1 Pflege als Teamberuf

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1 Pflege als Teamberuf 1

2 2 Pflege als Team-Beruf TEAM???

3 3 Was ist ein Team bzw. eine Gruppe? Definition... ein Zusammenschluss von mehreren Individuen, die miteinander interagieren, um ein gemeinsames Ziel zu verwirklichen

4 4 Charakteristika einer Gruppe Zugehörigkeitsgefühl /Abgrenzung nach außen Soziale Struktur (Rollendifferenzierung innerhalb der Gruppe) Geteilte Normen Interaktion+ Kommunikation Stabilität über die Zeit

5 5

6 6 Vorteile von Teamarbeit viele Lösungsansätze, Ideenreichtum Verringerung von Denkfehlern Konflikte können miteinander gelöst werden gegenseitige Unterstützung, Verantwortung wird auf mehrere Schultern verteilt freie Meinungsäußerung keine bzw. weniger Hierarchie

7 Hurra, Gruppenarbeit? Ja-bin-ich-denn-der-Depp? Phänomen Da-mach-ich s-doch-gleich-lieber-selbst Phänomen Kann-und-mag-ich-nicht-mach-du Phänomen Ich-hab-meinen-Teil-erledigt Phänomen Gruppenarbeit-nein-danke Phänomen

8 8 Gruppeneffekte 1 Männer ziehen an einem Seil, einzeln, zu zweit, zu dritt etc. Zugleistung nahm relativ zur Gruppengrösse ab = soziales Faulenzen Bei einfachen Aufgaben + wenn individuelle Leistung nicht messbar bei komplexeren Aufgaben und messbaren individuellen Leistungen ist Effekt umgedreht.

9 9 Gruppeneffekte 2 groupthink = Suche nach Übereinstimmung und Harmonie -> verhindert (selbst-) kritischen Diskurs in der Gruppe in lang bestehenden Gruppen vereinheitlicht sich das Verhalten der Gruppenmitglieder (Gruppennorm), flacht ab.

10 10 Nachteile von Teamarbeit Profilierungssüchte einzelner und Konkurrenzdenken höherer Zeitaufwand viel Absprachebedarf Überwältigung von Schwachen Auswahl der Teammitglieder eher nach Sympathie statt nach Eignung/Ergänzung

11 11 Teamergebnisse + gemeinsames Produkt stiftet Identität + Stärken addieren sich - Nivellierung der Leistung? - Ruhm auf Kosten anderer?

12 12 UND WIE ENTSTEHT EINE Gruppe?

13 5 Gruppenphasen Forming Gründungsphase Storming - Streitphase Norming - Vertragsphase Performing - Arbeitsphase Re-Forming Bilanz- und Orientierungsphase

14 Merkmale der 5 Gruppenphasen Phase Gründungsphase (Forming) Vorherrschende Aktivitäten Sich-Kennenlernen Sich-Einschätzen Einordnung Evolutionäre Leistung Abgrenzung Entwicklung des Miteinanders durch Konventionen Streitphase (Storming) Sich-Zeigen, Sich-Vertreten Auseinandersetzung Zuspitzung Konflikte Vertragsphase (Norming) Sich-Festlegen Sich-Abfinden Einigung Entscheidung Vereinbarungen Arbeitsphase (Arbeitsphase) Sich-Einbringen Sich-Engagieren Zusammenarbeit Bewährung Kooperation Orientierungsphase (Re-Forming) Bilanzieren Sich-Besinnen Erfahrungsaustausch Veränderung Bilanzen

15 Und wie ist Ihre Gruppe? 15

16 Team??? 16

17 17 Homogene vs heterogene Gruppen Zusammensetzung der Gruppe (Männer/ Frauen, Kultur, etc.) Heterogene Gruppen sind +kreativer +innovativer - bedürfen längeren Teambildungsprozesses - konfliktreicher

18 18 Teamaufbau/- rollen nach BELBIN Teams, die nur aus SUPERMÄNNERN bestehen, bringen oft kleine optimalen Ergebnisse - Diven suchen nach Schuldigem gut funktionierende Teams: gemischte Rollen 1 starker Leiter 1-2 Ideengeber Besetzung nach Fähigkeiten

19 19 WELCHE ROLLE HABEN SIE? Machen Sie den Test!

