Török Katalin. Computergebrauch im Kindergarten. MultiGarden in Nadasch

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1 Török Katalin Computergebrauch im Kindergarten. MultiGarden in Nadasch Konzulens: Dr. Klein Ágnes főiskolai docens 1. Einleitung Die Zukunft gehört den Kindern, und nicht nur in Hinsicht auf die zukünftige Verantwortung, die sie als nachfolgende Generation gegenüber der Welt zu tragen haben. Computer sind heute allgegenwärtig und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. In der heutigen Zeit wird der Umgang mit dem Computer, und die Fähigkeit das Internet als Medium der Informationssuche zu nutzen, immer wichtiger. Der Computer ist ein modernes Hilfsmittel des Menschen, der Aufgaben in den verschiedensten Bereichen übernimmt. In der täglichen Korrespondenz, der Daten- und Wissensvermittlung und in vielen anderen Bereichen erleichtert der Einsatz der neuen Technologien Arbeiten, die zu Hause anfallen. Damit Kinder in Zukunft mit den Fortschritten der neuen Technologien mithalten können, kommt einer guten Ausbildung in den Bereichen Computer und Internet eine immer größere Bedeutung zu. Es ist wichtig, den Kindern die Möglichkeit zu geben, durch Bildung und Ausbildung diese neue Welt zu verstehen, und die Hilfsmittel, die ihnen geboten werden, positiv nutzen zu können. Diese Ausbildung fängt schon im Kindesalter an, und muss auch in der Schule einen festen Bestandteil bilden. In meiner Arbeit schreibe ich über die Medienkompetenz, die den Kindern vermittelt werden sollten. Dabei werden verschiedene Aspekte behandelt. Es geht um die Computerbenutzung im Kindergarten. Während meiner Forschungen habe ich über die Copmuterbenutzung der Kinder erfahren und habe festgestellt, wie wichtig sie in der Kinderzeit ist. Es ist wichtig, dass mir als Erzieherin die neue Methoden auch bewusst sind, und ich es den Kindern weitergeben kann. In der Arbeit schreibe ich über das Nadascher MultiCenter, das vor dreizehn Jahren eröffnet wurde. Im Nadascher Kindergarten werden Computer zwecks der Spracherziehung benutzt. Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über den komplexen Themenbereich Kinder und Medien bieten. Das Ziel ist festzustellen, dass die negativen Möglichkeiten der Medien oder die positiven im Übergewicht sind. Es soll insbesondere herausgefunden werden, ob Medien u.a. für Gewalt unter Kindern und Jugendlichen, 1

2 Konzentrationsstörungen, Ängste, schlechte schulische Leistungen und Übergewicht verantwortlich sind oder ob die negativen Wirkungen geringer sind als angenommen. 2. Begriffsbestimmungen 2.1 Medien Will man mit Medien im Kindergarten arbeiten, so ist es notwendig, diesen Begriff näher zu betrachten. Zwei etymologische Wurzeln prägen das lateinische Wort medium. Erstens ist es bezeichnend für Mitte, Mittelpunkt, dazwischen liegend, in der Mitte befindlich. Ein Medium ist im Allgemeinen ein Träger oder ein Übermittler von jemandem oder etwas. Ein Medium als Mitte bedeutet aber auch einen Ort der Begegnung, einen Ort, der Unterschiedliches zusammenbringt und miteinander in Beziehung bringt. Bei der Einteilung der Medien orientiere ich mich an eine gängige Systematik, wie sie auch Pross (Kübler, 1994) vorschlägt. Grund dafür ist, die mögliche Bandbreite an einsetzbaren Medien erfassbar zu machen: Primäre Medien als Mittel der Kommunikation ohne Techniken oder Geräte, wie sie bei Interaktion von Angesicht zu Angesicht notwendig sind. Dazu zählt die Sprache, Mimik und Gestik. Sekundäre Medien werden zwar mit Techniken oder Geräten produziert, verlangen aber bei ihrer Rezeption keine solchen Techniken. Es zählen dazu das gedruckte Buch oder auch die Zeitung, also die Printmedien. Tertiäre Medien verlangen Techniken bzw. Geräte für deren Produktion als auch Rezeption, wobei beispielsweise Fernsehen und Kamera als tertiäre Medien betrachtet werden. Die Diskussion rund um Computer und Internet als quartiäre Medien ist wissenschaftlich noch nicht abgeschlossen Medienpädagogik Wenn von Integration verschiedenster Medien im Kindergartenalltag gesprochen wird, ist damit vor allem medienpädagogisches Arbeiten gemeint. Dabei rückt die 2

