ABGEKIPPT UND FallEN GELASSEN

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1 ABGEKIPPT UND FallEN GELASSEN Fallen gelassen? Viele Millionen Menschen, die in armen Ländern von der Landwirtschaft leben, werden einfach fallen gelassen. Reiche Länder und reiche Firmen bestimmen die Regeln des Welthandels. Arme Menschen und arme Länder werden dabei immer ärmer. Das sollen diese Bilder vermitteln. Sie werden weltweit gezeigt, um die schlichte Wahrheit über den ungerechten Welthandel zu erzählen... und die einfache Lösung: Gemeinsam und lautstark können wir Politiker und Firmenchefs dazu bringen, den Welthandel gerecht zu gestalten. Eine von Menschen gemachte Krise Die Landwirtschaft ernährt uns alle, und mehr als zwei Milliarden Menschen bestreiten daraus ihren Lebensunterhalt. Sie ist der grundlegende Wirtschaftszweig und sie ist in der Krise. Diese Krise ist von den Menschen selbst gemacht. Sie ist das Ergebnis kurzsichtigen Handelns von Regierungen und großen Konzernen, die die Regeln des Welthandels diktieren. Anstatt Millionen von Menschen einen Weg aus der Armut zu ermöglichen, sind gegenwärtige Handelsregeln die Ursache dafür, dass dieser Weg versperrt bleibt. Unfaire Subventionen und Beihilfen Landwirtschaftliche Betriebe in den reichen Ländern erhalten Milliarden an Subventionen. Die erzeugten Überschüsse werden auf die Märkte armer Länder abgekippt zu Preisen weit unter den Produktionskosten. Die Bauern in den armen Ländern können nicht mithalten und werden ruiniert.

2 Schwankende und zu niedrige Preise Stark schwankende und ständig sinkende Preise für Kaffee und andere Agrarrohstoffe gefährden das Einkommen vieler armer Bauern und Landarbeiter. Reiche Länder und große Konzerne tun nicht genug dafür, dass die Bauern einen gerechten Preis für ihre Produkte erhalten. Scheinheiligkeit als Prinzip Mächtige Handelsnationen zwingen arme Länder zur Marktöffnung. Zugleich schotten die reichen Länder ihre Märkte speziell für weiterverarbeitete Produkte aus den armen Ländern ab. So hat der Aufbau einer verarbeitenden Industrie dort keine Chance. Abwärts in die Armut Unfairer Handel zerstört die Existenzgrundlagen von Bauern in der ganzen Welt. Sie können es sich nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken, Medikamente zu kaufen oder ihre Familien ausreichend zu ernähren. Arme Länder verlieren wegen der unfairen Handelsregeln Millionen an Staatseinnahmen. Dieser Abwärtstrend könnte jedoch umgekehrt werden. Gerechte Handelsregeln könnten das Leben von Millionen Menschen verbessern. Die laufenden Verhandlungen in der Welthandelsorganisation (WTO) bieten die Möglichkeit, den Handel gerecht zu gestalten ist dabei ein entscheidendes Jahr. Doch allen Entwicklungsversprechungen zum Trotz, sind die bisherigen Reformvorschläge der reichen Länder völlig unzureichend und gefährden die zukünftige soziale, ökologische und wirtschaftliche Entwicklung von armen Ländern. Oxfam appelliert mit seiner Kampagne Make Trade Fair an Regierungen, internationale Institutionen und globale Konzerne, armen Menschen eine Chance zu geben, sich durch eigene Arbeit und über gerechten Handel einen Weg aus der Armut zu bahnen. Sie können helfen! Machen Sie mit beim Riesenlärm für einen gerechten Welthandel. Geben Sie der Big Noise - Petition von Oxfam Ihre Stimme. Gemeinsam und lautstark können wir Politiker und Wirtschaftsbosse dazu bewegen, den Handel fair zu machen. Danke! Unser herzlicher Dank gilt Greg Williams, der dieses Projekt für Oxfam konzipiert und viele der Fotos gemacht hat. Ebenso dankt Oxfam all den Künstlern, Sportlern und anderen Prominenten, die einverstanden waren, sich für eine gute Sache zuschütten und übergießen zu lassen. Aus Platzgründen können wir hier nur einen Teil der Fotos zeigen. Weitere Informationen unter und Oxfam ist Mitträger der Welthandelskampagne Gerechtigkeit jetzt!. Oxfams Kampagne ist Bestandteil der Weltweiten Aktion gegen Armut. Oxfam Deutschland gehört zu Oxfam International, einem Bund von 13 unabhängigen Hilfsorganisationen, die in über 100 Ländern des Südens und Osteuropas mit Nothilfe, langfristigen Projekten zur Selbsthilfe sowie in der entwicklungspolitischen Lobby- und Kampagnenarbeit tätig sind. Oxfam Deutschland e.v., Greifswalder Str. 33a, Berlin, Tel.: ,

