Gesundheitsausgaben in Prozent des BIP

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1 Gesundheitsausgaben in Prozent des BIP 17,6 8,9 9,3 9,6 9,6 11,0 11,1 11,4 11,6 11,6 Finnland Italien Großbritannien Schweden Österreich Dänemark Werte 2010, Quelle Austria Health Data 2012 (Tab ) Stand 9/2013 K4/Gesausg.%BIPGraf.pdf Schweiz Deutschland Frankreich Vereinigte Staaten

2 Gesundheit ist die beste Investiton I Gesundheitsausgaben sind kein Kostenfaktor, sondern die wichtigste Investition in Humankapital (Generaldirektion der Europäischen Kommission für Gesundheits- und Verbraucherschutz Seelische Erkrankungen: 27 % der europäischen Erwachsenen betroffen Kosten für die europäische Wirtschaft: bis zu 4 % des BIP Fettleibigkeit: 2% bis 8% der Gesundheitsausgaben in den westlichen Staaten Kosten in Europa: 70 bis 150 Milliarden Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Häufigste Todesursache in den Industrienationen Kosten: in der EU 192 Milliarden; bis zu 500 Millionen Arbeitstage. Rauchen: Kosten in der EU: 98 bis 131 Milliarden Quellen: Grünbuch der EU über Psychische Gesundheit, 2005 Europäische Statistik über Herz-Kreislauf-Erkrankungen 2008; Grünbuch der EU über Tabakkonsum 2007; The Contribution of Health to the Economy of the EU Stand 8/2008 K4/EU-Studie1.pdf

3 Gesundheit ist die beste Investiton II Gesundheitsausgaben sind kein Kostenfaktor, sondern die wichtigste Investition in Humankapital Je gesünder, desto höher sind Arbeitslohn Haushaltsgesamteinkommen Geleistete Arbeitsstunden Erwerbsbeteiligung (kranke Angehörige führen zu niedrigerer Erwerbsbeteiligung der anderen gesunden Haushaltsmitglieder) Pensionsantrittsalter Arbeitskräfteangebot Bildungsstand Sparquote Gesündere Menschen führen zu höherem Wohlstand und Wirtschaftswachstum Empfehlung der europäischen Kommission: Investitionen in den Gesundheitssektor sind eine wichtige und wirkungsvolle Maßnahme einer aktiven Wirtschaftspolitik. Stand 10/2007 K4/EU-Studie2.pdf

4 Verteilung der Leistungen 26% der Versicherten benötigen 80% 80% der Versicherungsleistungen der OÖGKK Quelle: FOKO Analyse der Abteilung Behandlungsökonomie der OÖGKK 2013 Stand 9/2014 K4/Verteil.Leist2.pdf

5 Pro-Kopf-Kosten im Gesundheitswesen nach Altersgruppen (ohne Langzeitpflege, Berichtsjahr 2004 in Euro) Altersgruppe Quelle: Hauptverband, Statistik Austria Stand 6/2006 K4/ProKopfKosten/Alter.pdf F O R U M G E S U N D H E I T

6 Restliche Lebenserwartung im Alter von. nach höchstem Bildungsabschluss 70,0 60,0 50,0 56,3 59,8 53,1 58,7 51,1 57,7 5,2 Lebensjahre 40,0 30,0 40,1 36,9 34,1 39,2 32,5 38,4 4,4 Lebensjahre 20,0 10,0 21,7 19,3 17,4 21,1 16,6 20,5 Männer Frauen 0, Höhere Schule, Lehre, Mittlere Pflichtschule Hochschule (Fach-)Schule Q: STATISTIK AUSTRIA, Lebenserwartung 2006 nach subjektivem Gesundheitszustand, Alter und ho chster abgeschlossener Ausbildung Wien, 2009

7 Q: Robert Koch Institut, Zahlen und Trends aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2/2014, S. 3

8 Spitalstage nach Ursachen 2012 Restliche Ursachen und Diagnosen 94,87 % Stand 9/2013 K4/Spitalstage.pdf Verkehrsunfälle ohne Arbeits-, Wegunfälle 0,35 % Arbeits- und Wegunfälle 0,34 % Unfälle Freizeit, Haushalt und Sport 4,44 % Quelle: Statistisches Handbuch der österreichischen Sozialversicherung, 2012 (Tab. 2.31)