3 Medienpädagogik in das Interesse der modernen Kindergartenpädagogik und soll hier kurz beschrieben werden. Der Begriff der Medienpädagogik als Teildisziplin der Pädagogik wird schon seit langem beschrieben. Eine allgemeine Definition: Die Medienpädagogik umfasst alle Bereiche, in denen Medien für die Entwicklung des Menschen, für die Erziehung, für die Aus- und Weiterbildung sowie für die Erwachsenenbildung pädagogische Relevanz haben. Es erscheint deshalb sinnvoll, den Begriff Medienpädagogik als übergeordnete Bezeichnung für alle pädagogisch orientierten Beschäftigungen mit Medien in Theorie und Praxis zu verstehen und einzelne Aspekte der Medienpädagogik näher zu spezifizieren (Issing, 1987). 3. Kinder und Medien 3.1. Unsere Welt eine Welt der Medien "Kinder, auch die Allerkleinsten, können von den Medieninformationen nicht abgeschirmt werden. Sie nützen immer selbstverständlicher die sie umgebenden technischen Geräte. In meiner Kindheit war das Telefonieren ein (teures) Abenteuer; heute können bereits Kleinkinder kaum, dass sie die Sprache beherrschen, einen Telefonapparat selbständig bedienen. Genauso selbstverständlich schalten sie den Fernsehapparat ein, wenn ihnen langweilig ist, oder legen eine Videokassette ein. Die "elektronische" Großmutter ist für viele Familien eher zu erreichen als die wirkliche Großmutter, die dann meist auch noch berufstätig ist, und wenig Zeit hat, um Geschichten zu erzählen oder mit dem Kind auf Entdeckungsreise in den Wald zu gehen. Jede zweite Familie hat inzwischen einen Computer, für Kinder gibt es Lernsoftware und Spiele, die bereits im Kindergartenalter gerne benutzt werden. Dazu kommen der Gameboy und andere kleinere elektronische Spiele. Diese können dann auf der Fahrt in den Urlaub oder draußen im Freien benutzt werden. Der Kassettenrecorder spielt bei kleinen Kindern ebenfalls eine große Rolle, da er ihnen Geschichten erzählt, und sie dabei ihren eigenen Phantasien nachhängen können. Ein ganzer Wirtschaftszweig beschäftigt sich mit Kindermedien, und diese werden immer vielfältiger und für immer jüngere Kinder konzipiert. So kann man davon ausgehen, dass Kinder bereits beim Eintritt in den Kindergarten vielfältige Medien kennen gelernt haben und den Umgang mit diesen beherrschen. (Blank-Mathieu, 2001) 3

4 4. Ab wann und wie lange an den PC? Man stellt die Frage: ab wann darf das Kind an den Computer? Die Meinungen verteilen sich sehr. Solange es freiwillig ist und sinnvoll begleitet wird, können nach Meinung von Aufenanger (Grünewald, 2007) schon 3-Jährige an den PC - allerdings nicht beliebig lange: Eine halbe Stunde pro Tag ist das absolute Maximum. Auch Kritiker Pfeiffer will nicht zurück zur Steinzeit und findet, dass Kinder das Internet nutzen und s schreiben sollen. Aber aus seiner Sicht reicht es, wenn sie damit im Alter von 10 Jahren beginnen. In den Vereinigten Staaten gibt es Software für Babys ab sechs Monaten. Sie sollen dadurch lernen Farben, Formen oder Körperteile zu erkennen. Doch wie auch Fernsehen ist reines Zuschauen am Monitor für Kinder in diesem jungen Alter nicht mit einem Lernerfolg verbunden. Kleinkinder erforschen ihre Welt durch Tasten und Greifen besser als über einen bunt flimmernden Bildschirm. Der Computer darf auch immer nur eine Spielmöglichkeit unter vielen sein. Erfahrungen im Spiel mit anderen Kindern kann ein Computer nicht ersetzen. Und wichtig ist natürlich, dass das Kind ausgiebige Bewegung beim Herumtollen, Spielen und beim Sport bekommt. Eine halbe Stunde vor dem Monitor ist am Anfang auch genug. 5. Computer im Kindergarten 5.1. Welche Medien sind im Kindergarten vertreten? Welche Medien stehen außer dem Computer heute noch zur Verfügung? Zunächst Printmedien, dies sind Bilderbücher und Zeitschriften. Printmedien bieten den Vorteil, dass sich Kinder jederzeit mit ihnen alleine beschäftigen können. Sie können sich mit ihnen in eine Ecke zurückziehen, ihrer Phantasie Spielraum geben und sich in die Welt der Geschichte oder eines Erlebnisses hineinversetzen. Aber auch Sachbücher sollten mehr eingesetzt werden. Kinder benötigen viele Informationen in unserer Informationsgesellschaft. Man kann nicht früh genug damit beginnen, ihnen Grundinformationen zukommen zu lassen. Man kann sagen, dass der Fernseher auch im Kindergarten vertreten ist, weil die Kinder ihre Fernseherlebnisse dort besprechen. 4

5 Der Kassettenrecorder, der sonst in einer Ecke des Kindergartens herumsteht, kann dazu benutzt werden gemeinsam Kinderkassetten zu hören, die Geschichten in Form von Rollenspielen weiterzuspielen, sie als Bilderbuch zu gestalten und vieles mehr. Auch ein Fotoapparat ist leicht zu bekommen. Kinder zu fotografieren, bestimmte Ereignisse festzuhalten, dies wird vielfach gemacht. Heutzutage steht in immer mehreren Kindergärten der Computer auch zur Verfügung. Den Kindern ist er nicht fremd, in fast allen Familien gibt es mindestens einen. Der Computer bietet viele Möglichkeiten zur Entwicklung. Die Kinder interessieren sich für digitale Sachen, die Entwicklung kann damit spielerisch gestaltet werden Computernutzung in Kindertageseinrichtungen Das wohl derzeit umstrittenste Medium ist der Computer. Der Gebrauch eines solchen als eine Art Schreibmaschine für die Erzieherinnen wird wohl zunehmend anerkannt, jedoch ist er in den Augen der meisten Erzieherinnen im Gruppenraum unerwünscht. Während Erzieherinnen sich in der Ausbildung und Praxis noch viele Gedanken über die Nutzung verschiedener Medien machen, entwickeln die Kinder mit Hilfe der Computerlogik ihr Verständnis für Zusammenhänge und Symbole. Sie können sich in der Softwarewelt problemlos bewegen, wissen, wie man Figuren "zum Leben erweckt", und sind begeistert über die Möglichkeiten, die ihnen der Computer bietet. Kinder sehen, anders als viele kritische Erzieherinnen, den Computer als ein Medium neben anderen. Für sie hat sowohl der Malkasten als auch das Malprogramm auf dem Computer seine Berechtigung, und mit jedem kann man anderes anfangen und zu anderen Ergebnissen gelangen. Wenn ein Kind kreativ mit Hammer und Nägeln umzugehen versteht, kann es dennoch sein, dass es sein Lernbedürfnis auch mit Hilfe einer CD-Rom zufriedenstellen möchte. (Blank-Mathieu, 2001) Kriterien zur Auswahl von Computerspielen Die richtige Auswahl der Software muss von den Erwachsenen getroffen bzw. entschieden werden. Es geht um die Frage, welche Software auf ihrem Kindergartencomputer zum Einsatz kommt. So sind Erzieherinnen nach wie vor angehalten, sich nicht nur passiv damit zu begnügen, einen entsprechenden Computer zur Verfügung zu stellen, sondern sich zunächst selbst mit den Möglichkeiten und der Auswahl der Software zu befassen. Es sollte 5