3 Youssou N Dour Michael Stipe (R.E.M.) Alanis Morissette Thom Yorke (Radiohead)

4 Chris Martin (Coldplay) Antonio Banderas Angelique Kidjo Bono (U2)

5 Haile Gebreselassie Heike Makatsch Damon Albarn (Blur) Gael Garcia Bernal

6 In Mexiko stehen fünf Millionen Bauern vor dem Ruin, weil die US-Regierung ihre Maisfarmer massiv subventioniert. Die USamerikanische Überproduktion wird zu Dumpingpreisen exportiert. Mexikanische Maisbauern können nicht mithalten. Antonio Banderas Fotos: Greg Williams für Oxfam

7 Weizen wird in Europa fast doppelt so teuer produziert wie in vielen armen Ländern. Dennoch wird er mit Hilfe riesiger Subventionen billig auf die Märkte armer Länder geschüttet. Das drängt arme Bauern aus dem Geschäft und in die Armut. Alanis Morissette Fotos: Greg Williams für Oxfam

8 Die europäische Geflügelindustrie verkauft die Hühnerteile, für die sie in Europa keinen Absatz findet, billig nach Westafrika. Afrikanische Geflügelproduzenten können mit dieser Abfallentsorgung nicht konkurrieren. Angelique Kidjo Fotos: Greg Williams für Oxfam

9 Entwicklungsländer verlieren etwa hundert Milliarden Dollar im Jahr, weil die Handelsschranken reicher Länder sie daran hindern, vom Handel mit Agrarprodukten zu profitieren. Je weiter z.b. Kakao verarbeitet ist, desto höher die Handelsschranken reicher Länder. Thom Yorke (Radiohead) Fotos: Greg Williams für Oxfam

10 45 Prozent der US-Reisproduktion werden exportiert, zu subventionierten Preisen, die weit unter den Produktionskosten liegen. Gleichzeitig zwingen die USA arme Länder, ihre Märkte für den billigen US-Reis zu öffnen. Arme Reisbauern sind nicht konkurrenzfähig und werden in den Ruin getrieben. Chris Martin (Coldplay) Fotos: Greg Williams für Oxfam

11 Bono (U2) In der EU erhalten große Zuckerfirmen mehrere 100 Millionen Euro im Jahr, damit sie überschüssigen Zucker zu niedrigsten Preisen auf den Weltmarkt dumpen können. Exportchancen armer Länder werden gemindert. Ihre Bauern werden vom Markt und in die Armut abgedrängt. Fotos: Greg Williams für Oxfam

12 In Westafrika leben 10 Millionen Menschen von der Baumwolle. Aber ihre Lebensgrundlage wird durch die Dumpingpolitik der USA bedroht. Die USA pumpen jährlich vier Milliarden Dollar in ihren Baumwollsektor; 80 Prozent davon gehen an nur 10 Prozent der Unternehmen. Youssou N Dour Fotos: Nick Stevens für Oxfam

13 Milchbauern in Jamaika, Kenia, der Dominikanischen Republik und anderswo leiden unter den subventionierten Billigimporten aus der Europäischen Union. Hunderte Millionen Euro an Exportsubventionen machen die EU zum größten Exporteur von Milchprodukten. Michael Stipe (R.E.M.) Fotos: Greg Williams für Oxfam

14 Haile Gebreselassie Während Menschen überall auf der Welt äthiopischen Kaffee genießen, verdienen viele äthiopische Kaffeebauern so wenig, dass sie kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Welthandel kann helfen, Armut zu beseitigen aber die Regeln müssen fair für alle sein. Fotos: Petterik Wiggers für Oxfam

15 Die EU exportiert jährlich mehr als 10 Millionen Tonnen Milchprodukte auf den Weltmarkt. Exportsubventionen in Millionenhöhe machen es möglich. Leidtragende sind Milchbauern in armen Ländern. Billiges Milchpulver aus Europa verdrängt ihre Milch vom Markt und treibt sie in den Ruin. Heike Makatsch Fotos: Nick Stevens für Oxfam

16 In Westafrika wird Baumwolle in sehr guter Qualität kostengünstig produziert. Das weiße Gold ist ein Hauptexportgut für Länder wie Mali oder Burkina Faso. Die niedrigen Preise auf dem Weltmarkt, mit verursacht durch milliardenschwere Subventionen in den USA, haben verheerende Folgen für afrikanische Bauern und die Entwicklung der ganzen Region. Gael Garcia Bernal Fotos: Simon Clarke für Oxfam

17 Damon Albarn (Blur) Die EU rangiert bei den weltweiten Exporten von Tomatenkonzentrat auf Platz drei, ermöglicht durch Millionen-Subventionen für die Produktion und die Verarbeitung von Tomaten. In Ghana z.b. können viele einheimische Bauern ihre Tomaten nicht mehr verkaufen und Konservenfabriken, die vielen Menschen Arbeitsplätze boten, mussten schließen. Fotos: Greg Williams für Oxfam

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