9 Sportunfälle in Österreich Anteil an Sportunfällen gesamt Schifahren alpin Fußball Radfahren allgemein Snowboarden Handball/Basketball/Volleyball Wandern, Bergwandern Laufen/Joggen Eishockey, Eislaufen Mountain-Biking Langlaufen, Rodeln, Bobfahren Reiten Inlineskating Stand 9/2013 K4/Sportunfaelle.neu.pdf 0 2,48% 2,33% 3,39% 3,34% 3,34% 4,00% 3,79% 5,67% 5,06% Quelle: Institut Sicher Leben, Unfallstatistik ,39% 15,65% 22,08%

10 Trends der Zukunft Wir werden älter Rund 50 Prozent der gesamten Lebensgesundheitsausgaben im letzten Lebensjahr (egal welches Lebensalter!). Risiko von (mehreren) schweren Krankheiten (Multimorbidität) von funktionalen Beeinträchtigungen und Behinderungen steigt mit zunehmendem Lebensalter rapide an. Altersbedingtes Wachstum der Gesundheitsausgaben in den kommenden Jahrzehnten (bis 2030) um 30 bis 80 Prozent. interne Kostensteigerungsfaktoren im Gesundheitswesen (teurere und mehr Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, Umstieg auf teurere Medikamente) sind aber noch wichtiger als demographiebedingte Faktoren. Stand 10/2007 K4/Trends1.pdf

11 Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung (Beispiele) Fairness in der Gesundheit Zugang zur Versorgung Gesundheits-Chancen Wirksamkeit der Versorgung: Die richtige Leistung zum richtigen Zeitpunkt in der r. Best Point of Service Versorgungsaufträge Integrierte Versorgung / Disease Management Über-, Unter- und Fehlversorgung Druck von den Leistungsanbietern / der Gesundheitswirtschaft Dollar Pill Disease mongering Medikalisierung Umsatz- / Einkommensinteressen

12 Pflichtversicherung oder Versicherungspflicht? Solidarprinzip oder Versicherungsmathematik? Das Solidarprinzip in der österreichischen Sozialversicherung: Jeder trägt nach seinem Einkommen bei, jeder bekommt die Gesundheitsleistungen, die er braucht. Gesunde stehen für Kranke ein, Junge für Ältere, Singles für Familien, Besserverdiener für sozial Schwächere. Versicherungsmathematik: jede Versichertengruppe muss sich rechnen: Der Beitrag richtet sich nach dem Risiko. Genau diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen am wenigsten leistungsfähig sind, müssen die höchsten Beiträge bezahlen. Alte, chronisch Kranke, kinderreiche Familien, Frauen und andere Gruppen müssen mit deutlich höheren Prämien rechnen, da medizinische Leistungen extrem teuer sein können. Stand 6/2006 K5/Pflichtvers1.pdf

13 Pflichtversicherung oder Versicherungspflicht? Rechtsanspruch oder Kleingedrucktes? Die soziale Krankenversicherung gewährt einen durchsetzbaren gesetzlichen Rechtsanspruch auf alle notwendigen medizinischen Leistungen. Bei privaten Versicherungen gilt ein individueller Vertrag incl. Kleingedrucktem. Das bedeutet weniger Rechtssicherheit für die Versicherten: Vertragsänderungen und Prämienerhöhungen einfach per Brief (wie bei der KFZ-Versicherung). Das ist in Deutschland und der Schweiz schon möglich! Versicherungen können in Konkurs gehen - siehe Schweiz. Teure Gerichtsverfahren zur Rechtsdurchsetzung nötig. Stand 6/2006 K5/Pflichtvers2.pdf

14 Anzahl der gesetzlichen Krankenversicherungsträger 131 Deutschland Stand Schweiz Stand Österreich Stand Quellen: Deutschland lt. Schweiz lt. Bundesamt für Gesundheit. Stand 9/2014 K5/Anz.KVtraeger.pdf

15 Kennzahlenvergleich AOK Bayern/OÖGKK OO GKK F O R U M G E S U N D H E I T 10,345 Mrd. 1,716 Mrd. Summe der Einnahmen 37,3 Mio. 2,328 Mio. Jahresüberschuss 14,90 % 7,65 % Allgemeiner Beitragssatz ca. 5 2,39 Verwaltungskosten in Prozent Stand 2009 K5/Kennzahlenvergleich.pdf F O R U M G E S U N D H E I T

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