6 selbstverständlich sein, dass die Erzieherinnen die Software zunächst selbst testen, bevor sie im Kindergarten zum Einsatz kommt. Den folgenden Kriterien muss das Computerspiel entsprechen: Das Spiel sollte einfach zu bedienen sein, das bedeutet: selbst erklärend, leicht verständlich. Die Symbole sollte anzeigen, was beim Anklicken in etwa passieren wird. Das Spiel sollte grafisch übersichtlich sein, also nicht zu viele Bilder anbieten. Die Grafiken sollten kindgerecht sein, an die Erfahrungswelt der Kinder anknüpfen. Die Figuren sollten Wiedererkennungswert haben und zur identifikation einladen. Kinder lieben starke visuelle Reize; zu schneller Bildwechsel oder zu viele Reize überfordern jedoch eher. Das Spiel sollte vielfältige Aufgaben enthalten. Logisches Verknüpfen, Kombinationsfähigkeit und sprachliche Fähigkeiten sollten genauso gefordert werden wie Reaktionsschnelligkeit. Wichtig ist auch, dass das Spiel an die Fähigkeiten der Kinder anknüpft. Es muss Ihnen genügend Zeit geben, zu reagieren. Der Spielverlauf sollte das Kind nicht überfordern. Das Spiel sollte die Beteiligung mehrerer Spieler zulassen. Und natürlich: Spielinhalte und die entsprechenden Figuren und Grafiken dürfen nicht gewaltverherrlichend, rassistisch oder pornografisch sein! (Wiese-Fiedler Eichhorn, 2002: S. 15) Selbst wenn alles abgeklärt ist, die Erzieherinnen sich sicher sind, einen Computereinsatz in ihrer Einrichtung zu wagen, so sollten sie dies auch im Elternabend einbringen. Sie müssen sich auch darüber im Klaren sein, dass Kinder zwar mit dem Computer aufwachsen und die Bedienung auch erlernen sollten, aber dass der Computer nur ein Medium von vielen ist, die einen Einsatz im Kindergarten rechtfertigen. 6. MultiCenter in Nadasch (Mecseknádasd) 6.1. MultiCenter Begriffserklärung MultiCenter (=MC) is eine Umgebung, die in ihrer Ausbildung neuartig und multifunktionell ist: passt zu unterrichtlichen, außer Unterrichtlichen und auch zu 6

7 Freizeittätigkeiten. Mit dem System kann man sowie für die Kinder als auch für die Erwachsenen erlebnisvolle Beschäftigungen organisieren. Dieses zeitgemäße, entwickelnde erzieherische Entwicklungssystem MultiCenter wird in vielen Ländern auf der ganzen Welt eingesetzt. Ihre inhaltliche und formale Planung vertritt im Vergleich zu den traditionellen Bildungsinstituten eine Alternative, verbindet den Unterricht und die Unterhaltung, die mit ihrem besonderen Lehrmaterialinhalt und individuellen Mittelsystem erreichen kann. Die MC Pädagogik kann man am anschaulichsten mit dem Ausdruck spielerisch lernen [aus Englisch: edutainment (educaton + entertainment = Unterricht + Unterhaltung)] kennzeichen. Die kleineren Kinder beteiligen sich an den spielerischen förndenden Beschäftigungen, die Größeren nehmen die Erlebnisse von den Beschäftigungen mit. Das MC bedeutet nicht nur gut konstruiertes Unterrichtsprogramm, sondern eine einheitliche Entwicklungsumgebung auch. Achtsam ausgearbeiteter pädagogischer Hintergrund sichert, dass die Beschäftigungen zum Lehrstoff und zu den Unterrichtsprogrammen passen. Das MC lehrt Lernen und hilft die Sprache der Computer kennenzulernen dadurch, dass die Kinder tätige und aktive Beteiligte des Lernvorgangs sind. Das MC stärkt die Teamarbeit und entwickelt die Seite der Intelligenz, die die traditionellen, unterrichtlichen Methoden oft vernachlässigen. Es ist erfolgreich, weil im Mittelpunkt der Zusammenarbeit die Erzieherinnen und Kinder stehen. Gute Fachmänner leiten die Kinder/Schüler, die Programme sind auf das Individuum abgeschnitten, dadurch können die Kinder die Problemlösung und Zusammenarbeit mit dem Partner erwerben. Das MC bietet seine Dienstleistungen von der Kinderzeit bis zum Erwachsenensein, von 4 bis 99 Jahren an (www.ite.hu/kateg-16-1-multicenter.html) Die Module des MultiCenters MultiCenter ist modularisch, so kann es dem eigenartigen Bedarfe entsprechen. Zwischen seinen Modulen sind kindliche Entwicklungsmittel, der Sprachunterricht, die künslerische Erziehung und das reiche Instrumentarium der Berufsorientierung auch auffindbar. Es wurde immer für die Benutzerzielgruppe entsprechend individuell zusammengestellt. 7