20 Erfolgreiches Performen Zielformulierung: Ziel schriftlich festhalten, Unterziele formulieren, (Paten für die Unterziele benennen) Aufgabenformulierung: Gesamtaufgabe ausformulieren, Unteraufgaben ableiten Arbeitsteilung: Unteraufgaben zwischen den MitgliederInnen aufteilen, Vorgehen diskutieren und festlegen Zeitplanung: Meilensteine setzen, Ablaufplan fest schreiben Feedback routinisieren: Am Ende jeder Sitzung: Wo stehen wir? Wollen wir so weiter machen? Muss etwas geändert werden? Ist noch jede/r im Boot?

21 21 Fazit Funktionen verteilen Aufgabenstellung klären Vorgehensweise absprechen Zeitplan erstellen

22 22 UND NUN ZU IHNEN Projektübung

23 23 Rangpositionen in Gruppen Alpha Führung Beta Spezialist (steht Alpha beratend zur Seite) Gamma Mitläufer (unterstützt Alpha, Umsetzer ) Omega Außenseiter

24 Regeln für wirksames Feedback Geben sobald als möglich Feedback anbieten, nicht erzwingen konkret, situationsbezogen beschreibend, nicht wertend ehrlich und offen als persönliche Wahrnehmung in Ich-Form Möglichkeit des eigenen Irrtums ansprechen Nehmen bewusst zuhören, nachfragen, keine Rechtfertigung Wert schätzen ggf. innere Distanz einnehmen

25 Feedback zur Projektarbeit Weihnachtsfeier- in KG Arbeitsergebnisse kritisch bewerten was war so wie geplant, was war anders und warum? Wie gestaltete sich der Prozess der Zusammenarbeit? Wer hat welche Gruppenrollen übernommen? ( vgl. mit Selbsteinschätzung n. BELBIN) Konsequenzen für die nächste Gruppenarbeit??? 25

26 26 THEMENZENTRIERTE INTERAKTION (TZI) Exkurs zur Kommunikation in Gruppen

27 Themenzentrierte Interaktion Ruth Cohn

28 Themenzentrierte Interaktion Ich Thema Wir Die drei Ecken des TZI-Dreiecks stehen für: das ICH der individuellen Bedürfnisse und Stimmungen das WIR als das verbindende Gemeinsame das aktuell zu bewältigende THEMA (nach Cohn)

29 Verhalten in Gruppen Aufgabenbezogenes Verhalten Selbstbezogenes Verhalten Interaktionsbezogenes Verhalten

30 GRUPPEN & FÜHRUNG 30

31 31 Führungsstile nach LEWIN -1 Autoritärer Führungsstil - Leiter grenzt sich ab von Mitgliedern - Kommunikation läuft über zentrale Person - starke Orientierung an Regeln, Gehorsam, Hierarchie -> Auswirkung auf Gruppe: - weniger Engagement des Einzelnen - sozial unreif - sichere Arbeitsergebnisse ohne Überraschung - nötig in Situationen, wo schnell gehandelt werden muss

32 32 Führungsstile nach LEWIN -2 demokratischer Führungsstil - Leiter als Berater und Partner - Kommunikation in der Gruppe wird gefördert - Ausrichtung an zentralen Zielen ohne zu starken Formalismus -> Auswirkung auf Gruppe: - mehr Engagement des Einzelnen möglich - sozial reifer - mehr Konflikte - gute Arbeitsergebnisse, auf manchmal unebenen Wegen

33 33 Führungsstile nach LEWIN -3 Laissez-faire Führungsstil - Leiter greift kaum ins Geschehen ein, kaum Kontrolle - Prozesse sollen sich selbst regeln - starke Betonung der Kreativität -> Auswirkung auf Gruppe: - Gruppe kann sozial verwahrlosen, evtl. bilden sich dann Führer und Untergebene heraus - überraschende Arbeitsergebnisse möglich

34 34 Führungsstile nach LEWIN -3 situativer Führungsstil Leiter wählt je nach Situation den angemessenen Führungsstil Es gibt nicht DEN richtigen Fürhungsstil!

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