2, ,56 0, ,88 2, ,58 0, ,12 3, ,59 0, ,39 3, ,61 0, ,68 3, ,63 0, ,00 3, ,65 0, ,36 4, ,67 0, ,69 0, ,71 0, ,73 0, ,76 0, ,79 0, ,81 0, ,84 0, ,87 0, ,91 0, ,94 0, ,98 0, ,02 0, ,06 0, ,10 0, ,15 0, ,19 0, ,24 0, ,30 1, ,36 1, ,42 1, Für Zugänge und Erhöhungen ab dem sind von jedem, der auf Sterbegeld nach Tarif junge Menschen (Tarif 2002 II) Anspruch hat, Beiträge zu einem Sterbegeld von 500,00 bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres monatlich im voraus nach dem nachstehenden Tarif zu zahlen: Tarif junge Menschen (Tarif 2001 II) Eintritts- Monatsbeitrag Eintritts- Monatsbeitrag alter Männer Frauen alter Männer Frauen 0 0,38 0, ,73 0,61 1 0,36 0, ,76 0,64 2 0,37 0, ,79 0,66 3 0,38 0, ,82 0,69 4 0,39 0, ,85 0,72 5 0,40 0, ,89 0,74 6 0,41 0, ,93 0,78 7 0,42 0, ,97 0,81 8 0,43 0, ,01 0,84 9 0,44 0, ,06 0, ,45 0, ,10 0, ,46 0, ,16 0, ,47 0, ,22 1, ,49 0, ,28 1, ,50 0, ,34 1, ,52 0, ,42 1, ,53 0, ,49 1, ,55 0, ,58 1, ,57 0, ,67 1, ,58 0, ,78 1, ,60 0, ,89 1, ,62 0, ,01 1, ,64 0, ,15 1, ,66 0, ,31 1, ,68 0, ,48 2, ,71 0,59

7 Seite 7 Anlage zur Satzung (II) Sterbegeld gemäß 4 der Satzung: 1. Das tarifliche Sterbegeld für ab abzuschließende Versicherungen beträgt 500,00. Für zwischen dem und abgeschlossenen Versicherungen beträgt das Sterbegeld 511,29. Für vor dem abgeschlossene Versicherungen beträgt das Sterbegeld meist 409,03. Nur bei dem vor dem abgeschlossene Versicherungen beträgt das Sterbegeld in einigen Fällen noch 332,34. Das Sterbegeld erhöht sich um den von der Vertreterversammlung beschlossenen Bonus und Gewinnzuschlag. 2. Durch Zusatz- oder Mehrfachversicherungen eines Mitglieds darf ein Sterbegeld von 7.669,38 nicht überschritten werden. Kleve, den Der Vorstand Letzte Änderung genehmigt durch Verfügung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 28.Mai 2002, Gesch.-Z.: VA /02 Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Im Auftrag gez. Oehlenberg

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