8 Es gibt Module für Kinder und für Ältere auch. Diese Module sind: TechnoLab (Entdeckung der Umgebung), MultiMusic, MultiLingua (Sprache), MultiRoom (verschiedene kulturelle Gebiete), MultiScience (Naturwissenschaft), MultiTech und MultiArts (visuelle Kultur), MultiKid (für Grundschulkinder) MultiGarden wurde für 4-8 Jährigen Kinder hergestellt. Es ist ein Programm für die Entwicklung der Fähigkeit und Fertigkeit. In diesem Zeitalter entwickeln wir viele Fähigkeiten und Fertigkeiten und auch die Einstellung zum Lernen, es bildet für die spätere Entwicklung eine wichtige Basis. Heutzutage hören wir viel über Dyslexie, Dysgraphie, Dyscalculie. Diesen Problemen kann man vorbeugen, wenn die Kinder über die nötigen Grundfähigkeiten für das Lesen, Schreiben und Rechnen verfügen, bevor sie mit dem Lernen anfangen. Die Programme werden mit Hilfsmitteln beim Lernen ergänzt. Von den manipulativen Tätigkeiten kommen die Kinder zur abstrakten Realisation der Aufgaben. Es trägt relevant zur Entwicklung des Denkens bei. In Nadasch gibt es die Module MultiLingua, MultiGarden, MultiKid, MultiMusic und MultiArts Nadascher MultiCenter Elemente des MultiCenters in Nadasch Pitz-Dittrich (2004) schrieb über das Nadascher MultiCenter das Folgende: Nadasch liegt 30 km entfernt von Pécs. In der Ortschaft leben noch viele Ungarndeutsche, deswegen sind sowohl der Kindergarten als auch die Grundschule zweisprachig. Die Kindertageseinrichtungen suchten schon immer nach neuen Methoden, mit denen man das Lernen wirksamer und für die Kinder interessanter gestalten kann. Deshalb wurde in Nadasch das MultiCenter eröffnet. Das ist ein Unterrichts- und Entwicklungszentrum mit 27 Computern eine Alternative neben dem traditionellen Unterricht. Die hier verwendeten Methoden sind lebensalterspezifisch. Sie ermöglichen das spielerische Lernen im Rahmen des Unterrichts, sie bieten aber gleichzeitig verschiedene Möglichkeiten zur nützlichen Freizeitgestaltung. Der bunte und reichhaltige Lehrstoff der einzelnen Module macht es möglich, dass die Kinder seinem Alter und seinen Fähigkeiten entsprechende Aufgaben 8

9 bekommen. Durch diese Differenzierung können im MultiCenter sowohl Talente als auch Kinder mit Entwicklungsschwierigkeiten gefördert werden." Das MultiGarden Modul befindet sich im Nadascher Kindergarten, es ist für Kinder von vier bis acht Jahren gedacht. Die Themen des Programms kann man in den Erziehungsplan einbauen (mathematische Erfahrungen, Umweltkenntnisse, visuelle Erziehung). Wir haben jede Woche eine Beschäftigung für die große Gruppe und jede zweite Woche eine für die mittlere. Die Programme sind spielerisch, vielfältig und erlebnisreich. Sie bieten Kenntnisse und verstärken die Lernfähigkeiten, denn sie bauen auf das spontane Interesse der Kinder. Die Beschäftigung im MultiGarden besteht nicht nur aus Spiel mit den Computern, sondern die Kinder machen auch ihre ersten konkreten Erfahrungen mit handgreiflichen Mitteln. Dazu stehen die zu den einzelnen Programmen passenden Mittel (Mittel in zwei und drei Dimensionen) in guter Qulität zur Verfügung. Die Einübung der Kenntnisse und Fähigkeiten ist durch die Lösung der abwechlungsreichen und mehrstufigen Aufgaben garantiert. Die Kinder arbeiten im Team, drei Kinder an einem Computer. Jedes Kind hat seine Aufgaben, und nach der Lösung wechseln sie die Aufgaben. Nach den Erfahrungen des ersten Jahres kann ich sagen, dass die Kinder sehr schnell die Zusammenarbeit lernen und die Fähigkeit zur Hilfsbereitschaft entwickeln. Das Programm motiviert mit positiver Verstärkung, mit der Methode Loben und Hilfe leisten, deshalb haben die Kinder im MultiGarden keinen Misserfolg. Nach meiner Erfahrung können diese Beschäftigungen im MultiCenter wirksam die Orientierung im Raum, die Augen- und Handkoordination, die Fingerfertigkeit, die präzise und differenzierte Beobachtung sowie das akustische, verbale und visuelle Gedächtnis entwickeln. Durch Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten und mit Ausbau der sozialen Kulturen ist dieses Programm eine große Hilfe bei der Vorschulerziehung. Die Programme im MultiGarden auf Deutsch bieten somit auch Möglichkeiten für die Erziehung in der Nationalitätensprache, weil hier die deutsche Sprache spielerisch geübt werden kann. Die Erzieherin kann bei Wortschatzübungen verschiedene Themen (Tiere, Gemüse, Früchte, Küche, Badezimmer, Geräte, Transportmittel, Kleider, Spielzeug, Möbel, Schule, Farben, Zahlen, Formen) ihrem Erziehungsplan entsprechend wählen. Alle Computer haben Internetanschluss. Das ermöglicht, dass man auch zu anderen Fächern Lehrmaterialien suchen und verwenden kann. 9

10 Software Pamudi Von 27 Computern des Entwicklungszentrums gibt es im Kindergarten in Nadasch vier Computer. Die Software ist auf allen Computern installiert. Die Kinder arbeiten bei der MultiGarden-Beschäftigung in Team. Zu jedem Computer gehört eine Holzdose. Auf der Holzdose gibt es einen Pamudi-Knopf (Pamudi ist eine Figur, ein kleiner Junge), einen roten Knopf und vier Knöpfe mit Richtungspfeilen. Diese Dose ersetzt die Tastatur (aber es gibt natürlich auch Tastatur zum Computer). Mit Pfeilen kann man sie sinngemäß bewegen. Pamudi-Knopf bedeutet wie bei der Tastatur Enter. Mit dem roten Knopf kann man in den Aufgaben etwas wechseln (z. B. Farbe wechseln). Wenn man aber Pamudi + Rot drückt, kann man aus dem Programm austreten. Der Menübildschirm enthält zehn Programme. Ein Programm können wir mit dem Pfeil auswählen, dann drücken wir Enter, also Pamudi. Der Menübildschirm enthält sie in dieser Reihenfolge: 1. Über unsere Welt; 2. Über unsere Welt fortgeschritten; 3. Farben; 4. Schmetterlinge; 5. Teil und Ganz; 6. Matematische Grundbegriffe A; 7. Matematische Grundbegriffe B; 8. Puzzlespiel; 9. Asymmetrisches Puzzlespiel; 10. Streifzug mit den Buchstaben In diesen zehn Programmen sind auch Unterprogramme, die vielfältigen Möglichkeiten für die Sprachentwicklung bieten. Im Folgenden wird erklärt, wieviele Möglichkeiten das MultiCenter für die verschiedenen Beschäftigungen bietet: die Erkennung von Farben, räumliche Orientierung, Größe- und Platzbestimmung, einfach erkennbare Richtungen: neben, unten, hinten, oben usw., die Identifikation der Farben, Richtungen finden, geometrische Formen erkennen, die Formen identifizieren, die Formen durch Ähnlichkeiten benennen, Differenzierung der Formen, Auswahl der Formen, die Erkennung der Farben üben, Verhältnis Teil und Ganz, Formenidentifizierung, Darstellung in Fläche dann auch am Computer, Puzzlespiele, Postpositionen üben, Farbstufen üben, Linienkontinuität bemerken, Beziehungen entdecken, matematische Grundbegriffe: viel, wenig, weniger, mehr, ebensoviel benennen, bis zehn zählen, voll-leer und klein-groß Gegensatzpaare üben. Im Kindergarten werden noch die Software Manótavasz (Wichtfrühling), Manónyár (Wichtsommer), Manóősz (Wichtherbst) und Manótél (Wichtwinter) verwendet. Diese Beschäftigungen finden auf Ungarisch statt. Sie benutzen dazu die Maus und die Tastatur. 10

11 6.4. Meine Erfahrungen Was müssen die Kinder zuerst erlernen Ich beobachtete, dass die Kinder die Teile der Computer benennen können und den Computer kennen sie auch gründlich. Es war aber nicht immer so, sie mussten alles erlernen. Die Kinder können mit der Maus geschickt umgehen. Man kann nicht glauben, wie schwierig diese Aufgabe für sie am Anfang ist, aber nach dem Üben ist es für sie auch einfach Vorteile und Nachteile des Computergebrauchs für Kinder Nach den Feststellungen der Fachliteratur und Untersuchungen beobachtete ich bei den Nadascher Kindern, welche Vorteile und welche Nachteile für sie beim Computergebrauch entstehen. In Folgenden präsentiere ich diese Beobachtungen, wie die Software die sprachlichen Entwicklungen beeinflusst und welche psychischen Auswirkungen die Computerbenutzung hat. Positive Wirkungen: Komplizierte Sachverhalte leichter zu verstehen: Die Multimedialität spricht Kinder an. Mal sind es Standbilder, mal kleine Filmchen, dazu kommen Schriftzüge, gesprochene Texte, Geräusche oder Töne. Es fällt leichter komplizierte Sachverhalte zu verstehen, wenn sie bildlich dargestellt werden (Bergmann, 2000). Kommunikationsfähigkeit weil sie sich auch mit anderen sehr viel über die Medienanwendung austauschen wollen oder müssen, Fragen dazu stellen werden oder Hilfe benötigen und Erklärungen erbitten. Sprackompetenz: Um die Fragen, ihre Antworten und Inhalte auszutauschen, sind Sprache und ihre kompetente Anwendung erforderlich. Teamfähigkeit und Kooperationsfähigkeit: Sie können und sollen Computeraufgaben gemeinsam lösen und erkennen, dass sie auf diesem Weg besser an ihr Ziel gelangen. Frustrationstoleranz sie wird trainiert: In keinem anderen Bereich wird so selbstverständlich akzeptiert, dass etwas wieder einmal nicht gleich funktioniert, wie es soll (Stephanie Müller, 2007). 11

12 Ohne Zeitdruck arbeiten: Die Computer stellen sich auf das Tempo des Kindes ein. Gute Kinderspiel- und Lernsoftware arbeitet ohne Zeitdruck. Erfolgerlebnis: Computer schimpfen nicht und niemand schaut einen an, wenn man etwas falsch macht. Man kann solange probieren, bis man es geschafft hat. Logik: Neue Medien sind wahre Kausalketten: Wenn ich auf die Wolke klicke, dann regnet es, wenn ich auf das Druckersymbol klicke, dann wird eine Datei ausgedruckt. Beim Nutzen der Neuen Medien unterliegen wir stets dem Ursache-Wirkungs-Prinzip. Gedächtnis- und Erinnerungsfähigkeit: Um die Medien zu nutzen, müssen sich die Kinder an die Tastenbelegungen und die Bedienmöglichkeiten erinnern. Dadurch wird das Gedächnis trainiert. Motorik und Koordination: Dass Auge und Hand zusammen agieren, muss für die PC-Nutzung trainiert werden. Die oben beschriebene typische indirekte Handhabung stellt ja zunächst eine zusätzliche Koordination dar, die parallel zur direkten erfolgen muss. Schnelligkeit, Aktion Reaktion: Wenn Kinder PC Spiele spielen, trainieren sie wesentliche Fähigkeiten, die für die Aufnahmen von Informationen wichtig sind: Die Situation muss wahrgenommen und verarbeitet werden, und relativ schnell ist eine Reaktion darauf gefordert, damit die Anwendung vorangeht. Spielerisches Lernen: Ein großer Vorteil des Computer liegt hier auf der Hand: Über dieses Medium können Kinder auf spielerische Art und Weise an das Lernen und Üben von Aufgaben herangeführt werden. Negative Wirkungen: Körperverletzung: Entschiedener Kritiker des frühen Medieneinsatzes ist Pfeiffer. Er drückt es drastisch aus: Für die 3- bis 6-Jährigen im Kindergartenalter ist ein Computer im Zimmer ein Stück Körperverletzung. Denn die Kinder werden ja künstlich festgehalten, ihr Bewegungsdrang kommt nicht richtig zum Tragen. Und sie werden krank davon. Pfeiffer stützt sich auf eine amerikanische Studie, die zeigt, dass Computernutzung in frühem Alter zu Hyperaktivität führen kann. Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen: Trotzdem verbergen sich gerade wegen diesen fasst unbegrenzten Möglichkeiten große Gefahrenpotentiale, die es zu berücksichtigen gilt: Problematisch ist einerseits die Tatsache, dass ein regelmäßiger, zeitintensiver Umgang mit dem Computer gerade die empfindlichen Kinderaugen überanstrengt, zu Kopf- und Rückenschmerzen führen und Schlafstörungen verursachen kann (Grünewald, 2007). 12

13 Computer-Freak: Kinder haben keine Angst vor Technik. Die Sorge vieler Eltern, dass ihr Kind - ist es einmal mit der Technologie in Berührung gekommen - süchtig wird, ist unbegründet. Untersuchungen haben gezeigt, dass kleine Computer-Freaks keineswegs sozial verkümmern. Die meisten haben viele Freunde, treiben aktiv Sport und zeichnen sich durch einen großen Wissensdurst auch in der "realen Welt" aus. Wichtig ist aber, das Kind zu einem verantwortungs- und sinnvollen Mediengebrauch zu erziehen. Verbotene Seiten: Genauso gibt es im Internet mehr als genug Seiten, die nicht für Kinder und Jugendliche freigegeben sind. Es gibt mittlerweile gute Filter- und Sperrprogramme, um zu verhindern, dass Kinder Internetseiten einsehen, die nicht für sie gedacht sind. Aus Minuten werden Stunden: Laut Prof. Pfeiffer jedenfalls hat das, was sich auf dem Monitor abspielt, eine hohe Anziehungskraft für Kinder. Und darin sieht er auch die größte Gefahr bei Computern im Kindergarten: Die paar Minuten, die Kinder dort den Computer benutzen, sind unproblematisch. Aber sie werden angefixt. Es entsteht ein Bedürfnis, das sie hinterher zuhause befriedigt haben wollen. Zu Hause werden aus Minuten Stunden - dann wird es problematisch (Grünewald, 2007). Prävention ist wichtig! Selbstverantwortung. Kinder und Jugendliche müssen sensibilisiert und unterstützt werden, sich verantwortungsbewusst mit dem Computer zu beschäftigen. Aufklärende, gemeinsame Gespräche innerhalb der Familie sind ebenso wichtig: Gerade die Jüngsten sollten nicht mit einem Computer alleine gelassen werden: Gemeinsam mit den Eltern macht es doch viel mehr Spaß, die Möglichkeiten des Computers zu erforschen und sich auszutauschen, oder nicht? 6.5. Interview mit der Erzieherin des MultiCenters Wie können die KIndergärtnerinnen im Kindergarten von Nadasch mit den positiven un dmit den negativen Seiten des Computergebrauchs umgehen darüber befragte ich die Erzieherin Anna Pitz-Dittrich. Sie hält die Beschäftigungen im Nadascher MultiGarden. Wie kam der Computer in den Kindergarten? Woher kommt die Idee, in den Kindergarten Computer zu holen? 13

14 Über diese Möglichkeit wurde der Bürgermeister durch die Selbtsverwaltung informiert. Das war im Jahr Durch Bewerbung gewannen wir die Computer. Im Jahr 2000 unterstützten Sie die Idee der computerorientierten Beschäftigungen im Kindergarten. Mit meiner Kolleginnen war ich in Székesfehérvár und schauten uns das System an. Dann unterstützte ich es, weil ich dort sah, dass die Kinder sich mit Computerprogramm gern beschäftigten. Die Kinder aus dem Nadascher Kindergarten konnten das Programm in Székesfehérvár auch ausprobieren, und ich konnte auch sehen, wie unsere Kinder dazu stehen. Wie viele Kinder arbeiten vor einem Computer genau? Drei Kinder sind ideal. Das System ist für drei Kinder ausgebildet, wenn drei Kinder vor einem Computer sitzen, haben sie immer etwas in ihrer Hand. Wenn zwei Kinder am Computer sitzen, dann bleibt eine Aufgabe übrig. Wir lösen es leicht. Das Kind, das nicht am Computer arbeitet, beschäftigt sich mit einem kleinen Heft und mit dem manuellen Mittel. Wie oft besuchen die Kinder das MultiGarden und wie viele Minuten dauern diese Beschäftigungen? Die Kinder aus der großen Gruppe besuchen es pro Woche einmal, die mittlere Gruppe besucht es in jeder zweiten Woche einmal. Für die mittlere Gruppe dauert eine Beschäftigung hier dreißig Minuten, für die mittlere Gruppe nur zwanzig Minuten. Zuerst zwanzig Minuten, später dreißig Minuten, es zeigt den Stufengang. Was sind Ihre Erfahrungen, wie kann diese Software die Spracherziehung bei Kindern unterstützen? Diese Software hilft die schon gelernten Wörter zu üben, und die Kinder können auch neue lernen. Sie können Wörter nur in einem Thema (z. B. Tiere) üben, wie es sie im Allgemeinen in traditionellen Beschäftigungen machen. Wir können aber im Programm die Themen mischen (z. B. Tiere und Verkehrsmittel). Die Aufgaben des Programms folgt einem Stufengang. Wir müssen das Gesagte auch zeigen, denn sonst können die Kinder es nicht verstehen. Im Programm können sie die Wörter gleichzeitig sehen und auch hören. Es hilft bei der Vertiefung. 14

15 Welche Vor- und Nachteile hat die Computerbenutzung im Kindergarten? Ein großer Vorteil ist, dass diese Methode bei den Kindern beliebt ist. Heute haben viele Familien zu Hause einen Computer. Im Kindergarten hat es keine Nachteile. Die Beschäftigung dauert zwanzig oder dreißig Minuten lang. Ich sage immer: Wir konnten soviele Aufgaben machen, heute haben wir keine Zeit mehr. und sie nehmen es ohne Ach, warum? zur Kenntnis. Sie nahmen zur Kenntnis, dass wir das Programm bis jetzt benutzten. Der Nachteil kommt zu Hause vor, wenn die Erwachsenen erlauben, dass sie solange mit dem Computer spielen, bis sie es wollen. Das ist aber nicht gut. Wenn man den Computer nur als Zeitvertreib benutzt, halte ich es nicht richtig. Aber es startet nicht hier im Kindergarten. Als Vorteil kann man auch sagen, dass die Kinder lernen, wie man den Computer sinvoll benutzen kann. Und sehr wichtig ist, wie lange die Kinder vor dem Computer sitzen dürfen. Wenn die Erwachsenen konsequent wären, protestierten die Kinder wegen der Zeitbindung zu Hause auch nicht. Die Anwesenheit eines Erwachsenen während die Computerbenutzung des Kindes ist sehr wichtig. Wichtig ist, dass der Erwachsene den Prozess verfolgen kann. 7. Zusammenfassung Meine Arbeit beschäftigt sich damit, welche Vor- und Nachteile die Computerbenutzung in der Kindheit hat; wie kann die Spracherziehung durch die Verwendung einer Software aufgehen, mit der Wirksamkeit der Computerbenutzung in psychischen Beziehungen; und wie vollzieht sich die Softwarebenutzung im Alltag des Kindergartens. Ich erfuhr über die persönliche Medienkompetenz und auch Informationskompetenz der beteiligten Pädagoginnen. Ich konnte feststellen, dass die medienpädagogische Arbeit im Kindergarten möglich ist. Der Kindergarten konnte die Softwarebenutzung in den Alltag des Kindergartens sehr gut einfügen. Sie benutzen diese Sofware seit dreizehn Jahren problemlos. Mein Ziel war festzustellen, dass die negativen Möglichkeiten der Medien oder die positiven im Übergewicht sind. Meine Arbeit zeigt, dass die positiven überwiegen. Es sollte insbesondere herausgefunden werden, ob Medien u.a. für Gewalt unter Kindern und 15

16 Jugendlichen, Konzentrationsstörungen, Ängste und Übergewicht verantwortlich sind, oder ob die negativen Wirkungen geringer sind als angenommen. Meine Forschungen zeigen die Vor- und Nachteile der Computerbenutzung in der Kindzeit. Am wichtigsten ist die Prävention, die Erwachsenen haben große Verantwortung für ihre Kinder. Es konnte festgestellt werden, dass diese Software beim Spracherwerb hilft. Die schon gelernten Wörter können die Kinder damit üben und auch neue lernen. Im Programm können sie die Wörter gleichzeitig sehen und hören, was den Spracherwerb überhaupt ermöglicht, denn ohne die Bedeutung des Wortes zu kennen, wenn die Kinder sie nicht herausfinden können, wird auch keine Wortschatzerweiterung stattfinden (Klein, 2004; Klein, 2011). Sie hilft aber auch bei der Vertiefung. Die Aufgaben des Programms folgen einem Stufengang. Meiner Meinung nach kann man diese Forschung fortsetzen, indem man sie auch auf die Grundschule ausdehnt, in dem Sinne, ob die Kinder mit diesen PC-Kenntnissen Vorteile oder Nachteile in der Grundschule haben. Literaturverzeichnis AUFENANGER, S. (1999): Medienpädagogische Projekte Zielstellungen und Aufgaben, S AUFENANGER, S. (2000): Medienpädagogik im 21. Jahrhundert. Kernpunkte einer pädagogischen Zukunftsforschung. In: KLEBER, H.: Spannungsfeld Medien und Erziehung, München: KoPäd Verlag, S BAUMHOER, I. (2006): Kinder und Medien Gefahren und Chancen des Medienkonsums BERGMANN, W. (2000). Computer machen Kinder schlau. Was Kinder beim Computerspielen sehen und fühlen, denken und lernen: Beust Verlag BRIGGS, A. BURKE, P. (2004): A média társadalomtörténete Gutembergtől az internetig, Napvilág Kiadó, Bp. BUCKINGHAM, D. (2002): A gyermekkor halála után Felnőni az elektronikus média világában, Helikon Kiadó, Bp. ERB M. ENGLENDER-HOCK I. HELTAI-PANYIK E. HEVES F. KLEIN Á. KNAB E. MANZ-JAEGER M. MANZ A. MÜLLER M. PAUL, R. SEILER, H. SZAUER Á. (2010) Wurzeln und Flügel. Leitbild des ungarndeutschen Bildungswesens. Budapest: LDU. 16

17 FEIBEL, TH. (1999): Großer Kinder Software Ratgeber - Lernen, Wissen, Spiel & Spaß, Markt und Technik Verl. FEIBEL, TH. (2003) Der Kinder Software Ratgeber: die besten Multimediaprodukte für Spiel, Spaß und Kreativität. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch - Verl. HIPFL B. (2005): Medienpädagogik aktuelle Herausforderungen. HUG, TH. (2002): Medienpädagogik Begriffe, Konzeptionen, Perspektiven Issing, L. J. (1987): Medienpädagogik im Informationszeitalter. Weinheim: Deutscher Studien Verlag. KLEIN Á. (2004) Ist die Sprache der Minderheiten wieder erlernbar? Spracherwerb im Kindergarten: Prinzipien, Vorteile und Voraussetzungen. In: Deutsch Revital - Pädagogische Zeitschrift für fas Ungarndeutsche Bildungswesen 1:(1) S KLEIN Á. (2009) Methodik der deutschen Spracherziehung. In: KURUCZ RÓZSA (hrsg.) Methodisches Kleinwörterbuch für KindergärtnerInnen. Szekszárd: PTE Illyés Gyula Főiskolai Kar, S KLEIN Á. (2011) Psycholinguistische aspekte des kindlichen bilingualismus. In: NAGY JANKA T. RAFFAY Z. BÉRES I. KURUCZ R. JÁSZ K. (szerk.) Acta Szekszardiensium. Universitas Quinqueecclesiensis, Facultas de Illyés Gyula Nominata. Tom. XIII: Scientific Publications XIII. PTE IGYK. Szekszárd: Pécsi Tudományegyetem Illyés Gyula Kar, S KONCZ, I. NAGY, A. J. (2002): A média pedagógiai és pszichológiai problémái, Fitt Image Kiválasztó, Képző, Kiadó Társaság, Szentendre KÜBLER, H. D. (1994): Kommunikation und Massenkommunikation. Ein Studienbuch. Münster: LIT Verlag LANTOS IMRE, M. VARGHA, D. (1998): Mecseknádasd Száz magyar falu könyvesháza. MIKOS, L. (2004): Medienkompetenz im 21. Jahrhundert. In: Medienkompetenz. Modelle und Projekte. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, S PITZ-DITTRICH, ANNA (2004): MultiCenter in Nadasch/Mecseknádasd. In: Deutsch revital. 2004/1, Budapest, S SCHIEB, J. (2001): Computer-Ratgeber für Eltern und Kids, Altersgerechte Hard- und Software im Härtetest, Egmont vgs Verlagsgesell SIX, U. FREY, CH. GIMMLER, R. (1998): Medienerziehung im Kindergarten. Opladen: Leske und Budrich. 17

18 STEPHANIE M (2007): Chancen und Potenziale der Neuen Medien (Dezember/2007), In: Frühes Deutsch, Heft 12, 16. Jahrgang, S USCHI WIESE-FIEDLER JUTTA EICHHORN (2002): In: Kindergarten Heute: So geht s Computer und Internet im Kindergarten, I. Auflage, S Literatur im Internet: BLANK-MATHIEU, M. (2001): Medienerziehung im Kindergarten. Aus: ARMIN KRENZ (Hg.): Handbuch für ErzieherInnen in Krippe, Kindergarten, Vorschule und Hort. Neuausgabe. München: mvg-verlag, 40. Lieferung. Verfügbar unter: (abgeladen ) EIRICH, H. (1999): Pädagogische Arbeit mit elektronischen Medien im Kindergarten - was Erzieherinnen dazu sagen. Mit freundlicher Genehmigung aus KiTa spezial "Medienerziehung in Kindertageseinrichtungen", Ausgabe 2/1999, S. 7-10, Carl-Link- Verlag. Verfügbar unter: (abgeladen ) GRÜNEWALD, U. (2007): Computer im Kindergarten - Frühe Förderung oder Einstiegsdroge? Verfügbar unter: (abgeladen ) MultiCenter. Verfügbar unter: (abgeladen ) SCHERER, J.: Umgang mit dem PC im Kindergartenalter. Verfügbar unter: (abgeladen ) 18

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